TOMPKIN, Wayne, Robert (Oesterliwaldweg 2, Baden, CH-5400, CH)
HANSEN, Achim (Grabenstrasse 5, Zug, CH-6300, CH)
SCHILLING, Andreas (Flurstrasse 20, Hagendorn, CH-6332, CH)
TOMPKIN, Wayne, Robert (Oesterliwaldweg 2, Baden, CH-5400, CH)
HANSEN, Achim (Grabenstrasse 5, Zug, CH-6300, CH)
| Patentansprüche: Mehrschichtkörper (1 , 2, 3, 4, 5, 6, 7) mit einer transparenten ersten Schicht (13), in der in einem ersten Bereich (31) eine Vielzahl von Mikrolinsen (21) abgeformt sind, die gemäß eines Mikrolinsenrasters angeordnet sind, und mit einer unterhalb der ersten Schicht (13) und in fester Lage zur ersten Schicht (13) angeordneten zweiten Schicht (12), die eine Vielzahl von Mikrobildern (22) aufweist, die gemäß eines Mikrobildrasters und jeweils in einer zumindest bereichsweisen Überlappung mit einer der Mikrolinsen (21) des Mikrolinsenrasters zur Generierung einer ersten optisch variablen Information angeordnet sind, wobei die Rasterweiten (41, 42) des Mikrobildrasters und des Mikrolinsenrasters jeweils in zumindest einer Raumrichtung kleiner als 300 μιη sind. 2. Mehrschichtkörper (2) nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet dass die jeweilige Rasterweite (41) des Mikrolinsenrasters in einer ersten Raumrichtung um mindestens 50 %, insbesondere um mehr als 100 % größer als die jeweilige Abmessung (43) der jeweiligen Mikrolinse (21) in der ersten Raumrichtung ist. Mehrschichtkörper (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass die maximale Strukturhöhe (44) der jeweiligen Mikrolinse (21) mindestens 35 %, insbesondere mindestens 50 % der Abmessung (43) der jeweiligen Mikrolinse in der ersten Raumrichtung beträgt. Mehrschichtkörper (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass die jeweilige Abmessung (45) der Mikrobilder (22) in der ersten Raumrichtung mehr als 50 %, insbesondere mehr als 100 % der Abmessung (43) der jeweils benachbarten Mikrolinse (21) in der ersten Raumrichtung beträgt. Mehrschichtkörper (3, 4, 5) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass der Mehrschichtkörper (3, 4, 5) ein Trägersubstrat (10) mit einer Schichtdicke von mehr als 6 pm aufweist, dass das Trägersubstrat (10) in einem zweiten Bereich (32) transparent ausgebildet ist oder eine fensterförmige Durchbrechung aufweist, wobei der zweite Bereich (32) den ersten Bereich (31) überdeckt, und dass die erste Schicht (13) auf der Vorderseite des Trägersubstrats (10) angeordnet ist und die zweite Schicht (11) auf der Rückseite des Trägersubstrats (10) angeordnet ist. 6. Mehrschichtkörper (3, 4, 5) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet , dass der Mehrschichtkörper (3, 4, 5) ein Wertdokument, insbesondere eine Banknote ist und dass das Trägersubstrat (10) das Trägersubstrat des Wertdokuments bildet und eine Schichtdicke von 30 μητι bis 200 μητι aufweist. 7. Mehrschichtkörper (5) nach einem der Ansprüche 5 und 6, dadurch gekennzeichnet , dass der Mehrschichtkörper (5) im ersten Bereich (31) eine dritte Schicht (18) aufweist, die unterhalb der zweiten Schicht (11) angeordnet ist und die bei Betrachtung des Mehrschichtkörpers (5) von der Rückseite eine zweite optisch variable Information generiert, die für den menschlichen Betrachter bei Betrachtung der Vorderseite des Mehrschichtkörpers nicht sichtbar ist und sich von der ersten optisch variablen Information unterscheidet. 8. Mehrschichtkörper (6) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass der Mehrschichtkörper (6) eine transluzente Schicht (20) aufweist, die zwischen der ersten Schicht (13) und der zweiten Schicht angeordnet ist. 9. Mehrschichtkörper (6) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet , dass der Mehrschichtkörper (6) ein Trägersubstrat (10) aufweist, welches im ersten Bereich transparent ausgebildet ist oder eine fensterförmige Durchbrechung aufweist. 10. Mehrschichtkörper (7) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass die zweite Schicht (12) im ersten Bereich (31) mindestens eine erste Zone (34) aufweist, in der die Mikrobilder (22) vorgesehen sind und mindestens eine zweite Zone (33) aufweist, in der optisch aktive Oberflächenstrukturen zur Generierung einer dritten optisch variablen Information vorgesehen sind, die sich von der ersten optisch variablen Information unterscheidet. 11. Mehrschichtkörper (7) nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet , dass die Mikrolinsen (21) in den ersten und zweiten Zonen (33, 34) vorgesehen sind. 12. Mehrschichtkörper (7) nach einem der Ansprüche 10 und 11, dadurch gekennzeichnet , dass in der mindestens einen zweiten Zone eine Lackschicht (30) auf die erste Schicht aufgebracht, insbesondere aufgedruckt ist, deren Brechungsindex sich von dem Brechungsindex der ersten Schicht um weniger als 0,3 unterscheidet. 13. Mehrschichtkörper nach einem der Ansprüche 10 bis 12, dadurch gekennzeichnet , dass die mindestens eine zweite Zone eine kleinste Abmessung von mehr als 300 μιτι aufweist und musterförmig zur Generierung einer vierten Information ausgeformt ist. 14. Mehrschichtkörper nach einem der Ansprüche 10 bis 12, dadurch gekennzeichnet , dass der erste Bereich in eine Vielzahl von ersten und zweiten Zonen unterteilt ist und dass die ersten und zweiten Zonen gemäß eines regelmäßigen Rasters mit einer Rasterweite von weniger als 300 pm in zumindest einer Raumrichtung angeordnet sind. 15. Mehrschichtkörper nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass die Mikrobilder (22) jeweils von ein oder mehreren Bildbereichen gebildet sind, die von einem Hintergrundbereich (23) umgeben sind. 16. Mehrschichtkörper nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet , dass die ein oder mehreren Bildbereiche opak und der Hintergrundbereich transparent ist, oder umgekehrt. Mehrschichtkörper nach Anspruch 15 oder Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet , dass die ein oder mehreren Bildbereiche einerseits und der Hintergrundbereich andererseits unterschiedliche Reflexionseigenschaften besitzen. 18. Mehrschichtkörper nach einem der Ansprüche 15 bis 17, dadurch gekennzeichnet , dass die zweite Schicht eine metallische Schicht, eine eingefärbte Lackschicht und/oder eine Photoresistschicht aufweist, die in dem ersten Bereich in den Bildbereichen vorgesehen und in dem Hintergrundbereich nicht vorgesehen ist, oder umgekehrt. 19. Mehrschichtkörper nach einem der Ansprüche 15 bis 18, dadurch gekennzeichnet , dass die ein oder mehreren Bildbereiche und/oder der Hintergrundgrundbereich mit einem optisch variablen Element belegt sind, insbesondere die Bildbereiche einerseits und der Hintergrundbereich andererseits mit unterschiedlichen optisch variablen Elementen belegt sind. Mehrschichtkörper nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet , dass die zweite Schicht (12) eine Replizierlackschicht (122) mit einem in eine Oberfläche der Replizierlackschicht (122) abgeformten Oberflächen- Relief (123) aufweist. 21. Mehrschichtkörper nach einem der Ansprüche 15 bis 20, dadurch gekennzeichnet , dass die ein oder mehreren Bildbereiche und der Hintergrundbereich unterschiedliche Polarisationseigenschaften aufweisen. Mehrschichtkörper nach einem der Ansprüche 15 bis 21, dadurch gekennzeichnet , dass innerhalb der Bildbereiche die Farbe, die Reflexionseigenschaften und/oder die Absorptionseigenschaften der zweiten Schicht variiert sind. 23. Mehrschichtkörper nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass das Mikrolinsenraster gegenüber der Längsachse des Mehrschichtkörpers um 45° verdreht angeordnet ist. 24. Mehrschichtkörper nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet , dass das Mikrolinsenraster ein eindimensionales Mikrolinsenraster ist und die Brennpunktlinien der Mikrolinsen (21) gegenüber der Längsachse des Mehrschichtkörpers (1) um 45° verdreht angeordnet sind. 25. Mehrschichtkörper nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass die Mikrobilder (22) jeweils auf einer gewölbten Oberfläche aufgebracht sind. 26. Mehrschichtkörper nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass das Mikrolinsenraster und/oder das Mikrobildraster ein zweidimensionales Mikrolinsenraster bzw. Mikrobildraster ist und jeweils zwei oder mehr Mikrolinsen bzw. Mikrobilder in einer ersten Raumrichtung und in einer zweiten Raumrichtung mit einer jeweiligen Rasterweite zwischen 5 pm und 150 pm aufeinander abfolgen. 27. Mehrschichtkörper nach einem der Ansprüche 1 bis 25, dadurch gekennzeichnet , dass das Mikrolinsenraster und/oder das Mikrobildraster ein eindimensionales Mikrolinsenraster bzw. Mikrobildraster ist und jeweils zwei oder mehr Mikrolinsen bzw. Mikrobilder in einer ersten Raumrichtung mit einer jeweiligen Rasterweite zwischen 5 pm und 300 pm aufeinander abfolgen. 28. Mehrschichtkörper nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass die Rasterweiten des Mikrobildrasters und Mikrolinsenrasters sich jeweils für benachbarte Mikrobilder und Mikrolinsen um weniger als 10 % voneinander unterscheiden, sich insbesondere zwischen 0,5 und 5 % voneinander unterscheiden. 29. Mehrschichtkörper nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass das Mikrobildraster und das Mikrolinsenraster gegeneinander zwischen 0,5° und 50° verdreht angeordnet sind. 30. Mehrschichtkörper nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass in dem ersten Bereich die Rasterweite des Mikrolinsenrasters und/oder des Mikrobildsrasters und/oder die Verdrehung des Mikrobildrasters und des Mikrolinsenrasters gegeneinander kontinuierlich gemäß einer Parametervariationsfunktion in zumindest einer Raumrichtung variiert sind. 31. Mehrschichtkörper nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass das Mikrobildraster in dem ersten Bereich zumindest zwei Mikrobilder aufweist, die sich voneinander unterscheiden. 32. Mehrschichtkörper nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass in dem zweiten Bereich die Form und/oder die Farbe der Mikrobild kontinuierlich gemäß einer Transformationsfunktion variiert ist. 33. Mehrschichtkörper nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass in einem ersten Teilbereich des ersten Bereichs die Rasterweite des Mikrolinsenrasters, die Rasterweite des Mikrobildrasters und/oder die Verdrehung des Mikrobildrasters und des Mikrolinsenrasters zueinander sich von der Rasterweite des Mikrolinsenrasters, der Rasterweite des Mikrobildrasters bzw. der Verdrehung des Mikrobildrasters und des Mikrolinsenrasters gegeneinander in einem zweiten Teilbereich des ersten Bereichs unterscheidet. |
Die Erfindung betrifft einen Mehrschichtkörper, welcher insbesondere als Sicherheitselement zur Sicherung von Sicherheitsdokumenten, insbesondere Banknoten, als Sicherheitsdokument, z.B. Banknoten, Wertdokumente oder ID- Dokumente, zur Produktsicherung oder für Verpackungsanwendungen eingesetzt werden kann.
Es ist bekannt, Moire-Effekte als Sicherheitsmerkmale zur Sicherung von Sicherheitsdokumenten einzusetzen. So beschreibt beispielsweise die
EP 1 238 373 B1 ein Verfahren, bei dem durch Übereinanderlegen eines Hauptrasters und eines Grundrasters ein charakteristisches Moire- Intensitätsprofil erzielt werden kann. Die durch Übereinanderlegen des Haupt- und des Grundrasters entstehende "verborgene Information" ist hierbei in die Formgestaltung der einzelnen Rasterelemente des Grund- und des
Hauptrasters codiert. Durch Verschieben des Grund- und des Hauptrasters gegeneinander entsteht hierbei für den menschlichen Betrachter ein optisch variierender Eindruck.
Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, einen verbesserten
Mehrschichtkörper anzugeben, welcher einen optisch variablen Eindruck vermittelt.
Diese Aufgabe wird von einem Mehrschichtkörper gelöst, der eine transparente erste Schicht aufweist, in der in einem ersten Bereich eine Vielzahl von
Mikrolinsen abgeformt sind, die gemäß eines Mikrolinsenrasters angeordnet sind, und der eine unterhalb der ersten Schicht und in fester Lage zur ersten Schicht angeordnete zweite Schicht aufweist, die eine Vielzahl von Mikrobildern aufweist, die gemäß eines Mikrobildrasters und jeweils in einer zumindest bereichsweisen Überlappung mit einer der Mikrolinsen des Mikrolinsenrasters zur Generierung einer ersten optisch variablen Information angeordnet sind, wobei die Rasterweiten des Mikrobildrasters und des Mikrolinsenrasters jeweils in zumindest einer Raumrichtung kleiner als 300 pm sind. Durch eine derartige Anordnung ergeben sich beim Verkippen des Mehrschichtkörpers für den menschlichen Betrachter bei Betrachtung des Mehrschichtkörpers von der Vorderseite, d.h. von Seiten der von der zweiten Schicht abgewandten Seite der ersten Schicht, interessante insbesondere zweidimensionale oder dreidimensionale optisch variable Effekte mit oder ohne Tiefenwirkung. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen bezeichnet.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist die jeweilige Rasterweite des Mikrolinsenrasters in einer ersten Raumrichtung um
mindestens 50 %, insbesondere um mehr als 100 % größer als die jeweilige Abmessung der jeweiligen Mikrolinse in der ersten Raumrichtung. Unter Rasterweite des Mikrolinsenrasters wird hierbei der jeweilige durch die
Beabstandung der Flächenschwerpunkte der Mikrolinsen bestimmte
Mikrolinsenabstand der jeweiligen Mikrolinse von ihrer benachbarten Mikrolinse verstanden. So wird durch das Mikrolinsenraster ein Koordinatensystem mit einer ersten Koordinatenachse und einer hierauf vorzugsweise rechtwinkelig stehenden zweiten Koordinatenachse aufgespannt. In Richtung der ersten Koordinatenachse und/oder in Richtung der zweiten Koordinatenachse folgen nun die Mikrolinsen des Mikrolinsenrasters aufeinander, wobei die
Flächenschwerpunkte der Mikrolinsen vorzugsweise auf einer Linie liegen, die parallel zu einer dieser Koordinatenachsen und vorzugsweise parallel zur ersten Raumrichtung orientiert ist. Die Abmessungen der jeweiligen Mikrolinse in der ersten Raumrichtung ist die Distanz zwischen den Fußpunkten der jeweiligen Mikrolinse, die sich durch den Schnitt einer in Richtung der ersten Raumrichtung orientierten und durch den Flächenschwerpunkt der jeweiligen Mikrolinse gehenden Geraden mit der äußeren Begrenzungslinie der jeweiligen Mikrolinse ergeben. Es hat sich gezeigt, dass bei einer derartigen Vorgehensweise die für die Generierung des optischen variablen Effekts notwendige Schichtdicke des Mehrschichtkörpers deutlich reduziert werden kann. So beeinflusst die
Brennweite der Mikrolinse einerseits die für die Abformung der Mikrolinsen notwendige Schichtdicke der ersten Schicht und auch die Beabstandung der zweiten Schicht von der von der zweiten Schicht abgewandten Oberfläche der ersten Schicht. Wird die Brennweite erhöht, so verringert sich zwar die für die Abformung notwendige Schichtdicke der ersten Schicht, die Distanz zwischen den Fußpunkten der Mikrolinsen und der zweiten Schicht, die vorzugsweise im Bereich der Brennweite der Mikrolinsen liegt, erhöht sich jedoch entsprechend. Durch die oben beschriebenen Maßnahmen wird zwar die Lichtstärke der ersten optisch variablen Information etwas reduziert, die Schichtdicke des Mehrschichtkörpers kann jedoch trotz der vorbeschriebenen Effekte deutlich reduziert werden.
Weiter hat es sich als vorteilhaft erwiesen, Mikrolinsen zu verwenden, deren maximale Strukturhöhe mindestens 35 %, insbesondere mindestens 50 % der Abmessung der jeweiligen Mikrolinse in der ersten Raumrichtung beträgt. Unter maximaler Strukturhöhe der jeweiligen Mikrolinse wird die maximale Erhebung der Mikrolinse über die durch die Fußpunkte der Mikrolinse aufgespannte Fußpunktebene der Mikrolinse verstanden.
Gemäß eines weiteren bevorzugten Ausführungsbeispiels der Erfindung wird die jeweilige Abmessung der Mikrobilder in der ersten Raumrichtung so gewählt, dass diese mehr als 50 %, insbesondere mehr als 100 % der
Abmessung der jeweils benachbarten Mikrolinsen in der ersten Raumrichtung beträgt. Überraschenderweise hat sich gezeigt, dass bei einer derartigen Abmessung der Mikrobilder das optisch variable Erscheinungsbild weiter verbessert werden kann, insbesondere der Winkelbereich, unter dem beim Verkippen ein optisch variabler Effekt sichtbar wird, weiter verbessert werden kann. Bevorzugt weisen die Mikrobildern eine kleinste Abmessung von weniger als 300pm, vorzugsweise von weniger als 100pm auf. Kleinste Abmessung bedeutet, dass mit dieser kleinsten Abmessung die gestauchte, geringste Ausdehnung der Mikrobilder gemeint ist, welche in der nicht gestauchten Ausdehnung erheblich größer sein können als die kleinste Abmessung. Unter kleinster Abmessung einer Zone, eines Bildes oder eines Mikrobildes wird somit die Abmessung ausgewählt aus Länge und Breite verstanden, welche die kleinere ist. Bei komplexeren Formgebungen wird zur Bestimmung der Breite und Länge ein entsprechendes virtuelles Rechteck bestimmt, das so gewählt ist, dass die komplexe Formgebung innerhalb des Rechtecks angeordnet ist und möglichst viele der Grenzlinien der komplexeren Formgebung mit den Kanten des Rechtecks berühren.
Gemäß eines weiteren bevorzugten Ausführungsbeispiels der Erfindung sind die Mikrobilder nicht auf einer planen Oberfläche, sondern auf einer gewölbten Oberfläche aufgebracht. Hierdurch wird der Vorteil erzielt, dass das jeweilige Mikrobild über einen recht großen Winkelbereich in etwa im Bereich der
Fokuslänge der Mikrolinse angeordnet ist und sich somit das optische
Erscheinungsbild des Mehrschichtkörpers verbessert, insbesondere die
Kontrastschärfe bei größeren Kippwinkeln sich deutlich verbessert.
Die Wölbung ist hierbei in die oberhalb oder unterhalb der Mikrobildschicht angeordnete Schicht des Mehrschichtkörpers abgeformt. Aus Richtung des Mikrolinsenrasters betrachtet besitzt die Wölbung im zentralen Bereich des jeweiligen Mikrobildes ihren tiefsten Punkt. Die Wölbung erstreckt sich vorzugsweise über den gesamten Bereich des Mikrobildes. Es ist jedoch auch möglich, dass nicht das gesamte Mikrobild im Bereich der Wölbung angeordnet ist. Der tiefste Punkt der Wölbung besitzt zu diesem höchsten Punkt (Randbereich der Wölbung) eine Höhendifferenz, welche vorzugsweise im Bereich zwischen 5 bis 25 % der Breite des jeweiligen Mikrobildes liegt.
Vorzugsweise wird zur Herstellung der Wölbung im Bereich des jeweiligen Mikrobildes eine Oberflächenstruktur in eine oberhalb oder unterhalb der Mikrobildschicht angeordnete Schicht abgeformt, auf weiche dann die
Mikrobildschicht aufgebracht wird. Diese Oberflächenstruktur besitzt
vorzugsweise eine der jeweiligen Mikrolinse ähnliche Formgebung, d.h. eine Formgebung, die ggf. gegenüber der Formgebung der jeweiligen Mikrolinse 21 an der von der Längs- und Querrichtung des Mehrschichtkörpers
aufgespannten Ebene gespiegelt ist und in dieser Ebene um einen
Verzerrungsfaktor f verzerrt ist. Eine Spiegelung an der Ebene ist insbesondere dann vorzusehen, wenn die Oberflächenstruktur in eine unterhalb der
Mikrobildschicht angeordnete Schicht abgeformt ist, so dass die oben angeführte Bedingung erfüllt ist. Handelt es sich bei der Mikrolinse somit um eine sphärische Mikrolinse, so besitzt die Wölbung eine
kugeloberflächenförmige Formgebung. Handelt es sich bei den Mikrolinsen um sphärische Zylinderlinsen, so besitzt die Wölbung die Formgebung einer Zylinderoberfläche. Der Verzerrungsfaktor f wird hierbei vorzugsweise so gewählt, dass die oben angegebenen Höhendifferenzen zwischen dem Rand und dem tiefsten Punkt der Wölbung in Bezug auf die Größe des Mikrobildes eingehalten werden.
Gemäß eines weiteren bevorzugten Ausführungsbeispiels der Erfindung weist der Mehrschichtkörper ein Trägersubstrat einer Schichtdicke von mehr als 6 pm, insbesondere mehr als 12 pm auf. Das Trägersubstrat ist nun in einem zweiten Bereich transparent ausgebildet oder weist in dem zweiten Bereich eine fensterförmige Durchbrechung auf, wobei der zweite Bereich den ersten Bereich vorzugsweise vollflächig überdeckt. Die erste Schicht wird nun auf der Vorderseite des Trägersubstrats angeordnet und die zweite Schicht auf der Rückseite des Trägersubstrats angeordnet. Durch diese Vorgehensweise werden mehrere Vorteile erzielt: So wird zum einen die Sicherheit des
Sicherheitselements weiter dadurch erhöht, dass die erste Schicht und die zweite Schicht mittels zweier passergenau zueinander auszuführender
Applikationsschritte auf ein gemeinsames Trägersubstrat appliziert werden müssen. Registerschwankungen der Applikationsprozesse, insbesondere bereits geringfügige Verdrehungen der durch die Applikationsprozesse auf die Vorder- und Rückseite des Trägersubstrats applizierten Elemente
gegeneinander, werden durch die auftretenden Moire-Effekte sofort sichtbar, so dass eine Nachahmung eines solchen Mehrschichtkörpers sowie die
Entfernung der Folienelemente von einem Mehrschichtkörper und Applizieren auf einen weiteren Mehrschichtkörper durch einen Fälscher - insbesondere aufgrund der erzielbaren Registergenauigkeiten hierfür von ca. 0,5 mm - nur sehr schwer möglich und eine Fälschung unmittelbar erkennbar ist. Im weiteren kann hierdurch die Schichtdicke der auf dem Trägersubstrat aufzubringenden Schichten deutlich verringert werden, da das Trägersubstrat selbst als optische Distanzschicht zwischen der ersten und zweiten Schicht wirkt. Hierdurch wird die Haptik eines Wertdokuments, beispielsweise einer Banknote, durch die Implementierung der die erste optisch variable Information generierenden Schichten nur unwesentlich beeinflusst und auch die Beständigkeit des
Wertdokuments gegenüber den bei Gebrauch auftretenden mechanischen Belastungen weiter verbessert. Vorzugsweise handelt es sich hierbei - wie bereits oben erwähnt - bei dem Mehrschichtkörper um ein Wertdokument und das Trägersubstrat stellt das Trägersubstrat des Wertdokuments dar, beispielsweise das Banknoten-Substrat. Das Trägersubstrat stellt so
beispielsweise das aus Papier, Kunststoff, oder einer Abfolge, z.B. einem Laminat von Papier und Kunststoffschichten bestehende Trägersubstrat einer Banknote dar, welches vorzugsweise eine Schichtstärke von 30 bis 200 μιτι besitzt. Vorzugsweise weist der Mehrschichtkörper im ersten Bereich hierbei eine dritte Schicht auf, die unterhalb der zweiten Schicht angeordnet ist und die bei Betrachtung des Mehrschichtkörpers von der Rückseite eine zweite optisch variable Information generiert, die für den menschlichen Betrachter nicht bei Betrachtung der Vorderseite des Mehrschichtkörpers sichtbar ist und sich von der ersten optisch variablen Information unterscheidet. Zwischen der zweiten und dritten Schicht ist hierbei vorzugsweise noch eine zumindest in Auflicht- Betrachtung für den menschlichten Betrachter opake Schicht angeordnet, welche eine sichere optische Trennung der ersten und zweiten optisch variablen Information ermöglicht. Durch diese Maßnahme wird die Sicherheit gegenüber Nachahmungen weiter verbessert und für den Betrachter leicht erkennbare, prägnante Sicherheitsmerkmale bereitgestellt.
Weitere Vorteile ergeben sich dadurch, dass in der ersten Schicht und/oder in der zweiten Schicht in einem an den ersten Bereich angrenzenden, den ersten Bereich vorzugsweise umschließenden Bereich, noch weitere vorzugsweise opak ausgeführte Sicherheitselemente ausgebildet sind, die in Durchlicht- Betrachtung zusammenwirken und beispielsweise in Durchlicht-Betrachtung sich zu einer weiteren optisch variablen Information ergänzen. Weiter ist es auch vorteilhaft, dass auf die Vorder- oder Rückseite des Trägersubstrats aufgebrachte Druckschichten ebenfalls solche Sicherheitselemente enthalten, die sich mit solchen in der ersten, zweiten oder dritten Schicht vorgesehenen Sicherheitselementen in Durchlicht-Betrachtung zu einer in Durchlicht- Betrachtung erkennbaren Information ergänzen. Hierdurch wird die Fälschungssicherheit weiter erhöht.
Gemäß eines weiteren bevorzugten Ausführungsbeispiels der Erfindung weist der Mehrschichtkörper eine transluzente Schicht auf, die zwischen der ersten Schicht und der zweiten Schicht angeordnet ist. Durch diese Maßnahme können weitere interessante optisch variable Effekte erzielt werden. So ist es hierdurch möglich, dass der erste optisch variable Effekt lediglich bei Durchlicht- Betrachtung als Wasserzeichen sichtbar ist. Im Auflicht ist der erste optisch variable Effekt jedoch nicht sichtbar. Bei dieser Ausführungsform werden die Mikrobilder vorzugsweise jeweils von ein oder mehreren Bildbereichen gebildet, die vor einem Hintergrundbereich angeordnet sind, wobei die ein oder mehreren Bildbereiche opak und der Hintergrundbereich transparent
ausgebildet ist, oder umgekehrt. Die opaken Bildbereiche oder opaken
Hintergrundbereiche können dabei beispielsweise aus opaken Lackschichten, opaken Metallschichten gebildet sein. Die opaken Bereiche und/oder die transparenten Bereiche können UV-aktive, IR-aktive Materialien oder
magnetische Materialien beinhalten, die dann optische und/oder
maschinenlesbare Zusatzfunktionen aufweisen können. Weiter weist bei dieser Ausführungsform der Mehrschichtkörper vorzugsweise ein Trägersubstrat auf, welches im ersten Bereich transparent ausgebildet ist oder im ersten Bereich eine fensterförmige Durchbrechung aufweist. Der Mehrschichtkörper besteht so vorzugsweise in den Hintergrundbereichen aus der transluzenten Schicht, aus mindestens einer opaken Schicht und optional aus ein oder mehreren
transparenten Schichten und in den Bildbereichen aus der transluzenten
Schicht und ein oder mehreren transparenten Schichten, oder umgekehrt. Die transluzente Schicht weist vorzugsweise streuende Eigenschaften auf. Vorzugsweise weist die transluzente Schicht eine Transmissivität zwischen 1 % und 50 %, weiter bevorzugt zwischen 5 % und 30 % gemittelt über den für den menschlichen Betrachter sichtbaren Wellenlängenbereich auf. Weiter weist die transluzente Schicht bevorzugt folgende Volumenstreueigenschaften auf:
Streuen eines Anteils zwischen 5 % und 50 % des eingestrahlten Lichts in Streuwinkeln > 5° im Mittel über den für den menschlichen Betrachter sichtbaren Wellenlängenbereich. Gemäß eines weiteren bevorzugten Ausführungsbeispiels der Erfindung weist die zweite Schicht im ersten Bereich mindestens eine erste Zone auf, in der die Mikrobilder vorgesehen sind, und mindestens eine zweite Zone auf, in der optisch aktive Oberflächenstrukturen zur Generierung einer dritten optisch variablen Information vorgesehen sind, die sich von der ersten optisch variablen Information unterscheidet. Bei den optisch aktiven Oberflächenstrukturen handelt es sich hierbei vorzugsweise um diffraktive Oberflächenstrukturen, welche beispielsweise in den zweiten Zonen ein Hologramm oder ein
Kinegram ® (Kinegram ® = optisch variabler Effekt mit Farbwechseleffekten und/oder Bildwechseleffekten bei sich änderndem Blickwinkel und/oder sich ändernden Beleuchtungsbedingungen) als dritte optisch variable Information generieren. Hierbei ist es möglich, dass die Mikrolinsen dann nur in den ersten Zonen, nicht jedoch in den zweiten Zonen, vorgesehen sind. Weiter ist auch möglich, dass die Mikrolinsen sowohl in den ersten als auch in den zweiten Zonen vorgesehen sind und somit das Mikrolinsenraster sowohl die ersten als auch die zweiten Zonen bedeckt. Besonders vorteilhaft ist hierbei dann, wenn die erste Schicht in der mindestens einen zweiten Zone mit einer Lackschicht versehen ist, insbesondere mit einer Lackschicht überdruckt ist, deren
Brechungsindex sich von dem Brechungsindex der ersten Schicht um weniger als 0,3 unterscheidet. Durch diese zusätzliche Lackschicht wird die optische Wirkung der Mikrolinsen in der mindestens einen zweiten Zone ausgelöscht, so dass die Mikrolinsen das optische Erscheinungsbild der in der mindestens einen zweiten Zone angeordneten optisch aktiven Oberflächenstruktur nicht mehr beeinflussen können. Durch diese Vorgehensweise wird die Sicherheit des Mehrschichtkörpers gegenüber Fälschung und Nachahmung weiter verbessert. Fehler in der passergenauen Anordnung der ersten und zweiten Schicht zueinander führen unmittelbar zur Störung der ersten und dritten optisch variablen Information oder es wird ein Grenzbereich zwischen erster und dritter optisch variabler Information sichtbar, welcher deutliche, sofort für den menschlichen Betrachter erkennbare Störeffekte zeigt. Damit werden bereits geringste Registerabweichungen zwischen erster und zweiter Schicht für den menschlichen Betrachter erkennbar. Vorzugsweise weist die mindestens eine zweite Zone eine kleinste Abmessung von mehr als 300 m auf und ist musterförmig zur Generierung einer vierten Information ausgeformt. So ist die mindestens eine zweite Zone beispielsweise in Form eines Buchstabens, einer Ziffer, eines Symbols oder einer bildlichen Darstellung ausgeformt, welche die vierte Information repräsentiert.
Weiter ist es vorteilhaft, wenn der erste Bereich in eine Vielzahl von ersten und zweiten Zonen unterteilt ist und die ersten und zweiten Zonen gemäß eines regelmäßigen Rasters mit einer Rasterweite von weniger als 300 μητι in zumindest einer Raumrichtung angeordnet sind. Hierdurch ist es möglich, die erste und dritte optisch variable Information für den menschlichen Betrachter in ein und demselben Oberflächenbereich des Mehrschichtkörpers sichtbar zu machen und damit deutlich erkennbare, abrupte Änderungen des optischen Erscheinungsbildes in diesem Bereich zu erzielen. Weiter wird bei einer derartigen Ausführung sowohl die erste als auch die dritte optisch variable Information bereits bei geringen Registerschwankungen sehr deutlich gestört, so dass bereits geringste Registerschwankungen unmittelbar auch dem ungeübten Betrachter erkennbar werden und damit eine Fälschung oder Nachahmung des Mehrschichtkörpers deutlich erschwert wird.
Gemäß einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung werden die Mikrobilder jeweils von ein oder mehreren Bildbereichen gebildet, die vor einem Hintergrundbereich angeordnet bzw. umgeben sind. Die Mikrobilder bestehen beispielsweise jeweils aus einem Motiv, beispielsweise in Form eines
Buchstabens, einer Ziffer, eines Textes, eines Symbols oder eines Bildes, welches die ein oder mehreren Bildbereiche bildet und welches vor einem Hintergrundbereich sichtbar ist, d.h. durch den Kontrast gegen den
Hintergrundbereich sichtbar ist. Das Motiv kann hierbei von einem an die Begrenzungslinie des Motivs angrenzenden Hintergrundbereich umgeben sein oder auch Teilmotive oder Ausnehmungen umfassen, die durch den
Hintergrundbereich abgetrennt oder von diesem ausgefüllt sind. Hierbei ist es auch möglich, dass innerhalb des Bildbereichs die Farbe, die
Reflexionseigenschaften und/oder die Absorptionseigenschaften der zweiten Schicht variiert sind.
Wie bereits oben erwähnt, ist es möglich, dass die ein oder mehreren
Bildbereiche der Mikrobilder opak und der Hintergrundbereich oder die
Hintergrundbereiche transparent sind, oder umgekehrt. Weiter ist es auch möglich, dass die ein oder mehreren Bildbereiche und der Hintergrundbereich unterschiedliche Transmissions- oder Reflexionseigenschaften besitzen.
Vorteilhaft ist weiter, wenn die Bildbereiche und der Hintergrundbereich unterschiedliche Polarisationseigenschaften aufweisen, z.B. unterschiedliche Linearpolarisation oder unterschiedliche Zirkularpolarisation oder auch unterschiedliche elliptische Polarisationszustände.
Die zweite Schicht kann aus einer einzelnen Schicht oder aus mehreren Teilschichten bestehen, insbesondere eine metallische Schicht, eine
eingefärbte Lackschicht und/oder eine Photoresistschicht aufweist, die in dem ersten Bereich in den Bildbereichen vorgesehen und in dem Hintergrundbereich nicht vorgesehen ist, oder umgekehrt. Die Photoresistschicht besteht hierbei vorzugsweise aus einem positiven oder negativen Photoresist, der weiter bevorzugt auch mit einem Farbstoff oder Pigment eingefärbt sein kann.
Weiter ist es vorteilhaft, wenn die Bildbereiche und/oder die
Hintergrundbereiche mit einem optisch variablen Element belegt sind, insbesondere die Bildbereiche einerseits und die Hintergrundbereiche andererseits mit unterschiedlichen optisch variablen Elementen belegt sind. Die optisch variablen Elemente könnten beispielsweise von optisch aktiven
Oberflächen-Reliefen, insbesondere von Beugungsstrukturen gebildet sein, beispielsweise Beugungsstrukturen wie Hologramme oder Kinegram ® , anisotrope oder isotrope Mattstrukturen, Mottenaugenstrukturen,
asymmetrische oder symmetrische Gitterstrukturen, Lineargitterstrukturen, Kreuzgitterstrukturen, Hexagonalgitterstrukturen, Beugungsstrukturen nullter Ordnung oder Kombinationen derartiger Beugungsstrukturen sein.
Insbesondere kann es vorteilhaft sein, Beugungsstrukturen einzusetzen, die mit einer vorzugsweise metallischen Reflexionsschicht belegt sind und einen Großteil des einfallenden Lichtes absorbieren, insbesondere
Lineargitterstrukturen, Kreuzgitterstrukturen, oder Hexagonalgitterstrukturen mit Gitterperioden im Bereich von 100 nm bis 500 nm, besonders bevorzugt im Bereich von 200 nm bis 400 nm und Strukturtiefen im Bereich von 50 nm bis 2000 nm, besonders bevorzugt im Bereich von 200 nm bis 1000 nm. Vorteilhaft ist es weiter, wenn die optisch variablen Elemente von
Dünnfilmschichtelementen gebildet werden, welche eine optische Schichtdicke von h/2 oder λ/4 aufweisen, für λ im Wellenbereich des sichtbaren Lichts, und blickwinkelabhängige Farbverschiebungseffekte zeigen, oder von einer
Flüssigkristallschicht gebildet wird, welche in unterschiedlichen Bereichen unterschiedliche Polarisationseigenschaften zeigt oder ebenfalls einen blickwinkelabhängigen Farbverschiebungseffekt zeigt. Vorteilhaft ist es weiter, wenn die optisch variablen Elemente UV-aktive, IR-aktive Materialen, insbesondere Pigmente oder Farbstoffe oder magnetische Materialien, insbesondere Partikel oder Plättchen aufweisen. Vorteilhafterweise weist die zweite Schicht so auch eine Replizierlackschicht mit einem in die Oberfläche der Replizierlackschicht abgeformten Oberflächen-Relief auf, wobei - wie oben erläutert - das in den Bildbereichen einerseits und in den Hintergrundbereichen andererseits abgeformte Oberflächen-Relief unterschiedlich ist.
Gemäß eines bevorzugten Ausführungsbeispiels der Erfindung ist das
Mikrolinsenraster in einem 45°-Winkel zu der Längsachse des
Mehrschichtkörpers verdreht angeordnet. Es hat sich gezeigt, dass sich hierdurch insbesondere bei Verwendung eines eindimensionalen
Mikrolinsenrasters besonders interessante optische Effekte generieren lassen. Wird so beispielsweise ein eindimensionales Mikrolinsenraster verwendet, bei dem die - vorzugsweise parallel zueinander orientierten - Brennpunktlinien der Mikrolinsen in einem 45°-Winkel zur Längsachse des Mehrschichtkörpers angeordnet sind, so zeigt sich sowohl beim Verkippen des Mehrschichtkörpers um eine etwa horizontale Achse als auch um eine etwa vertikale Achse ein vorbestimmter Bewegungseffekt, der um jeden Winkel von 0 bis 360°, das heißt in jeder beliebigen Richtung verlaufen kann. Weiterhin kann auch eine Bewegung entlang einer nicht-linearen Bahn, beispielsweise entlang einer gebogenen Kurve erfolgen. Unter Längsachse des Mehrschichtkörpers wird hierbei die in Richtung der Länge des Mehrschichtkörpers orientierte
Koordinatenachse verstanden.
Weiter ist es hier bevorzugt, dass der Mehrschichtkörper eine rechteckförmige, insbesondere streifen- oder bandförmige Formgebung besitzt.
Es ist hierbei möglich, dass der erste Bereich, in dem die Mikrolinsen
vorgesehen sind, den gesamten Mehrschichtkörper bedeckt oder einen Bereich über die gesamte Länge des Mehrschichtkörpers bedeckt oder auch nur einen Teilbereich des Mehrschichtkörpers bedeckt. So ist es beispielsweise möglich, dass neben dem ersten Bereich noch weitere, von den Mikrolinsen nicht bedeckte Bereiche auf dem Mehrschichtkörper vorgesehen sind, in denen andere, vorzugsweise optisch variable Sicherheitselemente vorgesehen sind. Diese anderen, vorzugsweise optisch variablen Sicherheitselemente können jedoch auch ganz oder nur bereichsweise in dem ersten Bereich vorgesehen sein und dabei von den Mikrolinsen vollständig oder nur bereichsweise bedeckt sein. Trotz der Bedeckung mit den Mikrolinsen können andere
Sicherheitselemente vorzugsweise optisch und/oder maschinenlesbar für Ihre Wirkung oder Funktionalität ausreichend wahrnehmbar und/oder auslesbar sein.
Gemäß eines bevorzugten Ausführungsbeispiels der Erfindung handelt es sich bei dem Mikrolinsenraster und/oder dem Mikrobildraster um ein
zweidimensionales Mikrolinsenraster bzw. Mikrobildraster. Das
Mikrolinsenraster bzw. Mikrobildraster spannt hierbei ein Koordinatensystem mit zwei vorzugsweise rechtwinkelig aufeinander stehenden Koordinatenachsen auf, wobei die Mikrolinsen bzw. Mikrobilder sowohl in eine erste Raumrichtung, insbesondere in Richtung der einen Koordinatenachse, und in eine zweite Raumrichtung, insbesondere in Richtung der anderen Koordinatenachse, mit einer jeweiligen Rasterweite zwischen 5 μητι und 150 μιη aufeinander abfolgen. Die Beabstandung benachbarter Mikrobilder bzw. Mikrolinsen wird hierbei vorzugsweise durch die Beabstandung der Flächenschwerpunkte der
Mikrolinsen bzw. Mikrobilder bestimmt und entspricht vorzugsweise der jeweiligen Rasterweite. Es ist weiter aber auch möglich, dass das Mikrolinsenraster und/oder das
Mikrobildraster ein eindimensionales Mikrolinsenraster bzw. Mikrobildraster ist, bei dem zwei oder mehr Mikrolinsen bzw. Mikrobilder in einer Raumrichtung mit einer jeweiligen Rasterweite zwischen 5 μιη und 300 μητι aufeinander abfolgen. Bei dem Mikrobildraster und/oder dem Mikrolinsenraster kann es sich hierbei um ein regelmäßiges Raster mit konstanten Rasterweiten handeln, aber auch um ein unregelmäßiges Raster mit variierenden Rasterweiten handeln. Weiter ist es auch möglich, dass die durch das Mikrolinsenraster und/oder das
Mikrobildraster aufgespannten Koordinatensysteme geometrisch transformiert sind und somit die Koordinatenachsen nicht die Form einer Geraden besitzen, sondern beispielsweise schlangenlinienförmig oder kreisförmig ausgebildet sind.
Vorzugsweise unterscheiden sich die Rasterweiten des Mikrobildrasters und des Mikrolinsenrasters für jeweils benachbarte Mikrobilder und Mikrolinsen um weniger als 10 % voneinander, insbesondere zwischen 0,5 und 5 %
voneinander. Bei einer derartigen Ausgestaltung wird bei Verwendung von identischen Mikrobildern ein Moire-Vergrößerungseffekt bewirkt, d.h. die bei einem bestimmten Betrachtungswinkel sichtbare erste optisch variable
Information entspricht einer vergrößerten Darstellung der (identischen)
Mikrobilder. Aber auch bei der Verwendung unterschiedlicher Mikrobilder, welche zur Generierung komplexerer Bewegungs- und Transformationseffekte beim Verkippen des Mehrschichtkörpers führt, hat sich diese Maßnahme als vorteilhaft erwiesen.
Weiter hat sich bewährt, dass das Mikrobildraster und das Mikrolinsenraster gegeneinander zwischen 0,05° und 5° verdreht angeordnet sind, d.h. die Achsen der einander zugeordneten Koordinatenachsen des von dem
Mikrobildraster und dem Mikrolinsenraster aufgespannten Koordinatensystems einen solchen Winkel einschließen.
Gemäß eines bevorzugten Ausführungsbeispiels der Erfindung sind in dem ersten Bereich die Rasterweite des Mikrolinsenrasters, die Rasterweite des Mikrobildrasters und/oder die Verdrehung des Mikrobildrasters und des
Mikrolinsenrasters gegeneinander kontinuierlich gemäß einer
Parametervariationsfunktion zumindest in eine Raumrichtung variiert. Hierdurch lassen sich beim Verkippen die bereits oben erwähnten Vergrößerungs-, Verkleinerungs- und Transformations-Effekte erzielen.
Weiter ist es vorteilhaft, wenn das Mikrobildraster in dem ersten Bereich zumindest zwei Mikrobilder aufweist, die sich voneinander unterscheiden.
Besonders vorteilhaft ist hierbei, wenn sich in dem ersten Bereich die Form und/oder die Farbe der Mikrobilder kontinuierlich gemäß einer Transformations- Funktion ändert und so beim Verkippen des Mehrschichtkörpers beispielsweise Bewegungs-Effekte kombiniert mit Vergrößerungs-, Verkleinerungs- und Transformations-Effekten bewirkt werden. Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform sind in einem ersten Teilbereich des ersten Bereichs die Rasterweite des Mikrolinsenrasters, die Rasterweite des Mikrobildrasters und/oder die Verdrehung des
Mikrolinsenrasters gegen das Mikrobildraster so gewählt, dass sich diese Parameter gegenüber den entsprechenden Parametern in einem zweiten Teilbereich des ersten Bereichs unterscheiden. Hierdurch wird bewirkt, dass sich das optisch variable Erscheinungsbild in dem ersten und dem zweiten Teilbereich voneinander unterscheidet und so die Fälschungssicherheit weiter verbessert wird.
Im Folgenden wird die Erfindung anhand von mehreren Ausführungsbeispielen unter Zuhilfenahme der beiliegenden Zeichnungen beispielhaft erläutert. Fig. 1a zeigt eine schematische Schnittdarstellung eines
Mehrschichtkörpers.
Fig. 1 b zeigt eine schematische Draufsicht auf einen Mehrschichtkörper. Fig. 1c zeigt eine schematische Draufsicht auf einen Mehrschichtkörper.
Fig. 1d zeigt eine Darstellung zur Verdeutlichung des Funktionsprinzips des Mehrschichtkörpers nach Fig. 1c Fig. 1e zeigt eine schematische Draufsicht auf einen Mehrschichtkörper.
Fig. 1f zeigt eine schematische Schnittdarstellung eines Ausschnitts eines Mehrschichtkörpers. Fig. 2 zeigt eine schematische Schnittdarstellung des
Mehrschichtkörpers.
Fig. 3 zeigt eine schematische Schnittdarstellung eines
Mehrschichtkörpers.
Fig. 4 zeigt eine schematische Schnittdarstellung eines
Mehrschichtkörpers.
Fig. 5 zeigt eine schematische Schnittdarstellung eines
Mehrschichtkörpers.
Fig. 6 zeigt eine schematische Schnittdarstellung eines
Mehrschichtkörpers.
Fig. 7 zeigt eine schematische Schnittdarstellung eines
Mehrschichtkörpers.
Fig. 8 zeigt eine schematische Schnittdarstellung eines
Mehrschichtkörpers.
Fig. 9 zeigt eine schematische Draufsicht auf einen Mehrschichtkörper.
Fig. 1a zeigt einen Mehrschichtkörper 1 mit einem Trägersubstrat 10 und einem auf dem Trägersubstrat applizierten Folienelement umfassend eine
Kleberschicht 11 , eine Dekorschicht 12 und eine transparente Schicht 13. Bei dem Trägersubstrat 10 handelt es sich vorzugsweise um ein Papiersubstrat einer Schichtdicke zwischen 10 pm und 200 pm. Falls es sich bei dem
Mehrschichtkörper 1 um eine Verpackung handelt, kann es sich bei dem
Trägersubstrat auch um ein (dickes) Karton- oder Kunststoffsubstrat handeln. Es ist jedoch auch möglich, dass es sich bei dem Trägersubstrat 10 um ein Substrat umfassend eine oder mehrere Schichten handelt. Das Trägersubstrat 10 bildet vorzugsweise das Trägersubstrat eines Wertdokuments, vorzugsweise einer Banknote, und ist somit beispielsweise optional auch noch mit ein oder mehreren Schichten auf der Vorder- und/oder auf der Rückseite bedruckt.
Das die Schichten 11 , 12 und 13 umfassende Folienelement ist in Form eines Patches oder eines Streifens auf das Trägersubstrat 10 appliziert. Bei diesem Folienelement handelt es sich so beispielsweise um einen Sicherheitsfaden oder Sicherheitsstreifen, insbesondere um einen Fenstersicherheitsfaden oder Fenstersicherheitsstreifen. Es ist jedoch auch möglich, dass das Folienelement vollflächig den gesamten Bereich des Trägersubstrats 10 überdeckt. Das die Schichten 11 , 12 und 13 umfassende Folienelement wird vorzugsweise als Übertragungslage einer Transferfolie, insbesondere einer Heißprägefolie, auf das Substrat 10 appliziert. Es ist jedoch auch möglich, dass das Folienelement als Laminierfolie oder als Sicherheitsfaden ausgebildet ist und als solche auf das Trägersubstrat 10 appliziert oder in das Trägersubstrat 10 eingebracht wird.
Bei der Schicht 11 handelt es sich um eine Kleberschicht einer Schichtdicke zwischen 0,5 und 10 pm, vorzugsweise zwischen 1 und 5 pm.
Bei der Dekorschicht 12 handelt es sich um eine Schicht, welche eine Vielzahl von Mikrobildern 22 aufweist, die gemäß einem Mikrobildraster angeordnet sind. Die Dekorschicht 12 besteht so beispielsweise aus einer strukturierten, partiell vorgesehenen Metallschicht, insbesondere einer Metallschicht einer Schichtdicke von 10 nm bis 5000 nm, die bereichsweise musterförmig zur Ausbildung der Mikrobilder 22 ausgeformt ist. Die Mikrobilder 22 zeigen hierbei jeweils ein Motiv, welches durch den Kontrast zwischen einem oder mehreren Bildbereichen und einem oder mehreren Hintergrundbereichen 23 gebildet ist, die ein unterschiedliches optisches Erscheinungsbild zeigen. So ist bei der Ausgestaltung der Dekorschicht 12, wie vorstehend erläutert, als partielle Metallschicht beispielsweise das Metall der Metallschicht in den Bildbereichen vorgesehen und in den Hintergrundbereichen 23 nicht vorgesehen, so dass sich die Mikrobilder 22 durch den Kontrast zwischen Bildbereichen und
Hintergrundbereichen 23 zeigen. Sind die Hintergrundbereiche transparent oder transluzent ausgebildet, beispielsweise durch einen transparenten oder transluzenten Lack, ist durch die Hintergrundbereiche 23 hindurch die
Kleberschicht 11 sichtbar, die dadurch als kontrastierende Hintergrundebene zu den Bildbereichen dient. Dabei hat es sich als vorteilhaft erwiesen, die
Kleberschicht 11 mit farbigen Pigmenten und/oder Farbstoffen einzufärben, um damit auch die Hintergrundbereiche 23 farbig gestalten zu können. Damit sind stark kontrastierende Motive aus beispielsweise metallischen Bildbereichen und farbigen Hintergrundbereichen erzielbar. Ebenso ist es möglich, die
Kleberschicht 11 alternativ oder zusätzlich mit UV-aktiven oder IR-aktiven Pigmenten und/oder Farbstoffen einzufärben, um je nach
Beleuchtungsbedingung die Kontrastwirkung zwischen Bildbereichen und Hintergrundbereichen 23 variieren zu können.
Weiter ist es auch möglich, dass die Mikrobilder 22 nicht nur von der
Dekorschicht 2, sondern von einer direkt auf dem Trägersubstrat 10
aufgedruckten Dekorschicht und/oder durch die Überlagerung der Dekorschicht 12 mit einer solchen direkt auf das Trägersubstrat 10 aufgebrachten Schicht gebildet werden. So ist es beispielsweise möglich, Merkmale aufzudrucken, welche eine geringe Phasenvariation in Bezug auf das Raster des
Mikrolinsenrasters besitzen. Weiter kann beispielsweise ein Offset-Druck ein Raster von Hintergrundfarben und Bildfarben besitzen, welches eine
Frequenzspreizung aufweist, wohingegen das Linsenraster eine konstante Frequenz besitzt.
Es kann anstelle eines Offsetdrucks hier auch ein anderes Druckverfahren, beispielsweise ein Tiefdruckverfahren, ein Siebdruckverfahren, ein Tampon- Druckverfahren, ein Intaglio-Druckverfahren oder auch ein
Tintenstrahldruckverfahren verwendet werden.
Weiter ist es auch möglich, dass die Schicht 12 von einer eingefärbten Lackschicht oder einer eingefärbten Photoresistschicht gebildet wird oder aus mehreren (gefärbten) Lackschichten, Photolackschichten und/oder
Metallschichten besteht, welche ein unterschiedliches optisches
Erscheinungsbild der Dekorschicht 12 in den Bildbereichen und
Hintergrundbereichen bewirken und damit die Mikrobilder 22 in der
Dekorschicht 12 ausbilden. Weiter ist es auch möglich, dass die Dekorschicht eine Replizierlackschicht aufweist, in welcher ein optisch aktives Oberflächen- Relief abgeformt ist. Der optische Kontrast zwischen Bildbereichen und Hintergrundbereichen kann hierbei dadurch bewirkt werden, dass die
Oberflächen-Reliefs entweder in den Bildbereichen oder in den
Hintergrundbereichen abgeformt sind oder in den Bildbereichen und in den Hintergrundbereichen unterschiedliche Oberflächen-Reliefe in die
Replizierlackschicht abgeformt sind. Die Replizierlackschichten und
insbesondere die Oberflächen der Replizierlackschichten, in die das jeweilige Oberflächen-Relief abgeformt ist, sind mit einer reflexionserhöhenden Schicht versehen, beispielsweise einer HRI-Schicht oder einer metallischen Schicht, vorzugsweise aus Aluminium, Silber, Kupfer, Gold, Chrom oder einer Legierung mit solchen Metallen . In diesem Fall weist die Dekorschicht 12 somit eine Replizierlackschicht mit abgeformtem Oberflächen-Relief und eine
Reflexionsschicht auf, welche vorzugsweise unterhalb der Replizierlackschicht angeordnet ist. Als optisch aktives Oberflächen-Relief wird hierbei
vorzugsweise, eine diffraktive Reliefstruktur mit einer Spatialfrequenz von mehr als 300 Linien/mm, vorzugsweise von 500 bis 4500 Linien/mm verwendet. Bei der diffraktiven Reliefstruktur handelt es sich vorzugsweise um ein
computergeneriertes Beugungsgitter, beispielsweise einem Dot-Matrix oder e- beam Hologramm, wobei sich dieses Beugungsgitter in den Bildbereichen und Hintergrundbereichen beispielsweise im Azimutwinkel, in der Spatialfrequenz, in der Profilform oder in der Relieftiefe unterscheidet. Weiter ist es auch möglich, dass als Oberflächen-Relief eine anisotrope oder isotrope Mattstruktur,
Mottenaugenstrukturen, asymmetrische oder symmetrische Gitterstrukturen, Lineargitterstrukturen, Kreuzgitterstrukturen, Hexagonalgitterstrukturen,
Beugungsstrukturen nullter Ordnung oder Kombinationen derartiger
Beugungsstrukturen verwendet wird.
Weiter ist es auch möglich, dass die Dekorschicht 11 zusätzlich oder anstelle der vorgenannten Schicht ein Dünnfilmschichtsystem zur Erzeugung von blickwinkelabhängigen Farbverschiebungseffekten, Flüssigkristallschicht oder eine Schicht umfassend optisch aktive Pigmente umfasst, beispielsweise UV- Pigmente, Flüssigkristall-Pigmente oder Interferenzschicht-Pigmente. Auch diese Schicht ist vorzugsweise so strukturiert, dass sie entweder in den
Hintergrundbereichen oder in den Bildbereichen vorgesehen ist und damit einen Kontrast zwischen Bildbereichen und Hintergrundbereichen bewirkt. Weiter ist es auch möglich, dass die Mikrobilder einen Farbverlauf oder unterschiedliche Helligkeitswerte im Bereich eines Bildbereiches aufweisen und die
entsprechenden Schichten der Dekorschicht entsprechen gestaltet sind, um diesen Helligkeits- oder Farbverlauf entsprechend zu realisieren.
Die Mikrobilder 22 sind - wie bereits oben erwähnt - gemäß einem ein- oder zweidimensionalen Mikrobildraster angeordnet, wobei die Rasterweite des Mikrobildraster, d.h. die jeweilige Beabstandung benachbarter Mikrobilder 22, konstant sein kann oder auch variieren kann. In Fig. 1a ist beispielhaft eine Rasterweite 42 des Mikrobildrasters eingezeichnet, welche durch den
Mikrobildabstand der in Fig. 1a gezeigten benachbarten Mikrobilder 22, d.h. der Beabstandung von deren Flächenschwerpunkten zueinander, bestimmt wird.
Die Schicht 13 besteht aus einem für den menschlichen Betrachter
transparenten Material und weist vorzugsweise eine Schichtdicke zwischen 5 und 150 Mm auf. In die von der Schicht 12 abgekehrte Oberfläche der Schicht 13 sind Mikrolinsen 21 abgeformt, wie dies in Fig. 1a angedeutet ist. Bei den Mikrolinsen kann es sich um sphärische Mikrolinsen, aber auch um beliebige andere Linsenformen, insbesondere auch um Zylinderlinsen, handeln. Die Zylinderlinsen können hierbei sphärisch, asphärisch oder als diffraktive Linsen mit beliebigen Phasenfunktionen ausgebildet sein. Im einfachsten Fall wird hierbei die Brennweite der Linsen durch deren Wölbungsradius bestimmt. Die Brennweite der Mikrolinsen wird hierbei bevorzugt so gewählt, dass die
Beabstandung 46 der Mikrobilder 22 von den Mikrolinsen 21 in etwa im Bereich der Brennweite der Mikrolinsen 21 liegt.
Die Relieftiefe, d.h. die Distanz zwischen dem höchsten und dem tiefsten Punkt der Mikrolinsen, beträgt hierbei vorzugsweise zwischen 2 und 50 pm. Die Mikrolinsen 21 können beispielsweise mittels eines Prägewerkzeugs, beispielsweise mittels einer mechanisch wirkenden Prägewalze oder eines Prägestempels oder mittels Laserablation in die Oberfläche der Schicht 13 eingebracht sein. In diesem Fall besteht die transparente Schicht 13
beispielsweise aus einer Lackschicht, aus einer Kunststofffolie, beispielsweise einer Folie aus PET (Polyethylenterephthalat), PEN (Polyethylennaphthalat) oder BOPP (biaxially oriented polypropylene = biaxial gerecktes Polypropylen), oder aus mehreren Schichtlagen, beispielsweise einer Replizierlackschicht und einer unter dieser angeordneten transparenten Trägerfolie, beispielsweise einer PET-Folie. Die Abformung der Mikrolinsen in die transparente Schicht 13 erfolgt hierbei vorzugsweise mittels UV-Replikation, das heiß durch das Abformen der Mikrolinsenstruktur in eine weiche, noch nicht oder nur gering ausgehärtete Replizierlackschicht und anschließendes Aushärten der Replizierlackschicht mit energiereicher Strahlung, vorzugsweise UV-Strahlung. Es ist jedoch auch möglich, dass zur Herstellung der Mikrolinsen 21 auf eine transparente Schicht ein Lack aufgebracht und entsprechend beispielsweise durch ein formgebendes Werkzeug oder einen physikalischen Prozess mit einer dem Mikrolinsenraster entsprechenden Oberfläche versehen wird. Weiter ist es auch möglich, dass es sich bei den Mikrolinsen 21 um diffraktive Linsen handelt.
Weiter ist es auch möglich, dass zwischen den Schichten 12 und 13 noch weitere transparente Schichten in dem Mehrschichtkörper 1 vorgesehen sind oder auch, dass noch weitere Schichten zwischen der Schicht 11 und der Schicht 12 oder oberhalb der Schicht 13 in dem Mehrschichtkörper 1
vorgesehen sind.
Die Mikrolinsen 21 sind - wie bereits oben ausgeführt - gemäß einem ein- oder zweidimensionalen Linsenraster angeordnet, wobei die Rasterweite des Linsenrasters konstant sein kann oder auch lokal variieren kann. So zeigt Fig. 1 beispielhaft eine Rasterweite 41 , welche dem Mikrolinsenabstand der in Fig. 1 gezeigten benachbarten Mikrolinsen, d.h. der Beabstandung von deren
Flächenschwerpunkt, entspricht.
Die Beabstandung 46 der Mikrolinsen 21 von den Mikrobildern 22 liegt bevorzugt in etwa im Bereich der Brennweite der Mikrolinsen 21 und weicht bevorzugt um nicht mehr als 10 % von der Brennweite der Mikrolinsen 21 ab. Die Rasterweite des Mikrolinsenrasters entlang der Schnittlinie des in Fig. 1 gezeigten Schnittes beträgt hierbei vorzugsweise zwischen 5 und 300 Mm und die Rasterweite des Mikrobildrasters in Richtung der Schnittlinie beträgt vorzugsweise zwischen 5 und 300 pm. Bezüglich der Ausformung der
Mikrobilder 22, der Ausgestaltung der Rasterweite des Mikrobildrasters und Mikrolinsenrasters sowie der gegenseitigen Ausrichtung des Mikrolinsenrasters und Mikrobildrasters wird auf die vorgehenden Ausführungen verwiesen.
Bevorzugt sind die Mikrolinsen 21 gemäß einem eindimensionalen Linsenraster angeordnet, wie dies im Folgenden beispielhaft anhand der Figuren Fig. 1b bis Fig. 1e erläutert wird.
So zeigt Fig. 1b eine Draufsicht auf einen Ausschnitt der Schicht 13, wobei in Fig. 1b die Brennpunktlinien der in Form von Zylinderlinsen ausgeformten Mikrolinsen 21 durch Linien angedeutet ist. Die Mikrolinsen 21 sind gemäß einem eindimensionalen Mikrolinsenraster angeordnet, welches ein
Koordinatensystem mit den Achsen 50 und 51 aufspannt. Die Achse 50 des Koordinatensystems ist parallel zur Querachse des Mehrschichtkörpers 1 und parallel zu den Brennpunktlinien der Mikrolinsen 21 orientiert und die Koordinatenachse 51 ist senkrecht zu der Koordinatenachse 50 orientiert. Die Mikrolinsen 21 besitzen hierbei bevorzugt eine Länge von mehr als 1 mm und der Abstand zwischen benachbarten Mikrolinsen 21 , die Rasterweite 41 , beträgt weniger als 300 pm, bevorzugt zwischen 10 und 200 μητι. In der
Ausführungsform gemäß Fig. 1 b sind die Flächenschwerpunktlinien der
Mikrobilder 22 bevorzugt im Wesentlichen parallel oder parallel zu der
Koordinatenachse 50 orientiert und die Rasterweiten des Mikrobildrasters und des Mikrolinsenrasters unterschieden sich voneinander, insbesondere zwischen 0,5 und 5 %.
Ein weiteres bevorzugtes Ausführungsbeispiel wird nun anhand der Figuren Fig. 1c und Fig. 1d erläutert.
Fig. 1c zeigt eine Draufsicht auf die Schicht 3, wobei - wie in Fig. 1 b - die Brennpunktlinien der Mikrolinsen 21 durch entsprechende Linien
gekennzeichnet sind. Auch hier werden die Mikrolinsen 21 von Zylinderlinsen gebildet, die gemäß eines eindimensionalen Mikrolinsenrasters mit einer Rasterweite 41 zwischen 10 pm und 300 pm, hier 35 pm angeordnet sind. Die Brennweite bzw. die Fokuslänge der Mikrolinsen beträgt zwischen 10 pm und 500 pm. Wie in Fig. 1d gezeigt, sind die Brennpunktlinien der Mikrolinsen 21 hierbei in einem Winkel von 45° gegenüber der Längsachse des
Mehrschichtkörpers 1 verdreht und im Wesentlichen parallel zueinander angeordnet. In diesem Fall verdeutlicht die Koordinatenachse 51 die
Längsrichtung des Mehrschichtkörpers 1 und die Koordinatenachse 50 die Querrichtung des Mehrschichtkörpers 1 , bei dem es sich bevorzugt um ein streifenförmiges oder fadenförmiges Sicherheitselement handelt. Wie in Fig. 1 b erläutert, sind die Mikrobilder 22 gemäß eines Mikrobildrasters angeordnet, welches - wie oben beschrieben - gegenüber dem Mikrolinsenraster verdreht angeordnet ist (insbesondere um 45° verdreht ist) oder wie oben beschreiben sich von diesem in der Rasterweite unterscheidet. Hierdurch ergibt sich das in Fig. 1d verdeutlichte optische Erscheinungsbild 60, bei dem
Vordergrundelemente 61 eine links-rechts-Bewegung bei Kippen des
Mehrschichtkörpers 1 in die horizontale Achse und eine links-rechts-Bewegung bei Kippen des Mehrschichtkörpers 1 um die vertikale Achse beschreiben.
Der Mehrschichtkörper 1 besitzt in dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 1d beispielhaft eine Länge von 100 mm und eine Breite von 10 mm, d.h. eine Längsabmessung von 100 mm und eine Querabmessung von 10 mm.
Eine weitere Ausführungsform wird durch Fig. 1e verdeutlicht. Fig. 1e zeigt ebenfalls eine Draufsicht auf die Schicht 13, wobei hier ebenfalls die
Brennpunktlinien der Mikrolinsen 21 durch Linien angedeutet sind. In diesem Fall werden die Mikrolinsen 21 von konzentrisch zueinander angeordneten Zylinderlinsen gebildet, die jeweils eine kreisförmige Formgebung besitzen und in einer Rasterweite 41 voneinander beabstandet - wie in Fig. 1d angedeutet - angeordnet sind. Im Weiteren ist es auch möglich, dass die Mikrolinsen 21 gemäß einem geometrisch transformierten eindimensionalen Mikrolinsenraster angeordnet sind und somit beispielsweise die Brennpunktlinien der Mikrolinsen in der von den Koordinatenachsen 50 und 51 aufgespannten Ebene jeweils eine schlangenlinienförmige Formgebung besitzen.
Ein weiteres Ausführungsbeispiel wird anhand von Fig. 1f verdeutlicht. Fig. 1f zeigt einen Ausschnitt des Mehrschichtkörpers 1 mit einer Mikrolinse 21 und einem zugeordneten Mikrobild 22. Bei der Mikrolinse 21 handelt es sich um eine Zylinderlinse mit einem Radius 47 und einer maximalen Strukturhöhe 44. Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 1f sind die Mikrobilder 22 nicht - wie in Fig. 1a gezeigt - in einer planen Ebene angeordnet, sondern auf einer im Bereich des jeweiligen Mikrobildes 22 gewölbten Oberfläche der Schicht 13 angeordnet. Hierzu wird in die Schicht 13 sowohl in die Oberseite als auch in die Unterseite eine Oberflächenstruktur repliziert, wobei die im Bereich der Mikrobilder 22 vorgesehenen Oberflächenstrukturen vorzugsweise eine linsenförmige Formgebung besitzt - wie dies in Figur 1f verdeutlicht worden ist. Wie bereits oben ausgeführt, weist die im Bereich der Mikrobilder 22 in die Schicht 13 abgeformte Mikrostruktur eine ähnliche Formgebung wie die
Mikrolinse 21 auf und bildet so eine Wölbung in Form eines Ausschnitts einer Zylinderoberfläche aus, wie dies in Fig. 1f dargestellt ist.
Bei dem hier vorliegenden Fall, bei dem die Mikrolinse 21 als sphärische Zylinderlinse mit einem Radius 47 ausgebildet ist, gilt näherungsweise:
_L _ 1 ! 0,074
Xj 3r r
Dabei ist r der Radius der Mikrolinse 21 und x, ist die Position des Bildes bezüglich der Flächennormal der Schicht 13, also der Abmessung 46
entspricht. Für einen Radius r = 50 pm ergibt sich so ein Parallaxen-Fokus von 150 pm und ein Wert von 122,75 pm für den äußersten Bildrand, d.h. eine Abweichung von 18 %. Die Wölbung für das Mikrobild 22 ist demnach so zu wählen, dass die tiefste Stelle des Mikrobilds 22 150 pm von der dem Mikrobild abgewandten Oberseite entfernt ist, d.h. die Abmessung 46 150 pm beträgt, und dass in dem Randbereich des Bildes das Mikrobild 122,75 pm von der Oberseitenschicht 13 entfernt angeordnet ist. Fig. 2 zeigt einen Mehrschichtkörper 2, welcher wie im Folgenden beschrieben gegenüber dem Mehrschichtkörper 1 verbessert und abgeändert ist:
Der Mehrschichtkörper 2 weist das Trägersubstrat 10 und das Folienelement mit den Schichten 11 , 12 und 13 auf. Die Schicht 13 ist wie die Schicht 13 nach Fig. 1a bis Fig. 1f ausgebildet mit dem Unterschied, dass die Mikrolinsen 21 in dem Bereich 31 nicht, wie bei der Ausführungsform nach Fig. 1 , unmittelbar aufeinander folgen, sondern, dass zwischen den Mikrolinsen 21 "flache" Bereiche vorgesehen sind, die nicht Teil einer Mikrolinse sind und nichts zu der Ablenkungsfunktion der Mikrolinsen 21 beitragen. Wie in Fig. 2 dargestellt, weisen die Linsen in Richtung der Schnittlinie des in Fig. 2 verdeutlichten Schnittes eine Abmessung 43 auf, welche um mindestens 30 %, insbesondere um mehr als 50 %, kleiner als die jeweilige Rasterweite des Mikrolinsenrasters entlang der Schnittlinie ist, d.h. die Abmessung 43 ist < 0,5 Rasterweite 41. Im Weiteren weisen die Mikrolinsen 21 eine maximale Strukturhöhe, d.h.
Abmessung 44, auf, die mindestens 25 %, insbesondere mindestens 50 % der Abmessung 43 der der Mikrolinsen ist. Durch diese Ausgestaltung der
Mikrolinsen ist es möglich, die Schichtdicke der Schicht 13 entsprechend zu reduzieren und - wie in Fig. 2 dargestellt - die Schichtdicke des
Mehrschichtkörpers 2 deutlich geringer als die Schichtdicke des
Mehrschichtkörpers 1 auszubilden. Wie bereits oben in Bezug auf Fig. 1a erwähnt, ist die Distanz zwischen der Fußpunktebene der Mikrolinsen 21 und der Dekorschicht 12 hierbei in etwa (Abweichung ± 10 %) so gewählt, dass sie der Brennweite der Mikrolinsen 21 entspricht. Da die Mikrolinsen 21
andererseits einen deutlich geringeren Anteil der Fläche des Bereichs 31 bedecken, verringert sich die maximale Strukturhöhe der Mikrolinsen 21 auch bei Verringerung der Brennweite der Mikrolinsen 21 entsprechend, so dass durch diese beiden Effekte eine besonders dünne Ausgestaltung des
Mehrschichtkörpers 2 erzielt werden kann.
Die Dekorschicht 12 ist wie die Dekorschicht 12 nach Fig. 1a bis Fig. 1f ausgebildet, wobei in Fig. 2 eine Ausführungsform der Dekorschicht 12 gezeigt ist, bei der die Dekorschicht aus einer transparenten Replizierlackschicht 122 und einer vollflächigen Metallschicht 121 besteht, wobei in den die Bildbereiche der Mikrobilder 22 bildenden Bereichen eine diffraktive Reliefstruktur 123 in die Oberfläche der Replizierlackschicht 122 abgeformt ist und in die
Hintergrundbereiche 23 eine solche Reliefstruktur nicht abgeformt ist, d.h. diese Bereiche als Spiegelbereiche ausgebildet sind. Erwähnenswert ist hier noch weiter, dass bei der Ausführungsform nach Fig. 2 die Abmessung 45 der Mikrobilder 21 in einer ersten Raumrichtung, hier in Richtung der Schnittlinie des in Fig. 2 gezeigten Schnittes, mehr als 50 %, insbesondere mehr als 100 %, der Abmessung 43 jeweils benachbarter Mikrolinsen 21 in der ersten Raumrichtung beträgt. Hierdurch werden die bereits oben dargelegten Vorteile erzielt.
Bei dem in Fig. 2 gezeigten Ausführungsbeispiel beträgt die Abmessung 43 vorzugsweise zwischen 5 pm und 100 pm, die maximale Strukturhöhe 44 der Mikrolinsen 21 zwischen 3 pm und 50 pm und die Abmessung 45 der
Mikrobilder 22 vorzugsweise zwischen 3 pm und 50 pm. Bezüglich der sonstigen Ausgestaltungen des Mehrschichtkörpers 2 wird auf die
Ausführungen zu dem Mehrschichtkörper 1 nach Fig. 1a bis Fig. 1f verwiesen.
Fig. 3 zeigt einen Mehrschichtkörper 3, welcher eine Banknote darstellt. Der Mehrschichtkörper 3 weist in dem Bereich 31 die Trägerschicht 10, die
Kleberschicht 11 , die Dekorschicht 12 mit den Mikrobildern 22 und die transparente Schicht 13 mit den Mikrolinsen 21 auf. Die transparente Schicht 13 kann dabei integral mit der Trägerschicht 10 verknüpft sein, das heißt dass die Mikrolinsen 21 auch direkt als Oberflächen relief in die Trägerschicht 10 ohne Verwendung einer separaten Schicht 13 eingebracht, vorzugsweise eingeprägt sein können. Wird eine separate Schicht 13 auf die Trägerschicht 10
aufgebracht, kann dies in vorteilhafter Weise ein strahlenhärtender Lack sein, in den die Mikrolinsen 21 mittels Prägewalze eingeprägt werden und der Lack anschließend z.B. mit UV-Strahlung ausgehärtet wird. Bezüglich der
Ausgestaltung dieser Schichten wird auf die vorstehenden Ausführungen nach Fig. 1a bis Fig. 2 verwiesen. Bei dem Trägersubstrat 10 handelt es sich um das Trägersubstrat der Banknote. In einem Bereich 32 ist das Trägersubstrat 10 transparent ausgebildet. Besteht das Trägersubstrat 10 beispielsweise aus einer Kunststofffolie oder aus einem mehrschichtigen Laminat mehrerer
Kunststoffschichten, so sind diese Kunststoffschichten im Bereich 32 für den menschlichen Betrachter transparent ausgeführt. Handelt es sich um ein
Papiersubstrat, so weist das Trägersubstrat 10 vorzugsweise in dem Bereich 32 eine fensterförmige Durchbrechung auf, welche dann beidseitig von den in Fig. 3 gezeigten Schichten bedeckt ist. Außerhalb des Bereichs 32 ist das
Trägersubstrat 10 vorzugsweise opak ausgeführt, d.h. mit entsprechenden opaken Schichten bedruckt oder mit einer entsprechend eingefärbten Schicht versehen. Auf das Trägersubstrat 10 wird nun auf die Vorderseite ein
Folienelement mit den Schichten 11 und 13 appliziert und auf die Rückseite ein Folienelement mit den Schichten 11 , 12 und einer Schicht 15 appliziert. Bei der Schicht 15 handelt es sich um eine optionale Schutzlackschicht. Die
Applizierung dieser Folienelemente auf das Trägersubstrat 10 kann mittels einer der oben beschriebenen Verfahren, beispielsweise mittels Transfer der Übertragungslage einer Transferfolie oder Auflaminieren einer Laminierfolie auf das Trägersubstrat 10, durchgeführt werden. Wie in Fig. 3 dargestellt, sind die auf dem Trägersubstrat 10 applizierten
Folienelemente hierbei besonders dünn ausgebildet, da das Trägersubstrat hier vorteilhafterweise als zusätzliche Distanzschicht für die Ausbildung des ersten optisch variablen Effekts verwendet wird und somit die Schichtdicke der Schicht 13 besonders dünn gewählt werden kann.
Im Weiteren ist es hier auch möglich, dass die Dekorschicht 12 nicht Teil eines auf das Trägersubstrat 10 applizierten Folienelements ist, sondern dass die Dekorschicht 12 mittels eines Druckverfahrens direkt auf das Trägersubstrat 10 aufgebracht wird.
Durch den Mehrschichtkörper 3 werden die bereits oben beschriebenen Vorteile erzielt.
Fig. 4 zeigt einen Mehrschichtkörper 4, welcher eine Abwandlung des
Mehrschichtkörpers 3 nach Fig. 3 darstellt. Der Mehrschichtkörper 4 weist das Trägersubstrat 10, die Kleberschichten 11 , die Dekorschicht 12 mit den
Mikrobildern 22, die transparente Schicht 13 mit den Mikrolinsen 21 und die Schutzlackschicht 15 auf. Der Mehrschichtkörper 4 ist wie der
Mehrschichtkörper 3 nach Fig. 3 ausgestaltet mit dem Unterschied, dass das Trägersubstrat 10 vollständig transparent ausgebildet ist und dass oberhalb der transparenten Schicht 13 eine Replizierlackschicht 14 angeordnet ist, deren Brechungsindex sich von dem Brechungsindex des Materials der Schicht 13 unterscheidet. Das auf die Vorderseite des Trägersubstrats 10 aufgebrachte Folienelement wird hierbei vorzugsweise wie folgt hergestellt: Auf eine optionale Trägerschicht und Ablöseschicht (im Fall einer Transferfolie) wird die Replizierlackschicht 14 aufgebracht und in die Replizierlackschicht 14 ein dem Mikrolinsenraster mit den Mikrolinsen 21 entsprechendes Oberflächen- Relief eingeprägt. Anschließend wird dieses Oberflächen-Relief mit einer weiteren Lackschicht, der Schicht 13, verfüllt und sodann die weiteren
Schichten, insbesondere die Kleberschicht 11 , aufgebracht. Anschließend wird das Folienelement auf das Trägersubstrat 10 appliziert. Die Ausführung nach Fig. 4 hat hier den weiteren Vorteil, dass die Oberflächenstruktur der
Mikrolinsen 21 nicht in der Vorderseite, d.h. die obere Oberfläche des
Mehrschichtkörpers, abgeformt ist und damit nicht mittels Kontaktkopie reproduziert werden kann. Weiter werden die Mikrolinsen so durch die Schicht 14 vor mechanischer Abnutzung, beispielsweise Verkratzungen, geschützt, so dass sich die Beständigkeit des Mehrschichtkörpers verbessert. Fig. 5 zeigt einen Mehrschichtkörper 5, welcher eine weitere Variation des Mehrschichtkörpers 3 und des Mehrschichtkörpers 4 nach Fig. 3 bzw. Fig. 4 darstellt. Der Mehrschichtkörper 5 weist das Trägersubstrat 10, die Schicht 11 , die Dekorschicht 12 mit den Mikrobildern 22, die Schicht 13 mit den Mikrolinsen 21 und die Schicht 14 auf. Der Mehrschichtkörper 5 ist wie der
Mehrschichtkörper 4 nach Fig. 4 ausgebildet mit dem Unterschied, dass das auf die Vorderseite des Trägersubstrats 10 applizierte Folienelement weiter ein Sicherheitselement 16, das auf die Unterseite des Folienkörpers applizierte Folienelement ein Sicherheitselement 18 und eine Deckschicht 17 aufweist und die Unterseite des Trägersubstrats 10 mit einem Aufdruck 9 versehen ist.
Die Deckschicht 17 wird von einer opaken Schicht gebildet, welche die optische Wirkung der Dekorschicht 12 und die optische Wirkung des
Sicherheitselements 18 voneinander entkoppelt. Auf diese Schicht könnte auch verzichtet werden. Die Sicherheitselemente 16 und 18 bestehen jeweils aus ein oder mehreren Schichten, ausgewählt aus der Gruppe Replizierlackschicht mit abgeformtem optisch aktivem Oberflächen-Relief, Reflexionsschicht,
Metallschicht, Farblackschicht, Schicht mit optisch aktiven Pigmenten,
Flüssigkristallschicht, Volumenhologrammschicht und Dünnfilmschichtsystem. Das Sicherheitselement 18 bildet hierbei vorzugsweise eine zweite optisch variable Information aus, die sich von der in dem Bereich 31 durch die
Schichten 13, 15 und 12 generierten ersten optisch variablen Information unterscheidet. Bei Betrachtung von der Vorderseite ist so in dem Bereich 31 der von den Schichten 12 und 13 generierte optisch variable Effekt sichtbar und bei Betrachtung von der Rückseite der durch das Sicherheitselement 18 generierte optisch variable Effekt sichtbar.
Das Sicherheitselement 16 kann wie das Sicherheitselement 18 ausgestaltet sein. Das Sicherheitselement 16 generiert bei Betrachtung von der Vorderseite somit in einem Bereich 33, in dem es in dem mit der Vorderseite des
Trägersubstrats 10 applizierten Folienelement vorgesehen ist, einen
entsprechenden, vorzugsweise optisch variablen Eindruck. Im Weiteren ist das Sicherheitsmerkmal 16 passergenau zu dem Sicherheitselement 18
angeordnet. Bei Durchlicht-Betrachtung ergänzen sich die Sicherheitselemente 16 und 18 zu einem weiteren Sicherheitselement, bilden beispielsweise sich ergänzende Darstellungen, die sich bei Durchlicht-Betrachtung beispielsweise zu einem Gesamtmotiv vereinen. Teil dieses Gesamtmotivs ist weiter der Aufdruck 19, der ebenfalls passergenau zu den Sicherheitselementen 16 und 18 angeordnet ist. Bei Betrachtung von der Vorder- und Rückseite im Auflicht zeigt sich damit im Bereich 33 vorzugsweise der von dem Sicherheitselement 16 generierte optisch variable Effekt und bei Betrachtung im Durchlicht zeigt sich in den Bereichen 31 , 33 und 34 der von dem Aufdruck 19, dem Sicherheitselement 16 und dem Sicherheitselement 18 bereit gestellte
"Wasserzeichen-Effekt", welcher durch die passergenaue Anordnung der Schichten der Sicherheitselemente 16 und 18 sowie des Aufdrucks 19 zueinander bestimmt wird.
Fig. 6 zeigt einen Mehrschichtkörper 6 mit dem Trägersubstrat 10, der
Kleberschicht 11 , der Dekorschicht 12 mit den in dem Bereich 31 angeordneten Mikrobildern 22 und der transparenten Schicht 13 mit den in dem Bereich 31 angeordneten Mikrolinsen 21. Die vorgenannten Schichten sind wie die gleichnamigen Schichten des Mehrschichtkörpers 1 und 2 nach Fig. 1a bis Fig. 2 ausgebildet mit dem Unterschied, dass in dem Bereich 31 zusätzlich eine fensterförmige Durchbrechung in dem Trägersubstrat 10 vorgesehen ist.
Bezüglich der Ausgestaltung dieser Schichten wird so auf die vorstehenden Ausführungen verwiesen. Im Weiteren ist zwischen der Dekorschicht 12 und der transparenten Schicht 13 eine transluzente Schicht 20 angeordnet. Die transluzente Schicht 20 besteht vorzugsweise aus einer eingefärbten
Lackschicht und weist vorzugsweise eine Schichtdicke zwischen 1 pm und 30 pm auf. Im weiteren ist die Dekorschicht so ausgebildet, dass sich die Transparenz der Dekorschicht in den Bildbereichen und den Hintergrundbereichen
unterscheidet, die Hintergrundbereiche beispielsweise vollständig transparent ausgestaltet sind und die Bildbereiche opak ausgestaltet sind. Durch die oben beschriebene Ausgestaltung des Mehrschichtkörpers 6 wird erreicht, dass der optisch variable Effekt, der in dem Bereich 31 durch die Schichten 12 und 13 generiert wird, lediglich in Durchlicht-Betrachtung zum Tragen kommt und in Auflicht-Betrachtung durch die transluzente Schicht 20 und den durch diese bewirkten Streueffekt ausgelöscht wird.
Fig. 7 zeigt einen Mehrschichtkörper 7 mit dem Trägersubstrat 10, der
Kleberschicht 11 , der Dekorschicht 12 und der transparenten Schicht 13. Diese Schichten sind bis auf folgende Unterschiede wie die gleichnamigen Schichten nach Fig. 1a bis Fig. 2 ausgeführt:
Die Dekorschicht 12 weist in dem Bereich 31 Zonen 34 und 33 auf. In den Zonen 33 ist die Dekorschicht 12 wie oben in Bezug auf Fig. 1 oder Fig. 2 beschrieben ausgestaltet. In den Zonen 33 weist die Dekorschicht 12 eine Replizierlackschicht mit einer optisch aktiven Oberflächenstruktur 24 auf, welche zur Generierung einer weiteren optisch variablen Information
vorgesehen ist, die sich von der ersten, in den Zonen 34 generierten optisch variablen Information unterscheidet. Weiter ist in den Zonen 33 eine
Lackschicht 30 auf die Oberfläche der transparenten Schicht 13 aufgedruckt. Bei der Lackschicht 30 handelt es sich um eine Lackschicht aus einem Material, dessen Brechungsindex sich um nicht mehr als 0,3 von dem Brechungsindex des Materials der transparenten Schicht unterscheidet. Hierdurch wird bewirkt, dass für den menschlichen Betrachter die optische Wirkung der Mikrolinsen 21 in den Zonen 33 ausgelöscht wird und damit in den Zonen 33 für den
menschlichen Betrachter lediglich der durch die optisch aktive
Oberflächenstruktur 24 generierte optisch variable Effekt sichtbar wird. Eine weitere Variante zur Erzielung des durch den Mehrschichtkörper 7 generierten optischen Effekts wird im Folgenden anhand von Fig. 8 erläutert. Fig. 8 zeigt einen Mehrschichtkörper 8, mit dem Trägersubstrat 10, der
Kleberschicht 11, der Dekorschicht 12 und der transparenten Schicht 13. Diese Schichten sind bis auf folgende Unterschiede wie die gleichnamigen Schichten nach Fig. 7 aufgebaut: Anstelle des Auslöschens der optischen Wirkung der Mirkolinsen 21 in den Zonen 33 ist hier zum einen die Variante gezeigt, dass die Schicht 13 im Bereich der Zonen 33 nicht vorgesehen ist. Die Schicht 13 wird somit partiell ausgestaltet, so dass in den Zonen 33 oder in einem Teil der Zonen 33 die Schicht 13 mit den Mikrolinsen 21 nicht vorgesehen ist. Hierdurch kommt der optisch variable Effekt der optisch aktiven Oberflächenstrukturen 24 besonders brilliant in diesen Bereichen 33 zur Geltung, weil keine oder nur eine partielle Überdeckung des optisch variablen Effektes durch andere Schichten gegeben ist. Alternativ hierzu ist es möglich, die Mikrolinsen nur partiell in die Schicht 13 abzuformen. Wie in Fig. 8 gezeigt, sind so in den Zonen 33 die Mikrolinsen nicht abgeformt und beispielsweise, wie in Fig. 8 gezeigt, durch ein ebenes Oberflächenprofil oder ein weitgehend glattes oder ebenes
Oberflächenprofil ohne optische Verzerrungsfunktion ersetzt.
Alternativ haben Untersuchungen gezeigt, dass auch bei einem Verzicht auf die Lackschicht 30 oder bei der Vornahme einer der beiden vorhergehenden Maßnahmen der optische Eindruck der Oberflächenstruktur, insbesondere bei Verwendung eines Kinegram ® , durch die Linsen nur wenig eingetrübt ist und so ggf. auf die Lackschicht 30 oder auf eine der beiden vorgenannten Alternativen hierzu zur Erzielung des beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 7 geschilderten optisch variablen Effekts verzichtet werden kann.
Es ist weiter möglich, dass als Zonen 34 Bereiche mit unterschiedlich ausgebildeten und/oder orientierten Mikrobildraster und Mikrostrukturraster, wie vorher in Fig. 1b, 1c, 1d, 1e dargestellt, sowie Zonen 33 zur Generierung einer weiteren optisch variablen Information benachbart zueinander nebeneinander angeordnet sind.
Benachbart heißt in diesem Zusammenhang, dass jeweils nebeneinander liegende Zonen eine gemeinsame Grenzlinie oder Grenzzone aufweisen. Um vorhandene Herstellungstoleranzen der Positionen der jeweiligen Zonen ausgleichen zu können, ist es möglich, dass jeweils nebeneinander liegende Zonen in einem als Grenzzone ausgebildeten Überlappungsbereich miteinander geringfügig überlappen, wobei die Grenzzone jeweils bevorzugt geringfügig breiter ist als die maximale Herstellungstoleranz ist, beispielsweise zwischen 10 pm und 5 mm breit ist. Grenzzonen können am gesamten Umfang einer Zone vorgesehen sein oder nur an einem Teil des Umfangs, beispielsweise nur im Bereich einer Grenzlinie zu einer benachbarten Zone. Derartige
Herstellungstoleranzen können beispielsweise beim Aufbringen der einzelnen Schichten in unterschiedlichen Produktionsschritten, vorzugsweise in einem Rolle-zu-Rolle-Prozess für die Mikrobildraster und/oder der Mikrostrukturraster auftreten, wodurch ein geringer Versatz in der relativen Anordnung der
Schichten zueinander entstehen kann. Fig. 9 zeigt einen Mehrschichtkörper 9 mit den Bereichen 35, 36 und Bereichen 37 und 38. In den Bereichen 35 bis 38 unterscheidet sich das Mikrobildraster und das Mikrostrukturraster jeweils voneinander, insbesondere in einem der Parameter ausgewählt aus der Gruppe Mikrobilderabstand,
Mikrostrukturabstand und Ausrichtung der Koordinatenachse, welche von dem Mikrostrukturraster und dem Mikrobildraster aufgespannt sind. Das
Mikrobildraster oder das Mikrostrukturraster kann auch in einzelnen Bereichen 35 bis 38 identisch sein, jedoch phasenverschoben zu den jeweils anderen Bereichen. In den Bereichen 37 und 38 sind so beispielsweise die Zonen 21 , 22 und 23 gemäß einem Mikrostrukturraster und einem Mikrobildraster
angeordnet, bei dem im Bereich 134 die Differenz des Mikrobildabstands und des Mikrostrukturabstands positiv und in dem Bereich 135 negativ ist. Hierdurch wird beispielsweise eine gegenläufige Bewegung des sich beim Kippen zeigenden Motivs in den Bereichen 37 und 38 bewirkt.
Zusätzlich ist eine vorteilhafte Kombination von Zonen 34 mit optisch variablen Informationen mit benachbarten Zonen 33 mit einer dazu kontrastierenden optisch variablen Information möglich, beispielsweise als Einzelmotive innerhalb eines Gesamtmotivs, damit die Zonen 33 als kontrastierende optische Referenz für die optisch variable Information in den Zonen 34 dienen können.
Beispielsweise können das Bewegungseffekte in den Bereichen 35 bis 38 sein und ein umgebender Bereich 39 ohne Bewegungseffekt oder ein
Bewegungseffekt im Bereich 38 mit einem diesen umgebenden oder daran angrenzenden Bereich 37 ohne Bewegungseffekt, beispielsweise mit einem Hologramm und/oder mit optisch variablen Pigmenten oder aber jeweils gegenläufige Bewegungseffekte in den Bereichen 35 bis 38. Kontrastierende optisch variable Informationen können beispielweise auch erzeugt werden, indem in einem oder mehreren Bereichen 35 bis 38 ein Mikrostrukturraster über einem Mikrobildraster oder über anderen optisch variablen Motiven vorgesehen ist und in anderen, dazu direkt oder indirekt benachbarten Bereichen 35 bis 38 das Mikrostrukturraster entweder ausgelöscht, beispielsweise mit einer
Lackschicht mit ähnlichem Brechungsindex, oder nicht vorgesehen ist. Ebenso ist es möglich, in den Bereichen 35 bis 38 optisch variable Informationen benachbart mit optisch statischen Informationen, beispielsweise einfarbigen Bereichen oder mehrfarbigen, nicht optisch variablen Motiven, benachbart zueinander vorzusehen.
