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Title:
MULTIPLE ANTENNA SYSTEM FOR MOBILE TELEPHONY
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/211306
Kind Code:
A1
Abstract:
A multiple antenna system (1) for mobile telephony comprises at least two dipole-type transmitters (2) having in each case first and second transmitter elements (2a, 2b) arranged at a distance from a reflector arrangement (3). A phase shifter arrangement having a phase shifter adjusting device (5) is connected to the first and second transmitter elements (2a, 2b) in order to adjust the phase relationships between the first transmitter elements (2a) and between the second transmitter elements (2b). A decoupling arrangement (8) is coupled to a decoupling adjusting device (9). The at least one decoupling adjusting device (9) is mechanically coupled to the phase shifter adjusting device (5), so that an adjusting movement of the phase shifter adjusting device (5) results in the at least one decoupling arrangement (8) being: a) alterable in its length, width and/or shape; or b) alterable in its position, wherein the alteration of the position is accelerated or is merely partly synchronous with the adjusting movement of the phase shifter adjusting device (5); or c) alterable in its position, wherein the at least one decoupling arrangement (8) is arranged inside at least one of the at least two transmitters (2).

Inventors:
TISCHLER, Georg (Wasserburgerstrasse 39, Stephanskirchen, 83071, DE)
DANDLBERGER, Stephan (Alfred-Berchtold-Weg 7A, Rosenheim, 83024, DE)
RALF, Thorge (Maulbronner Str. 71, Vaihingen/Enz, 71665, DE)
Application Number:
EP2019/061116
Publication Date:
November 07, 2019
Filing Date:
April 30, 2019
Export Citation:
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Assignee:
KATHREIN SE (Anton-Kathrein-Str. 1-3, Rosenheim, 83022, DE)
International Classes:
H01Q1/24; H01Q1/52; H01Q3/32; H01Q19/10; H01Q21/08; H01Q21/24
Domestic Patent References:
WO2003065505A12003-08-07
Foreign References:
CN103219590B2015-07-15
US6310585B12001-10-30
US6310585B12001-10-30
CN103219590A2013-07-24
Attorney, Agent or Firm:
FLACH | BAUER | STAHL PATENTANWÄLTE PARTNERSCHAFT MBB (Adlzreiterstr. 11, Rosenheim, 83022, DE)
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Claims:
Patentansprüche

1. Mehrfachantennensystem (1) für Mobilfunk, mit den folgenden Merkmalen:

- es sind zumindest eine Gruppe von zumindest zwei dual polarisierten dipolartigen Strahlern (2) vorgesehen, wobei jeder dipolartige Strahler (2) erste und zweite Strahlerelemente (2a, 2b) umfasst,

- die ersten Strahlerelemente (2a) sind dazu ausgebildet in einer ersten Polarisationsebene zu senden und/oder zu empfangen und die zweiten Strahlerelemente (2b) sind dazu ausgebildet in einer zweiten Polarisationse bene zu senden und/oder zu empfangen, wobei beide Po larisationsebenen senkrecht zueinander ausgerichtet sind;

- es ist eine Reflektoranordnung (3) vorgesehen und die zumindest eine Gruppe von zumindest zwei dipolartigen Strahlern (2) ist auf derselben Seite der Reflektoran ordnung (3) angeordnet;

- es ist eine Phasenschieberanordnung (4) vorgesehen, die mit den ersten und mit den zweiten Strahlerelemen ten (2a, 2b) verbunden ist und die Phasenschieberano rdnung (4) ist dazu ausgebildet: a) die Phasenbeziehungen zwischen den zumindest zwei ersten Strahlerelementen (2a) untereinander einzu stellen; und

b) die Phasenbeziehungen zwischen den zumindest zwei zweiten Strahlerelementen (2b) untereinander einzu stellen

- es ist zumindest eine Phasenschieber-Verstellein richtung (5) vorgesehen, die mit der Phasenschieberan ordnung (4) mechanisch in Kontakt steht und dazu aus gebildet ist, die Phasenschieberanordnung (4) einzu stellen;

- es ist zumindest eine Entkopplungsanordnung (8) vorge sehen, die auf derselben Seite der Reflektoranordnung (3) angeordnet ist wie die Gruppe von zumindest zwei dipolartigen Strahlern (2);

gekennzeichnet durch die folgenden Merkmale:

- es ist zumindest eine Entkopplungs-Verstelleinrichtung (9) vorgesehen, die mit der zumindest einen Entkopp lungsanordnung (8) gekoppelt ist;

- die zumindest eine Entkopplungs-Verstelleinrichtung (9) ist mechanisch mit der Phasenschieber-Verstellein richtung (5) gekoppelt, so dass bei einer Verstellbe wegung der Phasenschieber-Verstelleinrichtung (5) die zumindest eine Entkopplungsanordnung (8):

a) in ihrer Länge, Breite und/oder Form veränderbar ist; oder

b) in ihrer Position veränderbar ist, wobei die Verän derung der Position beschleunigt oder lediglich teilweise synchron zur Verstellbewegung der Phasen schieber-Verstelleinrichtung (5) erfolgt; oder c) in ihrer Position veränderbar ist, wobei die zumin dest eine Entkopplungsanordnung (8) innerhalb von zumindest einem der zumindest zwei Strahler (2) an geordnet ist.

2. Mehrfachantennensystem (1) für Mobilfunk nach An spruch 1, gekennzeichnet durch das folgende Merkmal:

- die Phasenschieber-Verstelleinrichtung (5) besteht o- der umfasst einen Verstellstab (6), der zur Erzeugung der Verstellbewegung entlang seiner Längsachse (5a) verschiebbar und/oder um seine Längsachse (5a) ver drehbar ist.

3. Mehrfachantennensystem (1) für Mobilfunk nach An spruch 2, gekennzeichnet durch die folgenden Merkmale:

- die zumindest eine Entkopplungsanordnung (8) :

a) umfasst zumindest zwei Entkopplungsflächen (8a, 8b) , die gegeneinander verschiebbar oder verdrehbar sind, wodurch sich die Länge, Breite und/oder Form der zumindest einen Entkopplungsanordnung (8) än dert; oder

b) ist durch die Entkopplungs-Verstelleinrichtung (9) lediglich entlang einer bestimmten Bewegungsstrecke oder über einen bestimmten Drehwinkelbereich des zumindest einen Verstellstabs (6) der Phasenschie ber-Verstelleinrichtung (5) synchron zu diesem be wegbar, wodurch sich die Position der Entkopplungs anordnung (8) ändert; oder

c) ist bezüglich ihres Abstands zur Reflektoranordnung (3) innerhalb des zumindest einen der zumindest zwei Strahler (2) verstellbar, wodurch sich die Po sition der Entkopplungsanordnung (8) ändert.

4. Mehrfachantennensystem (1) für Mobilfunk nach An spruch 3, gekennzeichnet durch das folgende Merkmal: - die zumindest zwei Entkopplungsflächen (8a, 8b) der zumindest einen Entkopplungsanordnung (8) überlappen sich in Draufsicht vor dem Verschieben und/oder Ver drehen der zumindest zwei Entkopplungsflächen (8a, 8b) stärker als nach dem Verschieben und/oder Verdrehen.

5. Mehrfachantennensystem (1) für Mobilfunk nach An spruch 3 oder 4, gekennzeichnet durch die folgenden Merkmale :

- die zumindest zwei Entkopplungsflächen (8a, 8b) sind galvanisch miteinander verbunden; oder

- zwischen den zumindest zwei Entkopplungsflächen (8a, 8b) ist ein Dielektrikum (10) angeordnet; oder

- zwischen den zumindest zwei Entkopplungsflächen (8a, 8b) ist freier ein Abstandsraum gebildet.

6. Mehrfachantennensystem (1) für Mobilfunk nach An spruch 5, gekennzeichnet durch die folgenden Merkmale:

- das Dielektrikum (10) umfasst eine Folie; oder

- zumindest eine der Entkopplungsflächen (8a, 8b) ist mit einer dielektrischen Schicht beschichtet, die das Dielektrikum (10) bildet.

7. Mehrfachantennensystem (1) für Mobilfunk nach einem der Ansprüche 3 bis 6, gekennzeichnet durch die folgen den Merkmale:

- beide Entkopplungsflächen (8a, 8b) sind gleich groß oder unterschiedlich groß; und/oder

- die Entkopplungsflächen (8a, 8b) haben in Draufsicht die Form eines:

a) n-Ecks mit n > 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9 oder 10; oder b) Ovals; oder c) Kreises; oder

d) n-Polygons;

oder sind einer solchen Form angenähert. 8. Mehrfachantennensystem (1) für Mobilfunk nach einem der Ansprüche 3 bis 7, gekennzeichnet durch das folgende Merkmal :

- beide Entkopplungsflächen (8a, 8b) verlaufen in etwa parallel zur Reflektoranordnung (3) und/oder zur Strahlerebene von einem oder mehreren der zumindest zwei Strahlern (2) .

9. Mehrfachantennensystem (1) für Mobilfunk nach einem der Ansprüche 3 bis 8, gekennzeichnet durch die folgen- den Merkmale:

- die Entkopplungs-Verstelleinrichtung (9) umfasst ein

Verschiebeelement (11);

- das Verschiebeelement (11) umfasst ein erstes Ende

(11a) und ein zweites Ende (11b);

- das erste Ende (11a) des Verschiebeelements (11) ist mit der ersten Entkopplungsfläche (8a) verbunden;

- die zweite Entkopplungsfläche (8b) ist unbeweglich an geordnet;

- das zweite Ende (11b) des Verschiebeelements (11) ist mit dem Verstellstab (6) verbunden, sodass bei einer

Verstellbewegung des Verstellstabs (6) die zumindest zwei Entkopplungsflächen (8a, 8b) gegeneinander ver schoben oder verdreht werden. 10. Mehrfachantennensystem (1) für Mobilfunk nach einem der Ansprüche 3 bis 8, gekennzeichnet durch die folgen den Merkmale: - die Entkopplungs-Verstelleinrichtung (9) umfasst ein Verschiebeelement (11);

- das Verschiebeelement (11) umfasst ein erstes Ende (11a) und ein zweites Ende (11b);

- das erste Ende (11a) des Verschiebeelements (11) ist mit :

a) der ersten Entkopplungsfläche (8a) verbunden, wobei die zweite Entkopplungsfläche (8b) unbeweglich an geordnet ist; oder

b) der Entkopplungsanordnung (8) verbunden;

- der Verstellstab (6) umfasst ein erstes Mitnehmerele ment (6a), welches an dem Verstellstab (6) angeordnet ist und von diesem absteht;

- das erste Mitnehmerelement (6a) ist an dem Verstell stab (6) an einer solchen Position angeordnet, so dass dieses erst in den letzten 40%, 35%, 30%, 25%, 20%,

15%, 10% oder 5% des Verschiebewegs, also der Ver stellbewegung entlang einer ersten Verschieberichtung des Verstellstabs (6) in Eingriff mit dem Verschiebe element (11) gelangt, wodurch erst in diesem Bereich des Verschiebewegs die

a) zwei Entkopplungsflächen (8a, 8b) gegeneinander verschoben oder verdreht werden; oder

b) Entkopplungsanordnung (8) lediglich in diesem Be reich des Verschiebewegs des Verstellstabs (6) syn chron zum Verstellstab (6) bewegbar ist.

11. Mehrfachantennensystem (1) für Mobilfunk nach An spruch 10, gekennzeichnet durch die folgenden Merkmale:

- der Verstellstab (6) umfasst ein zweites Mitnehmerele ment (6b), welches an dem Verstellstab (6) angeordnet ist und von diesem absteht; - das zweite Mitnehmerelement (6) ist entlang der Längs achse (5a) des Verstellstabs (6) beabstandet von dem ersten Mitnehmerelement (6a) angeordnet;

- das zweite Mitnehmerelement (6b) ist an dem Verstell stab (6) an einer solchen Position angeordnet, so dass dieses lediglich entlang einer zweiten Verschieberich tung des Verstellstabs (6), die entgegengesetzt zur ersten Verschieberichtung verläuft, in Eingriff mit dem Verschiebeelement (11) gelangt, wodurch die:

a) zwei Entkopplungsflächen (8a, 8b) gegeneinander verschoben oder verdreht werden; oder

b) Entkopplungsanordnung (8) lediglich in diesem Be reich des Verschiebewegs des Verstellstabs (6) syn chron zum Verstellstab (6) bewegbar ist.

12. Mehrfachantennensystem (1) für Mobilfunk nach einem der Ansprüche 3 bis 9, gekennzeichnet durch die folgen den Merkmale:

- die Entkopplungs-Verstelleinrichtung (9) umfasst eine Zahnradanordnung;

- der Verstellstab (6) umfasst:

1) Zähne (13), die entlang der Längsachse (5a) des Verstellstabs (6) versetzt zueinander angeordnet sind; oder

2) mehrere Schraubengänge, die sich entlang der Längs achse (5a) des Verstellstabs (6) erstrecken;

- die Zahnradanordnung steht dauerhaft in Eingriff mit dem Verstellstab (6) und mit der ersten Entkopplungs fläche (8a), wobei die zweite Entkopplungsfläche (8b) unbeweglich angeordnet ist, wobei durch Verschieben oder Verdrehen des Verstellstabs (6) die zwei Entkopp lungsflächen (8a, 8b) gegeneinander verschiebbar oder verdrehbar sind.

13. Mehrfachantennensystem (1) für Mobilfunk nach einem der Ansprüche 3 bis 9, gekennzeichnet durch die folgen den Merkmale:

- die Entkopplungs-Verstelleinrichtung (9) umfasst eine Zahnradanordnung;

- der Verstellstab (6) umfasst Zähne (13), die entlang der Längsachse (5a) des Verstellstabs (6) versetzt zu einander angeordnet sind;

- die Zahnradanordnung gelangt lediglich in den ersten oder letzten 40%, 35%, 30%, 25%, 20%, 15%, 10% oder 5% des Verschiebewegs des Verstellstabs (6) entlang einer ersten Verschieberichtung des Verstellstabs (6) in Eingriff mit dem den Zähnen (13), wodurch erst in die sem Bereich des Verschiebewegs die:

i) zwei Entkopplungsflächen (8a, 8b) gegeneinander verschiebbar oder verdrehbar sind; oder

ii) Entkopplungsanordnung (8) lediglich in diesem Be reich des Verschiebewegs des Verstellstabs (6) synchron zum Verstellstab (6) bewegbar ist.

14. Mehrfachantennensystem (1) für Mobilfunk nach einem der Ansprüche 3 bis 9, gekennzeichnet durch die folgen den Merkmale:

- die Entkopplungs-Verstelleinrichtung (9) umfasst eine Zahnradanordnung;

- der Verstellstab (6) umfasst:

1) Zähne (13), die entlang der Längsachse (5a) des Verstellstabs (6) versetzt zueinander angeordnet sind; oder

2) mehrere Schraubengänge, die sich entlang der Längs achse (5a) des Verstellstabs (6) erstrecken; - die Zahnradanordnung umfasst zumindest ein exzentri sches Zahnrad, das zumindest mittelbar in Eingriff mit dem Verstellstab (6) steht, wodurch die:

i) zwei Entkopplungsflächen (8a, 8b) beschleunigt gegeneinander verschiebbar oder verdrehbar sind; oder

ii) Entkopplungsanordnung (8) beschleunigt in ihrer Position verstellbar ist.

15. Mehrfachantennensystem (1) für Mobilfunk nach einem der Ansprüche 3 bis 14, gekennzeichnet durch das folgen de Merkmal :

- die erste und zweite Entkopplungsfläche (8a, 8b) sind um mehr als 5°, 15°, 25°, 35°, 45°, 55°, 65°, 75°,

85°, 90°, 95°, 105°, 115°, 125°, 135°, 145°, 155°,

165°, 175°, 180° oder um mehr als 185° gegeneinander verdrehbar .

16. Mehrfachantennensystem (1) für Mobilfunk nach einem der vorherigen Ansprüche, gekennzeichnet durch das fol gende Merkmal :

- die Entkopplungsanordnung (8) wird in Draufsicht bzgl. ihrer Länge und/oder Breite um mehr als 5%, 10%, 15%,

20%, 25%, 30%, 35%, 40%, 45%, 50%, 55%, 60%, 65%, 70%, 75%, 80%, 85%, 90%, 95% oder um mehr als 100% vergrö ßert .

17. Mehrfachantennensystem (1) für Mobilfunk nach An spruch 2, gekennzeichnet durch die folgenden Merkmale: zumindest einer der zumindest zwei dipolartigen Strah ler (2) umfasst eine Symmetrier- und/oder Trägeranord nung (15) ; - die Symmetrier- und/oder Trägeranordnung (15) ist mit ihrem ersten Ende (15a) an der Reflektoranordnung (3) angeordnet ;

- ein zweites Ende (15b) der Symmetrier- und/oder Trä geranordnung (15), welches dem ersten Ende (15a) ge genüberliegt ist weiter von der Reflektoranordnung (3) beabstandet ;

- Strahlerflächen (17) der Strahlerelemente (2a, 2b) sind an dem zweiten Ende (15b) der Symmetrier und/oder Trägeranordnung (15) angeordnet;

- die Symmetrier- und/oder Trägeranordnung (15) umgrenzt einen Aufnahmeraum (16), der sich vom ersten Ende (15a) bis zum zweiten Ende (15b) erstreckt;

- die Entkopplungsanordnung (8) ist teilweise oder über wiegend oder vollständig in dem Aufnahmeraum (16) an geordnet;

- die Entkopplungs-Verstelleinrichtung (9) steht mit der Entkopplungsanordnung (8) und dem zumindest einen Ver stellstab (6) in Kontakt, sodass bei Verschieben oder Verdrehen des Verstellstabs (6) die zumindest eine Entkopplungsanordnung (8) in ihrem Abstand zur Reflek toranordnung (3) veränderbar ist.

18. Mehrfachantennensystem (1) für Mobilfunk nach An spruch 17, gekennzeichnet durch die folgenden Merkmale:

- die Entkopplungs-Verstelleinrichtung (9) umfasst ein Verschiebeelement (11);

- das Verschiebeelement (11) umfasst ein erstes Ende (11a) und ein zweites Ende (11b);

- das erste Ende (11a) des Verschiebeelement (11) ist a) gelenkig an der Entkopplungsanordnung (8) angeord net; oder b) unterhalb der Entkopplungsanordnung (8) an dieser angeordnet ;

- das zweite Ende (11b) des Verschiebeelement (11) ist gelenkig an dem Verstellstab (6) angeordnet.

19. Mehrfachantennensystem (1) für Mobilfunk nach An spruch 18, gekennzeichnet durch das folgende Merkmal:

- das Verschiebeelement (11), welches mit seinem ersten

Ende (11a) unterhalb der Entkopplungsanordnung (8) an geordnet ist, gelangt erst in den letzten 40%, 35%,

30%, 25%, 20%, 15%, 10% oder 5% des Verschiebewegs entlang einer ersten Verschieberichtung des Verstell stabs (6) in Eingriff mit der Entkopplungsanordnung (8), wodurch erst in diesem Bereich des Verschiebewegs das erste Ende (11a) des Verschiebeelements (11) die Entkopplungsanordnung (8) von unten in Richtung der Strahlerebene drückt.

20. Mehrfachantennensystem (1) für Mobilfunk nach An spruch 18 oder 19, gekennzeichnet durch die folgenden Merkmale :

- es ist eine Führungsanordnung vorgesehen;

- die Entkopplungsanordnung (8) ist durch die Führungs anordnung lediglich entlang einer Geraden geführt.

21. Mehrfachantennensystem (1) für Mobilfunk nach An spruch 2, gekennzeichnet durch die folgenden Merkmale: zumindest einer der zumindest zwei dipolartigen Strah ler (2) umfasst eine Symmetrier- und/oder Trägeranord nung (15) ;

- die Symmetrier- und/oder Trägeranordnung (15) ist mit ihrem ersten Ende (15a) an der Reflektoranordnung (3) angeordnet ; - ein zweites Ende (15b) der Symmetrier- und/oder Trä geranordnung (15), welches dem ersten Ende (15a) ge genüberliegt ist weiter von der Reflektoranordnung (3) beabstandet ;

- Strahlerflächen (17) der Strahlerelemente (2a, 2b) sind an dem zweiten Ende (15b) der Symmetrier und/oder Trägeranordnung (15) angeordnet;

- die Symmetrier- und/oder Trägeranordnung (15) umgrenzt einen Aufnahmeraum (16), der sich vom ersten Ende (15a) bis zum zweiten Ende (15b) erstreckt;

- die Symmetrier- und/oder Trägeranordnung (15) umfasst zumindest einen Symmetrierschlitz (18), der sich vom zweiten Ende (15b) über eine Teillänge oder über die gesamte Länge der Symmetrier- und/oder Trägeranordnung (15) in Richtung des ersten Endes (15a) erstreckt, wodurch der Aufnahmeraum (16) von außerhalb des Strah lers (2) aus zugänglich ist;

- die Entkopplungs-Verstelleinrichtung (9) steht mit der Entkopplungsanordnung (8) und dem zumindest einen Ver stellstab (6) derart in Kontakt, sodass bei Verschie ben oder Verdrehen des Verstellstabs (6) die zumindest eine Entkopplungsanordnung (8) von außerhalb des Strahlers (2) über den zumindest einen Symmetrier- schlitz (18) in den Aufnahmeraum (16) einschiebbar ist .

22. Mehrfachantennensystem (1) für Mobilfunk nach einem der vorherigen Ansprüche, gekennzeichnet durch das fol gende Merkmal :

- die Entkopplungs-Verstelleinrichtung (9) ist überwie gend auf einer zweiten Seite der Reflektoranordnung (3) angeordnet, wobei die zweite Seite frei von Strah lern ist.

23. Mehrfachantennensystem (1) für Mobilfunk nach einem der vorherigen Ansprüche, gekennzeichnet durch das fol gende Merkmal :

- es ist eine Federeinrichtung vorgesehen und derart an der Entkopplungsanordnung (8) angeordnet, dass die Entkopplungs-Verstelleinrichtung (9) eine Federkraft der Federeinrichtung überwinden muss, um die Länge, Breite und/oder Form oder die Position der Entkopp lungsanordnung (8) zu verändern.

Description:
Mehrfachantennensystem für Mobilfunk

Die Erfindung betrifft ein Mehrfachantennensystem, wel ches insbesondere im Mobilfunk Anwendung findet. Derartige Mehrfachantennensysteme umfassen mehrere Strahler, die jeweils in einer ersten und in einer dazu senkrechten zweiten Polarisationsebene senden und emp fangen. Beide Polarisationsebenen müssen möglichst gut voneinander entkoppelt sein. Zur Erhöhung der Richtwir- kung werden derartige Strahler üblicherweise vor einem Reflektor angeordnet. Als nachteilig erweist sich dabei, dass die an sich gute Entkopplung insbesondere zwischen Strahlung mit orthogonaler Polarisation durch die Anord nung als Array, insbesondere durch die Einflüsse dieses Reflektors verschlechtert wird. Um die Entkopplung zu verbessern wird im Stand der Technik vorgeschlagen, so genannte Entkopplungselemente einzusetzen, die in einem bestimmten Abstand zu zumindest einem Strahler angeord net sind. Die US 6 310 585 Bl zeigt ein Mehrfachantennensystem mit einer Phasenschieberanordnung. Die Phasenschieberanord nung umfasst eine Schubstange, die unterhalb des Reflek tors verläuft und mit einem parasitären Element in Wirk verbindung steht. Das parasitäre Element ist auf der Oberseite des Reflektors angeordnet. Je nach Richtung, in welcher die Schubstange bewegt wird, wird das parasi täre Element weiter auf den Reflektor zu oder von dem Reflektor weg bewegt.

Ein derartiges Entkopplungselement ist beispielsweise in der CN 103219590 A gezeigt. Um die Entkopplung der bei den Polarisationen auch im Nachhinein noch verändern zu können, ist das Entkopplungselement beweglich angeord net. Das Entkopplungselement ist dabei insbesondere fest auf einer Schubstange befestigt, die innerhalb des An tennengehäuses angeordnet ist und entlang seiner Erstre ckungsrichtung verschiebbar ist. In diesem Fall ver schiebt sich das Entkopplungselement in dieselbe Rich tung wie die Schubstange. Es ist auch möglich, dass zwi schen der Schubstange und dem Entkopplungselemente noch eine Übersetzungsanordnung angeordnet ist, so dass sich das Entkopplungselement mit einer langsameren oder schnelleren Geschwindigkeit gegenüber der Verschiebege schwindigkeit der Schubstange bewegt. Es ist auch mög lich, dass ein Abstand des Entkopplungselements zum Re flektor verändert wird.

Nachteilig an der CN 103219590 A ist, dass für manche Phaseneinstellungen zwischen Strahlerelementen verschie dener Strahler, die in derselben Polarisation senden, die Entkopplung zu Strahlerelementen derselben Strahler, die in der anderen Polarisation senden, ungenügend ist. Es ist daher die Aufgabe der hier vorliegenden Erfin dung, ein verbessertes Mehrfachantennensystem für Mobil funklösungen zu schaffen, bei welchem die einzelnen Po- larisationsebenen, mit denen verschiedene Strahler sen den und/oder empfangen, besser voneinander entkoppelt sind .

Die Aufgabe wird durch das erfindungsgemäße Mehrfachan- tennensystem gemäß dem Anspruch 1 gelöst. In den Ansprü chen 2 bis 23 sind vorteilhafte Weiterbildungen des er findungsgemäßen Mehrfachantennensystems angegeben.

Das erfindungsgemäße Mehrfachantennensystem umfasst zu- mindest eine Gruppe von zumindest zwei insbesondere du alpolarisierten, zirkular polarisierten oder elliptisch oder +- 45° polarisierten dipolförmigen bzw. dipolarti gen Strahlern, wobei jeder dieser dipolartigen Strahler erste und zweite Strahlerelemente umfasst. Dabei senden und/oder empfangen die ersten Strahlerelemente in einer ersten Polarisationsebene und die zweiten Strahlerele mente in einer zweiten Polarisationsebene, wobei beide Polarisationsebenen senkrecht zueinander stehen. Weiter hin gibt es eine Reflektoranordnung, auf der die dipol- artigen Strahler angeordnet sind. Es ist auch eine Pha senschieberanordnung vorgesehen, die vorzugsweise mehre re Phasenschieber umfasst. Diese Phasenschieberanordnung ist mit den ersten und den zweiten Strahlerelementen der Strahler verbunden. Sie kann dabei die Phasenbeziehung zwischen den zumindest zwei ersten Strahlerelementen un tereinander einstellen und zwischen den zumindest zwei zweiten Strahlerelementen untereinander. Weiterhin gibt es eine Phasenschieber-Verstelleinrichtung, die mit der Phasenschieberanordnung mechanisch in Kontakt steht und dazu ausgebildet ist, die Phasenschieberanordnung anzu steuern, so dass diese die Phasenbeziehung zwischen den jeweiligen ersten und den jeweiligen zweiten Strah- lerelementen verändert. Um eine möglichst gute Entkopp lung zwischen beiden Polarisationsebenen herzustellen, ist zumindest eine Entkopplungsanordnung vorgesehen, die auf derselben Seite der Reflektoranordnung angeordnet ist, wie die zumindest zwei dipolartigen Strahler. Wei- terhin gibt es noch zumindest eine Entkopplungs- Verstelleinrichtung, die mit der zumindest einen Ent kopplungsanordnung gekoppelt ist. Die Entkopplungs- Verstelleinrichtung ist dabei mechanisch mit der Phasen schieber-Verstelleinrichtung gekoppelt, so dass bei ei- ner Verstellbewegung der Phasenschieber-Verstelleinrich tung die zumindest eine Entkopplungsanordnung: a) in ihrer Länge, Breite und/oder Form veränderbar ist; oder

b) in ihrer Position veränderbar ist, wobei die Verän derung der Position beschleunigt oder lediglich teilweise synchron zur (z.B. gesamten) Verstellbewe gung der Phasenschieber-Verstelleinrichtung erfolgt; oder

c) in ihrer Position veränderbar ist, wobei die zumin dest eine Entkopplungsanordnung innerhalb von zumin dest einem der zumindest zwei Strahler angeordnet ist . Es ist hier besonders vorteilhaft, dass eine Entkopp lungs-Verstelleinrichtung eingesetzt wird, die einer seits mit der Phasenschieber-Verstelleinrichtung gekop pelt ist und andererseits mit der Entkopplungsanordnung gekoppelt ist, wobei die Entkopplungsanordnung dadurch in ihrer Länge, Breite und/oder Form veränderbar ist. Dadurch kann auch bei einem unterschiedlichen Abstrahl winkel (Down-Tilt) , der durch eine bestimmte Phasenein stellung hervorgerufen wird, weiterhin eine hohe Ent kopplung zwischen den beiden Polarisationsebenen er reicht werden. Die Länge und die Breite sind insbesonde re bei eckigen Entkopplungsanordnungen veränderbar, wo hingegen bei runden Entkopplungsanordnungen bzw. sol chen, die einer runden Form angenähert sind, die Form veränderbar ist. Eine derartige gezielte Änderung der Entkopplungsanordnung ist beim Stand der Technik nicht gezeigt. Ein Kippen einer Entkopplungsanordnung stellt dabei weder eine Änderung der Länge, der Breite noch der Form da.

Weiterhin ist es hier auch besonders vorteilhaft, wenn die zumindest eine Entkopplungsanordnung in ihrer Posi tion veränderbar ist, wobei die Veränderung der Position beschleunigt oder lediglich teilweise synchron zur ge samten Verstellbewegung der Phasenschieber-Verstellein richtung erfolgt. Dies bedeutet, dass sich die Entkopp lungsanordnung nicht-linear zur Verstellbewegung der Phasenschieber-Verstelleinrichtung bewegt. Unter den Wortlaut "nicht-linear" ist auch asynchron zu verstehen. Unter einer solchen "nicht-linearen" oder "asynchronen" Bewegung zur Verstellbewegung der Phasenschieber- Verstelleinrichtung ist nicht lediglich eine höhere oder niedrigere Geschwindigkeit gemeint, sondern die Tatsa che, dass eine Verstellbewegung der Phasenschieber- Verstelleinrichtung nicht über die gesamte Strecke bzw. den gesamten Drehwinkel auch eine Bewegung der Entkopp lungsanordnung zur Folge hat. Dies bedeutet, dass die Bewegung der Entkopplungsanordnung von der Verstellbewe gung der Phasenschieber-Verstelleinrichtung entkoppelt ist bzw. über einen bestimmten Weg entkoppelt ist. Unter dem Wortlaut, dass die Entkopplungsanordnung bezüglich ihrer Position "beschleunigt" zur Verstellbewegung der Phasenschieber-Verstellanordnung erfolgt ist zu verste hen, dass die Entkopplungsanordnung insbesondere über den überwiegenden oder über den gesamten Teil des Ver stellwegs der Phasenschieber-Verstelleinrichtung be schleunigt bzw. beschleunigt zu dieser bewegt wird. Ins besondere ist damit gemeint, dass die Phasenschieber- Verstelleinrichtung, insbesondere über den überwiegenden Teil der Zeit, in welcher sie bewegt bzw. gedreht wird, mit einer konstanten Geschwindigkeit bewegt bzw. gedreht wird (Beschleunigung a = 0) und die Entkopplungsanord nung beschleunigt dazu, also mit einer Beschleunigung a > 0 oder a < 0. Die Entkopplungsanordnung bewegt sich beschleunigt, während die Phasenschieber- Verstelleinrichtung ohne Beschleunigung, also mit einer konstanten Geschwindigkeit, verstellt wird. Insbesondere wird die Entkopplungsanordnung über eine längere Zeit dauer beschleunigt bewegt, also mit einer Beschleunigung a > 0 und/oder a < 0 bewegt, als die Phasenschieber- Verstelleinrichtung. Es wäre auch möglich, dass die Pha senschieber-Verstelleinrichtung beschleunigt mit a = ai, wobei ai > 0 oder ai < 0 ist, bewegt wird, wohingegen die Entkopplungsanordnung beschleunigt mit a = a 2 , wobei a 2 > 0 oder a 2 < 0 ist, bewegt wird und wobei a 2 > a 2 oder a 2 < ai ist. Die Einheit für die Beschleunigung ist dabei m/s 2 . Unter einer lediglich höheren Geschwindigkeit wird keine beschleunigte Bewegung verstanden. Bewegt sich die Phasenschieber-Verstelleinrichtung mit der konstanten Geschwindigkeit v 2 und die Entkopplungsanordnung mit der konstanten Geschwindigkeit v 2 , wobei v 2 > vi ist, dann bewegt sich die Entkopplungsanordnung nicht beschleu nigt. Grundsätzlich kann daher gesagt, werden, dass die Entkopplungsanordnung mit einer Beschleunigung a > 0 o- der a < 0 bewegt wird, die ungleich der Beschleunigung der Phasenschieber-Verstelleinrichtung ist, wobei Letz tere auch 0 sein kann. Die Beschleunigung der Entkopp lungsanordnung ist vorzugsweise größer als ±0,005 m/s 2 , ±0,01 m/s 2 , ±0,02 m/s 2 , ±0,05 m/s 2 oder größer als ±0,1 m/s 2 .

Weiterhin ist es vorteilhaft, wenn die Entkopplungsan ordnung in ihrer Position veränderbar ist, wobei die Entkopplungsanordnung dabei innerhalb von dem zumindest einen Strahler, insbesondere in dessen Zentrum bzw. im Bereich seines Zentrums, angeordnet ist. Dadurch kann auf besonders einfache Art und Weise ein sehr kompakter Aufbau realisiert werden.

Bei der bevorzugten Weiterbildung besteht die Phasen schieber-Verstelleinrichtung aus einem Verstellstab, der zur Erzeugung der Verstellbewegung entlang seiner Längs achse verschiebbar ist und/oder um seine Längsachse her um verdrehbar ist. Dieser Verstellstab wird insbesondere von einem Elektromotor verschoben bzw. verdreht, der vom Mobilfunkbetreiber angesteuert werden kann. Dadurch kann die Richtcharakteristik des Mehrfachantennensystems ge ändert werden. Weil in diesem Zusammenhang ebenfalls die Entkopplungsanordnung verdreht wird, wird eine optimale Entkopplung beider Polarisationsebenen für unterschied liche Abstrahlwinkel erreicht. Insbesondere kann einer seits für den maximalen Down-Tilt-Winkel eine optimale Entkopplung erreicht werden und andererseits ebenfalls für den minimalen Down-Tilt-Winkel .

Besonders vorteilhaft ist, wenn die Entkopplungsanord- nung aus zumindest zwei Entkopplungsflächen besteht (die beabstandet zum Reflektor angeordnet sind) , die gegenei nander verschiebbar und/oder verdrehbar sind, wodurch sich die Länge, Breite und/oder Form der zumindest einen Entkopplungsanordnung ändert. In diesem Zusammenhang ist es auch vorteilhaft, wenn die zumindest eine Entkopp lungsanordnung lediglich entlang einer bestimmten Bewe gungsstrecke oder über einen bestimmten Drehwinkelbe reich des zumindest einen Verstellstabs der Phasenschie ber-Verstelleinrichtung synchron zu diesem Verstellstab bewegbar ist, wodurch sich lediglich über den Bereich dieser Verstellbewegung die Position ändert. Dies bedeu tet, dass für den Fall, dass der Verstellstab z.B. von 0 cm bis 10 cm entlang seiner Längsrichtung verschoben werden kann, eine Änderung der Position der Entkopp- lungseinrichtung nur dann stattfindet, wenn der Ver stellstab z.B. von 8 cm bis auf 10 cm verstellt wird. Keine Änderung der Position der Entkopplungsanordnung würde dann in den ersten 8 cm der Verstellbewegung des Verstellstabs stattfinden (die Entkopplungsanordnung be- wegt sich asynchron, also nicht-linear zum Verstell stab) . Selbiges kann auch auf eine Drehbewegung des Ver stellstabs übertagen werden. Z.B. erfolgt keine Änderung der Position der Entkopplungseinrichtung bei einer Dre hung von 0° bis 720° wohingegen eine Änderung z.B. ab 720° bis 1400° erfolgt. In diesem Zusammenhang ist als besonders vorteilhaft hervorzuheben, wenn die Entkopp lungseinrichtung lediglich im letzten Drittel oder letz ten Viertel oder letzten Fünftel oder letzten Sechstel der Verstellbewegung des Verstellstabs synchron zu die sem bewegbar ist und im übrigen Bereich nicht oder le diglich asynchron bewegt wird. Dadurch erfolgt dann eine optimale Entkopplung für den maximalen oder minimalen Down-Tilt-Winkel . Weiterhin ist es besonders vorteil haft, wenn die Entkopplungsanordnung innerhalb des Strahlers bezüglich ihres Abstands zur Reflektoranord nung verstellbar ist.

Eine erfindungsgemäße Weiterbildung besteht, wenn sich die zumindest beiden Entkopplungsflächen in Draufsicht vor dem Verschieben und/oder Verdrehen stärker als da nach überlappen. Die zumindest zwei Entkopplungsflächen können dabei beispielsweise galvanisch miteinander ver bunden sein oder galvanisch voneinander getrennt sein. Vorzugsweise ist zwischen beiden Entkopplungsflächen ein Dielektrikum, insbesondere in Form einer Folie angeord net, welche vorzugsweise einen niedrigeren Reibungskoef fizienten aufweist als die Entkopplungsflächen selbst. Weiter vorzugsweise wird hier Teflon verwendet.

Um ein Verschieben bzw. Verdrehen der zumindest zwei Entkopplungsflächen der Entkopplungsanordnungen zu er reichen, umfasst die Entkopplungs-Verstelleinrichtung z.B. ein Verschiebeelement mit einem ersten und einem zweiten Ende. Ein erstes Ende dieses Verschiebeelements ist dabei mit einer (z.B. der ersten) Entkopplungsfläche verbunden. Die andere (z.B. die zweite) Entkopplungsflä che ist dabei unbeweglich angeordnet. Das zweite Ende des Verschiebeelements ist wiederum mit dem Verstellstab verbunden, so dass bei einer Verstellbewegung des Ver stellstabs die zumindest zwei Entkopplungsflächen gegen einander verschoben oder verdreht werden. Das Verschie- beelement und der Verstellstab können z.B. aus einem ge meinsamen Werkstück bestehen (einteiliger Aufbau) .

Ein Abstand zwischen den zumindest zwei Entkopplungsflä chen ist vorzugsweise kleiner als 10 mm, 8 mm, 6 mm, 4 mm, 2 mm, 1 mm.

Um eine nicht-lineare Bewegung der Entkopplungsanordnung zum Verstellstab zu erreichen ist es vorteilhaft, wenn die Entkopplungs-Verstelleinrichtung ein Verschiebeele ment mit einem ersten und einem zweiten Ende umfasst, wobei das erste Ende mit einer (z.B. der ersten) Ent kopplungsfläche verbunden ist, wobei die andere (z.B. die zweite) Entkopplungsfläche unbeweglich angeordnet ist. Alternativ kann das erste Ende des Verschiebeele ments auch grundsätzlich mit der Entkopplungsanordnung verbunden sein. In diesem Fall würde sich die Entkopp lungsanordnung als Ganzes bewegen und würde insbesondere einen einteiligen Aufbau aufweisen. Der Verstellstab um fasst noch ein erstes Mitnehmerelement, welches an dem Verstellstab angeordnet ist und von diesem absteht. Vor zugsweise sind das erste Mitnehmerelement und der Ver stellstab aus einem gemeinsamen Werkstück gebildet. Das erste Mitnehmerelement ist mit dem Verstellstab an einer solchen Position angeordnet, so dass dieses insbesondere in den ersten und/oder letzten 40%, 35%, 30%, 25%, 20%, 15%, 10% oder 5% des Verschiebewegs, also der Verstell bewegung entlang einer ersten Verschieberichtung des Verstellstabs in Eingriff mit dem Verschiebeelement ge langt, wodurch in diesem Bereich des Verschiebewegs die zwei Entkopplungsflächen gegeneinander verschoben oder verdreht werden oder wobei in diesem Bereich des Ver schiebewegs die Entkopplungsanordnung lediglich dann synchron zum Verstellstab bewegbar ist. Dadurch wird er reicht, dass über den größten Teil der Verstellbewegung keine Bewegung zumindest einer der Entkopplungsflächen oder der Entkopplungsanordnung stattfindet. Dadurch, dass eine Änderung der Position der Entkopplungsanord nung bzw. ein Verschieben bzw. Verdrehen der Entkopp lungsflächen gegeneinander erst gegen Ende der Verstell bewegung des Verstellstabs stattfindet, kann insbesonde re bei einem maximalen oder einem minimalen Down-Tilt- Winkel oder kurz vor Erreichen eines solchen maximalen oder minimalen Down-Tilt-Winkels eine zusätzliche Ver stimmung erreicht und damit die Entkopplung beider Pola risationsebenen maximiert, also optimiert werden.

Durch Einsatz eine zweiten Mitnehmerelements, welches entlang der Längsachse des Verstellstabs beabstandet von dem ersten Mitnehmerelement angeordnet ist, kann ein Verdrehen bzw. Verschieben der Entkopplungsflächen in eine Ausgangslage bzw. das Ändern der Position der Ent kopplungsanordnung in die Ausgangslage zu einem unter schiedlichen Zeitpunkt stattfinden. So kann beispiels weise eine Verschiebung der Entkopplungsanordnung bzw. ein Verdrehen und Verschieben der Entkopplungsflächen lediglich immer kurz vor Erreichen einer maximalen oder minimalen Down-Tilt-Winkel-Stellung erzielt werden.

In einer anderen erfindungsgemäßen Ausführungsform um fasst die Entkopplungs-Verstelleinrichtung eine Zahnrad anordnung, wohingegen der Verstellstab Zähne umfasst, die entlang der Längsachse des Verstellstabs versetzt zueinander angeordnet sind oder mehrere Schraubengänge aufweist, die sich entlang der Längsachse des Verstell stabs erstrecken. Die Zahnradanordnung kann dabei dauer- haft in Eingriff mit dem Verstellstab und mit der einen (z.B. der ersten) Entkopplungsfläche stehen, wohingegen die andere (z.B. die zweite) Entkopplungsfläche unbeweg lich angeordnet ist, wobei durch ein Verschieben oder Verdrehen des Verstellstabs die zwei Entkopplungsflächen gegeneinander verschiebbar oder verdrehbar sind. Insbe sondere ist es vorteilhaft, wenn die Zahnradanordnung und die Schraubengänge in Form eines Schneckengetriebes ausgebildet sind, insbesondere in Form eines selbsthem menden Schneckengetriebes Zusammenwirken, weil so eine Verstellung nur dann möglich ist, wenn der Verstellstab durch den Elektromotor gedreht wird. Grundsätzlich wäre es hier auch möglich, wenn die Zahnradanordnung ledig lich in den ersten oder letzten 40%, 35%, 30%, 25%, 20%, 15%, 10% oder 5% des Verschiebewegs des Verstellstabs in Eingriff mit den Zähnen gelangt. Dadurch würde die Ent kopplungsanordnung in ihrer Position lediglich teilweise synchron, also nicht-linear zur gesamten Verstellbewe gung der Phasenschieber-Verstelleinrichtung, also des Verstellstabs geändert werden.

Grundsätzlich wäre es auch möglich, dass die Zahnradan ordnung ein exzentrisches Zahnrad umfasst, welches in Eingriff mit dem Verstellstab, also mit den Zähnen des Verstellstabs oder den Schraubengängen des Verstellstabs gelangt. Durch ein solches exzentrisches Zahnrad ist die Entkopplungsanordnung beschleunigt in ihrer Position verstellbar bzw. die Entkopplungsflächen sind beschleu nigt gegeneinander verschiebbar oder verdrehbar. Bei ei nem exzentrischen Zahnrad verändert sich der Abstand der Zähne zur Drehachse entlang des Umfangs. Grundsätzlich ist der Wortlaut, wonach sich zwei Ent kopplungsflächen gegeneinander verschieben oder verdre hen derart zu verstehen, dass sich die zwei Entkopp lungsflächen voneinander weg oder aufeinander zu bewe gen .

In einem weiteren erfindungsgemäßen Ausführungsbeispiel umfasst zumindest einer der zwei dipolartigen Strahler eine Symmetrier- und/oder Trägeranordnung. Diese ist mit ihrem ersten Ende an der Reflektoranordnung angeordnet, insbesondere befestigt. Ein zweites Ende dieser Symmet rier- und/oder Trägeranordnung, welches dem ersten Ende gegenüberliegt, ist weiter von Reflektoranordnung beab- standet als das erste Ende. Strahlerflächen der Strah lerelemente sind an dem zweiten Ende der Symmetrier und/oder Trägeranordnung angeordnet. Die Symmetrier und/oder Trägeranordnung umgrenzt dabei einen Aufnahme raum, der sich vom ersten Ende bis zum zweiten Ende er streckt. Die Entkopplungsanordnung ist dabei teilweise, überwiegend oder vollständig in dem Aufnahmeraum ange ordnet. Die Entkopplungs-Verstelleinrichtung steht wie derum mit der Entkopplungsanordnung und mit dem zumin dest einen Verstellstab in Kontakt, so dass bei Ver schieben oder Verdrehen des Verstellstabs die zumindest eine Entkopplungsanordnung in ihrem Abstand zur Reflek toranordnung veränderbar ist, also innerhalb des Aufnah meraums hoch und runter bewegbar ist. Dadurch wird er reicht, dass der bereits vorhandene Bauraum innerhalb des Mehrfachantennensystems optimal ausgenutzt wird und einzelne Strahler gezielt beeinflusst werden können.

In diesem Zusammenhang umfasst die Entkopplungs- Verstelleinrichtung vorzugsweise ein Verschiebeelement, welches ein erstes und ein zweites Ende umfasst. Ein erstes Ende des Verschiebeelements ist gelenkig mit der Entkopplungsanordnung verbunden oder unterhalb der Ent kopplungsanordnung angeordnet, wohingegen das zweite En de des Verschiebeelements gelenkig an dem Verstellstab angeordnet ist. Für den Fall, dass der Verstellstab ent lang seiner Längsachse bewegt wird, findet ein Heben bzw. Senken der Entkopplungsanordnung innerhalb der Sym- metrier- und/oder Trägeranordnung statt. Insbesondere kann so eine Längsbewegung des Verstellstabs in eine Hubbewegung der Entkopplungsanordnung umgewandelt wer den. Auch hier wäre es wiederum möglich, dass das Ver schiebeelement mit seinem ersten Ende, das unterhalb der Entkopplungsanordnung angeordnet ist, erst in den letz ten 40%, 35%, 30%, 25%, 20%, 15%, 10% oder 5% des Ver schiebewegs, also der Verstellbewegung des Verstellstabs in Eingriff mit Entkopplungsanordnung gelangt, wodurch erst in diesem Bereich des Verschiebewegs das erste Ende des Verschiebeelements die Entkopplungsanordnung von un ten in Richtung der Strahlerebene drückt. Vorzugsweise wäre die Entkopplungsanordnung über eine Federkraft ent sprechend vorgespannt, so dass für den Fall, dass das Verschiebeelement sich wieder weg bewegt, also nicht in Eingriff mit der Entkopplungsanordnung steht, die Ent kopplungsanordnung entsprechend nach unten gedrückt wird .

In diesem Zusammenhang wäre es auch möglich, dass noch eine Führungsanordnung vorgesehen ist, wobei das erste Ende des Verschiebeelements durch diese Führungsanord nung lediglich entlang einer Geraden geführt ist. Diese Gerade sollte senkrecht zur Reflektoranordnung verlau fen . Grundsätzlich ist es vorteilhaft, wenn die Entkopplungs- Verstelleinrichtung überwiegend auf einer zweiten Seite der Reflektoranordnung angeordnet ist, die frei von dem ersten und dem zumindest einen zweiten Strahler ist. Dadurch wird erreicht, dass lediglich die Entkopplungs anordnung zu einer Entkopplung der Polarisationsebenen führt . Verschiedene Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend unter Bezugnahme auf die Zeichnungen bei spielhaft beschrieben. Gleiche Gegenstände weisen die selben Bezugszeichen auf. Die entsprechenden Figuren der Zeichnung zeigen im Einzelnen:

Figur 1 : eine seitliche Darstellung des erfindungs gemäßen Mehrfachantennensystems ;

Figur 2 : eine Darstellung in Draufsicht auf das er findungsgemäße Mehrfachantennensystem;

Figuren 3A bis 4B:

verschiedene Darstellungen, die erläutern wie zwei Entkopplungsflächen einer Ent kopplungsanordnung gegeneinander verscho ben werden;

Figuren 5A und 5B:

verschiedene Darstellungen, die erläutern wie die Position einer Entkopplungsanord nung innerhalb eines Strahlers veränderbar ist ; Figur 6: verschiedene Darstellungen, die erläutern wie zwei Entkopplungsflächen einer Ent kopplungsanordnung gegeneinander verscho ben werden;

Figuren 7A, 7B und 7C:

verschiedene Darstellungen, die erläutern wie zwei Entkopplungsflächen einer Ent kopplungsanordnung gegeneinander verdreht werden;

Figuren 8A und 8B:

verschiedene Darstellungen, die erläutern wie zwei Entkopplungsflächen einer Ent- kopplungsanordnung gegeneinander verscho ben werden;

Figur 9: verschiedene Darstellungen, die erläutern wie die Position einer Entkopplungsanord- nung innerhalb eines Strahlers veränderbar ist ;

Figur 10A: verschiedene Darstellungen, die erläutern, wie die Position einer Entkopplungsanord- nung innerhalb eines Strahlers veränderbar ist ;

Figur 10B: eine Darstellung, die erläutert, wie die

Entkopplungsanordnung von außerhalb einer Symmetrier- und/oder Trägeranordnung über einen Symmetrierschlit z in einen Aufnahme raum eines Strahlers einschiebbar ist; Figur 11A: Messreihen für die Entkopplung zwischen zwei Polarisationsebenen mit und ohne ei ner Entkopplungsanordnung über einen Fre quenzbereich bei einer Min-Tilt-Einstel- lung einer Phasenschieberanordnung; und

Figur 11B: Messreihen für die Entkopplung zwischen zwei Polarisationsebenen mit und ohne ei- ner Entkopplungsanordnung über einen Fre quenzbereich bei einer Max-Tilt-Einstel- lung einer Phasenschieberanordnung.

Die Figuren 1 und 2 zeigen verschiedene Darstellungen des erfindungsgemäßen Mehrfachantennensystems 1.

Figur 1 zeigt eine seitliche Darstellung, wobei das An tennengehäuse des Mehrfachantennensystems 1 nicht darge stellt ist. Figur 2 zeigt dagegen eine Draufsicht auf ein anderes Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Mehrfachanten nensystems 1.

Das Mehrfachantennensystem 1 umfasst zumindest eine Gruppe von zumindest zwei dualpolarisierten, zirkularpo larisierten, ±45 ° -polarisierten oder elliptischpolari sierten dipolartigen Strahlern 2, wobei jeder dipolarti ge Strahler 2 erste Strahlerelemente 2a und zweite Strahlerelemente 2b umfasst. Die ersten Strahlerelemente 2a sind dazu ausgebildet, in einer ersten Polarisations ebene zu senden und/oder zu empfangen, wohingegen die zweiten Strahlerelemente 2b dazu ausgebildet sind, in einer zweiten Polarisationsebene zu senden und/oder zu empfangen. Beide Polarisationsebenen sind senkrecht zu einander ausgerichtet. Die Entkopplung dieser Polarisa tionsebenen soll durch die hier vorliegende Erfindung auch für unterschiedliche Phasenbeziehungen zwischen den jeweiligen ersten Strahlerelementen 2a der verschiedenen Strahler 2 und den jeweiligen zweiten Strahlerelementen 2b der verschiedenen Strahler 2 sichergestellt sein.

Es ist weiterhin noch eine Reflektoranordnung 3 vorgese hen, auf der die zumindest zwei dipolartigen Strahler 2 angeordnet sind. Die dipolartigen Strahler 2 bzw. vor zugsweise alle dipolartigen Strahler 2 sind dabei auf derselben Seite der Reflektoranordnung 3 angeordnet.

Weiterhin ist noch eine Phasenschieberanordnung 4 vorge sehen, die mit den ersten und den zweiten Strahlerele menten 2a, 2b verbunden ist. Die Phasenschieberanordnung 4 ist dazu ausgebildet, die Phasenbeziehung zwischen den zumindest zwei ersten Strahlerelementen 2a untereinander einzustellen und zwischen den zumindest zwei zweiten Strahlerelementen 2b.

Hierzu umfasst die Phasenschieberanordnung 4 einen Spei seanschluss 4a für eine Polarisationsebene und verschie dene Strahleranschlüsse 4b zum Anschluss an die ersten Strahlerelemente 2a oder an die zweiten Strahlerelemente 2b. Die in Figur 2 dargestellte Phasenschieberanordnung 4 ist für die zweite Polarisationsebene ein zweites Mal vorhanden, jedoch aufgrund von Platzgründen nicht darge stellt.

Weiterhin ist zumindest eine Phasenschieber-Verstellein richtung 5 vorgesehen, die mit der Phasenschieberanord- nung 4 mechanisch in Kontakt steht und dazu ausgebildet ist, die Phasenschieberanordnung 4 einzustellen, also insbesondere die Phasenbeziehungen zwischen den ersten Strahlerelementen 2a untereinander und den zweiten Strahlerelementen 2b untereinander einzustellen, wodurch die Richtcharakteristik (down-tilt) geändert werden kann. Die Phasenschieber-Verstelleinrichtung 5 bewirkt, dass der Zeiger 4c der Phasenschieberanordnung 4 ent sprechend bewegt wird, wodurch das angelegte Signal am Speiseanschluss 4a unterschiedlich verzögert an den Strahleranschlüssen 4b ausgegeben wird.

In den Figuren 1 und 2 ist die Phasenschieber-Verstell einrichtung 5 als Verstellstab 6, der auch als Verstell stange bezeichnet werden kann, ausgebildet. Dieser Ver stellstab 6 kann zur Erzeugung einer Verstellbewegung der Phasenschieberanordnung 4 entlang seiner Längsachse 5a verschoben werden und/oder um seine Längsachse 5a herum verdreht werden.

Dieses Verschieben und/oder Verdrehen der Phasenschie ber-Verstelleinrichtung 5, bei der es sich in diesem Fall um den Verstellstab 6 handelt, erfolgt vorzugsweise durch einen elektrisch angetriebenen Motor 7. Dieser Mo tor 7 kann dann vom Mobilfunkbetreiber des Mehrfachan tennensystems 1 angesteuert werden.

Um die Entkopplung je nach Phasenbeziehung der ersten Strahlerelemente 2a untereinander und der zweiten Strah lerelemente 2b untereinander verbessern zu können, ist eine Entkopplungsanordnung 8 vorgesehen, die auf dersel ben Seite der Reflektoranordnung 3 angeordnet ist wie die Gruppe der zumindest zwei dipolartigen Strahler 2. Die Entkopplungsanordnung 8 besteht aus oder umfasst ein dielektrisches Material und/oder ist elektrisch leitfä hig. Im letzteren Fall kann sie beispielsweise aus einem Metall bestehen oder ein solches umfassen.

Weiterhin ist zumindest eine Entkopplungs-Verstellein richtung 9 vorgesehen, die mit der zumindest einen Ent kopplungsanordnung 8 gekoppelt ist. Diese Kopplung kann beispielsweise mechanisch (z.B. durch Zahnräder) oder magnetisch erfolgen. Eine Bewegung der Entkopplungs-Ver stelleinrichtung 9 führt (vorzugsweise immer) zu einer Bewegung der Entkopplungsanordnung 8.

Die zumindest eine Entkopplungs-Verstelleinrichtung 9 ist wiederum mechanisch mit der Phasenschieber-Verstell einrichtung 5 gekoppelt, so dass bei einer Verstellbewe gung der Phasenschieber-Verstelleinrichtung 5 die zumin dest eine Entkopplungsanordnung 8 entweder: a) in ihrer Länge, Breite und/oder Form veränderbar ist; oder

b) in ihrer Position veränderbar ist, wobei die Verän derung der Position beschleunigt oder lediglich teilweise synchron zur gesamten Verstellbewegung der Phasenschieberverstelleinrichtung 5 erfolgt; oder c) in ihrer Position veränderbar ist, wobei die zumin dest eine Entkopplungsanordnung 8 innerhalb von zu mindest einem der zumindest zwei Strahler 2 angeord net ist.

Die zumindest eine Entkopplungsanordnung 8 umfasst zu mindest zwei Entkopplungsflächen 8a, 8b, wie diese bei- spielsweise in den Figuren 6, 7A, 7B, 8A und 8B gezeigt sind .

In Figur 6 ist dargestellt, dass die zwei Entkopplungs flächen 8a, 8b gegeneinander verschiebbar sind, wodurch sich die Länge, Breite und/oder Form der zumindest einen Entkopplungsanordnung 8 ändert. Die Entkopplungsflächen 8a, 8b sind dabei insbesondere meistens parallel zur Re flektoranordnung 3 angeordnet. Insbesondere sind sie auch meistens parallel zur Strahlerebene der zumindest zwei dipolartigen Strahler 2 angeordnet. Sie könnten auch geneigt oder gar senkrecht angeordnet sein. Das Entkopplungsverhalten bezogen auf die Längen-/Breiten- änderung der Entkopplungsanordnung 8 ist frequenzabhän gig.

In den Figuren 7A, 7B und 7C ist dargestellt, dass die zumindest zwei Entkopplungsflächen 8a, 8b gegeneinander verdrehbar sind. Dadurch ändert sich die Form der Ent kopplungsanordnung 8. Die Drehachse befindet sich vor zugsweise im Zentrum jeder der zumindest zwei Entkopp lungsflächen 8a, 8b bzw. sie verläuft durch den Schwer punkt von jeder der zumindest zwei Entkopplungsflächen 8a, 8b.

In Figur 6 vergrößert sich bei Verschieben der Entkopp lungsflächen 8a, 8b die Länge der Entkopplungsanordnung 8, wohingegen sich in den Figuren 8A und 8B die Breite vergrößert .

Die zumindest zwei Entkopplungsflächen 8a, 8b der zumin dest einen Entkopplungsanordnung 8 überlappen sich in Draufsicht vor dem Verschieben und/oder Verdrehen der zumindest beiden Entkopplungsflächen 8a, 8b stärker als nach dem Verschieben und/oder Verdrehen.

Zwischen den zumindest zwei Entkopplungsflächen 8a, 8b ist vorzugsweise noch ein Dielektrikum 10 angeordnet. Bei dem Dielektrikum 10 handelt es sich vorzugsweise um eine Folie. Grundsätzlich könnten die Entkopplungsflä chen 8a, 8b auch mit einer dielektrischen Schicht be schichtet sein, die das Dielektrikum bildet.

Es ist auch möglich, dass zwischen den zumindest zwei Entkopplungsflächen 8a, 8b ein freier Abstandsraum ge bildet ist, wodurch diese voneinander getrennt sind. Grundsätzlich ist es auch möglich, dass die zumindest zwei Entkopplungsflächen 8a, 8b galvanisch miteinander verbunden sind.

Die zumindest zwei Entkopplungsflächen 8a, 8b können da bei selbst aus einem Dielektrikum oder einem leitenden Material bestehen.

Beide Entkopplungsflächen 8a, 8b sind vorzugsweise gleich groß. Sie könnten auch unterschiedlich groß sein. Die Entkopplungsflächen 8a, 8b haben in Draufsicht vor zugsweise die Form eines n-Ecks mit n > 3, 4, 5, usw. Sie könnten auch die Form eines Ovals, eines Kreises oder eines n-Polygons aufweisen oder einer solchen Form ange nähert sein.

Beide Entkopplungsflächen 8a, 8b sind von der Reflek toranordnung 3 beabstandet. Vorzugsweise sind sie zwi schen der Reflektoranordnung 3 und der Strahlerebene der zumindest zwei dipolartigen Strahler 2 angeordnet. Zu- mindest eine der Entkopplungsflächen 8a, 8b kann auch auf Höhe der Strahlerebene angeordnet sein.

In den Figuren 6, 8A und 8B ist gezeigt, dass sich die Entkopplungsanordnung 8 in Draufsicht bezüglich ihrer Länge und/oder Breite bei Verschieben der Entkopplungs flächen 8a, 8b um mehr als 5%, 10%, 15%, 20%, 25%, 30%, 35%, 40%, 45%, 50%, 55%, 60%, 65%, 70%, 75%, 80%, 85%, 90% vergrößert. Eine Vergrößerung um mehr als 100% ist ebenfalls möglich, insbesondere wenn mehr als zwei Ent kopplungsflächen 8a, 8b eingesetzt werden.

In den Figuren 7A, 7B und 7C ist gezeigt, dass sich die erste und die zweite Entkopplungsfläche 8a, 8b um mehr als 5°, 15°, 25°, 35°, 45°, 55°, 65°, 75°, 85°, 90°, 95°, 105°, 115°, 125°, 135°, 145°, 155°, 165°, 175°, 180° oder mehr als 180° gegeneinander verdrehen lassen.

Vorzugsweise wird lediglich eine der zumindest zwei Ent kopplungsflächen 8a, 8b verschoben bzw. verdreht, wohin gegen die andere Entkopplungsfläche 8b, 8a dauerhaft stationär angeordnet ist. In Figur 7A ist angedeutet, dass sich in diesem Fall die erste Entkopplungsfläche 8a sowohl im Uhrzeigersinn als auch entgegen dem Uhrzeiger sinn verdrehen lässt. Die erste Entkopplungsfläche 8a ist daher gestrichelt dargestellt. In einer Grundstel lung sind beide Entkopplungsflächen 8a, 8b deckungs gleich oder überwiegend deckungsgleich zueinander ange ordnet. Durch das Verdrehen der ersten Entkopplungsflä che 8a ändert sich die Form der Entkopplungsanordnung 8. In Figur 7B sind vorzugsweise beide Entkopplungsfläche 8a, 8b verdrehbar ausgeführt und aus der Grundstellung heraus verdreht.

In Figur 7C ist beispielsweise die zweite Entkopplungs fläche 8b dauerhaft stationär angeordnet, wohingegen die erste Entkopplungsfläche 8a drehbar angeordnet ist. Grundsätzlich wäre es allerdings auch möglich, dass meh rere oder alle der Entkopplungsflächen 8a, 8b beweglich angeordnet sind und somit verschoben und/oder verdreht werden können.

Nicht gezeigt ist, dass das Mehrfachantennensystem 1 auch eine Federeinrichtung umfasst. Diese kann derart an der Entkopplungsanordnung 8 angeordnet sein, dass die Entkopplungs-Verstelleinrichtung 9 eine Federkraft der Federkrafteinrichtung überwinden muss, um die Länge, Breite und/oder Form oder die Position der Entkopplungs anordnung 8 zu verändern. Ohne eine solche Krafteinwir kung durch die Entkopplungs-Verstelleinrichtung 9 be wirkt die Federeinrichtung, dass die zumindest zwei Ent kopplungsflächen 8a, 8b wieder in eine Ausgangsposition zurück verschoben und/oder gedreht werden.

Bevorzugt ist die zumindest eine Entkopplungsanordnung 8 durch die Entkopplungs-Verstelleinrichtung 9 lediglich entlang einer bestimmten Bewegungsstrecke oder über ei nen bestimmten Drehwinkelbereich des zumindest einen Verstellstabs 6 der Phasenschieber-Verstelleinrichtung 5 synchron zu diesem bewegbar, wodurch sich seine Position bzw. seine Form und/oder Größe nur in diesem Bereich bzw. nur in dieser Strecke ändert. Im Hinblick auf Figur 2 ist zu erkennen, dass der Verstellstab 6 nicht über seinen gesamten Bewegungsbereich in Kontakt mit der Ent kopplungs-Verstelleinrichtung 9 steht. Dieser Sachver halt wird allerdings im Folgenden genauer erläutert.

In einem nicht dargestellten Ausführungsbeispiel erfolgt ein Verdrehen bzw. ein Verschieben der Entkopplungsflä chen 8a, 8b immer sobald eine Verstellbewegung des Ver stellstabs 6 vorliegt. Hierzu umfasst die Entkopplungs- Verstelleinrichtung 9 ein Verschiebeelement 11, welches ein erstes und ein zweites Ende 11a, 11b aufweist. Das erste Ende 11a dieses Verschiebeelements 11 ist mit der ersten Entkopplungsfläche 8a verbunden, wohingegen die zweite Entkopplungsfläche 8b unbeweglich angeordnet ist. Das zweite Ende 11b des Verschiebeelements 11 ist dage gen mit dem Verstellstab 6 verbunden, so dass bei jeder Verstellbewegung des Verstellstabs 6 die zumindest zwei Entkopplungsflächen 8a, 8b gegeneinander verschoben oder verdreht werden. Das Verschiebeelement 11 und der Ver stellstab 6 können beispielsweise aus einem gemeinsamen Werkstück bestehen oder das Verschiebeelement 11 kann mit dem Verstellstab 6 verschraubt, verbunden oder ver schweißt bzw. verlötet werden. In diesem Fall liegt eine synchrone Bewegung zwischen einem Teil der Entkopplungs- Verstelleinrichtung 8 (also zwischen der ersten Entkopp lungsfläche 8a) und einer Verstellbewegung des Verstell stabs 6 vor. Ein solcher Aufbau ist in den Figuren 3A und 3B gezeigt. Die Reflektoranordnung 3 umfasst eine entsprechende Führungsausnehmung .

In den Figuren 4A und 4B ist ein anderes Ausführungsbei spiel der Entkopplungs-Verstelleinrichtung 9 gezeigt. In diesem Fall findet eine Verstellbewegung der Entkopp lungs-Verstelleinrichtung 9 nur über einen bestimmten Verschiebeweg (Pfeilrichtung) des Verstellstabs 6 statt. Die Entkopplungs-Verstelleinrichtung 9 umfasst ebenfalls ein Verschiebeelement 11, welches ein erstes und ein zweites Ende 11a, 11b aufweist. Das erste Ende 11a ist mit der ersten Entkopplungsfläche 8a verbunden, wobei die zweite Entkopplungsfläche 8b unbeweglich angeordnet ist. Es wäre auch möglich, dass das erste Ende 11a des Verschiebeelements 11 direkt mit der insgesamt bewegli chen Entkopplungsanordnung 8 verbunden ist. Der Ver stellstab 6 umfasst ein erstes Mitnehmerelement 6a, wel ches an dem Verstellstab 6 angeordnet ist und von diesem nach außen hin absteht. Das erste Mitnehmerelement 6a ist an dem Verstellstab 6 an einer solchen Position an geordnet, dass dieses erst in den letzten 40%, 35%, 30%, 25%, 20%, 15%, 10% oder in den letzten 5% des Verschie bewegs, also der Verstellbewegung entlang einer ersten Verschieberichtung des Verstellstabs 6 in Eingriff mit dem Verschiebeelement 11 gelangt, wodurch erst in diesem Bereich des Verschiebewegs die zwei Entkopplungsflächen 8a, 8b gegeneinander verschoben oder verdreht werden o- der wobei erst in diesem Bereich des Verschiebewegs die Entkopplungsanordnung 8 als Ganzes synchron zum Ver stellstab 6 bewegbar ist. Dies bedeutet, dass in dem an deren Bereich des Verschiebewegs die Entkopplungsanord nung 8 weder im Teil noch als Ganzes bewegt wird und insgesamt die Entkopplungsanordnung 8 asynchron zur ge samten Verstellbewegung des Verstellstabs 6 bewegbar ist .

Dieser Aufbau hat den Vorteil, dass lediglich kurz vor Erreichen des maximalen oder minimalen Down-Tilt-Winkels noch eine zusätzliche Entkopplung stattfindet, wobei in diesem Bereich dann die Polarisationsebenen besonders gut voneinander entkoppelt sind.

In Figur 4A steht das erste Mitnehmerelement 6a noch nicht in Eingriff mit dem Verschiebeelement 11. Erst wenn sich der Verstellstab 6 in diesem Ausführungsbei spiel weiter nach rechts (Pfeilrichtung) bewegt, gelangt das erste Mitnehmerelement 6a in Eingriff mit dem ersten Verschiebeelement 11, wodurch eine Verschiebebewegung eingeleitet wird. Das Ende der Verschiebebewegung ist dann in Figur 4B dargestellt. Das erste Mitnehmerelement 6a steht dabei in Kontakt zu dem Verschiebeelement 11. Die erste Entkopplungsfläche 8a ist näher an dem zumin dest einen dipolartigen Strahler 2 herangerückt als vor Einleiten der Verschiebebewegung.

In den Figuren 4A und 4B ist außerdem noch ein zweites Mitnehmerelement 6b dargestellt, welches an dem Ver stellstab 6 angeordnet ist und von diesem absteht. Das zweite Mitnehmerelement 6b ist entlang der Längsachse 5a des Verstellstabs 6 beabstandet von dem ersten Mitneh merelement 6a angeordnet. Das zweite Mitnehmerelement 6b ist an dem Verstellstab 6 in einer solchen Position an geordnet, dass dieses lediglich entlang einer zweiten Verschieberichtung des Verstellstabs 6, die entgegenge setzt zur ersten Verschieberichtung verläuft, in Ein griff mit dem Verschiebeelement 11 gelangt. Dadurch wer den dann die zumindest zwei Entkopplungsflächen 8a, 8b gegeneinander verschoben oder verdreht, also zurück ver schoben bzw. zurück verdreht. Alternativ dazu kann auch die gesamte Entkopplungsanordnung 8 lediglich in diesem Bereich des Verschiebewegs des Verstellstabs 6 synchron zum Verstellstab 6 bewegt werden. Dies bedeutet, dass das zweite Mitnehmerelement 6b nicht entlang der gesam ten zweiten Verschiebeeinrichtung in Eingriff mit dem Verschiebeelement 11 gelangt, sondern lediglich entlang eines bestimmten Teils, vorzugsweise entlang der letzten 50%, 40%, 30%, 20%, 10% oder 5% des Verschiebewegs ent lang der zweiten Verschieberichtung.

Bezug nehmend auf Figur 2 ist dagegen dargestellt, dass die Entkopplungs-Verstelleinrichtung 9 eine Zahnradan ordnung umfasst, die ein oder mehrere Zahnräder aufwei sen kann. Der Verstellstab 6 umfasst dabei weiterhin Zähne 13, die entlang der Längsachse 5a des Verstell stabs 6 versetzt zueinander angeordnet sind. Es wäre auch möglich, dass der Verstellstab 6 mehrere Schrauben gänge umfasst, die sich entlang der Längsachse 5a des Verstellstabs 6 erstrecken. Die Entkopplungs-Verstell einrichtung 9 kann über ihre Zahnradanordnung dauerhaft in Eingriff mit dem Verstellstab 6 und mit der ersten Entkopplungsfläche 8a stehen, wobei die zweite Entkopp lungsfläche 8b unbeweglich angeordnet ist. Durch ein Verschieben oder Verdrehen des Verstellstabs 6 werden die zwei Entkopplungsflächen 8a, 8b gegeneinander ver schoben und/oder verdreht. Dabei könnte auch jede Ver stellbewegung (Verschieben oder Verdrehen) des Verstell stabs 6 zu einem Verschieben bzw. Verdrehen der zwei Entkopplungsflächen 8a, 8b zueinander führen. Dieser Sachverhalt ist allerdings in Figur 2 nicht dargestellt.

In Figur 2 ist dagegen dargestellt, dass die Entkopp lungs-Verstelleinrichtung 9 mit ihrer Zahnradanordnung lediglich in den ersten oder letzten 40%, 35%, 30%, 25%, 20%, 15%, 10% oder 5% des Verschiebewegs des Verstell stabs 6 entlang einer ersten Verschieberichtung des Ver- stellstabs 6 in Eingriff mit den Zähnen 13 gelangt, wodurch erst in diesem Bereich des Verschiebewegs die zwei Entkopplungsflächen 8a, 8b gegeneinander verschieb bar oder verdrehbar sind oder die gesamte Entkopplungs anordnung 8 (wie in Figur 2 dargestellt) in diesem Be reich des Verschiebewegs des Verstellstabs 6 synchron zum Verstellstab 6 bewegbar ist. Über die gesamte Ver stellbewegung des Verstellstabs 6 betrachtet bewegen sich die zwei Entkopplungsflächen 8a, 8b nicht-linear oder asynchron gegenüber dem Verschiebeweg des Verstell stabs 6 bzw. die gesamte Entkopplungsanordnung 8 bewegt sich nicht-linear oder asynchron gegenüber dem Verschie beweg des Verstellstabs 6. Anders ausgedrückt ist zumin dest eine Entkopplungsfläche 8a, 8b oder die gesamte Entkopplungsanordnung 8 nur teilweise entlang des Ver schiebewegs des Verstellstabs 6 mit diesem gekoppelt.

In dem Ausführungsbeispiel aus Figur 2 sind an der Ent kopplungsanordnung 8 ebenfalls Zähne 14 vorgesehen, die in Kontakt mit der Entkopplungs-Verstelleinrichtung 9 und innerhalb dieser mit der Zahnradanordnung stehen. Die Entkopplungsanordnung 8 steht dabei vorzugsweise über ihren gesamten Bewegungsbereich in Kontakt mit der Entkopplungs-Verstelleinrichtung 9.

Es wäre auch möglich, dass die Zahnradanordnung der Ent kopplungs-Verstelleinrichtung 9 zumindest ein exzentri sches Zahnrad umfasst, welches in Eingriff (mittelbar oder unmittelbar) mit dem Verstellstab 6 steht, wodurch die zumindest zwei Entkopplungsflächen 8a, 8b beschleu nigt gegeneinander verschiebbar oder verdrehbar sind oder wodurch die gesamte Entkopplungsanordnung 8 be schleunigt in ihre Position verstellbar ist. Die Be- schleunigung a ist dabei größer Null oder kleiner Null. Der Verstellstab 6 bewegt sich zu diesem Zeitpunkt vor zugsweise mit einer konstanten Geschwindigkeit oder mit einer davon abweichenden Beschleunigung.

Nachfolgend wird noch erläutert, wie ein Aufbau des Mehrfachantennensystems 1 aussehen kann, bei welchem die Entkopplungsanordnung 8 innerhalb von zumindest einem der zwei Strahler 2 angeordnet ist. Es wird hier auf die Figuren 5A, 5B, 9 und 10A verwiesen.

Zumindest eine der zumindest zwei dipolartigen Strahler 2 umfasst eine Symmetrier- und/oder Trägeranordnung 15. Diese ist mit ihrem ersten Ende 15a an der Reflektoran ordnung 3 angeordnet. Ein zweites Ende 15b der Symmet rier- und/oder Trägeranordnung 15, welches dem ersten Ende 15a gegenüberliegt, ist weiter von der Reflektoran ordnung 3 beabstandet. Strahlerflächen 17 der Strah lerelemente 2a, 2b sind an dem zweiten Ende 15b der Sym metrier- und/oder Trägeranordnung 15 angeordnet. Die Symmetrier- und/oder Trägeranordnung 15 umgrenzt einen Aufnahmeraum 16, der sich vom ersten Ende 15a bis zum zweiten Ende 15b erstreckt. Die Entkopplungsanordnung 8 ist (insbesondere überwiegend oder vollständig) in dem Aufnahmeraum 16 angeordnet. Die Entkopplungs-Verstell einrichtung 9 steht mit der Entkopplungsanordnung 8 und dem zumindest einen Verstellstab 6 in Kontakt, so dass bei Verschieben oder Verdrehen des Verstellstabs 6 die zumindest eine Entkopplungsanordnung 8 in ihrem Abstand zur Reflektoranordnung 3 innerhalb der Symmetrier und/oder Trägeranordnung 15 veränderbar ist. In Figur 5A ist die Entkopplungsanordnung 8 näher zur Reflektoranordnung 3 angeordnet als in Figur 5B. Der Verstellstab 6 hat sich in Figur 5B weiter nach rechts bewegt (in Pfeilrichtung) als er noch in Figur 5A ange ordnet war.

Die Entkopplungs-Verstelleinrichtung 9 umfasst ein Ver schiebeelement 11, welches ein erstes Ende 11a und ein zweites Ende 11b umfasst. Das erste Ende des Verschiebe elements ist dabei gelenkig an der Entkopplungsanordnung 8 angeordnet und unterhalb der Entkopplungsanordnung 8 an dieser angeordnet bzw. befestigt. Das zweite Ende 11b des Verschiebeelements 11 ist dann wiederum gelenkig an dem Verstellstab 6 angeordnet. Über die Entkopplungs- Verstelleinrichtung 9 kann daher eine Linearbewegung des Verstellstabs 6 entlang seiner Längsachse 5a in eine Hubbewegung der Entkopplungsanordnung 8 innerhalb der Symmetrier- und/oder Trägeranordnung 15 umgesetzt wer den .

Grundsätzlich wäre es auch möglich, dass noch eine Füh rungsanordnung vorgesehen ist, wobei die Entkopplungsan ordnung durch die Führungsanordnung lediglich entlang einer Geraden geführt ist. Diese Gerade verläuft senk recht zur Reflektoranordnung 3.

Die Entkopplungs-Verstelleinrichtung 9 ist vorzugsweise überwiegend auf einer zweiten Seite der Reflektoranord nung 3 angeordnet, die frei von den dipolartigen Strah lern 2 ist.

Auch bei den Figuren 5A und 5B gilt, dass das Verschie beelement 11, welches mit seinem ersten Ende 11a unter halb der Entkopplungsanordnung 8 angeordnet ist, erst in den letzten 40%, 35%, 30%, 25%, 20%, 15%, 10% oder 5% des Verschiebewegs des Verstellstabs 6 entlang einer ersten Verschieberichtung des Verstellstabs 6 in Ein griff mit der Entkopplungsanordnung 8 gelangt, wodurch erst in diesem Bereich des Verschiebewegs die Entkopp lungsanordnung 8 in Richtung der Strahlerebene gedrückt wird .

Die Figuren 9 und 10A zeigen verschiedene Anordnungen und Aufbauten der dipolartigen Strahler 2. Dargestellt ist bei beiden Typen die Symmetrier- und/oder Trägerano rdnung 15 und der Aufnahmeraum 16. In diesem Aufnahme raum 16 ist die Entkopplungsanordnung 8 in unterschied lichen Positionen dargestellt.

In Figur 10B ist ein weiteres Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Strahlers 2 dargestellt. Er umfasst wie in Figur 10A eine Symmetrier- und/oder Trägeranord nung 15. Die Symmetrier- und/oder Trägeranordnung 15 ist mit ihrem ersten Ende 15a an der Reflektoranordnung 3 angeordnet. Ein zweites Ende 15b der Symmetrier und/oder Trägeranordnung 15, welches dem ersten Ende 15a gegenüberliegt ist weiter von der Reflektoranordnung 3 beabstandet als das erste Ende 15a. Strahlerflächen 17 der Strahlerelemente 2a, 2b sind an dem zweiten Ende 15b der Symmetrier- und/oder Trägeranordnung 15 angeordnet. Die Symmetrier- und/oder Trägeranordnung 15 umgrenzt den Aufnahmeraum 16, der sich vom ersten Ende 15a bis zum zweiten Ende 15b erstreckt. Die Symmetrier- und/oder Trägeranordnung 15 umfasst zumindest einen Symmetrier- schlitz 18, der sich vom zweiten Ende 15b über eine Teillänge oder über die gesamte Länge der Symmetrier und/oder Trägeranordnung 15 in Richtung des ersten Endes 15a erstreckt, wodurch der Aufnahmeraum 16 von außerhalb des Strahlers 2 aus zugänglich ist. Die Entkopplungs- Verstelleinrichtung 9 steht mit der Entkopplungsanord nung 8 und dem zumindest einen Verstellstab 6 derart in Kontakt, sodass bei Verschieben oder Verdrehen des Ver stellstabs 6 die zumindest eine Entkopplungsanordnung 8 von außerhalb des Strahlers 2 über den zumindest einen Symmetrierschlitz 18 in den Aufnahmeraum 16 einschiebbar ist. Dies gelingt über den bereits beschrieben Aufbau (Zahnradanordnung in Figur 2; Mitnehmerelemente 6a, 6b in Figuren 3A bis 4B) . Die Entkopplungsanordnung 8 wird in diesem Fall vorzugsweise in einer Ebene bewegt, die in etwa parallel (<30°, <20°, <15°, <10°, <5°, <2° oder <1° geneigt) zur Reflektoranordnung 3 verläuft. Es kann natürlich auch mehrere Entkopplungsanordnungen 8 geben, die durch unterschiedliche Symmetrierschlitze 18 in den Aufnahmeraum 16 eingeschoben werden.

Die Entkopplungsanordnung 8 ist dabei vorzugsweise gleich weit von den Strahlerelementen 2a, 2b beider Strahler 2, 3 entfernt angeordnet.

Der Strahler 2 gemäß Figuren 10A und 10B kann grundsätz lich so gestaltet sein wie dies aus der Vorveröffentli chung WO 03/065505 Al bekannt ist, auf die in vollem Um fang Bezug genommen und die zum Inhalt der der vorlie genden Anmeldung gemacht wird.

Die Figuren 11A und 11B zeigen nochmals deutlich die Wirkung der Entkopplungsanordnung 8. In Figur 11A ist die Entkopplung beider Polarisationen für den Min-Tilt- Winkel dargestellt. Gestrichelt dargestellt ist die Ent kopplung ohne den Einsatz der erfindungsgemäßen Entkopp- lungsanordnung 8. Mit durchgezogenen Linien wird die Entkopplung unter Verwendung der erfindungsgemäßen Ent kopplungsanordnung 8 erläutert. Je niedriger der Wert ist, desto besser ist die Entkopplung. Aus Figur 11A ergibt sich dabei unmittelbar, dass sich die Entkopplung durch Einsatz der Entkopplungsanordnung 8 verbessert.

In Figur 11B ist dagegen die Entkopplung für die beiden Polarisationen bei einem Max-Tilt-Winkel dargestellt, wobei auch hier die gestrichelte Linie die Entkopplung zeigt, wenn keine erfindungsgemäße Entkopplungsanordnung 8 verwendet wird, wohingegen die durchgezogene Linie die Entkopplung beschreibt, wenn die erfindungsgemäße Ent kopplungsanordnung 8 eingesetzt wird. Hier ist eindeutig zu sehen, dass über den gesamten Frequenzbereich eine verbesserte Entkopplung erreicht wird, wenn die erfin dungsgemäße Entkopplungsanordnung 8 eingesetzt wird.

Die Erfindung ist nicht auf die beschriebenen Ausfüh rungsbeispiele beschränkt. Im Rahmen der Erfindung sind alle beschriebenen und/oder gezeichneten Merkmale belie big miteinander kombinierbar.