Login| Sign Up| Help| Contact|

Patent Searching and Data


Title:
MULTIPLE HULLED BOAT AND OFFSHORE PLATFORM
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/1999/011516
Kind Code:
A2
Abstract:
The invention pertains to a multiple hulled boat and offshore platform (1) mounted fixed and moveable, comprising in addition a floatable functional body (3) which is pushed, bowheavy and preceded by a plurality of buoyancy appliances. Such appliances, on which the nose load (of the functional body or the platform is placed guarantee a homogeneous buoyancy level. Said boat can be used as an offshore platform (2) which can move optionally along a vertical or horizontal axis, or only along a horizontal axis, the platform being supported only by flixedly mounted SWATH buoyancy appliances.

Inventors:
Kaaden, Hans-heinrich (Osendorferstrasse 8 Bad Aibling, D-83043, DE)
Application Number:
PCT/DE1998/002519
Publication Date:
March 11, 1999
Filing Date:
August 27, 1998
Export Citation:
Click for automatic bibliography generation   Help
Assignee:
Kaaden, Hans-heinrich (Osendorferstrasse 8 Bad Aibling, D-83043, DE)
International Classes:
B63B1/10; B63B1/14; B63B39/00; (IPC1-7): B63B/
Foreign References:
US3316873A1967-05-02
EP0050382A11982-04-28
DE4438958A11996-05-02
FR2058786A51971-05-28
GB1207343A1970-09-30
US4031843A1977-06-28
Download PDF:
Claims:
Patentansprüche :
1. Wasserfahrzeug und OffshorePlattform in Mehrrumpfaus führung, dadurch gekennzeichnet, daß das Wasser fahrzeug und die OffshorePlattform (1) aus einem geschob benen, kopflastig schwimmfähigen Funktionskörper oder einer Plattform (2) besteht, dem mehrere Schwimmkörper (3) be weglich vorgelagert sind, auf denen die Kopflast des Funktionskörpers oder der Plattform (2) zur Auflage kommt und damit die Schwimmfähigkeit auf einheitlichem Niveau hergestellt wird.
2. Wasserfahrzeug und OffshorePlattform in Mehrrumpfaus führung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kopflast des Funktionskörpers oder der Plattform (2) auf den Schwimmkörpern (3) dort zur Auflage kommt, wo das Ver drängungsvolumen auf der Hebelstrecke H1 zu H2 annähernd gleich ist.
3. Wasserfahrzeug und OffshorePlattform in Mehrrumpfaus führung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Kopflast des Funktionskörpers oder der Plattform (2) über bewegliche Lagerstellen (4) mit Axialarretierung auf den Schwimmkörpern (3) zur Auflage kommt.
4. Wasserfahrzeug und OffshorePlattform in Mehrrumpfaus führung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die vorgelagerten, beweglichen Schwimmkörper (3) einzeln oder zusammen auf stirnseitig angebrachte Führungen (5) des Funktionskörpers oder der Plattform (2) beweglich geführt werden.
5. Wasserfahrzeug und OffshorePlattform in Mehrrumpfaus führung nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die stirnseitig angebrachten Führungen (5) auf dem Funk tionskörper oder der Plattform (2) gleichzeitig so ausge bildet sind, daß diese Stoße von den vorgelagerten, beweg lichen Schwimmkörpern (3) aufnehmen und in den Funktions körper oder der Plattform (2) ableiten können.
6. Wasserfahrzeug und OffshorePlattform in Mehrrumpfaus führung nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den beweglichen Lagerstellen (4) und Führungen (5) Gasfederoder vollhydraulischen Dämpfungssysteme (6) angeordnet sind.
7. Wasserfahrzeug und OffshorePlattform in Mehrrumpfaus führung nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die vorgelagerten, beweglichen Schwimmkörper (3) im Bug gestufte GleiterProfile besitzen.
8. Wasserfahrzeug und OffshorePlattform in Mehrrumpfaus führung nach Anspruch 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Funktionskörper oder die Plattform (2) einen oder mehrere fest angeordnete, tiefertauchende Schwimmkörper (7) besitzt, in denen motorische Antriebe installiert sind.
9. Wasserfahrzeug in Mehrrumpfausführung nach Anspruch 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Schubkraft auf dem Funktionskörper (2) in der Ausführung als Wassersport fahrzeug auch durch Windkraft, durch Segel erzeugt wird.
10. OffshorePlattform in Mehrrumpfausführung nach Anspruch 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die fest angeordne ten Schwimmkörper (7) der Plattform (2) und die vorgela gerten, beweglich angeordneten Schwimmkörper (3) in Sek tionen flutbar sind.
11. OffshorePlattform in Mehrrumpfausführung nach Anspruch 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die mehreren, fest angeordneten Schwimmkörper (7) der Plattform (2) so angeordnet sind, daß diese in der Strömung der vorgelager ten, beweglich angeordneten Schwimmkörper (3) liegen.
12. OffshorePlattform in Mehrrumpfausführung nach Anspruch 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die fest angeordneten Schwimmkörper (7) der Plattform (2) in ihrem Unterwasser bereich einen größeren Querschnitt als im Überwasserbereich besitzen.
13. OffshorePlattform in Mehrrumpfausführung nach Anspruch 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die fest und beweglich angeordneten Schwirnmkörper (7 und 3) im Unterwasserbereich durch strömungsgünstige Querverbindungen (8) untereinander fest verbunden sind.
14. OffshorePlattform in Mehrrumpfausführung nach Anspruch 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß die OffshorePlatt form (1) universial als Bohrund Fördersystem einsetzbar ist und durch eine Kombination aus motorischem Antrieb und mehreren Strahlrudern, stirnseitig immer gegen die anrol lende See ausgerichtet wird.
15. OffshorePlattform in Mehrrumpfausführung nach Anspruch 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß das Bohrund/oder Fordergestänge (9) in einer drehbaren Haltevorrichtung (10) auf der Plattform (2) befestigt ist.
16. OffshorePlattform in Mehrrumpfausführung nach Anspruch 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß unter der Plattform (2), im Zirkel um das Bohrund/oder Fördergestänge (9), eine drehbare Haltevorrichtung (11) als Rollgang befestigt ist, an der flexible Haltegestänge oder Stahlseile (12) angebracht, die auf der Gegenseite im Meeresboden veran kert sind.
17. OffshorePlattform in Mehrrumpfausführung nach Anspruch 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß in annähernder Schwer punktlage der OffshorePlattform (1) ein Bohrund/oder Förderturm (13) zur Aufstellung kommt, in dessen verlänger ter Mittelachse die bewegliche Haltevorrichtung (10) für das Bohrund/oder Fördergestänge (9) und die drehbare Hal tevorrichtung (11) zur beweglichen Verankerung der Offshore Plattform (1) auf dem Meeresboden über flexible Haltege stänge oder Stahlseile (12) angeordnet sind.
18. OffshorePlattform in Mehrrumpfausführung nach Anspruch 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß im vorderen Teil der Plattform (2) der Fahrund Betriebsstand (14) und im hin teren Teil, räumlich getrennt die Mannschaftsunterkünfte (15) mit darüberliegendem Helikopterlandeund Startplatz und die Energiezentrale (16) angeordnet sind.
19. OffshorePlattform in Mehrrumpfausführung nach Anspruch 1 bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß auf der Plattform (2) der Materialfluß von der Anlieferung, seiner Zwischen lagerung und bis zu seiner Verwendung auf gleichem Platt formNiveau erfolgt, auf dem mehrere Krane (17) an expo nierten Stellen angeordnet sind und die Materialbewegungen vornehmen.
20. OffshorePlattform in Mehrrumpfausführung nach Anspruch 8,10 und 12 bis 19, dadurch gekennzeichnet, daß das Mehr rumpfsystem unter der Plattform (2) ausschließlich mit fest angeordneten SWATHSchwimmkorpern (18) versehen ist.
Description:
"Wasserfahrzeug und Offshore-Plattform in Mehrrumpfausführung

Aus der Offenlegungsschrift DE 196 34 070 A1 ist ein Wasser- fahrzeug in Mehrrumpfausführung bekannt, bei dem ein schwimm- fähiger Funktionskörper von einem beweglich angeordneten Zug- teil durch die See gezogen wird.

Der bewegliche Zugteil besteht aus mehreren, katamaranförmig angeordneten Schwimmkörpern, in denen die Antriebe installiert sind. Durch die Vortriebskraft auf die vorgelagerten Schwimm- körper des Zugteils tauchen diese im Heckteil durch ihre be- wegliche Anordnung stark ab und müssen mit entsprechendem Kraftaufwand durch geeignete Niederhaltevorrichtungen stabili- siert werden. Dadurch ist im Vorschiff nur eine geringe Be- weglichkeit, ein geringer Surf-Effekt möglich, um bei bewegter See das Tauchen im Vorschiff maßgeblich reduzieren zu können, wie hydrodynamische Modellversuche im Wassertank gezeigt haben.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Wasserfahrzeug und eine Offshore-Plattform der aufgezeigten Gattung so auszu- bilden, daß im Vorschiff eine uneingeschränkt hohe Beweglich- keit, ein größtmöglicher Surf-Effekt erzielt wird, um ein

Tauchen des Vorschiffes bei Seegang weitgehend verhindern und die Wellenbewegungen auf dem Funktionskörper des Wasserfahr- zeuges oder der Offshore-Plattform nahezu entkoppeln zu können.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale der Patent- ansprüche des Wasserfahrzeuges und der Offshore-Plattform in Mehrrumpfausführung, mit fest und beweglich angeordneten Rüm- pfen gelost.

Das Wasserfahrzeug und die Offshore-Plattform in Mehrrumpfaus- führung besteht aus einem geschobenen (angetriebenen) kopflas- tig schwimmfähigen Funktionskörper oder Offshore-Plattform, dem/ der mehrere beweglich angeordnete Schwimmkörper vorgelagert sind, auf denen die Kopflast des Funktionskörpers zur Auflage kommt und damit die Schwimmfähigkeit des Gesamtsystems auf glei- chem Niveau hergestellt wird.

Das sehr gute Seeverhalten der Erfindung wird durch das ge- ringere Eigengewicht und durch die nichtvorhandenen Vortriebs- kräfte auf die vorgelagerten, beweglichen Schwimmkörper erzielt.

Zusätzlich wird das Seeverhalten dadurch verbessert, daß diese Schwimmkörper auch einzeln bewegt werden können und im Bugteil ein gestuftes Surf-Profil besitzen. Damit wird die Beweglichkeit im Vorschiff durch die 3-Teilung der Schwimm-Masse noch erhöht.

Alle vorgenannten Maßnahmen zusammengenommen ermöglichen ein bestmögliches Seeverhalten in der Anwendung der Erfindung, wie hydrodynamische Modellversuche im Wassertank gezeigt haben.

Bei schweren Verdrängungssystemen erfolgt die Bewegung der vor-

gelagerten, beweglichen Schwimmkörper zwangläufig über die er- mittelte Verdrängungsmasse und deren Trägheit unter den Beding- ungen der Fahrdynamik, die hinter dem Drehpunkt seiner Lagerung wirksam wird. Bei Gleitersystemen kommen zusätzlich Gasfeder- oder vollhydraulische Dämpfungssysteme zum Einsatz, da die Ver- drängungsmasse und deren wirksame Trägheit bei diesen Baugrößen zu gering sind.

Bei schwimmfähigen und verankerten Offshore-Plattformen erfolgt die Bewegung a u c h gegen die anrollende See. Dazu wird diese motorisch horizontal um 360 Grad im Zirkel um das Bohr-und/oder Fordergestänge über eine an der Plattform angebrachte Dreh-und Haltevorrichtung gegen die See ausgerichtet. In der aufgezeig- ten Alternative dazu kann die Kombination aus fest und beweg- lich angeordneten Schwimmkörpern auch durch fest angeordnete SWATH-Schwimmkorper (Small Waterplane Area Twin Hull) ersetzt werden.

Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dar- gestellt und werden im folgenden näher erläutert. Es zeigen : Fig. 1 als Seitenansicht ein Wasserfahrzeug in Mehrrumpfaus- führung, bestehend aus einem geschobenen kopflastig schwimmfähigen Funktionskorper, dem mehrere Schwimm- körper beweglich vorgelagert sind, auf denen die Kopf- last des Funktionskörpers aufliegt und dadurch die Schwimmfähigkeit auf gleichem Niveau hergestellt wird.

Fig. 2 als Draufsicht ein Wasserfahrzeug in Mehrrumpausführung mit fest und beweglich angeordneten Schwimmkörpern.

Fig. 3 als Seitenansicht ein Wasserfahrzeug in Mehrrumpfaus- führung mit fest und beweglich angeordneten Schwimm- körpern und der Einteilung des verlagerbaren Verdräng- ungsvolumens auf den Hebelstrecken H1 und H2 im Vor- schiff über die vorgelagerten, beweglich angeordneten Schwimmkörper und dem Bewegungsnachlauf auf den Hebel- strecken H3 und H4.

Fig. 4 als Seitenansicht eine Offshore-Plattform in Mehrrumpf- ausführung mit Bohr-und/oder Forderturm, vergleichbar wie Fig. 1, nur in besonders schwerer Ausführung.

Fig. 5 als Draufsicht eine Offshore-Plattform in Mehrrumpf- ausführung mit Bohr-und/oder Förderturm, vergleichbar wie Fig. 2, nur in besonders schwerer Ausführung.

Fig. 6 als Seitenansicht eine Offshore-Plattform in Mehrrumpf- ausführung mit Bohr-und/oder Förderturm und fest an- geordneten SWATH-Schwimmkörpern.

Fig. 7 als Vorderansicht eine Offshore-Plattform in Mehrrumpf- ausführung mit Bohr-und/oder Förderturm und fest an- geordneten SWATH-Schwimmkörpern.

Aus den Zeichnungen ist ersichtlich, daß zwei Anwendungsbei- spiele bevorzugt für die Erfindung in Betracht kommen.

Bei den Zeichnungen in Fig. 1 bis 3 handelt es sich um die An- wendung als schnelle Mehrrumpf-Wasserfahrzeuge, bei denen opti- male Seegängigkeit und höchster Fahrkomfort unter Seegang schon mit kleineren Baugroßen möglich ist.

Bei den Zeichnungen in Fig. 4 und 5 handelt es sich um die An- wendung als schwere Offshore-Plattform, die im Einsatzgebiet über eigene Antriebs-und Rudersysteme mit seinen vorgelagerten, beweglichen Schwimmkörpern, stirnseitig gegen die See gedreht wird. Denn in dieser Position werden die Wellenbewegung gegen- über der Arbeitsplattform besonders gut entkoppelt.

Bei den Zeichnungen in Fig. 6 und 7 handelt es sich ebenfalls um die Anwendung als schwere Offshore-Plattform, bei denen die Ent- kopplung der Wellenbewegung über fest angeordnete SWATH-Schwimm- körper erfolgt.

Bei allen Anwendungen ist es Aufgabe der Erfindung, über die ver- besserte Seegängigkeit mit geringerer Schwimm-Masse auszukommen, die sich günstig auf die Anschaffungs-und Betriebskosten aus- wirkt. Eine weitere Aufgabe der Erfindung ist es, die Betriebs- sicherheit und die Arbeitsbedingungen gegenüber dem Stand der Technik weiter zu verbessern.

Voraussetzung für die Funktion eines Wasserfahrzeuges in Mehr- rumpfausführung mit fest und beweglich angeordneten Rümpfen ist dessen Gestaltung ähnlich dem Prinzip des Doppelpendels.

Aus den Grundlagen der Physik sind Doppelpendel bekannt, die ver- tikal in Luft (Gasen) an ihrem längsten Hebel beweglich aufge- hängt und an dessen freischwingenden Hebelende kleinere Hebel beweglich angeordnet sind. Setzt man das Doppelpendel in Bewe- gung, so vollzieht bekanntlich das kleinere Pendel die intensiv- sten (chaotischen) Bewegungen. Überträgt man dieses Prinzip auf beweglich miteinander verbundene Schwimmkörper, die horizontal auf Flüssigkeiten (Wasser) aufliegen, so schiebt unter Fahrdy- namik der längste Hebel H3 das kleine Pendel H1 und H2 in einen geordneten Bewegungsablauf, dessen Bewegung von der Höhe des Wellengangs und der Geschwindigkeit bestimmt wird. Der geord- nete Bewegungsablauf bei Wellengang des kleinen Pendels als be- wegliches Vorschiff ergibt sich aus der Masseträgheit in der Ver- lagerung des Verdrängungsvolumens um seinen Drehpunkt. Grundsätz- liche Voraussetzung für die horizontale Funktion des Doppelpen- dels mit Schwimmkörpern auf bewegter Wasseroberfläche ist, daß eine ausreichende Last bzw. Gewicht am Drehpunkt des kleinen Pen- dels aufliegt. Der Nutzeffekt dieser Anwendung ist, daß die Kräf- te aus der bewegten See am Wasserfahrzeug oder am verankerten "Stehzeug"als Offshore Plattform nicht auf einem starren Wider- standskörper auftreffen, sondern über die Funktion des Doppelpen- dels diese Kräfte in entkoppelte Bewegung umgesetzt wird und da- mit der Wellenzusatzwiderstand stark reduziert werden kann. Mit vorgenannten Ausführungen wird die Wirkungsweise der Erfindung auch physikalisch erklärt.

Das Wasserfahrzeug und die Offshore-Plattform in Mehrrumpfaus- führung 1 besteht aus einem geschobenen, kopflastig schwimm- fähigen Funktionskörper oder einer Plattform 2, dem mehrere Schwimmkörper 3 beweglich vorgelagert sind, auf denen die Kopf- last des Funktionskörpers oder der Plattform 2 zur Auflage kommt und damit die Schwimmfähigkeit auf einheitlichem Niveau hergestellt wird.

Über bewegliche Lagerstellen 4 mit Axialarretierung kommt die Kopflast des Funktionskörpers oder der Plattform 2 gewichts- wirksam auf den vorgelagerten Schwimmkörpern 3 dort zur Auflage, wo das Verdrängungsvolumen auf der Hebelstrecke Hl zu H2 nahezu gleich ist. Die vorgelagerten, beweglichen Schwimmkörper 3 werden einzeln oder zusammen auf stirnseitig angeordneten Führungen 5 auf dem Funktionskörper oder der Plattform 2 paral- lel und beweglich geführt. Die Führungen 5 und die dazu erfor- derlichen Gegenstücke sind so ausgebildet, daß Stöße und klei- nere Havarien aufgenommen und in den Funktionskörper oder der Plattform 2 eingeleitet werden können. Die Bewegung der vorge- lagerten Schwimmkörper 3 erfolgt auf einer festen Kreisbahn, im Zirkel um die bewegliche Lagerstelle 4. Bei annähernd gleichem Verdrängungsvolumen vor und hinter den beweglichen Lagerstellen 4 der vorgelagerten, beweglich angeordneten Schwimmkörper 3 auf den Hebelstrecken H1 zu H2, verlagert sich bei Seegang damit fortlaufend das Verdrängungsvolumen im Vorschiff und verhindert über den so erzielten Surf-Effekt weitgehend das Tauchen im Vor- schiff. Bei hoher Geschwindigkeit in der Gleiteranwendung der Erfindung ist die Masseträgkeit auf der Hebelstrecke H2 nicht ausreichend und wird deshalb zusätzlich durch Dämpfungssysteme 6 auf der Hebelstrecke H1 ergänzt.

In der Anwendung der Erfindung als Offshore-Plattform in Mehr- rumpfausführung 1 wird diese in verankerter Bohr-und/oder För- derposition mit ihren strömungsgünstigen, fest und beweglich angeordneten Schwimmkörpern 7 und 3 über drehbare Haltevorrich- tung 11 als Rollgang um 360 Grad im Zirkel um das Bohr-und/oder Fördergestänge 9, stirnseitig immer gegen die anrollende See ausgerichtet. Die horizontale Beweglichkeit auf der Stelle macht es erforderlich, daß auch das Bohr-und/oder Fördergestänge 9 in einer drehbaren Haltevorrichtung 10 auf der Plattform 2 ge- halten wird. Die so gestalteten, günstigen Strömungsverhältnisse im Unterwasser-und Wellenbereich der Offshore-Plattform 1 kom- men im Überwasserbereich ebenfalls zur Anwendung. Die Aufbauten auf der Plattform 2 sind, soweit das möglich ist, ebenfalls be- sonders strömungsgünstig gestaltet, um bei Sturm keine zu großen Widerstancsflächen zu bieten. Das ist besonders in Bohr-und/ oder Fördergebieten von groBem Vorteil, in denen regelmäßig Wirbelstrürme auftreten.

Die Möglichkeit der Ausrichtung einer strömungsgünstigen Off- shore-Plattform gegen die anrollende See bietet den großen Vor- teil, diese zukünftig länger als breiter und flacher bauen zu können. Z. B. ist ein Längen/-Breitenverhältnis von 3 : 1 mit 225 x 75 m als optimal zu bezeichnen, das zudem auch gute Voraus- setzungen in Bezug auf die zu gestaltende Festigkeit bietet.

Bei starren Offshore-Plattformen-in Bauweise und Verankerung- besteht die Möglichkeit der Ausrichtung gegen die See nicht. Die Kräfte, die aus Seegang und Sturm auf starre Offshore-Plattfor- men auftreffen, können aus allen Richtungen kommen. Deshalb haben starre Offshore-Plattformen überwiegend auch ein Längen/- Breitenverhältnis von 1 : 1, z. B. 90 x 90 m.

Die hohen Kräfte aus der bewegten See treffen bei starren Off- shore-Plattformen bekanntlich mit immenser Wucht auf eine große Fläche von mehreren, tragenden Säulen. Um diesen hohen Kräften wirksam standhalten zu können, ist eine hohe Schwimm-Masse und Trägheit erforderlich, die in ihrem Unterwasserbereich große Gegengewichte erforderlich machen, um einen betriebssicheren Schwerpunkt bei den wellenbedingt hochbauenden, starren Offshore- Plattformen zu erhalten. Diese Konstruktionen sind bekanntlich in Anschaffung und Unterhalt besonders kostenintensiv.

Diese Nachteile werden durch die Erfindung, in der Anwendung als bewegliche Offshore-Plattform in Mehrrumpfausführung 1 weit- gehend vermieden.

Die Beweglichkeit der Offshore-Plattform in Mehrrumpfausführung 1 erfolgt in zwei Achsen : a) Vertikal, zur Reduzierung der Kräfte aus der beweg- ten See über die strömungsgünstige Formgestalt der Schwimmkörper 7 und 3 sowie gewichtswirksam auf die vorgelagerten, beweglich angeordneten Schwimmkörper 3, mit dem Ergebnis der Verbesserung der Seefähig- keit bei weitgehender Entkopplung der Wellenbewegung auf der Plattform 2. b) Horizontal, im Zirkel von 360 Grad um das Bohr-und/ oder Fördergestänge 9 mit der gesamten Offshore-Platt- form 1, um diese stirnseitig immer gegen die anrol- lende See ausrichten zu können. Die horizontale Be- weglichkeit ist Voraussetzung für das in a) genannte Ergebnis.

Die fest angeordneten Schwimmkörper 7 haben wahlweise in ihrem Unterwasserbereich einen größeren Querschnitt als im Überwasser- bereich. Alle festen und beweglichen Schwimmkörper 7 und 3 sind in dafür vorgesehenen Sektionen flutbar, um ein exakt ausgewo- genes Niveau herstellen und wenn erforderlich, den Schwerpunkt tiefer legen zu können.

Die motorischen Antriebe befinden sich in den fest angeordne- ten Schwimmkörpern 7 der Plattform 2. Strahlruder sind in den festen und beweglichen Schwimmkörpern 7 und 3 angeordnet.

Der Bohr-und/oder Förderturm 13 kommt in annähernder Schwer- punktlage der Offshore-Plattform 1 zur Aufstellung. In der ver- längerten Achse zum Bohr-und/oder Förderturm 13 sind die beweg- lichen Halievorrichtungen 10 für das Bohr-und/oder Förderge- stänge 9 und die drehbare Haltevorrichtung 11 auf/unter der Offshore-Plattform 1 befestigt. Die Verankerung der Offshore- Plattform 1 auf dem Meeresboden erfolgt in gespreizter Ausführung aber flexible Haltegestänge oder Stahlseile 12.

Im vorderen Teil der Offshore-Plattform 1 ist der Fahr-und Be- triebsstand 14 angeordnet. Im hinteren Teil befinden sich räum- lich getrennt die Mannschaftsunterkünfte 15 und die Energiezen- trale 16. Der gesamte Materialfluß erfolgt auf durchgehend glei- chem Niveau mit Hilfe von mehreren Krananlagen 17. <BR> <BR> <BR> <BR> <BR> <BR> <P>Die Entkopplung der Wellenbewegung auf der Offshore-Plattform 1 kann neben der Kombination aus fest und beweglich angeordneten Schwimmkörpern 7 und 3 auch mit durchgehend fest angeordneten SWATH-Schwimmkörpern 18 erfolgen.

Bei starren Offshore-Konstruktionen für den Tiefsee-Einsatz und dessen starren Verankerung auf dem Meeresboden wird die Ent- kopplung der Wellenbewegung auf der Plattform zum Zweck von be- triebssicheren Arbeitsbedingungen durch eine hohe, teilgetauchte Schwimm-Masse erzielt. Die damit verbundenen hohen Investitions- und Betriebskosten sind bei niedrigen Rohölpreisen wie zur Zeit, fast nicht kostendeckend. Denn die Offshore-Förderung bei Ö1 und Gas steht im Wettbewerb zu den günstigeren Forderkosten auf dem Festland.

Der wirtschaftliche Nutzen der Erfindung in der Offshore-Anwen- dung liegt darin, daß damit Offshore-Plattformen gebaut werden können, die mit 1/3 bis 1/2 weniger Schwimm-Masse auskommen und damit nachhaltig auch preisgünstiger werden.

Die Offshore-Industrie hat sich in der Vergangenheit bereits mit Plattformen befaßt, die im Zirkel um das Bohr-und/oder Förder- gestänge bewegt werden. Die bekannten Denk-und Ausführungsbei- spiele haben aber keine Einsparung bei der Schwimm-Masse aufge- zeit und konnten nur vereinzelt Käufer finden. Gefragt sind leichtere, extrem strömungsgünstige Konstruktionen, die weniger hoch, dafür aber länger und flacher bauen. Die projizierte Flache, die bei den tragenden Teilen der Erfindung stirnseitig im Unter- wasserbereich und als Wellenzusatzwiderstand anliegt, hat nur 1/5 bis 1/4 der Flache, die bei vergleichbaren, starren Offshore- Plattformen den Kräften der bewegten See ausgesetzt sind. Die Notwendigkeit für den Bau von Offshore-Plattformen nach der Er- findung ergibt sich aus den hohen Kosten bei den starren Kon- struktionen, die mit der Erfindung nachhaltig reduziert werden <BR> <BR> <BR> können.<BR> <BR> <BR> <BR> <BR> <BR> <BR> <BR> <P> -Patentansprüche- Aufstellung der Bezugszeichen : 1 Wasserfahrzeug und Offshore-Plattform in Mehrrumpfausführung mit fest und beweglich angeordneten Rümpfen 2 geschobener, kopflastig schwimmfähiger Funktionskörper oder Plattform 3 beweglich vorgelagerte Schwimmkörper 4 bewegliche Lagerstellen mit Axialarretierung 5 Führungen 6 Dämpfungssysteme 7 fest angeordnete Schwimmkörper 8 Querverbindungen 9 Bohr-und/oder Fördergestänge 10 drehbare Haltevorrichtung für Bohr-und/oder Fördergestänge 11 drehbare Haltevorrichtung als Rollgang zur Verankerung 12 flexible Haltegestange oder Stahlseile 13 Bohr-und/oder Förderturm 14 Fahr-und Betriebsstand 15 Mannschaftsunterkünfte mit Helikopterlande-und Startplatz 16 Energiezentrale 17 Dreh-und Brückenkrane 18 fest angeordnete SWATH-Schwimmkörper WL Wasserlinie KL Lage der Kopflast beim Funktionskörper oder der Plattform SP annahernde Schwerpunktlage HB Hubbewegung H1 Hebelstrecke zur Reduzierung des Wellenzusatzwiderstandes durch Verlagerung des Verdrängungsvolumens im Vorschiff H2 Hebelstrecke zur Verlagerung des Verdrängungsgewichtes H3 Hebelstrecke als Schubstrecke H4 Hebelstrecke als Führungsstrecke