BAMBERGER, Werner (Hohensteinstrasse 17a, Traunstein, 83278, DE)
BAUMEISTER, Michael (Theresienstrasse 33, Traunstein, 83278, DE)
OEDL, Günther (Thumeggerstrasse 24, Salzurg, A-5020, AT)
ECKART, Ludwig (Hohensteinstrasse 9, Traunstein, 83278, DE)
BAMBERGER, Werner (Hohensteinstrasse 17a, Traunstein, 83278, DE)
BAUMEISTER, Michael (Theresienstrasse 33, Traunstein, 83278, DE)
OEDL, Günther (Thumeggerstrasse 24, Salzurg, A-5020, AT)
Patentansprüche ;
1. Mehrschneckenextruder, insbesondere Doppelschneckenextruder, mit folgenden Merkmalen: mit einem Gehäuse (3) , mit mehreren im Gehäuse (3) vorgesehenen Gehäuseboh- rungen, die zumindest in einem Abschnitt des Gehäuses (3) vorgesehen sind, die Gehäusebohrungen überlappen sich zumindest in einer Teil -Axiallänge des Gehäuses (3), in den mehreren Gehäusebohrungen ist jeweils eine Extruderschnecke (5a, 5b) angeordnet, für die zumindest beiden Extruderschnecken (5a, 5b) sind zumindest zwei Motoren (Ml, M2) vorgesehen, gekennzeichnet durch die folgenden weiteren Merkmale: sowohl auf der Einlassseite (25a) als auf der Aus- stoßseite (25b) ist jeweils eine Synchronisations- und Torsionsübertragungseinrichtung (35, 36) vorgesehen, worüber eine Synchronisation beider zusammenwirkender Extruderschnecken (5a, 5b) erzielbar ist.
2. Mehrschneckenextruder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der eine Motor (Ml) auf der Einlass- oder Ausstoßseite (25a, 25b) die eine der zumindest beiden Extruderschnecken (5a) und dass der zumindest eine weitere Motor (M2) die zumindest eine andere Extruderschnecke (5b) auf der gegenüberliegenden Ausstoß- oder Einlassseite (25b, 25a) antreibt.
3. Mehrschneckenextruder nach Anspruch 1, dadurch gekenn- zeichnet, dass der zumindest eine Motor (Ml) die zumindest eine Extruderschnecke (5a) auf der Einlassseite (25a) und der zumindest eine weitere Motor (M2) die gleiche Extruderschnecke (5a) auf der Ausstoßseite (25b) antreibt, und dass die zumindest eine zweite Extruderschnecke (5b) auf der Einlass- und Ausstoßseite (25a, 25b) über die dort jeweils vorgesehene Synchronisations- und/oder Torsions- übertragungseinrichtung gekoppelt ist.
4. Mehrschneckenextruder nach Anspruch 1, dadurch gekenn- zeichnet, dass die zumindest beiden Motoren (Ml, M2) für die zumindest beiden Extruderschnecken (5a, 5b) beide auf der Einlass- oder beide auf der Ausstoßseite (25a, 25b) angeordnet sind, wobei der zumindest eine Motor (Ml) in Triebverbindung mit der zumindest einen ersten Extruder- Schnecke (5a) und der zumindest eine zweite Motor (M2) in Triebverbindung mit der zumindest einen zweiten Extruderschnecke (5b) steht.
5. Mehrschneckenextruder nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der der jeweiligen Extruderschnecke (5,- 5a, 5b) zugeordnete separate Motor (M; Ml, M2) starr und/oder getriebefrei mit der jeweiligen zugeordneten Extruderschnecke (5; 5a, 5b) verbunden ist, vorzugsweise in Form eines Direktantriebes, bei der der dem jeweiligen Motor (Ml, M2) zugeordnete Motorschaft (9) in axialer Verlängerung mit der Antriebswelle (19) einer zugehörigen Extruderschnecke (5a, 5b) gekoppelt ist oder in diese übergeht.
6. Mehrschneckenextruder nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Extruderschnecken (5a, 5b) auf ihrer Antriebsseite einen Antriebsschaft (9) bzw. eine Antriebswelle (9, 19) aufweisen, deren Lagerschalen über Dichtungen (29, 39) gegenüber dem Gehäuseinnenraum (3 ■ ) abgedichtet sind.
7. Mehrschneckenextruder nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Extruderschnecken (5a, 5b) auf ihrer Nichtantriebsseite einen Antriebsstummel (119) aufweisen, deren Lagerschalen über Dichtungen (29, 39) gegenüber dem Gehäuseinnenraum (3 1 ) abgedichtet sind.
8. Mehrschneckenextruder nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass auf der Ausstoßseite (25b) die Dichtungen (29, 39) zur Aufnahme der dort auftretenden erhöhten Drücken und/oder thermischen Lasten ausgelegt sind.
9. Mehrschneckenextruder nach Anspruch 8 , dadurch gekenn- zeichnet, dass die Dichtungen (29, 39) auf der Ausstoßseite (25b) als Kaskadendichtungen und/oder als Kühlspalt- dichtungen ausgebildet sind.
10. Mehrschneckenextruder nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Dichtungen (29, 39) an dem Antriebsschaft bzw. der Antriebswelle (9, 19) wie dem nicht angetriebenen Wellenstummel (119) benachbart, vorzugsweise unmittelbar benachbart zum Gehäuseinnenraum (3 1 ) angeordnet sind.
11. Mehrschneckenextruder nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Synchronisations- und Torsionsübertragungseinrichtung (35) im Bereich des An- triebsschaftes (9) und/oder der Antriebswelle (19) angeordnet ist, worüber die jeweilige Extruderschnecke (5a, 5b) mit dem zugehörigen Motor (Ml, M2) in Triebverbindung steht.
12. Mehrschneckenextruder nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Synchronisations- und Torsionsübertragungseinrichtung (36) im Bereich des Achs- stumtnels (119) vorgesehen ist, der auf der nicht angetrie- benen Seite einer zugehörigen Extruderschnecke (5a, 5b) in axialer Richtung zur Lagerung der Extruderschnecke (5a, 5b) stirnseitig axial übersteht.
13. Mehrschneckenextruder nach Anspruch 11 oder 12, da- durch gekennzeichnet, dass die Synchronisations- und Tor- sionsübertragungseinrichtung (35, 36) in einer Gehäuseerweiterung (103) angeordnet ist, welche an den Stirnseiten des Extrudergehäuses (3) angebaut ist.
14. Mehrschneckenextruder nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass das zuäußerst liegende Lager (46) für den Antriebsschaft (9) bzw. die Antriebswelle (19) sowie den Achsstummel (119) im Bereich der Gehäuseerweiterung (103) vorgesehen ist, und dass ein auf der gegenüberlie- genden Seite der Synchronisations- und Torsionsübertra- gungseinrichtung (35, 36) dem Extruderinnenraum (3 1 ) näher liegendes weiteres Lager (45) in den Stirnseiten-Durchlassbereich des Extrudergehäuses (3) untergebracht ist.
15. Mehrschneckenextruder nach einem der Ansprüche 1 bis
14. dadurch gekennzeichnet, dass die Kopplung von zwei Extruderschnecken (5a, 5b) mittels der Synchronisations- und/oder Torsionsübertragungseinrichtung in Form eines umlaufenden Riemens, Kette oder dergleichen erfolgt.
16. Mehrschneckenextruder nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass der Mehrschneckenextruder zumindest zwei gegenlaufende Extruderschnecken (5a, 5b) umfasst, die über die Motoren (Ml, M2) mit gegensinniger Drehrichtung angetrieben werden.
17. Mehrschneckenextruder nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Synchronisations- und/oder Torsionsübertragungeinrichtungen aus Zahnrädern (39.1, 39.2) bestehen, wobei jeweils auf der Einlassseite (25a) wie auf der Ausstoßseite (25b) sowohl auf der motor- seitigen Antriebswelle (19) als auch auf der gegenüberlie- gend zur Antriebsseite liegenden Wellenstummel (119) ein Zahnrad (39.1) drehfest angeordnet ist, welches mit dem auf gleicher Höhe drehfest auf der benachbarten Extruderschnecke angeordneten Zahnrad (39.2) kämmt.
18. Mehrschneckenextruder nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass der Mehrschneckenextruder zumindest zwei gleichlaufende Extruderschnecken (5a, 5b) umfasst, die über die Motoren (Ml, M2) mit gleicher Drehrichtung angetrieben werden.
19. Mehrschneckenextruder nach einem der Ansprüche 1 bis 15 oder 18, dadurch gekennzeichnet, dass dass die Synchronisations- und/oder Torsionsübertragungeinrichtungen aus Zahnrädern (39.1, 39.2) bestehen, wobei jeweils auf der Einlassseite (25a) und/oder auf der Ausstoßseite (25b) auf der Antriebswelle (19) und/oder dem Wellenstummel (119) ein Zahnrad (39.1) drehfest angeordnet ist, welches mit dem auf gleicher Höhe drehfest auf der benach- barten Extruderschnecke angeordneten Zahnrad (39.2) unter Zwischenschaltung eines Umlenkritzels (39.3) oder unter Zwischenschaltung zweier gegenüberliegender Umlenkritzel (39.3, 39.3'), die jeweils mit beiden Zahnrädern (39.1 und 39.2) kämmen, oder mittels eines innen verzahnten Zahnrades (39.3") in Eingriff steht.
20. Mehrschneckenextruder nach einem der Ansprüche 1 bis 19 zumindest in Verbindung mit Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Antriebseinrichtungen (M; Ml, M2) zum Antrieb zusammenwirkender benachbarter Schnecken (5; 5a, 5b) in Axialrichtung der zugehörigen Antriebs - achsen (9; 19) axial versetzt angeordnet sind, vorzugsweise so, dass sich die beiden Antriebseinrichtungen (M; Ml, M2) bei Betrachtung senkrecht zur zugehörigen Antriebswelle (9; 19) nicht überlappen.
21. Mehrschneckenextruder nach einem der Ansprüche 1 bis 20, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine Antriebseinrichtung und eine zugeordnete Extruderschnecke (5; 5a, 5b) vorgesehen sind, die über eine Gelenkwelle (Kl, K2) in Triebverbindung zueinander stehen. |
Mehrschneckenextruder
Die Erfindung betrifft einen Mehrschneckenextruder, insbesondere einen Doppelschneckenextruder, nach dem Oberbegriff des Anspruches 1.
Extruder im Allgemeinen und Doppelschneckenextruder im Be- sonderen sind hinlänglich bekannt. Sie werden insbesondere zur Plastifizierung von Kunststoffmaterial verwendet, das in einem nachfolgenden Schritt weiter verarbeitet werden kann. Derartige Extruderanordnungen werden beispielsweise auch zur Herstellung von Kunststofffolien eingesetzt, wo- bei das aus dem Extruder austretende plastifizierte Kunst- stoffmaterial über eine Kühlwalze und eine nachfolgende Reckanlage zu einer Kunststofffolie verarbeitet werden kann.
Bei Mehrschneckenextrudern im Allgemeinen und Doppelschneckenextrudern im Besonderen werden die einzelnen Extruderschnecken üblicherweise über eine Motor-Getriebe-Einheit angetrieben. Dies ist notwendig, um die Extruderschnecken in engen Toleranzen synchron anzutreiben.
In der Regel wird dazu ein entsprechend groß dimensionierter Motor vorgesehen, welchem eine erwähnte Getriebeanordnung nachgeschaltet ist, worüber eine Kraftaufteilung auf die einzelnen Extruderschnecken erfolgen kann und den Extruderschnecken die gewünschte Drehrichtung vorgegeben werden kann.
Derartige Getriebe können beispielsweise so aufgebaut sein, dass eine Antriebswelle einer Motoranordnung das Drehmoment direkt auf eine erste, einer Extruderschnecke zugeordnete Abtriebswelle und über ein Zwischenrad auf eine zweite, gleichläufig drehende Abtriebswelle verteilt, worüber eine zweite Extruderschnecke in Rotation versetzt wird. In diesem Fall hätte man es beispielsweise mit einem sogenannten gleichlaufenden Doppelschneckenextruder zu tun.
Eine weitere bevorzugte Ausführungsform ist ein sogenannter gegenlaufender Doppelschneckenextruder, wo über das Getriebe die Schnecken in gegenlaufender Richtung rotieren und dementsprechend die Geometrie der Schnecken angepasst ist.
Ein gattungsbildender DoppelSchneckenextruder ist grund- sätzlich aus der EP 0 775 569 Al bekannt geworden. In diesem Beispiel sind zwei sich konisch verjüngende Extruderschnecken gezeigt, die leicht winkelig, also nicht parallel zueinander angeordnet sind, deren umlaufende Schnecken sich in einem mittleren Abschnitt überlappen und zusammenwirken. Jeder Extruderschnecke ist an der gleichen Seite ein Antriebsmotor zugeordnet, der die betreffende Schnecke in Rotation versetzt. Zwischen den beiden Extruderwellen und den jeweiligen Motoren ist auf einer
Antriebswelle sitzend jeweils ein Zahnrad vorgesehen, wobei die beiden den beiden Extruderwellen zugeordneten Zahnräder miteinander kämmen. Durch diese beiden Zahnräder wird also eine Synchronisationseinrichtung für die beiden Rotoren bereitgestellt, um sicherzustellen, dass die beiden Extruderschnecken rotationsrichtig zusammenwirken und die beiden ineinander kämmenden Schnecken nicht miteinander kollidieren können.
Abweichend von diesem Stand der Technik können die beiden Extruderwellen auch parallel zueinander angeordnet sein, wobei sich in diesem Fall der Durchmesser der umlaufenden wendeiförmigen Schnecken von der Antriebsseite ausgehend nicht verjüngt.
Demgegenüber ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen MehrSchneckenextruder im Allgemeinen und einen Doppelschneckenextruder im Besonderen zu schaffen, bei welchem mit geringerem Aufwand ein Antrieb von mehreren, d.h. zumindest von zwei Extruderschnecken erfolgen kann. Dabei soll die synchrone Drehzahl der Schnecken auch bei unterschiedlichen Betriebsmomenten in sehr engen Toleranzen eingehalten werden können.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß entsprechend den im Anspruch 1 angegebenen Merkmalen gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
Erfindungsgemäß ist eine Synchronisations- und Torsions -
übertragungseinrichtung zwischen den beiden Schneckenachsen vorgesehen, und zwar einmal auf der Einlass- und zum anderen auf der Ausstoßseite. Diese Synchronisations-
und Torsionsübertragungseinrichtung besteht bevorzugt aus zwei miteinander kämmenden Zahnrädern im Falle eines gegenlaufenden Doppelschneckenextruders und besteht bevorzugt aus drei miteinander kämmenden Zahnrädern im Falle eines gleichlaufenden Doppelschneckenextruders, wobei jeweils ein Zahnrad mit der einen Extruderwelle und ein Zahnrad mit der anderen Extruderwelle drehfest in Verbindung steht .
über diese Zahnräder erfolgt also stets auch eine Kraftübertragung, die der Herbeiführung der gewünschten Synchronisation mit dient.
Ferner ist nunmehr vorgesehen, dass für die entsprechende Anzahl der Extruderschnecken eine entsprechende Anzahl von Motoren vorgesehen ist, wobei jeder Extruderschnecke zumindest ein Motor zugeordnet ist.
Bevorzugt ist vorgesehen, dass bei einem Doppe1sehnecken- extruder der eine Motor im Direktantrieb mit der ersten Extruderschnecke beispielsweise an der Einlassseite des Schneckenextruders in Verbindung steht und ein zweiter Motor mit der zweiten Extruderschnecke an der Ausstoßseite über einen Direktantrieb gekoppelt ist.
Die erwähnten Direktantriebe sowie die Synchronisationsund Torsionsübertragungseinrichtung sind jeweils durch Lager abgestützt, wobei die Lager bevorzugt in den Direkt - antrieben integriert sein können.
Schließlich sind auch Dichtungen zur Abdichtung der Lagerschalen gegenüber der Schmelze vorgesehen, wobei die Dichtungen auf der jeweiligen Ausstoß- und somit Hochdruc-
kseite entsprechend für höhere Drücke ausgelegt sein müssen, bevorzugt sich also über einen längeren axialen Dichtungsweg gegenüber der jeweiligen Extruderwelle erstrecken als auf der Einlassseite.
Insbesondere können die Dichtungen auch in Form von Kaskadendichtungen ausgestaltet sein, um insbesondere auf der Auslass- oder Ausstoßseite die Drücke aufnehmen zu können, die beispielsweise im Normalbetrieb in der Größenordnung von bis zu 60 bar, im Hochlastbetrieb bei bis zu 150 bar liegen können, wobei thermische Lasten bis zu 300 0 C und mehr auftreten können.
Ebenso möglich wäre grundsätzlich auch, die beiden Motoren auf der gleichen Seite, beispielsweise der Einlass- oder der Ausstoßseite des Schneckenextruders anzuordnen, wobei auch in diesem Falle die beiden, nahe der Einlass- und nahe der Ausstoßseite zugeordneten Gleichlauf- und Tor- sionsübertragungseinrichtungen vorzugsweise in Form der Zahnräder vorgesehen sind.
Schließlich wäre es ebenso möglich, beispielsweise bei einem Doppelschneckenextruder den einen Motor auf der Einlass- und den anderen Motor auf der Ausstoßseite der gleichen Extruderwelle anzuordnen, vorzugsweise in einem Direktantrieb damit zu koppeln, wobei eine zweite Extruderschnecke jeweils über die beiden erwähnten Gleichlaufund Torsionsübertragungseinrichtungen in Form zweier Zahnradpaare angekoppelt und angetrieben werden würden, die jeweils der Einlass- bzw. der Ausstoßseite zugeordnet sind.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Ausführungsbei-
spielen näher erläutert. Dabei zeigen im Einzelnen:
Figur 1 : ein erstes schematisches Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Mehrschneckenextru- ders in Form eines Doppelschneckenextruders in Draufsicht mit zwei parallel zueinander angeordneten Extruderschnecken;
Figur Ia : eine auszugsweise Querschnittsdarstellung der beiden miteinander kämmenden Zahnräder, die sowohl einlass- als auch ausstoßseitig an entsprechenden Wellen der miteinander angetriebenen Extruderschnecken sitzen,-
Figur 2 : eine um 90° -verdrehte Ansicht entsprechend der Pfeildarstellung II in Figur 1 mit einer alternativ vorgesehenen Einlass- und Ausstoßöffnung;
Figur 3 : ein zu Figur 1 abgewandeltes Ausführungsbeispiel, bei welchem die beiden Motoren an der gleichen Seite des Schneckenextruders angeordnet sind;
Figur 4 : ein nochmals abgewandeltes Ausführungsfüh- rungsbeispiel, bei dem die beiden Motoren an den beiden gegenüberliegenden Stirnseiten einer einzelnen Extruderschnecke vorgesehen sind und die zweite Extruderschnecke ein- lass- und ausstoßseitig über eine Synchroni- sations- und/oder Torsionsübertragungsein- richtung gekoppelt ist;
Figur 5 : ein abgewandeltes Ausführungsbeispiel, bei welchem nicht zwei gegenlaufende, sondern zwei gleichlaufende Extruder gemeinsamen angetrieben werden, und zwar unter Verwendung zumindest eines oder beispielsweise zweier zusätzlich vorgesehener Umlenkritzel;
Figur 6 : eine Querschnittsdarstellung zur Verdeutlichung der Antriebs -Verbindung zwischen den beiden Extruderschnecken unter Verwendung eines Umlenkritzels;
Figur 7 : eine entsprechende Darstellung zu Figur 6 unter Verwendung von zwei Umlenkritzeln; und
Figur 8 : eine weitere Darstellung bezüglich eines gleichlaufenden Extruders unter Verwendung eines innenverzahnten Zahnrades.
In den Figuren 1 und 2 ist ein erstes schematisches Ausführungsbeispiel gezeigt.
Bei der Ausführungsvariante gemäß Figur 1 ist ein Mehrschneckenextruder 1 gezeigt, der im gezeigten Ausführungs- beispiel nach Art eines Doppelschneckenextruders I 1 gebildet ist.
Der Mehrschneckenextruder 1 umfasst dabei ein Gehäuse 3, in dessen Längsrichtung zwei Schnecken 5, d.h. eine erste Extruderschnecke 5a und eine zweite Extruderschnecke 5b angeordnet sind, die im gezeigten Ausführungsbeispiel parallel zueinander verlaufende Schneckenachsen 5 1 aufweisen.
Die Schnecken 5 stehen im Eingriff miteinander, nämlich in einem sogenannten Eingriffsabschnitt 7, in welchem die an den Schnecken üblicherweise ausgebildeten, gewindeförmig verlaufenden und in den Zeichnungen nicht näher gezeigten Schneckenstege ausgebildet sind.
Mit anderen Worten umfassen die Schnecken 5 in bekannter Weise einen sogenannten Schneckenkern, auf welchem in Um- fangsrichtung umlaufend ein Schneckensteg ausgebildet ist, der sich in Radialrichtung über den Schneckenkern hinaus erhebt. Somit greift also jeweils ein Schneckensteg in den Abstandsraum zwischen zwei Wendelabschnitten eines Schneckensteges einer benachbarten Schnecke ein, und zwar berührungslos .
Im gezeigten Ausführungsbeispiel sind also die Schneckenkörper (die teilweise auch als Schneckenkern bezeichnet werden) zylinderförmig gestaltet. Abweichend davon könnten die Schnecken bzw. die Schneckenkörper zumindest auch leicht konisch gebildet sein, so dass die Schneckenachsen 5 1 nicht parallel zueinander, sondern in einem spitzen Winkel von in der Regel nur einigen Graden zueinander ausgerichtet sind. Die Schnecken, d.h. die Schneckenkörper oder die sogenannten Schneckenkerne sind dann leicht ko- nisch geformt, so dass die zugehörigen Zentral- oder Rotationsachsen 5 ' in dem in den Figuren nicht näher gezeigten Ausführungsbeispiel dann einen spitzen Winkel von beispielsweise weniger als 20" (insbesondere weniger als 15' oder weniger als 10') einschließen. Bei dem Ausführungs- beispiel in Figur 1 liegen demgegenüber die Zentralachsen 5' parallel zueinander.
Das zu verarbeitende Granulat kann beispielsweise über
einen Zuführkanal 11 dem Gehäuseinnenraum 3 ' zugeführt werden, welches dann von den Schnecken aufbereitet wird und dabei durch die gegensinnige Rotationsbewegung der zusammenwirkenden Schnecken 5 längs der Schnecken 5 zur Aus- trittseite befördert wird, nämlich zu einem Austrittskanal 111 auf der Ausstoßseite, wo die Schmelze austritt.
Mit anderen Worten ist also aus Figur 1 ein Doppelschneckenextruder zu ersehen, der ein Gehäuse 3 mit einem Ge- häuseinnenraum 3' in Form zweier Gehäusebohrungen umfasst, die zumindest in einem Abschnitt des Gehäuses 3 vorgesehen sind. Diese Gehäusebohrungen überlappen sich dabei zumindest in einer Teil -Axiallänge des Gehäuses 3 unter Ausbildung des erwähnten Eingriffabschnittes 7, wobei in den beiden Gehäusebohrungen jeweils eine der erwähnten Extruderschnecken 5, im gezeigten Ausführungsbeispiel also die Extruderschnecke 5a bzw. 5b, angeordnet sind.
Im gezeigten Ausführungsbeispiel nach den Figuren 1 und 2 wird die erste Extruderschnecke 5a auf der Einlassseite 25a mit einem ihr zugeordneten Motor Ml angetrieben, wohingegen die zweite Extruderschnecke 5b auf der Ausstoßseite 25b des Doppelschneckenextruders über einen Motor M2 angetrieben wird. Diese Motoren Ml und M2 bestehen im gezeigten Ausführungsbeispiel aus Elektromotoren, die z.B. über eine elektronische (nicht näher gezeigte) Steuerungs- vorrichtung angesteuert werden können.
Im gezeigten Ausführungsbeispiel gemäß Figur 1 weisen die beiden Schnecken 5a, 5b jeweils einen Antriebsschaft 9 auf, der in entsprechenden Gehäusebohrungen gelagert und dort abgedichtet ist. Dieser Antriebsschaft 9 stellt gleichzeitig die Antriebswelle 19 dar, die aus der Motor-
abtriebswelle bestehen kann. Mit anderen Worten sind die Motoren Ml und M2 starr über die Antriebswelle 19 bzw. den Antriebsschaft 9 mit der darüber angetriebenen Schnecke 5a bzw. 5b direkt verbunden bzw. stellen die Wellen 19 be- reits den Rotor eines so gebildeten Direktantriebes dar. Bei diesen Ausführungsbeispielen gemäß Figuren 1 bis 2, sowie bei den nachfolgenden Ausführungsbeispielen gemäß Figuren 3 und 4, treiben damit die beiden Motoren Ml und M2 die beiden Extruderschnecken 5a und 5b mit gegensinni- ger Drehrichtung an. Es handelt sich insoweit um sog. "gegenlaufende Extruder".
Aus der Zeichnung ist aber auch zu ersehen, dass die jeweilige Extruderschnecke 5a, 5b auf der Motorenseite nicht nur über einen Antriebsschaft 9 bzw. eine Antriebswelle 19 angetrieben wird (vom Motor her kommend) , sondern dass an der gegenüberliegenden Stirnseite die Extruderschnecke 5a, 5b an ihrer nicht angetriebenen Seite in einen verlängerten Lagerschaft oder Lagerstummel 119 übergeht, der eben- falls der Lagerung der Extruderschnecke zum einen und zur Durchführung der Synchronisation und/oder einer Torsions - übertragung zum anderen dient, worauf später noch eingegangen wird.
Aus den Zeichnungen ist ersichtlich, dass zur Abdichtung der Lagerschalen gegenüber der Schmelze, also gegenüber dem Extrudergehäuse-Innenraum 3' entsprechende Dichtungen vorgesehen sein müssen. So ist die Antriebsachse 9 bzw. die Antriebswelle 19 an der Einlassseite 25a über eine einlassseitige Dichtung 29 abgedichtet, wobei diese Dichtung 29 bevorzugt unmittelbar neben dem Gehäuseinnenraum 3 1 an dem Antriebsschaft 9, d.h. an der Antriebswelle 19, ansetzt. Der nicht angetriebene, der Lagerung dienende
Wellenstummel 119 der benachbarten zweiten Extruderschnecke 5b ist ebenfalls an der Einlassseite 25a über eine derartige einlassseitige Dichtung 29 gegenüber dem Gehäuseinnenraum, also der Schmelze abgedichtet, ebenfalls be- vorzugt unmittelbar neben dem Gehäuseinnenraum 3 an dem Wellenstummel 119 ansetzend.
Auch auf der Ausstoß- oder Hochdruckseite sind entsprechende Wellendichtungen 39 vorgesehen, die entsprechend hochdruckfest ausgelegt sind und auch den auftretenden thermischen Lasten beispielsweise bis 300 0 C standhalten müssen. Die Drücke können dabei im Normalbetrieb bis 60 bar und im Hochlastbetrieb beispielsweise bis zu 150 bar erreichen. Von daher sind die an der Ausstoßseite 25b vorgesehenen Dichtungen 39 für den nicht angetriebenen Achsstummel 119 der ersten Extruderschnecke 5a sowie für den Antriebsschaft 9 bzw. die Antriebswelle 19 des zweiten Motors M2 über eine größere axiale Länge dargestellt. Hier können beispielsweise auch Kaskadendichtungen verwendet werden, was grundsätzlich bekannt ist.
Auch diese Dichtungen sind bevorzugt unmittelbar neben dem Gehäuseinnenraum 3 1 an den jeweiligen Wellen 9, 19 bzw. 119 ansetzend angeordnet.
Nachfolgend wird noch auf Lager für die Wellen, eine Gleichlauf- sowie auf eine Torsionsübertragungseinrichtung eingegangen.
Wie aus Figuren 1, Ia und 2 zu ersehen ist, ist beispielsweise die dem ersten Motor Ml auf der Einlassseite 25a zugeordnete Antriebsschaft 9 bzw. Antriebswelle 19 mit einer ersten Torsionsstütze 35 bevorzugt in Form eines
drehfest auf dem Antriebsschaft 9 bzw. der Antriebswelle 19 sitzenden Zahnrades 39.1 vorgesehen, welches mit einer übertragungsseitigen Torsionsstütze 36 vorzugsweise ebenfalls in Form eines weiteren Zahnrades 39.2 zusammenwirkt, insbesondere kämmt, welches drehfest auf dem Wellenstummel 119 der zweiten Extruderschnecke (gegenüberliegend zu dem Motor M2) angeordnet ist und dadurch einen gewünschten Gleichlauf zwischen den beiden Extruderschnecken mit herbeiführt, so dass beide Extruderschnecken 5a und 5b mit gleicher Drehzahl, d.h. gleicher Drehgeschwindigkeit aber gegensinniger Drehrichtung angetrieben werden.
Eine gleiche Einrichtung ist auch auf der Ausstoßseite 25b vorgesehen. Auch dort ist für die angetriebene zweite Extruderschnecke 5b eine antriebsseitige Torsionsstütze 35 für den vom Motor M2 angetriebenen Antriebsschaft 9 bzw. die angetriebene Antriebsachse 19 vorgesehen, ebenfalls wieder vorzugsweise in Form eines drehfest mitdrehenden Zahnrades, welches mit einer übertragungsseitigen Tor- sionsstütze 36 an dem nicht angetriebenen Ende in Form des Wellenstummels 119 der ersten Extruderschnecke 5a zusammenwirkt, insbesondere kämmt, um auch hier eine Kraftübertragungseinrichtung in Form einer Gleichlauf -Synchroneinrichtung sowie einer Torsionsübertragungseinrichtung zwi- sehen beiden Extruderschnecken zu bewerkstelligen. Auch hier werden für die Synchronisations- und Torsionsüber- tragungseinrichtung 35, 36 wiederum die in Figur Ia gezeigten beiden miteinander kämmenden Zahnräder 39.1 und 39.2 verwendet.
Jeweils benachbart zu diesen übertragungsseitigen wie antriebsseitigen Torsionsstützen 35, 36 - die nachfolgend teilweise auch als Synchronisations- und Torsionsüber-
tragungseinrichtungen bezeichnet werden - sind an den Antriebsschäften 9, also an den Antriebswellen 19, wie aber auch an den nicht angetriebenen Wellenstummeln 119 beidseitig jeweils innere Schnecken-Lagerungen 45 (die dem Gehäuseinnenraum 3 ' näher liegen) sowie äußere (also zum Gehäuseinnenraum 3 ' entfernt liegend) Schneckenlagerungen 46 vorgesehen.
Aus Figur 1 ist ersichtlich, dass beispielsweise der Ein- lasskanal 11 zur Zuführung des aufzubereitenden Granulats auf der Einlassseite so vorgesehen ist, dass er in Radial - richtung zu den Extruderschnecken (oder zumindest mit überwiegend radialer Komponente) eine Verbindung zum Gehäuseinnenraum 3 1 schafft, und zwar zumindest näherungs- weise in einer Ebene liegen, in der auch die Zentralachsen 5' der beiden Extruderschnecken 5a, 5b liegen. Entsprechend ist der Ausstoßkanal 11 auf der Ausstoßseite bevorzugt ebenfalls wieder in Radialrichtung zu den Extruderschnecken (oder mit einer größeren Komponente zumindest in Radialrichtung) vorgesehen, wobei dieser Ausstoßkanal 111 im gezeigten Ausführungsbeispiel auf der gegenüberliegenden Längsseite des Schneckenextruders liegt, also gegenüberliegend zum Einlasskanal 11.
In Figur 1 ist strichliert ein alternativer Einlass- und Ausstoßkanal 11', 111' dargestellt, der in Figur 2 in einer alternativen Ausgestaltung wiedergegeben ist.
Hieraus ist zu ersehen, dass der Einlasskanal 11' wie auch der Ausstoßkanal 111' in Vertikalrichtung oder zumindest überwiegend in Vertikalrichtung verläuft, und zwar bevorzugt der Einlasskanal von oben kommend zum tiefer liegenden Gehäuseinnenraum führt und auf der Ausstoßseite der
Ausstoßkanal 111 ebenfalls zumindest überwiegend in Vertikalrichtung verlaufenden oder bevorzugt exakt in Vertikal - richtung verlaufend das aufbereitete Extrudergut nach außen hin abführt .
Anhand des Ausführungsbeispieles gemäß Figur 3 ist gezeigt, dass abweichend zu Figur 1 beide Antriebsmotoren Ml und M2 auf der gleichen Seite des Schneckenextruders angeordnet sein können, gemäß dem Ausführungsbeispiel nach Figur 2 beispielsweise auf der Ausstoßseite 25b. Genauso können beide Motoren Ml und M2 den beiden Extruderschnecken 5a, 5b zugeordnet auch beide auf der Einlassseite 25a vorgesehen sein. Der weitere Aufbau entspricht ansonsten dem Ausführungsbeispiel nach Figuren 1 und 2. Sollten die Motorengehäuse einen größeren Durchmesser aufweisen als der Abstand der beiden Extruderachsen, könnte auch eine Anordnung gewählt werden, bei der der eine Antriebsschaft 9, also die eine Antriebswelle 119 in Axialrichtung verlängert ist, so dass der eine Motor gegenüber dem anderen Motor zusätzlich in entsprechender Axiallänge des anderen Motors versetzt zu liegen kommt, somit also in Höhe des dem Extrudergehäuse näherliegenden Motors lediglich der Antriebsschaft 9 bzw. die Antriebswelle 119 an diesem Motor vorbeiläuft.
Anhand des Ausführungsbeispieles gemäß Figur 4 ist ferner schematisch gezeigt, dass beide Motoren Ml und M2 an der Einlass- und der Ausstoßseite einer einzigen Extruderwelle, beispielsweise der Extruderwelle 5a zugeordnet sein können, wobei der zweite Schneckenextruder 5b jeweils über die einlass- und ausstoßseitig vorgesehene Synchronisa- tions- und/oder Torsionsübertragungseinrichtung 35, 36 gekoppelt ist und hierüber im Gleichlauf mit angetrieben
wird .
In beiden Fällen sind hierfür zusätzliche Zahnräder 39.1 und 39.2 gezeigt, wobei jeweils das eine Zahnrad 39.1 beispielsweise bei der Antriebswelle 9, 19 drehfest angeordnet ist, also mit der einen Schnecke 5a drehfest verbunden ist und das damit kämmende zweite Zahnrad 39.2 mit der zweiten Schnecke 5b drehfest verbunden ist, beispielsweise dadurch, dass es im Bereich des Achsstummels 119 positioniert ist.
Durch die erwähnten miteinander kämmenden Zahnräder 39.1 und 39.2 wird eine Zwangs -Relativausrichtung einschließlich eines Torsionsausgleichs der Schnecken gewährleistet sein, so dass die Schneckenstege nicht miteinander kollidieren können.
Aus den Ausführungsbeispielen ist auch ersichtlich, dass das Gehäuse 3 einen zentralen Gehäuseabschnitt mit einem stirnseitigen Endbereich umfasst, in welchem der jeweilige Antriebsschaft 9 bzw. die Antriebsachse 19 wie auch die nicht angetriebenen Achsstummel 119 durch die geschilderten Lager 45 gelagert und gegenüber dem Extruderinnenraum abgedichtet sind. An der Einlass- und Ausstoßseite schließt sich mittels der Dichtungen 29, 39 dann in axialer Verlängerung jeweils eine Abdeckung oder Gehäuseerweiterung 103 an, in welcher die jeweilige Synchronisa- tions- und Torsionsübertragungseinrichtung 35, 36 und über die äußeren Lager 46 das Ende der nicht angetriebenen Achsstummel 119 bzw. die motorseitig am nächsten liegenden Lager 46 zur Lagerung der Wellen und Schäfte in einem entsprechenden Aufnahmeraum untergebracht sind. Das zur Synchronisations- und Torsionsübertragungseinrichtung 35,
36 innenliegende, also dem Innenraum 3 1 der Extruderanordnung näher liegende Lager 45 ist bevorzugt unmittelbar benachbart zur Stirnseite 33 des Gehäuseabschnittes 3 (bei abgenommener deckeiförmigen Gehäuseerweiterung 103) an- geordnet .
Nachfolgend wird auf Figur 5 Bezug genommen, das ein vom grundsätzlichen Aufbau her vergleichbares Ausführungsbeispiel für einen Doppelschneckenextruder zeigt, wobei im Unterschied zu Figur 1 der in Figur 5 gezeigte Doppel - schneckenextruder nicht einen sog. gegenlaufenden Extruder (bei dem die beiden Extruderschnecken mit gegensinniger Drehrichtung angetrieben werden) , sondern einen gleichlaufenden Extruder zeigt, bei der die beiden Extruder- Schnecken 5a und 5b nicht nur mit gleicher Geschwindigkeit, sondern vor allem gleicher Drehrichtung zueinander angetrieben werden.
Dies kann gemäß Figur 5 durch ein drittes Zahnrad 39.3 erfolgen, wobei die jeweiligen Synchronisations- und Tor- sionsübertragungseinrichtungen 35, 36 in Form der bevorzugt verwendeten Zahnräder 39.1 und 39.2 in Abweichung zu dem Ausführungsbeispiel nach Figuren 1 bis 2 nicht miteinander kämmen, sondern zumindest in geringem Abstand zuein- ander angeordnet sind, so dass eine Triebverbindung von dem einen Zahnrad 39.1 über das Zwischen-Zahnrad oder Umlenkritzel 39.3 zu dem nächsten Zahnrad 39.3 erfolgt, welches mit der zweiten Extruderwelle drehfest verbunden ist. Diese Funktion ist in Querschnittsdarstellung gemäß Figur 6 für das einlass- wie aber auch für die ausstoßsei - tige Synchronisations- und Torsionsübertragungseinrichtung 35, 36 gezeigt.
Eine besonders symmetrische Synchronisations- und Torsionsübertragung wird dadurch realisiert, wenn beispielsweise bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Figur 5 in Abweichung zu dem Beispiel gemäß Figur 6 noch ein zweites Umlenk- oder Zwischenrahnrad 39.3 ', also ein weiteres Umlenkritzel 39.3', verwendet wird, so dass gegenüberliegend zu dem ersten Ritzel 39.3 auf der anderen Seite der beiden Zahnräder 39.1 und 39.2 ein weiteres Ritzel 39.3' vorgesehen ist, das ebenfalls mit den beiden Zahnrädern 39.1 und 39.2 kämmt. Die beiden Zahnräder 39.1 und 39.2 stehen selbst außer Eingriff zueinander.
Anstelle dieser Ausführungsform kann ebenfalls eine symmetrische Kraftübertragung und damit eine optimale Synchronisations- und Torsionsübertragung auch dadurch realisiert werden, dass beispielsweise abweichend von Figur 7 ein innen verzahntes Zahnrad 39.3" verwendet wird, welches mit den außen verzahnten Zahnrädern 39.1 und 39.2 vorzugsweise an deren gegenüberliegenden (also weiter voneinander entfernt liegenden) Bereichen kämmt. In diesem Falle wären bevorzugt zwei derartige innenverzahnte Zahnräder sowohl einlass- als auch ausstoßseitig vorgesehen. Aber selbst gemischte Systeme wären möglich, so dass beispielsweise an der Einlass- oder auf der Ausstoßseite ein innen verzahntes Zahnrad und an der jeweils gegenüberliegenden Seite, also beispielsweise auf der Ausstoßseite oder der Einlassseite gemäß Figuren 6 oder 7 nur ein Umlenkritzel oder beispielsweise zwei Umlenkritzel verwendet werden, die mit den beiden gleichlaufenden (also in glei- eher Umdrehungsrichtung) angetriebenen Zahnrädern 39.1 und 39.2 kämmen .
Die anhand der Figuren 6 und 7 geschilderten Maßnahmen für
einen gleichlaufenden Extruder können ebenso auch bei den Ausführungsbeispielen gemäß Figuren 3 und 4 zum Einsatz kommen .
Wie aus den beschriebenen Ausführungsbeispielen der Erfindung hervorgeht, sind die Motoren mit der jeweiligen Extruderschnecke 5a bzw. 5b starr verbunden. Sofern die Motoren wie bei dem Ausführungsbeispiel nach Figur 3 nebeneinander angeordnet sind, darf dabei der Durchmesser der einzelnen Motoren bei symmetrischem Gehäuseaufbau maximal dem Achsabstand der Schnecken entsprechen. Ansonsten müssten die Motoren im unterschiedlichen Axialabstand mit Seitenversatz zueinander angeordnet sein, so dass ein Motorgehäuse grundsätzlich auch einen Durchmesser auf- weisen kann, welcher größer ist als der Achsabstand zweier benachbarter Schnecken, sofern in diesem Seitenbereich die an dem Motorengehäuse vorbei laufende Antriebswelle, die zu einem mit Axialversatz vorgesehenen zweiten Motor führt, einen geringeren Außendurchmesser aufweist.
Ebenso könnten beispielsweise im Fall eines Doppelschneckenextruders die beiden Motoren, die jeweils einer separaten Extruderschnecke zugeordnet sind, jeweils über eine Gelenkwelle angetrieben werden. Dadurch kann der Durch- messer der einzelnen Motoren oft größer als der Achsabstand der Schnecken sein. In einer vereinfachten Ausführungsform wäre es auch möglich, nur einen Motor über eine Gelenkwelle mit einer Extruderschnecke zu verbinden, wohingegen der zweite Motor direkt mit der Extruderschnecke gekoppelt ist.
Die Erfindung ist anhand eines Doppelextruders beschrieben worden. Es kann sich dabei aber auch um einen Mehrfach-
extruder handeln, der mehr als zwei Extruderschnecken umfasst. In diesem Falle sind die geschilderten Umsetzungsvarianten beliebig erweiterbar. Möglich ist somit auch ein Mehrschneckenextruder, der neben zumindest einer weiteren Extruderschnecke zumindest zwei Extruderschnecken in einem Aufbau umfasst, wie sie anhand der Figuren 1 bis 4 erläutert wurden.
Die verschiedenen Ausführungsbeispiele sind für den Fall erläutet worden, dass für die Synchronisations- und Tor- sionsübertragungseinrichtung 35, 36 entweder die direkt miteinander kämmenden Zahnräder 39.1 und 39.2 (bei gegensinnig angetriebenen Extruderschnecken) oder die Zahnräder 39.1, 39.2 und 39.3 bzw. 39.3' oder 39.3" (bei gleich- sinnig angetriebenen Extruderschnecken) verwendet werden. Unabhängig davon können aber auch alle anderen technischen Maßnahmen zur Herbeiführung einer entsprechenden Synchronisations- und Torsionsübertragungseinrichtung 35, 36 verwendet werden, beispielsweise in Form von Ketten, Rie- men oder sonstigen geeigneten Synchronisations- und Antriebsverbindungen .
