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Title:
NAIL VARNISH FOR COSMETIC AND MEDICAL APPLICATIONS
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2008/049401
Kind Code:
A2
Abstract:
The invention relates to a cosmetic and medical nail varnish containing urea, dexpanthenol, a solvent and at least one oil having a weight proportion of more than 20% by wt. of fatty acids containing 10 - 25 carbon atoms. Other components can be added to said composition, such as substances with an anti-mycotic, anti-viral, anti-bacterial, anti-septic, anti-microbial, anti-infectious, anti-psoriatic and/or antiparasitic action. The invention also relates to the use of said type of nail varnish for treating nail diseases and nail infections.

Inventors:
SUSILO, Rudy (Peterstrasse 14A, Köln, 50999, DE)
Application Number:
DE2007/001888
Publication Date:
May 02, 2008
Filing Date:
October 22, 2007
Export Citation:
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Assignee:
SUSILO, Rudy (Peterstrasse 14A, Köln, 50999, DE)
International Classes:
A61K8/36; A61K8/42; A61K8/92; A61K9/08; A61K9/70; A61K31/16; A61K31/20; A61K31/23; A61P17/06; A61Q3/02
Attorney, Agent or Firm:
ARTH, Hans-Lothar (ABKAm Klopferspitz 19, Martinsried, Martinsried, 82152, DE)
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Claims:
Patentansprüche

1. Nagellack enthaltend die folgenden Bestandteile: a) Harnstoff, b) 10 - 25 Kohlenstoffatome enthaltende Fettsäuren oder

öle mit einem Gewichtsanteil von mehr als 20 Gew.-% an 10 - 25 Kohlenstoffatome enthaltende Fettsäuren oder Mischungen der genannten Fettsäuren und öle, c) Dexpanthenol und d) mindestens ein Lösungsmittel.

2. Nagellack nach Anspruch 1 , des Weiteren enthaltend mindestens eine polymerbildende oder filmbildende Substanz.

3. Nagellack nach Anspruch 1 oder 2, des Weiteren enthaltend Allantoin oder Hyaluronsäure oder einen Wachs oder mindestens einen Permeationsförderer oder mindestens eine antimikrobielle Substanz oder mindestens ein Antipsoriatikum oder mindestens eine Substanz gegen Ekzeme oder mindestens einen Zusatzstoff oder Mischungen der vorgenannten Substanzen.

4. Nagellack nach Anspruch 1 oder 2, des weiteren enthaltend Polyethylenglykol, mindestens eine schwefelhaltige Aminosäure, mindestens eine schwefelhaltige Iminosäure, mindestens ein Lipid oder mindestens ein

Phospholipid oder Mischungen der vorgenannten Stoffe, mindestens ein Konservierungsmittel, mindestens einen Geruchsstoff, mindestens ein keratolytisches Mittel, mindestens einen Farbstoff, mindestens ein Bindemittel, mindestens ein Antioxidans, mindestens einen Weichmacher oder Mischungen der vorgenannten Stoffe.

5. Nagellack nach Anspruch 1 oder 2, des Weiteren enthaltend mindestens eine antimykotisch oder antiviral oder antibakteriell oder antimikrobiell oder antiinfektiös oder antipsoriatisch oder antiseptisch oder antiparasitär wirkende Substanz.

6. Nagellack nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei die 10 bis 25 Kohlenstoffatome enthaltenden Fettsäuren aus einer Gruppe ausgewählt

werden umfassend ölsäure, Eicosapentaensäure, Timnodonsäure, Docosahexaensäure, Arachidonsäure, Linolsäure, α-Linolensäure, γ- Linolensäure, Dihomo-γ-Linolensäure sowie Mischungen der vorgenannten Fettsäuren.

7. Nagellack nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei die öle aus der Gruppe ausgewählt werden umfassend Leinöl, Hanföl, Echiumöl, Trichodesmaöl, Johannisbeerkernöl, Maiskeimöl, Walnussöl, Rapsöl, Sojaöl, Sonnenblumenöl, Mohnöl, Safloröl (Färberdistelöl), Weizenkeimöl, Distelöl, Traubenkernöl, Nachtkerzenöl, Borretschöl, Schwarzkümmelöl, Algenöl,

Fischöl, Lebertran, Nachtkerzenöl, Sanddornöl, Sanddornkemöl, Sanddornfruchtfleischöl oder Mischungen der vorgenannten öle.

8. Nagellack nach Anspruch 1, wobei die öle mindestens 15 Gew.-% ungesättigte Fettsäuren enthalten.

9. Nagellack nach Anspruch 3, wobei die Wachse aus einer Gruppe bestehend aus Bienenwachs, Carnaubawachs, Candelillawachs oder Mischungen davon ausgewählt werden.

10. Nagellack nach einem der vorgenannten Ansprüche, wobei die 10 bis 25 Kohlenstoffatome enthaltenden Fettsäuren und die öle zusammen in einer Konzentration von 5 - 15 Gew.-% im Nagellack enthalten sind.

11. Nagellack gemäß Anspruch 5, wobei die mindestens eine antimykotisch oder antiviral oder antibakteriell oder antimikrobiell oder antiinfektiös oder antipsoriatisch oder antiseptisch oder antiparasitär wirkende Substanz ausgewählt wird aus der Gruppe umfassend Amorolfin, Amphotericin, Ciclopirox, Batrafen ® , Clotrimazol, Econazol, Fluconazol/ Diflucan ® , Flucytosin, Griseofulvin, Isoconazol, Itraconazol, Ketoconazol, Miconazol,

Naftifin, Nystatin, Terbinafin, Tioconazol, Tolnaftat, Voriconazol, Butoconazol, Enilconazol, Fenticonazol, Sulconazol, Terconazol, Oxiconazol, Voriconazol, Sertaconazol, Amphotericin B, Tolciclat, Sulbentin, Bifonazol, Amoxicillin, Ampicillin, Benzylpenicillin, Cefaclor, Cefadroxil, Cefalexin, Chloramphenicol, Ciprofloxacin, Clavulansäure, Clindamycin, Doxycyclin, Enoxacin,

Erythromycin, Flucloxacillin, Kanamycin, Lincomycin, Minocyclin, Nafcillin, Nalidixinsäure, Neomycin, Norfloxacin, Ofloxacin, Oxacillin, Phenoxymethylpenicillin, Tetracyclin, Norfloxacin, Ofloxacin, Levofloxacin,

Pentamycin, Alkylbenzyldimethylammoniumchlorid, Benzalkoniumchlorid, Benzethoniumchlorid, Cetyltrimethylammoniumhydroxid, Cetrimoniumbromid, Chlorhexidin, Dequaliniumchlorid, Triclocarban, Triclosan, Beclomethason, Betamethason, Clobetasol, Cortison, Desonid, Dexamethason, Flucloronid, Fluocinolonacetonid, Fluocinonid, Fludroxycortid, Formocortal, Halcinonid,

Hydrocortison, Methylprednisolon, Prednisolon, Prednison, 9-Fluor-16α- hydroxyprednisolon, Triamcinolon, Triamcinolon-16α,17α-acetonid, Triamcinolonacetonid, Alclometasondipropionat, Amcinonid,

Beclomethasondipropionat, Bendacort, Betamethasonbenzoat, Betamethasondipropionat, Budesonid, Chlorquinaldol, Clioquinol,

Clobetasolpropionat, Clobetasonbutyrat, Desoximetason, Dichlorison, Diflorasondiacetat, Diflucortolonvalerat, Difluprednat, Fluazacort, Flucinolonacetonid, Fluclorolonacetonid, Flumathasonpivalat,

Fluocinolonacetonide, Fluocortolon, Fluormetholon, Flupameson, Flupredniden, Fluprednidenacetat, Flurandrenolid, Halometason,

Hydrocortamat, Hydrocortisonbutyrat, Methylprednisolonaceponat, Mometasonfuroat, Prednicarbat, Tixocortol, Triamcinolonacetonid, lodoquinol, Rimoprogin, Natriumpyrithion, Salicylsäure, Dimethylfumarat, Dithranol, Psoralene, Acitretin, Tazaroten, Methotrexat, Ciclosporin, Neomycin, Kanamycin, Gentamycin, Amantadin, Aciclovir, Penciclovir,

Brivudin, Idoxuridin, Trifluridin, 5-Fluoruracil, Vidarabin, Tromantadin, Ganciclovir, Cidofovir und Salze der vorgenannten Substanzen.

12. Nagellack gemäß Anspruch 2, wobei die mindestens eine polymerbildende oder filmbildende Substanz ausgewählt wird aus der Gruppe umfassend

Polymere, Acrylatpolymere, Methacrylatpolymere, Acrylpolymere, Methacrylpolymere, Polysaccharide, Chitin, Chitosan, Acronal ® , Acudyne ® , Amerhold ® , Amphome ® , Eastman AQ ® , Lovocryl ® , Luviflex VBM ® , Luvimer ® , Luviset P. U. R. ® , Luviskol ® , Luviskol Plus ® , Stepanhold ® , Ultrahold ® , Ultrahold Strang ® und Versatylr ® .

13. Nagellack nach Anspruch 4, wobei das mindestens eine Phospholipid ausgewählt wird aus der Gruppe umfassend Phosphatidylcholin, Phosphatidylserin, Phosphatidylglycerol, Dipalmitoylphosphatidylserin, Dipalmitoylphosphatidylcholin und Dimyristoylphosphatidylcholin.

14. Nagellack gemäß eines der vorherigen Ansprüche, wobei der Harnstoff in einer Menge von 0,1 Gew.-% bis 10 Gew.-% des Nagellacks eingesetzt wird.

15. Nagellack gemäß eines der vorherigen Ansprüche, wobei das öle mit einem Gewichtsanteil von mehr als 20 Gew.-% an 10 - 25 Kohlenstoffatome enthaltende Fettsäuren in einer Menge von 0,1 Gew.-% bis 40 Gew.-% des Nagellacks eingesetzt wird.

16. Nagellack gemäß eines der vorherigen Ansprüche, wobei das mindestens eine Lösungsmittel ausgewählt wird aus der Gruppe umfassend gereinigtes Wasser, Methanol, Ethanol, Isopropanol, n-Butanol, sec-Butanol, Isobutanol, Ethylenglykol, Propan-1 ,2-diol, Propan-1 ,3-diol, Glycerin oder ein Gemisch der vorgenannten Lösungsmittel.

17. Nagellack gemäß eines der vorherigen Ansprüche, wobei das Lösungsmittel oder das Lösungsmittelgemisch in einer Menge von 60 Gew.-% bis 95 Gew.-% des Nagellacks eingesetzt wird.

18. Nagellack gemäß eines der vorherigen Ansprüche, wobei der mindestens eine Permeationsförderer in einer Menge von 0,3 bis 9 Gew.-% dem Nagellack zugesetzt werden.

19. Nagellack gemäß eines der vorherigen Ansprüche, wobei der Nagellack Dexpanthenol in einer Menge von 0,1 Gew.-% bis 10 Gew.-% des Nagellacks enthält.

20. Nagellack gemäß eines der vorherigen Ansprüche, wobei der Nagellack Allantoin oder Hyaluronsäure oder Allantoin und Hyaluronsäure in einer Menge von 0,1 Gew.-% bis 10 Gew.-% des Nagellacks enthält.

21. Nagellack gemäß eines der vorherigen Ansprüche, wobei der Nagellack mindestens eine schwefelhaltige Aminosäure, mindestens eine schwefelhaltige Iminosäure, mindestens ein Lipid oder mindestens ein

Phospholipid oder Mischungen der vorgenannten Stoffe in einer Menge von

0,1 Gew.-% bis 10 Gew.-% des Nagellacks enthält.

22. Verwendung des Nagellacks gemäß eines der Patentansprüche 1 - 21 zur Behandlung von Schädigungen und Erkrankungen und Infektionen der Fußnägel und Fingernägel.

23. Verwendung gemäß Anspruch 22, wobei es sich bei den Erkrankungen und Infektionen der Fußnägel, Fingernägel, psoriatische Nagelschädigungen, bakterielle Nagelinfektionen, parasitäre Nagelinfektionen,

Nagelpilzinfektionen/Onychomykose, Onychokryptose, Onychodystrophie, Psoriasis der Nägel, Melanonychia striata, White-Line-Disease, Ekzeme, chronische Onychie, Onychitis, Paronychie, verfärbte Nägel, verdickte und verformte Nägel, Verfärbung des Nagelbettes, Onycholyse, subunguale Keratose, Anomalien der Nagelplatte.

Description:

Nagellack für kosmetische und medizinische Anwendungen

Beschreibung

Die Erfindung betrifft einen kosmetischen und/oder medizinischen Nagellack und dessen Verwendung zur Behandlung von Nagelerkrankungen und Nagelinfektionen sowie zur kosmetischen Anwendung und Vorbeugung von brüchigen oder spröden Nägeln. Insbesondere betrifft die Erfindung Nagellacke enthaltend Dexpanthenol, Harnstoff und öle und/oder Fettsäuren.

Erkrankungen oder Infektionen an Fuß- und Fingernägeln werden bevorzugt durch Nagelpflaster, enthaltend antimikrobielle oder antimykotische Wirkstoffe, oder durch medizinische Nagellacke, enthaltend antimikrobielle oder antimykotische Wirkstoffe, behandelt.

US 5,993,790 offenbart einen Nagellack auf Wasserbasis enthaltend 0,5 bis 10 Gew.-% Harnstoff, 0,5 bis 1 ,5 Gew.-% Konservierungsmittel, 0,1 bis 0,6 Gew.-% natürliche Zusätze und 1 ,0 bis 10 Gew.-% deionisiertes Wasser.

Das europäische Patent EP 0 913 154 B1 beschreibt einen antipsoriatisch wirkenden Nagellack bestehend aus einem oder mehreren Glukokortikoiden, einem oder mehreren Filmbildnern und einem oder mehren physiologisch unbedenklichen Lösungsmitteln.

Trotz einer Vielzahl an Nagelpflastern und bekannten Nagellacken vermögen diese nur einen Teil der Nagelerkrankungen und Nagelinfektionen wirksam zu bekämpfen, so dass Bedarf an weiteren Zusammensetzungen besteht, welche zur Behandlung von geschädigten Fuß- und Fingernägeln eingesetzt werden können.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, Nagellacke bereitzustellen, welche zur Behandlung von Nagelerkrankungen und Nagelinfektionen sowie zur Schonung und Regenerierung der Nägel eingesetzt werden können.

Diese Aufgabe wird durch die technische Lehre der unabhängigen Patentansprüche gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den abhängigen Patentansprüchen, der Beschreibung sowie den Beispielen angegeben.

überraschenderweise wurde gefunden, dass ein Nagellack sich besonders gut zur Prophylaxe und Behandlung von Nagelerkrankungen und Nagelinfektionen eignet, der eine Kombination aus Harnstoff, Dexpanthenol und Fettsäuren oder Fettsäuren-enthaltenden ölen wie beispielsweise Nachtkerzenöl, Sanddornöl, Leinöl und/oder γ-Linolensäure enthält.

Eine solche Wirkstoffkombination kann auch in Nagelpflaster eingebracht werden und ist auch wirksam, wenn sie über ein Nagelpflaster appliziert wird.

Als bevorzugt hat sich jedoch die Verabreichung dieser Wirkstoffkombination in Form von Nagellack herausgestellt. Einen Nagellack erhält man, wenn die Kombination aus Harnstoff, Dexpanthenol und Fettsäure und/oder öl wie z.B. Nachtkerzenöl, Leinöl oder Sanddornöl in einem Lösungsmittel aufgenommen wird.

Somit betrifft die vorliegende Erfindung einen Nagellack umfassend oder enthaltend die folgenden Bestandteile: a) Harnstoff, b) 10 - 25 Kohlenstoffatome enthaltende Fettsäuren oder öle mit einem Gewichtsanteil von mehr als 20 Gew.-% an 10 - 25

Kohlenstoffatome enthaltende Fettsäuren oder Mischungen der genannten Fettsäuren und öle, c) Dexpanthenol und d) mindestens ein Lösungsmittel.

Des Weiteren ist bevorzugt, wenn die erfindungsgemäße Zusammensetzung mindestens eine polymerbildende oder filmbildende Substanz enthält.

Die erfindungsgemäß verwendbaren polymerbildenden oder filmbildenden Substanzen werden weiter unten ausführlich beschrieben, wobei bevorzugte polymerbildende oder filmbildende Substanzen natürliche als auch synthetische Polymere und insbesondere Acrylatpolymere, Methacrylatpolymere, Acrylpolymere und Methacrylpolymere sind.

Beispiele für Acrylpolymere sind Polyacrylsäure, Polymethacrylsäure,

Polyacrylamid, Polymethacrylamid, Polyacrylimid, Polymethacrylimid,

Polyacrylate, Polymethacrylate, Polymethylacrylat, Polymethylmethacrylat (PMMA), Polyacrylnitril, Polymethacrylnitril.

Ein essentieller Bestandteil der kosmetischen oder pharmazeutischen Nagellackformulierung ist Dexpanthenol. Dexpanthenol (Pantothenol, Panthenol, D-Panthenol) ist ein Wirkstoff aus der Vitamin B-Reihe und wird im Körper zu Pantothensäure (Vitamin B5) umgewandelt. Es unterstützt die Neubildung von Hautzellen, erhöht das Feuchthaltevermögen und verbessert die Elastizität der Haut. Weiterhin unterstützt Dexpanthenol die Wundheilung, hat juckreizlindernde und antiinflammatorische Eigenschaften. Dexpanthenol kann in den Nagel eindringen und ihn vor Brüchigkeit und Austrocknung schützen.

Obwohl die positiven Eigenschaften von Dexpanthenol zum Schutz und der Regenerierung der Haut und des Nagels bekannt waren, kann die vorliegende Erfindung belegen, dass die Kombination aus Dexpanthenol und Harnstoff und einem öl überraschend bessere Eigenschaften aufweist als die Einzelkomponenten oder die Mischung nur zweier vorgenannter Stoffe. Nur die Kombination aus öl, Harnstoff und Dexpanthenol lieferte ein sehr gutes Ergebnis während nur Dexpanthenol oder Dexpanthenol zusammen mit öl oder zusammen mit Harnstoff suboptimale Ergebnisse lieferten. Es scheint somit ein synergistischer Effekt zwischen den erfindungsgemäßen Komponenten zu bestehen. Die Versuchsergebnisse werden weiter unten ausführlich diskutiert.

Bevorzugt enthält der erfindungsgemäße Nagellack Dexpanthenol in einer Menge von 0,1 bis 10 Gew.-%, bevorzugt 0,2 Gew.-% bis 8 Gew.-%, weiter bevorzugt in einer Menge von 0,4 Gew.-% bis 6 Gew.-% und insbesondere bevorzugt in einer Menge von 0,5 Gew.-% bis 5 Gew.-%.

Ein weiterer essentieller Bestandteil ist Harnstoff (H 2 N-CO-NH 2 ). Harnstoff wird in einer Menge von 0,1 Gew.-% bis 10,0 Gew.-% des Nagellacks, bevorzugt in einer Menge von 0,4 Gew.-% bis 7 Gew.-% des Nagellacks und insbesondere bevorzugt in einer Menge von 0,5 Gew.-% bis 5 Gew.-% des Nagellacks eingesetzt.

Die Gewichtsprozentangaben (Gew.-%) beziehen sich immer auf die Masse (Gewicht) der gesamten Nagellackformulierung, so dass 10 Gew.-% Komponente a) bedeutet, dass 100 g Nagellack(fomulierung) 10 g Harnstoff enthalten.

Als weitere optionale Bestandteile kann der Nagellack Allantoin oder Hyaluronsäure oder einen Wachs oder mindestens einen Permeationsförderer oder mindestens eine antimikrobielle Substanz oder mindestens ein

Antipsoriatikum oder mindestens eine Substanz gegen Ekzeme oder mindestens einen Zusatzstoff oder Mischungen der vorgenannten Substanzen enthalten. Die im erfindungsgemäßen Nagellack verwendeten Wachse können aus einer Gruppe bestehend aus Bienenwachs, Carnaubawachs, Candelillawachs und/oder Mischungen davon ausgewählt werden.

Die im erfindungsgemäßen Nagellack verwendeten Wachse können in einer Konzentration von 0,1 - 20 Gew.-%, bevorzugt in einer Konzentration von 0,5 - 15 Gew.-% weiter bevorzugt 1 - 10 Gew.-% und besonders bevorzugt in einer Konzentration von 2 - 5 Gew.-% enthalten sein.

Bevorzugt jedoch nicht essentiell ist die Anwesenheit von Allantoin / Allantoinderivat und/oder Hyaluronsäure. Der Nagellack kann Allantoin / Allantoinderivat oder Hyaluronsäure oder Allantoin / Allantoinderivat und Hyaluronsäure in einer Menge von 0,1 Gew.-% bis 20 Gew.-%, bevorzugt 0,5 Gew.-% bis 15 Gew.-% und insbesondere bevorzugt in einer Menge von 1 Gew.- % bis 10 Gew.-% des Nagellacks in der Nagellackformulierung enthalten. Das Imidazolidinyl-Derivat Allantoin bewirkt die Beschleunigung des Zellaufbaus, der Zellbildung und/oder der Zellregeneration.

Als Zusatzstoffe werden übliche pharmakologisch verträgliche Hilfsstoffe und Lösungsmittel bezeichnet, die üblicherweise in flüssigen kosmetischen oder medizinischen Formulierungen zum Einsatz kommen wie beispielsweise Konservierungsmittel, Cosolventien wie Ethanol, Farbstoffe, Geruchsstoffe, Glanzmittel, Bindemittel, Aminosäuren, Chitosan, Chitosansalze, Chitosanderivate, Glucosamin, Glycerin, Diglycerin, Triglycerin, Harnsäure, Honig, Kreatinin, Hydrolyseprodukte des Kollagens, Lactitol, Polyole und Polyolderivate (wie beispielsweise Butylenglycol, Erythrit, Propylenglycol, 1 ,2,6-Hexantrlol, Polyethylenglycole wie PEG-4, PEG-6, PEG-7, PEG-8, PEG-9, PEG-10, PEG-12, PEG-14, PEG-16, PEG-18, PEG-20), Pyrrolidoncarbonsäure, Zucker und Zuckerderivate (wie beispielsweise Fructose, Glucose, Maltose, Maltitol, Mannit, Inosit, Sorbit, Sorbitylsilandiol, Suerose, Trehalose, Xylose, Xylit, Glucuronsäure und deren Salze), ethoxyliertes Sorbit (Sorbeth-6, Sorbeth-20, Sorbeth-30, Sorbeth-40), gehärtete Stärkehydrolysate, PEG-20-Acetatcopolymer und bevorzugt Panthenol. Im Nagellack können darüber hinaus Polyethylenglykol, schwefelhaltige Aminosäuren, schwefelhaltige Iminosäuren, Lipide, Phospholipide, keratolytische Mittel, Antioxidantien, Weichmacher sowie Mischungen der vorgenannten Stoffe enthalten sein.

Der Nagellack kann die mindestens eine schwefelhaltige Aminosäure, mindestens eine schwefelhaltige Iminosäure, das mindestens eine Lipid oder das mindestens eine Phospholipid oder Mischungen der vorgenannten Stoffe zusammen in einer Menge von 0,1 Gew.-% bis 20 Gew.-%, bevorzugt 0,5 Gew.-% bis 15 Gew.-% und insbesondere bevorzugt in einer Menge von 1 Gew.-% bis 10 Gew.-% des Nagellacks enthalten.

Zudem ist die Anwesenheit mindestens eines Permeationsförderers insbesondere bei medizinischen Nagellacken bevorzugt. Permeationsförderer sind Substanzen welche den Durchtritt von Wirkstoffen durch den Nagel fördern, um z.B. im Nagelbett eine pharmakologisch wirksame Menge eines Antimykotikums bereitzustellen. Beispiele für Permeationsförderer sind Fettsäureester,

Fettsäurealkohole, Propylenglykol, Polyethylenglykol, ungesättigte polyglycolierte Glyceride, Salicylsäure, Milchsäure, Pyrrolidon, DMSO und Natriumdodecylsulfat.

Jeder der vorgenannten Stoffe kann in einer Menge von 0,1 % bis zu 10 Gew.-%, bevorzugt von 0,5% bis zu 8 Gew.-%, weiter bevorzugt von 1% bis zu 6 Gew.-%, noch weiter bevorzugt von 1% bis zu 4 Gew.-% und insbesondere bevorzugt von 1% bis zu 2 Gew.-% im Nagellack enthalten sein. Vorzugsweise sind neben den essentiellen Bestandteilen [Harnstoff, Dexpanthenol, öl / Fettsäure und Lösungsmittel(gemisch)] und eventuell dem Wirkstoff jedoch nicht mehr als 5, bevorzugt nicht mehr als 4 und insbesondere bevorzugt nicht mehr als 3 weitere Bestandteile in der Nagellackformulierung enthalten.

Zudem ist bevorzugt, wenn die Gesamtmenge an weiteren Bestandteilen außer dem Lösungsmittel oder außer dem Lösungsmittelgemisch, d.h. an nicht essentiellen Bestandteilen nicht mehr als 14 Gew.-%, vorzugsweise nicht mehr als 11 Gew.-%, weiter bevorzugt nicht mehr als 8 Gew.-% und insbesondere bevorzugt nicht mehr als 5 Gew.-% beträgt.

Bei den medizinischen Nagellacken ist ferner die Anwesenheit mindestens eines Wirkstoffs bevorzugt. Dem erfindungsgemäßen Nagellack können beispielsweise mindestens eine antimikrobielle Substanz, mindestens eine antivirale Substanz, mindestens eine antibakterielle Substanz, mindestens eine antiinfektiöse Substanz, mindestens eine antiparasitäre Substanz, mindestens ein Antipsoriatikum, mindestens ein Antimykotikum oder mindestens eine Substanz gegen Ekzeme oder Mischungen der vorgenannten Substanzen zugefügt werden.

Als Lösungsmittel haben sich insbesondere Wasser, gereinigtes Wasser, deionisiertes Wasser und Alkohole als sehr gut geeignet erwiesen. Geeignete Alkohole können beispielsweise aus der Gruppe ausgewählt werden umfassend oder bestehend aus Methanol, Ethanol, n-Propanol, Isopropanol, n-Butanol, sec- Butanol, tert-Butanol, Isobutanol, Ethylenglykol, Ethylenglycol-monomethylether, (Methoxyethanol), Ethylenglycol-monoethylether, Ethylenglycol-monopropylether, Propan-1 ,2-diol (Propylenglykol), Propan-1 ,3-diol, 1 ,4-Butandiol, 1 ,3-Butandiol, 1 ,2-Butandiol, 1-Methoxy-4-hydroxybutan, 1 ,3,5-Pentantriol, 1-Ethoxy-3,5- dihydroxy-pentan, Glycerin (1 ,2,3-Trihydroxypropan) sowie Gemische der vorgenannten Lösungsmittel als auch Gemische mit Wasser.

Dem Lösungsmittel oder Lösungsmittelgemisch können noch weitere Cosolventien zugesetzt werden. Geeignete Cosolventien sind beispielsweise Aceton, Dimethylsulfoxid (DMSO), Essigsäureethylester (Ethylacetat, AcEt), Essigsäurepropylester, Essigsäurebutylester, Dimethylformamid (DMF) oder Tetrahydrofuran (THF).

Ferner hat sich die Zugabe von Polypropylenglykol (PPG) und/oder Polyethylenglykol (PEG) und insbesondere von Polyethylenglykol als bevorzugt erwiesen. Dabei sind ferner insbesondere durchschnittliche Molekulargewichte von PEG und PPG von 200 bis 600 geeignet und weiter bevorzugt von 300 bis 500 und insbesondere bevorzugt von ca. 400 (PPG 400, PEG 400).

Besonders bevorzugt ist PEG und insbesondere PEG 400, wobei die 400 wie ausgeführt ein durchschnittliches Molekulargewicht von 400 bezeichnet. PEG ist zur Giftentfernung von der Haut und als Lösungsvermittler sehr geeignet.

PEG 400 ist eine farblose bis gelblich-bräunliche, geruchlose Substanz, die gut in Alkoholen, Aceton, Essigester und Wasser löslich ist und zudem unter folgenden Synonymen bekannt ist: Carbowax Compound 400, Cremolan, Lutrol E 400, Pagol, Polyethylenglykol 400, Syntharesin.

PEG kann in einer Menge von 0,1 Gew.-% bis 10,0 Gew.-% des Nagellacks, bevorzugt in einer Menge von 0,4 Gew.-% bis 6 Gew.-% des Nagellacks und insbesondere bevorzugt in einer Menge von 0,5 Gew.-% bis 3 Gew.-% der Nagellackformulierung zugesetzt werden.

Das Lösungsmittel oder das Lösungsmittelgemisch inklusive der Cosolventien ist in einer Menge von 60 Gew.-% bis 95 Gew.-%, bezogen auf die gesamte Masse des Nagellacks, im Nagellack enthalten.

In der Menge von 60 Gew.-% bis 95 Gew.-% Lösungsmittel können bis zu 10 Gew.-%, vorzugsweise bis zu 5 Gew.-% Cosolventien enthalten sein.

Dritte essentielle Komponente der Nagellackformulierung ist mindestens ein öl mit einem Gewichtsanteil von mehr als 20 Gew.-% an 10 - 25 Kohlenstoffatome enthaltende Fettsäuren oder anstelle des öls können auch direkt die 10 - 25 Kohlenstoffatome enthaltenden Fettsäuren eingesetzt werden, wobei die Verwendung eines öls bevorzugt ist. Natürlich können auch Mischungen von ölen sowie Mischungen von Fettsäuren als auch Mischungen von ölen mit Fettsäuren eingesetzt werden.

Sollte ein öl natürlichen oder synthetischen Ursprungs weniger als 20 Gew.-% Fettsäuren mit 10 - 25 Kohlenstoffatomen enthalten, so können diesem öl soviel Fettsäuren mit 10 - 25 Kohlenstoffatomen zugesetzt werden, bis eine Menge von 20 Gew.-% erreicht wird.

Die 10 - 25 Kohlenstoffatome enthaltenden gesättigten oder ungesättigten, verzweigten oder unverzweigten Fettsäuren oder eine Mischung dieser Substanzen werden in einer Menge von 0,1 Gew.-% bis 40 Gew.-% des Nagellacks, bevorzugt in einer Menge von 0,5 Gew.-% bis 20,0 Gew.-% des Nagellacks und insbesondere bevorzugt in einer Menge von 1 ,0 Gew.-% bis 10,0 Gew.-% des Nagellacks eingesetzt, sofern kein öl verwendet wird.

Beispiele für bevorzugte Fettsäuren sind solche mit 10 bis 18 Kohlenstoffatomen, weiter bevorzugt solche mit 12 - 16 Kohlenstoffatomen, wobei gesättigte oder monoungesättigte wiederum bevorzugt sind und insbesondere omega-Fettsäuren bevorzugt sind. Insbesondere bevorzugt sind Linolsäure und α-Linolensäure.

Beispiele der besonders bevorzugten omega-3-Fettsäuren sind Eicosapentaensäure (EPA) und Docosahexaensäure (DHA) und Beispiele für die besonders bevorzugten omega-6-Fettsäuren sind Gamma-Linolensäure (GLS), Dihomo-Gamma-Linolensäure (DGLA) und Arachidonsäure (AA). Rizinolsäure (12-Hydroxy-9-octadecensäure) ist ein Beispiel für eine ungesättigte, linear gebaute Omega-9-Fettsäure mit der Summenformel C 18 H 3 ^. Werden öle

eingesetzt, so sind insbesondere solche öle bevorzugt, welche omega-Fettsäuren mit einem Anteil von mindestens 10 Gew.-%, bevorzugt mindestens 15 Gew.-% und insbesondere bevorzugt von mindestens 20 Gew.-% enthalten, wobei die vorgenannten omega-3 und omega-6-Fettsäuren wiederum bevorzugt sind.

Da sich in den hierin beschriebenen Versuchen insbesondere Sanddomöl, Sanddornkernöl, Sanddornsamenöl, Sanddornfruchtfleischöl, Nachtkerzenöl und Leinöl besonders bewährt haben ist zudem bevorzugt, wenn eines der hierin beschriebenen öle als ein Bestandteil der Komponente b) eingesetzt wird und diesem öl solche Fettsäuren zugesetzt werden, welche in den bevorzugten vorgenannten ölen enthalten sind wie beispielsweise omega-Fettsäuren, Eicosapentaensäure, Docosahexaensäure, Linolsäure, Gamma-Linolensäure, Dihomo-Gamma-Linolensäure, Arachidonsäure und/oder α-Linolensäure.

Die folgenden Tabellen führen die bevorzugten Fettsäuren auf.

Tabelle 2: lineare gesättigte Carbonsäuren

Tabelle 3: Polyungesättigte Fettsäuren

Tabelle 4: Acetylenische Fettsäuren

Anstelle der reinen Fettsäuren mit 10 bis 25 Kohlenstoffatomen oder Mischungen dieser Fettsäuren können auch öle, Wachse oder Fette eingesetzt werden, welche diese Fettsäuren enthalten, vorzugsweise in einer Menge von mindestens 20 Gew.-%, weiter bevorzugt von mindestens 30 Gew.-%, noch weiter bevorzugt von mindesten 40 Gew.-% und insbesondere bevorzugt von mindestens 50 Gew.- %. Die erfindungsgemäß verwendeten insbesondere bevorzugten öle enthalten zudem vorzugsweise mindestens 5 Gew.-%, weiter bevorzugt mindestes 10 Gew.- %, noch weiter bevorzugt mindestes 15 Gew.-% und insbesondere bevorzugt mindestes 20 Gew.-% ungesättigte Fettsäuren und vorzugsweise omega- Fettsäuren.

Es soll hier betont werden, dass der erfindungsgemäße Nagellack auch ohne die Anwesenheit von pharmakologischen Wirkstoffen wirksam zur Behandlung von Nagelerkrankungen und Nagelinfektionen eingesetzt werden kann. Die Anwesenheit von pharmazeutischen Wirkstoffen ist optional jedoch nicht zwingend erforderlich, da die Wirkstoffkombination aus Harnstoff, Dexpanthenol und öl wie beispielsweise Sanddornöl bereits selbst eine gute Wirksamkeit gegen Nagelerkrankungen und Nagelinfektionen aufweist und auch gesunde Nägel vor Brüchigkeit und Sprödigkeit schützt.

Zum handelt es sich bei der erfindungsgemäßen Nagellackformulierung nicht vorrangig um eine medizinische Formulierung sondern um eine kosmetische und pflegende Formulierung, welche auch ohne einen pharmakologischen Wirkstoff zur Prophylaxe und Behandlung einiger Nagelerkrankungen geeignet ist und optional mit einem pharmakologischen Wirkstoff versetzt werden kann.

Die im erfindungsgemäßem Nagellack vorzugsweise verwendeten Fettsäuren können aus einer Gruppe umfassend oder bestehend aus ölsäure, Eicosapentaensäure, Timnodonsäure, Docosahexaensäure, Arachidonsäure, Linolsäure, α-Linolensäure, γ-Linolensäure, Dihomo-γ-Linolensäure sowie Mischungen der vorgenannten Fettsäuren ausgewählt werden, besonders bevorzugt ist γ-Linolensäure.

Die im erfindungsgemäßem Nagellack verwendeten öle können aus einer Gruppe bestehend aus Leinöl, Hanföl, Echiumöl, Trichodesmaöl, Johannisbeerkernöl, Maiskeimöl, Walnussöl, Rapsöl, Sojaöl, Sonnenblumenöl, Mohnöl, Safloröl (Färberdistelöl), Weizenkeimöl, Distelöl, Traubenkernöl, Nachtkerzenöl, Borretschöl, Schwarzkümmelöl, Algenöl, Fischöl, Lebertran, Nachtkerzenöl, Sanddornöl, Sanddomfruchtfleischöl und/oder Mischungen der vorgenannten Substanzen ausgewählt werden. Bevorzugt ist Nachtkerzenöl und besonders bevorzugt sind Sanddornöl, Sanddornkernöl, Sandornsamenöl und Sanddomfruchtfleischöl sowie zum Sanddornöl sehr ähnliche öle wie beispielsweise Leinöl.

Die öle und/oder die Fettsäuren mit 10 - 25 Kohlenstoffatomen, d.h. die Komponente b) kann im erfindungsgemäßen Nagellack in einer Konzentration von 0,1 - 40 Gew.-%, bevorzugt in einer Konzentration von 0,5 - 30 Gew.-%, weiter bevorzugt 1 - 20 Gew.-% und besonders bevorzugt in einer Konzentration von 1 - 10 Gew.-% enthalten sein.

Zudem ist bevorzugt, wenn die öle zusammen mit den eventuell zugesetzten 10 bis 25 Kohlenstoffatome enthaltenden Fettsäuren zusammen in einer Konzentration von 1 - 40 Gew.-%, bevorzugt in einer Konzentration von 5 - 30 Gew.-%, weiter bevorzugt 5 - 20 Gew.-% und besonders bevorzugt in einer Konzentration von 5 - 15 Gew.-% in dem Nagellack enthalten sind.

Weitere Bestandteile, welche optional im erfindungsgemäßen Nagellack enthalten sein können, werden im folgenden beschrieben.

Antiseptika können in Mengen bis zu 10 Gew.-% bezogen auf die Nagellackformulierung in dem Nagellack enthalten sein. Bevorzugt sind antiseptische Substanzen wie z.B. Alkohole und Phenole, wobei antiseptische öle besonders bevorzugt sind. Beispiele für antiseptische öle sind öle aus der Gruppe der Angelica fine und Angelica archangelica, Anis (Pimpinella Anisum), Benzoe siam (Styrax tokinensis), Cabreuva (Myrocarpus fastigiatus), Cajeput (Melaleuca leucadendron), Cistrose (Cistrus ladaniferus), Copaiba-Balsam (Copaifera reticulata), Costuswurzel (Saussurea discolor), Edeltannennadel (Abies alba), Elemi (Canarium luzonicum), Fenchel (Foeniculum dulce), Fichtennadel (Picea abies), Geranium (Pelargonium graveolens), Ho-Blätter (Cinnamonum camphora), Immortelle (Strohblume), Ingwer extra (Zingiber officinalis), Johanniskraut (Hypericum perforatum), Jojoba, Kamille deutsch (Matricaria recutita), Kamille blau fine (Matricaria chamomilla), Kamille röm. (Anthemis nobilis), Kamille wild (Ormensis multicaulis), Karotte (Daucus carota), Latschenkiefer (Pinus mugho), Lavandin (Lavendula hybrida), Litsea Cubeba (May Chang), Manuka (Leptospermum scoparium), Melisse (Melissa officinalis), Meerkiefer (Pinus pinaster), Myrrhe (Commiphora molmol), Myrthe (Myrtus communis), Neem (Azadirachta), Niaouli (MQV: Melaleuca quin, viridiflora), Palmarosa (Cymbopogom martini), Patchouli (Pogostemon patschuli), Perubalsam (Myroxylon balsamum var. pereirae), Raventsara aromatica, Rosmarin Rosmarinus officinalis, Rosenholz (Aniba rosae odora), Salbei (Salvia officinalis), Schachtelhalm (Equisetaceae), Schafgarbe extra (Achillea millefolia), Spitzwegerich (Plantago lanceolata), Styrax (Liquidambar orientalis), Tagetes (Ringelblume, Tagetes patula), Teebaum (Melaleuca altemifolia), Tolubalsam (Myroxylon Balsamum L.), Virginia-Zeder (Juniperus virginiana), Weihrauch (Olibanum: Boswellia carteri), Weisstanne (Abies alba).

Hautschützende öle können den erfindungsgemäß verwendeten essentiellen ölen und Fettsäuren in einer Menge von bis zu 20 Gew.-% bezogen auf die Nagellackformulierung zugesetzt werden. Als hautschützende öle dienen vorzugsweise Algenöl (Oleum Phaeophyceae), Aloe-Vera öl (Aloe vera brasiliana), Aprikosenkernöl (Prunus armeniaca), Arnikaöl (Arnica montana), Avocadoöl (Persea americana), Calendulaöl (Calendula officinalis), Camelliaöl (Camellia oleifera), Distelöl (Carthamus tinctorius), Erdnussöl (Arachis hypogaea), Haselnussöl (Corylus avellana), Johanniskrautöl (Hypericum perforatum), Jojobaöl (Simondsia chinensis), Karottenöl (Daucus carota), Kokosöl (Cocos nucifera), Kürbiskemöl (Curcubita pepo), Kukuinussöl (Aleurites moluccana),

Macadamianussöl (Macadamia ternifolia), Mandelöl (Prunus dulcis), Meadowfoamöl (Limnanthes alba), Olivenöl (Olea europaea), Pfirsichkernöl (Prunus persica), Rapsöl (Brassica oleifera), Rizinusöl (Ricinus communis), Sesamöl (Sesamium indicum), Sonnenblumenöl (Helianthus annus), Traubenkernöl (Vitis vinifera), Walnussöl (Juglans regia), Weizenkeimöl (Triticum sativum), Gold Of Pleasure Camelina Sativa, Kemiriöl (Aleurites moluccana), Passionsblumenöl (Passiflora Incarnata) und Reiskeimöl (Oryza Sativa).

Konservierungsmittel werden bevorzugt in einer Menge von 0,5 - 10 Gew.-% bezogen auf die gesamte Nagellackformulierung eingesetzt.

Beispiele für Konservierungsmittel sind Germaben (Sutton Labs of Chatham), Ameisensäure, Propylenglykol, Methylparaben, Ethylparaben, Propylparaben, Butylparaben, Isobutylparaben, Diazolylidinylharnstoff, p-Hydroxybenzoat, o- Cymen-5-ol, 2-Brom-2-nitropropan-1 ,3-diol, Chlorphenesin, Methyldibrom- Glutarnitril, lodpropinyl-Butylcarbamat, Methyl-isothiazolinon, Butylenglykol, DMDM Hydantoin, Imidazolidinylharnstoff, Triclosan, 5-Brom-5-nitro-1 ,3-dioxane, Natriummethylparaben, Natriumbenzoat und Sorbinsäure.

Duftstoffe können in Mengen von 0,01 bis 1 ,0 Gew.-% und Farbstoffe ebenfalls in einer Menge von 0,01 bis 1 ,0 Gew.-% bezogen auf die Gesamtmenge der Nagellackformulierung verwendet werden. Beispiele für Gesuchsstoffe sind Vanillin, Zitronenextrakt, Orangenextrakt, Benzylacetat, Phenoxyethylisobutyrat, p- tert.-Butylcyclohexylacetat, Linalylacetat, Dimethylbenzyl-carbinylacetat, Phenylethylacetat, Linalylbenzoat, Benzylformiat, Ethylmethylphenyl-glycinat, Allylcyclohexylpropionat, Styrallylpropionat, Benzylsalicylat, Citral, Citronellal, Citronellyloxyacetaldehyd, Cyclamenaldehyd, Hydroxycitronellal, Lilial, Bourgeonal, Jonone, Isomethylionon, Methyl-cedrylketon, Anethol, Citronellol, Eugenol, Geraniol, Linalool, Phenylethylalkohol, Terpineol, Terpene wie Limonen und Pinen, Düftöle wie beispielsweise Pineöl, Muskateller, Nelkenöl, Zimtblätteröl, Lindenblütenöl, Wacholderbeeröl, Vetiveröl, Galbanumöl, Labdanumöl, Orangenblütenöl, Orangenschalenöl. Bevorzugt Duftstoffe sind Johanniskraut, Lavandin, Melisse, Weihrauch, Benzoe, Eucalyptus, Thymian, Limette, Minze, Grapefruit, Zitrone, Petitgrain, Bergamotte, Citronella, Latschenkiefer, Pfefferminze, Ysop oder Lavendel, Kamille, Lavendel, Melisse, Neroli, Sandelholz, Rose, Geranie, Weihrauch, Vanille, Ylang-Ylang, Jasmin, Moschus, Sandelholz, Tonkabohne, Zimtrinde, Senföl, Gaultheria, Lorbeeröl, Rosmarinöl, Campher, Thymian, Arnika.

Als Farbstoffe dienen beispielsweise Farbpigmente und Perlglanzmittel.

Antioxidantien wie beispielsweise Butylhydroxytoluol (BHT), Cystein, schwefelhaltige Amino/Iminosäuren, Polyphenole, Traubenkernextrakt, oligomeres

Procyanidin, Coenzym Q 10 , Vitamin C und/oder Carotinoide wie z.B. ß-Carotin, α-

Carotin, Lycopin, ß-Cryptoxanthin, Lutein und Zeaxanthin können dem Nagellack in Mengen von 0,01 bis 8 Gew.-%, weiter bevorzugt in einer Menge von 0,05 bis

10 Gew.-% und insbesondere bevorzugt in einer Menge von 0,1 bis 5 Gew.-% zugesetzt werden.

Antioxidantien können aus der Gruppe ausgewählt werden bestehend aus Aminosäuren (z.B. Glycin, Histidin, Tyrosin, Tryptophan) und deren Derivate, Imidazole (z.B. Urocaninsäure) und deren Derivate, Peptide wie D,L-Carnosin, D- Camosin, L-Carnosin und deren Derivate (z.B. Anserin), Carotinoide, Carotine und deren Derivate, Chlorogensäure und deren Derivate, Aurothioglucose, Propylthiouracil und andere Thiole (z.B. Thioredoxin, Glutathion, Cystein, Cystin, Cystamin und deren Glycosyl-, N-Acetyl-, Methyl-, Ethyl-, Propyl-, Amyl-, Butyl- und Lauryl-, Palmitoyl-, Oleyl-, gamma-Linoleyl-, Cholesteryl- und Glycerylester) sowie deren Salze, Dilaurylthiodipropionat, Distearylthiodipropionat, Thiodipropionsäure und deren Derivate (Ester, Ether, Peptide, Lipide, Nukleotide, Nukleoside und Salze) sowie Sulfoximinverbindungen (z.B. Buthioninsulfoximine, Homocysteinsulfoximin, Buthioninsulfone, Penta-, Hexa-, Heptathioninsulfoximin), ferner (Metall)- Chelatoren (z.B. [alpha]-Hydroxyfettsäuren, Palmitinsäure, Phytinsäure, Lactoferrin), [alpha]-Hydroxysäuren (z.B. Citronensäure, Milchsäure, Apfelsäure), Huminsäure, Gallensäure, Gallenextrakte, Bilirubin, Biliverdin, EDTA, EGTA und deren Derivate, ungesättigte Fettsäuren und deren Derivate (z.B. gamma-Linolensäure, Linolsäure, ölsäure), Folsäure und deren Derivate, Furfurylidensorbitol und dessen Derivate, Ubichinon und Ubichinol und deren Derivate, Vitamin C und Derivate (z.B. Ascorbylpalmitat, Mg-Ascorbylphosphat, Ascorbylacetat), Vitamin E (Tocopherole und Derivate, z.B. Vitaminin-E-acetat), sowie Koniferylbenzoat des Benzoeharzes, Ferulasäure, Furfurylidenglucitol, Carnosin, Butylhydroxytoluol, Butylhydroxyanisol, Nordihydroguajakharzsäure, Nordihydroguajaretsäure, Trihydroxybutyrophenon, Harnsäure und deren Derivate, Mannose und deren Derivate, Zink und dessen Derivate (z.B. ZnO, ZnSO 4 ) Selen und dessen Derivate (z.B. Selenmethionin) sowie Stilbene und deren Derivate (z.B. Stilbenoxid, Trans-Stilbenoxid).

Permeationsförderer können in Mengen von 0,1 bis 10 Gew.-%, bevorzugt von 0,1 bis 5 Gew.-% bezogen auf die gesamte Menge des Nagellacks zugesetzt werden.

Permeationsförderer begünstigen die Permeation von Stoffen insbesondere Wirkstoffen durch die Haut und durch den Nagel, damit ein Wirkstoff unter den Finger- oder Fußnagel gelangt wo die Nagelerkrankung ihre Entstehung hat beispielsweise aufgrund von Viren, Bakterien, Pilzen, Parasiten oder Infektionen. Somit erhöhen Permeationsförderer die Durchtrittsrate von Wirkstoffen durch biologische Membranen bzw. biologische Barrieren. Die Permeationsförderung kann beispielsweise nach der Methode von Merrit et al. (Diffusion Apparatus for Skin Penetration, J. Controlled Release, 1984, 1 , 161-162) bestimmt werden.

Geeignete Permeationsförderer umfassen beispielsweise Fettsäureester, Fettsäurealkohole, 2-(2-Ethoxyethoxy)-ethanol, Glycerinester, Glycerinmonolaurat,

Propylenglykol, Polyethylenglykol, ungesättigte polyglycolierte Glyceride (Labrafil

M1944CS ® , Gattefosse), gesättigte Polyglyceride (Labrasol ® , Gattefosse),

Teilglycerid von Ricinolsäure (Softigen ® , Hüls), Labrafac Hydra WL1219 ®

(Gattefosse), Estasan ® (Gattefosse), α-Hydroxysäuren, Dimethylsulfoxid, Decylmethylsulfoxid, Pyrrolidon, Salicylsäure, Milchsäure, Myristol,

Isopropylmyristat, Dimethylformamid, Dimethylacetamid, Natriumdodecylsulfat,

Phospholipide, Transcutol ® (Gattefosse), Eutanol ® (Henkel), sowie Mischungen enthaltend ölsäure / 2-(2-Ethoxyethoxy)-ethanol, ölsäure / Labrafil ® , and ölsäure /

Labrafac ® (Gattefosse), vorzugsweise in einem Verhältnis von 1 :1. Als Permeationsförderer können auch bestimmte Enzyme eingesetzt werden, welche die Permeation von Chemikalien durch einen harten Nagel oder Keratingewebe begünstigen.

Hyaluronsäure ist ein ebenfalls natürlich vorkommendes Biopolymer, welches die Fähigkeit besitzt, relativ zur eigenen Masse sehr große Mengen an Wasser zu binden. Im Körper kommt es u. a. in der Synovialflüssigkeit vor. Hyaluronsäure kann in einer Menge von 0,1 bis 10 Gew.-% und bevorzugt von 0,5 bis 5 Gew.-% bezogen auf die Gesamtmenge des Nagellacks zugesetzt werden.

Das oder die keratolytischen Mittel werden bevorzugt in einer Menge von 1 bis 10 Gew.-% bezogen auf das Gesamtgewicht des Nagellacks eingesetzt. Keratolytisch bedeutet "hornlösend" bzw. "abschuppend". Dieser Begriff bezeichnet die Eigenschaft solcher Mittel, die Hornschicht der Haut zu lösen.

Beispiele für keratolytische Mittel sind Salicylsäure, Essigsäure, Glykolsäure, Ammoniumsulfit und Kombinationen davon.

Bindemittel bzw. Filmbildner zur Verdickung des Nagellacks und zur Ausbildung eines gleichmäßigen Films können auch in Mengen von 0,1 Gew.-% bis 10 Gew.- % bezogen auf die Gesamtmasse eingesetzt werden.

Geeignete Bindemittel bzw. Filmbildner sind vorzugsweise Stoffe auf Cellulosebasis wie Cellulosenitrat oder Ethylcellulose oder physiologisch unbedenkliche Polymerisate davon, Polyvinylacetat, partiell verseiftes Polyvinylacetat, Mischpolymerisate aus Vinylacetat und Acrylsäure oder Crotonsäure oder Maleinsäuremonoalkylester, ternäre Mischpolymerisate aus Vinylacetat und Crotonsäure und Vinylneodecanoat, oder Crotonsäure und Vinylpropionat, Mischpolymerisate aus Methylvinylether und

Maleinsäuremonoalkylester, insbesondere als Maleinsäuremonobutylester, Mischpolymerisate aus Fettsäurevinylester und Acrylsäure oder Methacrylsäure, Mischpolymerisate aus N-Vinylpyrrolidon, Methacrylsäure und Methacrylsäurealkylester, Mischpolymerisate aus Acrylsäure und Methacrylsäure oder Acrylsäurealkylester oder Methacrylsäurealkylester, insbesondere mit einem Gehalt an quartären Ammoniumgruppen, oder Polymere, Copolymere oder Mischungen, enthaltend Ethylacrylat, Methylmethacrylat oder Trimethylammonioethylmethacrylat-chlorid, oder Polyvinylacetale und Polyvinylbutyrale, alkylsubstituierte Poly-N-vinylpyrrolidone, Alkylester aus Mischpolymerisaten aus Olefinen und Maleinsäureanhydrid, Umsetzungsprodukte von Kolophonium mit Acrylsäure sowie Benzoeharze, Chitosan und Luvimer 100 ® . In den Estern sind die Alkylreste gewöhnlich kurzkettig und haben meistens nicht mehr als vier C-Atome. Derartige Stoffe werden hierin auch als polymerbildende oder filmbildende Substanzen bezeichnet.

Zu den Bindemitteln bzw. Filmbildnern zählen auch wasserlösliche Polymere wie beispielweise ionische Polyamide, Polyurethane und Polyester sowie Homo- und Copolymere von ethylenisch ungesättigten Monomeren. Derartige Stoffe sind zum Beispiel unter den Handelsnamen Acronal ® , Acudyne ® , Amerhold ® , Amphome ® , Eastman AQ ® , Lovocryl ® , Luviflex VBM ® , Luvimer ® , Luviset P. U. R. ® , Luviskol ® , Luviskol Plus ® , Stepanhold ® , Ultrahold ® , Ultrahold Strang ® oder Versatylr ® . Bei Luvimer ® handelt es sich um ein Polyacrylat als Hair Styling-Polymer entwickelt von der Firma BASF AG.

Im Besonderen sei hier Chitosan genannt, ein natürlich vorkommendes Biopolymer und Abkömmling des Chitins, das durch alkalische Hydrolyse von Chitin z.B. mit Kalilauge gewonnen werden kann. In der vorliegenden Erfindung dient es dazu, fettähnliche Substanzen wasserlöslicher zu machen. Chitosan kann in einer Menge von 1 bis 10 Gew.-% und bevorzugt von 3 bis 6 Gew.-% bezogen auf die Gesamtmenge des Nagellacks zugesetzt werden.

Thiolierte Polymere, d.h. Polymere mit Thiol-Seitenketten, so genannte „Thiomere" können ebenfalls im erfindungsgemäßen Nagellack enthalten sein. Wirkstoffe besitzen eine bessere Anhaftung an diese Stoffgruppe und können so besser zum Wirkort transportiert werden.

Zusätzlich kann der Nagellack noch Lipide aus einfach oder/und mehrfach gesättigten Fettsäuren enthalten, vorzugsweise mit einer Kettenlänge von 10 bis

25 Kohlenstoffatomen oder Phospholipide. Beispiele solcher Phospholipide sind:

Phosphatidylcholin, Phosphatidylserin, Phosphatidylglycerol,

Dipalmitoylphosphatidylserin, Dipalmitoylphosphatidylcholin und/oder

Dimyristoylphosphatidylcholin, wobei Phosphatidylcholin und Phosphatidylserin besonders bevorzugt sind.

Wird die Aminosäure Serin an die Phosphatgruppe gebunden, so gelangt man zum Serinkephalin, welches auch als Phosphatidylserin bezeichnet wird und folgende Struktur besitzt:

Phosphatidylserin

Das Phosphatidylserin enthält zwei beliebige Fettsäurereste, welche mit dem Glycerinrest verestert sind. Handelt es sich beispielsweise um zwei Palmitoyl- fettsäurereste, so erhält man Dipalmitoylphosphatidylserin folgender Struktur

Dipalmitoylserinkephalin

Cholin wird insbesondere als Neurotransmitter-Vorstufe verwendet und hat folgende Struktur

θ HO-CH 2 - CH 2 - N(CH 3 ) 3

Cholin

Neben dem mindestens einen Lipid oder mindestens einen Phospholipid kann die Formulierung des Nagellackentferners auch noch mindestens eine schwefelhaltige Aminosäure und/oder mindestens eine schwefelhaltige Iminosäure oder Mischungen dieser Säuren und Lipide enthalten. Diese Stoffe oder Stoffgemische sind in einer Menge von bis zu 10 Gew.-% in dem Nagellackentferner enthalten.

Beispiele für schwefelhaltige Aminosäuren oder Iminosäuren sind Cystein, Cystin, Methionin, Thioprolin, 4-Hydroxythioprolin, Thiazolidincarbonsäure sowie das Tripeptid Gluthathion sowie alle möglichen chiralen Isoformen und racemischen Mischungen der vorgenannten Verbindungen, wobei die racemischen Einzelkomponenten in beliebigen Verhältnissen vorkommen können, zusätzlich umfassend alle möglichen D/L-Formen und R/S-Formen der vorgenannten Verbindungen.

Geruchs- und Farbstoffe, sofern vorhanden, machen vorzugsweise zusammen nur einen Gewichtsanteil von vorzugsweise weniger als 2 Gew.-% und insbesondere bevorzugt weniger als 1 Gew.-% aus.

Konservierungsmittel, Permeationsförderer, keratolytische Mittel und Bindemittel sofern vorhanden machen in Bezug auf die Nagellackformulierung vorzugsweise

nicht mehr als 20 Gew.-%, weiter bevorzugt nicht mehr als 15 Gew.-% und insbesondere bevorzugt nicht mehr als 10 Gew.-% aus.

In der erfindungsgemäßen Nagellackformulierung sind die Bestandteile Konservierungsmittel, Geruchsstoff, Permeationsförderer, Farbstoff und/oder Bindemittel bevorzugt in einer Menge von 0,01 Gew.-% bis 30 Gew.-% und insbesondere bevorzugt in einer Menge von 0,1 Gew.-% bis 10 Gew.-% des Nagellacks enthalten.

Darüber hinaus kann der Nagellack noch Substanzen in einer Gesamtmenge von bis zu 10 Gew.-% vorzugsweise bis zu 5 Gew.-% enthalten, ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus oder umfassend Weichmacher auf Phthalat- oder Campherbasis, Sedimentationsverzögerer, Sulfonamidharze, Silikate, Lanolinderivate, Lichtschutzmittel wie 2-Hydroxy-4-methoxybenzophenon, Ester und Salze der Thioglykolsäure, Allantoin und/oder Enzyme.

Neben diesen weiteren Bestandteilen der Nagellackformulierung kann der Nagellack natürlich auch einen oder mehrere antimykotisch oder antiviral oder antibakteriell oder antimikrobiell oder antiinfektiös oder antipsoriatisch oder antiparasitär wirkende Substanzen enthalten.

Die mindestens eine Wirksubstanz oder die Kombination von Wirksubstanzen kann dem Nagellack vorzugsweise in einer Menge von 0,01 bis 8 Gew.-%, weiter bevorzugt in einer Menge von 0,05 bis 6 Gew.-% und insbesondere bevorzugt in einer Menge von 0,1 bis 4 Gew.-% zugesetzt werden.

Beispiele für die mindestens eine antimykotisch wirkende oder mindestens eine antiviral wirkende oder mindestens eine antibakteriell wirkende oder mindestens eine antimikrobiell wirkende oder mindestens eine antiinfektiös wirkende oder mindestens eine antipsoriatisch wirkende oder mindestens eine antiparasitär wirkende Substanz können aus der Gruppe ausgewählt werden umfassend oder bestehend aus

- (+)-cis-2,6-Dimethyl4-[2-methyl-3-(p-tert-pentyl-phenyl)prop yl]morpholin (Amorolfin)

- Amphotericin

- 6-Cyclohexyl-1 -hydroxy4-methyl-2(1 H )-pyridinon (Ciclopirox, Batrafen ® , Aventis Pharma)

- Bis-phenyl-(2-chlorphenyl )-1-imidazolylmethan (Clotrimazol)

- 1 -[2-(2,4-Dichlorphenyl)-2-(4-chlorbenzyloxy)-ethyl]-imidazol (Econazol)

- 2,4-Difluor-α,α-bis(1 H-1 ,2,4-triazol-1-ylmethyl)benzylalkohol (Fluconazol .Diflucan ® )

- 5-Fluorcytosin (Flucytosin) - y-Chlor-trimethoxy-methylspiro-tbenzofuran-cyclohexenl-dion (Griseofulvin)

- 1 -[2,4-Dichlor-ss-(2,6-dichlorbenzyloxy)-phenethyl]-imidazol (Isoconazol)

- (±)-1 -sec-Butyl-4-{4-[4-(4-{[(2R*,4S*)-2-(2,4-dichlorphenyl)-2-(1 ,2,4-triazol- 1-ylmethyl)-1 ,3-dioxolan-4-yl]methoxy } phenyl )-1 -piperazinyl]phenyl} 4,5- dihydro-1 ,2,4-triazol-5-on (Itraconazol) - (±)-cis-1 -Acetyl-4-{4-([2-(2,4-dichlorphenyl)-2-(1 H-imidazol-1 -ylmethyl)-1 ,3- dioxolan-4-yl]methoxy)phenyl piperazin (Ketoconazol)

- 1 -[2,4-Dichlor-ß-(2,4-dichlorbenzyloxyl)-phenethyl]-imidazol (Miconazol)

- (E)-N-Cinnamyl-N-methyl-i-naphthylnnethylamin (Naftifin)

- Nystatin - (E)-N-(6,6-Dimethyl-2-hepten-4-inyl)-N-methyl-1 -naphthylmethylamin

(Terbinafin)

- 1 [2-{(2-Chlor-3-thienyl)methoxy}-2-(2,4-dichlorphenyl)ethyl]- 1 H-imidazol (Tioconazol)

- O-2-Naphthyl-N-methyl-N-(3-tolyl)-thiocarbamat (Tolnaftat) - α-(2,4-Difluorophenyl)-5-fluoro-ss-methyl-α-(1 H-1 ,2,4-triazol-1-ylmethyl)4- pyrimidinethanol (Voriconazol)

- Pentamycin

- Sertaconazol

Bevorzugt sind folgende Antimykotika und ihre physiologisch verträglichen

Salze:

- 2,4-Difluor-α,α-bis(1 H-1 ,2,4-triazol-1 -ylmethyl)benzylalkohol (Fluconazol)

- (±)-1-sec-Butyl-4-{4-[4-(4-{[(2R*,4S*)-2-(2,4-dichlorphenyl )-2-(1 ,2,4-triazol- 1 -ylmethyl)-1 ,3-dioxolan-4-yl]methoxy}phenyl)-1 -piperazinyl]phenyl}-4,5 dihydro-l ,2,4-triazol-5-on (Itraconazol)

6-Cyclohexyl-1 -hydroxy4-methyl-2(1 H )-pyridinon (Ciclopirox, Batrafen ® , Aventis Pharma)

- (+)-cis-2,6-Dimethyl4-[2-methyl-3-(p-tert-pentyl-phenyl)prop yl]morpholin (Amorolfin)

- Bis-phenyl-(2-chlorphenyl )-1-imidazolylmethan (Clotrimazol)

- 1 -[2-(2,4-Dichlorphenyl)-2-(4-chlorbenzyloxy)-ethyl]-imidazol (Econazol)

- Pentamycin

- (+)-cis-1 -Acetyl-4-{4-([2-(2,4-dichlorphenyl)-2-(1 H-imidazol-1 -ylmethyl)-1 ,3 dioxolan-4-yl]methoxy)phenyl piperazin (Ketoconazol)

- 1 -[2,4-Dichlor-ss-(2,4-dichlorbenzyloxyl)-phenethyl]-imidazol (Miconazol)

- (E)-N-(6,6-Dimethyl-2-hepten-4-inyl)-N-methyl-1-naphthylmeth ylamin (Terbinafin)

- α-(2,4-Difluorophenyl)-5-fluoro-ß-methyl-α-(1 H-1 ,2,4-triazol-1 -ylmethyl)4- pyrimidinethanol (Voriconazol)

- Sertaconazole

Geeignete Wirkstoffe sind beispielsweise folgende Antibiotika und ihre physiologisch verträglichen Salze:

- α-Amino-4-hydroxybenzylpenicillin (Amoxicillin)

- D-(-)-a-Aminobenzylpenicillin (Ampicillin) - S.S-Dimethyl^-oxo-θ-phenylacetamido^-thia-i-azabicyclo-tS^. Ol-heptan^ carbonsäure (Benzylpenicillin)

- Benzylpenicillin-Benzathin

- 3-Chloro-7-D(2-phenylglycinamido)-cephalosporansäure (Cefaclor)

- 7ß-[D-2-Amino-(4-hydroxyphenyl)-acetylamino]-3-methyl- cephalosporansäure (Cefadroxil)

- Amino-phenylacetamido-methyl-cephalosporansäure (Cefalexin)

- D(-)-threo-2-dichloracetamido-1 -(4-nitrophenyl)-1 ,3-propandiol (Chloramphenicol)

- 1 -Cyclopropyl-6-fluor-i ,4-dihydro4-oxo-7-(1 -piperazinyl)-3- chinolincarbonsäure (Ciprofloxacin)

- (Z)-(2R,5R)-3-(2-Hydroxyethyliden)-7-oxo4-oxa-1-azabicyclo[3 .2.0]heptan 2-carbonsäure (Clavulansäure)

- 7-Chlor-7-desoxy-l-incomycin (Clindamycin)

- 6-Desoxy-5-hydroxytetracyclin (Doxycyclin) - 1 -Ethyl-6-fluor-1 ,4-dihydro-4-oxo-7-(1 -piperazinyl)-1 ,8-naphthyridin-3 carbonsäure (Enoxacin)

- Erythromycin

- 3-(2-Chlor-6-fluorphenyl)-5-methyl4-isoxazolyl penicilin (Flucloxacillin)

- Kanamycin - Lincomycin

- 7-Dimethylamino-6-desoxy-6-desmethyltetracyclin (Minocyclin)

- 6-(2-ethoxy-1 -naphthamido)-penicillin (Nafcillin)

- 1 -Ethyl-1 ,4-dihydro-7-methyl-4-oxo-1 ,8-naphthyridin-3-carbonsäure (Nalidixinsäure)

- Neomycin

- 1 -Ethyl-6-fluoro-1 ,4-dihydro-4-oxo-7-(1 -piperazinyl)-3-chinolincarboxylsäurθ (Norfloxacin)

- (±)-9-Fluor-2,3-dihydro-3-methyl-10-(4-methyl-1 -piperazinyl)-7-oxo-7H pyrido[1 ,2,3-de][1 ,4]benzoxazin-6-carbonsäure (Ofloxacin)

- 6-(5-Methyl-3-phenyl4-isoxazolcarboxamido)penicillansäure (Oxacillin)

- 6-Phenoxyacetylamino-penicillansäure (Phenoxymethylpenicillin)

- 4-Dimethylamino-octahydro-pentahydroxy-1 ,11 -dioxo-6-methyl-naphtacen- 2 Carbamid (Tetracyclin) - Pentamycin

- Levolfoxacin

- Tobramycin

Bevorzugt sind folgende Antibiotika und ihre physiologisch verträglichen Salze:

- 1 -Ethyl-6-fluoro-1 ,4-dihydro-4-oxo-7-(1 -piperazinyl)-3-chinolincarboxylsäure (Norfloxacin)

- (±)-9-Fluor-2,3-dihydro-3-methyl-10-(4-methyl-1 -piperazinyl)-7-oxo-7H pyrido[1 ,2,3-de][1 ,4]benzoxazin-6-carbonsäure (Ofloxacin) - Pentamycin

- Levofloxacin

- Tobramycin

Geeignete Wirkstoffe sind beispielsweise folgende Antiseptika:

- Alkylbenzyldimethylammoniumchlorid (Benzalkoniumchlorid)

- N-Benzyl-N, N-dimethyl-2-{2-[p-(1 ,1 ,3,3,-tetramethylbuthyl)-phenoxyethoxy) -ethylammoniumhydroxid (Benzethoniumchlorid)

- Cetyltrimethylammoniumhydroxid (Cetrimoniumbromid) - 1 ,1'-Hexamethylen-bis-[5-(p-chlorphenyl)-biguanid] (Chlorhexidin)

- N',N'-Dekamethylen-bis-(4-aminochinaldiniumhydroxid) (Dequaliniumchlorid)

- N-(4-Chlorphenyl )-N"-(3,4-dichlorphenyl)harnstoff (Triclocarban)

- 5-Chlor-2-(2,4-dichlorphenoxy)phenol (Triclosan)

Bevorzugt ist folgendes Antiseptikum:

1 ,1-Hexamethylen-bis-[5-(p-chlorphenyl)biguanid] (Chlorhexidin)

Geeignete Wirkstoffe sind beispielsweise folgende Kortikosteroide und ihre physiologisch verträglichen Salze:

- 9α-Chlor-16ß-methylprednisolon (Beclomethason) - 9-Fluor-11 ß,17,21-trihydroxy-16ss-methyl-1 ,4-pregnadien-3,20-dion

(Betamethason)

- 21-Chlor-9-fluor-11 ß,17-dihydroxy-16ß-methyl-1 ,4-pregnadien-3,20-dion (Clobetasol)

- 17,21-Dihydroxy-pregn-4-en-3,11,20-trion (Cortison) - 11 ß,16α,17α,21-Tetrahydroxy-1 ,4-pregnadien-3,20-dion-16,17-acetonacetal

(Desonid)

- 9-Fluor-11 ß-17,21-trihydroxy-16α-methylpregna-1 ,4-dien-3,20-dion (Dexamethason)

- 9α,11 ßDichloro-6α-fluoro-21-hydroxy-16α,17α-(isopropylidendio xy)-pregna- 1 ,4-dien-3,20-dion (Flucloronid)

- 6α,9α-Difluor-16α,17α-isopropylidendioxy-corticosteron (Fluocinolonacetonid)

- 6α,9α-Difluor-16α,17α-isopropylidendioxy-corticosteron-a cetat (Fluocinonid)

- 6α-Fluor-11ss,21-dihydroxy-16α,17-isopropylidendioxy-4-pre gnen-3,20-dion (Fludroxycortid)

- 3-(2-chloroethoxy)-9α-fluoro-6-formyl-11ss,21-dihydroxy-16Î ±,17α- isopropylidendioxypregna-3,5-dien-20-on (Formocortal)

- 21 -Chlor-9α-fluor-11 ss-hydroxy-16α,17α-isopropylidendioxy-4-pregnen- 3,20-dion (Halcinonid) - 17α-Hydroxycorticosteron (Hydrocortison)

- 11 ß,17,21-Trihydroxy-6α-methyl-1 ,4-pregnadien-3,20-dion (Methylprednisolon)

- 11 ß,17,21-Trihydroxy-pregna-1 ,4-dien-3,20-dion (Prednisolon)

- 17α,21-Dihydroxy-pregna-1 ,4-dien-3,11 ,20-trion (Prednison) - 9-Fluor-16α-hydroxyprednisolon (Triamcinolon)

- Triamcinolon-16α,17α-acetonid (Triamcinolonacetonid)

- Prednicarbat

Bevorzugt sind folgende Kortikosteroide und ihre physiologisch verträglichen Salze:

- 11ß,16α,17α,21-Tetrahydroxy-1 ,4-pregnadien-3,20-dion-16,17-acetonacetal (Desonid)

- 9a,11 ß-Dichloro-6α-fluoro-21-hydroxy-16α,17α-(isopropylidendi oxy)-pregna 1 ,4-dien-3,20-dion (Flucloronid)

- 6α,9α-Difluor-16α, 17α-isopropylidendioxy-corticosteron (Fluocinolonacetonid)

5 - θα.θα-Difluor-iöα.^α-isopropylidendioxy-corticosteron -acetat (Fluocinonid)

- 6α-Fluor-11ß,21-dihydroxy-16α,17-isopropylidendioxy-4-pre gnen-3,20-dion (Fludroxycortid)

- 3-(2-chloroethoxy)-9α-fluoro-6-formyl-11 ß,21 -dihydroxy-16α,17α- isopropylidendioxypregna-3,5-dien-20-on (Formocortal)

10 - 21-Chlor-9α-fluor-11 ß-hydroxy-16α,17α-isopropyiidendioxy-4-pregnen-

3,20-dion (Halcinonid)

- Triamcinolon-16α,17α-acetonid (Triamcinolonacetonid)

- Prednicarbat

15 Geeignet sind auch Wirkstoffkombinationen von Kortikosteroiden mit

Antimykotika, Antibiotika oder Antiseptika. Ein bevorzugtes Beispiel davon ist:

- (±)-cis-1 -Acetyl-4-{4-([2-(2,4-dichlorphenyl)-2-(1 H-imidazol-1 -ylmethyl)-1 ,3- dioxolan-4-yl]methoxy)phenyl piperazin (Ketoconazol)

ZλJ zusammen mit

- 11 ß,16α, 17α,21 -Tetrahydroxy-1 ,4-pregnadien-3,20-dion-1 ,6,17- acetonacetal (Desonid).

25

Als weitere Wirkstoffe können enthalten sein:

Butoconazol, Enilconazol, Fenticonazol, Sulconazol, lodoquinol, Rimoprogin, Griseofulvin, Tioconazole, Isoconazol, Terconazol, Oxiconazol, Salicylsäure, Glukokortikoide wie beispielsweise Alclometasondipropionat, Amcinonid,

30 Beclomethasondipropionat, Bendacort, Betamethasonbenzoat,

Betamethasondipropionat, Betamethasonvalerat, Budesonid, Chlorquinaldol, Clioquinol, Clobetasolpropionat, Clobetasonbutyrat, Desoximetason, Dichlorison, Diflorasondiacetat, Diflucortolonvalerat, Difluprednat, Dimethylfumarat, Dithranol, Psoralene, Acitretin, Tazaroten, Methotrexat, Ciclosporin, Fluazacort,

35 Flucinolonacetonid, Fluclorolonacetonid, Flumathasonpivalat,

Fluocinolonacetonide, Fluocortolon, Fluormetholon, Flupameson, Flupredniden, Fluprednidenacetat, Flurandrenolid, Halometason, Hydrocortamat, Hydrocortisonbutyrat, Methylprednisolonaceponat, Mometasonfuroat, Tixocortol, Triamcinolonacetonid, Neomycin, Kanamycin, Gentamycin, Amantadin, Aciclovir,

40 Penciclovir, Brivudin, Idoxuridin, Trifluridin, Vidarabin, Tromantadin, Ganciclovir,

Cidofovir, Foscarnet, 5-Fluorouracil, Cytarabin, Gemcitabin sowie Salze der vorgenannten Substanzen. Die Glukokortikosteroide können sowohl als freie Alkohole als auch in Form ihrer Ester zugegen sein.

Der erfindungsgemäße Nagellack kann in der Konsistenz eines dünnflüssigen Lacks oder eines viskoseren Lacks als auch einer dickflüssigen Formulierung, einer Salbe oder einer Creme hergestellt werden, je nach Art und Menge des oder der Lösungsmittel und der Zusätze.

Der erfindungsgemäße Nagellack kann appliziert werden mittels Spender, Tube, Stift, Zerstäuber, Bürste, Pinsel, Quast, Schwamm, Zellstoff, Gewebe, Aufkleber, Nagelpflaster, Sprühflasche oder Tropfenspender.

Dementsprechend kann der Nagellack abgefüllt in Flaschen, Tuben, Spendern, Dosen oder aufgebracht bzw. eingebracht in Zellstoff oder Gewebe in Form von Nagelpflastern vermarktet werden.

Der erfindungsgemäße Nagellack mit oder ohne phamakologischen Wirkstoff eignet sich hervorragend zur Behandlung von Erkrankungen und Infektionen der Fußnägel und Fingernägel als auch von Haaren und Haut. Somit ergibt sich eine zwangsläufig topische Anwendung des erfindungsgemäßen Nagellacks.

Die adressierten Erkrankungen werden oftmals durch Viren, Bakterien, Parasiten und insbesondere durch Pilze ausgelöst, können aber auch durch Chemikalien, beispielsweise aus Putzmitteln oder Farben oder durch Arzneimittelunverträglichkeiten gegenüber Antibiotika, antikoagulativen Mitteln, ACE-Hemmern, Betablockern, Thiaziden oder Zytostatika, verursacht werden.

Zu den wichtigsten Pilzen, welche Nagelpilzinfektionen (Onychomykose) verursachen zählen Hefepilze beispielsweise der Candida species als auch Dermatophyten wie z.B. Trichophyton, Microsporum und Epidermophyton.

Dermatophyten sind eine spezielle Gruppe von Pilzen, die sich auf ein Wachstum in Fuß- und Fingernägeln, in der Haut und den Haaren spezialisiert haben. Sie bilden Enzyme wie Keratinasen, Elastasen und Kollagenasen, wodurch es ihnen möglich ist, die Proteine und Strukturen im Nagel, der Haut und den Haaren aufzulösen, sich anzusiedeln und somit Infektionen auszulösen. Eine Infektion durch Dermatophyten wird medizinisch als „Tinea" bezeichnet. Nach den

Körperregionen werden z. B. Tinea pedis (Fuß, Tinea pedum), Tinea manuum (Hand, Tinea manum), Tinea capitis (Kopf), Tinea corporis (Oberkörper), Tinea barbae (Bart) und Tinea faciei (Gesicht) unterschieden.

Erkrankungen der Nägel als auch der Haare und der Haut können durch endogene Ursachen, wie z. B. Neurodermitis (atopische Ekzeme) oder Psoriasis, aber auch durch exogene Ursachen, wie z. B. durch Pilzinfektionen, bakterielle (Staphylokokken) oder virale Infektionen ausgelöst werden.

Des Weiteren entstehen Erkrankungen der Nägel auch durch Fehlfunktionen der Niere, Herzfehler und Avitaminose als auch durch idiopathische Ursachen. Auch der Kontakt mit Chemikalien wie beispielsweise Säuren und Basen oder Oxidationsmitteln sowie Verbrennungen und Verätzungen oder physikalische Einflüsse aufgrund von mechanischem Stress können zu Nagelerkrankungen bzw. Veränderungen von Nägeln führen.

Beispiele für derartige Erkrankungen und Infektionen der Nägel sind virale Nagelinfektionen, bakterielle Nagelinfektionen, parasitäre Nagelinfektionen, Nagelpilzinfektionen, (Onychomykose), Onychokryptose, Onychodystrophie, Psoriasis der Nägel, Melanonychia striata, White-Line-Disease, Ekzeme, chronische Onychie, Onychitis, Paronychie, verfärbte Nägel (discolored nails), verdickte und verformte Nägel (thickened nails), Verfärbung des Nagelbettes, Onycholyse (Ablösung der Nagelplatte vom Nagelbett), subunguale Keratose, Anomalien der Nagelplatte.

Als Paronychie oder „Umlauf" werden Entzündungen des Nagelwalls bezeichnet, welche am häufigsten durch eine Infektion mit Staphylokokken verursacht werden. Der Nagelwall ist der Abschnitt der Haut, der die Finger- und Fußnägel an der Seite und an der Wurzel umfasst.

Ferner ist bevorzugt, den erfindungsgemäßen Nagellack in Kombination mit einer systemischen Behandlung anzuwenden. Die systemische Gabe kann in Form einer oralen Applikation von Antibiotika, Antimykotika, antiviralen Wirkstoffen, antipsoriatischen Wirkstoffen oder antiparasitären Wirkstoffen bestehen, wie beispielsweise in einer oralen Gabe von Itraconazol, Fluconazol, Retinoiden oder dem Immunsupressivum Ciclosporin A.

Die kosmetische Variante des Nagellacks enthält vorzugsweise keinen der vorgenannten pharmakologischen Wirkstoffe. Der kosmetische Nagellack unterstützt die Regenerierung der Nägel, führt zu harten nicht brüchigen Nägeln und schützt Nägel und Nagelbett vor den vorgenannten Erkrankungen. Zudem schützt der kosmetische Nagellack Nagelbett und angrenzende Haut vor dem Austrocknen, wirkt antiseptisch und unterstützt die Wundbehandlung, reduziert Haut- und Nagelbettreizungen und schützt vor Juckreiz.

Beispiele

Beispiel 1 (100 g) Beispiel 2 (100 g)

Harnstoff 2g Harnstoff 5g

Dexpanthenol 8g Dexpanthenol 5g

Nachtkerzenöl 1 g Sanddomöl 3g

DMSO i g p-Hydroxybenzoat i g

Glycerin i g Salicylsäure 1 g

Aceton 2g Fluconazol 1 g

PEG 200 i g Ethylenglykol 4g

Chitosan 3g Chitosan 5g

Ethanol ad 100 g Isopropanol ad 100 g

Beispiel 3 (100 g) Beispiel 4 (100 g)

Harnstoff 3g Harnstoff i g γ-Linolensäure 5g Palmitoleinsäure 2g

Dexpanthenol 0,3 g Cystein i g

Ethylenglykol 3g Dexpanthenol 2g

Dimethylfumarat 2g Pentamycin i g

Hydroxypropylmethyl-Cellulose 4g PEG 400 4g

Ethanol-Isopropanol (1:1) ad 100 g Acrylpolymer 5g

Isopropanol 20 g

Ethanol ad 100 g

Beispiel 5 (100 g) Beispiel 6 (100 g)

Harnstoff 3,5 g Harnstoff 3g

Allantoin 2g Nachtkerzenöl Qg

ölsäure 2g DMSO 1,5g

Ethylcellulose i g Luvimer 100 2g

Milchsäure i g Myristol 5g

Propylenglykol 2g Dexpanthenol 1,5g

Methionin 1g 5-Fluorouracil 0,5 g

Ciclopirox i g Ethanol ad 100 g

Dexpanthenol 3,5 g

Aceton 5g

Acrylpolymer 6g

Isopropanol ad 100 g

Beispiel 7 (100 g) Beispiel 8 (100 g)

Harnstoff i g Harnstoff 4g

Dexpanthenol 10g Folsäure i g

Linolsäure 3g Dexpanthenol 2,5 g

PEG 400 2g Ethylenglykol 3g

Aceton 11 g Leinöl 5g

Prednicarbat 2g Polyacrylamid 7,5 g

Terbinafin 1 g Lavendel 0,5 g

Ethanol ad 100 g Ethanol ad 100 g

Beispiel 9 (100 g) Beispiel 10 (100 g)

Harnstoff 2,5 g Dexpanthenol 2g

Dexpanthenol 3,5 g Allantoin 2g

Gamma-Linolensäure 6,0 g Linolsäure 8,5 g

Luvimer 100 6,0 g Chitosan 4g

Tazaroten 0,05 g PEG 400 3g

PEG 400 2,5 g Aceton 0,5 g

Ethanol ad 100 g Clotrimazol 2g

Betamethason 0,1 g

Isopropanol ad 100 g

Beispiel 11 (100 g) Beispiel 12 (100 g)

Harnstoff 4g Harnstoff 4g

Sanddornkernöl 8g Sanddornfruchtfleischöl 9g

Dexpanthenol 5g Dexpanthenol 3g

Glycerin 1 g Phenol 0,5 g

Stilbenoxid 2g Aloe-Vera 2g

Polymethacrylat 8g 1 ,4-Dihydroxybutanol 1 g

Aceton ad 100 g Melisse 1 g

Ethanol ad 100 g

Beispiel 13 (100 g) Beispiel 14 (100 g)

Harnstoff 5g Harnstoff 6,5 g

Sanddornöl 25 g Sandornsamenöl 5,5 g

Dexpanthenol 4g Dexpanthenol 3,5 g

Ethylparaben 3g ölsäure 5,5 g

Selenomethionin 2g Diazolylidinylharnstoff 1,5g

Polymethylmethacrylat 7g Arnika-Tinktur 3g

Aceton ad 100 g Pfirsichkernöl 2g

Propanol 3g

Polyacrylsäure 4g

Aceton ad 100 g

Beispiel 15 (100 g) Beispiel 16 (100 g)

Harnstoff 3g Harnstoff 3,0 g

Sanddornkernöl 11 g α-Linolensäure 7,8 g

Dexpanthenol 1 g Dexpanthenol 2,5 g

Glycerin 2g Arachidonsäure 0,6 g

Methylparaben i g Sanddomfruchtfleischöl 1,2 g

Polymethacrylat 8,8 g Luvimer 100 3,3 g

Aceton ad 100 g Ethanol ad 100 g

Beispiel 17 (100 g) Beispiel 18(10Og)

Harnstoff 2g Harnstoff 4,0 g

Sanddornkernöl 2g γ-Linolensäure 5,8 g

Dexpanthenol 2g Dexpanthenol 1,8 g

Crotonsäure 2g Sojaöl 0,4 g

N-Vinylpyrrolidon 1 g Nachtkerzenöl 2,2 g

Polymethacrylat 8,8 g Acronal 2,8 g

Aceton ad 100 g Ethanol ad 100 g

Der Begriff "ad 100 g" bedeutet, dass das Lösungsmittel den noch verbleibenden Gewichtsanteil bis zu 100 g ausmacht.

Nagel-Präparationen - Anwendungsbeobachtung

Anwendung

Die Präparationen 1 bis 8 wie unten aufgelistet, werden alle 2 Tage dünn auf die trockene und saubere Nagelplatte aufgetragen. Vor dem Auftragen werden die Nägel durch eine 70%ige Isopropanol-Lösung gesäubert.

Anwendungsdauer: 2 Monate.

1. Patienten

10 Patienten (weiblich, 20-45 Jahre alt) mit Pilz-Erkrankungen der Fingernägel. Die befallene Fläche der Nagelplatte darf maximal 30% betragen.

Messparameter

Der Gesamteindruck der Wirkungen (A), die Wirkung auf die Elastizität (B) und die Wirkung auf die Sprödigkeit (C) der Nägel werden vor und nach zweimonatiger Behandlung durch eine subjektive Zufriedenheits-Skala durch die Patienten bewertet:

- sehr gut (5)

- gut (4)

- mittel (3)

- ausreichend (2)

- nicht ausreichend (1)

Präparation Punktzahl / % Urteil

1 14 / 93% sehr gut 2 13 / 86% sehr gut 3 11 / 73% gut

4 8 / 53% mittel 5 6 / 40% ausreichend

6 12 / 77% gut

7 9 / 58% mittel

8 7 / 47% mittel

9 13 / 83% sehr gut 10 13 / 89% sehr gut

Bewertunqsergebnisse

Maximum erreichbare Punktzahl: 15 = 100%

Bereiche: sehr gut = 100-80%, gut = 80-60%, mittel 60-40%, ausreichend 40-20%, nicht ausreichend =20-0% .

Zusammenfassung

Die besten Ergebnisse konnten durch die Anwendung von Präparation 1 mit Harnstoff, Sanddornsamen-öl, Dexpanthenol, Antimykotikum Clotrimazol und

Acrylat-Polymer erreicht werden. Die eingesetzte Konzentration von Clotrimazol ist im sub-optimalen Bereich (0,5%). Gewöhnlich werden Konzentrationen zwischen 1-2 % Clotrimazol angewendet. Die suboptimale Konzentration des

Antimykotikums wurde bewusst so eingesetzt, um die zusätzliche Effektivität der anderen Bestandteile in der Präparation zeigen zu können („sehr gut", 93% der

Maximumpunktzahl wurde erreicht).

Die Präparation 2 hat dieselbe Zusammensetzung wie Präparation 1 , d.h. alle wichtigen Bestandteile wie im Patentantrag erwähnt sind, jedoch ohne das Antimykotikum. ähnlich sehr gute Ergebnisse ähnlich wie die Präparation 1 konnten festgestellt werden. Ein vergleichbares Ergebnis konnte auch mit Präparation 9 erzielt werden, welches anstelle von Sanddornsamen-öl Leinöl enthielt. Präparation 10 ist wahrscheinlich aufgrund der höheren Konzentration an Komponente b) noch ein wenig besser wirksam als Präparation 2 und 9.

Die Ergebnisse demonstrieren, dass die essentiellen, wichtigen Präparationsbestandteile wie Harnstoff, öl mit einem hohen Gehalt an Fettsäure wie beispielsweise omega-Fettsäuren hier am Beispiel von Sanddornsamen-öl und Leinöl sowie Dexpanthenol zusammen eine bessere Wirkung als die Einzelkomponenten besitzen. Das Antimykotikum hat eine zusätzliche Wirkung jedoch nur minimal, da die eingesetzte Dosis suboptimal war. Es ist zu erwarten, dass das Antimykotikum in einer optimalen Dosierung in Kombination mit den anderen essentiellen Bestandteilen der Lösung synergistisch wirkt, („sehr gut", 86% Punktzahl wurde erreicht in Präparation 2 ohne Antimykotikum).

Präparation 3 enthält Harnstoff, Sanddornsamen-öl, Polymer jedoch ohne Dexpanthenol. Eine gute Wirksamkeit der Präparation konnte beobachtet werden. Die Beurteilung „sehr gute Wirksamkeit" wie in Präparation 1 , 2, 9 und

10 wurde nicht erreicht. Gleiches gilt für die Präparationen 6 und 7, welche nur einen Teil der essentiellen Komponenten enthalten. Offenbar sind Dexpanthenol sowie Harnstoff und auch das eingesetzte öl essentielle Bestandteile der Lösung um eine hohe Wirksamkeit zu erreichen. Fehlt eine Komponente wurde keine „sehr guten" Ergebnisse mehr erzielt („gut", 73% Punktzahl Präparation 3 ohne Dexpanthenol; „gut", 77% Punktzahl Präparation 6 ohne Harnstoff; „mittel", 58% Punktzahl Präparation 7 ohne öl).

Präparation 4 enthält Harnstoff, Polymer und Rizinus-öl um Sanddornsamen-öl zu ersetzen. Hier konnte nur eine mittelmäßige Verbesserung erreicht werden. Sanddornsamen-öl und Leinöl sind offensichtlich besser geeignet als Rizinus-öl für diese Zwecke („mittel", 53% Punktzahl wurde erreicht).

Präparation 5 enthält nur Harnstoff und Polymer. Hier konnte eine Abnahme der Sprödigkeit der Nagelplatte, jedoch wenig Verbesserung in der Elastizität und in Gesamtaussehen der Nägel beobachtet werden. Von allen Präparationen zeigte Präparation 5 die niedrigste, erreichbare Punktzahl.

Präparation 8 enthält nur eine suboptimale Menge des Antimykotikums Clotrimazol zusammen mit Dexpanthenol und die Wirksamkeit dürfe auf Clotrimazol zurückzuführen sein. Insgesamt wurde aber nur eine „mittelmäßige" Wirksamkeit erreicht (47%).

Diese Ergebnisse zeigen, dass: - die Bestandteile der Nagellösung als Gesamtsystem sind notwendig für die Wirkung der Präparation bei der Behandlung bei Nagelveränderungen

- diese Bestandteile sind Harnstoff als Hydratisierungsagent, Dexpanthenol als Entzündungshemmer und Zell-Regenerationsförderer sowie ein öl (z.B. Sanddornsamen-öl oder Leinöl) um die Wiederherstellung der Lipidbarriere zu unterstützen. Er wird vermutet, dass die Wiederherstellung der Lipidbarriere die Hauptvoraussetzung ist, um die Wirkungen von Harnstoff und Dexpanthenol aufrecht zu erhalten.

- das Acrylat-Polymer dient als Wirkstoffträger und als physikalischer Schutz der Nägel und ist bevorzugt jedoch wohl nicht essentiell - Antimykotikum in geeigneter Dosierung/Konzentration kann die Wirkung der Lösung/Präparation noch verstärken, insbesondere bei medizinischen Anwendungen.