| JP2002066399 | VERTICAL LIQUID JETTING PUMP |
| WO/2010/128237 | ATTACHMENT DEVICE FOR ATTACHING A PUMP ONTO A TANK NECK |
| JP3712819 | LIQUID-JETTING DEVICE |
LACOUR, Josefine (Gruebacherstrasse 8, Dielsdorf, CH-8157, CH)
PANOS, Alexander (Ettenbergstrasse 12A, Wettswil, CH-8907, CH)
STAHL, Stefan (Moosstrasse 15, Berikon, CH-8965, CH)
GANZ, Jochen (Im Bachofen 7, Uster, CH-8610, CH)
LACOUR, Josefine (Gruebacherstrasse 8, Dielsdorf, CH-8157, CH)
PANOS, Alexander (Ettenbergstrasse 12A, Wettswil, CH-8907, CH)
STAHL, Stefan (Moosstrasse 15, Berikon, CH-8965, CH)
| Patentansprüche Behältnis für die Aufnahme und Abgabe mindestens einer flüssigen und/oder gelösten insbesondere pharmazeutischen oder kosmetischen Wirksubstanz, aufweisend mindestens ein Ausgabeorgan (5) für die vorzugsweise portionierte Abgabe der Wirksubstanz, gekennzeichnet durch mindestens zwei voneinander getrennte Aufnähmekämmern (9,11), mindestens eine enthaltend die mindestens eine Wirksubstanz und mindestens eine enthaltend eine mindestens weitgehend wirksubstanzfreie Flüssigkeit und/oder mindestens eine von der mindestens einen Wirksubstanz sich unterscheidende weitere Wirksubstanz, wobei das Ausgabeorgan mit der mindestens einen, die Wirksubstanz enthaltenden Kammer für die Abgabe verbunden ist. Behältnis nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine, die mindestens eine Wirksubstanz enthaltende Kammer (11) , sowie die weitere Kammer (9), über ein Ventil (15) miteinander verbunden sind, derart, dass Flüssigkeit der weiteren Kammer in die, die eine Wirksubstanz enthaltende Kammer treibbar ist. Behältnis nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Ausgabeorgan mit Betätigungsmitteln (7) wirkverbunden ist, derart, dass bei mindestens einem Teil der Betätigungen des Ausgabeorganes durch die Betätigungsmittel Luft in die weitere Kammer (9) ansaugbar bzw. treibbar ist und dadurch resultierend Flüssigkeit in die, die eine Wirksubstanz enthaltende Kammer (11) treibbar bzw. ansaugbar ist. Behältnis nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurc gekennzeichnet, dass sowohl an der, den einen Wirkstoff enthaltenden Kammer wie auch an der weiteren Kammer Mittel zum Ansaugen bzw. Beschicke mit Luft vorgesehen sind und dass die mit dem Ausgabeorgan wirkverbundenen Mittel für das Ermöglichen der Luftzufuhr einstellbar sind, ob Luft in die eine oder andere Kammer angesaugt bzw. beschickt wird. Behältnis nach einem der Ansprüche 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die mit dem Ausgabeorgan wirkverbundenen Mittel für das Einstellen der Luftzufuhr einen durch das Ausgabeorgan betreibbaren Drehmechanismus (35,37,39,41) aufweisen, derart, dass bei jedem Betätigen die Mittel eine kleine Drehung ausführen wodurch nach einer gewissen Drehung die Luftzufuhr in die, die eine Wirksubstanz enthaltende Kammer unterbrochen und die Luftzufuhr in die weitere Kammer geöffnet wird. Behältnis nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Kammern (21,23,25,27,29) mit unterschiedlicher Konzentration an der einen Wirksubstanz vorgesehen sind und dass das Ausgabeorgan zunächst mit derjenigen Kammer für di Ausgabe von Wirksubstanz enthaltender Flüssigkeit verbunden ist, welche die höchste Konzentration an der einen Wirksubstanz aufweist, nach Entleerung dieser Kammer Flüssigkeit aus derjenigen Kammer entnommen wird, welche die zweithöchste Konzentration an der einen Wirksubstanz aufweist, bis schlussendlich diejenige Kammer entleert wird, welche wirksubstanzfreie Flüssigkeit und/oder die höchste Konzentration an der weiteren Wirksubstanz enthält . Nasenspray mit einem Behältnis nach einem der Ansprüche 1 bis 6. Verfahren zur Änderung der Konzentration mindestens einer insbesondere pharmazeutischen oder kosmetischen Wirksubstanz bei der dosierten Abgabe, dadurch gekennzeichnet, dass zunächst aus mindestens einer ersten Aufnahmekammer eines Behältnisses, enthaltend die mindestens eine Wirksubstanz eine oder mehrere dosierte Mengen mittels eines Ausgabeorganes ausgegeben werden, nach Abgabe einer ersten Menge oder nach mehreren Mengen der einen Wirksubstanz aus einer weiteren Kammer, enthaltend eine weitgehendst wirksubstanzfreie Flüssigkeit und/oder mindestens eine sich von der mindestens einen Wirksubstanz unterscheidende weitere Wirksubstanz eine Menge davon in die eine Kammer eingegeben bzw. transferiert wird und die Konzentration an der mindestens einen Wirksubstanz in der einen Kammer reduziert wird. 9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die verdünnende Flüssigkeit aus der weiteren Kammer portioniert in die, die mindestens eine Wirksubstanz enthaltende Kammer transferiert wird, wobei die Konzentration in der, die mindestens eine Wirksubstanz enthaltende Kammer an der einen Wirksubstanz jeweils um mindestens 0.001% und maximal 90% verringert wird, vorzugsweise um mindestens 0,1% und maximal 60%. 10. Verfahren nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass bei wiederholten Abgaben einer Menge aus der einen Kammer jeweils erneut eine Menge der weitgehendst wirksubstanzfreien Flüssigkeit und/oder der weiteren Wirksubstanz aus der weiteren in die eine Kammer übertragen wird und die Konzentration an der einen Wirksubstanz in der einen Kammer weiter reduziert wird. 11. Verwendung des Verfahrens beim Betreiben eines Nasensprays . 12. Verwendung des Verfahrens beim Betreiben eines abschwellenden Nasensprays. 13. Verwendung des Verfahrens bei der Applikation eines Schuppenshampoos. 14. Verwendung des Verfahrens bei einem oralen Applikator . 15. Verwendung des Verfahrens bei einem Applikator zur Raucherentwöhnung . 16. Verwendung des Verfahrens einem (trans dermalen Applikator. 17. Verwendung des Verfahrens bei einem Angi-Aging Mittel. |
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Behältnis für die Aufnahme und Abgabe einer flüssigen und/oder gelösten insbesondere pharmazeutischen oder kosmetischen
Wirksubstanz gemäss dem Oberbegriff nach Anspruch 1, ein Aplikator aufweisend ein Behältnis sowie ein Verfahren zur Änderung der Konzentration einer pharmazeutischen oder kosmetischen Wirksubstanz bei der dosierten Abgabe mittels einem erwähnten Behältnis.
Bei Schnupfen greifen heutzutage viele Leute wiederholt zu abschwellenden Nasensprays. Diese führen innerhalb von 5-7 Tagen zu einer körperlichen Gegenregulation und einer
Abhängigkeit. Diese Problematik führt dazu, dass es
Patienten gibt, die jahrelang eine Nasensprayabhängigkeit haben (teilweise ohne es zu merken) und andererseits verzichten viele Patienten aus Angst vor einer Abhängigkeit von Anfang an auf einen Nasenspray. Diese Problematik wird in verschiedenen Studien angegangen.
Bei Kosmetika besteht eine analoge Problematik,
beispielsweise bei der Verwendung von sogenannten
Schuppenshampoos führt eine zu lange Verwendung oft zu Nebenwirkungen .
In der US 5988870 wird eine Lösung für das geschilderte Problem vorgeschlagen, indem ein Titriersystem für eine periodische manuelle Verdünnung mit einer Kochsalzlösung in einem Nasenspray zur Verfügung gestellt wird. Die
Verdünnung erfolgt dabei bewusst, so dass gelegentlich rein psychologisch auch eine Verschlechterung der Wirkung des Nasensprays beim Benutzer feststellbar ist.
Es ist deshalb eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung eine Lösung vorzuschlagen, gemäss welcher die Nebenwirkungen beim Patienten beispielsweise beim Gebrauch eines
Nasensprays oder bei Verwendung eines Schuppenshampoos verringert werden können.
Erfindungsgemäss wird entsprechend ein Behältnis gemäss dem Wortlaut nach Anspruch 1 vorgeschlagen, sowie ein Verfahren zur Änderung der Konzentration einer insbesondere
pharmazeutischen oder kosmetischen Wirksubstanz bei deren Abgabe an einen Patienten bzw. Benutzer.
Vorgeschlagen wird ein Behältnis für die Aufnahme und
Abgabe einer flüssigen und/oder gelösten beispielsweise pharmazeutischen oder kosmetischen Wirksubstanz, aufweisend mindestens ein Abgabeorgan für die vorzugsweise
portionierte Abgabe der einen Wirksubstanz sowie mindestens zwei von einander getrennte Aufnähmekammern, mindestens eine enthaltend die mindestens eine Wirksubstanz und mindestens eine weitere enthaltend eine mindestens
weitgehendst wirksubstanzfreie Flüssigkeit und/oder
mindestens eine sich von der einen Wirksubstanz
unterscheidende weitere Wirksubstanz. Das Abgabeorgan ist mit der mindestens einen, die eine Wirksubstanz
enthaltenden Kammer für die Abgabe verbunden.
Gemäss einer Ausführungsvariante ist die mindestens eine die eine Wirksubstanz enthaltende Kammer sowie die weitere Kammer über ein Ventil miteinander verbunden, derart, dass wirksubstanzfreie Flüssigkeit und/oder die weitere Wirksubstanz in die, die eine Wirksubstanz enthaltende Kammer treibbar ist.
Weiter vorgeschlagen wird, dass das Ausgabeorgan mit
Betätigungsmitteln wirkverbunden ist, derart, dass bei mindestens einem Teil der Betätigungen des Ausgabeorganes durch die Betätigungsmittel Luft in die weitere Kammer treibbar ist, um daraus resultierend Wirksubstanz freie Flüssigkeit und/oder die weitere Wirksubstanz in die, die eine Wirksubstanz enthaltende Kammer zu treiben.
Wiederum gemäss einer weiteren Ausführungsvariante wird vorgeschlagen, dass sowohl an der, die eine Wirksubstanz enthaltenden Kammer wie auch an der weiteren Kammer Mittel zum Beschicken mit Luft vorgesehen sind, und dass die
Mittel für das Beschicken mit Luft mit dem Abgabeorgan derart wirkverbunden sind, dass die Beschickung mit Luft in entweder die Wirksubstanz enthaltende Kammer oder in die weitere Kammer, manuell oder automatisch einstellbar ist.
Wiederum gemäss einer weiteren Ausführungsvariante wird vorgeschlagen, dass mehrere die eine Wirksubstanz
enthaltende Kammern mit unterschiedlicher Konzentration an Wirksubstanz vorgesehen sind und das Abgabeorgan beim
Betätigen zunächst mit derjenigen Kammer verbunden ist, welche höchste Konzentration an der einen Wirksubstanz aufweist, anschliessend mit derjenigen Kammer, welche die zweithöchste Konzentration an der einen Wirksubstanz aufweist, etc. bis zuletzt Flüssigkeit aus derjenigen
Kammer ausgegeben wird, welche weitgehendst frei von der einen Wirksubstanz ist resp. ausschliesslich die wirksubstanzfreie Flüssigkeit und/oder eine weitere
Wirksubstanz aufweist.
Das erfindungsgemäss vorgeschlagene Behältnis ist
insbesondere geeignet für ein Nasenspray, bei welchem die eingangs erwähnte Problematik durch sukzessive Verminderung der Konzentration an Wirksubstanz reduziert wird. Das
Funktionsprinzip des erfindungsgemäss vorgeschlagenen
Nasensprays liegt darin, dass im Pumpspray nach einer gewissen Vorlaufphase durch einen Mechanismus die
ausgegebene Flüssigkeit automatisch immer weiter an
Wirksubstanz verdünnt wird. Die Vorlaufphase kann 0 Tage, wenige Tage oder auch eine längere Zeit dauern, je nach Schwere der zu behandelnden Krankheit. Der Mechanismus kann auch halbautomatisch umgesetzt werden.
Zusätzlich ist es möglich, dass in der weiteren Kammer nebst der wirksubstanzfreien Flüssigkeit, vorgesehen für die Verdünnung, mindestens eine weitere Wirksubstanz enthalten ist, welche sich von der einen Wirksubstanz unterscheidet. Es kann sich dabei beispielsweise um eine Wirksubstanz handeln, welche die Wundheilung unterstützt.
Selbstverständlich ist das erfindungsgemäss vorgeschlagene Behältnis auch für beispielsweise kosmetische
Wirksubstanzen geeignet, wo die Abhängigkeit des
Applizierens einer beispielsweise kosmetischen Flüssigkeit sukzessive reduziert werden soll. Als Beispiel sei die Verwendung eines Schuppenshampoos erwähnt.
Weiter wird auch ein Verfahren zur Änderung der
Konzentration einer insbesondere pharmazeutischen oder kosmetischen Wirksubstanz bei der dosierten Abgabe vorgeschlagen, wobei zunächst aus einer ersten
Aufnähmekämmer eines Behältnisses der oben beschriebenen Art, enthaltend die eine Wirksubstanz eine oder mehrere dosierte Mengen mittels eines Ausgabeorganes ausgegeben werden, nach Abgabe einer ersten Menge oder nach mehreren Mengen aus einer zweiten, weiteren Kammer, enthaltend eine weitgehendst Wirkstoffreie Flüssigkeit und/oder eine sich von der einen Wirksubstanz unterscheidende weitere
Wirksubstanz eine Menge davon in die erste Kammer
übertragen wird, um die Konzentration an der einen
Wirksubstanz zu reduzieren.
Die Erfindung wird nun beispielsweise und unter Bezug auf die beigefügten Figuren näher erläutert.
Dabei zeigen:
Fig. 1 schematisch eine erste Ausführungsvariante eines erfindungsgemässen Nasensprays im Schnitt,
Fig. 2 eine weitere Ausführungsvariante eines
erfindungsgemässen Nasensprays schematisch und im Schnitt,
Fig. 3 eine weitere Ausführungsvariante eines
erfindungsgemässen Nasensprays im Schnitt und
schematisch dargestellt,
Fig. 4 in Diagrammform einen möglichen
Konzentrationsverlauf bei der Abgabe einer
Wirksubstanz mittels eines erfindungsgemässen
Nasensprays , Fig. 5 in Diagrammform den Konzentrationsverlauf der einen Wirksubstanz sowie einer zusätzlichen weiteren Wirksubstanz beim Verdünnungsvorgang,
Fig. 6 schematisch und im Schnitt einen Ausschnitt aus dem Nasenspray gemäss Figur 1, darstellend das
Ansaugen der Ansaugpumpe von Wirkstoff
Fig. 7 denselben Ausschnitt von Figur 6 jedoch
schematisch darstellend das Ansaugen von
Verdünnungslösung durch die Ausgabepumpe, und
Fig. 8 und 9 schematisch den Lufteinlass im Bereich der Ausgabepumpe zum Beschicken der Kammer mit
Wirksubstanz oder der Kammer enthaltend die
Verdünnungsflüssigkeit .
Figur 1 zeigt schematisch im Schnitt eine erste
Ausführungsvariante eines erfindungsgemässen Nasensprays 1. Das Gefäss 1 ist in zwei Kammern 9 und 11 unterteilt. In der inneren Kammer 11 befindet sich der gelöste eine
Wirkstoff. Beim gelösten einen Wirkstoff handelt es sich vorzugsweise um eine pharmazeutische Zusammensetzung zur Linderung von Schnupfensymptomen. In der Äusseren 9
befindet sich ein Lösungsmittel mit oder ohne zusätzlichem Wirkstoff. Während jeden Pumpstosses am Ausgabeorgan 5 dessen Betätigung mittels eines Kragens 7 erfolgen kann, wird Luft angesogen, um das herausgepumpte Volumen zu ersetzen. Während einer Vorlaufphase wird von Aussen, wie schematisch mit dem Bezugszeigen 13 bezeichnet, Luft angesogen und in die innere Kammer 11 geführt. Die
Verdünnung wird nun eingeleitet, indem die Luft statt in die innere nun in die äussere Kammer 9 geführt wird, welche über ein Ventil 15 mit der inneren Kammer 11 verbunden ist. Die Regelung, ob Luft der inneren oder der äusseren Kammer zugeführt wird, kann mittels einem Luft-Einlass-Mechanismus erfolgen, welcher im Deckelteil 3 angeordnet ist. Dieser Luft-Einlass-Mechanismus kann bei jedem Pumpstoss betätigt werden, wobei nach der erwähnten Vorlaufzeit die Luft in die äussere Kammer getrieben oder gesaugt wird und somit Lösungsmittel, ggf. enthaltend einen zusätzlichen
Wirkstoff, von der äusseren in die innere Kammer gepumpt wird, wodurch die Konzentration am einen Wirkstoff in der inneren Kammer 11 sukzessive reduziert wird. Das heisst, bei jedem Pumpstoss nimmt die Konzentration an Wirksubstanz der inneren Kammer sukzessive ab.
Figur 2 zeigt eine weitere Ausführungsvariante analog zu derjenigen in Figur 1, mit dem Unterschied, dass die innere Kammer 11 eine flexible Wand 12 hat, was dazu führt, dass die Luft von Anfang an in die äussere Kammer 9 geführt werden kann. Die Vorlaufphase endet, sobald die flexible Kammer ihr minimales Volumen erreicht, danach wird ein Ventil 15 geöffnet, welches wiederum die Flüssigkeit ggf. mit Zusatzwirkstoff in die innere Kammer 11 transportiert.
In Figur 3 ist wiederum eine weitere Ausführungsvariante eines erfindungsgemässen Nasensprays dargestellt, wobei das Gefäss in mehrere Kammern 21 bis 29 mit unterschiedlichen Wirkstoffkonzentrationen unterteilt ist. Durch einen
Mechanismus, beispielsweise wiederum im Deckelteil 13 angeordnet, wird nach einer bestimmten Anzahl Pumpstössen der Ansaugschlauch 19 schrittweise von einer Kammer in die nächste mit der nächst tieferen Konzentration geführt. Letztendlich wird wiederum ggf. Wirkstofffreie Flüssigkeit, allenfalls versetzt mit Zusatzwirkstoff, durch die
Abgabepumpe einem Benutzer zugeführt.
Figur 4 zeigt in Diagrammform schematisch einen möglichen Konzentrationsverlauf bei der Abgabe einer Wirksubstanz mittels eines erfindungsgemässen Nasensprays. Gemäss dem dargestellten Beispiel, wird während der ersten 4 Tage die Konzentration an Wirkstoff nicht reduziert und erst ab dem 4 Tag wird der Wirkstoff enthaltenden Kammer
ausschliesslich Wirkstofffreie Flüssigkeit beigeführt, was zu einem Absenken der Konzentration führt. Nach 18 Tagen ist der abgegebene Spray praktisch wirkstofffrei . Dadurch wird ein sehr effektiver Beitrag an die eingangs erwähnte Problematik geleistet.
Beim Konzentrationsverlauf in Fig. 4 handelt es sich selbstverständlich um ein Beispiel, wobei erfindungsgemäss auch ein anderer Konzentrationsverlauf gewählt werden kann. Mittels des erfindungsgemässen Applikator bestehen
sämtliche Freiheiten, d.h. die Wahl der Substanzen, die Anwendungsdauer, wann mit der Verdünnung begonnen wird, Grad der Verdünnung, usw. Zudem ist es möglich, der
verdünnenden Flüssigkeit einen zusätzlichen Wirkstoff beizufügen. Als Variante sei beispielsweise ein Wirkstoff mit die Wundheilung unterstützender Wirkung erwähnt, welcher sukkzessive dem ersten Wirkstoff beigefügt wird, welch ersterer Wirkstoff beispielsweise eine abschwellende Wirkung besitzt. Ein entsprechender Konzentrationsverlauf ist im Diagramm in Fig. 5 dargestellt, wo einerseits die Konzentration des ersten Wirkstoffes sukkzessive abnimmt und andererseits die Konzentration an der wundheilenden Substanz mit fortschreitender Anwendungsdauer zunimmt.
In den Figuren 6 und 7 ist im Schnitt und Ausschnittsweise der Bodenteil eines Behältnisses des Nasensprays aus Figur 1 dargestellt. Gemäss der Darstellung von Figur 6 wird Luft beim Betätigen der Ausgabepumpe über Kanäle 14 in die die eine Wirksubstanz enthaltende Kammer 11 zugeführt, wodurch die Wirkstoff enthaltende Flüssigkeit über das Ventil 16 durch die Ausgabepumpe 16 angesaugt und abgegeben wird. Nach einer gewissen Zeit, wie beispielsweise den in Figur 4 dargestellten 4 Tagen, erfolgt nun die Luftzufuhr über Kanäle 18 in diejenige Kammer, welche in diesem Falle weitgehend wirkstofffreie Flüssigkeit enthält, wodurch beim Betätigen der Ausgabepumpe Verdünnungslösung über das
Ventil 15 in die Kammer 11 angesaugt wird. Dadurch erfolgt eine Verdünnung in der Kammer 11, wodurch über das Ventil 16 nach einer gewissen Zeit verdünnte Lösung durch die Ausgabepumpe angesaugt und abgegeben wird.
In den Figuren 8 und 9 schliesslich wird ein
Einstellmechanismus schematisch dargestellt, mittels welchem die Luftzufuhr in die einzelnen Kammern einstellbar ist. Der Mechanismus, welcher mit der Abgabepumpe
wirkverbunden ist, ist vorzugsweise ein Drehmechanismus, welcher bei jedem Pumpstoss eine kleine Drehung vollführt. Durch Betätigung des Ausgabeorganes , das heisst durch
Anheben eines Ausgaberöhrchens 31 durch den Kragen 7, wird mittels entsprechend abgeschrägten zackenartigen Konturen 35 und 39 in der Innenwandung des Kragens 3, dieser jeweils durch Eingriff entsprechender abgeschrägter Erhebungen 37 und 41 an der Aussenwandung des Röhrchens 31 leicht
gedreht. Durch diese Drehung ist die Luftzufuhr zu den Kammern steuerbar, wie unter Bezug auf die Figuren 1 bis 3 bzw. 6 und 7 beschrieben. Dies kann beispielsweise mittels Luftzufuhröffnungen 45 und 47 in einem äusseren Ring erfolgen, welche je nach dem mit entsprechenden Öffnungen 43 und 49 in der ringartigen Wandung 33 des Deckelteils 3 für den Luftdurchtritt kommunizieren. Durch diese Drehung sind die Einlassventile 45 und 47 derart für die Luft steuerbar, so dass in einer Anfangsphase Luft in diejenige Kammer zugeführt wird, welche die Wirksubstanz enthält und in einer anschliessenden Phase diejenige Kammer, welche die weitgehend wirksubstanzfreie Flüssigkeit ggf. mit
Zusatzwirkstoff enthält.
Bei den in den Figuren 1 bis 9 dargestellten Beispielen handelt es sich selbstverständlich nur um mögliche
Ausführungsvarianten für das bessere Verständnis der vorliegenden Erfindung. Die erfindungsgemäss vorgeschlagene Lösung hat sich insbesondere bei Nasenspray aufgedrängt. Selbstverständlich ist die vorgeschlagene Lösung bei jedwelcher Art von Flüssigkeiten anwendbar, bei welchen nach einer gewissen Zeit beispielsweise die Konzentration einer Wirksubstanz verändert werden soll. Diese Problematik stellt sich ja nicht nur bei Nasensprays, sondern kann selbstverständlich bei anderen, insbesondere
pharmazeutischen und kosmetischen Wirksubstanzen,
auftreten. Speziell bei Sprays wo ein Pumpmechanismus zu betätigen ist, ist die erfindungsgemässe Idee anwendbar. Der guten Ordnung halber sei im Bereich Kosmetik auf die Verwendung von sogenannten Schuppenshampoos verwiesen, wo es ebenfalls wünschenswert ist, wenn nach einer gewissen Zeit die Konzentration an schuppenhemmenden Wirksubstanzen reduziert wird und alternativ eine Zunahme an rückfettenden Wirksubstanzen wünschenswert ist.
Auch der im Bezug auf die Figuren 8 und 9 dargestellte Mechanismus für die Regelung der Luftzufuhr kann
unterschiedlich gelöst werden und soll lediglich eine mögliche Ausführungsvariante darstellen. Gegebenenfalls kann auch ganz auf einen derartigen Mechanismus verzichtet werden, wenn bereits von Anfang an auf eine Verdünnung der Wirksubstanz bei der Abgabe gesetzt wird.
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