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Patent Searching and Data


Title:
NEEDLING MACHINE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2012/146561
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a needling machine for needling a fibrous web, wherein a needle bar is guided in an up-and-down motion by a movable bar carrier. The bar carrier is driven by a vertical drive, which has at least one crank mechanism having a bearing point. In order to supply lubricant, a lubricating device is associated with the crank mechanism. The lubricating device is coupled to the bearing point by means of a lubricant line. In order to avoid time-intensive maintenance cycles of the lubricating device to prevent leaks that lead to soiling of the fibrous web, according to the invention a monitoring means is associated with the lubricating device and/or the lubricant line, by means of which monitoring means impermissible lubricant discharge outside of the bearing point can be detected.

Inventors:
PLUMP, Andreas (Waldeggstraße 99, Linz, A-4020, AT)
Application Number:
EP2012/057398
Publication Date:
November 01, 2012
Filing Date:
April 23, 2012
Export Citation:
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Assignee:
HI TECH TEXTILE HOLDING GMBH (Wegscheider Straße 15, Leonding, A-4060, AT)
PLUMP, Andreas (Waldeggstraße 99, Linz, A-4020, AT)
International Classes:
D04H18/02
Domestic Patent References:
Attorney, Agent or Firm:
ERNICKE & ERNICKE (Schwibbogenplatz 2 b, Augsburg, 86153, DE)
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Claims:
PATENTANSPRÜCHE

1. ) Nadelmaschine zum Vernadeln einer Faserbahn (26) mit zumindest einem Nadelbalken (1), welcher an einer Unterseite eine Vielzahl von Nadeln (4) trägt, mit einem beweglichen Balkenträger (2), der den

Nadelbalken (1) hält, und mit einem Vertikalantrieb

(5), der mit dem Balkenträger (2) zur Ausführung einer Auf- und Abwärtsbewegung verbunden ist, wobei der Vertikalantrieb (5) zumindest ein Kurbelgetriebe

(6.1,6.2) mit zumindest einer Lagerstelle (10.1, 10.2) aufweist und wobei die Lagerstelle (10.1, 10.2) des Kurbelgetriebes (6.1, 6.2) über eine

Schmiermittelleitung (17.1, 17.2) mit einer

Schmiereinrichtung (15) zur Schmierung der

Lagerstelle (10.1, 10.2) mit einem Schmiermittel verbunden sind, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass der Schmiereinrichtung (15) und/oder der

Schmiermittelleitung (17.1, 17.2) ein

Überwachungsmittel (18) für den Druck und/oder eine Durchflussmenge des Schmiermittels zugeordnet ist.

2. ) Nadelmaschine nach Anspruch 1, dadurch

g e k e n n z e i c h n e t, dass das

Überwachungsmittel (18) den Leitungsdruck und/oder eine Durchflussmenge des Schmiermittels innerhalb einer Schmiermittelleitung (17.1, 17.2) überwacht.

3. ) Nadelmaschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch

g e k e n n z e i c h n e t, dass durch das

Überwachungsmittel (18) ein unzulässiger

Schmiermittelaustritt außerhalb der Lagerstelle (10.1, 10.2) detektierbar ist. 4. ) Nadelmaschine nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch

g e k e n n z e i c h n e t, dass durch das

Überwachungsmittel (18) eine Verengung oder Verstopfung einer Schmiermittelleitung (17.1, 17.2) detektierbar ist.

Nadelmaschine nach einem der vorhergehenden

Ansprüche, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass der Schmiereinrichtung (15) eine Steuereinrichtung (22) und/oder ein Alarmgerät (24) zugeordnet ist und dass die Steuereinrichtung (22) und/oder das

Alarmgerät (24) mit dem Überwachungsmittel (18) gekoppelt ist.

Nadelmaschine nach einem der vorhergehenden

Ansprüche, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass das Überwachungsmittel (18) einen mit einer

Schmiermittelleitung (17.1, 17.2) verbundenen

Druckschalter (19) aufweist, welcher bei einer unzulässigen Druckänderung in der

Schmiermittelleitung (17.1, 17.2) einen elektrisches Schalt- oder Steuersignal erzeugt.

Nadelmaschine nach einem der vorhergehenden

Ansprüche, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass einer Schmiermittelleitung (17.1, 17.2) an

gegenüberliegenden Leitungsenden jeweils ein

Druckhalteventil (21.1, 21.2) zugeordnet ist, wobei die Druckhalteventile (21.1, 21.2) derart

ausgebildet sind, dass ein minimaler Leitungsdruck innerhalb der Schmiermittelleitung (17.1, 17.2) haltbar ist.

Nadelmaschine nach einem der vorhergehenden

Ansprüche, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass eine Schmiermittelleitung (17.1, 17.2) durch einen flexiblen Schlauch gebildet ist, wobei die mit der Schmiermittelleitung (17.1, 17.2) verbundene

Lagerstelle (10.1, 10.2) an einem beweglichen

Bauteil (8.1, 8.2) des Kurbelgetriebes (6.1, 6.2) angeordnet ist.

9. ) Nadelmaschine nach einem der vorhergehenden

Ansprüche, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass die Schmiereinrichtung (15) einen Tank (20) und eine Dosierpumpe (16) aufweist, wobei die

Dosierpumpe (16) über ein Druckhalteventil (21.1) und/oder einem Schmiermittelverteiler (29) mit der Schmiermittelleitung (17.1, 17.2) gekoppelt ist.

10. ) Nadelmaschine nach einem einem der vorhergehenden

Ansprüche, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass das Schmiermittel durch ein Schmierfett gebildet ist .

11. ) Nadelmaschine nach einem der vorhergehenden

Ansprüche, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass das Kurbelgetriebe (6.1) mehrere Lagerstellen

(10.1, 14.1) mit angeschlossenen

Schmiermittelleitungen (17.1) aufweist und dass mehrere Überwachungsmittel (18) verteilt auf mehrere Schmiermittelleitungen (17.1) vorgesehen sind.

12. ) Verfahren zur Überwachung einer Schmiereinrichtung an einer Nadelmaschine zur Schmierung einer

Lagerstelle in zeitlichen Schmierintervallen, bei welchem das Schmiermittel während des

Schmierintervalls über eine Schmiermittelleitung einer Lagerstelle zugeführt wird und bei welchem ein Leitungsdruck und/oder eine Durchflussmege der

Schmiermittelleitung überwacht wird, wobei zwischen den Schmierintervallen in der Schmiermittelleitung ein minimaler Leitungsdruck zu einer

kontinuierlichen Überwachung erzeugt wird. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch

g e k e n n z e i c h n e t, dass der Leitungsdruck innerhalb der Schmiermittelleitung in der Zeit zwischen den Schmierintervallen durch zwei

Druckhalteventile gehalten wird.

Description:
BESCHREIBUNG

Nadelmaschine

Die Erfindung betrifft eine Nadelmaschine zum Vernadeln einer Faserbahn gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Eine gattungsgemäße Nadelmaschine zum Vernadeln einer Faserbahn ist aus der WO 2009/007308 AI bekannt.

Beim Vernadeln einer Faserbahn ist es üblich, dass eine Vielzahl von Nadeln in einer oszillierenden Bewegung eines Nadelbalkens durch das Fasermaterial der Faserbahn

gestoßen wird. Bei der bekannten Nadelmaschine wird hierzu der Nadelbalken durch einen Vertikalantrieb oszillierend in einer Auf- und Abwärtsbewegung angetrieben. Hierzu weist der Vertikalantrieb ein Kurbelgetriebe auf, durch welches die oszillierende Bewegung an einem Balkenträger des Nadelbalkens übertragen wird. Das Kurbelgetriebe enthält mehrere Lagerstellen, die sich beispielsweise zwischen Pleuelstangen und einer Kurbelwelle bilden. Den Lagerstellen des Kurbelgetriebes ist eine

Schmiereinrichtung zugeordnet, durch welche ein

Schmiermittel den Lagerstellen zuführbar ist. Das

Schmiermittel wird hierzu über separate

Schmiermittelleitungen den Lagerstellen zugeführt.

Insbesondere die Schmiermittelleitungen, die an bewegten Bauteilen des Kurbelgetriebes ausgebildeten Lagerstellen zugeordnet sind, müssen hierzu eine hohe Flexibilität aufweisen, um die oszillierenden Bewegungen während der gesamten Betriebszeit der Maschine ausführen zu können. Hierbei ist von großer Bedeutung, dass jeglicher

Materialriss oder Materialbruch in der

Schmiermittelleitung zu vermeiden ist, um eine

Verschmutzung der Faserbahn zu verhindern. Somit ist ein erhöhter Wartungsaufwand üblich, um die besonders

gefährdeten Schmiermittelleitungen im Hinblick auf mögliche Materialermüdungen oder gelockerte

Verschraubungen zu warten und gegebenenfalls regelmäßig zu ersetzen. Derartige Wartungsarbeiten erfordern

Betriebsunterbrechungen des Vertikalantriebes, während dessen der Herstellungsprozess einer Faserbahn

unterbrochen werden muss.

Es ist Aufgabe der Erfindung, eine Nadelmaschine der eingangs genannten Art hinsichtlich der Schmiertechnik und der Sicherheit zu verbessern.

Die Erfindung löst diese Aufgabe mit den Merkmalen im selbstständigen Verfahrens- und Vorrichtungsanspruch. Die beanspruchte Erfindung erlaubt die Reduzierung von

Betriebsunterbrechungen aufgrund von Wartungsarbeiten am Schmiermittelsystem auf ein Minimum. Ein weiterer Vorteil der Erfindung liegt darin, dass ein Ausfall des

Vertikalantriebs aufgrund mangelhafter Schmierung einer der Lagerstellen des Kurbelgetriebes verhindert werden kann .

Die Erfindung besitzt den besonderen Vorteil, dass

Betriebsunterbrechungen an der Nadelmaschine aufgrund eines mangelhaften Schmiermittelsystems nur bei einem konkreten Schadensfall erforderlich werden. Vorbeugende Wartungsarbeiten an dem Schmiermittelsystem lassen sich vermeiden, so dass unnötige Betriebsunterbrechungen des Herstellungsprozesses aufgrund von willkürlich

vorgegebenen Wartungsintervallen gänzlich entfallen können. Durch das Überwachungsmittel lässt sich die

Schmierfunktion des Schmiersystems kontinuierlich auf eine einwandfreie Funktion hin überprüfen. Nur für den Fall, dass beispielsweise ein unzulässiger Schmiermittelaustritt aufgrund einer gelockerten Schraubverbindung der

Schmiermittelleitung oder aufgrund eines

Materialverschleißes der Schmiermittelleitung auftritt, lässt sich über das Überwachungsmittel eine

Betriebsunterbrechung und Wartung der Maschine einleiten.

Hierzu ist die Weiterbildung der Erfindung besonders vorteilhaft, bei welcher der Schmiereinrichtung eine

Steuereinrichtung und/oder ein Alarmgerät zugeordnet ist und dass die Steuereinrichtung und/oder das Alarmgerät mit dem Überwachungsmittel gekoppelt ist. Damit besteht die Möglichkeit, einen Schmiermitteldefekt unmittelbar über ein Alarmgerät einer Bedienperson anzuzeigen. Das

Alarmgerät könnte hierbei visuelle oder akustische Signale erzeugen, so dass die Aufmerksamkeit einer Bedienperson unmittelbar erreicht wird. Es ist jedoch auch möglich, über die Steuereinrichtung ein Steuersignal zu erzeugen, das ohne Einwirkung einer Bedienperson eine geeignete Massnahme, z.B. eine Prozessunterbrechung der

Nadelmaschine einleitet.

Um möglichst mit einfachen Mitteln und hoher Sicherheit eine schnelle Erkennung eines mangelnden Schmiersystems zu ermöglichen, ist die Weiterbildung der Erfindung bevorzugt ausgeführt, bei welcher das Überwachungsmittel durch einen mit der Schmiermittelleitung verbundenen Druckschalter gebildet ist, welcher bei einem unzulässigen Druckabfall in der Schmiermittelleitung ein elektrisches Steuersignal erzeugt. So lässt sich beispielsweise bei Zuführung des Schmiermittels zu der Lagerstelle das Erreichen eines Leitungsdrucks überwachen, um mögliche Leckagen zu

erkennen .

Die Weiterbildung der Erfindung bei welcher der

Schmiermitteleitung an gegenüberliegenden Leitungsenden jeweils ein Druckhalteventil zugeordnet ist und bei welchem die Druckhalteventile derart ausgebildet sind, dass ein vom Umgebungsdruck abweichender Leitungsdruck innerhalb der Schmiermitteleitung haltbar ist, ist besonders vorteilhaft für eine kontinuierliche Überwachung der Schmiermittelleitung unabhängig von zeitlichen

Schmierintervallen. So werden die in dem Kurbelgetriebe ausgebildeten Lagerstellen vorzugsweise in zeitlichen Schmierintervallen mit einem Schmiermittel versorgt. In der Zeitspanne zwischen den Schmierintervallen lässt sich somit ebenfalls eine Überwachung der Schmiermittelleitung ausführen, so dass gegebenenfalls nachfolgende

Schmierintervalle aufgrund einer festgestellten Leckage der Schmiermittelleitung direkt unterbunden werden können.

Um die während des Betriebes der Nadelmaschine bewegten Lagerstellen des Kurbelgetriebes zu schmieren, ist die Weiterbildung der Erfindung besonders vorteilhaft, bei welcher die Schmiermittelleitung durch einen flexiblen Schlauch gebildet ist. Somit wird vermieden, dass aufgrund der dynamischen Belastung der Schmiermittelleitung ein unkontrollierter Schmiermittelverlust aufgrund von

Bruchstellen oder Verschleiß eintritt. Zur Gewährleistung langer Betriebszeiten weist die

Schmiereinrichtung bevorzugt einen Tank und eine

Dosierpumpe auf, die das in dem Tank vorgehaltene

Schmiermittel bei Bedarf den Lagerstellen zuführt. Als Schmiermittel haben sich hier insbesondere Schmierfette ausgezeichnet. Es können aber auch Schmieröle verwendet werden .

Die Schmierung mit einem Schmierfett erfolgt üblicherweise in zeitlichen Schmierintervallen, die in regelmäßigen oder unregelmäßigen Zeitabständen von Stunden, Tagen oder

Wochen ausgeführt werden. Bei derartig langen

Zeitabständen zwischen den Schmierintervallen ist es besonders vorteilhaft, die Schmiermittelleitungen

hinsichtlich ihrer Funktionsfähigkeit überwacht werden. Hierfür hat sich das erfindungsgemäße Verfahren besonders geeignet. Dabei wird zwischen den Schmierintervallen in der Schmiermittelleitung ein zumindest geringfügig vom Umgebungsdruck abweichender Leitungsdruck, insbesondere ein Überdruck, für eine kontinuierliche Überwachung erzeugt .

Um unabhängig von der Zeitspanne zwischen zwei

Schmierintervallen eine kontinuierliche Überwachung ausführen zu können, ist die Verfahrensvariante besonders vorteilhaft, bei welcher der Leitungsdruck innerhalb der Schmiermittelleitung in der Zeit zwischen den

Schmierintervallen durch zwei Druckhalteventile gehalten wird. Damit lässt sich das in der Schmiermittelleitung eingespeiste Schmiermittel insbesondere Schmierfett über sehr lange Standzeiten auf einen im Wesentlichen

konstanten Leitungsdruck halten.

Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind durch die Merkmale und Merkmalskombinationen der jeweiligen

Unteransprüche definiert.

Die erfindungsgemäße Nadelmaschine ist nachfolgend anhand eines Ausführungsbeispiels unter Hinweis auf die

beigefügten Figuren näher erläutert. Es stellen dar:

schematisch eine Seitenansicht eines ersten Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen Nadelmaschine und Fig. 2 schematisch eine alternative Variante der

Schmiereinrichtung einer Lagerstelle des

Kurbelgetriebes des Ausführungsbeispiels aus Fig. 1.

Die Erfindung betrifft eine Nadelmaschine mit einer

Schmiereinrichtung 15 und ein Verfahren zur Überwachung einer Schmiereinrichtung 15 einer solchen Nadelmaschine. in Fig. 1 ist ein Ausführungsbeispiel der

erfindungsgemäßen Nadelmaschine zum Vernadeln einer

Faserbahn 26 dargestellt. Das Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Nadelmaschine weist einen Balkenträger 2 auf, der an seiner Unterseite einen Nadelbalken 1 hält. Der Nadelbalken 1 hält an seiner Unterseite ein Nadelbrett 3 mit einer Vielzahl von Nadeln 4. Dem Nadelbrett 3 mit den Nadeln 4 sind ein Abstreifer 27 und eine Ablage 25 zugeordnet, zwischen denen eine Faserbahn 26 geführt wird. An dem Balkenträger 2 greift ein Vertikalantrieb 5 an. Durch den Vertikalantrieb 5 wird der bewegliche

Balkenträger 2 in vertikaler Richtung oszillierend bewegt, so dass der Nadelbalken 1 mit dem Nadelbrett 3 eine Auf- und Abwärtsbewegung ausführt. Der Vertikalantrieb 5 weist hierzu zumindest eine Antriebseinheit auf, die über die

Länge des Nadelbalkens 1 mit mindestens einem Balkenträger 2 am Nadelbalken 1 angreift. In diesem Ausführungsbeispiel ist der Vertikalantrieb 5 durch zwei Kurbelgetriebe 6.1 und 6.2 gebildet, die zwei Pleuelstangen 8.1 und 8.2 aufweisen. Die Pleuelstangen 8.1 und 8.2 weisen jeweils einen Pleuelkopf 9.1 und 9.2 auf, die über Lagermittel 11.1 und 11.2 jeweils an einer Kurbelwelle 7.1 und 7.2 der

Kurbelgetriebe 6.1 und 6.2 gehalten sind. Als Lagermittel 11.1 und 11.2 können in der Lagerstelle 10.1 und 10.2 sowohl Wälzlager als auch Gleitlager eingesetzt werden. Die Kurbelgetriebe 6.1 und 6.2 könnten in diesem

Ausführungsbeispiel auch mit Exzenterwellen ausgebildet sein. Die Exzenterwellen weisen eine entsprechende

Lagerung auf. Die Verbindung zwischen der Kurbelwelle 7.1 und der

Pleuelstange 8.1 ist somit als eine erste Lagerstelle 10.1 und die Verbindung zwischen der Kurbelwelle 7.2 und der Pleuelstange 8.2 als zweite Lagerstelle 10.2 bezeichnet. Am unteren Ende sind die Pleuelstangen 8.1 und 8.2 jeweils durch Pleuelaugen 12.1 und 12.2 mit einem am Balkenträger 2 angeordneten Zapfen 13.1 und 13.2 verbunden. Zwischen den Pleuelaugen 12.1 und 12.2 und dem Zapfen 13.1 und 13.2 sind jeweils Lagerringe 14.1 und 14.2 vorgesehen.

Zur Ausführung der Auf- und Abwärtsbewegung des

Nadelbalkens 1 werden die Kurbelgetriebe 6.1 und 6.2 z.B. synchron mit entgegen gesetztem Drehsinn angetrieben, so dass der Balkenträger 2 parallel geführt ist.

Um während des Betriebes der Kurbelgetriebe 6.1 und 6.2 Lagerreibungen und Lagererwärmungen in den Lagerstellen 10.1 und 10.2 zu minimieren, ist dem Vertikalantrieb 5 eine Schmiereinrichtung 15 zugeordnet, die auch als

Schmiermitteleinrichtung bezeichnet werden kann. Die

Schmiereinrichtung 15 weist eine Dosierpumpe 16 auf, die über jeweils eine separate Schmiermittelleitung 17.1 und 17.2 mit den Lagerstellen 10.1 und 10.2 gekoppelt ist. Die Schmiermittelleitungen 17.1 und 17.2 sind unmittelbar mit den Lagermitteln 11.1 und 11.2 verbunden. Die Lagerschmierung erfolgt mit einem geeigneten

Schmiermittel. Dieses kann z.B. eine flüssige oder pastöse Konsistenz haben und kann insbesondere als Schmieröl oder Schmierfett ausgebildet sein. Die Schmiermittelleitungen 17.1 und 17.2 sind z.B.

flexibel ausgeführt und vorzugsweise als Schlauchleitungen ausgebildet. Damit können die Lagerstellen 10.1 und 10.2 an den bewegten Bauteilen des Kurbelgetriebes 6.1 und 6.2 in diesem Fall an den Pleuelstangen 8.1 und 8.2 direkt mit einem Schmiermittel versorgt werden. Die Zuführung des Schmiermittels erfolgt durch die Dosierpumpe 16 die auf der Zulaufseite mit einem Tank 20 verbunden ist. Auf der Druckseite ist der Dosierpumpe 16 ein

Schmiermittelverteiler 29 zugeordnet, welcher auf einer Auslassseite mit den Schmiermittelleitungen 17.1 und 17.2 gekoppelt ist.

Während des Betriebes der Nadelmaschine ist ein

unzulässiger Schmiermittelaustritt außerhalb der

Lagerstellen 10.1 und 10.2 zu vermeiden. Dies meint insbesondere den Zuführbereich des Schmiermittels zu den Lagerstellen 10.1 und 10.2. Bevorzugt wird ein

Schmiermittelaustritt an den Schmiermittelleitungen 17.1 und 17.2 der Schmiereinrichtung 15 vermieden, da dieser mit der großen Gefahr der Verschmutzung der Faserbahn 26 verbunden ist. Zudem ist zu gewährleisten, dass die

Schmiereinrichtung 15 eine für die Lagerstellen 10.1 und 10.2 ausreichende Menge an Schmiermitteln zur Verfügung stellt, die auch den Lagerstellen 10.1 und 10.2 zufließt. Der Schmiereinrichtung 15 ist ein Überwachungsmittel 18 zugeordnet, durch welches unzulässige Leckagen und/oder Verengungen bzw. Verstopfungen der Schmiereinrichtung 15, insbesondere an den Schmiermittelleitungen 17.1 und 17.2, erfasst werden. Die Überwachungsmittel 18 können hierbei einen Leitungsdruck und/oder eine Durchflussmenge des Schmiermittels innerhalb der Schmiermittelleitungen 17.1 und 17.2 überwachen. Das jeweilige Überwachungsmittel 18 kann hierfür ein oder mehrere geeignete Detektionsmittel , z.B. einen

Drucksensor, einen Strömungsmesser oder dgl . aufweisen. Das jeweilige Überwachungsmittel 18 kann einen

Schwellbereich mit unteren und oberen Vorgabewerten für den detektierten Druck und/oder die detektierte

Durchflussmenge haben. Im Falle eines Lecks an einer Schmiermittelleitung 17.1, 17.2 fällt der Druck ab.

Andererseits erhöht sich die Durchflussmenge bzw. die Durchflussgeschwindigkeit. Entsprechendes kann auch bei einem Dichtungsversagen an einer Lagerstelle 10.1, 10.2 eintreten. Falls der Schmiermittelfluss durch eine

Verengung oder Verstopfung in einer Schmiermittelleitung 17.1, 17.2 oder an anderer Stelle des Zuführ- oder

Lagerungsbereichs ansteigt, sinkt auch die Durchflussmenge bzw. Durchflussgeschwindigkeit. Beides kann in

entsprechender Weise detektiert werden. Über die besagten Schaltschwellen können unzulässige Wertegrößen vorgegeben werden, deren Überschreitung einen unerwünschten

Betriebszustand signalisiert.

Die Überwachungsmittel 18 sind pro Schmiermittelleitung 17.1 und 17.2 mittels einer Signalleitung 23.1 und 23.2 mit einer Steuereinrichtung 22 gekoppelt, wobei innerhalb der Steuereinrichtung 22 eine Auswertung der

Überwachungssignale erfolgt und ggf. Steuersignale ausgelöst werden könnten. So ist die Steuereinrichtung 22 mit einem Alarmgerät 24 gekoppelt, dass in diesem Ausführungsbeispiel durch eine z.B. optische und/oder akustische Anzeige, beispielsweise eine Leuchtdiode, ein Alarmsignal gegenüber einer Bedienperson erzeugt.

Alternativ oder ergänzend ist über die Steuereinrichtung 22 ein Schalt- oder Steuereingriff in die

Schmiereinrichtung 15 möglich, in dem z.B. ein

Pumpenantrieb 28 der Dosierpumpe 16 deaktiviert wird, um einen Schmiermittelverlust einzugrenzen. Die Dosierpumpe 16 lässt sich zur Schmiermittelversorgung der Lagerstellen 10.1 und 10.2 in mehreren zeitlich aufeinander folgenden Schmierintervallen oder kontinuierlich mit einer

Kleinstmenge betreiben.

Die in Figur 1 dargestellte Nadelmaschine lässt sich kontinuierlich ohne Wartungsintervalle der

Schmiereinrichtung 15 betreiben. Durch die

Funktionsüberwachung der Schmiereinrichtung 15 werden unmittelbar spontan auftretende Unregelmäßigkeiten

insbesondere durch Leckagen in den Schmiermittelleitungen 17.1 und 17.2 erfasst und angezeigt, so dass

Fehlproduktionen aufgrund von andauernder Verschmutzung der Faserbahn 26 oder durch mangelnde

Schmiermittelversorgung der Lagerstellen 10.1 oder 10.2 vermieden werden.

An dieser Stelle sei ausdrücklich erwähnt, dass das in Figur 1 dargestellte Beispiel der Schmiereinrichtung auch noch um weitere Schmiermittelleitungen ergänzt sein könnte, die teilweise mit oder ohne ein Überwachungsmittel ausgebildet sind, so könnten die Lager der Pleuelaugen am Balkenträger ebenfalls an separate Schmiermittelleitungen angeschlossen sein.

In Fig.2 ist ein alternatives Ausführungsbeispiel einer Schmiereinrichtung 15 für eine Lagerstelle 10.1 oder 10.2 des Kurbelgetriebes 6.1 oder 6.2 schematisch dargestellt. Das Ausführungsbeispiel in Fig.2 ist mit einer Lagerstelle 10.1 gezeigt und nachfolgend erläutert, lässt sich jedoch ohne Probleme auf eine Mehrzahl von Lagerstellen

erweitern . Das Ausführungsbeispiel der Schmiereinrichtung 15 ist im

Wesentlichen identisch zu dem Ausführungsbeispiel nach Fig.l, so dass an dieser Stelle nur die Unterschiede erläutert werden und ansonsten Bezug zu der vorgenannten Beschreibung genommen wird.

Bei der in Fig.2 dargestellten Ausführungsform der

Schmiereinrichtung 15 ist das Überwachungsmittel 18 durch einen Druckschalter 19 gebildet, der unmittelbar in der Schmiermittelleitung 17.1 integriert ist und einen

Leitungsdruck innerhalb der Schmiermittelleitung 17.1 überwacht. Die Schmiermittelleitung 17.1 ist ebenfalls flexibel ausgebildet, um die bewegliche Lagerstelle 10.1 mit einem Schmiermittel zu versorgen. In diesem

Ausführungsbeispiel ist das Schmiermittel durch ein

Schmierfett gebildet, dass in dem Tank 20 vorgehalten wird. Das Schmierfett lässt sich über die Dosierpumpe 16 und der angeschlossenen Schmiermittelleitung 17.1 direkt der Lagerstelle 10.1 zuführen. Derartige Schmierfette werden üblicherweise in zeitlichen Schmierintervallen der Lagerstelle 10.1 zugeführt, so dass in der Zeitspanne zwischen den Schmierintervallen keine aktive

Schmiermittelförderung stattfindet. Dennoch besteht insbesondere bei den dynamisch stark beanspruchten

Schmelzeleitungen das Problem, dass diese aufgrund von Materialermüdungen direkt brechen oder reißen können, so dass Restmengen an Schmiermittel unkontrolliert in die Maschinenumgebung abfließen könnten.

Um eine kontinuierliche Überwachung der

Schmiermittelversorgung und insbesondere der

Schmiermitteleitung 17.1 wahrnehmen zu können, sind an den Leitungsenden der Schmiermittelleitung 17.1 zwei Druckhalteventile 21.1 und 21.2 vorgesehen, die innerhalb der Schmiermittelleitung 17.1 das Schmiermittel auf einem minimalen Leitungsdruck halten. Dies ist ein Leitungsdruck, der zumindest geringfügig vom

Umgebungsdruck abweicht und z.B. über diesem liegt. Durch diesen voreingestellten Druckunterschied können Leckagen und damit einhergehende Druckverluste als merklicher

Druckabfall detektiert werden. Andererseits können auch Druckanstiege detektiert werden, die z.B. durch eine

Verengung oder Verstopfung der Schmiermitteleitung 17.1 hervorgerufen sind.

Die Druckhalteventile 21.1 und 21.2 sind als

Rückschlagventile ausgebildet, wobei der Förderstrom der Dosierpumpe 16 zur Entsperrung der Druckhalteventile 21.1 und 21.2 führt und einen direkten Schmiermittelfluss zur Lagerstelle 10.1 ermöglicht. Ein Abfließen des innerhalb der Schmiermittelleitung 17.1 enthaltenen Schmiermittels bei abgeschalteter Dosierpumpe 16 ist durch die

Druckhalteventile 21.1 und 21.2 blockiert und auf einen zumindest geringfügigen Haltungsdruck eingestellt.

Zur Überwachung ist der Druckschalter 19 ebenfalls auf den minimalen Leitungsdruck eingestellt, so dass bei einem unzulässigen Druckabfall des Leitungsdruckes unterhalb des eingestellten Mindestdruck der Druckschalter 19 ein

Steuersignal erzeugt, dass unmittelbar über eine

Signalleitung 23 der in Figur 1 dargestellten

Steuereinrichtung 22 oder direkt dem Alarmgerät 24 zugeführt wird.

Die in Fig.2 dargestellte Schmiereinrichtung 15 ist somit insbesondere zur Ausführung eines erfindungsgemäßen

Verfahrens geeignet, bei welchem die Schmierung einer

Lagerstelle in zeitlichen Schmierintervallen insbesondere mit einem Schmierfett kontinuierlich überwacht werden kann. Durch die Befüllung der Schmiermittelleitung mit dem Schmierfett auf einen minimalen Leitungsdruck unabhängig von der eigentlichen Schmiermittelversorgung in den

Schmierintervallen ist eine kontinuierliche Überwachung des Schmiersystems gewährleistet. Somit lassen sich längere, aus mehreren Teilstücken gebildete

Schmiermittelleitungen sicher überwachen. Zudem sind die Überwachungsmittel wie beispielsweise der Druckschalter nicht ortsgebunden sondern können an einer beliebigen Stelle der Schmiermittelleitung angeordnet werden, die sich zwischen den Druckhalteventilen 19.1 und 19.2 befindet .

Abwandlungen der gezeigten und beschriebenen

Ausführungsformen sind in verschiedener Weise möglich. Die Ausführungsform der Schmier- und Überwachungstechnik von Figur 2 lässt sich auch bei einer Nadelmaschine gemäß Figur 1 benutzen. Die besagte Schmier- und

Überwachungstechnik kann ferner für Lagerstellen bei Exzenterwellen eingesetzt werden. Bei dem beschriebenen

Vertikalantrieb 5 müssen die Kurbelgetriebe 6.1, 6.2 nicht synchron laufen. Es kann auch eine Phasenverschiebung bestehen, wobei die Kurbelgetriebe 6.1, 6.2 mit gleicher Geschwindigkeit und einem fest oder veränderlich

einstellbaren unterschiedlichen Phasenwinkel laufen. Durch die Phasenverschiebung führt das Nadelbrett (3) einander überlagerte oszillierende Vertikalbewegungen und

Kippbewegungen aus. Alternativ oder zusätzlich kann auch ein Horizontalantrieb für eine überlagerte

Horizontalbewegung des vertikal bewegten Nadelbretts (3) vorhanden sein. In weiterer Abwandlung ist es möglich, die Schmiermittelversorgung in anderer Weise als durch eine Dosierpumpe 16 und einen Tank 20 auszubilden. Dies ist z.B. durch einen Drucktank möglich. Statt einer

Dosierpumpe kann ein anderes Fördermittel zum Einsatz kommen. Schließlich ist es auch möglich, die

Schmiereinrichtung 15 und das Verfahren zur Überwachung einer Schmiereinrichtung 15 bei anderen Maschinen mit Kurbelgetrieben und deren Lagerstellen oder mit anderen Antriebsmitteln und deren Lagerstellen einzusetzen.

BEZUGSZEICHENLISTE

1 Nadelbalken

2 Balkenträger

3 Nadelbrett

4 Nadel

5 Vertikalantrieb

6.1, 6.2 Kurbelgetriebe

7.1, 7.2 Kurbelwelle

8.1, 8.2 Pleuelstange

9.1, 9.2 Pleuelkopf

10.1, 10.2 Lagerstelle

11.1, 11.2 Lagermittel

12.1, 12.2 Pleuelauge

13.1, 13.2 Zapfen

14.1, 14.2 Lagerring

15 Schmiereinrichtung

16 Dosierpumpe

17.1, 17.2 Schmiermittelleitung 18 Überwachungsmittel

19 Druckschalter

20 Tank

21.1, 21.2 Druckhalteventil

22 Steuereinrichtung

23.1, 23.2 Signalleitung

24 Alarmgerät

25 Ablage

26 Faserbahn

27 Abstreifer

28 Pumpenantrieb

29 Schmiermittelverteiler