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Title:
NEW GLUCOSAMIN SILYL COMPOUNDS AND PREPARATION PROCESS THEREOF
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/1979/001088
Kind Code:
A1
Abstract:
New glucosamin silyl compounds of formula: (FORMULA) wherein X is a carbonyl group, R1, R4 and R6 a tri-alkyl-lower-sylil group, in particular trimethyl-silyl, R2 is an alkyl group eventually substituted or an aryl carbocylic group, R3 is hydrogen or an alkyl group, R7 and R13 is hydrogen or lower are alkyl, R8 is hydrogen, lower alkyl, lower hydroxy-alkyl free or with modified function, lower mercapto-alkly free or with modified function, lower halogeno-alkyl, cycloi-alkyl comprising 5 or 6 carbon atoms, lower cycloalky-alkyl, of which the cycloalkyl part comprises 5 or 6 carbon atoms, an aryl group eventually substituted or aralkyl, a nitrogenous heterocyclyl rest or lower heterocyclyl-alkyl, R7 and R8 have in common a rest of alkylen having 3 or 4 carbon atoms, R9 is hydrogen or a lower alkyl group and the rest r10, R11, R12 are, independently from each other, a carboxyl rest eventually esterified or amidated and R11 may be hydrogen. The preparation process of these new compounds, as well as the pharmaceutical preparations thereof are disclosed. The preparations may be used as immunizing means.

Inventors:
Baschang, Gisler Dietrich Stanek Hartmann Tarcsay G. R. F. J. A. L.
Application Number:
PCT/CH1979/000071
Publication Date:
December 13, 1979
Filing Date:
May 18, 1979
Export Citation:
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Assignee:
CIBA GEIGY AG.
International Classes:
A61K39/39; A61K39/385; C07H9/04; C07H15/04; C07H23/00; C07K9/00; (IPC1-7): C07H23/00; A61K31/70
Foreign References:
FR2089326A51972-01-07
FR2319373A11977-02-25
FR2343484A11977-10-07
FR2355505A11978-01-20
FR2358159A11978-02-10
DE2450355A11975-05-28
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Claims:
Patentansprüche
1. SilylGlucosaminderivate der Formel worin X eine Carbonylgruppe, R , R und R Triniederalkylsilyl, in erster Linie Trimethylsilyl, R gegebenenfalls substituiertes Alkyl oder carbocyclisches Aryl, R_ Wasserstoff oder Alkyl, R und R Wasserstoff oder Niederalkyl, R„ Wasserstoff, Niederalkyl, freies oder funktionell abgewandeltes Hydroxyniederalkyl, freies oder funktionell abgewandeltes Mercaptoniederalkyl, Halogenniederalkyl, Cycloalkyl mit 5 oder 6 Kohlenstoffatomen, Cycloalkylniederalkyl, dessen Cycloalkylrest 5 oder 6 Kohlenstoffato e enthält, gegebenenfalls substituiertes Aryl oder Aralkyl, stickstoffhaltiges Heterocyclyl oder Heterocyclylniederalkyl, R und RQ zusammen auch Alkylen mit 7 o 3 oder 4 Kohlenstoffatomen, Wasserstoff oder Niederalkyl und die Reste R,_» R», und R unabhängig voneinander einen gegebenenfalls veresterten oder amidierten Carboxyrest und R auch Wasserstoff bedeuten.
2. SilylGlucosaminderivate der in Patentanspruch 1 gegebenen Formel I, worin X den Carbonylrest, R. , R. und R. Triniederalkylsi.
3. in erster Linie Trimethylsilyl, R„ gegebenenfalls durch Halogen, Hydroxy oder Triniederalkylsilyloxy substituiertes Niederalkyl ode gegebenenfals durch Niederalkyl, Niederalkoxy, Halogen oder A ino substituiertes Phenyl, R_ Wasserstoff oder Alkyl mit 13 Kohlensto atomen, R_, Rq und R Wasserstoff, Rft Niederalkyl, Hydroxynieder¬ alkyl, Triniederalkylsilyloxyniederalkyl, Mercaptoniederalkyl oder Triniederalkylsilylmercaptoniederalkyl, R_ und R zusammen auch einen Trimethylenrest R und unabhängig voneinander einen gegebenenfalls Niederalkyl oder Triniederalkylsilyl veresterten "oder amidierten Carboxyrest und R... Wasserstoff, Triniederalkyl silyloxycarbonyl oder einen Carboxyrest bedeutet.
4. 3 SilylGlucosaminderivate gemäss den Patentansprüchen 1 ode 2, worin in der gegebenen Formel I, R, Wasserstoff darstellt.
5. 4 SilylGlucosaminderivate der in Patentanspruch 1 gegebenen Formel I, worin X den Carbonylrest, R , und Rfi Triniederalkylsi in erster Linie Trimethylsilyl, R_ Niederalkyl oder Phenyl, R_ Was stoff oder Methyl, B , Rg und R Wasserstoff, R Niederalkyl, Ifyd niederalkyl, Triniederalkylsilyloxyniederalkyl, Mercaptomethyl ode Triniederalkylsilylmercaptomethyl, R und RQ zusammen auch den / o Trimethylenrest, R. und R unabhängig voneinander Carboxy, Triniederalkylsilyloxycarbonyl oder Carboxamido und R Wasserstof Triniederalkylsilyloxycarbonyl oder einen Carboxyrest bedeuten.
6. SilylGlucosaminderivate der in Patentanspruch 1 gegebenen Formel I, worin X den Carbonylrest, R , R und R. Trimethylsilyl, 4 b R„ Niederalkyl oder Phenyl, R_ Wasserstoff oder Methyl, R_, und R13 Wasserstoff, Rg Niederalkyl mit 13 Kohlenstoffatomen, Hydroxy methyl 1Hydroxyäthyl, Trimethylsilyloxy ethyl, Mercaptomethyl od Tri ethylsilylmercaptomethyl, R Carboxamid, R Wasserstoff und ,2 Carboxy^ Trimethylsilyloxycarbonyl oder' Carboxamido bedeuten. ' _ .
7. Die in den Beispielen beschriebenen neuen SilylGlucosamin¬ derivate.
8. Pharmazeutische Präparate gekennzeichnet durch einen Gehalt an einer die in den Patentansprüchen 16 genannten Verbindungen.
9. Verwendung einer der in den Ansprüchen 16 genannten Verbin¬ dungen zur Herstellung eines Immunisierungsmittels bzw. Impfstoffes auf nichtchemischem Wege.
10. Verwendung.einer der in den Ansprüchen16 genannten Verbindun¬ gen zur Stimulierung von Immunreaktiven oder als Adjuvantien in Mischung mit Impfstoffen.
11. Verfahren zur Herstellung der in den Patentansprüchen 16 gezeigten Verbindungen, dadurch gekennzeichnet, dass man in an sich bekannter Weise eine Verbindung der Formel R^ bU EA tf _ OMPI WIPO mit einem einen Triniederalkylsilylrest einführenden Silylierungs mittel umsetzt und gegebenenfalls mit Wasser erhaltene Silylester aufspaltet.
12. Die in den Beispielen beschriebenen Verfahren.
Description:
Neue Silyl-Glucosaminderivate und Verfahren zu deren Herstellung

Die Erfindung betrifft neue Silyl-Glucosaminderivate, Verfahren zu deren Herstellung, sowie pharmazeutische Präparate enthaltend diese Verbindungen und ihre Verwendung, vorzugsweise in Form pharma¬ zeutischer Präparate.

Die Erfindung betrifft insbesondere Silyl-Glucosaminderivate der Formel

2

worin X eine Carbonylgruppe, R , R. und R^ Triniederalkylsilyl , in

1 4 o erster Linie Trimethylsilyl, R„ gegebenenfalls substituiertes Alkyl oder carbocyclisches Aryl, R- Wasserstoff oder Alkyl, R_ und R

Wasserstoff oder Niederalkyl, R 0 Wasserstoff, Niederalkyl, freies o oder funktionell abgewandeltes Hydroxyniederalkyl, freies oder funk¬ tionell abgewandeltes Mercapto-niederalkyl, Halogen-niederalkyl,

Cycloalkyl mit.5 oder 6 Kohlenstoffatomen,

Cycloalkyl-niederalkyl, dessen Cycloalkylrest 5 oder 6 Kohlenstof atome enthält, gegebenenfalls substituiertes Aryl oder Aralkyl, stickstoffhaltiges Heterocyclyl oder Heterocyclyl-niederalkyl, R und R_ zusammen auch Alkylen mit 3 oder 4 Kohlenstoffatomen, R o y

Wasserstoff oder Niederalkyl, und die Reste R, n » R, . und R . unab¬ hängig voneinander einen gegebenenfalls veresterten oder amidiert Carboxyrest und R auch Wasserstoff bedeuten.

Alkyl ist geradkettiges oder verzweigtes, in beliebiger Stellung gebundenes Alkyl mit bis zu 18 Kohlenstoffatomen, in erster Linie jedoch Niederalkyl.

Als Substituenten der gegebenenfalls substituierten Alkyl- gruppe kommen in erster Linie freie oder funktionell abgewandelte Hydroxy- oder Mercaptogruppen, wie verätherte oder veresterte Hydroxy- oder Mercaptogruppen z.B. Niederalkoxy oder Niederalkyl- mercaptogruppen, oder Halogenatome, oder freie, veresterte oder am dierte Carboxyl-, wie Carbo-niederalkoxy- oder Carbamoyl- gruppen in Frage. Dabei kann der substituierte Alkylrest, 'wie Niederalkylrest einen, zwei oder mehrere gleiche oder verschieden Substituenten, insbesondere freie Hydroxygruppen oder Halogenatom tragen.

Carbocyclische Arylreste sind insbesondere monocyclische, sowie bicyclische Arylreste, in erster Linie Phenyl, aber auch Naphthyl. Sie können gegebenenfalls, z.B. durch Niederalkyl- gruppen, freies, veräthertes oder verestertes Hydroxy, z.R. wiede alkoxy oder Niederalkylendioxy oder Halogenatome, und/oder Trifluoromethylgruppen, mono-, di- oder polysubstituiert sein.

Aralkyl ist insbesondere Aryl-niederalkyl, worin Aryl'die oben gegebene Bedeutung hat. In erster Linie steht Arylniederalky für Benzyl oder Phenyläthyl, worin der Phenylkern mono-, di- oder

_

polysubstituiert sein kann. Gegebenenfalls substituierte Benzylreste sind insbesondere solche Benzylreste, die im aromatischen Kern gege¬ benenfalls, z.B. durch Niederalkyl, freie, verätherte oder verester¬ te Hydrox gruppen, z.B. Niederalkoxy oder Niederalkylendioxy, sowie Trifluor ethylgruppen und/oder Halogenatome, mono-, di- oder poly¬ substituiert sind.

Stickstoffhaltiges Heterocyclyl ist insbesondere der Rest einer

5- oder 6-gliedrigen, ein oder zwei Stickstoffatome im Ring ent¬ haltenden heterocyclischen Verbindung. Er kann ungesättigt oder auch gesättigt sein, und z.B. einen ankondensierten Phenylrest enthalten. Als solche seien z.B. der 'Pyrrol-, Pyridyl- oder Iinidazol- • ring genannt.

Eine gegebenenfalls veresterte oder amidierte Carboxylgruppe ist in erster Linie die Carboxylgruppe selbst, oder eine mit Nieder¬ alkyl oder Triniederalkylsilyl veresterte Carboxylgruppe oder auch die Carbamoylgruppe, die am Stickstoff tom unsubstituiert ist oder mit Alkyl, insbesondere Niederalkyl, Aryl, in erster Linie. Phenyl, oder Aralkyl, wie Benzyl, mono- oder di-substituiert ist. Die Carba¬ moylgruppe kann aber auch einen Niederalkylen-, wie den Tetra- oder Pentamethylenrest tragen. Eine Carbamoylgruppe R kann am Stickstoff auch durch die Carbamoylmethylgruppe o'der L-l-oder D_-l-carbamoyl- äthylgruppe substituiert sein.

Verestertes oder veräthertes Hydroxy ist insbesondere Nieder¬ alkoxy oder Niederacyloxy, wie Niederalkanoyloxy, aber auch Trinieder- alkylsilyloxy.

Verestertes oder veräthertes Mercapto ist insbesondere Nieder- alkylmercapto- oder Niederacyl-, wie Niederalkanoylmercapto, aber auch Triniederalkylsilyl ercapto.

Cycloalkyl ist besonders Cyclopentyl oder Cyclohexyl.

Die im Zusammenhang mit der vorliegenden Beschreibung und den Patentansprüchen mit "Nieder" bezeichneten Reste und Verbindungen enthalten vorzugsweise bis und mit 7 und in erster Linie bis und mi 4 Kohlenstoffatome.

Vorstehend, wie nachfolgend können die Allgemeinbegriffe folgende Bedeutung haben:

Niederalkyl ist z.B. n-Propyl, n-Butyl, Isobutyl, sek.-Butyl oder tert.-Butyl, ferner n-Pentyl, n-Hexyl, Isohexyl oder n-Heptyl und in erster Linie Methyl oder Aethyl. In Aryl-, Cycloalkyl- oder Heterocyclylniederalkyl ist der Niederalkylrest insbesondere Methyl oder Aethyl, wobei der Aryl-, Cycloalkyl- oder Heterocyclyl-rest die obgenannte Bedeutung besitzt.

Niederalkoxy ist z.B. n-Propoxy, n-Butoxy, Isobutoxy, sek.- Butoxy oder tert.-Butoxy und in erster Linie Methoxy oder Aethoxy.

Niederalkylmercapto ist z.B. n-Propyl-, n-Butyl-, Isobutyl, sek.-Butyl oder tert.-Butylmercapto und in erster Linie Methylmerca oder Aethylmercapto.

Niederalkylendioxy ist insbesondere Methylendioxy, Aethylen- oder Propylendioxy.

Halogen steht für Fluor oder Brom, vorzugsweise jedoch für Chlor.

Niederalkanoyl ist insbesondere Propionyl oder Butyryl, in erster Linie jedoch Acetyl.

Die neuen Verbindungen der vorliegenden Erfindung können in Form von Gemischen von Isomeren oder von reinen Isomeren vorliegen.

,

Die Verbindungen der vorliegenden Erfindung weisen wertvolle pharmakologische Eigenschaften, insbesondere eine ausgeprägte immunpotenzierende Wirkung auf. Dies kann an Hand der nachstehend beschriebenen Versuchsanσrdnung gezeigt werden:

1. Potenzierung der zellulären Immunität in vivo: Steigerung der Spättyp-Ueberempfindlichkeit gegen Ovalbumin beim Meerschweinchen.

Pirbright Meerschweinchen werden am Tag 0 mit 10 mg Ovalbumin in komplettem Freund'schem Adjuvans durch Injektion von je 0,1 ml eines Antigen-Adjuvans-Gemisches in die beiden Hinterpfoten immuni¬ siert. 4 Wochen später werden Hautreaktionen durch intrakutane In¬ jektion von 100 ug Ovalbumin in 0,1 ml gepufferter physiologischer Salzlösung ausgelöst und aufgrund des 24 Stunden danach anhand der Erythemflache und der Hautdickenzunahme berechneten Reaktions¬ volumens quantifiziert. Die nach 24 Stunden (Spättypreaktion) beobachtete antigegenspezifische Zunahme des Reaktionsvolumens gilt als ein Mass für zellvermittelte Immunität. Ovalbumin ist ein zu schwaches Immunogen, um für sich allein oder in einer Wasserδl- emulsion mit inkomplettem Freun 'schem Adjuvans (10 Teile Ovalbumin- lösung in 0,9 % NaCl gemischt mit 8,5 Teilen Bayol F und 1,5 Teilen Arlacel A) eine Spättypreaktion zu induzieren, sondern uss für eine effektive Immunisierung in komplettem Adjuvans, .den Mykobakterien zugesetzt , (5 mg abgetötetes und lyophilisiertes M butyricum pro 10 ml Bayol F / Arlacel A) appliziert werden. Zum Nachweis der immunpotenzierenden Wirkung von PrüfSubstanzen können diese nun an Stelle der Mykobakterien in Dosen von 10 bis 100 ug dem Antigen-Oel- gemisch beigemengt werden.

Die erfindungsgemässen Glucosa inpeptide sind in der Lage, den Effekt der Mykobakterien in der beschriebenen Versuchsanordnung nachzuahmen und ihn quantitativ zu übertreffen.

Damit wird gezeigt, dass Verbindungen der beschriebenen Art zelluläre Immunität erheblich zu steigern vermögen, und zwar sowohl in Mischung mit dem Antigen selber (Adjuvanseffekt im engeren Sinne als auch bei zeitlich und örtlich von der Antigeninjektion getrenn¬ ter Zufuhr (systemische Im unpotenzierung) .

2. Potenzierung der humoralen Immunität in vivo: Steigerung der Antikörperproduktion gegen bovines Serumalbumin (BSA bei der Maus.

NMRI Mäuse werden durch intraperitoneäle (i.p.) Injektion von 10 jag präzipitatfreiem BSA am Tag 0 immunisiert. 9, 15 und 29 Tage später werde Serumproben entnommen und auf ihren Gehalt an anti- BSA-Aαtikörpern mit einer passiven Haemagglutinationstechnik unter¬ sucht. In der verwendeten Dosis ist lösliches BSA für die Empfänger tiere subimmunogen, d.h. es vermag keine oder nur eine ganz gering¬ fügige Produktion von Antikörpern auszulösen. Zusätzliche Behandlun der Mäuse mit gewissen immunpotenzierenden Stoffen vor oder nach der Aαtigengabe führt zu einem Anstieg der Antikörpertiter im Serum. Der Effekt der Behandlung wird durch den erreichten Scorewe d.h. durch, die Summe der Log„ Titerdifferenzen an den drei Blutungs tagen ausgedrückt.

Verbindungen der vorliegenden Erfindung sind in der Lage, bei intraperitonealer oder subkutaner (s.c.) Applikation von 100-300 mg kg Tier an fünf aufeinanderfolgenden Tagen (Tag 0 bis 4) nach Immunisierung mit BSA die Antikörperproduktion gegen BSA signifikant zu steigern.

IJU ,

Der immunstimulierende Effekt der genannten Verbindungen ist im Gegensatz zu dem anderer bakterieller Immunoleptica (z.B. LPS aus E. coli) antigenabhängig: Injektion der neuen Verbindungen hat nur in BSA-immunisierte.n, nicht aber in nicht-immunisierten Mäusen eine Erhöhung der anti-BSA-Titer zur Folge. Bemerkenswerterweise ist die s.c. Gabe der genannten Verbindungen ebenso effektiv wie die i.p. Applikation, d.h., die beobachtete immunpotenzierende Wir¬ kung ist systemisch und hängt nicht davon ab', dass das Stimulans über die gleiche Route wie das Antigen, bzw. mit dem Antigen gemischt verabreicht werden muss, wie dies bei klassischen Adjuvantien der Fall ist.

Durch die geschilderten Versuche wird gezeigt, dass Verbindun¬ gen der beschriebenen Art auch die humorale Immunität spezifisch zu steigern vermögen, dass sie die immunologische Reizbeantwortung verbessern, und dass ihre immunpotenzierenden Effekte auf einer systemischen Aktivierung des Immunapparates beruhen.

3. Potenzierung der humoralen Immunität in vitro: T-Zell-substituierender Effekt bei der Antikörperantwort von Mäusemilzzellen gegen Schaferythrocyten (SE) .

Für die Induktion einer Antikörperantwort werden in vielen Fällen aus dem Thy us stammende Lymphocyten (T-Zellen) benötigt. Diese Zellen kooperieren mit den Vorläufern antikörperbildender Lymphocyten (B-Zellen) und helfen ihnen auf Stimulierung mit soge¬ nannten T-abhängigen Antigenen mit Proliferation, Differenzierung und Antikörpersynthese zu reagieren. Milzzellsuspensionen kongenital athymischer nu/nu Mäuse enthalten keine funktioneilen T-Zellen und vermögen z.B. in vitro in Gegenwart von SE keine anti-SE-Anti- körper zu bilden. Die Verbindungen der vorliegenden Erfindung sind überraschenderweise in der Lage, T-Zellen in solchen Kulturen funktionell zu ersetzen und eine Antikörpera twort gegen SE zu ermöglichen. Zusatz dieser Stoffe zu nu nu Milzzellkulturen in Gegenwart von SE führt innert 4 Tagen zu einem erheblichen Anstie

der Zahl antikörperbildender Zellen. Die Befunde zeigen, dass die genannten Verbindungen die humorale Antikörperbildung in vitro zu steigern und einen Defekt des T-Zell Systems zu kompensieren vermö

4. Selektive Mitogenität für B-Zellen: Proliferationsfördernder Effekt in B-Lymphocyten-Kulturen.

Suspensionen hoch angereicherter B-Lymphocyten (Lymphknoten¬ zellen kongenital athymischer nu/nu Mäuse) , sowie weitgehend reine unreifer und reifer T-Lymphocyten (Thymuszellen bzw. cortisonresi- stente, d.h. 48 Stunden nach einer Cortisoninjektion persistierend

Thymuszellen von Balb/c-Mäusen) werden in Gegenwart der Prüfsub-

3 stanzen während drei Tagen inkubiert. Die Inkorporation von H -

Thymidin in die Lymphocyten während der letzten 18 Stunden der Kul turperiode gilt als Mass für die Proliferationsaktivität.

Die Erfindungsgemässen Verbindungen sind für B-Lymphocyten (d.h. für dieVorläufer der antikörperbildenden Zellen), nicht aber für T-Lymphocyten mitogen.

Sie sind somit in der Lage, die Proliferation von Lymphocyte anzuregen, die an der humoralen Immunantwort beteiligt sind.

5. Verträglichkeit

Obwohl Verbindungen der beschriebenen Art ihre potenzierend Wirkung am Meerschweinchen beispielsweise bereits nach einer Einze dosis von 0,05 mg/kg s.c, an der Maus nach Applikation von 5 mal 10 mg/kg s.c. entfalten, werden auch bei Applikation von 5 mal 300 mg/kg i.p. an Mäusen keine toxischen Effekte beobachtet. Die genannten Stoffe verfügen deshalb über eine ausgezeichnete therapeutische Breite.

Die erfindungsgemässen Verbindungen haben die Fähigkeit, einerseits bei Mischung mit einem Antigen dessen Im unogenität zu

erhöhen, andererseits bei systemischer Applikation die immunologi¬ sche Reaktivität des behandelten Organismus zu steigern. Dabei sind die genannten Stoffe in der Lage, sowohl die zelluläre wie die humorale Immunität zu fördern und die für die Antikörperbildung verantwortlichen Lymphocyten zu aktivieren.

Die neuen Verbindungen können somit als Adjuvantien in Mischung mit Impfstoffen dazu benützt werden, den Impferfolg zu verbessern und den durch humorale Antikörper und/oder zelluläre Immunität ver¬ mittelten Infektionsschütz gegenüber bakteriellen, viralen oder parasitären Erregern zu verbessern.

Schliesslich eignen sich die beschriebenen Verbindungen in Mischung mit verschiedensten Δntigenen als Adjuvantien bei der experimentellen und industriellen Herstellung von Antiseren für Therapie und Diagnostik und bei der Induktion von immunologisch aktivierten Lymphocytenpopulationen für Zelltransferverfahren.

Darüberhinaus können die neuen Verbindungen auch ohne gleich¬ zeitige Antigenzufuhr dazu benützt werden, bereits unterschwellig ablaufende Immunreaktionen bei Mensch und Tier zu fördern. Die Verbindungen eignen sich demnach besonders für die Stimulation der körpereigenen Abwehr, z.B. bei chronischen und akuten Infektionen oder bei selektiven (antigenspezifischen) immunologischen Defekten, sowie bei angeborenen, aber auch bei erworbenen allgemeinen (d.h. nicht antigenspezifischen) immunologischen Defektzuständen, wie sie im Alter, im Verlauf schwerer Primärerkrankungen und vor allem nach Therapie mit ionisierenden Strahlen oder mit immunosupressiv wirkenden Hormonen auftreten. Die genannten Stoffe können somit vorzugsweise auch in Kombination mit antiinfektiösen Antibiotika, Chemotherapeutika oder anderen Heilverfahren verabreicht werden, um immunologischen Schädigungen entgegenzuwirken. Schliesslich sind die beschriebenen Stoffe auch zur allgemeinen Prophylaxe von Infektionskrankheiten bei Mensch und Tier geeignet.

Die Erfindung betrifft insbesondere Verbindungen der Formel worin X den Carbonylrest, R , R und - Triniederalkylsilyl, in ers

Linie Trimethylsilyl, R_ gegebenenfalls durch Halogen, Hydroxy oder

Triniederalkylsilyloxy substituiertes Niederalkyl oder gegebenenfal durch Niederalkyl, Niederalkoxy, Halogen oder A ino substituiertes

Phenyl, R- Wasserstoff oder Alkyl mit 1-3 Kohlenstoffatomen, R_, R q und R-, Wasserstoff, R Niederalkyl, Hydroxyniederalkyl, Trinieder- 13 o alkylsilyloxyniederalkyl, Mercaptoniederalkyl oder Triniederalkyl- silylmercaptoniederalkyl, R_ und R_ zusammen auch einen Trimethylen

7 ö rest, R und R - unabhängig voneinander einen gegebenenfalls Niederalkyl oder Triniederalkylsilyl veresterten oder amidierten Carboxyrest und R. 1 Wasserstoff Trinideralkylsilyloxycarbonyl oder einen Carboxyrest bedeuten.

Besonders wertvoll sind auch Verbindungen obiger Formel wor R Wasserstoff darstellt.

Hervorzuheben sind ferner Verbindungen obiger Formel I, wor

X den Carbonylrest, R , R. und R, Triniederalkylsilyl, in erster

1 H Ö

Linie Trimethylsilyl, R Niederalkyl oder Phenyl, R Wasserstoff oder Methyl, Niederalkyl, Hydroxy- niederalkyl, Triniederalkylsilyloxyniederalkyl, Mercaptomethyl ode

Triniederalkyl-silylmercaptomethyl, R_ und R Q zusammen auch den

/ o

Trimethylenrest, R und R unabhängig voneinander Carboxy, Tri- niederalkylsilyloxycarbonyl oder Carboxamido und R Wasserstoff, Triniederalkylsilyloxycarbonyl oder Carboxy bedeuten. .

In erster Linie sind Verbindungen der Formel I zu erwähnen, worin X den Carbonylrest, R. , R, und R fi Trimethylsilyl, R„ Nieder¬ alkyl oder Phenyl, R„ Wasserstoff oder Methyl, R , R und R Wass stoff, R Q Niederalkyl mit 1-3 Kohlenstoffatomen, Hydroxymethyl, o

1-Hydroxy-aeth 1, Trimethylsilyloxymethyl, Mercaptomethyl oder Trimethylsilylmercaptomethyl, R Carboxamid, R Wasserstoff und R „ Carboxy, Trimethylsilyloxycarbonyl oder Carboxamido bedeuten.

Insbesondere betrifft die Erfindung die neuen, in den Bei¬ spielen beschriebenen Verbindungen.

Diese Verbindungen können erhalten werden, wenn man in an si bekannter Weise eine Verbindung der Formel

.

mit einem einen Triniederalkylsilylrest einführenden Silylierungs- mittel umsetzt und gegebenenfalls mit Wasser erhaltene Silylester aufspaltet.

Als Silylierungsmittel seien insbesondere genannt: Trinieder- alkyl-silyl-halogenide, besonders -Chloride oder -bromide, Hexa- niederalkyl-disilazan, Triniederalkylsilylamin, Triniederalkyl- sylildiäthylamin, Triniederalkylsilylacetamid, Bis-(triniederalkyl- silyl)-acetamideoder Tri-niederalkyl-silyl-sulfamide, insbesondere die entsprechenden Trimethylsilyl-Verbindungen.

Die Reaktion wird vorzugsweise in einem Lösungsmittel, das keine reaktionsfähigen Hydroxy- oder A inogruppenenthält, wie Dirnethylformamid, Dimethylsulfoxyd oder Acetonitril, Dioxan, Tetrahydrofuran, Dimethoxyäthan oder Chloroform vorgenommen. Man kann zudem in Gegenwart einer wasserfreienBase, wie Triäthyla in, Piperidin, Pyridin oder Imidazol arbeiten. Falls in den Ausgangsstof¬ fen eine freie Carbox 1-, Hydroxy- oder Mercaptogruppe vorhanden ist, können diese unter den Reaktionsbedingungen ebenfalls silyliert wer¬ den. Erhaltene Silylester " werden ' aber sehr leicht, z.B. beim Kontakt mit Wasser, gespalten.

Das oben beschriebene Verfahren wird nach an sich bekannten Methoden durchgeführt, in Abwesenheit oder vorzugsweise in Anwesen ¬ heit von Verdünnungs- oder Lösungsmitteln, wenn notwendig, unter Kühlen oder Erwärmen, unter erhöhtem Druck und/oder in einer Inertgas-, wie Stickstoffatmosphäre.

Die verwendeten Ausgangsstoffe und ihre Herstellung sind bekann .

Die Erfindung betrifft auch diejenigen Ausführungsformen des Verfahrens, bei denen man einen Ausgangsstoff unter den Reaktionsbedingungen bildet oder in Form eines reaktionsfähigen Derivats oder Salzes verwendet. Dabei geht man vorzugsweise von solchen AusgangsStoffen aus, die Verfahrensgemäss zu den oben als besonders wertvoll beschriebenen Verbindungen führen.

Die vorliegende Erfindung betrifft ebenfalls pharmazeutische Präparate, welche Verbindungen der Formel I enthalten. Bei den erfindungsgemässen pharmazeutischen Präparaten handelt es sich um solche zur enteralen, insbesondere parenteralen Verabreichung an Warmblüter, welche den pharmakologischen Wirkstoff allein oder zusammen mit einem pharmazeutisch anwendbaren Trägermaterial enthalten. Die Dosierung des Wirkstoffes hängt von der Warmblüter- Spezies, dem Alter und dem individuellen Zustand, sowie von der Applikationsweise ab.

Die neuen pharmazeutischen Präparate enthalten von etwa

10 1 bis etwa 95 %, vorzugsweise von etwa 20 % bis etwa 90 % des Wirkstoffs. Erfindungsge ässe pharmazeutische Präparate können z.B. in Dosiseinheitsform, wie Suppositorien oder Ampullen vorliegen.

Die pharmazeutischen Präparate der vorliegenden Erfindung werden in an sich bekannter Weise, z.B. mittels konventioneller Misch-, Granulier-, Dragier-, Lösungs- oder Lyophilisierungsver- fahren hergestellt. Vorzugsweise löst man die neuen Verbindungen in Lecithinen, gegebenenfalls zusammen mit Cholesterin, in einem halogenierten Kohlenwasserstoff, wie Chloroform oder Methylenchlorid- dampft sie dann ein und verteilt die erhaltene Mischung in einer wässrigen Pufferlösung, z.B. phosphatgepuffertes Kochsalz vom pH 7.2, z.B. durch Beschallen.

Man kann sie auch zusammen mit einem geeigneten Trägerstoff zu festen Darreichungsformen verarbeiten. Geeignete Trägerstoffe sind insbesondere Füllstoffe, wie Zucker, z.B. Lactose, Saccharose, Mannit oder Sorbit, Cellulosepräparate und/oder Calciumphosphate, z.B. Tricalciu phosphat oder Calciumhydrogenphosphat, ferner Bindemittel, wie Stärkekleister unter Verwendung z.B. von Mais-, Weizen-, Reis- oder Kartoffelstärke, Gelatine, Traganth, Methylcellu- " lose, Hydroxypropyl-methylcellulose, Natriumcarboxy ethylcellulose und/oder Polyvinylpyrrolidon, und/oder, wenn erwünscht, Spreng¬ mittel, wie die obgenannten Stärken, ferner Carboxymethylstärke, quervernetztes Polyvinylpyrrolidon, Agar, Alginsäure oder ein Salz davon, wie Natriu alginat, Hilfsmittel sind in erster Linie Fliessregulier- und Schmiermittel, z.B. Kieselsäure, Talk, Stearinsäure oder Salze davon, wie Magnesium- oder Calciumstearat, und/oder Polyäthylenglykol. Dragee-Kerne werden mit geeigneten, ge¬ gebenenfalls Magensaft-resistentenUeberzügen versehen, wobei man u.a. konzentrierte Zuckerlösungen, welche gegebenenfalls arabischen Gummi, Talk, Polyvinylpyrrolidon, Polyäthylenglycol und/oder Titandioxid enthalten, Lacklösungen in geeigneten organischen Lösungsmitteln oder Lösungsmittelgemischen oder, zur Herstellung

von Magensaft-resistenten üeberzügen, Lösungen von geeigneten Cellulosepräparaten, wie Acetylcellulosephthalat oder Hydroxy- propylmethylcellulosephthalat, verwendet. Den Tabletten oder Dragee-Überzügen können Farbstoff.e oder Pigmente, z.B. zur Ident fizierung oder zur Kennzeichnung verschiedener Wirkstoffdosen, beigefügt werden.

Die nachfolgenden Beispiele illustrieren die oben beschrie bene Erfindung; sie sollen jedoch diese in ihrem Umfang in keine Weise einschränken. Temperaturen werden in Celsiusgraden angegeb

Beispiel 1: 0,3 g 2-Benzamido-2-desoxy-3-0- [L-l-(D-l-carbamoyl-3- carboxypropyl)-carbamoyl-äthyl]-carbamoyl-methyl| -D-glucose löst man in 3 ml Dimethylformamid und versetzt mit 0,4 ml Bis-trimethyl- silylacetamid. Nach 5 Stunden bei 35° dampft man im Vakuum zum Sirup ein, aus dem man - durch Lösen in absolutem Aether oder absolu¬ tem Essigester gebildetes Acetamid abscheiden kann. Nach erneutem

20 Eindampfen erhält man einen farblosen Sirup mit [αl γ , = + 15°

( c - 0,8, Dioxan) der 2-Benzamido-2-desσxy-3-0- [ [L-l-(D-l-carbamoyl-

3-trimethylsilyl-carboxy-propyl)-carbamoyl-äthyl]-carbam oyl-methyl ■>

-1,4,6—O-tris-trimethylsilyl-αj -D-εlucose

Bei Kontakt mit Wasser wird die Trimethylsilylestergruppe rasch verseift, ' obei man die 2-Benzamido-2-desoxy-3-0-i FL-1- (D-l-carbamoyl-3-carboxy-propyl)-carbamoyl-äthyl]-carbamoyl - methylj » -l,4,6-tris-0-trimethylsilvl-α,ß—D-glucose erhält.

Analog erhält man sirupöse 2-Acetamino-2-desoxy-3-0-

Beispiel 2: 3 g 2-Benzamido-2-desoxy-3-0- -t [L-l-(D-l-carbamo l-3- carboxypropyl)-carbamoyl-äthyl]-carbamoyl-methyl HD—glucose löst man in20 ml Dimethylformamid und versetzt mit 4 ml Bis-trimethyl- silylacetamid. Nach 5 Stunden bei 35° dampft man im Vakuum zum Sirup ein. Man nimmt in Chloroform auf, schüttelt kurz mit Eiswasser aus und trocknet die organische Phase. Nach erneutem Eindampfen erhält man ein Gemisch des entsprechenden 1,4,6-Tris-trimethylsilyläther- tri ethylsilylesters und des zugehörigen Tris-tri ethylsilyl- äthers als freie Carbonsäure.

Beispiel 3: Analog den vorstehenden Beispielen erhält man folgen Trimethylsilyläther-ester, aus denen bei Kontakt mit Wasser die Trimethylsilyläther entstehen:

2-Acetamino-2-desoxy-3-0 |D-l-(L-l-[D-l-carbamoyl-3-trimethyl- silyl-carboxy-propyl]-carbamoyläthyl)-carbamoyläthyl —l , 4 , 6-0-tri

20 trimethylsilyl-α, ß-D-glucose, Sirup [α] = + 10° (c=l Dioxan)

2-Acetamino-2-desoxy-3-0- D-l-(L-l-[D-l-carbamoyl-3-trimethylsil carboxy-propyl]-carbamoyl-propyl)-carbamoyläthyl j -1 ,4, 6-O-tris- trimethylsilyl-α, ß D_-glucose, Sirup .

2-Acetamino-2-desoxy-3-0- "T D-l-(L-l-[D-l-carbamoyl-3-trimethylsil carboxypropyl]-carbamoyl-2-methyl-propyl)-carbamoyläthyl f -1, 4, 6-O timethylsilyl- , ß-D-glucose, Sirup .

2-Propionamino-2-desoxy-3-0- I { L-l- (D-l- carbamoy l-3~trimethylsily carboxy-propyl)-carbamoyl-äthyl } -carbamoyl-methyl J -1 , 4, 6-0-tris trimethylsilyl-α, ß-D-glucose, Sirup .

2-Benzoylamino-2-desόxy-3-0- N I,-l-(D-l-carbamoyl-3-trimethylsily carboxypropyl)-carbamoyl-propyl } -carbamoyl-methylj -l,4, 6 ' -0-tris- trimethylsilyl- , ß-D-glucose, Sirup .

2-Acetamino-2-desoxy-3-0-[_| L-l- (D-l-carbamoyl-3-trimethylsilyl- carboxy-propyl)-carbamoyl-propylj -carbamoylmethyl J -1 ,4,6-0-tris trimethylsilyl-α, ß-D-glucose, Sirup .

2-Acetamino-2-desoxy-3-0- l — 1— (D-l- carbamoyl-3-trimethylsily 1- carboxypropy 1) - carbamoyl-2-meth lpropy 1 - carbamoyl-meth lj -1 , 4 -,

1, 4, 6-0,-tris-trimethylsilyl-α, ß-D-glucose, Sirup

2-Pivaloylamino-2-desoxy-3-0- j_' , ι j - 1- (D-l- carbamoy 1-3- rimethylsil carboxypropyl)- carbamo läthyl -carbamoylmethyl -1, 4,6-tris-O- trimethylsilyl-α, ß-D-glucose, Sirup . /" "

(

2-Propionamino-2-desoxy-3-CH ( L-l-(D-l-trimethylsilyl-carboxy- 3-trimethylsilyl-carboxy-propyl)-carbamoyl-äthylj -carbamo Imethylj -1,4,6-0-tris-trimethylsilyl-α,ß-D-glucose, Sirup. 2-Acetamino-2-desoxy-3-0- | L-l-(D-l-trimethylsilyl-carboxy-3- trimethylsilyl-carboxypropyl)-carbamoyl-propylj -carbamoyImethylj 1,4,6-0-tris-trimethylsilyl-α,ß-D-glucose, Sirup. 2-Acetamino-2-desoxy-3-θj l ^-l-CD-l-carbamσyl-3-trimethylsilyl- carboxypropyl)-carbamoyl-2-trimethylsilyl-oxy-äthyl| -carbamoyl¬ methyl| -1,4,6-0-tris-trimethylsilyl-α,ß-D-glucose, Sirup.

2-Acetamino-2-desoxy-3-0-<D-l-(L-l-[D-l-trimethylsilyl -carboxy- 3-trimethylsilyl-carboxy-propyl]-carbamoyl-2-methyl-ρropyl) -carba¬ moyläthyl i -1,4,6-0-tris-trimethylsilyl-α,ß-D-glucose, Sirup. 2-Isobutyroylamino-2-desoxy-3-0- I L-l-(D-l-carbamoyl-3-trimethyl- silyl-carboxypropyl)-carbamoyl-propyl > -carbamoyl-methyl J -1,4,6-0- tris-trimethylsilyl-α,ß-D-glucose, Sirup.

2-Acetamino-2-desoxy-3-0-j j L-l-(D-l-carbamoyl-3-trimethylsilyl- carboxypropy1)-carbamoy1-2-chloräthyl -carbamoylmethyl J -1,4,6-0- tris-trimethylsilyl-α,ß-D-glucose, Sirup.

2-Benzόylamino-2-desoxy-3-0- l D—1—1 L-l-(D-l-carbamoyl-3-trimethyl- silyl-carboxy-propyl)-carbamoyl-äthyl[-carbamoy1-äthyl.J -1,4,6-0- tris-trimethylsilyl-α,ß-D- glucose, Sirup.

Beispiel 4: Die genannten Trimethylsilylderivate können als Adju- vantim vorteilhaft auf folgende Arten angewendet werden:

1) Man löst 1 Teil Silylverbindung entweder zusammen mit 10 Teilen Eilecithin oder zusammen mit z.B. 8 Teilen Eilecithin und 2 Teilen Cholesterin in Chloroform, verdampft am Rotationsverdampfer zu eine LipidfiIm, den man mit einer Pufferlösung, z.B. phosphat¬ gepufferter physologischer Kochsalzlösung pH=7,2 vermengt. Unter leichter Kühlung behandelt man mit Ultraschall von 30-50 Watt etwa 3-5 Minuten, so dass die Innentemperatur 30° nicht übersteigt. Man erhält so eine Suspension von Lipidvesikeln , sogenannten Liposomen,

mit einer sehr uniformen Grosse von etwa 1-3 μ Durchmesser. Leicht lipophile Antigene werden in wässriger Lösung dieser Suspension zugegeben und auf den Liposomen absorbiert. Die Antigene können jedoch auch vor der Beschallung zugegeben werden. So erhaltene Liposomen-Suspensionen können, i.p., s.c, i.d. oder i.m. gespritzt werden.

2) Man vermengt die erforderliche Menge der Silylverbindung mit Draceol, versetzt mit der wässrigen, gepufferten Lösung des Antigens und Arlacel und beschallt wie oben angegeben, bis man eine steife Wasser in Oel-Emulsion erhält, die gespritzt werden kann

3) Die lipophilen SilylVerbindungen können aus wässriger Suspension auch an Zellen, wie Erythrocyten oder Tumorzellen absorbiert werden, dabei können je nach Konzentration kleine Mengen Polyäthylenglykol 400 als Lösungsvermittler behilflich sein.