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Title:
NON-SLIP HEEL TIP FOR A SHOE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2018/036833
Kind Code:
A1
Abstract:
The present invention relates to a heel tip (1) for a heel of a shoe. The heel tip comprises a front rubber surface (2) adapted to the shape of the heel and a rear rubber surface (3) arranged in the initial stepping region, wherein at least the rear rubber surface (3) comprises rear profile grooves (4) that are arranged parallel to one another and extend transversely to the walking direction, wherein the profile grooves (4) have a groove depth of between 0.50 and 1.25 mm and a groove width of between 1.00 and 2.00 mm and are spaced apart from one another by between 1.00 and 2.00 mm. The rubber surface hardness is between 85 and 98° Shore A and/or between 35 and 45° Shore D.

Inventors:
ZIEGLER, Horst (Weiherstraße 15, Obersimten, 66957, DE)
Application Number:
EP2017/070318
Publication Date:
March 01, 2018
Filing Date:
August 10, 2017
Export Citation:
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Assignee:
WORTMANN KG INTERNATIONALE SCHUHPRODUKTIONEN (Klingenbergstraße 1 - 3, Detmold, 32758, DE)
International Classes:
A43B13/22; A43B21/06; A43B21/20; A43B21/24
Domestic Patent References:
WO2016102173A12016-06-30
WO2013131206A12013-09-12
Foreign References:
FR1160020A1958-07-07
DE1661834U1953-08-20
DE1665776U1953-10-29
FR1365430A1964-07-03
CH58652A1913-03-17
DE9202446U11992-04-16
DE8810342U11988-11-17
DE7341931U1974-03-07
DE969455C1958-06-04
CH401748A1965-10-31
DE202005003885U12005-05-19
DE202011110291U12013-05-31
DE7431162U1974-12-19
US4570362A1986-02-18
Attorney, Agent or Firm:
KELLER, Christian et al. (Westring 17, Landau, 76829, DE)
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Claims:
Patentansprüche:

1 . Absatzfleck (1 ) für einen Absatz eines Schuhs, umfassend einen an die Form des Absatzes angepassten vorderen Deckfleck (2) und einen im Auftrittsbereich angeordneten hinteren Deckfleck (3), wobei zumindest der hintere Deckfleck (3) parallel zueinander angeordnete, quer zur Laufrichtung verlaufende hintere Profilrillen (4) umfasst, dadurch gekennzeichnet, dass die Profilrillen (4) eine Rillentiefe zwischen 0,50 und 1 ,25 mm und eine Rillenbreite zwischen 1 ,00 und 2,00 mm aufweisen und zwischen 1 ,00 und 2,00 mm voneinander beabstandet sind und dass die Deckfleckhärte Shore A zwischen 85 und 98° und/oder Shore D zwischen 35 und 45° beträgt.

2. Absatzfleck (1 ) nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Fläche des vorderen Deckflecks (2) und des fersenseitigen hinteren Deckflecks (3) wenigstens 375 mm2 beträgt.

3. Absatzfleck nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Deckfleckmaterial ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus Polyurethan (PU), thermoplastischem Polyurethan (TPU), thermoplastischen Kunststoffen (TR), Polyvinylchlorid (PVC), Kautschuk oder Gummi.

4. Absatzfleck (1 ) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die

Profilrillen (4) den Deckfleckrand durchbrechen.

5. Absatzfleck (1 ) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die

Profilrillen (4) vor dem Deckfleckrand innerhalb des Deckflecks enden.

6. Absatzfleck (1 ) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die

Profilrillen (4) linienförmig gewellt oder gezackt in dem hinteren Deckfleck (3) eingearbeitet sind.

7. Absatzfleck (1 ) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die

Profilrillen (4) einen U-förmigen oder V-förmigen Querschnitt aufweisen.

8. Absatzfleck (1 ) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der

vordere Deckfleck (2) vordere Profilrillen aufweist, deren Rillenbreite und/oder Rillenabstand kleiner ist als die Rillenbreite und/oder der Rillenabstand der hinteren Profilrillen (4).

9. Absatzfleck (1 ) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die hinteren Profilrillen (4) in Längsrichtung eine Fläche zwischen 100% bis 10 %, vorzugsweise zwischen 50% und 10%, vorzugsweise zwischen 35% und 15% der Deckfleckgesamtfläche (2, 3) des Absatzflecks (1 ) umfassen.

10. Schuh, insbesondere Herren- oder Damenschuh, ausgerüstet mit einem Absatzfleck (1 ) nach einem der Ansprüche 1 bis 9.

Description:
"Rutschfester Absatzfleck für einen Schuh"

Beschreibung:

Technisches Gebiet:

Die vorliegende Erfindung betrifft einen Absatzfleck für einen Absatz eines Schuhs, der rutschfeste Eigenschaften aufweist. Die vorliegende Erfindung betrifft ferner einen mit einem erfindungsgemäßen Absatzfleck ausgerüsteten Schuh.

Stand der Technik:

Der Absatz eines Herren- oder Damenschuhs besteht aus einem oder mehreren Absatzflecken, die gegebenenfalls schichtweise zu einem Absatz aufgebaut werden. Häufig kommen bei Absatzflecken Kautschuk-Materialien, Kunststoffe oder Leder zum Einsatz. Ein Absatzfleck aus Gummi ist beispielsweise in der CH 58652 A oder in der DE 9202446 U1 beschrieben. Da Absatzflecken einem hohen Verschleiß ausgesetzt sind, wird in der DE 8810342 U1

vorgeschlagen, dass der Absatzfleck hauptsächlich mit Sinter-Hartmetall, Keramik oder einem kubischen Bornitrid (CBN) beschichtet ist. Eine solche Beschichtung beeinflusst allerdings die Lauf- und Rutscheigenschaften des Absatzflecks und somit des gesamten Schuhs. Daneben sind auch austauschbare Absatzflecken bekannt, wie sie beispielsweise in der WO

2016/102173 A oder der DE 7341931 beschrieben sind.

Eine andere Eigenschaft, die von Schuhen erwartet wird, ist die Griffigkeit der Sohle oder des Absatzes zum Boden. Schuhe sollen nicht über den Boden rutschen oder gleiten. Hierzu werden die Schuhsohlen mit Profilen ausgestattet. Bekannt sind dabei Profilierungen geformt aus Nocken, Rippen, Rillen oder sonstigen Erhöhungen und Vertiefungen an der Lauffläche in verschiedensten Formen und Zusammensetzungen. So wird z.B. in der DE 969 455 eine Profilierung der Schuhsohle oder des Absatzes offenbart, deren Rillen und/oder Rippen labyrinthähnlich, d.h. in Form von geschlossenen, nebeneinanderliegenden Kurvenzügen und/oder in Form von geschlossenen, nebeneinanderliegenden Kurvenscharen mit

unregelmäßigem Verlauf angeordnet sind. Somit sind unterschiedliche Profilierungen bei Absatzflecken bekannt, die dem Absatz ein rutschfestes Profil verleihen sollen. Deren

Wirksamkeit ist jedoch, je nach Sohlenmaterial und Schuhart, nicht immer zufriedenstellend.

Die CH 401 748 A beschreibt einen Blockabsatz oder eine Sohle, die aus zwei Schichten zusammengesetzt ist. Die zwei Schichten umfassen eine nagelbare Schicht und eine untere Schicht. Eine bekannte nagelbare Gummimischung, die eine Shore-Härte von 95° nicht unterschreitet, ist beispielhaft angegeben.

Bekannt sind auch Anti-Rutschsohlen, die an der Lauffläche, innerhalb eines unprofilierten Sohlenrandes, mit Lamellen und dazwischen befindlichen Nuten profiliert sind. Allerdings stellt es sich als nachteilig heraus, dass sich bei großer Nässe Wasser in den Nuten ansammelt und nicht abfließen kann. Dieser Wasserstau führt dazu, dass die Anti-Rutschwirkung vermindert oder sogar aufgehoben wird. Als Lösung sieht die DE 20 2005 003 885 U1 vor, dass sich bei der von den Nutböden und/oder ausgedehnteren Nutbodenflächen durch den unprofilierten Sohlenrand hindurch zur Außenseite der Sohle Durchbrüche erstrecken, durch welche das Wasser abfließen kann.

Bei Laufschuhen oder Wanderschuhen wird die Rutschfestigkeit häufig dadurch erreicht, dass eine möglichst große Sohlenfläche Kontakt mit dem Untergrund hat. Gleichzeitig spielen auch die Profilierung und die Materialeigenschaft eine wichtige Rolle.

Die DE 20 201 1 1 10 291 U1 beschreibt einen Schuh mit einem aus textilem Material bestehenden Schuhhauptteil und einer mit diesem verbundenen rutschfesten Schuhsohle. Die Schuhsohle weist eine Profilierung auf, die aus einer Vielzahl von quer zur Schuhlängsrichtung ausgerichteten Erhebungen besteht. Die durchschnittliche Breite jeder Erhebung beträgt zwischen 0,5 und 3,5 mm, die Höhe der Erhebungen beträgt zwischen 0,5 und 3,5 mm.

Die DE 74 31 162 U beschreibt einen Seglerstiefel, der mehrere Noppen in Wellenform auf einer Sohlenfläche des Seglerstiefels aufweist. Die Quernoppen weisen eine Breite von etwa 2 mm und einen gegenseitigen Abstand von höchstens 1 mm, vorzugweise jedoch den Bruchteil eines Millimeters auf. Die Profiltiefe der Quernoppen braucht höchstens 1 mm zu betragen.

Die US 4 570 362 A beschreibt eine Stützfläche zur Anwendung in Schuhen und

Fahrzeugreifen, die aus einem Gummi, Polyvinylchlorid oder ähnlichen Materialien hergestellt ist. In der Stützfläche sind mehre quer zur Laufrichtung verlaufende Erhebungen zur Bildung eines Kanals angeordnet. Jeder Kanal besteht aus einem schmalen Teil und einem breiteren Teil.

Die WO 2013/131206 A1 beschreibt eine rutschfeste Sohle, in der mehrere sechseckige Erhebungen angeordnet sind. Jede sechseckige Erhebung besteht aus sechs Dreiecken, wobei der Durchmesser des Innenkreises in der sechseckigen Erhebung 5,5 bis 6,8 mm beträgt. Die Höhe der Erhebungen beträgt zwischen 3,0 und 4,0 mm. Bei vielen Schuharten, z.B. Straßen- oder Tanzschuhen, ist der Absatzfleck hauptverantwortlich für die Rutschfestigkeit des Schuhs, da bei einer normalen Gehbewegung der hintere Bereich des Schuhs Kontakt mit dem Bodenbelag hat. Bei Nässe ist die Reibungskraft zwischen Schuh und Bodenbelag erheblich reduziert, da sich ein Feuchtigkeitsfilm zwischen Bodenbelag und Absatzfleck ausbildet und damit einen rutschsicheren Kontakt zwischen den beiden Medien verhindert.

Darstellung der Erfindung:

Vor diesem Hintergrund ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen Absatzfleck für einen Absatz eines Schuhs bereitzustellen, der mit verbesserten Antirutsch-Eigenschaften

ausgestattet ist.

Diese Aufgabe wird gelöst durch einen Absatzfleck für einen Absatz eines Schuhs mit den Merkmalen des Anspruchs 1 .

Bevorzugte Ausführungsformen finden sich in den Unteransprüchen wieder.

Der erfindungsgemäße Absatzfleck ist aufgeteilt in einen zum Fußballen weisenden vorderen Deckfleck und einen im Auftrittsbereich angeordneten, dem Fersenbereich eines Fußes zugewandten hinteren Deckfleck. Um die verbesserte Bodenhaftung zu erzielen, soll zumindest der hintere Deckfleck parallel zueinander angeordnete, quer zur Laufrichtung verlaufende hintere Profilrillen umfassen. Die Profilrillen sollen erfindungsgemäß eine Rillentiefe zwischen 0,5 und 1 ,25 mm und eine Rillenbreite zwischen 1 ,00 und 2,00 mm aufweisen und zwischen 1 ,00 und 2,00 mm voneinander beabstandet sein. Die Deckfleckhärte soll nach Shore A zwischen 85 und 98° und/oder nach Shore D zwischen 35 und 45° betragen. In einer bevorzugten Variante beträgt die Deckfleckhärte nach Shore A zwischen 90 und 95° und/oder nach Shore D zwischen 39 und 43°. Die Shore-Härte A oder C kann beispielsweise anhand der DIN 53505 ermittelt werden. Hierfür stehen im Stand der Technik Härteprüfgeräte nach Shore A, C und D zur Verfügung.

Bei üblichen Schuhen beträgt die Fläche des vorderen Deckflecks und des fersenseitigen hinteren Deckflecks wenigstens 375 mm 2 .

Zum Erreichen der erfindungsgemäßen Deckfleckhärten gemäß Shore A und/oder Shore B sind beispielsweise Materialien wie Polyurethan (PU), thermoplastisches Polyurethan (TPU), thermoplastische Kunststoffe (TR), Polyvinylchlorid (PVC), Kautschuk oder Gummi geeignet. Vorzugsweise kommt ein thermoplastisches Polyurethan (TPU) für den nach außen gewandten Absatzfleck, vorzugsweise zur Ausbildung des hinteren Deckflecks, zum Einsatz. Diese

Materialien haben sich bezüglich der zu erreichenden Shore-Härte und damit zum Erreichen der gewünschten Antirutschwirkung als vorteilhaft herausgestellt.

Bei der normalen Gehbewegung hat zuerst der hintere Deckfleckbereich des Absatzflecks Kontakt mit dem Bodenbelag. Daher ist erfindungsgemäß vorgesehen, dass zumindest der hintere Deckfleck parallel zueinander angeordnete, quer zur Laufrichtung verlaufende hintere Profilrillen aufweist, um einen zwischen dem Bodenbelag und dem Deckfleck auftretenden Feuchtigkeitsfilm (z.B. bedingt durch Nässe) aufzunehmen. In einer bevorzugten Variante ist daher der hintere Deckfleckbereich des erfindungsgemäßen Absatzflecks nicht größer als 30 mm, vorzugsweise nicht größer als 20 mm.

Durch die Anordnung der erfindungsgemäßen Profilrillen wird der Feuchtigkeitsfilm an den hinteren Rillenkanten vom Bodenbelag aufgenommen und ein "Aufschwimmen" verhindert. Die Nässe wird über die Rillenkanäle abgeleitet, so dass der Feuchtigkeitsfilm verhindert oder zumindest reduziert wird. In einer bevorzugten Variante ist vorgesehen, dass die Profilrillen den Deckfleckrand durchbrechen. Dies hat den Vorteil, dass die Nässe unter dem Fleck nach außen abgeleitet werden kann. Alternativ können die Profilrillen vor dem Deckfleckrand innerhalb des Deckflecks enden.

Eine Rillentiefe von 0,50 bis 1 ,25 mm, eine Rillenbreite von 1 ,00 bis 2,00 mm und ein

Rillenabstand von 1 ,00 bis 2,00 mm haben sich für die Antirutsch-Eigenschaft des

erfindungsgemäßen Absatzflecks als besonders vorteilhaft erwiesen. Die Deckfleckstärke beträgt vorzugsweise zwischen 6 und 7 mm. Der für die Antirutsch-Eigenschaft wesentliche hintere Deckfleckbereich ist vorzugsweise zwischen 14,5 mm und 20,00 mm lang. In einer alternativen Variante kann auch vorgesehen sein, dass sich das erfindungsgemäße Rillenprofil auch über den gesamten Absatzfleck erstreckt. Für die Antirutsch-Eigenschaft sollte es jedoch ausreichend sein, dass lediglich der hintere Deckfleck- Bereich das erfindungsgemäße

Rillenprofil und die zusätzlich hier beschriebenen Materialeigenschaften aufweist.

Vorzugsweise sind die Profilrillen linienförmig angeordnet. In alternativen Ausführungsvarianten können jedoch die Profilrillen auch gewellt oder gezackt in dem hinteren Deckfleck eingearbeitet sein. Üblicherweise weisen die Profilrillen einen U-förmigen oder V-förmigen Querschnitt auf. Je nach Ausgestaltung weist der vordere Deckfleck vordere Profilrillen auf, deren Rillenbreite und/oder Rillenabstand kleiner ist als die Rillenbreite und/oder der Rillenabstand der hinteren Profilrillen des hinteren Deckflecks.

Gemäß einer Ausgestaltung der Erfindung weisen die hinteren Profilrillen in Längsrichtung eine Fläche zwischen 100 % bis 10 %, vorzugsweise zwischen 50 % und 10 %, bevorzugt zwischen 35 % und 15 % der Deckfleckgesamtfläche des Absatzflecks auf.

Die Antirutsch-Eigenschaften des erfindungsgemäß aufgebauten Absatzflecks wurden eingehend geprüft. Ausgangspunkt war ein Absatzfleck aus thermoplastischem Polyurethan mit einer Deckfleckstärke zwischen 6,0 und 7,0 mm, einer Shore A Deckfleckhärte von 85 bis 98° oder Shore D von 35 bis 45°, wobei die Profilrillen des hinteren Deckflecks eine Rillentiefe zwischen 0,50 und 1 ,25 mm, eine Rillenbreite zwischen 1 ,00 und 2,00 mm aufweisen und zwischen 1 ,00 und 2,00 mm voneinander beabstandet sind. Dabei wurden folgende Ergebnisse erzielt:

Antirutsch-Eiqenschaft

DIN EN ISO 13287

Abreibewiderstand

DIN EN 12770 / DIN ISO 4649

Die Ergebnisse zeigen, dass die erfindungsgemäßen Antirutsch-Eigenschaften im Wesentlichen von den Profileigenschaften und der gewählten Deckfleckhärte abhängig sind. Dadurch wird ein möglicher "Aquaplaning"-Effekt zwischen Belag und Absatzfleck erheblich reduziert und ein Abgleiten oder Rutschen des Schuhs verhindert. Die erreichten Werte beim Auftreten des Absatzes in Höhe von 0,27 μ liegen weit oberhalb der ansonsten üblichen Werte, welche im Bereich von 0,18 bis 0,21 liegen. Somit eignet sich der erfindungsgemäße Absatzfleck insbesondere für Damenschuhe mit einem kleinen Absatz, beispielsweise High Heels. Die bei der Durchführung ermittelten Werte sind Durchschnittswerte, welche anhand von fünf aufeinanderfolgenden Abläufen ermittelt wurden. Sicherheitsschuhe haben üblicherweise einen Wert von 0,28 μ, somit kommt der erfindungsgemäße Absatzfleck, welcher sich für normale Gebrauchsschuhe eignet, diesem Wert sehr nahe.

Ein wesentlicher Vorteil der vorliegenden Erfindung liegt darin begründet, dass der Absatzfleck mit Anti-Rutsch-Eigenschaft einfach nachgerüstet werden kann. Interessant wäre dies z.B. bei Businessschuhen mit glatter Sohle oder bei Tanzschuhen. Außerdem kann der

erfindungsgemäße Schuhabsatzfleck kostengünstig und einfach ausgetauscht werden, wenn die Profilierung verschlissen sein sollte. Hier kann auf bekannte Befestigungsmethoden des Absatzflecks zurückgegriffen werden. Ferner sind auch die Materialkosten niedriger, wenn anstelle einer vollständig profilierten Laufsohle lediglich der Absatzfleck mit der

erfindungsgemäßen Profilierung und der erfindungsgemäßen Materialeigenschaft hergestellt werden soll.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen:

Die Erfindung wird in den nachfolgenden Zeichnungen näher erläutert.

Fig. 1 zeigt die Draufsicht und eine Ausführungsvariante des erfindungsgemäßen Absatzflecks.

Fig. 2 zeigt weitere mögliche Ausgestaltungen von Profildesigns des hinteren Deckflecks.

Wege zur Ausführung der Erfindung und gewerbliche Verwertbarkeit:

In Fig. 1 ist schematisch eine Draufsicht einer Ausführungsvariante des erfindungsgemäßen Absatzflecks 1 gezeigt. Der erfindungsgemäße Absatzfleck 1 ist aufgeteilt in einen vorderen Deckfleck 2 und einen hinteren Deckfleck 3. Der hintere Deckfleck 3 macht zwischen 35 und 15 % der Deckfleckgesamtfläche 2, 3 des Absatzflecks 1 aus. In der gezeigten Variante umfasst der hintere Deckfleck 3 quer zur Laufrichtung verlaufende hintere Profilrillen 4, die linienförmig und parallel zueinander angeordnet sind.

In der Querschnittsdarstellung ist zu erkennen, dass die Rillentiefe zwischen 0,50 und 1 ,25 mm und die Rillenbreite zwischen 1 ,00 und 2,00 mm beträgt. Der Abstand der Profilrillen 4 beträgt zwischen 1 ,00 und 2,00 mm (nicht gezeigt). Bevorzugt ist ein Rillenabstand von 1 ,5 mm und eine Rillentiefe von 0,75 mm, wobei der hintere Deckfleckbereich 14,5 mm umfasst. Die vorderen Profilrillen 5 des vorderen Deckflecks 2 sind vorzugsweise 0,5 mm voneinander beabstandet. Der gesamte Deckfleck ist vorzugsweise zwischen 6,0 und 7,0 mm stark. Deutlich ist auch zu erkennen, dass die vorderen Profilrillen 5 des vorderen Deckflecks 2 eine geringere Rillenbreite und/oder einen kleineren Rillenabstand aufweisen als die Rillenbreite und/oder der Rillenabstand der hinteren Profilrille 4. In der gezeigten Variante sind dies 0,5 mm für die vorderen Profilrillen 5.

Die Deckfleckhärte des hinteren Deckflecks 3 Shore A beträgt zwischen 85 und 98° und/oder Shore D beträgt zwischen 35 und 45°. Vorzugsweise kommt beim Absatzfleck 1 ein

thermoplastisches Polyurethan (TPU) mit einer solchen Materialhärte zum Einsatz.

In Fig. 2 werden weitere mögliche Profildesigns des hinteren Deckflecks 3 gezeigt. So können die quer zur Laufrichtung verlaufenden hinteren Profilrillen 4 gewellt (Fig. 2A), gezackt (Fig. 2B) oder strahlenförmig (Fig. 2C) in unterschiedlichen Winkeln quer zur Laufrichtung verlaufen. Durch die Anordnung der Rillen wird der Feuchtigkeitsfilm (Nässe) an den hinteren Rillenkanten vom Bodenbelag aufgenommen und die Nässe abgeführt. Dadurch wird der Feuchtigkeitsfilm zwischen Absatz und Bodenbelag verhindert. Vorzugsweise durchbrechen die Profilrillen 4 den Deckfleckrand, so dass die Nässe unter dem Fleck nach außen abgeleitet werden kann.

Der erfindungsgemäß erreichte Wert von 0,27 μ liegt weit oberhalb der bei üblichen

Straßenschuhen beobachteten Werte, die zwischen 0,18 und 0,21 μ liegen, und leicht unterhalb des für Sicherheitsschuhe geforderten Wertes von 0,28 μ.