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Title:
NOVEL HETEROARYL-SUBSTITUTED ACETONE DERIVATIVES, SUITABLE FOR INHIBITING PHOSPHOLIPASE A2
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2009/040314
Kind Code:
A2
Abstract:
The present invention relates to novel heteroaryl-substituted acetone derivatives inhibiting the enzyme phospholipase A2, and pharmaceutical agents comprising said compounds of formula (I) as specified below.

Inventors:
LEHR, Matthias (Am Schlautbach 155, Havixbeck, 48329, DE)
BOVENS, Stefanie (Toppheideweg 64, Münster, 48161, DE)
Application Number:
EP2008/062552
Publication Date:
April 02, 2009
Filing Date:
September 19, 2008
Export Citation:
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Assignee:
WESTFÄLISCHE WILHELMS UNIVERSITÄT MÜNSTER (Schlossplatz 2, Münster, 48149, DE)
LEHR, Matthias (Am Schlautbach 155, Havixbeck, 48329, DE)
BOVENS, Stefanie (Toppheideweg 64, Münster, 48161, DE)
International Classes:
C07D209/42; A61K31/40; A61K31/404; A61K31/415; A61P7/02; A61P17/00; A61P29/00; C07D413/04
Attorney, Agent or Firm:
ALTHAUSEN, Sonja (MICHALSKI HÜTTERMANN & PARTNER PATENTANWÄLTE, Zusammenschluss-Nr. 289Neuer Zollhof 2, Düsseldorf, 40221, DE)
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Claims:
PATENTANSPRüCHE

1. Verbindungen der allgemeinen Formel (I) wie nachstehend angegeben:

worin

Q für R 1 , OR 1 , SR 1 , SOR 1 , SO 2 R 1 , NR 9 R 1 oder einen geradkettigen Ci_ 3 i-Alkyl- oder C 2 - 3 i-Alkenyl- oder -Alkinylrest steht, der mit 1 oder 2 Resten, unabhängig ausgewählt aus O, S, SO, SO 2 , NR 9 und Aryl, das mit 1 oder 2 Substituenten R 4 substituiert sein kann, unterbrochen sein kann, und der mit 1-4 Ci_ 6 -Alkylresten und/oder 1 oder 2 Arylresten substituiert sein kann, wobei die Arylreste mit 1 oder 2 Substituenten R 4 substituiert sein können;

Ar für einen Arylrest steht, der mit 1 oder 2 Substituenten R 4 substituiert sein kann;

X für N oder CR 5 steht;

R 1 für H oder einen Arylrest steht, der mit 1 oder 2 Substituenten R 4 substituiert sein kann;

R 2 und R 3 a) unabhängig voneinander für H, Ci_ 6 -Alkyl, C 2 - 6 -Alkenyl, C 2 - 6 -Alkinyl oder R 7 - W stehen,

oder c) zusammen mit den Kohlenstoffatomen, an die sie gebunden sind, für einen 5- oder 6-gliedrigen aromatischen oder heteroaromatischen Ring stehen, der mit 1 oder 2 Substituenten R 4 substituiert sein kann;

R 4 für Ci_6-Alkyl, Halogen, CF 3 , CN, NO 2 , OR 9 , S(O) 0 R 9 , COR 9 , COOR 9 , CONR 9 R 10 , SO 3 R 9 , SO 2 NR 9 R 10 , Tetrazolyl oder R 7 -W steht;

R 5 für H oder R 4 steht;

R 7 für Ci- 6 -Alkyl, C 2 - 6 -Alkenyl oder C 2 _ 6 -Alkinyl steht;

R 9 für H, Ci_ 6 -Alkyl oder Aryl steht;

R 10 für H oder C 2 . 6 -Alkyl steht;

W für COOH, SO 3 H oder Tetrazolyl steht; und

o für O, 1 oder 2 steht;

und/oder deren Enantiomere, Diastereomere sowie deren pharmazeutisch verträgliche Salze und/oder Ester, dadurch gekennzeichnet, dass

Y für CR 1 1 2 Z steht,

worin

R 12 ausgewählt ist aus der Gruppe umfassend 3-Methyl-l,2,4-oxadiazol-5-yl und/oder COR 13 ,

R , 13 ausgewählt ist aus der Gruppe umfassend CF 3 , E und/oder D-E;

ausgewählt ist aus der Gruppe umfassend COOH, COOR 1 1 4 4 , SO 3 R 14 und/oder SO 2 NR 14 R 15 ;

D ausgewählt ist aus der Gruppe umfassend Ci-Cio-Alkyl, C 2 -Cio-Alkenyl, C 2 -

Cio-Alkinyl, Aryl, T-Aryl, T-Aryl-G und/oder Aryl-G;

T, G gleich oder unabhängig voneinander ausgewählt sind aus der Gruppe umfassend Ci-Cio-Alkyl, C 2 -Cio-Alkenyl und/oder C 2 -Cio-Alkinyl;

R 14 , R 15 gleich oder unabhängig voneinander ausgewählt sind aus der Gruppe umfassend H, Ci-Cβ-Alkyl und/oder Aryl.

2. Verbindungen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass R 12 für CO-(CH 2 ) r -COOR 14 steht,

worin

r ist 1, 2, 3, 4 oder 5, bevorzugt 2, 3 oder 4.

3. Verbindungen nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass

Q für C 5 -Ci 2 -Alkyl, vorzugsweise Cy-Cio-Alkyl, steht.

4. Verbindungen nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass

Q für OR 1 steht, worin R 1 für einen Arylrest steht, der mit einem Substituenten R 4 substituiert sein kann, wobei R 4 vorzugsweise für CF 3 steht.

5. Verbindung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindung die nachstehende Formel (1) aufweist:

6. Verbindung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindung die nachstehende Formel (2) aufweist:

(2).

7. Verbindung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindung die nachstehende Formel (3) aufweist: (3).

8. Verbindung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindung die nachstehende Formel (4) aufweist:

9. Verbindung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindung die nachstehende Formel (5) aufweist:

10. Pharmazeutisches Mittel umfassend eine Verbindung der allgemeinen Formel (I) nach einem der vorherigen Ansprüche und/oder deren Enantiomere, Diastereomere sowie deren pharmazeutisch verträgliche Salze oder Ester.

11. Verwendung einer Verbindung der allgemeinen Formel (I) nach einem der vorherigen Ansprüche und/oder deren Enantiomere, Diastereomere sowie deren pharmazeutisch verträglichen Salzen und/oder Estern zur Herstellung eines pharmazeutischen Mittels zur prophylaktischen und/oder therapeutischen Behandlung von Erkrankungen, die durch eine erhöhte Aktivität der Phospholipase A 2 verursacht oder mitverursacht werden.

12. Verwendung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Erkrankung ausgewählt ist aus der Gruppe umfassend Entzündungen, Schmerz, Fieber, Allergien, Asthma, Psoriasis, cerebrale Ischämie, Alzheimersche Erkrankung, chronische Hauterkrankungen, Schädigung der Haut durch UV-Strahlen, rheumatische Erkrankungen, Thrombose, anaphylaktischer Schock, Urtikaria, akute und chronische Exantheme und/oder Endotoxinschock.

13. Verfahren zur Herstellung einer Verbindung gemäß der allgemeinen Formel (I) nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass man eine Verbindung gemäß der nachstehenden allgemeinen Formel (IV)

mit Epichlorhydrin zu einer Verbindung gemäß der nachstehenden allgemeinen Formel (VI)

umsetzt und die Verbindung der Formel (VI) weiter mit einer Verbindung gemäß der nachstehenden allgemeinen Formel (VII)

Q-Ar-OH (VII)

zu einer Verbindung gemäß der nachstehenden allgemeinen Formel (VIII)

umsetzt und die Verbindung (VIII) zum Keton oxidiert.

Description:

Neue heteroarylsubstituierte Acetonderivate, geeignet zur Hemmung der Phospholipase A 2

Die vorliegende Erfindung betrifft neue heteroarylsubstituierte Acetonderivate, welche das Enzym Phospholipase A 2 hemmen. Diese Verbindungen sind geeignet als Arzneimittel zur Prävention und zur Behandlung von Erkrankungen, die durch eine erhöhte Aktivität dieses Enzyms verursacht bzw. mitverursacht werden, wie Entzündungen, Schmerz, Fieber, Allergien, Asthma, Psoriasis und Endotoxinschock.

Unter der Bezeichnung "Phospholipase A 2 " fasst man die große und diverse Gruppe von Enzymen zusammen, die Phospholipide an der sn-2-Position unter Bildung von freien Fettsäuren und Lysophospholipiden spalten.

Handelt es sich bei der freigesetzten Fettsäure um Arachidonsäure, so kann diese über den Cyclooxygenase-Weg zu den Prostaglandinen und Thromboxanen sowie über die Lipoxygenase-Wege zu den Leukotrienen und anderen hydroxylierten Fettsäuren metabolisiert werden. Die Prostaglandine sind an der Entstehung des Schmerzes und des Fiebers sowie an entzündlichen Reaktionen wesentlich beteiligt. Leukotriene sind wichtige Mediatoren bei Entzündungsprozessen und bei anaphylaktischen und allergischen Vorgängen. Die durch die Phospholipase A 2 gebildeten Lysophospholipide besitzen zellschädigende Eigenschaften. Lysophosphatidylserin führt zur Freisetzung des an allergischen Prozessen beteiligten Histamins. Lysophosphatidylcholin wird darüber hinaus zum plättchenaktivierenden Faktor (PAF) metabolisiert, der ebenfalls ein wichtiger Mediator z.B. bei Entzün-

dungsprozessen ist.

Eine übermäßige Stimulation der Phospholipase A 2 kann daher zu einer Reihe von akuten und chronischen Erkrankungen fuhren.

Im Stand der Technik sind Hemmstoffe der cytosolischen Phospholipase A 2 bekannt. Beispielsweise offenbart die Schrift WO 2004/069797, auf die in vollem Umfang Bezug genommen wird, heteroarylsubstituierte Acetonderivate, welche das Enzym Phospholipase A 2 hemmen.

Es besteht ein Bedarf an neuen Hemmstoffen der Phospholipase A 2 , insbesondere der cytosolischen Phospholipase A 2 .

Es bestand daher die Aufgabe, neue Verbindungen, die das Enzym Phospholipase A 2 hemmen, zur Verfügung zu stellen.

Diese Aufgabe wird gelöst durch Verbindungen der allgemeinen Formel (I) wie nachstehend angegeben:

worin

Q für R 1 , OR 1 , SR 1 , SOR 1 , SO 2 R 1 , NR 9 R 1 oder einen geradkettigen Ci_ 3 i-Alkyl- oder C 2 - 3 i-Alkenyl- oder -Alkinylrest steht, der mit 1 oder 2 Resten, unabhängig ausgewählt aus O, S, SO, SO 2 , NR 9 und Aryl, das mit 1 oder 2 Substituenten R 4 substituiert sein kann, unterbrochen sein kann, und der mit 1-4 Ci_ 6 -Alkylresten und/oder 1 oder 2 Arylresten substituiert sein kann, wobei die Arylreste mit 1 oder 2 Substituenten R 4 substituiert sein können;

Ar für einen Arylrest steht, der mit 1 oder 2 Substituenten R 4 substituiert sein kann;

X für N oder CR 5 steht;

R 1 für H oder einen Arylrest steht, der mit 1 oder 2 Substituenten R 4 substituiert sein kann;

R 2 und R 3 a) unabhängig voneinander für H, Ci_ 6 -Alkyl, C 2 - 6 -Alkenyl, C 2 - 6 -Alkinyl oder R 7 - W stehen, oder b) zusammen mit den Kohlenstoffatomen, an die sie gebunden sind, für einen 5- oder 6-gliedrigen aromatischen oder heteroaromatischen Ring stehen, der mit 1 oder 2 Substituenten R 4 substituiert sein kann;

R 4 für Ci_6-Alkyl, Halogen, CF 3 , CN, NO 2 , OR 9 , S(O) 0 R 9 , COR 9 , COOR 9 , CONR 9 R 10 , SO 3 R 9 , SO 2 NR 9 R 10 , Tetrazolyl oder R 7 -W steht;

R 5 für H oder R 4 steht;

R 7 für Ci- 6 -Alkyl, C 2 - 6 -Alkenyl oder C 2 - 6 -Alkinyl steht;

- A -

R für H, Ci_ 6 -Alkyl oder Aryl steht;

R 10 für H oder C 2 - 6 -Alkyl steht;

W für COOH, SO 3 H oder Tetrazolyl steht; und

o für 0, 1 oder 2 steht;

und/oder deren Enantiomere, Diastereomere sowie deren pharmazeutisch verträgliche Salze und/oder Ester, wobei

Y für CR 12 steht,

worin

R 12 ausgewählt ist aus der Gruppe umfassend 3-Methyl-l,2,4-oxadiazol-5-yl und/oder COR 13 ,

R , 13 ausgewählt ist aus der Gruppe umfassend CF 3 , E und/oder D-E;

E ausgewählt ist aus der Gruppe umfassend COOH, COOR 14 , CONR 14 R 15 ,

SO 3 R 14 und/oder SO 2 NR 14 R 15 ;

D ausgewählt ist aus der Gruppe umfassend Ci-Cio-Alkyl, C 2 -Cio-Alkenyl, C 2 -

Cio-Alkinyl, Aryl, T-Aryl, T-Aryl-G und/oder Aryl-G;

T, G gleich oder unabhängig voneinander ausgewählt sind aus der Gruppe umfassend Ci-Cio-Alkyl, C 2 -Cio-Alkenyl und/oder C 2 -Cio-Alkinyl;

R 14 , R 15 gleich oder unabhängig voneinander ausgewählt sind aus der Gruppe umfassend H, Ci-Cβ-Alkyl und/oder Aryl.

Es wurde überraschend festgestellt, dass die neuen heteroarylsubstituierten Acetonderivate, die das Enzym Phospholipase A 2 hemmen, eine gegenüber bekannten Verbindungen verbesserte Wasserlöslichkeit und/oder eine gute oder sogar verbesserte Hemmwirkung zur Verfügung stellen können.

Vorteilhafterweise verwendbar sind weiter pharmazeutisch verträgliche Additionssalze der erfindungsgemäßen Verbindungen.

Die pharmazeutisch verträglichen Salze können Basenadditionssalze sein. Dazu zählen Salze der Verbindungen mit anorganischen Basen, wie Alkalihydroxiden, Erdalkalihydroxiden oder mit organischen Basen, wie Mono-, Di- oder Triethanolamin.

Vorteilhafterweise verwendbar sind weiter Säureadditionssalze, insbesondere mit anorganischen Säuren wie Salzsäure, Schwefelsäure oder Phosphorsäure, oder mit geeigneten organischen Carbon- oder Sulfonsäuren, oder mit Aminosäuren.

Verwendbare pharmazeutisch verträgliche Ester der Verbindungen sind insbesondere physiologisch leicht hydrolisierbare Ester, beispielsweise Alkyl-, Pivaloyloxymethyl-, Acetoxymethyl-, Phthalidyl-, Indanyl- und Methoxymethylenester.

Der Begriff "Alkyl" umfasst, wenn nicht anders angegeben, geradkettige, verzweigte oder cyclische Alkylgruppen, wie Methyl, Ethyl, Propyl, Butyl, Pentyl, Neopentyl, Undecyl, Dodecyl, Pentadecyl, Hexadecyl, Heptadecyl, Octadecyl, Cyclohexyl etc.

Der Begriff "Alkenyl" umfasst geradkettige, verzweigte oder cyclische Alkenylgruppen, wie Ethenyl, Propenyl, Butenyl, Decenyl, Heptadecenyl, Cyclohexenyl etc.

Der Begriff "Alkinyl" umfasst geradkettige oder verzweigte Alkinylgruppen, wie Ethinyl, Propinyl, Butinyl, Decinyl, Heptadecinyl etc.

Der Begriff "Aryl" umfasst Phenyl, Naphthyl, Biphenyl sowie 5-oder 6-gliedrige heterocyclische Ringe, die 1 bis 3 Atome ausgewählt aus O, N oder S enthalten und gegebenenfalls mit einem Benzolring anelliert sind. Bevorzugt werden Phenyl und Indolyl, insbesondere Phenyl.

Der Begriff "Halogen" umfasst ein Fluor-, Chlor-, Brom- oder Jodatom, wobei insbesondere Fluor- oder Chloratom bevorzugt sind.

Wenn in einer Verbindung Reste wie R 4 , R 7 , R 9 und/oder R 10 mehrfach auftreten, können diese jeweils unabhängig voneinander gewählt werden.

Der geradkettige Ci_ 3 i-Alkyl- oder C 2-31 -Alkenyl- oder -Alkinylrest, für den in der Formel (I) Q steht, kann mit 1 oder 2 Resten, unabhängig ausgewählt aus O, S, SO, SO 2 , NR 9 und Aryl unterbrochen sein. Unter "unterbrochen" wird vorliegend verstanden, dass der Rest, zusätzlich zu den Kohlenstoffatomen seiner Kette sowohl an einer beliebigen Stelle innerhalb der Kette als auch am Ende der Kette, d. h. zwischen der Kohlenstoffkette und Ar einen solchen Rest enthalten kann. Die zusätzlich gegebenenfalls vorhandenen Substituenten in Form von 1 bis 4

Ci_ 6 -Alkylresten und/oder 1 oder 2 Arylresten können mit jedem beliebigen Kohlenstoffatom der Kette verbunden sein.

In vorteilhaften Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Verbindungen steht

R 12 für CO-(CH 2 ) r -COOR 14 ,

worin

r ist 1, 2, 3, 4 oder 5.

Besonders bevorzugt ist r 2, 3 oder 4. Vorzugsweise ist R 14 ausgewählt aus der Gruppe umfassend H, Methyl und/oder Ethyl.

In weiter vorteilhaften Ausführungsformen der erfmdungsgemäßen Verbindungen steht

D für -(CH 2 ) s -Aryl-(CH 2 ) t -

worin

s, t ist gleich oder unabhängig voneinander 0, 1, 2, 3, 4 oder 5.

Bevorzugt ist s 0 oder 1 und/oder t 0, 1 oder 2. Besonders bevorzugt ist D ausgewählt aus der Gruppe umfassend -CH 2 -Aryl-(CH 2 ) 2 - und/oder -CH 2 - Aryl-.

Bevorzugt ist R 12 weiterhin ausgewählt aus der Gruppe umfassend CO-Aryl-COOH, CO- CH 2 -Aryl-COOH und/oder CO-CH 2 -Aryl-(CH 2 ) 2 -COOH.

In bevorzugten Ausführungsformen der erfϊndungsgemäßen Verbindungen steht Q für C 5 -C 12 - Alkyl, vorzugsweise Cy-Cio-Alkyl. Ganz besonders bevorzugt steht Q für Cs-Alkyl.

In weiter bevorzugten Ausführungsformen der erfϊndungsgemäßen Verbindungen steht Q für OR 1 , worin R 1 für einen Arylrest steht, der mit einem Substituenten R 4 substituiert sein kann, wobei R 4 bevorzugt für CF 3 steht. Der Substituent R 4 ist vorzugsweise in para-Stellung verbunden.

In den erfϊndungsgemäßen Verbindungen der Formel (I) steht Ar für einen Arylrest und vorzugsweise für einen wie vorstehend definierten Arylrest. Besonders bevorzugt steht Ar für einen Phenylrest, der vorzugsweise die benachbarten Gruppen Q und O in para-Stellung miteinander verbindet.

Vorzugsweise bilden R 2 und R 3 zusammen mit den Kohlenstoffatomen, an die sie gebunden sind, einen 6-gliedrigen aromatischen Ring aus, vorzugsweise einen Benzo-Ring. Dieser 6- gliedrige aromatische Ring kann mit 1 oder 2 Substituenten R 4 substituiert sein, wobei ein Substituent R 4 bevorzugt ist. Bevorzugt ist der Substituenten R 4 ausgewählt aus der Gruppe umfassend COOH und/oder CONH 2 . Besonders bevorzugt ist R 4 COOH.

In bevorzugten Ausführungsformen weisen die erfindungsgemäßen Verbindungen eine Struktur gemäß der allgemeinen Formel (V) wie nachstehend angegeben auf:

wonn:

R 16 ist ausgewählt aus der Gruppe umfassend -CO(CH 2 ) 2 COOH, -CO(CH 2 ) 3 COOH, - CO(CH 2 ) 4 COOH, -COCF 3 und/oder 3-Methyl-l,2,4-oxadiazol-5-yl.

Eine besonders bevorzugte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Verbindungen weist die nachstehende Formel (1) auf und/oder sind deren pharmazeutisch verträgliche Ester oder Salze:

(I)-

Im Rahmen der vorliegenden Erfindung unterscheiden sich Verbindungen, die arabisch nummeriert sind von römischen nummerierten Verbindungen, d.h. es handelt sich jeweils um unterschiedliche Verbindungen.

Eine weiterhin besonders bevorzugte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Verbindungen weist die nachstehende Formel (2) auf und/oder sind deren pharmazeutisch verträgliche Ester oder Salze:

Eine auch besonders bevorzugte Ausführungsform der erfϊndungsgemäßen Verbindungen weist die nachstehende Formel (3) auf und/oder sind deren pharmazeutisch verträgliche Ester oder Salze:

Eine noch besonders bevorzugte Ausführungsform der erfϊndungsgemäßen Verbindungen weist die nachstehende Formel (4) auf und/oder sind deren pharmazeutisch verträgliche Ester oder Salze:

Es wurde überraschend gefunden, dass die erfmdungsgemäßen Verbindungen zumindest teilweise eine gute Löslichkeit in Wasser aufweisen. Insbesondere die Verbindung gemäß der Formeln (1) bis (4) zeichnen sich durch eine besonders gute Wasserlöslichkeit aus.

In bevorzugten Ausführungsformen liegt die Löslichkeit der Verbindungen in wässrigem Phosphatpuffer (pH 7,4) im Bereich von 10 μg/ml bis 500 μg/ml, vorzugsweise im Bereich von 150 μg/ml bis 450 μg/ml, besonders bevorzugt im Bereich von 190 μg/ml bis 410 μg/ml.

Die Wasserlöslichkeit der Verbindungen wurde bestimmt, indem zu der jeweiligen Verbindung wässriger Phosphatpuffer (pH 7,4) gegeben wurde und der gelöste Anteil nach Schütteln und Zentrifugation bestimmt wurde, wie in Beispiel 12 beschrieben.

Eine schlechte Wasserlöslichkeit von Arzneistoffen stellt ein großes Hindernis für eine ausreichende Bioverfügbarkeit dar. Eine ausreichende Bioverfügbarkeit eines Arzneistoffes ist wesentliche Voraussetzung für seine Wirksamkeit. Eine gute Wasserlöslichkeit kann deshalb bei einer Verwendung eines Stoffes als Arzneistoff von besonderem Vorteil sein.

Insbesondere kann eine verbesserte Wasserlöslichkeit den Vorteil zur Verfügung stellen, dass sich die erfindungsgemäßen Verbindungen beispielsweise bei einer peroralen Verabreichung im Magen/Darm-Trakt in erhöhtem Umfang lösen können.

Ein besonderer Vorteil bei der Verwendung der erfindungsgemäßen Verbindungen ergibt sich auch daraus, dass zur Erzielung einer ausreichenden Bioverfügbarkeit von schlecht wasserlöslichen Arzneistoffen diesen vor der Verabreichung Lösemittel wie Dimethylsulfoxid (DMSO) oder lösungsvermittelnde Tenside zugesetzt werden müssen. Da diese Lösungsvermittler zelltoxische Wirkungen zeigen, kann durch ausreichend wasserlösliche Arzneistoffe, bei denen die Verwendung von Lösungsvermittlern nicht notwendig ist, eine deutliche Verbesserung der Verträglichkeit zur Verfügung gestellt werden.

Eine bevorzugte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Verbindungen weist die nachstehende Formel (5) auf und/oder sind deren pharmazeutisch verträgliche Ester oder Salze:

Eine noch bevorzugte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Verbindungen weist die nachstehende Formel (6) auf und/oder sind deren pharmazeutisch verträgliche Ester oder Salze:

Eine auch bevorzugte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Verbindungen weist die nachstehende Formel (7) auf und/oder sind deren pharmazeutisch verträgliche Ester oder Salze:

Eine weiter bevorzugte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Verbindungen weist die nachstehende Formel (8) auf und/oder sind deren pharmazeutisch verträgliche Ester oder Salze:

Ein besonderer Vorteil der erfindungsgemäßen Verbindungen ergibt sich hierbei daraus, dass diese eine gute Hemmung der Phospholipase A 2 zur Verfügung stellen können. Insbesondere die Verbindungen gemäß der Formeln (6), (7) und (8) können eine besonders gute Hemmung zur Verfügung stellen.

Eine bevorzugte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Verbindungen weist die nachstehende Formel (12) auf und/oder sind deren pharmazeutisch verträgliche Ester oder Salze:

Eine weiter bevorzugte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Verbindungen weist die nachstehende Formel (13) auf und/oder sind deren pharmazeutisch verträgliche Ester oder Salze:

Eine auch bevorzugte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Verbindungen weist die nachstehende Formel (14) auf und/oder sind deren pharmazeutisch verträgliche Ester oder Salze:

Die Wirksamkeit der erfmdungsgemäßen Verbindungen ist anhand der Hemmung der cyto- solischen Phospholipase A 2 bestimmbar. Hierzu wurde aus humanen Thrombocyten isolierte cytosolische Phospholipase A 2 verwendet. Zur Messung der Enzymaktivität bzw. der Enzymhemmung wurde die durch das Enzym aus l-Stearoyl-l-arachidonoyl-sn-glycero-S- phosphocholin freigesetzte Arachidonsäure bestimmt, beispielsweise durch reversed phase- HPLC mit UV-Detektion bei 200 nm nach Reinigung mittels Festphasenextraktion. Die Hemmung des Enzyms durch eine erfindungsgemäße Verbindung ergibt sich aus dem

Verhältnis von der in Anwesenheit bzw. in Abwesenheit der Verbindung gebildeten Arachidonsäuremengen.

In bevorzugten Ausführungsformen weisen die erfindungsgemäßen Verbindungen für die Hemmung der cytosolischen Phospholipase A 2 ICso-Werte im Bereich von 0,001 μM bis 0,5 μM, besonders bevorzugt im Bereich von 0,002 μM bis 0,3 μM, ganz besonders bevorzugt im Bereich von 0,02 μM bis 0,25 μM, auf.

Der IC 5 o-Wert der Verbindungen für die Hemmung der cytosolischen Phospholipase A 2 entspricht der Konzentration der Verbindungen, die nötig ist, um die Aktivität des Enzyms auf die Hälfte zu reduzieren.

Die IC 5 o-Werte wurden rechnerisch aus den bei unterschiedlichen Konzentrationen erhaltenen Werten der Hemmung der cytosolischen Phospholipase A 2 mit Hilfe des Probit- Verfahrens (s. Hartke, Mutschier, DAB 9 Kommentar Band 1 S. 733-734, Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft Stuttgart 1978) bestimmt.

Die erfindungsgemäßen Verbindungen zeigen in vorteilhafter Weise eine wirksame Hemmung der Phospholipase A 2 .

In bevorzugten Ausführungsformen zeigen die erfindungsgemäßen Verbindungen eine wirksame Hemmung der Phospholipase A 2 und eine gute Löslichkeit in Wasser. Insbesondere die Verbindungen gemäß der Formeln (1) bis (5) und (8), insbesondere gemäß der Formeln (1) bis (4), zeichnen sich durch eine wirksame Hemmung der Phospholipase A 2 und eine gute Löslichkeit in Wasser aus.

Beispielsweise sind die Verbindungen verwendbar als Arzneimittel zur Prävention und zur Behandlung von Erkrankungen, die durch Produkte bzw. Folgeprodukte dieses Enzyms

verursacht bzw. mitverursacht werden, beispielsweise zur Behandlung von Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises und zur Prävention und Behandlung von allergisch induzierten Erkrankungen.

Die erfindungsgemäßen Verbindungen können somit wirksame Analgetika, Antiphlogistika, Antipyretika, Antiallergika und Broncholytika sein und sind zur Thromboseprophylaxe und zur Prophylaxe des anaphylaktischen Schocks sowie zur Behandlung dermatologischer Erkrankungen, wie Psoriasis, Urtikaria, akute und chronische Exantheme allergischer und nicht-allergischer Genese, verwendbar.

In vorteilhafter Weise können die erfindungsgemäßen Verbindungen insbesondere eine entzündungshemmende Wirkung aufweisen. Die erfindungsgemäßen Verbindungen können daher insbesondere wirksame Antiphlogistika sein.

Ein weiterer Gegenstand der vorliegende Erfindung betrifft daher pharmazeutische Mittel oder Arzneimittels, die eine Verbindung der allgemeinen Formel (I), insbesondere Verbindungen gemäß der Formeln (1) bis (8) und (12) bis (14), und/oder deren Enantiomere, Diastereomere sowie deren pharmazeutisch verträgliche Salze oder Ester umfassen.

Die Verbindungen gemäß der Formel (I) insbesondere Verbindungen gemäß der Formeln (1) bis (8) und (12) bis (14) eignen sich insbesondere zur Herstellung eines pharmazeutischen Mittels oder Arzneimittels zur Prävention oder Behandlung von Erkrankungen, die durch eine erhöhte Aktivität der Phospholipase A 2 , vorzugsweise der cytosolischen Phospholipase A 2 , verursacht oder mitverursacht werden.

Die Erfindung betrifft daher insbesondere die Verwendung von erfindungsgemäßen Verbindungen der allgemeinen Formel (I) insbesondere Verbindungen gemäß der Formeln (1) bis (8) und (12) bis (14) und/oder deren Enantiomere, Diastereomere sowie deren

pharmazeutisch verträglichen Salzen und/oder Estern zur Herstellung eines pharmazeutischen Mittels oder Arzneimittels zur prophylaktischen und/oder therapeutischen Behandlung von Erkrankungen, die durch eine erhöhte Aktivität der Phospholipase A 2 verursacht oder mitverursacht werden.

Unter dem Begriff "prophylaktische Behandlung" wird im Sinne der vorliegenden Erfindung insbesondere verstanden, dass die erfindungsgemäßen Verbindungen prophylaktisch verabreicht werden können, bevor Symptome einer Erkrankung auftreten oder die Gefahr einer Erkrankung besteht. Insbesondere wird unter einer "prophylaktischen Behandlung" eine medikamentöse Vorbeugung verstanden.

Erkrankungen, die durch eine erhöhte Aktivität der Phospholipase A 2 verursacht oder mitverursacht werden, sind vorzugsweise ausgewählt aus der Gruppe umfassend Entzündungen, Schmerz, Fieber, Allergien, Asthma, Psoriasis, cerebrale Ischämie, Alzheimersche Erkrankung, chronische Hauterkrankungen, Schädigung der Haut durch UV- Strahlen, rheumatische Erkrankungen, Thrombose, anaphylaktischer Schock, Urtikuria, akute und chronische Exantheme und/oder Endotoxinschock.

Die Erfindung betrifft daher insbesondere die Verwendung von erfindungsgemäßen Verbindungen der allgemeinen Formel (I) insbesondere Verbindungen gemäß der Formeln (1) bis (8) und (12) bis (14) und/oder deren Enantiomere, Diastereomere sowie deren pharmazeutisch verträglichen Salzen und/oder Estern zur Herstellung eines pharmazeutischen Mittels oder Arzneimittels zur prophylaktischen und/oder therapeutischen Behandlung von Erkrankungen ausgewählt aus der Gruppe umfassend Entzündungen, Schmerz, Fieber, Allergien, Asthma, Psoriasis, cerebrale Ischämie, Alzheimersche Erkrankung, chronische Hauterkrankungen, Schädigung der Haut durch UV-Strahlen, rheumatische Erkrankungen, Thrombose, anaphylaktischer Schock, Urtikuria, akute und chronische Exantheme und/oder Endotoxinschock.

Die erfindungsgemäßen Verbindungen sind insbesondere geeignet zur Behandlung von Entzündungen, vorzugsweise zur Behandlung von entzündlichen Hauterkrankungen oder entzündlichen Erkrankungen des Gastrointestinaltraktes.

Bevorzugte entzündliche Hauterkrankungen, auch Dermatitis genannt, sind ausgewählt aus der Gruppe umfassend Kontaktdermatits, atopische Dermatitis, Dermatitis solaris, Schuppenflechte (Psoriasis), Urtikaria, akute und chronische Exantheme allergischer und nicht-allergischer Genese und/oder Ekzeme.

Unter dem Begriff "Ekzem" wird im Sinne der vorliegenden Erfindung eine Hauterkrankung, die sich in einer nicht-infektiösen Entzündungsreaktion der Haut äußert, verstanden. Unter dem Begriff "Exanthem" sind im Sinne der vorliegenden Erfindung entzündliche Hautveränderungen, die sich häufig auf größere Bereiche der Haut auswirken, zu verstehen.

Bevorzugte Ekzeme sind insbesondere ausgewählt aus der Gruppe umfassend allergisches Kontaktekzem, chronisches Handekzem, atopisches Ekzem und/oder seborrhoisches Ekzem. Bevorzugte Exantheme allergischer Genese sind beispielsweise Arzneimittelexantheme.

Bevorzugte entzündliche Erkrankungen des Gastrointestinaltraktes sind insbesondere entzündliche Darmerkrankungen wie Morbus Crohn und/oder Colitis ulcerosa.

Die erfindungsgemäßen Verbindungen sind als einzelne therapeutische Wirkstoffe oder als Mischungen mit anderen therapeutischen Wirkstoffen verabreichbar. Sie können alleine verabreicht werden, vorzugsweise werden sie in Form pharmazeutischer Mittel verabreicht, d. h. als Mischungen der Wirkstoffe mit geeigneten pharmazeutischen Trägern und/oder Verdünnungsmitteln.

Die Verbindungen oder pharmazeutischen Mittel sind oral, parenteral, transmucosal, pulmonal, enteral, durch Inhalation, rektal oder topisch, insbesondere dermal, transdermal, buccal oder sublingual, verabreichbar.

Die Art des pharmazeutischen Mittels und des pharmazeutischen Trägers bzw. Verdünnungsmittels hängt von der gewünschten Verabreichungsart ab. Orale Mittel können beispielsweise als Tabletten oder Kapseln, auch in retardierter Form, vorliegen und können übliche Exzipienzien enthalten, wie Bindemittel, beispielsweise Sirup Akazia, Gelatine, Sorbit, Tragant oder Polyvinylpyrrolidon; Füllstoffe, beispielsweise Lactose, Zucker, Maisstärke, Calciumphosphat, Sorbit oder Glycin; Gleitmittel, beispielsweise Magnesiumstearat, Talkum, Polyethylenglykol oder Siliciumdioxid; desintegrierende Mittel wie Stärke oder Netzmittel, beispielsweise Natriumlaurylsulfat. Orale flüssige Präparate können in Form wässriger oder öliger Suspensionen, Lösungen, Emulsionen, Sirupen, Elixieren oder Sprays usw. vorliegen oder können als Trockenpulver zur Rekonstitution mit Wasser oder einem anderen geeigneten Träger vorliegen. Derartige flüssige Präparate können übliche Additive, beispielsweise Suspendiermittel, Geschmacksstoffe, Verdünnungsmittel oder Emulgatoren enthalten. Für die parenterale Verabreichung kann man Lösungen oder Suspensionen mit üblichen pharmazeutischen Trägern einsetzen. Für die Verabreichung durch Inhalation können die Verbindungen in pulverförmiger, wässriger oder teilweise wässriger Lösung vorliegen, die in Form eines Aerosols angewendet werden kann. Mittel für die topische Anwendung können z. B. als pharmazeutisch verträgliche Puder, Lotionen, Salben, Cremes, Gele oder als therapeutische Systeme vorliegen, die therapeutisch wirksame Mengen der erfmdungsgemäßen Verbindungen enthalten.

Bevorzugt sind beispielsweise transdermale therapeutische Systeme wie wirkstoffhaltige Pflaster.

Besonders bevorzugt ist es, das Mittel in zur topischen Verabreichung geeigneten Formulierungen auszubilden. Insbesondere bevorzugt sind flüssige oder halbflüssige Mittel insbesondere wässrige Darreichungsformen zur topischen Anwendung, beispielsweise in Form von Lösungen oder Suspensionen, die als Tropfen appliziert werden können. Weiter bevorzugt sind Lotionen, Salben, Gele oder Cremes.

Die erforderliche Dosierung ist beispielsweise abhängig von der Form des angewendeten pharmazeutischen Mittels, von der Art der Anwendung, der Schwere der Symptome und dem speziellen Subjekt, insbesondere Mensch oder Tier, das behandelt wird. Die Behandlung wird üblicherweise mit einer Dosis begonnen, die unterhalb der optimalen Dosis liegt. Danach wird die Dosis erhöht, bis der für die gegebenen Bedingungen optimale Effekt erzielt wird.

Vorzugsweise werden die erfmdungsgemäßen Verbindungen in Konzentrationen verabreicht, mit welchen sich effektive Wirkungen erzielen lassen, ohne dass schädliche oder nachteilige Wirkungen auftreten.

Der Wirkstoff kann beispielsweise für eine topische Verabreichung im Bereich von > 0,001 Gew.-% bis < 10 Gew.-%, vorzugsweise im Bereich von > 0,1 Gew.-% bis < 5 Gew.-%, bevorzugt im Bereich von > 1 Gew.-% bis < 2 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Formulierung, formuliert sein.

Bevorzugte Dosierungen der erfmdungsgemäßen Verbindungen liegen für die topische Verabreichung im Bereich von > 0,001 mg/cm 2 bis < 2 mg/cm 2 Auftragsfläche, insbesondere Haut, bevorzugt im Bereich von > 0,01 mg/cm 2 bis < 1 mg/cm 2 , vorzugsweise im Bereich von > 0,1 mg/cm 2 bis < 0,5 mg/cm 2 .

Die erfindungsgemäßen Verbindungen können in einer Einzeldosis oder in mehreren Dosen verabreicht werden.

Die erfϊndungsgemäßen Verbindungen gemäß der allgemeinen Formel (I) sind vorzugsweise herstellbar gemäß dem in der Schrift WO 2004/069797, auf die in vollem Umfang Bezug genommen wird, offenbarten Verfahren, mit der Ausnahme, dass zur Herstellung der erfindungsgemäßen Verbindungen entsprechend geeignete Edukte verwendet werden.

Die erfϊndungsgemäßen Verbindungen gemäß der allgemeinen Formel (I) sind besonders bevorzugt herstellbar durch Umsetzung einer Verbindung gemäß der nachstehenden allgemeinen Formel (IV)

mit Epichlorhydrin zu einer Verbindung gemäß der nachstehenden allgemeinen Formel (VI)

und weiterer Umsetzung der Verbindung der Formel (VI) mit einer Verbindung gemäß der nachstehenden allgemeinen Formel (VII)

Q-Ar-OH (VII)

zu einer Verbindung gemäß der nachstehenden allgemeinen Formel (VIII)

und oxidieren der Verbindung (VIII) zum Keton, wobei für die Gruppen X, Y, Q, Ar, R und R in vollem Umfang auf die vorstehende Beschreibung Bezug genommen wird.

Im Falle der erfmdungsgemäßen Verbindungen der Formel (I), die COOH Gruppen enthalten, können die COOH Gruppen als Ester, bevorzugt als Methyl, tert-Butyl, Benzyl und Allyl geschützt werden. Die Abspaltung der Esterschutzgruppen erfolgt nach der Oxidation zum Keton mit bekannten Methoden. Gegebenenfalls wird hierbei die Ketogruppe als Acetal geschützt.

Beispiele, die der Veranschaulichung der vorliegenden Erfindung dienen, sind nachstehend angegeben.

Alle Ansätze wurden unter Stickstoffschutzgasatmosphäre durchgeführt. Zur säulenchromatographischen Reinigung wurde Kieselgel 60 der Fa. Merck, Darmstadt, Partikelgröße 63-200 μm oder 15-40 μm (= Flash-Chromatographie) verwendet.

Beispiel 1

Herstellung der Verbindung gemäß der Formel (1), 3-(3-Carboxypropanoyl)-l-[3-(4- octylphenoxy)-2-oxopropyl]indol-5-carbonsäure

A. Herstellung von Methyl-3-(3-methoxycarbonylpropanoyl)indol-5-carboxylat

Zu einer Mischung aus 4,2 ml (9,24 mmol) Zinkchlorid Diethylether-Komplex-Lösung (2,2 M in Dichlormethan) und 20 ml absolutem Dichlormethan wurden unter Stickstoff bei 0 0 C über ein Septum 5,1 ml (8,39 mmol) n-Butyllithium (1,6 M in Hexan) langsam hinzugetropft. Nach beendeter Zugabe wurde die Reaktionsmischung 1 Stunde bei Raumtemperatur (20°C-23°C) gerührt. Anschließend wurden 1,50 g (8,56 mmol) Methylindol-5-carboxylat gelöst in 10 ml absolutem Dichlormethan hinzu gegeben. Die Mischung wurde zunächst 1 Stunde bei Raumtemperatur gerührt, dann bei 0 0 C vorsichtig mit 2,2 ml (18,1 mmol) Bernsteinsäuremonomethylesterchlorid versetzt und erneut 1 Stunde bei Raumtemperatur gerührt. Schließlich wurde Aluminiumchlorid (927 mg, 7,02 mmol) hinzugefügt und nochmals 1 Stunde bei Raumtemperatur gerührt. Der Ansatz wurde in halbgesättigte wässrige NaCl-Lösung gegossen und mit einer Ethylacetat/Tetrahydrofuran- Mischung (7:3) erschöpfend extrahiert. Nach dem Waschen der vereinigten organischen Phasen mit gesättigter NaCl-Lösung und Trocknen über Natriumsulfat wurde filtriert und das Lösungsmittel entfernt. Das Produkt wurde durch Umkristallisation aus Ethylacetat als Feststoff isoliert.

B. Herstellung von Benzyl-3-(3-benzyloxycarbonylpropanoyl)indol-5-carboxylat 789 mg (2,73 mmol) Methyl-3-(3-methoxycarbonylpropanoyl)indol-5-carboxylat aus Stufe A wurden in 18 ml (0,17 mol) absolutem Benzylalkohol gelöst und mit 0,4 ml (1,91 mmol) Titantetraethylat versetzt. Die Reaktionsmischung wurde für 27 Stunden auf 100 0 C erhitzt. Nach Abkühlen auf Raumtemperatur wurde der Benzylalkohol abdestilliert (15 mbar, 95 0 C). Der Destillationsrückstand wurde in 20 ml Ethylacetat aufgenommen und nicht gelöstes Produkt über eine Glasfilternutsche abgesaugt. Das Filtrat wurde eingeengt und der Rückstand aus Ethylacetat umkristallisiert. Die vereinigten Feststoffe wurden im Vakuumtrockenschrank bei 40 0 C getrocknet.

C. Herstellung von Benzyl-3-(3-benzyloxycarbonylpropanoyl)-l-oxiranylmethylindo l-5- carboxylat

400 mg (0,91 mmol) Benzyl-3-(3-benzyloxycarbonylpropanoyl)indol-5-carboxylat aus Stufe B wurden mit 102 mg (1,81 mmol) pulverisiertem 88%igem Kaliumhydroxid und 29 mg (0,09 mmol) Tetrabutylammoniumbromid versetzt. Nach Zugabe von 4,0 ml (51,1 mmol) Epichlorhydrin wurde bei Raumtemperatur bis zum vollständigen Umsatz des Eduktes gerührt. Anschließend wurde der Ansatz direkt auf eine Kieselgelsäule gespült. Elution mit Ethylacetat/Hexan (Stufengradient: 1 :9 - 1 :1) lieferte das Produkt als öl.

D. Herstellung von Benzyl-3-(3-benzyloxycarbonylpropanoyl)-l-[2-hydroxy-3-(4- octylphenoxy)propyl]indol-5-carboxylat

Eine Mischung aus 210 mg (0,42 mmol) Benzyl-3-(3-benzyloxycarbonylpropanoyl)-l- oxiranylmethylindol-5-carboxylat aus Stufe C, 10 mg (0,08 mmol) 4-Dimethylaminopyridin und 87 mg (0,42 mmol) 4-Octylphenol wurde unter Stickstoff 20 Minuten bei 120 0 C gerührt. Der Ansatz wurde in wenig Toluol gelöst und die Lösung direkt auf eine Kieselgelsäule gegeben. Das Produkt wurde nach Elution mit Ethylacetat/Hexan (Stufengradient: 3:7 - 1 :1) als öl erhalten.

E. Herstellung von Benzyl-3-(3-benzyloxycarbonylpropanoyl)-l-[3-(4-octylphenoxy )-2-oxo- propyl] indo 1-5 -carboxylat

Eine Lösung aus 0,6 ml (6,35 mmol) Essigsäureanhydrid in 5 ml absolutem Dimethylsulfoxid (DMSO) wurde für 10 Minuten bei Raumtemperatur gerührt. Anschließend wurde diese Lösung tropfenweise zu einer Lösung von 117 mg (0,17 mmol) Benzyl-3-(3-benzyl- oxycarbonylpropanoyl)- 1 -[2-hydroxy-3-(4-octylphenoxy)propyl]indol-5-carboxylat aus Stufe D in 5 ml absolutem DMSO gegeben. Nach 18 Stunden Rühren bei Raumtemperatur wurde die Reaktionslösung in eine Mischung aus 5%iger wässriger Natriumhydrogencarbonat- und gesättigter wässriger NaCl-Lösung (1 :1) gegossen und 10 Minuten lang gerührt. Nach erschöpfender Extraktion mit Diethylether wurden die vereinigten organischen Phasen

dreimal mit gesättigter wässriger NaCl- Lösung gewaschen. Nach Trocknen über Natriumsulfat wurde filtriert und das Lösungsmittel entfernt. Nach säulenchromatographischer Reinigung an Kieselgel (Ethylacetat/Hexan 3:7) wurde das Produkt als öl erhalten.

F. Herstellung von 3-(3-Carboxypropanoyl)-l-[3-(4-octylphenoxy)-2-oxopropyl]ind ol-5- carbonsäure

Zur Lösung von 35 mg (0,05 mmol) Benzyl-3-(3-benzyloxycarbonylpropanoyl)-l-[3-(4- octylphenoxy)-2-oxopropyl]indol-5-carboxylat aus Stufe E in Tetrahydrofuran wurden 10 mg 10%iges Palladium auf Aktivkohle gegeben. Nach Spülen der Apparatur mit Stickstoff wurde ein mit Wasserstoff gefüllter Hydrierballon aufgesetzt und 15 Minuten unter Rühren bei Raumtemperatur hydriert. Danach wurde über Watte filtriert und das Lösungsmittel entfernt. Das Rohprodukt wurde säulenchromato graphisch an Kieselgel

(Ethylacetat/Hexan/ Ameisensäure 3:7:0,5) gereinigt. Das Produkt wurde in Acetonitril gelöst. Nach Zusatz von Wasser wurde zunächst das Acetonitril abdestilliert und anschließend das Wasser durch Gefriertrocknung entfernt, wobei das Produkt gemäß der Formel (1) als Feststoff zurückblieb .

Beispiel 2

Herstellung der Verbindung gemäß der Formel (2), 3-(4-Carboxybutanoyl)-l-[3-(4- octylphenoxy)-2-oxopropyl]indol-5-carbonsäure

A. Herstellung von Methyl-3-(4-methoxycarbonylbutanoyl)indol-5-carboxylat Die Darstellung erfolgte ausgehend von 2,50 g (14,3 mmol) Methylindol-5-carboxylat unter Verwendung von Glutarsäuremonomethylesterchlorid analog der Synthese aus Stufe A von Beispiel 1.

B . Herstellung von Methyl-3 -(4-methoxycarbonylbutanoyl)- 1 -oxiranylmethylindo 1-5 - carboxylat

Die Darstellung erfolgte ausgehend von 1,54 g (5,08 mmol) Methyl-3 -(4-methoxycarbonyl- butanoyl)indo 1-5 -carboxylat aus Stufe A analog der Synthese der Stufe C von Beispiel 1. Die Reaktionszeit betrug 1,5 Stunden. Der Ansatz wurde mittels Säulenchromatographie an Kieselgel mit dem Eluens Ethylacetat/Hexan (Stufengradient: 1 :9 - 3:7 - 1 :1 - 7:3) gereinigt, wobei das Produkt als Feststoff anfiel.

C. Herstellung von Methyl- l-[2-hydroxy-3-(4-octylphenoxy)propyl]-3-(4- methoxycarbonylbutanoyl)indo 1-5 -carboxylat

Die Darstellung erfolgte ausgehend von 603 mg (1,68 mmol) Methyl-3-(4- methoxycarbonylbutanoyl)-l -oxiranylmethylindo 1-5 -carboxylat aus Stufe B analog der Synthese der Stufe D von Beispiel 1. Abweichend davon wurde der Ansatz 30 Minuten bei 100 0 C erhitzt. Die Reinigung erfolgte mittels Säulenchromatographie an Kieselgel mit dem Fließmittel Ethylacetat/Hexan (Stufengradient: 1 :2 - 1 :1). Das Produkt wurde als Feststoff erhalten.

D. Herstellung von Methyl-3 -(4-methoxycarbonylbutanoyl)-l- [3 -(4-octylphenoxy)-2- oxopropyl] indo 1-5 -carboxylat

Zu einer Lösung von 514 mg (0,91 mmol) Methyl- l-[2-hydroxy-3-(4-octylphenoxy)propyl]- 3 -(4-methoxycarbonylbutanoyl)indo 1-5 -carboxylat aus Stufe C in 5 ml absolutem Dichlormethan wurden portionsweise 440 mg (1,04 mmol) Dess-Martin-Periodinan-Reagenz (Fa. AlfaAesar) gegeben. Die entstandene Suspension wurde 6 Stunden bei Raumtemperatur gerührt. Im Anschluss daran wurde die Reaktionsmischung in eine Mischung aus wässriger Natriumthio sulfat- und gesättigter wässriger Natriumhydrogencarbonat-Lösung (1 :1) gegeben. Nach erschöpfender Extraktion der wässrigen Phase mit Ethylacetat, Trocknen der vereinigten organischen Phasen über Natriumsulfat sowie Filtration wurde eingeengt und der

Rückstand säulenchromatographisch an Kieselgel mit dem Eluens Ethylacetat/Hexan (Stufengradient: 1 :2 - 1 :1,5) gereinigt. Das Produkt fiel als Feststoff an.

E. Herstellung von Methyl- l-[2,2-diethoxy-3-(4-octylphenoxy)propyl]-3-(4- methoxycarbonylbutanoyl)indo 1-5 -carboxylat

Zu einer Lösung von 375 mg (0,66 mmol) Methyl-3-(4-methoxycarbonylbutanoyl)-l-[3-(4- octylphenoxy)-2-oxopropyl]indol-5-carboxylat aus Stufe D in 15 ml absolutem Ethanol wurden 1,3 ml (7,82 mmol) Orthoameisensäuretriethylester zugetropft. Die Mischung wurde mit vier Tropfen konzentrierter Schwefelsäure versetzt und 3 Stunden zum Rückfluss erhitzt. Anschließend wurde der Reaktionsansatz in 5%ige wässrige Natriumhydrogencarbonatlösung gegeben und dreimal mit Ethylacetat extrahiert. Die vereinigten organischen Phasen wurden über Natriumsulfat getrocknet, filtriert und das Lösungsmittel entfernt. Das Rohprodukt wurde in Toluol aufgenommen und säulenchromatographisch an Kieselgel (Ethylacetat/Hexan 2:8) gereinigt. Das Produkt wurde als öl isoliert.

F. Herstellung von 3-(4-Carboxybutanoyl)-l-[3-(4-octylphenoxy)-2-oxopropyl]indo l-5- carbonsäure

103 mg (0,16 mmol) Methyl- l-[2,2-diethoxy-3-(4-octylphenoxy)propyl]-3-(4-methoxy- carbonylbutanoyl)indo 1-5 -carboxylat aus Stufe E wurden in der Wärme in 15 ml Methanol gelöst. Nach Zugabe einer Lösung von 750 mg (19,5 mmol) Natriumhydroxid in 15 ml Wasser wurde 3 Stunden unter Rühren zum Rückfluss erhitzt. Anschließend wurde das Methanol abdestilliert, mit 10 ml 4,8 M Salzsäure angesäuert und dreimal mit Ethylacetat extrahiert. Die vereinigten organischen Phasen wurden über Natriumsulfat getrocknet, filtriert und eingeengt. Der Rückstand wurde mit 15 ml Tetrahydrofuran und 3 ml 6 M Salzsäure versetzt und erneut für 1 ,5 Stunden unter Rückfluss erhitzt. Nach Abkühlen auf Raumtemperatur und Zugabe von 10 ml Wasser erfolgte dreimalige Extraktion der wässrigen Phase mit Ethylacetat. Die vereinigten organischen Phasen wurden getrocknet, filtriert und eingeengt. Der Rückstand wurde säulenchromatographisch an Kieselgel (Ethylacetat/He-

xan/ Ameisensäure 3:7:0,5) gereinigt, wobei das Produkt gemäß der Formel (2) als Feststoff erhalten wurde.

Beispiel 3

Herstellung der Verbindung gemäß der Formel (3), 3-(5-Carboxypentanoyl)-l-[3-(4- octylphenoxy)-2-oxopropyl]indol-5-carbonsäure

A. Herstellung von Methyl-3-(5-methoxycarbonylpentanoyl)indol-5-carboxylat

Die Darstellung erfolgte ausgehend von 2,0 g (11 mmol) Methylindol-5-carboxylat unter Verwendung von Adipinsäuremonomethylesterchlorid analog der Synthese der Stufe A von Beispiel 1.

B . Herstellung von Methyl-3 -(5 -methoxycarbonylpentanoyl)- 1 -oxiranylmethylindo 1-5 - carboxylat

Die Darstellung erfolgte ausgehend von 1,30 g (4,10 mmol) Methyl-3-(5-methoxycarbonyl- pentanoyl)indo 1-5 -carboxylat aus Stufe A analog der Synthese der Stufe C von Beispiel 1. Die Reaktionszeit betrug 1,5 Stunden. Der Ansatz wurde mittels Säulenchromatographie an Kieselgel mit Ethylacetat/Hexan als Eluens (Stufengradient: 1 :9 - 3:7 - 1 :1) gereinigt, wobei das Produkt als Feststoff anfiel.

C. Herstellung von Methyl- l-[2-hydroxy-3-(4-octylphenoxy)propyl]-3-(5-methoxycarbonyl- pentanoyl)indol-5-carboxylat

Die Darstellung erfolgte ausgehend von 900 mg (2,41 mmol) Methyl-3 -(5 -methoxycarbonylpentanoyl)-! -oxiranylmethylindo 1-5 -carboxylat aus Stufe B analog der Synthese der Stufe D von Beispiel 1. Abweichend davon wurde der Ansatz 30 Minuten bei 100 0 C erhitzt. Die Reinigung erfolgte durch Säulenchromatographie an Kieselgel mit Ethylacetat/Hexan als Eluens (Stufengradient: 1 :2 - 1 :1). Das Produkt wurde als Feststoff erhalten.

D. Herstellung von Methyl-3-(5-methoxycarbonylpentanoyl)-l-[3-(4-octylphenoxy)- 2- oxopropyl] indo 1-5 -carboxylat

Die Darstellung erfolgte ausgehend von 751 mg (1,29 mmol) Methyl- l-[2-hydroxy-3 -(4- octylphenoxy)propyl]-3-(5-methoxycarbonylpentanoyl)indol-5-c arboxylat aus Stufe C analog der Synthese der Stufe D von Beispiel 2. Abweichend davon betrug die Reaktionszeit 2 Stunden.

E. Herstellung von Methyl- l-[2,2-dimethoxy-3-(4-octylphenoxy)propyl]-3-(5-methoxy- carbonylpentanoyl)-indo 1-5 -carboxylat

Die Darstellung erfolgte ausgehend von 693 mg (1,20 mmol) Methyl-3-(5-methoxycarbonyl- pentanoyl)-l-[3-(4-octylphenoxy)-2-oxopropyl]indol-5-carboxy lat aus Stufe D, gelöst in 20 ml absolutem Methanol, und 1,5 ml (13,3 mmol) Orthoameisensäuretrimethylester sowie drei Tropfen konzentrierter Schwefelsäure analog der Synthese der Stufe E von Beispiel 2.

F. Herstellung von 3-(5-Carboxypentanoyl)-l-[3-(4-octylphenoxy)-2-oxopropyl]ind ol-5- carbonsäure

180 mg (0,29 mmol) Methyl- l-[2,2-dimethoxy-3-(4-octylphenoxy)propyl]-3-(5-methoxy- carbonylpentanoyl)-indo 1-5 -carboxylat aus Stufe E wurden in der Wärme in 15 ml Methanol gelöst. Nach Zugabe einer Lösung von 1,4 g (35,0 mmol) Natriumhydroxid in 15 ml Wasser wurde 2,5 Stunden unter Rühren zum Rückfluss erhitzt. Anschließend wurde das Methanol abdestilliert, mit 17 ml 6 M Salzsäure angesäuert und dreimal mit Ethylacetat extrahiert. Die vereinigten organischen Phasen wurden über Natriumsulfat getrocknet, filtriert und eingeengt. Der Rückstand wurde mit 15 ml Tetrahydrofuran und 3 ml 6 M Salzsäure versetzt und erneut für 3 Stunden unter Rückfluss erhitzt. Nach Abkühlen auf Raumtemperatur und Zugabe von 10 ml Wasser erfolgte dreimalige Extraktion der wässrigen Phase mit Ethylacetat. Die vereinigten organischen Phasen wurden getrocknet, filtriert und eingeengt. Der Rückstand wurde säulenchromatographisch an Kieselgel mit Ethylacetat/Hexan/ Ameisensäure als Eluens

(Stufengadient: 2:8:0,5 - 5:5:0,5) gereinigt. Das Produkt gemäß der Formel (3) wurde als Feststoff isoliert.

Beispiel 4

Herstellung der Verbindung gemäß der Formel (4), 3-(3-Carboxypropanoyl)-l-{2-oxo-3-[4-

(4-trifluormethylphenoxy)phenoxy]propyl}indol-5-carbonsä ure

A. Herstellung von Methyl-3-(3-methoxycarbonylpropanoyl-l-oxiranylmethylindol-5 - carboxylat

Die Darstellung erfolgte ausgehend von 1,30 g (4,49 mmol) Methyl-3-(3- methoxycarbonylpropanoyl)indol-5-carboxylat aus Stufe A von Beispiel 1 analog der Synthese der Stufe C von Beispiel 1. Die Reaktionszeit betrug davon abweichend 18 Stunden. Säulenchromatographische Reinigung an Kieselgel mit Ethylacetat/Hexan als Eluens (Stufengradient: 1 :9 - 1 :1 - 8:2) lieferte das Produkt als Feststoff.

B. Herstellung von Methyl- l-{2-hydroxy-3-[4-(4-trifluormethylphenoxy)phenoxy]propyl} -3- (3 -methoxycarbonylpropanoyl)indo 1-5 -carboxylat

Die Darstellung erfolgte ausgehend von 900 mg (2,61 mmol) Methyl-3-(3-methoxycarbonyl- propanoyl-1-oxiranylmethylindo 1-5 -carboxylat aus Stufe A unter Verwendung von 660 mg (2,61 mmol) 4-(4-Trifluormethylphenoxy)phenol und 64 mg (0,51 mmol) A- Dimethylaminopyridin analog der Synthese der Stufe D von Beispiel 1. Abweichend davon wurde der Ansatz 30 Minuten bei 100 0 C erhitzt. Die Reinigung erfolgte mittels Säulenchromatographie an Kieselgel (Ethylacetat/Hexan 1 :1). Das Produkt wurde als Feststoff isoliert.

C. Herstellung von Methyl-3-(3-methoxycarbonylpropanoyl)-l-{2-oxo-3-[4-(4- trifluormethylphenoxy)phenoxy]propyl} indo 1-5 -carboxylat

Die Darstellung erfolgte ausgehend von 706 mg (1,18 mmol) Methyl- l-{2-hydroxy-3-[4-(4- trifluormethylphenoxy)phenoxy]propyl} -3 -(3 -methoxycarbonylpropanoyl)indo 1-5 -carboxylat aus Stufe B analog der Synthese der Stufe D von Beispiel 2. Abweichend davon betrug die Reaktionszeit 2 Stunden.

D. Herstellung von Methyl- 1- {2,2-diethoxy-3-[4-(4-trifluormethylphenoxy)phenoxy]propyl} - 3 -(3 -methoxycarbonylpropanoyl)indo 1-5 -carboxylat

Die Darstellung erfolgte ausgehend von 690 mg (1,16 mmol) Methyl-3-(3-methoxycarbonyl- propanoyl)-l-{2-oxo-3-[4-(4-trifluormethylphenoxy)phenoxy]pr opyl}indol-5-carboxylat aus Stufe C analog der Synthese der Stufe E von Beispiel 2. Abweichend davon betrug die Reaktionszeit 1 ,5 Stunden. Nach säulenchromatographischer Reinigung an Kieselgel (Ethylacetat/Hexan 2:8) wurde das Produkt in Form eines Feststoffs isoliert.

E. Herstellung von 3-(3-Carboxypropanoyl)-l-{2-oxo-3-(4-(4-trifluormethylphenox y)- phenoxy)propyl}indol-5-carbonsäure

289 mg (0,43 mmol) Methyl- l-{2,2-diethoxy-3-[4-(4-trifluormethylphenoxy)phenoxy]- propyl}-3-(3-methoxycarbonylpropanoyl)indol-5-carboxylat aus Stufe D wurden in der Wärme in 30 ml Methanol gelöst. Nach Zugabe einer Lösung von 2,07 g (52 mmol) Natriumhydroxid in 20 ml Wasser wurde 6 Stunden unter Rühren zum Rückfluss erhitzt. Nach Abkühlen auf Raumtemperatur wurde mit 32 ml 4,5 M Salzsäure angesäuert. Der ausfallende Niederschlag wurde durch Zugabe von 15 ml Tetrahydrofuran gelöst und die Reaktionsmischung erneut für 3 Stunden unter Rückfluss erhitzt. Die Lösung wurde dann soweit konzentriert, bis eine Niederschlagsbildung zu beobachten war. Nach Zugabe von Ethylacetat wurde die organische Phase abgetrennt und die wässrige Phase noch dreimal mit Ethylacetat extrahiert. Die vereinigten organischen Phasen wurden getrocknet, filtriert und eingeengt. Der Rückstand wurde säulenchromatographisch an Kieselgel mit dem Fließmittel Ethylacetat/Hexan/ Ameisensäure (Stufengradient: 2:8:0,1 - 5:5:0,1 - 8:2:0,1) gereinigt. Das Produkt gemäß der Formel (4) wurde dabei als Feststoff erhalten.

Beispiel 5

Herstellung der Verbindung gemäß der Formel (5), 3-(3-Methoxycarbonylpropanoyl)-l-{2- oxo-3-[4-(4-trifluormethylphenoxy)phenoxy]propyl}indol-5-car bonsäure

Die Verbindung gemäß der Formel (5) wurde bei der Stufe E von Beispiel 4 als Nebenprodukt isoliert.

Beispiel 6

Herstellung der Verbindung gemäß der Formel (6), l-[3-(4-Octylphenoxy)-2-oxopropyl]-3-

(2,2,2-trifluoracetyl)indol-5-carbonsäure

Eine Lösung von 9,6 ml (67,9 mmol) Trifluoressigsäureanhydrid in 140 ml absolutem Dichlormethan wurde unter Stickstoff bei 0 0 C unter Rühren mit 690 mg (1,44 mmol) tert- Butyl-l-[3-(4-octylphenoxy)-2-oxopropyl]indol-5-carboxylat, hergestellt entsprechend der Herstellung in Stufe C aus Beispiel 9 der WO 2004/069797, versetzt. Die Reaktionsmischung wurde 3 Tage bei Raumtemperatur gerührt. Nach Einengen des Lösungsmittels auf weniger als die Hälfte des Volumens wurde bis zur Trübung mit Hexan versetzt. Der ausfallende Niederschlag wurde abgesaugt und mittels Säulenchromatographie an Kieselgel (Ethylacetat/He- xan/ Ameisensäure 1 :3:0,1) gereinigt. Das Produkt gemäß der Formel (6) wurde als Feststoff erhalten.

Beispiel 7

Herstellung der Verbindung gemäß der Formel (7), 3-(3-Methyl-l,2,4-oxadiazol-5-yl)-l-[3-

(4-octylphenoxy)-2-oxopropyl]indol-5-carbonsäure

A. Herstellung von tert-Butyl-3-(3-methyl-l,2,4-oxadiazol-5-yl)indol-5-carboxyl at Die Lösung von 135 mg (1,82 mmol) N'-Hydroxyacetamidin in 30 ml absolutem Tetrahydrofuran wurde unter Stickstoff mit 73 mg (1,82 mmol) Natriumhydrid (60%ige Dispersion in Mineralöl) versetzt und 1 Stunde bei Raumtemperatur gerührt. Nach Zugabe von 500 mg (1,82 mmol) 5-tert-Butyl-3-methylindol-3,5-dicarboxylat, hergestellt entsprechend der Herstellung in Stufe A aus Beispiel 22 der WO 2004/069797, wurde der Ansatz 24 Stunden unter Rückfluss erhitzt. Nach Abkühlen auf Raumtemperatur und Zugabe von 150 ml Wasser sowie 150 ml Ethylacetat wurde zur Entfernung des Tetrahydrofurans konzentriert. Anschließend wurde dreimal mit Ethylacetat extrahiert. Die vereinigten organischen Phasen wurden über Natriumsulfat getrocknet, filtriert und eingeengt. Der Rückstand wurde säulenchromatographisch an Kieselgel (Ethylacetat/Hexan 3:7) gereinigt, wobei das Produkt als Feststoff gewonnen wurde.

B. Herstellung von tert-Butyl-3-(3-methyl-l,2,4-oxadiazol-5-yl)-l-oxiranylmethy lindol-5- carboxylat

Die Darstellung erfolgte ausgehend von 305 mg (1,02 mmol) tert-Butyl-3-(3-methyl- 1,2,4- oxadiazol-5-yl)indol-5-carboxylat aus Stufe A analog der Synthese der Stufe C von Beispiel 1. Der Ansatz wurde durch Säulenchromatographie an Kieselgel mit dem Fließmittel Ethylacetat/Hexan (Stufengradient: 1:9 - 1 :1) gereinigt, wobei das Produkt als Feststoff anfiel.

C. Herstellung von tert-Butyl-l-[2-hydroxy-3-(4-octylphenoxy)propyl]-3-(3-methy l-l,2,4- oxadiazol-5-yl)-indol-5-carboxylat

Die Darstellung erfolgte ausgehend von 150 mg (0,42 mmol) tert-Butyl-3-(3-methyl- 1,2,4- oxadiazol-5-yl)-l-oxiranylmethylindol-5-carboxylat aus Stufe B analog der Synthese der Stufe D von Beispiel 1. Abweichend davon wurde der Ansatz 1 Stunde bei 120 0 C erhitzt. Die Reinigung erfolgte mittels Säulenchromatographie an Kieselgel (Ethylacetat/Hexan 3:7). Das Produkt wurde als öl erhalten.

D. Herstellung von tert-Butyl-3-(3-methyl-l,2,4-oxadiazol-5-yl)-l-[3-(4-octylph enoxy)-2- oxopropyl]indo 1-5 -carboxylat

Die Darstellung erfolgte ausgehend von 135 mg (0,24 mmol) tert-Butyl-l-[2-hydroxy-3-(4- octylphenoxy)propyl]-3-(3-methyl-l,2,4-oxadiazol-5-yl)-indol -5-carboxylat aus Stufe C analog der Synthese der Stufe E von Beispiel 1. Das Produkt wurde nach säulenchromatogra- phischer Reinigung an Kieselgel (Ethylacetat/Hexan 2:8) als öl isoliert.

E. Herstellung von 3-(3-Methyl-l,2,4-oxadiazol-5-yl)-l-[3-(4-octylphenoxy)-2- oxopropyl]indo 1-5 -carbonsäure

Eine Lösung von 46 mg (0,08 mmol) tert-Butyl-3-(3-methyl-l,2,4-oxadiazol-5-yl)-l-[3-(4- octylphenoxy)-2-oxopropyl]indol-5-carboxylat aus Stufe D in 10 ml absolutem Dichlorme- than wurde mit 0,5 ml (6,57 mmol) Trifluoressigsäure versetzt. Nach 4 Stunden Rühren bei Raumtemperatur wurde bis zur Trockene eingeengt. Dreimaliges Codestillieren mit Hexan lieferte das Rohprodukt gemäß der Formel (7) in Form eines Feststoffes, der aus Ethylacetat umkristallisiert wurde.

Beispiel 8

Herstellung der Verbindung gemäß der Formel (8), 3-(3-Methyl-l,2,4-oxadiazol-5-yl)-l-[2- oxopropyl-3 -(4-phenoxypheno I)] indo 1-5 -carbonsäure

A. Herstellung von tert-Butyl-l-[2-hydroxy-3-(4-phenoxyphenol)propyl]-3-(3-meth yl- 1,2,4- oxadiazo 1-5 -yl)indo 1-5 -carboxylat

Die Darstellung erfolgte ausgehend von 122 mg (0,34 mmol) tert-Butyl-3-(3-methyl- 1,2,4- oxadiazo 1-5 -yl)-l-oxiranylmethylindo 1-5 -carboxylat aus der Stufe B von Beispiel 7 unter Verwendung von 64 mg (0,34 mmol) 4-Phenoxyphenol und 8 mg (0,03 mmol) 4- Dimethylaminopyridin analog der Synthese der Stufe D von Beispiel 1. Abweichend davon

wurde der Ansatz 1 Stunde bei 120 0 C erhitzt. Die Reinigung erfolgte mittels Säulenchromatographie an Kieselgel (Ethylacetat/Hexan 3:7). Das Produkt wurde als öl isoliert.

B. Herstellung von tert-Butyl-3-(3-methyl-l,2,4-oxadiazol-5-yl)-l-[2-oxopropyl- 3-(4- phenoxypheno I)] indo 1-5 -carboxylat

Die Darstellung erfolgte ausgehend von 67 mg (0,12 mmol) tert-Butyl-l-[2-hydroxy-3-(4- phenoxyphenol)propyl]-3-(3-methyl-l,2,4-oxadiazol-5-yl)indol -5-carboxylat aus Stufe A analog der Synthese der Stufe E von Beispiel 1. Das Produkt wurde nach säulenchromatogra- phischer Reinigung an Kieselgel (Ethylacetat/Hexan 2:8) als öl erhalten.

C. Herstellung von 3-(3-Methyl-l,2,4-oxadiazol-5-yl)-l-[2-oxopropyl-3-(4- phenoxypheno I)] indo 1-5 -carbonsäure

Eine Lösung von 18 mg (0,03 mmol) tert-Butyl-3-(3-methyl-l,2,4-oxadiazol-5-yl)-l-[2- oxopropyl-3-(4-phenoxypheno I)] indo 1-5 -carboxylat aus Stufe B in 5 ml absolutem Dichlormethan wurde mit 0,2 ml (2,6 mmol) Trifluoressigsäure versetzt. Nach 6 Stunden Rühren bei Raumtemperatur wurde bis zur Trockene eingeengt. Dreimaliges Codestillieren mit Hexan lieferte das Rohprodukt in Form eines Feststoffes. Dieser wurde in Acetonitril gelöst. Nach Zusatz von Wasser wurde zunächst das Acetonitril abdestilliert und anschließend das Wasser durch Gefriertrocknung entfernt, wobei das Produkt gemäß der Formel (8) als Feststoff zurückblieb .

Beispiel 9

Herstellung der Verbindung gemäß der Formel (12), 3-(5-Carboxypentanoyl)-l-[3-(4- phenylphenoxy)-2-oxopropyl]indo 1-5 -carbonsäure

A. Herstellung von Methyl-3-(5-methoxycarbonylpentanoyl)indol-5-carboxylat

Eine Suspension von 1,80 g (13,5 mmol) AICI3 in 15 ml trockenem CH 2 Cl 2 wurde mit 1,0 ml (5,9 mmol) Adipinsäuremonomethylesterchlorid versetzt. Nach 1 Stunde Rühren bei Raumtemperatur wurden 700 mg (4,0 mmol) Methylindol-5-carboxylat hinzugefügt. Nach weiteren 30 Minuten Rühren bei Raumtemperatur wurde der Reaktionsansatz in Wasser gegossen und mit einer Mischung aus Ethylacetat und CH 2 Cl 2 extrahiert. Die organische Phase wurde zunächst mit 5%iger wässriger Na 2 CO 3 Lösung und dann mit Wasser gewaschen. Nach Trocknen über Na 2 SO 4 wurde eingeengt, wobei das Produkt als Feststoff ausfiel.

B . Herstellung von Methyl-3 -(5 -methoxycarbonylpentanoyl)- 1 -oxiranylmethylindo 1-5 - carboxylat

Die Darstellung erfolgte ausgehend von Methyl-3-(5-methoxycarbonylpentanoyl)indol-5- carboxylat aus Stufe A, entsprechend der Synthese der Stufe B wie in Beispiel 3 beschrieben.

C . Herstellung von Methyl- 1 - [2-hydroxy-3 -(4-phenylphenoxy)propyl] -3 -(5 -methoxy- carbonylpentanoyl)indol-5-carboxylat

187 mg (0,5 mmol) Methyl-3 -(5 -methoxycarbonylpentanoyl)- 1 -oxiranylmethylindo 1-5- carboxylat aus Stufe B, 85 mg (0,5 mmol) 4-Phenylphenol und 12 mg 4-Dimethyl- aminopyridin wurden in wenig CH 2 Cl 2 gelöst. Anschließend wurde das Lösungsmittel abdestilliert und der Rückstand 75 Minuten unter Stickstoff im ölbad bei HO 0 C erhitzt. Nach dem Abkühlen wurde der Ansatz in wenig CHCI 3 gelöst. Die Reinigung erfolgte durch Säulenchromatographie an Kieselgel mit Petrolether/Ethylacetat (1 :1) als Eluens. Das Produkt wurde als wachsartige Substanz erhalten.

D. Herstellung von Methyl-3-(5-methoxycarbonylpentanoyl)-l-[2-oxo-3-(4- phenylphenoxy)propyl] -indo 1-5 -carboxylat

Zu einer Lösung von 140 mg (0,26 mmol) Methyl- l-[2-hydroxy-3 -(4-phenylphenoxy)- propyl]-3-(5-methoxycarbonylpentanoyl)indol-5-carboxylat aus Stufe C in 4 ml absolutem Dichlormethan wurden unter Stickstoff 208 mg (0,49 mmol) Dess-Martin-Periodinan-Rea- genz (Fa. AlfaAesar) gegeben. Die Mischung wurde 2 Stunden bei Raumtemperatur gerührt. Nach Zugabe einer Lösung von 0,5 g Natriumthiosulfat in 10 ml gesättigter wässriger Natriumhydrogencarbonat-Lösung wurde mit Ethylacetat extrahiert. Die organische Phase wurde mit gesättigter wässriger Natriumchlorid-Lösung gewaschen und über Natriumsulfat getrocknet. Nach Abdestillieren des Lösungsmittels wurde der Rückstand säulenchromatogra- phisch an Kieselgel mit Petrolether/Ethylacetat (1 :1) als Eluens gereinigt. Das Produkt fiel als Feststoff an.

E. Herstellung von 3-(5-Carboxypentanoyl)-l-[2-oxo-3-(4-phenylphenoxy)propyl]in dol-5- carbonsäure

Eine Mischung aus 110 mg (0,20 mmol) Methyl-3-(5-methoxycarbonylpentanoyl)-l-[2-oxo- 3-(4-phenylphenoxy)propyl]-indol-5-carboxylat aus Stufe D, 30 ml Ethanol und 10 ml wässriger 10%iger KOH wurde 15 Stunden unter Stickstoff bei Raumtemperatur gerührt. Nach Zugabe von Wasser wurde mit HCl angesäuert und mit Ethylacetat extrahiert. Die organische Phase wurde mit verdünnter HCl gewaschen, getrocknet und das Lösungsmittel abdestilliert. Der Rückstand wurde durch Säulenchromatographie an Kieselgel (Petrol- ether/Ethylacetat/Ameisensäure 4:6:0,1) gereinigt. Die Produktfraktionen wurden bis auf wenige ml eingeengt und das Produkt gemäß der Formel (12) durch Zusatz von Hexan ausgefällt.

Beispiel 10

Herstellung der Verbindung gemäß der Formel (13), 3-(5-Carboxypentanoyl)-l-[3-(4- phenoxyphenoxy)-2-oxopropyl] indo 1-5 -carbonsäure

A. Herstellung von Methyl- 1 - [2-hydroxy-3 -(4-phenoxyphenoxy)propyl] -3 -(5 - methoxycarbonylpentanoyl)indol-5-carboxylat

Die Darstellung erfolgte ausgehend von 187 mg (0,50 mmol) Methyl-3-(5-methoxycarbonyl- pentanoyl)-l-oxiranylmethylindol-5-carboxylat aus Stufe B von Beispiel 9 analog der Synthese in Stufe C von Beispiel 9 unter Verwendung von 93 mg (0,50 mmol) 4-Phenoxyphenol und 10 mg 4-Dimethylaminopyridin. Abweichend davon wurde der Ansatz 90 Minuten bei 110 0 C erhitzt. Die Reinigung erfolgte durch Säulenchromatographie an Kieselgel (Petrolether/Ethylacetat 6:4). Das Produkt gemäß der Formel (13) wurde als Feststoff erhalten.

B. Herstellung von Methyl-3-(5-methoxycarbonylpentanoyl)-l-[2-oxo-3-(4-phenoxyp he- noxy)propyl] indo 1-5 -carboxylat

Die Darstellung erfolgte ausgehend von 100 mg (0,18 mmol) Methyl- l-[2-hydroxy-3 -(4- phenoxyphenoxy)propyl] -3 -(5 -methoxycarbonylpentanoyl)indo 1-5 -carboxylat aus Stufe A analog der Synthese der Stufe D wie in Beispiel 9 angegeben.

C. Herstellung von 3-(5-Carboxypentanoyl)-l-[2-oxo-3-(4-phenoxyphenoxy)propyl]i ndol-5- carbonsäure

Die Darstellung erfolgte ausgehend von 70 mg (0,13 mmol) Methyl-3-(5-methoxycarbonyl- pentanoyl)-l-[2-oxo-3-(4-phenoxyphenoxy)propyl]indol-5-carbo xylat aus Stufe B analog der Synthese der Stufe E wie in Beispiel 9 angegeben. Der Ethylacetatextrakt wurde bis auf wenige ml eingeengt und das Produkt gemäß der Formel (13) durch Zugabe von Petrolether ausgefällt.

Beispiel 11

Herstellung der Verbindung gemäß der Formel (14), 3-(4-Carboxybenzoyl)-l-[3-(4- octylphenoxy)-2-oxopropyl]indol-5-carbonsäure

A. Herstellung von Methyl-3-(4-methoxycarbonylbenzoyl)indol-5-carboxylat

Eine Suspension von 1,08 g (8,1 mmol) AICI3 in 10 ml trockenem CH 2 Cl 2 wurde mit 0,50 g (2,5 mmol) Terephthalsäuremonomethylesterchlorid versetzt. Nach 5 Minuten Rühren bei Raumtemperatur wurden 0,46 g (2,6 mmol) Methylindol-5-carboxylat hinzugefügt. Nach weiteren 4 Stunden Rühren bei Raumtemperatur wurde zum Reaktionsansatz eine Mischung aus Wasser und Tetrahydrofuran (THF) (1 :1) hinzugefügt und anschließend zweimal mit CH 2 Cl 2 extrahiert. Die vereinigten organischen Phasen wurden zunächst mit 5%iger wässriger Na 2 CO 3 Lösung und dann mit Wasser gewaschen. Nach Trocknen über Na 2 SO 4 wurde bis auf wenige Milliliter eingeengt. Nach Zugabe von Ethylacetat und erneutem Einengen fiel das Produkt als Feststoff aus.

B . Herstellung von Methyl-3 -(4-methoxycarbonylbenzoyl)- 1 -oxiranylmethylindol-5 - carboxylat

240 mg (0,71 mmol) Methyl-3-(4-methoxycarbonylbenzoyl)indo 1-5 -carboxylat aus Stufe A wurden mit 81 mg (1,27 mmol) pulverisiertem 88%igem Kaliumhydroxid und 22 mg (0,07 mmol) Tetrabutylammoniumbromid versetzt. Nach Zugabe von 2,0 ml (26 mmol) Epichlorhydrin wurde 75 Minuten bei Raumtemperatur gerührt. Anschließend wurde der Ansatz direkt auf eine Kieselgelsäule gespült und mit Petrolether/Ethylacetat (Stufengradient: 9:1 - 1 :2) eluiert. Die Eluate wurden eingeengt und das Produkt aus Ethylacetat/Petrolether umkristallisiert.

C. Herstellung von Methyl- l-[2-hydroxy-3-(4-octylphenoxy)propyl]-3-(4-methoxycarbonyl- benzoyl)indo 1-5 -carboxylat

Die Darstellung erfolgte ausgehend von 145 mg (0,37 mmol) Methyl-3-(4-methoxycarbonyl- benzoyl)-l-oxiranylmethylindo 1-5 -carboxylat aus Stufe B analog der Synthese der Stufe C wie in Beispiel 9 angegeben unter Verwendung von 76 mg (0,37 mmol) 4-Octylphenol und

9 mg 4-Dimethylaminopyridin. Die Reinigung erfolgte durch Säulenchromatographie an Kieselgel (Petrolether/Ethylacetat 7:3). Das Produkt wurde als Feststoff erhalten.

D. Herstellung von Methyl-3-(4-methoxycarbonylbenzoyl)-l-[3-(4-octylphenoxy)-2- oxopropyl]indo 1-5 -carboxylat

Die Darstellung erfolgte ausgehend von 95 mg (0,16 mmol) Methyl- l-[2-hydroxy-3 -(4-octyl- phenoxy)propyl] -3 -(4-methoxycarbonylbenzoyl)indo 1-5 -carboxylat aus Stufe C analog der Synthese der Stufe D wie in Beispiel 9 angegeben. Die Reinigung erfolgte durch Säulenchromatographie an Kieselgel (Petrolether/Ethylacetat 6:4). Das Produkt fiel als harzartige Substanz an.

E. Herstellung von 3-(4-Carboxybenzoyl)-l-[3-(4-octylphenoxy)-2-oxopropyl]indol -5- carbonsäure

Eine Mischung aus 37 mg (0,062 mmol) Methyl-3-(4-methoxycarbonylbenzoyl)-l-[3-(4- octylphenoxy)-2-oxopropyl]indol-5-carboxylat aus Stufe D, 15 ml Ethanol und 5 ml wässriger 10%iger KOH wurde 4 Stunden unter Stickstoff bei Raumtemperatur gerührt. Nach Zugabe von Wasser wurde mit HCl angesäuert und mit Ethylacetat extrahiert. Die organische Phase wurde mit verdünnter HCl gewaschen, getrocknet und das Lösungsmittel abdestilliert. Der Rückstand wurde durch Säulenchromatographie an Kieselgel, zunächst mit Petrolether/Ethylacetat/ Ameisensäure 6:4:0,1; und anschließend mit Tetrahydrofuran (THF), gereinigt. Nach Entfernen des Lösungsmittels wurde das Produkt 3-(4-Carboxybenzoyl)-l-[3- (4-octylphenoxy)-2-oxopropyl]indol-5-carbonsäure gemäß der Formel (14) als Feststoff erhalten.

Beispiel 12

Bestimmung der Wasserlöslichkeit

Die Bestimmung der Wasserlöslichkeit der Verbindungen erfolgte, wenn im Folgenden nicht abweichend beschrieben, in Anlehnung an die Kim et al., J. Med. Chem. 2005, 48, 3621-3629 publizierte Methode.

Jeweils 1 mg der gemäß den Beispielen 1 bis 8 hergestellten Verbindungen gemäß der Formeln (1) bis (8) wurden mit 2 ml Phosphat-gepufferter Kochsalzlösung (PBS-Puffer, pH = 7,4, 0,01 M KH 2 P(VK 2 HPO 4 , 0,0027 M KCl, 0,137 M NaCl bei 25°C, hergestellt durch Lösen einer Phosphate Buffered Saline Tablet, Fa. Sigma (Katalog-Nr: P4417) in 200 ml deionisiertem Wasser) versetzt. Die Mischung wurde 10 Minuten in ein Ultraschallbad (Sonorex TK52, Bandelin) gestellt und dann 20 Stunden im Schütte lwasserbad (GFL 1083) bei Raumtemperatur (20 0 C -23°C) leicht geschüttelt. Im Anschluss wurde 10 Minuten bei 4000 x g und Raumtemperatur zentrifugiert. Vom überstand wurde etwa 1 ml klare Lösung abgenommen. 200 μl der klaren Lösung wurden mit 250 μl Acetonitril (VWR) und 50 μl 0,1 M Phosphorsäure versetzt. Von dieser Lösung wurde ein Volumen zwischen 5 μl und 100 μl in eine HPLC-Anlage (Fa. Waters, Waters Autosampier 717plus, Waters Pumpe 515 und Waters UV-Detektor 2487) injiziert.

Der Gehalt an gelöster Verbindung wurde mit Hilfe einer Standardgeraden bestimmt, die durch Injektion unterschiedlicher Mengen im Bereich von 5 μl bis 100 μl an Referenzlösung 1 und 2 erstellt wurde. Für Referenzlösung 1 wurden 2 μl einer 5 mM Lösung der jeweiligen Verbindung in Dimethylsulfoxid (DMSO) mit 198 μl PBS-Puffer, 250 μl Acetonitril und 50 μl 0,1 M Phosphorsäure versetzt. Für Referenzlösung 2 wurden 2 μl einer 5 mM Lösung der jeweiligen Verbindung in DMSO, 398 μl PBS-Puffer, 500 μl Acetonitril sowie 100 μl 0,1 M Phosphorsäure versetzt.

Als stationäre Phase wurden C 18 Aqua®-Säulen der Firma Phenomenex (Aqua®, RPl 8, 75 x 4,6 mm, 3μm) verwendet. Die Detektionswellenlänge betrug 240 nm, die Flussrate betrug 0,7 ml/min. Als mobile Phase wurden für die Verbindungen der Beispiele 1, 2, 3 und 7 gemäß der

Formeln (1), (2), (3) und (7) ein Gemisch aus Acetonitril/Wasser/Phosphorsäure (85%) im Verhältnis 700:300:1 (v/v/v) verwendet und für die Verbindungen der Beispiele 4, 5 und 8 gemäß der Formeln (4), (5) und (8) ein Gemisch aus Acetonitril/Wasser/Phosphorsäure (85%) im Verhältnis 530:470:1 (v/v/v) und für die Verbindung des Beispiels 6 gemäß der Formel (6) ein Gemisch aus Acetonitril/Wasser/Phosphorsäure (85%) im Verhältnis 800:200:1 (v/v/v).

In Vergleichsversuchen wurde unter entsprechenden Bedingungen die Wasserlöslichkeit von Verbindungen gemäß der Schrift WO 2004/069797 entsprechend den nachstehenden Formeln (9), (10) und (11)

bestimmt.

Es konnte festgestellt werden, dass die erfindungsgemäßen Verbindungen der Beispiele 1, 2, 3 und 4 gemäß der Formeln (1), (2), (3) und (4) eine Wasserlöslichkeit im Bereich von 190 μg/ml bis 410 μg/ml aufwiesen. Die Verbindungen gemäß der Formeln (5) und (8) wiesen eine Wasserlöslichkeit im Bereich von 15 μg/ml bis 35 μg/ml auf.

Demgegenüber wiesen die Verbindungen gemäß der Formeln (9), (10) und (11) eine Wasserlöslichkeit geringer als 1 μg/ml auf.

Die erfindungsgemäßen Verbindungen insbesondere der Beispiele 1 bis 5 und 8 entsprechend der Formeln (1), (2), (3), (4), (5) und (8) wiesen somit eine verbesserte Wasserlöslichkeit auf, wobei sich insbesondere die Verbindungen der Beispiele 1 bis 4 entsprechend der Formeln (1) bis (4) sich durch eine deutlich erhöhte Wasserlöslichkeit auszeichnen.

Beispiel 13

Bestimmung der Hemmung der cytosolischen Phospholipase A 2

Die Wirksamkeit der erfmdungsgemäßen Verbindungen wurde anhand der Hemmung der cytosolischen Phospholipase A 2 bestimmt. Die Bestimmung erfolgte, wenn im Folgenden nicht abweichend beschrieben, wie in Schmitt, M.; Lehr, M., "HPLC assay with UV spectrometric detection for the evaluation of inhibitors of cytosolic phospholipase A 2 " J. Pharm. Biomed. Anal. 2004, 35, 135-142 beschrieben.

Als Enzymquelle wurde aus humanen Thrombozyten isolierte cytosolische Phospholipase A 2 verwendet. Die Hemmung der Enzymaktivität wurde durch Messung der bei der Spaltung von l-Stearoyl-2-arachidonoyl-sn-glycero-3-phosphocholin freigesetzten Arachidonsäure in An- und Abwesenheit der jeweiligen untersuchten Verbindung erfasst.

Zur Herstellung einer Lösung von Covesikeln aus dem Substrat l-Stearoyl-2-arachidonoyl- sn-glycero-3-phosphocholin (SAPC) (Sigma) und 1,2-Dioleoyl-sn-glycerol (DOG) (Sigma) wurden entsprechende Mengen der Chloroformlösungen von SAPC (10 mg/ml) und DOG (5 mg/ml) gemischt und dann das Chloroform im Stickstoffstrom abgedampft. Der Rückstand wurde mit so viel Tris Puffer (50 mM Tris, 1 mM Dithiothreitol, 150 mM NaCl, 1 mM CaCl 2 , pH 8 bei 2O 0 C) versetzt, so dass eine Konzentration an SAPC von 0,26 mM und an DOG von 0,13 mM vorlag. Die Mischung wurde 10 Minuten im Ultraschallbad bei 35 0 C zur Bildung von Covesikeln homogenisiert.

In Eppendorf-Gefäßen wurden 2 μl der Lösung der jeweiligen Verbindung in DMSO (hergestellt aus einer 5 mM Stammlösung in DMSO) bzw. im Falle der Kontrollwerte 2 μl DMSO mit je 78 μl der Substratmischung versetzt.

Nach 10 Minuten Vorinkubation im Wasserbad bei 37 0 C wurden je 20 μl der Lösung der aus humanen Thrombozyten gewonnenen cytosolischen Phospholipase A 2 zugegeben und für weitere 60 Minuten bei 37 0 C inkubiert. Die Inkubationsansätze von je 100 μl enthielten 0,20 mM SAPC und 0,10 mM DOG. Danach wurde die Enzymreaktion gestoppt durch Zugabe von 400 μl einer Lösung aus Acetonitril/Methano 1/0,1 M wässriger EDTA-Lösung im Verhältnis 16:15:1 (v/v/v), wobei diese Lösung 3 μg/ml Nordihydroguaiaretsäure (NDGA) (Sigma) als Antioxidans und 1,55 μg/ml 4-Undecyloxybenzoesäure als internen Standard enthielt. Anschließend wurden die Proben 10 bis 15 Minuten in Eis gestellt und dann bis zur Festphasenextraktion bei -2O 0 C gelagert.

Die Octadecyl-Festphasenextraktionssäulen mit einem Bettvolumen von 200 mg und einem Fassungsvermögen von 3 ml (Fa. Baker) wurden zunächst mit 6 ml Methanol und dann mit 6 ml Wasser gewaschen. Die Proben wurden mit 2 ml 0,005 M wässriger NaOH verdünnt und dann auf die Festphasensäule aufgegeben. Nach Waschen mit 1 ml Wasser wurde die gebundene Arachidonsäure mit 3 x 200 μl Methanol eluiert. Das Eluat wurde mit 600 μl

Wasser versetzt und gemischt. 100 μl dieser Lösung wurde in die HPLC-Apparatur (Fa. Waters, Waters Autosampier 717plus, Waters Pumpe 515 und Waters UV-Detektor 2487) eingespritzt. Die Datenauswertung erfolgte mit dem Softwareprogramm Millenium. Als Trennsäule wurde eine Nucleosil 100 - 3 Cl 8 Trennsäule (125 x 3 mm) mit einer Nucleosil 100 - 3 Cl 8 Vorsäule (20 x 3 mm) (Fa. CS-Chromatographie-Service, Langerwehe) verwendet. Die Fließgeschwindigkeit betrug 0,4 ml/min, die Detektionswellenlänge 200 nm. Als Fließmittel wurde ein Gemisch aus Acetonitril/Wasser/Phosphorsäure (85%) im Verhältnis 770:230:1 (v/v/v) verwendet. Die Laufzeit der Chromatogramme betrug 30 Minuten. Vor der nächsten Einspritzung wurde jeweils 15 Minuten equilibriert.

Es konnte festgestellt werden, dass bei einer Konzentration von 0,1 μM die erfindungsgemäßen Verbindungen der Beispiele 1, 2, 4, 5, 6 und 7 entsprechend der Formeln (1), (2), (4), (5), (6) und (7) die Aktivität der cytosolischen Phospholipase A 2 um 30% bis 97% gegenüber dem Kontrollwert, bei dem statt der Lösung der Verbindung in DMSO reines DMSO eingesetzt wurde, hemmten.

Ermittelt wurde weiterhin der ICso-Wert für die Hemmung der cytosolischen Phospholipase A 2 durch die Verbindungen der Beispiele 1 bis 8 entsprechend den Formeln (1) bis (8).

Die IC 5 o-Werte wurden rechnerisch aus den bei unterschiedlichen Konzentrationen erhaltenen Werten der Hemmung der cytosolischen Phospholipase A 2 mit Hilfe des Probit- Verfahrens (s. Hartke, Mutschier, DAB 9 Kommentar Band 1 S. 733-734, Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft Stuttgart 1978) bestimmt.

Der IC 5 o-Wert der Verbindungen für die Hemmung der cytosolischen Phospholipase A 2 entspricht der Konzentration, die nötig ist, die Aktivität des Enzyms auf die Hälfte zu reduzieren. Je niedriger der ICso-Wert ist, je stärker hemmt die Verbindung die cytosolische Phospholipase A 2 .

So wies die Verbindung des Beispiel 1 gemäß Formel (1) einen ICso-Wert von 0,21 μM auf, die Verbindung des Beispiel 2 gemäß Formel (2) einen ICso-Wert von 0,03 μM, die Verbindung des Beispiel 3 gemäß Formel (3) einen ICso-Wert von 0,022 μM, die Verbindung des Beispiel 4 gemäß Formel (4) einen ICso-Wert von 0,19 μM und die Verbindung des Beispiel 5 gemäß Formel (5) einen IC 50 -Wert von 0,022 μM.

Die Verbindung des Beispiel 6 gemäß Formel (6) wies einen ICso-Wert von 0,007 μM, die Verbindung des Beispiel 7 gemäß Formel (7) einen ICso-Wert von 0,002 μM und die Verbindung des Beispiel 8 gemäß Formel (8) einen ICso-Wert von 0,007 μM auf.

Dies zeigt, dass die erfindungsgemäßen Verbindungen eine gute Wirksamkeit bei der Hemmung der cytosolische Phospholipase A 2 zeigen, wobei die Wirksamkeit der Verbindungen der Beispiele 6, 7 und 8 entsprechend den Formeln (6), (7) und (8) gegenüber der Wirksamkeit der Verbindungen der Beispiele 1 bis 5 entsprechend den Formeln (1) bis (5) verbessert ist.

Insbesondere konnten die Verbindungen der Beispiele 1 bis 5 und 8 entsprechend der Formeln (1) bis (5) und (8), insbesondere die Verbindungen der Beispiele 1 bis 4 entsprechend den Formeln (1) bis (4), eine gute Löslichkeit sowie ebenfalls eine gute Hemmung der Aktivität der cytosolischen Phospholipase A 2 zeigen.

Beispiel 14

Bestimmung der entzündungshemmenden Eigenschaften der Verbindung gemäß der Formel

(3), 3-(5-Carboxypentanoyl)- 1 -[3-(4-octylphenoxy)-2-oxopropyl]indol-5-carbonsäure

Die Bestimmung der entzündungshemmenden Eigenschaften in vivo im Modell der Benz- alkoniumchlorid- induzierten Kontaktdermatitis erfolgte, wenn im Folgenden nicht abweichend beschrieben, gemäß der von E. Hyun et al., British Journal of Pharmacology, 2004, 143, S. 618-625 publizierte Methode.

Als Versuchstiere wurden Balb/c Mäuse (Fa. Harlan Winkelmann GmbH, Borchen) verwendet. Eine Kontaktdermatitis wurde durch Aufgabe von 10 μl je Ohr einer 5%igen Benzalkoniumchlorid-Lösung (Fa. Sigma) in Olivenöl/ Aceton (1 :5) auf die dorsalen Seiten beider Ohren von jeweils 8 Versuchstieren pro Versuchsgruppe induziert. Dies führt zu einem Anschwellen der Ohren.

Auf die dorsalen Seiten beider Ohren wurden anschließend nach 10 Minuten einer Negativkontrollgruppe von 8 unbehandelten Tieren je 10 μl Aceton aufgebracht, einer Versuchsgruppe von 8 Tieren 10 μl einer l%igen Lösung (m/V) der Verbindung gemäß der Formel (3) in Aceton entsprechend 0,1 mg/Ohr aufgebracht, und einer Gruppe von 8 Tieren als Positivkontrollen 10 μl einer 0,05%igen Clobetasol-17-propionat-Lösung (Karison Crinale, Dermapharm AG) entsprechend 0,05 mg/Ohr aufgebracht. Nach einer Stunde, 3 Stunden, 5 Stunden, 7 Stunden, 24 Stunden, 48 Stunden und 72 Stunden wurden die Ohrdicken mit Hilfe eines digitalen Messschiebers (Fa. Roth, Karlsruhe) gemessen.

Es konnte festgestellt werden, dass die Applikation der erfindungsgemäßen Verbindung gemäß der Formel (3) bei der Versuchsgruppe zu einer deutlichen geringeren Zunahme der Ohrdicke gegenüber den Negativkontrollen unbehandelter Tiere führte. Dies zeigt, dass die Verbindung gemäß der Formel (3) 3-(5-Carboxypentanoyl)-l-[3-(4-octylphenoxy)-2- oxopropyl]indol-5-carbonsäure eine entzündungshemmende Wirkung aufweist.