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Title:
NOVEL MATERIAL MIXTURE CONTAINING RUBUSOSIDE OR ALPHA-GLYCOSYLRUBUSOSIDE, FOR ENHANCING SWEET TASTE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2015/189346
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to novel material mixtures which can be used as aromatic preparations to enhance the sweet taste of oral preparations.

Inventors:
KRAMMER, Gerhard (Wagnerstraße 4, Holzminden, 37603, DE)
SABATER, Christoph (Einbeckerstraße 17, Holzminden, 37603, DE)
RIESS, Thomas (Bärenfang 4, Holzminden, 37603, DE)
Application Number:
EP2015/063092
Publication Date:
December 17, 2015
Filing Date:
June 11, 2015
Export Citation:
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Assignee:
SYMRISE AG (Mühlenfeldstraße 1, Holzminden, 37603, DE)
KRAMMER, Gerhard (Wagnerstraße 4, Holzminden, 37603, DE)
SABATER, Christoph (Einbeckerstraße 17, Holzminden, 37603, DE)
RIESS, Thomas (Bärenfang 4, Holzminden, 37603, DE)
LEY, Jakob (Schubertstraße 5a, Holzminden, 37603, DE)
GEIßLER, Thorsten (Tiedexer Tor 2, Einbeck, 37574, DE)
International Classes:
A23L27/00; A23L27/30; C07H15/24; C12P19/18; C12P19/56
Domestic Patent References:
WO2012112180A12012-08-23
Foreign References:
JP2002045145A2002-02-12
EP2386211A12011-11-16
EP2353403A12011-08-10
Other References:
MUCHSIN DARISE ET AL: "Enzymic Transglucosylation of Rubusoside and the Structure-Sweetness Relationship of Steviol-Bisglycosides", AGRICULTURAL AND BIOLOGICAL CHEMISTRY., vol. 48, no. 10, 1 January 1984 (1984-01-01), TOKYO, JP, pages 2483 - 2488, XP055131924, ISSN: 0002-1369, DOI: 10.1271/bbb1961.48.2483
KAZUHIRO OHTANI ET AL: "Further study on the 1,4-.ALPHA.-transglucosylation of rubusoside, a sweet steviol-bisglucoside from Rubus suavissimus.", AGRICULTURAL AND BIOLOGICAL CHEMISTRY, vol. 55, no. 2, 1 February 1991 (1991-02-01), pages 449 - 453, XP055137190, ISSN: 0002-1369, DOI: 10.1271/bbb1961.55.449
GUIXIN CHOU ET AL: "Quantitative and Fingerprint Analyses of Chinese Sweet Tea Plant (Rubus suavissimus S. Lee)", JOURNAL OF AGRICULTURAL AND FOOD CHEMISTRY, vol. 57, no. 3, 11 February 2009 (2009-02-11), pages 1076 - 1083, XP055004462, ISSN: 0021-8561, DOI: 10.1021/jf8029397
Attorney, Agent or Firm:
FABRY, Bernd (IP2 Patentanwalts GmbH, Schlossstraße 523-525, Mönchengladbach, 41238, DE)
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Claims:
PATENTANSPRÜCHE

Stoffmischung, umfassend 1 Gew.-% bis 60 Gew.-%, mindestens eine Verbindung allgemeinen Formel (I) mit m = n = 0,

und mindestens eine weitere Verbindung der allgemeinen Formel (I) mit m oder n > 1, mit der Maßgabe, dass m und n unabhängig voneinander 0 bis 50 darstellen.

Mischung nach Anspruch 1, umfassend mindestens eine Verbindung der Formel (I) mit m und n unabhängig voneinander 0 bis 50 und wobei die Summe von m + n > 0 und m + n < 50 ist.

Mischung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, wobei das Gemisch zusätzliche Stärkeabbau produkte umfasst.

Mischung nach Anspruch 3, wobei die Stärkeabbauprodukte 3 bis 100 jeweils alpha-1- 4-verknüpften D-Glucopyranosylresten enthalten.

Mischung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei das Gemisch zusätzlich ein oder mehrere phenolische, natürlich vorkommende süßverstärkende Aromastoffe umfasst, ausgewählt aus der Gruppe, die gebildet wird von Hesperetin, Phloretin, l-(2,4- Dihydroxy-phenyl)-3-(3-hydroxy-4-methoxy-phenyl)-propan-l-on, und 5-Hydroxy-4-(4- hydroxy-3-methoxy-phenyl)-7-methoxy-2-chromanon.

Mischung nach einem der Ansprüche 1 bis 5 umfassend

(al) 1 Gew.-% bis 60 Gew.-%, Rubusosid (m + n = 0),

1 Gew.-% bis 30 Gew.-% alpha-Glucosylrubusoside mit insgesamt 3 Glucoseeinheiten (m + n = 1),

1 Gew.-% bis 30 Gew.-% alpha-Glucosylrubusoside mit insgesamt 4 Glucoseeinheiten (m + n = 2),

1 Gew.-% bis 25 Gew.-% alpha-Glucosylrubusoside mit insgesamt 5 Glucoseeinheiten (m + n = 3),

(a5) 0,1 Gew.-% bis 20 Gew.-% alpha-Glucosylrubusoside mit insgesamt 6 Glucoseeinheiten (m + n = 4), (a6) 0,05 Gew.-% bis 10 Gew.-% alpha-Glucosylrubusoside mit insgesamt 5 Glucoseeinheiten (m + n = 5),

(a7) 0 Gew.-% bis 10 Gew.-% Steviolmonosid oder seine Isomere, wobei eines oder mehrere der Steviolmonosid-Isomere in Bezug auf Rubusosid im Verhältnis von 100:1 bis 1:100 vorliegen,

(a8) und 1 Gew.-% bis 90, Gew.-% höhere alpha-Glucosylrubusoside mit 8 bis zu 50 (m + n zwischen 6 und 48),

wobei die Menge aller Komponenten (al) bis (a8) sich zusammen zu mindestens 80 Gew.-% addieren und die restliche Menge sich aus Wasser, Glycerin, Stärkeabbau Produkten, Proteinen, Fettsäuren und/ oder Fettsäureestern zusammensetzt.

Mischung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, umfassend

(al) weniger als 50 Gew.-% Rubusosid (m + n = 0),

(a2) mehr als 10 Gew.-% alpha-Glucosylrubusoside mit insgesamt 3 Glucoseeinheiten (m + n = 1),

(a3) mehr als 15 Gew.-% alpha-Glucosylrubusoside mit insgesamt 4 Glucoseeinheiten (m + n = 2),

(a4) mehr als 5 Gew.-% alpha-Glucosylrubusoside mit insgesamt 5 Glucoseeinheiten (m + n = 3),

(a5) weniger als 6 Gew.-% Steviolmonosid, wobei die Menge aller Komponenten (al) bis (a5) sich zusammen zu mindestens 80 Gew.-% addieren und die restliche Menge sich aus Wasser, Glycerin, Stärkeabbau Produkten, Proteinen, Fettsäuren und/ oder Fettsäureestern zusammensetzt.

Mischung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, umfassend

(al) weniger als 30 Gew.-% Rubusosid (m + n = 0),

(a2) mehr als 15 Gew.-% alpha-Glucosylrubusoside mit insgesamt 3 Glucoseeinheiten (m + n = 1),

(a3) mehr als 18 Gew.-% alpha-Glucosylrubusoside mit insgesamt 4 Glucoseeinheiten (m + n = 2),

(a4) mehr als 10 Gew.-% alpha-Glucosylrubusoside mit insgesamt 5 Glucoseeinheiten (m + n = 3),

(a5) weniger als 2,5 Gew.-% Steviolmonosid,wobei die Menge aller Komponenten (al) bis (a5) sich zusammen zu mindestens 80 Gew.-% addieren und die restliche Menge sich aus Wasser, Glycerin, Stärkeabbau Produkten, Proteinen, Fettsäuren und/ oder Fettsäureestern zusammensetzt.

Mischung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, wobei die mindestens eine Verbindung der Formel (I) mit m oder n > 1 anwesend ist, ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus:

• Rubustriglucosid (Verbindung 1), wobei R1 und R2 jeweils H- und Glcal- sind, • Rubustriglucosid (Verbindung 2), wobei R1 und R2 jeweils Glcal- und H- sind,

• Rubustetraglucosid (Verbindung 3), wobei R1 und R2 Glcal- sind,

• Rubustetraglucosid (Verbindung 4), wobei R1 und R2 jeweils -Glcal-4Glca und H- sind,

• Rubustetraglucosid (Verbindung 5), wobei R1 und R2 jeweils H- und -Glcal-4Glca sind,

• Rubuspentaglucosid (Verbindung 6), wobei R1 und R2 jeweils -Glcal-4Glca und Glcal-sind,

• Rubuspentaglucosid (Verbindung 7), wobei R1 und R2 jeweils Glcal-und -Glcal- 4Glca sind,

• Rubushexaglucosid (Verbindung 8), wobei R1 und R2 2 -Glcal-4Glca sind,

• Rubuspentaglucosid (Verbindung 9), wobei R1 und R2 jeweils -Glcal-4Glcal- 4Glca und H- sind,

• Rubuspentaglucosid (Verbindung 10), wobei R1 und R2 jeweils H- und -Glcal- 4Glcal-4Glca sind,

• Rubushexaglucosid (Verbindung 11), wobei R1 und R2 jeweils -Glcal-4Glcal- 4Glca und Glcal- sind,

• Rubushexaglucosid (Verbindung 12), wobei R1 und R2 jeweils Glcal- und-GIcal- 4Glcal-4Glca sind,

• Rubusheptaglucosid (Verbindung 13), wobei R1 und R2 jeweils -Glcal-4Glca und - Glcal-4Glcal-4Glca sind,

• Rubusheptaglucosid (Verbindung 14), wobei R1 und R2 jeweils -Glcal-4Glcal- 4Glca und -Glcal-4Glca sind,

• Rubusoctaglucosid (Verbindung 15), wobei R1 und R2 -Glcal-4Glcal-4Glca sind.

Verwendung einer Mischung nach einem der Ansprüche 1 bis 9 zur Herstellung von Aromazubereitungen.

Verwendung einer Mischung nach einem der Ansprüche 1 bis 9 zum Verbessern, Verstärken oder Vermitteln des Süßgeschmacks und / oder zum Überdeckung eines unangenehmen Geschmacksimpression, beispielsweise von Süßungsmittel, bevorzugt ausgewählt aus bitter, astringent und/oder Süßungsmittel ähnlichem (Nach-) Geschmack.

Aromazubereitung, umfassend eine Mischung nach einem der Ansprüchen 1 bis 9.

Oral konsumierbare Zubereitung umfassend eine Mischung nach einem der Ansprüche 1 bis 9 oder eine Aromazubereitung nach Anspruch 12.

Verfahren zur Herstellung von Rubusglykosiden in einer Stoffmischung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, umfassend die Verwendung von alpha-Cyclodextrin glucanotrans- ferase in der Transglucosylierungs-Reaktion mit einem 1,4-glykosidischen Kohlenhydrat, welches vorzugsweise Kohlenhydrat ist, wobei das Reaktionsubstrat Brombeerblät- terextrakt ist.

Description:
NEUE STOFFMISCHUNG ZUR VERBESSERUNG DES SÜSSGESCHMACKS ENTHALTEND RUBUSOSID ODER ALPHA-GLYCOSYLRUBUSOSID

GEBIET DER ERFINDUNG

Die Erfindung befindet sich auf dem Gebiet der Nahrungsmittel und betrifft neue Stoffmischungen, die als Aromazubereitungen zur Verbesserung des Süßgeschmacks in oral konsumierbaren Zubereitungen eingesetzt werden.

STAND DER TECHNIK

Rubusglykoside werden aus den Blättern der Pflanze Rubus suavissimus 5. Lee (chinesische Brombeere) gewonnen und stellt ein komplexes Gemisch verschiedener Glykoside des Di- terpen Steviol dar. Rubusglykoside werden als kalorienfreie Süßungsmittel eingesetzt, wobei reines Rubusosid die 200fache Süßkraft von Zucker aufweist. Die chinesische Brombeere ist in Südostasien beheimatet, wo ihre Süßkraft schon seit langem bekannt ist. Heutzutage wird die Pflanze in großem Maßstab in den chinesischen Regionen Guang-xi und Guang-dong angebaut.

Aus dem Stand der Technik sind Produkte, die Rubusglykoside als Süßungsmittel, so genannte„Sweetener" enthalten, hinreichend bekannt. Ebenfalls bekannt sind Unternehmungen, den Gehalt von Rubusosid durch Anreicherungsverfahren zu erhöhen. So werden beispiels- weise in den beiden Patentanmeldungen EP 2641479 und WO 2012177727 Mischungen von Rubusosid und Steviosiden sowie deren Verwendung a ls Sweetener beschrieben.

Gegenstand der WO2013133689 ist ein chromatographisches Verfahren zur Aufreinigung von Steviolglykosiden.

Dennoch zeichnen sich im Markt befindlichen Qualitäten für Rubusglykoside dadurch aus, dass sie insgesamt einen bitteren, zuweilen adstringierenden Nachgeschmack sowie eine unzureichende Süßungswirkung aufweisen, was ihren breiten Einsatz nach wie vor erschwert. Rubusglycoside können zur Maskierung unangenehmer Geschmackseindrücke verwendet werden (EP 2,386,211), allerdings funktioniert das nicht mit sich selbst. Zubereitungen zur Verbesserung mit einfachen Rubus-Extrakten wurden beschrieben (EP 2,641,479), führen aber nicht zur Verbesserung des Süßprofils.

Zwar wurden schon früher einzelne Produkte einer alpha-Glycosilierung von Rubusosid isoliert und geschmacklich bewertet (Ohtani, K.; Aikawa, Y.; Ishikawa, H.; Kasai, R.; Kitahata, S.; Mizutani, K.; Doi, S.; Nakaura, M .; Tanaka, O., Further study on the 1,4-alpha- transglucosylation of rubusoside, a sweet steviol-bisglucoside from Rubus suavissimus. Ag- ric. Biol. Chem. 1991, 55, (2), 449-453), allerdings ist die Aufreinigung bis zum Einzelstoff extrem aufwändig und kommerziell nicht sinnvoll und somit eine Anwendbarkeit nicht gegeben.

Des Weiteren soll auf folgende Dokumente zum Stand der Technik hingewiesen werden:

In der JP 2002 045145 A (TOYO SUGAR REFIN ING) wird ein Verfahren zur Bereitstellung ei- ner süßen Mischung aus Stevia-Extrakt offenbart, der im Wesentlichen Steviosid, Rebaudiosid A, Rebaudiosid C, und Dulcosid A enthält. Bei der Durchführung des Verfahrens wird der Rhamnose-Teil von Dulcosid A hydrolysiert und daher entsteht Rubusosid ([0014]), welche zu einer süßen Mischung mit winziger Menge von Rubusosid führt (Tabelle 1). Diese Mischung weist verringerte Bitternis sowie verstärkt süßen Geschmack auf ([0019]) und kann daher in einer Aromazubereitung verwendet werden ([0035]). Außerdem wird Rubusosid durch eine Enzymreaktion in entsprechende glucosylierte Produkte umgesetzt ([0024]).

In der Druckschrift Agricultural and Biological Chemistry, Vol. 48(10), p 2483-2488 (1984) werden die Produkte einer Rubusosid-Transglucosylierung-Reaktion offenbart, die nicht nur verschiedene bei der Reaktion entstehende Rubusosid-Glucoside, sondern auch umgesetzte Rubusosid enthalten (Absätze 2, Seite 2484). Auch werden die Herstellung der glucosylier- ten Produkte durch CGTase-System und die Bewertung von deren Süßgeschmack beschrieben (Teil des Experiments auf Seite 2486 und Tabelle 1).

Gegenstand der EP 2386211 AI (SYM RISE) ist die Verwendung von Rubusosid sowie der Rubusosid enthaltene Mischungen, zum Maskieren, Verringern, oder Unterdrücken eines bitteren, sauren und/oder adstringierenden Geschmackseindrucks ([0013]), wobei die erwähnten Mischungen noch eine oder mehrere phenolische Verbindungen enthalten ([0019]).

In der EP 2353403 AI (SYM RISE) wird die Verwendung eines Deoxyhesperetindhydrochal- kons mit Süßkraft zum Beeinflussen der Stärke von Geschmackseindrücken offenbart, um- fassend der süße Geschmackeindruck eines süß schmeckenden Stoffes zu verstärken und der unangenehme Geschmackseindruck eines unangenehm schmeckenden Stoffes zu verhindern oder zu maskieren ([0024]).

Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung hat somit darin bestanden, neue Stoffmischungen bereit zu stellen, die den Süßgeschmack von oralen Zubereitungen verstärken, verbessern oder abrunden. I nsbesondere bestand eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung darin, zum einen das geschmacklich sensorische Profil von Rubusglykoside durch einen natürlichen (en- zymatischen, fermentativen oder küchentechnischen) Prozess abzurunden, wobei neue Aromazubereitungen erhalten werden sollten. Zum Anderem bestand eine weitere Aufgabe der Erfindung darin, alpha-Glucosylrubusoside durch natürliche Prozesse zugänglich zu ma- chen. Die so gewonnenen alpha-Glucosylrubusoside zeichnen sich neben der Abrundung des geschmacklichen Profils durch ihre Wirksamkeit in geringen Konzentrationen, sowie durch die Eigenschaft der Verstärkung des Süßgeschmacks anderer Stoffe aus. BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG

Gegenstand der Erfindung ist eine Stoffmischung, umfassend 1 Gew.-% bis 60 Gew.-%, mindestens eine Verbindung der allgemeinen Formel (I) mit m = n = 0,

und mindestens eine weitere Verbindung der allgemeinen Formel (I) mit m oder n > 1, mit der Maßgabe, dass m und n unabhängig voneinander 0 bis 50 darstellen.

Im erfindungsgemäßen Stoffgemisch stellen die Verbindungen der Formel (I) vorzugsweise Rubusglykoside und / oder alpha-Glycosylrubusoside dar.

Rubusglykoside

Rubusglykoside können aus der Pflanze Rubus suavissimus 5. Lee (chinesische Brombeere) zum Beispiel EP 223 6043 gewonnen werden und bestehen zumindest aus dem Diterpengly- cosid Rubusosid, bevorzugt mit einem Anteil von 1 bis 100 Gew.-%, besonders bevorzugt 10 bis 95 Gew.-%, besonders bevorzugt 30 bis 75 Gew.-% jeweils bezogen auf die Gesamtmenge an Rubusglykosiden und kann eins oder mehrere der bisher 13 bekannten weiteren Isomeren und Homologen, wie Suaviosid A, B und Rl enthalten, die aber teilweise auch bitter schmecken (Hirono, S.; Chou, W. H.; Kasai, R.; Tana ka, O.; Tada, T., Sweet and bitter diterpe- ne glucosides from leaves of Rubus suavissimus. Chemical & Pharmaceutical Bulletin 1990, 38, (6), 1743-1744 und Chou, G.; Xu, S.-J.; Liu, D.; Koh, G. Y.; Zhang, J.; Liu, Z., Quantitative and Fingerprint Analyses of Chinese Sweet Tea Plant (Rubus suavissimus S. Lee). J. Agric Food Chem. 2009, 57, 1076-1083.).

Rubusosid Die Anteile der enthaltenen Rubusglykoside unterscheiden sich nach Anbaugebiet und Pflanzensorte. Dem lakritzartigen Geschmack der Pflanze wird bei der Herstellung des Süßstoffgemisches durch Isolierung der süßenden Bestandteile und anschließender Komposition entgegengewirkt. Rubusprodukte haben normalerweise einen Anteil 10% - 70 % Rubuso- sid. Rubusosid selbst kann auch durch enzymatische Konversion aus Steviosiden gewonnen werden, wie in WO 2013 133689 beschrieben.

In der vorliegenden Erfindung wird im Gegensatz zum Stand der Technik bei der Herstellung von Rubusglykosiden in der Transglucosylierungs-Reaktion mit einem 1,4-glykosidischen Kohlenhydrat, welche vorzugsweise Stärke ist, bevorzugt das Enzym alpha-Cyclodextrin glucanotransferase (CGTase) eingesetzt. So ist es möglich Stevia-Extrakte zu modifizieren, so dass alpha-Glycosylstevioside entstehen, wie z.B. in WO 2012 112180 beschrieben. Zur Erzeugung von Rubus-Extrakten mit verbessertem Geschmack in Sinne dieser Erfindung wurde diese Reaktion noch nicht eingesetzt. Demgemäß ist ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung ein Verfahren zur Herstellung von Rubusglykoside, welche einer erfindungs- gemäße Stoffmischung enthalten sind, umfassend die Verwendung von alpha-Cyclodextrin glucanotransferase in der Transglucosylierungs-Reaktion mit einem 1,4-glykosidischen Kohlenhydrat, welche vorzugsweise Kohlenhydrat ist. alpha-Glucosylrubusoside

alpha-Glucosylrubusoside sind enzymatisch, fermentativ oder chemisch modifizierte Rubusglykoside, insbesondere Rubusoside der allgemeinen Formel (I) und weisen neben den im Rubusosid schon enthaltenden beiden Glucose-Einheiten (m = n = 0) mindestens 1 bis 20, vorzugsweise mindestens 2 bis 10 und insbesondere 2 bis 6 zusätzliche Glucoseeinheiten auf, wobei diese zusätzlichen Glucoseeinheiten bevorzugt als alpha-l,4-verknüpfte D- Glucopyranoseeinheiten vorliegen.

Überraschenderweise wurde gefunden, dass die erfindungsgemäßen Stoffmischungen der Verbindung mit der allgemeinen Formel (I) im Vergleich zu Rubusglykosiden alleine nicht nur über eine wesentlich verbesserte Süßungswirkung verfügt, sondern ausgesprochen gut geeignet ist, die Anfangssüße und das M undgefühl von oral konsumierbaren Zubereitungen zu verbessern, verstärken und zu optimieren. Ebenfalls zeigte sich ein verbessertes Geschmacksprofil, insbesondere im Hinblick auf die Süßungswirkung im Vergleich von Zubereitungen, die die erfindungsgemäße Stoffmischung enthalten und Zubereitungen mit reduziertem Anteil an Saccharose oder die anderer süß schmeckender Kohlenhydrate enthalten. Insbesondere zeigte es sich überraschenderweise, dass die erfindungsgemäße Stoffmi- schung in der Kombination mit phenolischen süßverstärkenden Aromastoffen und auch Stärkeabbauprodukten, der teilweise unangenehme süßstoffartige Nachgeschmack der Rubusglykoside und/oder alpha-Glucosylrubusoside reduziert und/oder überdeckt werden konnte.

Demgemäß ist eine bevorzugte Ausführungsform, ein erfindungsgemäßes Stoffgemisch, umfassend mindestens eine Verbindung der Formel (I) mit m = n = 0 (= Rubusosid).

Weiterhin umfasst ein erfindungsgemäßes Stoffgemisch in einer bevorzugten Ausführungsform mindestens eine Verbindung der Formel (I) mit m und n unabhängig voneinander 0 bis 50 und wobei die Summe von m + n > 0 und m + n < 50 ist. Demgemäß liegt in einer bevorzugten Ausführungsform, ein erfindungsgemäßes Stoffgemisch vor, welches mindestens eine Verbindung der Formel (I) umfasst, mit m = n = 0 und mindestens eine weitere Verbindung der Formel (I) mit m und n unabhängig voneinander 0 bis 50 und wobei die Summe von m + n > 0 und m + n < 50 ist.

In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung umfasst ein erfindungsgemäßes Stoffgemisch, neben mindestens eine Verbindung der Formel (I) wobei m und n unabhängig voneinander 0 bis 50 darstellen, und wobei im Falle von m = n = 0 mindestens eine weitere Verbindung der allgemeinen Formel (I) mit m oder n> 1 anwesend ist, zusätzliche Stärkeabbauprodukte. Stärkeabbauprodukte sind hierbei vorzugsweise Stärke- abbauprodukte, die 3 bis 100 jeweils alpha-l-4-verknüpften D-Glucopyranosylresten enthalten.

Stärkeabbauprodukte

Geeignete Stärkeabbauprodukte haben in den erfindungsgemäßen Mischungen die Funkti- on von Trägerstoffen. Vorzugsweise handelt es sich dabei um Dextrine bzw. Maltodextrine, die von ihrer Molekülgröße her zwischen Oligosacchariden und Stärke liegen. Üblicherweise kommen sie in Form von weißem bzw. hellgelbem Pulver vor. Sie werden hauptsächlich aus Weizen-, Kartoffel- und Maisstärke durch trockene Erhitzung (>150 °C) oder unter Säureeinwirkung gewonnen. I n der Natur wird Dextrin zum Beispiel von Bacterium macer- ans erzeugt. Dextrine entstehen auch durch den enzymatischen Abbau von Stärke durch Amylase.

Maltodextrin Maltodextrine, die in besonderer Weise geeignet sind, weisen etwa 3 bis etwa 20, vorzugsweise etwa 5 bis etwa 15 Dextrose-Äquivalente (DE) auf. Hierunter ist der prozentuale Anteil der reduzierenden Zucker in der Trockenmasse zu verstehen.

In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung umfasst ein erfindungsgemäßes Stoffgemisch zusätzlich ein oder mehrere phenolische, natürlich vor- kommende süßverstärkende Aromastoffe umfasst, ausgewählt aus der Gruppe, die gebildet wird von Hesperetin, Phloretin, l-(2,4-Dihydroxy-phenyl)-3-(3-hydroxy-4-methoxy-phenyl)- propan-l-on, 7,3-Dihydroxy-4 ' methoxyflavan und 5-Hydroxy-4-(4-hydroxy-3-methoxy- phenyl)-7-methoxy-2-chromanon.

Im erfindungsgemäßen Stoffgemisch stellen die Verbindungen der Formel (I) vorzugsweise Rubusglykoside dar, welche bevorzugt Rubososid (m = n = 0) ist oder besonders bevorzugt eines der alpha-Glycosylrubusoside der Formel (II) ist

Verbindung Rubusglykosid R 1 R 2

1 Rubustriglucosid H- Glcal-

2 Rubustriglucosid Glcal- H-

3 Rubustetraglucosid Glcal- Glcal-

4 Rubustetraglucosid -Glcal-4Glca H-

5 Rubustetraglucosid H- -Glcal-4Glca

6 Rubuspentaglucosid -Glcal-4Glca Glcal-

7 Rubuspentaglucosid Glcal- -Glcal-4Glca

8 Rubushexaglucosid -Glcal-4Glca -Glcal-4Glca

9 Rubuspentaglucosid -Glcal-4Glcal-4Glca H-

10 Rubuspentaglucosid H- -Glcal-4Glcal-4Glca

11 Rubushexaglucosid -Glcal-4Glcal-4Glca Glcal-

12 Rubushexaglucosid Glcal- -Glcal-4Glcal-4Glca

13 Rubusheptaglucosid -Glcal-4Glca -Glcal-4Glcal-4Glca

14 Rubusheptaglucosid -Glcal-4Glcal-4Glca -Glcal-4Glca

15 Rubusoctaglucosid -Glcal-4Glcal-4Glca -Glcal-4Glcal-4Glca

Selbstverständlich sind Mischungen der Verbindungen von 1 bis 15 und / oder Rubusosid ebenfalls möglich und erfindungsgemäß. Demgemäß ist eine bevorzugte Ausführungsform ein Stoffgemisch mit mindestens einer Verbindung der Formel (I), welche ausgewählt ist aus einen der Verbindungen der Formel (II): • Rubustriglucosid (Verbindung 1),

• Rubustriglucosid (Verbindung 2),

• Rubustetraglucosid (Verbindung 3),

• Rubustetraglucosid (Verbindung 4),

· Rubustetraglucosid (Verbindung 5),

• Rubuspentaglucosid (Verbindung 6),

• Rubuspentaglucosid (Verbindung 7),

• Rubushexaglucosid (Verbindung 8),

• Rubuspentaglucosid (Verbindung 9),

· Rubuspentaglucosid (Verbindung 10),

• Rubushexaglucosid (Verbindung 11),

• Rubushexaglucosid (Verbindung 12),

• Rubusheptaglucosid (Verbindung 13),

• Rubusheptaglucosid (Verbindung 14),

· Rubusoctaglucosid (Verbindung 15).

Vorzugsweise umfassen die erfindungsgemäßen Stoffmischungen mindestens eine Verbindungen der Formel (I) (alpha-Glucosylrubusoside), wobei vorzugsweise die erfindungsgemäße Stoffmischung mit der folgenden Zusammensetzung bevorzugt vorliegt:

(al) 1 Gew.-% bis 60 Gew.-%, vorzugsweise 15 Gew.-% bis 50 Gew.-% Rubusosid (m + n = 0),

(a2) 1 Gew.-% bis 30 Gew. -%, vorzugsweise 5 Gew. -% bis 25 Gew. -% alpha- Glucosylrubusoside mit insgesamt 3 Glucoseeinheiten (m + n = 1),

(a3) 1 Gew.-% bis 30 Gew.-%, vorzugsweise 5 Gew.-% bis 25 Gew.-% alpha- Glucosylrubusoside mit insgesamt 4 Glucoseeinheiten (m + n = 2),

(a4) 1 Gew.-% bis 25 Gew.-%, vorzugsweise 5 Gew.-% bis 20 Gew.-% alpha- Glucosylrubusoside mit insgesamt 5 Glucoseeinheiten (m + n = 3),

(a5) 0,1 Gew.-% bis 20 Gew.-%, vorzugsweise 1 Gew.-% bis 15 Gew.-% alpha- Glucosylrubusoside mit insgesamt 6 Glucoseeinheiten (m + n = 4),

(a6) 0,05 Gew.-% bis 10 Gew.-%, vorzugsweise 0,5 Gew.-% bis 5 Gew.-% alpha- Glucosylrubusoside mit insgesamt 5 Glucoseeinheiten (m + n = 5),

(a7) 0 Gew.-% bis 10 Gew.-%, vorzugsweise 1 Gew.-% bis 8 Gew.-% Steviolmonosid oder seine Isomere, wobei eines oder mehrere der Steviolmonosid-Isomere in Bezug auf Rubusosid in einem Verhältnis von 100:1 bis 1:100 vorliegen,

(a8) und 1 Gew.-% bis 90 Gew.-%, bevorzugt 20 Gew.-% bis 80 Gew.-% höhere alpha- Glucosylrubusoside mit 5 bis zu 50 (m + n zwischen 3 und 48), bevorzugt 6 bis 16 gly- cosidischen Einheiten (m + n zwischen 4 und 14) enthalten, wobei die Menge aller Komponenten (al) bis (a8) sich zusammen zu mindestens 80 Gew.- %, bevorzugt mindestens 90 Gew.-% addieren. Die restliche Menge von 10 bis 20 Gew.-% setzt sich hierbei generell aus Wasser, Glycerin, Stärkeabbauprodukten, Proteinen, Fettsäuren und/ oder Fettsäureestern zusammen.

Besonders vorteilhaft sind erfindungsgemäße Stoffgemische, umfassend alpha- Glucosylrubusoside der Formel I, die die folgende Zusammensetzung aufweisen:

(al) weniger als 50 Gew.-% Rubusosid (m + n = 0),

(a2) mehr als 10 Gew.-% alpha-Glucosylrubusoside mit insgesamt 3 Glucoseeinheiten (m + n = l),

(a3) mehr als 15 Gew.-% alpha-Glucosylrubusoside mit insgesamt 4 Glucoseeinheiten (m + n = 2),

(a4) mehr als 5 Gew.-% alpha-Glucosylrubusoside mit insgesamt 5 Glucoseeinheiten (m + n = 3),

(a5) weniger als 6 Gew.-% Steviolmonosid,

wobei die Menge aller Komponenten (al) bis (a5) sich zusammen zu mindestens 80 Gew.- %, bevorzugt mindestens 90 Gew.-% addieren. Die restliche Menge von 10 bis 20 Gew.-% setzt sich hierbei generell aus Wasser, Glycerin, Stärkeabbauprodukten, Proteinen, Fettsäuren und/ oder Fettsäureestern zusammen.

Ganz besonders vorteilhaft sind sind erfindungsgemäße Stoffgemische, umfassend alpha- Glucosylrubusoside der Formel I, die die folgende Zusammensetzung aufweisen:

(al) weniger als 30 Gew.-% Rubusosid (m + n = 0),

(a2) mehr als 15 Gew.-% alpha-Glucosylrubusoside mit insgesamt 3 Glucoseeinheiten (m + n = l),

(a3) mehr als 18 Gew.-% alpha-Glucosylrubusoside mit insgesamt 4 Glucoseeinheiten (m + n = 2),

(a4) mehr als 10 Gew.-% alpha-Glucosylrubusoside mit insgesamt 5 Glucoseeinheiten (m + n = 3),

(a5) weniger als 2,5 Gew.-% Steviolmonosid,

wobei die Menge aller Komponenten (al) bis (a5) sich zusammen zu mindestens 80 Gew.- %, bevorzugt mindestens 90 Gew.-% addieren. Die restliche Menge von 10 bis 20 Gew.-% setzt sich hierbei generell aus Wasser, Glycerin, Stärkeabbauprodukten, Proteinen, Fettsäuren und/ oder Fettsäureestern zusammen.

Vorzugsweise weisen die erfindungsgemäßen Stoffgemische zwischen der Komponente(n) der Verbindung(en) der Formel (I) und der zusätzlichen Stärkeabbauprodukte ein Gewichtsverhältnis von 1:99 bis 99:1, vorzugsweise von 5:95 bis 75:25, besonders bevorzugt von 25:75 bis 75:25 und ganz besonders bevorzugt von 5:95 bis 25:75, auf.

Eine bevorzugte Zusammensetzung einer erfindungsgemäßen Stoffmischung umfasst demgemäß beispielsweise: (a) 1 Gew.-% bis 99 Gew. -%, vorzugsweise 5 Gew. -% bis 50 Gew.-% alpha- Glucosylrubusoside,

(b) 0,1 Gew. -% bis 15 Gew. -%, vorzugsweise 0,5 Gew. -% bis 10 Gew. -% Stärkeabbauprodukte,

wobei die Menge der Komponente (a) und (b) sich zusammen zu mindestens 80 Gew.-%, bevorzugt mindestens 90 Gew.-% addieren. Die restliche Menge von 10 bis 20 Gew.-% setzt sich hierbei generell aus Wasser, Glycerin, Stärkeabbauprodukten, Proteinen, Fettsäuren und/ oder Fettsäureestern zusammen.

Im Falle der Stoffmischungen, die zusätzlich einen süßverstärkenden, natürlich vorkommen- den phenolischen Aromastoff enthalten, weisen die erfindungsgemäßen Stoffgemische zwischen der Komponente(n) der Verbindung(en) der Formel (I) und der zusätzlichen Stärkeabbauprodukte (a+b) und den phenolischen Aromastoffen (c) ein Gewichtsverhältnis von 1:99 bis 99:1, vorzugsweise von 10:90 bis 90:10, besonders bevorzugt von 25:75 bis 75 :25 und ganz besonders bevorzugt von 40:60 bis 60:40, auf.

Eine bevorzugte Zusammensetzung einer erfindungsgemäßen Stoffmischung umfasst demgemäß beispielsweise:

(a) 20 Gew. -% bis 50 Gew. -%, vorzugsweise 27 Gew.-% bis 43 Gew.-% alpha- Glucosylrubusoside,

(b) 0,1 Gew.-% bis 15 Gew.-%, vorzugsweise 0,5 Gew.-% bis 10 Gew.-% Maltodextrine, und

(c) 40 Gew.-% bis 60 Gew.-%, vorzugsweise 45 Gew.-% bis 55 Gew.-% phenolischen, natürlich vorkommenden süßverstärkende Aromastoffen,

wobei sich die Menge der Komponente (a), (b) und (c) sich zusammen zu mindestens 80 Gew.-%, bevorzugt mindestens 90 Gew.-% addieren. Die restliche Menge von 10 bis 20

Gew.-% setzt sich hierbei generell aus Wasser, Glycerin, Stärkeabbauprodukten, Proteinen, Fettsäuren und/ oder Fettsäureestern zusammen.

Herstellung

Die erfindungsgemäße Stoffgemische, umfassend Verbindungen der Formel I (alpha- Glucosylrubusoside) sind prinzipiell bekannt und lassen sich zum Beispiel gemäß Ohtani, K.; Aikawa, Y.; Ishikawa, H.; Kasai, R.; Kitahata, S.; Mizutani, K.; Doi, S.; Nakaura, M .; Tanaka, O., Further study on the 1,4-alpha-transglucosylation of rubusoside, a sweet steviol- bisglucoside from Rubus suavissimus. Agric. Biol. Chem. 1991, 55, (2), 449-453 herstellen, indem man

i) Rubusglycoside mit einem alpha-Glucan, bevorzugt Stärke, einem Stärkeabbauprodukt oder Cyclodextrinen mit einer Glycosidhydrolase, bevorzugt einer alpha-Glycosidase wie beispielsweise alpha-Amylase, alpha-Glucosidase, beta-Amylase, Cyclomaltodext- rin glucanotransferase oder einem geeigneten Mikroorganismus, der solche Enzyme aktiv homolog oder heterolog exprimiert (z.B. Xantomonas campestris, Saccharomyces cerevisiae oder Leuconostoc mensenteroides) bei 0°C bis 90°C, bevorzugt 5°C bis 80°C, besonders bevorzugt 20°C bis 65°C, bevorzugt in einem Wasser enthaltenden Medium für 0 bis 48 Stunden, bevorzugt 0,1 bis 24 Sunden, besonders bevorzugt 0,5-16 Stunden umsetzt und

ii) das erhaltene Gemisch deaktiviert, pasteurisiert oder sterilisiert, indem man es auf 70°C bis 150 °C bei normalem oder erhöhtem Umgebungsdruck für 5 bis 500 min erhitzt und

iii) die erhaltene Mischung dann trocknet und dabei z.B. Sprühtrocknung, Gefriertrocknung, destillative Trocknung, Bandtrocknung verwendet und

iv) optional das Gemisch weiter aufreinigt und dabei z.B. Chromatographie, Verteilungs- verfahren, Membranverfahren oder Kristallisation verwendet.

Orale Zubereitungen

Ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung betrifft Zubereitungen zur oralen Aufnahme, die die erfindungsgemäße(n) Stoffmischung(en) in einer Menge von 0,00001 Gew.- % bis etwa 2 Gew.-% enthalten. Bevorzugt werden die erfindungsgemäße(n) Stoffmi- schung(en) in einer Menge von 0,0001 Gew.-% bis 1,5 Gew.-%, insbesondere bevorzugt von 0,001 Gew.-% bis 1 Gew.-%, ganz besonders bevorzugt von 0,01 Gew.-% bis 0,5 Gew.-% und insbesondere ganz besonders bevorzugt von 0,05 Gew.-% bis 0,1 Gew.-% Nahrungsmittel

Die oralen Zubereitungen, in denen die erfindungsgemäßen Stoffmischungen eingesetzt werden, können ausgewählt sein aus der Gruppe, die gebildet wird von

• Backwaren, beispielsweise Brot, Trockenkekse, Kuchen, sonstiges Gebäck,

• Süßwaren (beispielsweise Schokoladen, Schokoladenriegelprodukte, sonstige Riegel- produkte, Fruchtgummi, Hart- und Weichkaramellen, Kaugummi),

• alkoholische oder nicht-alkoholische Getränke (beispielsweise Kaffee, Tee, Eistee, Wein, weinhaltige Getränke, Bier, bierhaltige Getränke, Liköre, Schnäpse, Weinbrände, (carbonisierte) fruchthaltige Limonaden, (carbonisierte) isotonische Getränke, (carbonisierte) Erfrischungsgetränke, Nektare, Schorlen, Obst- und Gemüsesäfte, · Frucht- oder Gemüsesaftzubereitungen,

• Instantgetränke (beispielsweise I nstant-Kakao-Geträ nke, I nstant-Tee-Getränke, I n- stant-Kaffeegetränke, I nstant-Fruchtgetränke),

• Fleischprodukte (beispielsweise Schinken, Frischwurst- oder Rohwurstzubereitungen, gewürzte oder marinierte Frisch- oder Pökelfleischprodukte),

· Eier oder Eiprodukte (Trockenei, Eiweiß, Eigelb), Getreideprodukte (beispielsweise Frühstückscerealien, M üsliriegel, vorgegarte Fertigreis-Produkte),

• Milchprodukte (beispielsweise Milchgetränke, Buttermilchgetränke, Milcheis, Joghurt, Kefir, Frischkäse, Weichkäse, Hartkäse, Trockenmilchpulver, Molke, Molkegetränke, Butter, Buttermilch, teilweise oder ganz hydrolisierte Milchprotein-haltige Produkte), • Produkte aus Sojaprotein oder anderen Sojabohnen-Fraktionen (beispielsweise Sojamilch und daraus gefertigte Produkte, Fruchtgetränke mit Sojaprotein, Sojalecithin- haltige Zubereitungen, fermentierte Produkte wie Tofu oder Tempe oder daraus gefertigte Produkte),

· Produkte aus anderen pflanzlichen Proteinquellen, beispielsweise Haferprotein- Getränke,

• Fruchtzubereitungen (beispielsweise Konfitüren, Fruchteis, Fruchtsoßen, Fruchtfüllungen),

• Gemüsezubereitungen (beispielsweise Ketchup, Soßen, Trockengemüse, Tiefkühlge- müse, vorgegarte Gemüse, eingekochte Gemüse),

• Knabberartikel (beispielsweise gebackene oder frittierte Kartoffelchips oder Kartoffelteigprodukte, Extrudate auf Mais- oder Erdnussbasis),

• Produkte auf Fett- und Ölbasis oder Emulsionen derselben (beispielsweise Mayonnaise, Remoulade, Dressings),

· sonstige Fertiggerichte und Suppen (beispielsweise Trockensuppen, I nstant-Suppen, vorgegarte Suppen),

• Gewürze, Würzmischungen sowie insbesondere Aufstreuwürzungen (englisch : Season- ings), die beispielsweise im Snackbereich Anwendung finden.

Besonders bevorzugt sind hier Süßwaren, Milchprodukte und ganz besonders bevorzugt sind nicht-alkoholische Getränke, wobei gesüßte Getränke besonders bevorzugt sind.

Hilfs- und Zusatzstoffe

Die oben genannten oralen Zubereitungen und Nahrungsmitteln können typischerweise weitere Hilfs- und Zusatzstoffe enthalten, darunter insbesondere Süßstoffe, Lebensmittel- säuren, Säureregulatoren, Verdickungsmittel und insbesondere weitere Aromastoffe.

AI. Süßstoffe

Als Süßstoffe oder süß schmeckende Zusatzstoffe kom men zunächst Kohlenhydrate und speziell Zucker in Frage, wie etwa Sucrose/Saccharose, Trehalose, Lactose, Maltose, Melizi- tose, Raffinose, Palatinose, Lactulose, D-Fructose, D-Glucose, D-Galactose, L-Rhamnose, D- Sorbose, D-Mannose, D-Tagatose, D-Arabinose, L-Arabinose, D-Ribose, D-Glycerinaldehyd, oder Maltodextrin. Ebenfalls geeignet sind pflanzliche Zubereitungen, die diese Stoffe enthalten, beispielsweise auf Basis von Zuckerrüben (Beta vulgaris ssp., Zuckerfraktionen, Zuckersirup, Melasse), Zuckerrohr (Saccharum officina rum ssp., Melasse, Zuckerrohrsirup), Ahornsirup (Acer ssp.) oder Agaven (Agavendicksaft).

In Betracht kom men auch

• synthetische, d.h. in der Regel enzymatisch hergestellte Stärke oder Zuckerhydrolysate (I nvertzucker, Fructosesirup);

• Fruchtkonzentrate (z.B. auf Basis von Äpfeln oder Birnen); • Zuckeralkohole (z.B. Erythritol, Threitol, Arabitol, Ribotol, Xylitol, Sorbitol, Mannitol, Dulcitol, Lactitol);

• Proteine (z.B. Miraculin, Monellin, Thaumatin, Curculin, Brazzein);

• Süßstoffe (z.B. Magap, Natriumcyclamat, Acesulfam K, Neohesperidin Dihydrochalcon, Saccharin Natriumsalz, Aspartam, Superaspartam, Neotam, Alitam, Sucralose, Stevio- side, Rebaudioside, Lugduname, Carrelame, Sucrononate, Sucrooctate, Monatin, Phe- nylodulcin);

• Süß schmeckende Aminosäuren (z.B. Glycin, D-Leucin, D-Threonin, D-Asparagin, D- Phenylalanin, D-Tryptophan, L-Prolin);

· Weitere süß schmeckende niedermolekulare Substanzen, wie z.B. Hernandulcin, Dihyd- rochalconglykoside, insbesondere Neohesperidindihydrochalkon und Naringinchalkon, Glycyrrhizin, Glycerrhetinsäure, ihre Derivate und Salze, Extrakte von Lakritz (Glycyrrhiz- za glabra ssp.), Lippia dulcis Extrakte, Momordica ssp. Extrakte oder

• Einzelsubstanzen wie z.B. Momordica grosvenori [Luo Han Guo] und die daraus gewon- nenen Mogroside, Hydrangea dulcis oder Extrakte Phyllodulcin oder

• Balansine aus Mycetia balansae wie in WO 2012 164,062 beschrieben.

A2. Lebensmittelsäuren

Geeignete Lebensmittelsäuren sind Carbonsäuren. Säuren im Sinne der Erfindung sind be- vorzugt in Lebensmitteln zulässige Säuren, insbesondere die hier genannten:

E 260 - Essigsäure

E 270 - Milchsäure

E 290 - Kohlendioxid

E 296 - Apfelsäure

E 297 - Fumarsäure

E 330 - Citronensäure

E 331 - Natriumeitrat

E 332 - Kaliumeitrat

E 333 - Calciumcitrat

E 334 - Weinsäure

E 335 - Natriumtartrat

E 336 - Kaliumtartrat

E 337 - Natrium-Kaliumtartrat

E 338 - Phosphorsäure

E 353 - Metaweinsäure

E 354 - Calciumtartrat E 355 - Adipinsäure

E 363 - Bernsteinsäure

E 380 - Triammoniumcitrat

E 513 - Schwefelsäure

E 574 - Gluconsäure

E 575 - Glucono-delta-Lacton

A3. Säureregulatoren

Säureregulatoren sind Lebensmittelzusatzstoffe, die den Säuregrad oder die Basizität und damit den gewünschten pH-Wert eines Lebensmittels konstant halten. Es handelt sich meist um organische Säuren und deren Salze, Carbonate, seltener auch um anorganische Säuren und deren Salze. Der Zusatz eines Säureregulators verstärkt teils die Stabilität und Festigkeit des Lebensmittels, bewirkt eine erwünschte Ausfällung und verbessert die Wirkung von Konservierungsmitteln. Im Gegensatz zu Säuerungsmitteln werden sie nicht zur Ge- schmacksveränderung von Lebensmitteln benutzt. Ihre Wirkung beruht auf der Bildung eines Puffersystems im Lebensmittel, bei dem sich auf Zugabe von sauren oder basischen Stoffen der pH-Wert nicht oder nur geringfügig ändert. Beispiele sind :

E 170 - Calciumcarbonat

E 260-263 - Essigsäure und Acetate

E 270 - Milchsäure

E 296 - Äpfelsäure

E 297 - Fumarsäure

E 325-327 - Lactate (Milchsäure)

E 330-333 - Citronensäure und Citrate

E 334-337 - Weinsäure und Tartrate

E 339-341 - Orthophosphate

E 350-352 - Malate (Äpfelsäure)

E 450-452 - Di-, Tri- und Polyphosphate

E 500-504 - Carbonate (Kohlensäure)

E 507 - Salzsäure und ChlorideE 513-517Schwefelsäure und Sulfate

E 524-528 - Hydroxide

E 529-530 - Oxide

E 355-357 - Adipinsäure und Adipate

E 574-578 - Gluconsäure und Gluconate A4. Verdickungsmittel

Verdickungsmittel sind Stoffe, die in erster Linie in der Lage sind, Wasser zu binden. Durch Entzug von ungebundenem Wasser kommt es zur Erhöhung der Viskosität. Ab einer für jedes Verdickungsmittel charakteristischen Konzentration treten zu diesem Effekt auch noch Netzwerkeffekte auf, die zu einer meist überproportionalen Erhöhung der Viskosität führen. Man spricht in diesem Fall davon, dass Moleküle miteinander 'kommunizieren', d.h. ver- schlaufen. Bei den meisten Verdickungsmitteln handelt es sich um lineare oder verzweigte Makromoleküle (z. B. Polysaccharide oder Proteine), die durch intermolekulare Wechselwirkungen, wie Wasserstoffbrücken, hydrophobe Wechselwirkungen oder lonenbeziehungen miteinander interagieren können. Extremfälle von Dickungsmitteln sind Schichtsilikate (Bentonite, Hectorite) oder hydratisierte Si0 2 -Partikel, die als Teilchen dispergiert vorliegen und in ihrer festkörperartigen Struktur Wasser binden können bzw. aufgrund der beschriebenen Wechselwirkungen miteinander interagieren können. Beispiele sind :

E 400 - Alginsäure

E 401 - Natriumalginat

E 402 - Kaliumalginat

E 403 - Ammoniumalginat

E 404 - Calciumalginat

E 405 - Propylenglycolalginat

E 406 - Agar Agar

E 407 - Carrgeen, Furcelleran

E 407 - Johannisbrotkernmehl

E 412 - Guarkernmehl

E 413 - Traganth

E 414 - Gummi arabicum

E 415 - Xanthan

E 416 - Karaya (I ndischer Traganth)

E 417 - Tarakernmehl (Peruanisches Johannisbrotkernmehl)

E 418 - Gellan

E 440 - Pektin, Opekta

E 440Ü - Amidiertes Pektin

E 460 - Mikrokristalline Cellulose, Cellulosepulver

E 461 - Methylcellulose

E 462 - Ethylcellulose

E 463 - Hydroxypropylcellulose

E 465 - Methylethylcellulose

E 466 - Carboxymethylcellulose, Natriumcarboxymethylcellulose A6. Aromastoffe

Weiterhin können die oben genannten erfindungsgemäßen oralen Zubereitungen und Nahrungsmitteln eine oder mehrere Aromastoffe enthalten. Typische Beispiele umfassen : Ace- tophenon, Allylcapronat, alpha-lonon, beta-lonon, Anisaldehyd, Anisylacetat, Anisylformiat, Benzaldehyd, Benzothiazol, Benzylacetat, Benzylalkohol, Benzylbenzoat, beta-lonon, Butyl- butyrat, Butylcapronat, Butylidenphthalid, Carvon, Camphen, Caryophyllen, Cineol, Cinna- mylacetat, Citral, Citronellol, Citronellal, Citronellylacetat, Cyclohexylacetat, Cymol, Damas- con, Decalacton, Dihydrocumarin, Dimethylanthranilat, Dimethylanthranilat, Dodecalacton, Ethoxyethylacetat, Ethylbuttersäure, Ethylbutyrat, Ethylcaprinat, Ethylcapronat, Ethylcroto- nat, Ethylfuraneol, Ethylguajakol, Ethylisobutyrat, Ethylisovalerianat, Ethyllactat, Ethylme- thylbutyrat, Ethylpropionat, Eucalyptol, Eugenol, Ethylheptylat, 4-(p-Hydroxyphenyl)-2- butanon, gamma-Decalacton, Geraniol, Geranylacetat, Geranylacetat, Grapefruitaldehyd, Methyldihydrojasmonat (z.B. Hedion ® ), Heliotropin, 2-Heptanon, 3-Heptanon, 4-Heptanon, trans-2-Heptenal, cis-4-Heptenal, trans-2-Hexenal, cis-3-Hexenol, trans-2-Hexensäure, trans- 3-Hexensäure, cis-2-Hexenylacetat, cis-3-Hexenylacetat, cis-3-Hexenylcapronat, trans-2- Hexenylcapronat, cis-3-Hexenylformiat, cis-2-Hexylacetat, cis-3-Hexylacetat, trans-2- Hexylacetat, cis-3-Hexylformiat, para-Hydroxybenzylaceton, Isoamylalkohol, Isoamylisovale- rianat, Isobutylbutyrat, Isobutyraldehyd, Isoeugenolmethylether, Isopropylmethylthiazol, Laurinsäure, Leavulinsäure, Linalool, Linalooloxid, Linalylacetat, Menthol, Menthofuran, Me- thylanthranilat, Methylbutanol, Methylbuttersäure, 2-Methylbutylacetat, Methylcapronat, Methylcinnamat, 5-Methylfurfural, 3,2,2-Methylcyclopentenolon, 6,5,2-Methylheptenon, Methyldihydrojasmonat, Methyljasmonat, 2-Methylmethylbutyrat, 2-Methyl-2- Pentenolsäure, Methylthiobutyrat, 3,1-Methylthiohexanol, 3-Methylthiohexylacetat, Nerol, Nerylacetat, trans,trans-2,4-Nonadienal, 2,4-Nonadienol, 2,6-Nonadienol, 2,4-Nonadienol, Nootkaton, delta Octalacton, gamma Octalacton, 2-Octanol, 3-Octanol, 1,3-Octenol, 1- Octylacetat, 3-Octylacetat, Palmitinsäure, Paraldehyd, Phellandren, Pentandion, Phe- nylethylacetat, Phenylethylalkohol, Phenylethylalkohol, Phenylethylisovalerianat, Piperonal, Propionaldehyd, Propylbutyrat, Pulegon, Pulegol, Sinensal, Sulfurol, Terpinen, Terpineol, Terpinolen, 8,3-Thiomenthanon, 4,4,2-Thiomethylpentanon, Thymol, delta-Undecalacton, gamma-Undecalacton, Valencen, Valeriansäure, Vanillin, Acetoin, Ethylvanillin, Ethylvanilli- nisobutyrat (= 3-Ethoxy-4-isobutyryloxybenzaldehyd), 2,5-Dimethyl-4-hydroxy-3(2H)- furanon und dessen Abkömmlinge (dabei vorzugsweise Homofuraneol (= 2-Ethyl-4-hydroxy- 5-methyl-3(2H)-furanon), Homofuronol (= 2-Ethyl-5-methyl-4-hydroxy-3(2H)-furanon und 5- Ethyl-2-methyl-4-hydroxy-3(2H)-furanon), Maltol und Maltol-Abkömmlinge (dabei vorzugs- weise Ethylmaltol), Cumarin und Cumarin-Abkömmlinge, gamma-Lactone (dabei vorzugsweise gamma-Undecalacton, gam ma-Nonalacton, gamma-Decalacton), delta-Lactone (dabei vorzugsweise 4-Methyldeltadecalacton, Massoilacton, Deltadecalacton, Tuberolacton), Me- thylsorbat, Divanillin, 4-Hydroxy-2(oder 5)-ethyl-5(oder 2)-methyl-3(2H)furanon, 2-Hydroxy- 3-methyl-2-cyclopentenon, 3-Hydroxy-4,5-dimethyl-2(5H)-furanon, Essigsäureisoamylester, Buttersäureethylester, Buttersäure-n-butylester, Buttersäureisoamylester, 3-Methyl- buttersäureethylester, n-Hexansäureethylester, n-Hexansäureallylester, n-Hexansäure-n- butylester, n-Octansäureethylester, Ethyl-3-methyl-3-phenylglycidat, Ethyl-2-trans-4-cis- decadienoat, 4-(p-Hydroxyphenyl)-2-butanon, l,l-Dimethoxy-2,2,5-trimethyl-4-hexan, 2,6- Dimethyl-5-hepten-l-al und Phenylacetaldehyd, 2-Methyl-3-(methylthio)furan, 2-Methyl-3- furanthiol, bis(2-Methyl-3-furyl)disulfid, Furfurylmercaptan, Methional, 2-Acetyl-2-thiazolin, 3-Mercapto-2-pentanon, 2,5-Dimethyl-3-furanthiol, 2,4,5-Trimethylthiazol, 2-Acetylthiazol, 2,4-Dimethyl-5-ethylthiazol, 2-Acetyl-l-pyrrolin, 2-Methyl-3-ethylpyrazin, 2-Ethyl-3,5- dimethylpyrazin, 2-Ethyl-3,6-dimethylpyrazin, 2,3-Diethyl-5-methylpyrazin, 3-lsopropyl-2- methoxypyrazin, 3-lsobutyl-2-methoxypyrazin, 2-Acetylpyrazin, 2-Pentylpyridin, (E,E)-2,4- Decadienal, (E,E)-2,4-Nonadienal, (E)-2-Octenal, (E)-2-Nonenal, 2-Undecenal, 12- Methyltridecanal, l-Penten-3-οη, 4-Hydroxy-2,5-dimethyl-3(2H)-furanon, Guajakol, 3- Hydroxy-4,5-dimethyl-2(5H)-furanon, 3-Hydroxy-4-methyl-5-ethyl-2(5H)-furanon, Zimtaldehyd, Zimtalkohol, Methylsalicylat, Isopulegol sowie (hier nicht explizit genannte) Stereoisomere, Enantiomere, Stellungsisomere, Diastereomere, cis/trans-lsomere bzw. Epimere dieser Substanzen.

Insbesondere sind die Aromastoffe hervorzuheben, die einen milchig-sahnigen und M undfülle gebenden Geschmackseindruck vermitteln (wie z.B. Diacetyl, Acetoin oder delta- Lactone) und Aromastoffe, die einen süss-karamelligen Geschmackseindruck vermitteln, der ein Zuckerprofil unterstützt (wie z.B. Maltol, Vanillin, Benzaldehyd, Furaneol, Heliotropin). A7. Aromastoffe zur Maskierung von unangenehmen Geschmackseindrücken

Weiterhin können die oben genannten erfindungsgemäßen oralen Zubereitungen und Nahrungsmitteln vor allem zusätzliche Aromastoffe enthalten, die einen unangenehmen (bitteren, adstringierenden, trockenen, mehligen, metallischen, kalkigen, kreidigen) Geschmack oder Nachgeschmack der Zubereitungen verringern oder unterdrücken können, sogenannte Geschmackskorrigenzien. Diese Geschmackskorrigenzien werden z. B. aus der folgenden Liste ausgewählt: Lactisole, Lactisolester wie in EP 2,292,224 beschrieben, Natriumsalze (z.B. Natriumchlorid, Natriumlactat, Natriumeitrat, Natriumacetat, Natriumgluconoat), Hydro- xyflavanone, dabei bevorzugt Eriodictyol, Sterubin (Eriodictyol-7-methylether), Homoeriodi- ctyol, und deren Natrium-, Kalium-, Calcium-, Magnesium- oder Zinksalzen (insbesondere solche wie beschrieben in EP 1258200 A2, die bezüglich der darin offenbarten entsprechenden Verbindungen auf dem Wege der Verweisung Bestandteil dieser Anmeldung wird), Divanillinen (insbesondere solche wie beschrieben in WO 2004/078302, die bezüglich der darin offenbarten entsprechenden Verbindungen auf dem Wege der Verweisung Bestandteil dieser Anmeldung wird) und 4-Hydroxydihydrochalconen (vorzugsweise wie beschrieben in US 2008/0227867 AI, die bezüglich der darin offenba rten entsprechenden Verbindungen auf dem Wege der Verweisung Bestandteil dieser Anmeldung wird), dabei insbesondere Phloretin und Davidigenin, Umami-Verbindungen wie in WO 2008/046895 AI, EP 1989944 AI oder beschrieben, U mami-Verbindungen wie beschrieben in EP 2064959 AI, EP 2,529,632 -Bl bzw. EP 2135516 AI, dabei besonders bevorzugt Rubemamin und Rube- scenamin, Vanillyllignanen, besonders bevorzugt Lariciresinol oder Matairesinol wie in WO 2012 146,584 beschrieben, Enterodiol wie in DE 102 012,214,560 beschrieben, Alkamiden, insbesondere Pellitorinen wie in EP 2,058,297, EP 1,977,655-B1 und EP 2,008,530-Bl beschrieben, sowie N-Decadienoylaminosäuren wie in EP 2,597,082 beschrieben, und deren Gemische.

Mund- und Zahnpflegemittel

In einer bevorzugten Ausführungsform können die oralen Zubereitungen ausgewählt sein aus der Gruppe, die gebildet wird von M und- und Zahnpflegemitteln zu denen auch M undwässer und Kaugummis gezählt werden. Konkrete Beispiele hierfür sind Zahnpasten, Zahngele, Zahnpulver, Mundwässer und dergleichen. Unter Zahnpasten oder Zahncremes werden im allgemeinen gelförmige oder pas- töse Zubereitungen aus Wasser, Verdickungsmitteln, Feuchthaltemitteln, Schleif- oder Putzkörpern, Tensiden, Süßmitteln, Aromastoffen, deodorierenden Wirkstoffen sowie Wirkstoffen gegen Mund- und Zahnerkrankungen verstanden. In die erfindungsgemäßen Zahnpasten können alle üblichen Putzkörper, wie z. B. Kreide, Dicalciumphosphat, unlösliches Natriummetaphosphat, Aluminiumsilikate, Calciumpyrophosphat, feinteilige Kunstharze, Kieselsäuren, Aluminiumoxid und Aluminiumoxidtrihydrat eingesetzt werden.

Bevorzugt geeignete Putzkörper für die erfindungsgemäßen Zahnpasten sind vor allem fein- teilige Xerogelkieselsäuren, Hydrogelkieselsäuren, Fällungskieselsäuren, Aluminiumoxidtrihydrat und feinteiliges alpha -Aluminiumoxid oder Mischungen dieser Putzkörper in Mengen von 15 bis 40 Gew.-% der Zahnpasta. Als Feuchthaltemittel kommen vorwiegend niedermolekulare Polyethylenglykole, Glycerin, Sorbit oder Mischungen dieser Produkte in Mengen bis zu 50 Gew.-% in Frage. Unter den bekannten Verdickungsmitteln sind die verdickenden, feinteiligen Gelkieselsäuren und Hydrokolloide, wie z. B. Carboxymethylcellulose, Hydroxyethylcellulose, Hydroxypropylguar, Hydroxyethylstärke, Polyvinylpyrrolidon, hochmolekulares Polyethylenglykol, Pflanzengummen wie Traganth, Agar-Agar, Carragheen- moos, Gummiarabicum, Xantham-Gum und Carboxyvinylpolymere (z. B. Carbopol ® -Typen) geeignet. Zusätzlich zu den Mischungen aus menthofuran und Mentholverbindungen können die Mund- und Zahnpflegemittel insbesondere oberflächenaktive Stoffe, bevorzugt anionische und nichtionische schaumstarke Tenside, wie die bereits oben genannten Stoffe, insbesondere aber Alkylethersulfat-Salze, Alkylpolyglucoside und deren Gemische.

Weitere übliche Zahnpastenzusätze sind:

• Konservierungsmittel und antimikrobielle Stoffe wie z. B. p- Hydroxybenzösäuremethyl-, -ethyl- oder -propylester, Natriumsorbat, Natriumbenzoat, Bromchlorophen, Phenylsa- licylsäureester, Thymol und dergleichen;

• Antizahnsteinwirkstoffe, z. B. Organophosphate wie 1-Hydroxyethan- 1.1-diphosphon- säure, l-Phosphonpropan-l,2,3-tricarbonsäure und andere, die z. B. aus US 3,488,419, DE 2224430 AI und DE 2343196 AI bekannt sind;

• andere karieshemmende Stoffe wie z. B. Natriumfluorid, Natriummonofluorphosphat, Zinnfluorid;

• Süssungsmittel, wie z. B. Saccharin-Natrium, Natrium-Cyclamat, Sucrose, Lactose, Maltose, Fructose oder Apartam ® , (L-Aspartyl- L-phenylalanin-methylester), Stevia-extrakte oder deren süßenden Bestandteile, insbesondere Rebaudioside;

• Zusätzliche Aromen wie z. B. Eukalyptusöl, Anisöl, Fenchelöl, Kümmelöl, Methylacetat, Zimtaldehyd, Anethol, Vanillin, Thymol sowie Mischungen dieser und anderer natürlicher und synthetischer Aromen;

• Pigmente wie z. B. Titandioxid;

• Farbstoffe;

• Puffersubstanzen wie z. B. primäre, sekundäre oder tertiäre Alkaliphosphate oder Cit- ronensäure/Natriumcitrat; • wundheilende und entzündungshemmende Stoffe wie z. B. Allantoin, Harnstoff, Azulen, Kamillenwirkstoffe und Acetylsalicylsäurederivate.

Eine bevorzugte Ausführung der kosmetischen Zubereitungen sind Zahnpasten in Form einer wässrigen, pastösen Dispersion, enthaltend Poliermittel, Feuchthaltemittel, Viskositäts- regulatoren und gegebenenfalls weitere übliche Komponenten, sowie die Mischung aus Menthofuran und Mentholverbindungen in Mengen von 0,5 bis 2 Gew.-% enthalten.

In M undwässern ist eine Kombination mit wässrig-alkoholischen Lösungen verschiedener Grädigkeit von ätherischen Ölen, Emulgatoren, adstringierenden und tonisierenden Drogenauszügen, zahnsteinhemmenden, antibakteriellen Zusätzen und Geschmackskorrigentien ohne weiteres möglich. Eine weitere bevorzugte Ausführung der Erfindung ist ein M undwasser in Form einer wässrigen oder wässrig-alkoholischen Lösung enthaltend die Mischung aus Menthofuran und Mentholverbindungen in Mengen von 0,5 bis 2 Gew.-%. In M undwässern, die vor der Anwendung verdünnt werden, können mit, entsprechend dem vorgesehenen Verdünnungsverhältnis, höheren Konzentrationen ausreichende Effekte erzielt werden. Zur Verbesserung des Fließverhaltens können ferner Hydrotrope, wie beispielsweise Ethanol, Isopropylalkohol, oder Polyole eingesetzt werden; diese Stoffe entsprechen weitgehend den eingangs geschildern Trägern. Polyole, die hier in Betracht kommen, besitzen vorzugsweise 2 bis 15 Kohlenstoffatome und mindestens zwei Hydroxylgruppen. Die Polyole können noch weitere funktionelle Gruppen, insbesondere Aminogruppen, enthalten bzw. mit Stick- stoff modifiziert sein. Typische Beispiele sind

• Glycerin;

• Alkylenglycole, wie beispielsweise Ethylenglycol, Diethylenglycol, Propylenglycol, Buty- lenglycol, Hexylenglycol sowie Polyethylenglycole mit einem durchschnittlichen Molekulargewicht von 100 bis 1.000 Dalton;

· technische Oligoglyceringemische mit einem Eigenkondensationsgrad von 1,5 bis 10 wie etwa technische Diglyceringemische mit einem Diglyceringehalt von 40 bis 50 Gew.-%;

• Methyolverbindungen, wie insbesondere Trimethylolethan, Trimethylolpropan, Trime- thylolbutan, Pentaerythrit und Dipentaerythrit;

• Niedrigalkylglucoside, insbesondere solche mit 1 bis 8 Kohlenstoffen im Alkylrest, wie beispielsweise Methyl- und Butylglucosid;

• Zuckeralkohole mit 5 bis 12 Kohlenstoffatomen, wie beispielsweise Sorbit oder Mannit,

• Zucker mit 5 bis 12 Kohlenstoffatomen, wie beispielsweise Glucose oder Saccharose;

• Aminozucker, wie beispielsweise Glucamin;

• Dialkoholamine, wie Diethanolamin oder 2-Amino-l,3-propandiol.

Als Konservierungsmittel eignen sich beispielsweise Phenoxyethanol, Formaldehydlösung, Parabene, Pentandiol oder Sorbinsäure sowie die unter der Bezeichnung Surfacine ® bekannten Silberkomplexe und die in Anlage 6, Teil A und B der Kosmetikverordnung aufgeführten weiteren Stoffklassen.

Als Parfümöle seien genannt Gemische aus natürlichen und synthetischen Riechstoffen. Na- türliche Riechstoffe sind Extrakte von Blüten (Lilie, Lavendel, Rosen, Jasmin, Neroli, Ylang- Ylang), Stengeln und Blättern (Geranium, Patchouli, Petitgrain), Früchten (Anis, Koriander, Kümmel, Wacholder), Fruchtschalen (Bergamotte, Zitrone, Orangen), Wurzeln (Macis, Ange- lica, Sellerie, Kardamon, Costus, Iris, Calmus), Hölzern (Pinien-, Sandel-, Guajak-, Zedern-, Rosenholz), Kräutern und Gräsern (Estragon, Lemongras, Salbei, Thymian), Nadeln und Zweigen (Fichte, Tanne, Kiefer, Latschen), Harzen und Balsamen (Galbanum, Elemi, Benzoe, Myrrhe, Olibanum, Opoponax). Weiterhin kommen tierische Rohstoffe in Frage, wie beispielsweise Zibet und Castoreum. Typische synthetische Riechstoffverbindungen sind Produkte vom Typ der Ester, Ether, Aldehyde, Ketone, Alkohole und Kohlenwasserstoffe. Riechstoffverbindungen vom Typ der Ester sind z.B. Benzylacetat, Phenoxyethylisobutyrat, p-tert.- Butylcyclohexylacetat, Linalylacetat, Dimethylbenzylcarbinylacetat, Phenylethylacetat, Lina- lylbenzoat, Benzylformiat, Ethylmethylphenylglycinat, Allylcyclohexylpropionat, Styrallyl- propionat und Benzylsalicylat. Zu den Ethern zählen beispielsweise Benzylethylether, zu den Aldehyden z.B. die linearen Alkanale mit 8 bis 18 Kohlenstoffatomen, Citral, Citronellal, Cit- ronellyloxyacetaldehyd, Cyclamenaldehyd, Hydroxycitronellal, Lilial und Bourgeonal, zu den Ketonen z.B. die Jonone, cc-lsomethylionon und Methylcedrylketon, zu den Alkoholen A- nethol, Citronellol, Eugenol, Isoeugenol, Geraniol, Linalool, Phenylethylalkohol und Terpi- neol, zu den Kohlenwasserstoffen gehören hauptsächlich die Terpene und Balsame. Bevorzugt werden jedoch Mischungen verschiedener Riechstoffe verwendet, die gemeinsam eine ansprechende Duftnote erzeugen. Auch ätherische Öle geringerer Flüchtigkeit, die meist als Aromakomponenten verwendet werden, eignen sich als Parfümöle, z.B. Salbeiöl, Kamillenöl, Nelkenöl, Melissenöl, Minzenöl, Zimtblätteröl, Lindenblütenöl, Wacholderbeerenöl, Vetiveröl, Olibanöl, Galbanumöl, Labolanumöl und Lavandinöl. Vorzugsweise werden Ber- gamotteöl, Dihydromyrcenol, Lilial, Lyral, Citronellol, Phenylethylalkohol, cc- Hexylzimtaldehyd, Geraniol, Benzylaceton, Cyclamenaldehyd, Linalool, Boisambrene Forte, Ambroxan, I ndol, Hedione, Sandelice, Citronenöl, Mandarinenöl, Orangenöl, Allylamylgly- colat, Cyclovertal, Lavandinöl, M uskateller Salbeiöl, ß-Damascone, Geraniumöl Bourbon, Cyclohexylsalicylat, Vertofix Coeur, Iso-E-Super, Fixolide NP, Evernyl, I raldein gamma, Phe- nylessigsäure, Geranylacetat, Benzylacetat, Rosenoxid, Romilllat, Irotyl und Floramat allein oder in Mischungen, eingesetzt.

Als Aromen kommen beispielsweise Pfeife rminzöl, Krauseminzöl, Anisöl, Sternanisöl, Küm- melöl, Eukalyptusöl, Fenchelöl, Citronenöl, Wintergrünöl, Nelkenöl, Menthol und dergleichen in Frage.

Kaugummis

Soweit es sich bei den oralen Zubereitungen um Kaugummis handelt, enthalten diese typi- scherweise eine wasserunlösliche und eine wasserlösliche Komponente.

Die wasserunlösliche Basis, die auch als„Gummibasis" bezeichnet wird, umfasst üblicherweise natürliche oder synthetische Elastomere, Harze, Fette und Öle, Weichmacher, Füllstoffe, Farbstoffe sowie gegebenenfalls Wachse. Der Anteil der Basis an der Gesamtzusammensetzung macht üblicherweise 5 bis 95, vorzugsweise 10 bis 50 und insbesondere 20 bis 35 Gew.-% aus. In einer typischen Ausgestaltungsform der Erfindung setzt sich die Basis aus 20 bis 60 Gew.-% synthetischen Elastomeren, 0 bis 30 Gew.-% natürlichen Elastomeren, 5 bis 55 Gew.-% Weichmachern, 4 bis 35 Gew.-% Füllstoffe und in untergeordneten Mengen Zusatzstoffe wie Farbstoffe, Antioxidantien und dergleichen zusammen, mit der Maßgabe, dass sie allenfalls in geringen Mengen wasserlöslich sind. Als geeignete synthetische Elastomere kommen beispielsweise Polyisobutylene mit durchschnittlichen Molekulargewichten (nach GPC) von 10.000 bis 100.000 und vorzugsweise 50.000 bis 80.000, Isobutylen-Isopren-Copolymere („Butyl Elastomere"), Styrol-Butadien- Copolymere (Styrol :Butadien-Verhältnis z.B. 1: 3 bis 3 : 1), Polyvinylacetate mit durchschnitt- liehen Molekulargewichten (nach GPC) von 2.000 bis 90.000 und vorzugsweise 10.000 bis 65.000, Polyisoprene, Polyethylen, Vinylacetat-Vinyllaurat-Copolymere und deren Gemische. Beispiele für geeignete natürliche Elastomere sind Kautschuks wie etwa geräucherter oder flüssiger Latex oder Guayule sowie natürliche Gummistoffe wie Jelutong, Lechi caspi, Perillo, Sorva, Massaranduba balata, Massaranduba chocolate, Nispero, Rosindinba, Chicle, Gutta hang lkang sowie deren Gemische. Die Auswahl der synthetischen und natürlichen Elastomere und deren Mischungsverhältnisse richtet sich im Wesentlichen danach, ob mit den Kaugummis Blasen erzeugt werden sollen („bubble gums") oder nicht. Vorzugsweise werden Elastomergemische eingesetzt, die Jelutong, Chicle, Sorva und Massaranduba enthalten.

In den meisten Fällen erweisen sich die Elastomere in der Verarbeitung als zu hart oder zu wenig verformbar, so dass es sich als vorteilhaft erwiesen hat, spezielle Weichmacher mit- zuverwenden, die natürlich insbesondere auch alle Anforderungen an die Zulassung als Nahrungsmittelzusatzstoffe erfüllen müssen. In dieser Hinsicht kommen vor allem Ester von Harzsäuren in Betracht, beispielsweise Ester von niederen aliphatischen Alkoholen oder Po- lyolen mit ganz oder teilweise gehärteten, monomeren oder oligomeren Harzsäuren. Insbesondere werden für diesen Zweck die Methyl-, Glycerin-, oder Pentareythritester sowie deren Gemische eingesetzt. Alternativ kommen auch Terpenharze in Betracht, die sich von alpha-Pinen, beta-Pinen, delta-Limonen oder deren Gemischen ableiten können.

Als Füllstoffe oder Texturiermittel kommen Magnesium- oder Calciumcarbonat, gemahlener Bimsstein, Silicate, speziell Magnesium- oder Aluminiumsilicate, Tone, Aluminiumoxide. Talkum, Titandioxid, Mono-, Di- und Tricalciumphosphat sowie Cellulosepolymere.

Geeignete Emulgatoren sind Talg, gehärteter Talg, gehärtete oder teilweise gehärtete pflanzliche Öle, Kakaobutter, Partialglyceride, Lecithin, Triacetin und gesättigte oder ungesättigte Fettsäuren mit 6 bis 22 und vorzugsweise 12 bis 18 Kohlenstoffatomen sowie deren Gemische.

Als Farbstoffe und Weißungsmittel kommen beispielsweise die für die Färbung von Lebensmitteln zugelassenen FD und C-Typen, Pflanzen- und Fruchtextrakte sowie Titandioxid in Frage.

Die Basismassen können Wachse enthalten oder wachsfrei sein; Beispiele für wachsfreie Zusammensetzungen finden sich unter anderem in der Patentschrift US 5,286,500, auf deren I nhalt hiermit ausdrücklich Bezug genommen wird.

Zusätzlich zu der wasserunlöslichen Gummibasis enthalten Kaugummizubereitungen regelmäßig einen wasserlösliche Anteil, der beispielsweise von Softener, Süßstoffen, Füllstoffen, Geschmacksstoffen, Geschmacksverstärkern, Emulgatoren, Farbstoffen, Säuerungsmitteln, Antioxidantien und dergleichen gebildet werden, hier mit der Maßgabe, dass die Bestandteile eine wenigstens hinreichende Wasserlöslichkeit besitzen. In Abhängigkeit der Wasserlöslichkeit der speziellen Vertreter können demnach einzelne Bestandteile sowohl der wasserunlöslichen wie auch der wasserlöslichen Phase a ngehören. Es ist jedoch auch möglich, Kombinationen beispielsweise eines wasserlöslichen und eines wasserunlöslichen Emulga- tors einzusetzen, wobei sich die einzelnen Vertreter, dann in unterschiedlichen Phasen befinden. Üblicherweise macht der wasserunlösliche Anteil 5 bis 95 und vorzugsweise 20 bis 80 Gew.-% der Zubereitung aus.

Wasserlösliche Softener oder Plastifiziermittel werden den Kaugummizusammensetzungen hinzugegeben um die Kaubarkeit und das Kaugefühl zu verbessern und sind in den Mischungen typischerweise in Mengen von 0,5 bis 15 Gew.-% zugegen. Typische Beispiele sind Gly- cerin, Lecithin sowie wässrige Lösungen von Sorbitol, gehärteten Stärkehydrolysaten oder Kornsirup.

Als Süßstoffe kommen sowohl zuckerhaltige wie zuckerfreie Verbindungen in Frage, die in Mengen von 5 bis 95, vorzugsweise 20 bis 80 und insbesondere 30 bis 60 Gew.-% bezogen auf die Kaugummizusammensetzung eingesetzt werden. Typische Saccharid-Süssstoffe sind Sucrose, Dextrose, Maltose, Dextrin, getrockneter Invertzucker, Fructose, Levulose, Galacto- se, Kornsirup sowie deren Gemische. Als Zuckerersatzstoffe kommen Sorbitol, Mannitol, Xylitol, gehärtete Stärkehydrolysate, Maltitol und deren Gemische in Frage. Weiterhin kommen als Zusatzstoffe auch sogenannte HIAS („High I ntensity Articifical Sweeteners") in Betracht, wie beispielsweise Sucralose, Aspartam, Acesulfamsalze, Alitam, Saccharin und Saccharinsalze, Cyclamsäure und deren Salze, Glycyrrhizine, Dihydrochalcone, Thaumatin, Monellin und dergleichen alleine oder in Abmischungen.

Insbesondere für die Herstellung kalorienarmer Kaugummis eignen sich Füllstoffe wie bei- spielsweise Polydextrose, Raftilose, Rafitilin, Fructooligosaccharide (N utraFlora), Palatinose- oligosaaccharide, Guar Gum Hydrolysate (Sun Fiber) sowie Dextrine.

Die Auswahl an weiteren Geschmacksstoffen ist praktisch unbegrenzt und für das Wesen der Erfindung unkritisch. Üblicherweise liegt der Gesamtanteil aller Geschmacksstoffe bei 0,1 bis 15 und vorzugsweise 0,2 bis 5 Gew.-% bezogen auf die Kaugummizusammensetzung. Geeignete weitere Geschmacksstoffe stellen beispielsweise essentielle Öle, synthetische Aromen und dergleichen dar, wie etwa Anisöl, Sterna nisöl, Kümmelöl, Eukalyptusöl, Fen- chelöl, Citronenöl, Wintergrünöl, Nelkenöl, und dergleichen, wie sie auch beispielsweise in M und- und Zahnpflegemittel Verwendung finden.

Die Kaugummis können des weiteren Hilfs- und Zusatzstoffe enthalten, die beispielsweise für die Zahnpflege, speziell zur Bekämpfung von Plaque und Gingivitis geeignet sind, wie z.B. Chlorhexidin, CPC oder Trichlosan. Weiter können pH-Regulatoren (z.B. Puffer oder Harnstoff), Wirkstoffe gegen Karies (z.B. Phosphate oder Fluoride), biogene Wirkstoffe (Antikörper, Enzyme, Koffein, Pflanzenextrakte) enthalten sein, solange diese Stoffe für Nahrungsmittel zugelassen sind und nicht in unerwünschter Weise miteinander in Wechselwirkung treten.

GEWERBLICHE ANWENDBARKEIT

Weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist die Verwendung der erfindungsgemäßen Stoffmischung zur Herstellung von Aromazubereitungen. Die so hergestellten Aromazubereitungen sind besonders vorteilhaft, insbesondere zur Verwendung zum Verbessern, Verstärken oder Vermitteln des Süßgeschmacks und / oder zum Ü berdeckung eines unangenehmen Geschmacksimpression, beispielsweise von Süßungsmittel, bevorzugt ausgewählt aus bitter, astringent und/oder Süßungsmittel ähnlichem (Nach-) Geschmack.

Demgemäß ist ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung die Verwendung der erfindungsgemäßen Stoffmischungen zum Verbessern, Verstärken oder Vermitteln des Süßgeschmacks und / oder zum Überdeckung eines unangenehmen Geschmacksimpression, beispielsweise von Süßungsmittel, bevorzugt ausgewählt aus bitter, astringent und/oder Süßungsmittel ähnlichem (Nach-) Geschmack.

Zudem ist daher ein Gegenstand der Erfindung eine Aromazubereitung, umfassend die oben beschriebenen erfindungsgemäßen Stoffmischungen.

Insbesondere betrifft die Erfindung oral konsumierbare Zubereitung, umfassend eine erfindungsgemäße Stoffmischung oder eine erfindungsgemäße Aromazubereitung, welche die erfindungsgemäßen Stoffmischungen umfassen.

Weiterhin betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Verbessern, Verstärken oder Vermitteln des Süßgeschmacks oder zur Überdeckung von unangenehmen Geschmacksimpressionen, ausgewählt aus bitter, astringent und/oder Süßungsmittel ähnlichem (Nach-) Geschmack, umfassend die Schritte:

a) Bereitstellung eines Süßungsmittel, welches einen unangenehmen Geschmackimpression im M undbereich bewirkt,

b) Bereitstellung einer Stoffmischung nach einem der Ansprüche 1 bis 10,

c) Mischen der Komponenten aus Schritt a) und b).

Weitere Gegenstände der vorliegenden Erfindung sind zum einen auf ein Verfahren zur geschmacklichen Optimierung von Zubereitungen für die orale Aufnahme gerichtet, das sich dadurch auszeichnet, dass man diesen mit 0,0001 Gew.-% bis 2 Gew.-% der Mischungen, umfassend die Komponenten

(a) Rubusglykoside und / oder alpha-Glycosylrubusoside, und

(b) Stärkeabbauprodukte, und

(c) optional, ein oder mehrere phenolische, natürlich vorkommende süßverstärkende Aromastoffe ausgewählt aus der Gruppe, die gebildet wird von Hesperetin, Phloretin, l-(2,4-Dihydroxy-phenyl)-3-(3-hydroxy-4-methoxy-phenyl)-prop an-l-on, 7,3- Dihydroxy-4 ' methoxyflavan und 5-Hy-droxy-4-(4-hydroxy-3-methoxy-phenyl)-7- methoxy-2-chromanon,

zusetzt.

Schließlich betrifft die Erfindung die Verwendung der Stoffmischungen enthaltend die Komponenten

(a) Rubusglykoside und / oder alpha-Glycosylrubusoside, und

(b) Stärkeabbauprodukte, und

(c) optional, ein oder mehrere phenolische, natürlich vorkommende süßverstärkende Aromastoffe ausgewählt aus der Gruppe, die gebildet wird von Hesperetin, Phloretin, l-(2,4-Dihydroxy-phenyl)-3-(3-hydroxy-4-methoxy-phenyl)-prop an-l-on, 7,3- Dihydroxy-4 ' methoxyflavan und 5-Hy-droxy-4-(4-hydroxy-3-methoxy-phenyl)-7 methoxy-2-chromanon,

als Aromazubereitungen für Zubereitungen für die orale Aufnahme.

Bezüglich der bevorzugten Zusammensetzungen der Mischungen, den bevorzugten Einsatz bzw. Zusatzmengen sowie der Natur der Aromastoffe wird auf die vorstehenden Ausführun gen verwiesen.

Ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren zum Verbessern, Ver stärken oder Vermitteln des Süßgeschmacks oder zur Überdeckung von unangenehmen Ge schmacksimpressionen, ausgewählt aus bitter, astringent und/oder Süßungsmittel ähnli ehern (Nach-) Geschmack, umfassend die Schritte:

a) Bereitstellung eines Süßungsmittel, welches einen unangenehmen Geschmackimpres sion im Mundbereich bewirkt,

b) Bereitstellung einer Stoffmischung nach einem der Ansprüche 1 bis 10,

c) Mischen der Komponenten aus Schritt a) und b).

BEISPIELE

BEISPIEL 1

Herstellungsbeispiel von alpha-Glycosylrubusosiden

Maltodextrin DE 17-20 aus Kartoffel und Brombeerblätterextrakt enthaltend 70% Rubusosid werden im Verhältnis 1:1 eingewogen. Danach wird unter Zugabe von 0,1 M Natriumphosphatpuffer , pH 7 gerührt bis alle Komponenten vollständig gelöst sind. Die Reaktion wird durch Zugabe von 1,4 KNU-CP Cyclomaltodextrin glucanotransferase aus pro Gramm Substrat gestartet. Das Gemisch wird nachfolgend für 15 h bei 50 °C unter leichtem Schütteln inkubiert, für 10 min auf 80°C erhitzt und anschließend gefriergetrocknet. Die Analyse des Gemisches erfolgte mittels LC-MS und AF4.

Tabelle 1

Zusammensetzung von Stoffgemischen für Aromazubereitungen, enthaltend alpha-Glucosylrubusoside und Stärkeabbauprodukte (Angabe in Flächen-%)

BEISPIEL 2

Aromazubereitungen

Die unten stehenden Komponenten werden für die entsprechenden Aromazubereitungen zusammengemischt.

Tabelle 2

Aromazubereitungen (Angaben in Gew.-%)

BEISPIEL 3

Getränkeformulierung

Verschiedene erfindungsgemäße Stoffgemische wurden zur Herstellung von einfachen Soft- drinks verwendet und die Produkte 48 h bei 20°C gelagert. Anschließend wurden die geschmacklichen Eigenschaften (Deskriptoren : Anfangssüße, Süßintensität, Zuckergeschmack/M undfülle) von einem Panel bestehend aus 8 geschulten Testern auf einer Linien- Skala von 0 (nicht vorhanden) bis 10 (stark ausgeprägt) bewertet. Die Zusammensetzungen und Ergebnisse sind in der nachfolgenden Tabelle 3 zusammengefasst. Die Ausführungen 1 und 2 sind erfindungsgemäß, die Beispiele VI, V2 und V3 dienen zum Vergleich. Das Beispiel C entspricht dem Standard, d.h. der geschmacklichen Beurteilung des Produktes ohne Zusatz von Aroma. Tabelle 3

Geschmackliche Eigenschaften von Softdrinkformulierungen (Angaben in Gew.-%)

Die zuckerreduzierte Kontrollprobe C wird eindeutig am schlechtesten bewertet, die Probe 2 dagegen am besten. Die Zugabe von geringen Mengen Hesperetin (VI) verbessert dabei die Geschmackswerte nicht. Die beiden erfindungsgemäßen Ausführungen 1 und 2 zeigen eine verbesserte Anfangssüße, erhöhte Süßintensität und einen verbesserten Zuckergeschmack/Mundfülle gegen über der Zuckervariante (C). Dabei zeigt die Ausführung 1 im Vergleich mit der Probe V2 eine höhere Süßintensität und Anfangssüße sowie eine verbesserte Mundfülle. Die Kombination von alpha-Glycosylrubussosiden mit (2) führt zum einen zu einer weiteren Verstärkung der Süßintensität und der Mundfülle gegenüber der Variante mit alpha-Glycosylrubussosiden allein (1) sowie der Variante mit Rubusosid und Hesperetin (V3). Zum anderen führt die Kombination von Hesperetin mit alpha-Glycosylrubussosiden in der erfindungsgemäßen Ausführung (2) zu einer Maskierung der Süßstoffartigkeit bzw. des lakritzartigen Nachgeschmacks im Vergleich zur Kombination von Rubusosid mit Hesperertin (V3) BEISPIELE 4 bis 9:

Im Folgenden wird die Erfindung an Hand weiterer Formulierungsbeispiele illustriert: Beispiel 4

Erfrischungsgetränke (Angaben in Gew.-%)

Die Zutaten wurden in der angegebenen Reihenfolge gemischt und mit Wasser auf 100 % aufgefüllt. Die Mischungen werden in Glasflaschen gefüllt und carbonisiert.

Beispiel 5

Hartkaramellen (Angabe in Gew.-%)

Steviolglykosid/Maltodextrin-Mischung (80:20) der Firma Pure Circle

Beispiel 6

Joghurt mit niedrigem Fettgehalt (Angabe in Gew.-%)

Beispiel 7

Fruchtgummis (Angaben in Gew.-%)

Beispiel 8

Zuckerfreies Kaugummi (angaben in Gew.-% Beispiel 9

Pudding (Angaben in g)