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Patent Searching and Data


Title:
NOZZLE FOR SPRAYING AN INORGANIC COMPOUND
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2017/174105
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a nozzle for spraying an inorganic compound, having the following features: a flow channel (10) which extends from a first end (12) with a substantially circular cross-section to a second end (14) with a substantially slot-shaped cross-section. The respective minimum cross-section of the flow channel (10) changes between the first end (12) and the second end (14) from a circular shape to a slot shape via a kidney shape, and the flow channel has a course between the first end (12) and the second end (14) such that an axis (x), which runs perpendicularly to the circular cross-section at the first end (12) and through the centroid thereof, runs at a distance from the centroids of at least 50% of the kidney-shaped cross-sections of the flow channel (10) .

Inventors:
HAIDER, Matthäus (Stolberggasse 31-33/3/1, Wien, 1070, AT)
KLIKOVICH, Michael (Sonnleiten 1, 2371 Hinterbrühl, 2371, AT)
Application Number:
EP2016/057301
Publication Date:
October 12, 2017
Filing Date:
April 04, 2016
Export Citation:
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Assignee:
REFRACTORY INTELLECTUAL PROPERTY GMBH & CO. KG (Wienerbergstraße 11, 1100 Wien, 1100, AT)
International Classes:
B05B7/14; C21B7/06; F27D1/16
Domestic Patent References:
1998-09-17
Foreign References:
EP0771863B12003-05-14
US3423029A1969-01-21
Attorney, Agent or Firm:
BERKENBRINK, Kai et al. (Turmstraße 22, Ratingen, 40878, DE)
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Claims:
Patentansprüche

Düse zum Spritzen einer anorganischen Mas se, mit folgenden

Merkmalen

1 . 1 einem Strömungskanal ( 10) , der sich von

1 . 1 einem ersten Ende ( 12) mit im Wesentlichen kreisförmigen Querschnitt bis zu

1 .2 einem zweiten Ende ( 14) mit im Wesentlichen schlitzartigem Querschnitt erstreckt,

1 .3 der jeweils minimale Querschnitt des Strömungskanals ( 10) verändert sich zwischen dem ersten Ende ( 12) und dem zweiten Ende ( 14) von kreisförmig über nierenförmig in schlitzartig, wobei

1 .4 jeder nierenförmige Querschnitt zumindest einen konkav und einen konvex gekrümmten Umfangsabschnitt aufweist.

Düse nach Anspruch 1 , bei der der Strömungskanal zwischen dem ersten Ende ( 12) und dem zweiten Ende ( 14) einen solchen Verlauf hat, das s eine Achse (x), die senkrecht zum kreisförmigen

Querschnitt am ersten Ende ( 12) und durch dessen

Flächenschwerpunkt verläuft, mit Abstand zu den

Flächenschwerpunkten von mindestens 30% der nierenartigen

Querschnitte des Strömungskanals ( 10) verläuft.

3. Düse nach Anspruch 1, bei der der Querschnitt des

Strömungskanals (10) am zweiten Ende (14) maximal 20% kleiner als der Querschnitt des Strömungskanal (10) am ersten Ende (12) ist.

4. Düse nach Anspruch 2, bei der die Achse (x), die senkrecht zum kreisförmigen Querschnitt am ersten Ende (12) und durch dessen Flächenschwerpunkt verläuft, durch den Flächenschwerpunkt des schlitzartigen Querschnitts des Strömungskanals (10) am zweiten Ende (14) verläuft.

5. Düse nach Anspruch 2, bei der die Achse (x), die senkrecht zum kreisförmigen Querschnitt am ersten Ende (12) und durch dessen Flächenschwerpunkt verläuft, außerhalb des schlitzartigen Querschnitts des Strömungskanals (10) am zweiten Ende (14) verläuft.

6. Düse nach Anspruch 1, bei der der Strömungskanal (10)

zwischen dem erstem Ende (12) und dem zweitem Ende (14) zumindest entlang eines Abschnitts (lOw) gewölbt verläuft.

7. Düse nach Anspruch 1, bei der der Strömungskanal (10) in einem Abschnitt (lOw) mit nierenförmigen Querschnitten gewölbt verläuft.

8. Düse nach Anspruch 1, bei der der Strömungskanal (10) im

einem, dem ersten Ende (12) folgenden Eingangs-Abschnitt linear verläuft.

9. Düse nach Anspruch 1 , bei der der Strömungskanal ( 10) im einem, im zweiten Ende ( 14) mündenden Ausgangs-Abschnitt, linear verläuft.

10. Düse nach Anspruch 1 , bei der der schlitzartige Querschnitt des Strömungskanals am zweiten Ende ( 14) eine Höhe (H) hat, die das 0,7 bis 0, 1 - fache des Durchmes sers (D) des kreisförmigen Querschnitts am ersten Ende ( 12) beträgt.

1 1 . Düse nach Anspruch 1 , bei der die nierenförmigen Querschnitte jeweils genau einen konkav, nach innen gekrümmten

Umfangsabschnitt aufweisen.

12. Düse nach Anspruch 1 , bei der die konkav und konvex

verlaufenden Umfangsabschnitte der nierenförmigen

Querschnitte des Strömungskanals ( 10) sich jeweils über einen Winkel von 30Grad, ausgehend vom Flächenschwerpunkt des jeweiligen nierenförmigen Querschnitts , erstrecken.

13. Düse nach Anspruch 1 , bei der die konvex verlaufenden

Umfangsabschnitte der nierenförmigen Querschnitte des

Strömungskanals ( 10) sich j eweils über einen Winkel größer 210Grad, ausgehend vom Flächenschwerpunkt des jeweiligen nierenförmigen Querschnitts , erstrecken.

14. Düse nach Anspruch 1 , bei der die nierenförmigen Querschnitte des Strömungskanals ( 10) jeweils einen Umfangsab schnitt aufweisen, des sen mittlerer Krümmungsradius kleiner als das Doppelte des Durchmes sers des kreisförmigen Querschnitts am ersten Ende ( 12) des Strömungskanals ( 10) ist. Düse nach Anspruch 1 , hergestellt aus mindestens einem anorganischen Werkstoff aus der Gruppe: Steingut, Steinzeug, Porzellan, Korund, Metallcarbid, Metallnitrid.

Description:
Düse zum Spritzen einer anorganischen Masse

Beschreibung

Die Erfindung betrifft eine Düse (englisch: nozzle) zum Spritzen einer anorganischen Mas se. Der Begriff anorganische Masse umfas st

insbesondere keramischen Massen, vor allem feuerfeste Mas sen (englisch: refractory masses/monolithics) , die eine Konsistenz (Visko sität) aufweisen, die mit einer Düse kontinuierlich verspritzt werden kann.

Solche feuerfesten Mas sen werden zum Beispiel zur inneren Auskleidung von Industrieaggregaten verwendet, die einer hohen Temperaturbelastung (oft > 1000°C) ausgesetzt sind. Hierzu gehören industrielle Öfen, wie Drehrohröfen zur Herstellung von

Zementklinker

industrielle Öfen wie Schachtöfen zum Brennen von Kalkstein industrielle Gefäße zur Aufnahme von Metallschmelzen und/oder zur Behandlung von Metallschmelzen, zum Beispiel Konverter,

Elektrolichtbogenöfen, Pfannen (english: ladle)

Es gibt verschiedene Technologien, um diese Mas sen zu verarbeiten. Die Erfindung betrifft das Sprühen/Versprühen einer Mas se unter Druck mit Hilfe einer Düse. Nachdem die Masse mit der Düse verspritzt wurde härtet sie aus . Dazu enthält die Mas se oft ein entsprechendes Bindemittel wie Zement, oder ein chemische Bindemittel, beispielsweise auf Phosphatbasis .

Der Stand der Technik und die Erfindung werden nachstehend an einem Beispiel erläutert, bei dem die Mas se zur Neu-Herstellung einer

monolithischen Wandbeschichtung einer metallurgischen Pfanne eingesetzt wird; die Erfindung ist insoweit aber nicht beschränkt und betrifft auch andere Anwendungen, zum Beispiel das Ausbes sern von beschädigten (verschlis senen) Wandflächen oder die Reparatur von feuerfesten

Beschichtungen .

Im Stand der Technik werden überwiegend Düsen verwendet, die einen zylinderförmigen Strömungskanal für die Mas se aufweisen, also einen Strömungskanal mit kreisförmigem Querschnitt. Eine solche Düse hat folgende Nachteile: schlechte Durchmischung der Masse in der Düse

kleine, meist runde Aufprallfläche

hoher Rückprall (an der zu beschichtenden Fläche), das heißt, verringerte Spritzeffizienz ; nur ein Teil der Mas se kann als

Beschichtung genutzt werden.

ungleichmäßige Schichtdicke der gespritzten Beschichtung

Die EP 77 1863B 1 offenbart Düsen mit mehreren Auslas söffnungen zum Sprühen von feuerfesten Mas sen. Diese Düse ist konstruktiv kompliziert und beseitigt die genannten Nachteile nicht. Die US 3 ,423 ,029 schlägt vor, die Masse entlang einer Düse zu transportieren, die am ausgangsseitigen Ende mehrere, nebeneinander angeordnet Düsenrohre mit jeweils rundem Innenquerschnitt aufweist.

Dadurch entsteht ein„verzweigter" Strömungskanal für die Masse innerhalb der Düse, was nachteilig ist.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Spritzdüse der genannten Art strömungstechnisch zu optimieren, um ein einfaches, sicheres und qualitativ hochwertiges Spritzen einer anorganischen, insbesondere feuerfesten Mas se zu ermöglichen, um eine homogene Beschichtung mit möglichst konstanter Schichtdicke zu erhalten.

Der Erfindung basiert auf folgenden Überlegungen:

Anstelle eines mehr oder weniger zylindrischen

(rotationssymmetrischen) Spritzstrahls soll ein breiter, annähernd rechteckiger (nicht rotations symmetrischer) Spritzstrahl die Düse verlassen, also eine Art„Spritzvorhang" gebildet werden. Die zu beschichtenden Flächen lassen sich aufgrund des linearen (flächigen) (statt punkförmigen) Spritzstrahls einfacher und gleichmäßiger erstellen.

Mit diesem Spritzvorhang kann eine relativ große (Wand)fläche in einem Arbeitsgang besprüht werden und die Dicke der so gebildeten Beschichtung ist gleichmäßig .

Die Masse soll auf ihrem Weg durch die Düse in unterschiedliche Richtungen zwangsgeführt werden. Dies geschieht dadurch, das s der Strömungskanal in der Düse unterschiedliche Querschnitte zwischen einem ersten Ende (Eingangsöffnung der Mas se in die Düse) und einem zweiten Ende (an dem die Mas se die Düse verlässt) aufweist.

Dadurch wird eine optimierte Durchmischung der Masse entlang des Weges durch die Düse erreicht und es werden Ablagerungen

verhindert. Die Masse verlässt die Düse als homogene viskose

Mischung .

Damit werden folgende Effekte erzielt:

Die Spritzzeit wird reduziert, da mehr Masse durch die Düse transportiert werden kann, ohne einen höheren Abprall zu erzeugen. Dadurch wird die Effizienz erhöht.

Die Leistung bekannter Düsen der genannten Art beträgt je nach Bauart beispielsweise 70 bis 200kg/min. Diese Leistung kann mit der neuen Düse (bei gleichem Düsenquerschnitt am zweiten Ende) etwa verdoppelt werden.

Die Spritztechnik wird vereinfacht; auch ein automatisches Spritzen mittels eines Roboters wird möglich .

Eine bes sere Durchmischung von Spritzmasse und Fluid (wie Was ser) in der Düse aufgrund der speziellen/zwangsweisen Materialführung .

In ihrer allgemeinsten Ausführungsform betrifft die Erfindung eine Düse zum Spritzen einer anorganischen Masse, mit folgenden Merkmalen: einem Strömungskanal, der sich von einem ersten Ende mit im Wesentlichen kreisförmigen Querschnitt bis zu

einem zweiten Ende mit im Wesentlichen schlitzartigem Querschnitt erstreckt,

der j eweils minimale Querschnitt des Strömungskanal verändert sich zwischen dem ersten Ende und dem zweiten Ende von kreisförmig über nierenförmig in schlitzartig, wobei

- jeder nierenförmige Querschnitt zumindest einen konkav und einen konvex gekrümmten Umfangsabschnitt aufweist.

„Kreisförmiger Querschnitt des Strömungskanals" im Sinne der Erfindung ist ein im Wesentlichen runder Querschnitt, das heißt, gewisse Toleranzen, zum Beispiel aufgrund der Herstellung der Düse, werden akzeptiert. Der runde Querschnitt erstreckt sich über eine gewis se Strecke des

Strömungskanals ab dem ersten Ende, beispielsweise 5- 10% der

Gesamtlänge L.

Der„minimale Querschnitt" des Strömungskanals berücksichtigt, das s der Strömungskanal auch gekrümmte Abschnitte aufweist. Es wird also an jedem Flächenschwerpunkt entlang des Strömungskanals j eweils nur der kleinste Querschnitt berücksichtigt. Mit anderen Worten: Die

Schnittflächen, um den minimalen Querschnitt des Strömungskanals an unterschiedlichen Orten zu bestimmen, sind entsprechend unterschiedlich und können von vertikal bis horizontal gehen .

„Nierenförmiger Querschnitt des Strömungskanals" heißt zunächst nur, das s der Querschnitt mindestens einen konkaven und mindestens eine konvexen Randabschnitt aufweist. Ausgehend von einem kreisförmigen Querschnitt bedeutet„nierenförmig", das s der Querschnitt an mindestens einer Stelle eine„Einbuchtung" (den konkaven Abschnitt) aufweist, also nach innen eingedrückt ist. Diese Eindrückung (der konkave Abschnitt) kann durch eine entsprechende Formgebung der Wand des Strömungskanals erreicht werden, oder durch einen entsprechenden Einbau. Dabei kann die Grundform rund oder oval sein oder einen Kreisabschnitt definieren.

In einer Ausführungsform sind die nierenförmigen Querschnitte durch genau einen konkaven und genau einen konvexen Umfangsabschnitt gekennzeichnet, wobei sich die Krümmungsradien beider Abschnitte entlang des Strömungskanals verändern können.

„Nierenförmig" umfas st Geometrien, bei denen zwei senkrecht zueinander verlaufende Diagonalen (DG 1 ,DG2) deutlich unterschiedlich sind, insbesondere DG 1/DG2> 1 ,5 oder >3. Hier gilt ebenso, das s sich die nierenförmigen Querschnitte über eine gewis se Länge des Strömungskanals erstrecken, beispielsweise 20 bis 80% der Gesamtlänge.

Die konkaven und konvexen Abschnitte erstrecken sich beispielsweise über einen Winkel von jeweils mehr als 30Grad, bezogen auf den

Flächenschwerpunkt des entsprechenden Querschnitts . Der konvexe

Abschnitt verläuft nach einer Variante über einen Winkel von mehr als 210Grad.

Die nierenförmigen Querschnitte können einen Umfang sabschnitt

aufweisen, des sen mittlerer Krümmungsradius kleiner als das Doppelte des Durchmes sers des kreisförmigen Querschnitts am ersten Ende des

Strömungskanals ist.

„Schlitzartiger Querschnitt des Strömungskanals" beschreibt eine Form, bei der die Breite B des Strömungskanals deutlich größer als die senkrecht (englisch: perpendicular) dazu verlaufende Höhe H ist, insbesondere B/H > 3 , >5 oder >7. Der Schlitz kann rechteckig, insbesondere an den schmalen Seiten aber auch abgerundet sein. Die großen Begrenzungsflächen

verlaufen vorzugsweise parallel und geradlinig, um einen definierten Flachstrahl der austretenden Masse zu erreichen. Der schlitzartige Bereich erstreckt ist ebenfalls über eine bestimmte Länge in Strömungsrichtung der Masse, beispielsweise 5 bis 25 % der Gesamtlänge.

Nach einer Ausführungsform hat der Strömungskanal zwischen dem ersten Ende und dem zweiten Ende einen solchen Verlauf, dass eine Achse, die senkrecht zum kreisförmigen Querschnitt am ersten Ende und durch dessen Flächenschwerpunkt verläuft, mit Abstand zu den Flächenschwerpunkten von mindestens 30% der nierenartigen Querschnitte des Strömungskanals verläuft.

Die absolute Gesamtlänge L der Düse in Strömungsrichtung der Masse ist typischerweise 20-70cm.

Mit anderen Worten: Der Querschnitt des Strömungskanals verändert sich vom ersten zum zweiten Ende: Beispielsweise ist ein erstes Teilstück kleiner 0,35L und weitgehend rund, ein mittleres Teilstück 0,2-0, 8L lang und weist einen nierenförmigen Querschnitt auf, und der dritte

Teilab schnitt (Endab schnitt) hat eine Länge von weniger als 0 ,45L und ist schlitzartig mit parallelen, planaren großen Seitenflächen, wobei die verschiedenen Querschnitte kontinuierlich (ohne Stufen) ineinander übergeben .

Auf dem Weg durch die Düse wird die Mas se zwangsweise nach außen gedrückt, insbesondere aufgrund der„konkaven Zonen" der nierenförmigen Querschnitte, wodurch der Mischungseffekt verstärkt wird. Dies wird in der Figurenbeschreibung näher beschrieben. Der Grundaufbau der Düse kann durch eines oder mehrere der folgenden Merkmale variiert werden:

Die Querschnitte des Strömungskanals zwischen dem erstem Ende und dem zweitem Ende haben eine gleiche Fläche, wobei„gleiche Fläche" auch Toleranzen bis 5 % inkludiert. Mit dieser Maßnahme werden Totzonen im Strömungskanal vermieden.

Die Querschnitte des Strömungskanals zwischen dem erstem Ende und dem zweitem Ende weichen um maximal 30% ab, insbesondere werden sie zum Düsenauslass hin kleiner, das heißt die j eweilige (minimale) Querschnittsfläche wird zum zweiten Ende hin kleiner. Die Querschnittsverringerung beträgt nach einer Ausführungsform maximal 20% , üblicherweise jedoch < 10 % und am Besten maximal 5 % . Auf diese Weise wird die Strömungsgeschwindigkeit erhöht, ohne Gefahr einer Verstopfung .

Die Achse, die senkrecht zum kreisförmigen Querschnitt am ersten Ende und durch des sen Flächenschwerpunkt verläuft, kann nach einer Ausführungsform auch durch den Flächenschwerpunkt des

schlitzartigen Querschnitts des Strömungskanals am zweiten Ende und senkrecht zu diesem Querschnitt verlaufen. Mit anderen Worten: Die axiale Strömungsrichtung (vektoriell betrachtet) der Mas se am Eingang und am Ende der Düse ist unverändert (identisch) ; entlang des Strömungskanals verändert sich die Strömungsrichtung j edoch (vektoriell betrachtet) .

Eine weitere Ausführungsform ist dadurch gekennzeichnet, das s sich die vektorielle Strömungsrichtung am ersten und zweiten Düsenende unterscheidet. Beispielsweise ist der Strömungskanal im letzten Teilab schnitt (zum Düsenende hin) gekrümmt oder abgewinkelt und verläuft beispielsweise unter einem Winkel <45Grad zur axialen Strömungsrichtung am ersten Ende der Düse.

Nach einer Variante verläuft die genannte Achse senkrecht zum kreisförmigen Querschnitt am ersten Ende und durch des sen

Flächenschwerpunkt, aber außerhalb des schlitzartigen Querschnitts des Strömungskanals am zweiten Ende. Mit anderen Worten: Die Düse hat einen Strömungskanal, der schräg (unter einem Winkel) zur genannten Achse am ersten Ende der Düse verläuft. Diese Geometrie ist günstig für einen gleichmäßigen Mas sentransport ohne

Blasenbildung durch die Düse .

Eine strömungstechnisch günstige Ausführungsform ist wie folgt: Der Strömungskanal verläuft zwischen erstem Ende und zweitem Ende zumindest entlang eines Abschnitts gewölbt, das heißt, der

Strömungskanal weist mindestens einen Abschnitt auf, bei dem die Haupt-Strömungsrichtung der Masse nicht linear, sondern

gekrümmt/gewölbt ist, und zwar erst in eine Richtung und dann in eine andere Richtung . Diese Geometrie ist günstig für einen

gleichmäßigen Mas sentransport ohne Blasenbildung

(Strömungs schatten) durch die Düse und lässt sich mit den oben genannten Ausführungsformen kombinieren. Die Wölbung ist regelmäßig wie folgt dimensioniert: Der kürzeste Ab stand zwischen der genannten Achse (die senkrecht zum kreisförmigen Querschnitt und durch den Flächenschwerpunkt am Düseneingang verläuft) und dem Flächenschwerpunkt des gewölbten Abschnitts, der am weitesten von dieser Achse weg liegt, beträgt 0,2 bis 2,0 des Durchmes sers D des Strömungskanals am Düseneingang . Günstige Strömungsverhältnisse ergeben sich insbesondere für eine Düse, bei der der Strömungskanal in einem Abschnitt mit

nierenförmigen Querschnitten gewölbt verläuft.

Die Düse kann so gestaltet sein, dass der Strömungskanal im einem, dem ersten Ende folgenden Eingangs-Abschnitt, linear verläuft.

Ebenso umfasst die Erfindung eine Düse, bei der der Strömungskanal im einem, im zweiten Ende mündenden Endabschnitt linear verläuft. Dabei kann der Strömungskanal in Strömungsrichtung der Masse über eine bestimmte Länge am zweiten Ende einen gleichen Querschnitt aufweisen, mit paarweise parallelen Wänden, um einen definierten Flachstrahl für die Mas se erzeugen zu können .

Die spezifischen Querschnitte und Querschnittsflächen las sen sich j e nach Art und Menge der Mas se empirisch einstellen. Dies gilt auch für die konkreten geometrischen Verhältnisse entlang des

Strömungskanals . Beispielsweise umfasst dies eine Düse, bei der der schlitzartige Querschnitt des Strömungskanals am zweiten Ende eine Höhe hat, die das 0,7 bis 0, 1 -fache des Durchmes sers des

kreisförmigen Querschnitts am ersten Ende beträgt. Die Schlitzbreite ist entsprechend größer als der Durchmes ser des Strömungskanals am ersten Ende, beispielsweise 2- 10 mal größer als der Durchmes ser des kreisförmigen Querschnitts am ersten Ende.

Gewünscht ist eine deutlichen Querschnittsveränderung von rund (am Eingang der Düse) in nahezu flach (am Ausgang der Düse) . Das schlitzartige zweite Ende erlaubt es , das s die Mas se wie ein flacher Vorhang (als Flachstrahl) gespritzt wird. Die Düse kann aus beliebigen Werkstoffen hergestellt werden; der konkrete Werkstoff wird insbesondere danach gewählt, wie abrasiv die Mas se ist. Geeignete Werkstoffe sind anorganische Werkstoffe aus der Gruppe: Steingut, Steinzeug, Porzellan, Korund,

Metallcarbid, Metallnitrid, Stahl, Kunststoff.

Weitere Merkmale der Erfindung sind Gegenstand der Merkmale der

Unteransprüche sowie der sonstigen Anmeldungsunterlagen.

Die Erfindung wird nachstehend näher beschrieben. Dazu werden zwei Ausführungsbeispiele in der Zeichnung dargestellt, und zwar in

Figur l a: eine Seitenansicht einer ersten Ausführungsform einer Düse,

Figur lb : Querschnitte des Strömungskanals der Düse nach Figur l a an den in Figur l a markierten entsprechenden Stellen (gestrichelte Linien),

Figur l c : eine perspektivische Ansicht auf die Düse nach Figur l a,

Figur 2a: eine Seitenansicht einer zweiten Ausführungsform einer Düse,

Figur 2b : Querschnitte des Strömungskanals der Düse nach Figur l a an den in Figur 2a markierten entsprechenden Stellen (gestrichelte Linien),

Figur 2c : eine perspektivische Ansicht auf die Düse nach Figur 2a.

Figur 1 zeigt eine erste Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Düse zum Verspritzen einer feuerfesten anorganischen Mas se . Die Düse (insgesamt mit N gekennzeichnet) , weist einen Strömungskanal 10 auf, der in Figur l a schematisch als Strich-Punkt- Linie dargestellt ist, der sich von einem ersten Ende 12 der Düse N bis zu einem zweiten Ende 14 der Düse N erstreckt.

In Strömungsrichtung der Düse N ergeben sich im Wesentlichen fünf Zonen N l , N2, N3 , N4, N5 , die in Fig . l c durch horizontal verlaufende Linien angedeutet sind.

Dabei weist der Strömungskanal 10 folgende Querschnitte in den Zonen N 1 -N5 auf (jeweils in Strömungsrichtung der Spritzmas se - Pfeil S - betrachtet) :

N l : am ersten Ende 12, wie in Figur lb dargestellt, kreisförmig; kurz vor Beginn der Zone N2 geht der runde Querschnitt in einen ovalen Querschnitt über, und am Übergang zu N2 in einen nierenförmigen Querschnitt mit einer Einbuchtung E (einem konvexen Oberflächenabschnitt) auf einer Seite (in Fig . lb : unten) ,

N2: Fortsetzung des nierenförmigen Querschnitts , wobei die Nierenform zunehmend schmaler und breiter wird; zu erkennen ist der im Abschnitt N2 größer werdende Krümmungsradius des konkaven Ab schnitts (oben) des Strömungskanal- Quer Schnitts ,

N3 : Fortsetzung des nierenförmigen Querschnitts , wobei die Nierenform noch schmaler und breiter wird; weiterhin ist die Nierenform durch einen konvexen Abschnitt (unten) und einen konkaven Abschnitt (oben) mit relativ großem Krümmungsradius gekennzeichnet,

N4: bereits kurz vor dem Übergang zu N4 verändert sich der Querschnitt von einer deutlichen Nierenform in Richtung einer Schlitzform, wobei die Einbuchtung E nur noch marginal nach innen vorragt, um am Übergang zu N5 fast ganz zu verschwinden,

N5 : Kurz nach Beginn von N5 ist der Querschnitt exakt rechteckig, der Strömungskanal hier also schlitzförmig, wobei das Verhältnis Breite (B ) zu Höhe (H) 8 : 1 beträgt und gegenüberliegende Wandflächen des

Strömungskanals parallel verlaufen. Der Strömungskanal 10 ist am zweiten Ende schlitzförmig mit Rechteckquerschnitt.

Die axiale Länge der Zonen N 1 -N5 beträgt hier jeweils etwa 20% .

In Figur l b sind beispielhaft drei unterschiedliche nierenförmige

Querschnitte dargestellt, die j eweils durch eine Einbuchtung E

gekennzeichnet sind.

Wie sich insbesondere Figur l a entnehmen läs st verläuft der

Strömungskanal 10 nicht linear, sondern weist etwa mittig zwischen dem ersten Ende 12 und dem zweiten Ende 14 der Düse N einen gewölbten Abschnitt auf, der mit l Ow gekennzeichnet ist und sich insbesondere über die Zonen N2 und N3 erstreckt.

In diesem Abschnitt l Ow ist der Querschnitt des Strömungskanals 12 nierenartig (siehe Figur lb) .

Insgesamt ist der Verlauf des Strömungskanals 10 so, dass eine Achse, die senkrecht zum kreisförmigen Querschnitt am ersten Ende 12 und durch des sen Flächenschwerpunkt verläuft, mit Bezug auf die nierenartigen Querschnitte des Strömungskanals höhenmäßig versetzt verläuft (also mit Abstand zum Flächenschwerpunkte der Mehrzahl der nierenförmigen Querschnitte, im schlitzförmigen Kanalab schnitt bei N5 aber wiederum mittig. In Figur l b wird der jeweilige Schnittpunkt dieser (gedachten) Achse als „x" dargestellt.

Eine feuerfeste keramische Spritzmas se, die bei 12 in die Düse N

eingeleitet wird, wird durch den Strömungskanal 10 transportiert und dabei in den Ab schnitten, die einen nierenförmigen Querschnitt aufweisen, zumindest partiell auch nach Außen abgelenkt (durch die jeweilige

Einbuchtung E) um am zweiten Ende 14 als kompakter Flachstrahl auszutreten.

Die Ausführungsform nach Figur 2 ist ähnlich der nach Figur 1 , so das s nachstehend nur die Unterschiede beschrieben werden :

Bei dieser Ausführungsform verläuft das zweite Ende 14 versetzt zum ersten Ende 12, das heißt eine Achse, die senkrecht zum kreisförmigen Querschnitt am ersten Ende 12 und durch des sen Mittelpunkt

(=Flächenschwerpunkt) verläuft, verläuft außerhalb des schlitzartigen Querschnitts des Strömungskanals 10 am zweiten Ende 14 (in den

Abschnitten N4 und N5) , was wiederum analog zu Figur 1 durch„x" in den Darstellungen gemäß Figur 2b gekennzeichnet ist.

Der seitliche Versatz des Strömungskanals ist so, das s die genannte Achse bereits kurz vor dem schlitzförmigen Endabschnitt mit Abstand zum

Strömungskanal 10 verläuft (also in der Zone N4) .

In beiden Ausführungsformen wird die Spritzmasse durch den Axialverlauf des Strömungskanals 10 mit einem gewölbten Abschnitt l Ow zusätzlich vermischt und homogenisiert, wodurch ein optimiertes Spritzergebnis erzielt wird. Dadurch, das s die Spritzmas se als Flachstrahl (nach Art eines Vorhangs) am zweiten Ende 14 die Düse N verläs st, weist die so gespritzte

Wandbeschichtung homogene und gleichmäßige Materialeigenschaften sowie eine weitgehend konstante Dicke auf.