| JP2012011291 | APPARATUS FOR MANUFACTURING GRANULE |
| JP3703399 | APPARATUS AND METHOD FOR PREPARATING MIXED |
| WO/1986/001128 | DEVICE FOR ADJUSTING THE MILLING GAP IN ROLL MILLS |
Habermann, Kai-uwe (Düsseldorfer Strasse 139, Mühlheim, 45481, DE)
Wollenhaupt, Gereon (Langenberger Strasse 28, Bochum, 44879, DE)
Habermann, Kai-uwe (Düsseldorfer Strasse 139, Mühlheim, 45481, DE)
| 1. | Walzenpresse (1) mit einem Klapprahmen (2) bestehend aus einem Rahmenun terteil (5), einem Rahmenobergurt (6) und zwei seitlich angeordneten Kopfstü cken (7,8), wobei zumindest ein Kopfstück (8) mit einem daran angeordneten Teil (12) des Rahmenobergurts eine Seitenklappe ausbildet, die am Rahmenun terteil (5) aufklappbar angeordnet ist, und in dem Klapprahmen (2) mindestens zwei nebeneinander positionierte Walzen (3,4) platziert sind, die in einer Wal zenentnahmestellung des Klapprahmens (2) seitlich über die durch die aufge klappte Seitenklappe ausgebildete Entnahmeöffnung aus dem Klapprahmen (2) entnehmbar sind, dadurch gekennzeichnet, dass der der Seitenklappe zugeordnete Teil (12) des Rahmenobergurts mittels eines an dem zugehörigen Kopfstück (8) angeordne ten Gelenks (14) relativ zum Kopfstück (8) schwenkbar angeordnet ist, wobei die Schwenkachse des Gelenks (12) im Wesentlichen parallel zu den Achsen der Walzen (3,4) angeordnet ist. |
| 2. | Walzenpresse (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das aufgeklappte Kopfstück (8) und der aufge schwenkte Teil (12) des Rahmenobergurts der Seitenklappe eine ebene Verlän gerung des Rahmenunterteils (5) bilden und als belastbare Tragabschnitte zur Aufnahme der Walzen (3,4) ausgestaltet sind. |
| 3. | Walzenpresse (1) nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass eine Walze (3,4) als Loswalze ausgebildet ist und die Loswalze auf der Seite der Seitenklappe im Klapprahmen (2) angeord net ist. |
| 4. | Walzenpresse (1) nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass eine Walze (3,4) als Loswalze ausgebildet ist und die Loswalze gegenüber der Seite der Seitenklappe im Klapprahmen (2) angeordnet ist. |
| 5. | Walzenpresse (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der schwenkbare Teil (12) des Rahmenober gurts sich über zwischen 25 % und 60 % des Rahmenobergurts (6) erstreckt. |
| 6. | Walzenpresse (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Länge des schwenkbaren Teils (12) des Rahmenobergurts mindestens der Höhe der seitlich angeordneten Kopfstücke (7,8) entspricht. |
| 7. | Walzenpresse (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass auf dem Rahmenobergurt (6) eine Zuführein richtung angeordnet ist und der schwenkbare Teil (12) des Rahmenobergurts sich bis zur Zuführeinrichtung erstreckt. |
| 8. | Walzenpresse (1) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Mittel zum seitlichen Verfahren der Walzen (3,4) vorgesehen sind. |
| 9. | Walzenpresse (1) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass sich der seitliche Verfahrweg der Walzen (3,4) bis auf die aufgeklappte Seitenklappe, bzw. den aufgeschwenkten Teil (12) des Rahmenobergurts erstreckt. |
| 10. | Walzenpresse (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Walzen (3,4) mit ihren Achsen in Lagerge häusen gelagert sind, wobei die Lagergehäuse sich zwischen dem Rahmenun terteil (5) und dem Rahmenobergurt (6) erstrecken und die Walzen (3,4) mittels der auf dem Rahmenunterteil (5) und der Entnahmeöffnung gleitend bewegba ren Lagergehäusen entnehmbar sind. |
Walzenpressen werden für Brikettierungs-, Zerkleinerungs-und Kompaktierungspro- zesse in Aufbereitungsanlagen eingesetzt. Über einen Zuführschacht werden Granu- late zwischen zwei Walzen gefüllt. Die Walzen pressen das Granulat zusammen, zer- kleinern es oder kompaktieren es. Walzenpressen ändern somit den Granulatzustand des Ausgangsmaterials, es werden beispielsweise Briketts geformt oder feine Stäube produziert. Dabei unterliegen die Walzen einem bedeutenden Verschleiß und müssen in bestimmten Abständen gewartet oder gewechselt werden. Solche Austausch-und Wartungsarbeiten, aber auch damit einhergehende Kontrollen ziehen Stillstandszeiten der Walzenpresse sowie der zugehörigen gesamten Aufbereitungsanlage nach sich.
In Bezug auf die Verfügbarkeit einer Aufbereitungsanlage stellt sich die Aufgabe, die Stillstandszeiten für Walzenpressen zu minimieren, da bei der Brikettierung, Zerklei- nerung und Kompaktierung die Stillstandszeiten der Anlage im Wesentlichen durch den Austausch verschlissener Werkzeuge, d. h. Bandagen, Segmente etc., bestimmt werden. Für den Werkzeugwechsel müssen die Walzen, auf denen die Werkzeuge angeordnet sind, aus der Maschine ausgebaut werden. Für Prozesse, in denen eine Walzenpresse in einer Schlüsselposition betrieben wird, können deshalb hohe Aus- fallkosten durch die Stillstandszeiten beim Walzenwechsel entstehen. Gerade beim Betrieb mehrerer Maschinen in einem Prozess, beispielsweise bei der Heißbrikettie- rung, nehmen Wartungsarbeiten einen großen Zeitaufwand in Anspruch.
Um bei einer Walzenpresse eine Wartung oder Wechsel der Walzen auszuführen, sind unterschiedliche Öffnungsmechanismen bekannt. Hierbei werden sowohl Klapp- rahmen verwendet, welche einen schnellen Walzenwechsel zulassen, aber auch Rahmen, die für einen Walzenwechsel teilweise demontiert werden müssen. Bei der Auswahl eines geeigneten Maschinenrahmens für eine Walzenpresse müssen unter- schiedliche Aspekte, von der Nutzung der Walzenpresse bis hin zum Aufstellungsort, berücksichtigt werden.
Bei der Auswahl eines Klapprahmens, der den Walzenwechsel nur zu einer Seite der Maschine zulässt, wird nur eine kleine Grundfläche für die Aufstellung der Anlage be- nötigt, da hierbei nur eine Seitenklappe aufgeklappt werden muss. Dabei kann diese Seitenklappe neben einem Kopfstück des Rahmens auch einen Teil des Rahmen- obergurts umfassen, der fest mit dem Kopfstück verbundenen ist und beim Heraus- ziehen der Walzen als Anschlag dient. Um jedoch die hintere Walze des Walzenpaa- res auswechseln oder warten zu können, muss bei einem solchen einseitigen Klapp- rahmen in jedem Fall auch die vordere Walze ausgebaut werden, was für den Fall des alleinigen Wechsels bzw. Kontrolle der hinteren Walze hinderlich ist. Von Vorteil ist jedoch, dass bei einem einseitigen Klapprahmen beide Walzen von einem De- ckenkran gehoben und abtransportiert werden können, ohne dass der Zuführschacht der Walzenpresse abgebaut werden muss. (siehe Fig. 4) Bei einem Klapprahmen, der den Walzenwechsel zu beiden Seiten der Maschine zu- lässt, wird eine größere Grundfläche für die Anlage benötigt, da beide Seitenberei- che, d. h. Kopfstücke, des Rahmens aufgeklappt werden müssen. Ein solcher zweisei- tiger Klapprahmen ermöglicht die bequeme, voneinander unabhängige Entnahme beider Walzen des Walzenpaares. Auch die Materialführungswände und die Zungen des Zuteilers brauchen nicht demontiert werden. Jedoch wird zum Abheben der Wal- zen auf beiden Seiten der Walzenpresse ein Deckenkran benötigt, da der Zuteiler und der Bunker über der Walzenpresse den Zugriff eines einzigen Deckenkrans auf beide Seiten des Klapprahmens verhindern. (siehe Fig. 5) Walzenrahmen, die nicht aufgeklappt werden können, sondern bei denen der obere Bereich der Maschine demontiert werden muss, weisen einen im Vergleich zu Klapp- rahmen deutlich erhöhten Montageaufwand auf. Zum Auswechseln der Walzen muss die Zuteileinheit abgebaut und über aufwändige Verschiebemechanismen entfernt werden. Neben der Arbeitsintensität ist bei solchen Rahmen auch der Zeitaufwand für den Wechsel oder Wartung der Walzen gegenüber Klapprahmen deutlich erhöht.
Es stellt sich daher für die vorliegende Erfindung die Aufgabe, einen Rahmen für Walzenpressen bereitzustellen, der die Nachteile der bisher im Stand der Technik bekannten Klapprahmen vermeidet und geringe Stillstandszeiten beim Walzenwech- sel ermöglicht.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass der der Seitenklappe zu- geordnete Teil des Rahmenobergurts mittels eines an dem zugehörigen Kopfstück angeordneten Gelenks relativ zum Kopfstück schwenkbar angeordnet ist.
Diese erfindungsgemäße Ausgestaltung der Walzenpresse ermöglicht durch eine vergrößerte Entnahmeöffnung des Klapprahmens eine einfache und bequeme Ent- nahme oder Wartung der Walzen. Der Einsatz dieses Klapprahmens realisiert so eine schnelle Walzendemontage bei einer einfachen Logistik und minimalem Demontage- aufwand an der Gesamtanlage. Besonders vorteilhaft sind diese erfindungsgemäßen Walzenpressen für Anlagen, in denen mehrere Maschinen regelmäßig gewartet oder Walzen regeneriert werden müssen und sich Stillstandszeiten summieren.
Vorteilhafterweise können das aufgeklappte Kopfstück und der aufgeschwenkte Teil des Rahmenobergurts der Seitenklappe eine Verlängerung des Rahmenunterteils bilden und als belastbare Tragabschnitte zur Aufnahme der Walzen ausgestaltet sein.
Dadurch wird ein seitliches Herausfahren beider Walzen auf die bevorzugt ebene Ver- längerung und eine einfache Abnahme der Walzen, z. B. mittels eines Deckenkrans, ermöglicht. So kann auch die hintere Walze des Walzenpaares von den Tragabschnit- ten abgenommen und gegebenenfalls ersetzt werden, während die vordere Walze auf den Tragabschnitten verbleibt. Dabei ragen die belastbaren Tragabschnitte weit über die Grundfläche des geschlossenen Klapprahmens der Walzenpresse hinaus. Da dies jedoch nur beim Stillstand der Anlage der Fall ist, ist sowohl ein mögliches Hin- einragen der Tragabschnitte in einen Fahrweg als auch eine allgemeine Gefährdung als unkritisch anzusehen.
Eine Modifikation sieht vor, dass eine Walze als Loswalze ausgebildet ist und die Loswalze auf der Seite der Seitenklappe im Klapprahmen angeordnet ist. Da der Ver- schleiß der Loswalze statistisch größer als der Verschleiß der Festwalze ist, ermög- licht diese Anordnung einen insgesamt geringstmöglichen Montageaufwand und da- mit verbundene Stillstandszeiten. Eine weitere Ausführungsform sieht vor, dass eine Walze als Loswalze ausgebildet ist und die Loswalze gegenüber der Seite der Seitenklappe im Klapprahmen angeordnet ist. Bei einer solchen Ausgestaltung muss die zum Andrücken der Loswalze in Rich- tung der Festwalze benötigte Andrückvorrichtung bei einem Austausch der Walzen nicht aus dem Klapprahmen herausgezogen werden und kann selbst bei einem Aus- tausch oder einer Wartung der hinteren Walze im Klapprahmen verbleiben.
Zweckmäßigerweise kann der schwenkbare Teil des Rahmenobergurts sich über zwi- schen 25 % und 50 % des Rahmenobergurts erstrecken. Dies ermöglicht eine große Entnahmeöffnung bei nur geringem Überstand der Tragabschnitte gegenüber der Walzenpresse und trotzdem eine ausreichende Zugänglichkeit für die Abnahme der Walzen. Dabei kann der schwenkbare Teil des Rahmenobergurts zusätzlich um die Länge der Andrückeinrichtung vergrößert sein.
Für eine gut abgestimmte Belastungsfähigkeit der Tragabschnitte bei guter Zugäng- lichkeit kann die Länge des schwenkbaren Teils des Rahmenobergurts mindestens der Höhe der seitlich angeordneten Kopfstücke entsprechen.
Eine bevorzugte Variante sieht vor, dass auf dem Rahmenobergurt eine Zuführein- richtung angeordnet ist und der schwenkbare Teil des Rahmenobergurts sich bis zur Zuführeinrichtung erstreckt. Die Ausgestaltung des gesamten Bereichs des Rahmen- obergurts zwischen dem aufgeklappten Kopfstück und der Zuführeinrichtung, übli- cherweise einem Trichter, als schwenkbarer Teil des Rahmenobergurts, ermöglicht eine maximale Entnahmeöffnung.
Eine günstige Ausbildung der erfindungsgemäßen Walzenpresse kann vorsehen, dass Mittel zum seitlichen Verfahren der Walzen vorgesehen sind. Hierdurch wird ein seitliches Herausfahren oder Herausziehen der Walzen aus dem abgedeckten Be- reich des Klapprahmens auf das aufgeklappte Kopfstück oder den aufgeschwenkten Teil des Rahmenobergurts ermöglicht.
Um ein einfaches seitliches Heraus-und Hineinfahren der Walzen zu ermöglichen, kann sich der seitliche Verfahrweg der Walzen bis auf die aufgeklappte Seitenklappe, bzw. den aufgeschwenkten Teil des Rahmenobergurts erstrecken.
Im Folgenden wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand einer Zeichnung näher erläutert. Es zeigen : Fig. 1 eine schematische Darstellung einer erfindungsgemäßen Walzenpresse mit geschlossenem Klapprahmen, Fig. 2 eine schematische Darstellung der Walzenpresse aus Fig. 1 mit geöffnetem Klapprahmen, wobei nur das seitliche Kopfstück aufgeklappt ist, Fig. 3 eine schematische Darstellung der Walzenpresse nach Fig. 1 und 2, bei der das klappbare seitliche Kopfstück und der schwenkbare Teil des Rahmen- obergurts aufgeklappt sind und die Walzen seitlich auf die aufgeklappten Rahmenteile gezogen sind, Fig. 4 eine schematische Darstellung einer Walzenpresse nach dem Stand der Technik mit einem einseitig aufklappbaren Klapprahmen, Fig. 5 eine schematische Darstellung einer Walzenpresse nach dem Stand der Technik mit einem zweiseitig aufklappbaren Klapprahmen.
Fig. 1 zeigt eine schematische Darstellung einer Walzenpresse 1 in einer seitlichen Draufsicht. In dieser Figur, sowie in allen folgenden Figuren, sind dieselben Elemente mit denselben Bezugszeichen versehen. Die Walzenpresse 1 umfasst einen Klapp- rahmen 2 sowie zwei Walzen 3 und 4. Die Walzen 3 und 4 sind während des Betriebs im Inneren des Klapprahmens 2 angeordnet. Der Klapprahmen 2 besteht aus einem Rahmenunterteil 5, einem Rahmenobergurt 6 und zwei seitlich angeordneten Kopfstücken 7 und 8, wobei ein Kopfstück 7 den Rahmenunterteil 5 und den Rah- menobergurt 6 fest miteinander verbindet, während das zweite Kopfstück als eine am Rahmenunterteil 5 aufklappbar angeordnete Seitenklappe ausgebildet ist. Das Rah- menunterteil 5 weist nach unten vorstehende Aufstellungsabschnitte 9, zur Aufstel- lung der Walzenpresse 1 auf einer Umgebungsfläche, auf. Oberhalb der Walzen 3 und 4 sowie oberhalb des Rahmenobergurts 6 des Klapprahmens 2 ist eine trichter- förmige Zuführeinrichtung 10 angeordnet. Die Zuführeinrichtung 10 hat zwei Öffnun- gen, wobei in der oberen Öffnung das zu verarbeitende Granulat eingefüllt wird, wäh- rend es durch die untere Öffnung in einen Spalt zwischen die Walzen 3 und 4 gelangt.
Während des Betriebs ist eine Walze, hier Walze 3, fest in dem Klapprahmen 2 ange- ordnet, während die zweite Walze (Walze 4) beweglich ist und durch eine Andrückein- richtung 11 in Richtung der Festwalze gedrückt wird. Zwischen dem Kopfstück 8 der Seitenklappe und der Zuführeinrichtung 10 erstreckt sich ein mit dem Kopfstück 8 verbundener bewegbarer Teil 12 des Rahmenobergurts 6, so dass die Seitenklappe aus dem Kopfstück 8 und dem bewegbaren Teil 12 besteht. Das Kopfstück 8 der Sei- tenklappe ist mittels eines Gelenks 13 am Rahmenunterteil 5 befestigt und der be- wegbare Teil 12 des Rahmenobergurts 6 ist wiederum mittels eines zweiten Gelenks 14 an dem Kopfstück 8 der Seitenklappe befestigt. Dabei sind die Gelenke 13 und 14 an sich gegenüberliegenden Enden des Kopfstücks 8 angeordnet. Der bewegbare Teil 12 des Rahmenobergurts 6 ist im Bereich der Zuführeinrichtung 10 mittels einer lösbaren Befestigungsvorrichtung 15 an dem nicht bewegbaren Abschnitt des Rah- menobergurts 6 befestigt. Das Rahmenunterteil 5, das feste Kopfstück 7 und der nicht bewegbare Abschnitt des Rahmenobergurts 6 bilden gemeinsam einen stabilen Abschnitt des Klapprahmens 2 in Form eines geöffneten C-Profils. Dabei trägt der feste Abschnitt des Rahmenobergurts 6 die Zuführeinrichtung 10 sowie weitere für die Zuführung von Granulat notwendigen Anlagenteile, beispielsweise, Materialzufüh- rung, Bunker etc.
Fig. 2 zeigt die erfindungsgemäße Walzenpresse 1 mit Klapprahmen 2 aus Fig. 1 in einem teilweise aufgeklappten Zustand. Hierbei ist die Seitenklappe um das Gelenk 13 in Richtung des eingezeichneten Pfeils geschwenkt worden. Das Kopfstück 8 der Seitenklappe stützt sich in dieser aufgeschwenkten Stellung mit einem Stützabschnitt 16 gegenüber der Umgebungsfläche ab, um gemeinsam mit dem Rahmenunterteil 5 eine Ebene zum seitlichen Verfahren der Walzen 3 und 4 auszubilden.
In Fig. 3 ist der Klapprahmen 2 in einer vollständig aufgeschwenkten Stellung gezeigt.
Dazu wurde der bewegbare Teil 12 des Rahmenobergurts 6 bei aufgeklapptem Kopf- stück 8 um das Gelenk 14 in Pfeilrichtung geschwenkt. Das bewegbare Teil 12 stützt sich, ebenso wie das Kopfstück 8 der Seitenklappe, mit einem weiteren Stützab- schnitt 17 auf der Umgebungsfläche ab und bildet zusammen mit dem Kopfstück 8 und dem Rahmenunterteil 5 eine gemeinsame Ebene zum seitlichen Verfahren der Walzen 3 und 4. Die Walzen 3 und 4 sind in dem in Fig. 3 gezeigten Montagezustand auf dem bewegbaren Teil 12 und dem Kopfstück 8 der Seitenklappe platziert.
Im Folgenden wir die Funktionsweise des Klapprahmens 2 näher erläutert : Zur Entnahme der Walzen 3 und 4 aus dem Klapprahmen 2 kann bei einem anste- henden Austausch der Presswalzen oder notwendigen Wartungsarbeiten die Seiten- klappe aus Kopfstück 8 und dem mit ihm verbundenen bewegbaren Teil 12 des Rah- menobergurts 6 geöffnet werden, wozu zunächst die Arretiervorrichtung 15 gelöst werden muss. Nach dem Lösen der Arretiervorrichtung 15 wird das Kopfstück 8 um das Gelenk 13 und der bewegbare Teil 12 um das Gelenk 14 geschwenkt, so dass sich eine große Entnahmeöffnung ausbildet. Das Kopfstück 8 und der bewegbare Teil 12 des Rahmenobergurts 6 stützen sich mit Stützabschnitten 16 und 17 auf einer Aufstellungsfläche ab und bilden gemeinsam mit dem Rahmenunterteil 5 eine Ebene zum seitlichen Verfahren der Walzen 3 und 4 aus. Um an die Walzen 3 und 4 zu ge- langen, muss zunächst die Andrückeinrichtung 11 verschoben oder entfernt werden, beispielsweise durch einen Deckenkran von der Entnahmeöffnung abgehoben wer- den. Anschließend werden je nach Anforderung der Demontage oder Wartung die Loswalze 4 allein oder zusätzlich auch die Festwalze 3 aus ihrer Betriebsposition im Klapprahmen 2 seitlich in den Bereich der Entnahmeöffnung gezogen, mittels einer seitlichen Zugvorrichtung oder einer hydraulischen Verschiebeeinrichtung. Nach dem seitlichen Verfahren der Walzen 3 und 4 sind sie, platziert auf dem bewegbaren Teil 12 des Rahmenobergurts und dem Kopfstück 8 der Seitenklappe, gut zugänglich und mittels eines Deckenkrans oder anderer Hebeeinrichtungen vom Klapprahmen ent- fernbar, wie in Fig. 3 durch die nach oben gerichteten Pfeile angedeutet.
Beim Aufklappen des Kopfstücks 8 und des bewegbaren Teils 12 der Seitenklappe bewegen sich diese Teile in einer zweidimensionalen Form jeweils um eine durch die Gelenke 13 und 14 verlaufende Achse, so dass die Gelenke 13 und 14 als Scharniere wirken. Dabei verlaufen die Achsen durch die Gelenke 13 und 14 im Wesentlichen parallel zueinander.
Fig. 4 zeigt eine im Stand der Technik bekannte Walzenpresse 1 mit einem einseiti- gen einteiligen Klappmechanismus. Zur Verdeutlichung werden nur die gegenüber der oben beschriebenen erfindungsgemäßen Ausgestaltung unterschiedlichen Merk- male beschrieben, wobei für gleiche Elemente dieselben Bezugszeichen verwendet werden. Auch bei diesen herkömmlichen Walzenpressen 1 besteht der Klapprahmen 2 aus einem Rahmenunterteil 5, einem Rahmenobergurt 6, einem seitlichen Kopf- stück 7, die gemeinsam ein nicht bewegliches C-Profil bilden, und einer aufklappba- ren Seitenklappe aus einem zweiten Kopfstück 8. Durch die bei aufgeklappter Seiten- klappe sich ausbildende Entnahmeöffnung des Klapprahmens 2 können die Walzen 3 und 4 einzeln aus dem Klapprahmen entnommen werden. Falls nur die vordere Wai- ze (hier Walze 3) ausgetauscht oder gewartet werden muss, ist dies in einfacher Wei- se möglich, da die vordere Walze auf die Seitenklappe aus dem Klapprahmen 2 hi- nausgezogen werden kann und dort gewartet oder zum Austausch abgehoben wer- den kann. Jedoch muss bei einer Wartung oder einem Austausch der hinteren Walze, in diesem Fall der verschleißanfälligeren Loswalze (Walze 4), zunächst die vordere Walze aus dem Klapprahmen 2 hinausgezogen und von der Seitenklappe abgehoben werden. Erst danach lässt sich die hintere Walze zur Wartung oder zum Austausch in den Bereich der Seitenklappe hinausziehen.
Bei der in Fig. 5 gezeigten Walzenpresse mit einem beidseitig zu öffnenden Klapp- rahmen 2, können die Walzen 3 und 4 unabhängig voneinander zu jeweils einer Seite des Klapprahmens 2 auf jeweils eine, aus den Kopfstücken 8 bestehende, aufge- klappte Seitenklappe hinausgezogen werden, um von dort eine Wartung bzw. einen Austausch zu ermöglichen. Dies erfordert jedoch eine beidseitige Zugänglichkeit zu der Walzenpresse 1 sowie auf beiden Seiten Vorrichtungen zum Abheben der Walzen 3 und 4.
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