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Title:
OPEN-END ROTOR SPINNING DEVICE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2010/099870
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to an open-end rotor spinning device comprising a spinning rotor which, during the spinning process, rotates at a high rotational speed inside a rotor housing, which can be subjected to negative pressure and which can be closed by a covering element. The covering element has a receptacle for positioning a channel plate adapter matched to the spinning rotor, an opening cylinder rotatably supported in an opening cylinder housing, and an at least two-part fiber guide channel having channel sections, the center longitudinal axes of which are arranged at an angle to one another, and of which the channel section on the input side is integrated into a fiber guide channel insert which can be fixed in a bearing hole in the opening cylinder housing, while the channel section on the output side is a constituent part of the respective channel plate adapter. According to the invention, a fiber guide channel insert (30) can be fixed in the bearing hole in the opening cylinder housing (17), of which insert at least one channel portion (28, 28B) runs at an angle of inclination (α, β) with respect to a reference line (29) arranged parallel to the outer wall of the fiber guide channel insert (30), wherein the angle of inclination (α, β) is in each case matched to an associated channel plate adapter (12).

Inventors:
WINZEN, Lothar (Holzweilerstr. 56 a, Erkelenz, 41812, DE)
Application Number:
EP2010/001000
Publication Date:
September 10, 2010
Filing Date:
February 18, 2010
Export Citation:
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Assignee:
OERLIKON TEXTILE GMBH & CO. KG (Leverkuser Straße 65, Remscheid, 42897, DE)
WINZEN, Lothar (Holzweilerstr. 56 a, Erkelenz, 41812, DE)
International Classes:
D01H4/08; D01H4/38; D01H4/00
Attorney, Agent or Firm:
HAMANN, Arndt (Oerlikon Textile GmbH & Co. KG, Landgrafenstraße 45, Mönchengladbach, 41069, DE)
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Claims:
Patentansprüche :

1. Offenend-Rotorspinnvorrichtung mit einem Spinnrotor, der während des Spinnprozesses mit hoher Drehzahl in einem unterdruckbeaufschlagbaren, durch ein Deckelelement verschließbaren Rotorgehäuse umläuft, wobei das Deckelelement eine Aufnahme zur Positionierung eines auf den Spinnrotor abgestimmten Kanalplattenadapters aufweist, einer in einem Auflösewalzengehäuse rotierbar gelagerten Auflösewalze sowie einem wenigstens zweiteiligen Faserleitkanal mit Kanalabschnitten, deren Mittellängsachsen zueinander geneigt angeordnet sind und dessen eingangsseitiger Kanalabschnitt in einen Faserleitkanaleinsatz integriert ist, der in einer Lagerbohrung des Auflösewalzengehäuses festlegbar ist, während der ausgangsseitige Kanalabschnitt Bestandteil des jeweiligen Kanalplattenadapters ist,

dadurch gekennzeichnet,

dass in der Lagerbohrung des Auflösewalzengehäuses (17) ein Faserleitkanaleinsatz (30) festlegbar ist, von dem mindestens ein Kanalabschnittsteil (28, 28B) bezüglich einer zur Außenwandung des Faserleitkanaleinsatzes (30) parallel angeordneten Bezugslinie (29) unter einem Neigungswinkel (α, ß) verläuft, wobei der Neigungswinkel

(α, ß) jeweils auf einen zugehörigen Kanalplattenadapter

(12) abgestimmt ist.

2. Offenend-Rotorspinnvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Faserleitkanaleinsatz (30) einteilig ausgebildet ist.

3. Offenend-Rotorspinnvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Faserleitkanaleinsatz (30) eine konkave gewölbte Dichtfläche (36) besitzt, die mit dem zugehörigen Kanalplattenadapter (12) korrespondiert.

4. Offenend-Rotorspinnvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Faserleitkanaleinsatz (30) als zweiteiliges Bauteil ausgebildet ist, mit einem in der Lagerbohrung des Auflösewalzengehäuses (17) festlegbaren ersten Bauteil (31) , das einen ersten Kanalabschnittsteil (28A) aufweist, sowie einem lösbar am ersten Bauteil (31) festlegbaren zweiten Bauteil (32) , das einen gegenüber dem Kanalabschnittsteil (28A) des ersten Bauteils (31) geneigt angeordneten zweiten Kanalabschnittsteil (28B) aufweist.

5. Offenend-Rotorspinnvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Bauteil (32) über einen Anschlussflansch (33) an das erste Bauteil (31) anschließbar ist.

6. Offenend-Rotorspinnvorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Anschlussflansch (33) eine Nut (34) zur Aufnahme eines Dichtmittels (35) aufweist.

7. Offenend-Rotorspinnvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Bauteil (32) im Ausgangsbereich des Kanalabschnittsteils (28B) eine konkave gewölbte Dichtfläche (36) besitzt, die mit dem zugehörigen Kanalplattenadapter (12) korrespondiert.

Description:
Beschreibung:

Offenend-Rotorspinnvorrichtung

Die Erfindung betrifft eine Offenend-Rotorspinnvorrichtung gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 1.

Wie in der Textilmaschinenindustrie bekannt und in zahlreichen Patentschriften beschrieben, verfügen Offenend-

Rotorspinn-vorrichtungen über einen Spinnrotor, der während des Spinnprozesses mit hoher Drehzahl in einem unterdruckbeaufschlagten Rotorgehäuse umläuft.

Das nach vorne hin an sich offene Rotorgehäuse ist während des Spinnprozesses durch ein Deckelelement luftdicht verschlossen, in das ein auswechselbarer Kanalplattenadapter eingelassen ist. Das Deckelelement verfügt in der Regel außerdem über ein Auflösewalzengehäuse sowie Lagerkonsolen für eine Auflösewalze und einen Faserbandzuführzylinder, und ist über eine Schwenkachse, die orthogonal zu den Rotationsachsen von Auflösewalze und Faserbandzuführzylinder angeordnet ist, begrenzt beweglich mit einem zugehörigen Spinnboxgehäuse verbunden, das beispielsweise die Lagerung und den Antrieb für den Spinnrotor aufweist.

In solchen Offenend-Rotorspinnvorrichtungen werden die von der Auflösewalze aus einem Vorlage-Faserband ausgekämmten Einzelfasern über einen sogenannten Faserleitkanal zum umlaufenden Spinnrotor befördert und von diesem zu einem fortlaufend abziehbaren Faden versponnen.

Die Faserleitkanäle dieser bekannten Offenend- Rotorspinnvorrichtungen sind meistens zweiteilig ausgebildet. Das heißt, in der Regel ist in einer Lagerbohrung des Auflösewalzengehäuses ein Faserleitkanaleinsatz angeordnet, der den eingangsseitigen Kanalabschnitt eines Faserleitkanals aufweist, während der ausgangsseitige Kanalabschnitt des Faserleitkanals innerhalb eines auswechselbaren Kanalplattenadapters angeordnet ist, der, wie vorstehend erwähnt, in einer entsprechenden Aufnahme im Deckelelement festlegbar ist. Während des Betriebes reicht der in der Aufnahme des Deckelelementes lagegenau fixierte, bei Bedarf auswechselbare Kanalplattenadapter, der neben dem ausgangsseitigen Kanalabschnitt des Faserleitkanals auch eine Durchgangsbohrung zum Festlegen einer Fadenabzugsdüse aufweist, mit einem turmartigen Vorsatz in den umlaufenden Spinnrotor.

Im Zusammenhang mit Offenend-Rotorspinnvorrichtungen ist es außerdem seit langem bekannt, dass, um Offenend-Garne von guter Qualität herstellen zu können, gewisse Randbedingungen, beispielsweise bezüglich der gegenseitigen Anordnung und Dimensionierung der Spinnelemente, erfüllt sein müssen. Die Gestaltung und Anordnung des Faserleitkanals, insbesondere der Abstand der Faserleitkanalmündung zur Faserrutschfläche im Spinnrotor sowie die Ausbildung und der Verlauf des lichten Faserleitkanalquerschnitts, haben einen nicht unerheblichen Einfluss auf die erzielbare Garnqualität. Im Interesse optimaler Spinnergebnisse ist es daher vorteilhaft, jedem Spinnrotor, insbesondere entsprechend seinem Durchmesser, einen geeigneten Kanalplattenadapter zuzuordnen. Das bedeutet, in der Praxis findet, wenn zum Beispiel im Zuge eines Garnpartiewechsels ein Austausch der Spinnrotoren vorgenommen wird, oft auch ein Wechsel der Kanalplattenadapter statt.

Durch die DE 198 36 066 Al oder die DE 39 23 060 Al sind beispielsweise Offenend-Spinnvorrichtungen bekannt, die jeweils mit einem zweiteiligen Faserleitkanal ausgestattet sind. Ein in einem Faserleitkanaleinsatz, der in einer Lagerbohrung des Auflösewalzengehäuses festgelegt ist, angeordneter eingangsseitiger Kanalabschnitt und ein im Deckelelement oder in einem Kanalplattenadapter angeordneter ausgangsseitiger Kanalabschnitt eines Faserleitkanals sind dabei so angeordnet, dass die Mittellängslinien der Kanalabschnitte zueinander unter einem vorteilhaften Winkel geneigt angeordnet sind. Eine solche geneigte Anordnung der Kanalabschnitte eines Faserleitkanals hat sich bezüglich des pneumatischen Fasertransportes als vorteilhaft herausgestellt, insbesondere wenn der Winkel zwischen den Mittellängslinien der Kanalabschnitte jeweils exakt auf die vorliegenden Garn- und/oder Spinnparameter abgestimmt ist.

Da bei Kanalplattenadaptern, abhängig von der Größe des Kanalplattenadapters, der Verlauf des ausgangsseitigen Kanalabschnittes des Faserleitkanals oft durch die vorliegenden geometrischen Verhältnisse vorgegeben ist, besteht bei bestimmten Kanalplattenadaptergrößen die Gefahr, dass sich zwischen dem in einem Faserleitkanaleinsatz angeordneten eingangsseitigen Kanalabschnitt und dem in den

Kanalplattenadapter integrierten ausgangsseitigen Kanalabschnitt ein Neigungswinkel einstellt, der spinntechnologisch nachteilig ist .

Es ist daher in der DE 10 2004 017 700 Al bereits vorgeschlagen worden, den innerhalb des Kanalplattenadapters angeordneten, festliegenden, ausgangsseitigen Kanalabschnitt über eine Gelenkkugelverbindung an den eingangsseitigen Kanalabschnitt anzuschließen, der in einem Faserleitkanaleinsatz verläuft, der, wie üblich, in einer Lagerbohrung eines Auflösewalzengehäuses angeordnet ist.

Das Auflösewalzengehäuse ist dabei seinerseits begrenzt beweglich gelagert und kann zum Einstellen eines geeigneten Neigungswinkels zwischen den Kanalabschnitten definiert verstellt werden.

Durch eine solche Konstruktion kann zwar weitestgehend vermieden werden, dass zwischen den Kanalabschnitten eines Faserleitkanals ungünstige Neigungswinkel auftreten, die Konstruktion ist allerdings recht aufwendig und relativ kostenintensiv. Ausgehend vom vorgenannten Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Offenend-Rotorspinnvorrichtung der vorstehend beschriebenen Gattung zu schaffen, mit einem Faserleitkanal, dessen Ausbildung auf einfache Weise eine Optimierung der FaseraufSpeisung auf die Faserrutschfläche eines Spinnrotors ermöglicht.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Offenend- Spinnvorrichtung gelöst, die die im kennzeichnenden Teil des Anspruches 1 beschriebenen Merkmale aufweist.

Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche .

Eine Offenend-Rotorspinnvorrichtung mit einem Faserleitkanaleinsatz, der in einer Lagerbohrung eines Auflösewalzengehäuses festlegbar ist und bei dem mindestens ein Kanalabschnittsteil bezüglich einer zur Außenwandung des Faserleitkanaleinsatzes parallel angeordneten Bezugslinie unter einem Neigungswinkel verläuft, wobei der Neigungswinkel auf den jeweils eingesetzten Kanalplattenadapter abgestimmt ist, hat insbesondere den Vorteil, dass auch nach einem Austausch des Spinnrotors sowie des Kanalplattenadapters, beispielsweise infolge eines Wechsels der Garnpartie, durch die Verwendung eines passenden Faserleitkanaleinsatzes auf einfache und kostengünstige Weise sichergestellt werden kann, dass zwischen den Kanalabschnitten ein geeigneter Neigungswinkel gegeben ist und damit im Bereich des Faserleitkanals optimale Strömungsverhältnisse gegeben sind, wobei gleichzeitig eine optimale Faseraufspeisung auf die Faserrutschfläche des Spinnrotors gewährleistet ist.

Das heißt, nach einem durch das Wechseln des Spinnrotors notwendig gewordenen Austausch des Kanalplattenadapters kann durch den Einbau eines entsprechenden Faserleitkanaleinsatzes problemlos und kostengünstig sichergestellt werden, dass zwischen den Mittellängslinien der Kanalabschnitte des Faserleitkanals stets ein optimaler Neigungswinkel eingestellt ist .

Wie im Anspruch 2 beschrieben, ist in vorteilhafter

Ausführungsform vorgesehen, dass der Faserleitkanaleinsatz einteilig ausgebildet ist.

Die einteilige Bauweise des Faserleitkanaleinsatzes hat insbesondere den Vorteil einer relativ einfachen Herstellung geeigneter Faserleitkanaleinsätze .

Außerdem gestaltet sich die Vorratshaltung von

Faserleitkanaleinsätzen, die sich bezüglich der Neigung ihres

Kanalabschnittes unterscheiden, das heißt, auf verschiedene

Kanalplattenadapter angepasst sind, relativ unkompliziert.

Gemäß Anspruch 3 verfügt der Faserleitkanaleinsatz über eine konkave gewölbte Dichtfläche, die mit einem zugehörigen Kanalplattenadapter korrespondiert. Diese Dichtfläche sorgt dafür, dass zwischen dem Ausgangsbereich des eingangsseitigen Kanalabschnitts und dem Eintrittsbereich des ausgangsseitigen Kanalabschnitts ein pneumatisch sauberer Übergang gegeben ist.

Wie im Anspruch 4 beschrieben, kann der Faserleitkanaleinsatz auch als zweiteiliges Bauteil ausgebildet sein.

In diesem Fall weist ein, wie üblich, in einer Lagerbohrung des Auflösewalzengehäuses festlegbares erstes Bauteil einen ersten Kanalabschnittsteil auf und ein leicht austauschbares an diesem ersten Bauteil festlegbares zweites Bauteil ist mit einem weiteren Kanalabschnittsteil ausgestattet, der gegenüber dem Kanalabschnittsteil des ersten Bauteils geneigt angeordnet ist. Die Neigung des Kanalabschnittsteils des zweiten Bauteils ist dabei jeweils exakt auf einen bestimmten Kanalplattenadapter abgestimmt.

Das bedeutet, bei einem Spinnmittelwechsel mit Kanalplattenadaptertausch kann durch einen entsprechenden Wechsel des zweiten Bauteils des Faserleitkanaleinsatzes auf einfache Weise der Faserleitkanal der Offenend-Spinnvorrichtung auf die neuen Gegebenheiten angepasst werden.

Wie in den Ansprüchen 5 und 6 beschrieben, ist das zweite

Bauteil über einen Anschlussflansch problemlos an das erste

Bauteil anschließbar.

Der Anschlussflansch weist dabei eine Nut zur Aufnahme eines

Dichtmittels auf.

Der Anschlussflansch verhindert, insbesondere in Verbindung mit einem entsprechenden Dichtmittel, vorzugsweise einer O-Dichtung, dass Falschluft in den Faserleitkanal eintreten kann.

Das heißt, durch den Anschlussflansch kann sichergestellt werden, dass innerhalb der Kanalabschnittsteile des

Faserleitkanals eine weitestgehend ungestörte Saugluftströmung ansteht, was für einen gleichmäßigen pneumatischen Transport der durch die Auflösewalze ausgekämmten Einzelfasern unerlässlich ist.

Wie im Anspruch 7 dargelegt, besitzt auch bei einem zweiteiligen Faserleitkanaleinsatz das zweite Bauteil des

Faserleitkanaleinsatzes im Ausgangsbereich des Kanalabschnitts eine konkave gewölbte Dichtfläche.

Wie im Zusammenhang mit einem einteiligen Faserleitkanaleinsatz bereits erläutert, korrespondiert diese Dichtfläche mit einem zugehörigen Kanalplattenadapter und sorgt dafür, dass im Übergangsbereich zwischen den Kanalabschnitten ein sauberer pneumatischer Übergang gegeben ist.

Weitere Einzelheiten der Erfindung sind einem nachfolgend anhand der Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiel entnehmbar. Es zeigt :

Fig. 1 in Seitenansicht eine Offenend-Rotorspinnvorrichtung mit einem in einer Lagerbohrung eines Auflösewalzengehäuses angeordneten Faserleitkanaleinsatz,

Fig. 2 ein Auflösewalzengehäuse mit Faserleitkanaleinsatz in Vorderansicht, teilweise im Schnitt,

Fig. 3 eine erste, zweiteilige Ausführungsform eines Faserleitkanaleinsatzes,

Fig. 4 eine weitere, einteilige Ausführungsform eines Faserleitkanaleinsatzes .

Die in Figur 1 dargestellte Offenend-Rotorspinnvorrichtung trägt insgesamt die Bezugszahl 1.

Solche Offenend-Rotorspinnvorrichtungen verfügen, wie bekannt, über ein Rotorgehäuse 2, in dem die Spinntasse eines Spinnrotors 3, der mit seinem Rotorschaft 4 im Lagerzwickel einer Stützscheibenlagerung 5 abgestützt ist, mit hoher Drehzahl umläuft .

Der Rotorschaft 4 des Spinnrotors 3 wird dabei durch einen maschinenlangen Tangentialriemen 6, der durch eine Andrückrolie 7 angestellt wird, beaufschlagt.

Die axiale Fixierung des Rotorschaftes 4 auf der Stützscheibenlagerung 5 erfolgt vorzugsweise über ein permanentmagnetisches Axiallager 18.

Das nach vorne hin an sich offene Rotorgehäuse 2 ist während des Spinnbetriebes durch ein schwenkbar gelagertes Deckelelement 8, in das eine Dichtung 9 eingelassen ist, verschlossen. Das Rotorgehäuse 2 ist außerdem über eine entsprechende Absaugleitung 10 an eine Unterdruckquelle 11 angeschlossen, die den im Rotorgehäuse 2 notwendigen Spinnunterdruck erzeugt.

Im Deckelelement 8 ist in einer Aufnahme ein

Kanalplattenadapter 12 angeordnet, der die Fadenabzugsdüse 13, den ausgangsseitigen Kanalabschnitt 26 eines Faserleitkanals 14 sowie den Mündungsbereich 27 des Faserleitkanals 14 aufweist. An die Fadenabzugsdüse 13 schließt sich ein Fadenabzugsröhrchen 15 an.

Außerdem ist am Deckelelement 8, das um eine Schwenkachse 16 begrenzt drehbar gelagert ist, ein Auflösewalzengehäuse 17 festgelegt .

Das Deckelelement 8 weist des Weiteren rückseitig angeordnete Lagerkonsolen 19, 20 zur Lagerung einer Auflösewalze 21 beziehungsweise eines Faserbandeinzugszylinders 22 auf. Die Auflösewalze 21 ist dabei entweder einzelmotorisch angetrieben oder wird, wie im Ausführungsbeispiel dargestellt, im Bereich ihres Wirteis 23 durch einen umlaufenden, maschinenlangen Tangentialriemen 24 angetrieben. Auch der Antrieb des Faserbandeinzugszylinders 22 kann einzelmotorisch erfolgen oder es ist eine Schneckengetriebeanordnung vorgesehen, die auf eine maschinenlange Antriebswelle 25 geschaltet ist.

Die im Auflösewalzengehäuse 17 durch die Auflösewalze 21 aus einem (nicht dargestellten) Vorlagefaserband ausgekämmten Einzelfasern werden über den Faserleitkanal 14 auf den mit hoher Drehzahl rotierenden Spinnrotor 3 aufgespeist, zu einem Faden versponnen und anschließend, wie üblich, zu einer Kreuzspule aufgewickelt .

Der Faserleitkanal 14 weist wenigstens zwei Kanalabschnitte 26, 28 auf, wobei der ausgangsseitige Kanalabschnitt 26 in den Kanalplattenadapter 12 integriert ist.

Der eingangsseitige Kanalabschnitt 28 ist Bestandteil eines Faserleitkanaleinsatzes 30, der in einer Lagerbohrung des Auflösewalzengehäuses 17 festlegbar ist.

Gemäß einer ersten, vorteilhaften Ausführungsform, die in den

Figuren 2 und 3 dargestellt ist, ist der Faserleitkanaleinsatz

30 zweiteilig ausgebildet.

Das heißt, der Faserleitkanaleinsatz 30 besteht aus einem ersten

Bauteil 31 mit einem Kanalabschnittsteil 28A sowie einem am ersten Bauteil 31 festlegbaren zweiten Bauteil 32 mit einem

Kanalabschnittsteil 28B.

Das zweite Bauteil 32 weist dabei einen Anschlussflansch 33 mit einer Nut 34 auf, in der ein Dichtmittel, vorzugsweise eine O-

Ringdichtung 35, festgelegt ist.

Wie in Fig. 2 dargestellt, fasst im Montagezustand das zweite Bauteil 32 mit dem Anschlussflansch 33 derart in eine Anschlussöffnung 37 des ersten Bauteils 31, dass die Kanalabschnittsteile 28A und 28B einen pneumatisch durchgängigen, eingangsseitigen Kanalabschnitt 28 bilden. Wie in Fig. 3 dargestellt, verläuft der Kanalabschnittsteil 28A im ersten Bauteil 31 parallel zu einer zur Außenwandung des Bauteils 31 parallel angeordneten Bezugslinie 29, während der Kanalabschnittsteil 28B im zweiten Bauteil 32 bezüglich der zur Außenwandung 29 des Bauteils 32 parallel angeordneten Bezugslinie 29 unter einem Winkel α geneigt angeordnet ist. Der aus den Kanalabschnittsteilen 28A und 28B bestehende eingangsseitige Kanalabschnitt 28 beginnt, wie insbesondere aus Fig. 2 ersichtlich, mit einem kleinen Abstand zur Peripherie der Auflösewalze 21 und endet im Bereich einer Dichtfläche 36, die mit einem zugehörigen Kanalplattenadapter 12 korrespondiert. Das heißt, der im Faserleitkanaleinsatz 30 angeordnete eingangsseitige Kanalabschnitt 28 des Faserleitkanals 14 geht unter Bildung eines vorteilhaften Neigungswinkels in den in den Kanalplattenadapter 12 integrierten ausgangsseitigen Kanalabschnitt 26 des Faserleitkanals 14 über. Eine weitere vorteilhafte Ausbildung eines Faserleitkanaleinsatzes 30 ist in der Fig. 4 dargestellt. Der Faserleitkanaleinsatz 30 ist bei dieser Ausführungsform einteilig ausgebildet, wobei der innerhalb des Faserleitkanaleinsatzes 30 angeordnete eingangsseitige Kanalabschnitt 28 bezüglich der zur Außenwandung des Faserleitkanaleinsatzes 30 parallel angeordneten Bezugslinie 29 unter einem Winkel ß geneigt angeordnet ist.

Auch bei dieser Ausführungsform beginnt der eingangsseitige Kanalabschnitt 28 des Faserleitkanals 14 mit einem kleinen Abstand zur Peripherie der Auflösewalze 21 und endet im Bereich einer Dichtfläche 36, die mit einem zugehörigen Kanalplattenadapter 12 korrespondiert.