WINZEN, Lothar (Holzweilerstr. 56 a, Erkelenz, 41812, DE)
| Patentansprüche : 1. Offenend-Spinnvorrichtung mit einem unterdruckbeaufschlagbaren Rotorgehäuse, in dem während des Spinnbetriebes ein Spinnrotor mit hoher Drehzahl umläuft und das durch ein schwenkbar gelagertes Deckelelement verschließbar ist, das eine Aufnahme für einen auswechselbaren Kanalplattenadapter aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass der Kanalplattenadapter (18) eine bei geschlossenem Deckelelement (7) am Rotorgehäuse (2) anliegende, umlaufende Dichtfläche (31) aufweist und mit rückseitig angeordneten Befestigungselementen (30, 38) ausgestattet ist, die im Einbauzustand des Kanalplattenadapters (18) mit zugehörigen Befestigungsmitteln (21, 41) im Bereich des Deckelelementes (7) korrespondieren. 2. Offenend-Spinnvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungselemente als Ansätze (30) ausgebildet sind, die durch eine am Deckelelement (7) angeordnete Mehrpunktverriegelung (21) beaufschlagbar sind, und ein ordnungsgemäßes Festlegen des Kanalplattenadapters (18) in der Aufnahme (33) des Deckelelements (7) ermöglichen. 3. Offenend-Spinnvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Mehrpunktverriegelung als Dreipunktverriegelung (21) ausgebildet ist. 4. Offenend-Spinnvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Mehrpunktverriegelung (21) einen schwenkbar gelagerten Arretierungsring (22) aufweist, der definiert in einer Kanalplattenadapter-Einlegestellung (I) oder in einer Kanalplattenadapter-Arretierungsstellung (II) positionierbar ist. 5. Offenend-Spinnvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Arretierungsring (22) als ein im Querschnitt u-förmiges Bauteil ausgebildet ist, das einen Befestigungsflansch (24) und einen Spannflansch (25) besitzt. 6. Offenend-Spinnvorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Spannflansch (25) des Arretierungsrings (22) mit Aussparungen (26) ausgestattet ist, durch die der Kanalplattenadapter (18) mit seinen Ansätzen (30) in die Mehrpunktverriegelung einlegbar ist. 7. Offenend-Spinnvorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Arretierungsring (22) durch einen am Deckelelement (7) festlegbaren Fixierring (23) so beweglich justierbar ist, dass der Arretierungsring (22) definiert zwischen der Kanalplattenadapter-Einlegestellung (I) und der Kanalplattenadapter-Arretierungsstellung (II) verstellbar ist. 8. Offenend-Spinnvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Arretierungsring (22) zur manuellen Betätigung der Mehrpunktverriegelung (21) einen Stellknauf (27) aufweist. 9. Offenend-Spinnvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungselemente als Permanentmagneteinsätze (38) ausgebildet sind, die in Bohrungen (40) des Lagerkörpers (34) des Kanalplattenadapters (18) festgelegt sind und die im Einbauzustand des Kanalplattenadapters (18) mit Permanentmagneteinsätzen (41) korrespondieren, die in Bohrungen (39) in der Aufnahme (33) des Deckelelementes (7) angeordnet sind. 10. Offenend-Spinnvorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Kanalplattenadapter (18) wenigstens zwei Permanentmagneteinsätze (38) aufweist. 11. Offenend-Spinnvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungselemente (30, 38) des Kanalplattenadapters (18) während des Spinnbetriebes durch die Vorderseite (32) des Kanalplattenadapters (18) abgedeckt sind. 12. Offenend-Spinnvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die während des Spinnbetriebes am Rotorgehäuse (2) anliegende Dichtfläche (31) des Kanalplattenadapters (18) einen Durchmesser (D) aufweist, der um das Maß (a) über die Außenkontur des Deckelelementes (7) hinausreicht. 13. Offenend-Spinnvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die im Einbauzustand des Kanalplattenadapters (18) zum Spinnrotor (3) weisende Vorderseite (32) des Kanalplattenadapters (18) aus der Dichtfläche (31) , einer Übergangsfläche (35) sowie einem turmartigen Vorsatz (36) besteht. |
Offenend-Spinnvorrichtung
Die Erfindung betrifft eine Offenend-Spinnvorrichtung gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 1.
Derartige Offenend-Spinnvorrichtungen sind in der Textilindustrie weit verbreitet und in zahlreichen Ausführungsformen bekannt, wobei die verschiedenen Ausführungsformen in der Patentliteratur zum Teil ausführlich beschrieben sind.
Die DE 43 34 485 Al beschreibt beispielsweise eine Offenend- Spinnvorrichtung mit einem schwenkbar gelagerten Deckelelement, das eine Ringnut zum Einlegen eines Lippendichtelementes und eine in Richtung des Rotorgehäuses offene Aufnahme mit konischen Anlageflächen für einen Kanalplattenadapter aufweist. Bei geschlossener Offenend-Spinnvorrichtung liegt das Deckelelement mit dem Lippendichtelement am Rotorgehäuse an und dichtet dieses nach vorne ab.
In einer Aufnahme des Deckelementes ist, mittels Schraubenbolzen, die entsprechende Durchgangsbohrungen im Deckelelement durchgreifen, der Kanalplattenadapter auswechselbar festlegbar.
Zur winkelgenauen Ausrichtung des Kanalplattenadapters innerhalb der Aufnahme ist ein Zylinderstift vorgesehen, der in eine Bohrung des Deckelelementes eingelassen ist und mit einer entsprechenden Passbohrung auf der Rückseite des Kanalplattenadapters korrespondiert .
Nachteilig bei dieser bekannten Offenend-Spinnvorrichtung ist vor allem die etwas umständliche Art der Befestigung des Kanalplattenadapters . Das heißt, bei einem Partiewechsel, bei dem zum Beispiel alle Spinnrotoren einer Offenend-Rotorspinnmaschine und damit auch alle Kanalplattenadapter ausgewechselt werden, müssen stets an jeder der zahlreichen Arbeitstellen der Textilmaschine zunächst umständlich die beiden Schraubenbolzen herausgedreht werden, was relativ zeitaufwendig ist.
Es sind daher in der Vergangenheit bereits Versuche unternommen worden, diese etwas umständliche und zeitraubende Befestigungsmethode eines Kanalplattenadapters durch den Einsatz eines federkraftbeaufschlagten Arretierungsmittels, das den Kanalplattenadapter in der Aufnahme leicht lösbar fixiert, zu ersetzen.
Auch die in der DE 195 24 837 B4 beschriebene Offenend- Spinnvorrichtung verfügt über ein schwenkbar gelagertes Deckelelement zum Verschließen des Rotorgehäuses während des Spinnbetriebes, wobei das Deckelelement neben dem bekannten Lippendichtelement auch eine Aufnahme für einen Kanalplattenadapter aufweist.
Der Kanalplattenadapter ist in dieser Aufnahme mittels einer Stabfeder so arretiert, dass der Kanalplattenadapter bei Bedarf durch Zurückbiegen der Stabfeder schnell und problemlos ausgebaut werden kann.
Das heißt, die am Deckelelement befestigte Stabfeder fasst zur Arretierung des Kanalplattenadapters in eine Tangentialnut, die in die konische Anlagefläche des Lagerkörpers des Kanalplattenadapters eingearbeitet ist.
In der Praxis hat sich jedoch gezeigt, dass eine solche Befestigungsmethode nur bedingt geeignet ist, einen im Bedarfsfall leicht lösbaren, während des Spinnbetriebes aber ordnungsgemäßen Sitz des Kanalplattenadapters zu gewährleisten. Die außermittige Krafteinleitung des Arretierungsmittels kann beispielsweise zu einem Verkanten des konischen Lagerkörpers des Kanalplattenadapters in der Aufnahme des Deckelelements führen, mit der Folge, dass an der betreffenden Offenend- Spinnvorrichtung Probleme mit einströmender Falschluft auftreten, was insbesondere zu einer starken Verschmutzung des betreffenden Deckelelementes führt.
Durch die DE 196 17 527 Al, die DE 197 29 192 Al oder die DE 198 36 073 Al sind des Weiteren Offenend-Spinnvorrichtungen bekannt, bei denen beim Festlegen des Kanalplattenadapters in einer entsprechenden Aufnahme eines Deckelelementes vermieden wird, dass das zugehörige Befestigungsmittel einseitig angreift.
Die DE 196 17 527 Al betrifft beispielsweise eine Offenend- Spinnvorrichtung, bei der der Kanalplattenadapter im Einbauzustand sowohl kraft- als auch formschlüssig in einer Aufnahme des Deckelelements festgelegt ist.
Als kraftschlüssige Befestigungseinrichtung ist in diesem Fall eine Magnetkupplung vorgesehen, während der Formschluss über eine zentrisch angeordnete Gewindeverbindung erfolgt.
In der DE 198 36 073 Al ist eine vergleichbare Offenend-
Spinnvorrichtung beschrieben. Der Kanalplattenadapter ist hier aber rein magnetisch in der zugehörigen Aufnahme des
Deckelelements festgelegt und kann im Bedarfsfall mittels eines speziellen mechanischen Stempels aus der Aufnahme gedrückt werden.
Obwohl die beiden vorstehend beschriebenen Offenend-
Spinnvorrichtungen in ihrer Herstellung relativ aufwendig sind, konnte auch mit diesen Einrichtungen das Problem einströmender
Falschluft nicht zufriedenstellend gelöst werden. Derartige Offenend-Spinnvorrichtungen haben deshalb keinen Eingang in die Praxis gefunden.
Eine in der Praxis weit verbreitete Offenend-Spinnvorrichtung ist in der DE 197 29 192 Al beschrieben.
Auch bei diesen bekannten Offenend-Spinnvorrichtungen ist das während des Spinnbetriebs unterdruckbeaufschlagte Rotorgehäuse durch ein schwenkbar gelagertes Deckelelement verschlossen, das über ein in einer Ringnut angeordnetes Lippendichtelement und eine in Richtung des Rotorgehäuses offene Aufnahme für einen Kanalplattenadapter verfügt.
Der zugehörige Kanalplattenadapter weist auf seiner Rückseite einen zentrischen Fortsatz auf, der mit nach außen ragenden Widerlagern für ein Befestigungsmittel ausgestattet ist. Im Einbauzustand der Kanalplattenadapter durchdringt der rückseitige Fortsatz eine entsprechende Bohrung in der Aufnahme des Deckelelements und wird durch ein am Deckelelement angeordnetes Befestigungsmittel so beaufschlagt, dass der konisch ausgebildete Lagerkörper des Kanalplattenadapters gleichmäßig oder nahezu gleichmäßig in die Aufnahme des Deckelelementes gezogen wird, deren Lagerflächen entsprechend konisch ausgebildet sind.
Die in der DE 197 29 192 Al beschriebenen Offenend- Spinnvorrichtungen sind zwar, wie vorstehend angedeutet, relativ weit verbreitet, weisen aber ebenfalls den Nachteil auf, dass nicht immer eine ausreichende Abdichtung zwischen dem Kanalplattenadapter und der zugehörigen Aufnahme im Deckelelement gewährleistet werden kann, mit der Folge, dass durch die Bohrung für den rückseitigen Fortsatz des Kanalplattenadapters Falschluft eintreten kann.
Das heißt, auch bei diesen bekannten Offenend-Spinnvorrichtungen sind Verschmutzungen im Bereich der Deckelelemente nicht immer zuverlässig zu vermeiden. Schließlich sind durch die DE 10 2006 060 500 Al Offenend-
Spinnvorrichtungen bekannt, bei denen das mit einem
Lippendichtelement ausgestattete Deckelelement mit einer zentralen Lageröffnung für einen Kanalplattenadapter ausgestattet ist.
Die Lageröffnung im Deckelelement ist dabei so ausgebildet, dass der Kanalplattenadapter von außen eingebaut werden kann.
Das heißt, der Kanalplattenadapter kann auch bei geschlossener
Spinnvorrichtung in die Lagerbohrung eingelegt und dort durch ein spezielles Verriegelungselement fixiert werden.
Dieses spezielle Verriegelungselement ist um eine horizontale
Achse begrenzt schwenkbar gelagert und korrespondiert mit zwei seitlich am Kanalplattenadapter angeordneten Ansätzen.
Wie bei den vorstehend beschriebenen Offenend-Spinnvorrichtungen ist auch bei dieser bekannten Spinnvorrichtung das Auftreten von
Falschluftströmen kaum zu verhindern.
Ausgehend vom vorgenannten Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine kostengünstige Offenend- Spinnvorrichtung zu entwickeln, bei der ein Kanalplattenadapter nicht nur zuverlässig und bei Bedarf leicht auswechselbar in einer Aufnahme des Deckelelements festlegbar ist, sondern bei der auch sichergestellt ist, dass es bei geschlossenem Deckelelement nicht zum Entstehen von Falschluftströmungen und den damit verbundenen Verschmutzungen im Bereich des Deckelelementes kommen kann.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Vorrichtung gelöst, wie sie im Anspruch 1 beschrieben ist.
Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche . Ein Kanalplattenadapter, der eine bei geschlossenem Deckelelement am Rotorgehäuse anliegende, umlaufende Dichtfläche aufweist und mit rückseitig angeordneten Befestigungsansätzen ausgestattet ist, die im Einbauzustand des Kanalplattenadapters mit zugehörigen Befestigungsmitteln im Bereich der Aufnahme des Deckelelements korrespondieren, hat nicht nur den Vorteil, dass der Kanalplattenadapter aufgrund der gleichmäßig eingeleiteten Andruckkraft exakt in der Aufnahme des Deckelelementes fixierbar ist, sondern die umlaufende Dichtfläche des Kanalplattenadapters gewährleistet auch, dass aus dem Rotorgehäuse kein Unterdruck in den Bereich hinter den Kanalplattenadapter gelangen kann. Das heißt, durch die am Rotorgehäuse anliegende, umlaufende Dichtfläche wird das Entstehen schädlicher Falschluftströme und damit das Entstehen übermäßiger Verschmutzungen im Bereich des Deckelelementes zuverlässig verhindert.
In einer vorteilhaften, im Anspruch 2 beschriebenen Ausführungsform, sind die Befestigungselemente des Kanalplattenadapters als Ansätze ausgebildet, die durch eine am Deckelelement angeordnete Mehrpunktverriegelung beaufschlagbar sind.
Eine solche Mehrpunktverriegelung ermöglicht ein sicheres, formschlüssiges Festlegen des Kanalplattenadapters in der Aufnahme des Deckelelements.
Eine solche Mehrpunktverriegelung ist insbesondere dann sehr vorteilhaft, wenn sie, wie im Anspruch 3 beschrieben, als Dreipunktverriegelung ausgebildet ist.
Durch den Einsatz einer solchen Dreipunktverriegelung ist nicht nur sichergestellt, dass der Kanalplattenadapter im Bedarfsfall problemlos und schnell ein- und/oder ausgewechselt werden kann, sondern auch gewährleistet, dass der Lagerkörper des Kanalplattenadapters auf seiner gesamten Anlagefläche mit einem nahezu gleichmäßigen Anlagedruck an den Lagerflächen der Aufnahme des Deckelelementes anliegt.
Wie in den ünteransprüchen 4-8 beschrieben, ist in vorteilhafter Ausführungsform vorgesehen, dass die Mehrpunktverriegelung einen am Deckelelement begrenzt drehbar gelagerten Arretierungsring aufweist, der definiert in einer Kanalplattenadapter- Einlegestellung oder in einer Kanalplattenadapter- Arretierungsstellung positionierbar ist.
Der Arretierungsring ist als ein im Querschnitt u-förmiges Bauteil ausgebildet, das einen im Einbauzustand hinten liegenden Befestigungsflansch und einen vorne angeordneten Spannflansch aufweist .
Mittels eines am Deckelelement festlegbaren Fixierringes ist der Befestigungsflansch des Arretierungsrings dabei so beweglich justierbar, dass der Arretierungsring einerseits sicher in einer eingestellten Arbeitsstellung positioniert bleibt anderseits aber auch problemlos zwischen einer Kanalplattenadapter- Aufnahmestellung, die das Einlegen oder die Entnahme eines Kanalplattenadapters ermöglicht, und einer Kanalplattenadapter- Arretierungsstellung, in der ein eingelegter Kanalplattenadapter vorschriftsmäßig und sicher in der Aufnahme des Deckelelementes festgelegt ist, verstellt werden kann.
Zum Entnehmen eines Kanalplattenadapters aus der Aufnahme des Deckelelementes kann der Arretierungsring der Mehrpunktverriegelung durch einen am Arretierungsring angeordneten Stellknauf beispielsweise in der sogenannten Kanalplattenadapter-Aufnahmestellung positioniert werden, in der die in den Spannflansch eingearbeiteten Aussparungen genau oberhalb der Ansätze eines in der Aufnahme befindlichen Kanalplattenadapters positioniert sind.
Der Kanalplattenadapter kann in dieser Arbeitsstellung des Arretierungsringes problemlos nach oben entnommen werden. Ebenso problemlos kann in dieser Arbeitsstellung des Arretierungsringes auch ein neuer Kanalplattenadapter in die Aufnahme des Deckelelementes eingelegt werden.
Der Kanalplattenadapter wird in einem solchen Fall mit seinen Ansätzen durch die Aussparungen des Arretierungsringes in die Mehrpunktverriegelung eingelegt. Anschließend wird durch Drehen des Arretierungsringes in die Kanalplattenadapter- Arretierungsstellung der Kanalplattenadapter zuverlässig in der Aufnahme des Deckelelementes fixiert.
Das heißt, die Fixierung des Kanalplattenadapters erfolgt über den mit Aussparungen ausgestatteten Spannflansch des Arretierungsringes, der in der Kanalplattenadapter- Arretierungsstellung der Mehrpunktverriegelung die rückseitig angeordneten Ansätze am Kanalplattenadapter übergreift.
Insgesamt stellt die beschriebene Mehrpunktverriegelung eine im Bedarfsfall problemlos und schnell lösbare, während des Betriebes sehr sichere Arretierungseinrichtung für einen Kanalplattenadapter dar.
Wie in den Ansprüchen 9 und 10 des Weiteren beschrieben, kann der Kanalplattenadapter in der Aufnahme des Deckelelementes jedoch auch kraftschlüssig festgelegt werden.
In einem solchen Fall sind die Befestigungselemente des
Kanalplattenadapters vorzugsweise als Permanentmagneteinsätze ausgebildet, die in Bohrungen des Lagerkörpers des
Kanalplattenadapters festgelegt sind.
Diese Permanentmagneteinsätze korrespondieren im Einbauzustand des Kanalplattenadapters mit zugehörigen
Permanentmagneteinsätzen, die in entsprechende Bohrungen in der
Aufnahme des Deckelelementes eingelassen sind.
In vorteilhafter Ausführungsform weist jeder Kanalplattenadapter wenigstens zwei solcher Permanentmagneteinsätze auf. Die in den Kanalplattenadaptern und den Deckelelementen festgelegten Permanentmagneteinsätze, die magnetisch so ausgerichtet sind, dass sich jeweils gegensinnige Pole gegenüberstehen, stellen sicher, dass der Kanalplattenadapter stets mit einer ausreichend hohen Zugkraft in der Aufnahme des Deckelelementes fixiert ist.
Wie im Anspruch 11 beschrieben, ist in vorteilhafter Ausführungsform außerdem vorgesehen, dass die Befestigungselemente des Kanalplattenadapters während des Spinnbetriebes durch die Vorderseite des Kanalplattenadapters weitestgehend abdeckt sind bzw. geschützt hinter der durch die Dichtfläche begrenzten Vorderseite des Kanalplattenadapters liegen.
Auf diese Weise wird zuverlässig vermieden, dass die Befestigungselemente des Kanalplattenadapters während des Spinnbetriebes durch Faserflug oder dergleichen verschmutzt werden können.
Gemäß Anspruch 12 weist die während des Spinnbetriebes am Rotorgehäuse anliegende Dichtfläche des Kanalplattenadapters einen Durchmesser auf, der etwas über die Kontur des Deckelelementes hinausreicht.
Das bedeutet, im Bedarfsfall kann der Kanalplattenadapter problemlos am überstehenden Rand der Dichtfläche ergriffen und zum Lösen der Befestigungselemente und/oder zum Entnehmen des Kanalplattenadapters aus der Aufnahme des Deckelelementes genommen werden.
Wie im Anspruch 13 dargelegt, weist die im Einbauzustand des Kanalplattenadapters zum Spinnrotor weisende Vorderseite des Kanalplattenadapters vorzugsweise eine Dichtfläche, eine Übergangsfläche sowie einen turmartigen Vorsatz auf. Das heißt, der Kanalplattenadapter verfügt über eine pneumatisch günstige Vorderfläche, die sicherstellt, dass es weder zum Eintreten unerwünschter Falschluftströmungen noch zum Entstehen schädlicher Luftverwirbelungen innerhalb des Rotorgehäuses kommen kann .
Weitere Einzelheiten der Erfindung sind einem nachfolgend anhand der Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiel entnehmbar.
Es zeigen:
Fig. 1 in Seitenansicht eine Offenend-Spinnvorrichtung, mit einem in einer Aufnahme eines Deckelelementes angeordneten Kanalplattenadapter, wobei der Kanalplattenadapter eine umlaufende Dichtfläche aufweist, mit der er während des Spinnbetriebes am Rotorgehäuse der Offenend-Spinnvorrichtung anliegt,
Fig. 2 eine erste Befestigungsart für einen in Fig.l dargestellten Kanalplattenadapter,
Fig. 3 eine Draufsicht auf den Arretierungsring der in Fig.2 dargestellten DreipunktVerriegelung,
Fig. 4 eine Draufsicht auf den Fixierring der DreipunktVerriegelung,
Fig. 5 einen Kanalplattenadapter mit als Ansätzen ausgebildeten Befestigungselementen, in Rückansicht,
Fig. 6 eine Dreipunktverriegelung in der Kanalplattenadapter- Einlegesteilung, Fig. 7 eine Dreipunktverriegelung in der Kanalplattenadapter- ArretierungsStellung,
Fig. 8 die weitere Befestigungsart für einen in Fig.l dargestellten Kanalplattenadapter,
Fig. 9 einen Kanalplattenadapter mit als
Permanentmagneteinsätzen ausgebildeten Befestigungselementen, in Rückansicht.
Die in Fig. 1 dargestellte Offenend-Spinnvorrichtung 1 einer Rotorspinnmaschine weist ein Rotorgehäuse 2 auf, in dem während des Spinnbetriebes die Rotortasse eines Spinnrotors 3 mit hoher Drehzahl umläuft.
Im dargestellten Ausführungsbeispiel wird der Spinnrotor 3, der mit seinem Rotorschaft in einer Stützscheibenlagerung 4 abgestützt und in axialer Richtung durch ein rotorendseitig angeordnetes Axiallager 17 positioniert ist, durch einen maschinenlangen Tangentialriemen 5 angetrieben.
Das nach vorne hin an sich offene Rotorgehäuse 2 ist während des Spinnbetriebes durch einen Kanalplattenadapter 18 abgedichtet, der in einer speziellen Aufnahme 33 in einem Deckelelement 7 angeordnet ist, das um eine Schwenkachse 16 schwenkbar gelagert ist. Das Rotorgehäuse 2 ist über eine Pneumatikleitung 6 an eine (nicht dargestellte) Unterdruckquelle angeschlossen, die den während des Spinnprozesses notwendigen Unterdrück bereitstellt. Das Deckelelement 7 ist außerdem mit einer Faserband- Auflöseeinrichtung 8 ausgestattet, die im Wesentlichen aus einer in einem Auflösewalzengehäuse 14 rotierbar gelagerten Auflösewalze 9 sowie einem schematisch dargestellten Faserbandeinzugszylinder 10 besteht. Die Auflösewalze 9 ist beispielsweise durch einen Tangentialriemen 12 angetrieben, während der Antrieb des Faserbandeinzugszylinders 10 entweder über eine maschinenlange Antriebswelle oder über einen elektrischen Einzelantrieb 15 erfolgt .
Die Arbeitsöffnung des Auflösewalzengehäuses 14, in der die Auflösewalze 9 rotiert, ist, wie üblich, über einen Faserleitkanal 11 pneumatisch durchgängig mit dem Rotorgehäuse 2 verbunden.
Das heißt, die von der Auflösewalze 9 aus einem (nicht dargestellten) Vorlagefaserband ausgekämmten Einzelfasern können während des Spinnbetriebes über den Faserleitkanal 11 pneumatisch auf die sogenannte Faserrutschfläche des Spinnrotors 3 aufgespeist werden.
Wie vorstehend bereits angedeutet, weist das Deckelelement 7 eine Aufnahme 33 zum Festlegen eines Kanalplattenadapters 18 auf.
Die Mittelachse 42 dieser vorzugsweise als zylindrische
Aussparung ausgebildeten und zum Rotorgehäuse 2 hin offenen
Aufnahme 33 liegt bei geschlossenem Deckelelement 7 auf Höhe des
Spinnrotors 3.
In die Aufnahme 33 ist mit seinem Lagerkörper 34 ein
Kanalplattenadapter 18 einsetzbar, der bei Bedarf leicht auswechselbar ist.
Der Kanalplattenadapter 18 ist dabei mit seinem vorzugsweise zylindrischen Lagerkörper 34 in der Aufnahme 33 winkelgenau positionierbar und mittels der beispielsweise in den Figuren 2 und 8 dargestellten Befestigungselementen 30, 21 bzw. 38, 41 sicher festlegbar.
Die Befestigungselemente 30, 21 bzw. 38, 41, die entweder formschlüssig oder kraftschlüssig arbeiten, werden nachfolgend anhand der Figuren 2 - 9 näher erläutert.
Der Kanalplattenadapter 18 selbst verfügt, wie üblich, über eine zentrale Durchgangsbohrung 13 für eine Fadenabzugsdüse 19, wobei sich in Fadenabzugsrichtung an die Fadenabzugsdüse 19 ein
Fadenabzugsröhrchen 20 anschließt.
Außerdem weist ein solcher Kanalplattenadapter 18 den ausgangsseitigen Kanalabschnitt 37 des Faserleitkanals 11 auf.
Die Vorderseite 32 des erfindungsgemäßen Kanalplattenadapters 18 besteht aus einer umlaufenden, während des Spinnbetriebes am
Rotorgehäuse 2 der Offenend-Spinnvorrichtung 1 anliegenden
Dichtfläche 31, einer Übergangsfläche 35 sowie einem turmartigen, während des Spinnbetriebes wenigstens teilweise innerhalb des Spinnrotors 3 positionierten Vorsatz 36.
Der Durchmesser D der Dichtfläche 31 ist dabei so gewählt, dass der Kanalplattenadapter 18 die Außenkontur des Deckelelementes 7 um das Maß a überragt .
Das bedeutet, bei einem Wechsel eines Kanalplattenadapters 18, insbesondere bei der Entnahme eines Kanalplattenadapters, kann dieser an dem um das Maß a überstehenden Rand problemlos ergriffen und aus der Aufnahme 33 des Deckelelementes 7 genommen werden.
In Fig.2 ist eine erste Befestigungsart für einen derartigen
Kanalplattenadapter 18 dargestellt, wobei der
Kanalplattenadapter 18 mittels Formschluss in der Aufnahme 33 des Deckelelementes 7 festgelegt ist.
Das heißt, der Kanalplattenadapter 18 wird mittels einer
Mehrpunktverriegelung, die im Ausführungsbeispiel als
Dreipunktverriegelung 21 ausgebildet ist, in der Aufnahme 33 des
Deckelelementes 7 fixiert.
Die in Fig.2 dargestellte Dreipunktverriegelung 21 besteht im
Wesentlichen aus einem u-förmigen Arretierungsring 22 sowie einem am Deckelelement 7 festlegbaren Fixierring 23.
Der Arretierungsring 22 weist einen im Einbauzustand hinten angeordneten Befestigungsflansch 24 sowie einen vorne angeordneten, etwas schmaleren Spannflansch 25 auf, der mit Aussparungen 26 ausgestattet ist.
Wie insbesondere aus den Figuren 2 und 3 weiter ersichtlich, verfügt der Arretierungsring 22 außerdem über einen manuell betätigbaren Stellknauf 27.
Der Fixierring 23, der, wie aus Fig.4 ersichtlich, Bohrungen 28 für Schraubenbolzen 29 oder dgl . aufweist, überfasst im Einbauzustand teilweise den Befestigungsflansch 24 des Arretierungsringes 22 und presst den Arretierungsring 22 dabei so gegen das Deckelelement 7, dass der Arretierungsring 22 in seiner jeweils eingestellten Arbeitsstellung sicher positioniert bleibt.
Der Arretierungsring 22 kann bei Bedarf mittels des Stellknaufes 27 jedoch jederzeit manuell verstellt werden.
Das heißt, der Arretierungsring 22 kann wahlweise entweder in die in Fig. 6 dargestellte Kanalplattenadapter-Aufnahmestellung I oder in die in Fig.7 dargestellte Kanalplattenadapter- Arretierungsstellung II geschwenkt werden.
Wie aus Fig.5 ersichtlich, die einen Kanalplattenadapter 18 in Rückansicht zeigt, ist der Kanalplattenadapter 18 mit rückseitigen Befestigungselementen in Form von Ansätzen 30 ausgestattet, die im Montagezustand mit dem Spannflansch 25 des Arretierungsringes 22 korrespondieren. Das bedeutet, wenn der Arretierungsring 22 der Dreipunktverriegelung 21 in der in Fig.6 dargestellten Kanalplattenadapter-Aufnahmestellung I steht, sind die Aussparungen 26 des Spannringes 25 so positioniert, dass ein Kanalplattenadapter 18 mit seinen Ansätzen 30 problemlos in die Dreipunktverriegelung 21 eingelegt werden kann. Beim anschließenden Schwenken des Arretierungsringes 22 der Dreipunktverriegelung 21 in die in Fig.7 dargestellte Kanalplattenadapter-Arretierungsstellung II überfasst der Spannflansch 25 die Ansätze 30 des Kanalplattenadapters 18 legt dadurch den Kanalplattenadapter 18 sicher in der Aufnahme 33 des Deckelelementes 7 fest .
Wie üblich, weist jeder Kanalplattenadapter 18 außerdem eine
Zentriereinrichtung 50 auf, die gewährleistet, dass der
Kanalplattenadapter 18 im Einbauzustand stets winkelgenau in der
Aufnahme 33 ausgerichtet ist.
Eine solche an sich bekannte Zentriereinrichtung 50 ist in Fig.2 dargestellt .
Die als Ausführungsbeispiel dargestellte Zentriereinrichtung 50 besteht beispielsweise aus einem am Kanalplattenadapter 18 angeordneten Zylinderstift 46 und einer in die Aufnahme 33 des
Deckelelementes 7 eingearbeitete Passbohrung 47.
Der Zylinderstift 46 ist dabei in einer Sacklochbohrung 45, die auf der Rückseite in den Lagerkörper 34 des Kanalplattenadapters
18 angeordnet ist, festgelegt.
Im ordnungsgemäßen Einbauzustand des Kanalplattenadapters 18 fasst der Zylinderstift 46 in die Passbohrung 47, was eine winkelgenaue, ordnungsgemäße Ausrichtung des
Kanalplattenadapters 18 in der Aufnahme 33 sicherstellt.
Die Figuren 8 und 9 zeigen eine weitere, alternative Befestigungsart zum Festlegen eines Kanalplattenadapters 18 in einer Aufnahme 33 eines Deckelelementes 7. Der Kanalplattenadapter 18 ist hier allerdings nicht formschlüssig durch eine Mehrpunktverriegelung festgelegt, sondern kraftschlüssig durch eine Magnetkupplungseinrichtung. Das heißt, in den Lagerkörper 34 des Kanalplattenadapters 18 sind rückseitig Bohrungen 40 eingearbeitet, in denen Permanentmagneteinsätze 38, die eine vorgegebene magnetische Polausrichtung aufweisen, festlegbar sind.
Die Permanentmagneteinsätze 38 korrespondieren im Einbauzustand des Kanalplattenadapters 18 mit Permanentmagneteinsätze 41, die in Bohrungen 39 in der Aufnahme 33 des Deckelelementes 7 festgelegt sind und bezüglich ihrer Magnetpolung gegensinnig zu den Permanentmagneteinsätze 38 ausgerichtet sind. Das heißt, die Permanentmagneteinsätze 38, 41 weisen eine magnetische Ausrichtung auf, die gewährleistet, dass zwischen den Permanentmagneteinsätzen 38, 41 eine hohe magnetische Zugkraft gegeben ist.
Obwohl in Fig.8 aus Gründen der Übersichtlichkeit nicht dargestellt, weisen auch die kraftschlüssig in einer Aufnahme 33 festlegbaren Kanalplattenadapter 18 eine Zentriereinrichtung 50 auf, die sicherstellt, dass der Kanalplattenadapter 18 in seiner Einbaulage winkelgenau ausgerichtet in der Aufnahme 33 positioniert ist.
Das heißt, auch bei diesen mit Permanentmagneteinsätzen 38 ausgestatteten Kanalplattenadaptern 18 ist beispielsweise in einer Sacklochbohrung 45, die von hinten in den Lagerkörper 34 des Kanalplattenadapters 18 eingelassen ist, ein Zylinderstift 46 festgelegt, der im Einbauzustand mit einer entsprechenden Passbohrung 47 in der Aufnahme 33 des Deckelelementes 7 korrespondiert .
Wie vorstehend im Zusammenhang mit den Kanalplattenadaptern, die durch eine Mehrpunktverriegelung formschlüssig in einer Aufnahme des Deckelelementes fixierbar sind, bereits erläutert, verfügen auch die Kanalplattenadapter, die kraftschlüssig in der Aufnahme 33 des Deckelelementes 7 festgelegt sind, über eine umlaufende,- während des Spinnbetriebes am Rotorgehäuse 2 anliegende Dichtfläche 31.
Das heißt, auch diese Kanalplattenadapter 18 besitzen eine zum Spinnrotor 3 weisende Vorderseite 32, mit einer Dichtfläche 31, einer Übergangsfläche 35 sowie einem turmartigen Vorsatz 36. Die Dichtfläche 31 des Kanalplattenadapters 18 weist auch hier einen Durchmesser D auf, der um das Maß a über die Außenkontur des Deckelelementes 7 hinausreicht. Das bedeutet, sowohl bei Kanalplattenadaptern 18 mit formschlüssigen Befestigungselementen 30, 21 als auch bei Kanalplattenadaptern 18 mit kraftschlüssigen Befestigungselementen 38, 41 sind die Befestigungselemente während des Spinnbetriebes durch die Vorderseite 32 des Kanalplattenadapters 18 abgedeckt und der Kanalplattenadapter aufgrund des überstehenden Randes im Bedarfsfall gut greifbar.
