Login| Sign Up| Help| Contact|

Patent Searching and Data


Title:
OPEN-MOUTH BAG OR BAG CLOSED AT TWO ENDS HAVING AN END REGION CLOSED BY MEANS OF A WEB OF MATERIAL, PROCESS AND DEVICE FOR CLOSING A BAG
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2012/119667
Kind Code:
A1
Abstract:
Open-mouth bag (4) made of coated or uncoated polyolefin woven fabric, in particular polypropylene or HDPE (high density polyethylene) woven fabric, which forms a substantially tubular main body (23), having a closed first end region (24) and an open second end region (26), or bag (25) closed at two ends, produced from a coated or uncoated, filled open-mouth bag (4) which is closed at one end and is made of polyolefin woven fabric, in particular polypropylene or HDPE woven fabric, having a substantially tubular main body (23). In order to ensure a tight and secure closure and to rule out damage to the main body (23) caused by stitching and possible contamination associated therewith, it is provided that the closed first end region (24) of the open-mouth bag (4) or at least one end region (38) of the bag (25) closed at two ends is formed by a strip-like, coated web of material (14), which has a V-shaped or U-shaped fold in cross section and the legs (27) of which are thermally welded to the tubular main body (23).

Inventors:
LORGER, Josef (Oberstorcha 37, Paldau, A-8341, AT)
REPNEGG, Gerold (Nr. 73, St. Katharein, A-8611, AT)
Application Number:
EP2011/065045
Publication Date:
September 13, 2012
Filing Date:
August 31, 2011
Export Citation:
Click for automatic bibliography generation   Help
Assignee:
STATEC BINDER GMBH (Mühlwaldstrasse 21, Gleisdorf, A-8200, AT)
LORGER, Josef (Oberstorcha 37, Paldau, A-8341, AT)
REPNEGG, Gerold (Nr. 73, St. Katharein, A-8611, AT)
International Classes:
B65D33/16; B31B19/60; B31B19/90; B65B1/02; B65B7/16; B65B51/06; B65B51/20
Domestic Patent References:
WO2002038446A12002-05-16
Foreign References:
US20100266223A12010-10-21
GB937011A1963-09-18
US4278488A1981-07-14
GB2227226A1990-07-25
FR2741599A11997-05-30
GB2073130A1981-10-14
US3720565A1973-03-13
AT400831B1996-03-25
Attorney, Agent or Firm:
HENHAPEL, Bernard (Kliment & Henhapel Patentanwälte OG, Zusammenschluss 202Singerstrasse 8/3/9, Wien, A-1010, AT)
Download PDF:
Claims:
A N S P R Ü C H E

Offensack (4) aus beschichtetem oder unbeschichtetem, einen im Wesentlichen schlauchförmigen Grundkörper (23) ausbildenden Polyolefin-Gewebe, insbesondere

Polypropylen- oder HDPE („high density Polyethylene" ) - Gewebe, mit einem verschlossenen ersten Endbereich (24) und einem offenen zweiten Endbereich (26) oder zweiseitig verschlossener Sack (25), hergestellt aus einem

beschichteten oder unbeschichteten, gefüllten, einseitig verschlossenen Offensack (4) aus Polyolefin-Gewebe, insbesondere Polypropylen- oder HDPE-Gewebe, mit einem im Wesentlichen schlauchförmigen Grundkörper (23), dadurch gekennzeichnet, dass der verschlossene erste Endbereich (24) des Offensackes (4) oder zumindest ein Endbereich (38) des zweiseitig verschlossenen Sackes (25) durch ein streifenförmiges, beschichtetes Materialband (14) gebildet wird, das im Querschnitt V- oder U-förmig gefaltet ist und dessen Schenkel (27) mit dem

schlauchförmigen Grundkörper (23) thermisch verschweißt sind, wobei das streifenförmige, beschichtete

Materialband (14) aus einem Trägermaterial (28),

vorzugsweise aus Polyolefin-Gewebe, insbesondere

Polypropylen- oder HDPE-Gewebe, Papier oder Karton besteht und zumindest an seiner dem schlauchförmigen Grundkörper (23) zugewandten Seite mit einer Beschichtung (29) ausgeführt ist.

Offensack (4) oder zweiseitig verschlossener Sack (25) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass an der dem schlauchförmigen Grundkörper (23) zugewandten Seite des Materialbandes (14) die Beschichtung (29) des

Trägermaterials (28) aus Polyethylen besteht.

Verfahren zum einseitigen Verschließen eines

schlauchförmigen Ausgangsmaterials aus beschichtetem oder unbeschichtetem Polyolefin-Gewebe, insbesondere

Polypropylen- oder HDPE-Gewebe, zur Herstellung eines Offensackes (4) oder zum Verschließen eines gefüllten, einseitig verschlossenen Offensackes (4) aus

beschichtetem oder unbeschichtetem Polyolefin-Gewebe, insbesondere Polypropylen- oder HDPE-Gewebe, mit einem im Wesentlichen schlauchförmigen Grundkörper (23) zur

Herstellung eines zweiseitig verschlossenen Sackes (25), dadurch gekennzeichnet, dass ein streifenförmiges, beschichtetes oder unbeschichtetes Materialband (14) im

Querschnitt V- oder U-förmig gefaltet und über einen offenen ersten Endbereich (24, 38) des schlauchförmigen Ausgangsmaterials oder Grundkörpers (23) gezogen wird, wobei insbesondere die dem Ausgangsmaterial oder

Grundkörper (23) zugewandte Seite des Materialbandes (14) mit einer Beschichtung (29) versehen sein kann und durch das Überziehen ein Überlappungsbereich (30) entsteht, in welchem das V- oder U-förmige Materialband (14) den ersten Endbereich (24, 38) des schlauchförmigen

Ausgangsmaterials oder Grundkörpers (23) zwischen sich aufnimmt, und thermische Energie, vorzugsweise in Form eines heißen Gases, besonders bevorzugt in Form von

Heißluft, direkt in den Überlappungsbereich (30) hinein, auf die dem Ausgangsmaterial oder Grundkörper (23) zugewandte Seite des Materialbandes (14) und/oder auf die dieser Seite des Materialbandes (14) zugewandte

Oberfläche des Ausgangsmaterials oder Grundkörpers (23) eingebracht, vorzugsweise eingeblasen wird und im

Anschluss daran Materialband (14) sowie Ausgangsmaterial oder Grundkörper (23) im Überlappungsbereich (30)

zusammengepresst werden.

Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, das die Einbringung der thermischen Energie im Wesentliche zeitgleich mit dem Überziehen des Materialbandes (14) über den offenen ersten Endbereich (24, 38) des

schlauchförmigen Ausgangsmaterials oder Grundkörpers (23) geschieht .

5. Verfahren nach einem der Ansprüche 3 bis 4, dadurch

gekennzeichnet, dass das Ausgangsmaterial oder der

Grundkörper (23) während des Verschließens kontinuierlich weiterbewegt wird und das Materialband (14) mit

regelbarer, vorzugsweise synchroner Geschwindigkeit in Bezug auf das Ausgangsmaterial oder den Grundkörper (23) über den offenen ersten Endbereich (24, 38) des

Ausgangsmaterials oder Grundkörpers (23) gezogen wird.

6. Verfahren nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch

gekennzeichnet, dass das Ausgangsmaterial oder der

Grundkörper (23) vor dem Überziehen des Materialbandes (14) über dessen ersten Endbereich (24, 38) auf eine definierte Länge beschnitten wird, wobei vorzugsweise die anfallenden Abschnittstreifen in einen Auffangbehälter befördert werden.

7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Ausgangsmaterial oder der Grundkörper (23) nach dem

Beschneiden aber vor dem Einbringen der thermischen

Energie mittels Druckluft im offenen ersten Endbereich (24, 38) gereinigt wird.

8. Vorrichtung zum einseitigen Verschließen eines

schlauchförmigen Ausgangsmaterials aus beschichtetem oder unbeschichtetem Polyolefin-Gewebe, insbesondere

Polypropylen- oder HDPE-Gewebe, zur Herstellung eines Offensackes (4) oder zum Verschließen eines gefüllten, einseitig verschlossenen Offensackes (4) aus

beschichtetem oder unbeschichtetem Polyolefin-Gewebe, insbesondere Polypropylen- oder HDPE-Gewebe, mit einem im Wesentlichen schlauchförmigen Grundkörper (23) zur

Herstellung eines zweiseitig verschlossenen Sackes (25), dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung ein

Materialbandabrollsystem (7) für ein streifenförmiges Materialband (14) umfasst, Mittel (8) zur im Querschnitt V- oder U-förmigen Faltung und Überziehung des

Materialbandes (14) über einen offenen ersten Endbereich

(24, 38) des Ausgangsmaterials oder Grundkörpers (23) und Mittel (6) zur Einbringung thermischer Energie direkt in einen Überlappungsbereich (30), in welchem das V- oder U- förmige Materialband (14) den ersten Endbereich (24, 38) des schlauchförmigen Ausgangsmaterials oder Grundkörpers

(23) zwischen sich aufnimmt, hinein, auf die dem

Ausgangsmaterial oder Grundkörper (23) zugewandte Seite des Materialbandes (14) und/oder auf die dieser Seite des Materialbandes (14) zugewandte Oberfläche des

Ausgangsmaterials oder Grundkörpers (23), sowie

Andrückmittel (9) zum Andrücken des Materialbandes (14) an die Ausgangsmaterialoberfläche oder

Grundkörperoberfläche .

9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung Fördermittel (2, 15, 17, 18, 22) zur

Beförderung des Ausgangsmaterials oder Grundkörpers (23) mit konstanter Geschwindigkeit umfasst und das

Materialbandabrollsystem (7) zu dieser Geschwindigkeit synchron regelbar ist, wobei die Fördermittel (2, 15, 17, 18, 22) vorzugsweise ein Riemensystem (2) beinhalten, welches das Ausgangsmaterial oder den Grundkörper (23) an dem offenen ersten Endbereich (24, 38) fixiert und zu den Mitteln (8) zur Faltung und Überziehung des

Materialbandes (14) und von diesen wieder weg führt. 10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Fördermittel (2, 15, 17, 18, 22) weiters ein Förderbandsystem (15, 18, 22) umfassen, mittels dessen das vorzugsweise liegende Ausgangsmaterial oder der vorzugsweise stehende Grundkörper (23) befördert wird.

11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 10,

dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel (8) zur Faltung und Überziehung des Materialbandes (14) über den offenen ersten Endbereich (24, 38) des Ausgangsmaterials oder Grundkörpers (23) eine Formschulter (8) umfassen, die einen Spalt (31) aufweist, durch den der offene erste Endbereich (24, 38) in einer Förderrichtung (20)

durchführbar ist.

12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Andrückmittel (9) direkt im Anschluss an die

Formschulter (8) angebrachte Andruckrollen (9) umfassen.

13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Andruckrollen (9) reibschlüssig mit dem

Materialband (14) verbunden sind und das Materialband (14) vom Materialbandabrollsystem (7) abziehen.

14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 13,

dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel zur Einbringung thermischer Energie zumindest eine beweglich angeordnete Luftdüse (6) umfassen, die aus einer Ruheposition (32) in eine Arbeitsposition (33) bewegt werden kann, wobei die zumindest eine Luftdüse (6) in der Arbeitsposition (33) so angeordnet ist, dass im Wesentlichen parallel zur Förderrichtung (20) des Ausgangsmaterials oder

Grundkörpers (23) heiße Gase, vorzugsweise Heißluft, in den Überlappungsbereich (30) hinein, auf die dem

Ausgangsmaterial oder Grundkörper (23) zugewandte Seite des Materialbandes (14) und/oder auf die dieser Seite des Materialbandes (14) zugewandte Oberfläche des

Ausgangsmaterials oder Grundkörpers (23) einblasbar sind. 15. Vorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Bewegung der zumindest einen Luftdüse (6) von der Ruheposition (32) in die Arbeitsposition (33) durch ein Einschwenken in einer vertikalen Ebene erfolgt, die parallel zur Förderrichtung (20) des Ausgangsmaterials oder Grundkörpers (23) liegt.

16. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 15,

dadurch gekennzeichnet, dass sie eine

Beschneideeinrichtung (3) umfasst, um das

Ausgangsmaterial oder den Grundkörper (23) am ersten Endbereich (24, 38), über den das Materialband (14) gezogen wird, auf eine definierte, wählbare Länge zu beschneiden .

17. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 16,

dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung eine

Abschneideeinheit (11) umfasst, um das Materialband (14) in Förderrichtung (20) gesehen vor und nach dem ersten Endbereich (24, 38) des Ausgangsmaterials oder

Grundkörpers (23), der mit dem Materialband (14)

überzogen ist, abzuschneiden.

Description:
OFFENSACK ODER ZWEISEITIG VERSCHLOSSENER SACK MIT EINEM MITTELS MATERIALBAND VERSCHLOSSENEN ENDBEREICH, VERFAHREN UND

VORRICHTUNG ZUM VERSCHLIESSEN EINES SACKES

GEBIET DER ERFINDUNG

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen Offensack aus beschichtetem oder unbeschichtetem, einen im Wesentlichen schlauchförmigen Grundkörper ausbildenden Polyolefin-Gewebe, insbesondere Polypropylen- oder HDPE („high density

Polyethylene" ) -Gewebe , mit einem verschlossenen ersten

Endbereich und einem offenen zweiten Endbereich. Die vorliegende Erfindung bezieht sich weiters auf einen zweiseitig verschlossenen Sack hergestellt aus einem

beschichteten oder unbeschichteten, gefüllten, einseitig verschlossenen Offensack aus Polyolefin-Gewebe, insbesondere Polypropylen- oder HDPE-Gewebe, mit einem im Wesentlichen schlauchförmigen Grundkörper.

Die vorliegende Erfindung bezieht sich des Weiteren auf ein Verfahren zum einseitigen Verschließen eines schlauchförmigen Ausgangsmaterials aus beschichtetem oder unbeschichtetem

Polyolefin-Gewebe , insbesondere Polypropylen- oder HDPE- Gewebe, zur Herstellung eines Offensackes.

Weiters bezieht sich die Erfindung auf ein Verfahren zum

Verschließen eines gefüllten, einseitig verschlossenen

Offensackes aus beschichtetem oder unbeschichtetem Polyolefin- Gewebe, insbesondere Polypropylen- oder HDPE-Gewebe, mit einem im Wesentlichen schlauchförmigen Grundkörper zur Herstellung eines zweiseitig verschlossenen Sackes.

Die vorliegende Erfindung betrifft außerdem eine Vorrichtung zum einseitigen Verschließen eines schlauchförmigen

Ausgangsmaterials aus beschichtetem oder unbeschichtetem

Polyolefin-Gewebe , insbesondere Polypropylen- oder HDPE- Gewebe, zur Herstellung eines Offensackes.

Die vorliegende Erfindung betrifft weiters eine Vorrichtung zum Verschließen eines gefüllten, einseitig verschlossenen Offensackes aus beschichtetem oder unbeschichtetem Polyolefin- Gewebe, insbesondere Polypropylen- oder HDPE-Gewebe, mit einem im Wesentlichen schlauchförmigen Grundkörper zur Herstellung eines zweiseitig verschlossenen Sackes.

STAND DER TECHNIK

In der Verpackungstechnik sind Offensäcke aufgrund der

flexiblen Art der Befüllung sehr beliebt, wenn es um das Verpacken von frei fließenden Schüttgütern aller Art

(feinkörnig, grobkörnig, Pulver, Granulate, Pellets etc.) geht. Dabei bezeichnet Offensack allgemein und ohne

Einschränkung auf ein spezielles Material einen Sack mit einem im Wesentlichen schlauchförmigen Grundkörper, der nur in einem ersten Endbereich verschlossen und in einem zweiten Endbereich offen ist. Der Verschluss von gefüllten Offensäcken aus beschichtetem oder unbeschichtetem Polypropylengewebe, wobei Polypropylen so wie Polyethylen zu den Polyolefinen gehört, erfolgt derzeit hauptsächlich durch Vernähung. Man

unterscheidet dabei vor allem eine einfache gerade Vernähung und die Vernähung mit Offensackumfaltung . Darüber hinaus können Dichtkordeln oder Dichtstreifen verwendet werden. Bei den eingesetzten Nähmaschinen unterscheidet man vornehmlich Einnadel- und Doppelnadelmaschinen. Dabei ist die grundsätzliche Arbeitsweise bei allen Systemen gleich, wonach der befüllte Offensack der Nähmaschine über ein Einführsystem, das typischerweise über Ketten oder Riemen arbeitet, und ein darunter liegendes Förderband zugeführt und durch Verkettung von zumindest einem Faden vernäht wird.

Ein Nachteil dieser Verschlussart besteht in der Schwächung bzw. Beschädigung des Offensackmaterials durch Nadelstiche. Eine absolute Dichtheit des Verschlusses kann somit kaum gewährleistet werden, was sich z.B. bei sehr feinkörnigem Füllgut besonders nachteilig auswirkt. Weiters besteht die

Gefahr, dass durch Nähfäden, Dichtkordeln oder Dichtstreifen das Füllgut kontaminiert wird. Das Vernähen mit

Offensackumfaltung ist außerdem wirtschaftlich nachteilig, da hierzu ein erhöhter Aufwand an Offensackmaterial aufgrund der notwendigen größeren Offensacklängen erforderlich ist.

Mögliche Fadenbrüche verursachen zudem relativ lange

Produktionsstiiistände . Darüber hinaus sind Nähanlagen im Allgemeinen relativ wartungsintensiv und verursachen einen hohen Lärmpegel. Alternativ zur Vernähung existiert auch die Möglichkeit der Verschweißung des Offensackes. Dabei wird üblicherweise der offene Endbereich des befüllten Offensackes zwischen Backen gepresst, die mit Heizelementen versehen sind, wodurch ein thermischer Energieeintrag - durch das gesamte

Offensackmaterial hindurch - erfolgt, der die Verschweißung zur Folge hat .

Die Anwendung dieser Methode ist bei Verschmutzung des zu verschweißenden Bereiches durch Füllgut problematisch.

Insbesondere bei pulverförmigem Füllgut ist dies oft der Fall, wodurch eine sichere, dichte Verschließung vereitelt wird. Vor allem aber wird durch die geschilderte Art der Verschweißung das Polypropylensackgewebe geschwächt bzw. beschädigt. Auch bei der Herstellung von Offensäcken werden die oben geschilderten Verfahren - mit den damit verbundenen Nachteilen - verwendet, wobei ein im Wesentlichen schlauchförmiges

Ausgangsmaterial in einem Endbereich verschlossen wird.

In diesem Zusammenhang ist die AT 400831 B zu erwähnen, die ein Verfahren zur Herstellung eines Sackes mit einem kasten- bzw. quaderförmigen Ende offenbart, bei dem ein flaches

Deckblatt auf eine gefaltete, flache Bodenfläche eines Sackes aus einem zumindest einseitig beschichteten Gewebe aus

monoaxial verstreckten Polymerbändchen geschweißt wird. Dabei besteht das Deckblatt ebenfalls aus einem beschichteten

Bändchengewebe. Die Heißluft bewirkt ein Erwärmen der einander zugewandten Beschichtungen bis zu deren Plastifizierung .

Danach werden das flache Deckblatt und die flache

Sackbodenfläche durch ein gekühltes Walzenpaar gezogen, wodurch die erwärmten Beschichtungen miteinander verpresst werden .

AUFGABE DER ERFINDUNG Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen einseitigen Verschluss eines schlauchförmigen

Ausgangsmaterials aus beschichtetem oder unbeschichtetem

Polyolefin-Gewebe zur Herstellung eines Offensackes sowie einen Verschluss für Offensäcke aus beschichtetem oder

unbeschichtetem Polyolefin-Gewebe zu gewährleisten, ohne dass die oben genannten Nachteile auftreten, insbesondere ohne dass das Ausgangs- bzw. Offensackmaterial beschädigt oder

geschwächt wird. DARSTELLUNG DER ERFINDUNG

Erfindungsgemäß wird dies dadurch erreicht, dass ein

schlauchförmiges Ausgangsmaterial aus beschichtetem oder unbeschichtetem Polyolefin-Gewebe, insbesondere aus

Polypropylen- oder HDPE-Gewebe („high density Polyethylene", d.h. Polyethylen mit hoher Dichte), oder ein gefüllter

Offensack aus beschichtetem oder unbeschichtetem Polyolefin- Gewebe, insbesondere Polypropylen- oder HDPE-Gewebe, an einem offenen Endbereich mit einem beschichteten Materialband thermisch verschweißt wird. Dadurch wird ein dichter

Verschluss gewährleistet und mögliche Kontamination durch Fadenmaterial, Dichtkordeln oder Dichtstreifen vermieden.

Wirtschaftlich vorteilhaft ist außerdem, dass gegenüber des Verschlusses durch Vernähung mit Umfaltung des offenen

Endbereiches eine Offensack- bzw. Sackmaterialeinsparung erreicht wird.

Um eine optimale thermische Verschweißung zu erreichen, ist eine thermisch aktivierbare Siegelschicht vorteilhaft. Diese kann beispielsweise durch eine Beschichtung des Materialbandes zur Verfügung gestellt werden, wobei die Beschichtung auf unterschiedlichsten Trägermaterialen vorhanden sein kann.

Daher ist es bei einem Offensack aus beschichtetem oder unbeschichtetem, einen im Wesentlichen schlauchförmigen

Grundkörper ausbildenden Polyolefin-Gewebe, insbesondere

Polypropylen- oder HDPE („high density Polyethylene" ) -Gewebe , mit einem verschlossenen ersten Endbereich und einem offenen zweiten Endbereich oder bei einem zweiseitig verschlossenen Sack, hergestellt aus einem beschichteten oder

unbeschichteten, gefüllten, einseitig verschlossenen Offensack aus Polyolefin-Gewebe , insbesondere Polypropylen- oder HDPE- Gewebe, mit einem im Wesentlichen schlauchförmigen Grundkörper vorgesehen, dass der verschlossene erste Endbereich des

Offensackes oder zumindest ein Endbereich des zweiseitig verschlossenen Sackes durch ein streifenförmiges,

beschichtetes Materialband gebildet wird, das im Querschnitt V- oder U-förmig gefaltet ist und dessen Schenkel mit dem schlauchförmigen Grundkörper thermisch verschweißt sind, wobei das streifenförmige, beschichtete Materialband aus einem

Trägermaterial, vorzugsweise aus Polyolefin-Gewebe,

insbesondere Polypropylen- oder HDPE-Gewebe, Papier oder

Karton besteht und zumindest an seiner dem schlauchförmigen Grundkörper zugewandten Seite mit einer Beschichtung

ausgeführt ist.

Für die thermische Verschweißung eignen sich als Siegelschicht thermoplastische Kunststoffe wie Polyolefine. Diese sind leicht verarbeitbar und chemisch beständig. Polyethylen ist ein solcher Kunststoff. Gemäß einer weiteren

Ausführungsvariante ist deshalb vorgesehen, dass auf der dem schlauchförmigen Grundkörper zugewandten Seite des

Materialbandes die Beschichtung des Trägermaterials aus

Polyethylen besteht.

Erfindungsgemäß wird ein Verschlussverfahren verwendet, das eine Schädigung bzw. Schwächung des Polypropylen- bzw. HDPE- Gewebes vermeidet, indem die für die thermische Verschweißung notwendige Energie zwischen die zu verschweißenden Schichten und somit direkt auf die zu verschweißenden Flächen

aufgebracht wird. Konkret ist es bei einem Verfahren zum einseitigen Verschließen eines schlauchförmigen

Ausgangsmaterials aus beschichtetem oder unbeschichtetem

Polyolefin-Gewebe , insbesondere Polypropylen- oder HDPE- Gewebe, zur Herstellung eines Offensackes vorgesehen, dass ein streifenförmiges, beschichtetes oder unbeschichtetes

Materialband im Querschnitt V- oder U-förmig gefaltet und über einen offenen ersten Endbereich des schlauchförmigen

Ausgangsmaterials gezogen wird, wobei insbesondere die dem Ausgangsmaterial zugewandte Seite des Materialbandes mit einer Beschichtung versehen sein kann und durch das Überziehen ein Überlappungsbereich entsteht, in welchem das V- oder U-förmige Materialband den ersten Endbereich des schlauchförmigen

Ausgangsmaterials zwischen sich aufnimmt, und thermische

Energie, vorzugsweise in Form eines heißen Gases, besonders bevorzugt in Form von Heißluft, direkt in den

Überlappungsbereich hinein, auf die dem Ausgangsmaterials zugewandte Seite des Materialbandes und/oder auf die dieser Seite des Materialbandes zugewandte Oberfläche des

Ausgangsmaterials eingebracht, vorzugsweise eingeblasen wird und im Anschluss daran Materialband sowie Ausgangsmaterial im Überlappungsbereich zusammengepresst werden.

Analog ist es bei einem Verfahren zum Verschließen eines gefüllten, einseitig verschlossenen Offensackes aus

beschichtetem oder unbeschichtetem Polyolefin-Gewebe,

insbesondere Polypropylen- oder HDPE-Gewebe, mit einem im Wesentlichen schlauchförmigen Grundkörper zur Herstellung eines zweiseitig verschlossenen Sackes vorgesehen, dass ein streifenförmiges, beschichtetes oder unbeschichtetes

Materialband im Querschnitt V- oder U-förmig gefaltet und über einen offenen ersten Endbereich des schlauchförmigen

Grundkörpers gezogen wird, wobei insbesondere die dem

Grundkörper zugewandte Seite des Materialbandes mit einer Beschichtung versehen sein kann und durch das Überziehen ein Überlappungsbereich entsteht, in welchem das V- oder U-förmige Materialband den ersten Endbereich des schlauchförmigen

Grundkörpers zwischen sich aufnimmt, und thermische Energie, vorzugsweise in Form eines heißen Gases, besonders bevorzugt in Form von Heißluft, direkt in den Überlappungsbereich hinein, auf die dem Grundkörper zugewandte Seite des

Materialbandes und/oder auf die dieser Seite des

Materialbandes zugewandte Oberfläche des Grundkörpers

eingebracht, vorzugsweise eingeblasen wird und im Anschluss daran Materialband sowie Grundkörper im Überlappungsbereich zusammengepresst werden. Dadurch, dass das streifenförmige Materialband erst vor dem Überziehen gefaltet wird, wird u.a. die Handhabung des Materialbandes wesentlich vereinfacht, da es als Streifen bequem von einer Rolle abgerollt werden kann.

Gemäß einer Ausführungsvariante geschieht die Einbringung der thermischen Energie im Wesentlichen zeitgleich mit dem

Überziehen des Materialbandes über einen offenen ersten

Endbereich des schlauchförmigen Ausgangsmaterials oder

Grundkörpers .

Gemäß einer weiteren Ausführungsvariante ist vorgesehen, dass das Ausgangsmaterial oder der Grundkörper während des

Verschließens kontinuierlich weiterbewegt wird und das

Materialband mit regelbarer, vorzugsweise synchroner

Geschwindigkeit in Bezug auf das Ausgangsmaterial oder den Grundkörper über den offenen ersten Endbereich des

Ausgangsmaterials oder Grundkörpers gezogen wird.

Gemäß einer weiteren Ausführungsvariante wird das

Ausgangsmaterial oder der Grundkörper vor dem Überziehen des Materialbandes über dessen ersten Endbereich auf eine

definierte Länge beschnitten, wobei vorzugsweise die

anfallenden Abschnittstreifen in einen Auffangbehälter

befördert werden.

Einer weiteren Ausführungsvariante gemäß ist vorgesehen, dass das Ausgangsmaterial oder der Grundkörper nach dem Beschneiden aber vor dem Einbringen der thermischen Energie mittels

Druckluft im offenen ersten Endbereich gereinigt wird. Auf diese Weise soll sichergestellt werden, dass die Verschweißung nicht durch Verunreinigungen, wie z.B. Schüttgut, insbesondere pulverförmiges Schüttgut oder durch das Beschneiden

verursachte Rückstände an Ausgangsmaterial oder

Grundkörpermaterial, der zu verschweißenden Flächen

beeinträchtigt wird. Um die erfindungsgemäße, dichtende und Material schonende Verschweißmethode durchzuführen, wird eine Vorrichtung

vorgeschlagen, die sich gegenüber bekannten Nähanlagen durch Wartungsarmut und einen geringen Lärmpegel auszeichnet. Für den erfindungsgemäßen Verschlussprozess ist es bei einer

Vorrichtung zum einseitigen Verschließen eines

schlauchförmigen Ausgangsmaterials aus beschichtetem oder unbeschichtetem Polyolefin-Gewebe, insbesondere Polypropylenoder HDPE-Gewebe, zur Herstellung eines Offensackes

vorgesehen, dass die Vorrichtung ein Materialbandabrollsystem für ein streifenförmiges Materialband umfasst, Mittel zur im Querschnitt V- oder U-förmigen Faltung und Überziehung des Materialbandes über einen offenen ersten Endbereich des

Ausgangsmaterials und Mittel zur Einbringung thermischer

Energie direkt in einen Überlappungsbereich, in welchem das V- oder U-förmige Materialband den ersten Endbereich des

schlauchförmigen Ausgangsmaterials zwischen sich aufnimmt, hinein, auf die dem Ausgangsmaterial zugewandte Seite des Materialbandes und/oder auf die dieser Seite des

Materialbandes zugewandte Oberfläche des Ausgangsmaterials, sowie Andrückmittel zum Andrücken des Materialbandes an die Ausgangsmaterialoberfläche .

Analog ist es bei einer Vorrichtung zum Verschließen eines gefüllten, einseitig verschlossenen Offensackes aus

beschichtetem oder unbeschichtetem Polyolefin-Gewebe,

insbesondere Polypropylen- oder HDPE-Gewebe, mit einem im Wesentlichen schlauchförmigen Grundkörper zur Herstellung eines zweiseitig verschlossenen Sackes vorgesehen, dass die Vorrichtung ein Materialbandabrollsystem für ein

streifenförmiges Materialband umfasst, Mittel zur im

Querschnitt V- oder U-förmigen Faltung und Überziehung des Materialbandes über einen offenen ersten Endbereich des

Grundkörpers und Mittel zur Einbringung thermischer Energie direkt in einen Überlappungsbereich, in welchem das V- oder U- förmige Materialband den ersten Endbereich des

schlauchförmigen Grundkörpers zwischen sich aufnimmt, hinein, auf die dem Grundkörper zugewandte Seite des Materialbandes und/oder auf die dieser Seite des Materialbandes zugewandte Oberfläche des Grundkörpers, sowie Andrückmittel zum Andrücken des Materialbandes an die Grundkörperoberfläche.

Mit obiger Vorrichtung soll ein kontinuierliches Verschließen von schlauchförmigen Ausgangsmaterialien bzw. von gefüllten, einseitig verschlossenen Offensäcken gewährleistet werden. Dies wird erreicht, indem die Ausgangsmaterialien bzw. die Offensäcke kontinuierlich durch die Vorrichtung befördert werden. Daher ist es gemäß einer Ausführungsvariante

vorgesehen, dass die Vorrichtung Fördermittel zur Beförderung des Ausgangsmaterials oder Grundkörpers mit konstanter

Geschwindigkeit umfasst und das Materialbandabrollsystem zu dieser Geschwindigkeit synchron regelbar ist, wobei die

Fördermittel vorzugsweise ein Riemensystem beinhalten, welches das Ausgangsmaterial oder den Grundkörper an einem offenen ersten Endbereich fixiert und zu den Mitteln zur Faltung und Überziehung des Materialbandes und von diesen wieder weg führt .

Gemäß einer weiteren Ausführungsvariante umfassen die

Fördermittel weiters ein Förderbandsystem, mittels dessen das vorzugsweise liegende Ausgangsmaterial oder der vorzugsweise stehende Grundkörper befördert wird.

Das kontinuierliche Bewegen der Ausgangsmaterialen bzw. der Offensäcke durch die Vorrichtung bedeutet, dass das

Materialband auf sich bewegende Ausgangsmaterialien bzw.

Offensäcke aufgebracht werden muss, was besondere Maßnahmen notwendig macht. Deshalb sieht eine weitere

Ausführungsvariante vor, dass die Mittel zur Faltung und

Überziehung des Materialbandes über den offenen ersten

Endbereich des Ausgangsmaterials oder Grundkörpers eine Formschulter umfassen, die einen Spalt aufweist, durch den der offene erste Endbereich in einer Förderrichtung durchführbar ist. Die Formschulter ermöglicht das Falten und Überziehen des Materialbandes . Die Tatsache, dass das Ausgangsmaterial bzw. der Offensack durch die Vorrichtung und damit auch durch die Formschulter kontinuierlich bewegt wird, macht es notwendig, dass die

Einbringung der thermischen Energie zielgenau und zur

richtigen Zeit erfolgt. Es wird also nur dann thermische

Energie in einen Überlappungsbereich eingebracht, wenn dieser tatsächlich vorhanden ist, d.h. wenn tatsächlich das V- oder U-förmige Materialband den ersten Endbereich des

Ausgangsmaterials bzw. des Grundkörpers zwischen sich

aufnimmt. Daher umfassen gemäß einer weiteren

Ausführungsvariante die Mittel zur Einbringung thermischer

Energie zumindest eine beweglich angeordnete Luftdüse, die aus einer Ruheposition in eine Arbeitsposition bewegt werden kann, wobei die zumindest eine Luftdüse in der Arbeitsposition so angeordnet ist, dass von den beiden, sich im Wesentlichen parallel zur Förderrichtung des Ausgangsmaterials oder

Grundkörpers erstreckenden Seiten heiße Gase, vorzugsweise Heißluft, in den Überlappungsbereich hinein, auf die dem

Ausgangsmaterial zugewandte Seite des Materialbandes und/oder auf die dieser Seite des Materialbandes zugewandte Oberfläche des Ausgangsmaterials einblasbar sind.

Gemäß einer weiteren Ausführungsvariante ist vorgesehen, dass die Bewegung der zumindest einen Luftdüse von der Ruheposition in die Arbeitsposition durch ein Einschwenken in einer

vertikalen Ebene erfolgt, die parallel zur Förderrichtung des Ausgangsmaterials oder Grundkörpers liegt.

Für das Verschweißen ist es - neben dem Erhitzen - notwendig, eine innige Verbindung der zu verschweißenden Flächen zu erzeugen, indem diese aneinander gepresst werden. Deshalb umfassen in einer weiteren Ausführungsvariante die

Andrückmittel direkt im Anschluss an die Formschulter

angebrachte Andruckrollen.

Eine weitere Ausführungsvariante sieht vor, dass die

Andruckrollen reibschlüssig mit dem Materialband verbunden sind und das Materialband vom Materialbandabrollsystem

abz iehen .

Um ein erfolgreiches Verschweißen zu gewährleisten, ist es notwendig, dass sich der erste Endbereich des schlauchförmigen Ausgangsmaterials bzw. Grundkörpers tatsächlich innerhalb des Spaltes der Formschulter befindet und nicht über die

Formschulter hinaus ragt, wenn das Materialband über den ersten Endbereich gezogen wird. Daher ist es gemäß einer weiteren Ausführungsvariante vorgesehen, dass die Vorrichtung eine Beschneideeinrichtung umfasst, um das Ausgangsmaterial oder den Grundkörper am ersten Endbereich, über den das

Materialband gezogen wird, auf eine definierte, wählbare Länge zu beschneiden.

Schließlich ist bei einer weiteren Ausführungsvariante

vorgesehen, dass die Vorrichtung eine Abschneideeinheit umfasst, um das Materialband in Förderrichtung gesehen vor und nach dem ersten Endbereich des Ausgangsmaterials oder

Grundkörpers, der mit dem Materialband überzogen ist,

abzuschneiden. Das Ausgangsmaterial bzw. der Grundkörper kann somit in weiterer Folge - ohne in oder gegen die

Förderrichtung überstehende Reste des Materialbandes im verschlossenen ersten Endbereich - aus der Vorrichtung

befördert werden. KURZE BESCHREIBUNG DER FIGUREN

Die Erfindung wird nun anhand eines Ausführungsbeispiels für das Verschließen eines gefüllten, einseitig verschlossenen Offensackes aus beschichtetem oder unbeschichtetem Polyolefin- Gewebe, insbesondere Polypropylen- oder HDPE-Gewebe, mit einem im Wesentlichen schlauchförmigen Grundkörper zur Herstellung eines zweiseitig verschlossenen Sackes näher erläutert. Die Zeichnungen sind beispielhaft und sollen den

Erfindungsgedanken zwar darlegen, ihn aber keinesfalls

einengen oder gar abschließend wiedergeben.

Dabei zeigt :

Fig. 1 eine schematische Darstellung der Frontquerschnitts- und Seitenansicht eines erfindungsgemäßen Offensackes, der einen mit einem V-förmig gefalteten,

streifenförmigen Materialband verschlossenen

Endbereich aufweist

Fig. 2 eine schematische Darstellung der Frontquerschnitts- und Seitenansicht eines zweiseitig verschlossenen Sackes, dessen Endbereiche erfindungsgemäß mit einem

U-förmig gefalteten, streifenförmigen Materialband verschlossen sind

Fig. 3 eine schematische Frontquerschnittsansicht eines

erfindungsgemäß verschlossenen Endbereiches eines unbeschichteten und eines beschichteten Sackes oder

Offensackes

Fig. 4 eine axonometrische Ansicht einer Vorrichtung zum

erfindungsgemäßen Verschließen von Offensäcken aus beschichtetem oder unbeschichtetem Polyolefin-Gewebe, insbesondere Polypropylen- oder HDPE-Gewebe, wobei sich ein Offensack in der Vorrichtung befindet und der Verschlussprozess ungefähr zur Hälfte abgeschlossen ist

Fig. 5 eine vergrößerte Ansicht von Fig. 4, jedoch ohne

Trägerkonstruktion und Förderband Fig. 6 eine axonometrische Detailansicht des Bereiches A aus

Fig. 5

Fig. 7 eine axonometrische Ansicht der Formschulter

Fig. 8 eine axonometrische Ansicht der Formschulter mit

darüber gezogenem Materialband Fig. 9 eine Frontansicht der Formschulter mit darüber

gezogenem Materialband und eingeführtem offenen Endbereich des Offensackes

Fig. 10 einen Schnitt durch die Formschulter entlang des

Spaltes, wobei das Materialband übergezogen und ein offener Endbereich des Offensackes eingeführt ist und sich die Luftdüsen in Arbeitsposition befinden

Fig. 11 eine weitere axonometrische Ansicht der Vorrichtung ohne Trägerkonstruktion und Förderband, wobei der Verschlussprozess abgeschlossen ist und sich der nun zweiseitig verschlossene Sack noch in der Vorrichtung befindet

WEGE ZUR AUSFUHRUNG DER ERFINDUNG

Fig. 1, links zeigt eine schematische, nicht maßstabsgetreue Darstellung der Frontquerschnittsansicht eines erfindungsgemäß mit einem V-förmig gefalteten, streifenförmigen Materialband 14 verschlossenen Endbereiches eines Offensackes 4 mit einer Oberfläche 34. Dabei sind die Schenkel 27 des Materialbandes 14 mit dem schlauchförmigen Grundkörper 23 des Offensackes 4 thermisch verschweißt. Fig. 1, rechts zeigt eine schematische, nicht maßstabsgetreue Seitenansicht, wobei ein verschlossener erster Endbereich 24 und ein offener zweiter Endbereich 26 angedeutet sind. Dem gegenüber stellt Fig. 2, links die schematische, nicht maßstabsgetreue Frontquerschnittsansicht eines zweiseitig verschlossenen Sackes 25 mit einer Oberfläche 34 dar, wobei beide Endbereiche erfindungsgemäß mit einem U-förmig

gefalteten, streifenförmigen Materialband 14 verschlossen sind. Dabei sind die Schenkel 27 des Materialbandes 14 mit dem schlauchförmigen Grundkörper 23 des Sackes 25 thermisch verschweißt. Die in Fig. 2, rechts dargestellte schematische, nicht maßstabsgetreue Seitenansicht zeigt nochmals die beiden verschlossenen Endbereiche 38, 39 des zweiseitig

verschlossenen Sackes 25.

Fig. 3, links zeigt im Detail eine schematische, nicht

maßstabsgetreue Frontquerschnittsansicht eines erfindungsgemäß verschlossenen ersten Endbereiches 24, 38 eines

unbeschichteten schlauchförmigen Grundkörpers 23. Insbesondere ist das Trägermaterial 28 des U-förmig gefalteten

Materialbandes 14 und eine Beschichtung 29 auf der dem

Grundkörper 23 zugewandten Seite erkennbar. Fig. 3, rechts zeigt die Situation für einen an der Oberfläche 34

beschichteten, schlauchförmigen Grundkörper 23 und ein V- förmig gefaltetes Materialband 14.

Im Folgenden wird die Erfindung anhand des erfindungsgemäßen Verschlussprozesses eines gefüllten Offensackes 4 zur

Herstellung eines zweiseitig verschlossenen Sackes 25

erläutert, wobei der bereits verschlossene zweite Endbereich 39 ebenfalls erfindungsgemäß oder mit einer anderen, bekannten Methode, wie z.B. durch Vernähen, verschlossen ist.

Fig. 4 zeigt eine axonometrische Ansicht einer Vorrichtung zum erfindungsgemäßen Verschließen von Offensäcken aus beschichtetem oder unbeschichtetem Polyolefin-Gewebe, insbesondere Polypropylen- oder HDPE-Gewebe. Ein befüllter Offensack 4 wird mit einem Förderbandsystem stehend und mit der offenen Seite nach oben weisend kontinuierlich durch die Verschlussvorrichtung, deren Komponenten von einem

Trägersystem 1 gehalten werden, in einer Förderrichtung 20 weiter befördert. Das Förderbandsystem besteht aus einem

Förderband 15, einem Förderbandmotor 18 und einem

höhenverstellbaren Schutzgeländer 22. Das Förderband 15 wird dabei von einem über Frequenzumrichter regelbaren Elektromotor 18 angetrieben. Das in der Höhe verstellbare Schutzgeländer 22 verhindert ein Umfallen des gefüllten Offensackes 4 und stellt eine grobe Führung des Offensackes 4 dar.

Der offene erste Endbereich 38 wird außerdem über ein

elektrisch angetriebenes Riemensystem 2 fixiert und zu jenen Komponenten der Vorrichtung geführt, wo der eigentliche

Verschlussprozess stattfindet bzw. wo der offene erste

Endbereich 38 auf den Verschluss vorbereitet wird, siehe Fig. 5. Weiters führt das Riemensystem 2 den offenen ersten

Endbereich 38 von diesen Komponenten wieder weg. Das

Riemensystem 2 wird über einen eigenen Motor 17 angetrieben und kann ebenfalls über Frequenzumrichter geregelt werden. Dabei wird die Riemengeschwindigkeit synchron zur

Geschwindigkeit des Förderbandes 15 eingestellt. Der typische Arbeitsbereich der Riemengeschwindigkeit, die gleichzeitig die Durchlaufgeschwindigkeit des Offensackes 4 ist, liegt zwischen 8 und 20 m/min.

Der Offensack 4 wird zunächst durch eine kontinuierlich laufende Beschneideeinrichtung 3 geführt, wo er mittels zweier Scheibenmesser auf eine definierte, wählbare Höhe beschnitten wird. Die dabei anfallenden Abschnittstreifen werden

beispielsweise mittels in die Beschneideeinrichtung 3

integrierter Druckluftdüsen und Leitbleche oder

Vakuumabsaugung in einen dafür vorgesehenen Auffangbehälter transportiert. Optional wird der später zu verschweißende bzw. zu versiegelnde, offene erste Endbereich 38 anschließend über Düsen gereinigt (nicht dargestellt) .

Nach Austritt aus der Beschneideeinrichtung beginnt der eigentliche Verschlussprozess , der über einen Sensor 10 zur

Offensackerkennung, siehe Fig. 6, gestartet wird. Hierbei wird ein beschichtetes oder unbeschichtetes Materialband 14, das auch als Reiterband bezeichnet werden kann, verwendet. Im beschriebenen Ausführungsbeispiel wird im Folgenden

beispielhaft ein beschichtetes Materialband 14 angenommen, dessen Trägermaterial 28 aus Polypropylengewebe, Karton oder Papier, insbesondere Kraftpapier aufgebaut sein kann. Dabei wird als Kraftpapier ein reißfestes Papier bezeichnet, dessen Zellstofffasern über den sogenannten Kraft-Prozess gewonnen werden.

Das Materialband 14 wird über die Schnittkante 36 des ersten Endbereiches 38 gelegt bzw. gezogen. Hierzu wird das

Materialband 14, das von einem Materialbandabrollsystem 7 über stabilisierend wirkende Umlenkrollen 21 abgezogen wird, über eine Formschulter 8 nach unten in Richtung des Offensackes 4 gefaltet, sodass das Materialband 14 den offenen ersten

Endbereich 38 von beiden, sich im Wesentlichen parallel zur Förderrichtung 20 des Offensackes 4 erstreckenden Seiten umgibt und eine beschichtete Seite des Materialbandes 14

Richtung Offensackoberfläche 34 weist, siehe Fig. 5 und Fig. 6. Hierbei ist die Beschichtung 29 des Materialbandes 14 auf der Richtung Offensackoberfläche 34 weisenden Seite aus einem Material, das sich zur thermischen Verschweißung mit der

Offensackoberfläche eignet, wie beispielsweise Polyethylen. Das Materialband 14 kann auf seiner anderen, äußeren Seite unbeschichtet sein, d.h. die Außenseite des Materialbandes 14 wird durch das Trägermaterial 28 gebildet, wie in Fig. 3 dargestellt. Alternativ dazu kann das Materialband 14 außen die gleiche Beschichtung 29 wie auf der der Offensackoberfläche 34 zugewandten Seite besitzen. Denkbar ist jedoch auch, dass das Materialband 14 auf seiner äußeren Seite eine andere Beschichtung aufweist, um beispielsweise optischen oder anderen Ansprüchen zu genügen. Fig. 7. zeigt die Formschulter 8 im Detail in einer

axonometrischen Darstellung von schräg unten. Die Formschulter besteht aus zwei Teilen, die spiegelsymmetrisch bezüglich einer Ebene sind, welche durch die Förderrichtung 20 des Offensackes 4 und die Richtung, in die die offene Seite des Offensackes 4 weist (d.h. vertikal nach oben), aufgespannt wird. Die beiden Teile bilden einen Spalt 31, über den das Materialband 14 gefaltet und durch den der offene erste

Endbereich 38 hindurchgefördert wird.

Hierzu illustriert Fig. 8 ebenfalls die Formschulter 8 im Detail, jedoch mit darüber gezogenem Materialband 14. Die Flächen 35, die die Eintrittsöffnung für den Offensack 4 flankieren, sind konvex und von oben nach unten schräg in Förderrichtung 20 ausgeführt. Dies ermöglicht einerseits ein Anschmiegen des Materialbandes 14 an die Formschulter 8, und andererseits ein problemloses Einführen des Offensackes 4 in die Formschulter 8, sodass das Materialband 14 über die

Schnittkante 36 des ersten Endbereiches 38 gelegt bzw. gezogen wird .

Somit entsteht ein Überlappungsbereich 30, in welchem das Materialband 14 den offenen ersten Endbereich 38 V- oder U- förmig zwischen sich aufnimmt. Dieser Überlappungsbereich 30 ist in Fig. 9 in einer Frontansicht (in Förderrichtung 20 gesehen) der Formschulter 8 mit gefaltetem und übergezogenem Materialband 14 und eingeführtem Offensack 4 gut zu erkennen. Zeitgleich mit dem Überziehen des Materialbandes 14 über die Formschulter 8 werden Luftdüsen 6 mittels eines

Hydraulikstempels 16 aus einer Ruheposition 32 (vergleiche Fig. 11) in eine Arbeitsposition 33 (siehe insbesondere Fig. 10) eingeschwenkt. In dieser Stellung sind die Luftdüsen 6 so angeordnet, dass sie einen definierten, wählbaren Abstand von typischerweise 2 bis 8 mm zur Formschulter 8 haben. Im

illustrierten Ausführungsbeispiel sind insgesamt zwei

Luftdüsen 6 vorhanden, wobei sich jeweils eine Luftdüse auf den beiden, sich im Wesentlichen parallel zur Förderrichtung 20 des Offensackes 4 erstreckenden Seiten befindet. Die

Austrittsöffnungen 37 der Luftdüsen 6 weisen leicht zueinander und im eingeschwenkten Zustand in die Förderrichtung 20 des Offensackes 4, siehe Fig. 6 bzw. Fig. 10. Die

Austrittsöffnungen 37 befinden sich jeweils am Ende eines im Wesentlichen rechtwinkeligen Knies, das an jeweils ein, in der Arbeitsposition 33 senkrecht stehendes Rohr anschließt, durch welches Heißluft zugeführt wird. Die Austrittsöffnungen 37 der Luftdüsen 6 sind außerdem angeschrägt, ähnlich zur Kontur der Formschulter 8, siehe Fig. 6, Fig. 10 und Fig. 11, wodurch das Einschwenken begünstigt wird.

Über die Luftdüsen 6 werden heiße Druckluft oder andere geeignete heiße Gase in den Überlappungsbereich 30, in welchem das Materialband 14 den offenen ersten Endbereich 38 V- oder U-förmig zwischen sich aufnimmt, eingeblasen. Hierdurch wird thermische Energie ohne Transfer durch das Trägermaterial 28 des Materialbandes 14 oder durch den Offensack 4 zwischen und somit auf die zu verbindenden Flächen 29, 34 aufgebracht, sodass diese anschmelzen. Je nachdem, ob die zu verbindenden Flächen jeweils beschichtet oder unbeschichtet sind, schmilzt die jeweilige Beschichtung oder das Material des Grundkörpers bzw. das Trägermaterial an. Die Druckluft bzw. geeignete Gase werden dabei über einen regelbaren Lufterhitzer 5 erhitzt. Der Energieeintrag kann hierbei über die Gastemperatur und/oder über den Druck - und damit über die eingeblasene Gasmenge - gezielt verändert werden.

Die angeschmolzenen Flächen 29, 34 des Offensackes 4 und des Materialbandes 14 werden anschließend durch unmittelbar nach der Formschulter 8 angebrachte Andruckrollen 9 aneinander gepresst, wodurch der Versiegelungs- bzw.

Verschweißungsvorgang beendet wird. D.h. die Schenkel des

Materialbandes 14 sind nun thermisch mit dem Grundkörper des Offensackes 4 verschweißt.

Die Andruckrollen 9 sind reibschlüssig mit dem Materialband 14 verbunden und fungieren gleichzeitig als Abzug des

Materialbandes 14 vom Materialbandabrollsystem 7. Die

Andruckrollen 9 werden mit einem über Frequenzumrichter regelbaren Elektromotor 19 angetrieben, siehe Fig. 5, und laufen mit synchroner Geschwindigkeit zum Riemensystem 2.

Nach den Andruckrollen 9 ist ein weiterer Sensor 12

angebracht, der die danach platzierte Abschneideeinheit 11 mit zwei Messern startet, siehe Fig. 6. Die Abschneideeinheit 11 schneidet das Materialband 14 zunächst in Förderrichtung 20 gesehen vor dem bereits verschlossenen ersten Endbereich 38 ab, siehe Fig. 6. Dadurch wird ein Überstehen des

Materialbandes 14 über die verschlossene Schnittkante 36 des ersten Endbereiches 38 in Förderrichtung minimiert bzw.

vermieden. Nachdem das Riemensystem 2 den Offensack 4 durch die Abschneideeinheit 11 hindurch befördert hat, wird das Materialband 14 in Förderrichtung 20 gesehen nach dem

verschlossenen ersten Endbereich 38 abgeschnitten, siehe Fig. 11. Somit kann der nun zweiseitig verschlossene Sack 25 ungehindert aus der Verschlussmaschine gefördert werden. Die anfallenden Abschnittstreifen werden beispielsweise mittels Druckluftdüsen und Leitbleche oder Vakuumabsaugung in einen dafür vorgesehenen Auffangbehälter transportiert.

Weiters wird über den Sensor 12 der Materialbandabzug mit den Andruckrollen 9 gestoppt und der Ausschwenkvorgang der

Luftdüsen 6 aus der Arbeitsposition 33 (vergleiche Fig. 6) in die Ruheposition 32 (vergleiche Fig. 11) gestartet. Fig. 11 zeigt, dass im Ausführungsbeispiel die Luftdüsen 6 vertikal nach oben ausschwenken, sodass der Schwenkvorgang in einer vertikalen Ebene, die parallel zur Förderrichtung 20 des Offensackes 4 liegt, erfolgt.

Abhängig von der chemischen Zusammensetzung und den

thermischen Materialeigenschaften des Offensackes 4 bzw.

dessen Oberfläche 34 und des Materialbandes 14 bzw. dessen Beschichtung 29 sind die Geschwindigkeit des Riemensystems 2, die Temperatur und der Druck bzw. die Menge der eingeblasenen heißen Gase sowie die exakte Position der Luftdüsen 6 im eingeschwenkten Zustand zur Formschulter 8 für den

Verschlussprozess maßgebend. Außerdem können sich äußere

Einflüsse wie Umgebungstemperatur, Luftfeuchtigkeit und

Verunreinigungen, insbesondere Staub, auf den

Verschweißvorgang auswirken. Über Bedienelemente, die im in Fig. 4 dargestellten Schaltschrank 13 angebracht sind, kann der Verschlussprozess diesbezüglich gesteuert und angepasst werden .

Das Verschließen von einem im Wesentlichen schlauchförmigen Ausgangsmaterial aus beschichtetem oder unbeschichtetem

Polyolefin-Gewebe , insbesondere Polypropylen- oder HDPE- Gewebe, zur Herstellung eines Offensackes 4 erfolgt völlig analog und ist nicht extra abgebildet. In diesem Fall tritt im geschilderten Ausführungsbeispiel statt des gefüllten

Offensackes 4 ein schlauchförmiges Ausgangsmaterial aus beschichtetem oder unbeschichtetem Polyolefin-Gewebe,

insbesondere Polypropylen- oder HDPE-Gewebe, wovon ein offener erster Endbereich 24 mit dem Materialband 14 erfindungsgemäß verschlossen wird. Dabei kann es eventuell günstig sein, das Ausgangsmaterial liegend zu befördern. In diesem Fall müsste die räumliche Anordnung der Vorrichtung angepasst werden.

Insbesondere müsste die Positionierung der

Beschneideeinrichtung 3, der Luftdüsen 8 in Arbeitsposition 33, der Formschulter 8, der Andruckrollen 9 und der

Abschneideeinheit 11 so gewählt sein, dass das liegend beförderte Ausgangsmaterial an einem offenen ersten Endbereich

24 beschnitten, in die Formschulter 8 eingeführt, mit dem Materialband 14 überzogen und verschweißt sowie aus der

Vorrichtung wieder heraus befördert werden kann. In einer weiteren, ebenfalls nicht extra abgebildeten

Ausführungsform kann das Materialband 14 zusätzlich noch vernäht werden, um beispielsweise besonderen Beanspruchungen zu genügen.

Ebenso ist es denkbar, mit der dargestellten Erfindung einen bereits verschlossenen Endbereich 24 eines Offensackes 4 oder eines zweiseitig verschlossenen Sackes 25 aus beschichtetem oder unbeschichtetem Polyolefin-Gewebe, insbesondere

Polypropylen- oder HDPE-Gewebe, mit einem beschichteten oder unbeschichteten Materialband 14 erfindungsgemäß ein zweites Mal zu verschließen. D.h. das Materialband 14 würde in diesem Fall über einen verschlossenen ersten Endbereich 24, 38 gezogen und mit diesem thermisch verschweißt werden.

Beispielsweise könnte somit ein bereits vernähter Endbereich zuverlässig abgedichtet oder ein bereits erfindungsgemäß verschlossener erster Endbereich 24, 38 zusätzlich verstärkt werden .

Es versteht sich, dass bei der Herstellung von Offensäcken 4 aus beschichtetem oder unbeschichtetem Polyolefin-Gewebe, insbesondere Polypropylen- oder HDPE-Gewebe, die

erfindungsgemäße einseitige Verschließung auch dann angewandt werden kann, wenn das schlauchförmige Ausgangsmaterial zusätzlich Material für einen Innensack umfasst. Ebenso können gefüllte Offensäcke 4 aus beschichtetem oder unbeschichtetem Polyolefin-Gewebe , insbesondere Polypropylen- oder HDPE- Gewebe, zur Herstellung von zweiseitig verschlossenen Säcken

25 erfindungsgemäß verschlossen werden, wenn der im

Wesentlichen schlauchförmige Grundkörper 23 einen Innensack umfasst . BEZUGSZEICHENLISTE Trägerkonstruktion Riemensystem zum Führen und Fixieren des Offensackes Beschneideeinrichtung gefüllter Offensack aus beschichtetem oder

unbeschichtetem Polyolefin-Gewebe, insbesondere Polypropylen- oder HDPE-Gewebe Lufterhitzer Luftdüsen Materialbandabrollsystem Formschulter Andruckrollen Sensor Abschneideeinheit Sensor Schaltschrank mit Bedienelementen Materialband Förderband Hydraulikstempel Motor für Riemensystem Motor für Förderband Motor für Andruckrollen Förderrichtung Umlenkrolle höhen erstellbares Schut zgeländer schlauchförmiger Grundkörper erster Endbereich des Offensackes zweiseitig verschlossener Sack zweiter Endbereich des Offensackes Schenkel des Materialbandes Trägermaterial Beschichtung Überlappungsbereich Spalt Ruheposition Arbeitsposition Oberfläche des Offensackes oder des zweiseitig

verschlossenen Sackes Flächen der Formschulter Schnittkante Austrittsöffnungen der Luftdüsen erster Endbereich des zweiseitig verschlossenen Sackes zweiter Endbereich des zweiseitig verschlossenen Sackes