STEIN, Bastian (Lotterstraße 88, Osnabrück, 49078, DE)
GAEDE, Christian (Buschstrasse 23, Kirchlengern, 32278, DE)
STEIN, Bastian (Lotterstraße 88, Osnabrück, 49078, DE)
| Ansprüche 1. Öffnungs- und/oder Schließvorrichtung, insbesondere für einen Schubkasten, mit einem an einem Schubeiement (1) festlegbaren Gehäuse (7), an dem eine Kurvenführung(12) für einen Mitnehmer (11) vorgesehen ist, der in eine Öffnungs- oder Schließrächtung vorgespannt ist, und einen mit dem Mitnehmer (11) koppelbaren Aktivator (8\ 8", 80, 80"), der durch einen Aktivatorträger (9) an einem Möbelkorpus festlegbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Aktivatorträger (9) ein hervorstehender Zapfen (16) zum Einfügen in eine Bohrung (17) einer Seitenwand (5) an dem Möbelkorpus und ein an eine Stirnseite (20) der Seitenwand (5) anlegbarer Halter (19) ausgebildet sind. 2. Öffnungs- und/oder Schließvorrichtung nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass der Halter (19) als abgewinkelter Steg ausgebildet ist. 3. Öffnungs- und/oder Schließvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Halter (19) über eine Sollbruchstelle (21) mit dem weiteren Aktivatorträger (9) verbunden ist. 4. Öffnungs- und/oder Schließvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Aktivatorträger (9) mindestens eine Öffnung ( 5) zur Fixierung des Aktivatorträgers (9) an der Seitenwand (5) über ein Befestigungsmittel vorgesehen ist. 5. Öffnungs- und/oder Schließvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Aktivator (80, 80') auf den Aktivatorträger (9) aufsteckbar ist. 6. Öffnungs- und/oder Schließvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Aktivator (80, 80') an dem Aktivatorträger (9) verrastbar ist. 7. Öffnungs- und/oder Schließvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass auf jeder Seite des Schubelementes (1) ein Aktivatorträger (9) mit einem Aktivator (8, 8', 8", 80, 80') angeordnet ist, die unterschiedlich ausgebildet sind. 8. Möbei, mit einem Möbelkorpus, an dem mindestens ein Schubelement (1) verfahrbar gelagert ist, dadurch gekennzeichnet, dass eine Öffnungs- und/oder Schließvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche vorgesehen ist. 9. Möbel nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Schubelement (1) als Schubkasten mit einer einwandigen Stahlzarge ausgebildet ist. 10. Möbel nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Schubelement (1) hängend an einer Rollenführung (3) verfahrbar gelagert ist. 11. Möbel nach einem der Ansprüche 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Öffnungs- und/oder Schließvorrichtung als Selbsteinzug ausgebildet ist. 12. Verfahren zur Montage einer Öffnungs- und/oder Schließvorrichtung, insbesondere nach einem der vorhergehenden Ansprüche, mit den folgenden Schritten: - Ausrichten und Vorfixieren eines Aktivatorträgers (9) an einer Seitenwand (5) eines Möbelkorpus durch Einstecken eines Zapfens (16) in eine Bohrung (17) in einer Seitenwand (5) des Möbelkorpus und Anlegen eines Halters ( 9) an einer Stirnseite (20) der Seitenwand (5), und - Festlegen des Aktivatorträgers (9) an der Seitenwand durch Einbringen eines Befestigungsmittels in eine Öffnung (15) in den Aktivatorträger. 13. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass ein Gehäuse (7) mit einer Kurvenführung (12) und einem daran gelagerten Mitnehmer (11) an einem Schubelement (1 ) fixiert wird und der Mitnehmer (11) mit dem Aktivator (8, 8', 8", 80, 80') gekoppelt wird. 14. Verfahren nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Halter (19) nach dem Festlegen des Aktivatorträgers (9) an der Sei- tenwand (5) von dem Aktivatorträger (9) abgetrennt wird. |
Es gibt Öffnungs- und/oder Schließvorrichtungen, bei denen an einer Ausziehführung eine Kurvenführung mit einem Mitnehmer angeordnet ist, wobei eine verfahrbare Laufschiene der Auszugsführung in dem Bereich benachbart zu der Schiießposition über einen mit dem Mitnehmer koppelbaren Aktivator in eine geöffnete oder geschlossene Position bewegt werden kann. Solche Öffnungs- und/oder Schließvorrichtungen haben sich bewährt, allerdings besteht das Problem, dass eine hohe Genauigkeit beim Einbau erforderlich ist. Meist ist es daher erforderlich, dass der Aktivator an der Auszugsführung sowie das Gehäuse am Möbelkorpus durch den Hersteiler montiert wird, damit eine sichere Funktion gewährleistet werden kann. Werden Gehäuse und Aktivator nicht exakt zueinander ausgerichtet, kann dies zu Fehlfunktionen und einer Beschädigung führen. Eine Montage durch den Endverbraucher ist daher nicht vorge- sehen. Zudem werden die Öffnungs- und/oder Schließvorrichtungen für wälz- körpergeführte Auszugsführungen angeboten, die nur geringe Toleranze und einen hohe Seitenstabilität aufweisen. Ein Einsatz bei rollengeführten Systemen, die zwar kostengünstiger sind, aber eine geringe Seitenstabilität aufweisen, ist nicht vorgesehen.
Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Öffnungs- und/oder Schließvorrichtung zu schaffen, die einfach zu montieren ist und auch Toleranzen ausgleichen kann. Diese Aufgabe wird mit einer Öffnungs- und/oder Schließvorrichtung mit den Merkmalen des Anspruches 1 gelöst.
Erfindungsgemäß ist an dem Aktivatorträger ein hervorstehender Zapfen zum Einfügen in eine Bohrung einer Seitenwand an dem Möbelkorpus und ein an einer Stirnseite der Seitenwand anlegbarer Halter ausgebildet. Dadurch kann der Aktivatorträger auf einfache Weise bei der Montage ausgerichtet werden, da der Aktivatorträger mit dem Zapfen in eine Bohrung der Seitenwand eingefügt wird, wobei solche Bohrungen bei der Herstellung der Seitenwände als vertikale Lochreihen in Standardmaßen bereitgestellt werden. Beispielsweise können vertikale Lochreihen in regelmäßigen Abständen zwischen 2 bis 4 cm von der Stirnseite der Seitenwand eingebracht werden, um Regalböden oder andere Bauteile festzulegen. Der Aktivatorträger kann dadurch mit dem Zapfen an der Seitenwand vorfixiert werden, wobei für eine horizontale Ausrichtung des Aktivatorträgers zusätzlich ein Halter vorgesehen ist, der an eine Stirnseite der Seitenwand anlegbar ist. Da der Abstand zwischen der Stirnseite und der standardisiert eingebrachten Bohrung bekannt ist, kann dadurch eine horizontale Ausrichtung des meist leistenförmigen Aktivatorträgers erfolgen. Dadurch kann der Aktivator an dem Aktivatorträger relativ exakt an der Seitenwand des Möbelkorpus montiert werden, so dass eine Montage auch durch Endverbraucher ausgeführt werden kann.
Der Halter ist vorzugsweise als abgewinkelter Steg ausgebildet. Dadurch kann er einfach gegen eine Kante an der Stirnseite der Seitenwand gedrückt werden. Um nach der Montage den Halter nicht in einem sichtbaren Bereich vorzusehen, kann der Halter über eine Sollbruchstelle mit dem Aktivatorträger verbunden sein. Dadurch kann der Halter nach der Montage von dem weiteren
Aktivatorträger abgetrennt und entsorgt werden. Der Aktivatorträger umfasst mindestens eine Bohrung zur Fixierung des
Aktivatorträgers an der Seitenwand, so dass auf einfache Weise eine dauerhafte Fixierung des Aktivatorträgers über ein Befestigungsmittel, beispielsweise Holzschrauben, vorgenommen werden kann. Das Befestigungsmittel kann alternativ auch ein integral ausgebildeter weiterer Zapfen sein.
Gemäß einer weiteren Ausgestaltung ist der Aktivator auf den Aktivatorträger aufsteckbar. Dies ermöglicht den Einsatz von baugleichen Aktivatorträgern, auch wen der Aktivator für die rechte und linke Seite eines Schubelementes unterschiedlich ist. Durch den Aufbau als Wendeaktivator kann ein Aktivator durch unterschiedliches Aufstecken auf den Aktivatorträger unterschiedliche Abstände zwischen Korpuswand und Öffnungs- und/oder Schließvorrichtung überbrücken. Weiterhin ist der Wendeaktivator so aufgebaut, dass er nur so aufgesteckt werden kann, dass er rechts oder links in Eingriff mit der Öffnungsund Schließvorrichtung gelangen kann. Eine Fehlfunktion durch Vertauschen von rechts und links ist somit ausgeschlossen. Wird ein auf eine linksseitige Verwendung gesteckter Aktivator rechtsseitig montiert, gelangt er durch die Abschrägung nicht in Eingriff mit der rechtsseitigen Öffnungs- und/oder
Schließvorrichtung und umgekehrt. Häufig variieren die Einbaumaße zwischen rechter und linker Seite, da eine Seite des Führungssystems vielfach als Festlager und die gegenüberliegende Seite als Loslager ausgeführt ist. Für eine dauerhafte Befestigung kann der Aktivator auch auf den Aktivatorträger verrastet oder geklebt werden. Erfindungsgemäß wird auch ein Möbel bereitgestellt, an dem mindestens ein
Schubelement verfahrbar gelagert ist, wobei eine oben beschriebene Öffnungsund/oder Schließvorrichtung vorgesehen ist. Das Schubelement kann dabei als Schubkasten mit einwandiger Stahlzarge ausgebildet sein. Dadurch kann das Gehäuse mit der Kurvenführung an der Unterseite des Bodens montiert wer- den, während der Aktivator mit dem Aktivatorträger an einer Seitenwand festgelegt wird. Die Ausbildung des Schubkastens mit einwandiger Stahlzarge ermöglicht eine kostengünstige Ausgestaltung und zudem den Einsatz einer Rollenführung, wobei die Rollen an der Seitenwand des Möbelkorpus festgelegt sind und eine obere Kante der Stahlzarge auf den Rollen aufliegt. Dadurch kann das Schubelement auf einfache Weise hängend an der Rollenführung verfahrbar gelagert sein. Durch den Aktivator, insbesondere einen
aufsteckbaren Aktivator, können dann auf einfache Weise Toleranzen in eine Richtung quer zur Öffnungs- oder Schließrichtung ausgeglichen werden. Die öffnungs- und/oder Schließvorrichtung ist vorzugsweise als Selbsteinzug ausgebildet, kann aber auch für ein Ausstoßsystem eingesetzt werden, beispielsweise einen Schubkasten, der in der Schließposition verrastbar ist.
Erfindungsgemäß wird auch ein Verfahre zur Montage einer Öffnungs- und/oder Schließvorrichtung bereitgestellt, wobei zunächst ein Aktivatorträger an einer Seitenwand eines Möbelkorpus durch Einstecken eines Zapfens in eine Bohrung in einer Seitenwand des Möbelkorpus und ein Anlegen eines Halters an eine Stirnseite der Seitenwand ausgerichtet und vorfixiert wird. Anschließend wird der Aktivator an der Seitenwand durch Einbringen eines Befes- tigungsmittefs in eine Öffnung in den Aktivatorträger festgelegt. Der Monteur muss daher keinerlei Messung durchführen, sondern kann den Aktivatorträger unmittelbar an der Seitenwand ausrichten. Vorzugsweise wird zudem ein Gehäuse mit einer Kurvenführung und einem daran gelagerten Mitnehmer an einem Schubelement fixiert, beispielsweise an der Unterseite eines Bodens eines Schubelementes, und anschließend wird der Mitnehmer mit dem Aktivator gekoppelt Dadurch kann mit wenigen Schritten eine Montage der Öffnungs- und/oder Schließvorrichtung erfolgen. Das Gehäuse kann dabei an der Unterseite des Schubkastens durch den Boden ausgerichtet werden, beispielsweise derart, dass der Boden zu einer Frontseite hin fluchtend mit dem Gehäuse mit der Kurvenführung abschließt.
Damit der Halter des Aktivatorträgers nach der Montage den optischen Eindruck nicht stört, kann dieser vorzugsweise nach dem Festlegen des
Aktivatorträgers an der Seitenwand abgetrennt und entsorgt werden.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand mehrerer Ausführungsbeispiele mit Bezug auf die beigefugten Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
Figur 1 eine perspektivische Ansicht einer Öffnungs- und/oder
Schließvorrichtung im montierten Zustand;
Figur 2 eine Draufsicht auf die Öffnungs- und/oder Schließvorrichtung der Figur 1 ;
Figur 3 eine Ansicht von oben auf die Öffnungs- und/oder
Schließvorrichtung der Figur 1 ;
Figur 4 eine perspektivische Ansicht der Seitenwand mit dem
Aktivatorträger bei der Montage;
Figur 5 eine Seitenansicht des Aktivatorträgers nach der Montage;
Figuren 6A und 6B zwei Ansichten des Aktivatorträgers mit Aktivator der
Figuren 4 und 5;
Figuren 7A und 7B zwei Ansichten eines modifizierten Aktivatorträgers mit
Aktivator für eine Öffnungs- und/oder Schließvorrichtung; Figuren 8A und 8B zwei Ansichten einer modifizierten Ausgestaltung eines
Aktivatorträgers mit Aktivator für eine Öffn ungs- und/oder Schließvorrichtung;
Figuren 9A und 9B zwei Ansichten eines modifizierten Aktivatorträgers vor der Verbindung mit einem Aktivator;
Figuren 10A bis 10C mehrere Ansichten eines Aktivators für einen
Aktivatorträger der Figur 9, und
Figuren 11 A und 11 B zwei Ansichten eines Aktivators für einen
Aktivatorträger gemäß der Figur 9.
Ein Schubelement 1 in Form eines Schubkastens umfasst eine Seitenwand 2 aus einem einwandigen Stahlblech, die am oberen Ende abgekantet ist und eine horizontale Kante 4 aufweist, die eine Lauffläche für eine Rollenführung mit Rollen 3 bildet. Die Rollenführung umfasst mehrere Rollen 3, die drehbar an einer Seitenwand 5 eines Möbelkorpus gelagert sind. Das Schubelement 1 ist somit hängend an gegenüberliegenden Seitenwänden 2 gehalten. Zwischen den Seitenwänden 2 ist ein Boden 6 ausgebildet, an dem ein Gehäuse 7 mit einer Kurvenführung für einen Selbsteinzug ausgebildet ist.
An der Seitenwand 5 ist ferner ein Aktivatorträger 9 festgelegt, der einen Aktivator 8 in Form eines senkrecht von der Seitenwand 5 hervorstehenden Vor- Sprunges ausgebildet ist. Dabei steht der Aktivator 8 von dem Aktivatorträger 9 in einem Winkel zur Horizontalen schräg nach oben hervor, wobei für die rechte Seitenwand 5 und die linke Seitenwand 5 unterschiedliche Einheiten aus Aktivatorträger 9 und Aktivator 8 angeordnet sind. Dadurch kann die Formgebung für den Aktivator 8 für das Schubelement 1 optimiert ausgewählt wer- den und insbesondere auch eine große Toleranz ausgeglichen werden, die notwendig ist, wenn das Schubelement 1 mit geringer Seitenstabilität entlang der Rollenführung 3 verfahren wird.
In Figur 3 ist das am Boden 6 montierte Gehäuse 7 gezeigt, in dem eine Kur- venführung 12 mit einen abgewinkelten Endabschnitt 13 angeordnet ist. Entlang der Kurvenführung 12 ist ein Mitnehmer 11 verfahrbar, der durch eine nicht dargestellte Feder nach links in Figur 3, also in Schließrichtung, vorgespannt ist und an dem angewinkelten Endabschnitt 13 verrastet und geparkt werden kann. Der Mitnehmer 11 wird bei Erreichen des abgewinkelten Endab- Schnittes 13 verschwenkt, so dass der in einer Aufnahme an dem Mitnehmer 11 angeordnete Aktivator 8 freigegeben wird und das Schubelement 1 ungehindert von dem Aktivator 8 weiter in Öffnungsrichtung bewegt werden kann. Wird das Schubelement 1 in Schiießrichtung bewegt, greift der Aktivator 8 in die Aufnahme an dem Mitnehmer 11 und zieht diesen aus der geparkten Position von dem abgewinkelten Endabschnitt 13 in die Kurvenführung 12, so dass der Mitnehmer 11 nun aufgrund der Kraft der Feder das Schubelement 1 in die Schließposition zieht. Dabei kann ein Dämpfer vorgesehen sein, um die
Schließgeschwindigkeit abzubremsen.
Das Gehäuse 7 ist dabei über Befestigungsmittel an dem Boden 6 festgelegt, die in Öffnungen an Endabschnitten 14 eingebracht sind, beispielsweise als Holzschrauben. In Figur 4 ist der Aktivator 8 an dem Aktivatorträger 9 bei der Montage gezeigt. Der leistenförmige Aktivatorträger 9 umfasst auf der zur Settenwand 5 gerichteten Seite einen hervorstehenden Zapfen 6, der in eine Bohrung 17 an der Seitenwand 5 eingefügt wird. An der Seitenwand 5 befinden sich meist eine Vielzahl von Bohrungen 17 in einem vorbestimmten Abstand zu einer vorderen Stirnkante 20 des Möbelkorpus. Dadurch kann der Aktivatorträger auf einfache Weise in unterschiedlichen Höhen an der Seitenwand 5 montiert werden. Der Aktivatorträger 9 umfasst an seinem vorderen Ende einen winkelförmigen Halter, der mit einem abgewinkelten Steg 9 an die Stirnkante 20 anlegbar ist. Der abgewinkelte Steg 19 ist über einen Endabschnitt 18 mit dem Körper des Aktivatorträgers 9 verbunden, wobei der Endabschnitt 18 einen geringeren
Querschnitt aufweist als der Körper des leistenförmigen Aktivatorträgers 9. An dem Aktivatorträger 9 sind zwischen dem Zapfen 9 und dem Aktivator 8 Öffnungen 15 ausgespart, in die Befestigungsmittei zur Fixierung des
Aktivatorträgers 9 an der Seitenwand 5 eingebracht werden können. In Figur 5 ist der Aktivatorträger 9 an der Seitenwand 5 vorfixiert. Hierfür ist der Zapfen 16 in die Bohrung 17 eingesteckt und der Halter ist mit dem abgewinkelten Steg 19 an der Seitenwand 20 angeordnet. Dadurch ist der Aktivatorträger 9 vorfixiert und in horizontale Richtung ausgerichtet. In dieser Position kann nun der Aktivatorträger 9 durch Befestigungsmittel an der Seitenwand 5 fixiert werden, wobei ein oder mehrere Schrauben in die dafür vorgesehenen Öffnungen 15 eingebracht werden. Der Aktivator 8 ist somit in einer relativ genauen Position relativ zu der vorderen Stirnkante 20 der Seitenwand 5 positioniert. Nach der Fixierung des Aktivatorträgers 9 über Befestigungsmitte! kann der Endabschnitt 18 zusammen mit dem Halter 19 von dem Aktivatorträger 9 entfernt werden, damit die im sichtbaren Bereich liegende Stirnkante 20 nicht teilweise überdeckt wird. in den Figuren 6A und 6B ist der Aktivatorträger 9 im Detail gezeigt. Der leis- tenförmige Aktivatorträger 9 ist einstückig aus Kunststoff gebildet, wobei der Aktivator 8 senkrecht von dem Aktivatorträger 9 hervorsteht. Damit der Aktivator 8 auch bei Stoßbelastungen relativ stabil an dem Aktivatorträger 9 gehalten ist, ist eine Verstärkungsrippe 22 zwischen dem Aktivator 8 und dem
Aktivatorträger 9 ausgebildet.
Zwischen dem Endabschnitt 18 und dem dickeren Bereich des Aktivatorträgers 9 ist eine Sollbruchstelie 21 vorgesehen, die ein leichtes Entfernen des winkelförmigen Halters 19 mit dem Endabschnitt 18 ermöglicht. Der Halter 19 dient lediglich zur Vorfixierung und Ausrichtung des Aktivatorträgers 9 bei der Mon- tage.
Bei den nachfolgenden modifizierten Ausführungsbeispielen werden dieselben Bezugszeichen für die gleichen Bauteile verwendet. Lediglich die modifizierten Bauteile sind mit geänderten Bezugszeichen versehen.
Der in den Figuren 7A und 7B gezeigte Aktivatorträger 9 ist mit einem modifizierten Aktivator 8' verbunden, der zu einer horizontalen Ebene symmetrisch ausgebildet ist und einen oberen Schenkel 80 und einen unteren Schenkel 81 aufweist, wobei der Aktivator 8' im Wesentlichen V-förmig ausgebildet ist.
Durch die symmetrische Ausbildung des Aktivators 8' kann dieser sowohl für die rechte als auch die linke Seite an dem Schubelement 1 eingesetzt werden.
In Figur 8A und 8B ist eine weitere Ausführungsform eines Aktivatorträgers 9 gezeigt, bei dem integral ein Aktivator 8" ausgebildet ist, der senkrecht von dem leistenförmigen Aktivatorträger 9 hervorsteht und über eine breite Verstärkungsstrebe 23 gehalten ist. Der Aktivator 8" besitzt denselben Querschnitt wie der Aktivatorträger 9 und ist horizontal ausgerichtet, so dass eine Verwendung der Einheit aus Aktivatorträger 9 und Aktivator 8" für die rechte und linke Seite eines Schubelementes 1 genutzt werden kann. In dem Aktivatorträger 9 sind zwei Öffnungen 15 zum Einbringen eines Befestigungsmittels ausgebildet und ferner ist ein rückseitig hervorstehender Zapfen 16 zum Einstecken in eine Bohrung 17 in der Seitenwand 5 ausgespart. Der Halter 19 ist durch einen abgewinkelten Steg gebildet, der an die Stirnkante 20 der Seitenwand 5 anlegbar ist, wobei hier die Solibruchstelle so ausgebildet ist, dass nur der abgewinkelte Steg 19 von dem Aktivatorträger 9 abgetrennt und entferne werden kann.
In den Figuren 9A und 9B ist ein Aktivatorträger 9 aus Kunststoff dargestellt, der einen rückseitig hervorstehenden Zapfen 16 zum Einfügen in eine Bohrung 17 umfasst. Ferner ist an einem Ende ein winkelförmiger Halter 19 ausgebildet. Benachbart zu den Öffnungen 15 zum Einbringen eines Befestigungsmittels ist ein Vorsprung 28 ausgebildet, der über eine Verstärkungsstrebe 22 mit dem leistenförmigen Körper des Aktivatorträgers 9 verbunden ist. An dem Vorsprung 28 ist ein Aktivator aufsteckbar.
In den Figuren 10A bis 10C ist ein Aktivator 80 gezeigt, der auf den Vorsprung 28 des Aktivatorträgers 9 der Figuren 9A und 9B aufsteckbar ist. Der Vorsprung 28 weist eine T-förmige Querschnittskontur auf, die in eine Nut 81 oder eine Nut 82 an dem Aktivator 80 einfügbar ist. Die Nut 82 besitzt einen verbreiterten Innenraum 83 und kann somit den T-förmigen Vorsprung 28 umschließen. Dabei ist die Nut 82 beabstandet von einer Mittelebene des Aktivators 80 angeordnet und die Nuten 81 und 82 sind einerseits an gegenüberliegenden Seiten des Aktivators 80 und andererseits in der Höhe versetzt angeordnet. Dadurch kann der Aktivatorträger 9 der Figuren 9A und 9B sowohl für die rechte als auch die linke Seite eines Schubelementes 1 eingesetzt werden, wobei abhängig von der Seite der Aktivator 80 mit der Nut 81 oder der Nut 82 auf den Vorsprung 28 aufgesteckt wird. Die Nuten 81 und 82 sind im Querschnitt dabei baugleich ausgeführt. In der Tiefe sind die Nuten 81 und 82 für rechts und links jedoch unterschiedlich ausgeführt, um unterschiedliche Abstände zwischen Korpuswand und der Öffnungs- und/oder Schließvorrichtung zu überbrücken. Weiterhin kann ein auf„rechts" gesteckter Aktivator bei der Montage auf der linken Korpuswand nicht in Eingriff mit der linksseitigen Öffnungs- und/oder Schließvorrichtung aufgrund einer Abschrägung gelangen und umgekehrt.
Um den Aktivator 80 sicher an dem Aktivatorträger 9 zu verrasten, sind nach außen hervorstehende Noppen 84 benachbart zu der Nut 8 bzw. 82 vorgesehen, die mit entsprechenden Aufnahmen an dem Vorsprung 28 zusammenwirken. Dadurch wird ein versehentliches Abziehen des Aktivators 80 von dem Vorsprung 28 vermieden.
Benachbart zu der Nut 82 ist eine Hohlkammer 85 in dem Aktivator 80 ausgebildet, an der sich eine Anlaufschräge 86 an der Außenseite erstreckt. Die Anlaufschräge 86 mündet an einem horizontalen Endabschnitt 87, der in die Auf- nähme an dem Mitnehmer 11 einsteckbar ist, wenn der Aktivator 80 mit der Nut 82 auf den Vorsprung 28 aufgesteckt ist. in den Figuren 11 A und 11 B ist eine modifizierte Ausgestaltung eines Aktiva- tors 8' gezeigt, der im Aufbau dem Aktivator der Figuren 10A bis 10C entspricht, allerdings zusätzlich im Bereich zum Eingriff mit dem Mitnehmer 11 eine elastische BeSchichtung 87' aufweist. Die elastische Beschickung 87' kann beispielsweise aus Gummi oder einem anderen elastischen Kunststoffmaterial bestehen und dient zur Verminderung von Geräuschen, die beim Auftreffen des Mitnehmers 11 auf den Aktivator 80' entstehen können.
In dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist der Mitnehmer 11 durch eine Feder in Schließrichtung gespannt, so dass das Schubelement bei Eingriff des Mitnehmers 11 mit dem Aktivator 8, 8', 8", 80, 80' in Schließrichtung gezogen wird. Dadurch wird ein Selbsteinzug ausgebildet, der optional auch gedämpft sein kann. Es ist natürlich auch möglich, den beschriebenen Einzugsmechanismus als Ausstoßvorrichtung zu nutzen, so dass eine Feder den Mitnehmer 11 in Öffnungsrichtung vorspannt und in einer Schließposition des Schubelements 1 verrastbar ist. Durch Entriegelung eines Rastmechanismus kann dann das Schubelement 1 durch den Mitnehmer 11 in Öffnungsrichtung bewegt werden.
Bezugszeichenliste
1 Schubelement
2 Seitenwand
3 Rolle
4 Kante
5 Seitenwand
6 Boden
7 Gehäuse
8 Aktivator
8' Aktivator
8" Aktivator
9 Aktivatorträger
11 Mitnehmer
12 Kurvenführung
13 Endabschnitt
15 Öffnung
16 Zapfen
17 Bohrung
18 Endabschnitt
19 Steg / Halter
20 Stirnkante
21 Sollbruchstelle
22 Verstärkungsrippe
23 Verstärkungsstrebe 28 Vorsprung
80 Aktivator
80' Aktivator
81 Nut
82 Nut
84 Noppen
85 Hohlkammer
86 An lauf schräge
87 Endabschnitt 87' Beschickung
