MÜLLER, Otto (Ziegelhüttenweg 130, Sesslach, 96145, DE)
HÄBLER, Peter (Randstr. 23, Langewiesen, 98704, DE)
HENTSCHEL, Joachim (Hohestr. 10, Weitramsdorf, 96479, DE)
MÜLLER, Otto (Ziegelhüttenweg 130, Sesslach, 96145, DE)
HÄBLER, Peter (Randstr. 23, Langewiesen, 98704, DE)
| Patentansprüche 1 . Bedienvorrichtung (1 ) für ein Fahrzeug, mit einem durch eine Bedienperson betätigbaren Bedienelement (2) und einem elektrischen Schalter (8), welcher abhängig von einer Betätigung des Bedienelements (2) betätigbar ist, und mit Übertragungsmitteln (3, 6) zum Übertragen eines Betätigungsdrucks von dem Bedienelement (2) auf den Schalter (8), dadurch gekennzeichnet, dass die Übertragungsmittel (3, 6) ein Fluid (3) zum Übertragen des Betätigungsdrucks umfassen. 2. Bedienvorrichtung (1 ) nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass das Bedienelement (2) zumindest bereichsweise flexibel, insbesondere aus einem elastischen und/oder biegbaren Material, ausgebildet ist. 3. Bedienvorrichtung (1 ) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Fluid (3) unmittelbar an das Bedienelement (2) angrenzt. 4. Bedienvorrichtung (1 ) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Bedienelement (2) zumindest zwei flexible Betätigungsflächen (1 1 , 12, 13) aufweist und die Bedienvorrichtung (1 ) für jede Betätigungsfläche (1 1 , 12, 13) einen elektrischen Schalter (8) aufweist, wobei die Übertragungsmittel (3, 6) für jede Betätigungsfläche (1 1 , 12, 13) jeweils ein Fluid (3) zum Übertragen des Betätigungsdrucks von der jeweiligen Betätigungsfläche (1 1 , 12, 13) auf den zugeordneten Schalter (8) umfassen. 5. Bedienvorrichtung (1 ) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Übertragungsmittel (3, 6) zusätzlich ein eigensteifes Stößelelement (6) umfassen, mittels welchem der Betätigungsdruck streckenweise von dem Bedienelement (2) auf den Schalter (8) übertragbar ist. 6. Bedienvorrichtung (1 ) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Stößelelement (6) zwischen dem Fluid (3) und dem Schalter (8) angeordnet ist. 7. Bedienvorrichtung (1 ) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Bedienvorrichtung (1 ) einen Grundträger (5) aufweist und das Fluid (3) in einem zwischen dem Bedienelement (2) und dem Grundträger (5) ausgebildeten Raum (17) angeordnet ist. 8. Bedienvorrichtung (1 ) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Bedienvorrichtung (1 ) eine Dichtung (4) aufweist, mittels welcher der Raum (17) abgedichtet ist. 9. Bedienvorrichtung (1 ) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Dichtung (4) an den Grundträger (5) unmittelbar anschließt, so dass der Raum (17) unmittelbar durch die Dichtung (4) einerseits und durch das Bedienelement (2) andererseits begrenzt ist. 10. Bedienvorrichtung (1 ) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Fluid (3) derart bezüglich des Schalters (8) angeordnet ist, dass beim Betätigen des Bedienelements (2) der Druck durch das Fluid (3) hin zum Schalter (8) zumindest streckenweise in einer Richtung (24) übertragbar ist, die mit einer Betätigungsrichtung (23) einen Winkel größer als 0 °, insbesondere einen Winkel von 90 °, einschließt. Bedienvorrichtung (1 ) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Bedienelement (2) mit einem Kennzeichen (14, 15, 16) versehen ist, welches bezüglich des Schalters (8) in einer Haupterstreckungsrichtung des Bedienelements (2) versetzt angeordnet ist. |
Die Erfindung betrifft eine Bedienvorrichtung für ein Fahrzeug. Die Bedienvorrichtung umfasst ein durch eine Bedienperson betätigbares Bedienelement, wie auch einen elektrischen Schalter, welcher abhängig von einer Betätigung des Bedienelements betätigbar ist. Die Bedienvorrichtung umfasst außerdem Übertragungsmittel, welche zum Übertragen eines Betätigungsdrucks von dem Bedienelement auf den Schalter dienen.
Solche Bedienvorrichtungen sind Stand der Technik und somit bekannt, nämlich beispielsweise aus der Druckschrift CN 201 134365 Y und der Druckschrift
JP 1258325 A. Bei diesen bekannten Bedienvorrichtungen erfolgt die Übertragung des Betätigungsdrucks mithilfe eines beweglichen mechanischen Elements - beispielsweise eines Stößels. Bei solchen Bedienvorrichtungen ist als nachteilig der Umstand anzusehen, dass sie eine Vielzahl von Bauteilen aufweisen, die aufeinander abgestimmt werden müssen. Insbesondere können dabei nur ganz geringe Abweichungen der Abmessungen der Bauteile von einem Sollmaß zugelassen werden, was in der
Produktion manchmal schwierig zu realisieren ist. Es ist au ßerdem nachteilig, dass für solche mechanische Bedienvorrichtungen eine entsprechend große Bautiefe erforderlich ist - dies aufgrund der Vielzahl von Bauelementen.
Es sind au ßerdem kapazitive Bedienvorrichtungen bekannt: Die Druckschrift
WO 2007/014780 A1 beschreibt ein Bedienelement für Kraftfahrzeuge. Ein Druckknopf ist in einem Gehäuse verschiebbar gelagert. Es sind sowohl an dem Druckknopf als auch an dem Gehäuse aus Metall ausgebildete Elektroden angebracht, die miteinander kapazitiv zusammenwirken. Eine Veränderung der Kapazität zwischen den Elektroden kann durch ein Elektronikmodul erfasst und ausgewertet werden.
Es sind au ßerdem berührungsempfindliche Bedienvorrichtungen bekannt, bei denen ebenfalls das Prinzip der Auswertung einer Kapazitätsänderung genutzt wird. Die kapazitiven Bedienvorrichtungen haben im Allgemeinen den Nachteil, dass die
Bedienperson keine haptische Rückmeldung erhält, wenn sie die Bedienvorrichtung betätigt. Je nach Geschwindigkeit der Kapazitätsänderung ist au ßerdem ein rasches Auswerten dieser Änderung unter Umständen nicht möglich. Es ist Aufgabe der Erfindung, eine Bedienvorrichtung der eingangs genannten Gattung bereitzustellen, welche besonders benutzerfreundlich ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Bedienvorrichtung mit den Merkmalen gemäß Patentanspruch 1 gelöst. Vorteilhafte Ausführungen der Erfindung sind
Gegenstand der abhängigen Patentansprüche und der Beschreibung.
Eine erfindungsgemäße Bedienvorrichtung für ein Fahrzeug umfasst ein Bedienelement, welches durch eine Bedienperson betätigt werden kann. Die Bedienvorrichtung umfasst auch einen elektrischen Schalter, der abhängig von einer Betätigung des
Bedienelements betätigbar ist. Es sind Übertragungsmittel bereitgestellt, welche zum Übertragen eines Betätigungsdrucks von dem Bedienelement auf den Schalter dienen. Die Übertragungsmittel umfassen ein Fluid zum Übertragen des Betätigungsdrucks.
Erfindungsgemäß wird also der Betätigungsdruck, welchen eine Bedienperson auf das Bedienelement ausübt, auf den elektrischen Schalter durch ein Fluid übertragen. Die Erfindung hat diverse Vorteile: Zum einen ist eine geringe Bautiefe bei der
Bedienvorrichtung möglich - es kann eine dünne Bedienvorrichtung bereitgestellt werden. Zum anderen kann die Kraftübertragung von dem Bedienelement auf den Schalter nahezu reibungsfrei und somit verschlei ßarm erfolgen. Die Übertragung des Betätigungsdrucks kann darüber hinaus auch über längere Strecken innerhalb der Bedienvorrichtung stattfinden, so dass der Schalter quasi an beliebiger Stelle
unabhängig von der Betätigungsstelle angeordnet werden kann. Dies erweist sich insbesondere bei Kraftfahrzeugen als besonders vorteilhaft: Das Bedienelement kann beispielsweise an einer erster Stelle im Fahrzeug - beispielsweise an einer Mittelkonsole - angeordnet sein, während der Schalter mit einem Elektronikmodul an einer entfernten zweiten Stelle liegen kann. Das Fluid sorgt au ßerdem für eine haptische Rückmeldung an die Bedienperson beim Betätigen des Bedienelements; zum Beispiel kann hier eine haptische Rückmeldung des Schalters über das Fluid auf das Bedienelement zurück übertragen werden. Nicht unerwähnt sollte au ßerdem ein weiterer Vorteil der
erfindungsgemäßen Bedienvorrichtung bleiben, nämlich dass sie aufgrund des
Vorhandenseins des Fluids optisch ansprechend gestaltet werden kann. Und zwar kann beispielsweise - wenn das Fluid lichtdurchlässig ist - das Bedienelement beleuchtet werden, nämlich beispielsweise an dem Bedienelement angebrachte Symbole. Ist auch das Bedienelement aus einem lichtdurchlässigen Material bereitgestellt, so ergibt sich für die Bedienperson ein zusätzlicher optischer Effekt. Also beinhaltet die Bedienvorrichtung ein Fluid, welches zum Übertagen des
Betätigungsdrucks dient. Unter einem Fluid wird vorliegend insbesondere ein solches Medium verstanden, bei welchem beim Ausüben eines Drucks von außen ein gleicher Druck an jedem Punkt dieses Fluids herrscht. Das Fluid umfasst bevorzugt ein dauerelastisches und/oder hydraulisches und/oder pneumatisches Medium. Das Fluid kann beispielsweise eine Flüssigkeit, ein Gas, ein Gel oder eine beliebige Kombination aus diesen Medien sein. Vorzugsweise wird jedoch ein derartiges Fluid eingesetzt, welches inkompressibel beziehungsweise unkomprimierbar ist und somit im
Wesentlichen keine Änderung des Volumens unter Druckeinwirkung aufzeigt. Bei einem solchen Fluid ist nämlich die Übertragung des Betätigungsdrucks ohne Druckverluste möglich.
Es erweist sich als besonders vorteilhaft, wenn das Bedienelement zumindest bereichsweise aus einem elastischen und/oder biegbaren Material ausgebildet ist. Dann ist das Bedienelement zumindest bereichsweise flexibel und kann durch eine
Bedienperson besonders leicht betätigt werden. Der flexible Bereich des Bedienelements bildet vorzugsweise eine Betätigungsfläche, die durch die Bedienperson gedrückt werden kann. Das Bedienelement ist bevorzugt - zumindest bereichsweise - ein dünnes beziehungsweise flaches Element. Es kann beispielsweise aus einer Folie und/oder einem dünnwandigen Kunststoff und/oder aus einem Elastomer gebildet sein. Ein dünnwandiger Kunststoff kann dabei durch ein Spritzgießverfahren bereitgestellt sein. Bei einer entsprechend hohen Viskosität des Fluids kann auch ein Kunststoffteil für das Bedienelement eingesetzt werden, welches aus zwei verschiedenen Kunststoffen aufgebaut wird, die sich während des Spritzprozesses miteinander nicht verbinden.
Ein zumindest bereichsweise flexibles Bedienelement hat den Vorteil, dass für die Betätigung des Bedienelements keine zusätzlichen Lager oder Führungen bereitgestellt werden müssen; das Bedienelement wird bei einer Betätigung verformt, und der beim Verformen wirkende Betätigungsdruck wird über das Fluid auf den Schalter übertragen. Die Bedienvorrichtung ist somit besonders verschleißarm.
Das Bedienelement kann beispielsweise die Form einer Haube bzw. einer Kappe bzw. einer Bedeckung aufweisen. Es kann eine Betätigungswand - an diese grenzt das Fluid bevorzugt unmittelbar an - aufweisen, an welche sich an jeder Seite jeweils eine Seitenwand im rechten Winkel anschließt. Dann ist das Bedienelement im Wesentlichen quaderförmig. Also kann das Bedienelement zumindest bereichsweise ein flaches beziehungsweise dünnes Element sein. Es ist vorzugsweise eine flache Blende. Es kann beispielsweise eine Dicke aus einem Wertebereich von 0,1 mm bis 3 mm aufweisen, insbesondere aus einem Wertebereich von 0,1 mm bis 1 mm. Das Bedienelement - insbesondere seine Betätigungswand - kann au ßerdem eine Breite aus einem Wertebereich von 1 cm bis 30 cm aufweisen, insbesondere aus einem Wertebereich von 5 cm bis 15 cm. Auch eine Länge des Bedienelements - insbesondere der Betätigungswand - kann in einem Wertebereich von 1 cm bis 30 cm liegen, insbesondere in einem Wertebereich von 5 cm bis 15 cm.
Das Fluid grenzt bevorzugt unmittelbar an das Bedienelement an, nämlich insbesondere an den flexiblen Bereich des Bedienelements bzw. an die Betätigungsfläche. Dann befindet sich das Fluid unmittelbar unter dem Bedienelement, und die Bedienperson kann das Fluid beim Betätigen des Bedienelements fühlen. Der Fahrer kann das Fluid auch leicht ertasten, ohne seinen Blick auf das Bedienelement richten zu müssen.
Insbesondere muss der Fahrer den Blick von der Straße nicht abwenden und kann sich somit auf die Straßensituation besser konzentrieren.
Das Bedienelement kann zumindest zwei flexible Betätigungsflächen aufweisen, die jeweils einem elektrischen Schalter zugeordnet sind. Es kann also ein gemeinsames Bedienelement - insbesondere in Form einer flachen Blende - für zumindest zwei Schalter bereitgestellt sein. Bei dieser Ausführungsform wird der Betätigungsdruck von der ersten Betätigungsfläche über ein erstes Fluid auf einen ersten Schalter übertragen; entsprechend wird der Betätigungsdruck von einer zweiten Betätigungsfläche über ein zweites Fluid auf einen zweiten Schalter übertragen. Auf diese Art und Weise wird quasi ein Bedienmodul bereitgestellt, welches mit zumindest zwei Funktionen in dem Fahrzeug verknüpft ist. Durch Betätigen der ersten Betätigungsfläche kann die erste Funktion aktiviert beziehungsweise deaktiviert werden, während die zweite Betätigungsfläche einer anderen Funktion zugeordnet werden kann. Es können somit eine Vielzahl von Funktionen mit einem einzigen Bedienelement, insbesondere einer einzigen flachen Blende, verwirklicht werden, und es kann somit eine besonders benutzerfreundliche Bedienvorrichtung geschaffen werden.
Die Übertragungsmittel können zusätzlich ein eigensteifes Stößelelement - beispielsweise aus Kunststoff - umfassen, mittels welchem der Betätigungsdruck streckenweise von dem Bedienelement auf den Schalter übertragbar ist. Ein solches Stößelelement kann somit zusätzlich zu dem Fluid eingesetzt werden, nämlich insbesondere zwischen dem Fluid und dem Schalter. Das Stößelelement ist
vorzugsweise direkt neben dem Schalter angeordnet beziehungsweise grenzt
unmittelbar an den Schalter an. Dies kann beispielsweise so aussehen, dass der Übertragungsdruck von dem Bedienelement zunächst über das Fluid auf das
Stößelelement und dann von dem Stößelelement auf den Schalter übertragen wird. Auf diesem Wege wird der elektrische Schalter zuverlässig betätigt, nämlich mithilfe des Stößelelements.
Hinsichtlich der Ausgestaltung des elektrischen Schalters sind verschiedenste
Ausführungsformen sinnvoll möglich. Der Schalter ist vorzugsweise an einer Leiterplatte (PCB) angeordnet. Er kann eine Schaltmatte, ein Taster oder dergleichen sein.
Eine besonders robuste und betriebssichere Bedienvorrichtung wird geschaffen, wenn sie einen Grundträger aufweist und das Fluid in einem zwischen dem Bedienelement und dem Grundträger ausgebildeten Raum angeordnet ist. Dann ist das Fluid einerseits durch das Bedienelement und andererseits durch den Grundträger geschützt. In dem Grundträger kann eine Durchgangsöffnung ausgebildet sein, nämlich für das genannte Stößelelement. Das Stößelelement kann sich über die Durchgangsöffnung hindurch erstrecken, so dass es in der Durchgangsöffnung senkrecht zum Bedienelement verschiebbar gelagert ist. Durch eine solche Anordnung des Stößelelements kann der elektrische Schalter betätigt werden, wenn das Fluid Druck auf das Stößelelement ausübt.
Die Bedienvorrichtung kann auch eine Dichtung aufweisen, welche zum Abdichten des zwischen dem Bedienelement und dem Grundträger ausgebildeten Raums dient. Auf diesem Wege gelingt es, eine dichte und somit besonders betriebssichere
Bedienvorrichtung bereitzustellen, nämlich insbesondere bei einer relativ geringen Viskosität des Fluids. Die Dichtung grenzt vorzugsweise unmittelbar an den Grundträger an, so dass der genannte Raum unmittelbar durch die Dichtung einerseits und durch das Bedienelement anderseits begrenzt ist. Unmittelbar an die Dichtung kann sich auch das Stößelelement anschließen, nämlich an diejenige Seite der Dichtung, die von dem Fluid abgewandt und dem Grundträger zugewandt ist. Hierdurch kann der Betätigungsdruck besonders leicht von dem Fluid auf das Stößelelement übertragen werden; das
Stößelelement ist quasi an dem Fluid abgestützt, nämlich unter Vermittlung der Dichtung. Also kann das Stößelelement einerseits an die Dichtung und andererseits an den elektrischen Schalter angrenzen. Es erweist sich als besonders vorteilhaft, wenn das Fluid derart bezüglich des Schalters angeordnet ist, dass beim Betätigen des Bedienelements der Druck durch das Fluid hin zum Schalter zumindest streckenweise in einer Richtung übertragen wird, die mit einer Betätigungsrichtung - also quasi mit einer Richtung senkrecht zum Bedienelement - einen Winkel größer als 0°, insbesondere größer als 10 °, noch bevorzugter größer als 20°, noch bevorzugter größer als 30°, noch bevorzugter größer als 40°, noch
bevorzugter größer als 50 °, noch bevorzugter größer als 60°, noch bevorzugter größer als 70 °, noch bevorzugter größer als 80 °, insbesondere einen Winkel von 90°, einschließt. Also kann der Betätigungsdruck parallel zum Bedienelement übertragen werden, nämlich dann, wenn sich das Fluid entlang des Bedienelements und parallel dazu erstreckt. Auf diesem Wege gelingt es, den Betätigungsdruck auch dann auf den Schalter zu übertragen, wenn der Schalter an einer von dem Bedienelement
beziehungsweise einer Betätigungsfläche des Bedienelements entfernten Stelle angeordnet ist. Für das Fluid können beispielsweise Kanäle bereitgestellt sein - zum Beispiel zwischen dem Bedienelement und dem Grundträger -, so dass eine
Betätigungsfläche des Bedienelements über einen solchen Kanal mit einem
Stößelelement oder direkt mit dem Schalter gekoppelt ist. Ein solcher Kanal kann sich beispielsweise unmittelbar unterhalb des Bedienelements und parallel dazu erstrecken; er kann sich auch in einem beliebigen Winkel zum Bedienelement erstrecken. Der Kanal kann zum Beispiel durch Aussparungen beziehungsweise Vertiefungen in dem
Bedienelement - nämlich an seiner Rückseite - gebildet sein.
In einer Ausführungsform ist das Bedienelement mit einem Kennzeichen
beziehungsweise einem Symbol versehen, welches bezüglich des Schalters in einer Haupterstreckungsrichtung des Bedienelements versetzt angeordnet ist. Mit anderen Worten sind der Schalter und das Kennzeichen des Bedienelements nicht in
Überdeckung zueinander angeordnet und überlappen sich nicht. Bei dieser
Ausführungsform kann also der Schalter an einer von dem Kennzeichen entfernten Stelle liegen.
Erfindungsgemäß wird darüber hinaus ein Fahrzeug bereitgestellt, welches eine erfindungsgemäße Bedienvorrichtung oder eine bevorzugte Ausgestaltung der
Bedienvorrichtung aufweist. Die mit Bezug auf die erfindungsgemäße Bedienvorrichtung vorgestellten bevorzugten Ausführungsformen und deren Vorteile gelten entsprechend für das erfindungsgemäße Fahrzeug. Das Fahrzeug ist bevorzugt ein Kraftfahrzeug, insbesondere ein Personenkraftwagen. Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den Ansprüchen, den Figuren und der Figurenbeschreibung. Alle vorstehend in der Beschreibung genannten Merkmale und Merkmalskombinationen sowie die nachfolgend in der Figurenbeschreibung genannten und/oder in den Figuren alleine gezeigten Merkmale und Merkmalskombinationen sind nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination, sondern auch in anderen
Kombinationen oder auch in Alleinstellung verwendbar.
Die Erfindung wird nun anhand einzelner bevorzugter Ausführungsbeispiele, wie auch unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen näher erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 A in schematischer und leicht perspektivischer Schnittdarstellung eine
Bedienvorrichtung gemäß einer Ausführungsform der Erfindung;
Fig. 1 B in schematischer Darstellung eine Schnittansicht durch die Bedienvorrichtung gemäß Fig. 1 A;
Fig. 2 in schematischer und perspektivischer Darstellung die Bedienvorrichtung, wobei ein Bedienelement insgesamt drei Betätigungsflächen aufweist;
Fig. 3 in schematischer und leicht perspektivischer Darstellung die
Bedienvorrichtung, wobei das Bedienelement transparent dargestellt ist;
Fig. 4 in schematischer Darstellung eine Seitenansicht der Bedienvorrichtung;
Fig. 5 in schematischer Darstellung eine Rückseite des Bedienelements, wobei ein
Grundträger der Bedienvorrichtung transparent dargestellt ist;
Fig. 6 in schematischer Darstellung eine elastische Dichtung für die
Bedienvorrichtung;
Fig. 7 in schematischer Darstellung die Bedienvorrichtung, wobei eine
Betätigungsfläche des Bedienelements beziehungsweise ein daran angebrachtes Symbol in Uberdeckung mit einem Schalter Stößelelement angeordnet ist;
Fig. 8 in schematischer Darstellung die Bedienvorrichtung, wobei eine
Betätigungsfläche beziehungsweise ein Symbol bezüglich eines Stößelelements und eines Schalters versetzt angeordnet ist; und
Fig. 9 in schematischer und leicht perspektivischer Darstellung die Rückseite des
Bedienelements.
In den Figuren werden gleiche und funktionsgleiche Elemente mit den gleichen
Bezugszeichen versehen.
Eine in den Figuren 1 A und 1 B gezeigte Bedienvorrichtung 1 umfasst ein
Bedienelement 2, ein Fluid 3, eine Dichtung 4, einen Grundträger 5, ein Stößelelement 6, wie auch eine Leiterplatte 7 (PCB) mit einem daran angebrachten elektrischen
Schalter 8.
Der Schalter 8 kann beispielsweise ein Taster, eine Schaltmatte oder dergleichen sein. Der Schalter 8 ist ein haptisches Element; dies bedeutet, dass der Schalter 8 eine haptische Rückmeldung bei dessen Betätigung erzeugt. Der Schalter 8 kann
beispielsweise mit einer Funktion in einem Fahrzeug verknüpft sein, so dass durch Betätigen des Schalters 8 die Funktion aktiviert beziehungsweise deaktiviert wird.
Das Bedienelement 2 ist eine flache beziehungsweise dünne Blende und weist die Haubenform auf. Es weist eine flache Betätigungswand 9 auf, wie auch sich an die Betätigungswand 9 anschließende und mit der Betätigungswand 9 einen Winkel von 90° einschließende Seitenwände 10. Das Bedienelement 2 ist im Wesentlichen eigensteif. Es kann beispielsweise aus Kunststoff ausgebildet sein. Das Bedienelement 9 weist ferner im Ausführungsbeispiel drei flexible Betätigungsflächen auf, nämlich eine erste Betätigungsfläche 1 1 , eine zweite Betätigungsfläche 12 und eine dritte
Betätigungsfläche 13 (siehe beispielsweise Fig. 2). Die Betätigungsflächen 1 1 , 12, 13 können beispielsweise aus einem elastischen Material ausgebildet sein. Sie können aber auch ebenfalls wie das gesamte Bedienelement 2 aus einem dünnwandigen Kunststoff bereitgestellt und somit biegbar sein. Es erweist sich jedoch als besonders vorteilhaft, wenn die Betätigungsflächen 1 1 , 12, 13 aus einem elastischen Material ausgebildet sind, während der restliche Teil des Bedienelements 2 aus eigensteifen Kunststoff
bereitgestellt ist.
An den Betätigungsflächen 1 1 , 12, 13 ist jeweils ein Symbol beziehungsweise ein Kennzeichen 14, 15, 16 angebracht, welches die jeweilige Funktion symbolisiert.
Das Fluid 3, welches im Ausführungsbeispiel eine flüssiges Medium ist, befindet sich in einem Raum 17 zwischen der Betätigungswand 9 des Bedienelements 2 und der Dichtung 4. Wie in Fig. 1 B dargestellt ist, kann der Raum 17 zumindest teilweise durch eine an der Rückwand der Betätigungswand 9 ausgebildete Aussparung bzw. Vertiefung gebildet sein. Die Dichtung liegt bereichsweise an dem Grundträger 5 an. In dem
Grundträger 5 ist eine Durchgangsöffnung ausgebildet, durch welche sich das
Stößelelement 6 hindurch erstreckt. Das Stößelelement 6 liegt einerseits an der Dichtung 4, nämlich an einer vom Fluid 3 abgewandten Seite der Dichtung 4, und andererseits an dem elektrischen Schalter 8 an. Das Stößelelement 6 ist also in der Durchgangsöffnung verschiebbar gelagert.
Wird nun auf die Betätigungswand 9 - nämlich auf eine der Betätigungsflächen 1 1 , 12, 13 - ein Betätigungsdruck durch eine Bedienperson ausgeübt, so wird dieser über das Fluid 3 auf das Stößelelement 6 übertragen, so dass selbiges den Schalter 8 betätigt. Der Betätigungsdruck wird also über das Fluid 3 und das Stößelelement 6 auf den Schalter 8 übertragen.
In Fig. 2 ist eine perspektivische Draufsicht auf die Bedienvorrichtung 1 dargestellt. Wie aus Fig. 2 hervorgeht, weist das Bedienelement 2 im Ausführungsbeispiel insgesamt vier Befestigungselemente 18 auf (in Fig. 2 sind lediglich zwei Befestigungselemente 18 dargestellt). Die Befestigungselemente 18 sind in Form von Ösen ausgebildet. In Fig. 2 sind au ßerdem die Betätigungsflächen 1 1 , 12, 13, wie auch die zugehörigen
Symbole 14, 15, 16 dargestellt.
In Fig. 3 ist das Bedienelement 2 transparent dargestellt. Zu jeder Betätigungsfläche 1 1 , 12, 13 weist die Bedienvorrichtung 1 jeweils ein genanntes Fluid 3 auf, wie auch jeweils ein genanntes Stößelelement 6 und jeweils einen genannten elektrischen Schalter 8. Das Stößelelement 6 und der Schalter 8, welche der ersten Betätigungsfläche 1 1 zugeordnet sind, befinden sich unmittelbar unterhalb der Betätigungsfläche 1 1 . Mit anderen Worten ist die Betätigungsfläche 1 1 in Überlappung mit dem zugehörigen Stößelelement 6 und dem zugehörigen Schalter 8 angeordnet. Hingegen sind die weiteren zwei Betätigungsflächen 12, 13 bezüglich der jeweiligen Stößelelemente 6 und der Schalter 8 versetzt angeordnet. Dabei ist das der Betätigungsfläche 12 zugeordnete Fluid 3 in einem Kanal 19 angeordnet, welcher die Betätigungsfläche 12 mit dem zugehörigen Stößelelement 6 verbindet. Entsprechend ist die Betätigungsfläche 13 über einen Kanal 20 mit dem zugehörigen Stößelelement 6 gekoppelt. In dem Kanal 20 befindet sich das der Betätigungsfläche 13 zugeordnete Fluid 3.
Die Kanäle 19, 20 - diese sind durch jeweils einen genannten Raum 17 zwischen der Betätigungswand 9 und der Dichtung 4 gebildet - erstrecken sich parallel zur
Betätigungswand 9. Die Kanäle 19, 20 sind auch durch die Betätigungswand 9 unmittelbar begrenzt, wie auch durch die gemeinsame Dichtung 4. Die Kanäle 19, 20 können beispielsweise durch Aussparungen bzw. Vertiefungen gebildet sein, welche in der Betätigungswand 9 - nämlich an der Innenseite - ausgebildet sind.
In Fig. 4 ist eine Seitenansicht der Bedienvorrichtung 1 gezeigt. Wie aus Fig. 4 hervorgeht, können die Betätigungsflächen 1 1 , 12, 13 eine leicht gewölbte
beziehungsweise ausgeprägte Form aufweisen. Alternativ können die
Betätigungsflächen 1 1 , 12, 13 auch gerade beziehungsweise flach sein, so dass die gesamte Betätigungswand 9 eine gerade und flache Wand ist.
Fig. 5 zeigt eine Rückseite des Bedienelements 2. In Fig. 5 ist der eigensteife und aus Kunststoff bereitgestellte Grundträger 5 transparent dargestellt, so dass die zwischen der Betätigungswand 9 und dem Grundträger 5 liegende Dichtung 4 sichtbar dargestellt ist. In Fig. 5 sind au ßerdem die Stößelelemente 6 gezeigt. Der Grundträger 5 ist an der Rückseite der Betätigungswand 9 befestigt, nämlich an einer Vielzahl von
Befestigungsstellen 21 . Die Anbringung des Grundträgers 5 an der Rückseite kann beispielsweise durch Kaltverstemmen und/oder durch Hei ßverstemmen und/oder durch Verschrauben und/oder durch Verkleben und/oder durch Verschweißen mithilfe des Ultraschalls erfolgen.
In Fig. 6 ist die für alle Betätigungsflächen 1 1 , 12, 13, wie auch für alle Fluide 3 gemeinsame Dichtung 4 dargestellt. Die Dichtung 4 ist beispielsweise aus Gummi ausgebildet. Sie weist insgesamt drei Bereiche 22 auf, an welche die jeweiligen
Stößelelemente 6 angrenzen.
Bezug nehmend auf Fig. 7 wird nun die Betätigung der Betätigungsfläche 1 1 näher erläutert. Auf die Betätigungsfläche 1 1 wirkt eine Betätigungskraft, nämlich in Betätigungsrichtung 23. Die Betätigungsfläche 1 1 wird verformt und übt auf das Fluid 3 einen Betätigungsdruck aus. Dieser Betätigungsdruck wird über das Fluid 3 und über die Dichtung 4 auf das unterhalb der Betätigungsfläche 1 1 befindliche Stößelelement 6 übertragen. Auf diese Art und Weise wird das Stößelelement 6 bewegt und betätigt den Schalter 8.
Bezug nehmend auf Fig. 8 wird die Betätigung der Betätigungsfläche 12 näher erläutert. Wie bereits ausgeführt, ist die Betätigungsfläche 12 über den Kanal 19 mit dem
Stößelelement 6 gekoppelt. Wirkt nun eine Kraft auf die Betätigungsfläche 12, nämlich in Betätigungsrichtung 23, so wird der Betätigungsdruck über das Fluid 3 parallel zur Betätigungswand 9 - in Pfeilrichtung 24 - übertragen, nämlich hin zum Stößelelement 6. Die Richtung der Übertragung des Betätigungsdrucks ist durch die Form des Kanals 19 vorbestimmt. Wie aus Fig. 8 hervorgeht, kann der Schalter 8, wie auch das
Stößelelement 6, prinzipiell an beliebiger Stelle angeordnet sein. Dies ist durch das Fluid 3 ermöglicht, mittels welchem der Betätigungsdruck über quasi beliebige Strecken übertragen werden kann.
Die Rückseite des Bedienelements 2 ohne den Grundträger 5 und ohne die Dichtung 4 ist in Fig. 9 dargestellt. Die Kanäle 19, 20 sind durch entsprechende Vertiefungen in der Rückseite der Betätigungswand 9 gebildet. Die Betätigungsflächen 1 1 , 12, 13 können auch lichtdurchlässig sein, so dass die entsprechenden Symbole 14, 15, 16 von der Rückseite aus beleuchtet werden können. In diesem Falle kann das Fluid 3 ebenfalls lichtdurchlässig sein.
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