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Patent Searching and Data


Title:
OPERATING DEVICE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/211273
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to an operating device, in particular for a motor vehicle, comprising an operating surface (2), wherein the operating surface (2) can be acted upon by means of an element (16), in particular the finger of a human hand. A signal can be generated when bringing the element (16) close to the operating surface (2) and/or when contacting the operating surface (2) with the element (16) and/or when applying pressure to the operating surface (2) by means of the element (16). The signal functions to switch and/or trigger a function in the manner of a switching signal. A carrier part (3) is also provided having at least one contact field (4). In addition, a part is provided, having a first side (7) and a second side (8) and comprising a substantially dielectric component (6). The part is arranged between the operating surface (2) and the carrier part (3). In addition, the part comprises a second substantially electrically conductive component (9) which forms a layer (9") on the first side (7) of the dielectric component (6). The second component (9) also forms an electrical connection element (9') reaching from the layer (9") on the first side (7) of the dielectric component (6) to the second side (8) of the dielectric component (6), in such a way that the connection element (9') electrically contacts the contact field (4) of the carrier part (3).

Inventors:
SEIDEL, Manuel (Neckartalweg 4, Dauchingen, 78084, DE)
FAIGLE, Martin (Eschenweg 6, Burladingen, 72393, DE)
Application Number:
EP2019/061041
Publication Date:
November 07, 2019
Filing Date:
April 30, 2019
Export Citation:
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Assignee:
MARQUARDT GMBH (Schlossstrasse 16, Rietheim-Weilheim, 78604, DE)
International Classes:
H03K17/955; B60K37/06; H03K17/96
Foreign References:
US20150123936A12015-05-07
US20140347301A12014-11-27
US20120126834A12012-05-24
EP3290253A12018-03-07
DE102011117121A12012-05-03
Attorney, Agent or Firm:
OTTEN, ROTH, DOBLER & PARTNER MBB (Grosstobeler Strasse 39, Berg/Ravensburg, 88276, DE)
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Claims:
P a t e n t a n s p r ü c h e :

1. Bedienvorrichtung, insbesondere für ein Kraftfahrzeug, mit einer Bedienoberfläche (2), wobei mittels eines Elements (16), bei dem es sich insbesondere um den Finger einer menschlichen Hand handelt, derart auf die Bedienoberfläche (2) einwirkbar ist, dass bei Annäherung des Elements (16) an die Bedienoberfläche (2) und/oder bei Berührung der Bedienoberfläche (2) mittels des Elements (16) und/oder bei Druckeinwirkung mittels des Elements (16) auf die Bedienoberfläche (2) ein Signal erzeugbar ist, wobei insbesondere das Signal zum Schalten und/oder Auslösen einer Funktion in der Art eines Schaltsignals dient, mit einem Trägerteil (3), und mit einem eine erste Seite (7) und eine zweite Seite (8) aufweisenden, eine im Wesentlichen dielektrische Komponente (6) umfassenden Bauteil (5), wobei das Bauteil (5) zwischen der Bedienoberfläche (2) und dem Trägerteil (3) angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Trägerteil (3) wenigstens ein Kontaktfeld (4) aufweist, dass das Bauteil (5) eine weitere, im Wesentlichen elektrisch leitfahige Komponente (9) umfasst, dass die weitere Komponente (9) auf der ersten Seite (7) der dielektrischen

Komponente (6) eine Schicht (9") bildet, und dass die weitere Komponente (9) ein von der Schicht (9") auf der ersten Seite (7) der dielektrischen Komponente (6) zur zweiten Seite (8) der dielektrischen Komponente (6) reichendes elektrisches Verbindungselement (9') aufweist, derart dass das Verbindungselement (9') das Kontaktfeld (4) des Trägerteils (3) elektrisch kontaktiert

2. Bedienvorrichtung nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass ein topfförmiges Gehäuse (10) vorgesehen ist, dass vorzugsweise das Trägerteil (3) sowie das Bauteil (5) im Gehäuse (10) angeordnet sind, dass weiter vorzugsweise die Bedienoberfläche (2) am Gehäuse (10) ortsfest angebracht ist, derart dass die Bedienoberfläche (2) am Gehäuse (10) eine im Wesentlichen geschlossene Oberfläche bildet, und dass noch weiter vorzugsweise die Schicht (9") der weiteren Komponente (9) an der Bedienoberfläche (2), insbesondere an deren Gehäuseinnenseite, anliegt.

3. Bedienvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Bedienoberfläche (2) wenigstens ein Bildelement (11) aufweist, dass vorzugsweise die Bedienoberfläche (2) im Bereich des Bildelements (11) lichtdurchlässig ist, dass es sich weiter vorzugsweise bei der Bedienoberfläche (2) um eine Blende handelt, und dass noch weiter vorzugsweise die Schicht (9") der weiteren Komponente (9) das Bildelement (11) freilassend, an die Bedienoberfläche (2) anschmiegend ausgebildet ist.

4. Bedienvorrichtung nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass auf dem Trägerteil (3) wenigstens ein Leuchtmittel (12) angeordnet ist, und dass es sich

vorzugsweise bei dem Trägerteil (3) um eine Leiterplatte handelt

5. Bedienvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die dielektrische Komponente (6) lichtundurchlässig ist, und dass vorzugsweise in der dielektrischen Komponente (6) korrespondierend zum Leuchtmittel (12) wenigstens ein Durchbruch (13) mit einer reflektierenden Oberfläche zwischen der ersten Seite (7) und der zweiten Seite (8) befindlich ist.

6. Bedienvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die weitere Komponente (9) lichtundurchlässig ist, dass vorzugsweise die weitere

Komponente (9) aus einem elektrisch leitfähigen Elastomer besteht, dass weiter

vorzugsweise die weitere Komponente (9) auf der ersten Seite (7) der dielektrischen Komponente (6) einen Durchlass (14) korrespondierend zum Durchbrach (13) aufweist, und dass noch weiter vorzugsweise die weitere Komponente (9) in Zusammenwirkung mit der Bedienoberfläche (2) Bestandteil eines Sensors, insbesondere eines kapazitiven Sensors, ist.

7. Bedienvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Sensor eine Elektronik (15) umfasst, wobei die Elektronik (15) insbesondere auf dem Trägerteil (3) angeordnet ist, und dass vorzugsweise die Einwirkung mittels des Elements (16) auf die Bedienoberfläche (2) vom Sensor detektierbar ist, insbesondere derart dass von der Elektronik (15) das Signal erzeugbar ist.

8. Bedienvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Bauteil (5) als ein 2K(Zwei-Komponenten)-Bauteil ausgebildet ist, wobei das Bauteil (5) insbesondere in einem Mehrkomponenten-Spritzgießverfahren hergestellt ist, und dass vorzugsweise das elektrische Verbindungselement (9') und die Schicht (9") auf der ersten Seite (7) der dielektrischen Komponente (6) einstückig ausgebildet sind.

9. Bedienvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei dem Bauteil (5) um einen Reflektor handelt, dass vorzugsweise das Leuchtmittel (12) sichtbares Licht von der zweiten Seite (8) der dielektrischen Komponente (6) in den Durchbruch (13) des Bauteils (5) einkoppelt, und dass weiter vorzugsweise das Bauteil (5) das eingekoppelte Licht auf der ersten Seite (7) der dielektrischen Komponente (6) im Bereich des Durchbruchs (13) und/oder des Durchlasses (14) auskoppelt, derart dass das Bildelement (11) der Bedienoberfläche (2) beleuchtbar ist.

10. Bedienvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Bedienoberfläche (2) wenigstens zwei Bereiche (18, 19) zur Erzeugung eines dem jeweiligen Bereich (18, 19) zugeordneten Signals umfasst, dass vorzugsweise die zum jeweiligen Bereich (18, 19) korrespondierende Schicht (9") der weiteren Komponente (9) ringförmig, insbesondere entlang des Randes am Durchbrach (13) umlaufend, ausgebildet ist, dass weiter vorzugsweise die ringförmigen Schichten (9") der weiteren Komponente (9) für die Bereiche (18, 19) zusammenhängend ausgebildet sind, und dass noch weiter vorzugsweise wenigstens ein Verbindungselement (9') der weiteren Komponente (9) für die zusammenhängenden ringförmigen Schichten (9") vorgesehen ist.

Description:
Bedienvorrichtung

Die Erfindung betrifft eine Bedienvorrichtung nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.

Eine derartige Bedienvorrichtung kann in einem Kraftfahrzeug zur Bedienung von

Funktionen verwendet werden.

Aus der DE 10 2011 117 121 Al ist eine solche Bedienvorrichtung für ein Kraftfahrzeug bekannt. Diese Bedienvorrichtung weist eine Bedienoberfläche auf. Mittels eines Elements, bei dem es sich insbesondere um den Finger einer menschlichen Hand handelt, ist auf die Bedienoberfläche einwirkbar. Bei Annäherung des Elements an die Bedienoberfläche und/oder bei Berührung der Bedienoberfläche mittels des Elements und/oder bei

Druckeinwirkung mittels des Elements auf die Bedienoberfläche ist ein Signal erzeugbar. Das Signal kann dann zum Schalten und/oder Auslösen einer Funktion in der Art eines Schaltsignals dienen. Die Bedienvorrichtung weist ferner ein Trägerteil auf. Des Weiteren ist ein eine erste Seite und eine zweite Seite aufweisendes, eine im Wesentlichen

dielektrische Komponente umfassendes Bauteil vorgesehen. Das Bauteil ist zwischen der Bedienoberfläche und dem Trägerteil angeordnet.

Bei der bekannten Bedienvorrichtung ist die Bedienoberfläche als eine geschlossene sensitive Fläche ausgeführt. In und/oder an der Bedienoberfläche ist eine elektrisch leitfähige Folie als Bestandteil eines Sensors, insbesondere eines kapazitiven Sensors, vorgesehen, die eine auf dem Trägerteil befindliche Elektronik umfasst und mit dem

Trägerteil verbunden ist. Bei Anlegen einer Spannung wird ein elektrisches Feld im Bereich der Bedienoberfläche erzeugt. Das elektrische Feld wird durch die Einwirkung des Elements auf die Bedienoberfläche verändert. Diese Veränderung wird von der Elektronik des Trägerteils delektiert, wobei das Signal, insbesondere zum Schalten und/oder Auslösen der Funktion in der Art des Schaltsignals, erzeugt wird.

Es hat sieh herausgestellt, dass die elektrische Kontaktierung der elektrisch leitfahigen Folie mit dem Trägerteil schwierig ist. Die elektrisch leitfähige Folie wird von der

Bedienoberfläche zum Trägerteil geführt, wobei die Kontaktierung auf dem Trägerteil mittels eines Steckers, einer Steckbuchse o.dgl. erfolgt. Eine Abweichung dabei kann zur Beeinträchtigung der Funktionalität des Sensors führen. Desweiteren sind

Bedienvorrichtungen mit solch einem Sensor kostenintensiv.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Bedienvorrichtung derart

weiterzuentwickeln, dass eine einfache sowie funktionssichere elektrische Kontaktierung des Sensors mit dem Trägerteil geschaffen ist. Bevorzugterweise soll die Bedienvorrichtung im Hinblick auf einen kostengünstigen Sensor weiterentwickelt werden.

Diese Aufgabe wird bei einer gattungsgemäßen Bedienvorrichtung durch die

kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.

Bei der erfindungsgemäßen Bedienvorrichtung weist das Trägerteil wenigstens ein

Kontaktfeld auf. Desweiteren umfasst das Bauteil eine weitere, im Wesentlichen elektrisch leitfähige Komponente. Die weitere Komponente bildet auf der ersten Seite der

dielektrischen Komponente eine Schicht aus. Weiter weist die weitere Komponente ein von der Schicht auf der ersten Seite der dielektrischen Komponente zur zweiten Seite der dielektrischen Komponente reichendes elektrisches Verbindungselement auf, derart dass das Verbindungselement das Kontaktfeld des Trägerteils elektrisch kontaktiert. Weitere Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.

Zweckmäßigerweise kann zur Erleichterung der Montage ein topfförmiges Gehäuse vorgesehen sein, wobei das Trägerteil sowie das Bauteil im Gehäuse angeordnet sein können. Die Bedienoberfläche kann am Gehäuse ortsfest angebracht sein, derart dass die

Bedienoberfläche am Gehäuse eine im Wesentlichen geschlossene Oberfläche bildet. Ein Eindringen von Schadstoffen in die Bedienvorrichtung ist somit verhindert. In einfacher Weise kann die Bedienoberfläche mit dem Gehäuse mittels Schnappverbindungen verbunden sein. In funktionssicherer Art und Weise kann die Schicht der weiteren

Komponente an der Bedienoberfläche anliegen, und zwar insbesondere an der

Gehäuseinnenseite der Bedienoberfläche.

Ferner kann die Bedienoberfläche wenigstens ein Bildelement aufweisen, das ein Symbol, ein Zeichen o.dgl. sein kann. Die Bedienoberfläche kann weiter im Bereich des

Bildelements lichtdurchlässig sein. Somit kann das Bildelement im Bereich der

Bedienoberfläche ausgeleuchtet werden, um die Funktion anzuzeigen. Bei der

Bedienoberfläche kann es sich um eine Blende handeln. Zwecks guter Ausleuchtung kann die Schicht der weiteren Komponente das Bildelement freilassend, d.h. das Bildelement nicht verdeckend, an die Bedienoberfläche anschmiegend ausgebildet sein.

Desweiteren kann auf dem Trägerteil wenigstens ein Leuchtmittel angeordnet sein. Das Leuchtmittel kann eine Leuchtdiode (LED) sein und zur Ausleuchtung bzw, Beleuchtung des Bildelements im Bereich der Bedienoberfläche dienen. In zweckmäßiger sowie kostengünstiger Ausgestaltung kann es sich bei dem Trägerteil um eine Leiterplatte handeln.

In weiterer Ausgestaltung kann die dielektrische Komponente lichtundurchlässig sein.

Korrespondierend zum Leuchtmittel kann in der dielektrischen Komponente wenigstens ein Durchbruch mit einer reflektierenden Oberfläche zwischen der ersten Seite und der zweiten Seite befindlich sein. Folglich ist eine homogene Ausleuchtung des Bildelements im Bereich der Bedienoberfläche sichergestellt.

Weiterhin kann die weitere Komponente lichtundurchlässig sein. Als Material für die weitere Komponente kann ein elektrisch leitfähiges Elastomer vorgesehen sein. Um die Ausleuchtung des Bildelements zu ermöglichen, kann die weitere Komponente weiter auf der ersten Seite der dielektrischen Komponente einen Durchlass korrespondierend zum Durchbruch aufweisen ln einfacher sowie kostengünstiger Art und Weise ist somit ungewünschtes Streulicht verhindert und eine wirksame Lichtabschottung im Bereich des Bildelements erzielt. In Zusammenwirkung mit der Bedienoberfläche kann die weitere Komponente vorteilhafterweise Bestandteil eines Sensors, insbesondere eines kapazitiven Sensors, sein. Dadurch ist ein kostengünstiger Sensor geschaffen.

In einer vorteilhaften Ausgestaltung kann der Sensor eine Elektronik umfassen, wobei die Elektronik insbesondere auf dem Trägerteil angeordnet sein kann. Die Einwirkung mittels des Elements auf die Bedienoberfläche kann vom Sensor delektiert werden, insbesondere derart dass von der Elektronik das Signal erzeugbar ist. Das Signal kann anschließend zum Schalten und/oder Auslösen einer Funktion des Kraftfahrzeugs in der Art eines Schaltsignals dienen.

In einer einfachen und kostengünstigen Ausgestaltung kann das Bauteil als ein 2K(Zwei- Komponenten)-Bauteil ausgebildet sein. Es kann sich anbieten, das Bauteil insbesondere in einem Mehrkomponenten-Spritzgießverfahren herzustellen. Das elektrische

Verbindungselement und die Schicht auf der ersten Seite der dielektrischen Komponente können damit vorteilhafterweise einstückig ausgebildet sein. In einer einfachen sowie funktionssicheren Art ist somit die elektrische Kontaktierung mit dem Trägerteil geschaffen. Außerdem ist eine einfache Montage des Bauteils gewährleistet.

Insbesondere kann es sich bei dem Bauteil um einen Reflektor handeln. Das Leuchtmittel kann hierbei sichtbares Licht von der zweiten Seite der dielektrischen Komponente in den Durchbruch des Bauteils einkoppeln. Das eingekoppelte Licht kann dann von dem Bauteil auf der ersten Seite der dielektrischen Komponente im Bereich des Durchbruchs und/oder des Durchlasses ausgekoppelt werden, derart dass das Bildelement der Bedienoberfläche beleuchtbar ist. Eine homogene Ausleuchtung des Bildelements ist somit in vorteilhafter Weise erreicht. Die von dem Benutzer auf der Bedienoberfläche betätigte Funktion kann auf diese Weise angezeigt werden.

Zwecks erweiterter Funktionalität kann die Bedienvorrichtung in der Art einer Tasterleiste zur Bedienung mehrerer Funktionen ausgebildet sein. Hierzu kann die Bedienoberfläche wenigstens zwei Bereiche zur Erzeugung eines dem jeweiligen Bereich zugeordneten Signals umfassen. Die zum jeweiligen Bereich korrespondierende Schicht der weiteren Komponente kann ringförmig ausgebildet sein, und zwar kann diese insbesondere entlang des Randes am Durchbrach umlaufend ausgebildet sein. Des Weiteren können in einfacher Art und Weise die ringförmigen Schichten der weiteren Komponente für die Bereiche zusammenhängend ausgebildet sein. Schließlich kann wenigstens ein Verbindungselement der weiteren Komponente für die zusammenhängenden ringförmigen Schichten vorgesehen sein.

Für eine besonders bevorzugte Ausgestaltung der Erfindung ist nachfolgendes festzustellen.

Es wird eine Bedienvorrichtung ohne Hubweg mit einer zusammenhängenden sensitiven Bedienoberfläche für ein Kraftfahrzeug vorgeschlagen. Die Betätigung der

Bedienoberfläche erfolgt über eine Berührung mittels eines Fingers mit einer kapazitiven Erkennung, um eine Funktion des Kraftfahrzeugs zu bedienen. Bei der Bedienoberfläche handelt es sich um eine Blende, die außerdem ein Bildelement in der Art eines Symbols, einer Anzeige o.dgl. zum Anzeigen der Funktion aufweisen kann.

Die kapazitive Erkennung wird über einen Ring, welcher aus einem elektrisch leitfahigen thermoplastischen Elastomer, beispielsweise einem Leitgummi, besteht und sich um das ausleuchtbare Bildelement der Blende schmiegt, realisiert. Des Weiteren ist

erfmdungsgemäß eine, beispielsweise aus Leitgummi bestehende, Elektrode vorgesehen, die mit einem Reflektor einstückig ausgeführt und im 2K-Spritzgießverfahren hergestellt ist. Erfindungswesentlich weist die Elektrode ferner verbundene Kontaktstellen auf der Oberund Unterseite des Reflektors auf. Auf diese Weise wird der Abstand zwischen der

Blendenoberfläche mit der sensitiven Fläche und einer Leiterplatte überbrückt und mittels einer Auswertung der Kapazitätsänderung eine kapazitive Erkennung der Bedienung durch den Bediener erzielt.

Die mit der Erfindung erzielten Vorteile bestehen insbesondere darin, dass die sensitive F unktionserkennung einstückig über eine beliebige Distanz zur auswertenden Leiterplatte geleitet wird. Desweiteren ergeben sich über die Flexibilität des elektrisch leitfahigen Elastomers ein Toleranzausgleich zur sicheren Kontaktierung mit der starten Leiterplatte sowie ein definierter Abstand zur sensitiven Bedienoberfläche. Im Weiteren werden parasitäre Kapazitäten von sich gegenüber liegenden Flächen durch eine geringe Höhe des elektrisch leitfähigen Elastomers reduziert. Die sich dadurch verringernden Störeinflüsse ermöglichen es, mehrere zusammenhängende sowie dicht nebeneinander angeordnete Sehaltfunktionen zu realisieren. Darüber hinaus wird mit dem elektrisch leitfahigen

Elastomer eine sichere Lichtabschottung zwischen benachbarten Bildelementen erzielt, sodass eine funktionssichere Ausleuchtung des Bildelements mittels des Reflektors geschaffen ist.

Ein Ausfuhrangsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen dargestellt und wird im Folgenden näher beschrieben. Es zeigen

Fig. 1 eine perspektivische Ansicht einer Bedienvorrichtung,

Fig. 2 eine Explosionsansicht der Bedienvorrichtung aus Fig. 1 ,

Fig. 3 eine schematische Schnittansicht der Bedienvorrichtung in der Schnittebene 1-1 aus Fig. 1 und

Fig. 4 eine schematische Schnittansicht der Bedienvorrichtung in der Schnittebene 2-2 aus Fig. 1.

In Fig. 1 ist in einer perspektivischen Ansicht eine Bedienvorrichtung 1 umfassend eine Bedienoberfläche 2 in der Art einer Blende sowie ein Gehäuse 10 zu sehen. Eine solche Bedienvorrichtung 1 findet insbesondere in einem Kraftfahrzeug zur Aktivierung einer Funktion des Kraftfahrzeugs durch den Benutzer Verwendung. Mittels eines Elements 16, bei dem es sich insbesondere um den Finger einer menschlichen Hand und/oder um den mit einem Handschuh versehenen Finger handelt, ist auf die Bedienoberfläche 2 einwirkbar. Bei Annäherung des Elements 16 an die Bedienoberfläche 2 und/oder bei Berührung der Bedienoberfläche 2 mittels des Elements 16 und/oder bei Druckeinwirkung mittels des Elements 16 auf die Bedienoberfläche 2 ist ein Signal erzeugbar. Dabei ist herauszustellen, dass eine berührungslose Erkennung der Einwirkung auf die Bedienoberfläche 2 ausreichen kann, eine Berührung der Bedienoberfläche 2 und/oder ein Druck auf die Bedienoberfläche 2 ist nicht unbedingt notwendig. Das Signal kann dann zum Schalten und/oder Auslösen der jeweiligen Funktion des Kraftfahrzeugs in der Art eines Schaltsignals dienen. Zum

Anzeigen der Funktion kann die Bedienoberfläche 2 wenigstens ein beleuchtbares und/oder ausleuchtbares Bildelement 11 aufweisen. Für die Beleuchtung des Bildelements 11 ist die Bedienoberfläche 2 im Bereich des Bildelements 11 lichtdurchlässig gestaltet.

Beispielsweise kann das Bildelement 1 1 das Symbol der Funktion„Einschalten der

Heckscheibenheizung im Kraftfahrzeug“ darstellen. Zusätzlich ist die Bedienoberfläche 2 am Gehäuse 10 mittels Schnappverbindungen 17 (siehe Fig. 2) ortsfest angebracht, derart dass die Bedienoberfläche 2 am Gehäuse 10 eine im Wesentlichen geschlossene Oberfläche bildet. Ein Eindringen von Schadstoffen wie Wasser, Erfrischungsgetränke o.dgl. in die Bedienvorrichtung 1 ist somit wirksam verhindert. in Fig. 2 ist die Bedienvorrichtung 1 in einer Explosionsansicht dargestellt. Die

Bedienvorrichtung 1 weist ferner ein Trägerteil 3 in der Art einer Leiterplatte auf. Das Trägerteil 3 umfasst wenigstens ein Kontaktfeld 4 sowie wenigstens ein Leuchtmittel 12 sowie weiter eine Elektronik 15. Zwischen dem Trägerteil 3 und der Bedienoberfläche 2 ist des Weiteren ein Bauteil 5 in der Art eines Reflektors angeordnet. Das Bauteil 5 umfasst eine im Wesentlichen dielektrische Komponente 6 mit einer ersten Seite 7 und einer zweiten Seite 8. Die dielektrische Komponente 6, nachfolgend auch als erste Komponente 6 bezeichnet, ist im Wesentlichen lichtundurchlässig und weist korrespondierend zum

Leuchtmittel 12 wenigstens einen Durchbruch 13 zwischen der ersten Seite 7 und der zweiten Seite 8 auf. Die Oberfläche des Durchbruchs 13 ist dabei reflektierend ausgeführt. Das Bauteil 5 umfasst weiterhin eine weitere, im Wesentlichen elektrisch leitfahige

Komponente 9, die auf der ersten Seite 7 der dielektrischen Komponente 6 eine Schicht 9" (siehe Fig. 3) bildet. Die weitere Komponente 9, nachfolgend auch als zweite Komponente 9 bezeichnet, ist im Wesentlichen lichtundurchlässig und besteht aus einem elektrisch leitfahigen Elastomer. Außerdem umfasst die zweite Komponente 9 ein von der Schicht 9" auf der ersten Seite 7 der ersten Komponente 6 zur zweiten Seite 8 der ersten Komponente 6 reichendes elektrisches Verbindungselement 9' (siehe Fig. 3) in der Art einer Elektrode. Das Verbindungselement 9' kontaktiert das Kontaktfeld 4 des Trägerteils 3 elektrisch, so dass eine elektrische Spannung an die Schicht 9" zur Ausbildung eines elektrischen Feldes anlegbar ist. Korrespondierend zum Durchbruch 13 weist die zweite Komponente 9 einen Durchlass 14 auf. Darüber hinaus ist die zweite Komponente 9 in Zusammenwirkung mit der Bedienoberfläche 2 Bestandteil eines Sensors, und zwar insbesondere eines kapazitiven Sensors, bei dem die aufgrund der Beeinflussung des elektrischen Feldes durch die

Einwirkung des Elements 16 resultierende Veränderung der elektrischen Kapazität des Sensors ausgewertet wird. Zur Ausbildung des elektrischen Feldes an der Bedienoberfläche 2 liegt die Schicht 9" der zweiten Komponente 9 an der Gehäuseinnenseite der

Bedienoberfläche 2 anschmiegend an, wie anhand der Fig. 3 zu erkennen ist. Und zwar ist die Schicht 9" der zweiten Komponente 9 derart ausgestaltet, dass das Bildelement 11 nicht verdeckt ist sondern für dessen Beleuchtung frei bleibt.

Für eine einfache sowie kostengünstige Ausgestaltung ist das Bauteil 5 als ein 2K(Zwei- Komponenten)-Bauteil ausgestaltet, wobei das Bauteil 5 insbesondere in einem

Mehrkomponenten-Spritzgießverfahren hergestellt ist. Die erste Komponente 6 des Bauteils 5 besteht aus einem elektrisch nichtleitenden, thermoplastischen Kunststoff. Die zweite Komponente 9 des Bauteils 5 besteht aus einem elektrisch leitfähigen, thermoplastischen Elastomer. Das elektrische Verbindungselement 9' und die Schicht 9" auf der ersten Seite 7 der dielektrischen Komponente 6 sind erfindungsgemäß einstückig ausgebildet. Somit ist eine funktionssichere elektrische Kontaktierung mit dem Trägerteil 3 geschaffen sowie eine einfache Montage des Bauteils 5 gewährleistet. Zur weiteren Erleichterung der Montage ist das Gehäuse 10 topfförmig ausgebildet und dient zur Aufnahme des Trägerteils 3 sowie des Bauteils 5.

In Fig. 3 ist in einer schematischen Schnittansicht der Bedienvorrichtung 1 in der

Schnittebene 1-1 aus Fig. 1 die Anordnung der Bedienoberfläche 2 am Gehäuse 10 dargestellt. Des Weiteren ist die Anordnung des Trägerteils 3 sowie des Bauteils 5 innerhalb der Bedienvorrichtung 1 zu erkennen. Die von der zweiten Komponente 9 auf der ersten Seite 7 der dielektrischen Komponente 6 des Bauteils 5 gebildete Schicht 9" aus dem elektrisch leitfähigen Elastomer ist flexibel. Diese Schicht 9" dient unter anderem als Toleranzausgleich, um einen definierten Abstand zur Bedienoberfläche 2 herzustellen. Im Weiteren kontaktiert das von der zweiten Komponente 9 gebildete elektrische

Verbindungselement 9', das von der Schicht 9" auf der ersten Seite 7 der dielektrischen Komponente 6 zur zweiten Seite 8 der dielektrischen Komponente 6 reicht, das Kontaktfeld 4 des Trägerteils 3 elektrisch. Die flexible Ausbildung der zweiten Komponente 9 dient dabei auch als Toleranzausgleich und bewirkt die sichere elektrische Kontaktierung mit dem Trägerteil 3. In Zusammenwirkung mit der Bedienoberfläche 2 ist die zweite Komponente 9 Bestandteil des Sensors, und zwar insbesondere des kapazitiven Sensors. Der Sensor umfasst ferner die auf dem Trägerteil 3 angeordnete Elektronik 15. Wird auf die

Bedienoberfläche 2 mittels des Elements 16 eingewirkt, ist die Änderung der elektrischen Kapazität vom Sensor detektierbar, derart dass von der Elektronik 15 das Signal erzeugbar ist. Das Signal kann anschließend zum Schalten und/oder Auslösen einer Funktion des Kraftfahrzeugs in der Art des Schaltsignals dienen. Wie anhand von Fig. 1 bereits beschrieben ist, kann es sich hierbei beispielsweise um die Funktion„Einschalten der Heckscheibenheizung des Fahrzeuges“ handeln.

Schließlich ist in Fig. 4 die Bedienvorrichtung 1 in einer schematischen Schnittansicht in der Schnittebene 2-2 aus Fig. 1 im Bereich des Durchbruchs 13 der dielektrischen Komponente 6 des Bauteils 5 zu sehen. Zur Ausleuchtung des Bildelements 11 im Bereich der

Bedienoberfläche 2 ist auf dem Trägerteil 3 als Leuchtmittel 12 wenigstens eine

Leuchtdiode (LED) befindlich. Das von dem Leuchtmittel 12 emittierte sichtbare Licht wird an der zweiten Seite 8 der dielektrischen Komponente 6 in den Durchbrach 13 des Bauteils 5 eingekoppelt. Das eingekoppelte Licht wird dann von dem Bauteil 5 auf der ersten Seite 7 der dielektrischen Komponente 6 im Bereich des Durchbruchs 13 und/oder des Durchlasses 14 ausgekoppelt, derart dass das Bildelement 11 der Bedienoberfläche 2 ausleuchtbar ist.

Bei dem Bauteil 5 handelt es sich also um den Reflektor für das vom Leuchtmittel 12 emittierte sichtbare Licht zur Beleuchtung des Bildelements 1 1. Der Durchlass 14 in der zweiten Komponente 9 auf der ersten Seite 7 der dielektrischen Komponente 6 verhindert hierbei ungewünschtes Streulicht und stellt eine wirksame Lichtabschottung im Bereich des Bildelements 11 her, sodass eine homogene Ausleuchtung des Bildelements 11

gewährleistet ist. Wie anhand von Fig. 1 bereits beschrieben ist, kann das Bildelement 11 beispielsweise das Symbol der Funktion„Einschalten der Heckscheibenheizung des Fahrzeuges“ darstellen. Auf diese Weise wird die von dem Benutzer auf der

Bedienoberfläche 2 betätigbare und/oder betätigte Funktion angezeigt.

Die erfindungsgemäße Bedienvorrichtung 1 eignet sich insbesondere auch zur Bedienung einer Vielzahl von Funktionen in der Art eines Bedienfeldes, beispielsweise im Kraftfahrzeug. Wie in Fig. 2 näher zu sehen ist, umfasst die Bedienoberfläche 2 wenigstens zwei Bereiche 18, 19 zur Erzeugung eines dem jeweiligen Bereich 18, 19 zugeordneten Signals bei entsprechender Einwirkung mittels des Elements 16. Die zum jeweiligen Bereich 18, 19 korrespondierende Schicht 9" der zweiten Komponente 9 ist ringförmig ausgebildet, und zwar entlang des Randes am Durchbruch 13 umlaufend. Die ringförmigen Schichten 9" der zweiten Komponente 9 für die Bereiche 18, 19 sind zusammenhängend ausgebildet, so dass diese miteinander in elektrischem Kontakt stehen. Des Weiteren ist wenigstens ein Verbindungselement 9' der zweiten Komponente 9 für die zusammenhängenden

ringförmigen Schichten 9" vorgesehen. Damit ist in einfacher Weise die elektrische

Spannung vom Kontaktfeld 4 an die Bereiche 18, 19 der Bedienoberfläche 2 zur Ausbildung des kapazitiven Sensors anlegbar.

Die Erfindung ist nicht auf das beschriebene und dargestellte Ausführungsbeispiel beschränkt. Sie umfasst vielmehr auch alle fachmännischen Weiterbildungen im Rahmen der durch die Patentansprüche definierten Erfindung. So kann die erfindungsgemäße Bedienvorrichtung nicht nur als Anzeige- und/oder Bedienelement in einem Kraftfahrzeug sondern auch an sonstigen Geräten, beispielsweise Haushaltsgeräte, Audiogeräte,

Videogeräte, Telekommunikationsgeräte o. dgl, Verwendung finden.

Bezugszeichen-Liste : : Bedienvorrichtung

: Bedienoberfläche

: Trägerteil

: Kontaktfeld

: Bauteil

: dielektrische (erste) Komponente (des Bauteils): erste Seite (des Bauteils)

: zweite Seite (des Bauteils)

: weitere (zweite) Komponente (des Bauteils) ': elektrisches V erbindungselement

": Schicht

0; Gehäuse

1 : Bildelement

2: Leuchtmittel

3 ; Durchbruch (in der ersten Komponente)4: Durchlass (in der zweiten Komponente) 5 : Elektronik

6: Element

7 : Schnappverbindung

8,19: Bereich (der Bedienoberfläche)