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Title:
OPERATING METHOD FOR AN AIR CLASSIFIER AND AIR CLASSIFIER
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2008/113339
Kind Code:
A2
Abstract:
The invention relates to an operating method for an air classifier, according to which a product to be classified (P) is fed between a guide cage (4) and a classifier wheel (3) that is surrounded by said cage via a product supply conduit (1) and the product to be classified (P) is fed together with a fluid stream (F) in a particle/fluid suspension to the inner face of the guide cage (4) facing towards the classifier wheel (3). Alternatively, the invention relates to an operating method for an air classifier, according to which a product to be classified (P) is supplied between a guide cage (4) and a classifier wheel (3) that is surrounded by said cage via a product supply conduit (1) and another fluid (Z) acting as an additional operating medium is conducted to the outer face of the guide cage (4) facing away from the classifier wheel (3) via an operating medium supply conduit (2). The invention further relates to an air classifier (W) comprising a product supply conduit (1) for supplying a product to be classified between a guide cage (4) and a classifier wheel (3) that is surrounded by said cage, the product supply conduit (1) being designed to feed the product to be classified (P) together with a fluid stream (F) in a particle/fluid suspension to the inner face of the guide cage (4) facing the classifier wheel (3). Alternatively, an air classifier (W) is disclosed, comprising a product supply conduit (1) for feeding a product to be classified between a guide cage (4) and a classifier wheel that is surrounded by said cage, an operating medium supply conduit (2) being provided to conduct another fluid (Z) acting as an additional operating medium to the outer face of the guide cage (4) facing away from the classifier wheel (3).

Inventors:
NIED ROLAND (DE)
SICKEL HERMANN (DE)
Application Number:
DE2008/000479
Publication Date:
September 25, 2008
Filing Date:
March 19, 2008
Export Citation:
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Assignee:
NETZSCH CONDUX MAHLTECHNIK GMBH (DE)
NIED ROLAND (DE)
SICKEL HERMANN (DE)
International Classes:
B07B7/00
Domestic Patent References:
WO2005115641A12005-12-08
Foreign References:
DE4418195A11995-11-30
DE3515026C11986-09-18
EP0204412A21986-12-10
EP0641609A21995-03-08
Attorney, Agent or Firm:
LINDNER, Manfred, K. (München, DE)
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Claims:

Ansprüche

1. Windsichter-Betriebsverfahren, wobei Sichtgut (P) über eine ProduktZuleitung (1) zwischen einen Leitkorb (4) und ein davon umgebenes Sichtrad (3) zugeführt wird, dadurch gekennzeichnet, dass das Sichtgut (P) zusammen mit einem Fluidstrom (F) in einer Partikel-/Fluidsuspension auf die dem Sichtrad (3) zugewandte Innenseite des Leitkorbes (4) aufgegeben wird.

2. Windsichter-Betriebsverfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein Zusatzfluid (Z) als zusätzliches Betriebsmedium über eine Betriebsmediumzuführleitung (2) an die dem Sichtrad (3) abgewandte Außenseite des Leitkorbes (4) zugeleitet wird und insbesondere den Leitkorb (4) zur Verdünnung der Partikel-/Fluidsuspension zwischen dem Leit- korb (4) und dem Sichtrad (3) durchströmt.

3. Windsichter-Betriebsverfahren, wobei Sichtgut (P) über eine ProduktZuleitung (1) zwischen einen Leitkorb (4) und ein davon umgebenes Sichtrad (3) zugeführt wird, dadurch gekennzeichnet, dass ein Zusatzfluid (Z) als zusätzliches Betriebsmedium über eine Betriebsmediumzuführleitung (2) an die dem Sichtrad (3) abgewandte Außenseite des Leitkorbes (4) zugeleitet wird.

4. Windsichter-Betriebsverfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Zusatzfluid (Z) den Leitkorb (4) zur Verdünnung einer Partikel-/Fluidsuspension aus dem Sichtgut (P) und einem Fluidstrom (F) zwischen dem Leitkorb (4) und dem Sichtrad (3) durchströmt.

5. Windsichter-Betriebsverfahren nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Zusatzfluid (Z) Frischgas oder Frischdampf ist.

6. Windsichter-Betriebsverfahren nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Zusatzfluid (Z) zu einem Anteil von höchstens 25 %, bevorzugt höchstens 15 % bezogen auf die Partikel-/ Fluidsuspension zugeführt wird.

7. Windsichter-Betriebsverfahren nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Zusatzfluidzufuhr mengenmäßig und/oder hinsichtlich anderer physikalischer Größen, insbesondere Dichte und/oder Temperatur, regelbar oder steuerbar ist.

8. Windsichter-Betriebsverfahren nach einem der Ansprüche 2 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Sichtrad (3) eine Austragsseite hat, die benachbart zu einer Vorderseite (V) und entgegengesetzt zu einer Rückseite (R) jeweils des Windsichters (W) liegt, und dass das Zusatzfluid (Z) über die entsprechend angeordnete Be-

triebsmediumzuführleitung (2) in einen der Rückseite (R) des Windsichters (W) benachbarten hinteren Sichtraum (S) des Windsichters (W) insbesondere von der Rückseite (R) oder einer zwischen der Vorderseite (V) und der Rückseite (R) liegenden Seite des Windsichters (W) her zugeführt wird.

9. Windsichter-Betriebsverfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Sichtgut (P) der ProduktZuleitung (1) aus einer dem Windsichter (W) vorgeschalteten Einrichtung in einem Fluidstrom (F) dispergiert zugeführt wird.

10. Windsichter-Betriebsverfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Fluidstrom (F) ein Gas- oder Dampfström ist.

11. Windsichter-Betriebsverfahren nach einem der vorhergehen- den Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Sichtrad (3) eine Austragsseite hat, die benachbart zu einer Vorderseite (V) und entgegengesetzt zu einer Rückseite (R) jeweils des Windsichters (W) liegt, und dass der Leitkorb (4) bezogen auf diese Vorderseite (V) und Rückseite (R) in einen vorderen und einen rückseitigen Teil geteilt ist.

12. Windsichter-Betriebsverfahren nach einem der vorhergehen- den Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Leitkorb (4) eine Mehrzahl von verstellbaren

Leitschaufeln (8a, 8b) mit jeweils einem Spalt (9) zwi-

sehen zwei Leitschaufeln (8a, 8b) enthält, und dass jeder Spalt (9) zwischen den Leitschaufeln (8a, 8b) einzeln einstellbar ist.

13. Windsichter-Betriebsverfahren nach den Ansprüchen 11 und 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Leitkorb (4) benachbart zu der Vorderseite (V) des Windsichters (W) im Anschluss an die Produktzuleitung (1) eine teilringförmige Leitführung (10) insbesondere anstelle von Leitschaufeln (8a) oder über einen Teilringbereich derart eingestellte Leitschaufeln (8a) enthält, dass zwischen ihnen kein Spalt (9) besteht, wobei neben der Leitführung (10) benachbart zu der Rückseite (R) des Wind- sichters (W) Leitschaufeln (8b) vorgesehen sind, und dass insbesondere im Bereich der teilringförmigen Leitführung (10) oder des Teilringbereichs der derart eingestellten Leitschaufeln (8a) , so dass zwischen ihnen kein Spalt (9) besteht, eine Blende (7) den vorderen und den rückseitigen Teil des Leitkorbes (4) trennt.

14. Windsichter (W), mit einer Produktzuleitung (1) zur Zufuhr von Sichtgut zwischen einen Leitkorb (4) und ein davon umgebenes Sichtrad (3) , dadurch gekennzeichnet, dass die ProduktZuleitung (1) zum Aufgeben von Sichtgut (P) zusammen mit einem Fluidstrom (F) in einer Partikel-/ Fluidsuspension auf die dem Sichtrad (3) zugewandte Innenseite des Leitkorbes (4) ausgelegt ist.

15. Windsichter (W) nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass eine Betriebsmediumzuführleitung (2) vorgesehen ist, um ein Zusatzfluid (Z) als zusätzliches Betriebsmedium an die dem Sichtrad (3) abgewandte Außenseite des Leitkorbes (4) zuzuleiten und insbesondere den Leitkorb (4) zur Verdünnung der Partikel-/Fluidsuspension zwischen dem Leitkorb (4) und dem Sichtrad (3) durchströmen zu lassen.

16. Windsichter (W), mit einer Produktzuleitung (1) zur Zufuhr von Sichtgut zwischen einen Leitkorb (4) und ein davon umgebenes Sichtrad (3) , dadurch gekennzeichnet, dass eine Betriebsmediumzuführleitung (2) vorgesehen ist, um ein Zusatzfluid (Z) als zusätzliches Betriebsmedium an die dem Sichtrad (3) abgewandte Außenseite des Leitkorbes (4) zuzuleiten.

17. Windsichter (W) nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Betriebsmediumzuführleitung (2) vorgesehen ist, um das Zusatzfluid (Z) den Leitkorb (4) zur Verdünnung einer Partikel-/Fluidsuspension aus dem Sichtgut (P) und einem Fluidstrom (F) zwischen dem Leitkorb (4) und dem Sichtrad (3) durchströmen zu lassen.

18. Windsichter (W) nach einem der Ansprüche 15 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass das Zusatzfluid (Z) Frischgas oder Frischdampf ist.

19. Windsichter (W) nach einem der Ansprüche 15 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass das Zusatzfluid (Z) zu einem Anteil von höchstens 25 %, bevorzugt höchstens 15 % bezogen auf die Partikel-/ Fluidsuspension zugeführt wird.

20. Windsichter (W) nach einem der Ansprüche 15 bis 19, dadurch gekennzeichnet, dass die Zusatzfluidzufuhr mengenmäßig und/oder hinsicht- lieh anderer physikalischer Größen, insbesondere Dichte und/oder Temperatur, regelbar oder steuerbar ist.

21. Windsichter (W) nach einem der Ansprüche 15 bis 20, dadurch gekennzeichnet, dass das Sichtrad (3) eine Austragsseite hat, die benachbart zu einer Vorderseite (V) und entgegengesetzt zu einer Rückseite (R) jeweils des Windsichters (W) liegt, und dass die Betriebsmediumzuführleitung (2) so angeordnet ist, dass das Zusatzfluid (Z) in einen der Rückseite (R) des Windsichters (W) benachbarten hinteren Sichtraum (S) des Windsichters (W) insbesondere von der Rückseite (R) oder einer zwischen der Vorderseite (V) und der Rückseite (R) liegenden Seite des Windsichters (W) her zugeführt wird.

22. Windsichter (W) nach einem der Ansprüche 15 bis 21, dadurch gekennzeichnet, dass die ProduktZuleitung (1) ausgelegt ist, um das Sicht- gut (P) aus einer dem Windsichter (W) vorgeschalteten Einrichtung in einem Fluidstrom (F) dispergiert zuzuführen.

23. Windsichter (W) nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, dass der Fluidstrom (F) ein Gas- oder Dampfström ist.

24. Windsichter (W) nach einem der Ansprüche 14 bis 23, dadurch gekennzeichnet, dass das Sichtrad (3) eine Austragsseite hat, die benach- bart zu einer Vorderseite (V) und entgegengesetzt zu einer Rückseite (R) jeweils des Windsichters (W) liegt, und dass der Leitkorb (4) bezogen auf diese Vorderseite (V) und Rückseite (R) in einen vorderen und einen rückseitigen Teil geteilt ist.

25. Windsichter (W) nach einem der Ansprüche 14 bis 24, dadurch gekennzeichnet, dass der Leitkorb (4) eine Mehrzahl von verstellbaren Leitschaufeln (8a, 8b) mit jeweils einem Spalt (9) zwi- sehen zwei Leitschaufeln (8a, 8b) enthält, und dass jeder Spalt (9) zwischen den Leitschaufeln (8a, 8b) einzeln einstellbar ist.

26. Windsichter (W) nach den Ansprüchen 24 und 25, dadurch gekennzeichnet, dass der Leitkorb (4) benachbart zu der Vorderseite (V) des Windsichters (W) im Anschluss an die ProduktZuleitung (1) eine teilringförmige Leitführung (10) insbesondere anstelle von Leitschaufeln (8a) oder über einen Teilringbe- reich derart eingestellte Leitschaufeln (8a) enthält, dass zwischen ihnen kein Spalt (9) besteht, wobei neben der Leitführung (10) benachbart zu der Rückseite (R) des Windsichters (W) Leitschaufeln (8b) vorgesehen sind, und dass insbesondere im Bereich der teilringförmigen Leitführung (10) oder des Teilringbereichs der derart eingestellten Leitschaufeln (8a) , so dass zwischen ihnen kein Spalt (9) besteht, eine Blende (7) den vorderen und den rückseitigen Teil des Leitkorbes (4) trennt.

Description:

Windsichter-Betriebsverfahren und Windsichter

Beschreibung

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Windsichter- Betriebsverfahren nach dem Oberbegriff der Ansprüche 1 und 3 und einen Windsichter nach dem Oberbegriff der Ansprüche 14 und 16.

üblicherweise werden solche Windsichter, wie beispielsweise ein Windsichter gemäß der Offenbarung in der EP 641 609 Bl, so betrieben, dass durch eine Produktzuleitung zu sichtendes Material, das auch als Sichtgut zu bezeichnen ist, mittels einer Dosierschnecke o.a. zwischen einen ortsfesten Leitkorb und ein innerhalb des Leitkorbes angeordnetes Sichtrad zugeführt wird. Der Leitkorb und das Sichtrad sind in einem Sichtergehäuse untergebracht. Ein Betriebsmedium in Form von Sichtgas/-dampf wird über eine Betriebsmediumzuführleitung zwischen dem Sichtergehäuse und dem Leitkorb eingeleitet und durchströmt den Leitkorb. Auf der Innenseite des Leitkorbes wird das Sichtgut intensiv von dem Betriebsmedium durchströmt, dispergiert und zwecks Trennung zum Sichtrad transportiert. Das Grobgut gelangt schließlich durch einen von einer Blende definierten hinteren Sichtraum in einer schraubenförmigen Bewegung zum Grobgutaustritt.

Solche Windsichter sind häufig einer Mühle, einem Trockner oder anderen verfahrenstechnischen Apparaten nachgeschaltet. Nach diesen Apparaten liegt das Sichtgut meistens in einem Gas- oder Dampfström oder allgemein Fluidstrom dispergiert vor. Um eine Sichtung, wie sie vorstehend beschrieben wurde, durchführen zu können, muss das Sichtgut vom Fluidstrom mit-

tels eines Filters getrennt werden. Es wurde versucht, diesen Aufwand einzusparen und den Partikel-Fluidstrom direkt dem Windsichter zuzuführen. Bei entsprechenden in der Praxis bekannt gewordenen Beispielen war jedoch das Sichtergebnis (d.h. Ausbeute, "Sauberkeit" des Grobgutes) immer schlechter als mit dem eingangs beschriebenem Verfahren, d.h. Trennung des Sichtgutes vom Fluidstrom mittels eines Filters, oder es musste ein hoher Anteil eines (frischem) Sekundärfluides von mindestens 50% zugeführt werden.

Die vorliegende Erfindung hat daher das Ziel, ein Windsichter- Betriebsverfahren und einen Windsichter im Hinblick auf die vorstehende Problematik weiter zu optimieren.

Dieses Ziel wird mit einem Windsichter-Betriebsverfahren nach dem Anspruch 1 und mit einem Windsichter-Betriebsverfahren nach dem Anspruch 3 sowie einem Windsichter nach dem Anspruch 13 und einem Windsichter nach dem Anspruch 15 erreicht.

Damit ist bei einem gattungsgemäßen Windsichter- Betriebsverfahren, bei dem Sichtgut über eine ProduktZuleitung zwischen einen Leitkorb, der auch als ortsfester oder insofern statischer Leitkorb bezeichnet werden kann, und ein davon umgebenes Sichtrad zugeführt wird, erfindungsgemäß weiter vorge- sehen, dass das Sichtgut zusammen mit einem Fluidstrom in einer Partikel-/Fluidsuspension auf die dem Sichtrad zugewandte Innenseite des Leitkorbes aufgegeben wird.

Alternativ ist bei einem solchen gattungsgemäßen Windsichter- Betriebsverfahren, bei dem Sichtgut über eine Produktzuleitung zwischen einen Leitkorb, der auch als ortsfester oder insofern Leitkorb bezeichnet werden kann, und ein davon umgebenes Sichtrad zugeführt wird, erfindungsgemäß weiter vorgesehen, dass ein Zusatzfluid als zusätzliches Betriebsmedium über eine Betriebsmediumzuführleitung an die dem Sichtrad abgewandte Außenseite des Leitkorbes zugeleitet wird.

Jedes dieser Windsichter-Betriebsverfahren, das in seiner Gesamtheit auch als Verfahren zur In-line-Sichtung bezeichnet werden kann, ermöglicht es einerseits, die Trennung von Sichtgut vom Fluidstrom mittels eines Filters zu vermeiden, was in vorteilhafter Weise eine Vereinfachung des Verfahrens und drastische Senkung der Kosten zur Folge hat, und enthält andererseits als weiteren Vorteil die Einsparung der gesonderten Betriebsmittelzufuhr für den Windsichter. Vorteilhaft bei dem erfindungsgemäßen Verfahren ist ferner, dass es sich bei jedem an sich bekannten Windsichter durch entsprechende Umstellungen einrichten und anwenden lässt, die sich durch die folgenden Einsparungen im Betrieb von selbst amortisieren.

Als vorteilhafte Weiterbildung kann vorgesehen sein, dass das Sichtgut der Produktzuleitung aus einer dem Windsichter vorgeschalteten Einrichtung in einem Fluidstrom dispergiert zugeführt wird, wobei der Fluidstrom vorzugsweise ein Gas- oder Dampfström ist.

Eine weitere mit Vorteil ggf. anzuwendende Ausgestaltung besteht darin, dass ein Zusatzfluid als zusätzliches Betriebsmedium über eine Betriebsmediumzuführleitung an die dem Sichtrad abgewandte Außenseite des Leitkorbes zugeleitet wird und insbesondere den Leitkorb zur Verdünnung der Partikel-/Fluid- Suspension zwischen dem Leitkorb und dem Sichtrad durchströmt. Zwar erfordert diese Ausgestaltung wieder eine gesonderte Betriebsmittelzufuhr, jedoch wird dadurch auch noch eine weiter- gehendere Verbesserung des Prozesses insgesamt ermöglicht.

Bei der vorstehenden weiteren Ausgestaltung ist es bevorzugt, wenn das Zusatzfluid Frischgas oder Frischdampf ist. Besonders bevorzugt ist bei der Zufuhr von Zusatzfluid, dass das Zusatzfluid zu einem Anteil von höchstens 25 %, vorzugsweise höchstens 15 % bezogen auf die Partikel-/Fluidsuspension zugeführt wird, so dass der Aufwand der gesonderten Betriebsmittelzufuhr wesentlich unter dem gemäß dem Verfahren nach dem eingangs erläuterten Stand der Technik bleibt. Alternativ oder zusätzlich

kann mit die Zusatzfluidzufuhr mengenmäßig und/oder hinsichtlich anderer physikalischer Größen, insbesondere Dichte und/oder Temperatur, regelbar oder steuerbar sein, so dass die Betriebsparameter innerhalb des Windsichters damit eingestellt werden können. Noch eine weitere zusätzliche oder alternative bevorzugte Ausgestaltung besteht darin, dass das Sichtrad eine Austragsseite hat, die benachbart zu einer Vorderseite und entgegengesetzt zu einer Rückseite jeweils des Windsichters liegt, und dass das Zusatzfluid über die entsprechend angeord- nete Betriebsmediumzuführleitung in einen der Rückseite des

Windsichters benachbarten hinteren Sichtraum des Windsichters insbesondere von der Rückseite oder einer zwischen der Vorderseite und der Rückseite liegenden Seite des Windsichters her zugeführt wird.

Es ist ferner eine vorzugsweise Weiterbildung des erfindungs- gemäßen Verfahrens, wenn das Sichtrad eine Austragsseite hat, die benachbart zu einer Vorderseite und entgegengesetzt zu einer Rückseite jeweils des Windsichters liegt, und wenn der Leitkorb bezogen auf diese Vorderseite und Rückseite in einen vorderen und einen rückseitigen Teil geteilt ist. Alternativ oder zusätzlich kann mit Vorzug vorgesehen sein, dass der Leitkorb eine Mehrzahl von verstellbaren Leitschaufeln mit jeweils einem Spalt zwischen zwei Leitschaufeln enthält, und dass jeder Spalt zwischen den Leitschaufeln einzeln einstellbar ist.

Durch die Erfindung wird zur Erreichung des oben genannten Zieles und der vorstehend für das Verfahren genannten Vorteile ferner ein gattungsgemäßer Windsichter mit einer ProduktZuleitung zur Zufuhr von Sichtgut zwischen einen Leitkorb, der auch als ortsfester oder insofern statischer Leitkorb bezeichnet werden kann, und ein davon umgebenes Sichtrad dadurch verbessert, dass die ProduktZuleitung zum Aufgeben von Sichtgut zu- sammen mit einem Fluidstrom in einer Partikel-/Fluidsuspension auf die dem Sichtrad zugewandte Innenseite des Leitkorbes ausgelegt ist .

Vorrichtungsmäßig ist alternativ ein gattungsgemäßer Windsich- ter mit einer ProduktZuleitung zur Zufuhr von Sichtgut zwischen einen Leitkorb, der auch als ortsfester oder insofern statischer Leitkorb bezeichnet werden kann, und ein davon umgebenes Sichtrad dadurch verbessert, dass eine Betriebsmediumzuführleitung vorgesehen ist, um ein Zusatzfluid als zusätzliches Betriebsmedium an die dem Sichtrad abgewandte Außenseite des Leitkorbes zuzuleiten.

Bei dem Windsichter kann ferner mit Vorzug vorgesehen sein, dass die Produktzuleitung ausgelegt ist, um das Sichtgut aus einer dem Windsichter vorgeschalteten Einrichtung in einem Fluidstrom dispergiert zuzuführen, wobei der Fluidstrom insbe- sondere ein Gas- oder Dampfström ist.

Eine weitere vorzugsweise Ausgestaltung besteht darin, dass eine Betriebsmediumzuführleitung vorgesehen ist, um ein Zusatzfluid als zusätzliches Betriebsmedium an die dem Sichtrad abgewandte Außenseite des Leitkorbes zuzuleiten und insbesondere den Leitkorb zur Verdünnung der Partikel-/Fluidsuspension zwischen dem Leitkorb und dem Sichtrad zu durchströmen. Dabei ist das Zusatzfluid vorzugsweise Frischgas oder Frischdampf ist. Besonders bevorzugt ist dabei, wenn das Zusatzfluid (Z) zu einem Anteil von höchstens 25 %, bevorzugt höchstens 15 % bezogen auf die Partikel-/Fluidsuspension zugeführt wird. Noch eine weitere vorzugsweise Ausgestaltung dieses Aspektes besteht darin, dass die Zusatzfluidzufuhr mengenmäßig und/oder hinsichtlich anderer physikalischer Größen, insbesondere Dich- te und/oder Temperatur, regelbar oder steuerbar ist. Außerdem ist es noch bevorzugt, wenn das Sichtrad eine Austragsseite hat, die benachbart zu einer Vorderseite und entgegengesetzt zu einer Rückseite jeweils des Windsichters liegt, und die Betriebsmediumzuführleitung so angeordnet ist, dass das Zusatz- fluid in einen der Rückseite des Windsichters benachbarten hinteren Sichtraum des Windsichters insbesondere von der Rück-

seite oder einer zwischen der Vorderseite und der Rückseite liegenden Seite des Windsichters her zugeführt wird.

Es ist ferner bevorzugt, wenn bei dem Windsichter vorgesehen ist, dass das Sichtrad eine Austragsseite hat, die benachbart zu einer Vorderseite und entgegengesetzt zu einer Rückseite jeweils des Windsichters liegt, und dass der Leitkorb bezogen auf diese Vorderseite und Rückseite in einen vorderen und einen rückseitigen Teil geteilt ist.

Noch eine weitere vorzugsweise Ausgestaltung des Windsichters besteht darin, dass der Leitkorb eine Mehrzahl von verstellbaren Leitschaufeln mit jeweils einem Spalt zwischen zwei Leitschaufeln enthält, und dass jeder Spalt zwischen den Leit- schaufeln einzeln einstellbar ist.

Verfahrens- und auch vorrichtungsmäßig ist es ferner von Vorteil wenn vorgesehen ist, dass der Leitkorb benachbart zu der Vorderseite des Windsichters im Anschluss an die Produktzulei- tung eine teilringförmige Leitführung insbesondere anstelle von Leitschaufeln oder über einen Teilringbereich derart eingestellte Leitschaufeln enthält, dass zwischen ihnen kein Spalt besteht, wobei neben der Leitführung benachbart zu der Rückseite des Windsichters Leitschaufeln vorgesehen sind, und dass insbesondere im Bereich der teilringförmigen Leitführung oder des Teilringbereichs der derart eingestellten Leitschaufeln, so dass zwischen ihnen kein Spalt besteht, eine Blende den vorderen und den rückseitigen Teil des Leitkorbes trennt. Die Leitführung ist beispielsweise durch ein Leitblech oder einfach eine teilzylindrische Wand des Gehäuses des Windsichters gebildet.

Weitere bevorzugte und/oder vorteilhafte Ausgestaltungen der

Erfindung ergeben sich aus den Ansprüchen und deren Kombina- tionen sowie den gesamten vorliegenden Anmeldungsunterlagen.

Die Erfindung wird anhand von Ausführungsbeispielen nachfolgend unter Bezugnahme auf die Zeichnung lediglich exemplarisch näher erläutert, worin

Fig. 1 in einem schematischen Querschnitt ein erstes Ausführungsbeispiel eines Windsichters zeigt,

Fig. 2 den Windsichter aus der Fig. 1 in einem Querschnitt zeigt, der senkrecht zu dem Schnitt der Darstellung der Fig. 1 verläuft,

Fig. 3 in einer perspektivischen teilweise geschnittenen Ansicht ein zweites Ausführungsbeispiel eines Windsichters zeigt,

Fig. 4 den Windsichter aus der Fig. 3 in einem schematischen Querschnitt in perspektivischer Darstellung zeigt,

Fig. 5 den Windsichter aus der Fig. 3 in einem Querschnitt zeigt, der senkrecht zu dem Schnitt der Darstellung der Fig. 4 verläuft.

Anhand der nachfolgend beschriebenen und in den Zeichnungen dargestellten Ausführungs- und Anwendungsbeispiele wird die Erfindung lediglich exemplarisch näher erläutert, d.h. sie ist nicht auf diese Ausführungs- und Anwendungsbeispiele oder auf die jeweiligen Merkmalskombinationen innerhalb eines einzelnen Ausführungs- und Anwendungsbeispiels beschränkt. Verfahrensund Vorrichtungsmerkmale ergeben sich jeweils analog auch aus Vorrichtungs- bzw. Verfahrensbeschreibungen.

Einzelne Merkmale, die im Zusammenhang mit einem konkreten Ausführungsbeispiel angeben und/oder dargestellt sind, sind nicht auf dieses Ausführungsbeispiels oder die Kombination mit den übrigen Merkmalen dieses Ausführungsbeispiels beschränkt, sondern können im Rahmen des technisch Möglichen, mit jegli-

chen anderen Varianten, auch wenn sie in den vorliegenden Unterlagen nicht gesondert behandelt sind, kombiniert werden.

Gleiche Bezugszeichen in den einzelnen Figuren und Abbildungen der Zeichnungen bezeichnen gleiche oder ähnliche oder gleich oder ähnlich wirkende Komponenten. Anhand der Darstellungen in der Zeichnung werden auch solche Merkmale deutlich, die nicht mit Bezugszeichen versehen sind, unabhängig davon, ob solche Merkmale nachfolgend beschrieben sind oder nicht. Andererseits sind auch Merkmale, die in der vorliegenden Beschreibung enthalten, aber nicht in der Zeichnung sichtbar oder dargestellt sind, ohne weiteres für einen Fachmann verständlich.

In den Fig. 1 und 2 ist ein Ausführungsbeispiel eines Wind- sichters W in einem schematischen Querschnitt dargestellt. Der Windsichter W enthält eine ProduktZuleitung 1, eine Betriebsmediumzuführleitung 2 (siehe Fig. 2), ein Sichtrad 3, einen Leitkorb 4, ein Abströmrohr 5, einen Grobgutaustritt 6 und eine Blende 7. Der Leitkorb 4 enthält Leitschaufeln 8a, 8b mit jeweils einem Spalt 9 zwischen zwei Leitschaufeln 8a, 8b. Die Leitschaufeln 8a und die Leitschaufeln 8b sind paarweise in Richtung der Zentralachse C des Sichterrades 3 nebeneinander liegend angeordnet. Eine Schnittlinie L in der Fig. 1 gibt den Blick auf einige der Leitschaufeln 8b frei, die insgesamt in dieser Darstellung hinter den Leitschaufeln 8a liegen.

Dieser Windsichter W wird nun so betrieben, dass, wie die in der Fig. 1 verdeutlicht ist, durch die Produktzuleitung 1 zu sichtendes Material, das auch als Sichtgut P (einschließlich der Strömungsrichtung repräsentiert durch den mit dem Bezugs- zeichen versehenen Pfeil) zu bezeichnen ist, als Partikel- Fluidstrom, d.h. zusammen mit einem Fluidstrom F (einschließlich der Strömungsrichtung repräsentiert durch den mit dem Bezugszeichen versehenen Pfeil) , von einer Mühle, einem Trockner oder anderen verfahrenstechnischen Apparaten (nicht gezeigt) direkt dem Windsichter W zugeführt wird, und zwar zwischen den Leitkorb 4, der auch als ortsfester oder insofern statischer

Leitkorb bezeichnet werden kann, und das innerhalb des Leit- korbes 4 angeordnete Sichtrad 3. Das Sichtgut P wird somit zusammen mit dem Fluidstrom F in einer Partikel-/Fluidsuspension auf die dem Sichtrad 3 zugewandte Innenseite des Leitkorbes 4 aufgegeben. Der Leitkorb 4 und das Sichtrad 3 sind in einem Sichtergehäuse G untergebracht.

Auf der Innenseite des Leitkorbes 4 wird das Sichtgut P zusammen mit dem Fluidstrom F als Partikel-/Fluidsuspension disper- giert und zwecks Trennung zum Sichtrad 3 transportiert. Grobgut gelangt schließlich durch einen von einer Blende 7 definierten hinteren Sichtraum S (siehe Fig. 2) in einer schraubenförmigen Bewegung zum Grobgutaustritt 6 gemäß dem Pfeil A. Bezüglich der aus dem Sichtrad 3 austretenden Strömung (Fluid und kleine Partikel) hat das Sichtrad 3 eine Austragsseite, an der das Abströmrohr 5 für die Ableitung des Feingutes aus dem Windsichter W liegt. Die Austragsseite des Sichtrades 3 definiert eine Vorderseite V (in der Darstellung der Fig. 1 die dem Betrachter zugewandte Seite, und siehe Fig. 2 auf der lin- ken Seite) des Windsichters W. Entgegengesetzt zu der Vorderseite V des Windsichters W liegt eine Rückseite R des Wind- sichters W. Die Betriebsmediumzuführleitung 2 ist bei diesem Ausführungsbeispiel so angeordnet, dass das Zusatzfluid Z von der Rückseite R des Windsichters W her in den der Rückseite R des Windsichters W benachbarten hinteren Sichtraum S des Windsichters W zugeführt wird.

Ein Zusatzfluid Z (einschließlich der Strömungsrichtung repräsentiert durch den mit dem Bezugszeichen versehenen Pfeil) als weiteres Betriebsmedium in Form von Sichtgas/-dampf wird somit über die Betriebsmediumzuführleitung 2 zwischen dem Sichtergehäuse G und dem Leitkorb 4 eingeleitet, also auf die vom Sichtrad 3 abgewandte Außenseite des Leitkorbes 4, und durchströmt den Leitkorb 4 zum Sichtrad 3 hin. Die durch die Pro- duktzuleitung 1 zwischen das Sichtrad 3 und den Leitkorb 4 eingeleitete Partikel-/Fluidsuspension mit dem Sichtgut und dem Fluidstrom wird zusätzlich von dem Zusatzfluid Z intensiv

quer durchströmt, was die Dispersion der Partikel-/Fluidsus- pension und die Trennung weiter günstig beeinflusst.

Auf diese Weise kann das Trennen von Sichtgut vom Fluidstrom mittels eines Filters wie beim Stand der Technik entfallen, und es wird ein hervorragendes Sichtergebnis (d.h. Ausbeute, "Sauberkeit" des Grobgutes) erhalten.

Das zu sichtende oder zu mahlende Gut besteht aus gröberen und feineren Partikeln, die in einem Luftstrom mitgeführt werden und den Produktström bilden, der in das Gehäuse G des Wind- sichters W beispielsweise einer Strahlmühle eingeführt wird. Der Produktstrom gelangt in radialer Richtung in das Sichtrad 3 des Windsichters W. In dem Sichtrad 3 werden die gröberen Partikel aus dem Luftstrom ausgeschieden und der Luftstrom verlässt mit den feinen Partikeln axial das Sichtrad 3 durch das Abströmrohr 5. Der Luftstrom mit den auszufilternden oder herzustellenden feinen Partikeln kann dann einem Filter zugeführt werden, in dem ein Fluid, wie beispielsweise Luft, und feine Partikel voneinander getrennt werden.

In den Fig. 3, 4 und 5 ist ein zweites Ausführungsbeispiel des Windsichters W schematisch in verschiedenen Ansichten und Schnitten gezeigt. Der Windsichter W dieses zweiten Ausfüh- rungsbeispiels ist mit Ausnahme der Anordnung und Ausrichtung der Betriebsmediumzuführleitung 2 zum Zuführen des Zusatz- fluids Z sowie einer Leitführung 10 anstelle von einigen der Leitschaufeln 8a, wie nachfolgend im Detail erläutert wird, identisch wie der Windsichter W des ersten Ausführungsbei- spiels gemäß den Fig. 1 und 2 ausgestattet und gestaltet, so dass bezüglich der Vorrichtungs- und Verfahrensmerkmale auf die Beschreibung des ersten Ausführungsbeispiels des Windsichters gemäß den Fig. 1 und 2 Bezug genommen wird, um bloße Wiederholungen zu vermeiden. Die neuen Ansichten in den Fig. 3, 4 und 5 verdeutlichen aber die Vorrichtungs- und Verfahrensmerkmale auch des ersten Ausführungsbeispiels des Windsichters gemäß den Fig. 1 und 2 weiter.

In der Fig. 4 mit 10 bezeichnet ist eine Leitführung, die insbesondere anstelle von Leitschaufeln 8a gemäß dem Ausführungsbeispiel in der Fig. 1 in einem Ringbereich des der Rückseite R benachbarten Teils des Leitkorbes 4 angeordnet und duch einen Zylinderwandabschnitt des Gehäuses G des Windsichters W gebildet ist. Die Leitführung 10 beginnt an der Produktzuleitung 1 und hat eine Ausdehnung von etwa einem Dreiviertelkreis (der Vollkreis ist sozusagen nur durch die Einmündung der Pro- duktzuleitung 1 unterbrochen) . Es dient dazu, dass die Partikel-/Fluidsuspension aus dem Sichtgut P und dem Fluidstrom F zunächst von dem Zusatzfluid Z, das über die Betriebsmediumzuführleitung 2 zwischen dem Sichtergehäuse G und dem Leitkorb 4 eingeleitet wird, unbeeinflusst zum Sichterrad 3 gelangen kann. Erst nach dem in Axialrichtung liegenden Ende der Leit- führung 10, die durch die Bezeichnung "Blech" nicht auf bestimmte Materialien oder Materialstärken beschränkt ist, sondern jegliche für die Funktion geeignete materialmäßige und formmäßige Gestaltung sowie Anordnung haben kann, kann Zusatz- fluid Z durch die Spalte 9 zwischen den Leitschaufeln 8b in den Raum zwischen dem Leitkorb 4 und dem Sichtrad 3 gelangen. Die Menge von Zusatzfluid Z, das durch die Spalte 9 zwischen den Leitschaufeln 8b in den Raum zwischen dem Leitkorb 4 und dem Sichtrad 3 gelangen kann, kann durch die Einstellbarkeit der Spalte 9 zwischen den Leitschaufeln 8b, d.h. durch die Einstellbarkeit der Leitschaufeln 8b, eingestellt werden.

Die Leitschaufeln 8b bilden ebenfalls etwa einen Dreiviertel- kreis, dem zum Vollkreis nur der Bereich des Grogutaustritts 6 fehlt.

Anstelle der Verwendung einer Leitführung 10 können mit gleicher Wirkung auch Leitschaufeln 8a mit jeweils dazwischen vollständig geschlossenem Spalt 9 vorgesehen sein (vergleiche Fig. 1), d.h. genauer mit einer Einstellung, bei der überhaupt kein Spalt 9 mehr zwischen diesen Leitschaufeln 8a vorhanden ist. Dies ist bei dem ersten Ausführungsbeispiel gemäß den

Fig. 1 und 2 vorgesehen. Die Ausdehnung der Leitführung 10 oder des Bereiches von Leitschaufeln 8a, die eingestellt sind, um keinen Spalt 9 zwischen sich zu haben, hängt von der Bauart und den Erfordernissen des Windsichters W ab. In vorteilhafter Weise ermöglichen natürlich statt der Leitführung 10 eingesetzte Leitschaufeln 8a, dass die umfangsmäßige Ausdehnung des "geschlossenen Bereiches" der Leitschaufeln 8a einstellbar ist, womit eingestellt werden kann, ab wann und wieviel Zusatzfluid Z in den Ringraum BV, der zwischen den Leitschaufeln 8a und dem Sichtrad 3 gebildet ist, eintritt.

Die etwa halbkreisförmige Blende 7 sorgt dafür, dass im Bereich der einmündenden Produktzuleitung 1 und des abgehenden Grobgutaustritts 6 und jedenfalls auch im Bereich der Leitfüh- rung 10 oder der entsprechend ohne Spalt 9 eingestellten Leit- schaufeln 8a eine Trennung des Ringraums BR, der zwischen den Leitschaufeln 8b und dem Sichtrad 3 gebildet ist, von dem Ringraum BV, der zwischen den Leitschaufeln 8a bzw. der Leitfüh- rung 10 und dem Sichtrad 3 gebildet ist, bewirkt wird.

Die vorstehend erläuterte Ausgestaltung hat den Sinn und vorteilhaften Effekt, dass das Zusatzfluid Z durch den Ringraum BV, der zwischen den Leitschaufeln 8a und dem Sichtrad 3 gebildet ist, in den Ringraum BR, der zwischen der Leitführung 10 oder den Leitschaufeln 8b und dem Sichtrad 3 gebildet ist, entgegen der Bewegungsrichtung des Grobgutes eintritt und dadurch einen Spüleffekt bewirkt.

Wie ferner insbesondere anhand der Fig. 4 deutlich ist, liegt die Betriebsmediumzuführleitung 2 zum Zuführen des Zusatz- fluids Z bei dem zweiten Ausführungsbeispiel des Windsichters W so, dass die Zuströmrichtung gemäß dem Pfeil Z senkrecht zur Ausrichtung der Zentralachse C des Sichtrades 3 verläuft, wohingegen beim Windsichter W des ersten Ausführungsbeispiels gemäß den Fig. 1 und 2 die Betriebsmediumzuführleitung 2 zum Zuführen des Zusatzfluids Z parallel zur Ausrichtung der Zentralachse C des Sichtrades 3 in das Gehäuse G des Windsichters

W mündet. Durch die Ausgestaltung des Windsichters W im übrigen gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel der Fig. 1 und 2, d.h. insbesondere durch die Anordnung und Gestaltung des Leitkorbes 4 mit der Leitführung 10 in der oben geschilderten Aus- gestaltung und Anordnung sowie den Leitschaufeln 8a und 8b ebenfalls gemäß der obigen Beschreibung wird, wie auch beim ersten Ausführungsbeispiel des Windsichters gemäß den Fig. 1 und 2 der Sinn und Effekt bewirkt, dass das Zusatzfluid Z durch den Ringraum BV, der zwischen den Leitschaufeln 8a und dem Sichtrad 3 gebildet ist, in den Ringraum BR, der zwischen der Leitführung 10 oder den Leitschaufeln 8b und dem Sichtrad 3 gebildet ist, entgegen der Bewegungsrichtung des Grobgutes eintritt und dadurch einen Spüleffekt bewirkt .

Die vorliegend gegebenen Gestaltungen des Leitkorbes 4 sind auch so zu verstehen, dass jeweils Leitschaufeln 8a und Leit- schaufeln 8b eine eigenen Leitschaufelkranz bilden, wobei die beiden Leitschaufelkränze kreisartig sind und axial nebeneinander liegen. Die Leitführung 10 kann durch Leitschaufeln 8a ersetzt sein, die in einer vollständig geschlossenen Stellung keinen Spalt 9 zwischen sich frei lassen. Die Leitführung 10 oder die entsprechend eingestellten Leitschaufeln 8a erstrecken sich über einen Teilringbereich, wie beispielsweise einen Dreiviertelringbereich entsprechend den baulichen und funktionalen Vorgaben des Windsichters W.

In dem Produkt oder Sichtgut P enthaltenes Grobgut geht in dem Windsichter gemäß der Erfindung, d.h. insbesondere auch bei jedem der beiden in den Figuren gezeigten und in der Beschrei- bung erläuterten Ausführungsbeispiele, von der Produktzuleitung 1 über die Leitführung 10 (oder die geschlossenen, keinen Spalt 9 bildenden Leitschaufeln 8a) zum Sichterrad 3 und dann - durch die Gegenströmung des Zusatzfluides Z - durch die Spalte 9 zwischen den Leitschaufeln 8b zum Grobgutaustritt 6. Das Feingut in dem Produkt oder Sichtgut P nimmt seinen Weg von der Produktzuleitung 1 über die Leitführung 10 (oder die geschlossenen, keinen Spalt 9 bildenden Leitschaufeln 8a) zum

Sichterrad 3 und dann in das Abströmrohr zur weiteren Bearbeitung oder Verwendung.

Grundsätzlich lässt sich die Erfindung bei jeglichem Windsich- ter selbst nachträglich realisieren, wie insbesondere bei

Windsichtern gemäß dem Offenbarungsgehalt der EP 641 609 Bl, die ebenfalls auf den vorliegenden Erfinder zurück geht. Allgemein hat dieser vorbekannte und im Zusammenhang mit der vorliegenden Erfindung verwendbare Windsichter ein feststehendes Gehäuse, das in Achsrichtung gesehen eine Spirale bildet, einen in dem Gehäuse ortsfest angeordneten Leitkorb mit einstellbaren Schaufeln, einen zum Leitkorb achsgleich innerhalb des Leitkorbes angeordnetes, um die Gehäuseachse drehendes, beschaufeltes Sichtrad, einen tangential in den Ringraum zwi- sehen Sichtrad und Leitkorb mündenden Rohgaseinlass, einen parallel zu diesem gerichteten, in den Ringraum zwischen Leitkorb und Spiralgehäuse mündenden Sichtgaseinlass sowie einen Grobgutaustrag im Endbereich der Strömung im Ringraum zwischen Leitkorb und Sichtrad, wobei der Grobgutauslass in Achs- richtung des Spiralgehäuses gegenüber dem Sichtgaseinlass und dem Sichtguteinlass versetzt angeordnet ist (vergleiche Fig. 2 und 5) und das Spiralgehäuse hierdurch die Raumform einer Schnecke mit zumindest einer vollen Schneckenwindung hat. Ferner kann bei diesem bekannten Windsichter vorgesehen sein, dass das Sichtrad und der ebenfalls schneckenförmige feststehende Leitkorb derart einander zugeordnet sind, dass die Schaufeln des Sichtrades sowohl im Einlassbereich als auch im Auslassbereich des Sichtergehäuses die Schaufeln des Leitkorbes möglichst weitgehend überdecken. Im übrigen ist der voll- ständige Offenbarungsgehalt der EP 641 609 Bl hinsichtlich der baulichen Ausgestaltung eines Windsichters hier durch Bezugnahme vollumfänglich aufgenommen ist, um bloße umfangreiche Wiederholungen zu vermeiden. Außerdem ist die vorliegende Erfindung nicht auf die Kombination mit dem aus der EP 641 609 Bl bekannten Windsichter beschränkt.

Die Erfindung ist anhand der Ausführungsbeispiele in der Beschreibung und in der Zeichnung lediglich exemplarisch dargestellt und nicht darauf beschränkt, sondern umfasst alle Variationen, Modifikationen, Substitutionen und Kombinationen, die der Fachmann den vorliegenden Unterlagen insbesondere im Rahmen der Ansprüche und der allgemeinen Darstellungen in der Einleitung dieser Beschreibung sowie der Beschreibung der Ausführungsbeispiele und deren Darstellungen in der Zeichnung entnehmen und mit seinem fachmännischen Wissen sowie dem Stand der Technik kombinieren kann. Insbesondere sind alle einzelnen Merkmale und Ausgestaltungsmöglichkeiten der Erfindung und ihrer Ausführungsvarianten kombinierbar.