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Title:
OPERATION AND TRAVEL CONTROL DEVICE FOR A MOTOR VEHICLE AND CORRESPONDING METHOD
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2008/145646
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to an operation and travel control device (1) for a motor vehicle. Said device comprises a first actuation element (20) for setting the acceleration, a second actuation element (21) for setting the deceleration and an electronic control unit (6) for controlling at least the transmission (5), the engine (3) and the clutch (4) that is actively linked with the first and second actuation element (20, 21), the transmission (5), the engine (3) and the clutch (4) being controllable by the electronic control unit (6) in such a manner that the vehicle speed prevailing during the change from actuation to non-actuation of the actuation element (20, 21) is maintained. The invention is characterized in that the transmission (5), the engine (3) and the clutch (4) can further be controlled depending on information from the surroundings of the motor vehicle. The invention also relates to a travel control method for a motor vehicle.

Inventors:
PETZOLD, Rainer (Oberhofstrasse 79, Friedrichshafen, 88045, DE)
Application Number:
EP2008/056461
Publication Date:
December 04, 2008
Filing Date:
May 27, 2008
Export Citation:
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Assignee:
ZF FRIEDRICHSHAFEN AG (88038 Friedrichshafen, DE)
PETZOLD, Rainer (Oberhofstrasse 79, Friedrichshafen, 88045, DE)
International Classes:
B60W10/02; B60W10/04; B60W10/10; B60W10/18; B60W30/16; B60W40/04
Domestic Patent References:
WO2006106894A12006-10-12
Foreign References:
EP1462293A22004-09-29
DE10145915A12003-04-03
US20040195022A12004-10-07
US20030078718A12003-04-24
EP1607263A12005-12-21
Attorney, Agent or Firm:
ZF FRIEDRICHSHAFEN AG (88038 Friedrichshafen, DE)
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Claims:

Patentansprüche

1. Bedien- und Fahrtregeleinrichtung (1 ) für ein Kraftfahrzeug mit einem ersten Betätigungselement (20) zur Vorgabe der Beschleunigung, einem zweiten Betätigungselement (21) zur Vorgabe der Verzögerung und mindestens einer elektronischen Steuerungseinheit (6) zur Steuerung wenigstens des Getriebes (5), des Motors (3) und der Kupplung (4), die mit dem ersten und zweiten Betätigungselement (20, 21) in Wirkverbindung steht, wobei das Getriebe (5), der Motor (3) und die Kupplung (4) derart durch die elektronische Steuerungseinheit (6) steuerbar sind, dass die beim Wechsel vom Betätigen zum Nichtbetätigen der Betätigungselemente (20, 21) vorhandene Fahrzeuggeschwindigkeit beibehalten wird, dadurch geken nzeich n et, dass das Getriebe (5), der Motor (3) und die Kupplung (4) ferner in Abhängigkeit von Informationen des Umfeldes des Kraftfahrzeugs steuerbar sind.

2. Bedien- und Fahrtregeleinrichtung für ein Kraftfahrzeug nach Anspruch 1 , dadurch geken n zei ch net, dass mindestens eine Einrichtung (26, 27) zur Erfassung von Informationen des Umfeldes des Kraftfahrzeugs vorgesehen ist.

3. Bedien- und Fahrtregeleinrichtung für ein Kraftfahrzeug nach Anspruch 2, dadurch geken n zei ch net, dass die Einrichtung zur Erfassung von Informationen aus dem Umfeld des Kraftfahrzeugs ein GPS- Empfänger (26) ist.

4. Bedien- und Fahrtregeleinrichtung für ein Kraftfahrzeug nach Anspruch 3, dadurch geken n zei ch net, dass die Informationen aus dem Umfeld des Kraftfahrzeugs Streckeninformationen, vorzugsweise Streckensteigungen und/oder -verlaufe, sind.

5. Bedien- und Fahrtregeleinrichtung für ein Kraftfahrzeug nach Anspruch 2, dadurch geken n zei ch net, dass die Einrichtung zur Erfassung von Informationen aus dem Umfeld des Kraftfahrzeugs eine Sensoreinrichtung (27) zur Erfassung des Abstandes und der Geschwindigkeit vorausfahrender Kraftfahrzeuge ist.

6. Bedien- und Fahrtregeleinrichtung für ein Kraftfahrzeug nach Anspruch 5, dadurch geken n zei ch net, dass die Sensoreinrichtung (27) als Sensoreinrichtung einer adaptiven Fahrgeschwindigkeitsregelung ausgebildet ist.

7. Bedien- und Fahrtregeleinrichtung für ein Kraftfahrzeug nach Anspruch 2, dadurch geken n zei ch net, dass die Einrichtung zur Erfassung von Informationen aus dem Umfeld eine Empfangseinrichtung für sendende Verkehrsleiteinrichtungen ist.

8. Bedien- und Fahrtregeleinrichtung für ein Kraftfahrzeug nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch geken nzei ch net, dass die elektronische Steuerungseinheit (6) derart mit dem Getriebe (5) zusammenwirkt, dass das Getriebe (5) automatisch in eine Neutralposition schaltbar ist, um eine gezielte Veränderung oder Beibehaltung der Geschwindigkeit zu bewirken.

9. Bedien- und Fahrtregeleinrichtung für ein Kraftfahrzeug nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch geken nzei ch net, dass die elektronische Steuerungseinheit (6) derart mit der Kupplung (4) zusammenwirkt, dass die Kupplung (4) automatisch trennbar ist, um eine gezielte Veränderung oder Beibehaltung der Geschwindigkeit zu bewirken.

10. Bedien- und Fahrtregeleinrichtung für ein Kraftfahrzeug nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch geken nzei ch net, dass

die elektronische Steuerungseinheit (6) derart mit dem Motor (3) zusammenwirkt, dass der Motor (3) automatisch ausschaltbar ist, um eine gezielte Veränderung oder Beibehaltung der Geschwindigkeit zu bewirken.

11. Bedien- und Fahrtregeleinrichtung für ein Kraftfahrzeug nach einem der Ansprüche 8 bis 10, dadurch geken n zei ch net, dass das Getriebe (5) automatisch wieder in eine Schaltposition schaltbar, die Kupplung (4) automatisch wieder verbindbar und/oder der Motor (3) automatisch wieder anschaltbar ist.

12. Bedien- und Fahrtregeleinrichtung für ein Kraftfahrzeug nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch geken nzeich n et, dass das erste Betätigungselement (20) zur Vorgabe der Beschleunigung und/oder das zweite Betätigungselement (21) zur Vorgabe der Verzögerung als Wipppedal oder Joystick ausgebildet ist.

13. Bedien- und Fahrtregeleinrichtung für ein Kraftfahrzeug nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch geken nzeich n et, dass die Bremsen des Fahrzeugs durch die elektronische Steuerungseinheit (6) derart steuerbar sind, dass die vorhandene Fahrzeuggeschwindigkeit beibehalten wird.

14. Verfahren zur Fahrtregelung bei einem Kraftfahrzeug mit den Verfahrensschritten

Bereitstellen einer Bedien- und Fahrtregeleinrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche und

Steuern des Getriebes, des Motors und/oder der Kupplung in Abhängigkeit von der Beschleunigungsvorgabe, der Verzögerungsvorgabe, der vorgegebenen konstanten Fahrzeuggeschwindigkeit und ferner von Informationen aus dem

Umfeld des Kraftfahrzeugs.

15. Verfahren zur Fahrtregelung bei einem Kraftfahrzeug nach Anspruch 14, geken nzeich n et durch den weiteren Verfahrensschritt

Erfassen von Informationen aus dem Umfeld des Kraftfahrzeugs.

16. Verfahren zur Fahrtregelung bei einem Kraftfahrzeug nach Anspruch 15, dadurch geken n zei ch net, dass das Erfassen von Informationen aus dem Umfeld des Kraftfahrzeugs das Erfassen von Streckeninformationen und Verkehrsinformationen umfasst.

17. Verfahren zur Fahrtregelung bei einem Kraftfahrzeug nach einem der Ansprüche 14 bis 16, geken nzeich n et durch den weiteren Verfahrensschritt

gezielte Veränderung oder Beibehaltung der Geschwindigkeit durch automatisches Schalten des Getriebes in eine Neutralposition.

18. Verfahren zur Fahrtregelung bei einem Kraftfahrzeug nach einem der Ansprüche 14 bis 16, geken nzeich n et durch den weiteren Verfahrensschritt

gezielte Veränderung oder Beibehaltung der Geschwindigkeit durch automatisches Trennen der Kupplung.

19. Verfahren zur Fahrtregelung bei einem Kraftfahrzeug nach einem der Ansprüche 14 bis 18, geken nzeich n et durch den weiteren Verfahrensschritt

gezielte Veränderung oder Beibehaltung der Geschwindigkeit durch automati-

sches Ausschalten des Motors.

20. Verfahren zur Fahrtregelung bei einem Kraftfahrzeug nach einem der Ansprüche 17 bis 19, geken nzeich n et durch die weiteren Verfahrensschritte

automatisches Schalten des Getriebes von der Neutralposition zurück in eine Schaltposition und/oder

automatisches Wiederverbinden der Kupplung und/oder

automatisches Wiedereinschalten des Motors.

Description:

Bedien- und Fahrtreqeleinrichtunq für ein Kraftfahrzeug und Verfahren dazu

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Bedien- und Fahrtregeleinrichtung für ein Kraftfahrzeug mit einem ersten Betätigungselement zur Vorgabe der Beschleunigung, einem zweiten Betätigungselement zur Vorgabe der Verzögerung und mindestens einer elektronischen Steuerungseinheit zur Steuerung wenigstens des Getriebes, des Motors und der Kupplung, wobei die Steuereinheit mit dem ersten und zweiten Betätigungselement in Wirkverbindung steht, wobei das Getriebe, der Motor und die Kupplung derart durch die elektronische Steuerungseinheit steuerbar sind, dass die durch die Betätigungselemente vorgebbare Geschwindigkeit beibehalten wird.

Aus dem Stand der Technik sind verschiedene Bedien- und Fahrtregeleinrichtungen für Kraftfahrzeuge bekannt. So beschreibt insbesondere die EP 0 299 959 B1 eine Fahrzeugbedien- und -regeleinrichtung, bei der an Stelle eines Gas- bzw. Bremspedals ein Beschleunigungs- bzw. Verzögerungspedal zum Einsatz kommt. Beschleunigungspedal und Verzögerungspedal stehen mit mindestens einer elektronischen Steuerungseinheit in Wirkverbindung, mittels derer die Kupplung, das Getriebe und der Motor gesteuert wird. Durch die bekannte Fahrzeugbedien- und -regeleinrichtung wird der Fahrer weitgehend von der Bedienung des Kraftfahrzeugs entlastet. Auch kann eine besonders kraftstoffsparende Regelung erreicht werden, was bei einer Regelung durch den Fahrer allein kaum erzielt wird.

Ausgehend von dem vorgenannten Stand der Technik liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Bedien- und Fahrtregeleinrichtung für ein Kraftfahrzeug zu schaffen, die eine weiter verbesserte Bedienung bzw. Fahrtregelung des Kraftfahrzeugs ermöglicht. Der vorliegenden Erfindung liegt ferner die Aufgabe zugrunde, ein verbessertes Verfahren zur Fahrtregelung eines Kraftfahrzeugs anzugeben.

Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt entsprechend der in Patentanspruch 1 bzw. 12 angegebenen Merkmale. Vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.

Die erfindungsgemäße Bedien- und Fahrtregeleinrichtung für ein Kraftfahrzeug weist ein erstes Betätigungselement zur Vorgabe der Beschleunigung des Kraftfahrzeugs und ein zweites Betätigungselement zur Vorgabe der Verzögerung auf. Die erfindungsgemäße Bedien- und Fahrtregeleinrichtung weist ferner mindestens eine elektronische Steuerungseinheit zur Steuerung wenigstens des Getriebes, des Motors und der Kupplung des Kraftfahrzeugs auf, die mit dem ersten und zweiten Betätigungselement in Wirkverbindung steht. Das Getriebe, der Motor und die Kupplung können derart durch die elektronische Steuerungseinheit gesteuert werden, dass die beim Wechsel vom Betätigen zum Nichtbetätigen der beiden Betätigungselemente vorhandene Geschwindigkeit beibehalten wird. Man kann hier auch von einer Tempomatfunktion sprechen.

Zur Beibehaltung einer solchermaßen einmal vorgegebenen Geschwindigkeit bzw. Fahrzustand müssen aber in Abhängigkeit von den Eigenschaften des Fahrweges und des Straßenverlaufs, z. B. an Steigungen, die Komponenten des Antriebsstrangs geeignet beeinflusst werden.

Erfindungsgemäß sind daher das Getriebe, der Motor und die Kupplung in Abhängigkeit von Informationen aus dem Umfeld des Kraftfahrzeugs steuerbar. Hierzu können beispielsweise Strecken- und Verkehrsinformationen zählen, also Informationen, die nicht von dem Kraftfahrzeug selbst geliefert werden.

Die Erfindung hat den Vorteil, dass durch die Einbindung der Informationen aus dem Umfeld des Kraftfahrzeugs eine vorausschauende Steuerung

bzw. Regelung möglich ist. So ist anhand von Streckeninformationen beispielsweise absehbar, mit welcher Steigung oder Biegung der Strecke in der nächsten Zeit zu rechnen ist, so dass Kupplung, Getriebe, Motor bereits vorher entsprechend angesteuert werden können, um die gewünschte Fahrdynamik z. B. bei minimalem Kraftstoffverbrauch und minimalem Bremsenverschleiß beibehalten zu können.

Dazu werden in einer bevorzugten Ausführungsform auch die Bremsen des Fahrzeugs von der Steuerungseinheit beeinflußt.

In einer bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Bedien- und Fahrtregeleinrichtung für ein Kraftfahrzeug ist mindestens eine Einrichtung zur Erfassung von Informationen aus dem Umfeld des Kraftfahrzeugs vorgesehen.

In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Bedien- und Fahrtregeleinrichtung für ein Kraftfahrzeug ist die Einrichtung zur Erfassung von Informationen aus dem Umfeld des Kraftfahrzeugs ein GPS- Empfänger. Hier kann auch der ohnehin für ein Navigationssystem vorhandene GPS-Empfänger genutzt werden.

Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Bedien- und Fahrtregeleinrichtung für ein Kraftfahrzeug sind die Informationen aus dem Umfeld des Kraftfahrzeugs Streckeninformationen, vorzugsweise Streckensteigungen und/oder -verlaufe.

In einer besonders bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Bedien- und Fahrtregeleinrichtung für ein Kraftfahrzeug ist die Einrichtung zur Erfassung von Informationen aus dem Umfeld des Kraftfahrzeugs eine Sensoreinrichtung zur Erfassung des Abstandes und der Geschwindigkeit vorausfahrender Kraftfahrzeuge.

Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Bedien- und Fahrtregeleinrichtung für ein Kraftfahrzeug ist die Sensoreinrichtung als Sensoreinrichtung einer adaptiven Fahrgeschwindigkeitsregelung ausgebildet. Derartige adaptive Fahrgeschwindigkeitsregelungen werden auch als ACC bezeichnet und umfassen ein System zur automatischen Geschwindigkeits- und Abstandsregelung.

Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Bedien- und Fahrtregeleinrichtung für ein Kraftfahrzeug kommen in Frage Verkehrstelematik, Strecken- und Verkehrsinformationen von Verkehrsleiteinrichtungen, die Funksignale an das Fahrzeug senden.

In einer vorteilhaften Ausführungsform der erfindungsgemäßen Bedien- und Fahrtregeleinrichtung für ein Kraftfahrzeug wirkt die elektronische Steuerungseinheit derart mit dem Getriebe zusammen, dass das Getriebe automatisch in eine Neutralposition geschaltet wird, wenn die Geschwindigkeit des Kraftfahrzeugs beibehalten werden soll. So kann das Getriebe beispielsweise in eine Neutralposition geschaltet werden, um eine konstante Geschwindigkeit zu halten, wenn das Kraftfahrzeug gerade ein Gefälle befährt, das zu keiner Geschwindigkeitserhöhung führt. Hierdurch ist ein besonders kraftstoffsparender Betrieb möglich.

In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform der erfindungsgemäßen Bedien- und Fahrtregeleinrichtung für ein Kraftfahrzeug wirkt die elektronische Steuerungseinheit derart mit der Kupplung zusammen, dass die Kupplung automatisch getrennt wird, um eine Verringerung der Geschwindigkeit zu bewirken. So kann die Kupplung z. B. auch getrennt werden, um eine konstante Geschwindigkeit zu halten, selbst wenn das Kraftfahrzeug gerade ein Gefälle befährt. Hierdurch ist wiederum ein kraftstoffsparender Betrieb erzielt.

In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform der erfindungsgemäßen Bedien- und Fahrtregeleinrichtung für ein Kraftfahrzeug wirkt die elektronische Steuerungseinheit derart mit dem Motor zusammen, dass der Motor bei getrennter Kupplung oder Getriebe in Neutral automatisch ausgeschaltet wird, um eine Verringerung der Geschwindigkeit zu bewirken oder auch eine Konstantfahrt zu ermöglichen. Wie bei den beiden vorstehend genannten Ausführungsformen wird auch hier Kraftstoff eingespart. Bei dieser Ausführungsform ist jedoch darauf zu achten, dass einerseits eine sichere Wiedereinschaltmöglich- keit besteht und andererseits motorabhängige Vorrichtungen, wie z. B. eine Lenkhilfe, auch ohne eingeschalteten Motor weiterhin komplikationsfrei funktionieren.

In einer weiteren besonders bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Bedien- und Fahrtregeleinrichtung für ein Kraftfahrzeug wird das Getriebe automatisch wieder von der Neutralposition in eine Schaltposition geschaltet, die Kupplung automatisch wieder verbunden und/oder der Motor automatisch wieder angeschaltet. Dies erfolgt demzufolge unabhängig von einem Tätigwerden des Fahrers, wodurch dieser weiter entlastet ist.

Um den Bedienkomfort weiter zu erhöhen, ist das Betätigungselement für die Vorgabe der Beschleunigung und/oder das Betätigungselement für die Vorgabe der Verzögerung in einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Bedien- und Fahrtregeleinrichtung für ein Kraftfahrzeug als Wipppedal oder Joystick ausgebildet.

Das erfindungsgemäße Verfahren zur Fahrtregelung bei einem Kraftfahrzeug umfasst die Verfahrensschritte Bereitstellen einer Bedien- und Fahrtregeleinrichtung der erfindungsgemäßen Art und Steuern des Getriebes, des Motors und/oder der Kupplung in Abhängigkeit von der Beschleunigungsvorgabe, der Verzögerungsvorgabe, der vorgegebenen konstanten Fahrzeuggeschwindigkeit und ferner von Informationen aus dem Umfeld des Kraftfahr-

zeugs. Bezüglich der Vorteile sei auf die obige Beschreibung der erfindungsgemäßen Bedien- und Fahrtregeleinrichtung für ein Kraftfahrzeug verwiesen.

In einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens zur Fahrtregelung bei einem Kraftfahrzeug ist das Erfassen von Informationen aus dem Umfeld des Kraftfahrzeugs vorgesehen.

In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens zur Fahrtregelung bei einem Kraftfahrzeug umfasst das Erfassen von Informationen aus dem Umfeld des Kraftfahrzeugs das Erfassen von Streckeninformationen und Verkehrsinformationen.

In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens zur Fahrtregelung bei einem Kraftfahrzeug ist der weitere Verfahrensschritt des gezielten Veränderns oder Beibehaltens der Geschwindigkeit durch automatisches Schalten des Getriebes in eine Neutralposition vorgesehen.

In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens zur Fahrtregelung bei einem Kraftfahrzeug ist der weitere Verfahrensschritt des gezielten Veränderns oder Beibehaltens der Geschwindigkeit durch automatisches Trennen der Kupplung vorgesehen.

In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens zur Fahrtregelung bei einem Kraftfahrzeug ist der weitere Verfahrensschritt des gezielten Veränderns oder Beibehaltens der Geschwindigkeit durch automatisches Ausschalten des Motors vorgesehen.

Das Schalten des Getriebes nach Neutral, das Lösen der Kupplung und das Ausschalten des Motors können in beliebiger Kombination erfolgen.

In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens zur Fahrtregelung bei einem Kraftfahrzeug ist der weitere Verfahrensschritt des automatischen Schaltens des Getriebes von der Neutralposition zurück in eine Schaltposition und/oder automatischen Wiederverbindens der Kupplung und/oder automatischen Wiedereinschaltens des Motors vorgesehen.

Die Erfindung wird im Folgenden anhand einer beispielhaften Ausführungsform unter Bezugnahme auf die zugehörigen Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:

Fig. 1 eine schematische Darstellung einer Ausführungsform der erfindungsgemäßen Bedien- und Fahrtregeleinrichtung für ein Kraftfahrzeug und

Fig. 2 ein Ablaufdiagramm zur Erläuterung einer Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens zur Fahrtregelung eines Kraftfahrzeugs.

Fig. 1 zeigt eine schematische Darstellung einer Ausführungsform der erfindungsgemäßen Bedien- und Fahrtregeleinrichtung 1 für ein Kraftfahrzeug. Von dem Kraftfahrzeug ist ferner der Antriebsstrang 2 dargestellt. Der Antriebsstrang 2 umfasst einen Motor 3, eine mit der Kurbelwelle des Motors 3 verbundene Kupplung 4 und ein Automatgetriebe 5. Die Getriebeeingangswelle des Automatgetriebes 5 ist wiederum mit der Kupplung 4 verbunden. Von dem Automatgetriebe 5 kann das Drehmoment, das ursprünglich von dem Motor 3 erzeugt wurde, weiter auf die Räder des Kraftfahrzeugs übertragen werden.

Die Bedien- und Fahrtregeleinrichtung 1 des Kraftfahrzeugs weist eine elektronische Steuerungseinheit 6 auf. Die elektronische Steuerungseinheit 6 ist über eine Steuerungsleitung 7 mit dem Motor 3, eine Steuerungsleitung 8 mit der Kupplung 4 und eine Steuerungsleitung 9 mit dem Automatgetriebe 5

verbunden. So können der Motor 3, die Kupplung 4 und das Automatgetriebe 5 über die jeweiligen Steuerleitungen 7, 8, 9 beeinflusst bzw. von der elektronischen Steuerungseinheit 6 gesteuert werden. Die elektronische Steuerungseinheit 6 ist ferner mit einer Vielzahl von Sensoreinrichtungen 10, 1 1 , 12, 13 verbunden, wobei die Sensoreinrichtung 10 über eine Messleitung 14 die Motordrehzahl, die Sensoreinrichtung 1 1 über eine Messleitung 15 die Kupplungsausgangs- bzw. Getriebeeingangsdrehzahl, die Sensoreinrichtung 12 über eine Messleitung 16 Informationen bezüglich der Getriebestellung des Automatgetriebes 5 und die Sensoreinrichtung 13 über eine Messleitung 17 die Getriebeausgangsdrehzahl an die elektronische Steuerungseinheit 6 übermittelt.

Es ist ferner eine Fahrbereichswähleinheit 22 vorgesehen, die über eine Leitung 25 mit der elektronischen Steuerungseinheit verbunden ist. So kann über die Fahrbereichswähleinheit 22 der Fahrbereich durch den Fahrer festgelegt werden, wobei die elektronische Steuerungseinheit 6 über die Steuerleitungen 8 und 9 eine entsprechende Steuerung von Kupplung 4 und Automatgetriebe 5 durchführt. Eine Anzeigeeinrichtung 18 ist über eine Leitung 19 mit der Steuerungseinheit 6 verbunden und zeigt den gewählten Fahrbereich an.

Die Bedien- und Fahrtregeleinrichtung 1 umfasst ferner ein erstes Betätigungselement 20 und ein zweites Betätigungselement 21 , die jeweils als so genannter Joystick bzw. Steuerknüppel ausgebildet sind. Die genannten Betätigungselemente 20, 21 können jedoch auch vorteilhafterweise als Wipppedale ausgebildet sein. Das erste Betätigungselement 20 dient der Vorgabe der Beschleunigung des Kraftfahrzeuges und ist über eine Leitung 23 mit der elektronischen Steuerungseinheit 6 verbunden, so dass die von dem Fahrer gewählte Beschleunigung an die elektronische Steuerungseinheit 6 übermittelt werden kann. Das zweite Betätigungselement 21 dient der Vorgabe der Verzögerung des Kraftfahrzeuges und ist über eine Leitung 24 mit der elektronischen Steuerungseinheit 6 verbunden, so dass auch die von dem Fahrer gewählte Verzögerung an die elektronische Steuerungseinheit 6 übermittelt werden kann. Die

Funktionsweise der mit der elektronischen Steuerungseinheit 6 in Wirkverbindung stehenden Betätigungselemente 20 und 21 entspricht grundsätzlich der Funktionsweise der in der EP 0 299 959 B1 beschriebenen Beschleunigungsbzw. Verzögerungspedale, so dass diesbezüglich auf diese Druckschrift verwiesen sein soll.

Anstelle von z. B. Leitungen 23, 24, 25 können auch optische oder drahtlos arbeitende Verbindungen, auch konventionelle oder optisch oder drahtlos arbeitende Bussysteme zwischen den Komponenten verwendet werden. Im weiteren wird dies nicht mehr besonders hervorgehoben.

Es sind ferner zwei Einrichtungen zur Erfassung von Informationen aus dem Umfeld des Kraftfahrzeugs vorgesehen, bei denen es sich im dargestellten Beispiel um einen GPS-Empfänger 26 und eine Sensoreinrichtung 27 handelt. Der GPS-Empfänger 26 ist in der Lage, die Positionsdaten des Kraftfahrzeuges und daraus resultierend weitere Informationen, wie beispielsweise die Fahrtrichtung, den zukünftigen Streckenverlauf, die zukünftige Streckensteigung usw., zu ermitteln. Diese Informationen kann der GPS-Empfänger 26 über eine Leitung 28 an die elektronische Steuerungseinheit 6 weitergeben. Bei der Sensoreinrichtung 28 handelt es sich um die Sensoreinrichtung einer adaptiven Fahrgeschwindigkeitsregelung, die auch als ACC bezeichnet wird. Die Sensoreinrichtung 27 ist in der Lage, den Abstand zu vorausfahrenden Fahrzeugen und deren Geschwindigkeit zu ermitteln. Die entsprechenden Daten können über eine Leitung 29 an die elektronische Steuerungseinheit 6 weitergegeben werden, die daraufhin z. B. eine Verzögerung des Antriebsstranges bewirkt.

Nachstehend werden die Funktionsweise bzw. das der Bedien- und Fahrtregeleinrichtung 1 zugrunde liegende Verfahren sowie weitere Merkmale der Bedien- und Fahrtregeleinrichtung 1 unter Bezugnahme auf die Fig. 1 und 2 näher erläutert.

In einem ersten Verfahrensschritt S1 gibt der Fahrer die Beschleunigung über das erste Betätigungselement 20 und die Verzögerung über das zweite Betätigungselement 21 vor. Wenn der Fahrer mit konstanter Geschwindigkeit fahren möchte, ist keine Betätigung notwendig. Danach ist der Fahrer weitgehend von der Steuerung und Regelung des Antriebsstranges 2 entlastet. Das Kraftfahrzeug wird bis zu der gewünschten konstanten Geschwindigkeit beschleunigt, wobei die Beschleunigung der Beschleunigungsvorgabe durch das erste Betätigungselement 20 entspricht. Das entsprechende Kuppeln, Schalten und Gasgeben wird von der elektronischen Steuerungseinheit 6 über die Steuerleitungen 7, 8, 9 durchgeführt. Parallel zu diesem Verfahrensschritt S1 sowie auch zu allen nachfolgenden Verfahrensschritten werden die Informationen aus dem Umfeld des Kraftfahrzeuges, nämlich die Strecken- und Verkehrsinformationen, durch den GPS-Empfänger 26, die Sensoreinrichtung 27 sowie andere mögliche Einrichtungen erfasst.

Erfasst nun der GPS-Empfänger 26 in Verbindung mit ebenfalls von außerhalb des Fahrzeugs kommenden Geländeinformationen beispielsweise, dass ein Streckengefälle unmittelbar bevorsteht, oder erfasst die Sensoreinrichtung 27, dass ein langsames Fahrzeug vorausfährt, so muss die Geschwindigkeit des Kraftfahrzeugs entsprechend reduziert werden, um im ersten Fall die vorgegebene konstante Geschwindigkeit zu halten und im zweiten Fall eine Kollision mit dem vorausfahrenden Fahrzeug zu verhindern. Ausgehend von diesem in S2 erfassten Ereignis kann die Geschwindigkeit des Kraftfahrzeuges auf unterschiedliche Weise reduziert werden. So kann in einem Verfahrensschritt S3 das Automatgetriebe 5 von der elektronischen Steuerungseinheit 6 über die Steuerleitung 9 in eine Neutralposition geschaltet werden, die eine weitere übertragung des Drehmomentes auf die Räder des Kraftfahrzeugs verhindert. Auch könnte beispielsweise in einem Verfahrensschritt S4 die Kupplung 4 von der elektronischen Steuerungseinheit 6 über die Steuerleitung 8 getrennt werden, so dass kein Drehmoment mehr von dem Motor 3 auf das Automatgetriebe 5 übertragen werden kann. Alternativ oder begleitend hierzu

könnte auch der Motor 3 in einem Verfahrensschritt S5 von der elektronischen Steuerungseinheit 6 über die Steuerleitung 7 abgeschaltet werden.

Ist das Streckengefälle überwunden bzw. das langsam vorausfahrende Fahrzeug nicht mehr im Wege, so wird in einem Verfahrensschritt S6 das Automatgetriebe 5 automatisch wieder von der Neutralposition in eine Schaltposition geschaltet bzw. die Kupplung 4 automatisch wieder verbunden bzw. der Motor 3 automatisch wieder eingeschaltet, bevor wieder die die zuvor bestandene Fahrtregelung durch die elektronische Steuerungseinheit 6 greift. All dies geschieht ohne Zutun des Fahrers, wodurch dieser von der Fahrtregelung weitgehend entkoppelt ist, was zu einem erhöhten Fahrkomfort und zu einer Kraftstoffeinsparung führt. Letzteres ist darauf zurückzuführen, dass die Regelung durch den Fahrer nicht so exakt und auf die jeweiligen Umstände angepasst durchgeführt werden kann, wie dies durch die elektronische Steuerungseinheit möglich ist.

Bezuqszeichen

1 Bedien- und Fahrtregeleinrichtung

2 Antriebsstrang

3 Motor

4 Kupplung

5 Automatgetriebe

6 Elektronische Steuerungseinheit

7 Steuerleitung

8 Steuerleitung

9 Steuerleitung

10 Sensoreinrichtung

11 Sensoreinrichtung

12 Sensoreinrichtung

13 Sensoreinrichtung

14 Messleitung

15 Messleitung

16 Messleitung

17 Messleitung

18 Anzeigeeinrichtung

19 Leitung

20 Erstes Betätigungselement

21 Zweites Betätigungselement

22 Fahrbereichswähleinheit

23 Leitung

24 Leitung

25 Leitung

26 GPS-Empfänger

27 Sensoreinrichtung (ACC)

28 Leitung

29 Leitung

S1 erster Verfahrensschritt

S2 zweiter Verfahrensschritt

S3 dritter Verfahrensschritt

S4 vierter Verfahrensschritt

S5 fünfter Verfahrensschritt

S6 sechster Verfahrensschritt