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Title:
OPTICAL IMAGING DEVICE FOR A CAMERA
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2005/086472
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to an optical device for a photographic camera (2), such as a camera, cine-camera or a video camera. The imaging device is arranged in an optical path (3) between a lens (4) at the beginning of the optical path (3) and an image receiving device (5) of the camera (2) at the end of the optical path (3). The inventive device comprises an imaging lens (6) which is provided with a transparent, light-diffusing imaging surface (7) which is used make visible a real image of the lens (4), and a transmission lens (8) comprising a transmission lens (9) which is used to reproduce the real image from the lens (4) on to the image capturing device (5). An imaging lens arrangement (10) is provided as an imaging lens (6), which contains a diffusion layer (14) made of a light-diffusing substance, and a lens which is superimposed on the diffusion layer with the surface (15) which is curved in an outward manner. The imaging lens arrangement (10) has a semi-value angle (ß) smaller or equal to 30° and greater than 10°.

Inventors:
Wurster, Frank J. (Auf der Altenburg 7, Stuttgart, 70376, DE)
Application Number:
PCT/EP2005/002149
Publication Date:
September 15, 2005
Filing Date:
March 01, 2005
Export Citation:
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Assignee:
Jedek, Angela (Auf der Altenburg 7, Stuttgart, 70376, DE)
Killenberger, Jürgen (Reinsburgstrasse 33, Stuttgart, 70178, DE)
Wurster, Frank J. (Auf der Altenburg 7, Stuttgart, 70376, DE)
International Classes:
G03B11/00; G03B17/04; G03B17/14; G03B17/56; G03B19/18; G03B21/62; H04N5/225; (IPC1-7): H04N5/225; G03B17/56; G03B19/18; G03B21/62
Foreign References:
DE10240076A1
US4083626A
US4053208A
Attorney, Agent or Firm:
RUFF, WILHELM, BEIER, DAUSTER & PARTNER (Kronenstrasse 30, Stuttgart, 70174, DE)
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Claims:
Ansprüche
1. Optische Einrichtung für eine photographische Kamera (2) wie Photoapparat, Filmoder Videokamera, die in einem optischen Weg (3) zwischen einem Objektiv (4) am Anfang des optischen Weges (3) und einer Bildaufnahmeeinrichtung (5) der Kamera (2) am Ende des opti schen Weges (3) angeordnet ist, umfassend eine Abbildungsoptik (6) mit einer transparenten, lichtstreuenden Abbildungsfläche (7) zum Sichtbarmachen eines reellen Bildes des Objektives (4), und eine Über tragungsoptik (8) mit einem Übertragungsobjektiv (9) zur Abbildung des reellen Bildes vom Objektiv (4) auf die Bildaufnahmeeinrichtung (5), dadurch gekennzeichnet, daß als Abbildungsoptik (6) eine Abbildungs linsenanordnung (10) vorgesehen ist, die eine Streuschicht (14) aus ei ner lichtstreuenden Substanz sowie eine Linse enthält, die mit einer nach außen gewölbten Fläche (15) mit der Streuschicht in Überdeckung liegt, wobei die Abbildungslinsenanordnung (10) einen Halbwertswinkel (ß) von kleiner oder gleich 30° und größer als 10° aufweist.
2. Optische Einrichtung nach Anspruch 1, bei der der Halbwertswin kel kleiner als 25'ist, insbesondere kleiner als 22°.
3. Optische Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn zeichnet, daß der Halbwertswinkel (ß) im Bereich zwischen einschließ lich 20° und einschließlich 15° liegt.
4. Optische Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Abbildungslinsenanordnung zwei durchsichtige Trägerkörper (11, 11') umfasst, die mit planparallel liegen den Flächen einen Spalt (13) begrenzen, in den die lichtstreuende Sub stanz so eingebracht ist, dass zwischen den planparallelen Flächen die Streuschicht (14) aufgenommen ist.
5. Optische Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens einer der Trägerkörper als Linsenkörper ausgebildet ist, so dass die Streuschicht direkt an einer planen Fläche des Linsenkörpers anliegt.
6. Optische Einrichtung nach einem der Ansprüche 4 oder 5, da durch gekennzeichnet, daß bei der Abbildungslinsenanordnung (10) der eingangsseitige Trägerkörper (11) als planparallele Platte und der aus gangsseitige Trägerkörper (11') als plankonvexe Linse ausgebildet ist.
7. Optische Einrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Spalt (13) zwischen den Trägerkör pern (11, 11') weniger als 0,15 mm breit ist.
8. Optische Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Streuschicht eine frei tragende Schicht ist.
9. Optische Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die lichtstreuende Substanz der Streu schicht (14) in der Abbildungslinsenanordnung (10) ein Wachs ist.
10. Optische Einrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß das Wachs ein Gemisch aus Paraffin und weißem Bienenwachs ist.
11. Optische Einrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß das Gemisch etwa 2 bis 60 % weißes Bienenwachs, vorzugsweise 5 % Bienenwachs enthält.
12. Optische Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die lichtstreuende Substanz der Streu schicht (14) Paraffin enthält.
13. Optische Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Übertragungsobjektiv (9) bezogen auf die Größe der Bildaufnahmeeinrichtung (5) als Teleobjektiv, insbesonde re im mittleren TeleBrennweitenbereich, ausgebildet ist.
14. Optische Einrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß das Teleobjektiv ein Zoomobjektiv ist.
15. Optische Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die optische Einrichtung (1) derart ausge legt ist, daß das Übertragungsobjektiv (9) bei unendlicher Fokussierung das reelle Bild der Abbildungsfläche (7) scharf auf die Bildaufnahmeein richtung (5) abbildet.
16. Optische Einrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß dem Übertragungsobjektiv (9) zur scharfen Abbildung bei unendli cher Fokussierung eine Feldlinse (16) vorgeschaltet ist.
17. Optische Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem Objektiv (4) und der Abbil dungslinsenanordnung (10) ein, insbesondere mittels einer Bajonettver bindung (17) oder Schraubverbindung, auswechselbarer Filterträger (18) angeordnet ist.
18. Optische Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß unmittelbar hinter der Abbildungs linsenanordnung (10) eine Feldlinsenanordnung (19) im optischen Weg (3) in der optischen Einrichtung (1) angeordnet ist.
19. Optische Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß hinter der Abbildungslinsenanordnung (10), und insbesondere hinter der Feldlinsenanordnung (19), eine Pris menanordnung im optischen Weg (3) vorgesehen ist, welche das Bild der Abbildungslinsenanordnung (10) um 180° verdreht ausgibt.
20. Optische Einrichtung nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, daß als Prismenanordnung ein Dachkantenoder SchmidtPrisma (24) vorgesehen ist.
21. Optische Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest ein Teil der optischen Einrich tung (1) als optischer Adapter (20) zur auswechselbaren Verbindung mit der photographischen Kamera (2) ausgeführt ist.
22. Optische Einrichtung nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, daß der optische Adapter (20) zur Befestigung im Bereich des kamera eigenen Übertragungsobjektives (9) vorgesehen ist.
Description:
Beschreibung Optische Abbildungseinrichtuna für eine Kamera Die Erfindung betrifft eine optische Einrichtung für eine photographische Kamera wie Photoapparat, Film-oder Videokamera der im Oberbegriff des Patentanspruchs 1 angegebenen Gattung.

Bei der Bildbetrachtung kann der Betrachter leicht Bilder aus einer Film- aufnahme von den Bildern einer Videokamera unterscheiden, wobei der optische Eindruck der Filmaufnahmen meist als angenehmer empfunden wird. Es ist bekannt, daß dieser Effekt neben einer geringeren Auflösung des Videobildes und einem unbefriedigenden Kontrastverhalten im Ver- gleich zum Filmbild im wesentlichen auf der großen Schärfentiefe des Videobildes beruht. Beim Aufnehmen von Objekten in einem bestimmten Abstand zur Bildebene ergibt sich bei bestimmter Brennweite und Blen- denöffnung eine festliegende Schärfentiefe, die zunächst vom Zerstreu- ungskreis des jeweiligen Aufnahmeformates unabhängig ist. Grundsätz- lich gilt dabei die Regel, daß mit Zunahme der Formatgröße die Schärfentiefe abnimmt. So hat das große 35 mm Kinoformat gegenüber dem 1/3"Videoformat eine etwa um den Faktor 5 geringere Schärfentiefe bei gleicher Blendenstufe und Bildwinkel.

Bei der digitalen Bildaufnahme einer Videokamera wird das Bild auf ei- ner Bildaufnahmeeinrichtung in Form eines lichtempfindlichen Chips aufgenommen, der im Vergleich zum Bildfenster einer Filmkamera-mit einem Film als Bildaufnahmeeinrichtung im 35 mm Aufnahmeformat- klein ist, so daß das aufgenommene Videobild eine deutlich höhere Schärfentiefe aufweist als das vergleichbare Filmbild. Dieses Charakte- ristikum ist von dem Betrachter des Bildes leicht wahrnehmbar. Für an- spruchsvolle Aufnahmen ist die große Schärfentiefe einer Videokamera unerwünscht. Vielmehr wird eine begrenzte Schärfentiefe gerne als ge-

stalterisches Element eingesetzt, was bei kleinen Aufnahmeformaten nur sehr eingeschränkt möglich ist.

Um bei gleichem Bildwinkel und Blendenöffnung. wie bei 35 mm Filmka- meras, Videokameras und Photoapparaten beliebigen Auf- nahmeformates die gleichen Verhältnisse der Schärfentiefe zu errei- chen, ist bekannt, einen optischen Adapter vor die Kamera zu setzen.

Ein solcher optischer Adapter ist in dem Zeitschriftenartikel"Keine kleine 35er, aber...", Film & TV Kameramann 12/2001 vom 20. Dezember 2001, Seiten 18 bis 20 beschrieben. Der bekannte optische Adapter umfaßt ein Objektiv und eine Mattscheibe als Projekti- onsoptik, auf dessen transparenter Projektionsfläche das reelle Bild sichtbar gemacht wird. Dieses Zwischenbild wird in einer Bildausgabe am Ende des optischen Weges in dem bekannten Adapter zur Aufnah- me bereitgestellt. Eine Digitalkamera filmt so das Zwischenbild ab, wo- bei sich in der kleinformatigen Digitalkamera die gleichen Brennweiten- und Schärfentiefenverhältnisse ergeben wie mit großformatigen 35 mm- Filmkameras.

Die Mattscheibe des bekannten Adapters wird mit einem Elektromotor in Rotationen versetzt, damit das stehende Korn der Mattscheibe bei- spielsweise bei Kameraschwenks nicht sichtbar wird. Durch die schnelle Rotationsbewegung ist die Körnung nicht mehr ortbar, wird jedoch nicht beseitigt. Auf das aufgenommene Bild legt sich ein Weichzeichnerfilm in der Größe der Körnung, welcher insbesondere bei Gegenlichtaufnah- men unerwünscht ist. Die bekannte Mattscheibe muß auch eine be- stimmte Dicke und Korngröße aufweisen, um eine Durchfokussierung des Bildes durch die Mattscheibe zu verhindern. Die Durchfokussierung tritt auf, wenn die Mattscheibe zu dünn ist. Das im Brennpunkt des vor- geschalteten Objektivs gesammelte Licht findet dabei nicht genügend lichtbrechende Elemente auf der Mattscheibe vor. Es entsteht zumindest teilweise ein Luftbild. Die Mattscheibe verhält sich ähnlich einer Klar-

glasscheibe, durch die hindurchschauend die Blendenöffnung zu sehen ist. Zur Vermeidung der unerwünschten Durchfokussierung muß die Mattscheibe hinreichend opak sein, wodurch die Anordnung licht- schwach wird.

Auch muß die Bildung eines sogenannten"Hot-Spots"vermieden wer- den. Der"Hot-Spot"-Effekt tritt auf, wenn die Mattscheibe nicht genü- gend Streuwirkung aufweist. Das kleine, durch die Iris des vorgeschalte- ten Objektivs begrenzte Strahlenbündel wird dann nicht homogen flächig gestreut, so daß die Bildmitte als"Hot-Spot"heller ist als die Bildränder.

Zur Vermeidung des"Hot-Spots"hat die Mattscheibe einen hinreichend großen Halbwertswinkel, der jedoch ebenso wie eine hohe Opazität die Lichtstärke unerwünscht herabsetzt.

Bei der Wiedergabe von Aufnahmen mit dem bekannten Adapter wird das Betriebsgeräusch des Antriebsmotors für die rotierende Mattscheibe störend hörbar. Auch kann insbesondere bei einer Aufnahme mit ge- schlossener Blende aufgrund der größeren Schärfentiefe die Körnung der Mattscheibe als rotierende Punkte in Form von kleinen schwarzen Kreisen sichtbar werden. Solche Aufnahmen mit verminderter Qualität sind oft nicht verwertbar.

Des weiteren sind Rückprojektionseinrichtungen für Projektorschirme bekannt, bei denen eine Schicht einer lichtstreuenden Substanz zwi- schen zwei planparallelen Folien oder Platten aus transparentem Mate- rial angeordnet ist. Die EP 0 027 287 B1 beschreibt einen solchen Rückprojektionsschirm zur Betrachtung von Mikrofilmen, bei dem auf- grund des Verhältnisses der Betrachtungsdistanz zur Größe des proji- zierten Bildes die Bildränder unter einem größeren Bildwinkel betrachtet werden als die Bildmitte und so der"Hot-Spot"-Effekt auftritt. Um dem Problem des hellen Bildflecks zu begegnen, ist der EP 0 027 287 B1 der Gedanke entnehmbar, zwischen die planparallelen Platten aus Glas o-

der sonstigem transparenten Material eine Wachsmischung aus einer Substanz mit niedrigem Lichtstreuvermögen, wie Paraffin, und einem Wachs mit hohem Streuvermögen, wie Bienenwachs, anzuordnen. Das bekannte Prinzip einer vorteilhaft dicken Wachsschicht zwischen planpa- rallelen Platten ist für einen lichtstarken Projektor vorgesehen. Die e- normen Lichtverluste der dicken Wachsschicht lassen eine Übertragung dieser bekannten Anordnung für lichtstarke Projektoren auf photographi- sche Kameras ausscheiden.

Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine optische Einrichtung für eine photographische Kamera der im Oberbegriff des Pa- tentanspruchs 1 angegebenen Gattung derart weiterzubilden, daß mit möglichst geringen baulichen Maßnahmen eine Verbesserung der auf- nehmbaren Bildqualität erreicht ist.

Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine optische Einrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.

Es wird eine optische Einrichtung für eine photographische Kamera mit einer Abbildungsoptik vorgeschlagen, wobei als Abbildungsoptik eine Abbildungslinsenanordnung vorgesehen ist, die eine durch eine Schicht einer lichtstreuenden Substanz gebildete"lichtstreuende Schicht", bzw.

"Streuschicht"enthält. Es ist eine Linse vorgesehen, die mit einer nach außen gewölbten Fläche die Streuschicht überdeckt, wobei die Bünde- lungswirkung der Linse die Lichtstärke des von der Streuschicht abzu- filmenden reellen Bildes erhöht.

Die Erfindung berücksichtigt dabei, daß ein wesentlicher Faktor für die Qualität des Systems dasjenige Winkelspektrum ist, mit dem die Licht- strahlen die Abbildungslinsenanordnung verlassen. Dieses Winkefspekt- rum wird in dieser Anmeldung durch den sogenannten"Halbwertswinkel" charakterisiert. Bei einer ebenen Streuschicht ist der Halbwertswinkel ß

definiert als der Winkel zwischen der Normalen zur Streuschicht und derjenigen Richtung, in der die Lichtintensität des gestreuten Lichtes an der Lichtaustrittseite der Abbildungslinsenanordnung gleich der Hälfte der Lichtintensität ist, die an der Lichtaustrittsseite in Normalenrichtung zur Streuschicht vorliegt, wenn die Abbildungslinsenanordnung von der Lichteintrittsseite gleichmässig in Normalenrichtung beleuchtet wird. Der Halbwertswinkel wird unter anderem durch die optischen Materialei- genschaften der Streuschicht und deren Dicke mitbestimmt. Je dünner die Streuschicht ist und je geringer das volumenspezifische Streuver- mögen der lichtstreuenden Substanz ist, um so kleiner ist der Halbwerts- winkel und um so heller ist das System. Allerdings sollte der Halbwerts- winkel nicht beliebig klein gewählt werden, da sonst der Effekt des"Hot- Spots"auftritt. Bei dem"Hot-Spot"ist die Bildmitte deutlich heller als die Bildränder. Dies kann zu einem unbrauchbaren Bild führen. Eine zu starke Streuung dagegen, das heißt sehr große Halbwertswinkel, sind zwar im Hinblick auf eine gleichmässige Bildhelligkeit günstig, können aber zu Lichtverlusten führen. Bei einer Einstellung des Halbwertswin- kels auf Werte kleiner oder gleich 30° und größer als 10° kann zwar ein "Hot-Spot"und auch ein Durchfokussieren in Grenzen auftreten. Dies wird jedoch bewußt in Kauf genommen und kann durch die übrigen Komponenten der vorgeschlagenen Abbild ungseinrichtung zumindest weitgehend ausgeglichen werden. Die obere Grenze des Halbwertwin- kels ist so gewählt, dass ausreichend viel Lichtintensität in die nachfol- genden Optikteile eingekoppelt werden kann. Es entsteht ein lichtstar- kes, präzises Bild.

Die Erfindung ermöglicht somit einen guten Kompromiss zwischen ent- gegengesetzten Anforderungen an die Abbildungsoptik. Einerseits soll das von der Lichteintrittsseite eintreffende Licht gestreut werden, um ein gleichmässig helles Bild zu erhalten. Eine starke Streuung mit großen Streuwinkeln ist hierfür vorteilhaft. Andererseits soll das System mög- lichst wenig Lichtverlust erzeugen, damit an der Bildaufnahmeeinrich-

tung möglichst viel Lichtenergie auftrifft. Daher sollen Streuverluste ver- mieden oder auf ein unvermeidliches Mindestmaß begrenzt werden. Der erfindungsgemässe Kompromiss ermöglicht die Erzeugung hinreichend gleichmässig ausgeleuchteter, lichtstarker Bilder.

Die"Streuschicht"wird durch eine Schicht einer lichtstreuenden Sub- stanz gebildet. Hierdurch ist es möglich, ein Streuelement zu schaffen, das nicht nur im Bereich seiner Oberflächen, sondern auch im Inneren des Volumens der Streuschicht Streuzentren aufweist. Hierdurch kann ggf. auch bei sehr geringer, für ein lichtstarkes Bild förderlicher Schicht- dicke der Streuschicht ein starkes Streuvermögen erreicht werden.

Durch Kombination mit mindestens einem Linsenkörper, der mit einer nach außen gewölbten Fläche die Streuschicht so überdeckt, das die optische Wirkung einer Positiviinse entsteht, kann die Abbildungslinsen- anordnung als Ganzes so gestaltet werden, dass ihr Halbwertswinkel geringer ist als derjenige der isolierten Streuschicht (ohne Linsenkörper).

Somit können Streuschichten mit starkem Streuvermögen verwendet werden, ohne dass dies zu nicht tolerierbaren Lichtverlusten führt.

Vorzugsweise beträgt der Halbwertswinkel der Abbildungslinsenanord- nung weniger als 25°, insbesondere weniger als 22°.

In vorteilhafter Weiterbildung ist die Kombination von Linse und Streu- schicht derart gewählt, daß der Halbwertswinkel zwischen einschließlich etwa 20° und einschließlich etwa 15'liegt. Insbesondere bei einem Halbwertswinkel von kleiner als 20° in dem genannten Winkelbereich ist eine große Lichtstärke gegeben, wobei"Hot-Spot"-und Durchfokus- sierungseffekte ausgeglichen werden können.

Bei bevorzugten Ausführungsformen umfasst die Abbildungslinsenan- ordnung zwei durchsichtige Trägerkörper, die rnit planparallel liegenden Flächen einen Spalt begrenzen, in den die lichtstreuende Substanz so

eingebracht ist, dass zwischen den planparallelen Flächen die Streu- schicht aufgenommen ist. Der Abstand der planparallelen Flächen senk- recht zur Flächenausdehnung legt damit die Schichtdicke fest. Bei die- ser Ausgestaltung ist es möglich, für die Bildung der Streuschicht licht- streuende Substanzen zu verwenden, die ggf. aufgrund ihrer Materialei- genschaften für den Aufbau einer selbsttragenden Schicht nicht geeig- net sind. Außerdem können auf diese Weise sehr dünne Streuschichten genutzt werden, die durch die transparenten Trägerkörper stabilisiert und gegen Beschädigung geschützt sind. Selbsttragende Streuschichten können bei hinreichender mechanischer Stabilität ggf. auch verwendet werden.

Der Linsenkörper kann mit einem geeigneten, vorzgsweise geringen Ab- stand von der Streuschicht angeordnet sein. Beispielsweise kann eine Sandwich-Anordnung mit zwei als Trägerkörper dienenden, planparalle- len transparenten Platten und einer dazwischen eingeschlossenen Streuschicht vorgesehen sein, in deren Nähe ein gesonderter Linsen- körper angeordnet ist. Vorzugsweise ist wenigstens einer der Trägerkör- per als Linsenkörper ausgebildet, so dass die Streuschicht direkt an ei- ner planen Fläche des Linsenkörpers anliegt. Der als Linse gestaltete Trägerkörper hat dann eine Doppelfunktion, nämlich einerseits als Trä- ger der Streuschicht und andererseits als lichtbündelndes optisches E- lement.

Die Ausbildung von wenigstens einem Trägerkörper als Linse mit einer nach außen gewölbten Fläche fördert zudem die homogene Verteilung des Strahlbündels, so daß durch die Kombination der Linse mit der transparenten Schicht, eine geringe Schichtdicke gewählt werden kann.

Mit einer dünnen Schichtdicke wird ein helles Bild erzeugt und so die Lichtstärke der gesamten Abbildungseinrichtung erhöht.

Ein Übertragungsobjektiv, mittels dessen das auf der Streuschicht ab- gebildete reelle Bild des vorgeschalteten großformatigen Objektivs auf die Bildaufnahmeeinrichtung abgebildet wird, ist zweckmäßig als Teleobjektiv, insbesondere im mittleren Tele-Brennweitenbereich, ausgebildet. Die Eigenschaft eines Objektives als Tele-, Normal-oder Weitwinkelobjektiv hängt vom Verhältnis seiner Brennweite zum Format der Bildaufnahmeeinrichtung ab. Bei einem Videochip als Bildaufnahme- einrichtung im 2/3"-Format ist eine Brennweite von etwa 11mm als Nor- malobjektiv anzusehen. Der vorteilhafte mittlere Tele- Brennweitenbereich liegt dabei zwischen einschließlich 20 und 65mm.

Bei anderen Formaten der Bildaufnahmeeinrichtung kann der geeignete Brennweitenbereich entsprechend umgerechnet werden. Das Teleobjek- tiv weist eine vergleichsweise geringe Schärfentiefe auf, wodurch einer- seits das reelle Bild auf der Streuschicht präzise auf die Bildaufnahme- einrichtung abgebildet werden kann. Andererseits liegen Verunreinigun- gen auf den weiteren optischen Elementen hinter der Abbildungsoptik außerhalb des Schärfenbereiches und beeinträchtigen nicht oder nur gering die Bildqualität.

Eine bevorzugte Ausbildung des Teleobjektives als Zoom-Objektiv mit variabler Brennweite erlaubt eine universelle Einsetzbarkeit der Abbil- dungseinrichtung bei verschiedenen Kameras mit verschiedenen Abbil- dungsformaten.

Die optische Einrichtung ist zweckmäßig derart ausgelegt, daß das Ü- bertragungsobjektiv bei unendlicher Fokussierung das reelle Bild scharf auf der Bildaufnahmeeinrichtung abbildet. Ein aufwendiges und fehler- behaftetes Nachfokussieren des Übertragungsobjektives entfällt. In Ver- bindung mit einer vorgeschalteten Feldlinse zur Erzielung der unendli- chen Fokussierung ergibt sich eine kompakte Bauform.

Insgesamt ist es durch die beschriebene Anordnung des Über- tragungsobjektives möglich, die Abbildüngslinsenanordnung so dünn, opak und damit lichtstark zu machen, daß unter normalen Umständen eine Durchfokussieren gegeben wäre, jedoch durch die gewählte Brennweite und unterstützt durch die unendliche Fokussierung kompen- siert ist und damit praktisch nicht auftritt.

In einer vorteilhaften Weiterbildung ist zwischen dem vorgeschalteten Objektiv und der Abbildungslinsenanordnung ein, insbesondere mittels einer Bajonettverbindung oder Schraubverbindung, auswechselbarer Filterträger angeordnet. In dem Filterträger kann beispielsweise ein Kon- trastfilter gehalten sein, mittels dessen das Kontrastverhalten des Bildes ohne nennenswerten Lichtverlust verbessert werden kann. Durch die auswechselbare Ausbildung ist ein offenes, nicht gekapseltes System gegeben, welches bei geringem Bauvolumen und-gewicht einen leich- ten Zugriff auf die Abbildungslinsenanordnung für Reinigungs-und War- tungszwecke ermöglicht.

Die Abbildungslinsenanordnung ist zweckmäßig derart ausgeführt, daß der eingangsseitige Trägerkörper als durchsichtige planparallele Platte und der ausgangsseitige Trägerkörper als plankonvexe Linse ausgebil- det ist. Die planparallele Platte verändert das Abbildungsverhalten des vorgeschalteten Objektives nicht. Es kann ein großformatiges, standar- disertes Objektiv einer Kamera im Kinoformat ohne Anpassungsarbei- ten eingesetzt werden, wobei die gewünschten Abbildungseigenschaften hinsichtlich Brennweite und Schärfentiefe erhalten bleiben. Die aus- gangsseitige plankonvexe Linse bündelt das gestreute Licht der Streu- schicht und führt es unter hoher Lichtausbeute in Richtung des Übertra- gungsobjektives. Es entsteht auf der Streuschicht ein großformatiges reelles Zwischenbild mit großer Helligkeit. Die insgesamt große Licht- energie wird verlustarm auf die kleinformatige Bildaufnahmeeinrichtung

abgebildet. Es entsteht eine hohe Lichtstärke des Systems, die einen Einsatz auch bei schwierigen Beleuchtungsverhältnissen ermöglicht.

Als lichtstreuende Substanz wird eine möglichst feinkörnige Substanz in den Spalt zwischen den Trägerkörpern der Abbildungslinsenanordnung eingebracht, vorteilhaft ein Wachs. Bei einer Weiterbildung wird ein Ge- misch aus Paraffin und weißem Bienenwachs bevorzugt, wobei das auf- genommene Bild gegenüber einer digitalen Bildaufnahme, in der das Bild oft mit kalten und nicht den Filmanforderungen entsprechenden Farben erscheint, mit einer für den Betrachter angenehmen warmen Ausstrahlung versehen ist, wie sie von Filmaufnahmen im großen Kino- format 35 mm bekannt sind. Dieser"Filmlook"eines analogen Bildes m it warmer, ansprechender Ausstrahlung wird mit einem Wachsgemisch von etwa 2 bis 60 % Bienenwachs, vorzugsweise 5 % weißem Bienen- wachs erhalten. Durch Variation der Mischverhältnisse kann der Halb- wertswinkel der Wachsschicht mit der Schichtdicke und der Brennweite der im optischen Weg nachfolgenden plankonvexen Linse der Rückpro- jektionslinse abgestimmt werden.

Vor dem Einfüllen des flüssigen Wachses in den Spalt zwischen den planparallelen Flächen der Trägerkörper wird der Spalt auf die erforder- liche Breite fixiert. Die Schichtdicke beträgt bei bevorzugten Abbildungs- optiken weniger als 0,15 mm. Eine Schichtdicke von 0,08 mm kann da- bei vorteilhaft sein, wobei auch Schichtdicken von 2 bis 3 Hundertstel- millimeter oder dünner Anwendung finden. Ein solcher dünner Spalt kann vor dem Einfüllen des flüssigen Wachses in den Spalt mit Kau- tschukfäden fixiert werden.

Generell haben sich paraffinhaltige Substanzen als vorteilhafte Materia- lien für die Streuschicht herausgestellt. Paraffin kann in Verbindung mit anderen Substanzen zu einem Polymer mit den gewünschten Streuei- genschaften verarbeitet werden.

Mit der erfindungsgemäßen Abbildungslinsenanordnung kann ohne Zu- führung von Energie jeglicher Art und daher kostengünstig und zudem lautlos ein Bild mit hohem Kontrast und sehr guter Detaillösung aufge- nommen werden, wobei der Weichzeichner-Effekt der Mattscheiben nach dem Stand der Technik wesentlich reduziert wird und meistens nicht sichtbar ist.

Zum weiteren Sammeln der vom vorgeschalteten Objektiv bereit- gestellten Lichtenergie kann in dem optischen Weg unmittelbar hinter der Abbildungslinsenanordnung eine Feldlinsenanordnung angeordnet sein, wodurch die Länge des Adapters verkürzt und die Lichtausbeute verbessert wird. Um der Kamera ein aufrecht stehendes Bild zur Verfü- gung zu stellen, ist hinter der Rückprojektionslinse vorzugsweise eine Prismenanordnung im optischen Weg vorgesehen, in der das Bild um 180° verdreht und damit aufgestellt wird. Die Prismenanordnung ist dabei vorteilhaft hinter der Feldlinse angeordnet. Zum Aufrichten des Bildes können zwei Poro-Prismen mit Dreiecksquerschnitt eingesetzt werden, wobei das Bild jeweils durch die Grundfläche des Poro-Prismas eindringt und an den beiden Seitenflächen total reflektiert wird. Durch mehrere Totalreflexionen wird der optische Weg in der Abbildungsein- richtung verlängert, so daß die Einrichtung insgesamt kompakt gestaltet werden kann. Es ergibt sich ein achsparalleler Verlauf des optischen Weges, wobei insbesondere eine großformatige Videokamera am Ende des optischen Weges mit geringem Höhen-oder Seitenversatz in achs- paralleler Lage zum vorgeschalteten Objektiv angeordnet werden kann.

Bevorzugt wird ein Dachkanten-oder auch Schmidt-oder Amici-Prisma hinter der Abbildungslinsenanordnung vorgesehen, wobei in einem ein- zelnen Prismenkörper mehrere Reflexionen zur Verlängerung des opti- schen Weges eintreten und dabei das Bild, aufgerichtet ausgegeben wird.

In bevorzugter Ausgestaltung wird das Prisma derartig ausgebildet, daß die Bildausgaberichtung gegenüber dem BilcZeinfall winklig angestellt erfolgt, beispielsweise durch ein 45°-Schmidt-Prisma. Die optische Ein- richtung kann so mit einem tubusförmigeh Gehäuse vor der eingesetz- ten Kamera angebracht werden, wodurch sich zum einen eine kompakte Gesamtanordnung ergibt und zudem eine einfache Schulterung der Anordnung gegeben ist. Die angestellt liegende Kamera kann mit der optischen Einrichtung ergonomisch auf der Schulter eines Kamera- mannes getragen werden, wobei zudem der Schwerpunkt des Systems tiefer liegt und damit eine stabilere Kameraführung möglich ist.

Mit der Abbildungslinsenanordnung und deren Brennweite kann in Kom- bination mit einem Teleobjektiv sowie der Feldlinsenanordnung, dem anschließenden Prisma und einer Feldlinse vor dem Teleobjektiv eine sehr kurze Gesamtbaulänge erreicht werden, da die einzelnen optischen Bestandteile auch dicht beabstandet in dem Gehäuse des Adapters an- geordnet werden können.

Vorteilhaft ist die Abbildungslinsenanordnung in einem Behälter aus schlecht wärmeleitendem Material innerhalb des Gehäuses des Adap- ters angeordnet, so daß die Abbildungslinsenanordnung vor größerer Wärmeeinwirkung im Adapterinneren geschützt ist. Der Behälter kann dabei ein Ring aus nichtmetallischem Material, vorzugsweise Kunststoff wie z. B. Polyamid oder Polystyrol sein. Durch die Isolation wird die Le- bensdauer der Abbildungslinsenanordnung wesentlich erhöht. Die Ab- bildungslinsenanordnung ist dabei vorteilhaft lösbar in dem Behälter aufgenommen und/oder der Behälter selbst aus dem Adapter lösbar, wodurch ein Auswechseln einer abgenutzten Ab- bildungslinsenanordnung oder eine Entnahme der Abbildungslin- senanordnung für Reinigungszwecke erleichtert ist. Auch können Abbil- dungslinsenanordnungen mit verschiedener Charakteristik wie z. B. un- terschiedlichen Schichtdicken, Mischungsverhä ltnissen von Wachsge-

mischen o. dgl. zum Wechseln bereitgehalten werden und die Eigen- schaften des Adapters nach den Erfordernissen der vorliegenden Filmsi- tuation angepaßt werden. Auch kann durch Entfernen der Abbildungslin- senanordnung aus dem optischen Weg eine Luftbild-Abbildung vorge- nommen werden, wobei das vom Objektiv erfaßte Bild über die Feldlin- se, das Prisma und Okular zum reproduzierenden Gerät, wie einer Vi- deokamera oder dem Photoapparat, weitergeleitet wird, wodurch ein sehr lichtstarkes Bild erhalten werden kann. Das Luftbild wird dabei mit dem gleichen vorteilhaften Bildwinkel aufgenommen wie bei der Kom- bination der optischen Bauteile mit der Abbildungslinsenanordnung, wo- bei es zweckmäßig sein kann, die Feldlinse beweglich zu lagern.

In vorteilhafter Weiterbildung ist zumindest ein Teil der optischen Ein- richtung als optischer Adapter zur auswechselbaren Verbindung mit der Kamera ausgeführt. Es können dabei u. a. die Abbildungslinsenanord- nung und das Übertragungsobjektiv, ggf. mit zwischenliegenden Feldlin- sen-und Prismenanordnungen in einer abgestimmten Baueinheit zu- sammengefaßt sein. Die Baueinheit kann beispielsweise mittels einer standardisierten Bajonettverbindung an die entsprechende Objekivbajo- nettaufnahme verschiedener Kameras ohne weitere Anpassungsarbei- ten angeschlossen werden. Der optische Adapter ist zweckmäßig zur Befestigung im Bereich des kameraeigenen Übertragungsobjektives vorgesehen. Insbesondere bei kleinen Videokameras mit fest eingebau- tem, nicht auswechselbarem Objektiv kann das kameraeigene Objektiv als Übertragungsobjektiv genutzt werden. Der optische Vorsatzadapter kann entsprechend kompakt ohne ein eigenes Übertragungsobjektiv ausgeführt sein, wobei ggf. für die Übertragungsoptik lediglich eine dem Übertragungsobjektiv vorgeschaltete Feldlinse vorgesehen ist.

Es kann auch eine integrierte Bauweise der Abbildungseinrichtung zu- sammen mit der Kamera vorteilhaft sein, wobei ein Videochip oder eine vergleichbare Bildaufnahmeeinrichtung in die Abbildungseinrichtung in-

tegriert ist. Mittels einer geeigneten elektronischen Schaltung kann das reelle Bild der Streuschicht elektronisch aufgerichtet werden, wobei auf eine aufrichtende Prismenanordnung verzichtet werden kann.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist nachstehend anhand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigen : Fig. 1 eine schematische Ansicht einer optischen Einrichtung an- geschlossen an eine Videokamera, Fig. 2 den optischen Weg in der optischen Einrichtung nach Fig. 1 mit Einzelheiten zu darin angeordneten optischen Bauteilen, Fig. 3 eine vergrößerte Detailansicht der Abbildungs-linsen- anordnung nach den Fig. 1 und 2.

Fig. 1 zeigt eine Videokamera 2 mit kleinem Aufnahmeformat, vor deren kameraeigenem, fest eingebauten Objektiv 9 ein optischer Adapter 20 vorgesetzt ist, um die Schärfentiefe und damit ähnliche Bildqualität einer mit großen Aufnahmeformaten arbeitenden Filmkamera zu erhalten. Der Adapter 20 und das Objektiv 9 bilden zusammen eine optische Einrich- tung 1. Der Adapter 20 umfaßt einen aus Aluminium gefrästen Tu- buskörper als Gehäuse 21 mit einem darin ausgesparten Schacht 22 zur Aufnahme der optisch wirksamen Bestandteile. In den Schacht 22 fällt das Bild durch ein großformatiges, dem Adapter 20 vorgeschaltetes Ob- jektiv 4 ein und trifft auf eine Abbildungsoptik 6, die als Abbildungslin- senanordnung 10 ausgeführt ist. Das Objektiv 4 ist dabei in einem am Gehäuse 21 des Adapters 20 ausgebildeten Wechselbajonett 23 aus- wechselbar gehalten, welches als Objektivadapter für alle gängigen Film-und Photoobjektive ausgestaltet ist. Die später anhand von Fig. 3 näher zu beschreibende Abbildungslinsenanordnung 10 besteht aus zwei Linsenkörpern, zwischen denen eine lichtstreuende Schicht zum

Sichtbarmachen des reellen Bildes vom Objektiv 4 angeordnet ist. Das die Abbildungslinsenanordnung 10 verlassende Licht wird mit Hilfe einer im optischen Weg des Adapters 20 folgenden Feldlinsenanordnung 19 gebündelt und durch ein 45°-Schmidt-Prisma 24 geschickt, in dem das Bild durch mehrfache Reflexion um 180'aufgerichtet wird.

Es ist eine Übertragungsoptik 8 vorgesehen, die das kameraeigene Ü- bertragungsobjektiv 9 sowie eine dem Übertragungsobjektiv 9 vorge- schaltete Feldlinse 16 umfaßt. Mittels der Übertragungsoptik 8 wird das auf die Abbildungslinsenanordnung 10 abgebildete reelle Bild des Objektives 4 auf eine angedeutete Bildaufnahmeeinrichtung 5 der Kamera 2 übertragen. Die Bildaufnahmeeinrichtung 5 ist im gezeigten Ausführungsbeispiel ein lichtempfindlicher Videochip im 1/3"-Format. Es können auch andere Formate wie das bei größeren Kameras übliche 2/3"-Format oder Filme mit entsprechend kleinen Foto-oder Film- formaten vorgesehen sein.

Durch die winklige Umleitung des optischen Weges gegenüber der Ein- fallsrichtung kann die Kamera 2 entsprechend der Winkelrichtung des Prismas 24, also im vorliegenden Fall 45°, angestellt zum Adapter 20 und zum Objektiv 4 gehalten werden, so daß die Gesamtanordnung, be- stehend aus Kamera 2 mit aufgesetztem Adapter 20, durch eine sehr kurze Bauweise ausgezeichnet ist.

Die Gesamtanordnung aus Adapter 20 und Kamera 2 wird von einer Bedienperson mit einer Schutterhatterung auf der Schulter getragen, wobei durch die winklige Anordnung des Adapters 20 gegenüber der Kamera 2 eine ergonomische Tragweise erstattet ist und zudem durch die tiefe Schwerpunktlage der gesamten Anordnung ein stabiles Führen ermöglicht ist.

Das Gehäuse 21 des Adapters 20 ist mit einer Befestigungseinrichtung 25 für die Kamera 2 fest verbunden. Die Befestigungseinrichtung 25 um- faßt mehrere kreuzförmig nach Art eines Koordinatensystems zueinan- der angeordnete Schienen 26,27, in denen die Kamera 2 mittels Schlit- ten verschiebbar gelagert ist. Die Schlittenführung erlaubt dabei eine Verschiebung der Kamera 2 in drei Raumachsen und eine Justierung des Objektivs 9 der Kamera 2 in bezug auf die Feldlinse 16 des Adap- ters 20. Die Befestigungseinrichtung gewährleistet dabei auch eine Ver- wendung des Adapters 20 an verschiedenen Kameras, welche mit Hilfe der Befestigungseinrichtung 25 leicht justierbar sind. Die Schlitten kön- nen mit Hilfe eines Feingewindetriebs, dessen Stellschraube mit einer Gewindeaufnahme zusammenwirkt, auf die vorgesehene Endposition für die Kamera 2 gefahren werden. Der Gewindetrieb verfügt dabei über einen Schnellverschiebemechanismus, um die vorgesehene Endposition grob aber schnell anzufahren und anschließend die Kameraposition mit der Stellschraube fein zu justieren. Die Hauptführungen des Schlittens sind aus 12 mm bis 16 mm dicken Karbon-oder Leichtmetallrohren ge- fertigt, die Schienenführungen bestehen vorzugsweise aus Leichtmetall.

Nach der Justierung kann die Kamera 2 durch Festlegen der Schlitten mittels Kniehebeln fixiert werden.

Der Adapter 20 kann so vor jede Kamera 2 mit Brennweiten im mittleren Tele-Bereich ohne weiteres angeschlossen werden, wobei der Brenn- weitenbereich des als Zoom-Objektives ausgeführten Übertragungsob- jektives von einschließlich 20 mm bis einschließlich 65 mm reicht. Die Schärfe des kameraeigenen Übertragungsobjektivs 8 wird dabei auf un- endlich gestellt, wodurch ohne weitere optische Hilfsmittel wie Nahlinsen oder dgl. eine scharfe Abbildung des. reellen Bildes der Abbil- dungslinsenanordnung 10 auf der Bildaufnahmeeinrichtung 5 gegeben und ein schneller Anschluß des Adapters und photographische Aufnah- men mit Filmlook möglich sind.

Die Abbildungslinsenanordnung 10 ist in einem Behälter 28 aufge- nommen, welcher aus einem schlecht wärmeleitenden Kunststoff- material besteht. Der Behälter 28 kann dabei ein Ring sein, der wenigs- tens die Wachsschicht zwischen den beiden Trägerkörpern überdeckt, oder auch wie im vorliegenden Ausführungsbeispiel gezeigt mit größerer axialer Baulänge gefertigt sein und auch die Feldlinsenanordnung 19 in sich aufnehmen. Der Behälter 28 mit der Abbildungslinsenanordnung 10 ist lösbar in dem Schacht 22 des Tubus-Gehäuses 21 aufgenommen, wodurch die Abbildungslinsenanordnung 10 bei Bedarf austauschbar ist.

Auf diese Weise wird zum einen ein Wärmeschutz für die aufgrund ihres Wachsgehaltes wärmeempfindliche Abbildungslinsenanordnung 10 in dem Gehäuse 21 geschaffen und zum anderen eine Austauschbarkeit zu Reinigungszwecken der Abbildungslinsenanordnung 10 oder zum Entfernen beschädigter Linsen ermöglicht. Zum Austausch der Abbil- dungslinsenanordnung 10 können andere Linsen mit unterschiedlichen Charakteristiken aufgrund abweichender Schichtdicke der licht- streuenden Wachsschicht oder den Wachsmischungen von der Be- dienungsperson in einem Magazin mitgeführt werden.

Zwischen der Abbildungslinsenanordnung 10 bzw. dem Behälter 28 mit der darin aufgenommenen Abbildungslinsenanordnung 10 und der Feld- linsenanordnung 19 ist vor dem Schacht 22 des Tubus-Gehäuses 21 ein Halter für Filter 29 benachbart des Objektivs 4 vorgesehen, welche nach Bedarf in den optischen Weg einsetzbar sind.

Fig. 2 zeigt in einer schematischen Darstellung eine vergrößerte Darstel- lung der optischen Einrichtung 1 nach Fig. 1 mit Einzelheiten zu darin angeordneten optischen Bauteilen. Die optische Einrichtung 1 ist als in- tegrierter optischer Adapter 20 ausgebildet, an dem eingangsseitig das Objektiv 4 mittels des Wechselbajonettes 23 gehalten ist. Der optische Adapter 20 umfaßt auf seiner Eingangsseite in Richtung des Objektives 4 das Wechselbajonett 23 und auf seiner Ausgängsseite das integrierte

Übertragungsobjektiv 9 sowie die dazwischen liegenden und im folgen- den näher beschriebenen weiteren optischen und mechanischen Ele- mente.

Die Abbildungsoptik 6 ist als Abbildungslinsenanordnung 10 mit zwei durchsichtigen Trägerkörpern 11, 11'mit einer zwischenliegenden licht- streuenden Schicht (Streuschicht) 14 ausgeführt. Ein angedeuteter, durch die Streuschicht 14 und durch die Linse 11'abgelenkter gestreuter Lichtstrahl 30 schließt gegenüber einer optischen Achse 31 einen Halb- wertswinkel ß von etwa 25° ein, wobei er im gezeigten Ausführungs- beispiel im Bereich zwischen 20° und 15° liegt. Der Lichtstrahl 30 reprä- sentiert dabei diejenige Abstrahlrichtung, in der die Lichtintensität hinter der Abbildungslinsenanordnung nur noch halb so hoch ist wie auf der optischen Achse 31.

Unmittelbar hinter der Abbildungslinsenanordnung 10 ist eine Feldlin- senanordnung im optischen Weg 3 der optischen Einrichtung 1 ange- ordnet. Die Feldlinsenanordnung 19 kann aus einer oder mehreren Feld- linsen bestehen und ist im gezeigten Ausführungsbeispiel als eine Kom- bination von einer plankonvexen mit einer nachgeschalteten plankonka- ven Linse ausgeführt.

Entlang des optischen Weges 3, der im Bereich des Objektives 4 und der Abbildungsoptik 6 parallel zur optischen Achse 31 verläuft, ist hinter der Abbildungslinsenanordnung 10 und hinter der nachgeschalteten Feldlinsenanordnung 19 eine Prismenanordnung in Form eines Dach- kanten-oder Schmidt-Prismas 24 vorgesehen, welche das Bild der Ab- bildungslinsenanordnung 10 um 180° verdreht ausgibt.

Ausgangseitig des Prismas 24 ist eine Feldlinse 16 vorgesehen, die dem in den optischen Adapter 20 integrierten Übertragungsobjektiv 9 vorge- schaltet ist.

Mittels des Übertragungsobjektives 9 wird das reelle Bild, welches dem vorgeschalteten Objektiv 4 auf die Abbildungslinsenanordnung 10 abge- bildet wird, auf die angedeutete Bildaufnahmeeinrichtung 5 entlang des optischen Weges 3 übertragen.

Das Übertragungsobjektiv 9 ist als Zoomobjektiv ausgebildet, welches bezogen auf die Größe der Bildaufnahmeeinrichtung 5 als Teleobjektiv im mittleren Telebrennweitenbereich ausgebildet ist. Das Übertragungs- objektiv 9 ist auf unendlich fokussiert, wobei unterstützt durch die vorge- schaltete Feldlinse 16 das reelle Bild der Abbildungslinsenanordnung 10 scharf auf die Bildaufnahmeeinrichtung 5 abgebildet ist. Der optische Adapter 20 mit dem integrierten Übertragungsobjektiv 9 kann an stan- dardisierte Objektivbajonettaufnahmen verschiedener Kameras 2 (Fig.

1) ohne Anpassungsarbeiten angeschlossen werden.

Zwischen dem Wechselbajonett 23 und der Abbildungslinsenanordnung 10 ist ein Filterträger 18 angeordnet und mittels einer weiteren Bajonett- verbindung 17 an der optischen Einrichtung 1 befestigt. In dem Filterträ- ger 18 ist ein optischer Filter 29 gehalten, der im gezeigten Ausfüh- rungsbeispiel als Kontrastfilter ausgeführt ist. Es können auch andere Filter wie Effektfilter oder dgl. vorgesehen sein. Die Abbildungs- einrichtung 1 ist im Bereich der Bajonettanschlüsse 17,23 demontierbar, wodurch ein freier Zugriff auf die Abbildungslinsenanordnung 10 bei ei- ner insgesamt kompakten Bauweise möglich ist.

In den übrigen Merkmalen und Bezugszeichen stimmen die Anord- nungen nach den Fig. 1 und 2 überein. Insbesondere können beim Aus- führungsbeispiel nach Fig. 2 ein der besseren Übersichtlichkeit halber nicht dargestelltes Gehäuse 21 sowie weitere Merkmale der Anordnung nach Fig. 1 vorgesehen sein.

Fig. 3 zeigt in einer schematischen vergrößerten Detaildarstellung die Abbildungslinsenanordnung 10 nach den Fig. 1 und 2. Die Abbildungs- linsenanordnung 10 umfaßt zwei durchsichtige Trägerkörper 11, 11', welche mit planparallel zueinander liegenden Flächen 12,12'einen Spalt 13 begrenzen. Der Spalt 13 ist mit einer Schicht 14 aus einer licht- streuenden Substanz (Streuschicht) zur Bildung einer Abbildungsfläche 7 ausgefüllt. Die Abbildungsfläche 7 liegt damit unmittelbar im Bereich der beiden planen Flächen 12, 12'der Trägerkörper 11, 11'. Auf der Ab- bildungsfläche 7 wird das vom vorgeschalteten Objektiv 4 (Fig. 1 und 2) erzeugte reelle Bild sichtbar.

Der eingangsseitige Trägerkörper 11 ist als planparallele Platte und der ausgangsseitige Trägerkörper 11'als plankonvexe Linse mit einer nach außen gewölbten Fläche 15 ausgebildet, wobei die nach außen gewölb- te Fläche 15 mit der Streuschicht 14 in Überdeckung liegt.

Die Breite des Spaltes 13 und die lichtstreuenden Eigenschaften der Schicht 14 sowie die Linse 11'sind so aufeinander abgestimmt, daß sich der Halbwertswinkel ß nach Fig. 2 einstellt.

Der Spalt 13 zwischen den Trägerkörpern 11, 11'ist dabei weniger als 0,15 mm breit, während die lichtstreuende Substanz der Schicht 14 ein Wachs ist. Als Wachs ist ein Gemisch aus Paraffin und 2 % bis 60 %, vorzugsweise 5 % weißem Bienenwachs gewählt.

Es kann auch eine Anordnung zweckmäßig sein, bei der der ein- gangsseitige Trägerkörper 11 als plankonvexe Linse ausgeführt ist, wo- bei eine Kombination mit einer plankonvexen oder planparallelen Aus- führung des ausgangsseitigen Trägerkörpers 11'möglich ist.

In einer weiteren zweckmäßigen Variante ist die lichtstreuende Abbil- dungsfläche 7 beispielsweise an der planen Fläche 12'des Linsenkör-

pers 11'als eigenständige Schicht oder durch mattierende Oberflächen- behandlung der planen Fläche 12'angeordnet, wobei auch auf den vor- geschalteten Trägerkörper 11 verzichtet werden kann.

Neben den in den vorgenannten Figuren gezeigten Ausführungs- beispielen von teilweise integrierten optischen Adaptern 20 kann auch eine vollständig integrierte Lösung zweckmäßig sein, bei der die Bild- aufnahmeeinrichtung 5 (Fig. 1 und 2) in die optische Einrichtung 1 ggf. mit einer vollständigen Kamera 2 integriert ist.




 
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