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Title:
OPTOELECTRONIC ASSEMBLY, METHOD AND SHAPED PART
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/162443
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to an optoelectronic assembly comprising at least two electrical contacts on a surface of an optoelectronic component for supplying electrical energy for the generation of electromagnetic radiation and at least two meandering contact lugs (2), which each have a first and a second portion (2a, 3a). The first portion (2a) of each of the at least two meandering contact lugs (2) is connected to one of the at least two electrical contacts. The second portion of each of the at least two meandering contact lugs (2) comprises a fastening element (5), which is designed to mechanically link to a fiber structure of a support and to establish an electrical connection to the first portion.

Inventors:
SINGER, Frank (Telemannstr. 104, Regenstauf, 93128, DE)
HERRMANN, Siegfried (Hauptstr. 24, Neukirchen, 94362, DE)
Application Number:
EP2019/054448
Publication Date:
August 29, 2019
Filing Date:
February 22, 2019
Export Citation:
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Assignee:
OSRAM OPTO SEMICONDUCTORS GMBH (Leibnizstrasse 4, Regensburg, 93055, DE)
International Classes:
H01L33/62; H05K1/03
Domestic Patent References:
WO2012008233A12012-01-19
Foreign References:
US20100238637A12010-09-23
US9391286B12016-07-12
US20120032224A12012-02-09
US20160320037A12016-11-03
US20140091337A12014-04-03
US20160358849A12016-12-08
DE102015109333A12016-12-15
US20080198578A12008-08-21
Other References:
None
Attorney, Agent or Firm:
ZACCO PATENTANWALTS- UND RECHTSANWALTSGESELLSCHAFT MBH (Bayerstrasse 83, Munich, 80335, DE)
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Claims:
Ansprüche

1. Optoelektronische Baugruppe, aufweisend:

wenigstens zwei elektrische Kontakte (11, 12) auf einer Oberfläche eines opto-elektronischen Bauelements (1) zur Zuführung elektri scher Energie für die Erzeugung elektromagnetischer Strahlung; wenigstens zwei mäanderförmige Kontaktfahnen (2), die jeweils ei nen ersten und einen zweiten Abschnitt (2a, 3a) aufweisen;

wobei der jeweils erste Abschnitt (2a) der wenigstens zwei mäan derförmige Kontaktfahnen (2) mit jeweils einem der wenigstens zwei elektrischen Kontakte (11, 12) verbunden ist,

wobei der jeweils zweite Abschnitt (3a) der wenigstens zwei mäan derförmige Kontaktfahnen (2) ein elektrisch leitfähiges Befesti gungselement (5) umfasst und ausgestaltet ist, mit einer Fa serstruktur eines Trägers, insbesondere einer Textilfaserstruktur, eine mechanische Verknüpfung einzugehen, sowie eine elektrische Verbindung zum ersten Abschnitt (2) herzustellen.

2. Optoelektronische Baugruppe nach Anspruch 1, ferner umfassend: einen Schutzkörper (4), vorzugsweise aus einem Polymer, insbeson dere einem transparenten Polymer, der das opto-elektronischen Bau element (1) und die jeweils ersten Abschnitte (2a) der wenigstens zwei mäanderförmige Kontaktfahnen (2) umgibt, und die jeweils zweiten Abschnitte (3a) der wenigstens zwei mäanderförmige Kon taktfahnen (2) außerhalb des Schutzkörpers (4) angeordnet sind.

3. Optoelektronische Baugruppe nach einem der Ansprüche 1 bis 2, bei dem das elektrische Befestigungselement (5) ausgestaltet ist, mit einer in die Faserstruktur des Trägers eingebetteten oder verwobe nen Versorgungsleitung (Li, L2 , L3, L4, 50) eine elektrische Ver bindung einzugehen, insbesondere die Versorgungsleitung mechanisch zu koppeln.

4. Optoelektronische Baugruppe nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wo bei die jeweils ersten Abschnitte (2a) der wenigstens zwei mäan derförmige Kontaktfahnen (2) im Wesentlichen in einer ersten Ebene liegen, und wenigstens einer der zweiten Abschnitte (3a) in einer zweiten Ebene mit einer zur ersten Ebene unterschiedlichen Orien tierung liegt.

5. Optoelektronische Baugruppe nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wo bei zumindest die zweiten Abschnitte (3a) eine mäanderförmige Teilstruktur (41, 42) umfasst, die teilabschnittsweise in ver schiedene Richtungen verläuft.

6. Optoelektronische Baugruppe nach Anspruch 5, bei der die zweiten Abschnitte (3a) wenigstens zwei, insbesondere zwei bis fünf erste Teilabschnitte (41) und zwei, insbesondere zwei bis fünf intermit tierende zweite Teilabschnitte (42) aufweisen.

7. Optoelektronische Baugruppe nach Anspruch 5 oder 6, wobei ein ers ter Teilabschnitt (42) der zweiten Abschnitte (3a) mit einer ers ten Länge entlang einer ersten Richtung verläuft und ein zweiter Teilabschnitt (41) mit einer zur ersten Länge kürzeren Länge im Bereich von 45° bis 120°, insbesondere von 90° gedrehten zweiten Richtung, verläuft.

8. Optoelektronische Baugruppe nach einem der Anspruch 5 bis 7, wobei der zweite Teilabschnitt (41) eine zum ersten Teilabschnitt (42) unterschiedliche Breite aufweist, insbesondere breiter ist als der erste Teilabschnitt (42) .

9. Optoelektronische Baugruppe nach einem der Ansprüche 4 bis 7, wo bei die ersten Abschnitte (2a) der wenigstens zwei mäanderförmige Kontaktfahnen (2) im Wesentlichen die gleiche mäanderförmige Struktur wie die zumindest zweiten Abschnitte umfassen.

10. Optoelektronische Baugruppe nach einem der Ansprüche 1 bis 9, wobei das elektrische Befestigungselement (5) wenigstens um fasst :

eine Öse ( 51 ) ;

einen Widerhaken (52);

einen Kamm;

eine Klammer; eine Vielzahl von Fingern;

ein schlangenförmiges Drahtgeflecht.

11. Optoelektronische Baugruppe nach einem der Ansprüche 1 bis 10, wobei zumindest eine der wenigstens zwei mäanderförmigen Kontakt fahnen (20a) eine unterschiedliche Länge zur anderen der wenigs tens zwei mäanderförmigen Kontaktfahnen (20b, 20c, 20d) aufweist.

12. Optoelektronische Baugruppe nach einem der Ansprüche 1 bis 11, wobei die wenigstens zwei mäanderförmige Kontaktfahnen (2) flexi bel verformbar sind.

13. Optoelektronische Baugruppe nach einem der Ansprüche 1 bis 12, bei dem vier elektrische Kontakte (11, 12) auf der Oberfläche des opto-elektronischen Bauelements angeordnet sind; und mit vier mä anderförmigen Kontaktfahnen (20a - 20d) , die jeweils einen der vier elektrische Kontakte derart kontaktieren, dass je zwei be nachbarte Kontaktfahnen (20a, 20b) in einem Winkel, insbesondere im Bereich von 90° angeordnet sind.

14. Optoelektronische Baugruppe nach einem der Ansprüche 1 bis 13, bei der das opto-elektronische Bauelement als Bauelement für eine Oberflächenmontage (SMT) ausgeführt ist.

15. Formteil aufweisend ein Textil mit einer darin eingebetteten

opto-elektronische Baugruppe nach einem der Ansprüche 1 bis 14.

16. Textilanordnung, aufweisend

Ein Textil;

Eine optelektronische Baugruppe nach einem der Ansrpüche 1 bis 14.

17. Textilanordnung nach Anspruch 16, bei dem ein Teilstück des Tex- tils, in dem die Baugruppe angbracht, mit einem Kunstoff umman telt, insbesondere umgossen ist.

18. Formteil nach Anspruch 15, weiter umfassend wenigstens zwei Ver sorgungsleitungen verwoben oder eingebettet in das Textil, wobei jeweils eine der wenigstens zwei mäandertörmige Kontaktfahnen mit je einer der Versorgungsleitungen verbunden sind.

19. Trägerelement, aufweisend: eine dehnbare Trägerfolie, vorzugsweise aus einem Kunststoff, eine darauf aufgebrachte ablösbare opto-elektronische Bau gruppe nach einem der Ansprüche 1 bis 13.

20. Verfahren zur Erzeugung einer opto-elektronische Baugruppe, um fassend:

Bereitstellen (Sl) einer dehnbaren Trägerfolie;

Aufbringen (S2) wenigstens zweier Kontaktstrukturen (40) auf die Trägerfolie, die jeweils einen ersten und einen zweiten Abschnitt (2a, 3a) aufweisen, wobei der jeweils zweite Ab schnitt der wenigstens zwei Kontaktstrukturen (40) ein elektrisch leitfähiges Befestigungselement (5) umfasst, der ausgestaltet ist, mit einer Faserstruktur eines Trägers, ins besondere einer Textilfaserstruktur, eine mechanische Ver knüpfung einzugehen;

Bereitstellen ( S3 ) eines opto-elektronischen Bauelements (1) mit wenigstens zwei elektrische Kontakte (11, 12) auf seiner Oberfläche ;

Elektrisches Verbinden jeweils eines erste Abschnitts der we nigstens zwei Kontaktstrukturen (40) mit jeweils einem der wenigstens zwei elektrischen Kontakte.

21. Verfahren nach Anspruch 19, weiter umfassend:

Expandieren ( S4 ) der dehnbaren Trägerfolie in wenigstens eine Raumrichtung entlang der Kontaktstruktur (40) zur Erzeugung der wenigstens zwei mäanderförmigen Kontaktfahnen (2); Vollständiges Ablösen ( S5 ) der opto-elektronischen Baugruppe von der expandierten Trägerfolie.

22. Verfahren nach einem der Ansprüche 19 bis 20, der der Schritt des Aufbringen wenigstens zweier Kontaktstrukturen umfasst: Abschnittsweises versetztes Einschneiden (S21) von gegenüber liegenden Rändern einer jeden der wenigstens zwei Kontakt strukturen .

23. Verfahren nach einem der Ansprüche 19 bis 20, bei dem der Schritt des Aufbringen wenigstens zweier Kontaktstrukturen umfasst:

Ausbilden des elektrischen Befestigungselement (5), der we nigstens eines der folgenden Elemente umfasst:

o eine Öse;

o einen Widerhaken;

o einen Kamm;

o eine Klammer;

o eine Vielzahl von Fingern;

o ein schlangenförmiges Drahtgeflecht.

24. Verfahren nach einem der Ansprüche 19 bis 22, weiter umfassend:

Umgeben (S6) des opto-elektronischen Bauelements sowie der ersten Abschnitte mit einem einen Schutzkörper (4), vorzugs weise aus einem Polymer, insbesondere einem transparenten Po lymer.

Description:
OPTO-ELEKTRONISCHE BAUGRUPPE , VERFAHREN UND FORMTEIL

Die Erfindung betrifft eine opto-elektronische Baugruppe und ein Ver fahren zu dessen Herstellung. Die Erfindung betrifft weiterhin ein Formteil mit dieser Baugruppe, sowie ein Trägerelement.

Die Miniaturisierung von Bauelementen, insbesondere die elektronischer Bauelemente oder auch Baugruppen schreitet weiter voran. Dabei wird die Verschaltung und auch die Kontaktierung der elektronischen Baugruppen an eine Strom- oder Spannungsquelle zunehmend kompliziert, insbesondere dann, wenn mehrere Kontakpads vorgesehen sind. Beispielsweise ist dies bei opto-elektronischen Bauelementen der Fall, wenn diese Licht in ver schiedenen Farben imitieren sollen. Für die Ansteuerung eines sogenann ten RGB-Elementes werden beispielsweise vier Kontakte benötigt, die unabhängig voneinander angesteuert werden. Aufgrund der geringen Abmes sungen der elektronischen Bauelemente ist dies nur mit einem immer größer werdenden Aufwand möglich.

Gleichzeitig eröffnen sich durch die Miniaturisierung der einzelnen Bauteile neue Anwendungsmöglichkeiten. So können beispielsweise elekt ronische Bauelemente in Textilien eingewebt werden, wodurch sich nicht nur neue Designmöglichkeiten eröffnen, sondern auch weitere Funktiona litäten Anwendung finden. Beispielsweise wären Sensoren verschiedener Art denkbar, aber auch LED oder Leuchtmittel. Die hohe Flexibilität der Textilien, sie können in jeglicher Richtung gedreht, gebogen oder ge zerrt bzw. gestaucht werden, stehen einer Benutzung starrer opto-elekt- ronischer Bauelemente entgegen. Während die Bauelemente selbst relativ klein ausgeführt werden können, kann sich eine Kontaktierung derartiger Bauelemente an Versorgungs- oder Steuerungsleitungen, die für die An wendung in Textilien vorgesehen sind, schwierig gestalten.

Es ist daher ein fortwährende Bedürfnis, elektronische Bauelemente, insbesondere opto-elektronische Bauelemente für die Verwendung in Tex tilien vorzubereiten.

Diese und andere Aufgaben werden mit den Gegenständen der vorliegenden unabhängigen Patentansprüche gelöst. Ausgestaltungen und weiterführende Aspekte sind Gegenstand der Unteransprüche. In einem Aspekt umfasst eine opto-elektronische Baugruppe wenigstens zwei elektrische Kontakte auf einer Oberfläche eines opto-elektroni- scher Bauelements zu Zuführung elektrische Energie. Diese dient für die Erzeugung elektromagnetischer Strahlung. Des Weiteren umfasst die opto elektronische Baugruppe wenigstens zwei mäanderförmige Kontakte vorhan den, die jeweils einen ersten sowie einen zweiten Abschnitt aufweisen. Der jeweils erste Abschnitt, der wenigstens zwei mäanderförmigen Kon takte fallen, ist mit jeweils einem der wenigstens zwei elektrischen Kontakte verbunden. Der jeweils zweite Abschnitt, der wenigstens zwei mäanderförmigen Kontaktfahnen umfasst ein leitfähiges Befestigungsele ment. Dieses ist ausgestaltet, mit einer Faserstruktur eines Trägers, insbesondere einer Textilfaserstruktur eine mechanische Verknüpfung einzugehen. Dadurch ist eine elektrische Verbindung zum ersten Abschnitt sowie zu dem elektrischen Bauelement hergestellt.

Die zwei mäanderförmigen Kontaktfahnen erlauben es, auf eine sehr fle xible Art ein elektronisches Bauelement mit Versorgungs- oder Steue rungsleitungen in einer Textilfaserstruktur zu verbinden. So ist zum Beispiel durch die mäanderförmigen Kontaktfahnen eine Verbindung über verschiedene Ebenen in einer Textilfaserstruktur möglich. Die mäander förmigen Kontaktfahnen erlauben es zudem, die opto-elektronische Bau gruppe, Zug oder Scherkräften auszusetzen, ohne dass die Kontaktierung mit weiteren Kontaktelementen bzw. mit Versorgungs- oder Steuerungslei tungen in der Textilfaserstruktur beschädigt wird.

In einer Ausgestaltung ist es denkbar, einen Schutzkörper vorzusehen, vorzugsweise aus einem Polymer. Dieses kann insbesondere transparent sein. Auch ein anderer transparenter Stoff, lässt sich dafür einsetzen, z.b. Plexiglas oder Glas. Der Schutzkörper umgibt das opto-elektroni sche Bauelement und die jeweils ersten Abschnitte der wenigstens zwei mäanderförmigen Kontaktfahnen. Die jeweils zweiten Abschnitte der we nigstens zwei mäanderförmigen Kontaktfahnen sind außerhalb des Schutz körpers angeordnet. In einem Aspekt kann der Schutzkörper gespritzt werden, so dass es das Bauelement umgibt.

Damit wird eine opto-elektronische Baugruppe realisiert, die einen aus reichenden Schutz des opto-elektronischen Bauelementes gegen mechani sche Beschädigungen oder chemische Veränderungen aufweist, aber dennoch gleichzeitig durch die mäanderförmigen Kontaktfahnen eine ausreichende Flexibilität zur Einbettung und elektrischen Kontaktierung in einer Textilfaserstruktur bietet.

In einer anderen Ausgestaltung ist vorgesehen, dass die jeweils ersten Abschnitte der wenigstens zwei mäanderförmigen Kontaktfahnen im Wesent lichen in einer ersten Ebene liegen. Demgegenüber ist wenigstens einer der zweiten Abschnitte der mäanderförmigen Kontaktfahnen in einer zwei ten Ebene angeordnet, die bezüglich der ersten Ebene eine unterschied liche Orientierung aufweist. Beispielsweise kann die zweite Ebene be züglich der ersten Ebene einen Winkel im Bereich von 30° bis 90° auf weisen, beispielsweise im Bereich von 45°, 60° oder 90°.

In einem anderen Beispiel können die mäanderförmigen Kontaktzahlen im Bereich der Schnittpunkte zwischen den ersten und zweiten Abschnitten gebogen sein. Dadurch lassen sich Versorgungsleitungen, die in den un terschiedlichen Ebenen einer Textilfaserstruktur eingebettet sind, mit hilfe der gebogenen Abschnitte der mäanderförmigen Kontaktfahnen, er reichen und kontaktieren. Alternativ oder zusätzlich können die zumin dest zweiten Abschnitte eine mäanderförmige Struktur aufweisen, die teilabschnittsweise in verschiedene Richtungen verläuft. Damit lassen sich insbesondere Zug- oder Scherkräfte, die bei der Bearbeitung oder dem späteren Gebrauch der Textilfaserstruktur auftreten, kompensieren, ohne dass die opto-elektronische Baugruppe beschädigt und die Kontak tierung beeinträchtigt wird.

In einer diesbezüglichen Ausgestaltung weisen die zweiten Abschnitte wenigstens zwei, insbesondere 2-5 erste Teilabschnitte und zwei, ins besondere 2-5 mit den ersten Teilabschnitten intermittierende zweite Teilabschnitte auf. Beispielsweise kann ein erster Teilabschnitt der jeweils zweiten Abschnitte mit einer ersten Länge entlang einer ersten Richtung ausgebildet sein, und ein zweiter Teilabschnitt mit einer zu erst eine kürzere Länge in eine zweite Richtung ausgeführt sein. Ein Winkel zwischen der ersten und der zweiten Richtung kann im Bereich von 45° bis 120°, insbesondere im Bereich von 90° liegen. Diese schlangen förmige Struktur erhöht die Wahrscheinlichkeit einer Kontaktierung und Befestigung der Baugruppe beim Eindrücken in Textilfaserstruktur ganz erheblich. Es wird somit eine deutlich einfachere, auch mechanische weise wirkende Befestigung möglich. Der zweite Teilabschnitt kann darüber hinaus im Vergleich zum ersten Teilabschnitt eine unterschiedliche Breite, insbesondere eine geringere Breite aufweisen. Damit wird zum einen Material eingespart, und zum anderen einen Vorzug Richtung bei Dreh- und Scherkräften erreicht.

In einer Ausführung kann vorgesehen sein, das elektrische Befestigungs element derart auszugestalten, dass er mit einer in die Faserstruktur des Trägers eingebetteten oder verwobenen Versorgungsleitung eine elektrische Verbindung eingeht, insbesondere eine mechanisch Kopplung oder Verbindung bewirkt. In diesem Zusammenhang ist eine Versorgungs leitung jegliche Art einer stromführenden Leitung gemeint, also insbe sondere eine Stromversorgungsleitung, aber auch Leitungen oder Drähte für Steuer oder Datensignale. Neben einer elektrischen Verbindung kann eine weitere mechanische Verbindung oder Kopplung die Stabilität und die Befestigung in der Textilfaserstruktur verstärken.

Beispielsweise kann zur Befestigung der opto-elektronischen Baugruppe an einem oder mehreren in der Textilfaserstruktur eingebetteten Versor- gungs- oder Steuerungsleitungen das elektrische Befestigungselement in einem weiteren Aspekt eine Öse, einen Kamm oder einen Widerhaken umfas sen. Darüber hinaus ist auch eine Klammer, eine Vielzahl von Fingern oder ein Schlangenförmiges Drahtgeflecht denkbar. Mit diesen Elementen verhakt sich das elektrische Befestigungselement an einer Versorgungs oder Steuerungsleitung in der Textilfaserstruktur auf mechanische Weise. Gleichzeitig verhaken sich auch Textilfasern, wodurch die mecha nische Stabilität erhöht wird.

Ein anderer Aspekt beschäftigt sich mit der Möglichkeit, Kontaktfahnen und daran angeschlossene Kontakte zu identifizieren, so dass ein Kur schluss oder eine Fehlfunktion während der Herstellung eines Textil formteils vermieden wird. Um eine fehlerhafte Kontaktierung und Befes tigung an verschiedenen Leitungen zu vermeiden, kann die opto-elektro- nische Baugruppe mäanderförmige Kontakte umfassen, die eine unter schiedliche Länge besitzen. Beispielsweise kann eine der wenigstens zwei mäanderförmigen Kontaktfahnen eine geringere Länge gegenüber der anderen der wenigstens zwei mäanderförmigen Kontaktfahnen aufweisen. Mit einer derartigen Ausgestaltung lässt sich beispielsweise der Kon takt für ein gemeinsames Versorgungspotential leicht identifizieren. Durch die Orientierung der weiteren Kontaktefahnen bezüglich der an dersartig ausgestalteten Fahne ist somit eine genaue Identifizierung der Fahnen möglich. Dadurch wird bei einer Implementierung oder Rea lisierung der opto-elektronischer Baugruppe in einer Textilfaserstruk tur ein Kurzschluss oder eine falsche Kontaktierung vermieden.

In einem anderen Aspekt der Erfindung umfasst die opto-elektronische Baugruppe wenigstens vier elektrische Kontakte, die auf der Oberfläche des opto-elektronischen Bauelementes angeordnet sind. Einer dieser vier elektrischen Kontakte kann beispielsweise ein Anschluss für ein gemein sames Versorgungspotenzial sein. Die opto-elektronische Baugruppe um fasst ferner vier mäanderförmige Kontaktfahnen, die jeweils mit einem der vier elektrischen Kontakte verbunden sind. Jeweils zwei der Kon taktfahnen sind entweder antiparallel oder in einem vorbestimmten Win kel, beispielsweise im Bereich von 90° angeordnet. In diesem Zusammen hang kann das opto-elektronische Bauelement beispielsweise als oder mit einer RGB Leuchtdiode zur Emission von roten, grünen und blauen Licht ausgestattet sein.

Darüber hinaus lässt sich in einer weiteren Ausgestaltung der opto elektronischen Baugruppe, selbige mit einem elektronischen Bauelement, insbesondere einem opto-elektronischen Bauelement als Bauelement für eine Oberflächenmontage ausführen.

Ein anderer Aspekt beschäftigt sich mit der Implementierung und weiteren Verarbeitung sowie der Anwendung derartiger Baugruppen.

In einer Ausgestaltung wird eine Textilanordnung vorgeschlagen, welche ein Textil und eine darin eingebetete optoelektrnische Baugruppe um fasst. Zu einem verbesserten Schutz gegen Beschädigung ode Ablösung deR Kontakte kann vorgesehen werden, ein Teilstuück des Textil, in dem die Baugruppe angbracht ist mit einem Kunstoff zu ummanteln und insbe sondere zu umgießen.

In einer Ausgestaltung der Erfindung wird ein Formteil vorgeschlagen, dass ein Textil mit einer darin eingebetteten, opto-elektronischen Bau gruppe aufweist. Durch die mäanderförmigen Kontaktfahnen der opto elektronischen Baugruppe lässt sich diese in das Textil einbringen und danach das Textil in der gewünschten Form fixieren. Dies erlaubt eine sehr flexible Ausgestaltung und Realisierung von Textilien bzw. Form teilen in nahezu jeglicher Ausgestaltung, die verschiedene elektroni sche Baugruppen, insbesondere opto-elektronische Baugruppen umfassen. Derartige Formteile können beispielsweise im Automotive-Bereich, Avio nik oder auch im Consumerbereich Anwendung finden.

Das Formteil kann in einer Ausgestaltung wenigstens zwei in das Textil eingebettete oder mit dem Textil verwobene Versorgungsleitungen umfas sen, wobei jeweils eine der wenigstens zwei mäanderförmige Kontaktfah nen je eine der Versorgungsleitungen kontaktieren.

Ein anderer Aspekt beschäftigt sich mit der Herstellung einer derarti gen, opto-elektronischen Baugruppe mit opto-elektronischen Bauelemen ten. In einer Ausgestaltung wird vorgeschlagen, ein Trägerelement vor zusehen, welches eine dehnbare Trägerfolie vorzugsweise aus einem Kunst stoff aufweist. Darauf ist auf diese Trägerfolie ist die, opto-elekt- ronische Baugruppe auf eine ablösbare Weise aufgebracht. Zur Verarbei tung, beispielsweise für das vorherig vorgeschlagene Formteil lässt sich die opto-elektronische Baugruppe auf einfacher Weise von der Trä gerfolie ablösen. Durch eine Dehnung der trennbaren Trägerfolie lassen sich zudem vor dem Ablösen der opto-elektronischen Baugruppe, die mä anderförmigen Kontaktfahnen in geeigneter Weise vorbereiten. Beispiels weise lässt sich die Trägerfolie in eine Richtung vor dem Ablösen der opto-elektronischen Baugruppe leicht dehnen, sodass die in dieser Rich tung angeordneten mäanderförmigen Kontaktfahnen ebenfalls leicht in die Länge gezogen werden. Absatz

In einem Verfahren zur Erzeugung einer opto-elektronischen Baugruppe wird eine dehnbare Trägerfolie bereitgestellt. Auf diese Trägerfolie werden wenigstens zwei Kontaktstrukturen aufgebracht, die jeweils einen ersten und einen zweiten Abschnitt aufweisen. Der jeweils zweite Ab schnitt der wenigstens zwei Kontaktstrukturen umfasst ein elektrisch leitfähiges Befestigungselement. Dieser ist ausgestaltet, mit einem Leitungsdraht eingebettet in eine Faserstruktur eines Trägers, insbe sondere in eine Textilfaserstruktur, eine mechanische und damit auch elektrisch leitfähige Verknüpfung einzugehen. Zusätzlich wird ein opto elektronisches Bauelement mit wenigstens zwei elektrischen Kontakten auf seiner Oberfläche bereitgestellt. Das opto-elektronische Bauelement wird entsprechend orientiert. Schließlich werden jeweils erste Ab schnitte der wenigstens zwei Kontaktstrukturen mit jeweils einem der wenigstens zwei elektrischen Kontakte des opto-elektronischen Bauele mentes elektrisch leitend verbunden.

Zum Ablösen der elektronischen Baugruppe ist in einem Aspekt vorgesehen, die dehnbare Trägerfolie in wenigstens eine Raumrichtung entlang einer der wenigstens zwei Kontaktstrukturen zu expandieren, bzw. auszudehnen. Durch die Ausdehnung wird aus der Kontaktstruktur die wenigstens zwei mäanderförmigen Kontaktfahnen erzeugt. Anschließend wird die opto elektronische Baugruppe von der expandierten Trägerfolie abgelöst. In einer weiteren Ausgestaltung kann die Trägerfolie vor dem Ablösen in alle die Richtungen gedehnt werden, in die auch die Kontaktstrukturen verlaufen. Dadurch werden die Kontaktfahnen erzeugt. Je nach Ausgestal tung kann die Dehnung unterschiedlich stark erfolgen, so dass auch die resultierenden Kontaktfahnen eine unterschiedliche Länge aufweisen.

In einer anderen Ausgestaltung umfasst der Schritt des Aufbringens we nigstens zweier Kontaktstrukturen ein abschnittsweises teilweises Ein schneiden von gegenüberliegenden Rändern einer jeden der wenigstens zwei Kontaktstrukturen . Beispielsweise kann in einer Ausgestaltung die Kontaktstruktur als metallisch flächige Oberfläche auf dem Träger auf gebracht werden. Anschließend erfolgt das teilweise Einschneiden der Metallfläche zur Bildung der Kontaktfahnen .

In einem zusätzlichen Schritt kann vorgesehen sein, das opto-elektro- nische Bauelement der Baugruppe sowie die ersten Abschnitte (oder zu mindest Teile davon) mit einem Schutzkörper zu umgeben. Dieser kann aus einem Polymer, insbesondere einem transparenten Polymer gebildet wer den .

Im vorangegangenen sowie in den folgenden Ausführungsbeispielen werden vor allem auf opto-elektronische Baugruppen, bzw. opto-elektronische Bauelemente Bezug genommen. Dies dient der einfacheren Erläuterung der Erfindung, ist jedoch nicht auf derartige Baugruppen oder Bauelemente beschränkt. Vielmehr lassen sich mit dem erfindungsgemäßen Verfahren sowie der Ausgestaltung unterschiedliche elektrische Baugruppen ferti gen, bei denen Kontaktfahnen einerseits ein Bauelement kontaktieren und andererseits zur Befestigung an der Leitung treten in einer Textilfa serstruktur vorgesehen sind. Beispiele derartiger Baugruppen können verschiedenartige Sensoren enthalten, Logikschaltungen, Verstärker, Sender und Empfänger und ähnliches.

Im Folgenden wird das vorgeschlagene Prinzip anhand mehrerer Ausfüh rungsbeispiele unter Zuhilfenahme von Zeichnungen im Detail erläutert.

So zeigen:

Figur 1 eine erste Ausgestaltungsform einer, opto-elektronischen Bau gruppe nach dem vorgeschlagenen Prinzip;

Figur 2 eine Ausgestaltung der opto-elektronischen Baugruppe mit einem die Baugruppe umgebenen Schutzkörper;

Figur 3 eine Seitendarstellung der opto-elektronischen Baugruppe gemäß Figur 2;

Figur 4 eine Detaildarstellung des zweiten Abschnittes eine mäanderför migen Kontaktfahne mit Kontaktierung eines Leitungsdrahtes in einer TextilfaserStruktur;

Figuren 5A und 5B eine Draufsicht auf eine elektronische Baugruppe nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung;

Figur 6 eine Matrix-Darstellung mit einer Vielzahl elektronischer Bau gruppen, eingebettet in eine Textilfaserstruktur;

Figur 7 eine Draufsicht auf zwei elektronische Baugruppen ausgebildet auf einer Trägerfolie;

Figur 8 eine Darstellung zweier opto-elektronischer Baugruppen nach einer Expansion und Ablösung von dem Trägersubstrat;

Figur 9 eine alternative Darstellung zweier elektronischer Baugruppen nach Expansion und Ablösung von einem Trägersubstrat;

Figur 10 eine perspektivische Darstellung der elektronischen Baugruppe gemäß Figur 8;

Figur 11 eine Ausgestaltung eines Verfahrens zur Herstellung einer Bau gruppe nach dem Vorgeschlagenen Prinzip; Figur 12 zwei Beispiele für Formteile, die mit Textilien und darin befestigten Baugruppen.

Opto-elektronische Bauelemente, insbesondere Bauelemente mit Emission in unterschiedlichen Wellenlängenbereichen benötigen mehrere Kontakte, die unabhängig voneinander angesteuert werden müssen. Im Falle einer Implementierung derartiger Bauelemente auf Leiterplatten stellt eine derartige Kontaktierung im Regelfall kein Problem dar. Jedoch sind Lei terplatten starr und unflexibel, sodass sie für gewisse Anwendungen nicht geeignet sind. Derartige Anwendungen finden sich beispielsweise bei Textilien, in denen elektronische Bauelemente eingearbeitet werden sollen. Die Textilien sind dabei besonders flexibel, können gestaucht bzw. gestreckt und in verschiedene Richtungen gebogen werden. Gleiches gilt für Faserkunststoffe, bei denen Fasern den Träger darstellen und diese dann mit einem Kunststoff oder Kunstharz vergossen werden. Ein Beispiel hierfür wäre ein Carbonfasergewebe. Im Folgenden wird der Be griff „Textil" oder auch „Textilfaserstruktur" allgemein für derartige Faserstrukturen verwendet, einschließlich aber nicht abschließend, Fa sern aus Baumwolle, Karbon, keramische Fasern und Verbundstoffe.

Die Bauelemente sind relativ klein, sodass sie von einer Dehnung, Stau chung oder Beugung des Textils normalerweise nicht oder kaum beein trächtigt werden. Jedoch kann deren Kontaktierung zu elektrischen Lei tungen durch eine Zug-, eine Biege-, oder eine Streckbelastung beschä digt werden. Dies ist insbesondere auch dann der Fall, wenn sich die elektrischen Leitungen innerhalb des Textil befinden und beispielsweise in diese eingewebt sind. Die Einarbeitung elektronischer Baugruppen beispielsweise opto-elektronische Baugruppen in die Textilfaserstruktur während der Herstellung eines Textil ist relativ aufwendig und ausfall gefährdet. Es wäre daher zweckmäßig, Bauelemente nachträglich, d. h. nach der Herstellung des eigentlichen Textils mit darin verwobenen elektrischen Leiterbahnen innerhalb des Textil zu verbinden. Dabei sollte auch die Gefahr eines Kontaktbruchs zwischen der Baugruppe und einer Leiterbahn des Textils aufgrund einer Zug, Strecke oder Beugebe lastung möglichst gering sein.

Aus diesen Gründen wird eine opto-elektronische Baugruppe vorgeschla gen, die mittels mäanderförmig Kontaktfahnen, auf einfache und simple Weise in ein Textil bzw. eine Textilfaserstruktur integriert werden kann. Dabei gewährleisten die mäanderförmigen Kontaktfahnen eine elekt rische Kontaktierung von Leiterbahnen innerhalb der Textilfaserstruktur auch bei einer Zug- Streck oder Biegebelastung. Gleichzeitigen findet durch die mäanderförmigen Kontaktfahnen ein „verhaken" mit dem Textil gewebe und den Leiterbahnen statt, so dass die Baugruppe im Textil verankert bleibt. Die mechanische Stabilität ist somit gewährleistet.

Figur 1 zeigt eine perspektivische Ansicht einer Ausgestaltungsform einer, opto-elektronischen Baugruppe nach dem vorgeschlagenen Prinzip. Die opto-elektronische Baugruppe umfasst ein opto-elektronisches Bau element 1 mit einer Oberseite zur Lichtemission sowie einer Unterseite mit darauf angebrachten zwei Kontakten (hier nicht dargestellt) . Die Kontakte dienen zur Zuführung der Versorgung des Bauelements. Die beiden Kontakte sind jeweils mit einer mäanderförmigen Kontaktfahne 2 elektrisch leitend verbunden. Beide mäanderförmigen Kontaktfahnen, um fassen einen ersten Teilabschnitt 2a, an den sich nahtlos ein zweiter Teilabschnitt 3a anschließt. Der Übergang zwischen erstem und zweitem Teilabschnitt ist durch die gestrichelte Linie 21 angedeutet. Dieser befindet in dem vorliegenden Ausführungsbeispiel in etwa in der Mitte des sich parallel zum Bauelement befindlichen Bereich der mäanderför migen Kontaktfahnen 2. Er kann sich aber auch je nach Anwendungsfall und Implementierung an anderer Stelle befinden. Der zweite Teilabschnitt 3a verläuft noch zum Teil parallel zum Bauelement 1 und ist dann an einer Stelle umgebogen, sodass er im Wesentlichen 90° zur Ebene des ersten Teilabschnittes 2a verläuft.

Die mäanderförmigen Kontaktfahnen sind in ihren ersten und zweiten Ab schnitten grundsätzlich in ähnlicher Weise aufgebaut. Sie besitzen Teil abschnitte 42, die entlang einer ersten Ausbreitungsrichtung verlaufen und über zweite kürzere Teilabschnitte 41 miteinander verbunden sind. Die ersten Teilabschnitte sind so gewählt, dass sie sich im Wesentlichen parallel zu der nächstliegenden Seitenfläche des Bauelement erstrecken. Die kürzeren Teilabschnitte 41 sind demgegenüber um 90° versetzt ange ordnet .

Damit wird eine S- oder schlangenförmige Struktur erreicht, die es erlaubt, die mäanderförmigen Kontaktfahnen, in die verschiedenen Raum richtungen zu bewegen. Mit anderen Worten lassen sich die mäanderför- migen Kontaktfahnen, und insbesondere die zweiten Abschnitte 3a verlän gern, stauchen oder in eine der Raumrichtungen drehen. Darüber hinaus verhakt sich die S- oder schlangenförmige Struktur der Kontaktfahnen auch leicht in verschiedenen Fasern eines Textils. Die Baugruppe wird somit an dem Textil festgehalten, und es wird eine gute mechanische Befestigung in einem Textil ermöglicht.

In der dargestellten Ausführungsform sind die ersten Abschnitte 2a zu einer Kontaktierung an das opto-elektronische Bauelement ausgestaltet, die Abschnitte 3a dienen zur elektrischen Kontaktierung an Leiterbahnen im Textil wie im Folgenden dargestellt.

Im Bereich der Abschnitte 3a befindet sich ein elektrisch leitfähiges Befestigungselement 5 in Form einer Öse. Dieser dient dazu, eine Kon taktierung zu einer Leitungsbahn innerhalb einer Textilfaserstruktur zu bewirken. Je nach Ausgestaltung aber auch die weitere Kontaktfahne einen elektrischen Kontakt erzeugen, beispielsweise wenn diese aus nicht iso liertem Metall gefertigt ist. Zusätzlich dient auch das Befestigungs element 5 zu einer mechanischen Verknüpfung mit der Textilfaserstruk tur. Durch die mäanderförmigen Kontaktfahnen, lässt sich das hier nicht dargestellte Textilstrecken oder beugen, ohne dass die elektrische Kon taktierung der opto-elektronischen Baugruppe oder die Kontaktstellen auf dem opto-elektronischen Bauelement und den Kontaktfahnen beschädigt werden .

Figur 2 zeigt eine zusätzliche Ausgestaltung einer opto-elektronischen Baugruppe, bei der die ersten Abschnitte 2a sowie das opto-elektronische Bauelement 1 in einen transparenten Schutzkörper 4 eingebettet sind. In dieser Ausgestaltung ist der Übergang zwischen dem ersten Teilabschnitt 2a und dem zweiten Teilabschnitt 3a an die Grenze des Schutzkörpers gelegt, so dass sich Teilabschnitt 2a innerhalb, Teilabschnitt 3 außer halb des Schutzkörpers befindet.

Der Schutzkörper ist in der dargestellten Ausführungsform in seinen lateralen Abmessungen größer als das opto-elektronische Bauelement und die ersten Teilabschnitte 2a ausgebildet. Seine Dicke ist derart ge wählt, dass die ersten Teilabschnitte sowie das elektronische Bauele ment vollständig von dem Schutzkörper ummantelt sind. Lediglich die zweiten Teilabschnitte 3a ragen aus dem Schutzkörper heraus und erlauben so über das Befestigungselement 5 eine elektrische und mechanische Kon taktierung in der Textilfaserstruktur. Weitere mechanische Stabilität wird durch die Struktur des zweiten Teilabschnittes erreicht, der sich wiederum in einzelnen Textilfasern verhakt. Eine Seitenansicht dieser Ausgestaltungsform zeigt Figur 3, bei der die zweiten Abschnitte 3a der mäanderförmigen Kontaktfahnen außerhalb des Schutzkörpers angeordnet sind. Dadurch wird weiterhin eine ausreichende die Flexibilität hin sichtlich einer Zug-, Streck- oder Biegebelastung gewährleistet. Durch die S- bzw. schlangenförmige Ausgestaltung der mäanderförmigen Kontakt fahnen, wird weiterhin eine mechanische Befestigung der Baugruppe auch mit dem Schutzkörper 4 an oder in der Textilfaserstruktur gewährleistet.

Figur 4 zeigt eine detaillierte Ausgestaltung eines Teilabschnittes der mäanderförmigen Kontaktfahne, bei der ein Teilabschnitt in eine Lei tungsbahnen 50 mechanisch eingreift und somit neben der mechanischen Befestigung auch den elektrischen Kontakt herstellt. Die Detaildarstel lung kann beispielsweise auf den vorangegangenen Ausführungsbeispielen basieren. Einzelne Textilfasern sind aus Übersichtsgründen nicht dar gestellt. Das Textil weist eingewobene Leitungsdrähte auf, die metal lisch sind und entlang vorgegebenen Raumrichtungen in verschiedenen Tiefen des Textils verlaufen. Die Leitungen können teilweise isoliert sein, um Kurzschlüsse und dergleichen zu vermeiden. Im Bereich der Baugruppen, sind sie jedoch abisoliert, so dass ein elektrischer Kontakt hergestellt werden kann. Die Abstände zwischen derartigen Fasern 50 innerhalb des Textil ist so gewählt, dass diese von den Kontaktfahnen opto-elektronischer Baugruppen leicht erreichbar sind. In der Ausfüh rung ist die opto-elektronische Baugruppe mit den mäanderförmigen Kon taktfahnen in die Textilfaser eingearbeitet.

Die mäanderförmige Kontaktfahne umfasst mehrere Teilabschnitte 41 und daran anschließend Teilabschnitte 42. Die Teilabschnitte 42 verlaufen in eine erste Richtung, in diesem Beispiel im Wesentlichen parallel zur Leitung 50. Zwei parallele Teilabschnitte 42 sind durch den Teilab schnitt 41 als Zwischenstück miteinander verbunden. Die Dicke des Teil abschnittes 41 ist etwas größer gewählt als die entsprechende Dicke der Teilabschnitte 42. Dadurch wird eine verbesserte Stabilität hinsicht lich einer Drehbelastung an die mäanderförmige Kontaktfahne erreicht. Die Länge des Teilstücks 41 ist wiederum derart gewählt, dass der Ab stand zwischen zwei benachbarten Teilstücken 42 in etwa der Dicke der Leitungsbahn 50 entspricht. Damit wird eine gute elektrische Kontaktie rung und mechanische Befestigung erreicht.

In geeigneter Weise verhakt sich die mäanderförmige Kontaktfahne auch mehrmals in der Leitung 50, sodass eine elektrische Kontaktierung auch bei Zug in die unterschiedlichen Richtungen gewährleistet bleibt.

Die Figuren 5A und 5B zeigen eine schematische Draufsicht einer weiteren Ausgestaltungsform einer opto-elektronischen Baugruppe nach dem vorge schlagenen Prinzip. In der dargestellten Ausführung umfasst die opto elektronische Baugruppe ein elektronisches Bauelement 1, welches als RGB-Bauelement zur Emission von Licht unterschiedlicher Wellenlänge ausgestaltet ist. Hierzu sind für die Ansteuerung der einzelnen Licht komponenten verschiedene Kontakte notwendig, die sich auf einer Unter seite des Bauelementes wie in Figur 5B dargestellt befinden. Die ein zelnen Kontakte, von denen zwei 11 und 12 besonders dargestellt sind, sind jeweils mit einer der mäanderförmigen Kontaktfahnen verbunden (nicht dargestellt) . In der Ausgestaltung mit einem RGB Bauelement gibt es somit drei Kontakte für die jeweiligen Lichtfarben R, G und B sowie einen elektrischen Kontakt für das gemeinsame Versorgung- oder Masse potenzial. Auch dieser ist mit einer Kontaktfahne im dargestellten Bei spiel mit der Kontaktfahne 20a verknüpft. Zur Identifizierung dieses gemeinsamen elektrischen Kontaktes ist die Kontaktfahne 20a deutlich kürzer ausgestaltet als die Kontaktfahnen, 20b bis 20d. Durch diese Orientierung wird eine spätere Identifizierung der jeweiligen Kontakte vor einer Befestigung in einer Textilfaserstruktur auf einfache Weise möglich .

Die vier mäanderförmigen Kontaktfahnen 20a bis 20d besitzen an ihren jeweiligen Enden je eine Kontaktöse zur mechanischen und elektrischen Kontaktierung mit Leitungsbahnen der Textilfaserstruktur.

Die Kontaktfahnen, 20a bis 20d sind jeweils mit mehreren alternierenden Teilabschnitten ausgeführt. Die Länge „d" der Teilabschnitte 41 ist in etwa gleich der Länge „D" der Teilabschnitte 42. In dem dargestellten Ausführungsbeispiel beträgt der Winkel zwischen den Teilabschnitten 41 und wir zwei in etwa 90°. Abhängig von der Herstellung sind jedoch auch andere Winkel zwischen den Teilabschnitten möglich. Jedoch sollte die ser Winkel nicht zu groß gewählt werden, um auch eine mechanische Be festigung durch eine Verkettung der schlangenförmigen Mäanderstruktur mit einzelnen Textilfasern zu ermöglichen. Die Dicke der einzelnen Teilabschnitt ist unterschiedlich kann jedoch je nach den Anforderungen und Steifigkeit und Flexibilität angepasst werden.

Figur 6 zeigt eine Ausgestaltung einer Matrixstruktur mit mehreren, opto-elektronischen Baugruppen, die mit jeweiligen Leitungsbahnen einer Textilfaserstruktur mechanisch und elektrisch verbunden sind. Die Lei tungsbahnen sind in das Textil eingewoben und verlaufen in dieser Aus führung auf zwei leicht gegeneinander versetzten Ebenen. Alternativ können die Leiterbahnen auch in der gleichen Ebene verlaufen, sofern Kurzschlüsse durch entsprechende Isolierung der Leitungsbahnen vermie den werden. Im Beispiel sind je zwei Leiterbahnen LI und L2 in einer ersten Ebene alternierend in eine erste Richtung (hier senkrecht) an geordnet. Zwei weitere Leiterbahnen L3 und L4 verlaufen von rechts nach links und kreuzen in der Draufsicht das Paar aus ersten Leiterbahnen in den Kreuzungspunkten P. Da die Leiterbahnen auf verschiedenen Ebenen verlaufen, ist das Risiko eines Kurzschlusses reduziert. Zusätzlich sind die Leiterbahnen im Bereich der Kreuzungspunkte P noch gegeneinan der isoliert, um einen Kurzschluss zwischen den jeweiligen Leiterbahnen zu verhindern. Die Isolation kann beispielsweise mit Lackdraht oder ähnlichem erfolgen. Ebenso können die Kreuzungspunkte auch eine mecha nische Befestigung aufweisen, um die Matrix in dem Textil besser zu verankern .

Die opto-elektronischen Baugruppen sind mit ihren Befestigungselementen zwischen jeweils zwei Kreuzungspunkten P derart angeordnet, dass ein jedes Befestigungselement mit einer der Leiterbahnen verbunden ist. Dabei wird darauf geachtet, dass jeweils das gleiche Befestigungsele ment mit den gleichen Leiterbahnen eine elektrische Verbindung eingeht. So ist beispielsweise die mäanderförmige Kontaktfahne 20a einer jeden Baugruppe mit den Leiterbahnen LI mechanisch und elektrisch verbunden. Die Kontaktfahne 20d kontaktiert, die elektrische Leiterbahnen L2. In ähnlicher Weise kontaktieren. Die Kontaktfahnen 20b die Leiterbahnen L4 und die Kontakte fallen 20c die Leiterbahnen L3. Damit können die ein- zelnen RGB Bauelemente in ihren Farben angesteuert werden. Durch geeig nete Kontrollschaltung und Kontaktierung der Leiterbahnen Li bis L4 sind somit verschiedene Leuchtmuster im Textil realisierbar.

Die Kontaktierung erfolgt durch die Öse 51, durch die die jeweilige Leiterbahn verläuft. Diese Öse kann an einer Seite aufgeschnitten sein, so dass eine Kontaktierung auch dann möglich ist, wenn die Leiterbahn im Textil eingewebt wurde. Alternativ kann die Leiterbahn durch die Öse geführt und mit dem Textil verwoben werden. Die Öse stellt eine elekt rische Verbindung her, erlaubt aber gleichzeitig eine gewisse Flexibi lität, so kann die Öse entlang der Leiterbahn zwischen zwei Kreuzungs punkten P leicht verschoben werden, ohne das die elektrische Verbindung beeinträchtigt ist. Es bildet sich ein Geflecht aus Leiterbahnen und Baugruppen, welches in Kombination mit dem Textil eine hohe mechanische Stabilität aufweist.

Figur 7 zeigt eine Ausgestaltung zweier opto-elektronische Baugruppen auf einem Trägersubstrat während der Herstellung in Draufsicht. Dabei sind die späteren mäanderförmigen Kontaktfahnen als geschlitzte Struk turen ausgebildet. Diese werden hergestellt, indem auf einem Trägersub strat, beispielsweise einem dehnbaren Polymer Metallflächen als Kon taktstrukturen 40 aufgebracht werden. Im jeweils ersten Abschnitt die ser Kontaktstrukturen werden die opto-elektronischen Bauelemente auf gesetzt und kontaktiert. Anschließend oder bereits in einem vorherge henden Schritt werden die Kontaktstrukturen in alternierender Weise eingeschnitten, so dass die metallische Fläche wie in Figur 7 angedeutet alternierend abschnittsweise unterbrochen wird. Dadurch gibt sich eine S-, oder schlangenförmigen Kontaktstruktur aus ersten und zweiten Teil abschnitten. Wird die dehnbare Trägerfolie nun auseinandergezogen oder expandiert, so breiten sich auch die einzelnen Äste der Kontaktstruk turen aus und es bilden sich die mäanderförmigen Kontaktfahnen.

Figur 8 zeigt eine entsprechende Ausgestaltung in schematischer Ansicht, bei der die zwei elektrischen Baugruppen vom Trägersubstrat nach einer Expansion abgelöst sind. Dabei wurde das Trägersubstrat in x- und y- Richtung gedehnt. Kontaktfahne 2a wird hergestellt, indem die Kontakt struktur vor oder nach dem Expandieren des Trägersubstrats getrennt wird . Die Befestigungselemente 5 einer jeden einzelnen Kontaktfahne lassen sich in ähnlicher Weise durch Einschneiden oder Ätzen eines kleinen inneren Metallbereichs realisieren. Während in Figur 8 die beiden elektrischen Baugruppen bereits vereinzelt wurden, indem die Kontakt fahne 2a in der Mitte durchtrennt wurde, zeigt Figur 9 einen vorange henden Fertigungsschritt mit einer leicht veränderten Ausgestaltung im Endbereich der Kontaktfahnen. Die Kontaktstruktur wurde mit teilweise eingeschnittenen Metallflächen realisiert, so dass sich eine S- oder schlangenförmige Mäanderstruktur ergibt. Besondere Befestigungselemente zur Kontaktierung an Leitungsbahnen wurden hier nicht vorgesehen. Viel mehr dient die Mäanderstruktur jeder Kontaktfahne über ihre gesamte Länge auch als Befestigungselement für eine Leiterbahn. Dies lässt sich gegebenenfalls leichter hersteilen, da ein weiterer Fertigungsschritt wegfällt. Die mittlere Kontaktstruktur muss noch vereinzelt werden, um die Baugruppe zu trennen. Jedoch kann diese auch so verbleiben, sofern eine vollständige Vereinzelung aller Baugruppen für die entsprechende Anwendung nicht erfolgen soll.

Figur 10 zeigt eine weitere Ausgestaltungsform auf der Unterseite in einer perspektivischen Ansicht. Hierbei ist wieder jeder einzelne Kon taktfahne an einen der Kontakte des opto-elektronischen Bauelementes angeschlossen. Zusätzlich sind neben der Öse auch Widerhaken 52 vorge sehen. Diese dienen sowohl als mögliche elektrisch leitfähige Verbin dung, verhaken sich aber auch im Textilgewebe.

Die hier dargestellten Ausführungsformen lassen sich auf verschiedene Weise realisieren. Neben den Befestigungsösen sind auch Widerhaken, wie beispielsweise in Figur 9, ein Kamm. Klammern, Finger- oder schlangen förmige weitere Drahtgeflechte denkbar. Im Wesentlichen wird durch die mäanderförmige Kontaktfahne die Oberfläche erhöht, sodass eine einfache mechanische Befestigung durch ein Verhaken der Textilfasern mit der mäanderförmigen Kontaktfahne erreicht wird.

Figur 11 zeigt eine Ausführung eines Verfahrens für die Herstellung einer Baugruppe, insbesondere einer elektronischen Baugruppe nach dem vorgeschlagenen Prinzip. In einem ersten Schritt S1 wird eine dehnbare Trägerfolie bereitgestellt. Dies kann beispielsweise aus einem dehnba ren Polymer bestehen oder ein solches aufweisen. In einem zweiten Schritt S2, werden wenigstens zwei Kontaktstrukturen auf die Trägerfo lie aufgebracht, die jeweils einen ersten und einen zweiten Abschnitt aufweisen. Der jeweils zweite Abschnitt der wenigstens zwei Kontakt strukturen umfasst ein elektrisches Befestigungselement umfasst, das ausgestaltet ist, mit einer Faserstruktur eines Trägers, insbesondere einer Textilfaserstruktur, eine mechanische Verknüpfung einzugehen. In einem weiteren optionalen Schritt S21 werden die wenigstens zwei Kon taktstrukturen abschnittsweise eingeschnitten. Dies erfolgt jeweils versetzt abwechselnd an den beiden Längsrändern der Kontaktstrukturen. Dieser Schritt kann auch zu einem späteren Zeitpunkt, beispielsweise nach Schritt S3 erfolgen. In diesem Schritt S3, wird das opto-elektro- nische Bauelement bereitgestellt, die mehrere Kontakte auf einer Seite aufweist. Die Kontakte werden in bekannter Weise mit jeweils einem ersten Abschnitt der wenigstens zwei Kontaktstrukturen elektrisch lei tend verbunden.

Nach einer solchen Verbindung wird in einem weiteren Schritt S4 die dehnbare Trägerfolie in wenigstens eine Raumrichtung entlang einer der Kontaktstrukturen expandiert, um die wenigstens zwei mäanderförmigen Kontaktfahnen zu erzeugen. Die so erzeugte opto-elektronische Baugruppe wird dann in Schritt S5 von der expandierten Trägerfolie abgelöst, beispielsweise abgezogen oder chemisch abgetrennt.

Anschließend oder auch noch vor dem Ablösen kann optional ein Schritt S6 vorgesehen sein. Dabei werden das opto-elektronische Bauelement so wie die ersten Abschnitte mit einem einen Schutzkörper (4), vorzugsweise aus einem Polymer, insbesondere einem transparenten Polymer umgeben. Die zweiten Abschnitte bleiben frei zur Kontaktierung. Je nach Ausge staltung kann somit die Trägerfolie auch in dem Schutzkörper einge schlossen sein.

Figur 12 zeigt schließlich zwei Beispiele für Textilanordnungen und Formteile, wie diese mit einer Textilfaserstruktur hergestellt werden. Dabei wird eine Textilanordnung beretigestellt, die ein Textil, sowie ein oder mehrere optoelektronische Baugruppen umfasst, welche in das Textil eingebracht, beispelsweise eingewoben und mit Leitungsbahnen kontaktiert sind. Letztere verlaufen ebenfalls im Textil. Zu einem bes seren Schutz, und Lokalisierung der Bauelemente sind diese, sowie ein kleiner Teilbereich des Textil, in dem die Bauelemente angeordnet sind im Spritzgussverfahren mit einem Kunststoff umschlossen und abgedich tet. Die Flexibilität der Textilanordnung bleibt dennoch erhalten und die Anordnung kann weiter verarbeitet werden.

Jedes Formteil 8 besitzt mehrere mit dem Formteil verwobene und einge bettete opto-elektronische Bauelemente 10. Die Formteile besitzt bei spielsweise eine trichterförmige Ausgestaltung. Ein anderes Formteil ist eine gekrümmte Fläche und kann im Bereich Automotive, unter anderem als Blinker oder Leuchtmittel verwendet werden. Die Formteile werden erzeugt, in dem eine Textil mit den darin verwobenen Baugruppen in die gewünschte Form gebracht werden. Die Formgebung ist flexible und kann auch noch in einem späteren Stadium angepasst werden, ohne dass eine Kontaktierung der Formteile mit den Leitungsbahnen gefährdet ist. Ist die gewünschte Form erreicht, wird die Textilanorndung oder das Textil Textil mit Kunstharz oder einem Kunststoff versehen und fixiert.

Obwohl die Ausführungsformen opto-elektrische Baugruppen zeigen, ist die Erfindung auf derartige Baugruppen nicht beschränkt. Vielmehr lässt sich jeder Halbleiterkörper oder ein elektrisches Bauelement in dieser Ausgestaltung mit mäanderförmigen Kontaktfahnen kontaktieren, sodass diese Baugruppe mechanisch und elektrisch mit einer Textilfaserstruktur verwendbar ist. Auch sind die verschiedenen Befestigungsformen mitei nander kombinierbar. Eine Kontaktierung in Leiterbahnen kann in einer Ebene aber auch in verschiedenen Ebenen erfolgen und ist nicht auf eine oder zwei Ebenen beschränkt.

Figur 13 zeigt eine weitere Ausführungsform, die Rohchips 503, insbe sondere Mikro-Leuchtdioden-Rohchips , verwendet, wobei in Figur 13 vier Anschlußtechniken VI bis V4 dargestellt sind.

Die verwendeten Rohchips 503 und/oder verwendeten Leiterbahnen 505 oder Verdrahtungen 507 können flexibel geschaffen sein. Bei allen vier An schlusstechniken VI - V4 werden Rohchips 503 an an einem Substrat 501 angebrachten Kontaktflächen 509 fixiert und insbesondere über Intervia 511 kontaktiert. Substrate 501 können Intervias 511 aufweisen.

Die fixierten Rohchips 503 können beschichtet werden, und zwar insbe sondere mittels Reflektorschichten oder Reflektorflächen und/oder ab schließenden ITO-Schichten (Indiumzinnoxid) . Weitere elektrische Kon- taktierungen können mittels beispielsweise kleinen n-dotierten Kontakt bereichen 513 und flexiblen Verdrahtungen 507 geschaffen werden. Die n- Kontaktbereiche 513 können das Substrat 501 und eine jeweilige ITO- Schicht kontaktieren. Dicken D von Rohchips 503 können im Bereich von circa 2 Mikrometer ausgewählt sein, wie dies beispielsweise in V3 dargestellt ist. In V3 ist ebenso dargestellt, dass Längen L von Rohchips 503 im Bereich von circa 5 Mikrometern bis circa 20 Mikrometer geschaffen sein können.

V4 stellt einen oberflächenmontierten - mittels surface mount techno- logy geschaffenen - (SMT-) Rohchip 503 dar. Gemäß V4 kann die Länge L eines Rohchips 503 im Bereich von circa 75 Mikrometern geschaffen sein.

Bezugszeichenliste

1 Bauelement

2 Kontaktfahne

2a erster Abschnitt

3a zweiter Abschnitt

4 Schutzkörper

5 Befestigungselement

8 Formteil

10 opto-elektronische Baugruppe

11, 12 elektrische Kontakte

20a - 20d Kontaktfahnen

21 Interface, Übergangsbereich

41 Teilabschnitt

42 Teilabschnitt

50 Versorgungsleitung

51 Öse

52 Widerhaken

D, d Dicke

LI, L2 Versorgungsleitung

L3, L4 Versorgungsleitung

P Kreuzungspunkt

501 Substrat

503 Rohchip

505 Leiterbahnen

507 Verdrahtungen

509 Kontaktflächen

511 Intervia

513 Kontaktbereich

D Dicke

L Länge