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Patent Searching and Data


Title:
ORGANIC LIGHT-EMITTING COMPONENT
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2018/130647
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to an organic light-emitting component (100) having an active region (200) and an edge region (201) surrounding the active region (200) in the lateral direction, wherein: a transparent first electrode (102), an organic functional layer stack (103) and a second electrode (104) are applied to a transparent substrate (101) in the active region (200) on a first main surface (1101); on a second main surface (1102), facing away from the organic functional layer stack (103), of the substrate (101), there is a light output face of the component (100), via which light generated in the organic functional layer stack (103) is emitted; the edge region (201) is free from the organic functional layer stack (103); an encapsulation (107) is applied over the electrodes (102, 104) and the organic functional layer stack (103) and covers the active region (200) and the edge region (201); and over the encapsulation (107) is applied a scattering layer (110) which covers the active region (200) and the edge region (201) and by means of which light (121, 123) which is radiated into the scattering layer (110) during operation of the organic light-emitting component (100) is scattered and at least partially emitted through the light output face in the edge region (201).

Inventors:
GROSSER, Julia (Margaretenstr. 6b, Regensburg, 93047, DE)
SCHICKTANZ, Simon (Theodor-Körner-Str. 4, Regensburg, 93049, DE)
Application Number:
EP2018/050745
Publication Date:
July 19, 2018
Filing Date:
January 12, 2018
Export Citation:
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Assignee:
OSRAM OLED GMBH (Wernerwerkstr. 2, Regensburg, 93049, DE)
International Classes:
H01L51/52
Domestic Patent References:
WO2016002310A12016-01-07
WO2010066245A12010-06-17
Foreign References:
US20070052345A12007-03-08
DE112013001391T52014-11-27
DE102012222772A12014-03-27
DE102017100525A2017-01-12
DE102017107696A2017-04-10
Attorney, Agent or Firm:
EPPING HERMANN FISCHER PATENTANWALTSGESELLSCHAFT MBH (Schloßschmidstr. 5, München, 80639, DE)
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Claims:
Patentansprüche

1. Organisches Licht emittierendes Bauelement (100) mit

einem aktiven Bereich (200) und einem den aktiven

Bereich (200) in lateraler Richtung umgebenden

Randbereich (201), wobei

- auf einem transparenten Substrat (101) mit einer ersten

Hauptoberfläche (1011) und einer zweiten Hauptoberfläche (1012) im aktiven Bereich (200) auf der ersten

Hauptoberfläche (1101) eine transparente erste Elektrode

(102) , ein organischer funktioneller Schichtenstapel

(103) und eine zweite Elektrode (104) aufgebracht sind,

- auf der dem organischen funktionellen Schichtenstapel (103) abgewandten zweiten Hauptoberfläche (1102) des Substrats (101) eine Lichtauskoppelfläche des organischen Licht emittierenden Bauelements (100) ist, über die im Betrieb des organischen Licht emittierenden Bauelements (100) im organischen funktionellen Schichtenstapel (103)

erzeugtes Licht abgestrahlt wird,

- der Randbereich (201) frei vom organischen funktionellen Schichtenstapel (103) ist,

- eine Verkapselung (107) über den Elektroden (102, 104) und dem organischen funktionellen Schichtenstapel (103) aufgebracht ist, die den aktiven Bereich (200) und den Randbereich (201) überdeckt,

- eine Streuschicht (110) über der Verkapselung (107)

aufgebracht ist, die den aktiven Bereich (200) und den Randbereich (201) überdeckt und mittels derer Licht

(121, 123), das im Betrieb des organischen Licht

emittierenden Bauelements (100) in die Streuschicht

(110) gestrahlt wird, gestreut und zumindest teilweise im Randbereich (201) durch die Lichtauskoppelfläche abgestrahlt wird.

2. Bauelement (100) nach Anspruch 1, wobei die Streuschicht (110) die gesamte Verkapselung bedeckt.

3. Bauelement (100) nach Anspruch 1 oder 2, wobei die

Streuschicht (110) eine Seitenfläche (1013) des

Substrats (101), die die erste Hauptoberfläche (1011) mit der zweiten Hauptoberfläche (1012) verbindet, bedeckt .

4. Bauelement (100) nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei auf der Streuschicht (110) eine metallische

Abdeckschicht (109) aufgebracht ist.

5. Bauelement (100) nach Anspruch 4, wobei die metallische Abdeckschicht (109) die gesamte Streuschicht (110) bedeckt .

6. Bauelement (100) nach Anspruch 4, wobei die metallische Abdeckschicht (109) die erste Hauptoberfläche (1011) im Randbereich (201) zumindest teilweise unbedeckt lässt.

7. Bauelement (100) nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei mittels der Streuschicht (110) Licht (121, 123), das im Betrieb des organischen Licht emittierenden

Bauelements (100) in die Streuschicht (110) gestrahlt wird, gestreut und zumindest teilweise im Randbereich (201) durch eine dem Substrat (101) abgewandte Seite abgestrahlt wird.

8. Bauelement (100) nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei die Streuschicht (110) ein Schichtmaterial (111) aufweist, in dem Streuelemente (112) enthalten sind. Bauelement (100) nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei im Randbereich (201) auf der ersten

Hauptoberfläche (1011) ein Leuchtelement (113)

aufgebracht ist und das Leuchtelement (113) unabhängig vom organischen funktionellen Schichtenstapel (103) zwischen der ersten und der zweiten Elektrode (102, 104) zur Emission von Licht (123) in die Streuschicht (110) betreibbar ist.

Bauelement (100) nach dem vorherigen Anspruch, wobei das

Leuchtelement (113) auf der ersten Hauptoberfläche

(1011) übereinander eine intransparente dritte Elektrode (114), einen weiteren organischen funktionellen

Schichtenstapel (115) und eine transparente vierte

Elektrode (116) aufweist.

Bauelement (100) nach Anspruch 9 oder 10, wobei der organische funktionelle Schichtenstapel (103) und der weitere organische funktionelle Schichtenstapel (115) dazu eingerichtet sind, unterschiedlich farbiges Licht zu erzeugen.

Bauelement (100) nach Anspruch 9 oder 10, wobei der organische funktionelle Schichtenstapel (103) und der weitere organische funktionelle Schichtenstapel (115) dazu eingerichtet sind, gleichfarbiges Licht zu

erzeugen .

Bauelement (100) nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei das organische Licht emittierende Bauelement (10) im Randbereich (201) ein Zeichenelement (117) aufweist, das zumindest durch einen Teil eines durch das mittels der Streuschicht (110) gestreuten Lichts (122) beleuchtet wird.

Bauelement (100) nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei die Verkapselung (107) eine Dünnfilmverkapselung ist .

Description:
Beschreibung

ORGANISCHES LICHT EMITTIERENDES BAUELEMENT s wird ein organisches Licht emittierendes Bauelement ngegeben .

Diese Patentanmeldung beansprucht die Priorität der deutschen Patentanmeldungen 10 2017 100 525.0 und 10 2017 107 696.4, deren Offenbarungsgehalte hiermit durch Rückbezug aufgenommen werden .

Aufgrund des Aufbaus, der Schichtbeschaffenheit und

Materialeigenschaften der verwendeten Materialien einer organischen Leuchtdiode (OLED) war es bisher nicht möglich, dass die Leuchtfläche bis zum Bauteilrand reicht. Da die Haftung von organischen Materialien auf anorganischen

Materialien gering ist, würde ein Aufbringen der organischen Leuchtschichten bis an den Rand beziehungsweise die Kante des Bauteils zu Verkapselungsproblemen führen, da es dann nicht möglich wäre, eine zuverlässige Verkapselung über den

Bauteilrand hinaus herzustellen. Vielmehr würden die

Schichten bei der bestimmungsgemäßen Verwendung,

beispielsweise in Automotive-Anwendungen, sowie in

Validierungstests delaminieren und korrodieren und es würden in der Leuchtfläche fehlerhafte Bereiche, so genannte „dark spots", entstehen. Somit war es bisher nicht möglich, eine OLED mit einem bis zum Rand reichenden aktiven Bereich herzustellen und somit als vollflächigen Emitter und/oder als Kantenemitter zu gestalten.

Zumindest eine Aufgabe von bestimmten Ausführungsformen ist es, ein organisches Licht emittierendes Bauelement anzugeben. Diese Aufgabe wird durch einen Gegenstand gemäß dem

unabhängigen Patentanspruch gelöst. Vorteilhafte

Ausführungsformen und Weiterbildungen des Gegenstands sind in den abhängigen Ansprüchen gekennzeichnet und gehen weiterhin aus der nachfolgenden Beschreibung und den Zeichnungen hervor .

Gemäß zumindest einer Ausführungsform weist ein organisches Licht emittierendes Bauelement ein transparentes Substrat mit einer ersten Hauptoberfläche, einer zweiten Hauptoberfläche und zumindest einer oder mehreren die erste und zweite

Hauptoberfläche verbindende Seitenflächen auf. Die

Hauptoberflächen können besonders bevorzugt parallel

zueinander ausgebildet sein. Insbesondere kann das Substrat plattenförmig ausgebildet sein, wobei die beiden

Hauptoberflächen größere Ausdehnungen im Vergleich zu einem Abstand der ersten Hauptoberfläche zur zweiten

Hauptoberfläche aufweisen. Der Abstand der Hauptoberflächen kann auch als Dicke des Substrats bezeichnet werden. Eine

Richtung parallel zur ersten Hauptoberfläche wird hier und im Folgenden als laterale Richtung bezeichnet. Eine Richtung senkrecht zur ersten Hauptoberfläche wird hier und im

Folgenden als vertikale Richtung bezeichnet.

Gemäß einer weiteren Ausführungsform sind auf dem

transparenten Substrat auf der ersten Hauptoberfläche eine transparente erste Elektrode, ein organischer funktioneller Schichtenstapel und eine zweite Elektrode aufgebracht. Dass eine erste Schicht „auf" oder „über" einer zweiten Schicht aufgebracht ist, kann hier und im Folgenden insbesondere bedeuten, dass die erste und zweite Schicht vertikal

übereinander angeordnet sind und dass die erste Schicht vom Substrat weiter beabstandet ist als die zweite Schicht, die zweite Schicht also zwischen dem Substrat und der ersten Schicht angeordnet ist. Insbesondere kann die transparente erste Elektrode zwischen dem Substrat und dem organischen funktionellen Schichtenstapel angeordnet sein, während der organische funktionelle Schichtenstapel zwischen der ersten Elektrode und der zweiten Elektrode angeordnet ist. Der organische funktionelle Schichtenstapel kann mindestens eine organische Licht emittierende Schicht aufweisen, die dazu vorgesehen und eingerichtet ist, im Betrieb des organischen Licht emittierenden Bauelements Licht zu erzeugen. Das Licht kann zumindest durch das Substrat hindurch abgestrahlt werden, so dass auf der dem organischen funktionellen

Schichtenstapel abgewandten zweiten Hauptoberfläche des Substrats eine Lichtauskoppelfläche des organischen Licht emittierenden Bauelements ist, über die im Betrieb des organischen Licht emittierenden Bauelements im organischen funktionellen Schichtenstapel erzeugtes Licht abgestrahlt wird. Ist das organische Licht emittierende Bauelement auf der zweiten Hauptoberfläche frei von weiteren Schichten oder Materialien, kann insbesondere die zweite Hauptoberfläche die Lichtauskoppelfläche sein. Insbesondere kann das organische Licht emittierende Bauelement als organische Licht

emittierende Diode (OLED) ausgebildet sein, die im Betrieb durch zumindest die transparente erste Elektrode und das transparente Substrat sichtbares Licht abstrahlen kann.

Mit „transparent" wird hier und im Folgenden eine Schicht bezeichnet, die durchlässig zumindest für sichtbares Licht ist. Dabei kann die transparente Schicht klar durchscheinend oder auch zumindest teilweise Licht streuend und/oder teilweise Licht absorbierend sein, so dass eine als

transparent bezeichnete Schicht beispielsweise auch diffus oder milchig durchscheinend sein kann. Besonders bevorzugt ist eine hier als transparent bezeichnete Schicht möglichst derart durchlässig für sichtbares Licht ausgebildet, dass insbesondere die Absorption von im organischen Licht

emittierenden Bauelement erzeugtem Licht so gering wie möglich ist.

Gemäß einer weiteren Ausführungsform weist das organische Licht emittierende Bauelement einen aktiven Bereich und einen den aktiven Bereich in lateraler Richtung umgebenden

Randbereich auf. Das bedeutet mit anderen Worten, dass der aktive Bereich bei einer Aufsicht in vertikaler Richtung auf das organische Licht emittierende Bauelement vom Randbereich umschlossen ist. Die erste Elektrode, die zweite Elektrode und der organische funktionelle Schichtenstapel sind im aktiven Bereich auf dem Substrat aufgebracht, während der Randbereich frei vom organischen funktionellen

Schichtenstapel ist. Das bedeutet, dass das organische Licht emittierende Bauelement im aktiven Bereich mittels der ersten und zweiten Elektrode und dem organischen funktionellen

Schichtenstapel im Betrieb Licht erzeugen kann, das im aktiven Bereich direkt durch die Lichtauskoppelfläche

abgestrahlt werden kann. Im Randbereich hingegen kann vom organischen funktionellen Schichtenstapel nicht direkt Licht durch die Lichtauskoppelfläche abgestrahlt werden. Dass das organische Licht emittierende Bauelement einen aktiven

Bereich aufweist kann auch bedeuten, dass eine Mehrzahl von aktiven Bereichen vorhanden ist, also eine Mehrzahl von voneinander getrennten Bereichen, in denen der organische funktionelle Schichtenstapel angeordnet ist. Die Bereiche zwischen den aktiven Bereichen entsprechen dem Randbereich und sind Teil dieses. Gemäß einer weiteren Ausführungsform ist über der ersten und zweiten Elektrode und dem organischen funktionellen

Schichtenstapel eine Verkapselung aufgebracht, die den aktiven Bereich und den Randbereich überdeckt. Mit anderen Worten ragt die Verkapselung lateral über den aktiven Bereich hinaus, so dass die Verkapselung den organischen

funktionellen Schichtenstapel von der Seite her, also aus lateraler Richtung, verkapseln kann. Die Verkapselung kann besonders bevorzugt durch eine so genannte

Dünnfilmverkapselung gebildet sein, die zumindest eine oder mehrere dünne Schichten aufweist, die mittels eines

Abscheideverfahrens, bevorzugt mittels eines chemischen

Gasphasenabscheideverfahrens und/oder eines

Atomlagenabscheideverfahrens , auf den Elektroden und dem organischen funktionellen Schichtenstapel aufgebracht ist. Die Verkapselung kann das Substrat auf der ersten

Hauptoberfläche bevorzugt bis auf einen oder mehrere

elektrische Anschlussbereiche, mit dem oder denen das organische Licht emittierende Bauelement von außen elektrisch kontaktiert werden kann, bedecken. Insbesondere können der oder die elektrischen Anschlussbereiche geeignet sein, die erste und zweite Elektrode mit einer externen Strom- und/oder Spannungsversorgung zu verbinden. Die Verkapselung kann somit auf der ersten Hauptoberfläche bis an einen oder mehrere oder alle Ränder der ersten Hauptoberfläche reichen.

Gemäß einer weiteren Ausführungsform ist über der

Verkapselung eine Streuschicht aufgebracht. Mit anderen

Worten befindet sich die Streuschicht somit auf der der

Lichtauskoppelfläche abgewandten Seite des Substrats sowie auf der dem Substrat abgewandten Seite des organischen funktionellen Schichtenstapels. Von der Lichtauskoppelfläche aus gesehen befindet sich die Streuschicht somit in einem rückseitigen Bereich des organischen Licht emittierenden Bauelements .

Die Streuschicht kann den aktiven Bereich und/oder

insbesondere den Randbereich überdecken. Die Streuschicht kann insbesondere dafür vorgesehen und eingerichtet sein, Licht, das im Betrieb des organischen Licht emittierenden Bauelements in die Streuschicht gestrahlt wird, zu streuen. Insbesondere kann durch die Streuschicht Licht zumindest teilweise im Randbereich in Richtung des Substrats und in das Substrat gestreut werden, so dass das gestreute Licht

zumindest teilweise im Randbereich von der

Lichtauskoppelfläche nach außen in die Umgebung abgestrahlt werden kann. Insbesondere kann eine Abstrahlung zumindest teilweise in vertikale Richtung erreicht werden. Durch die rückseitig aufgebrachte Streuschicht kann somit eine

Beleuchtung des Substrats im Randbereich bewirkt werden, so dass über den Randbereich Licht abgestrahlt werden kann, obwohl dieser frei vom organischen funktionellen

Schichtenstapel ist. Die Streuschicht kann gleichzeitig für die darunter liegenden Schichten als mechanischer Schutz vor äußeren Einwirkungen, beispielsweise also als Kratzschutz, wirken. Somit kann die Streuschicht eine Kombination mehrerer Funktionalitäten aufweisen.

Gemäß einer weiteren Ausführungsform bedeckt die Streuschicht die gesamte Verkapselung . Das kann auch bedeuten, dass die Streuschicht die gesamte erste Hauptoberfläche des Substrats bis auf den oben in Verbindung mit der Verkapselung genannten elektrischen Anschlussbereich bedeckt. Die Streuschicht kann somit auf der ersten Hauptoberfläche bis an einen oder mehrere oder alle Ränder der ersten Hauptoberfläche reichen. Weiterhin kann die Streuschicht zusätzlich zumindest eine Seitenfläche des Substrats bedecken. Mit anderen Worten kann die Streuschicht in lateraler Richtung über das Substrat hinausragen und sich über die Verkapselung und über die

Seitenfläche des Substrats bis zur Kante der Seitenfläche mit der zweiten Hauptoberfläche erstrecken. Die Streuschicht kann in diesem Fall besonders bevorzugt auch alle Seitenflächen des Substrats bedecken. Durch die Streuschicht auf zumindest einer oder mehreren oder allen Seitenflächen des Substrats kann zusätzlich durch die durch die Streuschicht bewirkte Lichtstreuung eine Abstrahlung von Licht in lateraler

Richtung erreicht werden. Eine solche Abstrahlcharakteristik kann auch als Kantenemission bezeichnet werden.

Gemäß einer weiteren Ausführungsform weist die Streuschicht ein Schichtmaterial auf, in dem Streuelemente enthalten sind. Das Schichtmaterial kann beispielsweise auch als

Matrixmaterial bezeichnet werden, in dem die Streuelemente verteilt sind. Das Schichtmaterial ist insbesondere

transparent ausgebildet und weist einen Brechungsindex auf, der unterschiedlich zum Brechungsindex der Streuelemente ist. Die Streuelemente können homogen, also in einer gleichmäßigen Konzentration, im Schichtmaterial verteilt sein. Weiterhin kann es auch möglich sein, dass die Streuelemente inhomogen im Schichtmaterial verteilt sind. Beispielsweise können die Streuelemente in einer Konzentration im Schichtmaterial enthalten sein, die radial in lateraler Richtung, also vom aktiven Bereich zum umlaufenden Randbereich hin, zunimmt.

Das Schichtmaterial kann beispielsweise Siloxane, Epoxide, Acrylate, Methylmethacrylate, Imide, Carbonate, Olefine,

Styrole, Urethane oder Derivate davon in Form von Monomeren, Oligomeren oder Polymeren und weiterhin auch Mischungen, Copolymere oder Verbindungen damit aufweisen. Beispielsweise kann das Schichtmaterial ein Epoxidharz,

Polymethylmethacrylat (PMMA) , Polystyrol, Polycarbonat , Polyacrylat, Polyurethan oder ein Silikonharz wie etwa

Polysiloxan oder Mischungen daraus umfassen oder sein.

Besonders bevorzugt kann das Schichtmaterial ein Acrylat aufweisen oder sein. Die Streuelemente können beispielsweise Streupartikel und/oder Hohlräume, beispielsweise gasgefüllte Hohlräume wie etwa Luftblasen, aufweisen oder sein.

Beispielsweise können die Streupartikel beispielsweise ein Metalloxid, so etwa Titanoxid oder Aluminiumoxid wie etwa Korund, und/oder Glaspartikel umfassen. Die Streuelemente können Abmessungen, also beispielsweise Durchmesser oder Korngrößen, von größer oder gleich 50 nm oder größer oder gleich 100 nm oder größer oder gleich 200 nm aufweisen.

Weiterhin können die Abmessungen kleiner oder gleich 50 ym oder kleiner oder gleich 20 ym oder kleiner oder gleich 5 ym sein. Bevorzugte Bereiche für die Abmessungen können

beispielsweise größer oder gleich 50 nm und kleiner oder gleich 50 ym oder größer oder gleich 100 nm und kleiner oder gleich 20 ym oder größer oder gleich 200 nm und kleiner oder gleich 5 ym sein.

Gemäß einer weiteren Ausführungsform ist über der

Streuschicht eine metallische Abdeckschicht aufgebracht. Die metallische Abdeckschicht kann beispielsweise mittels einer Klebstoffschicht auf der Streuschicht aufgeklebt sein. Der Klebstoff kann insbesondere ein Haftklebstoff (PSA:

„pressure-sensitive adhesive") sein. Die metallische

Abdeckschicht kann eine Metallfolie aufweisen oder durch eine Metallfolie gebildet werden, beispielsweise mit oder aus

Aluminium und/oder Kupfer. Die metallische Abdeckschicht kann beispielsweise als Wärmeverteilungs- und/oder

Wärmeableitschicht dienen. Weiterhin kann die metallische Abdeckschicht intransparent insbesondere für sichtbares Licht sein, so dass das organische Licht emittierende Bauelement in denjenigen Bereichen, die von der metallischen Abdeckschicht überdeckt sind, zumindest aufgrund der metallischen

Abdeckschicht intransparent ist und in diesen Bereichen eine Lichtabstrahlung im Betrieb auch nur auf der Substratseite erfolgt .

Gemäß einer weiteren Ausführungsform bedeckt die metallische Abdeckschicht die gesamte Streuschicht und/oder die gesamte Verkapselung . Das kann auch bedeuten, dass die metallische Abdeckschicht die gesamte erste Hauptoberfläche des Substrats bis auf den oben in Verbindung mit der Verkapselung genannten elektrischen Anschlussbereich bedeckt. Weiterhin kann die metallische Abdeckschicht die erste Hauptoberfläche im

Randbereich zumindest teilweise unbedeckt lassen. Mit anderen Worten kann das organische Licht emittierende Bauelement im Randbereich zumindest teilweise frei von der metallischen Abdeckschicht sein. Dadurch kann das organische Licht

emittierende Bauelement beispielsweise im von der

metallischen Abdeckschicht unbedeckten Randbereich

transparent sein und/oder von der Streuschicht gestreutes Licht in eine dem Substrat abgewandte Richtung, also durch eine dem Substrat abgewandte Seite, abstrahlen. Insbesondere kann die metallische Abdeckschicht auch nur den aktiven

Bereich bedecken, also den Bereich des Substrats, in dem der organischen funktionelle Schichtenstapel angeordnet ist, so dass der gesamte Randbereich frei von der metallischen

Abdeckschicht sein kann.

Weist der aktive Bereich mehrere lateral nebeneinander angeordnete Bereiche auf, beispielsweise durch eine

entsprechende geometrische Form des aktiven Bereichs, oder sind mehrere lateral nebeneinander angeordnete aktive

Bereiche vorhanden, zwischen denen der Randbereich angeordnet ist, kann durch die Streuschicht und den beschriebenen

Streueffekt erreicht werden, dass Licht auch zwischen diesen Bereichen abgestrahlt werden kann, wobei auch eine graduelle Lichtverteilung zwischen und/oder neben den aktiv leuchtenden Bereichen möglich ist.

Gemäß einer weiteren Ausführungsform ist im Randbereich auf der ersten Hauptoberfläche des Substrats ein Leuchtelement angeordnet, das unabhängig vom zwischen der ersten und zweiten Elektrode angeordneten organischen funktionellen Schichtenstapel zur Emission von Licht betreibbar ist.

Insbesondere kann das Leuchtelement zusammen mit dem

organischen funktionellen Schichtenstapel unter der

Verkapselung auf dem Substrat angeordnet sein. Das

Leuchtelement kann auf einer Seite lateral neben dem aktiven Bereich angeordnet sein. Weiterhin können mehrere

Leuchtelemente lateral neben dem aktiven Bereich angeordnet sein, beispielsweise an verschiedenen Seiten des aktiven

Bereichs. Darüber hinaus kann das Leuchtelement den aktiven Bereich in lateraler Richtung umgeben und beispielsweise ringförmig ausgebildet sein. Die im Folgenden für ein

Leuchtelement beschriebenen Merkmale können entsprechend auch für eine Mehrzahl von auf dem Substrat angeordneten

Leuchtelementen gelten.

Gemäß einer weiteren Ausführungsform ist das Leuchtelement dazu eingerichtet und vorgesehen, Licht in die Streuschicht zu emittieren. Insbesondere kann das Leuchtelement Licht im

Randbereich in die Streuschicht emittieren, so dass durch die vorab beschriebene Streuwirkung der Streuschicht das

organische Licht emittierende Bauelement im Randbereich unabhängig vom Betrieb des organischen funktionellen

Schichtenstapels, also auch ohne leuchtenden aktiven Bereich oder zusätzlich dazu, Licht abstrahlen kann. Je nach vorab beschriebener Ausgestaltung der Streuschicht und der

metallischen Abdeckschicht kann hierbei eine Abstrahlung nur durch das Substrat und die Lichtauskoppelfläche oder

zusätzlich dazu auch auf der Rückseite oder zusätzlich hierzu auch auf der Seitenfläche des organischen Licht emittierenden Bauelements erfolgen.

Gemäß einer weiteren Ausführungsform weist das Leuchtelement eine intransparente dritte Elektrode, einen weiteren

organischen funktionellen Schichtenstapel und eine

transparente vierte Elektrode auf, die auf der ersten

Hauptoberfläche des Substrats aufgebracht sind. Weiterhin kann der weitere funktionelle Schichtenstapel zumindest eine organische Licht emittierende Schicht aufweisen, die dazu eingerichtet und vorgesehen ist, Licht zu emittieren. Die intransparente dritte Elektrode kann insbesondere zwischen dem Substrat und dem weiteren organischen funktionellen

Schichtenstapel angeordnet sein, während die transparente vierte Elektrode vom Substrat aus gesehen auf dem weiteren organischen funktionellen Schichtenstapel angeordnet sein kann. Mit anderen Worten weist das Leuchtelement auf der ersten Hauptoberfläche übereinander die intransparente dritte Elektrode, darüber den weiteren organischen funktionellen Schichtenstapel und über diesem die transparente vierte

Elektrode auf. Durch die intransparente dritte Elektrode kann eine direkte Abstrahlung von Licht des Leuchtelements in das Substrat und damit durch die Lichtauskoppelfläche nach außen verhindert werden, wohingegen das erzeugte Licht durch die vierte Elektrode direkt in die Streuschicht eingestrahlt werden kann. Die dritte und vierte Elektrode und der dazwischen angeordnete weitere organische funktionelle

Schichtenstapel können jeweils Merkmale aufweisen, die für die erste und zweite Elektrode und den dazwischen

angeordneten funktionellen Schichtenstapel beschrieben sind. Weiterhin kann beispielsweise die dritte Elektrode durch einen Teil eines Elektrodenanschlussstücks gebildet sein, das gleichzeitig zum elektrischen Anschluss der ersten oder zweiten Elektrode vorgesehen ist. Der organische funktionelle Schichtenstapel im aktiven

Bereich und der weitere organische funktionelle

Schichtenstapel des Leuchtelements können derart eingerichtet sein, dass beide gleiches oder unterschiedliches Licht abstrahlen. Dadurch kann erreicht werden, dass der

Randbereich in gleichem oder anderem Licht leuchtet wie der aktive Bereich.

Gemäß einer weiteren Ausführungsform weist das organische Licht emittierende Bauelement ein Zeichenelement auf, das zumindest durch einen Teil des durch das mittels der

Streuschicht gestreute Licht beleuchtbar ist. Beim gestreuten Licht kann es sich wie vorab beschrieben insbesondere um Licht handeln, das im aktiven Bereich und/oder durch ein Leuchtelement erzeugt wird. Das Zeichenelement, das

beispielsweise ein Schriftzeichen, ein Schriftzug, ein Bild, ein Logo oder eine Kombination daraus aufweisen oder sein kann, kann beispielsweise im Randbereich angeordnet sein. Beispielsweise kann das Zeichenelement auf oder im Substrat angeordnet sein und etwa durch Bereiche mit unterschiedlicher Transparenz gebildet sein. Im ausgeschalteten Zustand kann das Zeichenelement eine der Bauelementrückseite gleichende Erscheinung haben, da bei einer Aufsicht in vertikaler

Richtung auf die Lichtauskoppelfläche hinter dem Zeichenelement keine Lichtquelle angeordnet ist. Insbesondere bei einer indirekten Beleuchtung des Zeichenelements durch ein Leuchtelement kann das Zeichenelement in einer anderen Farbe leuchten als der aktive Bereich des organischen Licht emittierenden Bauelements. Weiterhin können auch mehrere Zeichenelemente vorhanden sein.

Weitere Vorteile, vorteilhafte Ausführungsformen und

Weiterbildungen ergeben sich aus den im Folgenden in

Verbindung mit den Figuren beschriebenen

Ausführungsbeispielen .

Es zeigen: Figuren 1A und 1B schematische Darstellungen eines

organischen Licht emittierenden Bauelements gemäß einem Ausführungsbeispiel und

Figuren 2 bis 6 schematische Darstellungen von organischen

Licht emittierenden Bauelementen gemäß weiteren

Ausführungsbeispielen .

In den Ausführungsbeispielen und Figuren können gleiche, gleichartige oder gleich wirkende Elemente jeweils mit denselben Bezugszeichen versehen sein. Die dargestellten Elemente und deren Größenverhältnisse untereinander sind nicht als maßstabsgerecht anzusehen, vielmehr können einzelne Elemente, wie zum Beispiel Schichten, Bauteile, Bauelemente und Bereiche, zur besseren Darstellbarkeit und/oder zum besseren Verständnis übertrieben groß dargestellt sein.

In Figur 1A ist ein Ausführungsbeispiel für ein organisches Licht emittierendes Bauelement 100 gezeigt. Das Bauelement 100 ist insbesondere als organische Licht emittierende Diode (OLED) ausgebildet. In Figur 1B ist ein Ausschnitt des organischen Licht emittierenden Bauelements 100 gezeigt, in dem zusätzliche Merkmale des Bauelements 100 gezeigt sind, die der Übersichtlichkeit halber in Figur 1A nicht

dargestellt sind. Die nachfolgende Beschreibung bezieht sich gleichermaßen auf die Figuren 1A und IB.

Das organische Licht emittierende Bauelement 100 weist ein Substrat 101 auf, auf dem auf einer ersten Hauptoberfläche

1011 zwischen einer ersten und zweiten Elektrode 102 und 104 ein organischer funktioneller Schichtenstapel 103 angeordnet ist. Der organische funktionelle Schichtenstapel 103 weist zumindest eine organische Licht emittierende Schicht auf, so dass das Bauelement 100 im Betrieb Licht erzeugen und

abstrahlen kann. Zumindest die erste Elektrode 102 ist wie auch das Substrat 101 transparent ausgebildet, so dass im Betrieb des organischen Licht emittierenden Bauelements 100 im organischen funktionellen Schichtenstapel 103 erzeugtes Licht durch die zumindest eine transparente Elektrode 102 und das Substrat 101 gestrahlt werden kann. Auf der der ersten Hauptoberfläche 1011 abgewandten Seite weist das Substrat 101 eine zweite Hauptoberfläche 1012 auf, die als

Lichtauskoppelfläche des organischen Licht emittierenden Bauelements 100 ausgebildet ist. Weiterhin kann das

Bauelement 100 auf der zweiten Hauptoberfläche 1012

zusätzliche zumindest eine weitere Schicht aufweisen, deren zur Umgebung hingewandte Außenseite dann die

Lichtauskoppelfläche bildet. Die erste und zweite

Hauptoberfläche 1011, 1012 sind je nach Form des Substrats

101 über eine oder mehrere Seitenflächen 1013 miteinander verbunden. Der Bereich des organischen Licht emittierenden Bauelements 100, in dem der organische funktionelle Schichtenstapel 103 ausgebildet ist, bildet einen aktiven Bereich 200 des Bauelements 100. Der aktive Bereich 200 ist in lateraler Richtung von einem Randbereich 201 umgeben, der frei vom organischen funktionellen Schichtenstapel 103 ist.

Das transparente Substrat 101 kann beispielsweise in Form einer Glasplatte oder Glasschicht ausgebildet sein.

Alternativ hierzu kann das Substrat 101 beispielsweise auch einen transparenten Kunststoff oder ein Glas-Kunststoff- Laminat aufweisen. Die auf dem Substrat 101 aufgebrachte transparente erste Elektrode 102 kann beispielsweise ein transparentes leitendes Oxid aufweisen. Transparente leitende Oxide („transparent conductive oxide", TCO) sind

transparente, leitende Materialien, in der Regel Metalloxide, wie beispielsweise Zinkoxid, Zinnoxid, Aluminiumzinnoxid,

Cadmiumoxid, Titanoxid, Indiumoxid und Indiumzinnoxid (ITO). Neben binären MetallsauerstoffVerbindungen, wie

beispielsweise ZnO, Sn0 2 oder Ιη 2 θ 3 gehören auch ternäre

MetallsauerstoffVerbindungen, wie beispielsweise Zn 2 Sn0 4 , CdSn0 3 , ZnSn0 3 , Mgln 2 0 4 , Galn0 3 , Zn 2 In 2 0 5 oder In 4 Sn 3 0i 2 oder

Mischungen unterschiedlicher transparenter leitender Oxide zu der Gruppe der TCOs . Weiterhin entsprechen die TCOs nicht zwingend einer stöchiometrischen Zusammensetzung und können auch p- oder n-dotiert sein. Weiterhin kann die erste

Elektrode beispielsweise auch ein transparentes Metall, also ein Metall mit einer ausreichend geringen Dicke im Bereich von einigen zehn Nanometern oder weniger, metallische

Netzstrukturen beziehungsweise leitende Netzwerke,

beispielsweise mit oder aus Silber, und/oder Graphen

beziehungsweise kohlenstoffhaltige Schichten oder eine

Kombination der genannten transparenten Materialien

aufweisen . Die zweite Elektrode 104 auf dem organischen funktionellen Schichtenstapel 103 kann reflektierend ausgebildet sein und ein Metall aufweisen, das ausgewählt sein kann aus Aluminium, Barium, Indium, Silber, Gold, Magnesium, Calcium, Kupfer und Lithium sowie Verbindungen, Kombinationen und Legierungen damit. Insbesondere kann die zweite Elektrode 104 Ag, AI, Cu oder Legierungen oder Schichtstapel mit diesen aufweisen, beispielsweise Ag/Mg, Ag/Ca, Mg/AI oder auch Mo/Al/Mo oder Cr/Al/Cr. Alternativ oder zusätzlich kann die zweite

Elektrode 104 auch ein oben genanntes TCO-Material oder einen Schichtenstapel mit zumindest einem TCO und zumindest einem Metall aufweisen. Die zweite Elektrode 104 kann auch

transparent sein. Die erste Elektrode 102 kann beispielsweise als Anode

ausgebildet sein, während die zweite Elektrode 104 als

Kathode ausgebildet sein kann. Bei entsprechender

Materialwahl ist aber auch ein hinsichtlich der Polarität umgekehrter Aufbau möglich.

Zur elektrischen Kontaktierung der Elektroden 102 und 104 können, wie in Figur 1 gezeigt ist, Elektrodenanschlussstücke 105 vorgesehen sein, die unter der weiter unten beschriebenen Verkapselung 107 hindurch von den Elektroden 102, 104 nach außen reichen und außerhalb der Verkapselung 107 elektrische Anschlussbereiche bilden können oder mit außerhalb der

Verkapselung 107 angeordneten elektrischen Anschlussbereichen elektrisch verbunden sein können. Die der Übersichtlichkeit halber nicht gezeigten elektrischen Anschlussbereiche dienen insbesondere der externen elektrischen Kontaktierung des organischen Licht emittierenden Bauelements mit einer

externen Strom- und/oder Spannungsversorgung. Die als

elektrische KontaktZuführungen ausgebildeten Elektrodenanschlussstücke 105 können beispielsweise ein TCO und/oder ein Metall aufweisen oder daraus sein. Weiterhin können die Elektrodenanschlusstücke 105 durch eine

Metallschicht oder, wie in Figur 1B gezeigt ist, durch einen Metallschichtstapel gebildet sein, etwa Cr/Al/Cr, Mo/Al/Mo, Ag/Mg oder AI oder Cu . Weiterhin sind Kombinationen mit einer TCO-Schicht und einer Metallschicht oder einem

Metallschichtstapel möglich. Ein zur elektrischen

Kontaktierung der ersten Elektrode 102 vorgesehenes

Elektrodenanschlussstück 105 kann wie gezeigt lateral neben der ersten Elektrode 102 oder, alternativ dazu, zumindest teilweise auf der ersten Elektrode 102 angeordnet sein, die in diesem Fall aus dem aktiven Bereich 200 in den Randbereich 201 reichen kann.

Der organische funktionelle Schichtenstapel 103 kann

zusätzlich zur zumindest einen organischen Licht

emittierenden Schicht weitere organische Schichten aufweisen, beispielsweise eine oder mehrere Schichten ausgewählt aus Lochinjektionsschichten, Lochtransportschichten,

Elektronenblockierschichten, Löcherblockierschichten,

Elektronentransportschichten, Elektroneninj ektionsschichten und ladungserzeugenden Schichten („Charge generation layer", CGL) , die geeignet sind, Löcher bzw. Elektronen zur

organischen Licht emittierenden Schicht zu leiten bzw. den jeweiligen Transport zu blockieren. Weiterhin können auch mehrere Licht emittierende Schichten vorhanden sein. Die Schichten des organischen funktionellen Schichtstapels 103 können organische Polymere, organische Oligomere, organische Monomere, organische kleine, nicht-polymere Moleküle („small molecules") oder Kombinationen daraus aufweisen. Insbesondere kann es vorteilhaft sein, wenn der organische funktionelle Schichtenstapel 103 eine funktionelle Schicht aufweist, die als Lochtransportschicht ausgeführt ist, um eine effektive Löcherinjektion in die zumindest eine organische Licht emittierende Schicht zu ermöglichen. Als Materialien für eine Lochtransportschicht können sich beispielsweise tertiäre Amine, Carbazolderivate, leitendes Polyanilin oder

Polyethylendioxythiophen als vorteilhaft erweisen. Als

Materialien für die Licht emittierende Schicht eignen sich elektrolumineszierende Materialien, die eine

Strahlungsemission aufgrund von Fluoreszenz oder

Phosphoreszenz aufweisen, beispielsweise Polyfluoren,

Polythiophen oder Polyphenylen oder Derivate, Verbindungen, Mischungen oder Copolymere davon.

Weiterhin können, wie in den Figuren 1A und 1B gezeigt ist, Isolatorschichten 106 vorhanden sein, beispielsweise mit oder aus Polyimid, die beispielsweise die Elektroden 102, 104 gegeneinander elektrisch isolieren können. Je nach

Ausgestaltung der einzelnen Schichten des organischen Licht emittierenden Bauelements 100 müssen Isolatorschichten 106 auch nicht zwingend erforderlich sein und können nicht vorhanden sein, etwa bei entsprechenden Maskenprozessen zur Aufbringung der Schichten.

Über dem organischen funktionellen Schichtenstapel 103 und den Elektroden 102, 104 ist eine Verkapselung 107 zum Schutz des organischen funktionelle Schichtenstapels 103 und der Elektroden 102, 104 angeordnet. Die Verkapselung 107 ist dabei insbesondere als Dünnfilmverkapselung ausgeführt. Unter einer als Dünnfilmverkapselung ausgebildeten Verkapselung wird vorliegend eine Vorrichtung verstanden, die dazu

geeignet ist, eine Barriere gegenüber atmosphärischen

Stoffen, insbesondere gegenüber Feuchtigkeit und Sauerstoff und/oder gegenüber weiteren schädigenden Substanzen wie etwa korrosiven Gasen, beispielsweise Schwefelwasserstoff, zu bilden. Mit anderen Worten ist die Dünnfilmverkapselung derart ausgebildet, dass sie von atmosphärischen Stoffen höchstens zu sehr geringen Anteilen durchdrungen werden kann. Diese Barrierewirkung wird bei der Dünnfilmverkapselung im Wesentlichen durch eine oder mehrere als dünne Schichten ausgeführte Barriereschichten und/oder Passivierungsschichten erzeugt, die Teil der Verkapselung sind. Die Schichten der Verkapselung weisen in der Regel eine Dicke von kleiner oder gleich 5 ym auf und sind auf dem Substrat 101 und den vorab beschriebenen weiteren Schichten aufgebracht. Die

Verkapselung 107 wird somit nicht durch ein selbsttragendes Element gebildet, sondern wird erst durch das Aufbringen hergestellt .

Insbesondere kann die Dünnfilmverkapselung eine oder mehrere dünne Schichten aufweisen oder aus diesen bestehen, die für die Barrierewirkung der Verkapselung verantwortlich sind. Die dünnen Schichten können beispielsweise mittels eines

Atomlagenabscheideverfahrens („atomic layer deposition", ALD) oder Moleküllagenabscheideverfahrens („molecular layer deposition", MLD) aufgebracht werden. Geeignete Materialien für die Schichten der Verkapselungsanordnung können

beispielsweise Aluminiumoxid, Zinkoxid, Zirkoniumoxid,

Titanoxid, Hafniumoxid, Lanthanoxid, Tantaloxid sowie die oben genannten TCOs sein, so etwa Aluminiumzinnoxid.

Bevorzugt weist die Verkapselung eine Schichtenfolge mit einer Mehrzahl der dünnen Schichten auf, die jeweils eine Dicke zwischen einer Atomlage und einigen 100 nm aufweisen.

Alternativ oder zusätzlich zu mittels ALD oder MLD

hergestellten dünnen Schichten kann die Verkapselung 107 zumindest eine oder eine Mehrzahl weiterer Schichten, also insbesondere Barriereschichten und/oder

Passivierungsschichten, aufweisen, die durch thermisches Aufdampfen oder mittels eines plasmagestützten Prozesses, etwa Sputtern, chemischer Gasphasenabscheidung („chemical vapor deposition", CVD) oder plasmaunterstützter chemischer Gasphasenabscheidung („plasma-enhanced chemical vapor

deposition", PECVD) , abgeschieden werden. Geeignete

Materialien dafür können die vorab genannten Materialien sowie Siliziumnitrid, Siliziumoxid, Siliziumoxinitrid,

Siliziumcarbid, Indiumzinnoxid, Indiumzinkoxid,

Aluminiumzinkoxid, Aluminiumoxid sowie Mischungen und

Legierungen der genannten Materialien sein. Die eine oder die mehreren weiteren Schichten können beispielsweise jeweils eine Dicke zwischen 1 nm und 5 ym und bevorzugt zwischen 100 nm und 1000 nm aufweisen, wobei die Grenzen eingeschlossen sind .

Die Verkapselung 107 bedeckt insbesondere den aktiven Bereich 200 und den Randbereich 201, so dass zusammen mit dem

Substrat 101 ein möglichst allseitiger Schutz insbesondere des organischen funktionellen Schichtenstapels 103 erreicht werden kann. Insbesondere kann die Verkapselung 107 die erste Hauptoberfläche 1011 des Substrats 101 bis auf vorab

beschriebene elektrische Anschlussbereiche bedecken. Hierzu kann die Verkapselung 107 wie gezeigt bis an die Ränder der ersten Hauptoberfläche 1011 des Substrats 101 reichen. Die Verkapselung 107 ist insbesondere zumindest teilweise

transparent für das im Betrieb des organischen Licht

emittierenden Bauelements erzeugte Licht.

Im Hinblick auf weitere Merkmale des organischen Licht emittierenden Bauelements 100, beispielsweise im Hinblick auf den Aufbau, die SchichtZusammensetzung und die Materialien des organischen funktionellen Schichtenstapels, der

Elektroden und der Verkapselung, wird auf die Druckschrift WO 2010/066245 AI verwiesen, die in Bezug auf den Aufbau eines organischen Licht emittierenden Bauelements und auch im Hinblick auf Modifikationen und Variationen des in den Figur 1A und 1B gezeigten organischen Licht emittierenden

Bauelements hiermit ausdrücklich durch Rückbezug aufgenommen wird . Die Elektroden 102, 104 sind bevorzugt großflächig und zusammenhängend ausgebildet, entsprechend können auch die übrigen Elemente des organischen Licht emittierenden

Bauelements 100 großflächig ausgebildet sein, so dass das organische Licht emittierende Bauelement 100 als

Flächenlichtquelle ausgeformt sein kann, bevorzugt mit einer Fläche von größer oder gleich einigen Quadratmillimetern, bevorzugt größer oder gleich einem QuadratZentimeter und besonders bevorzugt größer oder gleich einem Quadratdezimeter aufweist. Die Form des aktiven Bereichs 200, der insbesondere durch die Form des organischen funktionellen Schichtenstapels 103 gegeben sein kann, kann entsprechend dem gewünschten Leuchtmuster ausgebildet sein, beispielsweise polygonal oder rund. Weiterhin können auch mehrere aktive Bereiche 200 vorhanden sein, die voneinander getrennt sein können und die jeweils durch Teile des Randbereichs 201 voneinander getrennt sein können.

Das organische Licht emittierende Bauelement 100 ist aufgrund des transparenten Substrats 101 und der transparenten ersten Elektrode 102 als sogenannter Bottom-Emitter ausgeführt und strahlt wie oben beschrieben im Betrieb Licht durch die transparente Elektrode 102 und das transparente Substrat 101 über die Lichtauskoppelfläche auf der Seite der zweiten Hauptoberfläche 1012 ab. Weiterhin kann auch die dem Substrat 101 abgewandt angeordnete zweite Elektrode 104 transparent ausgebildet sein, um das im Betrieb im organischen

funktionellen Schichtenstapel 103 erzeugte Licht durch die zweite Elektrode 104 in eine dem Substrat 101 abgewandte Richtung abzustrahlen.

Weiterhin ist vom Substrat 101 aus gesehen auf der

Verkapselung 107 eine mittels einer KlebstoffSchicht 108 aufgeklebte metallische Abdeckschicht 109 aufgebracht, die auf einer Streuschicht 110 aufgebracht ist. Die Streuschicht 110 ist also zusammen mit der darüber aufgeklebten

metallischen Abdeckschicht 109 auf der der

Lichtauskoppelfläche abgewandten Seite des Substrats 101 sowie auf der dem Substrat 101 abgewandten Seite des

organischen funktionellen Schichtenstapels 103 angeordnet.

Die Streuschicht 110 überdeckt den aktiven Bereich 200 und den Randbereich 201 und bedeckt im gezeigten

Ausführungsbeispiel insbesondere die gesamte Verkapselung 107 und entsprechend die gesamte erste Hauptoberfläche 1011 des Substrats 101 bis auf den vorab beschriebenen elektrischen Anschlussbereich. Die Streuschicht 110 reicht somit im gezeigten Ausführungsbeispiel bevorzugt bis an den Rand der ersten Hauptoberfläche 1011 heran.

Die Streuschicht 110 ist dafür vorgesehen und eingerichtet, Licht, das im Betrieb des organischen Licht emittierenden Bauelements 100 in die Streuschicht 110 gestrahlt wird, zu streuen. Hierzu weist die Streuschicht 110 ein

Schichtmaterial 111 auf, in dem Streuelemente 112 enthalten sind, wie in Figur 1B gezeigt ist. Weiterhin ist in Figur 1B im Substrat 101 durch Wellenleitungseffekte geführtes Licht 121 als Beispiel für in die Streuschicht 110 gestrahltes Licht gezeigt: Zumindest ein Teil des im Substrat 101

geführten Lichts 121 kann beispielsweise im Randbereich 201 aus dem Substrat 101 in die Streuschicht gelangen. Weiterhin kann beispielsweise im Falle einer transparenten zweiten Elektrode Licht auch direkt vom organischen funktionellen Schichtenstapel 103 in die Streuschicht gestrahlt werden. Darüber hinaus kann im Betrieb Licht über andere Wege vom organischen funktionellen Schichtenstapel 103 in die

Streuschicht 110 gelangen. Durch die in der Streuschicht 110 enthaltenen Streuelemente 112 kann das in die Streuschicht 110 gelangte Licht 121 zumindest teilweise im Randbereich 201 in Richtung des Substrats 101 und in das Substrat 101 hinein gestreut werden, so dass das derart gestreute Licht 122 zumindest teilweise im Randbereich 201 von der

Lichtauskoppelfläche nach außen in die Umgebung abgestrahlt werden kann. Insbesondere kann dadurch eine Abstrahlung zumindest teilweise in vertikale Richtung erreicht werden, wie in Figur 1B angedeutet ist. Weiterhin kann durch die durch die Streuschicht 110 bewirkte Lichtstreuung je nach

Dicke der Streuschicht 110 auch eine Abstrahlung von Licht in lateraler Richtung erreicht werden, wie ebenfalls in Figur 1B angedeutet ist. Durch die rückseitig aufgebrachte

Streuschicht 110 kann somit eine Beleuchtung des Substrats 101 im Randbereich 201 bewirkt werden, so dass über den

Randbereich 201 Licht abgestrahlt werden kann, obwohl dieser frei vom organischen funktionellen Schichtenstapel 103 ist. Neben der Streuwirkung kann die Streuschicht 110 auch als mechanischer Schutz vor äußeren Einwirkungen, beispielsweise also aus Kratzschutz, wirken.

Das Schichtmaterial 111 der Streuschicht 110 ist transparent ausgebildet und weist einen Brechungsindex auf, der unterschiedlich zum Brechungsindex der Streuelemente 112 ist. Die Streuelemente 112 können wie in Figur 1B angedeutet homogen mit einer gleichmäßigen Konzentration im

Schichtmaterial 111 verteilt sein. Alternativ hierzu kann es auch möglich sein, dass die Streuelemente 112 inhomogen im Schichtmaterial 111 verteilt sind. Beispielsweise können die Streuelemente 112 in einer Konzentration im Schichtmaterial 111 enthalten sein, die radial in lateraler Richtung, also vom aktiven Bereich 200 zum Randbereich 201 hin, zunimmt. Hierdurch kann die Streuwirkung im Randbereich 201 im

Vergleich zum aktiven Bereich erhöht werden.

Das Schichtmaterial 111 ist im gezeigten Ausführungsbeispiel insbesondere ein Acrylat, das beispielsweise in Form eines Sprühlacks oder mittels Schiitzdüsen-Beschichtung (slot die coating) aufgebracht und ausgehärtet werden kann. Alternativ oder zusätzlich kann das Schichtmaterial 111 auch ein anderes oben im allgemeinen Teil beschriebenes Material aufweisen oder sein. Die Streuelemente 112 sind als Streupartikel ausgebildet, die zusammen mit dem Schichtmaterial 111

aufgesprüht werden können und die ein Metalloxid wie etwa Titanoxid oder Aluminiumoxid und/oder Glaspartikel aufweisen oder sein können. Alternativ hierzu können Streuelemente 112 auch durch Hohlräume im Schichtmaterial 11 gebildet werden, etwa durch gasgefüllte Blasen, die beispielsweise beim

Aufbringen oder Aushärten des Schichtmaterials gebildet werden können. Die Streuelemente 112 können Abmessungen, also beispielsweise Durchmesser oder Korngrößen, von größer oder gleich 50 nm oder größer oder gleich 100 nm oder größer oder gleich 200 nm aufweisen. Weiterhin können die Abmessungen kleiner oder gleich 50 ym oder kleiner oder gleich 20 ym oder kleiner oder gleich 5 ym sein. Bevorzugte Bereiche für die Abmessungen können beispielsweise größer oder gleich 50 nm und kleiner oder gleich 50 ym oder größer oder gleich 100 nm und kleiner oder gleich 20 ym oder größer oder gleich 200 nm und kleiner oder gleich 5 ym sein. Die metallische Abdeckschicht 109 ist mittels der

KlebstoffSchicht 108 auf der Streuschicht 110 aufgeklebt und kann eine Metallfolie aufweisen oder besonders bevorzugt durch eine Metallfolie gebildet werden. Beispielsweise kann die Abdeckschicht 109 mit oder aus Aluminium und/oder Kupfer sein und insbesondere als Wärmeverteilungs- und/oder

Wärmeableitschicht dienen. Weiterhin kann die metallische Abdeckschicht 109 intransparent insbesondere für sichtbares Licht sein, so dass das organische Licht emittierende

Bauelement 100 in den Bereichen, die von der metallischen Abdeckschicht 109 überdeckt sind, zumindest aufgrund der metallischen Abdeckschicht 109 intransparent ist und in diesen Bereichen eine Lichtabstrahlung im Betrieb auch nur auf der Substratseite erfolgt. Besonders bevorzugt ist die metallische Abdeckschicht 109 zumindest teilweise

reflektierend für das im Betrieb des organischen Licht emittierenden Bauelements 100 erzeugte Licht.

Im Ausführungsbeispiel der Figuren 1A und 1B bedeckt die metallische Abdeckschicht 109 die gesamte Streuschicht 110 und somit auch die gesamte Verkapselung 107. Entsprechend kann die metallische Abdeckschicht 109 auch die gesamte erste Hauptoberfläche 1011 des Substrats 101 bis auf den vorab beschriebenen elektrischen Anschlussbereich bedecken und somit bis an den Rand der ersten Hauptoberfläche 1011 des Substrats 101 reichen. Dadurch kann Licht, auch Streulicht 122, im Betrieb nur durch die substratseitige

Lichtauskoppelfläche vom organischen Licht emittierenden Bauelement 100 abgestrahlt werden. Weiterhin kann dadurch, dass die metallische Abdeckschicht 109 die gesamte Rückseite des Bauelements 100 bedeckt, erreicht werden, dass das

Bauelement 100 sowohl im aktiven Bereich 200 als auch im Randbereich 201 bei einer Betrachtung in vertikaler Richtung intransparent erscheint.

In den nachfolgenden Figuren sind weitere

Ausführungsbeispiele gezeigt, die Modifikationen und

Variationen des vorab beschriebenen Ausführungsbeispiels bilden. Die nachfolgende Beschreibung bezieht sich daher hauptsächlich auf die Merkmalsunterschiede.

In Figur 2 ist in einer der Figur 1B entsprechenden

ausschnittsweisen Darstellung ein weiteres

Ausführungsbeispiel gezeigt, bei dem im Vergleich zum vorherigen Ausführungsbeispiel die metallische Abdeckschicht 109 von der Bauteilkante zurückgezogen ist und die erste Hauptoberfläche 1011 im Randbereich 201 zumindest teilweise unbedeckt lässt. Die Abdeckschicht 109 reicht in diesem Ausführungsbeispiel somit nicht bis zum Rand der ersten

Hauptoberfläche 1011 des Substrats 101. Entsprechend ist das organische Licht emittierende Bauelement 100 im Randbereich 201 zumindest teilweise frei von der metallischen

Abdeckschicht 109. Im gezeigten Ausführungsbeispiel ragt die Abdeckschicht 109 in lateraler Richtung in den Randbereich 201 hinein, so dass ein Teil des Randbereichs 201 von der metallischen Abdeckschicht 109 überdeckt ist. Alternativ hierzu kann die metallische Abdeckschicht 109 auch nur den aktiven Bereich 200 bedecken und damit nur denjenigen

Bereich, in dem der organische funktionelle Schichtenstapel 103 angeordnet ist, so dass der gesamte Randbereich 201 frei von der metallischen Abdeckschicht 109 sein kann. Wie in Figur 2 angedeutet ist, kann von der Streuschicht 110 in dem Bereich, der frei von der Abdeckschicht 109 ist, ebenfalls Licht 122 austreten. Somit ist das organische Licht emittierende Bauelement 100 im von der metallischen

Abdeckschicht 109 unbedeckten Bereich transparent und kann von der Streuschicht 110 gestreutes Licht 122 zusätzlich in eine dem Substrat 101 abgewandte Richtung, also durch eine dem Substrat 101 abgewandte Seite, abstrahlen. Im gezeigten Ausführungsbeispiel erfolgt die rückseitige Abstrahlung des Streulichts 122 direkt durch die Streuschicht 110.

In Figur 3 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel gezeigt, bei dem im Vergleich zu den vorherigen Ausführungsbeispielen die Streuschicht 110 zusätzlich zumindest eine Seitenfläche 1013 des Substrats 101 bedeckt. Die Streuschicht 110 ragt hierbei in lateraler Richtung über den Rand der ersten

Hauptoberfläche 1011 des Substrats 101 hinaus und erstreckt sich über die Verkapselung 107 und die Seitenfläche 1013 des Substrats 101 bis zur Kante der Seitenfläche 1013 mit der zweiten Hauptoberfläche 1012. Die Streuschicht 110 bedeckt wie in Figur 3 gezeigt besonders bevorzugt alle Seitenflächen 1013 des Substrats 101. Durch die Streuschicht 110 auf zumindest einer oder mehreren oder allen Seitenflächen 1013 des Substrats 101 kann durch die durch die Streuschicht 110 bewirkte Lichtstreuung im Vergleich zu den vorherigen

Ausführungsbeispielen eine stärkere Abstrahlung von Licht in lateraler Richtung erreicht werden. Ist die metallische

Abdeckschicht 109 wie im gezeigten Ausführungsbeispiel von der Bauteilkante zurückgezogen, kann durch die Streuwirkung der Streuschicht 110 die Wirkung allseitig leuchtender

Bauteilkanten erreicht werden. In Figur 4 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel gezeigt, bei dem im Vergleich zu den vorherigen Ausführungsbeispielen im Randbereich 201 auf der ersten Hauptoberfläche 1011 des

Substrats 101 ein Leuchtelement 113 angeordnet ist, das unabhängig vom organischen funktionellen Schichtenstapel 103 im aktiven Bereich 200 zur Emission von Licht betreibbar ist. Dabei ist das Leuchtelement 113 zusammen mit dem organischen funktionellen Schichtenstapel 103 gemeinsam unter der

Verkapselung 107 und insbesondere auch unter der Streuschicht 110 auf dem Substrat 101 angeordnet. Das Leuchtelement 113 ist wie gezeigt auf einer Seite lateral neben dem aktiven Bereich 200 angeordnet. Alternativ hierzu können auch mehrere Leuchtelemente lateral neben dem aktiven Bereich 200

angeordnet sein, beispielsweise an verschiedenen Seiten des aktiven Bereichs 200. Darüber hinaus kann das Leuchtelement 113 den aktiven Bereich 200 auch in lateraler Richtung umgeben und beispielsweise ring- oder rahmenförmig

ausgebildet sein. Das Leuchtelement 113 ist dazu eingerichtet und vorgesehen,

Licht 123 in die Streuschicht 110 zu emittieren. Hierbei kann das Leuchtelement 113 insbesondere wie in Figur 4 gezeigt von der metallischen Abdeckschicht 109 überdeckt sein, so dass das vom Leuchtelement 113 erzeugte Licht nicht direkt durch die Streuschicht 110 auf der Bauelementrückseite abgestrahlt werden kann, sondern nur durch die vorab beschriebene

Streuwirkung der Streuschicht 110 als Streulicht 122. Die gezeigte Ausgestaltung der Streuschicht 110 und der

metallischen Abdeckschicht 109, die dem Ausführungsbeispiel der Figur 2 entspricht, ist rein beispielhaft zu verstehen und bewirkt eine Auskopplung von gestreutem Licht 122 im Randbereich 201 nach hinten und nach vorn. Alternativ hierzu kann das Leuchtelement 113 auch beispielsweise mit den Ausführungsbeispielen der Figuren 1A und 1B oder der Figur 3 kombiniert werden.

Das Leuchtelement 113 weist eine intransparente dritte

Elektrode 114, einen weiteren organischen funktionellen

Schichtenstapel 115 und eine transparente vierte Elektrode 116 auf, die auf der ersten Hauptoberfläche 1011 des

Substrats 101 aufgebracht sind. Insbesondere weist der weitere funktionelle Schichtenstapel 115 zumindest eine organische Licht emittierende Schicht auf, die dazu

eingerichtet und vorgesehen ist, Licht zu emittieren. Durch die intransparente dritte Elektrode 114 kann eine direkte Abstrahlung von Licht 123 des Leuchtelements 113 in Richtung des Substrats 101 verhindert wird, während das erzeugte Licht 123 durch die transparente vierte Elektrode 116 direkt in die Streuschicht 110 eingekoppelt werden kann. Die dritte und vierte Elektrode 114, 116 und der dazwischen angeordnete weitere organische funktionelle Schichtenstapel 115 können Merkmale aufweisen, die für die erste und zweite Elektrode 102, 104 und den dazwischen angeordneten funktionellen

Schichtenstapel 103 des aktiven Bereichs 200 beschrieben sind. Weiterhin kann die dritte Elektrode 114 durch ein

Elektrodenanschlussstück gebildet sein, das gleichzeitig zum elektrischen Anschluss der ersten oder zweiten Elektrode vorgesehen ist. In diesem Fall kann das in Figur 4 gezeigte Elektrodenanschlussstück 105 einstückig mit der gezeigten dritten Elektrode 114 ausgebildet sein. Mit anderen Worten kann die dritte Elektrode 114 Teil des gezeigten

Elektrodenanschlussstücks 105 sein, auf dem dann der weitere organische funktionelle Schichtenstapel 115 und die vierte Elektrode 116 aufgebracht sind. Durch die Abstrahlung von Licht 123 durch das Leuchtelement 113 im Randbereich 201 in die Streuschicht 110 kann erreicht werden, dass das organische Licht emittierende Bauelement 100 im Randbereich 201 unabhängig vom Betrieb des organischen funktionellen Schichtenstapels 103 im aktiven Bereich 200, also auch ohne leuchtenden aktiven Bereich, oder zusätzlich dazu Licht abstrahlen kann. Somit ist ein leuchtender Rand des Bauelements 100 auch ohne leuchtenden aktiven Bereich 200 möglich. Der organische funktionelle Schichtenstapel 103 im aktiven Bereich 200 und der weitere organische funktionelle Schichtenstapel 115 des Leuchtelements 113 können derart eingerichtet sein, dass beide gleiches oder unterschiedliches Licht abstrahlen. Dadurch kann erreicht werden, dass der Randbereich 201 in gleichem oder anderem Licht leuchtet wie der aktive Bereich 200.

In Figur 5 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel für ein organisches Licht emittierendes Bauelement 100 in einer

Aufsicht auf die Lichtauskoppelfläche gezeigt. Der aktive Bereich 200 ist rein beispielhaft C-förmig ausgebildet und durch gestrichelte Linien angedeutet. Alternativ sind auch andere geometrische Formen des aktiven Bereichs 200 oder mehrere voneinander getrennte aktive Bereiche möglich. Der Randbereich 201 umschließt den aktiven Bereich 200 wie dargestellt in lateraler Richtung allseitig. Weiterhin ist rein beispielhaft die Anordnung eines

Elektrodenanschlussstücks 105 in Form einer leiterbahnartigen Struktur durch einen weiteren gestrichelten Bereich

angedeutet. Da das Elektrodenanschlussstück 105 wie oben beschrieben beispielsweise durch einen Metallschichtstapel gebildet werden kann und intransparent sein kann, kann hierdurch eine Lichtemission im vom Elektrodenanschlussstück 105 abgedeckten Bereich verhindert werden, so dass sich hierdurch eine weitere Designmöglichkeit zur Gestaltung der Leuchtfläche ergibt. Alternativ hierzu kann es sich auch um eine andere intransparente Struktur, beispielsweise eine andere Metallisierungsstruktur, handeln. Durch die

Streuschicht und den damit verbundenen vorab beschriebenen Streueffekt kann eine Lichtabstrahlung durch die

Lichtauskoppelfläche nicht nur im aktiven Bereich 200 sondern auch im diesen umgebenden Randbereich 201 erreicht werden. Insbesondere kann auch ein Leuchtgradient erzielt werden. Ist die metallische Abdeckschicht beispielsweise nur im aktiven Bereich 200 angeordnet, kann der Randbereich 201 zumindest teilweise lichtdurchlässig, insbesondere transluzent, sein.

In Figur 6 ist ein Ausschnitt eines weiteren

Ausführungsbeispiels für ein organisches Licht emittierendes Bauelement 100 gezeigt, das im Vergleich zu den vorherigen Ausführungsbeispielen ein Zeichenelement 117 enthält, das zumindest durch einen Teil des durch das mittels der

Streuschicht gestreute Licht beleuchtbar ist. Es können auch mehrere Zeichenelemente vorhanden sein. Beim gestreuten Licht kann es sich um Licht handeln, das im aktiven Bereich

und/oder durch ein Leuchtelement erzeugt wird. Das

Zeichenelement 117, das beispielsweise ein Schriftzeichen, ein Schriftzug, ein Bild, wie gezeigt ein Logo oder eine Kombination daraus aufweisen oder sein kann, kann

insbesondere im Randbereich angeordnet sein. Beispielsweise kann das Zeichenelement 117 auf oder im Substrat angeordnet sein und etwa durch Bereiche des Substrats oder einer oder mehrerer aufgebrachter Schichten mit unterschiedlicher

Transparenz gebildet sein. Im ausgeschalteten Zustand kann das Zeichenelement eine der Bauelementrückseite gleichende Erscheinung haben, da bei einer Aufsicht auf die

Lichtauskoppelfläche hinter dem Zeichenelement 117 keine Lichtquelle angeordnet ist. Insbesondere bei einer indirekten Beleuchtung des Zeichenelements 117 durch ein Leuchtelement kann das Zeichenelement 117 auch in einer anderen Farbe leuchten als der aktive Bereich.

Die in Verbindung mit den Figuren gezeigten

Ausführungsbeispiele können gemäß weiterer

Ausführungsbeispiele auch miteinander kombiniert werden, auch wenn nicht alle derartigen Kombinationen explizit in

Verbindung mit den Figuren beschrieben sind. Weiterhin können die in den Figuren gezeigten Ausführungsbeispiele zusätzlich oder alternativ Merkmale gemäß der allgemeinen Beschreibung aufweisen . Die Erfindung ist nicht durch die Beschreibung anhand der

Ausführungsbeispiele auf diese beschränkt. Vielmehr umfasst die Erfindung jedes neue Merkmal sowie jede Kombination von Merkmalen, was insbesondere jede Kombination von Merkmalen in den Patentansprüchen beinhaltet, auch wenn dieses Merkmal oder diese Kombination selbst nicht explizit in den

Patentansprüchen oder Ausführungsbeispielen angegeben ist.

Bezugs zeichenliste

100 organisches Licht emittierendes Bauelement

101 Substrat

102 Elektrode

103 organischer funktioneller Schichtenstapel

104 Elektrode

105 Elektrodenanschlussstück

106 Isolatorschicht

107 Verkapselung

108 Klebstoffschicht

109 metallische Abdeckschicht

110 Streuschicht

111 Schichtmaterial

112 Streuelement

113 Leuchtelernent

114 Elektrode

115 organischer funktioneller Schichtenstapel

116 Elektrode

117 Zeichenelement

121, 122, 123 Licht

200 aktiver Bereich

201 Randbereich

1011 erste Hauptoberfläche

1012 zweite Hauptoberfläche

1013 Seitenfläche