Login| Sign Up| Help| Contact|

Patent Searching and Data


Title:
ORTHOPEDIC JAW FIXING ELEMENT
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2006/125479
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to an orthopedic jaw fixing element for transmitting a force to a tooth (1), comprising a baseplate (3), by means of which the fixing element is fixed to the tooth (1) and a holder piece for holding a wire (2), with a support (4), extending essentially perpendicular to the baseplate (3) and a retainer arm (5), running essentially parallel to the baseplate (3) from the free end of the support (4), such that a retainer slot (6) results between the retainer arm (5) and the baseplate (3) in which the wire (2) can be introduced. According to the invention, an optimised orthopedic jaw fixing element can be achieved, with which the fixing and releasing of the wire may be simply achieved without additional special elements such as locking pins, whereby the retainer arm (5) of said orthopedic jaw fixing element comprises a projection (9) which extends the retainer arm (5) beyond the free end of the support (4) such that a second retainer slot (10) opposite the first with relation to the support (4) is achieved between the projection (9)and the plane of the baseplate (3) in which a fixing strap (11) is suspended.

Inventors:
Hahn, Werner (Heegbarg 10A, Hamburg, 22391, DE)
Application Number:
PCT/EP2006/001262
Publication Date:
November 30, 2006
Filing Date:
February 11, 2006
Export Citation:
Click for automatic bibliography generation   Help
Assignee:
Hahn, Werner (Heegbarg 10A, Hamburg, 22391, DE)
International Classes:
A61C7/14; A61C7/28
Foreign References:
US4575337A
US20030152884A1
US6382966B1
DE3609089A1
DE3609089A1
DE10300010A1
Attorney, Agent or Firm:
Wagner, Carsten (Leine & Wagner, Burckhardtstrasse 1, Hannover, 30163, DE)
Download PDF:
Claims:
Patentansprüche
1. Kieferorthopädisches Befestigungselement zum Übertragen einer Kraft auf einen Zahn (1) mit: einer Grundplatte (3) , über die das Befestigungs element an dem Zahn (1) befestigt wird, und einem Halterungsteil zum Halten eines Drahtes (2) , das einen Träger (4) , der im wesentlichen senkrecht auf der Grundplatte (3) steht, und einen Haltearm (5) um fasst, der sich ausgehend von dem freien Ende des Trägers (4) im wesentlichen parallel zu der Grundplatte (3) erstreckt, so dass sich ein Halteschlitz (6) zwischen dem Haltearm (5) und der Grundplatte (3) ergibt, in den der Draht (2) eingelegt werden kann, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass der Haltearm (5) einen Fortsatz (9) aufweist, der den Haltearm (5) über das freie Ende des Trägers (4) hin aus verlängert, so dass sich ein in Bezug auf den Träger (4) dem ersten gegenüberliegender zweiter Halteschlitz (10) zwischen dem Fortsatz (9) und der Ebene der Grundplatte (3) ergibt.
2. Kieferorthopädisches Befestigungselement nach Anspruch 1, bei dem die Länge des Fortsatzes (9) in etwa 1 mm beträgt .
3. Kieferorthopädisches Befestigungselement nach An spruch 2, bei dem das freie Ende des Fortsatzes (9) par*& 13.
4. allel in Bezug auf die Ebene der Grundplatte (3) verläuft .
5. 4 Kieferorthopädisches Befestigungselement nach An spruch 1 oder 2, bei dem das freie Ende des Fortsatzes (9) nach unten gezogen ist in Bezug auf die Ebene der Grundplatte (3) , so dass sich eine Engstelle zwischen dem dreien Ende des Fortsatzes (9) und der Ebene der Grundplatte (3) ergibt.
6. Kieferorthopädisches Befestigungselement nach einem der vorangehenden Ansprüche, bei dem die obere Seite des Haltearmes (5) und des Fortsatzes (9) konvex ist.
7. Kieferorthopädisches Befestigungselement nach einem der vorangehenden Ansprüche, bei dem die Grundplatte (3) konkav geformt ist, so dass sie sich im wesentlichen an die bukkale Wölbung des Zahns (1) anschmiegt.
8. Kieferorthopädisches Befestigungselement nach einem der Ansprüche 1 bis 5, bei dem die Grundplatte (3) konvex geformt ist, so dass sie sich im wesentlichen an die linguale Wölbung des Zahns (1) anschmiegt.
9. Kieferorthopädisches Befestigungselement nach einem der vorangehenden Ansprüche, bei dem der Träger (4) einen Arretierungsschlitz (7) aufweist, der sich parallel zu und unter dem Haltearm (5) erstreckt, zur Aufnahme eines Sperrstiftes (8) .*& 14.
10. Kieferorthopädisches Befestigungselement nach einem der vorangehenden Ansprüche, bei dem sich der Arretierungsschlitz (7) in die Grundplatte (3) hinein erstreckt, so dass die Grundplatte (3) zwei Teile (3a, 3b) umfasst.
11. Kieferorthopädisches Befestigungselement nach Anspruch 9, das in dem Haltearm (5) ein Fenster aufweist.
12. Kieferorthopädisches Befestigungselement nach einem der vorangehenden Ansprüche, bei dem wenigstens der Träger (4) , der Haltearm (5) und der Fortsatz (9) einstückig hergestellt sind.
13. Kieferorthopädisches Befestigungselement nach einem der vorangehenden Ansprüche, das wenigstens teilweise aus Keramik besteht . 15.
Description:
Kieferorthopadisch.es Befestigungselement

Die Erfindung betrifft ein kieferorthopädisches Befestigungselement zum Übertragen einer Kraft auf einen Zahn, insbesondere ein Bracket, nach dem Oberbegriff von Anspruch 1.

Aus DE 36 09 089 ist eine kieferorthopädische Spange zur Bewegung eines Zahns längs eines Bogendrah- tes bekannt. Bei einer derartigen Begg-Spange zur Begrenzung des Kippens und/oder Aufrichtens eines Zahns wird durch Bogendrähte und/oder elastische Hilfsmittel eine mesiale oder distale Kippkraft auf die Krone des Zahns ausgeübt, um grundsätzlich die Krone zu bewegen, und/oder es werden mesiale oder distale Aufrichtkräfte auf einen Zahn angewandt, um hauptsächlich die Wurzel des Zahns zu bewegen.

Aus DE 103 00 010 ist ein Bracket zur Befestigung an einer Zahninnen- oder Zahnaußenseite bekannt, wobei das Bracket eine am Zahn anliegende Basis aufweist, in die ein Slot zur Aufnahme eines Drahtbogens eingelassen ist. Das Bracket ist besonders rund ausgeführt und bewirkt somit einen erhöhten Tragekomfort für den Patienten. Bei den Befestigungselementen nach dem Stand der Technik wird der Draht durch einen Sperrstift in dem Befestigungselement gehalten. Dieser Sperrstift wird in

dem Befestigungselement verklemmt. Da die Befestigungselemente unterschiedliche Größen aufweisen können, müssen grundsätzlich Sperrstifte für mehrere Größen vorrätig gehalten werden, was einen Mehraufwand für den Kie- ferorthopäden bedeutet. Ferner kann sich der Sperrstift beim Einsetzen in das Befestigungselement verhaken, so dass er nur schwer wieder herauszunehmen ist . Durch den Sperrstift kann es bei kurzen Zahnkronen oder Zahnfleischschwellungen außerdem zu Verletzungen des Zahn- fleisches kommen.

Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein optimiertes kieferorthopädisches Befestigungselement zu schaffen, mit dem das Befestigen und Lösen des Drahtes einfach und ohne zusätzliche spezielle Hilfsmittel mög- lieh ist.

Diese Aufgabe wird durch das kieferorthopädische Befestigungselement nach Anspruch 1 gelöst. Bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche . Der Erfindung liegt der Gedanke zugrunde, das kieferorthopädische Befestigungselement so zu ergänzen, dass man als Verbindung zwischen Draht und Befestigungselement einen einfachen Gummiring bzw. ein Band einsetzen kann. Dementsprechend ist das erfindungsgemäße kieferorthopädische Befestigungselement zum Übertragen einer Kraft auf einen Zahn mit einer Grundplatte, über die das Befestigungselement an dem Zahn befestigt wird, und einem Halterungsteil zum Halten eines Drahtes, das ei- nen Träger, der im wesentlichen senkrecht auf der

Grundplatte steht, und einen Haltearm umfasst, der sich ausgehend von dem freien Ende des Trägers im wesentlichen parallel zu der Grundplatte erstreckt, so dass sich ein Halteschlitz zwischen dem Haltearm und der

Grundplatte ergibt, in den der Draht eingelegt werden kann, dadurch gekennzeichnet, dass der Haltearm einen Portsatz aufweist, der den Haltearm über das freie Ende des Trägers hinaus verlängert, so dass sich ein in Be- zug auf den Träger dem ersten gegenüberliegender zweiter Halteschlitz zwischen dem Fortsatz und der Ebene der Grundplatte ergibt. In diesen Halteschlitz wird zum Befestigen des Drahtes an dem Befestigungselement ein entsprechender Gummiring eingehängt. Insbesondere beträgt die Länge des Fortsatzes in etwa 1 mm.

Vorzugsweise verläuft das freie Ende des Fortsatzes parallel in Bezug auf die Grundplatte, so dass sich das Befestigungsband einfach um den Sockel des Befesti- gungselementes legen lässt. Alternativ kann aber das freie Ende des Portsatzes auch nach unten gezogen sein in Bezug auf die Grundplatte, so dass sich eine Engstelle zwischen dem freien Ende des Fortsatzes und der Ebene der Grundplatte ergibt . Dadurch verringert sich die Gefahr, dass das Band beim Tragen unbeabsichtigt herausrutscht .

Um den Tragekomfort zu verbessern, ist vorzugsweise die obere Seite des Haltearmes und des Fortsatzes konvex. Dadurch werden scharfe Kanten im Mund ver-mie- den.

Auf der Seite, an der das Befestigungselement an dem Zahn angebracht wird, ist je nach Verwendungszweck vorzugsweise die Grundplatte konkav geformt, so dass sie sich im wesentlichen an die bukkale Wölbung des Zahns anschmiegt. Alternativ ist die Grundplatte konvex geformt, so dass sie sich im wesentlichen an die linguale Wölbung des Zahns anschmiegt. Dadurch lässt sich eine bessere Haltbarkeit am Zahn sicherstellen, und die Oberflächen von Zahn und Grundplatte müssen nicht durch

zusätzliches Material wie Klebstoff etc. künstlich nivelliert werden.

Um nach wie vor die Möglichkeit zu haben, auch Sperrstifte wie im Stand der Technik einsetzen zu kön- nen, weist in einer bevorzugten Ausführungsform des kieferorthopädischen Befestigungselements der Träger einen Arretierungsschlitz auf, der sich parallel zu und unter dem Haltearm erstreckt. Insbesondere kann sich der Arretierungsschlitz bis in die Grundplatte hinein erstrecken, so dass die Grundplatte zwei Teile umfasst.

Vorzugsweise weist das kieferorthopädische Befestigungselement in dem Haltearm ein Fenster auf. Dieses dient zum Lösen eines evtl. abwechselnd mit dem erfindungsgemäß verwendeten Band eingesetzten Sperr-stiftes. Vorzugsweise werden bei dem Befestigungselement der Träger, der Haltearm und der Portsatz einstückig hergestellt. Als Aufsatz werden diese Bestandteile des Befestigungselements dann auf die Grundplatte aufgesetzt . Durch die zuletzt genannten Merkmale wird u.a. sichergestellt, dass die Fertigungsverfahren zur Herstellung der Begg-Brackets nach dem Stand der Technik für die Herstellung des erfindungsgemäßen kieferorthopädischen Befestigungselementes weitgehend unverändert übernommen werden können.

Die Ausführung des kieferorthopädischen Befestigungselements oder von Teilen davon kann aus Keramik, Kunststoff oder Metall bestehen.

Ein Vorteil der erfindungsgemäßen Lösung der ge- nannten Aufgabe besteht darin, dass durch das eingesetzte Band die Stellkraft des Drahtes mit einer im wesentlichen bekannten Federkonstante auf das Befestigungselement übertragen wird. Es sind keine speziell angefertigten Federelemente aus Draht mehr notwendig.

Ferner ist die Zeit für das Befestigen und Lösen des Drahtes in dem Befestigungselement mit einem Band um bis zu zwei Drittel kürzer als die Zeit, die für das Einlegieren und Auslegieren eines Sperrstiftes nach dem Stand der Technik notwendig ist. Der Tragekomfort der erfindungsgemäßen kieferorthopädischen Befestigungs- elemente ist sehr viel höher als bei den Elementen nach dem Stand der Technik, da sich keine spitzen Gegenstände mehr in der Nähe von Zahnfleisch und Zunge befinden, sondern stattdessen alle Kanten gerundet sind und die

Verbindung zwischen Draht und Befestigungselement statt mit einem Metallstift mit einer Schlaufe aus Gummi, Latex oder ähnlichem Material hergestellt wird.

Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung er- geben sich aus der folgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen, wobei auf die beigefügten Zeichnungen Bezug genommen wird.

Fig. 1 zeigt schematisch ein kieferorthopädi- sches Befestigungselement nach dem Stand der Technik in der Perspektive.

Fig. 2 zeigt schematisch ein kieferorthopädisches Befestigungselement nach dem Stand der Technik, das an einem Zahn befestigt ist, im Schnitt.

Fig. 3 zeigt schematisch eine Ausführungsform des erfindungsgemäßen kiefer-orthopä- disches Befestigungselements in der Perspektive.

Fig. 4 zeigt schematisch eine Ausführungsform des erfindungsgemäßen kieferorthopädisches Befestigungs-elements, das an einem Zahn befestigt ist, im Schnitt.

Fig. 5 zeigt schematisch eine Ausführungsform des erfindungsgemäßen kiefer-orthopä- disches Befestigungselements mit Bebänderung in der Perspektive.

Die Zeichnungen sind nicht maßstäblich. Gleiche oder gleich wirkende Elemente sind mit denselben Bezugszeichen versehen.

In Fig. 1 ist ein kieferorthopädisches Befesti- gungselement nach dem Stand der Technik gezeigt. Das kieferorthopädische Befestigungselement umfasst eine Grundplatte 3, über die das Befestigungselement an einem Zahn befestigt wird. Auf der Grundplatte ist ein Träger 4 angeordnet, der im wesentlichen senkrecht auf der Grundplatte 3 steht und in der gezeigten Darstellung in einem Sockel ausläuft . Am oberen Ende des Trägers 4, d.h. an seinem freien Ende ist ein Haltearm 5 angebracht, der sich ausgehend von dem freien Ende des Trägers 4 im wesentlichen parallel zu der Grundplatte 3 erstreckt. Damit ergibt sich zwischen dem Haltearm 5 und der Grundplatte 3 ein Halteschlitz 6, in den ein Draht gelegt werden kann.

In der gezeigten Ausführungsart hat der Haltearm 5 das Profil eines umgedrehten "U" . Dadurch bildet sich in dem Träger 4 ein Arretierungsschlitz 7, der sich parallel zu und unter dem Haltearm 5 erstreckt. Dieser Arretierungsschlitz 7 dient zur Aufnahme eines Sperrstiftes, der seinerseits den Draht hält, mit dem die gewünschte Kraft auf den Zahn ausgeübt werden soll. Der Träger 4 besteht entsprechend aus zwei parallelen Wänden als Verlängerung der Schenkel des "U" . Über den Träger 4 hinaus erstreckt sich der Arretierungsschlitz 7 in die Grundplatte 3 hinein, so dass die Grundplatte 3 zweigeteilt ist und die beiden Teilplat-

ten 3a und 3b umfasst .

In Fig. 2 ist schematisch die Verwendung des in Fig. 1 gezeigten und beschriebenen Begg-Brackets dargestellt. Das kieferorthopädische Befestigungs-element ist mit seiner Grundplatte 3 auf den Zahn 1 aufgesetzt, so dass der Halteschlitz 6 im wesentlichen waagerecht (und senkrecht zur Zeichenebene) und parallel zum (nicht gezeigten) Kiefer des Patienten verläuft. In den Halteschlitz 6 wird ein Draht 2 gelegt und durch einen Sperrstift 8 arretiert. Der Draht 2 verbindet dabei mehrere nebeneinander liegende Zähne und wird von diesen gehalten. Je nach Orientierung des Halteschlitzes 6 zu dem Draht 2 kann dann eine gerichtete Kraft auf den einen Zahn 1 ausgeübt werden, ohne dadurch die (nicht gezeigten) anderen, den Draht 2 haltenden Zähne zu bewegen. Der Sperrstift 8 befindet sich in der Darstellung hinter der Zeichenebene und ist gestrichelt gezeigt. Der Sperrstift hat eine Nase, so dass er den Draht 2 teilweise umschließt, und er wird mit der Grundplatte 3 und dem Haltearm 5 verkeilt und gegebenenfalls umgebogen, so dass er gegen ein unbeabsichtigtes Herausrutschen gesichert ist.

Zum Verkeilen des Sperrstiftes ist eine Kraft nötig, um damit die Klemmverbindung zwischen Sperrstift und Befestigungselement herstellen zu können. Andererseits ist eine Kraft nötig, die Klemmverbindung des Sperrstiftes 8 mit dem Befestigungselement wieder zu lösen. Beide Kräfte brauchen bei dem erfindungs-gemäßen Befestigungselement nicht mehr aufgewendet zu werden. Erfindungsgemäß wird der Sperrstift durch einen einfachen Gummizug ersetzt, der sich einfach über das kieferorthopädische Befestigungselement ziehen lässt.

Das erfindungsgemäße Befestigungselement wird anhand von Fig. 3 erläutert. Soweit die Elemente des Be-

festigungselements denen im Stand der Technik nach Fig. 1 entsprechen, werden sie hier nicht nochmals beschrieben. Das erfindungsgemäße Befestigungselement weist gegenüber dem Stand der Technik einen Fortsatz 9 auf, der an dem Haltearm 5 in Höhe des Trägers 4 angesetzt ist. Dieser Fortsatz 9 verlängert also den Haltearm 9 über dessen Ende an dem Träger 4 hinaus . Dadurch ergibt sich ein zweiter Halteschlitz 10, der in Bezug auf den Träger 4 dem ersten Halteschlitz 6 gegenüberliegt. Die- ser Halteschlitz 10 muss nicht unbedingt physisch gegeben sein in dem Sinne, dass der Fortsatz 9 einem Abschnitt der Grundplatte 3 gegenüberliegt. Die Grundplatte 3 kann auch direkt an dem Träger 4 enden. In diesem Fall ergibt sich ein "virtueller" Halteschlitz 10, der zwischen dem Fortsatz 9 und der (gedachten) Ebene der Grundplatte 3 liegt.

Die Anwendung des erfindungsgemäßen Befestigungselements ist in Fig. 4 gezeigt. Das kieferorthopädische Befestigungselement ist mit seiner Grundplatte 3 auf den Zahn 1 aufgesetzt, so dass der Halteschlitz 6 im wesentlichen waagerecht und parallel zum Kiefer des Patienten verläuft. In den Halteschlitz 6 wird wiederum der Draht 2 gelegt. Anders als in dem Beispiel nach Fig. 2 wird nun aber über das Befestigungselement eine Schlaufe 11 gezogen, die in dem zweiten Halteschlitz 10 zwischen dem Fortsatz 9 und der Grundplatte 3 eingehakt wird. Insbesondere ist die Schlaufe 11 ein geschlossenes Gummiband. Zum Befestigen des Drahtes in der gezeigten Art wird dieses Gummiband 11 in den Halte- schlitz 10 eingehakt und an dem Zahn 1 entlang geführt. Anschließend wird der Draht 2 in den Halteschlitz 6 eingesetzt. Das Band 11 wird nun um den Draht 2 geknickt und mit seiner freien Schlaufe über den Haltearm 5 in den Halteschlitz 10 eingehakt. Somit wird der

Draht 2 von der Schlaufe 11 sicher in dem Halteschlitz 6 gehalten, ein Herausrutschen ist nicht möglich. (Ein Sperrstift 8 nach Stand der Technik kann sich dagegen lösen und den Draht freigeben, wenn er nicht umgebogen wird.) Bei dieser Befestigungsart wird der Draht 2 automatisch mit einer federnden Kraft an dem Befestigungselement gehalten, und damit wird von dem Draht 2 über das Gummiband 11 eine federnde Kraft auf den Zahn 1 ausgeübt . Zur Erläuterung ist die Anordnung von Befestigungselement, Draht und Gummizug in Fig. 5 noch einmal perspektivisch dargestellt. Fig. 5 ist zu entnehmen, dass die Befestigung des Drahtes an dem Element ohne weitere technische Hilfsmittel möglich ist und sicher ist, solange das Band 11 nicht beschädigt wird. Um das Band 11 ohne großen Kraftaufwand über das Befestigungselement ziehen zu können, beträgt die Länge des Fortsatzes 9 vorzugsweise nicht mehr als etwa 1 bis 1,5 mm. Ferner ist in der gezeigten Ausführungsform das freie Ende des Fortsatzes 9 leicht abgeschrägt, so dass sich der zweite Halteschlitz 10 nach außen öffnet. Dadurch wird das Herüberziehen des Bandes 11 über den Fortsatz 9 noch weiter vereinfacht. Um jedoch ein unbeabsichtigtes Herausrutschen des Bandes 11 über den Fortsatz 9 aus dem Halteschlitz 10 heraus zu vermeiden, kann das freie Ende des Fortsatzes 9 alternativ parallel in Bezug auf die Ebene der Grundplatte 3 verlaufen oder sogar in Bezug auf die Ebene der Grundplatte 3 nach unten gezogen sein, so dass sich eine Engstelle zwischen dem dreien Ende des Fortsatzes 9 und der Ebene der Grundplatte 3 ergibt (nicht dargestellt) .

Zur Verbesserung des Tragekomforts ist die obere Seite des Haltearmes 5 und des Fortsatzes 9 in der gezeigten Ausführungsform konvex ausgestaltet . Dadurch

werden scharfe Kanten, an denen sich die Zunge oder die Wange des Patienten reiben können, vermieden.

Um aus Gründen der Behandlung die Möglichkeit zu haben, auch und neben dem erfindungsgemäßen Befestigen des Drahtes 2 mit dem Band 11 die Arretierung des Drahtes mit einem Sperrstift 8 zu bewirken, weist bei dem kieferorthopädischen Befestigungselement der Träger 4 einen Arretierungsschlitz 7 auf, der sich parallel zu und unter dem Haltearm 5 erstreckt, wie es in Bezug auf den Stand der Technik anhand von Fig. 1 und 2 erläutert worden ist. Wie dort kann sich der Arretierungsschlitz 7 bis in die Grundplatte 3 hinein erstrecken, so dass sich die Grundplatte 3 aus zwei Teilen 3a und 3b zusammensetzt . In einer (nicht dargestellten) bevorzugten Ausführungsform weist das kieferorthopädische Befestigungselement in dem Haltearm 5 ein Fenster auf, mit dem das Lösen des Sperrstiftes ermöglicht wird. Form und Größe des Fensters werden durch Stabilitäts- anforderungen an das Befestigungselement gegeben. Dieses Fenster kann sich auch bis in den Fortsatz hinein erstrecken.

Durch die zuletzt genannten Merkmale wird außerdem sichergestellt, dass die Fertigungsverfahren zur Her- Stellung der Begg-Brackets nach Stand der Technik weitgehend unverändert übernommen werden können. Bei der Herstellung des erfindungsgemäßen Befestigungselements werden insbesondere der Träger 4, der Haltearm 5 und der Fortsatz 9 einstückig hergestellt und als ganzes dann auf die Grundplatte aufgesetzt.

Die Form der Grundplatte 3 kann beispielsweise konkav geformt sein, so dass sie sich im wesentlichen an die bukkale Wölbung des Zahns 1 anschmiegt, oder sie kann konvex geformt sein, so dass sie sich im wesentli-

- li ehen an die linguale Wölbung des Zahns 1 anschmiegt. Damit kann das erfindungsgemäße Befestigungselement auf der Innenfläche oder auf der Außenfläche des Zahns angebracht werden.

Vorzugsweise werden das Befestigungselement bzw. Teile davon aus Keramik hergestellt.

l C T

- 12 -

Bezugszeichen

1 Zahn

2 Draht

3 Grundplatte, 3a erste Halbplatte, 3b zweite Halb platte

4 Träger

5 Haltearm

6 Halteschlitz

7 Arretierungsschlitz

8 Sperrstift

Fortsatz

10 zweiter Halteschlitz

11 Band