| Ansprüche 1 . Orthese, insbesondere für Menschen mit spastischer Cerebralparese, mit mindestens einem im Beinbereich positionierbaren Stützelement (1 , 2) zum Abstützen insbesondere Spreizen eines Beines oder beider Beine und mindestens einer Halteeinrichtung (4) zum Halten des mindestens einen Stützelements (1 , 2), welches derart mit dem Stützelement (1 , 2) gekoppelt ist, dass beim Tragen der Orthese das Stützelement (1 , 2) im Wesentlichen in einer Sollposition gehalten werden kann. 2. Orthese nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass zwei Stützelemente (1 , 2) vorgesehen sind, die jeweils einem Bein zugeordnet sind und mittels der Halteeinrichtung (4) beim Tragen an der Innenseite des jeweiligen Beines so angeordnet sind, dass eine nach außen gerichtete Spreizkraft auf die Beine ausgeübt wird. 3. Orthese nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass ein Stützelement (1 , 2) so gekrümmt geformt ist, dass es einen Bereich am inneren Oberschenkel eines Beines teilweise umgreift. 4. Orthese nach Anspruch 1 , 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Stützelement (1 , 2) in einem mittleren Bereich (1 a, 2a) eine größere Dicke aufweist als in einem Randbereich (1 b, 2b). 5. Orthese nach mindestens einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Innenseite des Stützelements (1 , 2) so geformt ist, dass das Stützelement (1 , 2) passgenau am Innenschenkelbereich anliegt. 6. Orthese nach mindestens einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Außenseite (1 d, 2d) des Stützelementes (1 , 2) so geformt ist, dass sie an das Ausmaß der Fehlstellung der Beine angepasst ist. 7. Orthese nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Randbereiche (1 b, 2b) des Stützelements (1 , 2) steifer sind als die mittleren Bereiche (1 a, 2a). 8. Orthese nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Halteeinrichtung (4) mindestens einen verstellbaren Gurt (5, 6, 7, 8, 9) enthält, wobei mindestens ein Ende mit dem Stützelement (1 , 2) gekoppelt (6c, 7c, 8c, 9c) ist. 9. Orthese nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Halteeinrichtung (4) einen um den Bauchbereich legbaren Trage-Gurt (5) aufweist und jedes Stützelement (1 , 2) mittels mindestens eines weiteren Halte-Gurtes (6, 7, 8, 9) gehalten wird. 10. Orthese nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Trage-Gurt (5) einen Klettverschluss (5b) aufweist, mit dem die Länge variierbar ist. 1 1 . Orthese nach mindestens einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Halteeinrichtung (4) eine Hose (3) aufweist, an welcher mindestens ein Stützelement (1 , 2) befestigbar ist. 12. Orthese nach Anspruch 1 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Hose (3) eine Tasche (10, 1 1 ) aufweist, in welche ein Stützelement (1 , 2) einlegbar ist. 13. Orthese nach Anspruch 1 1 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Hose (3) nach Art einer kurzen Radlerhose ausgebildet ist, wobei die Taschen (10, 1 1 ) im Innenbeinbereich ausgebildet sind. 14 Orthese nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Halteeinrichtung (4) eine Kombination aus Gurten (5, 6, 7, 8, 9) und einer Hose (3) mit Taschen (10, 1 1 ) zur Aufnahme eines Stützelements (1 , 2) ist. 15. Orthese nach mindestens einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Stützelement (1 , 2) aus einem Schaumstoff gebildet ist. 16. Orthese nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass der Schaumstoff ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus den Materialien Formaldehyd-Harze, Polyisocyanurate, Polystyrol, Polyurethane, Polyvinylchlorid, Ethylenvinylacetat und Mischungen davon. 17. Orthese nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Hose ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus den Textilfasern Baumwolle, Cupro, Lyocell, Modalfasern, Viskosefasern, Acetatfasern, Triacetatfasern, Alginatfasern, Polyacrylfasern, Aramidfasern, Polychloridfasern, Elasthan, Elastodien, Fluorofasern, Modacrylfasern, Polyamidfasern, Polyesterfasern, Polyethylenfasern, Polyimidfasern, Polypropylenfasern, Vinylalfasern und Mischungen davon. |
Die Erfindung betrifft eine orthopädische Prothese, kurz Orthese, insbesondere für Menschen mit spastischer Cerebralparese.
Menschen, die von Cerebralparese betroffen sind, leiden unter Bewegungsstörungen, die durch Schädigungen im sensomotorischen System verursacht werden. Das sensomotorische System ist bei Menschen aus einem geschlossenen Regelkreis zwischen dem pyramidalen System, das die Gehirnregionen (Cerebrum) für Bewegungssteuerungen umfasst, und dem extrapyramidal motorischen System aufgebaut, unter der die Nervenbahnen zur Übertragung von Bewegungsimpulsen verstanden werden. Das extrapyramidal motorische System empfängt ein Bewegungssignal aus dem pyramidalen System, worauf die Bewegung ausgeführt wird und anschließend eine Rückmeldung an das pyramidale System erfolgt, so dass ein geschlossener Regelkreis entsteht. Von spastischer Cerebralparese betroffene Menschen weisen in der Regel Schädigungen in beiden Teilen des sensomotorischen Regelkreises auf, wodurch die Bewegungskontrolle zeitweise aussetzt. Die Symptome zeigen sich durch hohe Muskelspannungen (Muskel- hypertonie) oder ständiges Wechseln von starken und schwachen Muskelspannungen (Muskelhypotonie), die durch pathologische Körperhaltungen ausgeglichen werden. Eines davon ist die Fehlstellung der Beine beim Stehen oder Gehen, die sich durch stark nach innen gebeugte Beine auszeichnet.
Bereits bekannt sind Metallschienengestelle, die außen am Bein befestigt werden, um die Fehlstellung der Beine zu korrigieren. Diese Vorrichtungen haben den Nachteil, dass sie starr sind und somit die Bewegung des Anwenders stark einschränken. Darüber hinaus sind diese Vorrichtungen schwer und unästhetisch, wodurch der Komfort, Wohlbefinden und die soziale Akzeptanz des Anwenders beeinträchtigt werden.
Bekannt ist auch der Einsatz von orthopädischen Fußsohleneinlagen zur positiven Beein- flussung der Körperhaltung. Sie weisen den Nachteil auf, dass sich die Körperhaltung nur unwesentlich verbessert und für Menschen mit ausgeprägten Fehlstellungen ungeeignet sind. Aufgabe der Erfindung ist es daher eine Orthese, insbesondere für Menschen mit spastischer Cerebralparese und einer X-Bein Fehlstellung, anzugeben, welche die Bewegungsfreiheit des Anwenders wenig einschränkt und alltagstauglich ist.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe durch eine Orthese nach Anspruch 1 gelöst, die versehen ist mit mindestens einem im Beinbereich positionierbaren Stützelement zum Abstützen, insbesondere Spreizen, eines Beines oder beider Beine und mindestens einer Halteeinrichtung zum Halten des mindestens einen Stützelements, welches derart mit dem Stützelement gekoppelt ist, dass beim Tragen der Orthese das Stützelement im Wesentlichen in einer Sollposition gehalten werden kann. Durch die erfindungsgemäße Orthese wird auf besonders einfache Weise erreicht, dass die Beine des Anwenders beim Gehen und Stehen annähernd die Normalstellung einnehmen. Allein durch die Positionierung eines Stützelements zwischen die Beine wird das Einknicken der Beine nach innen erfolgreich verhindert, indem die Beine abgestützt bzw. gespreizt werden. Durch die Verbesserung der Beinstellung wird gleichzeitig auch eine bessere Fußauflage, Fußgelenk- und Hüftstellung erreicht, so dass Kontrakturen des Anwenders korrigiert werden und ihnen prophylaktisch entgegengewirkt wird.
Insbesondere durch die Kopplung mit einer Halteeinrichtung verbleibt das Stützelement auch beim Gehen oder vergleichbaren Bewegungen in einer gewünschten Sollposition, die sich je nach Anwender insbesondere im Bereich zwischen Knie und unterem Hüftan- satz befindet. Der Anwender kann somit seine körperlichen Tätigkeiten ausführen, ohne die Orthese immer wieder nachjustieren zu müssen. Somit wird zu jedem Zeitpunkt die Stützfunktion durch die Orthese gewährleistet mit dem Ergebnis, dass die Bewegungsfreiheit und der Komfort des Anwenders durch die Orthese wenig eingeschränkt wird. Ferner ist die Orthese so kompakt, dass es unter alltäglichen Kleidungsstücken getragen werden kann, ohne von außen signifikant aufzufallen.
Die Stützfunktion und die Korrektur der Fehlstellung der Beine wird besonders effektiv dadurch erreicht, dass die erfindungsgemäße Orthese mit zwei Stützelementen ausgestattet wird, die jeweils einem Bein zugeordnet und mittels der Halteeinrichtung beim Tragen an der Innenseite des jeweiligen Beines angeordnet sind. Die Dicke der Stütz- elemente kann gegenüber einer Orthese mit nur einem Stützelement ohne Verlust der Spreizkraft um etwa die Hälfte verringert werden. Die Spreizkraft resultiert als Reaktionskraft aus dem Druck beim Angrenzen zweier Stützelemente an der Innenseite der Beine. Mittels einer bevorzugten erfindungsgemäßen Orthese mit einem gekrümmt geformten Stützelement, das einen Bereich am inneren Oberschenkel eines Beines teilweise umgreift, erreicht man eine besonders zuverlässige Einhaltung der Sollposition am Beinbereich des Anwenders. Zusätzlich dazu stellt sich beim Anlegen eines solch geformten Stützelements durch die gleichmäßigere Druckverteilung auf eine umfassende Beinoberfläche ein angenehmer haptischer Eindruck für den Anwender ein.
Eine erfindungsgemäße Orthese, deren Stützelement so geformt ist, dass das Stützelement genau am Innenschenkelbereich anliegt, erreicht einen besonders angenehmen haptischen Eindruck beim Anwender. Ferner erzielt diese Eigenschaft auch den Vorteil eines erhöhten Tragekomforts, indem mögliche Reibungen zwischen dem Innenschenkelbereich und dem Stützelement minimiert werden.
Mit einer erfindungsgemäßen Orthese, deren Außenseite des Stützelementes so geformt ist, dass sie an das Ausmaß der Fehlstellung der Beine angepasst ist, erreicht auf eine äußerst präzise Art und Weise, dass die nach außen wirkende Spreizkraft an die Bedürf- nisse des Anwenders angepasst sind. Das Profil der Außenseite kann in zwei Achsen variiert werden. Einerseits ergibt sich aus dem Profil der Außenseite entlang des Um- fangs die Größe der Spreizkraft auf die Beine entsprechend ihrer relativen Stellung beim Gehen. Das Profil der Außenseite in vertikaler Richtung, d. h. von der Hüfte zum Knie verlaufend, definiert die Spreizkraft nach der Ausprägung der Beinanatomie des Anwen- ders. Die Spreizkraft ist also auf die alltäglichen Anwendungssituation und anatomischen Gegebenheiten des Anwenders abgestimmt.
Mit einer erfindungsgemäßen Orthese, deren Stützelemente an den Enden steifer sind als die mittleren Bereiche, erreicht man auf eine besonders zuverlässige Weise eine höhere Lebensdauer des Stützelements. Die erfindungsgemäße Orthese mit einer Halteeinrichtung, die mindestens einen verstellbaren Gurt enthält, wobei mindestens ein Ende mit dem Stützelement gekoppelt ist, erhöht auf besonders einfache Art und Weise die individuelle Anpassbarkeit der Orthese je nach den Bedürfnissen des Anwenders im Alltag und seinen anatomischen Gegebenheiten. Auf gleichem Wege wird auch eine zuverlässige Einhaltung der gewünschten Sollposition erreicht. Eine besonders bevorzugte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Orthese besteht darin, dass die Halteeinrichtung einen um den Bauchbereich legbaren Tragegurt aufweist und jedes Stützelement mittels mindestens eines weiteren Haltegurtes gehalten wird. Diese Ausführungsform erreicht ein besonders hervorstehendes, stabiles und zuverlässi- ges Anliegen der Stützelemente am Innebereich der Beine in der gewünschten Sollposition.
Bevorzugt ist weiterhin eine Ausführungsform, bei der der Tragegurt und/oder der Haltegurt einen Klettverschluss aufweist, mit dem die Länge variierbar ist. Dadurch wird dem Anwender auf besonders einfache Art und Weise ermöglicht, dass er die Halteeinrichtung jederzeit mit einfachen Handgriffen an seine Bedürfnisse anpassen kann.
Mit einer erfindungsgemäßen Orthese, bei der die Halteeinrichtung eine Hose aufweist, an welcher mindestens ein Stützelement befestigt ist, wird dem Anwender eine besonders hohe Alltagstauglichkeit geboten, da die Hose in der Regel ohne Hilfe Dritter ein- und ausgezogen werden kann. Das Anlegen der Orthese gestaltet sich dadurch auch für Menschen mit körperlichen Einschränkungen als ausführbare Aufgabe.
Besonders bevorzugt ist eine Ausführungsform, bei der die Hose eine Tasche aufweist, in welcher ein Stützelement einlegbar ist. Zu den bereits genannten Vorteilen, erreicht die Hose mit einer Tasche den besonders guten Schutz des Stützelements vor Schmutz und Schweiß in der Anwendung und eine gute Positionierung des Stützelementes. Bevorzugt ist weiterhin eine Ausführungsform, bei der die Hose nach Art einer kurzen Radlerhose ausgebildet ist, wobei die Taschen im Innenbereich ausgebildet sind. Neben der Alltagstauglichkeit, bietet diese Ausführungsform dem Anwender eine höhere Akzeptanz in seinem sozialen Umfeld. Die Hose verdeckt die Stützelemente, so dass sie von außen nicht sichtbar und auf dem ersten Blick nicht als Orthese erkennbar sind. Der Anwender hat damit auch die Möglichkeit, die Orthese beispielsweise in privaten Räumen ohne ein weiteres Kleidungsstück oder unter einem solchen tragen zu können.
Vorteilhaft ist auch eine erfindungsgemäße Orthese, bei der die Halteeinrichtung eine Kombination aus Gurten und eine Hose mit Taschen zur Aufnahme eines Stützelements ist. Die Anordnung eines Stützelementes in einer Tasche der Hose und zusätzliche Gurte, die mit dem Stützelement gekoppelt sind, erlauben eine besonders zuverlässige Haltung der Stützelemente an ihrer gewünschten Sollposition und ein festes Anliegen an den Beinen des Anwenders.
Die erfindungsgemäße Orthese mit einem Stützelement aus einem Schaumstoff bietet dem Anwender durch seine dämpfenden Eigenschaften einen besonders hohen Trage- komfort bei gleichzeitiger Erfüllung der Stützfunktion.
Eine besonders bevorzugte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Orthese besteht darin, dass der Schaumstoff ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus den Materia- len nach Anspruch 16, wodurch auf besonders einfache Art und Weise ein Schaumstoff hergestellt werden kann, der in seiner Elastizität, Härtegrad und Langlebigkeit den indivi- duellen Bedürfnissen des Anwenders entspricht.
Eine erfindungsgemäße Orthese bei der die Hose ausgewählt ist aus einer Gruppe von Textilfasern nach Anspruch 17 weist die besonders vorteilhaften Eigenschaften auf, elastisch, hautfreundlich und atmungsaktiv zu sein.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den folgenden Zeichnungen dargestellt und wird im Folgenden näher erläutert. Es zeigt:
Figur 1 eine Frontansicht der Orthese im getragenen Zustand;
Figur 2 eine Rückansicht der Orthese im getragenen Zustand;
Figur 3 eine Schnittansicht von oben entlang der Linie A-A.
Figur 1 zeigt eine Orthese mit zwei im Beinbereich positionierten Stützelementen 1 , 2 zum Abstützen insbesondere Spreizen der Beine und einer Halteeinrichtung 4 zum Halten der Stützelemente 1 , 2, so dass beim Tragen der Orthese die Stützelemente 1 , 2 im Wesentlichen in einer Sollposition gehalten werden können. Alternativ kann die Orthese auch mit nur einem Stützelement ausgebildet sein (nicht dargestellt). Jedes Stützelement 1 , 2 ist jeweils einem Bein zugordnet und an der Innenseite des jeweiligen Beines so angeordnet, dass eine nach außen gerichtete Spreizkraft auf die Beine ausgeübt wird. Die Stützelemente 1 , 2 sind dabei so gekrümmt geformt, dass sie einen Bereich am inneren Oberschenkel eines Beines umgreifen und im mittleren Bereich 1a, 2a eine größere Dicke aufweisen, als an den Randbereichen 1 b, 2b. An den Randbereichen 1 b, 2b sind die Stützelemente 1 , 2 steifer als die mittleren Bereiche 1a, 2a, wodurch die Kopplung 6c, 7c, 8c, 9c zwischen den Haltegurten 6, 7, 8, 9 und Stützelementen 1 , 2 stabilisiert wird.
In der hier gezeigten Ausführung ist die Halteeinrichtung 4 eine Kombination aus mehre- ren Gurten 5, 6, 7, 8, 9 und einer Hose 3 mit im Innenbereich ausgebildeten Taschen 10, 1 1. Die Gurte 5, 6, 7, 8, 9 umfassen einen um den Bauchbereich legbaren Tragegurt 5, an dem weitere Haltegurte 6, 7, 8, 9 angenäht sind. Die Gurte 6, 7, 8, 9, sind an einem Ende mit den Stützelementen 1 , 2 gekoppelt. Die Gurte 6c, 7c, 8c, 9c und sorgen beim Tragen der Orthese dafür, dass die Stützelemente 1 , 2 im Wesentlichen in einer Sollposi- tion gehalten werden. Zudem weisen die Gurte 5, 6, 7, 8, 9 einen Klettverschluss 5b, 6b, 7b, 8b, 9b auf, mit dem die Länge verstellbar ist. Dies ermöglicht eine einfache Anpass- barkeit an einen Benutzer und auch, die auf die Stützelemente ausgeübte Zugkraft zu variieren. Ferner enthält die Hose 3 an den Kopplungen 6c, 7c, 8c, 9c Löcher 3b, die mit einer umlaufenden Naht versehen sind. Figur 2 zeigt den weiteren Verlauf der Stützelemente 1 , 2 und Gurte 5, 6, 7, 8, 9 auf der Rückseite der Hose. Jeweils zwei Gurte 6, 7; 8, 9 verlaufen überkreuzt von vorne am Traggurt 5 nach hinten zum Stützelement 1 , 2 bzw. von hinten am Traggurt 5 nach vorne zum Stützelement 1 , 2. Werden die Gurte über die Klettverschlüsse 6b, 7b, 8b, 9b verkürzt und dadurch gespannt, erfahren die Stützelemente an beiden Randbereichen 1 b, 2b eine Zugkraft diagonal nach oben, so dass sie stärker an die Innenschenkel gedrückt werden und noch besser gegen Verrutschen abgesichert sind.
Figur 3 zeigt einen Querschnitt aus dem Beinbereich der Orthese mit der Hose 3 und mit im Innenbereich ausgebildeten Taschen 10, 1 1. Die Hose 3 ist nach Art einer kurzen Radlerhose ausgebildet und besitzt im Innenbereich angenähte Taschen 10, 1 1 , in der die Stützelemente 1 , 2 eingelegt werden. Die Taschen 10, 1 1 und Hose 3 liegen eng und elastisch an den Stützelementen 1 , 2 und tragen zur weiteren Befestigung und Positionierung der Stützelemente 1 , 2 in einer gewünschten Psosition bei. Die Innenseiten 1 c, 2c der Stützelemente 1 , 2 sind so geformt, dass die Stützelemente 1 , 2 möglichst passgenau am Innenschenkelbereich anliegen. Die Außenseiten 1d, 2d der Stützelemente 1 , 2 haben derweil eine Form, die an das Ausmaß der Fehlstellung der Beine angepasst ist. Je nach Fehlstellung ist der Winkel α zwischen den Beinen unterschiedlich. Die Spreizkraft auf die Beine des Anwenders vergrößert sich, je kleiner der Winkel α zwischen den Stützelementen 1 , 2 wird und die Außenseiten 1d, 2d der Stützelemente gegeneinander gedrückt werden. Durch die genaue Form und Dicke der Stützelemente 1 , 2 kann eine Anpassung an einen Benutzer und individuelle Anpassung einer Spreizkraft vorgenommen werden.
