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Patent Searching and Data


Title:
OUTER TANK FOR A CRYOGENIC FUEL
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2007/041733
Kind Code:
A1
Abstract:
According to the invention, a motor vehicle outer tank (2) for a cryogenic fuel situated in an internal tank (3) which is located within the outer tank (2) is characterized, for the purpose of saving space and weight, by being of flat construction, in particular configured as a parallelepiped, and in that planar side walls (13) of the outer tank (2) are at least partially of sandwich design or are reinforced with sandwich plates (9).

Inventors:
HAUSBERGER, Klaus (Gerhart-Hauptmann-Gasse 16, Graz, A-8042, AT)
MEINERT, Marius (Holtstrasse 6, Osnabrück, 49074, DE)
DÖLLER, Christian (Marktgasse 5/8, Graz, A-8010, AT)
RAUCHEGGER, Bernd (Packerstrasse 123, Köflach, A-8580, AT)
Application Number:
AT2006/000409
Publication Date:
April 19, 2007
Filing Date:
October 09, 2006
Export Citation:
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Assignee:
MAGNA STEYR FAHRZEUGTECHNIK AG & CO KG (Liebenauer Hauptstrasse 317, Graz, A-8041, AT)
HAUSBERGER, Klaus (Gerhart-Hauptmann-Gasse 16, Graz, A-8042, AT)
MEINERT, Marius (Holtstrasse 6, Osnabrück, 49074, DE)
DÖLLER, Christian (Marktgasse 5/8, Graz, A-8010, AT)
RAUCHEGGER, Bernd (Packerstrasse 123, Köflach, A-8580, AT)
International Classes:
B60K15/03
Foreign References:
JP2004225772A2004-08-12
US6347719B12002-02-19
US3306059A1967-02-28
FR1162473A1958-09-15
FR2776750A11999-10-01
DE10163029A12002-09-12
Attorney, Agent or Firm:
KOPECKY, Helmut et al. (Wipplingerstrasse 32/22, Wien, A-1010, AT)
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Claims:

Schutzansprüche :

1. Kraftfahrzeug- Außentank (2) für einen in einem innerhalb des Außentanks (2) liegenden Innentank (3) befindlichen kryogenen Kraftstoff, dadurch gekennzeichnet, dass der Außentank (2) in Flachbauweise ausgebildet ist, insbesondere als Parallelepipet gestaltet ist, und dass ebene Seitenwände (13) des Außentanks (2) zumindest teilweise in Sandwichbauweise ausgeführt oder mit Sandwichplatten (9) verstärkt sind.

2. Außentank (2) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass auf eine ebene Seitenwand (13) des Außentanks (2) eine mit Obergurt (17) und Untergurt (12) versehene Sandwichplatte montiert, insbesondere aufgeklebt ist.

3. Außentank (2) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass auf eine ebene Seitenwand (13) des Außentanks (2) eine Sandwichplatte (9) mit Obergurt (17), jedoch ohne Untergurt aufgeklebt ist, wobei die Seitenwand (13) des Außentanks (2) als Untergurt dient und Teil der Sandwichplatte (9) ist.

4. Außentank (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest der Obergurt (17) der Sandwichplatte (9), vorzugsweise Obergurt (17) und Untergurt (12) derselben, mit seinem Rand mit der Seitenwand (13) des Außentanks (2) mit einer Schweißnaht (18) verbunden ist.

5. Außentank (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Seitenwände (13) des Außentanks (2) in einem Verformungsprozess, insbesondere in einem Kaltverformungsprozess, wie in einem Tiefziehprozess, hergestellt sind und die Sandwichplatte (9) randseitig bis zu einem verfestigten, insbesondere kaltverfestigten, Kantenbereich (8) einer Seitenwand (13) ragt und dort mit diesem verschweißt ist.

6. Außentank (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass eine Seitenwand (13) im Umfangsbereich mit einer nach außen gerichteten Randsicke (19) bzw. Wölbung versehen ist und sich die Sandwichplatte (9) mindestens bis zu dieser Randsicke (19) erstreckt und dort mit zumindest ihrem Obergurt (17) mit der Seitenwand (13) des Außentanks (2) verschweißt ist, wobei der Obergurt (17) der Sandwichplatte (9) vorzugsweise mit der Randsicke (19), d.h. deren höchsten Bereich, in einer Ebene liegt.

7. Außentank (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Sandwichplatte (9) bis zu einem dem Außentank benachbarten Seitenblech, wie einem Karosserieblech (23), erstreckt und mit diesem fest verbunden, wie z.B. verschraubt, ist.

8. Außentank (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass an der mit der Sandwichplatte (9) verstärkten Seitenwand (13) des Außentanks (2) sich senkrecht zur Seitenwand (13) erstreckende T-Bolzen (24) befestigt sind, die sich durch die Sandwichplatte (9) hindurch erstrecken, und dass die Sandwichplatte (9) mittels einer Verschraubung (26) an den T-Bolzen (24) am Außentank (2) gesichert ist.

9. Außentank (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Schweißnaht (18) der Verbindung der Sandwichplatte (9) mit dem Außentank (2) als abgesetzte Schweißnaht ausgebildet ist.

10. Außentank (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Außentank (2) eine Höhe (5) zwischen 100 und 500 mm, vorzugsweise zwischen 200 und 350 mm, und eine Länge (7) bzw. Breite (6) zwischen 500 und 1400 mm, vorzugsweise zwischen 700 und 1000 mm, aufweist.

11. Außentank (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Sandwichplatte (9) eine Dicke (11) zwischen 5 und 20 mm aufweist.

12. Außentank (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Sandwichplatte (9) einen Zentrumsbereich (10) mit einem gegenüber dem Randbereich verdichteten Stützkern, insbesondere Wabenkern, aufweist.

13. Außentank (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Sandwichplatte (9) in ihrem Umfangsrandbereich (16) in der Höhe bis zum Umfangsrand abnimmt, und dass vorzugsweise in diesem Umfangsrandbereich (16) kein Stützkern vorgesehen ist.

14. Außentank (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Kontaktfläche der Sandwichplatte (9) mit der Seitenwand (13) des Außentanks (2) Entlüftungskanäle (15) zur Begünstigung einer Kleberaushärtung und Entgasung aufweist, die von Kanälen (15) in der Kleberschicht (14) und/oder von Rippen an der Seitenwand (13) des Außentanks (2) und/oder von Löchern in der Sandwichplatte (9) gebildet sind.

15. Außentank (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Sandwichplatte (9) bis zu einer neben dem Außentank angeordneten Nebensystemkapsel (21) für Tankzubehör geführt und mit der Nebensystemkapsel (21) fest verbunden, wie z.B. verschraubt, ist.

16. Außentank (2) nach einer der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass sowohl die Seitenwand (13) des Außentanks (2) als auch Ober- und Untergurt (17, 12) der Sandwichplatte (9) aus Aluminium oder einer Aluminiumlegierung gebildet sind.

17. Außentank (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Kanten- und Schmalseitenbereiche (8) des Außentanks (2) keine Sandwichverstärkung aufweisen.

18. Tank mit einem Außentank (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass der Außentank (2) selbsttragend ist, d.h. der Innentank (3) ist von Luftdruckkräften, die auf den Außentank (2) wirken, unbelastet.

Description:

AUSSENTANK FüR EINEN KRYOGENEN KRAFTSTOFF

Die Erfindung betrifft einen Kraftfahrzeug- Außentank für einen in einem innerhalb des Außentanks liegenden Innentank befindlichen kryogenen Kraftstoff.

Ein Außentank für einen kryogenen Kraftstoff ist beispielsweise aus der US 6,347,719 Bl bekannt. Dieser bekannte Außentank ist in Leichtbauweise für Stratosphären-Flugkörper ausgebildet. Er ist kugelförmig gestaltet und von einer Sandwichwand gebildet. Im Abstand von dieser ist innenseitig eine ebenfalls kugelförmige Wand aus Metall als Innentank vor gesehen. Die innenseitige Wand und die Sandwichaußenwand sind miteinander durch Schweißen verbunden, und zwar an zwei einander gegenüberliegenden Meridianen des Behälters, wodurch eine Verbundbauweise gegeben ist, d.h. der Außentank ist nicht selbsttragend. Ein Außentank dieser Art ist infolge seiner kugelförmigen Gestalt voluminös und lässt sich nur mit Schwierigkeiten und unter großem Nutzplatzverlust in ein Kraftfahrzeug einbauen. Ein weiterer Nachteil dieses bekannten Außentanks ist darin zu sehen, dass die Fertigung kompliziert ist, zumal Außen- und Innentank nur gemeinsam gefertigt werden können und vor dem Zusammenfügen der Einzelteile eine große Fragilität derselben gegeben ist.

Aus der DE 101 63 029 Al ist ein tonnenförmiger Hochdruckwasserstofftank bekannt, bei dem eine innenseitige Polyethylenauskleidung mit einer äußeren Wicklung umgeben ist, die einen Aufwölbungseffekt verhindern soll. Die Innenseite der Auskleidung ist zudem noch mit einer Wasserstoffbarrierelage versehen. Ein Tank dieser Art bedingt ebenfalls Platzprobleme, insbesondere im Kraftfahrzeugbau.

übliche Verstärkungsmaßnahmen für beulkritische Behälter mit großen Flächen sind meist sehr massiv; dicke Blechwandstärken verursachen sowohl eine aufwendige Fertigungstechnik als auch Fügetechnik durch viele eingesetzte Stegbleche oder Schottbleche bei Kryo-Innentanks, und schließlich ist ein hohes Gewicht die Folge. Diese Innentankverstärkungsmaßnahmen, um dem Einbeulen des Außentanks verursacht durch den Atmosphärendruck entgegenzuwirken, mit eingeschweißten Stegblechen können für Kryo- Außentankbehälter niemals angewendet werden, weil dies die Innentanklagerung nicht zuläßt und weil sich zwischen Innen- und Außentank mehrere Schichten zur Innentankisolierung befinden müssen und somit kein Platz für solche Innenverstärkungen gegeben ist. Zudem dürfen zwischen dem Außentank und dem Innentank keine Wärmebrücken vorhanden sein.

Die Erfindung stellt sich die Aufgabe, einen Außentank, vorzugsweise selbsttragend, für einen kryogenen Kraftstoff zur Verwendung für ein Kraftfahrzeug, insbesondere für kompakte Kraftfahrzeuge, wie Personenkraftwagen, zu schaffen, der auch bei beengten Platzverhältnissen im Kraftfahrzeug einfach unterzubringen ist. Ein weiterer wesentlicher Gesichtspunkt ist darin zu sehen, dass der Außentank in einfacher Weise herstellbar sein soll, beispielsweise auch automatisiert mittels Roboter zusammengebaut (geschweißt) werden kann. Zudem soll der Außentank nur ein geringes Gewicht aufweisen.

Diese Aufgabe wird erfϊndungs gemäß dadurch gelöst, dass der Außentank in Flachbauweise ausgebildet ist, insbesondere als Parallelepipet gestaltet ist, und dass ebene Seitenwände des Außentanks zumindest teilweise in Sandwichbauweise ausgeführt oder mit Sandwichplatten verstärkt sind.

Gemäß einer ersten Ausfühxungsform ist auf eine ebene Seitenwand des Außentanks eine mit Obergurt und Untergurt versehene Sandwichplatte montiert, vorzugsweise aufgeklebt.

Eine weitere Ausfuhrungsform ist dadurch gekennzeichnet, dass auf eine ebene Seitenwand des Außentanks eine Sandwichplatte mit Obergurt, jedoch ohne Untergurt aufgeklebt ist, wobei die Seitenwand des Außentanks als Untergurt dient und Teil der Sandwichplatte ist.

Eine wesentliche Erhöhung der Behältersteifigkeit ist erzielbar, wenn zumindest der Obergurt der Sandwichplatte, vorzugsweise Obergurt und Untergurt derselben, mit seinem Rand mit der Seitenwand des Außentanks mit einer Schweißnaht verbunden ist.

Sind die Seitenwände des Außentanks in einem Verformungsprozess, insbesondere in einem Kaltverformungsprozess, wie in einem Tiefziehprozess, hergestellt, erstreckt sich vorzugsweise die Sandwichplatte randseitig bis zu einem verfestigten, insbesondere einem kaltverfestigten Kantenbereich einer Seitenwand und ist dort mit diesem Kantenbereich verschweißt.

Eine besonders gute Raumnutzung weist ein Außenbehälter auf, bei dem eine Seitenwand im Umfangsbereich mit einer nach außen gerichteten Randsicke bzw. Wölbung versehen ist und sich die Sandwichplatte mindestens bis zu dieser Randsicke erstreckt und dort selbst mit zumindest ihrem Obergurt mit der Seitenwand des Außentanks verschweißt ist, wobei der Obergurt der Sandwichplatte vorzugsweise mit der Randsicke, d.h. deren höchstem Bereich, in einer Ebene liegt. Diese Randsicke kann mit besonderem Vorteil zur Aufnahme von

zwischen dem Außen- und Innentank befindlichen Rohrleitungen dienen, ohne dass hierdurch die Höhe des Tanks vergrößert werden muss.

Gemäß einer bevorzugten Ausfuhrungsform erstreckt sich die Sandwichplatte bis zu einem dem Außentank benachbarten Seitenblech, wie einem Karosserieblech, und ist mit diesem fest verbunden, wie z.B. verschraubt, wodurch der Außentank auch zur Versteifung des angrenzenden Karosseriebereiches beiträgt.

Als zusätzliche Sicherung gegen ein Abschälen der Sandwichplatte von einer Seitenwand des Außentanks sind an der mit der Sandwichplatte verstärkten Seitenwand des Außentanks sich senkrecht zur Seitenwand erstreckende T-Bolzen befestigt, die sich durch die Sandwichplatte hindurch erstrecken, und ist die Sandwichplatte mittels einer Verschraubung an den T-Bolzen am Außentank gesichert.

Um einen Verzug durch eine Schweißung möglichst zu reduzieren, ist vorzugsweise die Schweißnaht der Verbindung der Sandwichplatte mit dem Außentank als abgesetzte Schweißnaht ausgebildet.

In der Praxis hat es sich gezeigt, dass ein erfindungsgemäßer Außentank innerhalb eines Größenbereiches am besten dem Außendruck standhält. Der Außentank weist daher zweckmäßig eine Höhe zwischen 100 und 500 mm, vorzugsweise zwischen 200 und 350 mm, und eine Länge bzw. Breite zwischen 500 und 1400 mm, vorzugsweise zwischen 700 und 1000 mm, auf.

Die Dicke der Sandwichplatte bewegt sich vorzugsweise zwischen 5 und 20 mm.

Eine dem Momentenverlauf optimal angepasste Ausführungsform ist dadurch gekennzeichnet, dass die Sandwichplatte einen Zentrumsbereich mit einem gegenüber dem Randbereich verdichteten Stützkern, insbesondere Wabenkern, aufweist.

Zur Vermeidung eines Steifigkeitssprunges am Umfangsrand der Sandwichplatte nimmt die Sandwichplatte in ihrem Umfangsrandbereich in der Höhe bis zum Umfangsrand ab, und es ist vorzugsweise in diesem Umfangsrandbereich kein Stützkern vorgesehen.

Zur Sicherstellung einer einwandfreien Verklebung der Sandwichplatte mit einer Seitenwand des Außentanks weist die Kontaktfläche der Sandwichplatte mit der Seitenwand des Außentanks Entlüftungskanäle zur Begünstigung einer Kleberaushärtung und Entgasung auf,

die von Kanälen in der Kleberschicht und/oder von Rippen an der Seitenrand des Außentanks und/oder von Löchern in der Sandwichplatte gebildet sind.

Vorzugsweise ist die Sandwichplatte bis zu einer neben dem Außentank angeordneten Nebensystemkapsel für Tankaggregate (Ventile etc.) geführt und mit der Nebensystemkapsel fest verbunden, wie z.B. verschraubt, wodurch die Nebensystemkapsel zur Versteifung des Außentanks beiträgt.

Zur Gewichtseinsparung sind zweckmäßig sowohl die Seitenwand des Außentanks als auch Ober- und Untergurt der Sandwichplatte aus Aluminium oder einer Aluminiumlegierung gebildet, wobei vorzugsweise auch der Stützkern aus Aluminium oder einer Aluminiumlegierung gebildet ist.

Vorzugsweise weisen die Kanten- und Schmalseitenbereiche des Außentanks keine Sandwichverstärkung auf.

Die Erfindung ist nachfolgend anhand mehrerer Ausführungsbeispiele, die in der Zeichnung schematisch dargestellt sind, näher erläutert. Fig. 1 zeigt eine Seitenansicht eines Außentanks, Fig. 2 eine Draufsicht und Fig. 3 einen Schnitt durch eine Sandwichplatte, wie sie für den erfmdungs gemäßen Außentank Verwendung findet. Fig. 4 gibt die Ansicht einer Klebefläche zwischen einer Seitenwand des Außentanks und einer Sandwichplatte wieder. Die Fig. 5 bis 8 zeigen unterschiedliche Varianten der Ausbildung des Umfangsrandbereiches einer Sandwichplatte und deren Verbindung mit einer Seitenwand des Außentanks im Querschnitt. Fig. 9 gibt die in Fig. 6 dargestellte Ausführungsform im Detail wieder, Fig. 10 zeigt eine weitere Variante in zu Fig. 9 analoger Darstellung.

Der in den Fig. 1 und 2 dargestellte Tank 1 für ein Kraftfahrzeug dient zum Speichern eines kryogenen Kraftstoffes. Dieser Tank ist von einem Außentank 2 und einem mit dem Außentank 2 zur Vermeidung von Wärmebrücken in keiner direkten Verbindung stehenden Innentank 3 gebildet, der zur Aufnahme des kryogenen Kraftstoffes dient.

Der Außentank 2 ist selbsttragend gestaltet und von zwei aus Gewichtsgründen vorzugsweise aus Aluminiumblech, d.h. aus einem Blech aus einer Aluminiumlegierung, tiefgezogenen bzw. nach anderen Verfahren umgeformten Platinen erzeugten Tankhälften 2', 2", die miteinander mit einer Schweißnaht 4 verbunden sind, gebildet. Der Außentank 2 weist die Form eines Quaders auf. Die Höhe 5 liegt zwischen 100 und 500 mm, vorzugsweise zwischen 200 und 350 mm, die Breite 6 und Länge 7 zwischen 500 und

1400 mm, vorzugsweise zwischen 700 und 1000 mm. An den abgerundeten Kantenbereichen 8 kommt es infolge des Tiefziehprozesses zu einer Kaltverfestigung.

An der Ober- und Unterseite dieses Außentanks 2, also an den größten Seitenwänden 13 des Außentanks 2, ist jeweils eine Sandwichplatte 9, vorzugsweise ausgebildet als Aluminium- Wabensandwichplatte, aufgeklebt. Bei einer Wabensandwichplatte wirkt die von den Waben eingeschlossene Luft wärmeisolierend, was die Feuerbeständigkeit verbessert. Diese Sandwichplatte 9 weist, wie schematisch in Fig. 3 angedeutet, im Mitten- bzw. im Zentrumsbereich 10 eine verdichtete Wabenanordnung auf, um der im Mittenbereich 10 verstärkt auftretenden Beulbelastung durch den Luftdruck besser standzuhalten. Hierdurch gelingt es, die Dicke 11 der Sandwichplatte 9 zu minimieren.

Jede Sandwichplatte 9 ist mit ihrem Untergurt 12 direkt an der Seitenwand 13 des Außentanks 2 mitttels einer Kleberschicht 14 verklebt. Als Klebstoff hat sich ein Zwei- Komponenten-Kleber mit hoher Scherfestigkeit und Schälfestigkeit bewährt. Es können auch Klebfilme Verwendung finden, da mit diesen ebenfalls hohe Schälkräfte erzielt werden. Um eine einwandfreie Kleberaushärtung zu sichern und um dabei entstehende Gase aus der Kleberscliicht 14 abzuleiten, ist diese mit Entlüftungkanälen 15 versehen. Solche Kanäle 15 könnten auch gebildet sein durch Löcher in der Sandwichplatte 9 oder durch rippenartige Erhebungen an der Seitenwand 13 des Außentanks.

Wie aus Fig. 5 ersichtlich, ist der Umfangsrandbereich 16 der Sandwichplatte 9 keilförmig gestaltet, d.h. der Obergurt 17 ist zum Untergurt 12 geführt, wobei in diesem sich verjüngenden Randbereich 16 keine Waben vorhanden sind, sodass ein allzu großer Steifigkeitssprung am übergang von der Sandwichplatte 9 zur Seitenwand 13, d.h. deren Kantenbereich 8, vermieden bzw. reduziert wird. Die Sandwichplatte 9 weist vorzugsweise einen Ober- und Untergurt 17, 12 aus Aluminium, vorzusgweise aus einer Aluminiumlegierung, auf.

Sowohl der Obergurt 17 als auch der Untergurt 12 sind im Kantenbereich 8 der Seitenwand 13 des Außentanks 2 mit dieser verschweißt, wobei die Schweißnaht 18 entweder durchgehend verläuft oder zur Reduzierung der Gefahr des Verziehens als unterbrochene Schweißnaht ausgeführt ist.

Eine besonders bevorzugte Ausführungsform ist in Fig. 6 und im Detail in Fig. 9 veranschaulicht. Gemäß dieser Variante weist die Seitenwand 13 des Außentanks 2 eine nach außen gerichtete Randsicke 19 bzw. Wölbung auf. Auch hier ist der Untergurt 12 und

der Obergurt 17 der Sandwichplatte 9 mit der Seitenwand 13 des Außentanks 2 verschweißt, und zwar in dem kaltverfestigten Kantenbereich 8. Durch die Randsicke 19 wird im Inneren des Außentanks 2, d.h. zwischen dem Außentank 2 und dem Innentank 3, der als Vakuumraum gestaltet ist, Platz für eine Verrohrung 20 geschaffen. Die nutzbare Tankhöhe 5 wird durch diese Randsicke 19 nicht erhöht, zumal durch die Randsicke 19, die sich um den Umfang der Seitenwand 13 erstreckt, eine Vertiefung in der Seitenwand 13 gebildet ist, die zur Aufnahme der Sandwichplatte 9 dient. Auch hier ist der Randbereich 16 der Sandwichplatte 9 ohne Waben ausgeführt, sodass ein Steifigskeitssprung in der Randzone vermieden bzw. reduziert wird.

Ein weiterer Vorteil der Randsicke 19 liegt darin, dass durch sie eine bessere Form- und Maßhaltigkeit der beiden tiefgezogenen Teile 2', 2" des Außentanks 2 gegeben ist.

Gemäß der in Fig. 7 dargestellten Ausführungsform ist eine Tankaggregate, wie Ventile, für den Tank 1 aufnehmende Nebensystemkapsel 21, die selbst als in sich steifes Gehäuse ausgebildet ist und benachbart zum Außentank 2 vorgesehen ist, mit dem Endbereich der Sandwichplatte 9 verbunden, beispielsweise durch eine Schraubverbindung 22, wodurch auch die Nebensystemkapsel 21 zur Versteifung des Außentanks 2 beiträgt.

Bei der in Fig. 8 dargestellten Variante ist der Außentank 2 als Verstärkung zu einem Karosseriebereich vorgesehen, wobei ein Karosserieblech 23 mit dem über den Kantenbereich 8 des Außentanks 2 vorragenden Randbereich der Sandwichplatte 9 verbunden ist, beispielsweise mit einer Schraubverbindung 22.

Aus Fig. 8 ist ein T-Bolzen 24 ersichtlich, der an der Seitenwand 13 des Außentanks 2 befestigt ist und durch eine Ausnehmung 25 der Sandwichplatte 9 ragt. Mittels einer Mutter 26 plus Unterlagscheibe, die auf den T-Bolzen 24 geschraubt ist, ist die Sandwichplatte 9 an der Seitenwand 13 des Außenbehälters 2 gesichert, sodass ein Abschälen der Sandwichplatte 9 von der Seitenwand 13 und in Folge eine Einbeulung der Seitenwand 13 zuverlässig verhindert ist.

Fig. 10 zeigt eine Variante, bei der die Sandwichplatte 9 nur einen Obergurt 17 aufweist. In diesem Fall sind die Waben direkt, d.h. ohne Untergurt 12, an die Seitenwand 13 geklebt, wodurch es gelingt, Fertigungsungenauigkeiten der Seitenwand 13 des Außentanks 2, wie z.B. Unebenheiten, entstanden durch das Tiefziehen etc., auszugleichen. In diesem Fall bildet die Seitenwand 13 selbst den Untergurt, sodass die Seitenwand 13 in die Sandwichplatte 9 integriert ist, also selbst als Sandwichplatte angesehen werden kann. Es ist

erkennbar, dass sowohl bei der Variante nach Fig. 9 als auch der Variante nach Fig. 10 der Obergurt 17 in etwa eben an die Randsicke 19 anschließt.

Ein weiterer Vorteil der in Fig. 10 dargestellten Variante ist darin zu sehen, dass die Entgasung über die Waben erfolgen kann, die mit kleinen Löchern versehen sind. Weiters ist das gewichtsspezifische Biege-Wiederstands-Moment größer, da die Höhe der Waben um die Dicke des Untergurtes 17 größer bemessen werden kann. Zudem ergibt sich daraus - da der Untergurt fehlt - noch eine Gewichtseinsparung. Auch ist das Herstellen der Schweißnaht 18 nur zwischen Obergurt 17 und dem Kantenbereich 8 des Außentanks 2 leichter, als wenn zwei Bleche, nämlich Ober- und Untergurt der Sandwichplatte 9, gleichzeitig mit dem Randbereich 18 verschweißt werden müssen.

Die Applizierung des Klebstoffes auf die zu verstärkenden Seitenwände 13 als auch das Handling und Andrücken der zugeschnittenen Sandwichplatten 9 auf die vorgesehenen beulkritischen Flächen der Seitenwände 13 erfolgt gleich wie eine Klebstoffapplizierung im Serienkarosseriebau, nämlich vollautomatisch mittels Roboter oder mit einem Klebfüm. Ebenso kann die Verschweißung der Sandwichplatte 9 mit der Seitenwand 13 des Außentanks 2 mittels Roboter durchgeführt werden.

Die Erfindung beschränkt sich nicht auf die in der Zeichnung dargestellten Ausfuhrungsbeispiele, sondern kann in verschiedener Hinsicht modifiziert werden und trotzdem die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe lösen. So kann der Außentank auch eine Zylinderform, jedoch mit weit geringerer Höhe als Durchmesser, aufweisen, wobei die Kreisflächen mit einer Sandwichplatte belegt sind oder, wie Fig. 10 zeigt, als Sandwichplatten ausgebildet sind. Hierdurch ist ebenfalls eine Flachbauweise gegeben.