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Patent Searching and Data


Title:
OVEN FOR BAKING, GRILLING OR COOKING FOOD
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2005/082213
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to an oven for baking, grilling or cooking food. Said oven comprises at least one oven base plate (2) and at least one oven body (3) that can be placed or is placed on the oven base plate(s) (2) and that forms at least one heatable oven chamber (4) with said base plate (2). At least one oven base plate (2) and the oven body or bodies (3) can be or are composed respectively of at least two individual segments (5, 6) and all the individual segments (5, 6) are removably interconnected. The individual segments (5) of the oven base plate (2) and/or the individual segments (6) of the oven body (3) are configured at least partially from a refractory, mineral material, in particular refractory concrete and/or refractory cement and/or refractory clay. The invention also relates to an oven of the aforementioned type, at least one fluidic heating system being provided to heat the oven chamber(s) (4). The fluidic heating system comprises at least one heating element (16) inside the oven chamber (4) and/or at least one heating element outside the oven chamber (4).

Inventors:
Rosenkranz, Jona (Nordstrasse 4, Petersaurach, 91508, DE)
Application Number:
PCT/EP2004/002524
Publication Date:
September 09, 2005
Filing Date:
March 11, 2004
Export Citation:
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Assignee:
Rosenkranz, Jona (Nordstrasse 4, Petersaurach, 91508, DE)
International Classes:
A21B1/52; A47J36/02; A47J37/06; F24B1/20; A21B1/00; A47J36/02; A47J37/06; F24B1/00; (IPC1-7): A47J37/06; A21B1/52; A47J36/02; F24B1/20
Attorney, Agent or Firm:
Zech, Stefan M. (Meissner, Bolte & Partner Bankgasse 3, Nürnberg, 90402, DE)
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Claims:
Patentansprüche
1. Ofen zum Backen, Grillen oder Garen von Nahrungsmitteln, umfassend wenigstens eine Ofenbodenplatte (2) und wenigstens einen auf die wenigstens eine Ofenbodenplatte (2) aufsetzbaren oder aufgesetzten Ofenkörper (3), der mit der wenigstens einen Ofenbo denplatte (2) wenigstens einen beheizbaren Ofenraum (4) bildet, wobei die wenigstens eine Ofenbodenplatte (2) und der wenigstens eine Ofenkörper (3) jeweils aus wenigstens zwei Einzelsegmenten (5,6) zusam mensetzbar oder zusammengesetzt sind, wobei alle Einzelsegmente (5,6) lösbar miteinander verbunden sind und wobei die Einzelsegmente (5) der Ofenbodenplatte (2) und/oder die Ein zelsegmente (6) des Ofenkörpers (3) wenigstens teilweise aus einer feuerfe sten, mineralischen Masse, insbesondere einem feuerfestem Beton und/oder einem feuerfestem Zement und/oder einem feuerfestem Ton, ge fertigt sind.
2. Ofen nach Anspruch 1, wobei die Einzelsegmente (5) der Ofenbodenplatte (2) und/oder die Ein zelsegmente (6) des Ofenkörpers (3) für die lösbare Verbindung wenigstens eine formschlüssige Verbindungskante (10) oder Verbindungsfläche (2), insbesondere wenigstens einen Vorsprung und/oder wenigstens eine Ver tiefung, vorzugsweise zur Erzeugung einer Verzahnung (11) oder einer NutFederVerbindung (17), und/oder wenigstens ein lösbares Verbin dungsmittel umfassen.
3. Ofen nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, wobei die Einzelsegmente (5) der Ofenbodenplatte (2) und/oder die Ein zelsegmente (6) des Ofenkörpers (3) jeweils die gleiche geometrische Form und/oder jeweils dieselben Abmessungen aufweisen.
4. Ofen nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Einzelsegmente (5) der Ofenbodenplatte (2) in einem zusam mengesetzten Zustand im Wesentlichen eine kreisförmige oder eine ovale oder eine dreieckige oder eine rechtechteckige oder eine weitere polygone Form bilden.
5. Ofen nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Einzelsegmente (6) des Ofenkörpers (3) im zusammengesetzten Zustand eine Kuppel oder eine Pyramide oder einen Quader oder einen Zy linder oder ein Prisma bilden.
6. Ofen nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Einzelsegmente (6) des Ofenkörpers (3) so ausgeführt sind, dass eine durch Verbindungskanten (10) zwischen den Einzelsegmenten (6) des Ofenkörpers (3) im zusammengesetzten Zustand bestimmte Linie (L) eine durch die Ofenbodenplatte (2) bestimmte Ebene (E) im Bereich der Ofen bodenplatte (2) schneidet.
7. Ofen nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, wobei Einzelsegmente (6) des Ofenkörpers (3) Aussparungen für wenig stens eine Rauchabzugsöffnung (7) und/oder wenigstens eine Einführöff nung (8) für die Nahrungsmittel aufweisen.
8. Ofen nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, wobei wenigstens ein Rauchabzug (13) und/oder wenigstens ein Türele ment (14) zum Verschließen der Einführöffnung (8) vorgesehen sind bzw. ist, die bzw. der bzw. das in die wenigstens eine Rauchabzugsöffnung (7) und/oder wenigstens eine Einführöffnung (8) für die Nahrungsmittel ein setzbar oder eingesetzt oder auf die wenigstens eine Rauchabzugsöffnung (7) und/oder wenigstens eine Einführöffnung (8) für die Nahrungsmittel aufsetzbar oder aufgesetzt sind bzw. ist.
9. Ofen nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, wobei wenigstens eine Trennwand vorgesehen ist zur Aufteilung des we nigstens einen Ofenraums (4), die auf die Ofenbodenplatte (2) und/oder den Ofenkörper (3) aufsetzbar bzw. aufgesetzt ist und lösbar mit der O fenbodenplatte (2) und/oder dem Ofenkörper (3) verbunden ist.
10. Ofen nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, wobei die feuerfeste, mineralischen Masse wenigstens ein wasserinaktives, feines, hochschmelzendes Pulver, insbesondere Alumi niumoxid, Chromoxid, Spinell, Titanoxid, etc. oder Mischungen daraus, und wenigstens ein hochschmelzendes Granulat und/oder ein hochschmelzen des Pulver und ein AluminiumoxidZement und/oder ein Siliziumoxidpulver und/oder weitere Zusatzstoffe umfasst.
11. Ofen nach Anspruch 10, wobei ein Anteil des wasserinaktiven, feinen, hochschmelzenden Pulvers von 0 bis 40 Gew. % und ein Anteil an AluminiumoxidZement von 0 bis 12 Gew. % und/oder ein Anteil an Siliziumoxid von 0 bis 8 Gew. % be trägt.
12. Ofen nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, wobei Einzelsegmente (5) der wenigstens einen Ofenbodenplatte (2) und/oder Einzelsegmente (6) des wenigstens einen Ofenkörpers (3) und/oder der wenigstens eine Rauchabzug (13) und/oder das wenigstens eine Türelement (14) und/oder die wenigstens eine Trennwand wenigstens teilweise aus einem feuerfesten metallischen Material, insbesondere einem feuerfesten Stahl oder einem Gusseisen, und/oder aus Steingut und/oder aus Ton gefertigt sind bzw. ist.
13. Ofen nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Einzelsegmente (5,6) der wenigstens einen Ofenbodenplatte (2) und/oder des wenigstens einen Ofenkörpers (3) eine Wandstärke von 1 cm bis 10 cm, insbesondere von 1 cm bis 6 cm aufweisen.
14. Ofen nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Einzelsegmente (5,6) der wenigstens einen Ofenbodenplatte (2) und/oder des wenigstens einen Ofenkörpers (3) wenigstens eine Krüm mung mit einem Krümmungsradius von kleiner 10 mm, insbesondere klei ner 5 mm, vorzugsweise kleiner 1 mm aufweist.
15. Ofen nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, wobei der wenigstens eine Ofenraum (4) einen Durchmesser von wenig stens 20 cm bis 2 m, insbesondere einen Durchmesser von 50 cm bis 1 m, aufweist.
16. Ofen nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, wobei ein transportabler Unterbau, insbesondere ein tragbares und/oder fahrbares Gestell aus einem feuerfesten Material, für den Ofen (1) vorgese hen ist.
17. Ofen zum Backen, Grillen oder Garen von Nahrungsmitteln, umfassend wenigstens eine Ofenbodenplatte (2) und wenigstens einen auf die wenigstens eine Ofenbodenplatte (2) aufsetzbaren oder aufgesetzten Ofenkörper (3), der mit der wenigstens einen Ofenbo denplatte (2) wenigstens einen beheizbaren Ofenraum (4) bildet, wobei die wenigstens eine Ofenbodenplatte (2) und der wenigstens eine Ofenkörper (3) jeweils aus wenigstens zwei Einzelsegmenten (5,6) zusam mensetzbar oder zusammengesetzt sind, wobei alle Einzelsegmente (5,6) lösbar miteinander verbunden sind, wobei zur Beheizung des wenigstens einen Ofenraums (4) wenigstens eine Fluidheizung vorgesehen ist und wobei die Fluidheizung wenigstens ein Beheizungselement (16) innerhalb des Ofenraums (4) und/oder wenigstens ein Beheizungselement außerhalb des Ofenraums (4) umfasst.
18. Ofen nach Anspruch 17, wobei als Brennmaterial für die Fluidheizung Gas, insbesondere Methangas oder Propangas oder Butangas, und/oder Öl, vorgesehen sind bzw. ist.
19. Ofen nach Anspruch 17 oder Anspruch 18, wobei das wenigstens eine Beheizungselement (16) innerhalb des Ofen raums (4) an wenigstens einem Einzelsegment (5) der Ofenbodenplatte (2), insbesondere an einer an den Ofenkörper (3) angrenzenden Seite des we nigstens einen Einzelsegments (5), und/oder an wenigstens einem Einzel segment (6) des Ofenkörpers (3), insbesondere an einer an die Ofenboden platte (2) angrenzenden Seite des wenigstens einen Einzelsegments (6), an geordnet ist.
20. Ofen nach Anspruch 19 wobei das wenigstens eine Beheizungselement (16) innerhalb des Ofen raums (4) wenigstens eine Gasbrenndüse und/oder wenigstens ein elektri sches Heizelement und/oder wenigstens einen Ölbrenner umfasst.
21. Ofen nach einem oder mehreren der Ansprüche 17 bis 20, wobei das wenigstens eine Beheizungselement außerhalb des Ofenraums (4) wenigstens einen Gasbrenner und/oder wenigstens einen Ölbrenner umfasst.
22. Ofen nach einem oder mehreren der Ansprüche 17 bis 21, wobei wenigstens ein Einzelsegment (5) der Ofenbodenplatte (2) und/oder wenigstens ein Einzelsegment (5,6) des Ofenkörpers (3) Beheizungsöff nungen (12) aufweisen bzw. aufweist.
23. Ofen nach Anspruch 22" wobei die Beheizungsöffnungen (12) eine Öffnungsweite zwischen 0,2 mm und 10 cm, insbesondere zwischen 0,2 mm und 5 cm, aufweisen.
24. Ofen nach Anspruch 22 oder Anspruch 23, wobei das wenigstens eine Beheizungselement (16) innerhalb des Ofen raums (4) in wenigstens eine Beheizungsöffnung (12) einsetzbar oder ein gesetzt ist.
25. Ofen nach einem oder mehreren der Ansprüche 17 bis 24 in Rückbezie hung auf einen oder mehreren der Ansprüche 1 bis 16.
26. Ofen nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche zur Verwendung als Pizzaofen.
Description:
Ofen zum Backen, Grillen oder Garen von Nahrungsmitteln Beschreibung Die Erfindung betrifft einen Ofen zum Backen, Grillen oder Garen von Nahrungsmitteln.

Insbesondere für den Außenbereich werden herkömmlich holz-oder holz- kohlebefeuerte gemauerte Back-, Grill-und Garöfen eingesetzt. Diese Öfen sind an einen Platz gebunden, nicht transportierbar und benötigen durch ihr Gewicht ein Fundament. Darüber benötigen die Öfen eine lange Aufheiz- phase von etwa 2-2,5 Stunden. Der Aufbau solch eines Back-, Grill-und Garofens für den Außenbereich ist aufwändig und relativ teuer, da der Ofen nicht nur gemauert, sondern zusätzlich ausschamottiert oder mit entspre- chenden Kacheln ausgekleidet werden muss, um eine Feuerfestigkeit zu ge- währleisten.

Aus DE 101 47 384 AI ist eine Back-, Grill-, Wärmeofen für Garten, Cam- pingeinrichtungen, Freizeiteinrichtungen oder für den Betrieb in geschlosse- nen Räumen aus Ton bekannt. Der Ofen ist aus Ton der Stärke 2 cm bis 8 cm angefertigt. Er kann mit Holz oder Holzkohle befeuert werden und ist in der Lage allen Lebensmitteln, die durch Erhitzen zubereitet werden, die ent- sprechende Hitze zu geben. Auch nach Erlöschen der Glut wird lange eine stabile, große Wärmeabgabe ermöglicht. Der Ofen ist aus mehreren Tontei- len hergestellt, die aufeinander aufgesetzt werden, beispielsweise eine Grundplatte, ein Ofenkörper und ein Rauchabzug. Auf diese Weise kann der Ofen an seinem Standort auseinandergenommen, die einzelnen Teile an ei- nen anderen Standort transportiert und dort wieder zusammengebaut wer- den.

Der Werkstoff Ton ist jedoch relativ aufwändig in der Verarbeitung und er- möglicht für ein stabiles Produkt lediglich eine relativ eingeschränkte Form- gebung. Darüber hinaus ist gebrannter Ton relativ spröde, so dass er bei ei- ner weiteren Bearbeitung oder bei der Benutzung leicht beschädigt wird.

Darüber hinaus lässt sich der in DE 101 47 384 AI beschriebene Ofen ledig- lich direkt durch in den Ofenraum eingebrachtes Holz oder Holzkohle be- heizen, was jedoch bei verschiedenen Back-, Grill-oder Garprozessen uner- wünscht sein kann.

Es ist nun Aufgabe der Erfindung, einen Ofen zum Backen, Grillen oder Garen von Nahrungsmitteln bereitzustellen, bei dem die vorgenannten Nachteile beim Stand der Technik wenigstens teilweise überwunden oder zumindest vermindert werden.

Diese Aufgabe wird durch den Ofen zum Backen, Grillen und Garen von Nahrungsmitteln mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 und des neben- geordneten Patentanspruchs 17 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen ergeben sich aus den von Anspruch 1 und Anspruch 17 je- weils abhängigen Ansprüchen.

Der Ofen gemäß Anspruch 1 zum Backen, Grillen oder Garen von Nah- rungsmitteln, umfasst wenigstens eine Ofenbodenplatte und wenigstens ei- nen auf die wenigstens eine Ofenbodenplatte aufsetzbaren oder aufgesetzten Ofenkörper, der mit der wenigstens einen Ofenbodenplatte wenigstens einen beheizbaren Ofenraum bildet. Die wenigstens eine Ofenbodenplatte und der wenigstens eine Ofenkörper sind jeweils aus wenigstens zwei Einzelsegmen- ten zusammensetzbar oder zusammengesetzt, wobei alle Einzelsegmente lös- bar miteinander verbunden sind und wobei die Einzelsegmente der Ofenbo- denplatte und/oder die Einzelsegmente des Ofenkörpers wenigstens teilwei- se aus einer feuerfesten, mineralischen Masse, insbesondere einem feuerfe- sten Beton und/oder einem feuerfesten Zement und/oder einem feuerfesten Ton, gefertigt sind.

Der Ofen gemäß der Erfindung ist insbesondere für den Einsatz im Außen- bereich, beispielsweise im Garten, in Freizeit-und Campingeinrichtungen, konzipiert, ist aber auch in geschlossenen Räumen, beispielsweise im Wohn- bereich, Keller oder Garage einsetzbar, wenn eine geeigneter Rauchabzug oder ausreichende Belüftung der Räumlichkeiten gewährleistet ist.

Die Ofenbodenplatte oder der Ofenkörper bzw. deren Einzelsegmente kön- nen allesamt bzw. ganz oder nur zu einem Teil aus der feuerfesten, minerali- schen Masse gefertigt sein. Zusammen mit dem Ofenkörper bildet die Ofen- bodenplatte einen Ofenraum, der die zu backenden, grillenden oder garen- den Nahrungsmittel direkt oder mit entsprechenden Gefäßen aufnehmen kann. Im einfachsten Fall lässt sich der Ofenraum mit einem natürlichen

Brennmaterial, beispielsweise Holz oder Holzkohle, direkt beheizen, wobei das Brennmaterial auf der Ofenbodenplatte aufgeschichtet und verbrannt wird. Die Einzelsegmente des Ofenkörpers und der Ofenbodenplatte aus einem feuerfestem Beton oder einem feuerfestem Zement oder einem feuer- festem Ton sind dabei in der Lage Wärme bzw. Hitze zu speichern, um diese sowohl nach innen auf die Nahrungsmittel als auch nach außen abzustrahlen und damit gleichzeitig als Wärmequelle zu dienen.

Ein der Erfindung zugrundeliegender Gedanke ist, dass durch die Verwen- dung einer feuerfesten, mineralischen Masse, insbesondere einem feuerfesten Beton und/oder einem feuerfesten Zement und/oder einem feuerfesten Ton, eine größere Flexibilität in der Gestaltung des Ofens und eine höhere Stand- festigkeit erreicht werden kann. Die feuerfesten, mineralischen Massen, sind nicht brennbar, können sehr reißfest sein, insbesondere feuerfester Beton oder feuerfester Zement und einige feuerfeste Tone, und eine hohe Dichte aufweisen. Das ermöglicht es insbesondere auch geringe Wandstärken zu realisieren. Feuerfeste Tone sind eine spezielle Weiterentwicklung der Indu- strie und sind in ihren Eigenschaften mit den herkömmlichen Tonen nicht vergleichbar.

Die Formgebung der Einzelsegmente kann durch Vergießen in Formen er- folgen, was eine große Anzahl an Gestaltungsmöglichkeiten mit sich bringt.

Es lassen sich beispielsweise Ecken und Kanten, Vorsprünge oder Ausspa- rungen in beliebiger Form und Größe erzeugen, in dem sie zum Beispiel be- reits in der Gießform vorgeformt sind. Darüber hinaus können die feuerfe- sten, mineralischen Massen durch Pressen, Stampfen, Vibrieren, Walzen oder isostatisches Pressen zu der gewünschten Form verarbeitet werden.

Je nach Art der verwendeten, feuerfesten Masse ist zudem kein Vorbrand mehr vorgesehen, sondern die Festigkeit kann alleine durch Lufttrocknung erreicht werden, was eine kostengünstigere und schnellere Herstellung er- möglicht und wodurch die Gefahr eines Verzugs beim Brand entfällt. Des weiteren kann die Festigkeit auch durch Tempern bei Temperaturen bis 400 °C, vorzugsweise zwischen 200 °C und 300 °C, oder durch Brennen der feu- erfesten, mineralischen Masse erreicht werden. Ein weiterer Vorteil bei der

Verwendung der feuerfesten, mineralischen Masse ist eine vielfältigere Farb- gestaltung.

Ein Hauptvorteil des Ofens gemäß der Erfindung ist zudem, dass er nach dem Baukastenprinzip aus mehreren Einzelsegmenten einfach zusammen- setzbar und gleichermaßen auseinandernehmbar ist. Die Form, Größe, Breite und Anzahl der Ofenbauteile bzw. Einzelsegmente des Ofens ist frei wähl- bar, solange sie sich in geeigneter und einfacher Weise zu einer Ofenboden- platte und einem Ofenkörper zusammensetzen lassen, die einen beheizbaren Ofenraum umgeben. Selbst ein Ofen mit sehr großen Abmessungen kann somit, wenn er in ausreichend kleine Einzelsegmente zerlegbar ist, von einer Person abgebaut und an einem anderen Ort wieder aufgebaut werden. Dar- über hinaus ist der Ofen durch hinzufügen weiterer Einzelsegmente oder verändern der Anordnung oder der Art der Einzelsegmente beliebig erwei- terbar und/oder in seiner Form veränderbar.

Ein weiterer Vorteil des Ofens gemäß der Erfindung ist, dass die Einzelseg- mente sehr einfach und schnell auseinander zu nehmen und zusammen zu setzen, vorzugsweise zusammen zu stecken oder zu legen, sind, da grund- sätzliche keine zusätzliche Verbindung der Ofenbauteile durch kleben, schrauben oder mauern, etc. vorgesehen ist. Dies ist insbesondere auch hin- sichtlich der Standzeit des Ofens von Vorteil. Witterungsbedingte Schäden können zum einen dadurch vermieden werden, dass der Ofen, wenn er nicht in Betrieb ist, abgebaut und an einem trockenen und relativ warmen Ort ge- lagert werden kann. Zum anderen treten bei Witterungseinflüssen wie Feuch- tigkeit oder Temperaturschwankungen keine Spannungen zwischen Verbin- dungsmaterialien wie Mörtel oder Kleber und den Ofenbauteilen auf, die zu Rissbildung und gegebenenfalls Zerstörung von Ofenbauteilen führen könn- ten. Sollte dennoch ein Einzelsegment zu Bruch gehen, kann dieses einfach ausgetauscht werden.

Nach einem besonders bevorzugten Aspekt der Erfindung umfassen die Ein- zelsegmente der Ofenbodenplatte und/oder die Einzelsegmente des Ofen- körpers für die lösbare Verbindung wenigstens eine formschlüssige Verbin- dungskante oder Verbindungsfläche, insbesondere wenigstens einen Vor- sprung und/oder wenigstens eine Vertiefung, vorzugsweise zur Erzeugung

einer Verzahnung oder einer Nut-Feder-Verbindung, und/oder wenigstens ein lösbares Verbindungsmittel umfassen. Als lösbare Verbindungsmittel sind beispielsweise Haken und Ösen oder Riegel denkbar, die dafür sorgen, dass die Einzelsegmente sicher zusammengehalten werden. Die Verzahnung von Einzelsegmenten kann beispielsweise durch korrespondierende L- förmige, S-förmige, zacken-oder wellenförmige formschlüssige Verbin- dungskanten erreicht werden. Die auf die Ofenbodenplatte aufgesetzten Einzelsegmente des Ofenkörpers können vorzugsweise mit korresponieren- den formschlüssigen Verbindungskanten in einer im wesentlichen U-oder V- oder L-förmigen Vertiefung in der Ofenbodenplatte als formschlüssige Ver- bindungsfläche gehalten sein.

Insbesondere vorteilhaft ist es, wenn die Einzelsegmente der Ofenboden- platte und/oder die Einzelsegmente des Ofenkörpers jeweils die gleiche ge- ometrische Form und/oder jeweils dieselben Abmessungen aufweisen. Die Einzelsegmente können dann jeweils beliebig zusammengesteckt und einfach ausgetauscht werden.

Nach einem bevorzugten Aspekt der vorliegenden Erfindung bilden die Ein- zelsegmente der Ofenbodenplatte in einem zusammengesetzten Zustand im Wesentlichen eine kreisförmige oder eine ovale oder eine dreieckige oder eine rechtechteckige oder eine weitere polygone Form. Die Einzelsegmente der Ofenbodenplatte können die Form von Kreisabschnitten, Kreissektoren oder Kreisringsektoren sowie Kreisringen in Verbindung mit wenigstens ei- nem Kreis aufweisen oder dreieckig, rechteckig oder allgemein polygon aus- geführt sein. Die Ofenbodenplatte ist in einem zusammengesetzten Zustand vorzugsweise als flache Scheibe ausgebildet. Es kann aber auch eine konvexe oder eine konkave Form der Ofenbodenplatte vorgesehen sein. Darüber hin- aus ist es möglich, dass die Ofenbodenplatte mehrere konkave oder konvexe Bereiche, wenigstens eine Stufe oder einen Rand oder weitere Formmerkma- le aufweist, falls dies für den jeweiligen Anwendungszweck vorteilhaft sein sollte.

Nach einem weiteren bevorzugten Aspekt der vorliegenden Erfindung bilden die Einzelsegmente des Ofenkörpers im zusammengesetzten Zustand eine Kuppel, beispielsweise eine Halbkugel oder mit der Rundung eines kleineren

Kugelabschnitts, oder eine Pyramide oder einen Quader oder einen Zylinder oder ein Prisma, so dass ein Ofenraum entsteht, der groß genug ist verschie- dene Nahrungsmittel oder ein Gefäß mit Nahrungsmitteln aufzunehmen. Die Form des Ofenkörpers kann je nach Form der Ofenbodenplatte oder je nach Anwendungszweck ausgewählt werden. Es ist auch möglich, dass eine Ofen- bodenplatte mehrere Formschlussbereiche aufweist, so dass auf die Ofenbo- denplatte verschieden geformte Ofenkörper aufgesetzt werden können. Ins- besondere vorteilhaft ist die Form der Kuppel bzw. einer Halbkugel, hier wird die eingebrachte Wärme besonders gleichmäßig von den Wänden zu- rückgestrahlt und im Ofenraum verteilt.

Insbesondere bevorzugt ist es, wenn Einzelsegmente des Ofenkörpers so ausgeführt sind, dass eine durch Verbindungskanten zwischen den Einzel- segmenten des Ofenkörpers im zusammengesetzten Zustand bestimmte Linie eine durch die Ofenbodenplatte bestimmte Ebene im Bereich der Ofenbo- denplatte schneidet. Das bedeutet, die Einzelsegmente sind vorzugsweise so geformt, beispielweise als Kugeloberflächensegment oder Pyramiden-oder Prismafläche oder Pyramiden-oder Prismaelement, dass eine der Verbin- dungskanten der Einzelsegmente auf der Ofenbodenplatte aufliegt und die anderen Verbindungskanten bzw. die durch zwei aneinander stoßende Ver- bindungskanten gebildeten Linien von der Ofenbodenplatte weg verlaufen.

Die Verbindungskanten zwischen den Einzelsegmenten des Ofenkörpers sind hier also nicht in einer horizontalen Richtung bzw. im wesentlichen pa- rallel zu der Bodenfläche bzw. der Ebene der Ofenbodenplatte ausgerichtet, sondern in einer Richtung im wesentlichen quer zu der Ebene der Ofenbo- denplatte. Die Linie entlang der Verbindungskanten der Einzelsegmente des Ofenkörpers kann also mit der Bodenfläche bzw. der Ebene der Ofenboden- platte Winkel von größer 0° und kleiner 180°, vorzugsweise wenigstens 20° und maximal 160° einschließen, je nach dem von welcher Blickrichtung die Linie betrachtet wird bzw. welche der zu der Ebene der Ofenbodenplatte senkrechten Schnittebenen betrachtet wird. Die Einzelsegmente des Ofen- körpers werden in dieser bevorzugten Ausführungsform demnach nicht auf- einander gestapelt, also von bzw. in einer zur Ofenbodenplatte senkrechten Richtung nacheinander an-oder abgebaut, sondern im Wesentlichen von bzw. in einer zur Ofenbodenplatte parallelen bzw. einer horizontalen Rich- tung nacheinander an-oder abgebaut bis der Ofenkörper vollständig zu-

sammengesetzt oder auseinandergenommen ist. Es können aber auch einzel- ne Einzelsegmente vorgesehen sein, die den gesamten Umfang des Ofenkör- pers umfassen, beispielsweise ringförmig oder als quadratischer oder poly- goner Hohlkörper ausgeführt sind, und in senkrechter Richtung nacheinan- der aufeinander gestapelt werden.

Besonders zweckmäßig ist es, wenn Einzelsegmente des Ofenkörpers Aus- sparungen für wenigstens eine Rauchabzugsöffnung und/oder wenigstens eine Einführöffnung für die Nahrungsmittel aufweisen. Die Einführöffnung für Nahrungsmittel kann auf einfachste Weise auch durch weglassen oder wegnehmen eines Einzelsegments am Ofenkörper geschaffen werden.

Nach einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung sind bzw. ist dar- über hinaus wenigstens ein Rauchabzug und/oder wenigstens ein Türelement zum Verschließen der Einführöffnung vorgesehen, die bzw. der bzw. das in die wenigstens eine Rauchabzugsöffnung und/oder wenigstens eine Einführ- öffnung für die Nahrungsmittel einsetzbar oder eingesetzt oder auf die we- nigstens eine Rauchabzugsöffnung und/oder wenigstens eine Einführöff- nung für die Nahrungsmittel aufsetzbar oder aufgesetzt sind bzw. ist.

Insbesondere vorteilhaft kann es auch sein, wenn wenigstens eine Trenn- wand vorgesehen ist zur Aufteilung des wenigstens einen Ofenraums, die auf die Ofenbodenplatte und/oder den Ofenkörper aufsetzbar bzw. aufgesetzt ist und lösbar mit der Ofenbodenplatte und/oder dem Ofenkörper verbun- den ist. Die Trennwand bzw. die Trennwände können ebenfalls aus einer feuerfesten, mineralischen Masse, insbesondere einem feuerfestem Beton und/oder einem feuerfestem Zement und/oder einem feuerfestem Ton ge- fertigt sein und wird bzw. werden vorzugsweise über formschlüssige Verbin- dungskanten mit den Einzelsegmenten verbunden. Eine Trennwand kann sich in ihrer Höhe und Breite über den gesamten Ofenraum oder nur über einen Teil des Ofenraums erstrecken und je nach Größe nach dem Zusam- menbau des Ofens oder in einem Zwischenschritt eingesetzt werden.

Nach einem besonders bevorzugten Aspekt der vorliegenden Erfindung um- fasst die feuerfeste, mineralische Masse wenigstens ein wasserinaktives, fei- nes, hochschmelzendes Pulver, insbesondere Aluminiumoxid, Chromoxid,

Spinell, Titanoxid, etc. oder Mischungen daraus, und wenigstens ein hoch- schmelzendes Granulat und/oder ein hochschmelzendes Pulver und ein A- luminiumoxid-Zement und/oder ein Siliziumoxidpulver und/oder weitere Zusatzstoffe. Verwendet werden können im Prinzip alle bekannten und im Handel erhältlichen Mischungen für feuerfesten Beton, die sich in geeignete Formen vergießen lassen. Als hochschmelzendes Granulat und/oder hoch- schmelzendes Pulver kann unter anderem zerkleinertes Vulkangestein oder Schamotte (Tonerde), Aluminiumoxid, Magnesiumoxid, Spinell oder Bauxit verwendet werden. Zusatzstoffe können Abbinder, Dispersionsmittel, Be- tonverflüssiger sowie feuerfeste anorganische und organische Fasern umfas- sen. Geoden, Pyritknollen, Sandsteine, Kalksteinlagen und Kohlen sind vor- zugsweise in der Mischung nicht oder nur in sehr geringen Anteilen vorhan- den. Feuerfeste Betone oder Zemente können durchschnittlich 25 Gew. % bis 44 Gew. % Aluminiumoxid (Al203) in kontinuierlicher Mischreihe und mög- lichst kaum Verunreinigungen enthalten. Feuerfeste Tone enthalten vor- zugsweise nur geringe Mengen Illit, Karbonate und Eisenverbindungen, da diese mit den übrigen Gemengeteilen Gläser mit niedrigem Schmelzpunkt bilden können.

Insbesondere bevorzugt ist die Verwendung einer feuerfesten, mineralischen Masse in einer Mischung mit einem Anteil des wasserinaktiven, feinen, hoch- schmelzenden Pulvers von 0 bis 40 Gew. % und einem Anteil an Aluminium- oxid-Zement von 0 bis 12 Gew. % und/oder einem Anteil an Siliziumoxid von 0 bis 8 Gew. %.

Darüber hinaus kann es vorteilhaft sein, wenn Einzelsegmente der wenig- stens einen Ofenbodenplatte und/oder Einzelsegmente des wenigstens einen Ofenkörpers und/oder der wenigstens eine Rauchabzug und/oder das we- nigstens eine Türelement und/oder die wenigstens eine Trennwand wenig- stens teilweise aus einem feuerfesten metallischen Material, insbesondere einem feuerfesten Stahl oder einem Gusseisen, und/oder aus Steingut und/oder aus Ton gefertigt sind bzw. ist.

Feuerfeste mineralische Massen, insbesondere feuerfester Beton oder feuer- fester Zement oder feuerfester Ton, Gusseisen und Steingut ermöglichen eine vielfältige Farbegestaltung. Zudem sind feuerfeste mineralische Massen,

Gusseisen und Steingut in der Lage schnell auftretende Temperaturschwan- kungen zu bestehen, ohne dass dabei das Material beschädigt wird. Gussei- sen hat den weiteren Vorteil, dass es keinerlei Feuchtigkeit in sich aufnimmt.

Durch die Verwendung dieser Materialen wird eine enorme Flexibilität in der Gestaltung des Ofens ermöglicht.

In einer besonders vorteilhaften Ausführungsform des Ofens gemäß der Er- findung weisen die Einzelsegmente der wenigstens einen Ofenbodenplatte und/oder des wenigstens einen Ofenkörpers eine Wandstärke von 1 cm bis 10 cm, insbesondere von 1 cm bis 6 cm auf. Je dünner die Einzelsegmente ausgeführt werden, desto komfortabler lässt sich der Ofen auseinander neh- men, transportieren und zusammensetzen.

In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform des Ofens weisen die Ein- zelsegmente der wenigstens einen Ofenbodenplatte und/oder des wenigstens einen Ofenkörpers wenigstens eine Krümmung mit einem Krümmungsradius von kleiner 10 mm, insbesondere kleiner 5 mm, vorzugsweise kleiner 1 mm auf. Solche kleine Krümmungsradien lassen sich vorteilhaft durch die Ver- wendung einer vergießbaren, feuerfesten, mineralischen Masse als Ofenmate- rial erzielen, da sie sehr präzise in Form gegossen werden kann. Die entste- henden einfach oder mehrfach gekrümmten Einzelsegmente aus durchgängi- gem Material sind in der Regel stabiler als vergleichbare Einzelsegmente die aus miteinander fest verbundenen Teilen bzw. Platten hergestellt werden. Im Idealfall ist angestrebt scharfe Kanten bzw. Ecken mit einem Krümmungsra- dius gegen 0 zu erzeugen. Krümmungen an der Ofenbodenplatte können beispielsweise Kanten und Ecken an einem ausgeformten Rand oder an formschlüssigen Verbindungselementen oder auch an weiteren Vertiefungen, Erhöhungen oder Stufen in der Ofenbodenplatte umfassen. Krümmungen am Ofenkörper können insbesondere Kanten und Ecken an den Einzelseg- menten sowie Kanten und Ecken an formschlüssigen Verbindungselementen oder auch weiteren Vertiefungen und Erhöhungen am Ofenkörper umfassen.

Insbesondere die formschlüssigen Verbindungen lassen sich aufgrund der erzeugbaren kleinen Krümmungsradien sehr exakt ausführen. Darüber ist durch die Möglichkeit solche einfach oder mehrfach gekrümmte Einzelseg- mente herzustellen eine sehr vielseitige, funktionelle und kreative Formge- staltung des Ofens möglich.

Insbesondere vorteilhaft ist es, wenn der wenigstens eine Ofenraum einen Durchmesser von wenigstens 20 cm bis 2 m, insbesondere einen Durchmes- ser von 50 cm bis 1 m, aufweist. Als Durchmesser wird hier und im Folgen- den der jeweils größte Durchmesser bzw. die lichte Weite des Ofenraums an der Ofenbodenplatte bezeichnet. Der Ofen kann mit einem kleineren Durch- messer ausgelegt werden und durch Anbau weiterer Einzelsegmente beliebig erweiterbar ausgeführt sein. Grundsätzlich kann der Ofen beliebig klein aus- geführt sein, so dass noch eine sinnvolle Nutzung zum Backen, Grillen oder Garen möglich ist oder aber beliebig groß ausgeführt werden, solange er sich trotzdem relativ einfach und schnell und unter begrenzter Kraftaufwendung bzw. begrenztem Einsatz von Hilfsmitteln ab-und aufbauen lässt.

Besonders vorteilhaft kann es auch sein, wenn ein transportabler Unterbau, insbesondere ein tragbares und/oder fahrbares Gestell aus einem feuerfesten Material, für den Ofen vorgesehen ist. Dadurch ist stets eine sicherer und stabiler Stand des Ofens gewährleistet.

Zudem können vorzugsweise in dem Ofen Einbauten vorgesehen sein, bei- spielsweise Gestelle oder Gitterroste oder Grillstangen, um es zu ermögli- chen mehrere Nahrungsmittel oder Gefäße nebeneinander, übereinander oder ohne direkten Kontakt zum Ofenboden in den Ofen einzubringen und zu erhitzen.

Der Ofen gemäß Anspruch 17 zum Backen, Grillen oder Garen von Nah- rungsmitteln, umfasst wenigstens eine Ofenbodenplatte und wenigstens einen auf die wenigstens eine Ofenbodenplatte aufsetzbaren oder aufgesetz- ten Ofenkörper, der mit der wenigstens einen Ofenbodenplatte wenigstens einen beheizbaren Ofenraum bildet. Die wenigstens eine Ofenbodenplatte und der wenigstens eine Ofenkörper sind jeweils aus wenigstens zwei Einzel- segmenten zusammensetzbar oder zusammengesetzt, wobei alle Einzelseg- mente lösbar miteinander verbunden sind, wobei zur Beheizung des wenig- stens einen Ofenraums wenigstens eine Fluidheizung vorgesehen ist und wo- bei die Fluidheizung wenigstens ein Beheizungselement innerhalb des Ofen- raums und/oder wenigstens ein Beheizungselement außerhalb des Ofen- raums umfasst.

Neben den Vorteilen eines flexiblen und einfachen Auf-und Abbaus sowie Transports, ist der Hauptvorteil des erfindungsgemäßen Ofens dass der O- fenraum direkt oder indirekt mit beliebigem Brennmaterial, insbesondere flüssigem und festem Brennmaterial, beheizbar ist.

Der Ofen ist vorzugsweise aus hitzebeständigen oder feuerfesten Materialien gefertigt, wobei alle bekannten hitzebeständigen und feuerfesten Materialien sowie die vorangehend beschriebenen feuerfesten, mineralischen Massen verwendet werden können. Der Ofen kann beispielsweise ganz oder zu ei- nem Teil aus einem metallischen Material, beispielsweise ein feuerfester Stahl oder einem Gusseisen, oder einer mineralischen Masse, insbesondere einem feuerfestem Beton und/oder einem feuerfestem Zement und/oder einem feuerfestem Ton oder Steingut oder Ton gefertigt sein.

Durch die Konstruktion des Ofens und die verwendeten feuerfesten Materia- lien ist eine Kombination oder ein Austausch von Brennmaterialien, zum Beispiel Holz oder Holzkohle und Gas, möglich, beispielweise auch um un- terschiedliche Temperaturbereiche abzudecken und eine bessere Regelung des Back-, Grill-oder Garprozesses zu ermöglichen. Vorteile eines Gasbe- triebs sind eine exakte Temperaturregelung, eine exakte Regelung der Gaszu- fuhr und eine höhere Sicherheit. Beispielsweise kann der Ofen über die Flu- idheizung bis zum Erreichen einer gewünschten Betriebstemperatur von au- ßen aufgeheizt werden. Während des Betriebs, also wenn die Nahrungsmittel oder Speisen in den Ofen eingebracht sind, kann der Ofen über das wenig- stens eine Beheizungselement der Fluidheizung innerhalb des Ofenraums oder durch Holz oder Holzkohle im Ofenraum bzw. durch die Glut beheizt werden. Darüber hinaus sind alle weiteren möglichen Kombinationen für die Beheizung des Ofenraums mit Hilfe der Fluidheizung und herkömmlicher Beheizung mit festen Brennmaterialien möglich.

Auch wird in vielen Wohngebieten die Beheizung mit Holz oder Holzkohle als Belästigung empfunden. Bei dem erfindungsgemäßen Ofen ist in diesem Fall gleichermaßen eine Befeuerung durch Gas möglich, um die erforderliche Temperatur für den Back-, Grill-, oder Garprozess zu erreichen.

Nach einem besonders bevorzugten Aspekt der Erfindung wird als Brennma- terial für die Fluidheizung Gas, insbesondere Methangas oder Propangas oder Butangas, und/oder Öl, vorgesehen. Als festes Brennmaterial zur Be- heizung des Ofenraums kann zudem Holz oder Holzkohle vorgesehen sein, das bzw. die direkt im Ofenraum verbrannt werden.

Insbesondere vorteilhaft ist es, wenn das wenigstens eine Beheizungselement innerhalb des Ofenraums an wenigstens einem Einzelsegment der Ofenbo- denplatte, insbesondere an einer an den Ofenkörper angrenzenden Seite des wenigstens einen Einzelsegments, und/oder an wenigstens einem Einzelseg- ment des Ofenkörpers, insbesondere an einer an die Ofenbodenplatte an- grenzenden Seite des wenigstens einen Einzelsegments, angeordnet ist. Die Beheizungselemente innerhalb des Ofenraums sind also an der Ofenboden- platte vorzugsweise am Rand angeordnet, so dass eine Beheizung auch bei im Ofenraum befindlichen Nahrungsmitteln oder Gefäßen mit Nahrungsmit- teln möglich ist. Beheizungselemente innerhalb des Ofenraums am Ofenkör- per sind vorzugsweise in der Nähe der Ofenbodenplatte angeordnet, so dass die zugeführte Wärme von unten nach oben aufsteigen und sich gleichmäßig im Ofenraum verteilen kann.

Nach einem weiteren bevorzugten Aspekt der Erfindung ist das wenigstens eine Beheizungselement innerhalb des Ofenraums als wenigstens eine Gas- brenndüse und/oder wenigstens ein elektrisches Heizelement und/oder we- nigstens ein Ölbrenner ausgebildet. Besonders bevorzugt werden Gasbrenn- düsen eingesetzt.

Besonders bevorzugt ist es, wenn das wenigstens eine Beheizungselement außerhalb des Ofenraums wenigstens einen Gasbrenner und/oder wenigstens einen Ölbrenner umfasst. Außerhalb des Ofenraums kann zudem eine Brennkammer für feste Brennmaterialien, vorgesehen sein. Das wenigstens eine Beheizungselement außerhalb des Ofenraums und/oder die Brennkam- mer sind an dem Ofen so angeordnet, also insbesondere unterhalb der Ofenbodenplatte, dass die Heizwärme mit einem hohen Wirkungsgrad durch die Ofenwand in den Ofenraum gelangt. Der Gas-oder Ölbrenner kann auch als Heizregister ausgeführt sein.

Nach einem weiteren besonders bevorzugten Aspekt der vorliegenden Erfin- dung weisen bzw. weist wenigstens ein Einzelsegment der Ofenbodenplatte und/oder wenigstens ein Einzelsegment des Ofenkörpers Beheizungsöff- nungen auf, die durch die Einzelsegmente durchgehen. Die Beheizungsöff- nungen können über das gesamte Einzelsegment verteilt sein. Die Behei- zungsöffnungen können bei einer direkten Beheizung des Ofenraums zur Luftzufuhr und zum Ascheaustrag dienen. Bei einer indirekten Beheizung des Ofenraums über die Beheizungselemente außerhalb des Ofenraums oder die externe Brennkammer erniedrigen die Beheizungsöffnungen den Wärme- transportwiderstand der Ofenwand.

Darüber hinaus kann es vorteilhaft sein, wenn wenigstens eine Beheizungs- element zur Beheizung innerhalb des Ofenraums in die Beheizungsöffnungen einsetzbar bzw. eingesetzt bzw. durch diese durchführbar ist. Die Behei- zungsöffnungen sind dann vorzugsweise am Rand der Ofenbodenplatte oder am Ofenkörper benachbart zu der Ofenbodenplatte angeordnet. Die Behei- zungselemente können in allen oder einigen der Beheizungsöffnungen in einem Einzelsegment der Ofenbodenplatte und/oder des Ofenkörpers fest vorinstalliert oder vor Gebrauch eingeführt werden. Sind beispielsweise Gas- brenndüsen fest installiert, sind vor Gebrauch des Ofens lediglich die Gas- anschlüsse sicherzustellen. Sind die Beheizungselemente vor Gebrauch ein- zuführen, insbesondere Gas-oder Öl-Brenndüsen sowie elektrische Heiz- elemente hat das den Vorteil, dass die Einzelsegmente des Ofens ohne Be- heizungselemente platzsparend und ohne der Gefahr der Beschädigung der Beheizungselemente gelagert und transportiert werden können.

Insbesondere vorteilhaft ist es, wenn die Beheizungsöffnungen eine Öff- nungsweite zwischen 0,2 mm und 10 cm, insbesondere zwischen 0,2 mm und 5 cm, aufweisen, um eine gute Wärmeleitung zu gewährleisten oder ein Be- heizungselement verwenden bzw. einsetzten zu können.

Weitere vorteilhafte Ausgestaltung und Weiterbildung des Ofens nach An- sprüche 17 können analog zu dem in Anspruch 1 und den fakultativ aus An- spruch 1 rückbezogenen Ansprüchen gestaltet werden.

In einer besonders bevorzugten Ausführungsform wird der Ofen nach An- spruch 1 oder Anspruch 17 als Pizzaofen verwendet. In diesem Fall ist der Ofen in seiner Form und in seinen Abmessungen vorzugsweise für die her- kömmlichen Formen und Abmessungen von Pizzen ausgelegt.

Die Erfindung wird im Folgenden anhand von Ausführungsbeispielen und unter Bezugnahme auf die beiliegenden Zeichnungen weiter erläutert.

Es zeigen jeweils in schematischer Darstellung : FIG 1 eine perspektivische Ansicht einer ersten, vorteilhaften Ausfüh- rungsform des Ofens gemäß der Erfindung, FIG 2 eine Seitenansicht des Ofens nach FIG 1, FIG 3 eine Vorderansicht des Ofens nach FIG 1, FIG 4 eine Aufsicht auf den Ofen nach FIG 1, FIG 5 eine perspektivische Ansicht einer weiteren, abgewandelten Ausfüh- rungsform des Ofens nach FIG 1, FIG 6 eine perspektivische Ansicht einer weiteren, abgewandelten Ausfüh- rungsform des Ofens nach FIG 1, FIG 7 eine perspektivische Ansicht einer zweiten, vorteilhaften Ausfüh- rungsform des Ofens gemäß der Erfindung, FIG 8 eine perspektivische Ansicht einer dritten, vorteilhaften Ausfüh- rungsform des Ofens gemäß der Erfindung, FIG 9 eine perspektivische Ansicht eines Einzelsegment einer weiteren, abgewandelten Ausführungsform des Ofens nach FIG 8.

FIG 10 eine perspektivische Ansicht eines Einzelsegment einer weiteren, abgewandelten Ausführungsform des Ofens nach FIG 8,

Einander entsprechende Teile und Größen sind in den FIG 1 bis 10 mit den- selben Bezugszeichen versehen.

FIG 1 bis FIG 6 zeigen verschiedene Ansichten einer ersten, vorteilhaften Ausführungsform des Ofens 1 gemäß der Erfindung. Der Ofen 1 umfasst eine Ofenbodenplatte 2 und einen Ofenkörper 3, die in zusammengesetztem Zustand einen Ofenraum 4 bilden bzw. umgeben. Die Ofenbodenplatte 2 ist hier als kreisrunde, flache Scheibe mit einem umlaufenden Rand 9 ausgebil- det, auf die der halbkugelförmige Ofenkörper 3 aufgesetzt ist. Ofenboden- platte 2 und Ofenkörper 3 sind bei dem in FIG 1 dargestellten Ofen 1 je- weils aus vier Einzelsegmenten 5,6 zusammengesetzt, wobei die Einzelseg- mente 5 des Ofenbodens 2 jeweils dieselbe Form und dieselben Abmessun- gen aufweisen. Die Einzelsegmente 6 des Ofenkörpers 3 weisen ebenfalls im Wesentlichen jeweils dieselben Abmessungen auf. Alle Einzelsegmente 6 des Ofenkörpers 2 besitzen zudem jeweils eine Aussparung an der im zusam- mengesetzten Zustand vom Ofenboden 2 abgewandten Seite. Die Ausspa- rungen aller Einzelsegmente 6 bilden zusammen eine Rauchabzugsöffnung 7.

Zwei der Einzelsegmente 6 des Ofenkörpers 3 weisen zusätzlich eine Aus- sparung an der dem Ofenboden 3 zugewandten Seite auf, die wenn die bei- den Einzelsegmente 6 zusammengesetzt werden, eine Einführöffnung 8 für Nahrungsmittel in den Ofenraum 4 darstellt.

Die Einzelsegmente 5,6 weisen formschlüssige Verbindungskanten 10 mit korrespondierender, L-förmiger Verzahnung 11 auf. Die Befestigung der Einzelsegmente 6 des Ofenkörpers 3 auf der Ofenbodenplatte 2 wird durch den Formschluss des zusammengesetzten Ofenkörpers 3 mit dem umlaufen- den Rand 9 der Ofenbodenplatte 2 erreicht, die somit als formschlüssige Verbindungsfläche dient. Die Einzelsegmente 5,6 sind jeweils lose zusam- mengesetzt und halten allein aufgrund der Formschlussverbindungen stabil zusammen. Es werden keine weiteren Verbindungshilfsmittel wie Kleber oder Mörtel verwendet, so dass der Ofen 1 nach Gebrauch, durch auseinan- dernehmen der Einzelsegmente 5,6, auf einfache Weise wieder zerlegt wer- den kann.

Die Einzelsegmente 5,6 sind in den in FIG 1 bis 9 dargestellten Ausfüh- rungsformen des Ofens stets so ausgeführt, dass eine durch die Verbin-

dungskanten 10 zwischen den Einzelsegmenten 6 des Ofenkörpers im zu- sammengesetzten Zustand bestimmte Linie L eine durch den Ofenboden bestimmte Ebene E im Bereich der Ofenbodenplatte schneidet (vgl. insbe- sondere FIG 3).

In FIG 5 ist der Ofen 1 nach FIG 1 mit aufgestecktem Rauchabzug 13 dar- gestellt. Der Rauchabzug 13 kann einfach in die Rauchabzugöffnung 7 einge- setzt werden. In FIG 6 ist eine Ausführungsform des Ofens nach FIG 1 mit eingesetztem Türelement 14 dargestellt. Zum Einführen der Nahrungsmittel oder Speisen kann das Türelement 14 herausgenommen und anschließend wider eingesetzt werden. Rauchabzug 13 und Türelement 14 können wie der Ofen 1 aus einer feuerfesten, mineralischen Masse oder aus einem anderen geeigneten, feuerfesten Material gefertigt sein.

FIG 7 zeigt schematisch eine zweite, vorteilhafte Ausführungsform des er- findungsgemäßen Ofens 1. Die Ofenbodenplatte 2 ist aus vier rechteckigen Einzelsegmenten 5 zusammengesetzt und trägt vier Einzelsegmente 6 des Ofenkörpers 3 mit im Wesentlichen dreieckiger Grundform, die einen pyra- midenförmigen Ofenkörper 3 bilden. Grundsätzlich wäre es auch möglich für den Ofenkörper 3 nach FIG 7 nur zwei gekrümmte Einzelsegmente 6 vorzusehen. Jedes der Einzelsegmente 6 würden dann jeweils zwei Pyrami- denflächen und eine Kante aufweisen. Solche Einzelsegmente ließen sich auch zur Aufbewahrung sehr vorteilhaft ineinander stapeln. Durch die Ver- wendung eines feuerfesten Betons oder Zements beispielsweise als Ofenma- terial lassen sich gekrümmte Einzelsegmente mit relativ scharfer Kante bzw. mit sehr kleinem Krümmungsradius der Kante, beispielsweise durch Vergie- ßen der Masse in eine entsprechende Form, durchgängig und sehr stabil her- stellen. Insbesondere bei der Verwendung von Ton als Material für die Ein- zelsegmente wären solche gekrümmten Formen nur jeweils aus Einzelteilen, mit der damit verbundenen Einbuße an Stabilität durch die Verbindungsstel- le, oder mit einem relativ großen Krümmungsradius herstellbar.

An der von der Ofenbodenplatte 2 abgewandten Seite des Ofenkörpers 3 ist in FIG 7 ebenfalls eine Rauchabzugsöffnung 7 vorgesehen, in die ein Rauch- abzug eingesetzt werden könnte. Die Einführöffnung 8 für Nahrungsmittel ist in diesem Ausführungsbeispiel an nur einem Einzelsegment 6 des Ofen-

körpers 3 ausgebildet und wäre gegebenenfalls auch über ein Türelement verschließbar. Die Einzelsegmente 6 des Ofenkörpers bilden eine Nut- Feder-Verbindung 17 mit einer Vertiefung in der Ofenbodenplatte 2, die somit als formschlüssige Verbindungsfläche dient. Die Verzahnungen zwi- schen den jeweiligen Einzelsegmenten 5,6 sind der Einfachheit halber nicht dargestellt.

Um den Ofen 1 in Betrieb zu nehmen sollte er auf einem stabilen, geraden und festen Untergrund aufgebaut werden. Zunächst werden vorzugsweise die Einzelsegmente 5 der Ofenbodenplatte 3 auf den Untergrund gelegt und zu- sammengesetzt bzw. zusammengeschoben, so dass die durchgehende Ofen- bodenplatte 3 gebildet wird. Anschließend werden bevorzugt nacheinander die vier Einzelsegmente 6 des Ofenkörpers 3 in der gewünschten Anordnung und in einer Reihenfolge, dass beispielsweise die Formschlussverbindung ausgeführt werden kann auf die Ofenbodenplatte 3 aufgesetzt, bis der durchgehende Ofenkörper 3 mit einer Einführöffnung 8 entsteht. Anschlie- ßend können weitere Bauteile wir Rauchabzug 13 oder Türelement 14 einge- setzt und der Ofen 1 in Betrieb genommen werden.

Im einfachsten Fall kann der Ofen mit Holz oder Holzkohle als Brennmate- rial beheizt werden. Das Brennmaterial kann dann entweder nur am Rand der Ofenbodenplatte 2 oder auf der gesamten Bodenfläche verteilt und ver- brannt werden. Bereits nach 45 bis 60 min kann bei dieser Beheizungsart eine Betriebstemperatur von 500 °C bis 600 °C erreicht werden. Die Glut kann anschließend entnommen oder an den Rand der Ofenbodenplatte 2 verbracht werden, je nachdem, ob die Speisen in einem Gefäß in den Ofen 1 eingebracht werden oder beispielweise Backwaren direkt auf den Boden des Ofens 1 gelegt werden sollen.

Eine dritte vorteilhaften Ausführungsform des Ofens 1 gemäß der Erfindung zeigt FIG 8. Der in FIG 8 dargestellte Ofen 1 entspricht in seinem Aufbau und seiner Form im Wesentlichen dem Ofen 1 nach FIG 1. Im Unterschied zu dem in FIG 1 dargestellten Ofen 1 ist bei dem Ofen nach FIG 7 eine Fluidheizung vorgesehen. Für eine Fluidheizung, insbesondere mit Gas, sind verschiedene Betriebsarten bzw. Ausführungsformen des Ofens möglich.

Bei dem in FIG 8 dargestellten Ofen sind in den Einzelsegmenten 5 der Ofenbodenplatte 2 durch die Ofenbodenplatte 2 durchgehende Beheizungs- öffnungen 12 vorgesehen. Die Beheizungsöffnungen 12 ermöglichen eine hervorragende Wärmeleitung von einem Beheizungselement außerhalb des Ofenraums (vgl. Pfeile in FIG 8) der Fluidheizung, beispielsweise eines Gas- oder Ölbrenners oder Gasheizregisters oder eines Holz-oder Holkohlefeu- ers, in den Ofenraum 4. Zusätzlich kann der Ofenraum 4 beispielsweise di- rekt mit Holz oder Holzkohle oder mit Beheizungselementen der Fluidhei- zung innerhalb des Ofenraums (hier nicht dargestellt) beheizt werden.

In die Beheizungsöffnungen 12 können Beheizungselemente 16 eingeführt werden, wie in FIG 9 dargestellt, die innerhalb des Ofenraums Wärme abge- ben, beispielsweise Gasbrenndüsen oder ein elektrische Heizelemente. FIG 9 zeigt ein Einzelsegment 6 des Ofenkörpers 3 mit Beheizungselementen 16 innerhalb des Ofenraums 4. Die Beheizungsöffnungen 12 in die die Behei- zungselemente eingesetzt sind, sind vorzugsweise in der Nähe der Ofenbo- denplatte 3 angeordnet, um eine gleichmäßige Wärmeverteilung im Ofen- raum 4 durch die eingesetzten Beheizungselemente 16 zu ermöglichen. Das Beheizungselement 16 wird von außen mit Brennmaterial bzw. Energie ver- sorgt.

FIG 10 zeigt eine Fluidheizung mit Beheizungselementen 16 innerhalb des Ofenraums 4, im speziellen Gasbrenndüsen, die zusammen mit einer Gaszu- leitung 15 auf einem Einzelsegment 5 der Ofenbodenplatte 2 angeordnet sind. In diesem Ausführungsbeispiel sind keine Beheizungsöffnungen 12 vorgesehen. Die Gaszufuhrleitung 15 kann auf dem Einzelsegment, vor- zugsweise aber in das Einzelsegment eingebettet, geführt werden. Auch die Einzelsegmente 6 des Ofenkörpers 3 können auf diese Weise mit Behei- zungselementen 16 ausgestattet werden.

Bezugszeichenliste 1 Ofen 2 Ofenbodenplatte 3 Ofenkörper 4 Ofenraum 5 Einzelsegmente der Ofenbodenplatte 6 Einzelsegmente des Ofenkörpers 7 Rauchabzugsöffnung 8 Einführöffnung 9 umlaufender Rand 10 formschlüssige Verbindungskante 11 Verzahnung 12 Beheizungsöffnungen 13 Rauchabzug 14 Türelement 15 Gaszuleitung 16 Gasbrenndüse 17 Nut-Feder-Verbindung L Linie E Ebene




 
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