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Title:
OVERCURRENT PROTECTION DEVICE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2018/172418
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to an overcurrent protection device for a circuit to be monitored, having at least one tripping unit (12a-c) which is provided for the purpose of interrupting the circuit in at least one tripping situation and comprises at least one conductor section (14a-c) which is provided for the purpose of conducting a current to be monitored, at least one tripping element (16a-c) which has at least one magnetically and thermally shape-changing material (18a-c) and, in the tripping situation, is provided for thermally and/or magnetically induced deformation on the basis of a current flowing through the conductor section (14a-c), and at least one actuation element (20a-c) which is operatively connected to the tripping element (16a-c) and is provided for the purpose of transmitting at least one actuation movement and/or at least one actuation force to at least one interrupter switch.

Inventors:
SCHAUTZGY, Maximilian (Baitenhauserstraße 5/1, Meersburg, 88709, DE)
SCHIEPP, Thomas (Klingenstraße 11, Seitingen-Oberflacht, 78606, DE)
LAUFENBERG, Markus (Lilienweg 31, Stockach, 78333, DE)
Application Number:
EP2018/057186
Publication Date:
September 27, 2018
Filing Date:
March 21, 2018
Export Citation:
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Assignee:
ETO MAGNETIC GMBH (Hardtring 8, Stockach, 78333, DE)
International Classes:
H01H73/48; H01H37/32; H01H71/14; H01H73/66; H01H71/12; H01H71/24; H01H71/40
Domestic Patent References:
WO2006056335A12006-06-01
WO1999045631A21999-09-10
Foreign References:
DE102004056283A12006-06-08
DE102004056281A12006-06-08
DE102004056283A12006-06-08
DE102012011063A12013-12-05
DE102010014280A12011-10-13
Attorney, Agent or Firm:
DAUB, Thomas (Daub Patent- und Rechtsanwaltskanzlei, Bahnhofstraße 5, Überlingen, 88662, DE)
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Claims:
Ansprüche

Uberstromschutzvorrichtung für einen zu überwachenden Stromkreis, mit zumindest einer Auslöseeinheit (12a-c), die zu einer Unterbrechung des

Stromkreises in zumindest einem Auslösefall vorgesehen ist, und die zumindest einen Leiterabschnitt (14a-c), der zu einem Führen eines zu überwachenden Stroms vorgesehen ist, zumindest ein Auslöseelement (16a-c), das zumindest ein magnetisch und thermisch formveränderliches Material (18a-c) aufweist und in dem Auslösefall zu einer thermisch und/oder magnetisch induzierten

Verformung in Abhängigkeit von einem durch den Leiterabschnitt (14a-c) fließenden Strom vorgesehen ist, und zumindest ein mit dem Auslöseelement (16a-c) in Wirkverbindung stehendes Betätigungselement (20a-c), das zur Übertragung zumindest einer Betätigungsbewegung und/oder zumindest einer Betätigungskraft zu zumindest einem Unterbrecherschalter vorgesehen ist, umfasst.

Überstromschutzvorrichtung nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass das Auslöseelement (16a-c) zu einer Erzeugung einer für eine Betätigung des Unterbrecherschalters ausreichenden Betätigungsbewegung aufgrund zumindest einer thermisch induzierten Formveränderung und zu einer für eine Betätigung des Unterbrecherschalters ausreichenden Betätigungskraft aufgrund zumindest einer magnetisch induzierten Formveränderung vorgesehen ist.

Überstromschutzvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die thermisch induzierte Formveränderung eine Längenänderung des

Auslöseelements (16a-c) von mindestens 1 ,5 %, bevorzugt von mindestens 2 % und besonders bevorzugt von mindestens 4 % beinhaltet.

4. Überstromschutzvorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die magnetisch induzierte Formveränderung eine Kraftentwicklung von mindestens 1 N, bevorzugt von mindestens 1 ,5 N, weiter bevorzugt von mindestens 2 N je 1 mm2 Querschnittsfläche des Auslöseelements (16a-c) beinhaltet.

5. Überstromschutzvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

gekennzeichnet durch eine Rückstelleinheit (22a-c) mit zumindest einem Rückstellelement (24a-c), das zu einer Rückverformung des Auslöseelements (16a-c) nach einem Auftreten des Auslösefalls vorgesehen ist.

6. Überstromschutzvorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Rückstellelement (24a-c), von dem Auslöseelement (16a-c) aus betrachtet, vor und/oder neben dem Betätigungselement (20a-c) angeordnet ist.

7. Überstromschutzvorrichtung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Rückstellelement (24a; 24c) das Auslöseelement (16a; 16c) zumindest teilweise umgibt.

8. Überstromschutzvorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch

gekennzeichnet, dass das Rückstellelement (24a-c) zumindest eine Druckfeder und/oder zumindest eine Zugfeder umfasst.

9. Überstromschutzvorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 8, gekennzeichnet durch eine Gehäuseeinheit (26a), die zumindest das Auslöseelement (16a) und das Rückstellelement (24a) zumindest teilweise einhaust.

10. Überstromschutzvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

gekennzeichnet durch eine Übersetzungseinheit (28a-c), die zumindest ein Übersetzungselement (30a-c) aufweist, welches zu einer Übersetzung einer in dem Auslösefall von dem Auslöseelement (16a-c) erzeugten Betätigungskraft und/oder Betätigungsbewegung vorgesehen ist.

1 1 . Überstromschutzvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Auslöseeinheit (12a-c) zumindest eine Festlagerung (32a, 34a; 32b; 32c) für das Auslöseelement (16a-c) aufweist, die, von dem Betätigungselement (20a-c) aus betrachtet, hinter dem Auslöseelement (16a-c) angeordnet ist.

12. Überstromschutzvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass der Leiterabschnitt (14a) das Auslöseelement (16a) zumindest abschnittsweise umgibt.

13. Überstromschutzvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass das Auslöseelement (16a-c) zumindest eine magnetische Formgedächtnislegierung aufweist, die insbesondere eine erste Umwandlungstemperatur von einer martensitischen in eine austenitische Phase sowie eine zweite Umwandlungstemperatur von einer ferromagnetischen in eine paramagnetische Phase aufweist, wobei die erste und die zweite

Umwandlungstemperatur bei wenigstens 60°C, bevorzugt bei wenigstens 80°C, und besonders bevorzugt bei wenigstens 100°C liegen.

14. Überstromschutzvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass die Auslöseeinheit (12b) zumindest einen ferromagnetischen Kern (36b) umfasst.

15. Überstromschutzvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass das Auslöseelement (16a) in dem Auslösefall zu einer Erzeugung der Betätigungskraft und/oder der Betätigungsbewegung aufgrund einer Verkürzung des Auslöseelements (16a) vorgesehen ist.

16. Überstromschutzvorrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Auslöseeinheit (12a) derart ausgelegt ist, dass für die Betätigung eine Verformung hinreichend ist, die eine Verkürzung des Auslöseelements (16a) um höchstens 5 %, bevorzugt um höchstens 4 %, und besonders bevorzugt um höchstens 2 % beinhaltet.

17. Überstromschutzvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass das formveränderliche Material (18a-c) eine magnetische Formgedächtnislegierung ist, insbesondere eine magnetische Formgedächtnislegierung, die Nickel, Mangan und Gallium enthält.

18. Überstromschutzvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass das formveränderliche Material (18a-c) einkristallin ausgebildet ist.

19. System mit zumindest einer ersten Überstromschutzvorrichtung (10a) und mit zumindest einer zweiten Überstromschutzvorrichtung (38a), jeweils nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die erste Überstromschutzvorrichtung (10a) und die zweite Überstromschutzvorrichtung (38a) von der gleichen Art sind, und wobei für einen gegebenen Auslösefall die erste Überstromschutzvorrichtung (10a) ein anderes magnetisches und/oder thermisches Auslöseverhalten zeigt als die zweite Überstromschutzvorrichtung (38a).

20. Überstromschutzschalter, insbesondere Leitungsschutzschalter, mit zumindest einer Überstromschutzvorrichtung (10a) nach einem der Ansprüche 1 bis 18.

Description:
Überstromschutzvorrichtung

Stand der Technik

Die Erfindung betrifft eine Überstromschutzvorrichtung nach dem Anspruch 1 . Aus dem Stand der Technik sind Überstromschutzschalter bekannt, die einen

elektromagnetischen Kurzschlussstromauslöser und einen thermischen

Überstromschutzauslöser umfassen. Häufig weisen elektromagnetische

Kurzschlussstromauslöser dabei einen nach dem Reluktanzprinzip arbeitenden

Auslöseanker auf. Ferner umfassen Überstromschutzauslöser oftmals Bimetall-Auslöser. Aus der DE 10 2004 056 283 A1 ist ein Überstromschutzschalter bekannt, der einen Schlaganker sowie zwei Schnappkörper umfasst, von denen einer aus einem

Thermobimetall und einer aus einem magnetischen Formgedächtnismaterial ausgebildet ist. Ein zu überwachender Strom fließt dabei durch eine Spule und erzeugt in einem Kurzschlussfall ein Magnetfeld, welches eine Verformung des Schnappkörpers aus dem magnetischen Formgedächtnismaterial hervorruft. Aus der DE 10 2012 01 1 063 A1 ist ebenfalls ein Überstromschutzschalter mit einer Auslösespule sowie einem mittels einer einen zu überwachenden Strom führenden Auslösespule verformbaren Auslöseelement aus einem magnetischen Formgedächtnismaterial bekannt. Ferner ist aus der

DE 10 2010 014 280 A1 ein Überstromschalter mit einem Auslöseelement aus einem magnetischen Formgedächtnismaterial bekannt, welchem ein spulenfreier Leiterabschnitt zugeordnet ist, durch welchen ein zu überwachender Strom fließt.

Die Aufgabe der Erfindung besteht insbesondere darin, eine gattungsgemäße

Überstromschutzvorrichtung mit vorteilhaften Eigenschaften hinsichtlich einer

Konstruktion bereitzustellen. Ferner besteht eine Aufgabe der Erfindung insbesondere darin, eine hohe Zuverlässigkeit zu erzielen. Weiterhin besteht eine Aufgabe der

Erfindung insbesondere darin, eine Teilevielfalt zu reduzieren. Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Patentanspruchs 1 gelöst, während vorteilhafte - -

Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung den Unteransprüchen entnommen werden können.

Vorteile der Erfindung

Die Erfindung betrifft eine Überstromschutzvorrichtung für einen zu überwachenden Stromkreis, mit zumindest einer Auslöseeinheit, die zu einer Unterbrechung des

Stromkreises in zumindest einem Auslösefall vorgesehen ist, und die zumindest einen Leiterabschnitt, der zu einem Führen eines zu überwachenden Stroms, insbesondere eines in dem zu überwachenden Stromkreis fließenden Stroms, vorgesehen ist, zumindest ein Auslöseelement, das zumindest ein magnetisch und thermisch

formveränderliches Material aufweist und in dem Auslösefall zu einer thermisch und/oder magnetisch induzierten Verformung in Abhängigkeit von einem durch den Leiterabschnitt fließenden Strom vorgesehen ist, und zumindest ein mit dem Auslöseelement in

Wirkverbindung stehendes Betätigungselement, das zur Übertragung zumindest einer Betätigungsbewegung und/oder zumindest einer Betätigungskraft zu zumindest einem Unterbrecherschalter vorgesehen ist, umfasst.

Durch die erfindungsgemäße Ausgestaltung können vorteilhafte Eigenschaften hinsichtlich einer Konstruktion und/oder einer Bauweise erzielt werden. Vorteilhaft kann eine hohe Zuverlässigkeit erzielt werden. Außerdem kann ein hoher Grad an Flexibilität hinsichtlich einer Anpassung eines Auslöseverhaltens erzielt werden. Ferner kann eine Teilevielfalt vorteilhaft reduziert werden. Insbesondere kann ein gemeinsames und/oder einzelnes Auslöseelement bereitgestellt werden, das zwei unterschiedlich ausgelegte Auslöseelemente, insbesondere ein Kurzschlussauslöseelement und ein

Überlastauslöseelement, ersetzt. Vorzugsweise kann eine schnelle Reaktionszeit eines Schutzschalters erzielt werden. In vorteilhafter Weise kann eine

Überstromschutzvorrichtung bereitgestellt werden, deren Auslöseströme und/oder

Auslöseverzögerungen und/oder Auslösezeiten einfach und/oder kontrolliert einstellbar sind, insbesondere mittels einer Wahl geeigneter Materialien und/oder Geometrien eines Auslöseelements und/oder eines Leiterelements und/oder magnetisierbarer und/oder nicht magnetisierbarer Komponenten. Außerdem kann eine zumindest im Wesentlichen wartungsfreie Überstromschutzvorrichtung bereitgestellt werden. Vorteilhaft können eine kompakte Bauweise und/oder ein einfacher Einbau ermöglicht werden. . .

Unter einer„Überstromschutzvorrichtung" soll insbesondere zumindest ein Bestandteil, insbesondere ein auslösender und/oder überwachender Bestandteil, eines

Überstromschutzschalters, insbesondere eines Leitungsschutzschalters, vorteilhaft eines Niederspannungs-Leitungsschutzschalters, insbesondere aber auch eines

Hochspannungs-Leitungsschutzschalters, beispielsweise eines Sicherungsautomaten, verstanden werden. Insbesondere ist die Überstromschutzvorrichtung zu einer

Verwendung in einem und/oder zu einem Einbau in einen Überstromschutzschalter vorgesehen. Vorteilhaft ist die Überstromschutzvorrichtung und/oder der

Überstromschutzschalter dazu vorgesehen, den Stromkreis und/oder dessen Leitungen vor einer Überlast und/oder einem Überstrom und/oder einem Kurzschlussstrom zu schützen. Unter„vorgesehen" soll insbesondere speziell programmiert, ausgelegt und/oder ausgestattet verstanden werden. Darunter, dass ein Objekt zu einer bestimmten Funktion vorgesehen ist, soll insbesondere verstanden werden, dass das Objekt diese bestimmte Funktion in zumindest einem Anwendungs- und/oder Betriebszustand erfüllt und/oder ausführt.

Insbesondere umfasst der Auslösefall einen Überstromfall, insbesondere einen

Kurzschlussfall und/oder Überlastfall. Insbesondere kann der Auslösefall, insbesondere in einem Überlastfall, einen thermischen Auslösefall umfassen. Ferner kann der Auslösefall, insbesondere in einem Kurzschlussfall, einen magnetischen Auslösefall umfassen.

Vorzugsweise ist das Auslöseelement sowohl zu der thermisch induzierten Verformung, insbesondere in einem Überlastfall, als auch zu der magnetisch induzierten Verformung, insbesondere in einem Kurzschlussfall, vorgesehen. Besonders bevorzugt umfasst die thermisch induzierte Verformung und/oder magnetisch induzierte Verformung zumindest eine Längenänderung des Auslöseelements, insbesondere entlang dessen Längsachse. Vorteilhaft ist das Auslöseelement dazu vorgesehen, die Betätigungsbewegung und/oder die Betätigungskraft insbesondere unmittelbar aufgrund der thermisch induzierten Verformung und/oder der magnetisch induzierten Verformung zu erzeugen. Vorteilhaft ist die Betätigungsbewegung ein Hub und/oder eine Längserstreckungsänderung des Auslöseelements. Es ist auch denkbar, dass das Auslöseelement dazu vorgesehen ist, die Betätigungskraft und/oder die Betätigungsbewegung aufgrund einer Verformung in eine Richtung winklig und/oder senkrecht zu der Längsachse des Auslöseelements zu erzeugen. Insbesondere ist der Strom in dem Auslösefall größer als ein Grenzstrom, insbesondere ein haushaltsüblicher Grenzstrom. Die Auslöseeinheit kann dabei für . _

beliebige Grenzströme ausgelegt sein, beispielsweise für Grenzströme zwischen 1 A und 100 A, aber auch für insbesondere deutlich größere oder deutlich kleinere Grenzströme. Der Fachmann wird einen entsprechenden Grenzstrom dabei sinnvoll wählen.

Beispielsweise kann eine Auslösecharakteristik nach DIN EN 60898-1 (VDE 0641 -1 1 ) angepasst sein. Ferner ist der Strom in dem Überlastfall insbesondere kleiner als in dem Kurzschlussfall. Insbesondere ist der Strom in dem Überlastfall größer als der Grenzstrom und kleiner als ein Überlastgrenzstrom, wobei der Überlastgrenzstrom beispielsweise 100 A oder 200 A oder 300 A oder 400 A oder ein beliebiger insbesondere

dazwischenliegender Strom sein kann. Ferner ist der Strom in dem Kurzschlussstrom insbesondere größer als der Überlastgrenzstrom, beispielsweise größer als 300 A oder 400 A oder 475 A oder 500 A, wobei auch dazwischenliegende oder insbesondere deutlich größere Ströme denkbar sind. Insbesondere liegt in dem thermischen Auslösefall ein Überstrom über einen längeren Zeitraum vor als in dem magnetischen Auslösefall, ehe das Auslöseelement den Unterbrecherschalter betätigt. Vorteilhaft bildet in einem montierten Zustand der Leiterabschnitt einen Teil des zu überwachenden Stromkreises oder einen Stromkreis gemeinsam mit dem zu

überwachenden Stromkreis aus. Bevorzugt umfasst der Leiterabschnitt eine Spule oder ist Teil einer Spule. Es ist aber auch denkbar, dass der Leiterabschnitt als ein

insbesondere gerade oder gekrümmt verlaufender, vorzugsweise nicht gewickelter oder mehrfach gewundener Leiter, insbesondere ein Einzelleiter, ausgebildet ist. Vorzugsweise erwärmt sich der Leiterabschnitt in dem Auslösefall, insbesondere in dem thermischen Auslösefall, insbesondere aufgrund eines den Grenzstrom überschreitenden Stroms in dem zu überwachenden Stromkreis. Besonders bevorzugt erzeugt der in dem zu überwachenden Stromkreis in dem Auslösefall, insbesondere in dem Kurzschlussfall, in dem Leiterabschnitt fließende Strom ein Auslösemagnetfeld für das Auslöseelement.

Bevorzugt ist das Auslöseelement zu wenigstens einem Großteil in einem Nahbereich des Leiterabschnitts angeordnet. Insbesondere ist das Auslöseelement mittels des

Leiterabschnitts und/oder mittels eines mittels des Leiterabschnitts insbesondere in dem Auslösefall erzeugten Magnetfelds beeinflussbar und/oder verformbar. Unter einem „Nahbereich" soll insbesondere ein räumlicher Bereich verstanden werden, welcher aus Punkten gebildet ist, die weniger als ein Drittel, vorzugsweise weniger als ein Viertel, bevorzugt weniger als ein Sechstel und besonders bevorzugt weniger als ein Zehntel einer minimalen Längserstreckung des Auslöseelements von einem Referenzpunkt . .

und/oder einem Referenzbauteil, insbesondere dem Auslöseelement, entfernt sind und/oder die jeweils einen Abstand von höchstens 10 mm, vorzugsweise von höchstens 5 mm und besonders bevorzugt von höchstens 3 mm von einem Referenzpunkt und/oder einem Referenzbauteil, insbesondere dem Auslöseelement, aufweisen. Unter dem Ausdruck„zu wenigstens einem Großteil" soll dabei insbesondere zu wenigstens 55 %, vorteilhaft zu wenigstens 65 %, vorzugsweise zu wenigstens 75 %, besonders bevorzugt zu wenigstens 85 % und besonders vorteilhaft zu wenigstens 95 %, insbesondere aber auch vollständig verstanden werden.

Insbesondere ist der Unterbrechungsschalter Teil des Überstromschutzschalters und insbesondere kein Teil der Überstromschutzvorrichtung. Vorzugsweise umfasst der Überstromschutzschalter ein Schutzschaltergehäuse, in dem die

Überstromschutzvorrichtung angeordnet ist. Es ist aber auch denkbar, dass die

Überstromschutzvorrichtung den Unterbrechungsschalter und/oder das

Schutzschaltergehäuse umfasst. Vorzugsweise umfasst der Überstromschutzschalter und/oder die Überstromschutzvorrichtung zumindest eine Löschkammer für einen entstehenden Lichtbogen. Ferner ist denkbar, dass das Auslöseelement und/oder das Betätigungselement und/oder der Leiterabschnitt zumindest einen Teil des

Überstromschutzschalters ausbildet. Beispielsweise kann der Überstromschutzschalter eine Auslösemechanik sein, insbesondere eine Auslösemechanik eines

Sicherungsautomaten. Vorzugsweise weist das Betätigungselement zumindest eine

Betätigungsfläche auf, die zu einer Übertragung der Betätigungsbewegung und/oder der Betätigungskraft vorgesehen ist. Besonders bevorzugt ist die Betätigungsfläche zumindest abschnittsweise zumindest im Wesentlichen senkrecht zu einer

Hauptverformungsachse und/oder zumindest im Wesentlichen senkrecht zu einer Längsachse des Auslöseelements angeordnet. Vorteilhaft weist das Betätigungselement zumindest einen Stößel auf und/oder ist als solcher ausgebildet. Besonders vorteilhaft ist das Betätigungselement länglich und/oder stabförmig und/oder stiftförmig und/oder zylinderförmig ausgebildet. Insbesondere ist die Hauptverformungsachse die Achse größter Verformung des Auslöseelements. Vorzugsweise ist die

Hauptverformungsrichtung zumindest im Wesentlichen parallel zu der Längsachse des Auslöseelements angeordnet. Vorteilhaft ist die Längsachse zumindest im Wesentlichen parallel zu einer Haupterstreckungsrichtung des Auslöseelements angeordnet. Unter „zumindest im Wesentlichen senkrecht" soll hier insbesondere eine Ausrichtung einer . .

Richtung relativ zu einer Bezugsrichtung, insbesondere in einer Bezugsebene, verstanden werden, wobei die Richtung und die Bezugsrichtung einen Winkel einschließen, der insbesondere weniger als 8°, vorteilhaft weniger als 5° und besonders vorteilhaft weniger als 2° von einem rechten Winkel abweicht. Unter„zumindest im Wesentlichen parallel" soll hier insbesondere eine Ausrichtung einer Richtung relativ zu einer Bezugsrichtung, insbesondere in einer Ebene, verstanden werden, wobei die Richtung gegenüber der Bezugsrichtung eine Abweichung insbesondere kleiner als 8°, vorteilhaft kleiner als 5° und besonders vorteilhaft kleiner als 2° aufweist. Unter einer„Haupterstreckungsrichtung" eines Objekts soll dabei insbesondere eine Richtung verstanden werden, welche parallel zu einer längsten Kante eines kleinsten gedachten Quaders verläuft, welcher das Objekt gerade noch vollständig umschließt.

Vorzugsweise ist das Auslöseelement länglich ausgebildet. Besonders bevorzugt ist das Auslöseelement quaderförmig oder stabförmig oder stiftförmig oder zylinderförmig ausgebildet. Vorzugsweise weist das Auslöseelement einen zumindest im Wesentlichen konstanten Querschnitt auf. Vorzugsweise ist das Auslöseelement einteilig ausgebildet. Vorteilhaft ist das Auslöseelement als ein Vollkörper ausgebildet. Es ist aber auch denkbar, dass das Auslöseelement, insbesondere zumindest abschnittsweise, als ein Hohlkörper, beispielsweise als ein Hohlzylinder, und/oder als ein Vollkörper mit

Ausnehmungen und/oder Hohlräumen oder dergleichen ausgebildet ist. Bevorzugt ist das Auslöseelement zu wenigstens einem Großteil, insbesondere vollständig, aus dem formveränderlichen Material ausgebildet. Besonders bevorzugt weist die

Überstromschutzvorrichtung ein einzelnes Auslöseelement auf. Es ist aber auch denkbar, dass die Überstromschutzvorrichtung mehrere, insbesondere zueinander identische oder unterschiedlich ausgebildete Auslöseelemente aufweist. Darunter, dass ein Objekt einen „zumindest im Wesentlichen konstanten Querschnitt" aufweist, soll dabei insbesondere verstanden werden, dass für einen beliebigen ersten Querschnitt des Objekts entlang zumindest einer Richtung und einen beliebigen zweiten Querschnitt des Objekts entlang der Richtung ein minimaler Flächeninhalt einer Differenzfläche, die bei einem

Übereinanderlegen der Querschnitte gebildet wird, maximal 20 %, vorteilhaft maximal 10 % und besonders vorteilhaft maximal 5 % des Flächeninhalts des größeren der beiden Querschnitte beträgt. . .

Vorzugsweise ist das formveränderliche Material ein thermisch und magnetisch formveränderliches Material, insbesondere ein thermisches und magnetisches

Formgedächtnismaterial. Bevorzugt ist das Auslöseelement thermisch und magnetisch formveränderlich ausgebildet. Es ist denkbar, dass das formveränderliche Material ein magnetostriktives Material ist. Vorteilhaft ist das formveränderliche Material jedoch ein magnetisch und/oder thermisch wirksames und/oder aktives Formgedächtnismaterial, insbesondere ein magnetisches und/oder thermisches Formgedächtnismaterial, und besonders bevorzugt eine magnetische Formgedächtnislegierung (auch bekannt als MSM-Material = Magnetic Shape Memory). Bevorzugt weist das formveränderliche Material zumindest eine, insbesondere genau eine, erste Umwandlungstemperatur, insbesondere von zumindest einer martensitischen in zumindest eine austenitische Phase, auf. Besonders bevorzugt weist das formveränderliche Material zumindest eine, insbesondere genau eine, zweite Umwandlungstemperatur, insbesondere von zumindest einer ferromagnetischen in zumindest eine paramagnetische Phase auf. Vorteilhaft werden die erste Umwandlungstemperatur und die zweite Umwandlungstemperatur derart gewählt, dass sie zumindest höher liegen als Temperaturen, die das Auslöseelement in einem Normalbetriebszustand, insbesondere wenn kein Auslösefall vorliegt, annimmt. Unter einem„thermisch und/oder magnetisch formveränderlichen Material" soll insbesondere ein Material verstanden werden, welches mittels einer

Temperaturerhöhung, insbesondere einer Zufuhr thermischer Energie, und/oder mittels eines, insbesondere äußeren, Magnetfelds beeinflussbar ist und vorteilhaft in zumindest einem Betriebszustand dazu vorgesehen ist, zumindest abhängig von einer Temperatur des Materials und/oder zumindest abhängig von dem Magnetfeld zumindest eine

Materialeigenschaft und/oder eine Form zu verändern. Darunter, dass ein erstes Objekt ein zweites Objekt„beeinflusst", soll in diesem Zusammenhang insbesondere verstanden werden, dass das zweite Objekt bei einer Abwesenheit und/oder Inaktivität des ersten Objekts einen anderen Zustand, eine andere Form und/oder eine andere Lage aufweist und/oder annimmt als bei einer Anwesenheit und/oder Aktivität des ersten Objekts. Unter „zumindest im Wesentlichen" soll in diesem Zusammenhang insbesondere verstanden werden, dass eine Abweichung von einem vorgegebenen Wert insbesondere weniger als 15 %, vorzugsweise weniger als 10 % und besonders bevorzugt weniger als 5 % des vorgegebenen Werts entspricht. - -

In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung wird vorgeschlagen, dass das

Auslöseelement zumindest eine magnetische Hochtemperatur-Formgedächtnislegierung aufweist. Insbesondere ist das formveränderliche Material als die magnetische

Hochtemperatur-Formgedächtnislegierung ausgebildet. Vorzugsweise zeichnet sich die magnetische Hochtemperatur-Formgedächtnislegierung dadurch aus, dass die erste Umwandlungstemperatur und/oder die zweite Umwandlungstemperatur bei wenigstens 60°C, vorteilhaft bei wenigstens 70°C, besonders vorteilhaft bei wenigstens 80°C und vorzugsweise bei wenigstens 100°C liegt/liegen. Hierdurch kann vorteilhaft ein

fehlerhaftes Auslösen beispielsweise aufgrund einer erhöhten Umgebungstemperatur verhindert werden. Ferner kann vorteilhaft eine hohe erzielbare Längenänderung eines Auslöseelements ermöglicht werden.

Bevorzugt enthält das formveränderliche Material Nickel, Mangan und Gallium. Besonders bevorzugt ist das formveränderliche Material eine Nickel-Mangan-Gallium-Legierung. Hierdurch kann insbesondere eine besonders einfach erzielbare Verformbarkeit mit einer vorteilhaft großen Bewegungsstrecke realisiert werden.

Alternativ könnte das formveränderliche Material auch eine Eisen-Palladium-Legierung und/oder eine Eisen-Palladium-haltige Legierung sein. Zudem könnte das

formveränderliche Material auch als Schaum und/oder als Kompositstruktur und/oder als Granulat und/oder als poröses Material ausgebildet sein, wobei insbesondere im Fall eines Kompositmaterials denkbar ist, dass Nickel-, Mangan- und/oder Gallium- Bestandteile in einer Matrix eingebettet sein können.

Ferner wird vorgeschlagen, dass das formveränderliche Material einkristallin ausgebildet ist. Vorzugsweise ist das Auslöseelement als ein Einkristall aus dem formveränderlichen Material ausgebildet. Es ist auch denkbar, dass das Auslöseelement aus mehreren, insbesondere aus einigen, beispielsweise aus zwei oder drei oder vier oder fünf einzelnen Einkristallen zusammengesetzt ist. Hierdurch kann insbesondere eine vorteilhaft große Hubwirkung erreicht werden. Es ist allerdings auch denkbar, dass das formveränderliche Material polykristallin ausgebildet ist.

Ferner wird vorgeschlagen, dass das Auslöseelement, insbesondere in dem thermischen Auslösefall, zu einer Erzeugung einer für eine Betätigung des Unterbrecherschalters ausreichenden Betätigungsbewegung aufgrund zumindest einer thermisch induzierten . .

Formveränderung und, insbesondere in dem magnetischen Auslösefall, zu einer für eine Betätigung des Unterbrecherschalters ausreichenden Betätigungskraft aufgrund zumindest einer magnetisch induzierten Formveränderung vorgesehen ist. Insbesondere ist eine bei der thermisch induzierten Formveränderung, insbesondere in dem

thermischen Auslösefall, erzeugte Betätigungskraft größer als eine bei der magnetisch induzierten Formveränderung, insbesondere in dem magnetischen Auslösefall, erzeugte Betätigungskraft. Ferner ist insbesondere eine bei der magnetisch induzierten

Formveränderung, insbesondere in dem magnetischen Auslösefall, erzeugte

Betätigungsbewegung, insbesondere ein erzeugter Hub, umfangreicher und/oder größer als eine bei der thermisch induzierten Formveränderung, insbesondere in dem

thermischen Auslösefall, erzeugte Betätigungsbewegung, insbesondere ein erzeugter Hub. Vorzugsweise ist eine in dem magnetischen Auslösefall erzeugte Betätigungskraft und eine in dem thermischen Auslösefall erzeugte Betätigungsbewegung, insbesondere ein erzeugter Hub, zur Betätigung des Unterbrecherschalters hinreichend. Hierdurch kann vorteilhaft ein hoher Grad an Zuverlässigkeit erzielt werden. Ferner kann hierdurch eine Schutzfunktion sowohl in einem Kurzschlussfall als auch in einem Überlastfall von einem einzelnen Auslöseelement ausgeübt werden.

Des Weiteren wird vorgeschlagen, dass die thermisch induzierte Formveränderung, insbesondere in dem Auslösefall, vorteilhaft in dem magnetischen Auslösefall und in dem thermischen Auslösefall, eine Längenänderung des Auslöseelements, insbesondere entlang dessen Längsachse, von mindestens 1 ,5%, bevorzugt von mindestens 2% und besonders bevorzugt von mindestens 4% beinhaltet. Hierdurch kann vorteilhaft eine zuverlässige Betätigung einer Auslösemechanik erzielt werden.

Außerdem wird vorgeschlagen, dass die magnetisch induzierte Formveränderung eine Kraftentwicklung, insbesondere der Betätigungskraft, vorteilhaft in eine Richtung parallel zu der Längsachse des Auslöseelements, von mindestens 1 N, bevorzugt von mindestens 1 ,5 N, weiter bevorzugt von mindestens 2 N je 1 mm 2 Querschnittsfläche des

Auslöseelements, insbesondere eines Querschnitts senkrecht zu der Längsachse des Auslöseelements, insbesondere senkrecht zu der Längsachse des Auslöseelements, beinhaltet. Hierdurch kann vorteilhaft ein zuverlässiges Auslösen einer Auslösemechanik ermöglicht werden. - -

In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung wird vorgeschlagen, dass die

Überstromschutzvorrichtung eine, insbesondere mechanische, Rückstelleinheit mit zumindest einem, insbesondere mechanischen, Rückstellelement aufweist, das zu einer, insbesondere mechanisch induzierten, Rückverformung des Auslöseelements nach einem Auftreten des Auslösefalls vorgesehen ist. Vorzugsweise ist die Rückstelleinheit dazu vorgesehen, eine Ausgangsform des Auslöseelements wiederherzustellen. Besonders bevorzugt ist das Auslöseelement zu einer wiederholten beschädigungsfreien Verformung in Auslösefällen und einer Rückverformung durch die Rückstelleinheit vorgesehen.

Insbesondere ist das Rückstellelement dazu vorgesehen, eine Rückstellkraft auf das Auslöseelement auszuüben, die insbesondere parallel zu der Längsachse des

Auslöseelements anliegt und/oder die zu einer Dehnung oder zu einer Stauchung des Auslöseelements, insbesondere entlang dessen Längsachse, vorgesehen ist.

Insbesondere umfasst das Rückstellelement zumindest eine Druckfeder und/oder zumindest eine Zugfeder und ist insbesondere als eine solche ausgebildet. Insbesondere im Fall einer Druckfeder ist denkbar, dass das Rückstellelement zu einer Rückverformung des Auslöseelements mittels Dehnung oder mittels Streckung vorgesehen ist, wobei die Rückstelleinheit gegebenenfalls eine entsprechende Lagerung für das Rückstellelement aufweist. Ebenso ist insbesondere im Fall einer Zugfeder eine Rückverformung des Auslöseelements mittels Dehnung oder mittels Streckung denkbar. Hierdurch kann eine wiederholt einsetzbare Überstromschutzvorrichtung bereitgestellt werden. Ferner kann hierdurch eine bauliche Einfachheit erzielt werden.

In einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung wird vorgeschlagen, dass das

Rückstellelement, von dem Auslöseelement aus betrachtet, vor und/oder neben dem Betätigungselement angeordnet ist. Insbesondere ist ein von dem Auslöseelement entferntester Punkt des Betätigungselements weiter von dem Auslöseelement entfernt als ein von dem Auslöseelement entferntester Punkt des Rückstellelements, insbesondere gemessen entlang der Längsachse des Auslöseelements. Es ist denkbar, dass das Betätigungselement dazu vorgesehen ist, die Rückstellkraft bei der Rückverformung des Auslöseelements von dem Rückstellelement auf das Auslöseelement zu übertragen. Vorzugsweise weist das Betätigungselement zumindest ein Kraftübertragungselement auf, das zu einer Übertragung einer Rückstellkraft von dem Rückstellelement auf das Betätigungselement vorgesehen ist. Hierdurch kann vorteilhaft eine kompakte Bauweise erzielt werden. - -

In einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung wird vorgeschlagen, dass das Rückstellelement das Auslöseelement zumindest teilweise umgibt. Insbesondere im Fall, dass das Rückstellelement als eine Feder ausgebildet ist, tritt das Auslöseelement vorteilhaft durch ein Inneres des Rückstellelements hindurch. Vorzugsweise umfasst die Auslöseeinheit und/oder die Rückstelleinheit zumindest ein Lagerelement, vorzugsweise zwei, insbesondere entlang der Längsachse des Auslöseelements, gegenüberliegend angeordnete Lagerelemente, wobei besonders vorteilhaft das Rückstellelement mit zumindest einem der Lagerelemente verbunden und/oder zur Übertragung der

Rückstellkraft auf zumindest eines der Lagerelemente vorgesehen ist. Insbesondere in diesem Fall ist denkbar, dass die Auslöseeinheit und die Rückstelleinheit zumindest teilweise einstückig miteinander verbunden sind und/oder zumindest ein gemeinsames Element, insbesondere ein Lagerelement, umfassen. Alternativ oder zusätzlich ist denkbar, dass das Rückstellelement das Betätigungselement zumindest teilweise umgibt oder umgekehrt. Insbesondere verläuft das Betätigungselement zumindest

abschnittsweise durch das Rückstellelement oder umgekehrt. Vorzugsweise ist das Rückstellelement als eine Spiralfeder ausgebildet, die zumindest einen, insbesondere zylinderförmigen und/oder hohlzylinderförmigen und/oder stiftförmigen, Abschnitt des Betätigungselements umgibt. Darunter, dass ein erstes Objekt und ein zweites Objekt „zumindest teilweise einstückig" miteinander verbunden sind, soll in diesem

Zusammenhang insbesondere verstanden werden, dass zumindest ein Element und/oder Teil des ersten Objekts mit zumindest einem Element und/oder Teil des zweiten Objekts einstückig verbunden ist. Hierdurch können vorteilhaft eine direkte Krafteinleitung und/oder eine kompakte Bauweise erzielt werden.

In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung wird vorgeschlagen, dass die

Überstromschutzvorrichtung eine Gehäuseeinheit aufweist, die zumindest das

Auslöseelement und das Rückstellelement zumindest teilweise einhaust. Vorteilhaft definiert die Gehäuseeinheit zumindest einen Aufnahmeraum für das Auslöseelement. Besonders vorteilhaft sind das Auslöseelement und das Rückstellelement sowie vorteilhaft die Lagerelemente innerhalb des Aufnahmeraums angeordnet. Bevorzugt weist die Gehäuseeinheit zumindest einen Aufnahmebereich für den Leiterabschnitt auf.

Vorzugsweise ist der Leiterabschnitt außerhalb des Aufnahmeraums angeordnet.

Besonders bevorzugt bildet die Gehäuseeinheit einen Spulenkörper aus, insbesondere, wenn der Leiterabschnitt zumindest eine Spule umfasst. Vorteilhaft ist die Gehäuseeinheit - -

zumindest teilweise und insbesondere zu wenigstens einem Großteil aus einem nicht ferromagnetischen Material ausgebildet, beispielsweise aus einem nichtmagnetischen Eisen oder Stahl, einem anderen geeigneten Metall, einem Kunststoff, einer Keramik oder einem anderen geeigneten Material. Es ist auch denkbar, dass die Gehäuseeinheit zumindest teilweise und insbesondere zu wenigstens einem Großteil aus einem ferromagnetischen, vorteilhaft einem weichmagnetischen, Material wie beispielsweise Eisen ausgebildet ist. Insbesondere in diesem Fall kann die Gehäuseeinheit eine magnetische Flussleiteinheit und/oder zumindest ein magnetisches Flussleitelement ausbilden. Hierdurch kann vorteilhaft eine belastbare und kompakte

Überstromschutzvorrichtung bereitgestellt werden.

Ferner wird vorgeschlagen, dass die Überstromschutzvorrichtung eine

Übersetzungseinheit aufweist, die zumindest ein Übersetzungselement aufweist, welches zu einer Übersetzung einer in dem Auslösefall von dem Auslöseelement erzeugten Betätigungskraft und/oder Betätigungsbewegung vorgesehen ist, insbesondere in einem von 1 verschiedenen Übersetzungsverhältnis. Es ist auch denkbar, dass die

Übersetzungseinheit zu einem Umlenken der Betätigungskraft und/oder der

Betätigungsbewegung vorgesehen ist. Insbesondere ist denkbar, dass die

Übersetzungseinheit lediglich zu einem Umlenken vorgesehen ist, während ein

Übersetzungsverhältnis 1 beträgt. Vorteilhaft ist das Übersetzungselement als ein Hebelelement ausgebildet. Die Übersetzungseinheit kann zu einer Vergrößerung einer Kraft, einer Vergrößerung eines Hubs und/oder einer Umlenkung vorgesehen sein.

Insbesondere ist die Übersetzungseinheit dazu vorgesehen, eine insbesondere gewandelte Betätigungsbewegung und/oder Betätigungskraft von dem

Betätigungselement auf den Unterbrecherschalter zu übertragen. Vorzugsweise liegt das Betätigungselement zumindest in dem Auslösefall an dem Übersetzungselement an. Hierdurch kann vorteilhaft ein hoher Grad an Flexibilität hinsichtlich einer Anpassung und/oder Auslegung einer Auslöseeinheit, insbesondere im Hinblick auf eine zu erzielende Auslösebewegung und/oder Auslösekraft, erzielt werden.

Des Weiteren wird vorgeschlagen, dass die Auslöseeinheit zumindest eine Festlagerung für das Auslöseelement aufweist, die, insbesondere von dem Betätigungselement aus betrachtet, hinter dem Auslöseelement angeordnet ist. Vorzugsweise bildet das

Lagerelement die Festlagerung aus. Es ist denkbar, dass das Auslöseelement an - -

zumindest einer seiner Stirnseiten festgelagert ist. Ferner ist denkbar, dass das

Auslöseelement, insbesondere an einer gegenüberliegenden Stirnseite, losgelagert ist. Es ist aber auch denkbar, dass das Auslöseelement an zumindest zwei gegenüberliegenden Seiten, insbesondere an Stirnseiten, festgelagert ist. Vorzugsweise ist das

Auslöseelement mit dem Lagerelement permanent verbunden. Besonders bevorzugt ist das Lagerelement nichtmagnetisch und/oder nicht magnetisierbar ausgebildet. Hierdurch kann vorteilhaft ein hoher Grad an Robustheit, insbesondere einer Lagerung eines formveränderlichen Elements, erzielt werden.

Außerdem wird vorgeschlagen, dass der Leiterabschnitt das Auslöseelement zumindest abschnittsweise umgibt. Vorteilhaft beschreibt der Leiterabschnitt höchstens zehn

Umläufe, besonders vorteilhaft höchstens drei und bevorzugt höchstens einen Umlauf um das Auslöseelement, wobei insbesondere kleine Verlustströme vorteilhaft für eine reduzierte Anzahl von Umläufen erzielt werden kann. Insbesondere umfasst der

Leiterabschnitt zumindest eine, insbesondere genau eine, Spule, die um das

Auslöseelement, insbesondere um dessen Längsachse, sowie insbesondere um die Gehäuseeinheit, verläuft. Vorzugsweise sind eine Längsachse der Spule und die

Längsachse des Auslöseelements zumindest im Wesentlichen parallel zueinander angeordnet. Insbesondere in diesem Fall ist der Leiterabschnitt vorteilhaft dazu vorgesehen, in dem Auslösefall, insbesondere in dem magnetischen Auslösefall, ein Magnetfeld zu erzeugen, dessen Feldlinien zumindest abschnittsweise zumindest im Wesentlichen parallel zu der Längsachse des Auslöseelements, insbesondere innerhalb des Auslöseelements, verlaufen. Hierdurch kann vorteilhaft eine geringe Auslösezeit, insbesondere aufgrund eines ermöglichten kleinen Abstands zwischen einer Spule und einem Auslöseelement und/oder aufgrund eines möglichen Verzichts auf

ferromagnetische Komponenten im Magnetkreis bei dennoch ausreichend großer magnetischer Flussdichte, erzielt werden.

Ein hoher Grad an Kompaktheit und/oder an Flexibilität hinsichtlich einer Auslegung eines Ansprechverhaltens in einem Überlastfall kann insbesondere erzielt werden, wenn die Auslöseeinheit zumindest eine magnetische Flussleiteinheit, insbesondere einen ferromagnetischen und/oder weichmagnetischen Kern, umfasst. Vorzugsweise weist der ferromagnetische Kern zumindest einen Aufnahmebereich für den Leiterabschnitt auf. Insbesondere ist der ferromagnetische Kern als ein magnetisches Flussleitelement - -

ausgebildet. Es ist denkbar, dass der ferromagnetische Kern zumindest teilweise einstückig mit der Gehäuseeinheit verbunden ist. Insbesondere umgibt der

ferromagnetische Kern das Auslöseelement zumindest teilweise. Vorzugsweise ist der ferromagnetische Kern dazu vorgesehen, ein von dem Leiterabschnitt erzeugtes

Magnetfeld zumindest abschnittsweise zumindest im Wesentlichen senkrecht zu der Längsachse des Auslöseelements durch das Auslöseelement zu leiten. Insbesondere können hierdurch ein Grad und ein zeitliches Verhalten einer Erwärmung eines

Auslöseelements in einem Überlastfall gezielt eingestellt werden. Ferner kann hierdurch ein Auslösemagnetfeld gezielt kontrolliert werden. Es ist aber auch denkbar, dass die Überstromschutzvorrichtung frei von einem Eisenkern und/oder einem magnetischen Flussleitelement ist, insbesondere in dem Fall, dass der Leiterabschnitt das Auslöseelement zumindest teilweise umgibt und/oder als Spule um dieses verläuft. Insbesondere kann der Leiterabschnitt als eine Luftspule ausgebildet sein. Hierdurch kann vorteilhaft ein Ansprechverhalten, insbesondere in dem thermischen Auslösefall, anwendungsspezifisch angepasst werden. Beispielsweise kann hierdurch eine zusätzliche Erwärmung aufgrund von Verlusten in einem Eisenkern vermieden werden.

In einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung wird vorgeschlagen, dass das

Auslöseelement in dem Auslösefall zu einer Erzeugung der Betätigungskraft und/oder der Betätigungsbewegung aufgrund einer Verkürzung des Auslöseelements, insbesondere entlang dessen Längsachse, vorgesehen ist. Insbesondere in diesem Fall ist die

Rückstelleinheit vorteilhaft zu einer Dehnung des Auslöseelements zu dessen

Rückverformung vorgesehen. Es ist denkbar, dass das Betätigungselement insbesondere in diesem Fall zu einer Übertragung einer Zugkraft vorgesehen ist. Es ist auch denkbar, dass der Unterbrecherschalter und/oder das Übertragungselement das

Betätigungselement und/oder das Auslöseelement insbesondere in diesem Fall mit einer Druckkraft beaufschlagt, welcher das Auslöseelement in dem Auslösefall nachgibt und/oder welche in dem Auslösefall eine Betätigung des Übertragungselements aufgrund einer Ausweichbewegung und/oder eines Zurückziehens des Auslöseelements zulässt. Vorzugsweise ist der Leiterabschnitt insbesondere in diesem Fall dazu vorgesehen, insbesondere in dem Auslösefall ein Magnetfeld zu erzeugen, dessen Feldlinien innerhalb des Auslöseelements zumindest abschnittsweise zumindest im Wesentlichen parallel zu - -

dessen Längsachse verlaufen. Hierdurch kann vorteilhaft eine geringe Schaltzeit erzielt werden. Ferner kann hierdurch eine Auslösespule bauraumeffizient und/oder bezüglich eines Abstands zwischen der Auslösespule und einem Auslöseelement günstig derart angeordnet werden, dass sie das Auslöseelement umgibt. Des Weiteren wird vorgeschlagen, dass die Auslöseeinheit derart ausgelegt ist, dass für die Betätigung eine Verformung hinreichend ist, die eine Verkürzung des

Auslöseelements um höchstens 5 %, bevorzugt um höchstens 4 %, und besonders bevorzugt um höchstens 2 %, insbesondere entlang dessen Längsachse, beinhaltet. Insbesondere ist denkbar, dass das formveränderliche Material dazu vorgesehen ist, aus einem gedehnten Zustand eine thermische ausgelöste Kompression, bevorzugt bedingt durch einen Phasenübergang von einer martensitischen in eine austenitische Phase, zu erzeugen. Hierdurch kann vorteilhaft ein Überstromschutzschalter mit einem sich verkürzenden und schnell ansprechenden Auslöseelement bereitgestellt werden.

Grundsätzlich ist aber auch denkbar, dass das Auslöseelement in dem Auslösefall zu einer Erzeugung der Betätigungskraft und/oder der Betätigungsbewegung aufgrund einer Ausdehnung des Auslöseelements, insbesondere entlang dessen Längsachse, vorgesehen ist. Insbesondere in diesem Fall ist der Leiterabschnitt vorteilhaft dazu vorgesehen, insbesondere in dem Auslösefall ein Magnetfeld zu erzeugen, dessen Feldlinien zumindest im Wesentlichen senkrecht zu der Längsachse des Auslöseelements durch das Auslöseelement verlaufen.

Ein hoher Grad an Zuverlässigkeit und/oder vorteilhafte Eigenschaften hinsichtlich einer Konstruktion können insbesondere mit einem Überstromschutzschalter mit zumindest einer erfindungsgemäßen Überstromschutzvorrichtung erzielt werden.

Ferner umfasst die Erfindung ein System mit zumindest einer ersten erfindungsgemäßen Überstromschutzvorrichtung und mit zumindest einer zweiten erfindungsgemäßen

Überstromschutzvorrichtung, wobei die erste Überstromschutzvorrichtung und die zweite Überstromschutzvorrichtung von der gleichen Art sind, insbesondere von einer grundsätzlich gleichen Bauart und/oder für einen gleichen oder ähnlichen Einsatzzweck vorgesehen, sind, und wobei für einen gegebenen Auslösefall die erste

Überstromschutzvorrichtung ein anderes magnetisches und/oder thermisches

Auslöseverhalten zeigt als die zweite Überstromschutzvorrichtung. Vorzugsweise sind die - -

erste Überstromschutzvorrichtung und die zweite Überstromschutzvorrichtung zur Montage in identischer und/oder analoger Weise vorgesehen, beispielsweise jeweils als Sicherungsautomat in einem Sicherungskasten. Insbesondere sind die erste

Überstromschutzvorrichtung und die zweite Überstromschutzvorrichtung in äquivalenter Weise in einem bestimmten Überstromschutzschalter verbaubar. Insbesondere können die erste Überstromschutzvorrichtung und die zweite Überstromschutzvorrichtung

Auslöseelemente aufweisen, die sich hinsichtlich eines Materials und/oder einer

Geometrie, wie beispielsweise einer Länge und/oder einer Formgebung, unterscheiden. Ferner ist denkbar, dass sich eine Auslöseeinheit der ersten Überstromschutzvorrichtung und eine Auslöseeinheit der zweiten Überstromschutzvorrichtung hinsichtlich eines Vorhandenseins oder einer Ausgestaltung einer magnetischen Flussleiteinheit, insbesondere eines ferromagnetischen Kerns, eines Abstands zwischen einem einen zu überwachenden Strom führenden Leiterabschnitt und einem Auslöseelement, einer Geometrie derartiger Leiterabschnitte oder dergleichen unterscheiden. Insbesondere ist denkbar, dass die erste Überstromschutzvorrichtung und die zweite

Überstromschutzvorrichtung für den gegebenen Auslösefall ein identisches magnetisches Auslöseverhalten, insbesondere in einem Kurzschlussfall, und unterschiedliche thermische Auslöseverhalten, insbesondere in einem Überlastfall, zeigen oder umgekehrt. Ferner ist denkbar, dass das System eine Mehrzahl von Überstromschutzvorrichtungen aufweist, die insbesondere bezüglich zumindest einer Auslöseeigenschaft, wie

beispielsweise eines Überstromauslöseverhaltens, ein gestaffeltes und/oder nach wenigstens einem Parameter sortierbares Ansprechverhalten zeigen, wie etwa ein Auslösen bei zunehmendem Überlaststrom oder auch ein Auslösen bei zunehmendem Kurzschlussstrom oder dergleichen. Die erfindungsgemäße Überstromschutzvorrichtung soll hierbei nicht auf die oben beschriebene Anwendung und Ausführungsform beschränkt sein. Insbesondere kann die erfindungsgemäße Überstromschutzvorrichtung zu einer Erfüllung einer hierin

beschriebenen Funktionsweise eine von einer hierin genannten Anzahl von einzelnen Elementen, Bauteilen und Einheiten abweichende Anzahl aufweisen. Zeichnungen

Weitere Vorteile ergeben sich aus der folgenden Zeichnungsbeschreibung. In den Zeichnungen sind drei Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt. Die Zeichnungen, - -

die Beschreibung und die Ansprüche enthalten zahlreiche Merkmale in Kombination. Der Fachmann wird die Merkmale zweckmäßigerweise auch einzeln betrachten und zu sinnvollen weiteren Kombinationen zusammenfassen.

Es zeigen:

Fig. 1 eine Überstromschutzvorrichtung in einer schematischen

Schnittdarstellung,

Fig. 2 ein schematisches Spannungs-Dehnungs-Diagramm eines

formveränderlichen Materials der Überstromschutzvorrichtung, Fig. 3 ein System mit der Überstromschutzvorrichtung und mit einer zweiten

Überstromschutzvorrichtung in einer schematischen Darstellung, Fig. 4 eine alternative Überstromschutzvorrichtung in einer schematischen

Schnittdarstellung und

Fig. 5 eine weitere alternative Überstromschutzvorrichtung in einer

schematischen Schnittdarstellung. Beschreibung der Ausführungsbeispiele

Die Figur 1 zeigt eine Überstromschutzvorrichtung 10a für einen zu überwachenden Stromkreis in einer schematischen Schnittdarstellung. Die Überstromschutzvorrichtung 10a ist Teil eines Überstromschutzschalters 40a (vgl. Figur 3). Die

Überstromschutzvorrichtung 10a ist im vorliegenden Fall als eine

Sicherungsautomatenvorrichtung ausgebildet. Der Überstromschutzschalter 40a ist im vorliegenden Fall als ein Sicherungsautomat ausgebildet.

Die Überstromschutzvorrichtung 10a weist eine Auslöseeinheit 12a auf, die zu einer Unterbrechung des Stromkreises in zumindest einem Auslösefall vorgesehen ist. Der Auslösefall kann einen Kurzschlussfall und/oder einen Überlastfall umfassen.

Insbesondere umfasst der Auslösefall einen thermischen Auslösefall, beispielsweise den Überlastfall, und/oder einen magnetischen Auslösefall, beispielsweise den

Kurzschlussfall. Die Auslöseeinheit 12a weist zumindest einen Leiterabschnitt 14a auf, der zu einem Führen eines zu überwachenden Stroms vorgesehen ist. Im vorliegenden Fall fließt der zu überwachende Strom in dem Stromkreis. Ferner umfasst die

Auslöseeinheit 12a zumindest ein Auslöseelement 16a, das zumindest ein magnetisch - -

und thermisch formveränderliches Material 18a aufweist. Das Auslöseelement 16a ist in dem Auslösefall zu einer thermisch und/oder magnetisch induzierten Verformung in Abhängigkeit von einem durch den Leiterabschnitt 14a fließenden Strom, insbesondere in Abhängigkeit von dem zu überwachenden Strom, vorgesehen. Des Weiteren umfasst die Auslöseeinheit 12a zumindest ein mit dem Auslöseelement 16a in Wirkverbindung stehendes Betätigungselement 20a, das zur Übertragung zumindest einer

Betätigungsbewegung und/oder zumindest einer Betätigungskraft zu zumindest einem nicht gezeigten Unterbrecherschalter vorgesehen ist. Im vorliegenden Fall ist der

Unterbrecherschalter ein Teil des Überstromschutzschalters 40a. Es ist aber auch denkbar, dass ein Unterbrecherschalter Teil der Überstromschutzvorrichtung 10a ist.

Das formveränderliche Material 18a ist ein thermisches und magnetisches

Formgedächtnismaterial. Das Auslöseelement 16a ist thermisch und magnetisch formveränderlich ausgebildet. Das Auslöseelement 16a ist im vorliegenden Fall aus dem formveränderlichen Material 18a ausgebildet. Das formveränderliche Material 18a ist einkristallin, wobei auch ein polykristallines Material denkbar ist. Das Auslöseelement 16a ist im vorliegenden Fall als ein einteiliger Einkristall aus dem formveränderlichen Material 18a ausgebildet, wobei auch mehrteilige Auslöseelemente denkbar sind. Im vorliegenden Fall ist das Auslöseelement 16a mittels eines Magnetfelds und/oder einer mechanischen Kraft und/oder einer Änderung einer Temperatur des Auslöseelements 16a beinflussbar und insbesondere verformbar.

Darüber hinaus weist das formveränderliche Material 18a die Eigenschaft auf, dass als Reaktion auf eine mechanische Kraft mit einer definierten minimalen Stärke und einer definierten Richtung eine, insbesondere mechanische, Verformung und/oder

Formveränderung stattfindet. Zu einer Verformung und/oder Formveränderung des Auslöseelements 16a muss dabei eine innere Kraft des Auslöseelements 16a, im vorliegenden Fall insbesondere bedingt durch eine magnetomechanische Hysterese des verwendeten formveränderlichen Materials 18a, überwunden werden. Auch in diesem Fall findet nach einer Reduktion und/oder einer Unterbrechung der mechanischen Kraft und/oder einer mechanischen Beanspruchung nicht automatisch eine Bewegung zurück in eine Grundform und/oder Ausgangsform statt. Das Auslöseelement 16a würde somit auch in diesem Fall, insbesondere ohne rückstellenden externen Stimulus, nach der - -

Reduktion und/oder der Unterbrechung der mechanischen Kraft und/oder der

mechanischen Beanspruchung in der aktuellen Form verbleiben.

Die Figur 2 zeigt ein schematisches Spannungs-Dehnungs-Diagramm des

formveränderlichen Materials 18a. Das Spannungs-Dehnung-Diagramm umfasst eine Spannungs-Achse 98a und eine Dehnungs-Achse 100a. Die gezeigten Kennlinien sowie insbesondere deren Achsenabschnitte sind rein exemplarisch zu verstehen. Das formveränderliche Material 18a zeigt eine hysteretische Kennlinie 46a, welche einen thermischen Formgedächtniseffekt des formveränderlichen Materials 18a kennzeichnet. Ferner zeigt das formveränderliche Material 18a eine weitere hysteretische Kennlinie 48a, welche einen magnetischen Formgedächtniseffekt des formveränderlichen Materials 18a kennzeichnet. In dem Diagramm sind die Fälle einer Dehnung (gekennzeichnet durch einen Richtungspfeil 50a) und einer Kompression (gekennzeichnet durch einen

Richtungspfeil 52a) dargestellt. Vorteilhaft kann mittels Ausnutzung des magnetischen Formgedächtniseffekts eine größere Erstreckungsänderung, insbesondere ein größerer Hub, erzielt werden, während mittels Ausnutzung des thermischen Formgedächtniseffekts eine größere Betätigungskraft erzeugt werden kann. Die beiden Kennlinien 46a, 48a definieren somit einen nutzbaren Arbeitsbereich 54a, der in dem Diagramm schraffiert dargestellt ist. Je nach Ausprägung des thermischen und des magnetischen

Formgedächtniseffekts beziehungsweise je nach Wahl eines formveränderlichen

Materials kann der nutzbare Arbeitsbereich größer oder kleiner ausfallen. Im vorliegenden Fall ist das formveränderliche Material 18a derart beschaffen, dass mittels des

thermischen Formgedächtniseffekts eine Dehnung von etwa 4 % erzeugt werden kann. Es sind aber auch Legierungen denkbar, bei welchen eine entsprechende Dehnung von 5 % oder 6 % erzielbar ist. Ferner ist das formveränderliche Material 18a im vorliegenden Fall derart beschaffen, dass mittels des thermischen Formgedächtniseffekts eine

Kompression, ausgehend von einem gedehnten Zustand von etwa 2 %, erzeugt werden kann. Hierbei sind allerdings ebenso Legierungen denkbar, bei welchen eine

entsprechende Kompression von 3 % oder 4 % erzielbar ist. Ferner ist unter Ausnutzung des magnetischen Formgedächtniseffekts für das vorliegende formveränderliche Material 18a eine magnetisch induzierbare Längenänderung, insbesondere eine Kompression oder eine Dehnung, von etwa 6 % erzielbar, wobei auch Werte von 8 % bis hin zu 10 % oder 12 % denkbar sind. . -

Wie in der Figur 1 gezeigt, ist das Auslöseelement 16a im vorliegenden Fall stiftförmig, insbesondere mit rechteckiger Querschnittsfläche senkrecht zur Längeachse 42a, ausgebildet. Das Auslöseelement 16a weist eine Längsachse 42a auf, die parallel zu einer Haupterstreckungsrichtung 44a des Auslöseelements 16a angeordnet ist. Das Auslöseelement 16a ist zu einer Längenänderung entlang seiner Längsachse 42a in dem Auslösefall vorgesehen. Im vorliegenden Fall ist das Auslöseelement 16a in dem

Auslösefall zu einer Erzeugung der Betätigungskraft und/oder der Betätigungsbewegung aufgrund einer Verkürzung des Auslöseelements 16a vorgesehen. Die Verkürzung ist ferner im vorliegenden Fall eine Verkürzung entlang der Längsachse 42a des

Auslöseelements 16a.

Im vorliegenden Fall ist das Auslöseelement 16a zu einer Erzeugung einer für eine Betätigung des Unterbrecherschalters ausreichenden Betätigungsbewegung aufgrund zumindest einer thermisch induzierten Formveränderung und zu einer für eine Betätigung des Unterbrecherschalters ausreichenden Betätigungskraft aufgrund zumindest einer magnetisch induzierten Formveränderung vorgesehen. Insbesondere ist in dem thermischen Auslösefall eine Erstreckungsänderung, insbesondere die Verkürzung, des Auslöseelements 16a hinreichend, um die Betätigungsbewegung für den

Unterbrecherschalter zu erzeugen. Ferner ist in dem magnetischen Auslösefall eine von dem Auslöseelement 16a erzeugte Kraft, insbesondere wirkend parallel zu der

Längsachse 42a des Auslöseelements 16a, insbesondere die Betätigungskraft, zur Betätigung des Unterbrecherschalters hinreichend.

Die thermisch induzierte Formveränderung beinhaltet, wie erwähnt, im vorliegenden Fall eine Längenänderung des Auslöseelements 16a, insbesondere entlang dessen

Längsachse 42a, von wenigstens 1 ,5 %, insbesondere von etwa 2 %, wobei auch größere Werte denkbar sind. Die Längenänderung ist ferner im vorliegenden Fall die Verkürzung des Auslöseelements 16a. Die Auslöseeinheit 12a ist derart ausgelegt, dass für die Betätigung des Unterbrecherschalters eine Verformung hinreichend ist, die eine

Verkürzung des Auslöseelements 16a um höchstens 5 % beinhaltet, im vorliegenden Fall sogar um höchstens 2 %. Eine thermisch induzierte Verkürzung des Auslöseelements 16a, insbesondere in dem Überlastfall, ist folglich zur Betätigung des

Unterbrecherschalters hinreichend. - -

Die magnetisch induzierte Formveränderung beinhaltet eine Kraftentwicklung von mindestens 1 N je 1 mm 2 Querschnittsfläche des Auslöseelements 16a, insbesondere senkrecht zu der Längsachse 42a des Auslöseelements 16a. Im vorliegenden Fall beträgt die Kraftentwicklung sogar mindestens 2 N je 1 mm 2 Querschnittsfläche des

Auslöseelements 16a.

Das formveränderliche Material 18a ist eine magnetische Formgedächtnislegierung, wobei, wie oben erwähnt, auch andere Materialien grundsätzlich denkbar sind. Im vorliegenden Fall ist das formveränderliche Material 18a eine Formgedächtnislegierung, die Nickel, Mangan und Gallium enthält. Weiterhin weist das Auslöseelement 16a im vorliegenden Fall zumindest eine magnetische Hochtemperatur-Formgedächtnislegierung auf. Insbesondere ist das formveränderliche Material 18a als die magnetische

Hochtemperatur-Formgedächtnislegierung ausgebildet. Die magnetische

Hochtemperatur-Formgedächtnislegierung weist im vorliegenden Fall eine erste

Umwandlungstemperatur von einer martensitischen in eine austenitische Phase sowie eine zweite Umwandlungstemperatur von einer ferromagnetischen in eine

paramagentische Phase auf, wobei die erste und die zweite Umwandlungstemperatur bei mindestens 60°C liegen, im vorliegenden Fall bei mindestens 70°C, wobei vorteilhaft auch höhere Werte von mindestens 80°C oder 100°C denkbar sind.

Die Überstromschutzvorrichtung 10a weist eine Übersetzungseinheit 28a auf, die zumindest ein Übersetzungselement 30a aufweist, welches zu einer Übersetzung der in dem Auslösefall von dem Auslöseelement 16a erzeugten Betätigungskraft und/oder Betätigungsbewegung vorgesehen ist. Im vorliegenden Fall ist das Übersetzungselement 30a als ein Hebelelement, insbesondere als ein Doppelarmhebel, ausgebildet. Das Betätigungselement 20a ist, von dem Auslöseelement 16a aus betrachtet, vor dem Übersetzungselement 30a angeordnet. In dem Auslösefall zieht sich das Auslöseelement 16a zusammen, wodurch das Betätigungselement 20a, insbesondere entlang der Längsachse 42 des Auslöseelements 16a, ausgelenkt wird. Das Übersetzungselement 30a wird dabei verschwenkt. Es ist denkbar, dass das Übersetzungselement 30a direkt mit dem Betätigungselement 20a verbunden ist, wobei eine Verbindung insbesondere zu einer Übertragung einer Zugkraft und/oder einer ziehenden Bewegung vorgesehen sein kann. Es ist aber auch denkbar, dass das Übersetzungselement 30a das

Betätigungselement 20a mit einer Druckkraft beaufschlagt und eine Bewegung des . -

Betätigungselements 20a entlang der Längsachse 42a des Auslöseelements 16a in dem Auslösefall eine Bewegung des Übersetzungselements 30a freigibt. Die

Übersetzungseinheit 28a ist dazu vorgesehen, eine übersetzte Betätigungsbewegung und eine übersetzte Betätigungskraft auf den Unterbrecherschalter zu übertragen. Es ist dabei denkbar, dass das Übersetzungselement 30a eine Zugkraft überträgt. Ebenso ist denkbar, dass das Übersetzungselement 30a eine Druckkraft überträgt.

Die Auslöseeinheit 12a weist zumindest eine Festlagerung 32a, 34a für das

Auslöseelement 16a auf. Im vorliegenden Fall umfasst die Auslöseeinheit 12a zwei Lagerelemente 56a, 58a, welche die Festlagerungen 32a, 34a ausbilden. Eine erste Festlagerung 32a ist von dem Betätigungselement 20a aus vor dem Auslöseelement 16a angeordnet. Eine zweite Festlagerung 34a ist von dem Betätigungselement 20a aus hinter dem Auslöseelement 16a angeordnet. In dem Auslösefall bewegen sich die

Lagerelemente 56a, 58a aufeinander zu. Die Festlagerungen 32a, 34a lagern das

Auslöseelement 16a an dessen Stirnseiten 68a, 70a. Die Lagerelemente 56a, 58a sind entlang der Längsachse 42a des Auslöseelements 16a gegenüberliegend, insbesondere an dessen Stirnseiten 68a, 70a, angeordnet. Das Auslöseelement 16a ist mit den

Lagerelementen 56a, 58a verbunden. Das Auslöseelement 16a kann beispielsweise an zumindest einem Lagerelement 56a, 58a angeklebt und/oder angeschweißt und/oder anderweitig kraft- und/oder form- und/oder stoffschlüssig mit diesem verbunden sein. Im vorliegenden Fall sind die Lagerelemente 56a, 58a aus nichtmagnetischem Eisen oder einem anderen geeigneten Metall ausgebildet, wobei grundsätzlich auch Lagerelemente aus Kunststoff oder Keramik oder dergleichen denkbar sind.

Der Leiterabschnitt 14a ist dazu vorgesehen, in dem Auslösefall, insbesondere in dem Kurzschlussfall, ein Auslösemagnetfeld zu erzeugen, dessen Feldlinien in einem Bereich des Auslöseelements 16a, insbesondere in einem Nahbereich des Auslöseelements 16a und/oder innerhalb des Auslöseelements 16a, zumindest im Wesentlichen parallel zu dessen Längsachse 42a verlaufen. Eine Richtung 62a des Auslösemagnetfeldes in einem Nahbereich des Auslöseelements 16a ist in der Figur 1 schematisch dargestellt.

Der Leiterabschnitt 14a umgibt das Auslöseelement 16a zumindest abschnittsweise. Im vorliegenden Fall umfasst der Leiterabschnitt 14a eine Spule 60a, innerhalb deren das Auslöseelement 16a angeordnet ist. Die Spule 60a verläuft mehrfach um das

Auslöseelement 16a herum. Eine Längsachse 64a der Spule 60a ist zumindest im - -

Wesentlichen parallel zu der Längsachse 42a des Auslöseelements 16a angeordnet. Die Spule 60a ist zu einer Erzeugung des Auslösemagnetfelds vorgesehen. Insbesondere sind die Längsachsen 42a, 64a der Spule 60a und des Auslöseelements 16a identisch. Im vorliegenden Fall ist die Spule 60a als eine Luftspule ausgebildet. Insbesondere ist die Auslöseeinheit 12a im vorliegenden Fall frei von einem Eisenkern oder einem anderen magnetischen Flussleitelement.

Die Überstromschutzvorrichtung 10a weist eine Rückstelleinheit 22a mit zumindest einem Rückstellelement 24a auf, das zu einer Rückverformung des Auslöseelements 16a nach einem Auftreten des Auslösefalls vorgesehen ist. Das Rückstellelement 24a ist im vorliegenden Fall als eine Druckfeder ausgebildet. Das Rückstellelement 24a ist zwischen den Lagerelementen 56a, 58a angeordnet. Die Lagerelemente 56a, 58a sind im vorliegenden Fall Teile der Rückstelleinheit 22a. Bei der Rückverformung drückt das Rückstellelement 24a die Lagerelemente 56a, 58a entlang der Längsachse 42a des Auslöseelements 16a auseinander und erzeugt insbesondere eine Rückstellkraft für die Rückverformung des Auslöseelements 16a. Das Rückstellelement 24a ist dazu vorgesehen, zu der Rückverformung eine Dehnungskraft auf das Auslöseelement 16b auszuüben. Bei der Rückverformung wird das Auslöseelement 16a gedehnt und insbesondere in einen gedehnten Ausgangszustand überführt.

Das Rückstellelement 24a umgibt das Auslöseelement 16a zumindest teilweise. Im vorliegenden Fall definiert das Rückstellelement 24a einen Innenbereich, innerhalb dessen das Auslöseelement 16a angeordnet ist. Insbesondere sind eine Längsachse 66a des Rückstellelements 24a und die Längsachse 42a des Auslöseelements 16a parallel zueinander angeordnet und insbesondere identisch. Das Rückstellelement 24a verläuft in mehreren Windungen um das Auslöseelement 16a. Das Rückstellelement 24a ist, von dem Betätigungselement 20a aus betrachtet, neben dem Auslöseelement 16a angeordnet. Das Auslöseelement 16a und das

Rückstellelement 24a sind, von dem Übersetzungselement 30a aus betrachtet, hinter dem Betätigungselement 20a angeordnet. Das Auslöseelement 16a ist zumindest

abschnittsweise innerhalb des Rückstellelements 24a angeordnet. Die Überstromschutzvorrichtung 10a weist eine Gehäuseeinheit 26a auf, die zumindest das Auslöseelement 16a und das Rückstellelement 24a zumindest teilweise einhaust. Im . -

vorliegenden Fall ist die Gehäuseeinheit 26a aus einem wärmebeständigen und/oder gut wärmeleitenden Material ausgebildet, beispielsweise aus einem nicht magnetisierbaren Metall oder einem geeigneten Kunststoff oder dergleichen. Insbesondere ist die

Gehäuseeinheit 26a zu einer Wärmeübertragung von dem Leiterabschnitt 14a zu dem Auslöseelement 16a vorgesehen, insbesondere in dem thermischen Auslösefall.

Grundsätzlich ist auch denkbar, dass eine Gehäuseeinheit zumindest teilweise aus einem magnetischen und/oder magnetisierbaren Material ausgebildet ist und beispielsweise zumindest ein magnetisches Flussleitelement ausbildet, wie insbesondere einen

Eisenkern. Im vorliegenden Fall definiert die Gehäuseeinheit 26a einen Aufnahmeraum 72a für das Auslöseelement 16a. Das Auslöseelement 16a, die Festlagerungen 32a, 34a sowie das Rückstellelement 24a sind innerhalb des Aufnahmeraums 72a angeordnet. Außerdem ist das Betätigungselement 20a teilweise innerhalb des Aufnahmeraums 72a angeordnet. In dem Auslösefall bildet eine Mantelfläche des Aufnahmeraums 72a ein Gleitlager für das Lagerelement 56a, das sich entlang der Längsachse 42a des Auslöseelements 16a auf das feststehende Lagerelement 58a zubewegt. Insbesondere ist das Lagerelement 58a ortsfest relativ zu der Gehäuseeinheit 26a. Die Gehäuseeinheit 26a bildet eine

Durchführung 80a für das Betätigungselement 20a aus, welche insbesondere das Betätigungselement 20a zumindest teilweise führen kann. In dem Auslösefall wird aufgrund der Verkürzung des Auslöseelements 16a das Betätigungselement 20a durch die Durchführung 80a zumindest weiter als in einem Ausgangszustand in den

Aufnahmeraum 72a gezogen und/oder gedrückt. Ferner definiert im vorliegenden Fall die Gehäuseeinheit 26a einen Aufnahmebereich 74a für den Leiterabschnitt 14a. Die Spule 60a ist innerhalb des Aufnahmebereichs 74a angeordnet. Die Spule 60a verläuft um den Aufnahmeraum 72a herum. Die Gehäuseeinheit 26a bildet einen Spulenkörper für die Spule 60a aus.

Die Figur 3 zeigt ein System 76a mit der Überstromschutzvorrichtung 10a und mit einer zweiten Überstromschutzvorrichtung 38a in einer schematischen Darstellung. Die Überstromschutzvorrichtung 10a ist, wie erwähnt, Teil eines Überstromschutzschalters 40a. Die zweite Überstromschutzvorrichtung 38a ist Teil eines zweiten

Überstromschutzschalters 78a. Die Überstromschutzvorrichtung 10a und die zweite Überstromschutzvorrichtung 38a sind von der gleichen Art. Beispielsweise könnte die - -

zweite Überstromschutzvorrichtung 38a anstelle der Überstromschutzvorrichtung 10a in dem Überstromschutzschalter 40a verbaut sein. Im vorliegenden Fall sind der

Überstromschutzschalter 40a und der zweite Überstromschutzschalter 78a zumindest äußerlich baugleich und/oder alternativ zueinander verwendbar, beispielsweise in entsprechenden Sicherungs-Slots eines Sicherungskastens.

Für einen gegebenen Auslösefall, beispielsweise für einen bestimmten Überstrom und/oder Kurzschlussstrom, der über einen bestimmten Zeitraum anliegt, zeigt die Überstromschutzvorrichtung 10a ein anderes magnetisches und/oder thermisches Auslöseverhalten als die zweite Überstromschutzvorrichtung 38a. Beispielsweise kann sich die zweite Überstromschutzvorrichtung 38a von der Überstromschutzvorrichtung 10a hinsichtlich einer Anzahl an Spulenwindungen eines Leiterabschnitts, einer Geometrie eines Auslöseelements, eines Materials eines Auslöseelements, einer Geometrie und/oder eines Materials einer Gehäuseeinheit, eines Vorhandenseins eines Eisenkerns und dergleichen unterscheiden. Beispielsweise kann durch eine Verwendung von Komponenten mit einer hohen Wärmekapazität ein thermisches Auslösen verzögert oder unterdrückt werden. Ferner kann beispielsweise durch eine Abschwächung eines erzeugten Magnetfelds, beispielsweise durch eine Reduktion einer Wicklungszahl einer Spule, ein zu einem Auslösen erforderlicher Grenzstrom eingestellt werden. Ferner ist denkbar, dass ein Auslöseverhalten mittels geeigneter Anpassung einer Geometrie einer Übersetzungseinheit anpassbar ist.

In den Figuren 4 und 5 ist sind zwei weitere Ausführungsbeispiele der Erfindung gezeigt. Die nachfolgenden Beschreibungen und die Zeichnungen beschränken sich im

Wesentlichen auf die Unterschiede zwischen den Ausführungsbeispielen, wobei bezüglich gleich bezeichneter Bauteile, insbesondere in Bezug auf Bauteile mit gleichen

Bezugszeichen, grundsätzlich auch auf die Zeichnungen und/oder die Beschreibung der anderen Ausführungsbeispiele, insbesondere der Figuren 1 bis 3, verwiesen werden kann. Zur Unterscheidung der Ausführungsbeispiele ist der Buchstabe a den

Bezugszeichen des Ausführungsbeispiels in den Figuren 1 bis 3 nachgestellt. In den Ausführungsbeispielen der Figuren 4 und 5 ist der Buchstabe a durch die Buchstaben b und c ersetzt.

Die Figur 4 zeigt eine alternative Überstromschutzvorrichtung 10b für einen zu

überwachenden Stromkreis in einer schematischen Schnittdarstellung. Die alternative - -

Überstromschutzvorrichtung 10b ist Teil eines nicht gezeigten Überstromschutzschalters, beispielsweise einer Sicherung, insbesondere eines Sicherungsautomaten.

Die alternative Überstromschutzvorrichtung 10b weist eine Auslöseeinheit 12b auf, die zu einer Unterbrechung des Stromkreises in zumindest einem Auslösefall vorgesehen ist. Der Auslösefall kann einen Kurzschlussfall und/oder einen Überlastfall umfassen.

Insbesondere umfasst der Auslösefall einen thermischen Auslösefall, beispielsweise den Überlastfall, und/oder einen magnetischen Auslösefall, beispielsweise den

Kurzschlussfall. Die Auslöseeinheit 12b weist zumindest einen Leiterabschnitt 14b auf, der zu einem Führen eines zu überwachenden Stroms vorgesehen ist. Im vorliegenden Fall fließt der zu überwachende Strom in dem Stromkreis. Ferner umfasst die

Auslöseeinheit 12b zumindest ein Auslöseelement 16b, das zumindest ein magnetisch und thermisch formveränderliches Material 18b aufweist. Im vorliegenden Fall ist das formveränderliche Material 18b ein magnetisches und thermisches

Formgedächtnismaterial. Das Auslöseelement 16b ist in dem Auslösefall zu einer thermisch und/oder magnetisch induzierten Verformung in Abhängigkeit von einem durch den Leiterabschnitt 14b fließenden Strom, insbesondere in Abhängigkeit von dem zu überwachenden Strom, vorgesehen. Des Weiteren umfasst die Auslöseeinheit 12b zumindest ein mit dem Auslöseelement 16b in Wirkverbindung stehendes

Betätigungselement 20b, das zur Übertragung zumindest einer Betätigungsbewegung und/oder zumindest einer Betätigungskraft zu zumindest einem nicht gezeigten

Unterbrecherschalter vorgesehen ist. Im vorliegenden Fall ist der Unterbrecherschalter ein Teil des Überstromschutzschalters. Es ist aber auch denkbar, dass ein

Unterbrecherschalter Teil der alternativen Überstromschutzvorrichtung 10b ist.

Der Leiterabschnitt 14b ist im vorliegenden Fall dazu vorgesehen, in dem Auslösefall ein Auslösemagnetfeld zu erzeugen, dessen Feldlinien zumindest in einem Nahbereich des Auslöseelements 16b und/oder innerhalb des Auslöseelements 16b zumindest im

Wesentlichen senkrecht zu einer Längsachse 42b des Auslöseelements 16b verlaufen. Eine Richtung 62b des Auslösemagnetfelds in dem Nahbereich des Auslöseelements 16b ist in der Figur 4 schematisch eingezeichnet. Im vorliegenden Fall ist der Leiterabschnitt 14b zumindest abschnittsweise als Spule ausgebildet. Insbesondere bildet der

Leiterabschnitt 14b zumindest zwei gegenüberliegende Spulen aus, sodass das - -

Auslösemagnetfeld das Auslöseelement 16b senkrecht zu der Längsachse 42b möglichst homogen durchsetzt.

Die Auslöseeinheit 12b umfasst zumindest ein magnetisches Flussleitelement 82b. Im vorliegenden Fall umfasst die Auslöseeinheit 12b einen ferromagnetischen Kern 36b, insbesondere einen Eisenkern. Der ferromagnetische Kern 36b ist zu einer Verstärkung des Auslösemagnetfelds vorgesehen. Im vorliegenden Fall umfasst der ferromagnetische Kern 36b zwei, insbesondere gegenüberliegend angeordnete, Polschuhe 84b, 86b. Den Polschuhen 84b, 86b ist jeweils eine von dem Leiterabschnitt 14b ausgebildete Spule zugeordnet. Im vorliegenden Fall umfasst eine Formveränderung des Auslöseelements 16b in dem Auslösefall eine Ausdehnung entlang dessen Längsachse 42b, insbesondere eine thermisch und/oder magnetisch induzierte Ausdehnung. Hierbei ist insbesondere in dem thermischen Auslösefall vorteilhaft ein vergleichsweise größerer Hub aufgrund einer thermischen induzierten Ausdehnung erzielbar als im Fall einer thermisch induzierten Kompression, insbesondere analog zu der in den Figuren 1 bis 3 gezeigten Ausführung. Im vorliegenden Fall ist das Auslöseelement 16b in dem thermischen Auslösefall zu einer Längenänderung, insbesondere zu einer Dehnung, von etwa 4 % vorgesehen. Ferner ist das Auslöseelement 16b in dem magnetischen Auslösefall zu einer Längenänderung, insbesondere zu einer Dehnung, von etwa 6 % vorgesehen. Hierbei sind jedoch je nach Wahl geeigneter formveränderlicher Materialien, insbesondere magnetischer und thermischer Formgedächtnislegierungen, auch andere Werte denkbar. Im vorliegenden Fall ist eine Längenänderung des Auslöseelements 16b um etwa 4 % zur Betätigung des Unterbrecherschalters hinreichend.

Die Auslöseeinheit 12b weist eine Festlagerung 32b für das Auslöseelement 16b auf. Die Festlagerung 32b lagert eine dem Betätigungselement 20b abgewandte Stirnseite 70b des Auslöseelements 16b und ist insbesondere mit dieser kraft- und/oder Stoff- und/oder formschlüssig verbunden. Bei einer Erzeugung der Betätigungsbewegung und/oder der Betätigungskraft dehnt sich das Auslöseelement 16b, ausgehend von der Festlagerung 32b, in Richtung des Betätigungselements 20b aus und schiebt dieses entlang der Längsachse 42b des Auslöseelements 16b von der Festlagerung 32b weg. . -

Die alternative Überstromschutzvorrichtung 10b weist eine Rückstelleinheit 22b mit einem Rückstellelement 24b auf. Das Rückstellelement 24b ist, von dem Auslöseelement 16b aus betrachtet, neben dem Betätigungselement 20b angeordnet. Das Betätigungselement 20b tritt abschnittsweise durch das Rückstellelement 24b hindurch. Das Rückstellelement 24b umgibt das Betätigungselement 20b zumindest abschnittsweise. Das

Rückstellelement 24b ist als Druckfeder ausgebildet. Die Rückstelleinheit 22b weist ein Lagerelement 88b für das Rückstellelement 24b auf. Eine Position des Lagerelements 88b relativ zu der Festlagerung 32b ist konstant. Bei der Rückverformung erzeugt das Lagerelement 88b eine Gegen haltekraft für das Rückstellelement 24b. Das Lagerelement 88b ist im vorliegenden Fall ringförmig ausgebildet. Das Betätigungselement 20b tritt durch das Lagerelement 88b hindurch. Das Betätigungselement 20b weist ein

Gegenelement 90b auf, gegen welches das Rückstellelement 24b bei der

Rückverformung drückt. Das Gegenelement 90b ist im vorliegenden Fall kranzförmig ausgebildet. Eine rückstellende Druckkraft des Rückstellelements 24b wird bei der Rückverformung über das Betätigungselement 20b auf das Auslöseelement 16b übertragen.

Die Figur 5 zeigt eine weitere alternative Überstromschutzvorrichtung 10c für einen zu überwachenden Stromkreis in einer schematischen Schnittdarstellung. Die weitere alternative Überstromschutzvorrichtung 10c ist Teil eines nicht gezeigten

Überstromschutzschalters, beispielsweise einer Sicherung, insbesondere eines

Sicherungsautomaten.

Die weitere alternative Überstromschutzvorrichtung 10c weist eine Auslöseeinheit 12c auf, die zu einer Unterbrechung des Stromkreises in zumindest einem Auslösefall vorgesehen ist. Der Auslösefall kann einen Kurzschlussfall und/oder einen Überlastfall umfassen. Insbesondere umfasst der Auslösefall einen thermischen Auslösefall, beispielsweise den Überlastfall, und/oder einen magnetischen Auslösefall, beispielsweise den

Kurzschlussfall. Die Auslöseeinheit 12c weist zumindest einen Leiterabschnitt 14c auf, der zu einem Führen eines zu überwachenden Stroms vorgesehen ist. Im vorliegenden Fall fließt der zu überwachende Strom in dem Stromkreis. Ferner umfasst die Auslöseeinheit 12c zumindest ein Auslöseelement 16c, das zumindest ein magnetisch und thermisch formveränderliches Material 18c aufweist. Das Auslöseelement 16c ist in dem Auslösefall zu einer thermisch und/oder magnetisch induzierten Verformung in Abhängigkeit von . -

einem durch den Leiterabschnitt 14c fließenden Strom, insbesondere in Abhängigkeit von dem zu überwachenden Strom, vorgesehen. Des Weiteren umfasst die Auslöseeinheit 12c zumindest ein mit dem Auslöseelement 16c in Wirkverbindung stehendes

Betätigungselement 20c, das zur Übertragung zumindest einer Betätigungsbewegung und/oder zumindest einer Betätigungskraft zu zumindest einem nicht gezeigten

Unterbrecherschalter vorgesehen ist. Im vorliegenden Fall ist der Unterbrecherschalter ein Teil des Überstromschutzschalters. Es ist aber auch denkbar, dass ein

Unterbrecherschalter Teil der weiteren alternativen Überstromschutzvorrichtung 10c ist.

Der Leiterabschnitt 14c ist im vorliegenden Fall dazu vorgesehen, in dem Auslösefall ein Auslösemagnetfeld zu erzeugen, dessen Feldlinien zumindest in einem Nahbereich des Auslöseelements 16c und/oder innerhalb des Auslöseelements 16c zumindest im

Wesentlichen senkrecht zu einer Längsachse 42c des Auslöseelements 16c verlaufen. Eine Richtung 62c des Auslösemagnetfelds in dem Nahbereich des Auslöseelements 16c ist in der Figur 5 schematisch eingezeichnet. Im vorliegenden Fall ist der Leiterabschnitt 14c zumindest abschnittsweise als Spule ausgebildet. Der Leiterabschnitt 14c bildet eine Spule 92c aus. Die Spule 92c umgibt das Auslöseelement 16c quer zu dessen

Längsachse 42c. Die Spule 92c ist teilweise innerhalb des Betätigungselements 20c angeordnet. Das Betätigungselement 20c bildet einen Aufnahmeraum 96c aus, der die erste Spule 92c teilweise aufnimmt. Die Spule 92c ist von dem Betätigungselement 12c aus teilweise vor dem Auslöseelement 16c und teilweise hinter dem Auslöseelement 16c angeordnet. Die Spule 92c ist dazu vorgesehen, in dem Auslösefall in ihrem Inneren das Auslösemagnetfeld derart zu erzeugen, dass dessen Feldlinien zumindest im

Wesentlichen parallel zu der Richtung 62c verlaufen.

Im vorliegenden Fall ist die Auslöseeinheit 12c frei von einem magnetischen

Flussleitelement und insbesondere frei von einem Eisenkern. Der Leiterabschnitt 14c bildet im vorliegenden Fall zumindest eine Luftspule aus. Insbesondere ist die Spule 92c als Luftspule ausgebildet.

Die weitere alternative Überstromschutzvorrichtung 10c weist eine Rückstelleinheit 22c mit einem Rückstellelement 24c auf. Das Rückstellelement 24c ist als eine Zugfeder ausgebildet. Das Rückstellelement 24c ist, von dem Auslöseelement 16c aus betrachtet, vor dem Betätigungselement 20c angeordnet. Das Rückstellelement 24c ist dazu vorgesehen, zu einer Rückverformung des Auslöseelements 16c eine Kompressionskraft - -

auf dieses zu erzeugen, insbesondere zumindest im Wesentlichen parallel zu der Längsachse 42c des Auslöseelements 16c.

Das Rückstellelement 24c ist mit Lagerelementen 56c, 58c für das Auslöseelement 16c verbunden. Ein erstes Lagerelement 56c ist mit dem Betätigungselement 20c verbunden und/oder wird von diesem ausgebildet. Ein zweites Lagerelement 58c bildet eine

Festlagerung 32c für das Auslöseelement 16c aus. Das zweite Lagerelement 58c lagert eine dem Betätigungselement 20c abgewandte Stirnseite 70c des Auslöseelements 16c. Zu der Rückverformung zieht das Rückstellelement 24c die Lagerelemente 56c, 58c aufeinander zu, wodurch die auf das Auslöseelement 16c wirkende Kompressionskraft erzeugt wird.