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Patent Searching and Data


Title:
OVERFLOW SOCK AND PINSETTER COMPRISING SUCH AN OVERFLOW SOCK
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2012/035394
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to equipment and devices for placing pins on a conveyor belt of a pinsetter, in particular in bowling alleys. An overflow sock developed for this purpose has a substantially tubular shape made of a flexible material, an upper opening, which is adapted for attachment to an overflow sock of a pinsetter, and a lower opening for ejecting a pin onto a conveyor belt of the pinsetter in a substantially horizontal direction. The overflow sock has a curvature of 30 to 90 degrees in the lower region and forms a tip in the lower region of the lower opening. Moreover, it has a reinforcement means provided on the outer side, wherein the reinforcement means is arranged on the lower face and on the side of the overflow sock to the rear of the lower opening in at least one third of the circumference of the overflow sock.

Inventors:
HOHNECKER, Sven (Nestor de la Torre 10 7° I, E - Las Palmas de Gran Canaria, 35006, ES)
Application Number:
IB2011/002091
Publication Date:
March 22, 2012
Filing Date:
September 07, 2011
Export Citation:
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Assignee:
PIN MARKETING S.L. (Avda. de Moya sn, CC Eurocenter local 46, San Fernando, 35100, ES)
HOHNECKER, Sven (Nestor de la Torre 10 7° I, E - Las Palmas de Gran Canaria, 35006, ES)
International Classes:
A63D5/08
Foreign References:
US20060223645A1
US5372551A
US3497219A
CN101784312A
Other References:
None
Attorney, Agent or Firm:
RWZH RECHTSANWÄLTE PARTNERSCHAFT (Barthstrasse 4, München, 80339, DE)
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Claims:
PATENTANSPRÜCHE

1. Überlauttasche für einen Pin-Stellautomaten aus einem flexiblen Material mit

- einer im Wesentlichen schlauchförmigen Gestalt aus dem flexiblen Material,

- einer oberen Öffnung, die zur Anbringung an eine Überlaufrinne des

Stellautomaten angepasst ist, und

- einer unteren Öffnung zum Ausstoßen eines Pins auf ein Transportband des

Stellautomaten in einer im Wesentlichen horizontalen Ausrichtung,

wobei die Überlauftasche im unteren Bereich eine Krümmung um 30 bis 90 Grad aufweist, im unteren Bereich der unteren Öffnung eine Spitze ausbildet und ein Verstärkungsmittel auf der Unterseite und der der unteren Öffnung rückwärtigen Seite der Überlauftasche in mindestens einem Drittel des Umfangs der Überlauftasche angeordnet ist.

2. Überlauftasche nach Anspruch 1, bei der das flexible Material ein Gewebe aus

Baumwolle, Kunststoff- bzw. kunststoffbeschichteten Fasern oder metallischen Fasern, einem Gummimaterial oder einer Kombination aus diesen Materialien ist.

3. Überlauftasche nach Anspruch 1 oder 2, bei welcher die obere Öffnung einen

kreisförmigen, ovalen, rechteckigen oder quadratischen Querschnitt ausbildet.

4. Überlauftasche nach einem der Ansprüche 1 bis 3, welche zusätzlich eine Pinabbremsende Beschichtung auf der Innenseite umfasst.

5. Überlauftasche nach einem der Ansprüche 1 bis 4, welche die Krümmung im unteren Drittel der Überlauftasche aufweist.

6. Überlauftasche nach einem der Ansprüche 1 bis 5, bei der das Verstärkungsmittel im unteren und rückwärtigen Bereich der Überlauftasche zumindest in der unteren Hälfte der Überlauftasche vorgesehen ist.

7. Überlauftasche nach Anspruch 6, bei der das Verstärkungsmittel wenigstens bis

oberhalb der Krümmung hochgezogen ist.

8. Überlauftasche nach Anspruch 6 oder 7, bei der das Verstärkungsmittel von der

unteren Öffnung bis mindestens zum Scheitelpunkt der Krümmung vorgesehen.

9. Überlauftasche nach einem der Ansprüche 1 bis 8, wobei das Verstärkungsmittel aus einem starren Kunststoffmaterial oder Ledermaterial ausgebildet ist.

10. Pin-Stellautomat, umfassend:

- eine Pin-Stellvorrichtung mit einer Stellplatte mit Pin-Positionen,

- einen Verteiler zum Verteilen der Pins in die Pin-Positionen der Stellplatte,

- eine Pin-Fördervorrichtung zur Zuführung der Pins zum Verteiler,

- ein Transportband zum Transport der Pins zur Pin-Fördervorridhtung, und

- Überlaufrinnen zur Zuräckfuhrung der überzähligen Pins vom Verteiler auf das Transportband, wobei an den Überlaufrinnen Überlauftaschen gemäß den Ansprüchen 1 bis 9 angebracht sind, durch welche die überzähligen Pins auf das Transportband zurückgeführt werden.

Description:
11 002091

1

ÜBERLAUFTASCHE UND PIN-STELLAUTOMAT MIT EINER

SOLCHEN ÜBERLAUFTASCHE

Die Erfindung bezieht sich auf Geräte und Vorrichtungen zum Ablegen von Pins auf einem Transportband eines Pin-Stellautomaten, insbesondere in Bowling- oder Kegelbahnen. Genauer gesagt, betrifft die Erfindung eine Überlauftasche für einen Pin-Stellautomaten aus einem flexiblen Material und einen Pin-Stellautomaten mit einer solchen an einer Überlaufrinne des Verteilers angebrachten Überlauftasche (auch Overflow Sock oder Sock genannt).

Ein Pin-Stellautomat ist ein Gerät, das Bowling- oder Kegelpins vor und nach jedem Stoß in einer speziellen Anordnung auf einem Pin-Deck wieder aufstellt. Herkömmliche Stellautomaten bestehen aus mehreren Baueinheiten, unter anderem einem Pindeck, einer Kugelgrube, einem Kugel- bzw. Ballbeschleuniger, einem Pin-Förderer, einem Verteiler, einer Stellvorrichtung wie zum Beispiel einer Stellplatte, einem Räumwagen (bzw.

Räumschlitten oder Wischer), Antriebsvorrichtungen und einer elektronischen Steuerung.

Der Hauptzweck der Kugelgrube ist, den ersten Anprall von Pins und Kugel aufzunehmen und diese zum richtigen Teil der Maschine weiterzuleiten. Die Kugelgrube besteht gewöhnlich aus einem Kugelfang, der die Kugel stoppt und sie in den Kugel- bzw.

Ballbeschleuniger zur Rückbeförderung der Kugeln zum Bowler der jeweiligen Bahn weiterleitet, einem Grubenvorhang (bzw. Pit Curtain), der die Bewegung der Pins nach hinten stoppt und einen schwarzen Hintergrund hinter den Pin-Decks bildet, und einem Transportband, das die Pins zum Förderer bringt und die Kugel gegen den Kugelfang hält, während sie zum Kugelbeschleuniger geleitet wird.

Der Pin-Förderer empfangt die Pins vom Transportband und befördert sie nach oben zum Verteiler, der oberhalb des Pin-Decks angeordnet ist. Der Pin-Förderer hat gewöhnlicher Weise ein Rad oder Hebevorrichtung mit mehreren Löffeln bzw. Fächern, mit denen die Pins einzeln angehoben werden. Der Pin-Förderer kann zum Beispiel von zwei parallelen Ketten oder einem umlaufenden Rad bewegt werden, die von einem Motor angetrieben werden. Hierbei wird durch verschiedene Vereinzelungseinrichtungen,

Zentriereinrichtungen und weiteren Einrichtungen die richtige Pin-Ausrichtung beim Eintritt in die Zuführung zum Verteiler gewährleistet.

In dem Verteiler werden die Pins vom Förderer empfangen und derart positioniert, dass die Stellvorrichtung sie aufnehmen kann. Der Verteiler besteht in üblicher Weise aus einer Zuiührung, ein oder mehreren Pin- Verteilerbahnen, mehreren Pin-Stationen, sowie optionalen Übergangsbahnen zu einer oder mehreren Überlaufrinnen. Die Pins laufen die Verteilerbahnen hinunter, bis eine leere Pin-Station gefunden ist. An der leeren Pin-Station fällt der Pin durch eine Auswurf klappe auf einen Haltebogen der Pin-Station. Dadurch senkt sich die Auswurfklappe, wodurch andere Pins in der Fördererbahn zur nächsten

BESTÄTIGUNGSKOPIE freien Pin-Station gelangen können. Der Pin bleibt in der Pin-Station, bis die Stellplatte zur Aufnahme des Pins bereit ist.

Alle Pins, die keine leere Pin-Station finden, kommen am Ende der Verteilerbahnen über die Übergangsbahnen zu der Überlaufrinne. Häufig sind auf beiden Seiten des Verteilers Überlaufrinnen am Ende der Verteilerbahnen angeordnet, die die überzähligen Pins nach unten auf das Transportband zurückführen. Gewöhnlicher Weise werden die auf den Verteilerbahnen horizontal umlaufenden Pins um etwa 90 Grad gedreht, so dass sie mit dem Pin-Kopfende auf das Transportband aufkommen würden. Es ist üblich, den freien Fall der Pins auf das Transportband mit sogenannten Überlauftaschen zu steuern und dabei auch abzubremsen. In Figur 1 ist ein solcher Pin-Überlaufbereich eines herkömmlichen Pin-Stellautomaten mit zwei Überlaufrinnen, daran angebrachten Überlauftaschen sowie der Pin-Aufprallbereich auf das Transportband exemplarisch gezeigt. In der Figur 2 ist die Verbindung einer herkömmlichen Überlauftasche an die Überlaufrinne mittels eines Spannringes aus Metall oder Kunststoff veranschaulicht.

Die Stellvorrichtung bzw. Stellplatte erfüllt in herkömmlichen Stellautomaten häufig mehrere Zwecke. Zum Beispiel soll sie stehende Pins erfassen, nachdem eine Kugel gerollt wurde, optional Positionierungszangen schließen und stehengebliebene Pins anheben, damit der Räumwagen das Pin-Deck räumen kann, und Pins vom Verteiler aufnehmen und Sie für einen neuen Frame auf die Bahn stellen. Die Stellplatte enthält beim Bowling üblicherweise zehn Pin-Halter, während es beim Kegeln üblicherweise neun Pin-Halter sind.

Die Räumwagenbaueinheit erfüllt gewöhnlicher Weise mehrere Funktionen. So wird nach der Erfassung einer Kugel oder manuellem Auslösen der Räumwagen abgesenkt, um zu verhindern, dass Pins nach vorne auf die Bahn rollen. Außerdem wird mit ihr die

Stellvorrichtung bzw. Stellplatte überwacht, wenn sie abgesenkt wird und neue Pins aufstellt. Vor allem dient sie jedoch zum Abräumen von Pins, die nicht mehr auf dem Pin- Deck stehen oder nicht mehr benötigt werden.

Die einzelnen Vorrichtungen werden dabei durch mehrere Motoren angetrieben und durch eine elektronische Steuerungseinheit entsprechend dem eingegebenen Modus gesteuert.

In den herkömmlichen Pin-Stellautomaten eingesetzte Überlauftaschen sind grundsätzlich aus einem flexiblen Material hergestellt, um die Geräuschkulisse bei der Rückführung der Pins zum Transportband zu dämpfen und um Öl- oder Schmutzanhaftungen von den Pins abzuwischen. Leicht gekrümmte Taschen oder horizontal angebrachte Prallplatten am unteren Ende der Taschen mit seitlicher Öffnung wurden zur Dämpfung der

Aufprallgeschwindigkeit und zur Ablenkung der fallenden Pins in die Mitte des

Transportbandes entwickelt.

Bei den bisherigen Überlauftaschen kommt es jedoch immer wieder zu sogenannten „Pinstaus" durch ein oder mehrere Pins in den Überlauftaschen, die eine Unterbrechung des Spieles und ein manuelles Eingreifen durch geschultes Bedienpersonal notwendig machen.

Es ist daher eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ausgehend von den vorstehend beschriebenen Überlauftaschen und Pin- Stellautomaten alternative Überlauftaschen für solche Pin-Stellautomaten zu entwickeln und insbesondere die Zuverlässigkeit der Pin- Rückführung in den Zuführungsablauf zu verbessern.

Diese Aufgabe wird zum einen durch eine Überlauftasche für einen Pin-Stellautomaten gemäß Anspruch 1 und zum anderen durch einen Pin-Stellautomaten gemäß Anspruch 10 mit an den Überlaufrinnen angebrachten Überlauftaschen, durch welche überzählige Pins auf das Transportband zurückgeführt werden können, gelöst.

Eine Überlauftasche aus flexiblem Material wie sie eingangs beschrieben wird weist hierzu gemäß einem ersten Gesichtspunkt der Erfindung eine im Wesentlichen schlauchförmige Gestalt auf, besitzt eine obere Öffnung, die zur Anbringung an eine Überlaufrinne eines Stellautomaten angepasst ist, und eine untere Öffnung zum Ausstoßen eines Pins auf ein Transportband des Stellautomaten in einer im Wesentlichen horizontalen Ausrichtung. Einen Ausstoß in wesentlicher horizontaler Ausrichtung bedeutet hierbei, dass die Pins in nahezu liegender Position (horizontal) oder zumindest in einer solchen Position auf das Transportband ausgestoßen werden, so dass sie liegend weiterbefördert werden. Hierfür kann die Überlauftasche im unteren Bereich eine Kriimmung um 30 bis 90 Grad aufweisen und es kann im unteren Bereich der unteren Öffnung eine Spitze ausgebildet sein. Durch die Krümmung werden die Pins beim Herabfallen in der Überlauftasche aus der anfänglichen vertikalen (stehenden) Position derart abgelenkt, dass sie in der Regel in liegender Position über die Spitze an der unteren Öffnung ausgestoßen werden und so auf dem Transportband weitertransportiert werden können. Dadurch kann nicht nur die Aufprallgeschwindigkeit auf das Transportband verringert werden, sondern es können auch Pinstaus auf dem Transportband oder der Fördervorrichtung verhindert werden.

Insbesondere durch die ausgebildete Spitze im unteren Bereich wird der Fall der Pins auf das Transportband weiter abgebremst und die Pins gleiten weich auf das Transportband. Das bei geraden Kanten im unteren Bereich der unteren Öffnung der Überlauftaschen häufig beobachtete Abkippen der Pins mit nachfolgendem Aufschlagen des Pin-Kopfes auf das Transportband wird bei der erfindungsgemäßen Ausgestaltung der Überlauftasche in der Regel nicht mehr beobachtet.

Erfindungsgemäß weist die Überlauftasche ein auf der Unterseite und der der unteren Öffnung rückwärtigen Seite der Überlauftasche in mindestens einem Drittel des Umfangs der Überlauftasche angeordnetes Verstärkungsmittel auf. Das Verstärkungsmittel kann auf der Außenseite oder der Innenseite der Tasche angebracht sein. Es kann alternativ jedoch auch zwischen den Materialien eingearbeitet sein. Verstärkungsmittel im Sinne der

Erfindung ist eine mit der Überlauftasche feste oder lösbar verbundene Verstärkung, um eine Art flexible Röhre in dem unteren Bereich der Überlauftasche zu erzeugen.

Zweckmäßige Verstärkungsmittel können mit der schlauchförmigen Überlauftasche vernäht, verklebt oder verschweißt sein, können aber auch einstückig mit der

Überlauftasche ausgebildet sein. Wenn das Verstärkungsmittel zwischen dem inneren Taschenmaterial und dem äußeren Taschenmaterial eingearbeitet ist, kann es zum Beispiel ebenso nur zwischen die Schichten eingesteckt oder eingeschoben sein, wenn dadurch eine ausreichende Versteifung der Tasche erzielt werden kann. Alternativ kann die Verstärkung zwischen den Schichten der Tasche zum Beispiel durch Einnähen oder Einschweißen zusätzlich fixiert werden. Die Verstärkung im unteren und hinteren Bereich der gekrümmten Überlauftasche ist geeignet, die Röhrenform der schlauchartigen

Überlauftasche zu stabilisieren, wobei jedoch die Flexibilität der aus flexiblen Material ausgestalteten Tasche in einem ausreichenden Maße erhalten bleiben soll. Ausreichend bedeutet im Sinne der Erfindung, dass eine Art flexible Röhre ausgebildet wird, die nicht durch das Eigengewicht eines Pins beim Durchfallen und Abbremsen des Pins in der Krümmung zusammenfällt. Dadurch kann das Problem von Verklemmungen durch zusammengefallene Überlauftaschen deutlich verbessert werden.

Deshalb kommt es in den erfindungsgemäßen Überlauftaschen seltener zu einer

Verklemmung der Pins in der Tasche und auch seltener zu einem Pinstau. Bei Verwendung der erfindungsgemäßen Überlauftaschen an den Überlaufrinnen schaltet sich der Pin- Stellautomat seltener automatisch ab und muss auch seltener nach einem Pinstau im Überlaufmechanismus neu gestartet werden.

Zusätzlich zu diesem verbesserten Röhreneffekt bringt die Verstärkung und Verlängerung der unteren Kante der Überlauftasche, d.h. die Ausformung einer versteiften Spitze an der Unterseite der unteren Öffnung der Überlauftasche eine verbesserte Bremswirkung des freien Falls des Pins in der schlauchartigen, gekrümmten Überlauftasche. Die verstärkte Spitze erzeugt ein weiches Gleiten des Pins auf das Transportband. Im Gegensatz zu einer geraden Kante in diesem Bereich oder einer nichtverstärkten unteren Öffnung kann die Geschwindigkeit deutlich gesenkt werden, wenn das Verstärkungsmittel in diesem Bereich in einer Spitze an der unteren Öffnung der Überlauftasche mit vorgesehen ist. Häufig wurde gerade bei einer geraden unteren Kante an der unteren Öffnung beobachtet, wie der Pin ungebremst auf das Transportband aufschlägt. Dadurch dass dieses Aufschlagen in ein Gleiten des Pins durch die untere Öffnung hindurch mit einem seitlichen Abkippen bzw. Abrollen auf das Transportband überfuhrt werden kann, wird das Transportband zusätzlich geschont und dessen Lebensdauer kann dadurch verlängert werden.

Die Flexibilität der Überlauftasche bei hinreichender Steifigkeit und Formbeständigkeit kann den Bremseffekt, der durch die gekrümmte Form und die auslaufende Spitze an der unteren Öffnung verbessert wird, noch weiter unterstützen.

Der Pin-Stellautomat gemäß einem zweiten Gesichtspunkt der Erfindung umfasst neben den an den Überlaufrinnen angebrachten erfindungsgemäßen Überlauftaschen, durch welche die überzähligen Pins auf das Transportband zurückgeführt werden, die folgenden Vorrichtungen:

- eine Pin-Stellvorrichtung mit einer Stellplatte mit Pin-Positionen, 1

5

- einen Verteiler zum Verteilen der Pins in die Pin-Positionen der Stellplatte,

- eine Pin-Fördervorrichtung zur Zuführung der Pins zum Verteiler,

- ein Transportband zum Transport der Pins zur Pin-Fördervorrichtung, und

- Überlaufrinnen zur Zurückführung der überzähligen Pins vom Verteiler auf das

Transportband.

Die abhängigen Ansprüche und die nachfolgende Beschreibung enthalten besonders vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung, wobei explizit darauf hingewiesen wird, dass der erfindungsgemäße Pin-Stellautomat auch entsprechend den abhängigen Ansprüchen zur Überlauftasche weitergebildet sein kann und umgekehrt.

In einer ersten alternativen Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Überlauftasche kann das flexible Material ein Stoff, Gewebe oder eine Folie aus Baumwolle, Kunststoff, Gummi oder auch flexiblen Metallen sein. Beispielsweise kann das Material ein Gewebe aus Baumwolle, Kunststoff- bzw. kunststoffbeschichteten Fasern oder metallischen Fasern, einem Gummimaterial oder einer Kombination aus diesen Materialien. Beispiele für Kunststofffasern sind Polyester- oder Polyamidfasern. Die Fasern können jedoch auch aus anderen Materialien oder Kunststoffen sein, solange sie eine hinreichende mechanische Festigkeit und Abriebbeständigkeit aufweisen, um eine hinreichende Widerstandsfähigkeit gegenüber mechanischer Abnutzungen (Verschleiß) im laufenden Betrieb durch die herabfallenden Pins gewährleisten zu können.

In einer weiteren alternativen Ausfuhrungsform der Überlauftasche nach einem der vorhergehenden Aiisfiihixingsvarianten bildet die obere Öffnung einen annähernd kreisförmigen, ovalen, rechteckigen oder quadratischen Querschnitt aus. Annähernd kreisförmiger Querschnitt heißt im Sinne der Erfindung, dass die Öffnung kreisrund, aber auch eiförmig oder ähnlich ausgeformt sein kann. Bevorzugt weist die obere Öffnung den gleichen Querschnitt wie die Überlaufrinne aus, damit eine perfekte Passgenauigkeit gegeben ist. Ausreichend an die Überlaufrinne ist die obere Öffnung dann angepasst, wenn die Überlauftasche leicht auf die Überlaufrinne geschoben werden kann, keine oder nur wenige Falten ausbildet und mit einer Metall- oder Kunststoffklemme bzw. -Schelle oder einem Band bzw. einen Gurt befestigt werden kann.

Alternativ kann die Überlauftasche nach einem der vorhergehenden Gesichtspunkte zusätzlich eine Pin-abbremsende Beschichtung auf der Innenseite umfassen. Dies kann aus einem verstärkten Material mit einer höheren Rauigkeit als die flexible Taschenhülle ausgebildet sein. Geeignet ist jedes Material, das eine höhere Rauigkeit bei einer

hinreichenden mechanischen Festigkeit aufweist.

In einer Ausgestaltungsvariante der Überlauftasche ist die Krümmung im unteren Drittel der Überlauftasche angeordnet. Die schlauchartige Gestalt der Tasche ist hierbei bevorzugt um 30 bis 90 Grad gekrümmt, so dass eine nahezu horizontale Ausstoßung auf das

Transportband gewährleistet werden kann. Bei einem Winkel von 30 bis etwa 45 Grad kann die notwendige Bremswirkung zum Beispiel durch eine innenliegende Bremsschicht und einer entsprechend langen Ausgestaltung und Verstärkung der unteren Öffnungskante (in Form einer Spitze) erreicht werden. Eine Vergrößerung des Krürnmungswinkels auf ca. 45 bis 80 Grad, insbesondere ca. 55 bis 65 Grad kann die Bremswirkung auch bei einer relativ glatten Oberfläche im Inneren sicherstellen, wobei ein größerer Winkel die Gefahr birgt, dass Pins in der nahezu horizontal verlaufenden Tasche liegen bleiben. Bei einem Winkel von 65 bis 90 Grad ist die untere Öffnung grundsätzlich in einem geeigneten Winkel, sodass die Pins nahezu horizontal auf das Transportband ausgestoßen werden. Die Verstärkung der Unterseite der unteren Öffnung und der rückwärtigen Seite der

Überlauftasche ermöglicht hierbei ein sanftes Herausgleiten der Pins aus der unteren Öffnung (siehe Abbildung in Fig. 3).

In einer Ausführungsform ist das Verstärkungsmittel im unteren und rückwärtigen Bereich der Überlauftasche zumindest in der unteren Hälfte mindestens jedoch im unteren Drittel der Überlauftasche vorgesehen, um die Krümmung zu versteifen und die Röhrenform schon im anfänglichen KLrümmungsbereich zu gewährleisten. Dies kann wichtig sein, um die Form der Röhre beim Auftreffen des fallenden Pins in diesem Bereich zu stabilisieren. Deshalb ist es auch bevorzugt, das Verstärkungsmittel wenigstens bis Mitte oberhalb der Krümmung, das heißt bis über den Auftreffpunkt des Pins auf die Tascheninnenseite, hochzuziehen.

Alternativ kann das Verstärkungsmittel von der unteren Öffnung bis mindestens zum Scheitelpunkt der Krümmung vorgesehen sein, um die Formstabilität bei einer

hinreichenden Flexibilität der Überlauftasche sicher zu stellen.

Das Verstärkungsmittel kann aus einem starren Kunststoffmaterial oder aus einem

Ledermaterial ausgebildet sein, das zum Beispiel flächig auf die Außenseite bzw.

Innenseite bzw. zwischen die einzelnen Schichten der Überlauftasche genäht, geklebt oder verschweißt werden kann. Jedoch sind auch weitere Materialien denkbar, die für die Verstärkung bzw. Versteifung der Röhrenstruktur zweckmäßig sind. Geeignete Materialien hierfür kennt der Fachmann. Das Material und die Anbringung sind dabei vorzugsweise so auszuwählen, dass die Röhrenform der flexiblen Überlauftasche in Schlauchform im unteren und rückwärtigen (bzw. hinteren) Bereich durch das Verstärkungsmittel unterstützt wird. Alternativ kann das Verstärkungsmittel mit der Tasche einstückig ausgebildet sein. Zum Beispiel kann die Tasche im unteren und rückwärtigen Bereich derart verdickt sein, dass ein analoger Verstärkungseffekt der Überlauftasche erzielt wird.

Ein Pin-Stellautomat gemäß dem zweiten Gesichtspunkt umfasst neben den vorstehend erläuterten Überlauftaschen gemäß dem ersten Gesichtspunkt mindestens eine Pin- Stellvorrichtung mit einer Stellplatte mit Pin-Positionen, einen Verteiler zum Verteilen der Pins in die Pin-Positionen der Stellplatte, eine Pin-Fördervorrichtung zur Zuführung der Pins zum Verteiler, ein Transportband zum Transport der Pins zur Pin-Fördervorrichtung, und Überlaufrinnen zur Zurückfuhrung der überzähligen Pins vom Verteiler, auf das

Transportband. Weitere in der Einleitung beschriebene Vorrichtungen, Elemente und Steuerungseinheiten, die in herkömmlichen Pin-Stellautomaten eingesetzt werden, können T/IB2011/002091

7 optional zusätzlich mit enthalten oder ausgeführt sein ohne von der Erfindung

abzuweichen, solange die erfindungsgemäßen Überlauftaschen verwirklicht sind. Um den Rahmen nicht zu sprengen wird hier nicht weiter auf diese optionalen, dem Fachmann bekannten Vorrichtungsmodifikationen eingegangen.

Im Folgenden wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen unter Hinweis auf die beigefügten Figuren näher erläutert, in denen:

Figur 1 einen Überlaufbereich eines Pin-Stellautomaten zeigt, in dem zwei

Überlauftaschen gemäß dem Stand der Technik an den Überlaufrinnen angebracht sind,

Figur 2 eine vergrößerte und auseinandergezogene Ansicht einer Überlaufrinne und Überlauftasche aus Figur 1 zeigt,

Figur 3 eine Abbildung der Funktionsweise einer Überlauftasche gemäß einer

Ausführungsform der Erfindung zeigt,

Figur 4 eine schematische Zeichnung einer Überlauftasche mit Verstärkungsmittel im unteren und rückwärtigen Bereich gemäß einer Ausführungsform der Erfindung zeigt.

In Figur 1 ist der Überlaufbereich eines Pin-Stellautomaten dargestellt, in denen an den beiden, neben dem Verteiler (nicht gezeigt) angeordneten und am Ende jeweils einer Verteilerbahn (nicht gezeigt) sitzenden Überlaufrinnen 1 jeweils eine Überlauftasche 3 angebracht ist. Die Überlauftasche fuhrt die nicht verteilten Pins zurück auf das

Transportband 2. In dem hier gezeigten herkömmlichen Pin-Stellautomaten sind die beiden Überlauftaschen lediglich leicht gekrümmt und haben eine große, weit nach oben geschlitzte untere Öffnung. Durch die fehlenden Verstärkungsmittel kommt es bei dieser Ausgestaltung immer wieder zu Pinstaus durch das Zusammenklappen der Taschen im Krümmungsbereich sowie im unteren Öffhungsbereich und somit zu einer starken mechanischen Beanspruchung des Transportbandes, da die Pins mit einer relativ hohen Geschwindigkeit unkontrolliert auf das Transportband fallen.

In der Figur 2 sind die Überlauftaschen und die obere und untere Öffnungsform der Überlauftaschen aus Figur 1 (Stand der Technik) noch detaillierter dargestellt. Außerdem erkennt man gut die Anbringung von solchen Überlauftaschen 3 an die Überlaufrinnen 1. Hierzu kann zum Beispiel eine Metall oder Kunststoffschelle 7 eingesetzt werden.

Die Abbildung in Figur 3 zeigt die Funktionsweise einer erfindungsgemäßen

Überlauftasche. In der Abbildung ist zu sehen, dass die untere Öffnung und der

Querschnitt der Tasche in der Krümmung relativ formstabil sind. Außerdem erkennt man, dass der Pin entlang der Spitze, die im unteren Bereich der unteren Öffnung ausgebildet ist und diesen etwas verlängert, fast horizontal und dadurch stark abgebremst aus der unteren Öffnung herausgleitet. Der Pin kann durch die im Bereich der Spitze und im Bereich der Krümmung angebrachten Verstärkungsmittel gut durch die erhaltene Röhrenform hindurch gleiten, ohne dass die Tasche zusammenfällt. Dadurch dass die Verstärkungsmittel in 2011/002091

8 mindestens einem Drittel des Umfangs des Schlauches angebracht sind, wird trotz hinreichender Flexibilität der Tasche eine ausreichende Formbeständigkeit gewährleistet.

In der Figur 4 ist eine erfindungsgemäße Ausführungsform einer Überlauftasche schematisch dargestellt, bei der das Verstärkungsmittel 5 im unteren Bereich der

Überlauftasche von der unteren Öffnung ausgehend bis über die Krümmung zu sehen ist. Man erkennt auch deutlich, dass dieses Verstärkungsmittel die schlauchförmige Tasche in eine hinreichende Röhrenform bringt, ohne um den gesamten Umfang des Schlauches ausgebildet sein zu müssen. Es reichen schon ein Drittel des Umfangs zu verstärken, wobei auch die Hälfte des Umfangs oder zwei Drittel des Umfangs verstärkt werden könnten. Dabei sollte die Flexibilität der schlauchartigen Überlauftasche nicht übermäßig

eingeschränkt werden, um zu verhindern, dass die Bremswirkung ungenügend wird.

Es wird abschließend noch einmal daraufhingewiesen, dass es sich bei den

vorhergehenden detailliert beschriebenen Überlauftaschen und Pin-Stellautomaten lediglich um bevorzugte Ausführungsbeispiele handelt, welche vom Fachmann in verschiedenster Weise modifiziert werden können, ohne den Bereich der Erfindung zu verlassen, soweit er durch die Ansprüche vorgegeben ist. Insbesondere kann der Pin- Stellautomat noch weitere Vorrichtungsgegenstände oder Steuerungsvarianten umfassen, wie zum Beispiel eine Kugelröckführbahn, eine Anzeigetafel oder eine elektrische

Steuerung zur Stellung von speziellen Pin-Mustern. Außerdem kann der Pin-Stellautomat eine Überwachung des Überlaufbereichs mit umfassen, welche bei einem Pinstau in der Überlauftasche den Automaten stoppt. Es wird der Vollständigkeit halber auch darauf hingewiesen, dass die Verwendung der unbestimmten Artikel„ein" bzw.„eine" nicht ausschließt, dass die betreffenden Merkmale auch mehrfach vorhanden sein können. Ebenso schließt der Begriff„Einheit" nicht aus, dass diese aus mehreren Komponenten besteht, die gegebenenfalls auch räumlich verteilt sein können.




 
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