SCHMIDT, Peter (Tönningstrasse 43, Voerde, 46562, DE)
BROTZKI, Herbert (Neudorfer Strasse 160, Duisburg, 47057, DE)
FELDHAUS, Stephan (Schwizerstrasse 9a, Uster, CH-8610, CH)
SCHMIDT, Peter (Tönningstrasse 43, Voerde, 46562, DE)
BROTZKI, Herbert (Neudorfer Strasse 160, Duisburg, 47057, DE)
Patentansprüche
1. Brennschneidverfahren zum Trennen von Rundmaterial, insbesondere von Rundsträngen in einer Stranggießanlage, wobei ein Schneidbrenner sich mit dem zu trennenden Strang mit bewegt und der Brennstrahl quer durch den Strang hindurch geführt wird, dadurch gekennzeichnet, dass das Schneiden intermittierend erfolgt, wobei der Brennstrahl zunächst von einer Seite des Stranges ausgehend bis etwa zur Strangmitte geführt und dann der Brennschnitt ausgesetzt wird und anschließend von der gegenüberliegenden Seite des Stranges ausgehend die Durchtrennung erfolgt.
2. Brennschneidmaschine, umfassend eine Einrichtungen zur Mitbewegung mit einem aus einer Stranggießanlage abgeführten Strang und zum Führen eines Schneidbrenners quer zur Stranglängsachse zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass der Schneidbrenner über den Strang in sich in einer Querebene zum Strang gegenüberliegende Ausgangspositionen bewegbar ist.
3. Brennschneidmaschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass eine Positionserfassung für den Strang durch einen Encoder an einem der beiden Anklemmarmen der Brennschneidmaschine vorgesehen ist, sowie eine Positionserfassung für den Schneidbrenner durch einen Inkrementalgeber am Antrieb. |
Brennschneidverfahren zum Trennen von Rundmaterial
Die Erfindung betrifft ein Brennschneidverfahren zum Trennen von Rundmaterial, insbesondere von Rundsträngen in einer Stranggießanlage, wobei ein Schneidbrenner sich mit dem zu trennenden Strang mit bewegt und der Brennstrahl quer durch den Strang hindurch geführt wird.
Beim Stranggießen von Rundmaterial, wie Rundsträngen, ist es notwendig den abgeführten Strang in Teilstücke zu zerlegen, die dann weiteren Bearbeitungschritten zugeführt werden. Da sich der Strang kontinuierlich bewegt, ist es auch notwendig die zum Trennen eingesetzte Brennschneidmaschine mit dem Strang mitzubewegen. Dies geschieht in der Praxis durch Einrichtungen, mit denen die Brennschneidmaschine am Strang festgeklemmt wird oder auch durch separate Bewegungseinrichtungen.
Zum Trennen werden üblicherweise Brennschneidmaschinen mit einem Schneidbrenner eingesetzt, bei denen der Brennstrahl senkrecht nach unten abgegeben und quer durch den zu trennenden Strang geführt wird. Bei diesem Schneidvorgang bilden sich auf der Unterseite des Stranges an der Brennstrahl-Austrittskante Schlackenbärte, die eine den weiteren Prozeß wie z. B. Abtransport und Verarbeitung beim Walzen behindernde Größe erreichen können. Um den Brennbart zu entfernen, kann ein Entbarter, beispielsweise in Form von Entbartungsdüsen, (vgl. DE 2925419 A1) eingesetzt werden..
Derartige Zusatzeinrichtungen verteuern das gesamte Verfahren, weil der apparative Aufwand größer ist.
Es ist daher die Aufgabe der Erfindung ein Verfahren und eine Einrichtung anzugeben, mit dem bzw. der auf den Einsatz zusätzlicher Mittel zum Entbarten verzichtet werden kann.
Gelöst wird diese Aufgabe erfindungsgemäß mit einem Brennschneidverfahren zum Trennen von Rundmaterial, insbesondere von Rundsträngen in einer Stranggießanlage,
wobei ein Schneidbrenner sich mit dem zu trennenden Strang mitbewegt und der Brennstrahl quer durch den Strang hindurchgeführt wird, dadurch, dass das Schneiden intermittierend erfolgt, wobei der Brennstrahl zunächst von einer Seite des Stranges ausgehend bis etwa zur Strangmitte geführt und dann der Brennschnitt ausgesetzt wird und anschließend von der gegenüberliegenden Seite des Stranges ausgehend die Durchtrennung erfolgt.
Zur Durchführung des Verfahrens eingesetzt wird hierzu eine Brennschneidmaschine, umfassend eine Einrichtungen zur Mitbewegung mit einem aus einer Stranggießanlage abgeführten Strang und zum Führen eines Schneidbrenners quer zur Stranglängsachse, die dadurch gekennzeichnet ist, dass der Schneidbrenner über den Strang in sich in einer Querebene zum Strang gegenüberliegende Ausgangspositionen bewegbar ist.
Es wird also vorgeschlagen die Brennbart-Minimierung an einer Brennschneidmaschine in einer Rundstahlstranggießanlage durch intermittierendes Brennen zu erzielen, d.h. mit einem geführten Schneidbrenner wird zunächst einseitig positioniert und bis ca. zur halben Materialdicke angeschnitten, sodann wird der Brennschnitt ausgesetzt und der Schneidbrenner zur gegenüberliegenden Seite verfahren und von dort aus das Restmaterial durchgeschnitten. Durch dieses Verfahren wird die übliche Anhäufung der Brennschneidschlacke an der Unterseite des Blockes, an der der Brennschnitt ausläuft, auf eine zulässige Größe minimiert.
Zur Realisierung ist eine Positionserfassung des Stranges durch einen Encoder an einem der beiden Anklemmarmen der Maschine, die Positionserfassung des Schneidbrenners durch einen Inkrementalgeber am Antrieb der Brennschneidmaschine mit einer entsprechenden Steuerrung erforderlich. Durch den Vorschlag ist der Einsatz eines Entbarters nicht mehr erforderlich und die Weiterverarbeitung der abgetrennten Strangteile, insbesondere im Walzwerk, erfolgt problemlos.
Die Erfindung soll nachfolgend kurz unter Bezug auf die Zeichnungen erläutert werden.
Dabei ist in
Fig. 1 schematisch die Bewegung des Schneidbrenners gemäß der Erfindung und in
Fig. 2 gemäß dem Stand der Technik dargestellt.
In der Figur 2 ist der Strang, der aus einer Stranggießanlage kommt, mit 1 bezeichnet.
Mittels eines Schneidbrenners 2, der Teil einer nicht dargestellten Brennschneidmaschine ist, soll ein Teilstück abgetrennt werden. Die Brennschneidmaschine und damit der
Schneidbrenner bewegt sich mit dem Strang mit.
Beim bisher üblichen Trennen, fährt der Schneidbrenner 2 durch den Strang 1 quer hindurch. Dies ist mit dem Pfeil 3 angedeutet.
Dabei entsteht ein Schlackenbart, der mit 4 bezeichnet ist. Wie vorstehend erwähnt, bereitet dieser Bart bei der Weiterbearbeitung der abgetrennten Teilstücke des Stranges
Probleme.
Durch das erfindungsgemäße Verfahren wird dieser Bart minimiert, wobei - wie ebenfalls aus den Pfeilen 5 ersichtlich - der Schneidbrenner zunächst von einer Seite des Stranges aus mit dem Trennschnitt beginnt, dann etwa in der Mitte des Stranges abgestellt wird und schließlich - nach überfahren des Stranges - an der gegenüberliegenden Strangseite beginnend den vollständigen Schnitt ausführt.
Selbstverständlich liegen die beiden Startpunkte für den Schneidbrenner in einer Querschnittsebene zum Strang, also senkrecht zu dessen Längsachse, damit ein gerader Trennschnitt erzeugt wird.
