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Patent Searching and Data


Title:
OXYGEN MODULE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2011/089180
Kind Code:
A2
Abstract:
The invention relates to a flexible oxygen supply system that can be easily adaptable to different seating layouts and significantly improved with respect to opportunities for testing and maintenance. An oxygen module according to the invention generally comprises an oxygen source, a mask, and a hose between the oxygen source and a mask. The oxygen module further comprises fastening elements for fastening in a supply channel of an aircraft, and a locking element by means of which the cover of the oxygen module can be locked.

Inventors:
LANG, Dorothee (Bredenmoor 10, Pinneberg, 25421, DE)
WITTKUGEL, Jorinde (Am Rooksberg 24, Bad Fallingbostel, 29683, DE)
SCHINEIS, Jennifer (Mailänder Str. 9, Frankfurt am Main, 60598, DE)
UMLAUFT, Sebastian (Pepermölenbek 4, Hamburg, 22767, DE)
VOGT, Thomas (Franzosenkoppel 27b, Hamburg, 22547, DE)
Application Number:
EP2011/050743
Publication Date:
July 28, 2011
Filing Date:
January 20, 2011
Export Citation:
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Assignee:
AIRBUS OPERATIONS GMBH (Kreetslag 10, Hamburg, 21129, DE)
LANG, Dorothee (Bredenmoor 10, Pinneberg, 25421, DE)
WITTKUGEL, Jorinde (Am Rooksberg 24, Bad Fallingbostel, 29683, DE)
SCHINEIS, Jennifer (Mailänder Str. 9, Frankfurt am Main, 60598, DE)
UMLAUFT, Sebastian (Pepermölenbek 4, Hamburg, 22767, DE)
VOGT, Thomas (Franzosenkoppel 27b, Hamburg, 22547, DE)
International Classes:
B64D11/00
Attorney, Agent or Firm:
KOPF, Korbinian (Maiwald Patentanwalts GmbH, ElisenhofElisenstr. 3, München, 80335, DE)
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Claims:
PATENTA SPRÜCHE

1. Sauerstoff- Modul (100) zur Versorgung von Flugzeug-Passagieren, mit einer Sauerstoffquelle (110),

einer Maske (130) und

einem Schlauch (120) zwischen der Sauerstoffquelle und der Maske,

wobei das Sauerstoff-Modul ein Befestigungselement (140) zur Befestigung in einem Versorgungskanal eines Flugzeugs und einen Deckel (170) mit einem

Verriegelungselement (150) aufweist, wobei das Verriegelungselement (150) derart mit einer Verkleidungs-Klappe (210) koppelbar ist, dass sich der Deckel (170) des Sauerstoff- Moduls (100) bei einem Öffnungstest der Verkleidungs-Klappe (210) nicht öffnet und dass sich der Deckel (170) des Sauerstoff- Moduls (100) bei einem automatischen Öffnen der Verkleidungs-Klappe öffnet.

2. Sauerstoff-Modul nach Anspruch 1, wobei das Verriegelungselement (150) in eine erste Position bewegbar ist, sodass der Deckel (170) entriegelt ist, wenn das Sauerstoff- Modul in einem Versorgungskanal (200) eingesetzt ist und der Deckel des Sauerstoff- Moduls durch eine Verkleidungs-Klappe (210) abgedeckt ist.

3. Sauerstoff-Modul nach Anspruch 2, wobei das Verriegelungselement (150) in eine zweite Position bewegbar ist, sodass der Deckel (170) des Sauerstoff-Moduls (100) verriegelt ist, wenn das Sauerstoff- Modul in dem Versorgungskanal eingesetzt ist und der Deckel des Sauerstoff-Moduls durch eine Verkleidungs-Klappe abgedeckt ist.

4. Sauerstoff-Modul nach Anspruch 1, ferner ein Löseelement (190)

aufweisend, welches derart zwischen dem Sauerstoff-Modul (100) und der Verkleidungs-Klappe (210) anbringbar ist, dass sich der Deckel (170) des Sauerstoff- Moduls (100) öffnet, sobald die Verkleidungs-Klappe über ein vorbestimmtes Maß hinaus geöffnet wird. 5. Sauerstoff- Modul nach Anspruch 1, wobei das Befestigungselement (140) so ausgebildet ist, dass das Sauerstoff-Modul innerhalb des Versorgungskanals (200) verschiebbar ist.

6. Sauerstoff-Modul nach Anspruch 1, wobei das Sauerstoff-Modul (100) mehrere Masken (130) und Schläuche (120) aufweist.

7. Sauerstoff-Modul nach Anspruch 1, wobei das Sauerstoff-Modul (100) mehrere Sauerstoff-Quellen (110) aufweist. 8. Sauerstoff- Versorgungskanal (200) zur Aufnahme eines Sauerstoff- Moduls gemäß Anspruch 1, wobei der Sauerstoff- Versorgungskanal eine Verkleidungs- Klappe (210) und eine Befestigungsstruktur (240) aufweist, wobei die

Befestigungsstruktur derart ausgebildet ist, dass ein Sauerstoff-Modul (100) in Längsrichtung des Versorgungskanals frei positionierbar ist.

9. Sauerstoff- Versorgungskanal nach Anspruch 8, welcher ferner ein

Betätigungselement (250, 260) zur Betätigung des Verriegelungselementes (150) des Sauerstoff- Moduls (100) aufweist. 10. Sauerstoff- Versorgungskanal nach Anspruch 8, welcher ferner ein

Verbindungselement (280) an der Verkleidungs-Klappe (210) aufweist, wobei das Löseelement (190) des Sauerstoff-Moduls (100) mit dem Verbindungselement verbindbar ist, wenn das Sauerstoff-Modul in den Sauerstoff- Versorgungskanal (200) eingesetzt ist und die Verkleidungs-Klappe (210) nicht über ein bestimmtes Maß hinaus geöffnet ist.

1 1. Flugzeug mit einem Sauerstoff- Versorgungskanal gemäß Anspruch 8 und einem Sauerstoff-Modul gemäß Anspruch 1.

Description:
S auer sto ff- Mo dul

VERWANDTE ANMELDUNGEN

Die vorliegende Anmeldung beansprucht die Priorität der US Provisional

Patentanmeldung Nr. 61/297,050, eingereicht am 21. Januar 2010, und der deutschen Patentanmeldung Nr. 10 2010 005 278.7, eingereicht am 21. Januar 2010, deren Inhalte hierin durch Referenz inkorporiert werden.

GEBIET DER ERFINDUNG

Die Erfindung betrifft die Sauerstoffversorgung von Passagieren in einem Flugzeug. Insbesondere betrifft die Erfindung ein Sauerstoff- Modul sowie einen Sauerstoff- Versorgungskanal für ein Flugzeug, sowie eine Kombination derselben.

HINTERGRUND DER ERFINDUNG Aus der DE 10 2008 028 258 AI ist ein System zur Sauerstoffversorgung von

Personen in einem Luftfahrzeug bekannt. Das System weist eine Sauerstoffleitung, eine Sauerstoffzuführung und mehrere Anschlussstellen für Sauerstoffmasken auf, wobei sich die Sauerstoffleitung in einer Längsrichtung erstreckt und die

Anschlussstellen mit der Sauerstoffleitung verbunden sind.

Andererseits ist aus der DE 19 531 916 AI ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Bereitstellung von Atemgas in Notsauerstoffsystemen für Flugzeuge bekannt.

Derzeitige dezentralisierte Systeme sind so gestaltet, dass eine Sauerstoffquelle, Masken und Schläuche in einem Container enthalten sind. Die Container-Klappe ist gleichzeitig Teil der Verkleidung und weist eine elektrisch angesteuerte Klappen- Verriegelung auf, welche ein automatisches Öffnen im Fall eines Druckabfalls auslöst, oder welche manuell zum Testen geöffnet werden kann. Während der Test- Funktion öffnet die Klappe nicht vollständig, so dass die Masken zurückgehalten werden und damit nicht vollständig herunterfallen. Der Zustand der Masken kann somit nur aufwendig untersucht werden. Außerdem muss die Installation der Sauerstoffcontainer und Verkleidungspaneele angepasst werden, wenn das Sitz- Layout verändert werden soll.

ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG

Es ist eine Aufgabe der Erfindung, ein Sauerstoff- Versorgungssystem zu schaffen, welches einerseits leicht zu montieren ist und andererseits test- und

wartungsfreundlich ist. Diese und weitere Aufgaben werden durch den Gegenstand der jeweiligen unabhängigen Ansprüche erfüllt. Weitere Ausführungsformen sind in den jeweiligen abhängigen Ansprüchen beschrieben.

Durch die Erfindung wird ein fiexibles Sauerstoff- Versorgungssystem bereitgestellt, welches leicht an unterschiedliche Sitz-Layouts angepasst werden kann und welches signifikant verbessert ist hinsichtlich der Test- bzw. der Wartungsmöglichkeiten. Eine Sauerstoffzuführung wird für alle Passagiere sichergestellt, ohne dass es eine Uber-Menge an Sauerstoff- Versorgungssystemen gibt, welches ein unnötiges zusätzliches Gewicht bedeuten würde. Die Installation bzw. die Wartung wird erleichtert durch einfache Schnell- Verbinder und Löse-Schnittstellen. Die Erfindung ermöglicht das Testen des vollständigen Öffnens der Verkleidungs-Klappen, was Montagefehler verhindert, welche zu einem Nicht-Öffnen der Containerklappen führen könnte. Eine gute Zugänglichkeit der Masken für eine Untersuchung der Masken stellt die gewünschte Funktionalität der Masken sicher.

Als weiteren Vorteil kann genannt werden, dass die Atemmasken zusammen mit den Sauerstoff- Schläuchen akurat verpackt bleiben können, während eines Tests der Funktion der Verkleidungs-Klappen.

Ein Sauerstoff-Modul gemäß der Erfindung weist generell eine Sauerstoffquelle, eine Maske und einen Schlauch zwischen der Sauerstoffquelle und einer Maske auf. Das Sauerstoff- Modul weist ferner Befestigungselemente zur Befestigung in einem Versorgungskanal eines Flugzeugs auf.

Es wird angemerkt, dass die Sauerstoffquelle entweder eine Chemie-Sauerstoffquelle sein kann, bei welcher chemisch gebundener Sauerstoff in einer exothermen

Reaktion freigegeben wird, oder ein Sauerstoffreservoir sein kann, welches beispielsweise rein pneumatisch über eine Blende oder aber elektrisch gesteuert wird, wobei entsprechende elektrische Verbindungen / Kontakte zu einer Steuereinheit im Flugzeug vorhanden sein können. Außerdem weist das Sauerstoff-Modul gemäß der Erfindung einen Deckel mit einem Verriegelungselement auf, wobei der Deckel gemäß einer Ausführungsform automatisch entriegelt wird, sobald das Sauerstoff- Modul in einem Versorgungskanal eines Flugzeugs eingesetzt ist und der Deckel des Sauerstoff- Moduls durch die Verkleidungs-Klappe an dem Versorgungskanal abgedeckt ist.

Da der Deckel des Sauerstoff-Moduls im Wesentlichen das Herausfallen der

Sauerstoff-Masken verhindern soll (bei der Montage und bei Tests), kann der Deckel als Platte ausgebildet sein, oder auch als Gitter oder als Folie. Durch die Verwendung einer Folie oder eines Gitters als Deckel wäre die gewünschte Funktion bei geringerem Gewicht erfüllt.

Das heißt, zunächst ist es möglich, das Sauerstoff-Modul, welches als vormontiertes Element in einen Flugzeugkörper hineingebracht werden kann, durch einfaches

Einklicken in einen Versorgungskanal einzusetzen. In dieser Position verhindert der manuell geschlossene und verriegelte Deckel des Sauerstoff-Moduls ein Herausfallen der Masken. Sobald allerdings die Verkleidungs-Klappe, welche den

Versorgungskanal zum Passagierraum hin abschließt, geschlossen wird, wird der Verriegelungsmechanismus an dem Sauerstoff- Modul automatisch derart betätigt, dass der Deckel des Sauerstoff-Moduls entriegelt wird.

Ein Deckel-Bereich des Sauerstoff- Moduls kann ferner über ein Löseelement mit einer Verkleidungs-Klappe gekoppelt sein. Das Löseelement kann hierbei eine mechanische Verbindung wie zum Beispiel eine Schnur oder Leine sein, welche den Deckel-Bereich des Sauerstoff-Moduls entriegelt und auf-zieht, sobald die

Verkleidungs-Klappe über ein bestimmtes Maß hinaus geöffnet wird. Dieses Maß wird bei einem Öffnungs-Test der Verkleidungs-Klappen nicht erreicht, sodass keine Kraft über das mechanische Löseelement auf den Deckel-Bereich oder eine

Verriegelung des Deckel-Bereichs übertragen wird, womit der Deckel-Bereich des Sauerstoff-Moduls bei einem solchen Test geschlossen bleibt.

Es wird angemerkt, dass der als Deckel-Bereich bezeichnete Bereich des Sauerstoff- Moduls einerseits der Teil des Gehäuses des Sauerstoff- Moduls sein kann, der auch einfach als Deckel bezeichnet werden kann, und dass der als Deckel-Bereich bezeichnete Bereich andererseits auch nur ein Teil des Deckels sein kann, der mittels des Löseelementes geöffnet werden kann. Im Fall eines Druckabfalls würde nun automatisch über einen elektrischen Kontakt die Verkleidungs-Klappe des Versorgungskanals gelöst, die Verkleidungs-Klappe würde sich vollständig öffnen, und der Deckel des Sauerstoff- Moduls würde sich ebenfalls öffnen, so dass die Sauerstoffmasken herausfallen können.

Das Verriegelungselement an dem Deckel des Sauerstoff- Moduls ist gemäß einer Ausführungsform der Erfindung so gestaltet, dass der Deckel des Sauerstoff-Moduls verriegelt werden kann, bei geschlossener Verkleidungs-Klappe, so dass für einen Test die Verkleidungs-Klappe über einen elektrischen Impuls ausgelöst, das heißt geöffnet werden kann, ohne dass in diesem Fall der Deckel des Sauerstoff-Moduls sich ebenfalls öffnet.

Zum manuellen Verriegeln des Deckels kann eine Öffnung in Form eines Schlitzes oder einer anders geformten Öffnung vorgesehen sein, durch welche hindurch ein Betätigen des Verriegelungselementes des Sauerstoff-Moduls möglich ist.

Andererseits kann die Verkleidungs-Klappe ein Betätigungselement aufweisen, über welches das Verriegelungselement betätigt und damit der Deckel des Sauerstoff- Moduls verriegelt wird. Es ist auch möglich, dass der Deckel mittels eines elektrischen Aktuators oder mittels eines elektromagnetischen Schalters verriegelt wird. Das hierfür benötigte elektrische Signal könnte beispielsweise über die

Befestigungselemente übertragen werden, mit welchen das Sauerstoff- Modul in dem Versorgungskanal befestigt ist.

Ein weiterer Aspekt der Erfindung ist die Möglichkeit, die Anordnung der

Sauerstoff- Module in einem Versorgungskanal eines Flugzeugs an ein Sitz-Layout anzupassen bzw. an eine Veränderung des Sitz-Layouts anzupassen. Hierfür wird gemäß der Erfindung ein Versorgungskanal vorgesehen, welcher in Längsrichtung des Flugzeugkörpers durchgängig ausgebildet ist und an welchem eine Vielzahl von Befestigungselementen bzw. eine Befestigungsschiene als Befestigungsstruktur vorgesehen ist, an welcher ein Sauerstoff- Modul mittels Einhängen oder Einklicken befestigt werden kann. Zum Verschließen des Versorgungskanals ist üblicherweise eine Vielzahl von Verkleidungs-Klappen notwendig, welche in der Regel die Länge bzw. die Abmaße der sonstigen im Passagierraum verwendeten Paneele aufweisen.

Gemäß der Erfindung kann in einem Flugzeug, welches einen in Längsrichtung des Flugzeugkörpers durchgängig ausgebildeten Versorgungskanal aufweist, an beliebigen Stellen innerhalb des Versorgungskanals ein Sauerstoff-Modul eingesetzt werden. Selbst wenn das Sauerstoff-Modul an einer Stelle angeordnet ist, welche von zwei benachbarten Verkleidungs-Klappen abgedeckt wird, wird die generell oben beschriebene Funktionsweise nicht beeinträchtigt, da die Verkleidungs-Klappen simultan geöffnet werden können. Die oben beschriebenen Aspekte und weitere Aspekte, Merkmale und Vorteile der Erfindung können ebenfalls aus den Beispielen der Ausführungsformen entnommen werden, welche im Folgenden unter Bezugnahme auf die anhängenden Zeichnungen beschrieben werden. KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN

Figur 1 ist eine isometrische Darstellung eines Sauerstoff- Moduls vor dem Einsetzen in einen Versorgungskanal.

Figur 2 zeigt ein Sauerstoff-Modul, welches in einem Versorgungskanal eingesetzt ist, mit einer Verkleidungs-Klappe, gemäß einer ersten Ausführungsform der Erfindung. Figur 3 zeigt ein Sauerstoff-Modul, welches in einem Versorgungskanal eingesetzt ist, mit einer Verkleidungs-Klappe, gemäß einer zweiten Ausführungsform der Erfindung. Die Figuren 4 bis 6 zeigen einen Bewegungsablauf, bei welchem der Deckel des Sauerstoff-Moduls manuell verriegelt wird.

Figur 7 zeigt das Öffnen der Verkleidungs-Klappe bei verriegeltem Deckel.

Figur 8 zeigt ein manuelles Schließen der Verkleidungs-Klappe.

Figur 9 und 10 zeigen ein automatisches Entriegeln des Deckels des Sauerstoff- Moduls durch das Schließen der Verkleidungs-Klappe.

Figur 11 zeigt ein Sauerstoff-Modul, welches in einen Versorgungskanal eingesetzt ist, mit einer Verkleidungs-Klappe, gemäß einer dritten Ausführungsform der Erfindung.

Figur 12 zeigt ein Sauerstoff-Modul in einem Versorgungskanal nach einem automatischen, vollständigen Öffnen der Verkleidungs-Klappe.

DETAILLIERTE BESCHREIBUNG DER AUSFÜHRUNGSFORMEN

Figur 1 zeigt ein Sauerstoff-Modul 100 gemäß der Erfindung. Das Sauerstoff- Modul 100 weist eine Sauerstoffquelle 110, Schläuche 120 sowie Masken 130 auf. Ferner weist das Sauerstoff- Modul 100 Befestigungselemente 140 auf, welche geeignet sind, in korrespondierende Befestigungselemente 240 an dem Versorgungskanal einzugreifen. Der in Figur 1 dargestellte Versorgungskanal 200 weist eine Verkleidungs-Klappe 210 sowie Gelenke 220 und Befestigungselemente 240 auf. Die Verkleidungs- Klappe 210 ist gelenkig an den Gelenken 220 montiert, so dass ein Auslösen bzw. Öffnen des Versorgungskanals ein Aufklappen der Verkleidungs-Klappen 210 um die Gelenkpunkte 220 herum bewirkt.

Es wird angemerkt, dass die hier dargestellten Befestigungselemente 140 und 240 lediglich exemplarisch sind und eine Vielzahl von anderen Möglichkeiten zum Einhängen bzw. Einklicken eines Sauerstoff-Moduls in einem Versorgungskanal vorstellbar sind. Ferner können diese Befestigungselemente 140, 240 als Kontakte für die Übertragung von elektrischen Signalen, Impulsen oder von elektrischer Energie verwendet werden, für den Fall, dass zum Beispiel die Sauerstoffabgabe an eine Maske elektrisch oder elektronisch geregelt wird. Darüber hinaus wird angemerkt, dass das in Figur 1 dargestellte Sauerstoff-Modul mit vier Masken ausgerüstet ist. Ein Sauerstoff-Modul gemäß der Erfindung kann jedoch auch mit nur einer Maske, einem Schlauch und einer Sauerstoffquelle ausgestattet sein. Entsprechend ist auch ein Sauerstoff-Modul mit zwei, drei oder mehr Masken vorstellbar.

Wie in Figur 2 dargestellt, weist das Sauerstoff-Modul 100 ein Verriegelungselement 150 mit einer korrespondierenden Lasche 160 auf. Das Verriegelungselement 150 ist an dem Deckel 170 des Sauerstoff-Moduls 100 angeordnet und die Lasche 160 entsprechend an einem Gehäuse bzw. Rahmen 180 des Sauerstoff-Moduls. Auf der dem Verriegelungselement 150 gegenüberliegenden Seite weist der Deckel 170 entsprechend angeordnete Scharniere auf, so dass der Deckel 170 entsprechend der Verkleidungs-Klappe 210 geöffnet werden kann. In Figur 2 ist eine Verkleidungs-Klappe 210 gemäß einer ersten Ausfuhrungsform der Erfindung dargestellt. Diese Verkleidungs-Klappe weist ein Betätigungselement 250 auf, welches in einer bestimmten Position dem Verriegelungselement 150 gegenüberliegend angeordnet ist. Entlang der Längsrichtung eines Flugzeugkörpers bzw. des Versorgungskanals kann eine Vielzahl von Betätigungselementen 250 vorgesehen sein, welche in sinnvollen Abständen zueinander angeordnet sein können. Auf diese Weise wird eine Anordnung von Sauerstoff-Modulen in

Abständen ermöglicht, welche zu üblichen Abständen zwischen Sitz-Reihen für Passagiere korrespondieren. Ferner ist in Figur 2 ein Element 230 angedeutet, welches den elektrisch ausgelösten Öffnungsmechanismus der Verkleidungs-Klappe darstellt.

In Figur 3 ist eine Verkleidungs-Klappe gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung dargestellt. Hier ist das Betätigungselement eine Schiene 260, welche über die Elemente 265 bedienbar ist, so dass die Schiene 260, welche im Eingriff mit dem Verriegelungselement 150 an dem Sauerstoff-Modul 100 ist, das

Verriegelungselement 150 von einer Freigabe-Position, in welcher der Deckel des Sauerstoff- Moduls geöffnet werden kann, in eine Verriegelungsposition bewegen kann, in welcher der Deckel verriegelt ist. Wie durch den Pfeil A angedeutet, ist in diesem Fall eine beliebige Positionierung des Sauerstoff-Moduls 100 innerhalb des Versorgungskanals 200 möglich, da in jeder Position eine Betätigung des

Verriegelungselementes 150 durch die Schiene 260 möglich ist.

Im Folgenden wird die Verriegelung des Deckels des Sauerstoff-Moduls in einzelnen Schritten beschrieben.

Figur 4 zeigt die Situation, in welcher das Sauerstoff-Modul in dem

Versorgungskanal eingesetzt ist und die Verkleidungs-Klappe 210 geschlossen ist. In diesem Fall liegt das Betätigungselement 250 benachbart

Verriegelungselement 150.

In Figur 5 wird nun das Betätigungselement 250 in Richtung des Pfeils B gedrückt. Durch das Verschieben des Betätigungselementes 250 greift dieses in eine

Aussparung an dem Verriegelungselement 150 ein.

Wie in Figur 6 dargestellt, wird nun das Betätigungselement 250 zusammen mit dem Verriegelungselement 150 in Richtung des Pfeils C verschoben. Bei einer derartigen Verschiebung wird einerseits eine Feder 252 an dem Betätigungselement 250 und auch eine Feder 152 an dem Verriegelungselement 150 gespannt. Mit Erreichen der Lasche 160 wird ein Haken 151 um einen Drehpunkt 153 herum in Richtung des Pfeils D geschwenkt. Sobald der Haken 151 an der Lasche 160 vorbei in Richtung des Pfeils C geschoben wurde, sorgt eine Rückstellfeder (nicht dargestellt) dafür, dass der Haken 151 sich in seine ursprüngliche Position zurückbewegt bzw. wieder aufstellt.

Figur 7 zeigt ein Öffnen der Verkleidungs-Klappe 210, zum Beispiel im Test-Fall. Durch die oben beschriebene manuelle Betätigung des Verriegelungselementes 150 ist diese mit ihrem Haken 151 an der Lasche 160 eingehakt, so dass der Deckel des Sauerstoff- Moduls sich nicht öffnet, selbst wenn die Verkleidungs-Klappe 210 um den Gelenkpunkt 220 in Richtung des Pfeils F aufklappt. Sobald das

Betätigungselement 250 beim Aufklappen der Verkleidungs-Klappe 210 außer Kontakt mit dem Verriegelungselement 150 kommt, zieht die Feder 252 das Betätigungselement 250 in seine Ausgangsposition und damit in eine in der Verkleidungs-Klappe vorgesehene Öffnung zurück. Nach erfolgtem Test wird die Verkleidungs-Klappe 210 wieder manuell geschlossen. Figur 8 zeigt, dass bei einer Bewegung in Pfeilrichtung H das Betätigungselement 250 mit einem Zapfen 254 zunächst an einem Vorsprung 154 anliegt, wobei der Vorsprung 154 an dem Verriegelungselement 150 ausgebildet ist.

Bei einem weiteren Schließen der Verkleidungs-Klappe wird nun das Verriegelungs- Element 150 in Richtung des Pfeils K um den Drehpunkt 155 geschwenkt, so dass der Haken 151 von der Lasche 160 abrutscht, wie in Figur 9 dargestellt. Damit wird das Verriegelungselement 150 aufgrund der Wirkung der Feder 152 in Pfeilrichtung L zurückgezogen, so dass einerseits der Zapfen 254 an dem Betätigungselement 250 wieder in eine Aussparung 156 an dem Verriegelungselement 150 eingreift und andererseits das Verriegelungselement 150 wieder in seiner Ursprungsposition, das heißt in einer Freigabe-Position angeordnet ist. Diese mit der Ausgangsposition in Figur 4 vergleichbare Anordnung ist in Figur 10 dargestellt.

In der Ausführungsform, die in Figur 11 dargestellt ist, weist das Sauerstoff-Modul 100 ein Gehäuse auf, welches aus einem dünnen Material hergestellt ist.

Beispielsweise kann das Gehäuse eine Folie aufweisen, welche die Masken, die Schläuche und die Sauerstoffquelle umschließt. Das Gehäuse weist ferner einen Deckel-Bereich 170 und einen Rahmen-Bereich 180 auf, wobei der Deckel-Bereich 170 einen Rand 172 bildet und der Rahmen-Bereich 180 einen Rand 182 bildet. Die beiden Ränder 172, 182 sind an einer gemeinsamen Trennlinie angeordnet, wenn das Gehäuse des Sauerstoff-Moduls geschlossen ist. Wie in Figur 11 zu sehen, kann die Verkleidungs-Klappe 210 Führungsschienen 270 aufweisen, die gebogen ausgebildet sind, sodass jeweils ein Zapfen 272 in diese Führungsschienen eingreifen kann. Für einen Test der Verkleidungs-Klappen können die Zapfen so angeordnet sein, dass sie in die Führungsschienen eingreifen und damit verhindern, dass sich die Verkleidungs-Klappe weiter öffnet, als durch die Länge der Führungsschienen vorgegeben.

Die Zapfen 272 können auch außer Eingriff mit den Schienen 270 gebracht werden, sodass sich die Verkleidungs-Klappe beispielsweise im Fall eines Druckabfalls vollständig öffnen können. Die Verkleidungs-Klappen werden dann aufgrund ihres Gewichts und ihrer einseitig gelenkigen Lagerung vollständig aufklappen.

Zwischen dem Deckel-Bereich 170 und der Verkleidungs-Klappe 210 ist zumindest ein Löseelement angebracht. Das Löseelement kann mit seinem einen Ende in der Nähe des Randes 172 des Deckel-Bereichs 170 befestigt sein, und kann mit seinem anderen Ende nach einem Einsetzen des Sauerstoff-Moduls in einen

Versorgungskanal mit einem Verbindungselement 280 an der Verkleidungs-Klappe leicht verbunden werden.

Im Fall eines vollständigen Öffnens der Verkleidungs-Klappe wird das Löseelement 190 den Deckel-Bereich 170 an der Trennlinie zum Rahmen-Bereich 180 von diesem lösen, sodass der Deckel-Bereich geöffnet wird und die Atemmasken aus dem Sauerstoff- Modul 100 herausfallen können. Dies ist in Figur 12 dargestellt.

In Figur 12 ist ferner erkennbar, dass die gebogenen Führungsschienen 270 nicht mehr in Kontakt mit den Zapfen 272 sind und dass die Löseelemente 190 in hakenartigen Verbindungselementen 280 eingehängt sind. Beim Herunterfallen der Verkleidungs-Klappe haben die Löseelemente 190 den Rand 172 des Deckel- Bereichs 170 vom Rand 182 des Rahmen-Bereichs 180 getrennt und somit das Sauerstoff-Modul geöffnet, wie durch den Pfeil angedeutet. Aus dem geöffneten Gehäuse des Sauerstoff-Moduls 100 sind damit die Masken 130 herausgefallen, die über die Schläuche 120 mit einer Sauerstoffquelle verbunden sind. Wie schon weiter oben beschrieben, ist auch hier das Sauerstoff- Modul mittels einer Befestigungsschiene 240 in einem Versorgungskanal 200 befestigt. Es wird angemerkt, dass die lösbare Verbindung an der Trennlinie zwischen dem Deckel-Bereich 170 und dem Rahmen-Bereich 180 eine Perforation in einer Folie, ein Klettverschluss, eine Soll-Bruchstelle oder auch ein Schnappverschluss mit entsprechenden Strukturen sein kann. Außerdem wird darauf hingewiesen, dass eine Kombination der

Verriegelungsstrukturen, die in den Figuren 2 und 3 dargestellt sind mit dem

Löseelement gemäß der Figuren 11 oder 12, eine Ausführungsform der Erfindung darstellt. Dies ist in Figur 7 angedeutet. Die gestrichelten Linien in Figur 7 zeigen, dass der Haken 151 auch über ein

Löseelement 190 mit der Verriegelungs-Klappe 210 verbunden sein kann. Wenn das Löseelement 190 beispielsweise eine Schnur oder Leine ist, ist dieses Löseelement 190(a) locker zwischen den Befestigungspunkten an dem Haken 151 und der Verriegelungs-Klappe 210 angeordnet, solange der Verriegelungs-Klappe 210 geschlossen ist.

Im Test-Fall, der auch in Figur 7 dargestellt ist, ist dann das Löseelement 190(b) im Wesentlichen gestreckt, jedoch weiterhin ohne eine Kraft aufzunehmen bzw. zu übertragen.

Sollte bei einem vollständigen Öffnen der Verkleidungs-Klappe der

Verriegelungsmechanismus den Deckel nicht freigeben, würde das Löseelement 190 den Haken 151 von der Lasche 160 ziehen und damit den Deckel öffnen. Auf diese Weise wird eine erhöhte Sicherheit erzielt.

Gemäß der Erfindung wird somit ein Sauerstoff-Modul bereitgestellt, welches leicht vormontiert werden kann, da ein Deckel an dem Sauerstoff-Modul vorgesehen ist, welcher verriegelbar ist. Dieses vorkonfektionierte Sauerstoff-Modul mit

verriegeltem Deckel kann nun leicht an einer beliebigen Stelle in Längsrichtung in einen Versorgungskanal eines Flugzeugs eingesetzt werden. Sobald ausreichend viele Sauerstoff-Module, je nach Sitz-Layout, an den gewünschten Positionen in dem Versorgungskanal angeordnet sind, können die Verkleidungs-Klappen des

Versorgungskanals manuell geschlossen werden, was dazu führen kann (wie oben beschrieben), dass die Deckel der Sauerstoff-Module automatisch entriegelt werden.

Für den Fall, dass es gewünscht ist, das Sitz-Layout des Passagierraums oder lediglich eines Teils des Passagierraums zu ändern, können zunächst manuell mittels der Betätigungselemente an den Verkleidungs-Klappen die Deckel der

entsprechenden Sauerstoff-Module verriegelt werden. Anschließend wird über einen elektrischen Impuls oder auch manuell das Öffnen der entsprechenden Verkleidungs- Klappen ausgelöst, wodurch ein freier Zugang zu den unter diesen Verkleidungs- Klappen angeordneten Sauerstoff-Modulen gegeben ist. Nachdem die Sauerstoff- Module neu angeordnet bzw. verschoben oder versetzt wurden, können die

Verkleidungs-Klappen wieder geschlossen werden, wodurch die Deckel der

Sauerstoff- Module wieder entriegelt sein können. Im Fall einer Wartung kann ein fehlerhaftes Sauerstoff-Modul leicht ausgetauscht werden. Während die Erfindung illustriert und beschrieben wurde im Detail in den

Zeichnungen und der vorangegangenen Beschreibung, ist es beabsichtigt, dass derartige Illustrationen und Beschreibungen lediglich illustrativ und exemplarisch und nicht restriktiv sind, so dass die Erfindung nicht durch die offenbarten

Ausführungsformen beschränkt ist.

Andere Variationen der offenbarten Ausführungsformen können durch einen Fachmann beim Umsetzen der beanspruchten Erfindung verstanden und bewirkt werden, aus einem Studium der Zeichnungen, der Offenbarung und der anhängenden Ansprüche. In den Ansprüchen schließt das Wort„aufweisend" nicht andere Elemente oder Schritte aus, und der unbestimmte Artikel„ein" schließt eine

Mehrzahl nicht aus. Alleinig der Umstand, dass bestimmte Merkmale in

verschiedenen abhängigen Ansprüchen genannt sind, beschränkt nicht den

Gegenstand der Erfindung. Auch beliebige Kombinationen dieser Merkmale können vorteilhaft eingesetzt werden. Die Bezugszeichen in den Ansprüchen sollen nicht den Umfang der Ansprüche beschränken.

BEZUGSZEICHENLISTE

100 S auer sto ff- Mo dul

110 Sauerstoffquelle

120 Schlauch

130 Maske

140 Befestigungselement

150 Verriegelungselement

151 Haken

152 Rückstellfeder

153 Gelenkpunkt für Haken

154 Vorsprung

155 Drehpunkt vom Verriegelungselement

156 Aussparung

160 Lasche

170 Deckel, Deckel-Bereich

172 Rand des Deckel-Bereichs

180 Gehäuse oder Rahmen, Rahmen-Bereich

182 Rand des Rahmen-Bereichs

190 Löseelement

200 Versorgungskanal

210 Verkleidungs-Klappe

220 Klappengelenke

230 Schließelement

240 Befestigungselement

250 Betätigungselement

252 Rückstellfeder

254 Zapfen 260 Betätigungsschiene

265 Bedienelement für Betätigungsschiene

270 Führungsschiene

272 Zapfen für Führungsschiene

280 Verbindungselement