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Title:
PACKAGE BOX FOR AND HAVING AN INTERCHANGEABLE PASSIVE COOLING ELEMENT AND METHOD FOR COOLING SUCH A PACKAGE BOX
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2020/177831
Kind Code:
A1
Abstract:
In a package box (10) for and having at least one interchangeable passive cooling element (20), such as a cooling rechargeable battery, for the temporary storage of one or more package(s) to be cooled in the package box, the orderly cooling of packages to be cooled while they are temporarily stored in the package box is improved by virtue of the at least one passive cooling element having at least one transmission means (21) capable of communicating with the package box and the package box having at least one reception means (11) capable of communicating with the transmission means and a sending means (12), such that the reception means establishes the presence of the at least one interchangeable passive cooling element inside the package box and transmits this to outside the package box using the sending means (12).

Inventors:
OKKELS JESPER (DE)
Application Number:
EP2019/000059
Publication Date:
September 10, 2020
Filing Date:
March 01, 2019
Export Citation:
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Assignee:
SESAM GMBH (DE)
International Classes:
A47G29/14
Domestic Patent References:
WO2016168523A12016-10-20
WO2002058519A12002-08-01
WO2018064364A12018-04-05
Foreign References:
DE202010007130U12010-08-26
DE102016107813B32017-05-04
EP3144202A12017-03-22
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Claims:
ANSPRÜCHE

1. Paketbox (10) für und mit mindestens einem austauschfähigen Passiv- Kühlelement (20), wie einem Kühl-Akku, für eine Zwischenlagerung von einem oder mehreren zu kühlenden Paket/en in der Paketbox, bei der das mindestens eine Passiv-Kühlelement mindestens ein, mit der Paketbox kommunikationsfähiges Übertragungsmittel (21 ) aufweist und die Paketbox und/oder das mindestens eine austauschfähige Passiv-Kühlelement (20) mindestens ein, mit dem Übertragungsmittel kommunikationsfähiges Empfangsmittel (11 ) und ein Sendemittel (12) aufweist, derart, dass das Empfangsmittel die Anwesenheit des mindestens einen austauschfähigen Passiv-Kühlelementes innerhalb der Paketbox feststellt und über das Sendemittel (12) nach außerhalb der Paketbox überträgt.

2. Paketbox nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass das oder die kommunikationsfähige/n Übertragungsmittel (21 ) berührungslos arbeitende Mittel ist/sind.

3. Paketbox nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das oder die kommunikationsfähige/n Übertragungsmittel (21 ) zur Speicherung und Übertragung von Identcodes befähigt sind.

4. Paketbox nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das oder die kommunikationsfähige/n Übertragungsmittel (21 ) BLE(Bluetooth low energy)-Mittel, RFID(RadioFrequenz]dentifikation)-Mittel und/oder

NFC(NearFieldCommunication)-Mittel sind.

5. Paketbox (10), nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das oder die kommunikationsfähige/n Empfangsmittel (11 ) berührungslos arbeitende Mittel sind.

6. Paketbox (10), nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens ein Temperatursenor (22) in der Paketbox vorgesehen ist, der mit dem mindestens einen kommunikationsfähigen Übertragungsmittel (21 ), mit dem mindestens einen kommunikationsfähigen Empfangsmittel (11 ), mit dem Sen- demittel (12), mit einer Internet-Cloud und/oder einem Steuermitteln (16) der Paketbox (10) kommunikationsfähig ist.

7. Paketbox (10), nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der mindes tens eine Temperatursenor (22) an oder in dem mindestens einen austauschfähigen Passiv-Kühlelement (20) oder im Inneren der Paketbox 10 vorgesehen ist.

8. Paketbox (10), nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Paketbox in mindestens einer Ebene (13A, ...) Führungen (14A, ...) zur Aufnahme mindestens eines Raum-Trenners, insbesondere des mindestens einen austauschfähigen Passiv-Kühlelementes (20), und somit zur Bildung von mindestens einer kühlbaren Abteilung (15A, ...) aufweist..

9 Paketbox (10), insbesondere nach einem der Ansprüche 1 bis 8, mit wärmeisolierten Wandungen (10A, 10B, ...) für und mit mindestens einem austauschfähigen Passiv-Kühlelement (20), wie einem Kühl-Akku, für eine Zwischenlagerung von einem oder mehreren zu kühlenden Paket/en in der Paketbox,

dadurch gekennzeichnet, dass

eine (Wärme-)lsolierbox 17A,B vorgesehen ist, die im Inneren der Paketbox 10 Platz findet und, insbesondere nur bei Bedarf, darin eingesetzt werden kann.

10 Paketbox (10), insbesondere nach einem der Ansprüche 1 bis 9, mit wärmeisolierten Wandungen (10A, 10B, ...) für und mit mindestens einem austauschfähigen Passiv-Kühlelement (20), wie einem Kühl-Akku, für eine Zwischenlagerung von einem oder mehreren zu kühlenden Paket/en in der Paketbox, wobei die Paketbox in mindestens einer Ebene (13A, ...) Führungen (14A, ...) zur Aufnahme mindes tens eines Raum-Trenners, insbesondere des mindestens einen austauschfähigen Passiv-Kühlelementes und gewünschten Falls zur Bildung von Abteilungen (15A, ...) aufweist,

dadurch gekennzeichnet,

dass das mindestens eine Passiv-Kühlelement einen inneren Querschnitt der Paketbox umlaufend kältedichtend ausfüllt.

1 1. Verfahren zum Kühlen einer Paketbox (10) mittels mindestens eines austauschfähigen Passiv-Kühlelementes (20), wie mittels eines Kühl-Akkus, während einer Zwischenlagerung von einem oder mehreren zu kühlenden Paket/en (30) in der Paketbox,

dadurch gekennzeichnet,

dass mindestens ein an und/oder in der Paketbox installiertes Empfangsmittel (1 1 ) die Anwesenheit mindestens eines die erforderliche Kühlung der/des zu kühlenden Pakete/s gestattendes austauschfähiges Passiv-Kühlelementes beim oder unmittelbar nach dem Einlegen der/des zu kühlenden Pakete/s in die Paketbox detek- tiert.

12. Verfahren nach Anspruch 1 1 , dadurch gekennzeichnet, dass das Empfangsmittel eine Freigabe der Zwischenlagerung bei ordnungsgemäß vorhandenem Passiv- Kühlelement in der Paketbox direkt oder indirekt veranlasst.

13. Verfahren nach Anspruch 1 1 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine oder mindestens ein weiteres an und/oder in der Paketbox installiertes Empfangsmittel (1 1 , ...) die Anwesenheit des mindestens einen oder der mehreren zu kühlenden Pakete/s beim oder unmittelbar nach dem Einlegen der/des zu kühlenden Pakete/s in die Paketbox detektiert.

14. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine oder mindestens ein weiteres Empfangsmittel eine Freigabe der Zwischenlagerung bei ordnungsgemäß in die Paketbox eingelegtem/en zu kühlenden Paket/en (30) direkt oder indirekt veranlasst.

15. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass, zumindest kritische, Temperaturinformationen aus der Paketbox an Versender, Empfänger und/oder Logistiker weitergegeben werden.

Description:
TITEL

Paketbox für und mit einem austauschfähigen Passiv-Kühlelement und Verfahren zum Kühlen einer solchen Paketbox

GEBIET DER ERFINDUNG

Die Erfindung betrifft eine Paketbox für und mit mindestens einem austauschfähigen Passiv-Kühlelement mit den Merkmalen der Oberbegriffe der Ansprüche 1 , 9 oder 10 sowie ein Verfahren zum Kühlen einer Paketbox mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 11. Demnach sieht die Erfindung vor, dass eine Paketbox mittels mindestens eines austauschfähigen Passiv-Kühlelementes, wie mittels eines Kühl-Akkus, während einer Zwischenlagerung von einem oder mehreren zu kühlenden Paket/en in der Paketbox auch ohne elektrische Energieversorgung kühlbar ist. Während der Begriff Paketbox der allgemein für Pakete aufnehmende Boxen eingebürgerte Begriff ist, der im Sinne dieser Erfindung außer einzelne Pa ketboxen auch Fächer einer Paketboxanlage wie z.B. einer sogenannten Packstation umfassen kann, ist auch der für die Zwecke dieser Erfindung benutzte Begriff eines Paketes weit gefasst und kann z. B. auch die Ware selbst, wie etwa loses Obst umfassen. Auf das Vorhandensein einer Verpackung der Ware kommte es nicht an. Im Sinne dieser Erfindung wird daher unter dem Begriff Paketbox/en auch eine Paketboxanlage, wie eine Packstation, verstanden.

TECHNOLOGISCHER HINTERGRUND

Mit der Zunahme des Internethandels mit gekühlten und tiefgefrorenen Produkten wächst auch das Bedürfnis, eine Möglichkeit für eine Zustellung solcher Produkte in Abwesenheit der Empfänger zu finden. Dabei sollte die Rate an erfolgreichen Erst-

1

BESTÄTIGUNGSKOPIE Zustellungen von möglichst 100% erreicht werden, um die Zustellung billiger und umweltfreundlicher zu machen. Die gebräuchlichste Zustellung innerhalb von einem vereinbarten Zeitfenster ist aufwendig, teuer und nicht komfortabel für den Verbraucher. Die Erfindung geht demnach von verbesserten Paketboxen für die„letzte Meile“ und einem Betriebsverfahren hierfür aus, wie es in der WO 2002 058519 A1 beschrieben wird, und verfolgt das Ziel einer Überwachung der korrekten Bereitstellung von Paketboxen, die Lebensmittel zwischen ihrer Zustellung durch den Zulieferer in eine Paketbox und ihrer Entnahme durch den Verbraucher aus der Paketbox temperaturüberwacht (zwischen)lagern sollen, ohne dass es einer aktiven, wie einer elektrischen, Kühlung der Paketbox bedarf. Sie verfolgt ferner das Ziel einer unmittelbaren oder mittelbaren Überwachung der Temperatur.

Eine Boxenanlage mit mehreren thermisch isolierten Boxen zum Zwischnenlagern von kühlungsbedürftigen Gütern in einzelnen Boxen, bei der das Kühlhalten der kühlungsbedürftigen Güter in den Boxen jeweils mittels passiver Kühlelemente erfolgt, die in die Boxen in austauschbarer Weise einsetzbar sind, ist aus der EP 3 144 202 A1 bekannt.

Demnach liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, bei einer Paketbox für und mit mindestens einem austauschfähigen Passiv-Kühlelement, wie einem Kühl-Akku, für eine Zwischenlagerung von einem oder mehreren zu kühlenden Paket/en in der Paketbox, eine ordnungsgemäße Kühlung der/des zu kühlenden Pakete/s während seiner/ihrer Zwischenlagerung in der Paketbox weitestgehend sicher zu stellen.

DARSTELLUNG DER ERFINDUNG

Die Erfindung schlägt hinsichtlich einer Vorrichtung unter Anderem vor, dass bei einer gattungsmäßigen Paketbox mindestens ein Passiv-Kühlelement mindestens ein, mit der Paketbox kommunikationsfähiges Übertragungsmittel aufweist und die Paketbox mindestens ein, mit dem Übertragungsmittel kommunikationsfähiges Empfangsmittel und ein Sendemittel umfasst, derart, dass das Empfangsmittel die Anwesenheit des mindestens einen austauschfähigen Passiv-Kühlelementes innerhalb der Paketbox feststellt und über das Sendemittel nach außerhalb der Paketbox überträgt. Dadurch kann von außerhalb der Paketbox überwacht werden, ob ein austauschfähiges Passiv-Kühlelement zur Paketkühlung in die Paketbox eingesetzt ist. Dieser Grundgedanke kann nun auf vielfältige Weise ausgeführt und/oder verfeinert werden.

Als Passiv-Kühlelemente kommen u. A. die an sich und in vielfältiger Machart bekannten Kühl-Akkus in Betracht, wie z. B. handelsübrige Kühl-Akkus mit Gel. Es werden vorzugweise unterschiedliche Kühltemperaturen ausgewählt, um dem Temperaturbedarf der zu kühlenden Ware zu entsprechen. Bei bekannten Kühl- Akkus lässt sich z. B. der Schmelzpunkt des Gels einstellen. Für normal gekühlte Ware ist hier ein Schmelzpunkt bei +2°C optimal da man dann auch Hackfleisch und Fisch in den Paketboxen Zwischenlagern kann. Bei tiefzukühlender Ware kann z. B. -18°C als Schmelzpunkt festgelegt sein .

Als kommunikationsfähiges Übertragungsmittel kommen berührend als auch berührungslos arbeitende Mittel in Betracht. Erstere (berührend arbeitende Übertragungsmittel) können z.B. mechanisch oder elektrisch wirksame Kontaktflächen des Passiv-Kühlelementes umfassen von denen die letzteren (elektrisch wirksame Kontaktflächen) es bei geringem Geräteaufwand gestatten, eine drahtgebundene Übermittlung von Daten an das Empfangsmittel der Paketbox zu bewirken. Zweitere (berührungslos arbeitende Übertragungsmittel) gestatten auch die Übertragung von Identcodes und sind u. A. als BLE ( Bluetooth low energy) Tags, RFID(RadioFrequenzjdentifikation)-tags oder als NFC(NearFieldCommunication)- tags weitläufig und in vielfältiger Form und insbesondere als Transponder oder Funketikette in Sender-Empfänger-Systemen zum automatischen berührungslosen Identifizieren und Lokalisieren von Objekten mit Radiowellen bekannt. Während RFID Lesegeräte derzeit noch sehr teuer sind, ist die derzeit wirtschaftlichere Lösung eine Verwendung von BLE-Tags für die drahtlose, oder die drahtgebundene Daten-Übermittlung an das Empfangsmittel.

Als kommunikationsfähige Empfangsmittel kommen wiederum sowohl berührend als auch berührungslos arbeitende Mittel in Betracht. Erstere können z.B. mit den vorerwähnten Kontaktflächen des Passiv-Kühlelementes zusammenwirkende Schalter umfassen. Zweitere gestatten auch die Übertragung von Kennungen (Identcodes) des jeweiligen Passiv-Kühlelementes, wie RFDI-Lesegeräte und können Bestandteil z. B. von vorerwähnten Sender-Empfänger-Systemen zum automatischen berührungslosen Identifizieren und Lokalisieren von Objekten mit Radiowellen sein.

Als Sendemittel zum Senden der Anwesenheits-Daten der oder des Passiv- Kühlelemente/s nach außerhalb der Paketbox kommen u. A. WLAN (Wireless Local Area Network), WIFI (Wie WLAN) , LoRA (aus loRaWAN - Low-Power Wide-Area Network), GSM (Global System Mobile Communications), NB-loT (Narrow Band Internet of Things) in Betracht. Es ist auch im Sinne der Erfindung, wenn das Empfangs- und/oder Sendemittel, wie ein NB-loT oder LoRa Chip, direkt in, auf oder an dem mindestens einen austauschfähigen Passiv-Kühlelement vorgesehen ist. Dies würde eine direkte Verbindung zwischen dem/den austauschfähigen Passiv-Kühlelement/en und dem Internet gestatten, also ohne ein separates Sendemittel in der Paketbox oder Paketboxanlage. Das Übertragungsmittel, das Empfangsmittel und/oder das Sendemittel können ein kombiniertes Mittel oder auch ein integrierter Baustein sein.

Passiv-Kühlelemente mit einem daran befestigten kommunikationsfähigen RFID tag sind ansich aus der, sich auf eine mittels kompressorbetriebenen Kühlmittelkreisläufen aktiv kühlbare Kühlanlage beziehende, WO 2018/064364 bekannt, die dazu dienen soll, die Passiv-Kühlelemente nicht auf eine fixe Erstarrungstemperatur sondern auf solche, voneinander verschiedene schmale Temperaturbereiche herunterzu kühlen oder in diesen kühl zu halten, wie sie für temperatursensible Medikamente, wie verschiedene Impfstoffe für deren maximale Wirksamkeit erforderlich sind.

Schließlich können erfindungsgemäße Paketboxen auch zu mehreren, insbesondere zu sogenannten Paketstationen (auch als Packstationen bekannt) zusammengefasst sein. Unter Paketboxen werden im Sinne der Erfindung auch Fächer einer Paketboxanlage, wie z. B. einer Packstation verstanden.

In Weiterbildung der Erfindung können auch Temperaturdaten der Passiv- Kühlelemente und/oder des mindestens einen Innenraumes der Paketbox und/oder der/des zu kühlenden Pakete/s erfassen und nach außerhalb der Paketbox kommuniziert werden.

Der Aufbau einer erfindungsgemäßen Paketbox kann in verschiedener Weise aus geführt sein: Bevorzugt weist eine erfindungsgemäße Paketbox wärmeisolierte Wandungen auf. Dies ist sowohl mit von Hause aus wärmeisolierenden Wandungen möglich als auch mit wärmeisolierenden Innenbehältern. Für eine Zwischenlagerung von einem oder mehreren zu kühlenden, insbesondere von unterschiedlich stark zu kühlenden Paket/en in der Paketbox, kann die Paketbox, wie an sich be kannt, in mindestens einer Ebene Führungen zur Aufnahme mindestens eines Raum-Trenners aufweisen. Hierbei kann es sich z. B. um ein mit Isolierung ausge stattetes Regalbrett handeln, um das mindestens eine austauschfähige Passiv- Kühlelement einigermaßen davon abzuhalten, Kälte nach oben oder unten abzugeben und/oder um Frostschäden auf sensiblen Produkten zu vermeiden. Ein Passiv- Kühlelement kann dann auf der Unterseite des Raum-Trenners vorgesehen, insbe sondere festgemacht sein. Ein Raum-Trenner kann auch aus dem mindestens einen austauschfähigen Passiv-Kühlelement bestehen und gewünschten Falls zur Bildung von Kühlabteilungen dienen.

Eine entscheidende Verbesserung wird dadurch erzielt, dass der Raum-Trenner und/oder das mindestens eine Passiv-Kühlelement einen inneren Querschnitt der Paketbox umlaufend kältedichtend ausfüllt. Dieser Lösungsgedanke ist von eigenständig erfinderischer Bedeutung.

Die Erfindung schlägt hinsichtlich eines gattungsgemäßen Verfahrens zum Kühlen einer Paketbox mittels mindestens eines austauschfähigen Passiv-Kühlelementes, wie mittels eines Kühl-Akkus, während einer Zwischenlagerung von einem oder mehreren zu kühlenden Paket/en in der Paketbox vor, dass mindestens ein an und/oder in der Paketbox installiertes Empfangsmittel die Anwesenheit mindestens eines die erforderliche Kühlung der/des zu kühlenden Pakete/s gestattendes austauschfähiges Passiv-Kühlelementes beim oder unmittelbar nach dem Einlegen der/des zu kühlenden Pakete/s in die Paketbox detektiert. Für die Prozesssicherheit der Zwischenlagerung kann es von Vorteil sein, wenn das Empfangsmittel eine Freigabe der Zwischenlagerung bei ordnungsgemäß vorhandenem Passiv-Kühlelement in der Paketbox direkt oder indirekt veranlasst. So kann z. B. bei Verwendung eines ungeeigneten Passiv-Kühlelementes der Fehler vor dem Schließen der Paketbox noch beseitigt werden.

Gewünschten Falls kann das mindestens eine oder mindestens ein weiteres an und/oder in der Paketbox installiertes Empfangsmittel die Anwesenheit des mindestens einen oder der mehreren zu kühlenden Pakete/s beim oder unmittelbar nach dem Einlegen der/des zu kühlenden Pakete/s in die Paketbox detektieren. Das mindestens eine oder mindestens ein weiteres Empfangsmittel kann eine Freigabe der Zwischenlagerung direkt oder indirekt veranlassen, wenn das oder die zu kühlenden Paket/e ordnungsgemäß in die Paketbox eingelegt sind

Die vorgenannten sowie die beanspruchten und in den Ausführungsbeispielen beschriebenen erfindungsgemäß zu verwendenden Bauteile und Verfahrensschritte unterliegen in ihrer Größe, Formgestaltung, Materialauswahl und technischen Konzeption keinen besonderen Ausnahmebedingungen, so dass die in dem Anwendungsgebiet bekannten Auswahlkriterien uneingeschränkt Anwendung finden können

Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile des Gegenstandes der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen, sowie aus der nachfolgenden Beschreibung der zugehörigen Zeichnung und Tabelle, in der - beispielhaft - ein Ausführungsbeispiel einer Paketbox dargestellt ist. Auch einzelne Merkmale der Ansprüche oder der Ausführungsformen können mit anderen Merkmalen anderer Ansprüche und Ausführungsformen kombiniert werden.

FIGURENKURZBESCHREIBUNG

In der Zeichnung zeigen:

Fig. 1 eine Paketbox in einer ersten Vertikalschnittansicht - Schnitt entlang der Linie l-l gemäß Figur 2; Fig. 2 dieselbe Paketbox in einer Frontseitenansichtbei ohne (die fortgelassene) Fronttüre sowie

Fig. 3 von derselben Paketbox eine perspektivische Detailansicht einer darin einsetztbaren Isolierbox.

DETAILLIERTE BESCHREIBUNG VON AUSFÜHRUNGSBEISPIELEN

Aus Figuren 1 und 2 ist ersichtlich: eine Paketbox 10 wie sie - bis auf die Kühltechnik - aus der WO 2002 058519 A1 bekannt ist. Ein austauschfähiges Passiv- Kühlelement 20, hier in Gestalt eines gelgefüllten Kühl-Akkus, dient für eine Zwischenlagerung von einem oder mehreren zu kühlenden Paket/en in der Paketbox. Das mindestens eine Passiv-Kühlelement ist mit einem mit der Paketbox kommunikationsfähigen Übertragungsmittel 21 versehen, und zwar, beispielhaft, in Gestalt eines an sich bekannten„RFID-Funketiketts“. In dem RFID-Funketikett kann eine einmalige Kennung zur Identifizierung des Passiv-Kühlelements 20 gespeichert sein, die u. A. auch Auskunft über den Schmelzpunkt des verwendeten Gels geben kann. Das mindestens eine Übertragungsmittel 21 kann, wie aus allen Figuren (mit duchgezogenen oder gestrichelten Linien) ersichtlich, an sehr unterschiedlichen Stellen des austauschfähiges Passiv-Kühlelements 20 vorgesehen sein.

Die in Figuren dargestellten Proportionen sind allein mit Blick auf gute Verstehbar- keit gewählt.

An der Paketbox ist, wie aus Fig.2 ersichtlich, ein mit dem Übertragungsmittel 21 kommunikationsfähiges Empfangsmittel 1 1 angebracht. Dabei kann es sich um ein handelsübliches Lesegerät für die Erkennung und ggf. für das Auslesen des Übertragungsmittels 21 sein. Das Empfangsmittel 1 1 ist bevorzugt in ein Steuergerät 16 integriert, wie es an sich aus der WO 2002 058519 A1 bekannt ist. Ein Sendemittel 12 der Paketbox, wie es an sich aus der WO 2002 058519 A1 bekannt ist, kann gesondert angeordnet, aber auch in das Steuergerät 16 oder das Empfangsmittel 1 1 integriert sein. Das Sendemittel 12 ist das dazu geeignet eine feststellte Anwesenheit oder Abwesenheit des mindestens einen austauschfähigen Passiv- Kühlelementes 20 innerhalb der Paketbox nach außerhalb der Paketbox zu übertragen. Das Gleiche (Übertragungsmöglichkeit) gilt gewünschten Falls auch für eine etwa festgestellte Identität des austauschfähigen Passiv-Kühlelementes 20 und/oder von weiteren Signalen. Letztere können von gesonderten (hier nicht dargestellten da allgemein bekannten) Temperatursensoren stammen, die innerhalb der Paketbox 10 oder an dem oder in dem Übertragungsmittel 21 angeordnet sein können.

Die Paketbox 10 kann mit wärmeisolierten Wandungen 10A bis 10F allseitig ausgestattet sein. Die Wandung 10F stellt eine/die Türe der Paketbox 10 dar. In mindestens einer Ebene 13A, ... können Führungen 14A, ... zur Aufnahme des mindestens einen austauschfähigen Passiv-Kühlelementes und gewünschten Falls zur Bildung von Abteilungen 15A, ... vorgesehen sein. Unter Führungen ist alles zu verstehen, was es ermöglicht, ein austauschfähiges Passiv-Kühlelement in einer gewünschten Position innerhalb des Inneren der Paketbox 10 zu halten, und zwar in der Regel auch, wenn zwischenzulagernde Pakete eingelegt sind.

Die Führungen können alternativ oder ergänzend - und sind bevorzugt - an einer Isolierbox 17A, 17B vorgesehen sein, die, wie dargestellt, im Inneren der Paketbox 10 Platz finden und insbesondere nur bei Bedarf darin eingesetzt werden kann. Der Teil 17A einer eigenständigen Isolierbox 17A, 17B ist aus Figur 3 ersichtlich. Die als Türe dienende Wandung 10F der Paketbox 10 trägt - ggf. lösbar - den Teil 17B der Isolierbox. Dieses Isolierboxkonzept ist von eigenständig erfinderischer Bedeutung. Eine eigenständige Wärmeisolierfunktion der die Isolierbox 17A, 17B umhüllenden Paketbox 10 kann somit entbehrlich sein. Korrespondierend konische Kontaktflä chen 18A,B zwischen den Teilen 17A und 17B der Isolierbox, wie sie sich aus den Figuren 1 bis 3 ergeben, können u. A. das Schließen und Wärmedichten der Isolierbox weiter verbessern.

Vorzugsweise ist vorgesehen, dass das mindestens eine Passiv-Kühlelement einen inneren Querschnitt der Paketbox umlaufend kältedichtend ausfüllt. Damit können unterschiedliche Temperaturzonen innerhalb der Paketbox erzeugt und vergleichsweise lange aufrecht erhalten werden. Funktions- und Betriebsweisen:

Um für alle Teilnehmer eines Bestell-, Liefer- und Zustell-Prozesses von kühlungsbedürftigen Waren unter Verwendung von Paketboxen ein Optimum an Sicherheit in allen Ablaufschritten zu gewähren, muss der Zusteller im Voraus wissen, ob die dem Empfänger zugeordnete oder zuzuordnende Paketbox für den Empfang von gekühlten/tiefgefrorenen Produkten bereit ist. Es muss sichergestellt werden, dass der Zusteller die Paketbox korrekt bedient hat und dass die Produkte in die Paketbox mit der/den für die Produkte entsprechende Temperatur/en auch zugestellt sind. Letztlich sollte eine Temperaturüberwachung während der Verweildauer (Zwischenlagerungsperiode) in der Paketbox - möglichst bis zur Entnahme der Produkte - stattfinden. Temperatur-Abweichungen sollten den Paketbox- Benutzern/Prozessbeteiligte möglichst sofort mitgeteilt werden.

Um auf dieses Sicherheit-Niveau zu kommen, sollte die Paketbox eine entsprechende Isolierung und Einrichtungen haben, die das Einschieben von Passiv- Kühlelementen, wie Kühl-Akkus ermöglichen. Vorteilhaft sind Sensoren, die die Temperaturen in den verschiedene Temperaturzonen in der Paketbox überwachen können. Um die Messresultate an den Paketbox-Benutzer/Prozessbeteiligte zu kommunizieren, verfügt die Paketbox vorteilhafterweise über eine Anbindung zum Internet. Im Backend der Bestell- und Lieferkette werden die Prozessschritte vor teilhafterweise überwacht und entsprechend der jeweiligen Relevanz den Prozessbeteiligte per Email, SMS oder über eine App oder API mitgeteilt.

Da es bei Bestellungen von Lebensmittel oft auch zur gleichzeitigen Bestellungen von Tabak und/oder alkoholischen Getränken kommt, kann eine Prozedur zur Einhaltung der Jugendschutzgesetzte vorgesehen sein.

Wenn einen Endverbraucher kühlpflichtige Lebensmittel über das Internet bestellt und möchte, dass diese in einer vor seiner Wohn- oder seinem Geschäftssitz platzierten Paketbox zugestellt werden, müssen die Zusteller sich sicher sein, dass auch eine entsprechende Kühlvorrichtung vorhanden ist. Bei dem in den Figuren dargestellten Ausführungsbeispiel handelt es sich um eine aus Kunststoff hergestellte doppelwandige Paketbox die mit einer inneren Box aus einem Isolierschaum oder aus einem Material mit ähnlicher Funktion nachgerüstet werden kann. Die Tür die auch aus Kunststoff hergestellt und doppelwandig ist, sollte geeignet sein oder über Mittel verfügen, um im Bedarfsfall an der Tür- Innenseite eine Wärmeisolierstoffplatte zu befestigen. Man kann aber auch eine von Hause aus voll isolierter Paketbox verwenden.

Eine Internet-Verbindung der Paketbox kann z. B. über WLAN/WiFi (Wireless Local Area Network) , LoRA WAN (Long Range Wide-Area Network), GSM (Global System Mobile Communications), NB-loT (Narrow Band Internet of Things) oder eine für Datenübermittlung geeignete Technologie erfolgen. Diese kann, aber muss nicht, an ein Stromnetz oder das Internet über Kabel angeschlossen sein. In einer bevorzugten Ausführung wird die Paketbox mit Batterien betrieben.

Das Innere der Paketbox bzw. der in sie ersetzbaren Wärmeisolierbox einschließlich der auf der Innenseite der Tür befestigten Wärmeisolierstoffplatte, wie z. B. aus Wärmeisolierschaum, können so gestaltet sein, dass beim Schließen keine Kältebrücken entstehen können. Das kann z. B. mit einem speziellen Profil erreicht werden, durch das die (Tür)Platte zum Inneren der Box besser schließt. Oder man verwendet eine Schließvorrichtung, die die (Tür)Platte und die Box so kräftig an einander hält, dass es nicht zu Kältebrücken kommt.

Die austauschfähigen Passiv-Kühlelemente sind besonders bevorzugt mit BLE(Bluetooth low energy)-, RFID- oder NFC-Tags ausgestattet die, wie weiter bevorzugt, als Temperatur-Sensoren ausgestaltet sind oder solche umfassen. Jedes austauschfähige Passiv-Kühlelement ist dann über sein BLE- RFID- oder NFC-Tag oder eine ähnliche kommunikationsfähige Funktionalität eindeutig zu identifizieren.

Bei einer Waren-Bestellung wird ein Zuliefercode der Paketbox vorzugsweise per Internet mitgeteilt. Dieser Zuliefercode beinhaltet, außer einem Türöffnungscode, auch eine Mitteilung an die Paketbox, die Bereitschaft für eine Lebensmittel Lieferung zu prüfen. Über die in der Paketbox eingebaute Logik oder Steuerung, löst der von der Paketbox empfangene Zuliefercode eine Bereitschafts-Überprüfung aus. Der Logik oder Steuerung prüft ob, oder ob nicht, ein oder mehrere zum Tausch bereite austauschfähige Passiv-Kühlelement/e in der Paketbox vorhanden sind, und meldet diese Information z. B. über einen Cloud-Software-Dienst im Internet an den Zusteller.

Falls kein/e austauschfähiges/en Passiv-Kühlelement/e zum Tauschen in der Box ist/sind, wird der Paketboxbenutzer z.B.per Email, App oder SMS gebeten dafür zu sorgen, dass zunächst einmal ein oder mehrere unaufgeladene austauschfähige/s Passiv-Kühlelement/e oder ein oder mehrere bereits auf Soll-Niveau aufgeladene („gekühlte“) austauschfähige/s Passiv-Kühlelement/e in der Paketbox platziert werden.

Fällt die Überprüfung positiv aus, oder nachdem der Paketbox-Benutzer dafür gesorgt hat, dass ein oder mehrere auf- oder unaufgeladene/s austauschfähige/s Passiv-Kühlelement/e in der Paketbox platziert wurde/n, meldet die Paketbox diese Empfangsbereitschaft z. B. an das “Backend“, welches wiederrum den Etailer und/oder Logistiker über die Bereitschaft der Paketbox informiert.

Der Logistiker kann jetzt zu der betreffenden Paketbox fahren, um die Lieferung durchzuführen. Dabei bringt der Logistiker die gewünschte Anzahl an auf die not- wendige/gewünschte/n Temperatur/en gekühlte/n austauschfähigen Passiv- Kühlelemente mit. Nach dem Öffnen der Paketbox, nimmt der Logistiker das/die für einen etwaigen Austausch vorgesehene/n austauschfähige/n Passiv-Kühlelement/e aus der Paketbox heraus und platziert das/die mitgebrachte/n gekühlte/n austauschfähige/n Passiv-Kühlelement/e in der Paketbox zusammen mit dervom Paketboxbenutzer bestellten Ware. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass Tiefkühlprodukte getrennt von der sogenannten Kühlware der etwaigen Ware ohne Kühlbedarf in die Paketbox kommen. Da Kälte nach unten sinkt, ist es optimal immer Tiefkühlware unten zu platzieren, Kühlware in der Mitte und nicht kühlpflichtige Ware ganz oben.

Da es nicht vorhersehbar ist wie viel Tiefkühlplatz, gekühlter Platz und/oder nicht gekühlter Platz im Einzelfall benötigt wird, kann das Innere der Paketbox so gestaltet sein, dass das/die austauschfähige/n Passiv-Kühlelement/e in verschiedenen Höhen in den Paketbox platziert werden kann/können. Nur bezüglich ihres Gesamtvolumens hat die Paketbox eine Begrenzung das je nach Box-Größe unterschiedlich sein kann.

Wenn das/die austauschfähige/n Passiv-Kühlelement/e und die bestellte/n Ware/n in der Paketbox ist/sind, wird die Tür geschlossen. Um Kältebrücken zwischen den ggf. verschiedenen Temperaturzonen auch innerhalb der Paketbox zu vermeiden, sind die austauschfähigen Passiv-Kühlelemente und/oder die Paketbox in ihren entsprechenden Höhenniveaus umlaufend kältedichtend ausgeführt, also auch im Bereich der Türplatte. Dies kann z. B. mit geeigneten Dichtprofilen erfolgen, die eine komplett umlaufend geschlossene und abgedichtete Trennung zwischen den Temperaturzonen sicherstellt.

In der Regel nachdem die Tür der Paketbox geschlossen ist, wird die Temperaturüberwachung aktiv. Dies wird in der Logik der Paketbox ausgelöst. Um unzureichende Anfangstemperaturen sozusagen auszublenden, wird die Temperaturüberwachung vorzugsweise erst nach einem passenden Zeitraum aktiv oder wirksam.

Die Temperaturüberwachung erfolgt z, B, über im Inneren der Paketbox eingebaute Sensoren. Die Sensoren sind so platziert, dass nur ein Minimum an Sensoren je Höhenniveau erforderlich ist. Vorzugsweise liefert die erste Messung der Paketbox- Logik die Indikation darüber wie hoch der Tiefkühlraum ist und wie hoch der gekühlte Bereich ist. Alle folgenden Messungen werden mit dieser/n initialen Messung/en verglichen, um bei Abweichungen die Beteiligten soweit wie erforderlich darüber zu informieren.

Wenn der Paketboxbenutzer die Ware entnimmt, kann die Paketbox eine Mitteilung an das„Backend“ versenden, das wiederrum alle Beteiligte soweit erforderlich darüber informiert. Danach schaltet die Paketbox z.B. auf Schlaf-Modus bis es einer neuen Belieferung der betreffenden Paketbx kommt. Die Temperaturüberwachung kann solange ausgeschaltet werden, um u. A. Strom zu sparen. BEZUGSZEICHENLISTE

10 Paketbox

10A-10F Wandungen

11 Empfangsmittel

12 Sendemittel

13A-13E Ebenen

14A-14E Führungen

15A-15D Abteilungen

16 Steuermittel

17A, 17B Isolierbox

18A, 18B Kontaktflächen

20 Passiv-Kühlelement

21 Übertragungsmittel

22 Temperatursensoren