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Title:
PACKAGING FOR FILMS WHICH CONTAIN ACTIVE SUBSTANCES, AND METHOD FOR PRODUCING IT
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2008/028560
Kind Code:
A1
Abstract:
A packaging (10) for films (1, 1') which contain active substances, which packaging (10) comprises a carrier layer (8) and a covering layer (7) which is connected releasably to the latter, has two surface regions (3, 3') in a paired arrangement which lie opposite one another, are separated from one another by a web (5) and within which the covering layer (7) is not connected to the carrier layer (8), as a result of which two spaces which are separate from one another and are enclosed on all sides are formed for receiving said films (1, 1') in pairs. There is a further surface region (4) within said web (5), in which further surface region (4) the carrier layer is not connected to the covering layer, as a result of which a hollow space (4a) which is enclosed on all sides is formed. There is at least one perforation line (6, 6') within the web (5).

Inventors:
KRUMME, Markus (9 Rose Way, Randolph, NJ, 07869, US)
Application Number:
EP2007/007333
Publication Date:
March 13, 2008
Filing Date:
September 06, 2007
Export Citation:
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Assignee:
LTS LOHMANN THERAPIE-SYSTEME AG (Lohmannstr. 2, Andernach, 56626, DE)
KRUMME, Markus (9 Rose Way, Randolph, NJ, 07869, US)
International Classes:
B65D75/34; B65D75/58; G03F1/90; A61J1/03
Attorney, Agent or Firm:
FLACCUS, Rolf-Dieter (Bussardweg 10, Wesseling, 50389, DE)
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Claims:

Ansprüche

1. Verpackung für Wirkstoffhaltige Filme, die eine Trägerschicht und eine mit dieser lösbar verbundene Deck- schicht aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß

- die Verpackung in einer paarweisen Anordnung zwei gegenüberliegende, durch einen Steg voneinander getrennte Flächenbereiche aufweist, innerhalb welcher die Deckschicht nicht mit der Trägerschicht verbunden ist, wodurch zwei voneinander getrennte, allseitig umschlossene Räume zur paarweisen Aufnahme der genannten Filme gebildet werden;

- innerhalb des genannten Stegs ein weiterer Flächenbereich vorhanden ist, in welchem die Trägerschicht nicht mit der

Deckschicht verbunden ist, wodurch ein allseitig umschlossener Hohlraum gebildet wird;

- innerhalb des Stegs mindestens eine Perforationslinie vorhanden ist.

2. Verpackung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Perforationslinie (n) oder zumindest eine der Perforationslinien sowohl in der Trägerschicht als auch in der Deckschicht angebracht ist/sind.

3. Verpackung nach Anspruch 1 oder 2 , dadurch gekennzeichnet, daß die Perforationslinie (n) oder zumindest eine der Perforationslinien in dem zwischen dem Außenrand der Verpackung und dem genannten weiteren Flächenbereich liegenden Bereich angeordnet ist/sind.

4. Verpackung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Perforationslinie (n) nicht bis an den Außenrand der Verpackung heranreicht bzw. heranreichen.

5. Verpackung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Perforationslinie (n) oder zumindest eine der Perforationslinien nicht bis an den genannten weiteren Flächenbereich heranreicht bzw. heranreichen.

6. Verpackung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Perforationslinie (n) oder zumindest eine der Perforationslinien bis an den genannten weiteren Flächenbereich heranreicht oder sich in diesen hinein erstreckt.

7. Verpackung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Summe der Flächen der zwei gegenüberliegenden Flächenbereiche, welche die Räume zur Aufnahme der genannten Filme bilden, mindestens 50 %, vorzugsweise mindestens 60 %, der Gesamtfläche der Verpackung beträgt.

8. Verpackung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Fläche des genannten weiteren Flächenbereichs nicht mehr als 50 %, vorzugsweise nicht mehr als 20 %, besonders bevorzugt nicht mehr als 15 % der Summe der Flächen der zwei gegenüberliegenden Flächenbereiche, welche die Räume zur Aufnahme der genannten Filme bilden, beträgt.

9. Verpackung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die zwei gegenüberliegenden

Flächenbereiche, welche die Räume zur Aufnahme der genannten Filme bilden, dieselbe Größe und dieselbe geometrische Form aufweisen.

10. Verpackung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Trägerschicht vollflächig mit der Deckschicht verbunden ist, mit Ausnahme der genannten Flächenbereiche.

11. Verpackung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen einem jeden der beiden Flächenbereiche, welche die allseitig umschlossenen Räume zur Aufnahme der genannten Filme bilden, und dem jeweils benachbarten Außenrand der Verpackung ein Bereich vorhanden ist, innerhalb dessen die Trägerschicht mit der Deckschicht verbunden ist und der eine Breite von 3 bis 7 mm, vorzugsweise 4 - 5 mm aufweist.

12. Verpackung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Summe der Flächenbereiche, in denen die Deckschicht mit der Trägerschicht verbunden ist, nicht mehr als 25 %, vorzugsweise nicht mehr als 20 % beträgt.

13. Verpackung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die zwei gegenüberliegenden

Flächenbereiche, welche die Räume zur Aufnahme der genannten Filme bilden, dieselbe Größe und dieselbe geometrische Form aufweisen und in Bezug auf die Längsrichtung der Verpackung symmetrisch angeordnet sind, und daß die Breite des zwischen den beiden Flächenbereichen befindlichen Steges der doppelten Breite des Randes entspricht, der zwischen

einem stirnseitigen Außenrand der Verpackung und dem angrenzenden Flächenbereich, der zur Aufnahme des genannten Filmes bestimmt ist # verläuft.

14. Verpackung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der genannte weitere Flächenbereich eine längliche Form aufweist.

15. Verpackung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der genannte weitere Flächenbereich eine wellenförmige oder sägezahnförmige Kontur aufweist.

16. Verpackung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die genannten lösbaren Verbindungen durch Siegelnähte oder Siegelflächen gebildet sind.

17. Verpackung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß sie mindestens eine Falz- oder Knicklinie aufweist, die in Längsrichtung der Verpackung verläuft und die genannte Perforation berührt oder schneidet.

18. Verpackung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß sie eine kindergesicherte, nichtwiederverschließbare Verpackung ist.

19. Verpackung nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß sie kindersicher gemäß DIN EN 14375 oder/und ASTM D3475-03a ist.

20. Verwendung einer Verpackung nach einem der vorangehenden Ansprüche zum Verpacken von Wirkstoffhaltigen Filmen.

21. Verwendung nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, daß die Verpackung zum kindersicheren Verpacken von wirk- stoffhaltigen Filmen verwendet wird.

22. Verfahren zum Verpacken von Wirkstoffhaltigen Filmen, wobei das Verfahren folgende Schritte aufweist:

- Bereitstellen einer TrägerSchicht;

- Positionieren zweier wirkstoffhaltiger Filme in paarweiser Anordnung auf der Trägerschicht;

- Bedecken der Trägerschicht und der darauf befindlichen wirkstoffhaltigen Filme mit einer Deckschicht;

- Verbinden von Trägerschicht und Deckschicht mittels einer lösbaren Verbindung, und zwar in der Weise, daß die beiden Flächenbereiche, welche die wirkstoffhaltigen Filme einschließen, vollständig von einem Randbereich umgeben werden, in dem die Trägerschicht mit der Deckschicht verbunden ist, wodurch zwei allseitig umschlossene Räume gebildet werden, die die beiden Filme enthalten, sowie ein zwischen diesen Räumen liegender Steg, und daß das Verbinden von Trägerschicht und Deckschicht ferner in der Weise erfolgt, daß die Verpackung im Bereich des zwischen den beiden genannten Flächenbereichen vorhandenen Steges einen weiteren Flächenbereich aufweist, in welchem die Trägerschicht nicht mit der Deckschicht verbunden ist;

- Erzeugen mindestens einer Perforationslinie innerhalb des Stegs.

23. Verfahren nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, daß die zwei gegenüberliegenden Flächenbereiche, welche die Räume zur Aufnahme der genannten Filme bilden, dieselbe Größe und dieselbe geometrische Form aufweisen und in Bezug auf die Längsrichtung der herzustellenden Verpackung symmetrisch angeordnet werden, und daß der zwischen den beiden Flächenbereichen befindliche Steg in der Weise ausgebildet wird, daß seine Breite der doppelten Breite des Randes entspricht, der zwischen einem stirnseitigen Außenrand der Verpackung und dem angrenzenden Flächenbereich, der zur Aufnahme des genannten Filmes bestimmt ist, verläuft.

24. Verfahren nach Anspruch 22 oder 23, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindung zwischen Trägerschicht und Deckschicht durch Siegelung erzeugt wird, insbesondere unter Verwendung eines peelfähigen Siegellackes.

25. Verfahren nach einem der Ansprüche 22 bis 24, dadurch gekennzeichnet, daß eine Verpackung mit den in den Ansprü- chen 1 bis 19 beschriebenen Merkmalen hergestellt wird.

Description:

Verpackung für wirkstoffhaltige Filme und Verfahren für deren Herstellung

Die Erfindung betrifft Verpackungen für wirkstoffhaltige Filme, insbesondere für Filme mit pharmazeutischen Wirkstoffen. Sie betrifft ferner die Verwendung dieser Verpackungen zum Verpacken von wirkstoffhaltigen Filmen, sowie Herstellungsverfahren, mit denen die erfindungsgemäßen Ver- packungen erhalten werden können. Die erfindungsgemäßen Verpackungen eignen sich insbesondere zum kindersicheren Verpacken von wirkstoffhaltigen Filmen.

In der Arzneimitteltherapie werden neben den bekannten Darreichungsformen, wie Tabletten, Kapseln etc., auch wirkstoffhaltige Filme, sogenannte „Wafer", zur Verabreichung von Arzneistoffen verwendet, vor allem zur oralen Verabreichung. Es handelt sich hierbei um dünne Plättchen oder Streifen aus einem wirkstoffhaltigen Film, wobei diese Plättchen oder Streifen in ihrer Dicke und den Abmessungen auf die abzugebende Wirkstoffmenge abgestimmt sind. Ein Wafer ist im allgemeinen flexibel, weich, von geringem Gewicht und reißfähig. Die Gesamtdicke eines derartigen filmförmigen Arzneimittels kann 5 μm bis 5 mm betragen, üblicherweise 50 μm bis 1 mm. Die Flächenform kann rund, oval, drei- oder viereckig, oder auch vieleckig gestaltet sein oder eine beliebig gerundete Form aufweisen. Als Wirkstoffe kommen Arzneistoffe aller Klassen in Betracht, beispielsweise Analgetika oder Psychopharmaka, oder auch Niko- tin zur Raucherentwöhnung. Der im wirkstoffhaltigen Film enthaltene Wirkstoff wird nach der Verabreichung an einen

Patienten aus dem Film freigesetzt und kann danach resorbiert werden.

Aufgrund des Wirkstoffgehalts der wirkstoffhaltigen Filme ist es wünschenswert oder sogar zwingend erforderlich, diese in einer solchen Weise zu verpacken, daß sie nicht von Unbefugten, insbesondere von Kindern, entnommen und eingenommen oder verschluckt werden können. Zumindest sollte der öffnungsvorgang erschwert oder verzögert werden; anderer- seits soll eine solche kindersichere Verpackung dennoch für Erwachsene ohne größere Mühen und ohne Zuhilfenahme von Werkzeugen zu öffnen sein.

Bei einem bereits bekannten Produkt (Theraflu®, Novartis AG) ist ein wirkstoffhaltiger Filmstreifen zwischen einer Träger- und einer Deckschicht eingeschlossen, die durch Siegelnähte miteinander verbunden sind. Eine derartige Verpackung (90) ist in Fig. 1 in Draufsicht schematisch dargestellt. Die beiden Packstoffbahnen (Träger- und Deck- schicht) sind im Bereich der schraffierten Flächen miteinander versiegelt. Die Verpackung weist einen äußeren Siegelrand (92) auf, sowie einen Steg (95), der den Innenraum des so gebildeten Beutels in zwei Kompartimente (93, 94) unterteilt. Der erste Raum (93) enthält den verpackten, wirkstoffhaltigen Filmstreifen (91), der zweite Raum (94) ist leer und dient der Ausbildung einer kindersicheren Aufreißhilfe. Zu diesem Zweck ist die Verpackung in einem Bereich des gesiegelten Außenrandes mit einer Perforation oder Stanzung (96) versehen, die vom Außenrand beabstandet ist. Zum öffnen der Verpackung muß diese entlang der Linie (y) geknickt werden, wodurch das Einreißen der Verpackung

entlang der Linie (x) ermöglicht wird, die durch den Flächenbereich des zweiten Raumes (94) verläuft. Durch das Einreißen bzw. Abreißen werden frei zugängliche Kanten der Träger- und Deckschicht gebildet, die als Anfaßhilfe dienen und das Abziehen der Deckschicht von der Trägerschicht ermöglichen, wodurch der Verpackungsinhalt (91) zugänglich wird. Die konstruktionsbedingte Erschwerung des öffnungs- vorgangs trägt wesentlich zur Kindersicherheit der Verpackung bei .

Allerdings weist die vorstehend beschriebene bekannte Verpackung auch erhebliche Nachteile auf. Da die für die Ausbildung der Aufreißhilfe (94) benötigte Fläche relativ groß ist und ca. 30 % der Fläche des für die Aufnahme des FiIm- Streifens bestimmten Kompartiments (93) beträgt, ist der

Materialaufwand - bezogen auf die Größe des zu verpackenden Filmstreifens - zu groß und erhöht die Produktionskosten. Die zum Einschließen des Packguts nutzbare Fläche (93) ist - bezogen auf die Gesamtfläche der Verpackung - zu niedrig und liegt bei ca. 40 %. Dies bedeutet nicht nur einen erhöhten Materialverbrauch bei der Herstellung, sondern auch einen erhöhten Platzbedarf bei der Lagerung.

Hinzu kommt, daß bei der vorstehend beschriebenen Verpa- ckung die Siegelnähte, durch welche Träger- und Deckschicht miteinander lösbar verbunden sind, einen beträchtlichen Anteil an der Gesamtfläche der Verpackung haben, nämlich ca. 30 %. Infolgedessen muß die Produktionsgeschwindigkeit entsprechen reduziert werden, was wiederum eine Steigerung der Produktionskosten zur Folge hat.

Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung bestand deshalb darin, eine Verpackung für wirkstoffhaltige Filme sowie ein hierfür geeignetes Herstellungsverfahren bereitzustellen, wobei diese Verpackung ein kindersicheres Verpacken von wirkstoffhaltigen Filmen ermöglichen soll, jedoch unter

Vermeidung oder Verminderung der vorstehend genannten Nachteile. Insbesondere bestand die Aufgabe darin, den Materialeinsatz zu verringern, die Produktionsgeschwindigkeit zu erhöhen, und eine bessere Flächenausnutzung der Verpackung zu ermöglichen.

Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe gelöst durch eine Verpackung für wirkstoffhaltige Filme, die eine Trägerschicht und eine mit dieser lösbar verbundene Deckschicht aufweist, wobei

- die Verpackung in einer paarweisen Anordnung zwei gegenüberliegende, durch einen Steg voneinander getrennte Flächenbereiche aufweist, innerhalb welcher die Deckschicht nicht mit der Trägerschicht verbunden ist, wodurch zwei voneinander getrennte, allseitig umschlossene Räume zur paarweisen Aufnahme der genannten Filme gebildet werden;

- innerhalb des genannten Stegs ein weiterer Flächenbereich vorhanden ist, in welchem die Trägerschicht nicht mit der Deckschicht verbunden ist, wodurch ein allseitig umschlossener Hohlraum gebildet wird;

- innerhalb des Stegs mindestens eine Perforationslinie vorhanden ist.

Durch die paarweise Anordnung zweier gegenüberliegender Räume für die Aufnahme der Wirkstoffhaltigen Filmstreifen wird eine optimale Ausnutzung der Gesamtfläche der Verpackung und damit eine Verringerung des Materialverbrauchs bewirkt. Aufgrund der Anordnung des die Aufreißhilfe bildenden weiteren Flächenbereichs im Bereich des Steges der Doppelverpackung verringert sich die hierfür benötigte Fläche relativ zu den Flächenbereichen, welche für die Unterbringung des Verpackungsguts bestimmt sind. Die erfindungs- gemäße Anordnung der genannten Flächenbereiche ermöglicht es ferner, die Siegelnähte, welche im Bereich des Steges die Deckschicht mit der Trägerschicht verbinden, wesentlich schmaler auszubilden als die umlaufende Siegelnaht am Außenrand der Verpackung. Insgesamt wird dadurch eine Verrin- gerung der durch Siegelung zu verbindenden Flächen erzielt, so daß höhere Produktionsgeschwindigkeiten ermöglicht werden. Zusätzlich weist auch die erfindungsgemäße Verpackung Merkmale auf, die - in ähnlicher Weise wie bei dem oben beschriebenen bekannten Produkt - das kindersichere Verpacken von Wirkstoffhaltigen Produkten ermöglichen.

Durch die paarweise Verpackung von wirkstoffhaltigen Filmen kann bei vorgegebener Dauer des Siegelvorgangs die doppelte Anzahl von wirkstoffhaltigen Filmen verpackt werden. Hier- aus resultiert eine zusätzliche Erhöhung der Produktionsgeschwindigkeit.

Die erfindungsgemäßen Verpackungen eignen sich insbesondere zum paarweisen Verpacken von solchen wirkstoffhaltigen FiI- men, die aufgrund der Art oder der Dosis des/der enthaltenen Wirkstoffe (s) in der Regel gleichzeitig oder in kurzem

zeitlichen Abstand nacheinander aus der Verpackung entnommen werden. Diese Situation ist beispielsweise im Falle von Analgetika häufig gegeben, wenn aufgrund der Stärke der Schmerzen die Verabreichung einer doppelten Dosis erforder- lieh ist. Des weiteren können die erfindungsgemäßen Verpackungen insbesondere zum paarweisen Verpacken von Filmen verwendet werden, die unterschiedliche Wirkstoffe enthalten und die zwecks Verabreichung einer Wirkstoffkombination jeweils paarweise aus der Verpackung entnommen werden.

Für die Herstellung der Trägerschicht und der Deckschicht kommen Packstoffe aus Papier, Pappe, Kunststoff-Folien (z. B. Polyethylen, Polyethylenterephthalat, Polypropylen, Polystyrol, Cellophan, Polyamide, Polycarbonate, Ethylen- Vinylacetat-Copolymer) und Metallfolien (z. B. Aluminiumfolie) sowie Verbundmaterialien aus den genannten Materialien in Betracht. Ein weiteres, bevorzugtes Folienmaterial ist Barex® (BP Chemicals) , ein Copolymer aus Acrylnitril und Butadien. Aufgrund seiner guten Barriere-Eigenschaften und chemischen Widerstandsfähigkeit eignet es sich insbesondere zum Verpacken von Arzneimitteln mit einem Gehalt an aggressiven und/oder flüchtigen Wirkstoffen, z. B. Nicotin.

Um eine unbefugte oder versehentliche Zerstörung der Ver- packung durch Zerreißen, spitze Gegenstände etc. auszu¬

schließen, ist es erforderlich, daß jede der beiden Pack- stoffkomponenten (Trägerschicht, Deckschicht) eine ausreichende Reißfestigkeit aufweist (z. B. nach DIN 53455 oder EN-ISO 527) . Hierfür geeignete Materialien sind dem Fachmann bekannt. Die Dicke der Trägerschicht und der Deck-

schicht liegt vorzugsweise im Bereich von 0,01 bis 2 mm, insbesondere 0,05 bis 0,5 mm. In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung weist die Trägerschicht der Verpackung eine höhere Dicke auf als die Deckschicht.

Trägerschicht und Deckschicht können aus denselben Materialien hergestellt sein, oder aus verschiedenartigen Materialien. Vorzugsweise besteht mindestens einer der beiden Packstoffanteile (Trägerschicht, Deckschicht) aus transpa- rentem Material (z. B. transparente Kunststofffolie) .

Des weiteren umfaßt die Erfindung Ausführungsformen, bei denen ein Packstoffanteil oder beide Packstoffanteile gleich oder unterschiedlich gefärbt sind, wobei es sich jeweils um eine transparente oder opake Färbung handeln kann.

Beispielsweise kann die Trägerbahn aus einem nichttransparenten Verbundwerkstoff aus Papier (oder Pappe) mit Kunststoffen (z. B. mit Polyethylen oder Polyethylenterephthalat beschichtete Papiere) , und die Deckschicht aus einer transparenten, farblosen oder gefärbten Kunststofffolie hergestellt sein. Zur Verminderung der Luft-, Licht- und Wasserdampfdurchlässigkeit ist es vorteilhaft, wenn zumindest eine Oberfläche der Trägerschicht oder/und der Deckschicht metallisiert ist (z. B. mit Aluminium beschichtet).

Die erfindungsgemäße Verpackung kann in den verschiedenartigsten geometrischen Formen (z. B. Rechteck, Trapez, Ellipse) und in unterschiedlichen Abmessungen hergestellt werden. Die Flächenausdehnung ist im allgemeinen abhängig von der Größe des Packguts (z. B. Wafer) und liegt übli-

cherweise im Bereich von 10 bis 100 cm 2 . Ebenso kann die Größe des ersten Flächenbereichs zur Aufnahme des Packguts in weiten Bereichen variiert werden, abhängig von der Flächenausdehnung der zu verpackenden Obj ekte . Trägerbahn und Deckschicht können identische Form und Größe haben; es sind aber auch Ausführungsformen vorgesehen, bei denen die Deckschicht eine geringere Größe als die Trägerschlicht oder/und eine von der Trägerschicht abweichende geometrische Form hat.

Die Trägerschicht ist mit der Deckschicht lösbar verbunden, und zwar so, daß die Deckschicht mittels Fingerkraft und ohne Zuhilfenahme von Werkzeugen von der Trägerschicht abgezogen werden kann, wie dies von anderen peelfähigen Ver- Packungen bekannt ist.

Die lösbare Verbindung zwischen Deckschicht und Trägerschicht wird vorzugsweise durch Siegeln oder Schweißen erzeugt; geeignete Mittel und Verfahren zum Erzeugen von Sie- gelnähten oder Siegelflächen sind dem Fachmann bekannt. Die Siegelung dient als Diffusions- und Peπneationsbarriere und ist im allgemeinen undurchlässig für Wirkstoffe und Luftfeuchtigkeit. Es kommen sowohl Heißsiegelverfahren als auch Kaltsiegelverfahren in Betracht. Als Material für Siegel- schichten können z. B. Schmelzkleber (Hotmelts; z.B. auf Basis von Polyethylen-LD) , Siegellacke, Siegeldispersionen oder Klebstoffe verwendet werden.

Vorzugsweise wird die lösbare Verbindung durch Heißsiegeln bei Temperaturen im Bereich zwischen 50 0 C und 200 0 C, ins- besondere 50 bis 90 0 C, unter Verwendung von Hotmelts erzeugt .

Die Siegelnähte oder Siegelflächen weisen vorzugsweise eine Festigkeit (= Siegelfestigkeit) im Bereich von 1 N/15 mm bis 50 N/15 mm, vorzugsweise 2 N/15 mm bis 20 N/15 mm, auf.

Träger- und Deckschicht sind vorzugsweise vollflächig miteinander verbunden, mit Ausnahme der genannten Flächenbereiche. Im Bereich des Stegs sind die beiden Packstoffbahnen (Träger-, Deckschicht) miteinander versiegelt, mit Aus- nähme desjenigen Bereichs, der die Aufreißhilfe bildet. Der Steg verläuft im wesentlichen senkrecht zur Längsrichtung der Verpackung.

Wie erwähnt, wird durch die erfindungsgemäße Konstruktions- weise eine besonders günstige Nutzung der Gesamtfläche der Verpackung ermöglicht. Gemäß einer bevorzugten Ausführungs- form der Erfindung werden die genannten Flächenbereiche so gewählt, daß die Summe der Flächen der zwei gegenüberliegenden Flächenbereiche, welche die Räume zur Aufnahme der genannten Filme bilden, mindestens 50 %, vorzugsweise mindestens 60 %, der Gesamtfläche der Verpackung entspricht. Ferner wird bevorzugt, daß die Fläche des genannten weiteren Flächenbereichs nicht mehr als 50 %, vorzugsweise nicht mehr als 20 %, besonders bevorzugt nicht mehr als 15 %, der Summe der Flächen der zwei gegenüberliegenden Flächenbereiche, welche die Räume zur Aufnahme der genannten Filme bilden, beträgt.

Die zwei paarweise angeordneten, gegenüberliegenden Flä- chenbereiche, welche die Räume zur Aufnahme der genannten Filme bilden, haben bevorzugt dieselbe Größe und dieselbe

geometrische Form. Für bestimmte Anwendungen kann es allerdings vorteilhaft sein, diese beiden Flächenbereiche unterschiedlich zu gestalten.

Im Hinblick auf eine möglichst effiziente Fertigung ist es besonders vorteilhaft, wenn die zwei gegenüberliegenden Flächenbereiche, welche die Räume zur Aufnahme der genannten Filme bilden, dieselbe Größe und dieselbe geometrische Form aufweisen und in Bezug auf die Längsrichtung der Ver- packung symmetrisch angeordnet sind, und wenn die Breite des zwischen den beiden Flächenbereichen befindlichen Steges der doppelten Breite des Randes entspricht, der zwischen einem stirnseitigen Außenrand der Verpackung und dem angrenzenden Flächenbereich, der zur Aufnahme des genannten Filmes bestimmt ist, verläuft. Dies hat zur Folge, daß bei der Fertigung ein nahezu gleichmäßiger Abstand zwischen den jeweils benachbarten Wirkstoffhaltigen Filmen (bezogen auf die Längsrichtung der Verpackungen) eingehalten werden kann. Dadurch gestaltet sich der Herstellungsprozeß wesent- lieh einfacher und es werden höhere Prozeßgeschwindigkeiten ermöglicht. Außerdem wird dadurch eine im wesentlichen gleichmäßige Produktspreizung in Längsrichtung möglich. Bei Bedarf kann der Abstand zwischen den jeweils benachbarten wirkstoffhaltigen Filmen auch exakt gleichmäßig eingestellt werden, woraus eine maximale Fertigungsgeschwindigkeit resultiert.

Ferner werden die genannten Flächenbereiche vorzugsweise so bemessen und derartig angeordnet, daß die Summe der Flä- chenbereiche, in denen die Deckschicht mit der Trägerschicht verbunden ist, nicht mehr als 25 %, vorzugsweise

nicht mehr als 20 % beträgt. Auf diese Weise läßt sich die für den Siegelvorgang benötigte Zeit reduzieren. Die Produktstabilität der verpackten Filme wird durch die am Außenrand der Verpackung verlaufende Siegelnaht gewährleis- tet. Deren Breite beträgt vorzugsweise mindestens 3 mm, insbesondere mindestens 5 mm. Für die im Bereich des Steges verlaufenden Siegelränder, welche den ersten bzw. zweiten Flächenbereich von dem genannten weiteren Flächenbereich trennen, ist eine Breite von 1,5 bis 2 mm ausreichend, um den Schutz des Packguts zu gewährleisten.

Nach einer bevorzugten Ausführungsform ist die erfindungs- gemäße Verpackung derart aufgebaut, daß zwischen einem jeden der beiden Flächenbereiche, welche die allseitig um- schlossenen Räume zur Aufnahme der genannten Filme bilden, und dem jeweils benachbarten Außenrand der Verpackung ein Bereich vorhanden ist, innerhalb dessen die Trägerschicht mit der Deckschicht verbunden ist und der eine Breite von 3 bis 7 mm, vorzugsweise 4 - 5 mm aufweist.

Zur Ausbildung einer Aufreißhilfe ist bei den erfindungsgemäßen Verpackungen innerhalb des genannten Stegs ein weiterer Flächenbereich vorhanden, in welchem die Trägerschicht nicht mit der Deckschicht verbunden ist, wodurch ein all- seitig umschlossener Hohlraum gebildet wird. Dieser dient lediglich der Ausbildung einer Anfaß- und Aufreißhilfe, und ist nicht für die Aufnahme von wirkstoffhaltigen Filmen bestimmt.

Der genannte weitere Flächenbereich weist vorzugsweise eine längliche Form auf. Nach einer bevorzugten Ausführungsform

ist der genannte weitere Flächenbereich mit einer wellenförmigen oder sägezahnförmigen Kontur versehen, wodurch der Peel- oder Abziehvorgang erleichtert wird. Dies ist insbesondere dann von Vorteil, wenn die nach dem Einreißen der Perforation gebildete Anfaßhilfe relativ kurz ist.

Wie erwähnt, ist innerhalb des Stegs mindestens eine Perforationslinie vorhanden. Diese ist vorzugsweise so ausgebildet, daß sie in Richtung auf den genannten weiteren Flä- chenbereich hin verläuft. Durch Einreißen der Träger- und Deckschicht an der Perforationslinie und anschließendes Weiterreißen wird der erwähnte zweite Flächenbereich annähernd in zwei Hälften zerteilt. Durch das Durchtrennen der beiden Schichten der Verpackung entstehen freie Kanten, die als Aufreißhilfe dienen können, wie vorstehend beschrieben. Auf diese Weise wird beim Einreißen der Verpackung für jede der beiden Räume, in denen die wirkstoffhaltigen Filme eingeschlossen sind, eine Aufreißhilfe erzeugt.

Die erwähnte Perforationslinie kann auf bekannte Weise, z.B. durch Stanzen, erzeugt werden. Neben solchen Perforationslinien kommen auch andere Arten von Schwächungslinien in Betracht, sofern sie das Einreißen der Verpackung ermöglichen. Die Perforationslinie wird vorzugsweise so ausge- bildet, daß die zum Durchtrennen erforderliche Fingerkraft von erwachsenen Personen leicht, im allgemeinen aber nicht von Kleinkindern aufgebracht werden kann.

Die Kindersicherheit wird dadurch erreicht, daß zum öffnen der Verpackung mindestens drei koordinierte manuelle Vorgänge erforderlich sind: (i) Knicken der Verpackung im

Randbereich, um die Perforationslinie zugänglich zu machen; (ii) Einreißen und Weiterreißen der Perforation, und (iii) Ergreifen der so erzeugten freien Kanten als Anfaßhilfe (o- der Anfaßlasche) , und Auseinanderziehen von Träger- und Deckschicht.

Als Strukturen, welche das Einreißen des/der Packstoffelemente ermöglichen, eignen sich insbesondere: gerade Schnitte; gezackte oder wellenförmige Schnitte; Perforatio- nen, insbesondere Perforationen aus hintereinander angeordneten Punkten oder/und Schnitten; Materialaussparungen; Stanzungen, insbesondere pfeilförmige, dreieckige oder rautenförmige Stanzungen; Sollbruchstellen oder geprägte Linien.

Um den erwähnten Vorgang des Faltens oder Knickens der Verpackung zu erleichtern, ist es vorteilhaft, die Verpackung mit einer Falzlinie oder Knicklinie zu versehen, beispielsweise durch Prägung oder Quetschung. Hierfür geeignete Methoden sind dem Fachmann bekannt.

Die genannte Falzlinie oder Knicklinie ist vorzugsweise so angeordnet, daß sie in Längsrichtung der Verpackung verläuft und die erwähnte Perforationslinie berührt oder schneidet, beispielsweise rechtwinklig. Auf diese Weise wird der Vorgang des Einreißens erheblich erleichtert, ohne daß die Kindersicherheit der Verpackung beeinträchtigt wird.

Dies ist insbesondere im Hinblick auf den bestimmungsgemä- ßen Gebrauch der Verpackung durch ältere Personen von Bedeutung, da auch in diesem Fall gewährleistet werden muß,

daß die Verpackung ohne Zuhilfenahme von Werkzeugen oder sonstigen Hilfsmitteln geöffnet werden kann, und daß das öffnen innerhalb kurzer Zeit und ohne frustrierende Versuche möglich ist.

Die Perforationslinie (n) oder zumindest eine der Perforationslinien ist/sind vorzugsweise sowohl in der Trägerschicht als auch in der Deckschicht angebracht, um ein einfaches und sicheres Einreißen zu ermöglichen.

Bezüglich der Position der Perforationslinien wird bevorzugt, daß die Perforationslinie (n) oder zumindest eine der Perforationslinien in dem Bereich angeordnet ist/sind, der sich zwischen dem Außenrand der Verpackung und dem genann- ten weiteren Flächenbereich befindet. Um die gewünschte

Kindersicherheit zu gewährleisten, sollte (n) die Perforati- onslinie(n) vorzugsweise nicht bis an den Außenrand der Verpackung heranreichen.

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, daß die Perforationslinie (n) oder zumindest eine der Perforationslinien nicht bis an den genannten weiteren Flächenbereich, der für die Ausbildung der Aufreißhilfe bestimmt ist, heranreicht bzw. heranreichen.

Alternativ ist nach einer weiteren bevorzugten Ausführungs- form der Erfindung vorgesehen, daß die Perforationslinie (n) oder zumindest eine der Perforationslinien bis an den genannten weiteren Flächenbereich heranreicht oder sich in diesen hinein erstreckt. Weiter kann es vorteilhaft sein, die Perforationslinie so auszubilden, daß sie vollständig

durch den genannten weiteren Flächenbereich hindurch verläuft, vorzugsweise mittig.

Aufgrund der oben beschriebenen Konstruktionsmerkmale ist die erfindungsgemäße Verpackung zum kindersicheren Verpacken von Wirkstoffhaltigen Filmen geeignet. Die Erfindung umfaßt somit kindergesicherte, nicht wiederverschließbare Verpackungen mit den vorstehend beschriebenen Merkmalen. Insbesondere umfaßt die vorliegende Erfindung Verpackungen der vorstehend beschriebenen Art, die sich dadurch auszeichnen, daß sie kindersicher gemäß DIN EN 14375 oder/und nach ASTM D3475-03a sind.

Die erfindungsgemäßen Verpackungen eignen sich zum Ver- packen, insbesondere zum kindersicheren Verpacken von wirk- stoffhaltigen Filmen der eingangs beschriebenen Art. Als Wirkstoffe kommen neben den erwähnten pharmazeutischen Wirkstoffen auch kosmetische Wirkstoffe, Geschmacks- und Aromastoffe, Nährstoffe, Vitamine, diagnostische Reagen- zien, Giftstoffe und Wirkstoffe, die im Pflanzenschutz oder zur Schädlingsbekämpfung eingesetzt werden, in Betracht.

Mit der Erfindung wird ferner ein Verfahren zum Verpacken von wirkstoffhaltigen Filmen bereitgestellt, wobei das Ver- fahren folgende Schritte aufweist:

- Bereitstellen einer Trägerschicht;

- Positionieren zweier wirkstoffhaltiger Filme in paarweiser Anordnung auf der Trägerschicht; - Bedecken der Trägerschicht und der darauf befindlichen wirkstoffhaltigen Filme mit einer Deckschicht;

- Verbinden von Trägerschicht und Deckschicht mittels einer lösbaren Verbindung, und zwar in der Weise, daß die beiden Flächenbereiche, welche die wirkstoffhaltigen Filme einschließen, vollständig von einem Randbereich umgeben werden, in dem die Trägerschicht mit der Deckschicht verbunden ist. Dadurch werden zwei allseitig umschlossene Räume gebildet, die die beiden zu verpackenden Filme enthalten, sowie ein zwischen diesen Räumen liegender Steg. Das Verbinden von Trägerschicht und Deckschicht erfolgt in der Weise, daß die Verpackung im Bereich des zwischen den beiden genannten Flächenbereichen vorhandenen Steges einen weiteren Flächenbereich aufweist, in welchem die Trägerschicht nicht mit der Deckschicht verbunden ist.

- Erzeugen mindestens einer Perforationslinie innerhalb des Stegs. Diese Perforationslinie wird bevorzugt in der Weise ausgebildet, daß diese in Richtung auf den genannten weiteren Flächenbereich hin verläuft.

Nach einer bevorzugten Ausführungsform wird das Verfahren in der Weise durchgeführt, daß die zwei gegenüberliegenden Flächenbereiche, welche die Räume zur Aufnahme der genannten Filme bilden, dieselbe Größe und dieselbe geometrische Form aufweisen und symmetrisch angeordnet werden. Ferner wird der zwischen den beiden Flächenbereichen befindliche Steg in der Weise ausgebildet, daß seine Breite der doppelten Breite desjenigen Randes entspricht, der zwischen einem stirnseitigen Außenrand der Verpackung und dem angrenzenden Flächenbereich, der zur Aufnahme des genannten Filmes bestimmt ist, verläuft.

Im Folgenden werden die Merkmale, Einzelheiten und Vorteile der Erfindung anhand der in den Zeichnungen schematisch dargestellten Ausführungsformen beispielhaft erläutert. Die Darstellungen in den Zeichnungen geben nicht notwendiger- weise die tatsächlichen Größenverhältnisse wieder.

FIG. 2A zeigt eine erfindungsgemäße Verpackung (10) in

Draufsicht.

FIG. 2B zeigt einen Schnitt in der Ebene (a) der FIG. 2A. FIG. 3A, 3B, 3C und 3D zeigen weitere Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Verpackung in Draufsicht.

FIG. 4 zeigt - ebenfalls in Draufsicht - zwei in Längsrichtung hintereinander angeordnete Verpackungen im Zustand während der Herstellung.

FIG. 2A zeigt eine Verpackung (10) mit einem rechteckigen Grundriß, die aus einer Deckschicht (7) und einer darunter liegenden, mit der Deckschicht verbundenen TrägerSchicht aufgebaut ist (siehe Fig. 2B) . Die Deckschicht ist in FIG. 2A transparent dargestellt.

Die Verpackung weist einen ersten Flächenbereich (3) und einen zweiten Flächenbereich (3 1 ) auf, innerhalb welcher die Deckschicht nicht mit der Trägerschicht verbunden ist. Innerhalb der Flächenbereiche (3, 3 1 ) befinden sich die verpackten wirkstoffhaltigen Filme (1, I 1 ). Die Deckschicht (7) hat dieselbe geometrische Form und Größe wie die darunter liegende Trägerschicht und ist mit dieser vollflächig und lösbar, d. h. peelfähig, verbunden (schraffierte Bereiche) , mit Ausnahme des ersten und zweiten Flächenbereichs (3, 3').

Die beiden Flächenbereiche (3, 3 1 ) sind vollständig von einem Rand umgeben, in dem die Deckfolie (7) mit der Trägerschicht verbunden ist. Zwischen dem ersten Flächenbereich (3) und dem zweiten Flächenbereich (3 1 ) befindet sich ein Steg (5) , in dessen Bereich die Deckfolie ebenfalls mit der Trägerschicht verbunden ist. Innerhalb des Stegs (5) , und jeweils beabstandet von den Flächenbereichen (3, 3 1 ) befindet sich ein weiterer Flächenbereich (4) , innerhalb dessen die Deckfolie (7) nicht mit der Trägerfolie verbunden ist, und der zur Ausbildung einer Anfaß- und Aufreißhilfe dient. Im Bereich des Stegs (5) sind zwei Schwächungslinien in Form von Perforationslinien (6, 6 1 ) angebracht, und zwar beabstandet vom Außenrand und vom weiteren Flächenbereich (4) . Die Perforationslinien verlaufen senkrecht zur Längs- richtung der Verpackung (Linie a) , ebenso wie der längliche Flächenbereich (4) , und sind in Bezug auf diesen Flächenbereich mittig angeordnet .

Die Verpackung weist ferner eine in Längsrichtung verlau- fende Knicklinie (b) auf, die in einem seitlichen Randbereich verläuft und die Perforationslinie (6 1 ) berührt. Optional kann eine zweite Knicklinie (b 1 ) vorgesehen sein. Nach Umknicken des Außenrandes der Verpackung längs der Knicklinie (b oder b 1 ) kann die Verpackung an einer der Perforationslinien (6, 6') eingerissen werden und die Deck- und Trägerfolie im Bereich des Flächenbereichs (4) in zwei annähernd gleich große Hälften zerteilt werden. Die durch den Riß gebildeten freien Kanten der Deck- und Trägerschicht können nun als Anfaß- und Aufreißhilfen verwendet werden, um die beiden Schichten voneinander abzulösen und

die Entnahme der wirkstoffhaltigen Filme (1, I 1 ) zu ermöglichen.

Beispielsweise hat die in FIG. 2A gezeigte Verpackung eine Länge von 96 mm und eine Breite von 42 mm. Die den ersten bzw. zweiten Flächenbereich umgebende Siegelnaht ist 5 mm breit, so daß jeder dieser Flächenbereiche eine Größe von 32 x 32 mm hat. Die zu verpackenden Wirkstoffhaltigen Filme (1, I 1 ) haben bei diesem Beispiel eine Größe von ca. 22 x 22 mm. Der im Bereich des Stegs liegende Flächenbereich (4) hat - in Bezug auf seine langgestreckte Form - eine Breite von 10 mm und ist von den benachbarten Flächenbereichen (3, 3 1 ) durch eine 5 mm breite Siegelnaht getrennt, so daß die Gesamtbreite des Stegs bei diesem Beispiel 20 mm beträgt. Beim öffnen der Verpackung wird aus dem Flächenbereich (4) für jeden der beiden verpackten Filme eine Anfaßhilfe von ca. 5 bis 5,5 mm Länge (bezogen auf die Längsrichtung der Verpackung) gebildet.

FIG. 2B zeigt einen Schnitt in der Ebene (a) der FIG. 2A. Die Verpackung ist aus einer Trägerschicht (8) und einer Deckschicht (7) aufgebaut. Die beiden Schichten sind in den mit Pfeilen bezeichneten Bereichen lösbar miteinander verbunden. Im Bereich der Flächenbereiche (3, 3 1 ) sind die beiden Schichten nicht miteinander verbunden und bilden Räume (3a, 3a 1 ) zur Aufnahme der wirkstoffhaltigen Filme (1, I 1 ). Im Bereich des Flächenbereichs (4) wird durch die nicht miteinander verbundenen Schichten ein Hohlraum (4a) ausgebildet.

FIG. 3A zeigt eine Abwandlung der in Fig. IA gezeigten Verpackung, wobei der weitere Flächenbereich (4) die Form eines langgestreckten Polygons hat und die beiden gegenüberliegenden Perforationen (6, 6 1 ), die annähernd senkrecht zur Längsrichtung der Verpackung verlaufen, bis an diesen Flächenbereich (4) heranreichen.

FIG. 3B zeigt eine weitere Abwandlung der in Fig. IA gezeigten Verpackung, wobei die Perforationen (6, 6 1 ) bis in den Innenraum des weiteren Flächenbereichs (4) verlängert sind.

Die Breite (n) der Siegelnaht, welche den Flächenbereich (4) gegen die Flächenbereiche (3, 3 1 ) abgrenzt, kann geringer sein als die Breite der Siegelnähte, welche die Flächenbereiche (3, 3') zum Außenrand der Verpackung hin abschließen. Ausgehend von den bei FIG. 2A beispielhaft genannten Maßangaben kann die Breite (n) beispielsweise 2 mm betragen. Dies ermöglicht es, die Breite des Flächen- bereichs (4) (in Bezug auf dessen Längsrichtung) zu vergrößern (z. B. 25 mm), so daß die daraus hervorgehenden Anfaßhilfen größer und besser zu greifen sind.

FIG. 3C zeigt eine weitere Abwandlung der in Fig. IA ge- zeigten Verpackung, wobei die Perforationslinie (6) vollständig durch den Innenraum des weiteren Flächenbereichs (4) hindurch verläuft.

FIG. 3D zeigt eine weitere Abwandlung der in Fig. IA ge- zeigten Verpackung, wobei der im Bereich des Stegs (5) liegende Flächenbereich (4) eine gezackte oder wellenförmige

Kontur aufweist. Die im Stegbereich angebrachte Perforationslinie (6) befindet sich im Bereich zwischen der Außenkante der Verpackung und dem Flächenbereich (4) .

FIG. 4 zeigt zwei aufeinander folgende Verpackungen (10, 20) der in FIG. 3B gezeigten Art während der Herstellung. Die zwei gegenüberliegenden Flächenbereiche, welche die Räume zur Aufnahme der Filme (3, 3 1 ; 3a, 3a 1 ) bilden, haben im wesentlichen dieselbe Größe und dieselbe geometrische Form und sind in Bezug auf die Längsrichtung (Pfeil 1) symmetrisch angeordnet. Der zwischen den beiden Flächenbereichen befindliche Steg ist in der Weise ausgebildet, daß seine Breite D der doppelten Breite d des Randes entspricht, der zwischen einem stirnseitigen Außenrand der Verpackung und dem angrenzenden Flächenbereich, der zur Aufnahme des genannten Filmes bestimmt ist, verläuft. Dadurch wird erreicht, daß die Wirkstoffhaltigen Filme (3, 3 1 , 3a, 3a 1 ) mit im wesentlichen gleichbleibendem Abstand L verpackt werden können.

Beispielsweise hat jede der in FIG. 4 gezeigten Verpackungen eine Länge von 88 mm und eine Breite von 42 mm. Die den ersten bzw. zweiten Flächenbereich umgebende Siegelnaht ist zu den Außenrändern der Verpackung hin 5 mm breit. Die Breite der Siegelnaht, welche im Bereich des Stegs (5) den Flächenbereich (4) gegen die Flächenbereiche (3, 3') abgrenzt, ist geringer als die Breite der Siegelnähte, welche die Flächenbereiche (3, 3') zum Außenrand der Verpackung hin abschließen, und beträgt 1,5 bis 2 mm. Der langge- streckte Flächenbereich (4) hat eine Breite von ca. 10 mm,

so daß beim öffnen der Verpackung für jeden der beiden verpackten Filme eine Anfaßhilfe von ca. 5 bis 5,5 mm Länge (bezogen auf die Längsrichtung der Verpackung) gebildet wird. Vorteilhafterweise ist der Flächenbereich (4) wie in FIG. 3D geformt.

Jeder der Flächenbereiche (3, 3') hat eine Größe von ca. 3 x 3 cm, und die zu verpackenden Wirkstoffhaltigen Filme (1, I 1 ) haben bei diesem Beispiel eine Größe von ca. 22 x 22 mm. Bei der beschriebenen Anordnung der Flächenbereiche und der Siegelnähte beträgt die durch Diffusion zu überwindende Siegelnahtbreite mindestens 5 mm zwischen den Innenräumen der Verpackung und der Umgebung, so daß die Produktstabilität gewährleistet ist, solange die Verpackung ungeöffnet ist.

Die Erfindung ermöglicht in vorteilhafter Weise die Verringerung des Materialverbrauchs und die Erhöhung der Produktionsgeschwindigkeit bei der Herstellung von kindersicheren Verpackungen für Wirkstoffhaltige Filme.