BAUMEISTER, Bruno (Dr. Bernhard Klein Str. 7, Aachen, 52078, DE)
DONGES, Hans Günther (Zum Kühlen Grund 2, Bad Endbach, 35080, DE)
BAUMEISTER, Bruno (Dr. Bernhard Klein Str. 7, Aachen, 52078, DE)
Patentansprüche:
1. Verpackungsmaschine mit Transportmitteln (8), die eine Folienbahn taktweise um eine gewisse Vorschublänge in einer Transportrichtung transportieren, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorschublänge in Abhängigkeit von der Längung des Transportmittels (8) veränderbar ist.
2. Verpackungsmaschine nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass sie einen Sensor (5) aufweist, der die Längung des Transportmittels (7) ermittelt.
3. Verpackungsmaschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass eine Regelungseinheit aufweist, die das Signal des Sensors empfängt und die mindestens ein Antriebsmittel (6, 7) aufweist, das den Vorschub bewirkt und von der Regelungseinheit regelbar ist.
4. Verpackungsmaschine das ein Antriebselement am Anfang und/oder ein Antriebelement am Ende der Verpackungsmaschine angeordnet ist.
5. Verpackungsmaschine nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass jedes Antriebselement jeweils beide Transportmittel (8) antreibt. |
Verpackungsmaschine mit einer Kettenlängenkompensation
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Verpackungsmaschine mit Transportmitteln, die eine Folienbahn taktweise um eine gewisse Vorschublänge in einer Transportrichtung transportieren und bei der die Vorschublänge in Abhängigkeit von der Längung des Transportmittels veränderbar ist.
Verpackungsmaschinen, insbesondere sogenannte Form- Füll- Siegelmaschinen, bei denen eine Folienbahn entlang der Verpackungsmaschine taktweise transportiert und dabei verformt, gefüllt und mit einer Deckelfolie versiegelt wird, weisen heutzutage in der Regel eine Länge > 10 m, oftmals auch 20m und mehr auf. Deshalb spielt die Längung der Transportmittel, beispielsweise der Transportketten, die die Folienbahn entlang der Verpackungsmaschine transportieren und die in der Regel unter Zug betrieben werden, eine zunehmende Rolle. Diese Kettenlängung ist bei der exakten Positionierung der Folienbahn, insbesondere im Bereich des Siegeins und der Vereinzelung der Verpackung ggf. problematisch, weil es dort auf eine millimetergenaue Positionierung der Verpackungsmulden, die in die Folienbahn eingeformt werden, ankommt.
Es war deshalb die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Verpackungsmaschine zur Verfügung zu stellen, bei der die Nachteile der Kettenlängung eliminiert worden sind.
Gelöst wird die Aufgabe mit einer Verpackungsmaschine mit Transportmitteln, die eine Folienbahn taktweise um eine gewisse Vorschublänge in einer Transportrichtung transportieren und bei der die Vorschublänge in Abhängigkeit von der Längung des Transportmittels veränderbar ist.
Es war für den Fachmann überaus erstaunlich und nicht zu erwarten, dass es mit der erfindungsgemäßen Verpackungsmaschine gelingt, die Nachteile der Kettenlängung zu kompensieren. Dadurch ist eine sehr exakte Positionierung der Verpackungsmulden, die in die Folienbahn eingeformt werden, insbesondere im Bereich der Siegelung und der anschließenden Vereinzelung möglich. Die
erfindungsgemäße Verpackungsmaschine ist einfach und kostengünstig herzustellen und zu betreiben.
Erfindungsgemäß weist die Verpackungsmaschine zwei Transportmittel auf, die rechts und links von einer Folienbahn angeordnet sind, und diese taktweise entlang der Verpackungsmaschine transportieren. Diese Transportmittel sind in der Regel Endlosketten, die Klammern aufweisen, mit denen die Folienbahn reversibel kraftschlüssig an der Kette befestigbar ist.
Die Vorschublänge, um die die Folienbahn mit den Transportmittel bei jedem Takt weiter transportiert wird, richtet sich nach dem jeweiligen Format, das auf der Verpackungsmaschine hergestellt wird, und das, je nach Art der Verpackung, wählbar ist.
Erfindungsgemäß ist diese Vorschublänge pro Takt bei der erfindungsgemäßen Verpackungsmaschine nicht immer konstant, sondern wird in Abhängigkeit von der Längung des Transportmittels verändert. Vorzugsweise wird die Längung permanent oder in regelmäßigen Abständen gemessen und anhand des Ergebnisses dieser Messung der Betrag des Vorschubs verändert werden oder nicht.
Vorzugsweise weist die erfindungsgemäße Verpackungsmaschine einen Sensor auf, der die Längung des Transportmittels direkt ermittelt. Dies erfolgt beispielsweise durch einen Dehnmessstreifen oder dergleichen. Vorzugsweise wird die Längung jeder Kette einzeln gemessen. Besonders bevorzugt wird aufgrund dieser Messungen dann die Vorschublänge für den nächsten Takt festgelegt. Ganz besonders bevorzugt wird bei jedem Takt die Vorschublänge neu berechnet.
Vorzugsweise wird die Längung in dem Teil der Endloskette gemessen, mit dem die Folienbahn transportiert wird. Besonders bevorzugt reicht es die Kettenlängung an nur einer Stelle zu messen und aufgrund dieser Messung auf die Gesamtlängung der Kette zu schließen.
In einer anderen bevorzugten Ausführungsform weist die Kette eine Markierung auf und ein Sensor ermittelt den Ort dieser Markierung und errechnet daraus die Längung der jeweiligen Kette
Ganz besonders bevorzugt wird noch ein weiter Parameter wie beispielsweise die Temperatur gemessen, um den Einfluß dieses Parameters auf die Kettenlängung gegebenenfalls berücksichtigen zu können.
Weiterhin bevorzugt weist die Verpackungsmaschine eine Regelungseinheit, beispielsweise einen Computer, auf, der das Signal des Sensors empfängt. Diese Regelungseinheit steuert ein Antriebsmittel, beispielsweise einen Motor, das mit den Transportmitteln zusammenwirkt und deren Vorschub bewirkt. Der Betrag dieses Vorschub wird entsprechend der jeweiligen gemessen Kettenlängung, d. h. entsprechend dem empfangenen Signal verändert.
Vorzugsweise erfolgt die Regelung so, dass der jeweilige Vorschub um den Betrag der Kettenlängung reduziert wird.
Vorzugsweise sind am Anfang und/oder am Ende Antriebsmittel zum Antrieb der Transportmittel angeordnet. Bei den Antriebsmitteln handelt es sich vorzugsweise um Elektromotoren, ganz besonders bevorzugt um sogenannte Servomotoren. Diese Motoren werden von der Regelungseinheit geregelt.
Vorzugsweise treibt jedes Antriebsmittel beide Transportmittel gleichzeitig an, d. h. die beiden Transportmittel sind vorzugsweise durch eine starre Welle, vorzugsweise am Anfang und am Ende der Verpackungsmaschine miteinander verbunden. Diese Welle wird vorzugsweise von den Antriebsmitteln angetrieben.
Im Folgenden wird die Erfindung anhand der Figuren 1 und 2 erläutert. Diese Erläuterungen sind lediglich beispielhaft und schränken den allgemeinen Erfindungsgedanken nicht ein.
Figur 1 zeigt schematisch eine Ausführungsform der erfindungsgemäßen Verpackungsmaschine.
Figur 2 zeigt eine weitere Ausführungsform der erfindungsgemäßen Verpackungsmaschine.
Figur 1 zeigt schematisch eine Verpackungsmaschine, bei der eine Folienbahn von einer Kette, die rechts und links der Folienbahn angeordnet ist, in der durch den Pfeil angedeuteten Laufrichtung transportiert wird. Diese Folienbahn wird zunächst in einer Heizstation 1 erwärmt und sodann in der Tiefziehstation 2 tiefgezogen. Die so hergestellten Verpackungsmulden werden mit einem Verpackungsgut, beispielsweise mit Lebensmitteln befüllt, und sodann in einer Siegelstation 3 mit einer Oberfolie versiegelt. Anschließend werden die hergestellten Verpackungsmulden in einer Schneidstation vereinzelt. Die Ketten 8 werden dabei taktweise von dem Antriebsmotor 6 gegen den Uhrzeigersinn im Kreis geführt. Erfindungsgemäß weist die Verpackungsmaschine einen Sensor 5 auf, der die Kettenlängung direkt in regelmäßigen Abständen, vorzugsweise bei jedem Takt misst. Die Längung der Kette wurde mit einem Dehnmessstreifen gemessen, dessen Signal digitalisiert und an eine Empfangseinheit gesendet wurde. Das Signal dieses Sensors wird in eine Regelungseinheit (nicht dargestellt) eingespeist, die den Motor 6 steuert. Entsprechend der gemessenen Kettenlängung wird der jeweilige Vorschub der Ketten, der durch den Motor 6 erfogt, verändert. Der Fachmann versteht, dass bei konstanter Kettenlängung auxh der Vorschub konstant ist. Durch die Veränderung des Vorschubes um den Betrag der Kettenlängung kann deren Einfluß auf den Folientransport eliminiert werden und die Verpackungsmulden können, insbesondere in der Siegelstation 3 und in der Schneidstation 4, sehr exakt positioniert werden.
Figur 2 zeigt im Wesentlichen die Verpackungsmaschine gemäß Figur 1 , wobei in dem vorliegenden Fall jeweils zwei Antriebsmotoren 6, 7 vorgesehen sind. Beide Motoren werden, wie bei Figur 1 erläutert, geregelt.
Bezugszeichen
1 Heizstation
2 Tiefziehstation
3 Siegelstation
4 Schneidstation
5 Sensor
6,7 Antriebsmittel, Motoren
8 Kette
Next Patent: POLYOLS BASED ON MODIFIED AMINO RESINS, PROCESS FOR THEIR PREPARATION AND THEIR USE
