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Title:
PACKAGING MACHINE FOR PRODUCING PACKAGINGS FROM PRINTED MATERIAL WEBS
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2012/116823
Kind Code:
A1
Abstract:
The present invention relates to a method for producing a packaging, in which method a printed lower material web (8) which has printing marks is unrolled intermittently from a material-web reel (21) in a running direction (27) and is fed to a forming station, in which a packaging cavity (6, 6') is formed in the lower material web (8). Furthermore, the present invention relates to a packaging machine (1), in which a lower material web (8) which has printing marks is unrolled intermittently from a material-web reel (21), and in which a deep-drawing station (2) forms packaging cavities into the lower material web, and having a sealing station (19) which fastens an upper material web (14) on the lower material web (8) with a material-to-material bond, and having a cutting device (25) which separates packages which are finished in this way from the material webs.

Inventors:
BRANDT, Michael (Eiershäuser Str. 16, Eschenburg-Eibelshausen, 35713, DE)
REICHEL, Jochen (Erfurter Str. 1, Steffenberg, 35239, DE)
WOLFMEIER, Max (Immenstädter Str. 52, Kempten, 87435, DE)
Application Number:
EP2012/000910
Publication Date:
September 07, 2012
Filing Date:
March 02, 2012
Export Citation:
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Assignee:
GEA CFS GERMANY GMBH (Niederlassung GEA CFS Wallau, Im Ruttert, Biedenkopf-Wallau, 35216, DE)
BRANDT, Michael (Eiershäuser Str. 16, Eschenburg-Eibelshausen, 35713, DE)
REICHEL, Jochen (Erfurter Str. 1, Steffenberg, 35239, DE)
WOLFMEIER, Max (Immenstädter Str. 52, Kempten, 87435, DE)
International Classes:
B65B7/16; B65B9/04; B65B41/16; B65B41/18; B65B47/04; B65B57/04
Foreign References:
US3762125A
GB1336516A
EP0569933A1
DE10319420A1
Attorney, Agent or Firm:
WOLFF, Felix (Kutzenberger & Wolff, Theodor-Heuss-Ring 23, Köln, 50668, DE)
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Claims:
Patentansprüche:

1. Verfahren zur Herstellung einer Verpackung, bei dem eine bedruckte

Unterwarenbahn (8), die Druckmarken aufweist, taktweise von einer Warenbahnrolle (21 ) in einer Laufrichtung (27) abgerollt und einer Formstation (2) zugeführt wird, in der die Verpackungsmulde (6, 6') in die Unterwarenbahn eingeformt wird, dadurch gekennzeichnet, dass nach dem Abrollen und vor dem Formen der Unterwarenbahn die Position der Druckmarke in Laufrichtung (27) der Unterwarenahn von einem Sensor (26) ermittelt und die Dehnung der Unterwarenbahn zwischen der

Warenbahnrolle (21 ) und deren Verbund mit einem Transportmittel (29),

insbesondere einer Transportkette, und/oder zwischen der Warenbahnrolle (21 ) und der Formstation (2) entsprechend des Signals des Sensors (26) verändert wird.

2. Verfahren zur Herstellung einer Verpackung, vorzugsweise nach Patentanspruch 1 , bei dem eine Verpackungsmulde (6, 6') mit einer Oberwarenbahn (14), die

Druckmarken aufweist, verschlossen wird, wobei die Oberwarenbahn von einer Warenbahnrolle (28) taktweise abgerollt und in einer Siegelstation (19) stoffschlüssig mit einer Unterwarenbahn (8) verbunden und von dieser taktweise weitertransportiert wird, dadurch gekennzeichnet, dass, vorzugsweise bei jedem Takt, die Position der Druckmarke in Laufrichtung der Oberwarenbahn von einem Sensor (26) ermittelt und die Dehnung der Oberwarenbahn entsprechend des Signals des Sensors (26), von der -eüeftWarenbahnrolle (28) bis zur Siegelstation (19) verändert wird.

3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die

Warenbahnrolle (21 , 28) nach dem oder beim Abrollen einer Taktlänge blockiert wird.

4. Verfahren nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Dehnung pro Takt variiert.

5. Verfahren nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Warenbahn nach dem Abrollen mit einem Transportmittel verbunden und von diesem transportiert wird, wobei die Dehnung der Unterwarenbahn vor deren Verbund mit dem Transportmittel erfolgt.

6. Verfahren nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Dehnung der Warenbahn von dem Transportmittel fixiert wird. 7. Verfahren nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Betrag der Dehnung der Warenbahn (8, 14) stufenlos eingestellt wird.

8. Verpackungsmaschine (1 ), bei der eine Unterwarenbahn (8), die Druckmarken aufweist, von einer Warenbahnrolle (21 ) taktweise abgerollt wird und bei der eine Tiefziehstation (2) Verpackungsmulden (6) in die Unterwarenbahn (8) formt und die eine Siegelstation (19) aufweist, die eine Oberwarenbahn (14) auf der

Unterwarenbahn (8) stoffschlüssig befestigt und mit einer Schneideinrichtung (27), die die so fertiggestellten Verpackungen aus den Warenbahnen (8, 14) vereinzelt, dadurch gekennzeichnet, dass sie einen Sensor aufweist, der die Druckmarken auf der Unterwarenbahn (8) erkennt und dessen Signal ein Mittel (13) regelt, das die Unterwarenbahn abschnittsweise dehnt.

9. Verpackungsmaschine nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass sie ein Transportmittel, insbesondere Transportketten, aufweist, das die Warenbahn fixiert und entlang der Verpackungsmaschine transportiert, wobei das Mittel (13) stromaufwärts von dem Transportmittel vorgesehen ist.

10. Verpackungsmaschine nach einem der voranstehenden Ansprüche oder nach dem Oberbegriff von Patentanspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass sie einen Sensor aufweist, der Druckmarken auf der Oberwarenbahn (8) erkennt und dessen Signal ein Mittel (13) regelt, das die Oberwarenbahn dehnt.

Description:
Verpackungsmaschine zur Herstellung von Verpackungen aus bedruckten Warenbahnen

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung einer Verpackung, bei dem eine bedruckte Unterwarenbahn, die Druckmarken aufweist, taktweise von einer

Warenbahnrolle in einer Laufrichtung abgerollt und einer Formstation zugeführt wird, in der eine Verpackungsmulde in die Unterwarenbahn eingeformt wird. Des Weiteren betrifft die vorliegende Erfindung eine Verpackungsmaschine, bei der eine Unterwarenbahn, die Druckmarken aufweist, von einer Warenbahnrolle taktweise abgerollt wird und bei der eine Formstation Verpackungsmulden in die Unterwarenbahn formt und mit einer Siegelstation, die eine Oberwarenbahn auf der Unterwarenbahn stoffschlüssig befestigt und mit einer Schneideinrichtung, die so fertiggestellten Verpackungen aus den Warenbahnen vereinzelt.

Ein derartiges Verfahren bzw. eine derartige Verpackungsmaschine sind aus dem Stand der Technik hinlänglich bekannt. Die Verpackungsmaschinen werden als sogenannte Form- Fill- Seal (FFS-Verpackungsmaschinen) oder sogenannte„Thermoformer" bezeichnet. Diese Verpackungsmaschinen werden beispielsweise zur Verpackung von Lebensmitteln eingesetzt. Dabei besteht heutzutage zum einen die Notwendigkeit bedruckte Folien einzusetzen, zum anderen besteht aber auch der Wunsch Schrumpffolien, d. h. Folien die sich unter Wärmeeinwirkung zusammenziehen und/oder sehr dünne d. h. sehr elastische Folien zu verarbeiten. Bei der Verarbeitung insbesondere von bedruckten Folien muss das Druckbild genau im Bereich der jeweils herzustellenden Verpackung platziert werden. Dafür weist die Warenbahn eine Druckmarke auf, die zur Positionierung der Warenbahn eingesetzt wird. Beispielsweise schlägt die DE10319420A1 vor die Deckelfolie mit einer beweglichen Bremse so lange zu recken bis die Deckelfolie exakt auf einer Verpackungsmulde platziert ist. Dieser Stand der Technik hat jedoch den Nachteil, dass diese Technologie für sehr dünne d. h. sehr elastische und/oder für schrumpffähige Folie nicht geeignet ist, weil diese Folien häufig zu ausgeprägtem gummibandartigem Verhalten neigen.

Es war deshalb die Aufgabe der vorliegenden Erfindung ein Verfahren und eine

Verpackungsmaschine zur Verfügung zu stellen, die die Nachteile des Standes der Technik nicht aufweisen.

Gelöst wird die Aufgabe mit einem Verfahren zur Herstellung einer Verpackung, bei dem eine bedruckte Unterwarenbahn, die Druckmarken aufweist, taktweise von einer

Warenbahnrolle in einer Laufrichtung abgerollt und einer Formstation zugeführt wird, in der die Verpackungsmulde in die Unterwarenbahn eingeformt wird, bei dem nach dem Abrollen und vor dem Formen der Unterwarenbahn die Position der Druckmarke in Laufrichtung der Unterwarenbahn von einem Sensor ermittelt und die Dehnung der Unterwarenbahn zwischen der Warenbahnrolle und deren Verbund mit einem Transportmittel, insbesondere einer Transportkette, und/oder zwischen der Warenbahnrolle und der Formstation

entsprechend des Signals des Sensors verändert wird.

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung einer Verpackung

insbesondere einer Kunststoffverpackung. Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren wird eine bedruckte Unterwarenbahn, die vorzugsweise pro Druckbild eine Druckmarke aufweist, taktweise von einer Warenbahnrolle in Laufrichtung abgerollt und einer Formstation zugeführt. In der Formstation wird in die Unterwarenbahn eine Verpackungsmulde beispielsweise durch Tiefziehen eingeformt. Dabei wird die Unterwarenbahn, bei der es sich vorzugsweise um eine Kunststofffolienbahn handelt, besonders bevorzugt erwärmt. Diese Verpackungsmulde wird anschließend mit dem Verpackungsgut, beispielsweise mit einem Lebensmittel, befüllt und sodann mit einer Oberwarenbahn, vorzugsweise ebenfalls eine Kunststofffolie, verschlossen, die an der Unterwarenbahn, insbesondere stoffschlüssig, beispielsweise durch Siegeln befestigt wird. Vor dem Verschließen der Verpackungsmulde kann wahlweise ein Vakuum gezogen und/oder ein Gasaustausch erfolgen. Die so fertiggestellten Verpackungen werden anschließend vereinzelt.

Diese Verpackungsmaschinen arbeiten erfindungsgemäß taktweise d. h. beispielsweise wird von einer Warenbahnrolle die Unterwarenbahn um eine Taktlänge, die für die Herstellung eines Formates benötigt wird, abgerollt und die Unterwarenbahn steht dann solange still bis das jeweilige Format in die Unterwarenbahn eingeformt bzw. dieses befüllt und/oder mit einer Oberwarenbahn verschlossen ist und/oder die einzelnen Verpackungen vereinzelt sind. Der Transport der Unterwarenbahn ist folglich nicht kontinuierlich sondern intermittierend.

Erfindungsgemäß wird nun nach dem Abrollen und vor dem Formen der Unterwarenbahn die Position der Druckmarke in Laufrichtung der Unterwarenbahn von einem Sensor,

beispielsweise einer Kamera, ermittelt, d. h. der Sensor prüft beispielsweise, ob bei dem Vorschub der Unterwarenbahn um eine Taktlänge die Druckmarke an ihm vorbei

transportiert worden ist oder nicht oder sich im Bereich des Sensors befindet. Abhängig von diesem Signal, das der Sensor an eine Maschinensteuerung absetzt, wird dann die

Unterwarenbahn, insbesondere der Abschnitt, der sich zwischen der Warenbahnrolle und der Formstation befindet, gedehnt, entspannt oder die vorhandene Dehnung wird

beibehalten, vorzugsweise wird dieser Abschnitt jedoch gedehnt, gering gedehnt oder noch geringer gedehnt, also immer um einen gewissen Betrag mehr oder weniger gedehnt, was dadurch ermöglicht wird, dass die Warenbahn und/oder das Druckbild vorzugsweise gezielt etwas zu kurz gefertigt wird und die zu kurz gefertigte Länge als Spielraum für das Dehnen nutzbar wird. Beispielsweise kann die Steuerung so aussehen, dass die Unterwarenbahn nicht oder nicht zusätzlich gedehnt wird, wenn sich die Druckmarke genau im Bereich des Sensors befindet. Ist die Druckmarke bereits an dem Sensor vorbeigelaufen, bevor der taktweise Vorschub beendet worden ist, so wird die Unterwarenbahn so lange gedehnt bis sich die Druckmarke im Bereich des Sensors befindet. Für den Fall, dass der Vorschub um eine Taktlänge bereits beendet ist, und die jeweilige Druckmarke den Sensor noch nicht passiert hat, wird beispielsweise die Dehnung der Folie soweit reduziert, bis die Druckmarke sich so lange stromabwärts bewegt hat, dass der Sensor sie erkennt. Der Fachmann erkennt, dass folglich die Dehnung der Unterwarenbahn für jede Taktlänge unterschiedlich sein kann. Der Fachmann erkennt, dass durch die Dehnung nicht die Lage des Druckbildes verändert wird, das sich gerade im Bereich der Formstation befindet, sondern die Lage eines Druckbildes, das sich um mindestens einen vorzugsweise zwei oder mehr Takte

stromaufwärts von der Formstation befindet. Vorzugsweise wird die jeweils eingestellte Dehnung der jeweiligen Taktlänge der Unterwarenbahn fixiert, bevor diese die Formstation erreicht.

Bei der Unterwarenbahn und/oder bei der Oberwarenbahn handelt es sich vorzugsweise um eine Kunststofffolienbahn, insbesondere um eine schrumpffähige Kunststofffolienbahn und/oder eine Kunststofffolienbahn, die eine Folienstärke vorzugsweise < 120 pm besonders bevorzugt < 80 pm aufweist.

Die zu diesem Verfahren gemachte Offenbarung gilt für die anderen Gegenstände

(Verfahren und Verpackungsmaschinen) der vorliegenden Erfindung gleichermaßen und umgekehrt.

Eine weitere Lösung der Aufgabe oder eine bevorzugte Ausführungsform des oben beschriebenen Verfahrens ist ein Verfahren zur Herstellung einer Verpackung, bei dem eine Verpackungsmulde mit einer Oberwarenbahn, die Druckmarken aufweist, verschlossen wird, wobei die Oberwarenbahn von einer Warenbahnrolle taktweise abgerollt und in einer Siegelstation stoffschlüssig mit einer Unterwarenbahn verbunden und von dieser taktweise weitertransportiert wird, bei dem, vorzugsweise bei jedem Takt, die Position der Druckmarke in Laufrichtung der Oberwarenbahn von einem Sensor ermittelt und die Dehnung der Oberwarenbahn entsprechend des Signals des Sensors , von der Folienrolle bis zur

Siegelstation verändert wird. Diese Ausführungsform der vorliegenden Erfindung hat den Vorteil, dass die Druckbilder auf Oberwarenbahnen, die sich aufgrund ihrer Elastizität gummibandartig zusammenziehen bzw. ausdehnen sehr exakt positioniert werden können. Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren wird keine Folienbremse wie sie beispielsweise in der DE10319420A1 offenbart ist benötigt.

Dieser erfindungsgemäße oder bevorzugte Gegenstand der vorliegenden Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung einer Verpackung, bei dem eine Verpackungsmulde, insbesondere eine befüllte Verpackungsmulde, mit einer Oberwarenbahn, die ebenfalls Druckmarken aufweist verschlossen wird.

Die Oberwarenbahn kann vor dem Befestigen mit der Unterwarenbahn geformt oder gereckt werden. Das Recken wirkt sich insbesondere auf die Schrumpffähigkeit der Oberwarenbahn positiv aus.

Des Weiteren ist es denkbar, dass die Oberwarenbahn vor deren Verbindung mit der

Unterwarenbahn gehalten, d.h. deren Form und/oder Dehnung fixiert wird, und/oder dass sie zusätzlich mit einem Transportmittel transportiert wird. Beide Funktionen können

beispielsweise von Transportketten vollführt werden, die rechts und links von den

Oberwarenbahn angeordnet sind und Mittel aufweisen, mit denen die Oberwarenbahn reversibel ergriffen werden kann.

Die Oberwarenbahn wird erfindungsgemäß von einer Warenbahnrolle taktweise abgerollt und in einer Siegelstation stoffschlüssig mit der Unterwarenbahn verbunden. Durch den taktweisen Transport der Unterwarenbahn wird die Oberwarenbahn ebenfalls taktweise angetrieben und dadurch weitertransportiert.

Erfindungsgemäß ist nun vorgesehen, dass vorzugsweise bei jedem Takt die Position der Druckmarke in Laufrichtung der Oberwarenbahn von einem Sensor ermittelt und die

Dehnung der Oberwarenbahn entsprechend dem Signal des Sensors von der Folienrolle bis zu der Siegelstation verändert wird, d. h. die mindestens gesamte abgerollte

Oberwarenbahn, die noch nicht an der Unterwarenbahn befestigt oder deren Dehnung noch nicht fixiert ist, wird bei diesem Vorgang gedehnt, wobei die Dehnung analog dem bei der Dehnung der Unterwarenbahn beschriebenem Verfahren erfolgen kann. Vorzugsweise wird bei diesem Verfahren die Lage des Druckbildes der Oberwarenbahn eingestellt, das bei diesem Takt auf die Unterwarenbahn gesiegelt werden soll. Die Dehnung der

Oberwarenbahn erfolgt vorzugsweise, nachdem der Vorschub der Unterwarenbahn bei dem jeweiligen Takt bereits beendet ist. Die zu diesem Verfahren gemachte Offenbarung gilt für die anderen Gegenstände

(Verfahren und Verpackungsmaschinen) der vorliegenden Erfindung gleichermaßen und umgekehrt.

Die folgenden Ausführungen gelten insbesondere für beide erfindungsgemäßen Verfahren aber auch für die erfindungsgemäßen Verpackungsmaschinen gleichermaßen.

Vorzugweise wird die Warenbahnrolle der Oberwarenbahn und/oder der Unterwarenbahn nach dem oder beim Abrollen einer Taktlänge blockiert, sodass sie sich nicht weiter abrollen kann.

Es ist durchaus denkbar, dass insbesondere beim Einfahren eines Verpackungsvorgangs, die Dehnung der jeweiligen Warenbahn mit jeder Taktlänge variiert. Vorzugweise ist das erfindungsgemäße Verfahren jedoch selbstlernend programmiert, sodass es sich nach einigen Taktlängen beispielsweise auf die jeweiligen Verfahrensbedingungen und/oder eine neue Warenbahnrolle eingeschwungen hat und dann die Dehnung der jeweiligen

Warenbahn nicht mehr nennenswert variiert werden muss.

Vorzugsweise wird die Unterwarenbahn nach dem Abrollen mit einem Transportmittel verbunden und von diesem transportiert, wobei die Dehnung der Unterwarenbahn vor deren Verbund mit dem Transportmittel erfolgt. Bei dem Transportmittel kann es sich

beispielsweise um Endlosketten handeln, die rechts und links der Unterwarenbahn vorgesehen sind und die jeweils mit Greifern bestückt sind, die die Unterwarenbahn im Einlaufbereich der Verpackungsmaschine in regelmäßigen Abständen ergreifen und entlang der Verpackungsmaschine weitertransportieren. Im Auslaufbereich wird dieser Verbund zwischen der Unterwarenbahn und den Transportmitteln dann wieder gelöst.

Vorzugsweise fixieren diese Transportmittel die der Unterwarenbahn bei dem jeweiligen Folienvorschub aufgeprägte Dehnung, sodass diese entlang der gesamten

Verpackungsmaschine, insbesondere jedoch beim Einformen der Verpackungsmulden, erhalten bleibt und sodass diese von Taktlänge zu Taktlänge variieren kann.

Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist der Betrag, um den die Taktlänge der jeweiligen Warenbahn gedehnt werden soll, stufenlos einstellbar. Weiterhin gelöst wird die Aufgabe mit einer Verpackungsmaschine, bei der eine Unterwarenbahn, die Druckmarken aufweist, von einer Warenbahnrolle taktweise abgerollt wird und bei der eine Tiefziehstation Verpackungsmulden in die Unterwarenbahn formt und die eine Siegelstation aufweist, die eine Oberwarenbahn auf der Unterwarenbahn

stoffschlüssig befestigt und mit einer Schneideinrichtung, die die so fertiggestellten

Verpackungen aus den Warenbahnen vereinzelt, wobei sie einen Sensor aufweist, der die Druckmarken auf der Unterwarenbahn erkennt und dessen Signal ein Mittel regelt, das die Unterwarenbahn abschnittsweise dehnt.

Die zu dieser Verpackungsmaschine gemachten Ausführungen gelten für die

erfindungsgemäßen Verfahren und die weitere erfindungsgemäße Verpackungsmaschine gleichermaßen und umgekehrt.

Erfindungsgemäß weist die Verpackungsmaschine einen Sensor auf, der die Druckmarken auf der Unterwarenbahn erkennt und dessen Signal zur Regelung eines Mittels eingesetzt wird, dass die Unterwarenbahn abschnittsweise dehnt. Die Dehnung wird so eingestellt, dass die Druckmarke eine bestimmte Position relativ zu dem ortsfest vorgesehenen Sensor einnimmt.

Bei dem Mittel, das die Unterwarenbahn dehnt, kann es sich beispielsweise um einen geregelten, antreibbaren Tänzer handeln, der beispielsweise um eine Achse drehbar vorgesehen ist und bei dem die Veränderung des Drehwinkels in einer zunehmenden oder abnehmenden Dehnung der Warenbahn resultiert.

Vorzugsweise weist die Verpackungsmaschine ein Transportmittel, insbesondere

Transportketten auf, das die Unterwarenbahn fixiert und entlang der Verpackungsmaschine transportiert. Das Mittel zur Veränderung der Dehnung der Unterbahn wird dabei

vorgesehen, bevor die Warenbahn von dem Transportmittel ergriffen wird, d. h.

stromaufwärts von dem Transportmittel.

Gemäß einer weiteren erfindungsgemäßen oder bevorzugten Ausführungsform der

Verpackungsmaschine weist diese einen Sensor auf, der Druckmarken auf der

Oberwarenbahn erkennt und dessen Signal ein Mittel regelt, dass die Oberwarenbahn so dehnt, dass die auf ihr vorhandenen Druckbilder jeweils genau über einer

Verpackungsmulde angeordnet werden und dort mit der Unterwarenbahn beispielsweise durch Siegeln verbunden werden können. Die zu dieser Verpackungsmaschine gemachten Ausführungen gelten für die

erfindungsgemäßen Verfahren und die weitere erfindungsgemäße Verpackungsmaschine gleichermaßen und umgekehrt.

Im Folgenden werden die Erfindungen anhand der Figuren 1 und 2 erläutert. Diese

Erläuterungen sind lediglich beispielhaft und schränken den allgemeinen

Erfindungsgedanken nicht ein. Die Erläuterungen gelten für alle Gegenstände der vorliegenden Erfindung gleichermaßen.

Figur 1 zeigt die erfindungsgemäße Verpackungsmaschine.

Figur 2 zeigt das Mittel zur Dehnung der Unterwarenbahn

Figur 1 zeigt die erfindungsgemäße Verpackungsmaschine 1 , die eine Tiefziehstation 2, eine Füllstation 7 sowie eine Siegelstation 19 aufweist. Eine Unterwarenbahn 8, hier eine bedruckte, vorzugsweise schrumpffähige Kunststofffolienbahn 8, die sogenannte Unterbahn, wird von einer Vorratsrolle abgezogen und taktweise entlang der erfindungsgemäßen Verpackungsmaschine von rechts nach links transportiert. Bei einem Takt wird die

Warenbahn 8 um eine Formatlänge, die auch als Taktlänge bezeichnet wird,

weitertransportiert. Dafür weist die Verpackungsmaschine zwei Transportmittel, in dem vorliegenden Fall jeweils zwei Endlosketten, auf, die rechts und links von der Warenbahn angeordnet sind. Sowohl am Anfang als auch am Ende der Verpackungsmaschine ist für jede Kette jeweils mindestens ein Zahnrad vorgesehen, um das die jeweilige Kette umgelenkt wird. Mindestens eines dieser Zahnrader ist angetrieben. Die Zahnräder im Eingangsbereich und/oder im Ausgangsbereich können miteinander, vorzugsweise durch eine starre Achse, verbunden sein. Jedes Transportmittel weist eine Vielzahl von

Klemmmitteln auf, die die Warenbahn 8 im Einlaufbereich klemmend ergreifen und die Bewegung des Transportmittels auf die Unterwarenbahn 8 übertragen. Im Auslaufbereich der Verpackungsmaschine wird die klemmende Verbindung zwischen dem Transportmittel und der Warenbahn 8 wieder gelöst. In der Tiefziehstation 2, die über ein Oberwerkzeug 3 und ein Unterwerkzeug 4 verfügt, das die Form der herzustellenden Verpackungsmulde aufweist, werden die Verpackungsmulden 6 in die Warenbahn 8 eingeformt. Das

Unterwerkzeug 4 ist auf einem Hubtisch 5 angeordnet, der, wie durch den Doppelpfeil symbolisiert wird, vertikal verstellbar ist. Vor jedem Warenbahnvorschub wird das

Unterwerkzeug 4 abgesenkt und danach wieder angehoben. Im weiteren Verlauf der Verpackungsmaschine werden die Verpackungsmulden dann in der Füllstation 7 mit dem Verpackungsgut 16 befüllt. In der sich daran anschließenden Siegelstation 19, die ebenfalls aus einem Oberwerkzeug 12 und einem vertikal verstellbaren Unterwerkzeug 11 besteht, wird eine Oberwarenbahn 14 stoffschlüssig, vorzugsweise durch Siegeln an der Warenbahn 8 befestigt. Durch das Siegeln der Oberwarenbahn an die Unterwarenbahn treibt die

Unterwarenbahn die Oberwarenbahn an und zieht diese ebenfalls taktweise von der

Vorratsrolle 28 ab. Auch in der Siegelstation werden das Oberwerkzeug und/oder das Unterwerkzeug vor und nach jedem Folientransport abgesenkt bzw. angehoben. Vor dem Siegeln der Oberwarenbahn 1 an die Unterwarenbahn 8 wird gegebenenfalls in der befüllten Verpackungsmulde ein gewisser Unterdruck erzeugt und/oder es erfolgt gegebenenfalls ein Gasaustausch. Die Erzeugung des Unterdrucks bzw. der Gasaustausch erfolgen

vorzugsweise während sich die jeweilige Verpackungsmulde innerhalb der Siegelstation befindet, vorzugsweise unmittelbar, bevor die Siegelwerkzeuge 1 1 , 12 gegeneinander gepresst werden. Auch die Oberwarenbahn 14 kann in einem Transport- und/oder

Fixiermittel geführt sein bzw. transportiert werden. Die Ausführungen, die zu dem

Transportmittel der Unterwarenbahn gemacht wurden gelten auch für die Oberwarenbahn. Des Weiteren kann auch die Oberwarenbahn verformt und/oder gereckt sein. Diese

Verformung/Reckung wird vorzugsweise von dem Transport-/Fixiermittel fixiert. Im weiteren Verlauf der Verpackungsmaschine werden die fertiggestellten Verpackungen vereinzelt, was in dem vorliegenden Fall mit dem Querschneider 25 und dem Längsschneider 23 erfolgt. Der Querschneider 25 ist in dem vorliegenden Fall ebenfalls mit einer Hubeinrichtung 9 anhebbar bzw. absenkbar.

Figur 2 zeigt beispielhaft ein Mittel zur Dehnung der Unterwarenbahn 8, wobei dieses Mittel analog zur Dehnung der Oberwarenbahn 14 eingesetzt werden kann.

Figur 2 zeigt den Einlaufbereich 24 der erfindungsgemäßen Verpackungsmaschine 1. In diesem ist eine Warenrollenbahn 21 , in dem vorliegenden Fall eine Folienrolle auf einer Drehachse 22 drehbar angeordnet. Wie durch den Pfeil dargestellt, wird die Unterwarenbahn 8 von der Warenbahnrolle 21 taktweise um eine Taktlänge abgerollt und sodann von

Transportmitteln 29, hier Endlostransportketten mit Greifern, ergriffen, die die

Unterwarenbahn entlang der Verpackungsmaschine taktweise d. h. intermittierender

Vorschub der Unterwarenbahn, jeweils um eine Taktlänge, transportiert. Bevor die

Unterwarenbahn von den Transportmitteln ergriffen wird, passiert sie ein Dehnungsmittel 13, hier einen Tänzer, mit dem der abgerollte Warenbahnabschnitt, der sich zwischen dem Transportmittel 29 und der Rolle 21 befindet, gedehnt werden kann. Weiterhin weist die erfindungsgemäße Verpackungsmaschine im Einlaufbereich einen Sensor 26 auf, mit dem es möglich ist Druckmarken, die die Lage des jeweiligen Druckbildes auf der

Unterwarenbahn spezifizieren, zu erkennen. Die erfindungsgemäße Verpackungsmaschine weist keine Folienbremse 23 auf, wie sie beispielsweise im Stand der Technik, insbesondere in der DE10319420A1 , benötigt wird. Der Tänzer verfügt in dem vorliegenden Fall über mehrere Rollen 18, 20 die die Unterwarenbahn 8 umlenken. Die Rollen 18 sind an dem eigentlichen Tänzer vorgesehen, der drehbar um eine Drehachse 17 angeordnet ist. Auf seiner der Drehachse gegenüberliegenden Seite oder einer dazwischen vorgesehenen Position weist der Tänzer einen geregelten Antrieb 30, in dem vorliegenden Fall einen Linearantrieb, auf, mit dem die Winkelstellung es Tänzers stufenlos verstellt werden kann. Dadurch ist es möglich, den gesamten Warenbahnbereich zwischen dem Transportmittel und der Rolle stufenlos von keiner Dehnung bis zur Plastizitätsgrenze der Folienbahn und darüber hinaus zu dehnen. Diese Dehnung wird eingesetzt, um die jeweilige Druckmarke so relativ zu dem Sensor 26 zu positionieren, dass dieses Druckbild in der Formstation die gewünschte Lage einnimmt d. h. dass die eingeformte Verpackungsmulde, wie gewünscht, mit dem auf der Warenbahn aufgedrucktem Druckbild übereinstimmt. Dabei kann die

Steuerung folgendermaßen erfolgen. Nach jedem Vorschub wird vorzugsweise die Drehung der Warenbahnrolle 21 blockiert. Befindet sich am Ende eines Vorschubes die Druckmarke genau unter dem Sensor 26, wird der Antrieb des Tänzers nicht aktiviert, d. h. der Tänzer bleibt in der jeweils vorhandenen Stellung. Ist der Vorschub jedoch beendet, ohne dass der Sensor 26 die Druckmarke gesehen hat d. h. ohne dass die Druckmarke den Sensor passiert hat, wird der Antrieb 30 so aktiviert, dass sich die Dehnung der Warenbahn vermindert d. h. in dem vorliegenden Fall wird der Tänzer gegen den Uhrzeigersinn gedreht. Dadurch bewegt sich die Druckmarke, die sich stromaufwärts von dem Sensor 26 befindet, in Richtung des Sensors. Der Tänzer wird dabei so lange bewegt, bis der Sensor 26 die Druckmarke erkennt. Umgekehrt wird die Dehnung der Unterwarenbahn erhöht, wenn die Druckmarke den Sensor bereits passiert hat, bevor der Transporttakt beendet ist. Dadurch wandert die Druckmarke rückwärts bis sie sich im Bereich des Sensors 26 befindet.

In Abhängigkeit beispielsweise von den Materialeigenschaften der verwendeten

Unterwarenbahn, vorzugsweise bei Warenbahnen, die kein schnelles oder möglicherweise überhaupt kein vermindern der zuvor erfahrenen Dehnung zulassen, kann die Steuerung auch folgendermaßen erfolgen. Nach jedem Vorschub wird vorzugsweise die Drehung der Warenbahnrolle 21 blockiert. Befindet sich am Ende eines Vorschubes die Druckmarke genau unter dem Sensor 26, wird der Antrieb des Tänzers nicht verändert, d. h. die

Dehnung, die der Tänzer an der Warenbahn bewirkt, bleibt auf dem jeweils vorhandenen Niveau. Ist der Vorschub jedoch beendet, ohne dass der Sensor 26 die Druckmarke gesehen hat, d. h. ohne dass die Druckmarke den Sensor passiert hat, wird der Antrieb 30 so verändert, dass sich die Dehnung der Warenbahn vermindert, d. h. in dem vorliegenden Fall wird der Tänzer gegen den Uhrzeigersinn gedreht. Dadurch bewegt sich, allerdings erst beim nächsten Vorschub, die dafür relevante Druckmarke, die sich ohne Anpassung der Dehnung stromaufwärts von dem Sensor 26 befinden würde, in Richtung des Sensors. Bei dem vorzugsweise selbstlernend programmierten Verfahren wird der Tänzer dabei taktweise so lange bewegt, bis der Sensor 26 die Druckmarke erkennt. Umgekehrt wird die Dehnung der Unterwarenbahn erhöht, wenn die Druckmarke den Sensor bereits passiert hat, bevor der Transporttakt beendet ist. Dadurch wandert die Druckmarke beim jeweils nächsten Vorschub rückwärts bis sie sich im Bereich des Sensors 26 befindet. Der Fachmann darf erwarten, dass sich insbesondere beim Einfahren des Verpackungsvorgangs Einschwingvorgänge hinsichtlich der Position der Druckmarke relativ zum Sensor über zumeist mehrere

Vorschübe ergeben, bis der Verpackungsvorgang mit vorzugsweise nur noch geringen Schwankungen der Position der Druckmarke, die dann üblicherweise zumeist aus fertigungsbedingten Schwankungen der Warenbahnqualität resultieren, als sicheres

Verfahren abläuft.

Der Fachmann erkennt, dass dieselben Anordnungen auch zur Dehnung der

Oberwarenbahn eingesetzt werden können kann, wobei die Dehnung in diesem Fall auf den Folienbahnabschnitt aufgeprägt wird, der bereits abgerollt ist jedoch noch nicht mit der Unterwarenbahn verbunden ist oder der Bereich bereits abgerollt, aber noch nicht fixiert ist.

Bezugszeichenliste:

1 Verpackungsmaschine

2 Tiefziehstation

3 Oberwerkzeug der Tiefziehstation

4 Unterwerkzeug der Tiefziehstation

5 Hubtisch, Träger eines Werkzeugs der Siegel- , Tiefziehstation und/oder der Schneideinrichtung

6, 6 ' Verpackungsmulde

7 Füllstation

8 Unterwarenbahn, Unterbahn

9 Hubeinrichtung

10 Rahmen

1 1 Unterwerkzeug der Siegelstation

12 Oberwerkzeug der Siegelstation

13 Mittel, Dehnungsmittel, Tänzer

14 Oberwarenbahn, Oberbahn, Deckelfolie

15 Format

16 Verpackungsgut

17 Drehachse

18 Rolle

19 Siegelstation

20 Rolle

21 Warenbahnrolle, Folienrolle

22 Drehachse, vorzugsweise mit Bremse

23 Folienbremse (Stand der Technik)

24 Einlaufbereich

25 Schneideinrichtung

6 Sensor

7 Laufrichtung der Unterwarenbahn

8 Warenbahnrolle, Folienrolle

9 Transportmittel, Zahnrad zur Führung und/oder Transport der Transportkette

30 Antrieb des Tänzers, Linearantrieb