MEYER, Klaus (Obere Hardt 10, Breidenbach, 35236, DE)
DONGES, Hans, Günter (Zum Kühlen Grund, Bad Endbach, 35080, DE)
MEYER, Klaus (Obere Hardt 10, Breidenbach, 35236, DE)
Patentansprüche:
1. Verpackungsmaschine mit einem Heizmittel (1 ), mit dem eine Folienbahn (42, 55) aufheizbar ist, die anschließend mit einem Formwerkzeug (44) tiefziehbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich Heizmittel (1 ) und/oder im Bereich des Formwerkzeugs (44) ein Kühlmittel (2) angeordnet ist, das die Folienbahn (42, 55) lokal abkühlt.
2. Verpackungsmaschine nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass das Kühlmittel eine Düse ist, die ein Medium auf die Folienbahn (42, 55) sprüht oder bläst.
3. Verpackungsmaschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Medium ein Gas, insbesondere Luft ist.
4. Verpackungsmaschine nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Kühlmittel ein vorzugsweise gekühlter Stempel ist.
5. Verpackungsmaschine nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Kühlmittel eine Platte ist, mit der die Folienbahn in Kontakt gebracht wird.
6. Verpackungsmaschine nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sie Temperaturmessmittel (6) aufweist.
7. Verpackungsmaschine nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Heizplatte einen Temperaturgradienten aufweist. |
Verpackungsmaschine mit einem Mittel zum Kühlen einer Folienbahn vor dem Tiefziehen
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Verpackungsmaschine mit einem Heizmittel, das eine Folienbahn aufheizt, die anschließend mit einem Formwerkzeug tiefgezogen wird.
Die gattungsgemäßen Verpackungsmaschinen sind aus dem Stand der Technik bekannt. Bei diesen Verpackungsmaschinen wird in eine plane Folienbahn eine Mulde durch Tiefziehen eingeformt. Dafür muss die Folienbahn vor dem Tiefziehen mit einem Heizelement erwärmt werden. Beim Tiefziehen wird die Folienbahn unterschiedlich beansprucht. Insbesondere im Bereich von Ecken und im Randbereich wird die Folienbahn wesentlich stärker gedehnt als beispielsweise am Boden der Mulde oder im Bereich der Siegelnaht. Um zu vermeiden, dass die Folie in stark gedehnten Bereichen zu dünn wird, werden dickere Folienbahnen verwendet, was sich nachteilig auf die Kosten, den Transport und die Entsorgung der herzustellenden Verpackung auswirkt.
Es war deshalb die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Verpackungsmaschine zur Verfügung zu stellen, die die Nachteile des Standes der Technik nicht aufweist.
Gelöst wird die Aufgabe mit einer Verpackungsmaschine mit einem Heizmittel, mit dem eine Folienbahn aufheizbar ist, die anschließend mit einem Formwerkzeug tiefziehbar ist, bei der im Bereich des Heizmittel und/oder im Bereich des Formwerkzeugs ein Kühlmittel angeordnet ist, das die Folienbahn lokal abkühlt.
Erfindungsgemäß weist die Verpackungsmaschine ein Kühlmittel im Bereich des Heizmittels und/oder im Bereich des Formwerkzeuges auf, mit dem die Folienbahn lokal abgekühlt wird. Die Folie wird demnach während des und/oder nach dem Aufheizen(s) und/oder während des und/oder nach dem Formen(s) lokal gekühlt. Dadurch kann vor und/oder beim Tiefziehen ein gewünschtes Temperaturprofil in der Folienbahn erzielt werden, bevor und/oder während diese tiefgezogen wird. Bereiche die beim Tiefziehen potenziell zu dünn werden, können gezielt gekühlt werden, um
ein Wegfließen von Material aus diesen Bereichen zu erschweren. Dies gilt beispielsweise für die Seitenwandbereiche der Verpackung, insbesondere die Ecken der Seitenwände sowie für den übergang zwischen Seitenwand und Boden.
Im Bereich des Heizmittels und im Bereich des Formwerkzeuges im Sinne der Erfindung bedeutet, dass bei einer Verpackungsmaschine, bei der die Folienbahn taktweise entlang der Verpackungsmaschine transportiert wird, während eines Taktes an der Stelle, an der die Folienbahn aufgeheizt oder verformt wird auch die Kühlung der Folienbahn erfolgt. Bei einer kontinuierlich operierenden Maschine erfolgt die Kühlung an der Stelle an der die Folienbahn auch geheizt und/oder verformt wird.
Durch die lokale Kühlung wird vorzugsweise keine zusätzliche Maschinenlänge benötigt.
Vorzugsweise handelt es sich bei dem Kühlmittel um eine oder mehrere Düsen, die ein Medium, vorzugsweise Luft auf die Folienbahn sprüht oder bläst. Das Medium kann flüssig oder gasförmig sein. Im Fall eines flüssigen Mediums sollte dieses schnell verdunsten, vorzugsweise bevor die hergestellte Verpackungsmulde mit dem Verpackungsgut befüllt wird. Besonders bevorzugt handelt es sich um eine Vielzahl von Düsen, die in einem Rastermaß angeordnet sind und die Wahlweise beispielsweise von einem Computer angesteuert werden können. Dadurch ist es möglich, ein ganz bestimmtes Kühlprogramm zu fahren und bei einem Formatwechsel die jeweils angesteuerten Düsen entsprechend der gewünschten Kühlung zu ändern. Der Computer steuert jedoch nicht nur welche Düsen betrieben werden sondern auch mit welcher Intensität diese betrieben werden. Für jedes Packungsformat, das auf der erfindungsgemäßen Verpackungsmaschine hergestellt wird, kann somit eine optimale Temperaturverteilung hinterlegt und Bedarfsweise abgerufen werden. Diese Temperaturverteilung kann auch noch von dem jeweils zu verarbeitenden Folientyp abhängen. Besonders bevorzugt weist das Tiefziehwerkzeug eine Identifikation, beispielsweise einen Barcode oder einen Transponder, auf. Sobald diese Identifikation in den Computer eingegeben oder
automatisch eingelesen wird, wird automatisch das gewünschte Temperaturprofil abgerufen und die Düsen jeweils entsprechend angesteuert.
In einer anderen bevorzugten Ausführungsform ist das Kühlmittel ein gekühlter Stempel. Dieser Kühlstempel weist beispielsweise einen oder mehrere Kühlkanäle auf, die den Kühlstempel gleichmäßig kühlen. Der Kühlstempel kann jedoch auch einen gewünschten Temperaturgradienten aufweisen. Bei einem Formatwechsel wird der Kühlstempel vorzugsweise ebenfalls gewechselt.
In einer anderen bevorzugten Ausführungsform ist das Kühlmittel eine Platte, mit der die Folienbahn zur Kühlung in Kontakt gebracht wird. Diese Platte weist beispielsweise einen oder mehrere Kühlkanäle auf, die die Platte gleichmäßig kühlen. Die Platte kann jedoch auch einen gewünschten Temperaturgradienten aufweisen.
Ganz besonders bevorzugt wirken der gekühlte Stempel und das Kühlmittel zusammen, indem der Stempel die Folie gegen das Kühlmittel drückt.
Weiterhin bevorzugt weist die erfindungsgemäße Verpackungsmaschine Temperaturmessmittel auf, mit dem die Temperaturverteilung in der Folienbahn gemessen wird. Dieses Signal wird ganz besonders bevorzugt dazu herangezogen, das Kühlmittel so zu steuern, dass in der Folie vor dem Tiefziehen die gewünschte Temperaturverteilung erzielt wird.
Vorzugsweise weist auch die Heizplatte einen Temperaturgradienten auf, so dass die Folie bereits während des oder nach dem Heizen(s) keine gleichförmige Temperatur sondern einen Temperaturgradienten aufweist. In diesem Zusammenhang wird auf die Parallelanmeldung mit dem internen Aktenzeichen CI0346 verwiesen, die hiermit als Referenz eingeführt wird, und somit als Teil der Offenbarung gilt.
Im Folgenden wird die vorliegende Erfindung anhand der Figuren 1 bis 5 erläutert. Diese Erläuterungen sind lediglich beispielhaft und schränken den allgemeinen Erfindungsgedanken nicht ein.
Figur 1 zeigt schematisch die erfindungsgemäße Verpackungsmaschine.
Figur 2 zeigt Düsen als Kühlmittel.
Figur 3 zeigt einen Stempel als Kühlmittel.
Figur 4 zeigt einen Stempel als Kühlmittel, der mit einer Kühlplatte zusammenwirkt.
Figur 5 zeigt die Ausführungsform gemäß Figur 2 in Draufsicht.
Figur 1 zeigt eine schematische Darstellung einer möglichen Ausführungsform der erfindungsgemäßen Verpackungsmaschine. Eine Unterfolie 42 wird von einer Rolle abgerollt und zunächst mit einem Heizelement 1 erwärmt. Anschließend oder gleichzeitig wird die Unterfolie durch das Kühlmittel 2 lokal gekühlt, so dass in der Unterfolie ein Temperaturgradient entsteht. Nachfolgend wird die Unterfolie in einer Formstation 43 tiefgezogen. Diese Formstation 43 weist ein Oberwerkzeug 44 und ein Unterwerkzeug 45, das auf einer Auflage 46 angeordnet ist, auf. Wie durch den Doppelpfeil dargestellt, ist die Auflage 46 und damit das Unterwerkzeug 45 vertikal verschiebbar. Sobald die Verpackungsmulden 3 in die Unterfolienbahn 42 eingeformt sind, werden sie mit dem Verpackungsgut 54 befüllt. Anschließend bevor die Verpackungsmulden in die Siegelstation 48 gelangen, werden mittels einer Stanze 56 Löcher in die Unterfolie gestanzt, die für den Gasaustausch in der Verpackung innerhalb der Siegelstation benötigt werden. In der Siegelstation 48 wird eine Oberfolie 55 auf die Unterfolie 42 gesiegelt und somit die Verpackungen geschlossen. In dem vorliegenden Fall wird auch die Oberfolie mittels eines Heizelementes 1 aufgewärmt. Anschließend oder gleichzeitig wird die Oberfolie 55 durch das Kühlmittel 2 lokal gekühlt, so dass in der Oberfolie ein Temperaturgradient entsteht und anschließend mittels des Tiefziehwerkzeuges 44 tiefgezogen. Diese Tiefziehung kann dazu dienen, einen gewölbten Deckel für die Verpackungen zur Verfügung zu stellen. Die Tiefziehung kann jedoch auch dazu dienen die Oberfolie schrumpffähig zu machen. Auch die Siegelstation weist ein Oberwerkzeug 49 und
ein Unterwerkzeug 50 auf, die beim Siegeln gegeneinander gepresst werden. In dem Oberwerkzeug 49 befindet sich ein Siegelrahmen, der ebenfalls mittels eines Heizelementes beheizt wird. Die nunmehr geschlossenen Verpackungen werden abschließend in einer Schneidstation 51 vereinzelt. Die Querschneidung der Schneidstation weist ebenfalls ein Oberwerkzeug 52 und ein Unterwerkzeug 53 auf, wobei das Unterwerkzeug 53 wiederum vertikal verschiebbar ist. Der Fachmann versteht, dass auch die Formstation, eine Kühlung aufweisen kann.
Figur 2 zeigt eine mögliche Ausführungsform des Kühlmittels, das im Berich des Heizmittels 1 oder im Bereich der Formstation 43 angeordnet ist. In dem vorliegenden Fall handelt es sich bei dem Kühlmittel um Düsen, die Luft von unten oder oben gegen die Folienbahn 42 blasen und diese somit lokal kühlen. Im Bereich der Kühlung weist die erfindungsgemäße Verpackungsmaschine Thermoelemente 6 auf, die die Temperaturverteilung in der Folienbahn 42 messen. Das Signal dieser Thermoelemente wird zur Steuerung der Düsen verwendet. Beispielsweise werden die Düsen abhängig von einer gemessenen Ist-Temperatur und einer gewünschten Soll-Temperatur in ihrer Intensität gesteigert oder reduziert. Um zu erreichen, dass die Folienbahn am Ende eines Taktes die gewünschte Temperaturverteilung aufweist.
Figur 3 zeigt die Vorrichtung gemäß Figur 2, wobei in dem vorliegenden Fall das Kühlmittel 2 ein Stempel ist, der, wie durch den Doppelpfeil dargestellt ist, vertikal verschiebbar angeordnet ist. Zur Kühlung der Folienbahn 42, 55 wird dieser Stempel in Kontakt mit der Folienbahn gebracht. Sobald die gewünschte Temperaturverteilung in der Folienbahn erzielt worden ist, wird der Stempel 2 wieder von der Folienbahn entfernt.
Figur 4 zeigt die Ausführungsform der erfindungsgemäßen Verpackungsmaschine gemäß Figur 3, wobei die Verpackungsmaschine in dem vorliegenden Fall noch eine Kühlplatte aufweist. Der Stempel drückt die Folienbahn gegen die Kühlplatte, so dass diese an der Kühlplatte und gegebenenfalls zusätzlich auch von dem Stempel gekühlt wird um die gewünschte Temperaturverteilung innerhalb der Folienbahn 42 zu erzielen. Die Kühlplatte kann mehrere Kühlkanäle aufweisen, die individuell
ansteuerbar sind, um die gewünschte Temperaturverteilung in der Folienbahn zu erzielen. Die Kühlplatte und der Stempel können im Bereich des Heizmittels 1 und/oder im Bereich des Formwerkzeug angeordnet sein.
Figur 5 zeigt die Kühlung der erfindungsgemäßen Verpackungsmaschine gemäß Figur 2 in einer Draufsicht. In dieser Ansicht ist zu erkennen, dass die Kühlung 2 aus einer Vielzahl von Düsen besteht, die in einem Raster angeordnet sind. Jede Düse ist einzeln von einem Computer steuerbar, so dass sie einzeln betreibbar und jeweils ihre Intensität unterschiedlich eingestellt werden kann. In dem vorliegenden Fall sind lediglich die weißhinterlegten Düsen 2 in Betrieb, um die Folienbahn 42 in diesem Bereich zu kühlen. Die später in der Formstation herzustellenden Verpackungsmulden sind durch die gestrichelten Linien schematisch dargestellt. Es ist demnach zu erkennen, dass in dem vorliegenden Fall lediglich der Randbereich der herzustellenden Verpackungsmulde gekühlt wird.
Bezugszeichenliste
1 Heizelement
2, 2 ' Kühlmittel, Düsen, Stempel, Kühlplatte
3 Verpackungsmulde
4 Verpackungsmaschine
5 Siegelrahmen
6 Temperaturmessmittel, Thermoelement
7 Kühlplatt 2 Unterfolienbahn 3 Formstation 4 Oberwerkzeug der Formstation 5 Unterwerkzeug der Formstation 6 Auflage des Unterwerkzeuges der Formstation 8 Siegelstation 9 Oberwerkzeug der Siegelstation 0 Unterwerkzeug der Siegelstation 1 Schneidstation 2 Oberwerkzeug der Schneidstation 3 Unterwerkzeug der Schneidstation 4 Verpackungsgut 5 Oberfolie 6 Stanzen
