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Patent Searching and Data


Title:
PANEL DEVICE FOR A SLIDING ROOF ARRANGEMENT OF A VEHICLE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2007/110022
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a panel device for a sliding roof arrangement of a vehicle, having a panel element for closing a gap between a frame of the sliding roof arrangement and an externally-guided sliding cover when the latter is situated in a ventilator position, having a holding element in which the panel element can be at least partially held, having an actuating element which deploys the panel element relative to the holding element in a first direction, and having force absorbing means, by means of which a force which acts in a second direction perpendicularly on a side of the panel element and perpendicularly to the first direction can be absorbed.

Inventors:
FAERBER MANFRED (DE)
BERGMILLER ALEXANDER (DE)
Application Number:
DE2007/000376
Publication Date:
October 04, 2007
Filing Date:
March 01, 2007
Export Citation:
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Assignee:
WEBASTO AG (DE)
FAERBER MANFRED (DE)
BERGMILLER ALEXANDER (DE)
International Classes:
B60J7/22
Foreign References:
EP1632376A22006-03-08
JP2006315615A2006-11-24
JP2001180285A2001-07-03
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Claims:
Patentansprüche

1. Blendenvorrichtung (10) für eine Schiebedachanordnung (1) eines Fahrzeugs (2) , - mit einem Blendenelement (11) zum Schließen eines

Spalts (8a) zwischen einem Rahmen (7) der Schiebedachanordnung (1) und einem außen geführten Schiebedeckel (6) , wenn sich dieser in einer Lüfterstellung (II) befindet,

- mit einem Aufnahmeelement (12) , in welchem das Blenden- element (11) wenigstens teilweise aufnehmbar ist,

- mit einem Stellelement (20, 20'; 38, 38') / welches das Blendenelement (11) relativ zu dem Aufnahmeelement (12) in einer ersten Richtung (z) ausstellt.

2. Blendenvorrichtung (10) für eine Schiebedachanordnung (1) eines Fahrzeugs (2) ,

- mit einem Blendenelement (11) zum Schließen eines Spalts (8a) zwischen einem Rahmen (7) der Schiebedachanordnung (1) und einem außen geführten Schiebedeckel (6) , wenn sich dieser in einer Lüfterstellung (II) befindet,

- mit einem Aufnahmeelement (12) , in welchem das Blendenelement (11) wenigstens teilweise aufnehmbar ist,

- mit einem Stellelement (20, 20 λ ; 35, 35 λ ), welches das Blendenelement (11) relativ zu dem Aufnahmeelement (12) in einer ersten Richtung (z) ausstellt, und

- mit Kraftaufnahmemitteln (28) , durch welche eine in einer zweiten Richtung (y) senkrecht auf eine Seite (Hj, Hk) des Blendenelements (11) und senkrecht zu der ersten Richtung (z) wirkende Kraft aufnehmbar ist.

3 . Blendenvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 2 , d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass das Blendenelement (11 ) von einer ersten Stellung (I ) in eine zweite Stellung ( II , III ) , bei der wenigstens

ein Abschnitt des Blendenelements (11) von dem Aufnahme- element (12) weiter beabstandet ist, als bei der ersten Stellung, ausstellbar ist.

4. Blendenvorrichtung nach wenigstens einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass das Blendenelement (11) als einteilige und/oder längliche und/oder im Wesentlichen rechteckige Platte ausgebildet ist.

5. Blendenvorrichtung nach mindestens einem der vorherigen Ansprüche , dadurch gekennzeichnet , dass das Blendenelement (11) einen im Wesentlichen L- förmigen Querschnitt aufweist, wobei der Querschnitt einen langen Schenkel (IIb) und einen kurzen Schenkel (llc) umfasst .

6. Blendenvorrichtung nach mindestens einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass das Blendenelement (11) als ein kunststoffenthaltendes Teil und/oder ein glasfaserverstärktes, kunststoff- enthaltendes Teil ausgebildet ist.

7. Blendenvorrichtung nach mindestens einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass das Stellelement (20, 20 λ ; 35) als eine Feder (20, 20 λ ) und/oder ein Hebelarm (35, 35 λ ) ausgebildet ist.

8. Blendenvorrichtung nach einem der Ansprüche 7, dadurch gekennzeichnet ,

dass die Feder (20, 20 x ) als Bügelfeder und/oder als Signalfeder und/oder gekröpfte Feder und/oder Schenkelfeder ausgebildet ist.

9. Blendenvorrichtung nach einem der Ansprüche 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet , dass die Feder (20, 20 M in das Blendenelement (11) teilweise eingespritzt ist.

10. Blendenvorrichtung nach mindestens einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass das Aufnahmeelement (12) als ein Profilteil ausgebildet ist.

11. Blendenvorrichtung nach mindestens einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass das Aufnahmeelement (12) einen im Wesentlichen U- förmigen Querschnitt aufweist, wobei der Querschnitt zwei Schenkel (12b, 12c) und einen zwischen den Schenkeln angeordneten Boden umfasst, wobei das Blendenelement (11) in der ersten Stellung (I) wenigstens teilweise zwischen den Schenkeln (12b, 12c) des Aufnähmeelements (12) ange- ordnet ist.

12. Blendenvorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennz e i chnet , dass die Seiten (Hj, Hk) des Blendenelements (11) im Wesentlichen parallel zu den Schenkeln (12b, 12c) angeordnet sind.

13. Blendenvorrichtung nach einem der Ansprüche 11 oder 12, dadurch gekennz e i chnet ,

dass das Blendenelement (11) zwischen den Schenkeln (12b, 12c) geführt ist.

14. Blendenvorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass die Kraftaufnahmetnittel (28) die Feder (20, 20 x ) und/oder das Blendenelement (11) entlang der ersten Richtung (z) führen.

15. Blendenvorrichtung nach wenigstens einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass die Kraftaufnahmemittel (28) wenigstens einen Abstandshalter (28) aufweisen, der an gegenüberliegenden Schenkeln (12b, 12c) des Aufnahmeelements (12) anliegend, in der ersten Richtung (z) verschiebbar angeordnet ist.

16. Blendenvorrichtung nach wenigstens einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass die Kraftaufnahmemittel (28) durch gegenüberliegende Seiten des kurzen und des langen Schenkeln (IIb, llc) des Blendenelements (11) ausgebildet sind, wobei sie an den Schenkeln (12b, 12c) des Aufnahmeelements (12) wenigstens teilweise in der ersten Richtung (z) verschiebbar angeordnet sind.

17. Blendenvorrichtung nach wenigstens einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass Begrenzungsmittel (24a, 24b) vorgesehen, die eine Bewegung des Blendenelements (11) in der ersten Richtung (z) begrenzen.

18 . Blendenvorrichtung nach Anspruch 17 , d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass die Begrenzungsmittel (24a, 24b, 30) als ein Anschlag am Ende der Schenkel ausgebildet sind, der mit entsprechenden Flächen (Hf, 28c, 28d) des Blendenelements (11) und/oder der Kraftaufnahmemittel (28) in der zweiten Stellung (II, III) in Eingriff kommt.

19. Blendenvorrichtung nach einem der Ansprüche 17 oder 18, dadurch gekennzeichnet , dass die Begrenzungsmittel (24a, 24b, 30) ein spannbares Element, insbesondere ein Band (30) oder einen Draht, aufweisen, welches an seinem einen Ende mit dem Blendenelement (11) und an seinem anderen Ende mit dem Aufnahme- element (12) verbunden ist, und eine Bewegung des Blendenelements (11) zu dem Aufnahmeelement (12) begrenzt.

20. Blendenvorrichtung nach wenigstens einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass das Stellelement (20, 20"; 35, 35') wenigstens teilweise zwischen den Schenkeln (12b, 12c) angeordnet ist.

21. Blendenvorrichtung nach wenigstens einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass das Stellelement (20, 20 λ ; 35, 35 λ ) an seinem einen Ende an dem Blendenelement (11) und an seinem anderen Ende an dem Aufnahmeelement (12) angebracht ist.

22. Blendenvorrichtung nach wenigstens einem der vorherigen Ansprüche , dadurch gekennzeichnet , dass das Stellelement (20, 20 λ ; 35, 35 λ ) in Nuten (IIa,

12d) in dem Blendenelement (11) und/oder dem Aufnahmeelement (12) eingreift.

23. Blendenvorrichtung nach wenigstens einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass die Kraftaufnahmemittel (28) und/oder die Begrenzungsmittel (24a, 24b, 30) an dem Stellelement (20, 20 λ ; 35, 35 x ) angebracht sind.

24. Blendenvorrichtung nach wenigstens einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass das Blendenelement (11) einen Schnapphaken aufweist, welcher durch elastische Verformung zu den Begrenzungsmitteln (24a, 24b) hinterhakend anordbar und zwischen den Schenkeln (12b, 12c) in der ersten Richtung (z) verschiebbar ist.

25. Blendenvorrichtung nach wenigstens einem der vorherigen Ansprüche , dadurch gekennzeichnet , dass das Blendenelement (11) eine Ausnehmung (40, 40') aufweist, wobei wenigstens in der ersten Stellung (I) des Blendenelements (11) das Stellelement (20, 20*; 35, 35 x ) und/oder die Kraftaufnahmemittel (28) in der Ausnehmung (40, 40') wenigstens teilweise angeordnet sind.

26. Schiebdachanordnung für ein Fahrzeug - mit einem Rahmen (7) , der in einer Dachöffnung (5) des Kraftfahrzeugs anbringbar ist,

- mit einem außengeführten Schiebedeckel (6) , der eine Lüfterstellung (II) aufweist, bei welcher wenigstens ein Spalt (8a) zwischen dem Rahmen (7) und dem Schiebedeckel

( 6) gebildet ist ,

- mit wenigstens einer Blendenvorrichtung (10) , mittels welcher in der Lüfterstellung (II) der wenigstens eine Spalt (8a) verschließbar ist, nach wenigstens einem der vorherigen Ansprüche .

27. Schiebedachanordnung nach Anspruch 26, dadurch gekennzeichnet , dass die Schiebedachanordnung (2) als Modul ausgeführt ist.

28. Schiebedachanordnung nach einem der Ansprüche 26 oder 27, dadurch gekennzeichnet , dass die Blendenvorrichtung (10) zwischen einem inneren Rand des Rahmens (7) und einer im Rahmen angeordneten

Vorrichtung (2b) , mittels welcher der Schiebedeckel (6) bewegbar ist, vorgesehen ist.

29. Schiebedachanordnung nach einem der Ansprüche 26 bis 28, dadurch gekennzeichnet , dass das Aufnahmeelement (12) durch einen Teil des Rahmens (7) selbst ausgebildet ist.

30. Schiebedachanordnung nach einem der Ansprüche 26 bis 29, dadurch gekennzeichnet , dass der Schiebedeckel (6) ein angespritztes oder abnehmbares weiteres Blendenelement (18) aufweist, wobei das weitere Blendenelement (18) zu dem Blendenelement (11) näher an einer geometrischen Mitte des Schiebedeckels (6) und/oder angrenzend an den Bereich des von dem Rahmen (7) umspannten Raums (5) angeordnet ist.

31. Schiebedachanordnung nach Anspruch 30 , d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t ,

dass das weitere Blendenelement (11) wenigstens bei geschlossenem Schiebedeckel (6) in das Aufnahmeelement (12) eingreift und/oder anliegend an und/oder überlappend mit dem Blendenelement (11) angeordnet ist.

32. Schiebedachanordnung nach einem der Ansprüche 26 bis 31, dadurch gekennzeichnet , dass das Schiebedachanordnung (1) einen Windabweiser (14) aufweist .

33. Fahrzeug, mit einer Dachöffnung (5) in einem Dach (3) des Fahrzeugs (2), wobei wenigstens eine Schiebedachanordnung (1) nach we- nigstens einem der vorherigen Ansprüche in der Dachöffnung (5) angebracht ist.

34. Fahrzeug nach Anspruch 33, dadurch gekennzeichnet , dass jeweils eine Blendenvorrichtungen (11) an einer in

Längsrichtung (x) des Fahrzeugs (2) weisenden Rahmenseite in der Schiebdachanordnung (1) angebracht ist.

35. Fahrzeug nach Anspruch 33 oder 34, dadurch gekennzeichnet , dass eine Blendenvorrichtung (11) an einem Rahmenabschnitt (7a) , zwischen dem Windabweiser (14) und der Dachδffnung (5), angebracht ist.

Description:

Blendenvorrichtung für eine Schiebedachanordnung eines Fahrzeugs

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Blendenvorrichtung für eine Schiebedachanordnung eines Fahrzeugs, auf eine Schiebedachanordnung und ein Fahrzeug.

Obwohl auf beliebige Blendenvorrichtungen und zugeordnete Schiebedachanordnungen und Fahrzeuge anwendbar, werden die vorliegende Erfindung sowie die ihr zugrunde liegende Problematik nachfolgend mit Bezug auf eine Blendenvorrichtung für ein Schiebedachanordnung, welches einen außen geführten Schiebedeckel aufweist, eines Personenkraftfahrzeugs näher erläu- tert.

Herkömmliche Schiebedachanordnungen mit außen geführten Schiebedeckeln weisen unter Anderem eine Lüfterstellung auf. Bei dieser Lüfterstellung befindet sich der Schiebedeckel in einer schräg zum Kraftfahrzeugdach geöffneten Stellung. Ein Spalt zwischen einem Rahmen des Schiebedachmoduls, auf welchem der Schiebedeckel in einer Schließstellung abdichtend aufliegt, und dem Schiebedeckel ist freigegeben. Der Spalt dient der Belüftung des Innenraums .

Es besteht die Gefahr, dass sich Personen verletzen, wenn sie versehentlich in den Spalt fassen, während der Schiebedeckel von der Lüfterstellung in die geschlossene Stellung verfährt, bei der er dicht auf dem Rahmen aufliegt. Die auftretenden Kräfte sind derart groß, dass es zu Verstümmelungen kommen kann.

Weiterhin ist für Fahrgäste eine in der Schiebedachanordnung angeordnete Mechanik sichtbar, wenn sich der Schiebedeckel in

der Lüfterstellung befindet. Dies ist aus ästhetischen Gründen nachteilig.

Um dies zu vermeiden können beispielsweise Scherenblenden und Faltenbälge verwendet werden.

Scherenblenden besitzen jedoch den Nachteil, dass sie den Spalt zwischen dem Dachrahmen und dem Schiebedeckel in der Lüfterstellung nicht vollständig verschließen. Daher besteht weiterhin die Möglichkeit eines Einklemmens.

Faltenbälge weisen den Nachteil auf, dass sie einen großen Raum in Fahrzeugquerrichtung für deren Einbau benötigen. Dies bedingt allerdings, dass die mittels des Schiebedeckels frei- gebbare öffnung in Fahrzeugquererrichtung verkleinert ausgebildet werden muss, um einen Einbau der Faltenbälge zu ermöglichen. Eine solche verkleinerte öffnung beeinträchtigt jedoch das Raumgefühl, weil beispielsweise weniger Sonnenlicht in das Fahrzeug dringen kann.

Vor diesem Hintergrund liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine verbesserte Blendenvorrichtung bereitzustellen. Eine weitere Aufgabe ist es, eine in Fahrzeugquerrichtung möglichst platzsparende Blendenvorrichtung und/oder eine Blendenvorrichtung mit einem sicheren Einklemmschutz bereitzustellen.

Erfindungsgemäß wird wenigstens eine dieser Aufgaben durch eine Blendenvorrichtung mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 und/oder des Patentanspruchs 2 und/oder durch eine Schiebedachanordnung mit den Merkmalen des Patentanspruchs 26 und/oder durch ein Fahrzeug mit den Merkmalen des Patentanspruchs 33 gelöst.

Demgemäss wird eine Blendenvorrichtung für eine Schiebedachanordnung eines Fahrzeugs, mit einem Blendenelement zum Schließen eines Spalts zwischen einem Rahmen der Schiebedachanordnung und einem außen geführten Schiebedeckel, wenn sich dieser in einer Lüfterstellung befindet, mit einem Aufnähmeelernent, in welchem das Blendenelement wenigstens teilweise aufnehmbar ist, mit einem Stellelement, welches das Blendenelement relativ zu dem Aufnahmeelement in einer ersten Richtung ausstellt, bereitgestellt .

Ferner wird eine Blendenvorrichtung für eine Schiebedachanordnung eines Fahrzeugs, mit einem Blendenelement zum Schließen eines Spalts zwischen einem Rahmen der Schiebedachanordnung und einem außen geführten Schiebedeckel, wenn sich dieser in einer Lüfterstellung befindet, mit einem Aufnahmeelement, in welchem das Blendenelement wenigstens teilweise aufnehmbar ist, mit einem Stellelement, welches das Blendenelement relativ zu dem Aufnähmeelernent in einer ersten Richtung ausstellt, und mit Kraftaufnahmemitteln, durch welche eine in einer zwei- ten Richtung senkrecht auf eine Seite des Blendenelements und senkrecht zu der ersten Richtung wirkende Kraft aufnehmbar ist, bereitgestellt.

Weiterhin wird eine Schiebedachanordnung für ein Fahrzeug mit einem Rahmen, der in einer Dachöffnung des Kraftfahrzeugs anbringbar ist, mit einem außengeführten Schiebedeckel, der eine Lüfterstellung aufweist, bei welcher wenigstens ein Spalt zwischen dem Rahmen und dem Schiebedeckel gebildet ist, mit wenigstens einer erfindungsgemäßen Blendenvorrichtung, mittels welcher in der Lüfterstellung der wenigstens eine Spalt verschließbar ist, bereitgestellt.

Des Weiteren wird ein Fahrzeug mit einer Dachöffnung in einem Dach des Fahrzeugs, wobei wenigstens eine erfindungsgemäße

Schiebedachanordnung in der Dachöffnung angebracht ist, bereitgestellt .

Somit weist die vorliegende Erfindung gegenüber den bekannten Ansätzen den Vorteil auf, dass der Spalt zwischen dem Rahmen des Schiebedachmoduls und dem Schiebedeckel in der Lüfterstellung zuverlässig abgedeckt werden kann. Dadurch wird auch eine in der Schiebedachanordnung aus dem Fahrzeuginnenraum betrachtete, hinter dem Spalt angeordnete Mechanik verdeckt. Diese ist somit für Fahrzeuginsassen nicht sichtbar, wenn sich der Schiebedeckel in der Lüfterstellung befindet. Somit kann zum Einen ein Einklemmschutz realisiert werden und zum Anderen eine optische Verbesserung erzielt werden.

Ein weiterer Vorteil ist der geringe Platzbedarf, welchen die erfindungsgemäße Blendenvorrichtung in Fahrzeugquerrichtung aufweist. Dadurch lässt sich die durch den Schiebedeckel freigebbare Dachöffnung vergrößert ausgestalten und führt somit bei Fahrgästen zu einem verbesserten Raumgefühl.

In den Unteransprüchen sowie in der Beschreibung in Zusammenschau mit den Zeichnungen finden sich vorteilhafte Ausgestaltungen, Weiterbildungen und Verbesserungen der Erfindung.

Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung ist das

Blendenelement von einer ersten Stellung in eine zweite Stellung, bei der wenigstens ein Abschnitt des Blendenelementes von dem Aufnahmeelement weiter beabstandet ist, als bei der ersten Stellung, ausstellbar ist. Ein Ausstellen des Blenden- elementes in zwei definierte Stellungen kann konstruktions- technisch leicht erreicht werden.

Bei einer bevorzugten Ausführungsform ist das Blendenelement als einteilige und/oder längliche und/oder im Wesentlichen

rechteckige und/oder im Wesentlichen dreieckige Platte ausgebildet. Somit lässt sich der Spalt einfach und vollständig abdecken.

Bei einer weiter bevorzugten Ausführungsform der Erfindung weist das Blendenelement einen im Wesentlichen L-förmigen Querschnitt auf, wobei der Querschnitt einen langen Schenkel und einen kurzen Schenkel umfasst. Dies ist vorteilhaft, denn der lange Schenkel kann zum Abdecken des Spalts verwendet wer- den und der kurze Schenkel kann zum Anschließen des Stellelements dienen.

Vorzugsweise ist das Blendenelement als ein Kunststoff enthaltendes Teil und/oder ein glasfaserverstärktes, Kunststoff ent- haltendes Teil ausgebildet. Solche Materialien weisen eine vergleichsweise hohe Festigkeit bei geringem Gewicht auf und sind leicht herzustellen. Folglich kann ein Flattern des Blendenelements im Fahrtwind verhindert werden.

Bei einer weiter bevorzugten Ausführungsform ist das Stellelement als eine Feder und/oder ein Hebelarm ausgebildet. Daher lässt sich das Blendenelement auf konstruktionstechnisch sehr einfache Weise ansteuern.

Es wird bevorzugt, dass ein Biegemoment, welches aus einer

Kraft resultiert, die quer auf das Blendenelement wirkt, von der Feder aufgenommen werden kann, ohne dass es zu einer nennenswerten Verdrehung und/oder Verschiebung des Blendenelementes kommt .

Gemäß einer weiter bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist die Feder als Bügelfeder und/oder Spiralfeder und/oder gekröpfte Feder und/oder Schenkelfeder ausgebildet. Solche Fe-

dern sind sehr platzsparend und erlauben daher eine in Fahrzeugquerrichtung vergrößerte Dachöffnung.

Weiter bevorzugt ist die Feder in das Blendenelement teilweise eingespritzt. Eine solche Verbindung zwischen Feder und Blendenelement lässt sich fertigungstechnisch sehr einfach und zeitsparend erzielen, wobei die Feder fest mit dem Blendenelement verbunden ist.

Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist das Aufnahmeelement als ein Profilteil ausgebildet. Profilteile weisen einen konstanten Querschnitt auf und eignen sich deshalb zur Aufnahme des Blendenelements.

Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung weist das Aufnahmeelement einen im Wesentlichen U-förmigen Querschnitt auf, wobei der Querschnitt zwei Schenkel und einen zwischen den Schenkeln angeordneten Boden umfasst, wobei das Blendenelement in der ersten Stellung wenigstens teilweise zwischen den Schenkeln des Aufnahmeelements angeordnet ist. In der gesamten Patentanmeldung ist unter u-förmig zu verstehen, dass zwei Schenkel an einem Boden angeformt sind, nicht aber, dass diese unbedingt gleich lang sind. Im Gegenteil, die Schenkel können vorteilhaft unterschiedlich lang gestaltet werden. Der U-förmige Querschnitt besitzt den Vorteil, dass eine Abstützung des

Blendenelements an den beiden Schenkeln ermöglicht wird. Weiterhin ist eine geschützte Unterbringung des Blendenelementes zwischen den Schenkeln möglich.

Weiter bevorzugt wird, dass die Seiten des Blendenelements im Wesentlichen parallel zu den innenliegenden Seiten der Schenkel angeordnet sind. Unter „im Wesentlichen parallel" ist in der gesamten Anmeldung eine Abweichung von maximal wenigen Graden zu verstehen, vorzugsweise 0 bis 20°.

Weiterhin bevorzugt wird, dass das Blendenelement zwischen den Schenkeln geführt ist. Folglich kann eine Kraft, die senkrecht auf eine Seite des Blendenelements wirkt, von den Schenkeln aufgenommen werden. Dies lässt sich konstruktionstechnisch sehr einfach erreichen.

Bei einer bevorzugten Ausführungsform führen die Kraftaufnahmemittel das Stellelement und/oder das Blendenelement entlang der ersten Achse. Die Aufnahme einer Kraft in einer Querrichtung zum Blendenelement, also entlang der zweiten Richtung, kann daher einfach erreicht werden. Insbesondere dann, wenn das Blendenelement nicht zwischen den Schenkeln geführt ist, wird es bevorzugt, dass die Feder mit Mitteln zum Aufnehmen einer Kraft in Querrichtung zu dem Blendenelement versehen ist, um eine Verdrehung und/oder Verlagerung des Blendenelements in einer Querrichtung zu einer Seite des Blendenelements zu verhindern.

Weiter bevorzugt wird, dass die Kraftaufnahmemittel wenigstens einen Abstandshalter aufweisen, der an gegenüberliegenden Schenkeln des Aufnahmeelementes anliegend, in der ersten Richtung verschiebbar angeordnet ist. Mittels solcher Abstandshalter lässt sich die Aufnahme einer Kraft, welche in Querrich- tung zu dem Blendenelement wirkt, konstruktionstechnisch einfach erzielen.

Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung werden die Kraftaufnahmemittel durch die gegenüberliegenden Seiten des kurzen und des langen Schenkels des Blendenelements ausgebildet, wobei sie an den Schenkeln des Aufnahmeelements wenigstens teilweise in der ersten Richtung verschiebbar angeordnet sind. Der lange Schenkel hat hierbei eine Doppelfunktion, nämlich zum Einen das Abdecken des Spalts und zum Anderen das

Führen des Blendenelements zwischen den Schenkeln des Aufnahmeelements .

Weiterhin wird bevorzugt, dass Begrenzungsmittel vorgesehen sind, die eine Bewegung des Blendenelements in der ersten

Richtung begrenzen. Hierdurch wird verhindert, dass die Blendenelemente bei vollständig geöffneter Dachöffnung, d. h. der Schiebedeckel ist vollständig aus der Dachöffnung heraus- und über das Fahrzeugdach zurückgefahren, unvorteilhaft weit über das Dach abstehen und möglicherweise nachteilige Windgeräusche entstehen.

Weiterhin wird bevorzugt, dass die Begrenzungsmittel als ein Anschlag am Ende der Schenkel ausgebildet sind, der mit ent- sprechenden Flächen des Blendenelements und/oder der Kraftaufnahmemittel in der zweiten Stellung in Eingriff kommt. Eine solche Begrenzung der Bewegung des Blendenelements in der ersten Richtung lässt sich konstruktionstechnisch sehr einfach erreichen. Entsprechende Anschlagsflächen des Blendenelements werden beispielsweise durch eine an dem Blendenelement angeformte Schulter ausgebildet. Kraftaufnahmemittel, die beispielsweise an der Feder angebracht sind, können mit dem Anschlag in Eingriff gebracht werden, um eine Bewegung des Blendenelements in der ersten Richtung zu begrenzen.

Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung weisen die Begrenzungsmittel ein spannbares Element, insbesondere ein flexibles Band oder einen biegsamen Draht auf, welches an seinem einen Ende mit dem Blendenelement und an seinem anderen Ende mit dem Auf- nahmeelement verbunden ist, und ein Bewegung des Blendenelements zu dem Aufnahmeelement begrenzt. Ein solches spannbares Element bietet eine weitere sehr einfache Möglichkeit, eine Bewegung des Blendenelementes in der ersten Richtung zu begrenzen.

Vorzugsweise ist das Stellelement wenigstens teilweise zwischen den Schenkeln angeordnet. Dieses Merkmal erleichtert eine einfache Anbindung des Stellelementes an dem Blendeneleinent und bietet weiterhin den Vorteil einer kompakten Bauweise der Blendenvorrichtung.

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist das Stellelement an seinem einen Ende an dem Blendenelement und an seinem ande- ren Ende an dem Aufnahmeelement angebracht. Eine solche Verbindung verhindert ein ungewolltes Lösen des Blendenelementes von dem Stellelement und/oder des Stellelements von dem Aufnahmeelement. Das Stellelement ist vorzugsweise an seinem einen Ende an dem kurzen Schenkel des Blendenelements und an seinem anderen Ende an dem Boden des Aufnahmeelementes angebracht. Hieraus ergibt sich ein einfacher Aufbau der Blendenvorrichtung.

Weiterhin wird bevorzugt, dass das Stellelement in Nuten in dem Blendenelement und/oder dem Aufnahmeelement eingreift. Eine solche Wirkverbindung zwischen dem Stellelement und dem Blendenelement und/oder dem Aufnahmeelement ist konstruktions- technisch einfach und platzsparend realisierbar.

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform sind die Kraftaufnahmemittel und/oder die Begrenzungsmittel an dem Stellelement angebracht. Eine solche FunktionsIntegration, wobei das Stellelement zum Ausstellen des Blendenelements aber auch als Träger für die Kraftaufnahmemittel und die Begrenzungsmittel dient, kann zu einem vereinfachten Aufbau der Blendenvorrichtung führen. Insbesondere können die Abstandshalter an dem Stellelement befestigt werden. Diese dienen dann zur seitlichen Abstützung an den Schenkeln und können eine Kraft, welche senkrecht auf eine Fläche des Blendenelements wirkt, aufneh-

men. Weiterhin können die Flächen der Distanzhalter mit den Begrenzungsmitteln, insbesondere den Anschlägen in Eingriff gebracht werden, um eine Bewegung des Blendenelements in der ersten Richtung zu begrenzen.

Bei einer weiter bevorzugten Ausführungsform weist das Blendenelement einen Schnapphaken auf, welcher durch elastische Verformung zu den Begrenzungsmitteln hinterhakend anordbar und zwischen den Schenkeln in der ersten Richtung verschiebbar ist. Eine solche Ausgestaltung der Erfindung erleichtert eine Montage. Schnapphaken sind aus einem elastischen Material, insbesondere einem Kunststoff, gefertigt und weisen Anformungen zum Hinterhaken auf. Dies ermöglicht, dass sie während einer Montage schnell und einfach in entsprechende Aufnahmen fe- dernd eingespreizt werden können. Bei der Erfindung werden diese Aufnahmen vorzugsweise durch die Anschläge gebildet. Ist der Schnapphaken federnd eingespreizt, ist eine Bewegung dessen in der ersten Richtung durch die Anschläge begrenzt, welche mit seinen hinterhakenden Anformungen in Eingriff kommen. Eine Bewegung des Schnapphakens entgegen der ersten Richtung ist jedoch freigegeben. Vorzugsweise ist der kurze Schenkel des L-förmigen Blendenelements als Schnapphaken ausgebildet.

Weiter bevorzugt wird, dass das Blendenelement eine Aussparung aufweist, wobei wenigstens in der ersten Stellung des Blendenelements das Stellelement und/oder die Kraftaufnahmemittel in der Aussparung angeordnet sind. Somit lässt sich eine sehr kompakte Bauweise, insbesondere in einer Querrichtung zu dem Blendenelement der Blendenvorrichtung erzielen.

Weiterhin wird bevorzugt, dass die Schiebedachanordnung als Modul ausgeführt ist. Eine Modulbauweise kann bei der Montage zu Zeit- und Kosteneinsparungen führen.

Vorzugsweise ist die Blendenvorrichtung zwischen einem inneren Rand des Rahmens und einer im Rahmen angeordneten Vorrichtung, mittels welcher der Schiebedeckel bewegbar, vorgesehen. Damit wird ein Blick für Insassen auf die Vorrichtung verhindert, was die ästhetik der Schiebedachanordnung steigert.

Weiterhin wird bevorzugt, dass das Aufnahmeelement durch einen Teil des Rahmens selbst ausgebildet ist. Eine solche Funktionsintegration, wobei der Rahmen sowohl als Träger als auch als Aufnahmeelement dient, kann zu einer fertigungstechnischen Vereinfachung der Schiebedachanordnung führen.

Bei einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung weist der Schiebedeckel ein angespritztes oder abnehmbares weiteres Blendenelement auf, wobei das weitere Blendenelement zu dem

Blendenelement näher an einer geometrischen Mitte des Schiebedeckels und/oder angrenzend zu der von dem Rahmen umspannten Dachöffnung angeordnet ist. Dies erlaubt eine weitere Verbesserung der Optik, da durch das weitere Blendenelement die Ein- sehbarkeit der Schiebedachanordnung für Fahrzeuginsassen noch weiter reduziert werden kann. Ferner lässt sich die Blendenvorrichtung noch kompakter ausbilden, wenn das weitere Blendenelement nicht innerhalb des Aufnahmeelements, sondern außerhalb angeordnet ist.

Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung greift das weitere Blendenelement wenigstens bei geschlossenem Schiebedeckel in das Aufnahmeelement ein und/oder ist anliegend an und/oder überlappend mit dem Blendenelement angeordnet. Bei dieser Ausführungsform können das Blendenelement und das weitere Blendenelement abdichtend in Anlage gebracht werden, wodurch sich Windgeräusche im Fahrzeuginnenraum weiter verringern lassen.

Vorzugsweise weist die Schiebedachanordnung einen Windabweiser auf. Eine Kombination Windabweiser mit den erfindungsgemäßen Blendenvorrichtungen führt zu einer insgesamt akustisch und optisch verbesserten Schiebedachanordnung.

Bei einer weiter bevorzugten Ausführungsform des Fahrzeuges ist jeweils eine Blendenvorrichtung an einer in Längsrichtung des Fahrzeuges weisenden Rahmenseite in der Schiebedachanordnung angebracht. Eine Schiebedachanordnung, bei welcher sich der Schiebedeckel in der Lüfterstellung befindet, weist drei Spalten, nämlich zwei seitlich und eine rückseitig (fahrzeug- keckseitig) zu dem Schiebedeckel auf. Die zwei seitlichen Spalten lassen sich vorteilhaft mittels der Blendenvorrichtungen verschließen und weisen folglich den Einklemmschutz und die optische Verbesserung auf.

Bei einer weiter bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung kann die Blendenvorrichtung ' an einem Rahmenabschnitt der Schiebedachanordnung, welcher quer zum Fahrzeug und fahrzeugbugseitig angeordnet ist, angebracht sein. Die Blendenvorrichtung ist dabei zwischen dem Windabweiser und der Dachöffnung angebracht. Folglich wird vorteilhaft der Blick für Fahrzeuginsassen auf den Windabweiser verhindert, was eine weitere optische Verbesserung mit sich bringt.

In der gesamten Anmeldung ist unter dem „Blendenelement" ein wenigstens abschnittweise flächiges Element zu verstehen, das zwei Seiten und mehrere Kanten aufweist. Die Seiten sind zum Abdecken des Spalts vorgesehen. Auf die Seite kann eine zu diesen senkrechte Kraft (in dieser Anmeldung auch als Querkraft bezeichnet, die in der zweiten Richtung wirkt) zum Blendenelement, beispielsweise resultierend aus einem Seitenwind oder einer Hand einer Person, wirken. Eine Verformung und/oder ein Verschwenken und/oder Verlagern des Blendenelements muss

dabei verhindert werden, um den Einklemmschutz und/oder die optische Verbesserung zu gewährleisten.

In der gesamten Anmeldung ist unter „ausstellen" ein Ver- schwenken und/oder ein Verlagern des Blendenelements relativ zu dem Aufnahmeelement zu verstehen.

Die Erfindung wird nachfolgend anhand der in den schematischen Figuren der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiele näher erläutert. Es zeigen dabei:

Fig. 1-3 perspektivische Ansichten eines ersten Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen Blendenvorrichtung, wobei sich ein Schiebedeckel in einer Schließstellung bzw. Lüfterstellung bzw. Offenstellung befindet;

Fig. 4-6 Seitenansichten des ersten Ausführungsbeispiels aus den Figuren 1, 2 bzw. 3;

Fig. 7-8 Schnittansichten eines zweiten Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen Blendenvorrichtung, wobei sich ein Schiebedeckel in einer Schließstellung bzw. Lüfterstellung befindet;

Fig. 9-10 Schnittansichten eines dritten Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen Blendenvorrichtung, wobei sich ein Schiebedeckel in einer Schließstellung bzw. Lüfterstellung befindet;

Fig. 11-12 Schnittansichten eines vierten Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen Blendenvorrichtung, wobei sich ein Schiebedeckel in einer Schließstel-

lung bzw. LüfterStellung befindet;

Fig. 13-14 Schnittansichten eines fünften Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen Blendenvorrichtung, wobei sich ein Schiebedeckel in einer Schließstellung bzw. Lüfterstellung befindet;

Fig. 15-16 Schnittansichten eines sechsten Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen Blendenvorrichtung, wobei sich ein Schiebedeckel in einer Schließstellung bzw. Lüfterstellung befindet;

Fig. 17-18 Schnittansichten eines siebten Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen Blendenvorrichtung, wobei sich ein Schiebedeckel in einer Schließstellung bzw. Lüfterstellung befindet;

Fig. 19-20 Seitenansichten eines achten Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen Blendenvorrichtung, wobei sich ein Schiebedeckel in einer Schließstellung bzw. Lüfterstellung befindet;

Fig. 21-22 Schnittansichten aus den Fig. 19 bzw. 20.

In allen Figuren der Zeichnungen sind gleiche bzw. funktionsgleiche Elemente - sofern nichts Anderes - angegeben ist, mit jeweils den gleichen Bezugszeichen versehen worden.

Für die gesamte Anmeldung ist das folgende Koordinatensystem zu verwenden: x in Fahrzeuglängsrichtung in Richtung Fahrzeugheck, y in Fahrzeugquerrichtung von links nach rechts bei einem von der Heckseite betrachteten Fahrzeug und z senkrecht zum Fahrzeug nach oben, x, y, z bezeichnen ebenso eine Längs-

richtung der Blendenvorrichtung, eine Querrichtung der Blendenvorrichtung bzw. eine Hochrichtung der Blendenvorrichtung.

Fig. 1-3 zeigen perspektivische Ansichten eines ersten Ausfüh- rungsbeispiels einer erfindungsgemäßen Blendenvorrichtung 10, wobei sich ein Schiebedeckel 6 in einer Schließstellung I bzw. Lüfterstellung II bzw. Offenstellung III befindet.

In Fig. 1 ist eine Schiebedachanordnung 1 eines Fahrzeugs 2 mit einem Dach 3, welches einen Dachrahmen 4 aufweist, dargestellt, wie sie für einen Betrachter im Inneren des Fahrzeugs zu sehen wäre. Der Dachrahmen 4 ist mit einer öffnung 5 versehen, in welcher ein Schiebedeckel 6 angeordnet ist. In dem Dachrahmen 4 ist weiterhin ein Rahmen 7 der Schiebedachanord- nung 1 angebracht, welcher die öffnung 5 umfasst. Der Schiebedeckel 6 ist in der Schließstellung I, in welcher er die Dachöffnung 5 verschließt und fest auf einer Akustikdichtung 8, die an dem Rahmen 7 angebracht ist, aufliegt. Die Schiebedachanordnung 1 ist als Schiebedachmodul ausgeführt. Weiterhin ist eine Umschäumung 9 zum Verstärken Schiebedeckels 6 und Abdämpfen dessen gegen Vibrationen zwischen dem Schiebedeckel 6 und dem Rahmen 7 vorgesehen.

In Fig. 2 befindet sich der Schiebedeckel 6 in der Lüfterstel- lung II, wobei die Schiebedachanordnung 1 Spalten 8a und 8b zwischen dem Rahmen 7 und dem Schiebedeckel 6 aufweist. Der Spalt 8a wird jedoch durch ein Blendenelement 11 der Blendenvorrichtung 10, welche in dem Rahmen 7 der Schiebedachanordnung 1 angebracht ist, abgedeckt. Das Blendenelement 11 ist dabei aus einem Aufnahmeelement 12 nach oben heraus geschwenkt. Das Blendenelement 11 weist einen im Wesentlichen rechteckigen, flächigen und länglichen Aufbau auf.

Ein Einklemmen von Gliedmaßen in dem Spalt 8a wird durch das ausgestellte Blendenelement 11 verhindert. Weiterhin wird ein Blick auf eine Vorrichtung 2b (siehe Fig. 7) zum Verstellen der Stellung des Schiebedeckels 6 mittels des Blendelements 11 versperrt und verbessert daher die ästhetik, wie sie von einem Fahrzeuggast wahrgenommen wird.

In Fig. 3 befindet sich der Schiebedeckel 6 in der Offenstellung III und ist außen über das Dach 3 zurückgefahren (in x- Richtung) . Das Blendenelement 10 ist bei dieser Stellung des Schiebedeckels 6 voll ausgestellt. Fahrzeugvorderseitig (entgegen der x-Richtung) ist an einem vorderen Rahmen 7a des Rahmen 7 ein Windabweiser 14 mit einem Windabweisernetz 15 und einem Ausstellelement 16 in einer zum Fahrzeugdach 3 ausge- stellten Lage dargestellt ist.

Fig. 4-6 zeigen Seitenansichten des ersten Ausführungsbeispiels aus den Figuren 1, 2 bzw. 3.

In Figur 4 befindet sich der Schiebedeckel 6 in der geschlossenen Stellung I. Dabei liegt er fahrzeugvorderseitig (also entgegen der x-Richtung) an einem vorderen Dachrand 3a mittels einer Dichtung 17a an. Der Windabweiser 14 befindet sich in einer eingefahrenen Stellung. Rückseitig wird der Schiebede- ekel mittels einer weiteren Dichtung 17a zu einem hinteren Dachflansch 3b abgedichtet.

An der Schiebedeckelunterseite ist ein weiteres Blendenelement 18 angeschäumt. Das weitere Blendenelement 18 ist in etwa als rechtwinklige, längliche, flächige Platte ausgebildet und weist eine sich zum Dach hin verjüngenden Querschnitt auf. Das weitere Blendenelement 18 reicht in der geschlossenen Stellung des Schiebedeckels 6 in das Aufnahmeelement 12, welches

einstückig mit dem Rahmen 7 der Schiebedachanordnung 1 ausgebildet ist, hinein.

In der Schließstellung I des Schiebedeckels 6 ist das Blenden- element 11 an eine Unterseite 9a mittels Bügelfedern 20 ge- presst. Die Bügelfedern 20 sind in dem Blendenelement 11 mit ihrem mittigen Abschnitt 20a eingespritzt befestigt. Weiterhin weist das Bügelelement 20 zwei bezogen auf den innenliegenden Abschnitt 20a zwei außenliegende Abschnitte 20b und 20c auf, welche an dem Boden 12a des Aufnahmeelements 12 abschnittsweise federelastisch anliegen. Die Stellen, an welchen die außenliegenden Abschnitte 20b, 20c aus dem eingespritzten Abschnitt 20a austreten sind mit den Bezugszeichen 2Od und 2Oe gekennzeichnet. In dieser vorgespannten Stellung der Bügelfedern 20, 20' ragen ihre Enden 2Of und 20g in eine Nut IIa (gezeigt in Figur 7) hinein. Die Bügelfedern 20, 20 weisen einen im Wesentlichen hutfδrmigen Aufbau auf und sind in x-Richtung voneinander beabstandet zwischen zwei Schenkeln 12b, 12c (gezeigt in Figur 7) des U-förmigen Aufnahmeelements 12 angeordnet. Die Bügelfedern weisen eine Drahtstärke von X bis XX Millimeter

Durchmesser auf.

In einem vorderen Bereich (entgegen der X-Richtung) sind Führungsmittel 22 vorgesehen, welche eine Verlagerung des Blen- denelements 11 in x-Richtung (und/oder entgegen der x~

Richtung) verhindern. Beispielsweise kann ein solches Führungsmittel 22 als eine formschlüssige Führung ausgebildet sein, wobei ein in y-Richtung weisender Zapfen in einer in z- Richtung weisenden Nut geführt ist. Ein Verschwenken des Blen- denelements 11 wird bei einer solchen Ausbildung der Führung ermöglicht, wobei zusätzlich die Verlagerung in z-Richtung des Blendenelements 11 freigegeben ist.

In Figur 5 befindet sich der Schiebedeckel 6 in der Lüfterstellung II. Der Schiebedeckel 6 befindet sich dabei in einer zum Fahrzeugdach 3 schrägen Stellung, wobei er sich fahrzeugrückseitig (in x-Richtung) vom Fahrzeugdach 3 zunehmend ab- hebt. In dieser Stellung kann Frischluft über den hinteren

Spalt 8b in den Fahrzeuginnenraum 2a eindringen. Der Spalt 8a zu beiden Seiten des Schiebedeckels ist bei dieser Stellung des Schiebedeckels 6 in etwa dreiecksförmig ausgebildet, wobei sich das Dreieck zur Fahrzeugrückseite hin, also in x- Richtung, erweitert. Der Spalt 8a wird durch das Blendenelement 11, welches mittels der Wirkung der Bügelfedern verschwenkt wird abgedeckt. In dieser Stellung sorgen die Bügelfedern 20, 20' dafür, dass das Blendenelement 11 mit der Unterseite 9a in Kontakt bleibt.

In Figur 6 befindet sich der Schiebedeckel 6 in der Offenstellung III, wobei er über den hinteren Dachflansch 3b über das Dach 3 zurückgefahren (in x-Richtung) wird und die öffnung 5 freigibt. Mittels der Bügelfedern 20, 20' wird das Blendenele- ment in eine im Wesentlichen zu dem Aufnahmeelement 12 waagrechte Lage gebracht. In dieser Stellung des Blendenelements 11 liegt dieses an Begrenzungselementen 24a, 24b vorgespannt an (wie gezeigt in Figur 8) . Die Vorspannung mittels der Bügelfedern 20, 20' stellt sicher, dass das Blendenelement 11 in dieser Offenstellung des Schiebedeckels 6 auf eine konstante Höhe ausgestellt werden kann.

In der wenigstens teilweise ausgestellten Stellung (II und I- II) des Blendenelements 11 ist das Blendenelement 11 in y- Richtung (und in entgegengesetzter Richtung) wirkenden Kräften ausgesetzt. Solche Kräfte können beispielsweise aus einer Beschleunigung des Fahrzeugs, einem Seitenwind, aus einem versehentlichen Greifen durch Fahrzeuginsassen aber auch aus einem Verzug des Blendenelements selbst, beispielsweise durch Son-

neneinwirkung, resultieren. Folglich können solche Kräfte eine Verlagerung des Blendenelements 11 in y-Richtung, ein Verbiegen dessen in Y-Richtung oder ein Verdrehen dessen um die x- Richtung bewirken. Dies würde dann bei einem Vorfahren des Schiebedeckels 6 von der Offenstellung III in die Lüfterstellung II zu Kollisionen zwischen dem Blendenelement 11 und an dem Schiebedeckel 6 angeformten Elementen, wie beispielsweise des weiteren Blendenelements 18, führen. Deshalb sind geeignete Kraftaufnahmemittel 26 zum Aufnehmen solcher in y-Richtung (und in die Richtung entgegengesetzt der y-Richtung) wirkenden Kräfte vorzusehen, wie gezeigt in den Figuren 7 bis 20.

Fig. 7-8 zeigen Schnittansichten eines zweiten Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen Blendenvorrichtung 10, wobei sich ein Schiebedeckel 6 in einer Schließstellung I bzw. Lüfterstellung II befindet.

Der Schiebedeckel 6 ist mit einer Außenblende 27 versehen, welche die Aerodynamik des Schiebedeckels in der Lüfterstel- lung II weiter verbessert. In der geschlossenen Stellung I des Schiebedeckels 6 ist eine Anschäumung 28 auf die Akustikdichtung 8 gepresst und dichtet somit den Innenraum 2a des Fahrzeugs 2 gegenüber Windgeräuschen außerhalb des Fahrzeugs ab.

Das Blendenelement 11 weist einen L-förmigen Querschnitt auf. Dieser Querschnitt umfasst einen langen Schenkel IIb und einen kurzen Schenkel 11c, wobei eine Schulter Hd zwischen dem kurzen Schenkel 11c und dem langen Schenkel Hd ausgebildet ist. Dieser Aufbau ermöglicht ein teilweises Eintauchen des weite- ren Blendenelements 18 in das Aufnahmeelement 12. Das Blendenelement 11 weist eine fußförmige Anformung He auf, die an dem ersten Schenkel 12b des Aufnahmeelements 12 verschiebbar anliegt. Weiterhin liegt das Blendenelement 11 mit seinem langen Schenkel Hb gleitend an einer Fläche des Anschlags 24b an.

Weiterhin weist das Blendenelement 11 innerhalb seines kurzen Schenkels 11c die Nut IIa auf. In der Nut IIa sind die Bügel- federn 20, 20' an ihrem mittleren Abschnitt 20a eingespritzt. Die Abschnitte 20b und 20c der Bügelfedern 20, 20' greifen in eine weitere Nut 12d in dem Aufnahmeelement 12 ein. Die Bügel- federn 20, 20' sind jeweils durch ein oder mehrere Abstands- halter 28 geführt. Die Abstandshalter 28 sind fest an dem Draht der Bügeldruckfedern 20, 20' angebracht.

Die Abstandshalter 28 weisen gegenüberliegende Gleitflächen 28a und 28b auf, welche sich an den Schenkeln 12b bzw. 12c gleitend anliegen. Ferner ist an dem Abstandshalter 28 eine Anschlagsfläche 28c vorgesehen, die dazu bestimmt ist, mit dem Anschlag 24b des Aufnahmeelements 12 in Eingriff zu kommen, wenn das Blendenelement 11 in z-Richtung bewegt wird.

Weiterhin weist die schuhförmige Anformung He an dem Blendenelement 11 eine Anschlagsfläche Hf auf, die dazu vorgesehen ist, mit dem Anschlag 24a des Aufnahmeelements 12 in Eingriff zu kommen, wenn das Blendenelement 11 in z-Richtung bewegt wird.

Der kurze Schenkel Hc des Blendenelements 11 ist als Schnapphaken ausgeführt. Dazu sind Einführschrägen Hg, 12g, 12h an der schuhförmigen Anformung He bzw. dem ersten bzw. dem zweiten Schenkel 12b, 12c ausgebildet. Weiterhin ist eine Ausnehmung Hh an dem kurzen Schenkel Hc des Blendenelements 11 vorgesehen, die dazu vorgesehen ist, ein Einspreizen, also eine elastische Verformung des kurzen Schenkels Hc zu erleich- tern (siehe Figur 8) . Folglich kann eine sehr einfache Montage des Blendenelements 11 mittels federnd Einspreizen zwischen die Schenkel 12b und 12c erfolgen.

In Figur 8 befindet sich der Schiebedeckel 6 in der Lüfterstellung II. Das Blendenelement 11 wird an seinem oberen Ende Hi freigegeben, während der Schiebedeckel 6 von der geschlossenen Stellung I in die Lüfterstellung II verfährt. Mittels der Wirkung der Bügelfedern 20, 20 x wird das Blendenelement 11 in die z-Richtung verlagert. Dabei wird das Blendenelement 11 an seiner schuhförmigen Anformung He gleitend entlang des ersten Schenkels 12b des Aufnahmeelements 12 geführt. Weiterhin führt der Abstandshalter 28 die Bewegung der Feder 20, 20 λ . Kommen die Anschläge 24a und 24b jeweils mit den Anschlagsflächen Hf bzw. 28c in Eingriff, stoppt die Bewegung des Blendenelements 11 in z-Richtung.

Diese Art der Führung erlaubt, dass sich ein Abschnitt des Blendenelements 11, wie der gezeigt in Figur 8, bereits in der ausgestellten Stellung (II) befindet, während ein Abschnitt des Blendenelements 11, welcher weiter fahrzeugvorderseitig befindlich ist (entgegen der x-Richtung) sich noch in Anlage mit der Unterseite 9a des Schiebedeckels 6 befindet und noch nicht mit den Anschlägen 24a und 24b im Eingriff steht.

Die Kraftaufnahmemittel zur Aufnahme einer Kraft in y- Richtung, also senkrecht auf die Flächen Hj , Hk, werden folglich durch den Abstandshalter 28 und/oder Anlageflächen He, Hk des Blendenelements ausgebildet.

Der Rahmen 7 der Schiebedachanordnung 1 weist einen Abschnitt Ic zur Aufnahme eines Sonnenschutzes und/oder eines Schiebedachhimmels auf. Der Abschnitt 7d des Rahmens ist zum Aufneh- men der Vorrichtung 2b zum Verstellen des Schiebedeckels 6 in die Schließstellung I, Lüfterstellung II und Offenstellung I- II, ausgebildet.

Figuren 9 bis 20 zeigen lediglich Variationen der Anordnung aus dem Schnitt aus den Figuren 7 und 8.

Fig. 9-10 zeigen Schnittansichten eines dritten Ausführungs- beispiels einer erfindungsgemäßen Blendenvorrichtung 10, wobei sich ein Schiebedeckel 6 in einer Schließstellung I bzw. Lüfterstellung II befindet.

Im Unterschied zu Figur 7 sind die Schenkel 12b und 12c gleich lang und beide kürzer ausgebildet. Weiterhin ist keine schuh- förmige Anformung He an dem kurzen Schenkel Hc des Blendenelements 11 vorgesehen. Dies führt dazu, dass das Blendenelement 11 über die Schenkel Hb und Hc des Aufnahmeelements 12 ausgestellt werden kann und eine Begrenzung seiner Bewegung lediglich über den Abstandshalter 28 erfolgt, der mit seinen

Flächen 28c und 28d mit den Anschlägen 24a und 24b in Eingriff kommt. Diese Anordnung weist den Vorteil auf, dass das Aufnahmeelement 12 kleiner und damit platzsparender ausgebildet werden kann.

Fig. 11-12 zeigen Schnittansichten eines vierten Ausführungs- beispiels einer erfindungsgemäßen Blendenvorrichtung 10, wobei sich ein Schiebedeckel 6 in einer Schließstellung I bzw. Lüfterstellung II befindet.

Im Unterschied zu dem Ausführungsbeispiel in den Figuren 7 und 8 sind die beiden Schenkel 12b und 12c gleich lang ausgeführt. Weiterhin ist an dem unteren Ende des langen Schenkels Hb ein Vorsprung Hl vorgesehen, der mit der Anlage 24b bei ausge- stelltem Blendenelement 11 in Anlage kommt und dessen Bewegung in z-Richtung begrenzt.

In diesem Ausführungsbeispiel kann eine Kraft, die senkrecht zu den Flächen Hj und Hk (Y-Richtung) wirkt, durch die

Kraftaufnahmemittel in Form der fußförmigen Anformung He und dem Abstandshalter 28 erfolgen.

Fig. 13-14 zeigen Schnittansichten eines fünften Ausführungs- beispiels einer erfindungsgemäßen Blendenvorrichtung 10, wobei sich ein Schiebedeckel 6 in einer Schließstellung I bzw. Lüfterstellung II befindet.

Im Unterschied zu den vorherigen Ausführungsbeispielen erfolgt die Begrenzung der Bewegung des Blendenelements 11 in z-

Richtung durch ein flexibles Band 30. Das Band 30 ist an seinem einen Ende 30a an dem kurzen Schenkel 11c des Blendenelements 11 befestigt. An seinem anderen Ende 30b ist das Band an einem Clips 31 befestigt. Der Clips 31 ist in eine entspre- chende Ausnehmung am Boden 12a des Aufnahmeelements 12 federnd eingespreizt. Die Kraftaufnahme in y-Richtung erfolgt lediglich durch den Abstandhalter 28.

Fig. 15-16 zeigen Schnittansichten eines sechstes Ausführungs- beispiels einer erfindungsgemäßen Blendenvorrichtung 10, wobei sich ein Schiebedeckel 6 in einer Schließstellung I bzw. Lüfterstellung II befindet.

Die Begrenzung der Bewegung des Blendenelements 11 in z- Richtung erfolgt lediglich über die Anschlagsflächen 28c, 28d des Abstandshalters 28 an den entsprechenden Anschlägen 24a bzw. 24b des Aufnahmeelements 12. Ein oberer Abschnitt Hm des langen Schenkels Hb des Blendenelements 11 ist in y-Richtung gekrümmt. Diese Krümmung beträgt vorzugsweise 0,5 bis 20 Grad zu der z-Richtung. Das Blendenelement 11 und das weitere Blendenelement 18 sind dabei derart in y-Richtung voneinander beabstandet, dass bei der geschlossenen Stellung des Schiebedeckels 6 das weitere Blendenelement 18 an dem Blendenelement 11 mit Druck anliegt. Dadurch ergibt sich der Vorteil, dass

das weitere Blendenelement 18 und das Blendenelement 11 klapperfrei aneinander gleiten und bei geschlossenem Schiebedeckel 6 klapperfrei aneinander liegen. Hierdurch lässt sich eine Verbesserung der Akustik im Fahrzeug erzielen.

Fig. 17-18 zeigen Schnittansichten eines siebten Ausführungs- beispiels einer erfindungsgemäßen Blendenvorrichtung 10, wobei sich ein Schiebedeckel 6 in einer Schließstellung I bzw. Lüfterstellung II befindet.

Im Unterschied zu den vorherigen Ausführungsbeispielen ist der Querschnitt des Blendenelements 11 länglich rechteckig ausgeführt. Die Bügelfeder 20, 20 λ ist gekröpft ausgebildet. Das heißt die Bügelfeder 20, 20 v verläuft zunächst in der x-z- Ebene, biegt sich dann für einen vergleichsweise kurzen Abschnitt in die y-z-Ebene und verläuft dann wieder in der x-z- Ebene . Dadurch ergibt sich der Vorteil, dass die Bügelfeder 20, 20 λ nicht mittig wie bei den vorherigen Ausführungsbeispielen an dem Boden 12a des Aufnahmeelements 12 angeordnet ist, sondern entgegen der y-Richtung versetzt ist und somit einem angrenzenden Kabelkanal 33, welcher in dem Rahmen 7 verläuft, Platz bietet. Eine Begrenzung der Bewegung des Blendenelements 11 in die z-Richtung erfolgt über die Flächen 28c, 28d des Abstandshalters 28, welche in Anlage mit den Anlage- flächen 24a, 24b des Aufnahmeelements 12 kommen.

Weiterhin ist das weitere Blendenelement 18 nicht mehr derart angeordnet, dass es in das Aufnahmeelement 12 in der geschlossenen Stellung I des Schiebedeckels 6 hineinreicht und neben dem Blendenelement 11 angeordnet ist, wie bei den vorherigen Ausführungsbeispielen. Bei diesem siebten Ausführungsbeispiel ist das weitere Blendenelement 18 weiter zur Fahrzeugmitte hin (Richtung entgegen der y-Richtung) , vorzugsweise angrenzend an den Fahrzeuginnenraum 2a angeordnet .

Mittels dieser Merkmale ist es möglich, den in y-Richtung benötigten Raum der Schiebedachanordnung 1 zu minimieren. Dies führt zu einer vergrößerten Dachöffnung 2a und steigert das Fahrgefühl für die Fahrgäste.

Fig. 19-20 zeigen Seitenansichten eines achten Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen Blendenvorrichtung 10, wobei sich ein Schiebedeckel 6 in einer Schließstellung I bzw. Lüf- terstellung II befindet. In den Fig. 21-22 sind Schnittansichten aus den Fig. 19 bzw. 20 dargestellt.

Im Unterschied zu den vorangegangenen Ausführungsbeispielen weist die Blendenvorrichtung 10 hierbei anstelle der Federn 20, 20 λ zwei Hebelarme 35, 35 λ auf.

Die Hebelarme 35, 35 λ sind in Längsrichtung voneinander beabstandet zwischen den Schenkeln 12b, 12c des Aufnahmeele- ments 12 angeordnet, wobei ihre Längsachse schwenkbar in der x-z-Ebene angeordnet sind. Ein solcher Schwenkarm 35, 35' ist an seinem einen Ende 35a schwenkbar in der Nut IIa angebracht. Dabei ist beispielsweise eine Welle 36 durch Ausnehmungen in dem Hebelarm und dem Blendenelement 11 geführt. Die Abstandhalter 28 sind an dem Hebelarm 35, 35 λ fest angebracht. An seinem anderen Ende 35b ist der Hebelarm in x-Richtung verschiebbar in der weiteren Nut 12d vorgesehen. Vorzugsweise weist das Ende 35b ein Rollelement 37 auf, dass ein Verschieben des Hebelarms in der weiteren Nut 12d erleichtert. An dem einen Ende 35a ist weiterhin ein Federelement 38 vor- zugsweise eine Schenkelfeder 38 angeordnet. Ein Ende 38a der Schenkelfeder 38 ist fest an dem Blendenelement 11 angebracht, vorzugsweise eingespritzt. Das andere Ende 38 b der Schenkel- feder 38 ist fest mit dem Hebelarm 35, 35 λ verbunden. Die Federn 38, 38 λ sind dabei so vorgesehen, dass sie in der ge-

schlossenen Stellung des Schiebedeckels 6 vorgespannt sind. Bei dieser Stellung sind die Abstandhalter 28 innerhalb einer Aussparungen 40, 40 λ in dem Blendenelement 11 angeordnet. Wird der Schiebedeckel 6 zurückgefahren bewirken die Federn 38 ein Verschwenken und/oder Verlagern des Blendenelements 11 in z- Richtung und / oder um die x-Achse. Der Hebelarm 35 schwenkt dabei im Uhrzeigersinn und der Hebelarm 35' gegen den Uhrzeigersinn.

Die Abstandhalter 28 sowie die Anlagefläche an dem Fuß lle des Blendenelements 11 ermöglichen eine Kraftaufnahme des Blendenelements 11 in y-Richtung. Vorzugsweise ist das Blendenelement 11 durch eine Führungseinrichtung 22 geführt, wie oberhalb beschrieben.

Die Federn 38, 38 λ sind so ausgebildet, dass das Blendenelement 11 gespannt gegen die Anschläge 24a, 24b anliegt, wenn sich der Schiebedeckel 6 in der Offenstellung III befindet.

Die Erfindung ist nicht auf den in den vorstehenden Figuren dargestellten, speziellen Aufbau einer Blendenvorrichtung sowie auf eine dieser zugeordneten Schiebedachanordnung an einem Fahrzeug beschränkt .

So ist beispielsweise der vorliegende Erfindungsgedanke auch auf Panoramadächer oder Sonnendächer bei beliebigen Fahrzeugen oder auch Booten anwendbar .

Ferner ist die Geometrie der erfindungsgemäßen Blendenvorrich- tung auf vielfältige Art modifizierbar. Beispielsweise kann das Blendenelement aus mehreren Teilen bestehen.

Bezugszeichenliste

1 Schiebedachanordnung

2 Fahrzeug 2a Fahrzeuginnenraum

2b Vorrichtung

3 Dach

3a vorderer Dachflansch

3b hinterer Dachflansch 4 Dachrahmen

5 Dachöffnung

6 Schiebedeckel

7 Rahmen der Schiebedachanordnung 7a vorderer Rahmenabschnitt 7c Befestigungsabschnitt für einen Dachhimmel

7d Aufnahme für eine Vorrichtung

8 Akustikdichtung 8a seitlicher Spalt 8b hinterer Spalt 9 Umschäumung des Schiebedeckels

9a Schiebedeckelunterseite

10 Blendenvorrichtung

11 Blendenelement IIa Nut IIb langer Schenkel llc kurzer Schenkel

Hd Schulter

He fußfδrmige Anformung

Hf Anschlagsfläche Hg Einführschräge

Hh Schulter

Hi oberes Ende des langen Schenkels

Hj , Hk gegenüberliegende Seiten des Blendenelements

Hl Anschlag des Blendenelements

Um oberer Abschnitt des langen Schenkels

12 Aufnahmeelement

12a Boden des Aufnahmeelements

12b, 12c Schenkel des Aufnahmeelements 12d Nut in dem Aufnahmeelement

12g, 12h Einführschrägen des Aufnahmeelements

14 Windabweiser

15 Windabweisernetz

16 Ausstellelement 17a vordere Dichtung

17b hintere Dichtung

18 weiteres Blendenelement

20, 20 λ Bügelfeder

20a mittlerer Abstand 20b, 20c äußere Abschnitte

2Od, 2Oe Austrittspunkte

20g, 2Of Enden der Bügelfeder

22 Führungseinrichtung

24a, 24b Anschläge 27 äußeres Blendenelement

28, 28 v Abstandhalter

28a, 28b gegenüberliegende Enden des Abstandhalters

28c, 28d Anschlagsflächen des Abstandhalters

29 Anschäumung 30 Band

30a, 30b Enden des Bands 31 Clips

35 Hebel

35a, 35b Enden des Hebels 36 Welle

37, 37 x Rollenelemente

38 Schenkelfeder

38a, 38b Enden der Schenkelfeder

40, 40 λ Ausnehmungen