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Title:
PANEL
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/101928
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a panel (1), comprising at least one first edge pair of complementary interlocking retaining profiles (6, 7) on panel edges lying opposite each other, wherein: one of the retaining profiles (6) has a locking groove (8) having a retaining strip (12), which protrudes at the free end of the lower groove wall (11) toward the panel surface (4); the complementary retaining profile (7) is provided with a locking tongue (9), which, in the joined state, interacts with the retaining surface (12b) of the retaining strip (12), and a play is present, which comprises a vertical play (Q) and a horizontal play (P, P'), such that the retaining profiles (6, 7) can be moved perpendicularly to the panel surface (4, 4') and can be moved in a direction that is perpendicular to the panel edges (2, 2') and that is also parallel to the panel surface (4, 4'); in a joining step, the tongue bottom side (9a) of the locking tongue (9) can be laid horizontal onto the retaining strip (12) of the locking groove (9) and then the tongue top side (16) can be slid against the inside (10a) of the upper groove wall (10), the tongue top side (16) touching the inside (10a) of the upper groove wall (10) in the region of the panel core (3').

Inventors:
HANNIG, Hans-Jürgen (Eidechsenweg 8, Bergisch Gladbach, 51427, DE)
SCHÄFERS, Erich (Gartenweg 2, Demerath, 54552, DE)
Application Number:
EP2018/082383
Publication Date:
May 31, 2019
Filing Date:
November 23, 2018
Export Citation:
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Assignee:
SURFACE TECHNOLOGIES GMBH & CO. KG (An der Birkenpfuhlheide 6, Baruth, 15837, DE)
International Classes:
E04F15/02; E04F13/08
Domestic Patent References:
WO2015135533A12015-09-17
Foreign References:
DE102014114250A12016-03-31
DE202016105668U12016-11-10
US20090133353A12009-05-28
DE202014008510U12014-12-09
US20040035077A12004-02-26
DE102014114250A12016-03-31
Attorney, Agent or Firm:
LIPPERT STACHOW PATENTANWÄLTE RECHTSANWÄLTE PARTNERSCHAFT MBB (Frankenforster Str. 135 - 137, Bergisch Gladbach, 51427, DE)
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Claims:
Paneel

1. Paneel (1) mit einem Paneelkern (3, 3'), einer Pa

neeloberfläche (4, 4'), einer unteren Paneelfläche (5) sowie mit wenigstens einem ersten Kantenpaar komplemen tärer formschlüssiger Halteprofile (6, 7) an einander gegenüberliegenden Paneelkanten, wobei eines der Halte profile (6) eine Verriegelungsnut (8) mit einer distal hervorstehenden oberen Nutwand (10) und einer unteren Nutwand (11), die distal weiter hervorsteht als die obere Nutwand (10), sowie mit einer Halteleiste (12), die am freien Ende der unteren Nutwand (11) in Richtung der Paneeloberfläche (4) hervorsteht und ein freies oberes Leistenende (12a) sowie mindestens eine hinter- schnittene Haltefläche (12b) aufweist, wobei diese Hal tefläche zum Paneelkern (3) gerichtet ist und eine hin ter der Halteleiste liegende Aussparung (11a) in der unteren Nutwand (11) begrenzt, wobei das komplementäre Halteprofil (7) mit einer Verriegelungsfeder (9) verse hen ist, die wenigstens eine hinterschnittene Anlage fläche (15) hat, welche zum Paneelkern (3') gerichtet ist und im zusammengefügten Zustand mit der Haltefläche (12b) der Halteleiste (12) zusammenwirkt, wobei die Verriegelungsfeder (9) eine Federunterseite (9a) und eine Federoberseite (16) hat, wovon die Federoberseite (16) ein distales Ende (16a) und ein proximales Ende (16b) aufweist und gerade oder kurvig ist und relativ zum Lot (L) auf der Paneeloberfläche (4, 4') geneigt angeordnet ist, so dass das distale Ende (16a) weiter von der Paneeloberfläche (4, 4') entfernt ist und das proximale Ende (16b) näher an die Paneeloberfläche (4, 4') heranreicht, wobei im zusammengefügten Zustand ein Spiel vorhanden ist, welches ein Höhenspiel (Q) und ein Horizontalspiel (P, P') umfasst, so dass die Haltepro file (6, 7) lotrecht zur Paneeloberfläche (4, 4') be wegbar sind sowie in einer Richtung bewegbar sind, die senkrecht zu den Paneelkanten (2, 2') und gleichzeitig parallel zur Paneeloberfläche (4, 4') liegt, und wobei eine Innenseite (10a) der oberen Nutwand (10) passend zur Federoberseite (16) gerade oder kurvig geformt ist und relativ zum Lot (L) auf der Paneeloberfläche (4,

4') einen Neigungswinkel aufweist, der so ist, dass sich die geneigte Federoberseite (16) und die Innensei te (10a) der oberen Nutwand (10) im gegeneinander ge schobenen Zustand flächig berühren, dadu r ch ge ke nn z e i chne t , dass zwischen dem freien oberen Leistenende (12a) der Halteleiste (12) und ihrer unte ren Haltefläche (12b) eine Kantenbrechung (12c) vorge sehen ist, wobei die Kantenbrechung eine Freifläche (12d) bildet, welche ein distales oberes Ende (12e) und ein proximales Ende aufweist und gerade oder kurvig ge formt ist, und wobei die Freifläche (12d) relativ zum Lot (L) auf der Paneeloberfläche (4, 4') einen Nei gungswinkel ß aufweist, mit der Maßgabe, dass bei einem Fügeschritt die Federunterseite (9a) der Verriegelungs feder (9) waagerecht auf die Halteleiste (12) der Ver riegelungsnut (9) auflegbar und dann die Federoberseite (16) gegen die Innenseite (10a) der oberen Nutwand (10) schiebbar ist, und dass am Ende des genannten Füge schritts das distale Ende (16a) der Federoberseite (16) im Bereich des Paneelkerns (3') die Innenseite (10a) der oberen Nutwand (10) berührt.

2. Paneel nach Anspruch 1, dadu r ch ge ke nn

z e i chne t , dass zwischen der Federunterseite (9a) und der hinterschnittenen Anlagefläche (15) eine Kan tenbrechung vorgesehen ist, die im Verhältnis zur Kan tenbrechung (12c) der Halteleiste (12) einen Quer schnitt aufweist, der um mindestens 50 % kleiner ausge bildet ist.

3. Paneel nach Anspruch 1 oder 2, dadu r ch ge

ke nn z e i chne t , die eine Höhe (T) der Freifläche > der Höhe (S) der Haltefläche der Halteleiste (12) ist .

4. Paneel nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadu r ch ge ke nn z e i chne t , dass ein distale Ende (16a) der Federoberseite (16) im zusammengefügten Zustand auf einem Niveau zwischen dem oberen freien Leistenende (12a) der Halteleiste (12) und einem proximalen Ende der Freifläche (12d) liegt oder um einen Betrag, wel cher der Höhe (T) der Freifläche entspricht, oberhalb des freien Leistenendes (12a) liegt.

5. Paneel nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadu r ch ge ke nn z e i chne t , dass die Federunterseite (9a) eine Gleitfläche vorsieht, die parallel zur Pa neeloberfläche (4') angeordnet ist und im zusammenge fügten Zustand auf einer Gleitzone in der Aussparung (11a) der unteren Nutwand (11) lagert, wobei die Gleit zone ihrerseits parallel zur Paneeloberfläche (4) ange ordnet ist.

6. Paneel nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadu r ch ge ke nn z e i chne t , dass die Halteleiste (12) eine Auflagefläche (12f) bildet, auf der zumindest wäh- rend des Fügevorgangs die Federunterseite (9a) ablegbar ist, und dass die Verriegelungsfeder (9) eine zur unte ren Paneelfläche (5) offene Aussparung 14 mit einer Grundfläche (14a) hat.

7. Paneel nach Anspruch 6, dadu r ch ge ke nn

z e i chne t , dass die Auflagefläche (12f) der Hal teleiste (12) und die Grundfläche (14a) der Aussparung (14) im zusammengefügten Zustand einander parallel sind und sich berühren, so dass sie im Rahmen des vorhande nen Spiels (P, P') parallel zur Paneeloberfläche (4,

4') als Gleitflächen wirken.

8. Paneel nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadu r ch ge ke nn z e i chne t , dass das maximale Höhenspiel (Q) , wenn sich die hinterschnittene Haltefläche (12b) der Verriegelungsnut (11) und die hinterschnittene An lagefläche (15) der Verriegelungsfeder (9) berühren, zu der Höhe S der Haltefläche (12b) in einem Verhältnis Q/S steht, das im Bereich von 0, 5-2,0 liegt, bevorzugt liegt das Verhältnis Q/S im Bereich 0,8-1, 2.

9. Paneel nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadu r ch ge ke nn z e i chne t , dass der Neigungswinkel der Innenseite (10a) der oberen Nutwand (10) relativ zum Lot L auf der Paneeloberfläche (4, 4') im Bereich von 30° bis 60° liegt.

10. Paneel nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadu r ch ge ke nn z e i chne t , dass die Freifläche (12d) der Halteleiste (12) relativ zum Lot (L) auf der Pa neeloberfläche (4, 4') um einen Freiwinkel ß geneigt ist, und dass der Freiwinkel ß > Neigungswinkel ist.

11. Paneel nach Anspruch 10, dadu r ch ge ke nn

z e i chne t , dass der Freiwinkel ß im Bereich des 1,0 bis 1,5-fachen des Neigungswinkel liegt.

12. Paneel nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadu r ch ge ke nn z e i chne t , dass an der Halteleiste (12) eine zum Paneelkern (3, 3') gerichtete zweite distale Haltefläche (23) vorgesehen ist, und dass die Verriege lungsfeder (9) passend dazu eine proximale zweite Anla gefläche (24) aufweist.

13. Paneel nach Anspruch 11, dadu r ch ge ke nn

z e i chne t , dass die zweite Haltefläche (23) der Halteleiste (12) an einem distalen Ende der Freifläche (12d) angeordnet ist.

14. Paneel nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadu r ch ge ke nn z e i chne t , dass die Paneeloberfläche (4, 4') wenigstens auf der Seite der Verriegelungsnut

(11) oder auf der Seite der Verriegelungsfeder (9) eine Kantenbrechung (18) aufweist.

15. Paneel nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadu r ch ge ke nn z e i chne t , dass das Paneel (1, 32, 33, 34, 35) viereckig ausgebildet ist und ein zweites Kan tenpaar aufweist, das an einander gegenüberliegenden Paneelkanten mit komplementären Halteprofilen versehen ist, wobei diese Halteprofile identisch gestaltet sind, wie die Halteprofile (6, 7) des ersten Kantenpaares.

16. Verfahren zur Verlegung und Verriegelung von Paneelen des Typs gemäß einem der Ansprüche 1 bis 14, da du r ch ge ke nn z e i chne t , dass die Federun terseite (9a) eines neuen Paneels auf der Halteleiste

(12) eines bereits auf einem Untergrund liegenden Pa neels abgelegt wird, sodann das neue Paneel in der Pa neelebene liegend senkrecht zur Paneelkante (2, 2') ge gen das liegende Paneel verschoben wird bis die Feder- Unterseite (9a) des neuen Paneels die Halteleiste (12) des liegenden Paneels überschritten hat und sich in die hinter der Halteleiste (12) liegende Aussparung (11a) hinabsenkt .

17. Verfahren zur Verlegung und Verriegelung von Paneelen des Typs gemäß Anspruch 15, dadu r ch ge ke nn z e i chne t , dass ein neues viereckiges Paneel (32) dieses Typs, das zwei identische Kantenpaare hat, in einer zweiten Paneelreihe (D2) mit Paneelen (33, 34) einer vorhandenen ersten Paneelreihe (Dl) und gleich zeitig mit einem in zweiter Reihe bereits vorhandenen Paneel (35) verriegelt wird, indem das neue Paneel (32) mit einer Federunterseite einer Verriegelungsfeder (32b) auf den Halteleisten (33d, 34d) der Paneele (33, 34) der ersten Paneelreihe (Dl) und mit der Federunter seite seiner benachbarten Verriegelungsfeder (32a) auf die Halteleiste (35c) des in zweiter Reihe bereits vor handenen Paneels (35) abgelegt wird, sodann das neue Paneel (32) in einer diagonalen Richtung verschoben wird, wodurch seine beiden benachbarten Verriegelungs federn (32a, 32b) gleichzeitig in Eingriff gebracht werden, nämlich die Verriegelungsfeder (32b) mit der Verriegelungsnut der Paneele (33, 34) in erster Paneel reihe (Dl) und die andere Verriegelungsfeder (32a) mit der Verriegelungsnut des in zweiter Reihe bereits vor handenen Paneels (35) , wobei die Federunterseiten der beiden benachbarten Verriegelungsfedern (32a, 32b) des neuen Paneels (32) die Halteleisten (33d, 34d, 35c) der verlegten Paneel überschritten haben und sich in die jeweils hinter der Halteleiste liegende Aussparung hin ein absenken.

18. Paneel gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 1,

dadu r ch ge ke nn z e i chne t , dass die Ver- riegelungsnut (8) zwischen dem distalen Ende (10b) und der Freifläche (12d) eine minimale Öffnung (41) auf weist, wobei die Verriegelungsfeder (9) in einer Posi tion, in welcher ihre Federoberseite (16) flächig gegen die Innenseite (10a) der oberen Nutwand (10) gestoßen ist, nicht durch diese minimale Öffnung (41) hindurch passt, und wobei die Verriegelungsfeder (9) gleichzei tig so gestaltet ist, dass sie eine durch die Öffnung (41) passende geringere Ausdehnung aufweist, die aber nur dann hindurchpasst durch die minimale Öffnung der Verriegelungsnut (8), wenn dasjenige Paneel mit der Verriegelungsfeder (9) um einen Winkel g angeho

ben/angewinkelt ist.

19. Paneel nach Anspruch 18, dadu r ch ge ke nn

z e i chne t , dass die Freifläche (12d) als Radius ausgeführt ist.

20. Paneel nach Anspruch 18 oder 19, dadu r ch ge

ke nn z e i chne t , dass eine horizontale Auflage fläche (11b) in der Aussparung (11a) der unteren Nut wand (11) vorgesehen ist, und dass die Auflagefläche (11b) übergeht in eine Krümmung (37), die zum Nutgrund hin ansteigt.

21. Paneel nach Anspruch 20, dadu r ch ge ke nn

z e i chne t , dass die Krümmung (37) als Radius aus geführt ist.

22. Paneel nach einem der Ansprüche 18 bis 21, dadu r ch ge ke nn z e i chne t , dass eine an der Halteleiste (12) vorgesehen Auflagefläche (12f) übergeht in einen Radius (13), dass eine Grundfläche (14a) der Aussparung (14) übergeht in Radius (40), und dass dann, wenn im zusammengefügten Zustand die Federoberseite (16) die Innenseite (10a) der oberen Nutwand (10) berührt, gleichzeitig auch der Radius (13) flächig am Radius (40) anliegt.

Description:
Paneel

Die Erfindung betrifft ein Paneel mit einem Paneelkern, ei ner Paneeloberfläche, einer unteren Paneelfläche sowie mit wenigstens einem ersten Kantenpaar komplementärer form schlüssiger Halteprofile an einander gegenüberliegenden Pa neelkanten, wobei eines der Halteprofile eine Verriegelungs nut mit einer distal hervorstehenden oberen Nutwand und ei ner unteren Nutwand, die distal weiter hervorsteht als die obere Nutwand, sowie mit einer Halteleiste, die am freien Ende der unteren Nutwand in Richtung der Paneeloberfläche hervorsteht und ein freies oberes Leistenende sowie mindes tens eine hinterschnittene Haltefläche aufweist, wobei diese Haltefläche zum Paneelkern gerichtet ist und eine hinter der Halteleiste liegende Aussparung in der unteren Nutwand be grenzt, wobei das komplementäre Halteprofil mit einer Ver riegelungsfeder versehen ist, die wenigstens eine hinter schnittene Anlagefläche hat, welche zum Paneelkern gerichtet ist und im zusammengefügten Zustand mit der Haltefläche der Halteleiste zusammenwirkt, wobei die Verriegelungsfeder eine Federunterseite und eine Federoberseite hat, wovon die Fe deroberseite ein distales Ende und ein proximales Ende auf weist und gerade oder kurvig ist und relativ zum Lot auf der Paneeloberfläche geneigt angeordnet ist, so dass das distale Ende weiter von der Paneeloberfläche entfernt ist und das proximale Ende näher an die Paneeloberfläche heranreicht, wobei im zusammengefügten Zustand ein Spiel vorhanden ist, welches ein Höhenspiel und ein Horizontalspiel umfasst, so dass die Halteprofile lotrecht zur Paneeloberfläche bewegbar sind sowie in einer Richtung bewegbar sind, die senkrecht zu den Paneelkanten und gleichzeitig parallel zur Paneelober fläche liegt, und wobei eine Innenseite der oberen Nutwand passend zur Federoberseite gerade oder kurvig geformt ist und relativ zum Lot auf der Paneeloberfläche einen Neigungs winkel aufweist, der so ist, dass sich die geneigte Fe deroberseite und die Innenseite der oberen Nutwand im gegen einander geschobenen Zustand flächig berühren.

Ein gattungsgemäßer Stand der Technik ist aus der DE 10 2014 114 250 Al bekannt. Diese schlägt ein Paneel vor, das mit einer aus dem Lot geneigten Federoberseite versehen ist und im zusammengefügten Zustand ein Spiel innerhalb der form schlüssigen Verriegelungsmittel aufweist. Wegen des Spiels ist das Ineinanderfügen und Verriegeln etwas einfacher, als bei Paneelen, die formschlüssige Verriegelungsmittel ohne Spiel aufweisen. Das Paneel eignet sich wegen des Spiels außerdem für einen schwimmend verlegten Fußboden. Bei der schwimmenden Verlegung ist zu berücksichtigen, dass die Pa neele ständig einer Änderung der Umgebungsverhältnisse un terworfen sind, wie einer Änderung der Temperatur und der Luftfeuchtigkeit. Solche Änderungen der Umgebungsverhältnis se führen zu Schrumpfungs- oder Dehnungseffekten der Panee le, die durch das Spiel innerhalb der zusammengefügten Ver riegelungsmittel ausgeglichen werden können. Für Paneele, die als Wandverkleidung/Wandbelag vorgesehen sind, gilt dies ebenfalls. Der Begriff Horizontalspiel bezieht sich auf eine waagerechte Anwendung der Paneele für einen Fußboden. Das als Horizontalspiel bezeichnete Spiel mag bei einem Wandbe lag nicht mehr horizontal ausgerichtet sein, es ist aber auch hier vorteilhaft, weil es Schrumpfungs- oder Dehnungs- effekten der Paneele kompensieren kann.

In der Praxis wird das aus der DE 10 2014 114 250 Al bekann te Paneel bevorzugt angewandt für dünne Fußboden- oder Wand beläge, wobei sich die Technik abkehrt, weg von einem Pa neelkern aus HDF oder MDF, wie bei Laminatpaneelen üblich. Stattdessen wird der Paneelkern für ein dünnes Paneel in der Praxis aus einem Kunststoffmaterial hergestellt oder aus einem Komposit, das aus einem Kunststoff besteht, der mit Fasern verstärkt ist und/oder der sonstige Füllstoffe ent hält .

Generell müssen die Verriegelungsmittel exakt gefertigt sein, damit sie ineinanderpassen, und sie müssen ihre Form- haltigkeit auch bewahren. Dabei ist an den formschlüssigen Verriegelungsmitteln das Material des Paneelkerns freigelegt und ungeschützt. Je dünner die Paneele sind, umso schwerer fällt es, die Formhaltigkeit zu bewahren. Bereits kleine Macken können dazu führen, dass die Verriegelungsmittel nicht mehr ineinanderpassen.

Weil Paneele mit formschlüssigen Verriegelungsmitteln emp findlich sind, müssen sie, sobald sie aus einer Verpackung entnommen sind, vorsichtig behandelt werden. Im rauen Be trieb auf einer Baustelle ist dann stets ein Risiko der Be schädigung der Verriegelungsmittel vorhanden.

Wie erwähnt, wird das bekannte Paneel bevorzugt mit einem Paneelkern aus Kunststoff hergestellt und weist in der Regel eine geringere Gesamtdicke auf als beispielsweise übliche Laminat-Paneele, die einen Paneelkern aus MDF oder HDF ha ben .

Das bekannte Paneel mit Paneelkern aus Kunststoff wird auch großformatig hergestellt, z.B. im Format 40 x 80 cm oder gar 40 x 120 cm. Dabei werden die dünnsten Paneele derzeit so produziert, dass ihre Gesamtdicke nur 3,2 mm beträgt. Prob lematisch ist die Handhabung solch großer Paneele, weil ein langer Hebel gegeben ist, wenn der Handwerker das Paneel an einem Ende vom Untergrund anhebt und am anderen Ende das Verriegelungsmittel formschlüssig in Eingriff gebracht wer den soll, wobei der Untergrund sowohl ein Boden, als auch eine Wand sein kann. Die kleinen formschlüssigen Verriege lungsmittel ineinanderzufügen ist schwierig. Sie können ver kanntet ineinander geraten, was für den Verleger/ Handwerker schlecht sichtbar und kaum spürbar ist. So kann es zu Brü chen an Verriegelungsmitteln kommen. Ist das Paneel hingegen sehr klein, z.B. 10 x 30 cm, fällt die Handhabung viel leichter, weil der Handwerker das Paneel mit den Händen viel näher an den Verriegelungsmitteln greifen und sehen und er spüren kann. Das Risiko einer Beschädigung der Verriege lungsmittel ist dann gering.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, das bekannte Pa neel so weiterzubilden, damit es weniger gefährdet ist, eine Beschädigung zu erleiden, und zwar auch dann, wenn das Pa neel großformatig ausgebildet ist und/oder eine geringe Ge samtdicke aufweist.

Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, dass zwi schen dem freien oberen Leistenende der Halteleiste und ih rer unteren Haltefläche eine Kantenbrechung vorgesehen ist, wobei die Kantenbrechung eine Freifläche bildet, welche ein distales Ende und ein proximales Ende aufweist und gerade oder kurvig geformt ist, und wobei die Freifläche relativ zum Lot auf der Paneeloberfläche einen Neigungswinkel ß auf weist, mit der Maßgabe, dass bei einem Fügeschritt die Fe derunterseite der Verriegelungsfeder auf die Halteleiste der Verriegelungsnut auflegbar und dann die Federoberseite gegen die Innenseite der oberen Nutwand schiebbar ist, und dass am Ende des genannten Fügeschritts das distale Ende der Fe- deroberseite im Bereich des Paneelkerns die Innenseite der oberen Nutwand berührt.

Das neue Paneel, das eine aus dem Lot geneigten Federober seite hat und im zusammengefügten Zustand ein Spiel inner halb der formschlüssigen Verriegelungsmittel aufweist, hat den Vorteil, dass es sich nahezu horizontal, d.h. in der Paneelebene liegend verriegeln lässt.

Dafür sind die Verriegelungsmittel so gestaltet, dass die Federunterseite eines neuen Paneels auf die Halteleiste ei nes liegenden Paneels auflegbar ist und die Halteprofile dann durch eine Verschiebung des Paneels in einer Richtung parallel zur Paneelebene aufeinander zu bewegbar sind, wobei die Federoberseite immer näher an die Innenseite der oberen Nutwand bewegbar ist und schließlich von der Innenseite der oberen Nutwand überlappt ist, ohne notwendigerweise schon damit in Berührung gekommen zu sein.

Wenn ein neues Paneel mit einem vorherigen Paneel verriegelt werden soll, das bereits auf einem Untergrund (Boden oder Wand) liegt, dann kann das neue Paneel so abgelegt bzw. in Position gebracht werden, dass seine Federunterseite auf der Halteleiste des vorherigen Paneels aufliegt. Dabei kann das neue Paneel zur gegenüberliegenden Paneelkante hin etwas durchgebogen sein und ein durchgebogener Teil ebenfalls auf dem Untergrund aufliegen. Die Durchbiegung des neuen Paneels ist gering und umso geringer je großformatiger das Paneel ist, d.h. je weiter die einander gegenüberliegenden Halte profile voneinander entfernt sind. Die Überlappung der Fe deroberseite durch die Innenseite der oberen Nutwand wird durch eine geringe Durchbiegung des neuen Paneels nicht we sentlich beeinträchtigt.

Die neue Gestaltung ist für Paneele mit geringer Gesamtdicke und für großformatige Paneele sehr zweckmäßig, weil es für die Verriegelung nicht mehr notwendig ist, das neue Paneel schräg anzusetzen, wie es der Stand der Technik DE 10 2014 114 250 Al vorsieht (z.B. Fig. 8a) . Folglich ist auch keine Schwenkbewegung herab auf den Untergrund mehr erforderlich, welche bei einem großen Hebel bei der Handhabung des Paneels zu einem Schaden an den Verriegelungsmitteln führen kann, wenn diese nicht exakt sondern verkantet ineinander geführt werden. Das neu gestaltete Paneel erlaubt großformatige Fliesen, wie sie bisher nicht möglich waren, mit einer Kan tenlänge von 100 x 100 cm und mehr. Quadratische Großformat fliesen wurden getestet und überraschend erfolgreich verrie gelt, ohne die Halteprofile zu beschädigen.

Das neue Paneel eignet sich für die schwimmende Verlegung von Fußböden, d.h. ohne Anbindung an den Untergrund, lose darauf liegend. Dabei werden Schrumpfungen und Dehnungen der Paneele, die in der Praxis auftreten können, durch das ein gebaute Spiel kompensiert.

Andererseits ist das Paneel auch sehr günstig, wenn ein Fuß boden oder ein Wandbelag am Untergrund verklebt werden soll. Der Fügevorgang, der mit dem hier vorgeschlagenen Paneel besonders einfach gelingt, begünstigt auch diese Art der Verlegung, weil ein zu verriegelndes Paneel nur mit der Fe derunterseite auf die Halteleiste des vorherigen Paneels abgelegt und die untere Paneelfläche insgesamt auf einen mit Klebemittel versehenen Untergrund abgelegt werden kann. Der weitere Fügevorgang kann dann durch Schieben des Paneels gegen das vorherige Paneel geschehen, wobei die Federunter seite der Verriegelungsfeder, wie oben beschrieben, über die Halteleiste geschoben wird, dann die Freifläche hinab glei tet und die Federunterseite schließlich hinab gelangt in die Aussparung der unteren Nutwand, wo sie auf deren Auflageflä che lagert. Die Ausbildung des vorgeschlagenen Paneels ermöglicht es selbstverständlich auch, ein neues derartiges Paneel ein wenig anzuheben und mit geringem Winkel schräg anzusetzen, wenn dies gewünscht ist. Ein hohes Anheben zwecks Schräg stellung ist aber keinesfalls erforderlich. Die Verriege lungsfeder wird auch bei einem schrägen Anheben des Paneels schonender mit der Verriegelungsnut in Eingriff gebracht. Zudem benötigt der Handwerker zur Herstellung eines Fußbo dens viel weniger Kraft. Dies einerseits deshalb, weil er das Paneel nicht so hoch anheben muss und andererseits, weil das Ineinanderfädeln/Ineinanderfügen schneller von statten geht. Hinzu kommt bei einem großformatigen Paneel, wenn es hoch angehoben werden muss, dass es schwerer fällt, die Ver riegelungsfeder in die Verriegelungsnut einzufädeln. Der Handwerker braucht dafür mehr Zeit. Es ermüdet wenn jedes Paneel länger hochgehalten und mühsam eingefädelt werden muss .

Hinsichtlich des Aspekts, wonach ein Paneel alternativ so gestaltet ist, dass es angehoben/angewinkelt werden muss, um Verriegelungsnut und Verriegelungsfeder formschlüssig mitei nander verbinden zu können, wird dieser Aspekt ausdrücklich als eigene Erfindung angesehen. Der Lösung liegt zugrunde, dass die Verriegelungsnut zwischen ihrem dem distalen Ende der oberen Nutwand und der Freifläche eine minimale Öffnung aufweist, wobei die Verriegelungsfeder in einer Position, in welcher ihre Federoberseite flächig gegen die Innenseite der oberen Nutwand gestoßen ist, nicht durch diese minimale Öff nung hindurchpasst, und wobei die Verriegelungsfeder aber gleichzeitig so gestaltet ist, dass sie eine durch die Öff nung passende geringere Ausdehnung aufweist, die aber nur dann hindurchpasst durch die minimale Öffnung der Verriege lungsnut, wenn das Paneel mit der Verriegelungsfeder um ei nen Winkel g angehoben/angewinkelt ist. Alle nachfolgend beschriebenen Merkmale, die sich auf die erstgenannte Lösung der horizontalen Verriegelbarkeit der Paneelkanten beziehen, werden hiermit auch vorgeschlagen zur Kombination mit der Lösung, welche zwecks Verriegelung der Paneelkanten ein Anheben/Anwinkeln eines Paneels relativ zum anderen Paneel erfordert.

Als Ausgangsmaterial für das neue Paneel sind Trägerplatten aus HDF, MDF oder OSB-Platten verwendbar. Es kann aber z.B. auch eine Trägerplatte aus einem Holz-Kunststoff-Komposit sein, engl. Wood Particle Composite (WPC) oder ein Mineral- Komposit, engl. Mineral Particle Composite (MPC) . Der ver wendete Kunststoff, ob rein oder mit den genannten Zusätzen verarbeitet, kann ein thermoplastischer elastomerer oder duroplastischer Kunststoff sein. Für eine Trägerplatte aus einem MPC ist beispielsweise eine Zusammensetzung des MPC umfassend Talkum und Polypropylen gut geeignet. Des Weiteren kann Recyclingmaterial verwendet werden, das aus den vorge nannten Kunststoffbeispielen besteht.

Günstig ist an dem vorderen distalen Ende der Verriegelungs feder, d.h. an deren Federspitze eine Rundung vorgesehen, die sich zwischen der Federoberseite und der Federunterseite erstreckt. Alternativ ist es möglich, anstelle der Rundung eine abgeflachte Fläche vorzusehen oder eine Fläche mit ei ner vorzugsweise konvexen Balligkeit.

Zweckmäßig ist die Gestaltung so, dass zwischen der Federun terseite und der hinterschnittenen Anlagefläche eine Kanten brechung vorgesehen ist, die im Verhältnis zur Kantenbre chung der Halteleiste einen Querschnitt aufweist, der um mindestens 50 % kleiner ausgebildet ist. Eine solche Kanten brechung an der Verriegelungsfeder schützt die Kante vor Beschädigung. Es bewährt sich dann, diese Kantenbrechung relativ klein auszuführen, weil dann mehr Platz für die hin- terschnittene Anlagefläche bleibt. Die Anlagefläche sollte sich möglichst weit in Richtung der unteren Paneelfläche erstrecken können, denn je größer die Anlagefläche ist, des to besser wirkt sie einem Auseinanderbewegen der Paneele in der Panelebene und senkrecht zu den Paneelkanten entgegen.

Es kann auch vorgesehen sein, auf eine Kantenbrechung an der Verriegelungsfeder zu verzichten, um dadurch die Höhe der Anlagefläche zu maximieren.

Andererseits kann die Kantenbrechung auch denselben Zweck haben, wie die Freifläche der Halteleiste, nämlich Platz zu schaffen, damit die Verriegelungsfeder, die über die Halte leiste geschoben wird, in eine Abwärtsbewegung übergehen kann. Der gewünschte Platz kann dadurch geschaffen werden, dass Material nur an der Halteleiste entfernt wird oder nur an der Verriegelungsfeder oder es im gewünschten Verhältnis aufgeteilt und an beiden Stellen Material entfernt, um Kan tenbrechungen zu erzeugen.

Ein weiterer Nutzen wird darin gesehen, dass die Höhe der Freifläche > der Höhe der Haltefläche der Halteleiste ist.

Je größer die Freifläche ausgeführt ist, desto einfacher lassen sich tendenziell die Halteprofile zusammenfügen.

Vorzugsweise liegt ein distales Ende der Federoberseite im zusammengefügten Zustand auf einem Niveau zwischen dem obe ren freien Leistenende der Halteleiste und einem proximalen Ende der Freifläche oder das distale Ende der Federoberseite liegt um einen Betrag, welcher der Höhe der Freifläche ent spricht, oberhalb des freien Leistenendes. Die Gleitfläche und die Gleitzone sind für die relative Bewegung der zusam mengefügten Paneelkanten im Rahmen des Horizontalspiels vor gesehen .

Günstigerweise sieht die Federunterseite eine Gleitfläche vor, die parallel zur Paneeloberfläche angeordnet ist und im zusammengefügten Zustand auf einer Gleitzone in der Ausspa rung der unteren Nutwand lagert, wobei die Gleitzone ihrer seits parallel zur Paneeloberfläche angeordnet ist.

Hilfreich ist es, wenn die Halteleiste eine Auflagefläche bildet, auf der während des Fügevorgangs die Federunterseite ablegbar ist, und dass die Verriegelungsfeder eine zur unte ren Paneelfläche offene Aussparung mit einer Grundfläche hat. So hat die Halteleiste im zusammengefügten Zustand der verriegelten Paneelkanten Platz in der Aussparung der Ver riegelungsfeder .

Weiterhin nutzbringend ist es, wenn die Auflagefläche der Halteleiste und die Grundfläche der Aussparung im zusammen gefügten Zustand einander parallel sind und sich berühren, so dass sie im Rahmen des vorhandenen Spiels parallel zur Paneeloberfläche als Gleitflächen wirken.

Eine Verbesserung wird darin gesehen, dass das maximale Hö henspiel Q, wenn sich die hinterschnittene Haltefläche der Verriegelungsnut und die hinterschnittene Anlagefläche der Verriegelungsfeder berühren, zu der Höhe S der Haltefläche in einem Verhältnis Q/S steht, das im Bereich von 0, 5-2,0 liegt, bevorzugt liegt das Verhältnis Q/S im Bereich von 0,8-1, 2. Wobei sich die Höhe S der Haltefläche definiert als der Abstand vom oberen Ende der Haltefläche senkrecht auf die Ebene der Auflagefläche der unteren Nutwand, respektive der Gleitzone. Bei einem Verhältnis > 1,0 lässt sich die Verriegelungsfeder ohne Widerstand in die Verriegelungsnut einfügen bis die Federunterseite in Kontakt mit der Auflage fläche der unteren Nutwand kommt. Ist hingegen ein Verhält nis Q/S gewählt, das < 1,0 ist, dann ist eine gewisse elas tische Verformung der Halteprofile erforderlich, um sie zu sammenzufügen. Dies kann durch bereichsweise Kompression geschehen und/oder durch eine bereichsweise Biegung, bei spielsweise eine nach unten gerichtet Biegung der unteren Nutwand. Eine Kompression kann vorzugsweise an einem hinte ren Bereich der Federunterseite erfolgen, welcher während der Fügebewegung mit der Freifläche in Kontakt gelangt.

Vorzugsweise liegt der Neigungswinkel cx der Innenseite der oberen Nutwand relativ zum Lot L auf der Paneeloberfläche im Bereich von 30° bis 60°. Besonders bevorzugt beträgt der Neigungswinkel cx 45°. Es hat sich gezeigt, dass dann die Verriegelung einfach herstellbar ist und der hergestellte Formschluss eine gute Festigkeit erzielt.

Die Handhabung des Paneels lässt sich verbessern, wenn die Freifläche der Halteleiste relativ zum Lot auf der Pa neeloberfläche um einen Freiwinkel ß geneigt ist, und dass der Freiwinkel ß > dem Neigungswinkel cx der Innenseite der oberen Nutwand ist. Dies bewirkt, dass sich eine keilförmige verengende Öffnung der Verriegelungsnut ergibt, die das Ein fügen der Verriegelungsfeder vereinfacht.

Der Freiwinkel ß liegt zweckmäßig im Bereich des 1,0 bis 1,5-fachen des Neigungswinkel cx. Bevorzugt liegt er Freiwin kel ß im Bereich des 1,1 bis 1,3-fachen des Neigungswinkel cx. Es ist alternativ auch möglich den Neigungswinkel ß < als den Neigungswinkel cx auszuführen, beispielsweise im Bereich des 0,7- bis 1,0-fachen des Neigungswinkels cx. Dadurch kön nen Effekte erzielt werden beispielsweise die Notwendigkeit einer gewissen elastischen Verformung während des Fügevor gangs .

An der Halteleiste kann eine zum Paneelkern gerichtete zwei te distale Haltefläche vorgesehen sein und die Verriege lungsfeder kann passend dazu eine proximale zweite Anlage fläche aufweisen. Bei einem unebenen Untergrund, der hohe und tiefe Stellen aufweist, kommt es vor, dass die zusammen gefügten Halteprofile sich an einer hohen Stelle des Unter grunds oder an einer tiefen Stelle des Untergrunds befinden. Zwei miteinander verriegelte Paneele bilden dann keine ebene Oberfläche mehr. Stattdessen stellt sich zwischen der Ober fläche des einen Paneels und der Oberfläche des anderen Pa neels ein Winkel ein der > 180° ist, wenn es sich um eine hohe Stelle des Untergrunds handelt und wenn es eine tiefe Stelle des Untergrunds ist, stellt sich ein Winkel < 180° ein. Die vorgeschlagene Ausführung des Paneels mit zwei Hal teflächen an der Halteleiste und mit zwei damit zusammenwir kenden Anlageflächen an der Verriegelungsfeder schafft Ab hilfe, weil stets ein Paar aus Haltefläche/Anlagefläche in Kontakt bleibt, während das andere Paar aus Haltefläche/ Anlagefläche den Kontakt etwas verlieren kann. Die form schlüssige Verriegelung behält aber die Wirksamkeit.

Die zweite Haltefläche der Halteleiste ist zweckmäßig am distalen Ende der Freifläche angeordnet.

Die Paneeloberfläche kann wenigstens auf der Seite der Ver riegelungsnut oder auf der Seite der Verriegelungsfeder eine Kantenbrechung aufweisen. Selbstverständlich können auch beide Seiten, Verriegelungsnut und Verriegelungsfeder eine Kantenbrechung haben.

Nutzbringend ist es, wenn das Paneel viereckig ausgebildet ist und ein zweites Kantenpaar aufweist, das an einander gegenüberliegenden Paneelkanten mit komplementären Haltepro filen versehen ist, wobei die Halteprofile identisch gestal tet sind, wie die Halteprofile des ersten Kantenpaares.

Des Weiteren wird ein Verfahren zur Verlegung und Verriege lung von Paneelen vorgeschlagen, das ein Kantenpaar mit er findungsgemäßen komplementären Halteprofilen aufweist, wobei die Federunterseite eines neuen Paneels auf der Halteleiste eines bereits auf einem Untergrund liegenden Paneels abge legt wird, sodann das neue Paneel in der Paneelebene liegend senkrecht zur Paneelkante gegen das liegende Paneel verscho ben wird, bis die Federunterseite des neuen Paneels die Hal teleiste des liegenden Paneels überschritten hat und sich in die hinter der Halteleiste liegende Aussparung hinabsenkt.

Des Weiteren wird ein Verfahren zur Verlegung und Verriege lung von viereckigen Paneelen mit zwei identischen Kanten paaren vorgeschlagen. Dabei wird ein neues viereckiges Pa neel dieses Typs, das zwei identischen Kantenpaare hat, in einer zweiten Paneelreihe mit Paneelen einer vorhandenen ersten Paneelreihe und gleichzeitig mit einem in zweiter Reihe bereits vorhandenen Paneel verriegelt, indem das neue Paneel mit einer Federunterseite auf den Halteleisten der Paneele der ersten Paneelreihe und mit der Federunterseite seiner benachbarten Verriegelungsfeder auf die Halteleiste des in zweiter Reihe bereits vorhandenen Paneel abgelegt wird, sodann das neue Paneel in einer diagonalen Richtung verschoben wird, wodurch seine beiden benachbarten Verriege lungsfedern gleichzeitig in Eingriff gebracht werden, näm lich eine Verriegelungsfeder mit der Verriegelungsnut der Paneele in erster Paneelreihe und die andere Verriegelungs feder mit der Verriegelungsnut des in zweiter Reihe bereits vorhandenen Paneels, wobei die Federunterseiten der beiden benachbarten Verriegelungsfedern des neuen Paneels die Hal teleisten der verlegten Paneel überschritten haben und sich in die jeweils hinter der Halteleiste liegende Aussparung hinein absenken. Auf diese Weise sind zwei Paneelkanten des neuen Paneels quasi gleichzeitig verriegelt. Seine Paneel kanten können natürlich unterschiedlich lang sein. Dies kann dazu führen, dass die Verriegelung der einen Paneelkante des neuen Paneels eher fertig hergestellt ist und die Verriege- lung seiner anderen Paneelkante etwas später fertig ist. Zumindest ist eine zeitliche Überlappung der Verrieglungs- vorgänge der beiden Paneelkanten des neuen Paneels möglich.

Mit dem vorgeschlagenen Paneel kann eine Belagsfläche im Fischgrät-Verlegmuster hergestellt werden. Zu dem Zweck wer den zwei unterschiedliche Typen des Paneels benötigt, ein Typ A und ein Typ B. Beide Paneeltypen A und B haben ein Kantenpaar, das identisch gestaltet ist, d. h. die Verriege lungsnut des Typs A ist auf derselben Paneelkante angeordnet wie beim Paneel Typ B und ebenso ist die Verriegelungsfeder des Typs A auf derselben Paneelkante angeordnet wie beim Paneel Typ B. Das andere Kantenpaar jedoch, ist beim Typ B seitenverkehrt zum Typ A ausgeführt, d. h. diejenige Paneel kante, die bei Typ A mit der Verriegelungsfeder versehen ist, hat bei Typ B die Verriegelungsnut und umgekehrt. Im vorliegenden Beispiel haben beide Typen ein Paar lange Pa neelkanten sowie ein Paar kurze Paneelkanten. Die langen Paneelkanten sind beim Typ A identisch gestaltet, wie beim Typ B. Die kurzen Paneelkanten unterscheiden sich. An derje nigen Paneelkante, an der Typ A die Verriegelungsfeder auf weist, ist bei Typ B die Verriegelungsnut vorgesehen. Dort wo Typ A die Verriegelungsnut hat ist wiederum bei Typ B die Verriegelungsfeder angeordnet.

Bei der Produktion der Paneele Typ A und Typ B werden zuerst die Halteprofile der langen Kanten gefräst. Anschließend werden die Paneele innerhalb der Produktionsanlage weiter transportiert, um die kurzen Kanten zu fräsen, wobei die Hälfte der Paneele einer Charge vor dem Fräsgang um 180° gedreht werden muss, um die kurzen Kanten an diesem Teil der Paneele seitenverkehrt herzustellen. Dieses Verlegemuster bedingt, dass lange Paneelkanten und kurze Paneelkanten mit einander verriegelbar sind. Unterschiedliche Kantenpaare z.B. lange Kante und kurze Kante müssen also zumindest zuei- nander kompatibel gefräst sein. Am einfachsten können die langen Kanten und kurzen Kanten mit denselben oder identi schen Werkzeugen gefräst werden. Auf diese Weise ist ein Fischgrät-Verlegemuster herstellbar. Besonders daran ist, dass die Paneele trotz des besonderen Verlegemusters all seits formschlüssig verriegelbar sind, wobei eine Verriege lungswirkung in der Paneelebene (horizontal) erzielt wird und zwar senkrecht zu den verriegelten Kanten aber auch eine Verriegelungswirkung in einer Richtung senkrecht zur Paneel ebene (vertikal) erzielt wird. Bei einem rechteckigen oder quadratischen Paneel ist die horizontale und vertikale Ver riegelungswirkung also an beiden Kantenpaaren möglich.

Nachfolgend ist die Erfindung in einer Zeichnung beispiel haft veranschaulicht und anhand mehrerer Ausführungsbeispie le im Detail beschrieben:

Fig. la ein erstes Ausführungsbeispiel eines erfindungsge mäßen Paneels, wobei das Paneel zerteilt darge stellt ist, um dessen komplementäre Halteprofile eines Kantenpaares im Verlauf einer Fügebewegung zu zeigen,

Fig. lb das Paneel gemäß Fig. la im fortgeschrittenen Ver lauf der Fügebewegung,

Fig. lc das Paneel gemäß Fig. la im verriegelten Zustand mit Spiel und mit maximalem Spalt an der Paneel oberseite,

Fig. Id das Paneel gemäß Fig. la im verriegelten Zustand mit Spiel und mit geschlossenem Spalt an der Pa- neeloberseite,

Fig. le das Paneel gemäß Fig. la im verriegelten Zustand in einer mittleren Position im Rahmen des vorhan- denen Spiels,

Fig. lf das Paneel gemäß Fig. la im verriegelten Zustand mit Höhenversatz,

Fig. 2a ein zweites Ausführungsbeispiel eines erfindungs gemäßen Paneels, wobei das Paneel zerteilt darge stellt ist, um dessen komplementäre Halteprofile eines Kantenpaares im Verlauf einer Fügebewegung zu zeigen,

Fig. 2b das Paneel gemäß Fig. 2a im fortgeschrittenen Ver lauf der Fügebewegung,

Fig. 2c das Paneel gemäß Fig. 2a im verriegelten Zustand mit Spiel und mit maximalem Spalt an der Paneel oberseite,

Fig. 2d das Paneel gemäß Fig. 2a im verriegelten Zustand mit Spiel und mit geschlossenem Spalt an der Pa neeloberseite,

Fig. 2e das Paneel gemäß Fig. la im verriegelten Zustand in einer mittleren Position im Rahmen des vorhan denen Spiels,

Fig. 2f das Paneel gemäß Fig. 2a im verriegelten Zustand mit Höhenversatz,

Fig. 3a ein drittes Ausführungsbeispiel eines erfindungs gemäßen Paneels, wobei das Paneel zerteilt darge stellt ist, um dessen komplementäre Halteprofile eines Kantenpaares im Verlauf einer Fügebewegung zu zeigen,

Fig. 3b das Paneel gemäß Fig. 3a im fortgeschrittenen Ver lauf der Fügebewegung, Fig. 3c das Paneel gemäß Fig. 3a im verriegelten Zustand mit Spiel und mit maximalem Spalt an der Paneel oberseite,

Fig. 4a ein viertes Ausführungsbeispiel eines erfindungs gemäßen Paneels, wobei das Paneel zerteilt darge stellt ist, um dessen komplementäre Halteprofile eines Kantenpaares im Verlauf einer Fügebewegung zu zeigen,

Fig. 4b das Paneel gemäß Fig. 4a im fortgeschrittenen Ver lauf der Fügebewegung,

Fig. 4c das Paneel gemäß Fig. 4a im verriegelten Zustand mit Spiel und mit maximalem Spalt an der Paneel oberseite,

Fig. 5a ein fünftes Ausführungsbeispiel eines erfindungs gemäßen Paneels, wobei das Paneel zerteilt darge stellt ist, um dessen komplementäre Halteprofile eines Kantenpaares im Verlauf einer Fügebewegung zu zeigen,

Fig. 5b das Paneel gemäß Fig. 5a im fortgeschrittenen Ver lauf der Fügebewegung,

Fig. 5c das Paneel gemäß Fig. 5a im verriegelten Zustand mit Spiel und mit maximalem Spalt an der Paneel oberseite,

Fig. 6a ein sechstes Ausführungsbeispiel eines Paneels, Fig. 6b das Paneel gemäß Fig. 6a im fortgeschrittenen Ver lauf der Fügebewegung,

Fig. 6c das Paneel gemäß Fig. 6a im verriegelten Zustand mit Spiel und mit maximalem Spalt an der unteren Paneelfläche,

Fig. 7a ein siebtes Ausführungsbeispiel eines erfindungs gemäßen Paneels, wobei das Paneel zerteilt darge stellt ist, um dessen komplementäre Halteprofile eines Kantenpaares im Verlauf einer Fügebewegung zu zeigen,

Fig. 7b das Paneel gemäß Fig. 7a im fortgeschrittenen Ver lauf der Fügebewegung,

Fig. 7c das Paneel gemäß Fig. 7a im verriegelten Zustand mit Spiel und mit maximalem Spalt an der Paneel oberseite,

Fig. 7d das Paneel gemäß Fig. 7a im verriegelten Zustand mit Spiel und mit geschlossenem Spalt an der Pa neeloberseite,

Fig. 8a ein achtes Ausführungsbeispiel eines erfindungsge mäßen Paneels,

Fig. 8b das Paneel gemäß Fig. 8a im Verlauf der Fügebewe gung,

Fig. 8c das Paneel gemäß Fig. 8a im zusammengefügten Zu stand der komplementären Halteprofile,

Fig. 8d das Paneel gemäß Fig. 8c mit Vorsprung und Einker bung im Eingriff,

Fig. 9 ein Verfahren zur Verlegung und Verriegelung eines neuen Paneels mit rechteckigem Format,

Fig. 10 eine weitere Ausführungsform des Paneels, Fig. 11 eine Draufsicht auf ein Fischgrät-Verlegemuster mit dem erfindungsgemäßen Paneel Fig. 12a ein neuntes Ausführungsbeispiel eines erfindungs gemäßen Paneels, wobei das Paneel zerteilt darge stellt ist, um dessen komplementäre Halteprofile eines Kantenpaares im Verlauf einer Fügebewegung zu zeigen,

Fig. 12b das Paneel gemäß Fig. 12a im fortgeschrittenen

Verlauf der Fügebewegung,

Fig. 12c das Paneel gemäß Fig. 12a im verriegelten Zustand mit Spiel und mit maximalem Spalt an der Paneel oberseite,

Fig. 12d das Paneel gemäß Fig. 12a im verriegelten Zustand mit Spiel und mit geschlossenem Spalt an der Pa neeloberseite,

Fig. 12e das Paneel gemäß Fig. 12a im verriegelten Zustand in einer mittleren Position im Rahmen des vorhan denen Spiels,

Fig . 12f das Paneel gemäß Fig. 12a im verriegelten Zustand mit Höhenversatz,

Fig. 12g ein Paneel basierend auf dem Beispiel gemäß Fig.

12a mit einer Modifikation.

Die Figuren la-lf zeigen ein erstes Ausführungsbeispiel ei nes erfindungsgemäßen Paneels 1. Das Paneel ist jeweils zer teilt dargestellt, um dessen gegenüberliegende Paneelkanten 2 und 2 ' im Verlauf der Fügebewegung/Fügevorgang zu veran schaulichen sowie im verriegelten Zustand zu zeigen. Selbst verständlich können die ausschnittsweise dargestellten Pa neelkanten auch als ausschnittsweise Darstellung zweier Pa neele aufgefasst werden, welche nicht durchtrennt sind.

In der Praxis ist es, wenn die Paneele beispielsweise ein rechteckiges Format haben, durchaus üblich, ein Paneel, wel ches am Ende einer Paneelreihe zu lang ist, durchzutrennen, um es auf die benötigte Länge zu kürzen. Mit dem abgetrenn ten Reststück kann in der Regel eine neue Paneelreihe begon nen werden. Komplementäre Halteprofile eines durchtrennten Paneels passen ineinander und können miteinander verriegelt werden, wie in den folgenden Beispielen veranschaulicht.

In Fig. la ist das Paneel 1 mit einem Paneelkern 3 gezeigt, wobei das Paneel eine Paneloberfläche 4 und eine untere Pa neelfläche 5 hat sowie ein Paar komplementärer Halteprofile 6 und 7 an den einander gegenüberliegenden Paneelkanten 2 und 2', wobei die Halteprofile formschlüssig gestaltet sind.

Ein Halteprofil 6 ist mit einer Verriegelungsnut 8 versehen und das dazu komplementäre Halteprofil 7 weist eine Verrie gelungsfeder 9 auf. Die Verriegelungsnut hat eine obere Nut wand 10 und eine untere Nutwand 11, welche distal weiter vom Paneelkern 3 hervorsteht, als die obere Nutwand. Distal, d.h. am freien Ende der unteren Nutwand ist eine Halteleiste 12 vorgesehen, die wiederum in Richtung der Paneeloberfläche 4 hervorsteht und ein freies oberes Leistenende 12a sowie eine Haltefläche 12b aufweist, wobei die Haltefläche zum Paneelkern 3 gerichtet ist. Hinter dieser Haltefläche, d.h. zum Panelkern hin ist eine Aussparung 11a der unteren Nut wand ausgebildet, die eine parallel zur Paneeloberfläche 4 angeordnete Auflagefläche 11b für die Verriegelungsfeder 9 aufweist. Nach außen ist die Aussparung 11a durch die Halte leiste 12 beziehungsweise durch deren Haltefläche 12b be grenzt. Zwischen dem Leistenende 12a und der nach außen ge wandten Seite der Halteleiste 12 ist ein Radius 13 vorgese hen .

Die obere Nutwand 10 weist eine Innenseite 10a auf, die schräg angeordnet ist und zwar ist sie relativ zum Lot L auf der Paneeloberfläche 4 schräg angeordnet. Sie weist einen Neigungswinkel auf, so dass ein distales Ende 10b der In nenseite bis an die Paneeloberfläche 4 heranreicht und das proximale Ende 10c der Innenseite weiter von der Paneelober fläche entfernt ist und nah an einer mittleren Ebene des Paneelkerns 3 orientiert ist. Hierbei kann die mittlere Ebe ne des Paneelkerns auch ein wenig überschritten sein.

Es dient insgesamt der Festigkeit der Verriegelung, wenn wesentlichen Flächen der Halteprofile, wie die Federobersei te und die Innenseite der oberen Nutwand, bezogen auf die Paneeldicke, in einen mittleren Paneeldickenbereich hinein reichen, respektive an den Bereich beidseits der mittleren Ebene des Paneelkerns 3 nahe heranreichen oder diese mittle re Ebene durchqueren. Dies gilt vorzugsweise auch für die Haltefläche 12b der Halteleiste, die im Sinne der Erfindung zumindest nah an die mittlere Ebene des Paneelkerns heran reicht und in einem mittleren Paneeldickenbereich angeordnet ist .

Die Verriegelungsfeder 9 hat eine Federunterseite 9a, die parallel zur Paneeloberfläche 4' angeordnet ist. Proximal ist der Verriegelungsfeder eine nach unten offenen Ausspa rung 14 zugeordnet, die im zusammengefügten Zustand der Pa neelkanten 2/2' Platz schafft für die Halteleiste 12. Die Verriegelungsfeder ist des Weiteren mit einer hinterschnit- tenen Anlagefläche 15 versehen, welche im zusammengefügten Zustand mit der Haltefläche 12b der Halteleiste zusammen wirkt, und sie hat eine Federoberseite 16, die gegenüber dem Lot auf der Paneeloberfläche 4 ' geneigt ist, wobei der Nei gungswinkel ebenso groß ist, wie der Neigungswinkel der Innenseite 10a der oberen Nutwand.

In Fig. la liegt die Federunterseite 9a der Verriegelungsfe der auf dem oberen Leistenende 12a der Halteleiste 12, das parallel zur Paneeloberfläche 4 angeordnet ist. Diese Posi tion ist eine gute Anfangsposition für den weiteren Fügevor gang .

In Fig. lb ist der weitere Verlauf der Fügebewegung darge stellt. Nun hat die Federunterseite 9a das Leistenende 12a passiert und rutscht auf einer an der Halteleiste 12 vorge sehenen Kantenbrechung 12c hinab. Die Kantenbrechung bildet eine Freifläche 12d, die um einen Neigungswinkel ß gegenüber den Lot L auf der Paneeloberfläche 4 angeordnet ist. Die Freifläche 12d schafft so viel freien Platz, dass ein vorde res distales Ende 9b der Verriegelungsfeder beziehungsweise die Verriegelungsfeder insgesamt unbehindert in die Verrie gelungsnut 8 hineinbewegt werden kann.

Die Fügebewegung setzt sich fort, indem die Federunterseite 9a die Freifläche 12d passiert und sich weiter hinabbewegt in die Aussparung 11a der unteren Nutwand 11, wie in Fig. lc dargestellt. Im Ergebnis liegt die Federunterseite 9a auf der Auflagefläche 11b der unteren Nutwand und die hinter- schnittene Anlagefläche 15 der Verriegelungsfeder ist in Berührung mit der zugeordneten Haltefläche 12b der Halte leiste 12 der unteren Nutwand. Zwischen der Federoberseite und der Innenseite 10a der oberen Nutwand ist ein maximaler Spalt W gebildet, der schmaler ist als das Maß des Spiels P.

In Fig. lc zeigt sich ein horizontales Spiel P zwischen der Federoberseite 16 und der Innenseite 10a der oberen Nutwand. Das Spiel P erlaubt es, die Verriegelungsfeder 9 parallel zur Paneeloberfläche 4/4' tiefer in die Verriegelungsnut 8 hinein zu bewegen, bis das Spiel zwischen der Federoberseite und der Innenseite der oberen Nutwand null ist; letztere Position ist in Fig. Id gezeigt. Dafür hat sich die Anlage fläche 15 der Verriegelungsfeder von der Haltefläche 12b der unteren Nutwand weg bewegt und so ist an dieser Stelle hori- zontales Spiel P' entstanden. Dabei bildet die Federunter seite 9a eine Gleitfläche und die Auflagefläche 11b der Aus sparung der unteren Nutwand wirkt im Rahmen des vorhandenen horizontalen Spiels P/P' als Gleitzone.

Die Halteprofile können Zwischenpositionen relativ zueinan der einnehmen. Eine Zwischenposition ist in Fig. le gezeigt. Danach ist sowohl zwischen der Anlagefläche 15 und der Hal tefläche 12b ein Spielanteil pi horizontalen Spiels vorhan den, als auch zwischen der Federoberseite 16 und der Innen seite 10a der oberen Nutwand ein Spielanteil P 2 des horizon talen Spiels vorhanden. Beide Spiel-Anteile summieren sich zu demselben Betrag, wie das horizontale Spiel P/P', das in den Figuren lc und ld jeweils nur an einem Ende vorliegt.

In den Figuren lc und le ist ein vertikales Spiel oder Hö henspiel Q festzustellen, also lotrecht zur Paneeloberflä che. Dieses vertikale Spiel ist dann maximal, wenn die hin- terschnittene Anlagefläche 15 und die Haltefläche 12b in Berührung sind. Wenn sich dann die Federunterseite 9a nach oben bewegt und von der Auflagefläche 11b der unteren Nut wand abhebt, dann entsteht, wie in Fig. lf gezeigt, ein Hö henversatz K zwischen der Paneeloberfläche 4 und der der Paneeloberfläche 4 ' . Die höherstehende Paneeloberfläche 4 ' bildet eine kleine Stufe mit stumpfem Winkel, der wegen sei ner stumpfen Gestalt eine gewisse Stabilität hat.

Im obigen Ausführungsbeispiel beträgt das Höhenspiel Q im Verhältnis zur Höhe S der Haltefläche Q/S = 1,1. Dieses Ver hältnis schafft quasi eine Öffnung, die oben weiter ist und nach unten zur unteren Nutwand hin enger wird. Die Verriege lungsfeder wird während der Fügebewegung dadurch in der sich verengenden Öffnung geführt.

Zwei zusammengefügte Paneele nehmen idealerweise relativ zueinander eine Position ein, in der die Paneeloberfläche 4 des einen Paneels und die Paneeloberfläche 4 ' des anderen Paneels einen Winkel von 180° einschließen, sie liegen dann exakt in einer Ebene. Es kann jedoch V orkommen, wenn der Untergrund wellig ist, dass die Paneeloberflächen 4/4' einen Winkel < 180° oder > 180° einschließen, wobei die Abweichun gen von 180° etwa ± 3° betragen können.

Im zusammengefügten Zustand, wie in den Figuren ld-lf ge zeigt, ragt jeweils die Halteleiste 12 der unteren Nutwand 11 in die Aussparung 14 der Verriegelungsfeder 9 hinein. In diesem Ausführungsbeispiel bleibt aber stets eine Lücke 17 zwischen dem freien Leistenende 12a der Halteleiste und der nach unten offene Aussparung 14. Dies erleichtert im zusam mengefügten Zustand die horizontale Beweglichkeit im Rahmen des vorhandenen Spiels P/P'.

Zwischen der Federunterseite 9a und der Anlagefläche 15 der Verriegelungsfeder ist beim ersten Ausführungsbeispiel auf eine deutliche Kantenbrechung verzichtet worden. Es ist stattdessen eine nahezu rechtwinklige Ecke ausgebildet.

Gleichzeitig ist zwischen der Auflagefläche 11b der unteren Nutwand 11 und der Haltefläche 12b ebenfalls ein rechter Winkel ausgebildet. In der Praxis wird dieser rechte Winkel der unteren Nutwand ein ganz kleinen Radius haben, weil die Werkzeuge zur Herstellung dieser Geometrie keine scharfen Winkel haben und solche einstückigen Ecken nur mit minimalen Radien/Kantenbrechungen hergestellt/gefräst werden können. Damit die Anlagefläche 15 und die Haltefläche 12b zusammen passen, ist auch die Ecke an der Federunterseite 9a minimal abgerundet oder weist eine kleine Fase auf.

Die Freifläche weist eine Höhe T auf, die im vorliegenden Ausführungsbeispiel größer ist als die Höhe S der Halteflä che. Dabei fällt ein proximales Ende der Freifläche zusammen mit einem oberen Ende 12e der Haltefläche 12b. Mit dem Be griff „Höhe S" ist der Abstand gemeint, gemessen vom oberen Ende 12e der Haltefläche 12b bis senkrecht auf das Niveau der Auflagefläche 11b der unteren Nutwand 11.

Dabei hat die Federoberseite 16 ein distales Ende 16a, das im zusammengefügten Zustand gemäß Fig. lc auf einem Niveau ist, das zwischen dem oberen freien Leistenende 12a und ei nem oberen Ende 12e der Haltefläche liegt, respektive im Bereich der Höhe T der Freifläche 12d liegt.

Der Neigungswinkel der Innenseite der oberen Nutwand be trägt im vorliegenden Ausführungsbeispiel 45° relativ zum Lot L auf der Paneeloberfläche 4.

Der Freiwinkel ß der Freifläche der Halteleiste beträgt im vorliegenden Ausführungsbeispiel 50° relativ zum Lot L auf der Paneeloberfläche 4.

Ein zweites Ausführungsbeispiel ist anhand der Figuren 2a bis 2f gezeigt. Es unterscheidet sich in zwei Aspekten vom Ausführungsbeispiel der vorherigen Figurengruppe 1. Ein As pekt ist die Gestaltung der Paneeloberfläche 4 auf der Seite der Verriegelungsnut 8. Hier ist an der oberen Nutwand 10 eine Kantenbrechung 18 in Form einer Fase 18a vorgesehen. Dadurch ist zum einen die Innenseite 10a der oberen Nutwand 10 kürzer als im Beispiel der vorherigen Figurengruppe. Au ßerdem wird im zusammengefügten Zustand eine V-Fuge 19 ge bildet. Die V-Fuge wird vielfach als gefälliger angesehen. Sie schützt außerdem das freie Ende der oberen Nutwand 10 vor Beschädigung. Dieses freie Ende ist im Vergleich zu Fig. la stumpfer und liegt tiefer, d.h. in einem gewissen Abstand weg von der Paneeloberfläche 4 und ist dadurch geschützt.

Der zweite Aspekt, der anders ist, als beim Ausführungsbei spiel der vorherigen Figurengruppe 1 ist das Verhältnis der Halteleiste 12 zu der nach unten offenen Aussparung 14 der Verriegelungsfeder 9. Hier ist vorgesehen, dass das freie Leistenende 12a der Halteleiste eine Auflagefläche 12f bil det, welche die Aussparung 14 an deren Grundfläche 14a be rührt und abstützt, wenn die Paneele zusammengefügt sind.

Bei einer Bewegung im Rahmen des horizontalen Spiels P/P' gleitet dann die Grundfläche 14a der Aussparung 14 auf der Auflagefläche 12f. Dies erzeugt mehr Stabilität, wenn das Paneel von oben auf der Paneeloberfläche 4' belastet wird.

In der Position gemäß Fig. 2c ist das distale Ende 16a der Federoberseite 16 im zusammengefügten Zustand auf einem Ni veau, das zwischen dem oberen freien Leistenende 12a und dem oberen Ende 12e der Haltefläche liegt, respektive im Bereich der Höhe T der Freifläche 12d liegt. Zwischen der Federober seite und der Innenseite 10a der oberen Nutwand ist wiederum ein maximaler Spalt W gebildet, der schmaler ist, als das Maß des Spiels P.

Ein drittes Ausführungsbeispiel zeigen die Figuren 3a bis 3c. Es entspricht weitgehend dem Ausführungsbeispiel der Figurengruppe 2. Es bildet im zusammengefügten Zustand an der Paneeloberfläche eine V-Fuge 19 aus. Die an der unteren Nutwand vorgesehene Halteleiste 12 berührt die Grundfläche 14a der nach unten offenen Aussparung 14 und stützt diesen Bereich der Verriegelungsfeder ab. Ein Unterschied besteht in der Gestaltung der Federoberseite 16, die hier einen Be reich mit einer konvexen Krümmung 20 (Kurve) aufweist. Pas send dazu ist die Innenseite 10a der oberen Nutwand 10 mit einer konkaven Krümmung 21 (Kurve) versehen. Außerdem weist bei diesem Ausführungsbeispiel die Freifläche 12d eine Krüm mung 22 auf. Die Krümmung 22 ist gegenüber dem Lot L auf der Paneeloberfläche 4 in einem etwas größeren Winkel geneigt als die Innenseite der oberen Nutwand. Zwischen dieser In nenseite und der Freifläche ist quasi eine Öffnung gebildet, die oben eine größere Weite aufweist und nach unten zur un teren Nutwand hin immer enger wird.

Ein viertes Ausführungsbeispiel zeigen die Figuren 4a bis 4c. Dieses basiert auf jenem Ausführungsbeispiel der Figu rengruppe 2. Wie dieses, hat es an der Paneeloberfläche auf der Seite der Verriegelungsnut eine Fase 18a, so dass im zusammengefügten Zustand eine V-Fuge 19 entsteht. Weiterhin ist gemeinsam eine nach unten offene Aussparung 14 der Ver riegelungsfeder, welche im zusammengefügten Zustand iden tisch, wie in Fig. 2c mit einer Grundfläche 14a auf einer Auflagefläche 12f der Halteleiste 12 aufliegt und dadurch abgestützt ist.

Das Ausführungsbeispiel der Figurengruppe 4 unterscheidet sich durch eine an der Halteleiste 12 der unteren Nutwand 11 vorgesehene zweite Haltefläche 23 und einer passend dazu an der Verriegelungsfeder 9 vorgesehene zweite Anlagefläche 24. Somit sind zwei Paarungen aus Haltefläche/Anlagefläche wirk sam. Diese Verdoppelung von Halte-/Anlagefläche verbessert im zusammengefügten Zustand insgesamt die Wirkung der Ver riegelung. Im dargestellten Ausführungsbeispiel setzt die zweite Haltefläche 23 am oberen Ende der Freifläche 12d an und endet am freien Leistenende 12a auf dem Niveau der Auf lagefläche 12f der Halteleiste. Die zweite Anlagefläche 24 der Verriegelungsfeder ist relativ zur ersten Anlagefläche 15 proximal angeordnet und passt im zusammengefügten Zustand mit der zweiten Haltefläche 23 der Halteleiste zusammen.

Die Ausführung mit verdoppelten Halteflächen (12b/23) und Anlageflächen (15/24) hat außerdem einen Vorteil, wenn der Untergrund U uneben ist, d.h. wenn er eine Welligkeit auf weist. Mit Welligkeit ist moderate Steigung/Gefälle des Un tergrunds gemeint, in der Größenordnung von max . ± 3°. Wenn zwei miteinander verriegelte Paneele auf einem solch welli- gen Untergrund verlegt und verriegelt werden, dann bildet sich keine ebene Bodenoberfläche mehr. Zwischen der Pa neeloberfläche des einen Paneels und der Paneeloberfläche des anderen Paneels stellt sich dann ein Winkel > 180° ein, wenn die Halteprofile sich an einer erhöhten Stelle des Un tergrunds befinden. Wenn sie sich an einer tiefliegenden Stelle des Untergrunds befinden, dann stellt sich zwischen den beiden Paneeloberflächen ein Winkel < 180° ein. Bei der vorgeschlagenen Ausführung der Figurengruppe 4 ergibt sich der Vorteil, dass jeweils eines der Paare aus Haltefläche/ Anlagefläche in Kontakt bleibt, wenn sich die Paneeloberflä chen der verriegelten Paneele in einer Position < 180° oder > 180° zueinander befinden. Stets bleibt ein Paar aus Halte fläche/Anlagefläche gut miteinander in Kontakt, während der Kontakt des anderen Paares aus Haltefläche/Anlagefläche ver loren geht, wobei es sich bei dem Maß des Kontaktverlust zwischen Haltefläche/Anlagefläche aber nur um Zehntelmilli meter oder gar um Bruchteile eines Zehntels handelt.

Ein fünftes Ausführungsbeispiel basiert wiederum auf dem Ausführungsbeispiel der Figurengruppe 2. Wie bei diesem vor herigen Beispiel ist auch hier an der Paneeloberfläche 4 auf jener Seite der Verriegelungsnut 9 eine Kantenbrechung 18 vorgesehen, an der oberen Nutwand 10. Die Kantenbrechung ist in Form einer Fase 18a ausgebildet. Außerdem besteht im zu sammengefügten Zustand ein Kontakt zwischen jener der Ver riegelungsfeder 9 zugeordneten nach unten offenen Aussparung 14 und einer Auflagefläche 12f am Leistenende 12a der Halte leiste. Die Halteleiste 12 ragt in die Aussparung 14 hinein und stützt deren Grundfläche 14a ab.

Die Besonderheit des fünften Ausführungsbeispiels besteht in der Gestaltung der Federoberseite 16, die eine konkave Krüm mung 25 aufweist, während die Innenseite 10a der oberen Nut wand 10 dazu passend eine konvexe Krümmung 26 hat. In der Position, die in Fig. 5c gezeigt ist, liegen die beiden Krümmungen 25/26 aneinander an. Zwischen der Haltefläche 12b der Halteleiste und der Anlagefläche 15 der Verriegelungsfe der ist hingegen ein horizontales Spiel P' zu erkennen. Das Spiel P' kann selbstverständlich bis auf null verringert werden, wodurch zwischen den Krümmungen 25 und 26 ein Spiel P entsteht, ebenso wie das Spiel P in Fig. 2c.

Der Fügevorgang ist beginnend mit Fig. 5a dargestellt. Er beginnt ebenso, wie in Fig. 2a damit, die Federunterseite 9a abzulegen auf der Halteleiste 12 und dann die Verriegelungs feder 9 weiter in Richtung der Verriegelungsnut 8 zu schie ben. Gemäß Fig. 5b stößt bei diesem Beispiel die Verriege lungsfeder 9 gegen die Innenseite 10a der oberen Nutwand. Im vorliegenden Beispiel erfordert dies ein Anheben/Anwinkeln desjenigen Paneels mit der Verriegelungsfeder um einen ge ringen Winkel g. Alternativ könnte aber auch die Gestaltung geändert und beispielswiese ein größeres Spiel P vorgesehen werden, um die Verriegelungsfeder 9 mit geringerem Anwinkeln oder ganz ohne Anwinkeln in die Verriegelungsnut 8 einfügen zu können.

Ein sechstes Ausführungsbeispiel basiert ebenfalls auf der Figurengruppe 2. Wie dieses, hat es an der Paneeloberfläche 4 auf jener Seite der Verriegelungsnut 8 eine Fase 18a, so dass im zusammengefügten Zustand eine V-Fuge 19 entsteht. Weiterhin ist gemeinsam eine nach unten offene Aussparung 14 der Verriegelungsfeder 9 vorgesehen, welche im zusammenge fügten Zustand identisch, wie in Fig. 2c, auf der Halteleis te 12 aufliegt und deren Grundfläche 14a dadurch abgestützt ist. Neu sind beim vorliegenden Ausführungsbeispiel zwei Ausnehmungen 27 in der Federunterseite 9a und zwei Ausneh mungen 28 in der Auflagefläche 11b der unteren Nutwand 11.

Je zwei Ausnehmungen liegen sich gegenüber und bilden ge meinsam hohle Kammern Y, in denen sich beispielsweise Staub- oder Abriebpartikel sammeln können. Alternativ ist es mög lich, an der Federunterseite 9a respektive der Auflagefläche 11b weniger oder mehr solcher Ausnehmungen anzuordnen oder Ausnehmungen nur einseitig anzuordnen an der Auflagefläche 11b oder der Federunterseite 9a.

Die Figurengruppe 7 zeigt ein Ausführungsbeispiel, das wie derum auf dem Ausführungsbeispiel der Figurengruppe 2 ba siert, weil auch hier an der Paneeloberfläche 4 auf jener Seite der Verriegelungsnut 8 eine Fase 18a ist, so dass im zusammengefügten Zustand eine V-Fuge 19 entsteht und weil gemeinsam mit Figs . 2 eine nach unten offene Aussparung 14 der Verriegelungsfeder 9 vorgesehen ist, welche im zusammen gefügten Zustand identisch, wie in Fig. 2c, auf der Halte leiste 12 aufliegt und dadurch abgestützt ist.

Bei dem vorliegenden Ausführungsbeispiel weist die Halte leiste 12 der unteren Nutwand 11 eine neue Gestaltung auf. Sie ist nämlich auch an ihrer, der Aussparung 11a abgewand ten Außenseite mit einer Kantenbrechung versehen. Diese Kan tenbrechung ist so gestaltet, dass sie als schräge Anlauf fläche 29 für die Verriegelungsfeder 9 dient, wie in Fig. 7a angedeutet, wo die Federspitze die Anlauffläche berührt und entlang dieser aufwärts bewegt wird. Damit diese möglich ist, reicht ihr distales Ende 29a auf ein Niveau hinab, das tief genug ist, damit die Verriegelungsfeder 9 eines neuen Paneels, gegen die Anlauffläche stoßen kann, wenn das neue Paneel auf dem Untergrund U aufliegt. Aus dieser Position kann das neue Paneel dann weiter in Richtung der Verriege lungsnut geschoben werden, wodurch sich die Verriegelungsfe der entlang der Anlauffläche 29 aufwärts bewegt, bis die Federunterseite 9a oben auf der Halteleiste 12 zu liegen kommt, respektive auf deren Auflagefläche 12f. Der weitere Fügevorgang läuft dann so ab, wie im Ausführungsbeispiel der Figurengruppe 2. Ein achtes Ausführungsbeispiel ist in den Figuren 8a bis 8d gezeigt. Es basiert auf jenem der Figurengruppe 1, gegenüber dem es in zwei Aspekten geändert ist. Der erste Aspekt ist die veränderte Relation zwischen der an der unteren Nutwand 11 vorgesehenen Halteleiste 12 zu der nach unten offenen Aussparung 14 der Verriegelungsfeder 9. Die Gestaltung ist so, dass im zusammengefügten Zustand die Aussparung auf der Auflagefläche 12f aufliegt, wie in Fig. 8c/ 8d gezeigt. Der andere Aspekt besteht in der besonderen Gestaltung der Hal tefläche 12b. Wie in Fig. 8a zu sehen, ist die Haltefläche hinterschnitten ausgeführt. Sie weist eine Einkerbung 30 auf. Die Einkerbung ist so angeordnet, dass die Auflageflä che 11b der unteren Nutwand verlängert ist und in die Ein kerbung übergeht. Die Anlagefläche 15 der Verriegelungsfeder ist zu einem Vorsprung 31 weitergebildet, der zum Paneelkern 3 ' weist und praktisch eine Verlängerung der Federunterseite 9a bildet. Gemäß Fig. 8d ist der Vorsprung 31 so gestaltet, dass er sich im zusammengefügten Zustand in die Einkerbung 30 einpasst und der Position gemäß Fig. 8d einem Höhenver satz entgegenwirkt. Auf diese Weise ist quasi hinter der Federunterseite 9a eine rückwärtige formschlüssige Verriege lung vorgesehen. Relativ zu dem Paneel mit Verriegelungsnut befindet sich die rückwärtige formschlüssige Verriegelung an jener dem Paneelkern zugekehrten Seite der Halteleiste 12. In Fig. 8b ist eine Zwischenposition während der Fügebewegung gezeigt. Die Federunterseite wird entlang der Freifläche 12d hinab bewegt, respektive der erwähnte Vorsprung 31 rutscht die Freifläche hinab. In Fig. 8c ist die Position mit Spiel P' gezeigt, in der die Federoberseite 16 an der Innenseite 10a der oberen Nutwand anliegt.

Fig. 9 zeigt eine Draufsicht auf eine Fläche verlegter Pa neele, wobei hier Paneele mit rechteckigem Format Verwendung finden, die an beiden Kantenpaaren Halteprofile gemäß der Figurengruppe 7 aufweisen. Zu sehen ist eine erste Paneel reihe verriegelter Paneele Dl sowie eine begonnene zweite Paneelreihe D2. Das neue Paneel hat ein erstes Kantenpaar mit einer Verriegelungsfeder 32a und gegenüberliegend einer Verriegelungsnut 32c sowie ein zweites Kantenpaar mit einer Verriegelungsfeder 32b gegenüberliegend einer Verriegelungs nut 32d.

In der zweiten Paneelreihe soll ein neues Paneel 32 ange schlossen werden. Es muss zu diesem Zweck mit Paneelen 33 und 34 der ersten Paneelreihe Dl sowie mit dem Paneel 35 der zweiten Paneelreihe D2 verriegelt werden. Nach dem hier be schriebenen Verfahren wird das neue Paneel 32 auf dem Unter grund U abgelegt. Als nächstes wird das neue Paneel in Rich tung des Pfeils V (diagonal) bewegt. Es nähert sich dabei den Verriegelungsnuten der Paneele 33/34 der ersten Paneel reihe an. Gleichzeitig nähert es sich der Verriegelungsnut des Paneels 35 an. An beiden zu verriegelnden Seiten des neuen Paneels 32 stoßen seine Verriegelungsfedern 32a und 32b an Anlaufflächen 35b beziehungsweise 33b/34b, die je weils außen an den Halteleisten der benachbarten Paneele 33, 34 und 35 vorgesehen sind. Im weiteren Verlauf der Bewegung in Richtung des Pfeils V gelangen die Federunterseiten auf die Halteleisten, respektive auf deren Auflageflächen und anschließend rutschen die Federunterseiten entlang der Frei flächen hinab und bewegen sich schließlich hinab bis in die Aussparung der unteren Nutwand. Dies geschieht sowohl an den Paneelen 33, 34 der ersten Paneelreihe Dl, als auch an dem Paneel 35 der zweiten Paneelreihe D2.

Die oben beschriebenen Verfahrensschritte können selbstver ständlich genauso durchgeführt werden, wenn die Paneele am Untergrund verklebt werden sollen. Wenn das neue Paneel 32 abgelegt wird, muss zuvor ein Klebemittel vorgesehen werden. Das Klebemittel kann auf den Untergrund aufgetragen werden und/oder an die untere Paneelfläche aufgebracht werden. Es muss eine ausreichende Topfzeit aufweisen, um alle Verlege schritte durchführen zu können, bevor es aushärtet. Nach Aushärtung/Abbindung bewirkt es eine Stoffschlüssige Verbin dung mit dem Untergrund U.

Die Verriegelung der beiden beteiligten Verriegelungsfedern 32a, 32b des neuen Paneels 32 wird nahezu gleichzeitig er zeugt. Es kann jedoch aufgrund der Biegsamkeit des Paneels V orkommen, dass eine Verriegelung der Verriegelungsfeder des neuen Paneels mit der Verriegelungsnut des/der bereits ver legten Paneele in jener Paneelecke des neuen Paneels be ginnt, in welche der Pfeil V hindeutet und beginnend in die ser Paneelecke die Erzeugung der Verriegelung reißver schlussartig fortschreitend an beiden Paneelkanten erfolgt. Dabei kann es sein, dass eine Paneelkante des neuen Paneels schneller verriegelt ist, als die andere; dies zum Beispiel dann, wenn die Paneelkanten unterschiedlich lang sind.

Alternativ kann ein anderes Verfahren zur Verriegelung durchgeführt werden, das für diejenigen Ausführungsformen des Paneels erforderlich ist, die außen an der Halteleiste keine Anlauffläche aufweisen, so dass die Verriegelungsfeder dort nicht über eine Anlauffläche automatisch aufwärts be wegt werden kann. Stattdessen wird das neue Paneel dann so abgelegt, dass seine Verriegelungsfedern direkt auf den Hal teleisten der benachbarten Paneele zu liegen kommen, wie in den Figuren la, 2a, 3a, 4a, 6a und 8a gezeigt. D.h. für Fig. 9, dass eine Verriegelungsfeder auf den Halteleisten der Paneele der ersten Paneelreihe abgelegt wird und die andere Verriegelungsfeder wird auf die Halteleiste des Paneels ab gelegt, das in der zweiten Paneelreihe bereits vorhanden ist. Dann wird diagonal geschoben, wie mit der Richtung des Pfeils V angedeutet, so dass das neue Paneel an beiden zu verriegelnden Paneelkanten mit den Verriegelungsnuten der benachbarten Paneele in formschlüssigen Eingriff kommt.

Fig. 10 zeigt ein Paneel, das dem Prinzip der Figurengruppe 8 folgt, d.h. es hat eine rückwärtige formschlüssige Verrie gelung. Diese ist durch eine Einkerbung 30 an der Halteleis te der Verriegelungsnut und einen passend dazu gestalteten Vorsprung 31 an der Verriegelungsfeder 9 realisierbar, wel cher in die Einkerbung hineinpasst. Wenn im eingepassten Zustand das maximale Spiel P an der Paneeloberfläche vor liegt, dann ist der Vorsprung 31 bis zur maximalen Tiefe in die Einkerbung hineinbewegt, so dass die rückwärtige form schlüssige Verriegelung dann ihre beste Verriegelungswirkung senkrecht zur Paneeloberfläche erzielt. Beim Fügevorgang kann der Vorsprung 31 das proximale Ende der Freifläche 12d frei passieren und die Federunterseite 9a auf die Auflage fläche 11b der unteren Nutwand gelangen. Eine während des Fügevorgangs erforderliche elastische Verformung an den Hal teprofilen ist beim vorliegenden Ausführungsbeispiel nicht vorgesehen .

Im Ausführungsbeispiel der Fig. 10 hat die Einkerbung einen Querschnitt, der mit Hilfe eines Fräswerkzeugs hergestellt wird. Eine strichpunktierte Linie deutet in Fig. 10 das Fräswerkzeug R an sowie dessen Antriebsspindel Z, um die das Fräswerkzeug rotiert.

Im Vergleich zur Figurengruppe 8 ist die Verriegelungsnut an ihrem Nutgrund mit einem größeren Radius ausgeführt. Das distale Ende 16a des geraden Stücks der Federoberseite 16 liegt auf einem etwas höheren Niveau als die Auflagefläche 12f der Halteleiste 12, respektive das Leistenende 12a. Es hat den Vorteil, dass sich im Bereich des vergrößerten Radi us, der den Nutgrund der Verriegelungsnut bildet, das Risiko eines Risses etwas reduzieren lässt. Ein vergrößerter Radius am Nutgrund ist nicht nur für das vorliegende Ausführungsbeispiel vorteilhaft, sondern auch für alle vorherigen Ausführungsbeispiele eine zweckmäßige Option .

Wenn das distale Ende 16a des geraden Stücks der Federober seite 16 über dem Leistenende 12a liegt, wie in Fig. 10, dann sollte es zweckmäßig in einem Bereich oberhalb des Leistenendes liegen, dessen Betrag der Höhe T der Freifläche entspricht .

Wenn der Vorsprung 31 maximal tief in die Einkerbung 30 hin einbewegt ist, dann hat diejenige Seite der Einkerbung, die der Paneeloberfläche näher liegt, formschlüssigen Kontakt mit einer oberen Seite des Vorsprungs. Dabei kann zwischen dem freien Ende des Vorsprungs und dem Grund der Einkerbung etwas Luft vorgesehen und so ein Freiraum gebildet sein. Der Freiraum dient der sicheren Herstellung des Formschlusses und darüber hinaus können dort etwaige Schmutzpartikel auf genommen werden.

Fig. 11 zeigt eine Anwendung des erfindungsgemäßen Paneels zur Herstellung einer Belagsfläche im Fischgrät- Verlegmuster . Zu dem Zweck werden zwei unterschiedliche Ty pen des Paneels benötigt, ein Typ A und ein Typ B. Beide Paneeltypen A und B haben ein Kantenpaar, das identisch ge staltet ist, d. h. die Verriegelungsnut des Typs A ist auf derselben Paneelkante angeordnet wie beim Paneel Typ B und ebenso ist die Verriegelungsfeder des Typs A auf derselben Paneelkante angeordnet wie beim Paneel Typ B. Das andere Kantenpaar jedoch, ist beim Typ B seitenverkehrt zum Typ A ausgeführt, d. h. diejenige Paneelkante, die bei Typ A mit der Verriegelungsfeder versehen ist, hat bei Typ B die Ver riegelungsnut und umgekehrt. Im vorliegenden Beispiel haben beide Typen ein Paar lange Paneelkanten sowie ein Paar kurze Paneelkanten. Die langen Paneelkanten sind beim Typ A iden tisch gestaltet, wie beim Typ B. Die kurzen Paneelkanten unterscheiden sich. An derjenigen Paneelkante, an der Typ A die Verriegelungsfeder aufweist, ist bei Typ B die Verriege lungsnut vorgesehen. Dort wo Typ A die Verriegelungsnut hat ist wiederum bei Typ B die Verriegelungsfeder angeordnet.

Bei der Produktion der Paneele Typ A und Typ B werden zuerst die Halteprofile der langen Kanten gefräst. Anschließend werden die Paneele innerhalb der Produktionsanlage weiter transportiert, um die kurzen Kanten zu fräsen, wobei die Hälfte der Paneele einer Charge vor dem Fräsgang um 180° gedreht werden muss, um die kurzen Kanten an diesem Teil der Paneele seitenverkehrt herzustellen. Dieses Verlegemuster bedingt, dass lange Paneelkanten und kurze Paneelkanten mit einander verriegelbar sind. Unterschiedliche Kantenpaare z.B. lange Kante kurze Kante müssen also zueinander kompati bel sein. Auf diese Weise ist ein Fischgrät-Verlegemuster herstellbar. Besonders ist, dass die Paneele allseits form schlüssig verriegelbar sind, wobei eine Verriegelungswirkung in der Paneelebene (horizontal) erzielt wird und zwar senk recht zu den verriegelten Kanten aber auch eine Verriege lungswirkung in einer Richtung senkrecht zur Paneelebene (vertikal) erzielt wird. Bei einem rechteckigen oder quadra tischen Paneel ist diese horizontale und vertikale Verriege lungswirkung an beiden Kantenpaaren möglich.

Mit den so produzierten Paneeltypen A und B kann dann das Fischgrät-Verlegmuster realisiert werden. Fig. 11 zeigt schematisch eine Fläche aus verriegelten Paneelen, die im Fischgrät-Verlegemuster angeordnet sind. Darin sind bei spielhaft ein Paneel des Typs A und ein Paneel des Typs B durch verschiedene Schraffur unterschieden. Dabei ist mit (F) jeweils angedeutet, wo sich beim jeweiligen Paneeltyp eine Feder und mit (N) jeweils angedeutet, wo sich eine Nut befindet .

Aufgrund der vorteilhaften Handhabbarkeit der formschlüssi gen Halteprofile des erfindungsgemäßen Paneels, gestaltet sich die Verriegelung der Paneele untereinander auch dann sehr einfach, wenn zwei Paneeltypen ausgeführt sind und die se im gezeigten Fischgrät-Verlegemuster zu einem Belag zu sammengefügt werden.

Ein neuntes Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Pa neels ist in den Figuren 12a bis 12f gezeigt. Es basiert auf jenem der Figurengruppe 1. Die damit gemeinsamen Merkmale sind in Figurengruppe 12 mit identischen Bezugszeichen der der Figurengruppe 1 vermerkt. Gegenüber der Figurengruppe 1 hat das neunte Ausführungsbeispiel jedoch an der Halteleiste 12 eine gekrümmte Freifläche 12d. Zwischen der Federunter seite 9a und der Anlagefläche 15 ist ebenfalls eine Krümmung 36 vorgesehen, hier ein Radius. Durch die Krümmung 36 und die gekrümmte Freifläche 12d ist Platz geschaffen, um die Verriegelungsfeder 9 der einen Paneelkante 2" einfach einfü- gen zu können in die Aussparung 11a in der unteren Nutwand 11 der komplementären Paneelkante 2. Die untere Nutwand 11 hat eine Auflagefläche 11b, die parallel zur Paneeloberflä che ist, wobei die Auflagefläche 11b übergeht in eine Krüm mung 37, der zum Nutgrund hin ansteigt. Die Krümmung 37 ist hier auch als Radius ausgeführt. Die Krümmung 37 steigert die Stabilität der Verriegelungsnut dort, wo am Paneelkern 3 die untere Nutwand 11 ansetzt. Des Weiteren schließt an der die Federunterseite 9a in Richtung zum freien Ende der Ver riegelungsfeder hin eine schräge Fläche 38. Die schräge Flä che 38 ist entgegengesetzt zur Federoberseite 16 geneigt.

Die Fläche 38 bildet mit der Federoberseite 16 eine Keil form. Die Keilform läuft zum freien Ende der Verriegelungs feder hin spitz zu. Am vorderen Ende 9b ist die Keilspitze mit einem Radius 39 abgerundet. Die Aussparung 14 ist mit einer hohlkehlförmig gekrümmten Fläche 40 versehen. Die Krümmung der Fläche 40 ist passend ausgebildet zu dem an der Halteleiste 12 vorgesehenen Radius 13 und kann sich an diesen anschmiegen, wie in Fig. 12d zu sehen .

Gemäß Fig. 12b kann die Paneelkante 2" mit der Verriege lungsfeder 9 relativ zur Paneelkante 2 parallel gehalten werden, so dass Parallelität zwischen den Paneeloberflächen 4 und 4" herrscht. Um die Paneelkanten miteinander zu ver riegeln müssen die Paneelkanten lediglich in horizontaler Richtung aufeinander zu bewegt werden. Die Federunterseite 9a fällt dann durch das Eigengewicht des Paneels auf die Auflagefläche 11b hinab.

Im verriegelten Zustand liegt ein gewisses Spiel vor und zwar sowohl in horizontaler als auch in vertikaler Richtung. Die Figuren 12c, 12d, 12e und 12f zeigen jeweils den verrie gelten Zustand, wobei die verriegelten Paneelkanten jedoch unterschiedliche Positionen relativ zueinander einnehmen.

In Fig. 12c befinden sich die Paneeloberflächen 4 und 4 ' in derselben horizontalen Ebene. Zwischen der Innenseite 10a der oberen Nutwand und der Federoberseite 16 ist ein maxima ler Spalt W gebildet. Der Spalt W ist schmaler als das Maß des horizontalen Spiels P. Die Haltefläche 12b der Halte leiste 12 steht in Kontakt mit der Anlagefläche 15 der Ver riegelungsfeder 9.

Die Grundfläche 14a der Aussparung 14 ruht gemäß Fig. 12c auf der Auflagefläche 12f der Halteleiste 12. Die hohlkehl- förmige Krümmung 40 der Aussparung liegt in einem Abstand entfernt von dem Radius 13 der Halteleiste 12.

In Fig. 12d sind die Paneelkanten 2 und 2" hingegen näher aufeinander zu bewegt, so dass hier die hohlkehlförmige Krümmung 40 sich in Kontakt befindet mit dem Radius 13 der Halteleiste 12. Der Spalt W ist verschwunden, so dass die Innenseite 10a der oberen Nutwand in Berührung steht mit der Federoberseite 16. Im Übrigen befinden sich die Paneelober flächen 4 und 4" in derselben horizontalen Ebene.

Die folgende Fig. 12e zeigt eine zwischenliegende Position mit Spiel an zwei Stellen. Einerseits ist zwischen der In nenseite 10a der oberen Nutwand und der Federoberseite 16 wieder ein Spalt W (Spiel) vorhanden; der Spalt W ist jedoch geringer als in Fig. 12c. Außerdem ist ein Spiel P" zwischen der an der Halteleiste 12 vorgesehenen Haltefläche 12b und der Anlagefläche 15 der Verriegelungsfeder 9 vorgesehen.

In Fig. 12f ist ein verriegelter Zustand der Paneelkanten 2 und 2 "gezeigt, bei dem die Paneelkante 2" mit der Verriege lungsfeder 9 einen Höhenversatz relativ zu der mit der Ver riegelungsnut 8 versehenen Paneelkante 2 aufweist. Der Hö henversatz zeigt sich durch die Paneeloberfläche 4, die auf einem niedrigeren Niveau liegt als die Paneeloberfläche 4". Die Federunterseite 9a hat dadurch den Kontakt zur Auflage fläche 11b verloren. Der Kontakt zwischen der Haltefläche 12b und der Anlagefläche 15 der Verriegelungsfeder 9 ist etwas kleiner geworden, jedoch ist ein ausreichender Rest flächiger Berührung zwischen Haltefläche und Anlagefläche vorhanden, der die Paneelkanten formschlüssig zusammenhält und davor bewahrt, in horizontaler Richtung voneinander weg bewegt zu werden.

Fig. 12g zeigt ein Ausführungsbeispiel, das sich von den Figs . 12a bis 12f unterscheidet. Seine Geometrie ist modifi ziert. Aufgrund dieser Modifikation lassen sich die komple mentären Paneelkanten nicht dadurch verriegeln, dass sie in paralleler Ausrichtung aufeinander zu geschoben werden; sie können nicht durch eine nur horizontale Bewegung formschlüs- sig miteinander verbunden werden.

Die Verriegelungsnut hat eine Öffnung 41 mit einem minimalen Öffnungsmaß M. Die Verriegelungsfeder kann nicht durch die Öffnung hindurchpassen, weil die Ausdehnung der Verriege lungsfeder dafür zu groß ist, solange beide Paneele parallel zueinander ausgerichtet sind.

Die Verriegelungsfeder hat bei diesem Ausführungsbeispiel jedoch eine besondere Gestaltung. Ihre Ausdehnung, welche durch die Öffnung passen muss, ist nämlich dann geringer, wenn das mit der Verriegelungsfeder versehene Paneel um ei nen Winkel g angehoben/angewinkelt ist. In der angehobe nen/angewinkelten Position passt die Verriegelungsfeder 9 durch die Öffnung 41. Es ist keine Verformung und Aufweitung der Öffnung dafür erforderlich.

Aufgrund der vorgeschlagenen Gestaltung ist es vorteilhaf terweise möglich, die Paneelkante 2" um den gewissen Winkel Y relativ zur komplementären Panelkante 2 schräg anzuset zen/anzuwinkeln, um sie auf diese Weise mit dieser komple mentären Paneelkante formschlüssig zu verriegeln.

Vorzugsweise wird, in dem Beispiel der Fig. 12g jenes Paneel schräg angehoben/angewinkelt, das mit der Verriegelungsfeder 9 versehen ist. Anschließend wird das angewinkelte Paneel in die Ebene des liegenden Paneels herabgeschwenkt, um dessen Verriegelungsfeder formschlüssig mit der Verriegelungsnut 8 ineinander zu fügen.

Die in Fig. 12g vorgesehene Geometrie der Paneelkanten un terscheidet sich von den Figs . 12a bis 12f insbesondere durch eine höhere Halteleiste 12. Durch die Erhöhung der Halteleiste 12 hat die Öffnung 41 der Verriegelungsnut ein geringeres Öffnungsmaß M als in den vorherigen Beispielen der Figs. 12a bis 12f, welche sich deswegen durch horizonta- les Schieben der Paneelkanten aufeinander zu (ohne Anhe ben/Anwinkeln) formschlüssig verriegeln lassen.

Das Ausführungsbeispiel der Fig. 5b ist nach demselben Prin zip gestaltet, wie Fig. 12g.

22. November 2018

Anmelder :

Surface Technologies GmbH & Co . KG

15837 Baruth

Bezugszeichenliste

1 Paneel

2 Paneelkante

2 ' Paneelkante

3 Paneelkern

3 ' Paneelkern

4 Paneeloberfläche

4 ' Paneeloberfläche

5 untere Paneelfläche

6 Halteprofil

7 Halteprofil

8 Verriegelungsnut

9 Verriegelungsfeder

9a Federunterseite

9b vorderes Ende

10 obere Nutwand

10a Innenseite

10b distales Ende

10c proximales Ende

11 untere Nutwand

11a Aussparung

11b Auflagefläche

12 Halteleiste

12a Leistenende

12b Haltefläche

12c Kantenbrechung

12d Freifläche

12e oberes Ende 12f Auflagefläche

13 Radius

14 Aussparung

14a Grundfläche

15 Anlagefläche

16 Federoberseite 16a distales Ende

17 Lücke

18 Kantenbrechung 18a Fase

19 V-Fuge

20 konvexe Krümmung

21 konkave Krümmung

22 konvexe Krümmung

23 zweite Haltefläche

24 zweite Anlagefläche

25 konkave Krümmung

26 konvexe Krümmung

27 Ausnehmung

28 Ausnehmung

29 Anlauffläche

29a distales Ende

30 Einkerbung

31 Vorsprung

32 Neues Paneel

32a Verriegelungsfeder 32b Verriegelungsfeder 32c Verriegelungsnut 32d Verriegelungsnut

33 Paneel

33d Anlauffläche

34 Paneel

34d Anlauffläche

35 Paneel 35c Anlauffläche

36 Krümmung

37 Krümmung

38 schräge Fläche

39 Radius

40 hohlkehlförmig gekrümmte Fläche

41 Öffnung

F Feder

M Öffnungsmaß

N Nut

K Höhenversatz

L Lot

P Spiel

P' Spiel

Pi Spielanteil

P 2 Spielanteil

Q Höhenspiel

R Fräswerkzeug

S Höhe Haltefläche

T Höhe Freifläche

U Untergrund

V Pfeil

W Spalt

Y hohle Kammer

Z Antriebsspindel

Neigungswinkel

ß Neigungswinkel

g Winkel