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Patent Searching and Data


Title:
PAPER TOWEL
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2003/043812
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a paper towel (1) comprising, for example, three layers (2, 3, 4).The two outer layers (3, 4) are provided with an embossing (6) and the inner layer (2) is provided with a print (5). Said layers (2, 3, 4) are at least partially transparent and are stuck together by means of a tinted glue as a binding agent (9).

Inventors:
Hauke, Harald (Ponauer Strasse 9, Spittal an der Drau, A-9800, AT)
Application Number:
PCT/AT2002/000327
Publication Date:
May 30, 2003
Filing Date:
November 21, 2002
Export Citation:
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Assignee:
PAP STAR VERTRIEBSGESELLSCHAFT MIT BESCHRÄNKTER HAFTUNG & CO PRODUKTIONS-KG (Ponauer Strasse 9, Spittal an der Drau, A-9800, AT)
Hauke, Harald (Ponauer Strasse 9, Spittal an der Drau, A-9800, AT)
International Classes:
A47K7/00; A47K10/16; B31F1/07; (IPC1-7): B32B3/30; B32B7/12; B32B29/06; D21H27/40
Foreign References:
GB2255745A
US3867225A
EP0684132A1
US5339730A
GB2293573A
Attorney, Agent or Firm:
Beer, Manfred (Lindengasse 8, Wien, A-1070, AT)
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Claims:
Patentansprüche :
1. Papiertuch mit wenigstens zwei Lagen (2,3, 4), von denen we nigstens eine Lage (3,4) mit einer Prägung (6) und wenigstens eine Lage (2) wenigstens bereichsweise mit einem Druck (5) versehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens eine Lage (2,3, 4) wenigstens teilweise transparent ist und daß die Lagen (2,3, 4) miteinander verklebt sind.
2. Papiertuch nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Lagen (2,3, 4) mittels eines im Zuge der Verbindung der Lagen (2,3, 4) aufgebrachten Bindemittels (9) miteinander verklebt sind.
3. Papiertuch nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß es drei Lagen (2,3, 4) aufweist.
4. Papiertuch nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekenn zeichnet, daß wenigstens zwei Lagen (3,4) mit einer Prägung versehen sind.
5. Papiertuch nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekenn zeichnet, daß der Druck (5, 5') auf wenigstens einer im Inneren des Papiertuches angeordneten Seite aufgebracht ist.
6. Papiertuch nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekenn zeichnet, daß der Druck (5,5') auf einer Seite einer äußeren , Lage (2,3) aufgebracht ist, die einer anderen Lage (3,2) des Papiertuches (1) zugewandt ist.
7. Papiertuch nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekenn zeichnet, daß der Druck auf einer Seite einer Lage aufgebracht ist, die eine Außenseite ist.
8. Papiertuch nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekenn zeichnet, daß es drei oder mehr Lagen (2,3, 4) aufweist und daß der Druck (5) auf wenigstens einer Seite einer inneren Lage (2) aufgebracht ist.
9. ;'Papiertuch nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekenn zeichnet, daß wenigstens eine Lage (2, 3, 4) wenigstens be reichsweise durchgefärbt ist.
10. Papiertuch nach einem der Ansprüche 2 bis 9, dadurch gekenn zeichnet, daß das Bindemittel (9) ein Leim ist.
11. Papiertuch nach einem der Ansprüche 2 bis 9, dadurch gekenn zeichnet, daß das Bindemittel (9) eine Druckfarbe, gegebenen falls. mit einem Zusatz von Leim od. dgl., ist.
12. Papiertuch nach einem der Ansprüche 2 bis 10, dadurch gekenn zeichnet, daß das Bindemittel (9) gefärbt ist.
13. Papiertuch nach einem der Ansprüche 2 bis 10, dadurch gekenn zeichnet, daß das Bindemittel (9) farblos ist.
14. Papiertuch nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekenn zeichnet, daß die Prägung (6) über die gesamte Fläche der Lage (3,4) ein einheitliches Muster aufweist.
15. Papiertuch nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekenn zeichnet, daß die Prägung (6) in unterschiedlichen Flächen bereichen der Lage ein unterschiedliches Muster aufweist.
16. Papiertuch nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekenn zeichnet, daß die Prägung (6) ein figurales Muster aufweist.
17. Papiertuch nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekenn zeichnet, daß zwei oder gegebenenfalls. mehr Lagen (3, 4) eine Prägung (6) aufweisen, und daß die Prägungen (6) der unter schiedlichen Lagen (3,4) gleich sind.
18. Papiertuch nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß die Orientierung der Prägung (6) der Lagen (3, 4) unterschiedlich ist.
19. Papiertuch nach einem der Ansprüche 1 bis 18, dadurch gekenn zeichnet, daß zwei oder gegebenenfalls. mehr Lagen (3,4) eine Prägung (6) aufweisen, und daß die Prägungen (6) der Lagen (3, 4) unterschiedlich sind.
20. Papiertuch nach einem der Ansprüche 2 bis 19, dadurch gekenn zeichnet, daß die Farbe des Bindemittels (9) und die Farbe des Druckes (5') unterschiedlich sind.
21. Papiertuch nach einem der Ansprüche 2 bis 20, dadurch gekenn zeichnet, daß die Dicke des aufgetragenen Bindemittels (9) in unterschiedlichen Flächenbereichen unterschiedlich groß ist.
22. Papiertuch nach einem der Ansprüche 2 bis 21, dadurch gekenn zeichnet, daß das Bindemittel (9) nur in Teilbereichen, z. B. streifenförmig, aufgetragen ist.
23. Papiertuch nach einem der Ansprüche 1 bis 22, dadurch gekenn zeichnet, daß wenigstens eine Lage (2,3, 4) ganz oder teil weise aus Kunststoff besteht.
Description:
Papiertuch Die Erfindung betrifft ein Papiertuch mit wenigstens zwei Lagen, von denen wenigstens eine Lage mit einer Prägung und wenigstens eine Lage wenigstens bereichsweise mit einem Druck versehen ist.

Unter Papiertüchern werden im Rahmen der vorliegenden Erfindung z. B.

Servietten, Küchenrollen, Toilettepapier, Kosmetiktücher, Taschentü- cher, Tischsets, Tischtücher, Latze und Schutzartikel verstanden, die Zellstoff enthalten bzw. aus Pulpe hergestellt sind, aber auch Lagen oder Beschichtungen aus Kunststoffen oder anderen Materialien auf- weisen können. Die Ausgangsmaterialien werden in diesem Fachgebiet auch als"Tissue"bezeichnet.

Der Erfindung liegt die Erfindung zu Grunde, ein derartiges Papier- tuch zur Verfügung zu stellen, das sich hinsichtlich seines optischen Erscheinungsbildes von den bekannten Papiertüchern unterscheidet und sich des weiteren aber auch weich und angenehm anfühlt und eine zufriedenstellende Saugfähigkeit aufweist, ohne sich bei Gebrauch zu leicht zu delamineren bzw. aufzulösen.

Gelöst wird diese Aufgabe mit einem Papiertuch mit den Merkmalen des Anspruches 1.

Die Erfindung besteht aus einer Kombination an sich bekannter Merkma- le, die gemeinsam angewandt allerdings ein neues Erscheinungsbild des auf dem Papiertuch vorhandenen Druckes ermöglicht, das im wesentli- chen dadurch entsteht, daß das Druckbild durch die eine wenigstens teilweise transparente Lage ein"weicheres"oder"gedämpftes"Er- scheinungsbild erhält, da die Konturen des Druckes oder der Prägung durch diese wenigstens teilweise transparente Lage nicht mehr so scharf erscheinen, und daß des weiteren durch die Prägung eine zu- sätzliche Veränderung des Erscheinungsbildes des Druckbildes erzielt wird, da das Druckbild durch die bzw. in den erhöhten und vertieften Bereichen der Prägung vom Auge des Betrachters unterschiedlich wahr- genommen wird. Insbesondere bei schräger Betrachtung oder schrägem Lichteinfall entsteht auch eine Art"Schattenwirkung". Durch eine

geeignete Kombination des Druckbildes und des Musters der Prägung bzw. der Orientierung des Druckbildes und des Prägemusters zueinander kann schließlich ein optischer Eindruck erweckt werden, der z. B. dem Aussehen eines Gewebes ähnlich ist.

Die Definition, daß wenigstens eine Lage wenigstens teilweise trans- parent ist, ist im Rahmen der vorliegenden Erfindung so zu verstehen, daß eine Lage auf Grund ihrer Färbung, Materialeigenschaft und Stärke so ausgeführt ist, daß das Druckbild in mehr oder weniger stark abgeschwächter Form durch diese Lage durchscheint.

Der Druck auf dem Papiertuch kann die verschiedensten Muster auf- weisen, so z. B. figurale Muster, wie Blumen, oder geometrische F- ormen, wie Linien, Kreuze, Rechtecke, Dreiecke oder sinusförmige Linien, aber auch eine Kombination derartiger Muster sein.

Die dauerhafte Verbindung der Lagen miteinander kann so durchgeführt werden, daß die Lagen mittels eines im Zuge der Verbindung der Lagen aufgebrachten Bindemittels miteinander verklebt werden. Dieses Binde- mittel kann beispielsweise kurz vor dem Zusammenführen der Lagen in den Druck-bzw. Prägewalzen auf die Lage (n) aufgebracht werden und beispielsweise ein bei der Herstellung derartiger Papiertücher übli- cher Leim sein.

Das Verkleben der Lagen kann beispielsweise aber auch dadurch erfol- gen, daß wenigstens eine Lage des Papiertuches einen Stoff, z. B. ein Polyvinylacetat, enthält, der beim Verbinden der Lagen während des Durchführens zwischen geeigneten Druck-bzw. Prägewalzen unter Druck ein Aneinanderhaften der Lagen aneinander bewirkt.

Unter Prägen wird im Rahmen der vorliegenden Erfindung eine Bearbei- tung einer Lage verstanden, bei der diese Lage durch ein Durchführen der Lage zwischen Prägewalzen eine reliefartige Prägung mit erhöhten und vertieften Bereichen erhält, wie dies beispielsweise aus der EP- A-0 370 972 bekannt ist, wobei das Prägemuster auch nach dem Ver- kleben der Lagen zum erfindungsgemäßen Papiertuch so weit erhalten bleibt, daß es am Papiertuch, gegebenenfalls auch nach dem Trennen einzelner Lagen, erkannt werden kann.

Das erfindungsgemäße Papiertuch besteht aus wenigstens zwei Lagen.

Bevorzugt ist gemäß der Erfindung allerdings, wenn das Papiertuch drei Lagen aufweist, wobei des weiteren bevorzugt ist, daß wenigstens zwei Lagen mit einer Prägung versehen sind.

Bei zweilagigen Papiertüchern können somit beide Lagen mit einer Prägung versehen sein. Bei dreilagigen Papiertüchern sind es bevor- zugt die beiden äußeren Lagen mit der Prägung versehen sind. Dadurch kann auf sehr vorteilhafte Weise auf beiden Seiten des Papiertuches ein ähnlicher, wie eingangs erwähnter optischer Effekt erzielt wer- den.

Insbesondere bei zweilagigen Papiertüchern kann der Druck auf einer Seite einer Lage aufgebracht sein, die eine Außenseite ist. Auf dieser Außenseite der Lage erscheint der Druck in seiner ursprüng- lichen Form. Wenn die zweite Lage die Prägung aufweist, und beide Lagen wenigstens teilweise transparent sind, dann entsteht auf der zweiten Seite des Papiertuchs der erfindungsgemäße, optische Effekt.

Wenn der Druck demgegenüber auf einer Innenseite einer Lage des Papiertuches angeordnet ist, d. h. einer Seite einer Lage, die einer anderen Lage zugewandt ist, dann entsteht unter der Voraussetzung, daß alle Lagen wenigstens teilweise transparent sind, auf beiden Außenseiten das Druckbild in der erfindungsgemäßen Form, die des weiteren davon abhängig ist, ob der Druck auf einer geprägten oder ungeprägten Lage aufgebracht ist.

Bei z. B. dreilagigen Papiertüchern besteht die Möglichkeit, die mittlere Lag ; nur auf einer Seite zu bedrucken, wobei nur die auf der bedruckten Seite der Lage angeordnete Außenlage teilweise transparent sein muß und der Druck infolgedessen auch nur auf dieser Seite der Lage sichtbar ist. Wenn allerdings auch die mittlere Lage und die andere, äußere Lage teilweise transparent sind, kann der Druck auf beiden Seiten des Papiertuches sichtbar sein. Weiters besteht auch die Möglichkeit, beide Seiten der mittleren Lage zu bedrucken, entwe- der mit dem gleichen oder mit einem unterschiedlichen Muster, das dann auf der jeweiligen Seite des Papiertuches zu sehen ist. Wenn die mittlere Lage transparent ist, was aber nicht sein muß, kann es dabei auch noch zu einer gewünschten optischen Überlagerung der beiden Druckbilder kommen.

Es besteht bei der Erfindung auch die Möglichkeit, eine oder mehr Lagen durchzufärben, d. h., daß die Lage (n) unabhängig vom zusätzli- chen Druckbild einen färbigen Grundton aufweist (aufweisen), wobei die Färbung über den gesamten Flächenbereich einheitlich, aber auch uneinheitlich, zum Beispiel kontinuierlich oder diskontinuierlich verlaufend, sein kann.

Um die Lagen miteinander zu verbinden bzw. zu verkleben, besteht die weitere Möglichkeit, daß das Bindemittel die Druckfarbe selbst ist, da diese naturgemäß ein gewisses Haftungsvermögen auf dem Trägermate- rial der Lage (n) aufweist. Falls das Haftungsvermögen der Druckfarbe nicht ausreichend ist, um eine ausreichend dauerhafte Verbindung der Lagen zu gewährleisten, kann der Druckfarbe eine je nach Bedarf größere oder kleinere Menge eines zusätzlichen Bindemittels, z. B. eines üblichen Leimes, beigemengt werden.

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist allerdings das Binde- mittel gefärbt.

Durch das färbige Bindemittel ergibt sich die Möglichkeit, dem Druck- bild ein weiteres, färbiges Bild zu überlagern. Dieses zusätzliche, durch das färbige Bindemittel erzeugte, überlagerte Bild wird, sofern es auf eine geprägte Lage aufgebracht wurde, dem Prägemuster ent- sprechen, da das Bindemittel in der Regel nur auf die erhabenen Bereiche der Prägung aufgebracht wird, wogegen sich in den vertieften Bereichen kein gefärbtes Bindemittel befindet. Bei dieser Ausfüh- rungsform kann der eingangs erwähnte optische Effekt gemäß der Erfin- dung zusätzlich ; verändert und des weiteren erheblich verstärkt wer- den, da in jenen Bereichen, in denen die Lagen über das Bindemittel miteinander verklebt sind, eine optische Überlagerung bzw. Verstär- kung der Färbung eintritt, wogegen in den restlichen Bereichen, d. h. jenen vertieften Bereichen, die nicht an der benachbarten Lage anlie- gen, eine zweifache optische Dämpfung des Druckbildes entsteht, die einerseits durch die Abwesenheit von gefärbtem Bindemittel und ander- seits durch den Abstand der geprägten Lage in diesen Bereichen von diesem Druckbild bewirkt wird.

Zusätzliche Gestaltungsmöglichkeiten ergeben sich dabei noch dadurch, daß die Farbe (n) bzw. Intensität (en) des Druckbildes und jene des färbigen Bindemittels unterschiedlich sein können.

1

Es ist auch möglich, durch willkürlich oder zufällig unterschiedlich verteilte Schichtstärken des Bindemittels zusätzliche, optische Effekte zu erzielen. Es ist weiters möglich, das Bindemittel nur bereichsweise aufzutragen, beispielsweise in Streifenform, wodurch ebenfalls zusätzliche optische Effekte erzielt werden können.

Hinsichtlich des Prägemusters bestehen ebenso wie hinsichtlich des Druckbildes vielfache Variationsmöglichkeiten sowohl des Musters selbst, z. B. geometrische oder figurale Muster, als auch deren Orien- tierung. Es besteht auch die Möglichkeit, das Prägemuster in unter- schiedlichen Flächenbereichen einer Lage sowie in jenen Fällen, wo mehr als eine Lage geprägt ist, in unterschiedlichen Lagen unter- schiedlich zu gestalten.

Nachfolgend werden bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung unter Bezugnahme auf die Zeichnungen näher erläutert.

Es zeigt : Fig. 1 eine schematisierte Darstellung eines Schnittes durch eine dreilagige Ausführungsform einer Serviette gemäß vorlie- gender Erfindung, Fig. 2 eine schematisierte Darstellung eines Schnittes durch eine zweilagige Serviette gemäß vorliegender Erfin- dung, die Fig. 3 und 4 symbolhafte Beispiele für gemäß der Erfindung herstellbare Muster, Fig. 5 eine vergrößerte Ansicht eines Ausschnit- tes einer Serviette gemäß der Erfindung und Fig. 6 eine Serviette gemäß vorliegender Erfindung, die aus einer bedruckten Lage der Serviette gemäß Fig. 7 und einer geprägten, mit einem gefärbten Leim versehenen Lage gemäß Fig. 8 hergestellt ist. ; In Fig. 1 ist ein erstes Ausführungsbeispiel der Erfindung in Form eines dreilagigen Papiertuches 1, z. B. einer Serviette, schematisch dargestellt, die aus einer mittleren Lage 2 sowie einer ersten äuße- ren Lage 3 und einer zweiten äußeren Lage 4 besteht. Die mittlere Lage 2 weist auf der der äußeren Lage 3 zugewandten Seite ein Druck- bild in Form von Quadraten oder Rechtecken 5 auf, wie dies beispiels- weise auch in Fig. 3 und 4 gesehen werden kann. Die äußeren Lagen 3 und 4 sind unbedruckt und weisen eine Prägung in Form von Rippen 6 auf. Diese Rippen 6 weisen erhöhte Bereiche 7 sowie vertiefte Berei- che 8 auf. Auf die, erhöhten Bereiche 7 wurde vor dem Verbinden der Lagen 2,3 und 4 ein gefärbtes Bindemittel, z. B. gefärbter Leim 9,

aufgebracht.

Die äußere Lage 3 ist teilweise transparent, so daß der Druck 5 auf der mittleren Lage 2 durch die äußere Lage 3 durchscheint. Dieser Druck wird im Bereich der erhöhten Bereiche 7 vom gefärbten Leim 9 überlagert, so daß sich je nach Farbunterschied zwischen Druck 5 und Bindemittel 9 sowie Transparenz des Bindemittels 9 eine Veränderung der Farbe bzw. des Erscheinungsbildes des Druckes 5 ergibt.

In den vertieften Bereichen 8 befindet sich kein Bindemittel, so daß der Druck 5 an sich unverändert, jedoch durch die Transparenz der äußeren Lage 3 und den Abstand der vertieften Bereiche 8 von der mittleren Lage 2 abgeschwächt bzw. schattiert zu sehen ist.

In den Fig. 3 und 4 ist das Erscheinungsbild eines derartigen Papier- tuches grob schematisch dargestellt, wobei in Fig. 3 der Druck und der Leim etwa die gleiche Farbe aufweisen, wogegen in Fig. 4 Druck 5 und Leim 9 unterschiedliche Farben aufweisen.

Anhand von Fig. 4 wird erläutert, daß durch die Überlagerung der inneren Lage 2 und der äußeren Lage 3 im wesentlichen vier Bereiche entstehen, die ein unterschiedliches Erscheinungsbild erzeugen. Es sind dies der Bereich 10, in dem die mittlere Lage 2 unbedruckt und die äußere Lage 3 im erhöhten Bereich 7 mit Bindemittel gefärbt ist.

Im Bereich 11 ist die mittlere Lage 2 bedruckt, wobei der Druck 5 vom gefärbten Bindemittel 9 eines erhabenen Bereiches 7 überlagert ist.

Im Bereich 12 ist die mittlere Lage 2 ungefärbt und auch die äußere Lage 3 weist im vertieften Bereich 8 keine Färbung durch Bindemittel 9 auf. Im Bereich 13 schließlich ist die mittlere Lage 2 bedruckt und darüber befindet sich ein vertiefter Bereich 8 einer Rippe 6 der äußeren Lage 3.

Es ist hinzuzufügen, daß sowohl die mittlere Lage 2 als auch die äußeren Lage 3,4 eine gegebenenfalls unterschiedliche Farbe als Grundton aufweisen, also durchgefärbt sein können, wobei insbesondere bei der äußeren Lage 3 natürlich darauf zu achten ist, daß durch diese Grundfarbe die Transparenz der äußeren Lage 3 nicht unerwünscht verringert wird.

Die Farben des Druckes5 und des Bindemittels 9 können unterschied-

lich sein, aber auch so aufeinander abgestimmt werden, daß beispiels- weise die Bereiche 10 und 13 für den Betrachter etwa die gleiche Farbintensität aufweisen, wovon sich die Bereiche 11 und 12 mehr oder weniger stark markant abheben können.

Bei dem in Fig. 3 dargestellten Ausführungsbeispiel sind die Farben und die Transparenz der äußeren Lage 3 so aufeinander abgestimmt, daß die Bereiche 10,11 und 13 für den Betrachter etwa den gleichen Farbton aufweisen, wovon sich nur der Bereich 12 optisch abhebt.

Es ist zu betonen, daß durch die vertieften Bereiche 8 ein in der Zeichnung nicht ohne weiteres darstellbarer Effekt erzielt wird, der sich von einer Ausführungsform unterscheidet, bei der beispielsweise die äußere Lage 3 so wie die innere Lage 2 weitgehend eben ist und das Bindemittel 9 beispielsweise streifenförmig auf die äußere Lage 3 aufgebracht ist. Durch den Abstand der vertieften Bereiche 8 von der mittleren Lage 2 sowie durch die Seitenwände 14 der Rippen 6 entsteht ein den optischen Gesamteindruck verändernder schatten- artiger optischer Effekt, der z. B. Ähnlichkeiten mit einem Webstoff aufweist.

In Fig. 1 ist auf der Unterseite des weiteren eine weitere äußere Lage 4 aufgebracht, die der oberen Lage 3 entspricht, bei der also ebenfalls in den erhabenen Bereichen 7 gefärbtes Bindemittel 9 aufge- bracht ist. Wenn die mittlere Lage 2 ebenfalls teilweise transparent ist, entsteht somit auch auf der zweiten in Fig. 1 unteren Seite ein optischer Effekt, der mit dem der Oberseite vergleichbar ist, al- lerdings von der Intensität des Druckes 5 her etwas abgeschwächt ist, da der Druck 5 auf der der Seite 3 zugewandten Seite aufgebracht ist.

Natürlich wäre es auch möglich, auf der dem Druck 5 gegenüberliegen- den Seite der inneren Lage 2 ebenfalls einen gleichen oder anderen Druck aufzubringen. Des weiteren ist es natürlich auch möglich, die Prägung auf der unteren, äußeren Lage 4 sowohl vom Muster als auch von der Orientierung her anders auszuführen als die Prägung auf der äußeren Lage 3, wobei auch das Bindemittel 9 eine andere Farbe auf- weisen kann.

In Fig. 2 ist eine Ausführungsform der Erfindung dargestellt, bei der das Papiertuch nur zwei äußere Lagen 3 und 4, die beide geprägt sind, aber keine mittlere Lage 2 aufweist. Auf der oberen Lage ist sowohl

im erhöhten Bereich 7 als auch im vertieften Bereich 8 ein Druck 5' aufgebracht und auf der unteren Lage ist im Bereich der erhöhten Bereiche 7 wiederum ein gefärbtes Bindemittel 9 vorgesehen. Durch eine geeignete Kombination der Prägungen der Lagen 3 und 4, die sowohl hinsichtlich ihrer Orientierung als auch ihres Musters her gleich oder unterschiedlich sein können, und dem Druck 5'sowie der Farbe des Bindemittels 9 können wiederum ansprechende Gesamtmuster des Papiertuches geschaffen werden, die sich auf der Vorder-und Rückseite des Papiertuches unterscheiden können.

In Fig. 5 ist eine weitere Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Papiertuches dargestellt, bei der ein gitterförmiger Druck auf einer Lage 2, die z. B. eine ungeprägte Mittellage (bei z. B. einem dreilagi- gen Papierprodukt) oder eine Außenlage (bei z. B. einem zweilagigen Papierprodukt) sein kann, von einer z. B. streifenförmig geprägten äußeren Lage überdeckt wird, wobei als Bindemittel auf der geprägten Lage wieder gefärbter Leim verwendet wurde. Die am Endprodukt ent- standenen, unterschiedlich sichtbaren Bereiche 10 bis 13 sind in Fig.

5 entsprechend den Fig. 3 und 4 gekennzeichnet.

Der in Fig. 6 dargestellte Abschnitt eines Papiertuches 1 in Form einer Serviette wurde durch Übereinanderlegen von drei Lagen 2,3, 4 hergestellt, wie dies im Prinzip in Fig. 1 dargestellt ist, wobei in Fig. 7 die bedruckte mittlere Lage 2 gezeigt ist, die zu beiden Seiten von zwei äußeren, linienförmig geprägten und entsprechend mit gefärbtem Leim versehenen äußeren Lagen 3,4 gemäß Fig. 8 überdeckt wird. Fig. 6 zeigt, daß als Ergebnis ein Papiertuch 1 entsteht, das insgesamt einen gewebeartigen Eindruck hervorruft,, wobei nochmals hinzugefügt wird, daß durch die Darstellung in Fig. 6 der zusätzliche Effekt, der durch die im dargestellten Beispiel rippenförmige Prägung 6 der äußeren Lagen 3,4 und die dadurch entstehenden abgehobenen, vertieften Bereiche 8 der Rippen 6 erzeugt wird, nicht entsprechend zur Geltung kommt, am fertiggestellten Produkt aber eine besondere optische Wirkung erzeugt.

Zusammenfassend kann ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel des erfin- dungsgemäßen Papiertuchs wie folgt beschrieben werden : Bei einem Papiertuch 1 mit z. B. drei Lagen 2,3, 4 sind die zwei äußeren Lagen 3,4 mit einer Prägung 6 und die innere Lage 2 mit

einem Druck 5 versehen. Die Lagen 2,3, 4 sind wenigstens teilweise transparent und mittels eines gefärbten Leimes als Bindemittel 9 miteinander verklebt.