| 1. | Vorrichtung zur dreidimensionalen Bewegung (Roboter) eines Gegenstandes (Werkzeug 10) mit einem Gegenstandshalter (Werkzeughalter 8) mit einem ortsfesten Basisteil (Rahmenteil 1, 2,4)mit drei Trägerarmen (7) welche über Gelenke (9,12, 14) einenends mit dem Basisteil (1, 2,4) und andernends mit dem Gegenstandshalter (8) verbunden sind und mit einer Betätigungseinrichtung (6) der Trägerarme (7) an deren dem Gegenstandshalter (8) abgewandten Ende, dadurch gekennzeichnet, dass das Basisteil (1, 2,4) drei weitgehend vertikal angeordnete Stützen (Linearschlitten 2) aufweist und dass die Gelenke (14) an diesen Stützen (2) für eine entsprechende vertikale Verstellung geführt (3, 5) sind. |
| 2. | Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Stützen (2) und der Verbindungsrahmen (4) nicht mit der Grundplatte (1) zu einem ortsfesten sondern mit der <BR> <BR> <BR> <BR> Haltevorrichtung (23) zu einem nichtortsfesten Basisteil verbunden sind. |
| 3. | Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Trägerarme (7) als Doppelstangen ausgebildet sind. |
| 4. | Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Gelenke (9) als Kardangelenke (14) ausgebildet sind. |
| 5. | Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Stützen (2) als Profilstäbe ausgebildet sind und dass zur Führung der zugewandten Enden der Trägerarme (7), bzw. Gelenke (14) dem Profil der Profilstäbe (2) angepasste Gleitschuhe (5) dienen. |
| 6. | Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Anspruche, dadurch gekennzeichnet, dass die Gelenke auf diesen zugewandten Schrägflächen (13) des Gegenstandshalters (8) befestigt sind. |
| 7. | Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Gegenstandshalter (8) für das Halten eines Gegenstandes (Werkzeugs 10) eine Halteeinrichtung (Spannfutter odgl. ) aufweist und dass diese Halteeinrichtung und/oder das Werkzeug über eine flexible'Welle (12) betätigbar ist. |
| 8. | Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine der Stützen (2) abnehmbar ist. |
| 9. | Vorrichtung nach einem der der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Steuerungseinrichtung (15) in die Vorrichtung integriert und insbesondere unterhalb der Grundplatte (1) angeordnet ist. |
| 10. | Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Gegenstandshalter 8 ein drehend antreibbare Drehaufnahme 21 vorgesehen ist. |
| 11. | Verfahren zur Kalibrierung einer Vorrichtung, insbesondere nach einer Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, welches folgende Verfahrensschritte umfaßt : der Gegenstandshalter (8) wird ein Meßsensor (16) befestigt ; der Gegenstandshalter (8) mit dem Meßsensor (16) wird gegen eine definierte Anzahl von Meßpunkten (18) verfahren und dabei mittels des Meßsensors (16) für jeden Meßpunkt ein gemessener Weg als Istwert ermittelt ; aus einem Vergleich der gemessenen Istwerte mit bekannten Sollwerten werden Kalibrierfaktoren ermittelt, über die die Ansteuerung des Werkzeuges (10) korrigiert wird. |
| 12. | Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Meßpunkte (18) in einer Ebene und insbesondere auf einer kalibrierten ebenen Meßplatte (17) angeordnet sind, daß als Meßsensor (16) ein eindimensionaler Wegaufnehmer vorgesehen ist, und wobei der Meßsensor im wesentlichen rechtwinklig zur Meßplatte verfahren wird. |
| 13. | Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Meßplatte (17) horizontal bezogen auf das durch die Vorrichtung vorgegebene Koordinatensystem angeordnet wird, wobei der Me#sensor (16) zur Kalibrierung vertikal verfahren wird. |
| 14. | Verfahren nach einem der Ansprüche 10 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß zur Kalibrierung eine Vielzahl von Meßpunkten (18) angefahren (Xund YRichtung) wird. |
| 15. | Verfahren nach einem der Ansprüche 10 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Meßpunkt (18) so oft angefahren wird, bis ein vorgegebene Anzahl von Meßwerten und insbesondere mindestens etwa zehn Meßwerte innerhalb einer vorgegebenen Toleranz liegen. |
Derartige Vorrichtungen, oft auch als Roboter bezeichnet, dienen bevorzugt dazu, ein Werkzeug, oder einen sonstigen Gegenstand, entsprechend einem vorgegebenen Programm dreidimensional zu bewegen. Derartige Automaten finden ihren Einsatz nicht nur in unzugänglichen oder gefährlichen Räumen, sondern vor allem auch als Ersatz für menschliche manuelle Tätigkeit.
Bei einem bekannten Industrieroboter der gattungsgemäßen Art (AT PS E65200B) dient als Basisteil eine Grundplatte, an deren drei Stirnseiten Steuerarme durch Motoren schwenkbar angelenkt sind, die wiederum über Gelenke mit Trägerarmen verbunden sind, <BR> <BR> <BR> welche andernends am Gegenstandshaltcr angelenkt sind. Der Nachteil dieser bekannten Vorrichtung besteht in dem Einsatz der Steuerarme, deren den Trägerarmen zugewandtes Ende beim Schwenken des Steuerarms einen Kreis vollzieht, der für die Positionierung des Gegenstandshalters im Programm berücksichtigt werden muss, wodurch dieses zusätzlich kompliziert wird. Da die Kraftübertragung zudem durch die dem Hebelgesetz folgende Schwenkbewegung verursachenden Verdrehmotoren erfolgt, ist der Einsatz solcher Roboter wegen der begrenzten Belastbarkeit entsprechend eingeschränkt. Nicht zuletzt ist die dort gegebene Kinematik verhältnismäßig aufwendig.
Bei einer anderen bekannten Vorrichtung für Positionierung eines Werkzeugs odgl. (DE OS 199 20 776 Al) wird eine als Gegenstandshalter dienende Arbeitsplattform positioniert, in dem drei verschwenkbar an dieser Arbeitsplattform angelenkten Trägerarme andernends auf einer gemeinsamen flächigen Plattform verschiebbar sind. Diesem Verschieben in einer Ebene sind naturgemäß enge Grenzen gesetzt mit entsprechend eng begrenzter Verstellmöglichkeit der Arbeitsplattform, ganz abgesehen davon, dass bei relativ weitem Auseinanderverfahren der gegebenen Enden auf der Ebene große Hebelkräfte und damit kinematische Probleme entstehen.
Die Erfindung und ihre Vorteile Die erfindungsgemäße Vorrichtung mit den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruchs 1 hat demgegenüber den Vorteil einer kostengünstigen, einfach programmierbaren Lösung eines Roboters, mit dem auch wegen der einfachen Vertikalverstellung hohe Kräfte auf den Gegenstandshalter übertragbar sind.
Nach einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung sind die Stützen und der Verbindungsrahmen nicht mit der Grundplatte sondern mit der Haltevorrichtung verbunden. Das dadurch entstandene Basisteil ist nicht ortsfest. Dadurch ist eine Höhenverstellung möglich.
Nach einer zusätzlichen vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung sind die Trägerarme als Doppelstangen ausgebildet, an denen auf der den Trägerstangen zugewandten Enden Gelenke und zur Ankoppelung an die Trägerstangen an den Gelenken aufweisende Schuhe vorhanden sind. Die Trägerstangen hingegen bestehen bevorzugt aus Profilrohren bestimmter Querschnittsgestaltung und können an ihren Enden zur Verbesserung der Stabilität des Basisteils über einen Rahmen miteinander verbunden sein.
Nach einer zusätzlichen vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung sind die Gelenke als Kardangelenke ausgebildet mit Schwenkmöglichkeit in zwei Richtungen, so dass eine von den Stützen her gegebene Führung kinematisch günstig auf den Gegenstandshalter übertragen wird.
Nach einer zusätzlichen Ausgestaltung der Erfindung sind die Stützen als Profilstäbe ausgebildet, wobei zur Führung der zugewandten Enden der Trägerarme, bzw. der Gelenke dem Profil der Profilstäbe angepasste Gleitschuhe dienen. An diesen Gleitschuhen wiederum greifen die Betätigungseinrichtungen für die Vertikalverstellung an, so dass je nach Lage der einzelnen Gleitschuhe der Gegenstandshalter eine entsprechende andere Lage einnimmt.
Nach einer zusätzlichen vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung sind die Gelenke auf den Gelenken zugewandten Schrägflächen des Gegenstandshalters befestigt. Hierdurch sind die Gelenke, beispielsweise Kardangelenke, weitgehend in Längsrichtung der Trägerarme angeordnet, was sich vor allem positiv auf einen großen Schwenkbereich und eine präzise Verstellung des Gegenstandshalters auswirkt.
Nach einer zusätzlichen vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung weist der Gegenstandshalter für ein Halten des Gegenstandes eine Halteeinrichtung, beispielsweise ein Spannfutter, auf, welches über eine flexible Welle und/oder einer Versorgungsleitung betätigbar sein kann, beispielsweise durch Verstellen des Futters aber auch für das Verdrehen eines Werkzeugs.
Die Verstellung der in den Stützen geführten Schuhe kann über Spindeln erfolgen, die durch Motoren angetrieben werden, welche an den oberen und/oder unteren Enden der Stützen angeordnet sind.
Je nach Verstellungswunsch erfolgt eine unterschiedliche Drehrichtung. Natürlich kann diese Längsverstellung des Schuhs in der Stütze auch durch andere Hubmittel erfolgen, wie beispielsweise pneumatisch oder hydraulisch angetriebene Arbeitszylinder.
Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist zumindest eine der Stützen abnehmbar ausgeführt. Die Vorrichtung kann bei abgenommener Stütze leicht in ein Bestehendes System wie beispielsweise ein Förderband integriert werden.
In einer weiteren zweckmäßigen Ausgestaltung der Erfindung ist eine Steuerungseinrichtung in die Vorrichtung integriert und insbesondere unterhalb der Grundplatte angeordnet. Es ergibt sich eine voll integrierte, konipakte Baueinheit mit geringem Platzbedarf.
Die eigentliche Kinematik oberhalb der Grundplatte ist an den drei Trägerarmen frei und ungehindert in allen räumlichen Richtungen beweglich.
In einer weiteren vorteilhaften Weiterbildung der Vorrichtung ist an dem Gegenstandshalter ein drehend antreibbare Drehaufnahme vorgesehen. Es ist dadurch eine sogenannte Stuartplattform mit vier antreibbaren und steuerbaren Achsen gebildet, deren Einsatzbereich erweitert ist und eine universelle Anwendbarkeit der Vorrichtung ermöglicht. Die Drehaufnahme ist insbesondere auswechselbar gestaltet, wodurch ein modulhaftes System gegeben ist. Einzelne Komponenten wie Werkzeug, Greifer oder auch ein Meßsensor zum Kalibrieren der Anordnung können mit geringem Aufwand ausgetauscht bzw eingesetzt werden.
Das erfindungsgemäße Verfahren zur Kalibrierung einer Vorrichtung, insbesondere einer vorgenannten Vorrichtung, mit den Merkmalen des Anspruchs 10 erlaubt eine einfache und genaue Kalibrierung des Systems, mit dem die Stellgenauigkeit des Gegenstandshalters und des darin eingespannten Werkzeuges gesteigert wird. Es wird zunächst am Gegenstandshalter ein Meßsensor befestigt. Anschließend wird der Gegenstandshalter mit dem Meßsensor gegen eine definierte Anzahl von Meßpunkten verfahren und dabei mittels des Meßsensors für jeden Meßpunkt ein gemessener Weg als Istwert ermittelt. Aus einem Vergleich der gemessenen Istwerte mit bekannten Sollwerten werden Kalibrierfaktoren ermittelt, über die die Ansteuerung des Werkzeuges korrigiert wird. Aus nur wenigen Meßpunkten kann bei geringem Speicherbedarf und geringer Rechenleistung schnell eine genaue Korrektur des Verstellweges vom Gegenstandshalter vorgenommen werden, die durch Interpolation im vollständigen Verstellbereich die gewünschte Genauigkeit behält.
In einer vorteilhaften Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens sind die Meßpunkte in einer Ebene und insbesondere auf einer kalibrierten ebenen Meßplatte angeordnet, wobei als Meßsensor ein eindimensionaler Wegaufnehmer vorgesehen ist. Der Meßsensor wird dabei im wesentlichen rechtwinklig zur Meßplatte verfahren. Der eindimensionale Wegaufnehmer liefert während der linearen Meßwegaufnahme nur einen Satz von Meßwerten, wodurch nur ein geringer Speicherbedarf erforderlich ist. Da zur linearen Verstellung des Wegaufnehmers die entsprechenden Trägerarme dreidimensional verfahren werden müssen, kann aus der linearen Meßwegaufnahme mehrerer Meßpunkte ein dreidimensionales Kalibrierbild gewonnen werden, was bei einer geringen Anzahl von gespeicherte Soll-und Istwerten eine exakte räumliche Positionierung ermöglicht.
In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens wird die Meßplatte horizontal bezogen auf das durch die Vorrichtung vorgegebene Koordinatensystem angeordnet, wobei der Meßsensor zur Kalibrierung vertikal verfahren wird. Im Hinblick auf den im wesentlichen vertikalen Stellweg der Gleitschuhe mit den gelenkig daran befestigten Trägerarmen ergibt sich eine schnelle und genaue Kalibrierung.
Es werden vorteilhaft zur Kalibrierung eine Vielzahl von Meßpunkten angefahren. Die Vielzahl der flächig und insbesondere matrixhaft verteilten Meßpunkte erlaubt eine gleichmäßige Kalibrierqualität im gesamten Bewegungsraum des Gegenstandshalters.
In einer weiteren zweckmäßigen Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens wird jeder Meßpunkt so oft angefahren, bis ein vorgegebene Anzahl von Meßwerten und insbesondere mindestens etwa zehn Meßwerte innerhalb einer vorgegebenen Toleranz liegen. Bei jedem Meßvorgang wird eine erneute Kalibrierung vorgenommen, wobei die Kalibriergenauigkeit iterativ von Meßvorgang zu Meßvorgang gesteigert wird. Erst wenn eine vorgegebene Anzahl von Meßvorgängen Meßwerte innerhalb eines vorgegebenen Toleranzbereiches liefert, wird die Kalibrierung als hinreichend genau angesehen, da durch mehrere Messungen innerhalb des Toleranzfensters Meßschwankungen unberücksichtigt bleiben. Die genannte Anzahl von etwa zehn Messungen innerhalb des Toleranzfensters hat sich als vorteilhafter Kompromiß zwischen Genauigkeit, Speicher-und Rechenbedarf sowie Schnelligkeit des Kalibrierungsprozesses herausgestellt.
Weitere Vorteile und vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind der nachfolgenden Beschreibung, der Zeichnung und den Ansprüchen entnehmbar.
Zeichnung Ein Ausführungsbeispiel des Gegenstandes der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und im folgenden näher beschrieben.
Es zeigen : Fig. l eine perspektivische Ansicht des erimdungsgemäßen Roboters ; Fig. 2 ein vergrößerter Ausschnitt im Bereich des Gegenstandshalters ; Fig. 3 einen vergrößerten Ausschnitt im Bereich der Führung der Trägerarme in der Stütze ; Fig. 4 eine perspektivische Ansicht der Vorrichtung nach Fig. 1 mit einem unterhalb der Grundplatte angeordneten Schrank zur Aufnahme einer Steuerungseinrichtung ; Fig. 5 eine vergrößerte Detailansicht einer Variante des Gegenstandshalters der Anordnung nach den Fig. 1 bis 3 ; Fig. 6 eine Ansicht des Gegenstandshalters nach Fig. 5 mit eingespanntem Meßsensor ; Fig. 7 eine schematische Draufsicht der Anordnung nach Fig. 4 mit zur Kalibrierung eingespannter Messplatte ; Fig. 8 eine schematische Seitenansicht der Anordnung nach Fig. 7 mit weiteren Einzelheiten zur Ausrichtung der Meßplatte und des Meßsensors.
Fig. 9 eine perspektivische Ansicht des Gegenstandshalters nach Fig. 5 ; Fig. 10 eine weitere perspektivische Ansicht des Gegenstandshalters nach Fig. 5 ; Fig. 11 eine perspektivische Ansicht des Kardangelenkes und Fig. 12 eine perspektivische Ansicht des Gegenstandshalters nach Fig. 5 mit eingespanntem Messsensor.
Beschreibung des Ausführungsbeispiels Bei dem in Fig. 1 perspektivisch dargestellten Roboter sind auf einer Grundplatte 1 drei Stützen 2 befestigt, die als einseitig offene Profilschienen ausgebildet sind mit einem entsprechendem Öffnungsschlitz 3 und die in ihrem oberen Teil über Verbindungsrahmen 4 miteinander verbunden sind. In den Öffnungsschlitzen 3 sind Gleitschuhe 5 angeordnet und hintergreifend für eine vertikale Bewegung geführt. An den oberen Enden der Stützen 2 sind Elektromotoren 6 angeordnet mit wechselbarer Drehrichtung, die über nicht dargestellte Gewindespindeln die Gleitschuhe 5 antreiben. Mit den Gleitschuhen 5 sind als Trägerarme 7 dienende Doppelstangen verbunden, die andernends mit einem Gegenstandshalter 8, beispielsweise einem Wcrkzeugkopf, gelenkig verbunden sind. Zur Verbindung dienen Gelenke 9. An diesem Kopf ist außerdem ein Werkzeug 10 angeordnet, mit dem ein auf der Grundplatte 1 angeordnetes Werkstück 11 bearbeitbar ist. Das Werkzeug 10 wird mit Hilfe einer flexiblen Welle und/oder einer Versorgungsleitung 12 angetrieben.
Je nach dem welcher der drei Schuhe 5 durch den jeweiligen Elektromotor 6 und auch in welche vertikale Richtung verschoben wird, ist der Gegenstandshalter 8 entsprechend über den zugeordneten Trägerarm 7 im Raum verstellbar, und zwar nach allen dreidimensionalen Richtungen. Die Motoren 6 sind mit einem nicht dargestellten elektrischen Steuergerät verbunden, in welchem ein Rechner ein jeweils eingegebenes Programm für die Roboterfunktion umsetzt. Mit diesem Steuergerät wird auch der ebenfalls nicht dargestellte Antriebsmotor der flexiblen Welle und/oder der Versorgungsleitung 12 gesteuert. Maßgebend ist, dass die aufeinander abgestimmte vertikale Führung der Schuhe 5 eine entsprechende Bewegung des Gegenstandshalters 8 programmgemäß bewirkt.
In Fig. 2 ist vor allem die Anbindung der Trägerarme 7 an den Gegenstandshalter 8 gezeigt, wobei diese Gelenke 9 als Kardangelenke 14 ausgebildet sind, die zwei senkrecht aufeinanderstehende Schwenkbewegungen zulassen. Da die Trägerarme 7 als Rohre ausgebildet sind, sind die Endabschnitte der jeweils diesen Rohren zugewandten Enden der Kardangelenke 14 verjüngt ausgebildet und in die Rohre gesteckt. Auf diese Weise sind zwei derartige Kardangelenke nebeneinander angeordnet, jeweils die gleichen Schwenkbewegungen zulassen. Auf der den Trägerarmen 7 abgewandten Seite sind die Kardangelenke 14 auf Schrägflächen 13 des Gegenstandshalters 8 befestigt. Diese Schrägfläche steht in etwa senkrecht zu der von den Trägerarmen 7 überwiegend eingenommenen Arbeitsstellung.
Bei der in Fig. 3 dargestellten Anbindung der Trägerarme 7 auf ihren dem Gegenstandshalter 8 abgewandten Enden sind diese als Trägerarme dienenden Rohre auf entsprechende Kardangelenke 14 gesteckt, deren abgewandtes Ende mit dem Gleitschuh 5 verbunden ist, der wiederum, wie hier nicht näher dargestellt, hintergreifend durch den Öffnungsschlitz 3 an die Stütze 2 gekoppelt ist.
Fig. 4 zeigt in einer perspektivischen Übersichtsdarstellung ein Ausführungsbeispiel eines Roboters nach den Figuren 1 bis 3, bei dem drei Haltevorrichtungen 23 an drei benachbarten Ecken einer sechseckigen Grundplatte 1 angeordnet sind. Bevorzugt sind die Stützen (2) und die Verbindungsrahmen 4 mit der Haltevorrichtung 23 (und nicht mit der Grundplatte 1) verbunden, wodurch die dadurch gebildete Einheit (Basisteil) nicht ortsfest sondern frei beweglich ist und in der Höhe verstellt werden kann. Aus dem Fehlen von Haltevorrichtungen 23 an den weiteren Ecken der Grundplatte 1 ergibt sich eine ungehinderte seitliche Zugänglichkeit des Arbeitsbereiches vom Gegenstandshalter 8. Beispielsweise kann ein Förderband ungehindert über die Grundplatte 1 geführt werden.
Bei einer Anordnung der Stützen 2 nach Fig. 1 ist eine der Stützen 2 abnehmbar ausgestaltet, wodurch die Vorrichtung mit ihrer Grundplatte 1 beispielsweise unter ein vorhandenes und montiertes Förderband geschoben und durch anschließende Montage der abgenommenen Stütze 2 vervollständigt werden kann.
Der Bereich der an den Haltevorrichtungen 23 vertikal verschieblich geführten Trägerarme mit dem gelenkig daran befestigten Gegenstandshalter ist durch eine umlaufende, transparente Abdeckung 19 geschützt. Unterhalb der Grundplatte 1 ist ein Schrank zur Aufnahme einer nicht näher dargestellten Steuerungseinrichtung 15 vorgesehen, wodurch die gezeigte Anordnung zu einem integrierten, kompakten und autarken System wird. Die Steuerungseinrichtung 15 ist mittels einer Bedienoberfläche 22 betätigbar. Mittels der elektronischen Steuerungseinrichtung 15 werden die Elektromotoren 6 zur Bewegung des Gegenstandshalters 8 angesteuert. In der Steuerungseinrichtung 15 sind auch eine Kalibrierroutine sowie Soll-und Istwerte für eine Kalibrierung gespeichert.
Fig. 5 zeigt in einer vergrößerten Detailansicht eine Variante des Gegenstandshalters 8 nach Fig. 5, an dem drei Paare von hochpräzisen Kardangelenken 14 zur Befestigung an den als Doppelarmen ausgeführten Trägerarmen (Fig. 4) vorgesehen sind.
Durch eine mittels der Steuerungseinrichtung 15 koordiniert durchgeführten vertikalen und dabei verschwenkbare Verstellung der Trägerarme 7 ist eine lineare Bewegung des Gegenstandshalters 8 in allen drei räumlichen Koordinatenrichtungen sowie eine zumindest begrenzte Verschwenkung um alle drei Koordinatenachsen möglich. Eine vierte Schwenkachse ist durch eine Drehaufnahme 21 gegeben, die drehbar und austauschbar an dem Gegenstandshalter 8 gelagert ist. Die Drehachse der Drehaufnahme 21 liegt dabei senkrecht zur Grundfläche des Gegenstandshalters 8, wobei die Drehachse als vierte antreibbare und steuerbare Achse mit dem Gegenstandshalter 8 mit verschwenkt wird.
Es ist dadurch eine sogenannte Stuartplattform mit vier steuerbaren Achsen gebildet, deren Einsatzbereich erweitert ist. Einzelne Module können schnell ausgetauscht werden. Es sind mit geringen Anpassungsarbeiten verschiedene Anwendungen wie 2, 5D- <BR> <BR> <BR> <BR> Fräsbearbeitung, Bohren, bandsynchrones Pick & Place, sowie Sonderanwendungen, bei denen hohe Kräfte in Z-Richtung (vertikal) benötigt werden (Nieten, Schneiden, Pressen, etc. ) möglich. Durch die vierte NC-Achse der Drehaufnahme 21 können in Verbindung mit einem integrierten Kamerasystem beispielsweise Teile bandsynchron von einem laufenden Förderband, daß durch die Anlage läuft, abgegriffen oder darauf plaziert werden.
Nach Fig. 6 ist anstelle der Drehaufnahme 21 ein Meßsensor 16 am Gegenstandshalter 8 eingespannt. Die hier gezeigte Konfiguration ist zur Ausführung eines im folgenden näher beschriebenen Kalibrierverfahrens vorgesehen.
Fig. 7 zeigt in einer schematischen Draufsicht die Anordnung nach Fig. 4 mit drei sternförmig angeordneten Stützen 2 und mit dem etwa mittig zwischen den Stützen 2 liegenden Gegenstandshalter 8, der mittels der gelenkigen Trägerarme 7 verstellbar an den Stützen 2 gehalten und beweglich geführt ist. Für einen Kalibriervorgang ist unterhalb des Gegenstandshalters 8 eine ebene und kalibrierte Meßplatte 17 mit matrixförmig angeordneten, kalibrierten Meßpunkten 18 auf der Grundplatte 1 aufgespannt. Die geometrische Ausbildung der Meßplatte 17 und die kalibrierte Lage der Meßpunkte 18 sind als Sollwertkoordinaten in der Steuerungseinrichtung 15 (Fig. 4) gespeichert.
Fig. 8 zeigt die Anordnung nach Fig. 7 in einer Seitenansicht, demnach die Meßplatte 17 horizontal bezogen auf das durch die Vorrichtung vorgegebene Koordinatensystem und damit parallel zur Grundplatte 1 angeordnet ist. Als Werkzeug 10 kann ein Messsensor 16 dienen, wobei dieser Meßsensor 16 als eindimensionaler, linearer Wegaufnehmer ausgebildet ist. Er ist bezogen auf die Vorrichtung vertikal im Gegenstandshalter 8 eingespannt und wird zur Kalibrierung senkrecht gegen die einzelnen Meßpunkte 18 bzw. gegen die Meßplatte 18 verfahren. Insgesamt wird der Meßsensor 16 gegen einen einzelnen Meßpunkte 18 bis zu zehn mal verfahren und dabei der Verfahrweg über den Meßsensor aufgenommen und gespeichert. Die ermittelten Istwerte werden mit den gespeicherten kalibrierten Sollwerten solange abgeglichen, bis eine hinreichend genaue und vorgegebene Kalibriergenauigkeit erreicht ist.
Fig. 9 zeigt eine perspektivische Ansicht des Gegenstandshalters 8 nach Fig. 5 ; Fig. 10 zeigt eine weitere perspektivische Ansicht des Gegenstandshalters 8 aus schräger Sicht von unten mit der vierten Drehachse.
Fig. 11 zeigt eine perspektivische Ansicht des eigentlich für sich alleine schon erfinderischen Kardangelenkes 14.
Fig. 12 zeigt eine perspektivische Ansicht des Gegenstandshalters 8 mit eingespanntem Messsensor 16. Anstatt des Messsensor 16 könnte am Gegenstandshalter 8 auch ein Werkzeug 10 angeordnet sein.
Im einzelnen werden beispielhaft folgende Verfahrensschritte ausgeführt : Der Meßsensor 16 wird im Mittelpunkt der Stuartplattform 8 zur Kalibrierung angebracht und an das Steuerungssystem 15 angeschlossen. Anschließend erfolgt ein Start der automatischen Kalibrierung an der Bedienoberfläche 22.
Die Anlage fährt eine endliche Anzahl von Meßpunkten 18 nacheinander an. Dabei werden die die mittels des Sensors 16 gemessenen Werte automatisch in eine Datei geschrieben. Es wird an jedem Meßpunkt 18 solange kontinuierlich gemessen, bis 10 Werte infolge innerhalb eines bestimmten Toleranzfensters liegen.
Dadurch wird der Stopp der Anlage erkannt. Der letzte dieser 10 Werte wird übernommen.
Die Berechnung des Fensters wird in der Steuerungseinrichtung 15 wie folgt durchgeführt : Wert l-Wert2 = x x2= A # = 0,001 wobei # ein vorgegebener Toleranzwert beispielsweise in der Größenordnung der Meßgenauigkeit des Sensors 16 ist. Man erhält so ein 3-Dimensionales Bild der Fläche. Je mehr Messpunkte angefahren werden, desto genauer ist das Ergebnis.
Zur Ermittlung der Kalibrierdaten (Parameter) wird ein in der Steuerungseinrichtung 15 gespeichertes und ausgeführtes Programm verwendet. Dieses Programm benötigt beispielhaft folgende Dateien : possm. ess. da. t : Diese Datei enthält die X-und Y-Werte sowie die gemessenen Z- Werte (Istwerte) posssoll. dat : Datei enthält die vorgegebenen X-, Y-und Z-Werte (Sollwerte) geo. dat Diese Datei enthält die Geometrieparameter aus der Transformation.
Das Programm erstellt als Ausgabe eine Datei, die die aktualisierten Geometrieparameter beinhaltet. Diese Daten werden automatisch in die Transformationstabellen der Kinematik eingetragen und stehen somit der Anlage als Kalibrierungsdaten zur Verfügung. Die Anlage ist kalibriert und besitzt somit ihre zugesicherten Eigenschaften bezüglich Genauigkeit und Toleranz.
Anschließend kann der Wegemesssensor entfernt und ausgesteckt werden. Die kalibrierte Anlage ist somit betriebsbereit.
Alle in der Beschreibung, den nachfolgenden Ansprüchen und der Zeichnung dargestellten Merkmale können sowohl einzeln als auch in beliebiger Kombination miteinander erfindungswesentlich sein.
Bezusszahlenliste : 1 Grundplatte 2 Stützen 3 Öffnungsschlitz 4 Verbindungsrahmen 5 Gleitschuhe 6 Elektromotoren 7 Trägerarm 8 Gegenstandshalter 9 Gelenke 10 Werkzeug 11 Werkstück 12 flexible Welle und/oder Versorgungsleitung 13 Schrägflächen 14 Kardangelenk 15 Steuerungseinrichtung 16 Meßsensor 17 Meßplatte 18 Meßpunkt 19 Abdeckung 20 Schrank 21 Drehaufnahme 22 Bedienoberfläche 23 Haltevorrichtung
Next Patent: FEED LINE FOR AN AUTOMATICALLY GUIDED TOOL
