| 1. | Schirmhalterung zum Befestigen eines Schirms in einem Trä¬ germedium, mit einem eine stirnseitige Öffnung (5) aufweisen¬ den Rohr (1) und einem in dem Rohr (1) angeordneten und ein Betätigungsmittel (4) aufweisenden Kolben (2) , der in Längs¬ richtung (3) des Rohrs (1) verschiebbar geführt und gegenüber der Innenwandung (13) des Rohrs (1) abgedichtet ist, dadurch gekennzeichnet, dass an dem der stirnseitigen Öffnung (5) abgewandten Ende des Rohrs (1) wenigstens eine freie Durchgangsöffnung (7) vorgesehen ist und das Rohr (1) mit seinem der stirnseitigen Öffnung (5) abgewandten Ende in das Trägermedium (10) einsteckbar ist. |
| 2. | Schirmhalterung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Rohr (1) an seinem der stirnseitigen Öffnung (5) ab¬ gewandten Ende bis auf die wenigstens eine freie Durchgangs¬ öffnung (7) verschlossen ist. |
| 3. | Schirmhalterung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn¬ zeichnet, dass das Rohr (1) an seinem der stirnseitigen Öff¬ nung (5) abgewandten Ende einen Endbereich (6) aufweist, des¬ sen Außenumfang sich mit zunehmendem Abstand von der stirnsei¬ tige Öffnung (5) verringert, wobei die wenigstens eine freie Durchgangsöffnung (7) in dem Endbereich (6) vorgesehen ist. |
| 4. | Schirmhalterung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Endbereich (3) eine gewölbte, eine kegelförmige oder eine kegelstumpfförmige äußere Oberfläche aufweist. |
| 5. | Schirmhalterung nach einem der vorangehenden Ansprüche, da¬ durch gekennzeichnet, dass das Rohr (1) an seinem der stirn¬ seitigen Öffnung (5) abgewandten Ende von einem die wenigstens eine freie Durchgangsöffnung (7) aufweisenden Deckel (24) ver¬ schlossen ist. |
| 6. | Schirmhalterung nach Anspruch 3 oder 4 und 5, dadurch ge¬ kennzeichnet, dass der Endbereich (6) von dem Deckel (24) ge¬ bildet ist. |
| 7. | Schirmhalterung nach einem der vorangehenden Ansprüche, da¬ durch gekennzeichnet, dass die freie Durchgangsöffnung (7) konzentrisch zur Längsachse (3) des Rohrs (1) angeordnet ist. |
| 8. | Schirmhalterung nach einem der vorangehenden Ansprüche, da¬ durch gekennzeichnet, dass zwischen dem Kolben (2) und der we¬ nigstens einen freien Durchgangsöffnung (7) eine Flüssigkeit (9) in dem Rohr (1) angeordnet ist. |
| 9. | Schirmhalterung nach einem der vorangehenden Ansprüche, da¬ durch gekennzeichnet, dass das Betätigungsmittel (4) eine Stange ist, die sich von der wenigstens einen freien Durch¬ gangsöffnung (7) wegerstreckt. |
| 10. | Schirmhalterung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Betätigungsmittel (4) durch die stirnseitige Öffnung (5) hindurch aus dem Rohr (1) heraus¬ ragt. |
| 11. | Schirmhalterung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Rohr (1) eine Befesti¬ gungsvorrichtung (16) zum lösbaren Befestigen des Schirms (15) vorgesehen ist. . |
| 12. | Schirmhalterung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Rohr (1) mit seinem der stirnseitigen Öffnung (5) abgewandten Ende in das Trägermedium (10) eingesteckt ist. |
| 13. | Schirmhalterung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Trägermedium (10) Sand oder Erde ist. |
| 14. | Schirm mit einem Schirmstock (14) und einer Schirmhalte¬ rung (22) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch ge¬ kennzeichnet, dass der Schirmstock (14) an dem Rohr (1) befes¬ tigt ist. |
| 15. | Schirm nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass der Schirmstock (14) zumindest teilweise in dem Rohr (1) angeord¬ net ist. |
| 16. | Schirm nach Anspruch 14 oder 15, dadurch gekennzeichnet, dass der Schirmstock (14) ein Rohr ist, in welches das Betäti¬ gungsmittel (4) eingreift. |
| 17. | Schirm nach einem der Ansprüche 14 bis 16, dadurch gekenn¬ zeichnet, dass der Schirmstock (14) eine Bespannung (20) auf¬ weist. |
| 18. | Schirm nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Schirmstock (14) ein Aufspannmechanismus (21) angeordnet ist, mittels welchem die Bespannung (20) aufspannbar ist. |
| 19. | Verwendung einer Schirmhalterung nach einem der Ansprüche 1 bis 13 zum Befestigen eines Schirms in einem Trägermedium, dadurch gekennzeichnet, dass das Rohr (1) zumindest teilweise mit einer Flüssigkeit (9) gefüllt und anschließend mit seinem der stirnseiti gen Öffnung (5) abgewandten Ende mit dem Trägermedium (10) in Kontakt gebracht wird, der Kolben (2) in Richtung auf die wenigstens eine freie Durchgangsöffnung (7) verschoben wird, so dass die Flüs¬ sigkeit (9) aus dem Rohr (9) in Richtung auf das Träger¬ medium (10) austritt, das Trägermedium (10) durch die austretende Flüssigkeit (9) bereichsweise benetzt und/oder teilweise verdrängt wird, wobei das Rohr (1) in das Trägermedium (10) abge¬ senkt wird. |
| 20. | Verwendung nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass das Rohr (1) mit der Flüssigkeit (9) gefüllt wird, indem das Rohr (1) zunächst mit der wenigstens einen freien Durchgangs¬ öffnung (7) in ein Flüssigkeitsreservoir eingetaucht und an¬ schließend der Kolben (2) in Richtung auf die stirnseitige Öffnung (5) hin verschoben wird, so dass die Flüssigkeit (9) in das Rohr (1) eingesaugt wird. |
| 21. | Verwendung nach Anspruch 19 oder 20, dadurch gekennzeich¬ net, dass ein Schirmstock (14) des Schirms (15) an dem Rohr (1) befestigt wird. |
Die Erfindung betrifft eine Schirmhalterung zum Befestigen ei¬ nes Schirms in einem Trägermedium, mit einem eine stirnseitige Öffnung aufweisenden Rohr und einem in dem Rohr angeordneten und ein Betätigungsmittel aufweisenden Kolben, der in Längs¬ richtung des Rohrs verschiebbar geführt und gegenüber der In¬ nenwandung des Rohrs abgedichtet ist.
Eine derartige Schirmhalterung ist aus der US 2001/0030064 Al bekannt, wobei in einem mit Wasser gefüllten Rohr über eine ebenfalls in dem Rohr angeordnete Luftpumpe ein Druck aufge¬ baut wird. Ist der Druck hoch genug, so kann ein Absperrventil geöffnet werden, wobei die Flüssigkeit aus dem Rohr austritt und in dem Trägermedium bzw. dem Untergrund einen Schlamm bil¬ det, so dass das Rohr in den Untergrund eindringen kann, wenn eine ausreichende Kraft aufgebracht wird.
Diese Schirmhalterung ist sehr aufwendig aufgebaut und somit störanfällig sowie kostenintensiv in der Herstellung.
Ausgehend von diesem Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Schirmhalterung zu schaffen, welche einfacher aufgebaut und kostengünstiger herzustellen ist.
Diese Aufgabe wird mit einer Schirmhalterung nach Anspruch 1 gelöst. Bevorzugte Weiterbildungen sind in den Unteransprüchen gegeben.
Die erfindungsgemäße Schirmhalterung zum Befestigen eines Schirms in einem Trägermedium weist ein eine stirnseitige Öff¬ nung umfassendes Rohr und einen in dem Rohr angeordneten und
ein Betätigungsmittel aufweisenden Kolben auf, der in Längs¬ richtung des Rohrs verschiebbar geführt und gegenüber der In¬ nenwandung des Rohrs abgedichtet ist. An dem der stirnseitigen Öffnung abgewandten Ende des Rohrs ist dabei wenigstens eine freie Durchgangsöffnung vorgesehen, wobei das Rohr mit seinem der stirnseitigen Öffnung abgewandten Ende in das Trägermedium einsteckbar ist.
Bei der erfindungsgemäßen Schirmhalterung kann das den Kolben führende, insbesondere einteilige Rohr mit seinem der stirn¬ seitigen Öffnung abgewandten Ende unmittelbar in das Trägerme¬ dium eingebracht bzw. abgesenkt werden, wobei auf ein zusätz ¬ liches Außenrohr mit einem Ventil verzichtet werden kann. So¬ mit ist die erfindungsgemäße Schirmhalterung erheblich einfa¬ cher aufgebaut und kann kostengünstiger hergestellt werden als die aus der US 2001/0030064 Al bekannte Schirmhalterung.
Insbesondere geht der Innenraum des Rohrs zwischen der wenigs¬ tens einen freien Durchgangsöffnung und dem Kolben unmittelbar in die wenigstens eine freie Durchgangsöffnung über bzw. mün¬ det in diese ein, so dass dieser Innenraum frei über die we¬ nigstens eine freie Durchgangsöffnung zugänglich ist.
Der Kolben ist bevorzugt rings seines Umfangs gegenüber der Innenwandung des Rohrs abgedichtet und kann dafür ein Dich¬ tungsmittel, wie z. B. einen Dichtungsring aufweisen, der z.B. zwischen der Außenumfangsfläche des Kolbens und der Innenwan¬ dung des Rohrs angeordnet ist. Der Dichtungsring sitzt dabei bevorzugt in einer in der Außenumfangsfläche des Kolbens aus¬ gebildeten Ringnut. Alternativ kann der Kolben aber auch mit seiner Umfangsfläche unmittelbar dichtend an der Innenwandung des Rohrs anliegen, wobei für das Rohr bzw. für dessen Innen¬ wandung und für den Kolben bzw. für dessen Umfangsflache ge¬ eignete Werkstoffe gewählt werden können, die eine leichtgän¬ gige Verschiebbarkeit des Kolbens in dem Rohr ermöglichen, oh¬ ne die Dichtfunktion zu beeinträchtigen.
Das Rohr ist bevorzugt an seinem der stirnseitigen Öffnung ab¬ gewandten Ende bis auf die wenigstens eine freie Durchgangs¬ öffnung verschlossen. Ferner kann die wenigstens eine freie Durchgangsöffnung von einer an dem der stirnseitigen Öffnung abgewandten Ende des Rohrs angeordneten Düse gebildet sein.
Das Rohr weist bevorzugt an seinem der stirnseitigen Öffnung abgewandten Ende einen Endbereich auf, dessen Außenumfang sich mit zunehmenden Abstand von der stirnseitigen Öffnung verrin¬ gert, wobei die wenigstens eine freie Durchgangsöffnung in dem Endbereich vorgesehen ist. Der Endbereich weist dabei bevor¬ zugt eine gewölbte, eine kegelförmige oder eine kegelstumpf- förmige äußere Oberfläche auf, so dass das Rohr mit dem Endbe¬ reich leicht in das Trägermedium abgesenkt werden kann.
Ist das Rohr bis auf die wenigstens eine freie Durchgangsöff¬ nung an dem der stirnseitigen Öffnung abgewandten Ende ver¬ schlossen, so kann dieser Verschluss die wenigstens eine freie Durchgangsöffnung aufweisen und durch das Rohr selbst gebildet sein. Insbesondere ist dann der Endbereich von einem sich mit zunehmendem Abstand von der stirnseitigen Öffnung verjüngenden Endabschnitt des Rohrs gebildet.
Alternativ kann der Verschluss aber auch von einem Deckel ge¬ bildet sein, der an dem Rohr, insbesondere im Bereich des der stirnseitigen Öffnung abgewandten Endes des Rohrs, befestigt ist. Der Deckel weist dabei bevorzugt die wenigstens eine freie Durchgangsöffnung auf und kann z.B. den Endbereich bil¬ den. Der Endbereich ist diesem Fall insbesondere ein separates Bauteil, welches z.B. in das Rohr eingeschoben ist. Der Deckel kann sich mit zunehmendem Abstand von der stirnseitigen Öff¬ nung verjüngen.
In dem der stirnseitigen Öffnung abgewandten Ende des Rohrs können mehrere freie Durchgangsöffnungen angeordnet sein, al¬ ternativ ist möglich, lediglich eine einzige freie Durchgangs¬ öffnung vorzusehen. Dabei ist die eine freie Durchgangsöffnung
bzw. eine der freien Durchgangsöffnungen bevorzugt konzen¬ trisch zur Längsachse des Rohrs angeordnet.
Zum Freispülen eines Lochs in dem Trägermedium bzw. zum leich¬ teren Einbringen des Rohrs in das Trägermedium kann zwischen dem Kolben und der wenigstens einen freien Durchgangsöffnung eine Flüssigkeit in dem Rohr angeordnet sein, welche durch Drücken des Kolbens in Richtung auf die wenigsten eine freie Durchgangsöffnung in das Trägermedium einbringbar ist.
Das Betätigungsmittel durchdringt bevorzugt die stirnseitige Öffnung des Rohr und erstreckt sich durch diese aus dem Rohr heraus, so dass das Betätigungsmittel z. B. mit der Hand einer Bedienperson ergriffen und zum Verschieben des Kolbens betä¬ tigt werden kann. Dabei ist das Betätigungsmittel bevorzugt als eine an dem Kolben befestigte Stange ausgebildet, die sich insbesondere von der wenigstens einen freien Durchgangsöffnung wegerstreckt.
Das Trägermedium besteht insbesondere aus einem körnigen bzw. relativ lockeren Material, wie z.B. Sand oder Erde, so dass die durch die wenigstens eine freie Durchgangsöffnung austre¬ tende Flüssigkeit Teile bzw. Körner des Trägermediums wegspü¬ len und somit ein Loch zum Einstecken des Rohrs in das Träger¬ medium freispülen kann. Ferner kann das Trägermedium von der Flüssigkeit benetzt werden und somit einen Schlamm bilden, der zunächst ein Absenken des Rohrs in das Trägermedium begünstigt und anschließend relativ dicht an dem Rohr anliegt und dieses umgibt, wodurch ein sicherer Halt des Rohr im Trägermedium ge¬ fördert wird.
Nachdem die Schirmhalterung in dem Trägermedium befestigt ist, kann ein Schirm an der Schirmhalterung befestigt werden. Dafür weist der Schirm bevorzugt einen Schirmstock auf, welcher an dem Rohr festgelegt werden kann. An dem Rohr ist dabei insbe¬ sondere eine Befestigungsvorrichtung vorgesehen, welche den Schirmstock am Rohr sichert. Bevorzugt erfolgt diese Festle¬ gung lösbar, um den Schirm wieder von dem Rohr trennen zu kön-
nen. Die Befestigungsvorrichtung kann dabei als Klemmvorrich¬ tung ausgebildet sein, welche sich zum lösbaren Befestigen des Schirmstocks an dem Rohr als geeignet erwiesen hat.
Der Schirmstock ist bevorzugt zumindest teilweise in dem Rohr angeordnet und insbesondere selbst als Rohr ausgebildet, so dass das Betätigungsmittel in den Schirmstock eingreifen kann.
Die Erfindung betrifft ferner einen Schirm mit einem Schirm¬ stock und einer erfindungsgemäßen Schirmhalterung, wobei der Schirmstock an dem Rohr insbesondere lösbar befestigt ist. Die Schirmhalterung kann dabei gemäß aller zuvor genannten Ausges¬ taltungen weitergebildet sein.
Der Schirm weist bevorzugt eine Bespannung auf, die insbeson¬ dere an dem Schirmstock befestigt ist. Dabei kann die Bespan¬ nung z.B. aus Kunststoff und/oder aus einem textilen Werkstoff gebildet sein. Ferner kann an dem Schirmstock ein Aufspannme¬ chanismus befestigt sein, mittels welchem die Bespannung auf¬ spannbar ist, so dass der Schirm insgesamt als Klappschirm ausgebildet werden kann.
Das Rohr, der Kolben, das Betätigungsmittel, der Deckel, das Befestigungsmittel und/oder der Schirmstock können z.B. je¬ weils aus Metall, Kunststoff oder aus einer Kombination beider Werkstoffe bestehen. Als Material für die Dichtung hat sich z.B. Kork, Gummi oder Kunststoff als geeignet erwiesen. Ferner weisen das Rohr, der Kolben, das Betätigungsmittel, der De¬ ckel, der Schirmstock und/oder die Dichtung insbesondere je¬ weils einen kreisförmigen Querschnitt auf.
Die Erfindung betrifft ferner die Verwendung einer erfindungs¬ gemäßen Schirmhalterung zum Befestigen eines Schirms in einem Trägermedium, wobei das Rohr zumindest teilweise mit einer Flüssigkeit gefüllt und anschließend mit seinem der stirnsei¬ tigen Öffnung abgewandten Ende mit dem Trägermedium in Kontakt gebracht wird. Danach wird der Kolben in Richtung auf die we¬ nigstens eine freie Durchgangsöffnung verschoben, so dass die
Flüssigkeit aus dem Rohr in Richtung auf das Trägermedium aus¬ tritt. Das Trägermedium wird durch die austretende Flüssigkeit bereichsweise benetzt und/oder teilweise verdrängt, wobei das Rohr in das Trägermedium abgesenkt wird. Die Schirmhalterung kann dabei gemäß aller zuvor genannten Ausgestaltungen weiter¬ gebildet sein.
Dabei erfolgt das Inkontaktbringen des Rohrs mit dem Trägerme¬ dium z.B. dadurch, dass das Rohr mit seinem der stirnseitigen Öffnung abgewandten Ende auf das Trägermedium aufgebracht oder in dieses eingesteckt wird.
Das Rohr wird mit der Flüssigkeit insbesondere dadurch ge¬ füllt, dass das Rohr zunächst mit der wenigstens einen freien Durchgangsöffnung in ein Flüssigkeitsreservoir eingetaucht und anschließend der Kolben in Richtung auf die stirnseitige Öff¬ nung hin verschoben wird, so dass die Flüssigkeit in das Rohr eingesaugt wird. Als Flüssigkeitsreservoir eignet sich z.B. ein See, ein Teich oder das Meer.
Anschließend kann der Schirm mit dem Schirmstock an der Schirmhalterung befestigt werden, indem z.B. der Schirmstock in das Rohr durch die stirnseitige Öffnung hindurch eingescho¬ ben und anschließend bevorzugt über die Befestigungsvorrich¬ tung an dem Rohr festgelegt wird.
Die erfindungsgemäße Schirmhalterung ermöglicht es, einen Schirm sicher in einem körnigen Trägermedium wie z. B. Sand oder Erde unter Zuhilfenahme eines Flüssigkeitsstrahls zu ver¬ ankern, wobei die Schirmhalterung selbst aus relativ wenigen Bauteilen zusammensetzbar ist. Die erfindungsgemäße Schirmhal¬ terung ist einfach zu bedienen und kann mit bereits vorhande¬ nen Schirmen kombiniert werden. Insbesondere bildet die erfin¬ dungsgemäße Schirmhalterung eine kostengünstige Alternative zu der aus US 2001/0030064 Al bekannten Schirmhalterung.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand bevorzugter Ausführungs¬ formen unter Bezugname auf die Zeichnung beschrieben. In der Zeichnung zeigen:
Fig. 1 eine Schnittansicht einer ersten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Schirmhalterung,
Fig. 2 die erste Ausführungsform im verankerten Zustand,
Fig. 3 eine Seitenansicht eines Schirms mit der veranker¬ ten Schirmhalterung nach Fig. 2,
Fig. 4 eine teilweise Darstellung einer zweiten Ausfüh¬ rungsform der erfindungsgemäßen Schirmhalterung und
Fig. 5 eine teilweise Darstellung einer dritten Ausfüh¬ rungsform der erfindungsgemäßen Schirmhalterung.
Aus Fig. 1 ist eine Schnittansicht einer Ausführungsform der erfindungsgemäßen Schirmhalterung ersichtlich, die insgesamt mit dem Bezugzeichen 22 bezeichnet ist. In einem Rohr 1 ist ein Kolben 2 angeordnet, der in Längsrichtung 3 des Rohrs 1 verschiebbar ist. An dem Kolben 2 ist eine Stange 4 befestigt, welche sich durch eine offene Stirnseite 5 des Rohrs 1 hin¬ durch und aus diesem herauserstreckt. An dem der offenen Stirnseite 5 gegenüberliegenden Ende weist das Rohr 1 einen kegelförmigen Endbereich 6 auf, in dem eine freie Durchgangs¬ öffnung 7 vorgesehen ist. Dabei ist in der Spitze des Endbe¬ reich 6 eine Düse 8 angeordnet, durch welche hindurch sich die freie Durchgangsöffnung 7 erstreckt.
In dem Rohr 1 ist zwischen dem Kolben 2 und der freien Durch¬ gangsöffnung 7 Wasser 9 angeordnet, wobei das Rohr 1 mit sei¬ nem Endbereich 6 in Erde oder Sand 10 eingebracht ist. Das Rohr ist gemäß Fig. 1 lediglich vorbereitend verankert und sitzt noch nicht fest genug im Sand 10, um einen Schirm sicher tragen zu können.
Zur vollständigen Verankerung des Rohrs 1 in dem Sand 10 wird die Stange 4 in Richtung des Pfeils 11 gedrückt, so dass der Kolben 2 ebenfalls in Richtung des Pfeils 11 auf die freie Durchgangsöffnung 7 hin zu bewegt wird. Der Kolben 2 ist rings seines Umfangs mittels eines in einer Ringnut 23 sitzenden Dichtungsrings 12 gegenüber der Innenwandung 13 des Rohrs 1 abgedichtet, so dass das Wasser 9 durch die freie Durchgangs¬ öffnung 7 hindurch aus dem Rohr 1 heraus in den Sand 10 hin¬ eingedrückt wird. Dadurch wird der Sand 10 im Bereich der Durchgangsöffnung 7 beiseite gespült, so dass das Rohr 1 tie¬ fer in das Erdreich, d. h. in Richtung des Pfeils 11, ein¬ dringt. Der dafür erforderliche Kraftaufwand ist erheblich ge¬ ringer, als wenn das Rohr ohne Wasser in den Sand 10 bis zur Verankerungstiefe eingedrückt oder eingedreht werden müsste. Ferner ist das Trägermedium 10, hier Sand, locker genug, so dass das in den Sand 10 eingespülte Wasser auch entweichen kann und nicht das Rohr 1 wieder aus dem Sand heraiαsdrückt.
Aus Fig. 2 ist die Ausführungsform nach Fig. 1 nach dem Ein- spülen des Rohrs 1 in den Sand 10 im verankerten Zustand er¬ sichtlich, wobei in das Rohr 1 ein Schirmstock 14 eines Schirms 15 (siehe Fig. 3) eingesetzt ist, so dass sich der Schirmstock 14 durch die offene Stirnseite 5 hindurch aus dem Rohr 1 heraus erstreckt. Der Schirmstock 14 ist über eine Klemmvorrichtung 16 in dem Rohr 1 lösbar befestigt, wobei die Klemmvorrichtung 16 hier als eine in die Wandung 17 des Rohrs 1 eingeschraubte und diese durchdringende Schraube ausgebildet ist. Ferner ist der Schirmstock 14 ebenfalls als Rohr ausge¬ bildet, wobei die Stange 4 in den Innenraum 18 des Schirm¬ stocks 14 eingreift. Dafür ist die in dem Rohr 1 angeordnete Stirnseite 19 des Schirmstocks 14 offen ausgebildet, wobei der Kolben 2 zwischen der Stirnseite 19 und der Durchgangsöffnung 7 angeordnet ist.
Aus Fig. 3 ist eine Seitenansicht des Schirms 15 mit der ver¬ ankerten Schirmhalterung 22 nach Fig. 2 ersichtlich, wobei an dem Schirmstock 14 im Abstand zu dem Rohr 1 eine Bespannung 20
befestigt ist, die in bekannter Weise über eine an dem Schirm¬ stock 14 angeordnete Aufspannvorrichtung 21 aufgespannt ist. Dabei ist die Aufspannvorrichtung 21 lediglich schematisch dargestellt, wobei die von der Bespannung 20 verdeckten Ele¬ mente gestrichelt angedeutet sind.
Aus den Fig. 4 und 5 sind zwei weitere Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Schirmständers in teilweiser Darstellung er¬ sichtlich, wobei identische oder ähnliche Merkmale mit densel¬ ben Bezugszeichen wie bei der ersten Ausführungsform bezeich¬ net sind. Dabei wurden der Kolben, die Stange, die Dichtung, die Schraube, das Wasser und der Sand der Übersichtlichkeit halber weggelassen. Gemäß Fig. 4 ist die freie Durchgangsöff¬ nung 7 unmittelbar als Bohrung in der Spitze des Endbereichs 6 des Rohrs 1 ausgebildet, wobei auf die Düse 8 verzichtet wur¬ de.
Gemäß Fig. 5 ist das Rohr 1 auf der der Öffnung 5 gegenüber¬ liegenden Seite von einem Deckel 24 verschlossen, in dem die freie Durchgangsöffnung 7 ausgebildet ist, so dass der kegel¬ förmige Endbereich hier von dem Deckel 24 als separates Bau¬ teil gebildet ist. Der Deckel 24 greift dabei in das Rohr 1 ein und ist dort bevorzugt kraft- und/oder formschlüssig be¬ festigt. Insbesondere ist der Deckel 24 von dem Rohr 1 abnehm¬ bar, so dass dieser bzw. die Durchgangsöffnung 7 unabhängig von dem Rohr 1 gereinigt werden können, wenn z.B. Verunreini¬ gungen oder Sand die Durchgangsöffnung 7 verstopft haben. Al¬ ternativ kann der Deckel 24 aber auch an dem Rohr 1 festge¬ klebt sein. Ferner ist es möglich, analog zu Fig. 1, in den Deckel 24 eine Düse einzusetzen, durch welche hindurch sich die Durchgangsöffnung 7 erstreckt.
Bezugszeichenliste
1 Rohr
2 Kolben
3 Längsrichtung des Rohrs
4 Stange bzw. Betätigungsmittel
5 offene Stirnseite bzw. stirnseitige Öffnung
6 kegelförmiger Endbereich
7 freie Durchgangsöffnung
8 Düse
9 Wasser bzw. Flüssigkeit
10 körniges Trägermedium bzw. Sand
11 Pfeil
12 Dichtungsring
13 Innenwandung des Rohrs
14 Schirmstock
15 Schirm
16 Klemmvorrichtung bzw. BefestigungsVorrichtung
17 Wandung des Rohrs
18 Innenraum des Schirmstocks
19 offene Stirnseite des Schirmstocks
20 Bespannung
21 Aufspannvorrichtung
22 Schirmhalterung
23 Ringnut in Kolben
24 Deckel
