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Patent Searching and Data


Title:
PARTIALLY GAS-COOLED OXYGEN BLOWING LANCE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2011/085843
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a partially gas-cooled oxygen blowing lance (2), the oxygen blowing lance (2) having at least one oxygen line (6) which, at least along the longitudinal extent thereof, is surrounded by a cooling jacket (1), the cooling jacket (1) having at least one coolant duct for cooling water (7), which duct is connected to a feed line (8) and a drain line (9) for cooling water. According to the invention, the cooling jacket (1) additionally has at least one cooling gas duct (4) connected to a feed line for cooling gas (3).

Inventors:
FLEISCHANDERL, Alexander (Almeggstraße 12, Grünau, A-4645, AT)
HACKL, Andreas (Grünbergweg 14, Gmunden, A-4810, AT)
KERSCHBAUM, Helmut (Ahornstraße 36, Neuzeug, A-4523, AT)
LECHNER, Stefan (Gartenlehnerstr. 18, Leonding, A-4060, AT)
LEKIC-NINIC, Marinko (Prechtlerstr. 27, Linz, A-4030, AT)
TRAXINGER, Harald (Billrothstraße 1, Marchtrenk, A-4614, AT)
Application Number:
EP2010/067636
Publication Date:
July 21, 2011
Filing Date:
November 17, 2010
Export Citation:
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Assignee:
SIEMENS VAI METALS TECHNOLOGIES GMBH (Turmstraße 44, Linz, A-4031, AT)
FLEISCHANDERL, Alexander (Almeggstraße 12, Grünau, A-4645, AT)
HACKL, Andreas (Grünbergweg 14, Gmunden, A-4810, AT)
KERSCHBAUM, Helmut (Ahornstraße 36, Neuzeug, A-4523, AT)
LECHNER, Stefan (Gartenlehnerstr. 18, Leonding, A-4060, AT)
LEKIC-NINIC, Marinko (Prechtlerstr. 27, Linz, A-4030, AT)
TRAXINGER, Harald (Billrothstraße 1, Marchtrenk, A-4614, AT)
International Classes:
C21C5/46; F27B3/22; F27D3/16
Attorney, Agent or Firm:
MAIER, Daniel (Postfach 22 16 34, München, 80506, DE)
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Claims:
Patentansprüche:

1. Sauerstoffblaslanze (2) mit zumindest einer Sauerstoffleitung (6), welche

zumindest entlang ihrer Längserstreckung von einem Kühlmantel (1) umgeben ist, wobei der Kühlmantel (1) zumindest einen Kühlmittelkanal für Kühlwasser (7) aufweist, der mit einer Zuleitung (8) und einer Ableitung (9) für Kühlwasser verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Kühlmantel (1) zusätzlich zumindest einen mit einer Zuleitung für Kühlgas (3) verbundenen Kühlgaskanal (4) aufweist.

2. Sauerstoffblaslanze (2) nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass der Kühlmantel (1) in einem den Lanzenkopf umfassenden lanzenkopfseitigen Bereich der Sauerstoffblaslanze (2) von dem zumindest einen Kühlgaskanal (4) gebildet wird.

3. Sauerstoffblaslanze (2) nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, dadurch

gekennzeichnet, dass sich der den Lanzenkopf umfassende lanzenkopfseitige Bereich der Sauerstoffbiaslanze (2), in dem der Kühlmantel (1) von dem zumindest einen Kühlgaskanal (4) gebildet wird, vom lanzenkopfseitigen Ende der Sauerstoffblaslanze (2) aus über zumindest 0,25% bis zu 90% der

Längserstreckung der Sauerstoffblaslanze (2) erstreckt.

Description:
Teilweise gasgekühlte Sauerstoffblaslanze

Die vorliegende Erfindung betrifft eine teilweise gasgekühlte Sauerstoffblaslanze. Um den Verschleiß von Sauerstoffblaslanzen zur Stahlherstellung unter den bei ihrem Einsatz herrschenden Temperaturbedingungen gering zu halten, weisen

Sauerstoffblaslanzen meist einen Kühlmantel mit Wasserkühlung auf. Dabei wird

Kühlwasser in an der Außenseite der Sauerstoffblaslanze angeordnete Kühlwasserkanäle des Kühlmantels eingeleitet und nach dem Durchlaufen der Kühlwasserkanäle aus ihnen ausgeleitet, um Wärme von der Sauerstoffblaslanze abzuführen. Nachteilig ist dabei, dass das Gewicht der Sauerstoffblaslanze im Einsatz durch die Wasserkühlung beträchtlich erhöht wird, was entsprechend dimensionierte Tragevorrichtungen notwendig und die Sauerstofflanze insgesamt schwerfälliger macht. Auch treten auf einer wassergekühlten Lanze aufgrund der intensiven Kühlung der Außenhaut der Sauerstoffblaslanze zudem Verbärungen aus frierenden Schlackespritzern und Stahlspritzern auf, die die

Handhabung der Sauerstoffblaslanze durch die damit verbundene Änderung der

Abmessungen und des Gewichtes der Sauerstoffblaslanze erschweren. Zudem besteht die Gefahr von Leckagen des Kühlmantels und damit verbundenem gefährlichen

Kühlwassereintritt in die Stahlschmelze.

Es ist bekannt, die Wasserkühlung durch andere Kühlmedien zu ersetzen. DE10253463 stellt eine vollständig gasgekühlte Blaslanze vor. Eine vollständig gasgekühlte

Sauerstoffblaslanze ist hinsichtlich ihrer Fertigung aufwändig.

Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Sauerstoffblaslanze bereitzustellen, mit der eine Behandlung von Stahlschmelzen mit gegenüber vollständig wassergekühlten Sauerstoffbiaslanzen verminderter Gefahr von Leckagen von Kühlwasser vorgenommen werden kann.

Diese Aufgabe wird gelöst durch eine Sauerstoffblaslanze mit zumindest einer

Sauerstoffleitung, welche zumindest entlang ihrer Längserstreckung von einem

Kühlmantel umgeben ist, wobei der Kühlmantel zumindest einen Kühlmittelkanal für Kühlwasser aufweist, der mit einer Zuleitung und einer Ableitung für Kühlwasser verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Kühlmantel zusätzlich zumindest einen mit einer Zuleitung für Kühlgas verbundenen Kühlgaskana! aufweist. Die Längserstreckung ist dabei als die Erstreckung vom lanzenkopfseitigen Ende der Sauerstoffblaslanze bis zur Stelle der Einleitung von Sauerstoff in die Sauerstoffleitung der Sauerstoffblaslanze zu verstehen. Eine solche Sauerstoffblaslanze ist teilweise wasser- und teilweise gasgekühlt. Der Kühlmantel umgibt die Sauerstoffleitung zumindest entlang der Längserstreckung der Sauerstoffblaslanze, er kann sich aber auch über einen Teil des Querschnitts der Sauerstoffleitung erstrecken. Der Kühlmantel kann sich entlang der gesamten

Längserstreckung der Sauerstoffblaslanze erstrecken oder über nur einen Teil der Längserstreckung der Sauerstoffblaslanze. Der Kühlmantel ist jedoch in jedem Fall in einem den Lanzenkopf umfassenden lanzenkopfseitigen Bereich der Sauerstoffblaslanze vorhanden, da dieser Bereich besonders stark Hitze und Verschleiß ausgesetzt ist und daher unbedingt einer Kühlung bedarf. Die Kühlung wird sowohl von Kühlwasser als auch von Kühlgas bereitgestellt. Da Kühlgas einen Teil der Kühlung übernimmt, ist die von Kühlwasser bereitzustellende Kühlung geringer als in allein wassergekühlten Sauerstoffblaslanzen. Entsprechend kann die von Kühlwasser gekühlte Oberfläche der Sauerstoffblaslanze geringer sein, was die Gefahr von Leckagen von Kühlwasser vermindert. Eine Vergrößerung der von Kühlgas gekühlten Oberfläche der Sauerstoffblaslanze geht auf Kosten der von Kühlwasser gekühlten Oberfläche der Sauerstoffblasianze und trägt daher zur Erhöhung der Sicherheit im Betrieb bei.

Bevorzugterweise wird der Kühlmantel in einem den Lanzenkopf umfassenden lanzenkopfseitigen Bereich der Sauerstoffblasianze von dem zumindest einen

Kühlgaskanal gebildet. Da dieser Bereich besonders stark Hitze und Verschleiß ausgesetzt ist, ist die Wahrscheinlichkeit einer Leckage in diesem Bereich am größten. Die Verwendung des Kühlmediums Kühlgas statt Kühlwasser in diesem Bereich erhöht entsprechend die Sicherhett beim Betrieb der Sauerstoffblasianze.

Bevorzugterweise erstreckt sich der den Lanzenkopf umfassende lanzenkopfseitige Bereich der Sauerstoffblasianze, in dem der Kühlmantel von dem zumindest einen Kühlgaskanal gebildet wird, vom lanzenkopfseitigen Ende der Sauerstoffblasianze aus über zumindest 0,25% bis zu 90% der Längserstreckung der Sauerstoffblasianze. Je größer der Bereich ist, in dem der Kühlmantel von dem oder den Kühlgaskanälen gebildet wird, desto geringer ist die Gefahr von Leckagen von Kühlwasser, da die exponierte Oberfläche des Teils des Kühlmantels, der von dem oder den

Kühlmittelkanälen für Kühlwasser gebildet wird, entsprechend geringer ist.

Bevorzugt ist es, wenn ein Bereich größer 0,25% der Längserstreckung gasgekühlt ist, beispielsweise bis zu 0,5%, bis zu 1 %, bis zu 2%, bis zu 4%, bis zu 8%, bis zu 10%, bis zu 20%, bis zu 30%, bis zu 40%, bis zu 50%, bis zu 60%, bis zu 70%, bis zu 80% oder bis zu 90% der Längserstreckung. Je größer der gasgekühlte Bereich ist, desto leichter wird die erfindungsgemäße Sauerstoffblaslanze im Vergleich zu einer wassergekühlten

Sauerstoffblaslanze.

Bei den genannten Zahlenwerten für den Bereich sind die oberen Grenzwerte mit umfasst. Mit zunehmendem Anteil an der Längserstreckung der Sauerstoffblaslanze wandert das der Einleitung von Sauerstoff in die Sauerstoffleitung zugewandte Ende des gasgekühlten Abschnittes immer weiter in Richtung Einleitung von Sauerstoff in die Sauerstoffleitung der Sauerstoffblaslanze.

Bei einer Längserstreckung der Sauerstoffblaslanze von beispielsweise 25 m sind also beispielsweise zumindest die letzten 6,25 cm der Sauerstoffbiaslanze gasgekühlt, was 0,25% der Längserstreckung ausmacht. In dem Bereich der Sauerstoffblaslanze, in dem der Kühlmantel nicht von dem oder den Kühlgaskanälen gebildet wird, wird der Kühlmantel von dem oder den Kühlmittelkanälen für Kühlwasser gebildet.

Dadurch, dass nicht die gesamte Sauerstoffblaslanze durch Kühlgas gekühlt wird, wird die Fertigung der Sauerstoffblaslanze einfacher im Vergleich zu einer allein durch Kühlgas gekühlten Sauerstoffblaslanze.

Als Kühlgas wird beispielsweise Druckluft, Stickstoff oder Sauerstoff verwendet, aus Kostengründen bevorzugt Druckluft. Der zumindest eine mit einer Zuleitung für Kühlgas verbundene Kühlgaskanal kann lanzenkopfseitig offen oder geschlossen sein. Er kann auch eine Ableitung für Kühlgas aufweisen. Wenn er offen ist, kann das Kühlgas aus der Sauerstofflanze austreten. Wenn er geschlossen ist, kann das Kühlgas durch die Ableitung aus der Sauerstoffblaslanze abgeleitet werden. Anhand der folgenden schematischen beispielhaften Figuren zu Ausführungsformen der Erfindung wird diese erläutert.

Figur 1 zeigt eine Ausführungsform mit lanzenkopfseitig geschlossenem Kühlgaskanal einer erfindungsgemäßen Sauerstoffblaslanze mit einer Ableitung für Kühlgas in einem Längsschnitt,

Figur 2 zeigt eine Ausführungsform mit lanzenkopfseitig offenem Kühigaskanal einer erfindungsgemäßen Sauerstoffblaslanze in einem Längsschnitt. In Figur 1 weist der Kühlmantel 1 im lanzenkopfseitige Bereich der Sauerstoffblaslanze 2 einen mit einer Zuleitung für Kühlgas 3 verbundenen Kühlgaskanal 4 auf. Der

Kühlgaskanal 4 ist lanzenkopfseitig geschlossen und weist eine Ableitung für Kühlgas 5 auf. Das Kühlgas ist durch gerade Pfeile dargestellt. Der Kühlmantel 1 umgibt die Sauerstoffleitung 6 entlang ihrer Längserstreckung. Der in der Sauerstoffleitung 6 geleitete Sauerstoff ist durch gezackte Pfeile dargestellt. Der Kühlmantel 1 weist einen Kühlmittelkanai für Kühlwasser 7 auf, der mit einer Zuleitung 8 und einer Ableitung 9 für Kühlwasser verbunden ist. Das Kühlwasser ist durch Pfeile mit doppelt strichliertem Schaft dargestellt. Die Darstellung des Kühlmantels ist schematisch und vereinfacht, selbstverständlich wird beispielsweise das Kühlwasser nicht in hydraulischem

Kurzschluss geführt.

In Figur 2 werden für entsprechende Teile die gleichen Bezugszeichen wie in Figur 1 verwendet. In Figur 2 ist der Kühlgaskanal 4 lanzenkopfseitig offen. Das Kühlgas tritt lanzenkopfseitig aus dem Kühigaskanal 4 aus.

Bezugszeichenliste

1 Kühlmantel

2 Sauerstoffblaslanze

3 Zuleitung für Kühlgas

4 Kühlgaskanal

5 Ableitung für Kühlgas

6 Sauerstoffleitung

7 Kühlmittelkanal für Kühlwasser

8 Zuleitung für Kühlwasser 9 Ableitung für Kühlwasser