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Patent Searching and Data


Title:
PASSENGER CAGE FOR ELEVATORS
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2007/131633
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a passenger cage, in particular a passenger cage for people, for navigating towers, cranes, wind energy plants, pillars of wind energy plants, and the like, with a floor (4) to which several side walls (11) are firmly fastened and with a lateral opening (12) that can be closed by a door (20) between two opposite side walls (11), wherein the door (20) has two wings (21) movable parallel to one another. According to the invention, to enable secure locking of the door and convenient entry, one of the door wings (21) is movably supported by several longitudinal extensions and is guided by first guide means in guides (15) parallel to the side opening (12) and by second guide means in guides (16) parallel to one of the side walls (11).

Inventors:
JEBING, Andreas (Leo-Fahlenbock-Str. 13, Kürten, 51515, DE)
Application Number:
EP2007/003854
Publication Date:
November 22, 2007
Filing Date:
May 02, 2007
Export Citation:
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Assignee:
GREIFZUG HEBEZEUGBAU GMBH (Scheidtbachstrasse 19-21, Bergisch Gladbach, 51469, DE)
JEBING, Andreas (Leo-Fahlenbock-Str. 13, Kürten, 51515, DE)
International Classes:
B66B13/30; B66B13/30
Attorney, Agent or Firm:
ALTHAUS, Arndt et al. (Buschhoff, Hennicke Althau, Postfach 19 04 08 Köln, 50501, DE)
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Claims:

S c h u t z a n s p r ü c h e :

1. Fahrkorb für Hebeeinrichtungen, insbesondere Personenfahrkorb zum Befahren von Türmen, Kränen, Windkraftanlagen, Stützen von Windkraftanlagen od.dgl., mit einem Boden (4), mit mehreren mit dem Boden (4) fest verbundenen Seitenwänden (11) und mit einer mittels einer Tür (20) verschließbaren Seitenöffnung (12) zwischen zwei einander gegenüberliegenden Seitenwänden (11), wobei die Tür (20) einen ersten Türflügel (21) und einen zweiten Türflügel (22) aufweist, die parallel zueinander verschiebbar sind, dadurch gekennzeichnet, daß der erste Türflügel (21) den zweiten Türflügel (22) mittels mehrerer Längsauszüge (40, 41, 43) verschiebbar abstützt und daß der erste Türflügel (21) beweglich mittels ersten Führungsmitteln (27) in ersten Führungselementen (14, 15) parallel zur Seitenöffnung (12) und mittels zweiten Führungsmitteln (28) in zweiten Führungselementen (16) parallel zu einer der an die Seitenöffnung (12) angrenzenden Seitenwände (11) geführt ist.

2. Fahrkorb nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die ersten und zweiten Führungsmittel (27, 28) relativ zu den zugehörigen Führungselementen (14, 15, 16) eine Verschwenkung des ersten Türflügels (21) zulassen.

3. Fahrkorb nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Tür (20) in der Offenstellung mit beiden Türflügeln (21, 22) parallel zu einer der Seitenwände (11) positioniert ist.

4. Fahrkorb nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der zweite Türflügel (31) in den ersten Türflügel (21) versenkt einschiebbar ist.

5. Fahrkorb nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die ersten Führungsmittel (27) einen Führungszapfen (27B) an der Unterseite des ersten Türflügels (21) umfassen, der in eine im Boden (4) ausbildete Führungsbahn (14) eingreift .

6. Fahrkorb nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die ersten Führungsmittel (27) eine Führungsrolle

(27A) an der Oberseite des ersten Türflügels (21) umfassen, die in einer die Seitenöffnung (12) übergreifenden Führungsschiene (15) geführt ist.

7. Fahrkorb nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die zweiten Führungsmittel (28) eine Führungsrolle

(28A) an der Oberseite des ersten Türflügels (21) umfassen, die in einer parallel zur Seitenwand (11) angeordneten Führungsschiene (16) geführt ist.

8. Fahrkorb nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungsrollen (27A, 28A) schwenkbar am ersten Türflügel (21) befestigt sind.

9. Fahrkorb nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungsschienen (15, 16) für die Rollen (27A, 28A) aus Profilschienen, insbesondere C-Profilschienen bestehen.

10. Fahrkorb nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens zwei der Längsauszüge (40, 41; 43) orthogonal zueinander die Kräfte zwischen dem ersten und zweiten Türflügel (21, 31) aufnehmen.

11. Fahrkorb nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß drei Längsauszüge (40, 41, 43) vorgesehen sind, wobei zwei Längsauszüge (40, 41) den zweiten Türflügel (31) in Horizontalrichtung und ein Längsauszug (43) den zweiten Türflügel (31) in Vertikalrichtung am ersten Türflügel (21) abstützen.

12. Fahrkorb nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Längsauszüge (40, 41) für die Kräfte in Horizontalrichtung zwischen den Oberseiten und Unterseiten der Türflügel (21, 22) angeordnet sind und der Längsauszug (43) für die Kräfte in Verti-

kalrichtung zwischen den Türblättern (25, 34) der Türflügel (21, 31) angeordnet sind.

13. Fahrkorb nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Seitenwände (11) und/oder die Türflügel (21, 31) aus versteiften Gitterelementen bestehen.

14. Fahrkorb nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß unterhalb des Bodens (4) eine Seilwinde (8) und/oder eine Fangeinrichtung (8A) montiert ist, wobei an der Rückseite des Fahrkorbs (1) Seilführungen montiert sind.

15. Fahrkorb nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß der ' zweite Türflügel (31) ein Schließelement (45) aufweist, das in einer an der gegenüberliegenden Seitenwand (11) befestigten Schließeinrichtung (46) lösbar einrastbar ist.

Description:

Fahrkorb für Hebeeinrichtungen

Die Er.fir.dung betrifft einen Fahrkorb für Hebeeinrichtungen, insbesondere einen Personenfahrkorb zum Befahren von Türmen, Kränen, Masten, Windkraftanlagen od.dgl., mit einem Boden, mit mehreren mit dem Boden fest verbundenen Seitenwänden und mit einer mittels einer Tür verschließbaren Seitenöffnung zwischen zwei einander gegenüberliegenden Seitenwänden, wobei die Tür einen ersten und einen zweiten Türflügel aufweist, die parallel zueinander verschiebbar sind.

Um bei Hochhäusern, Kränen, hohen Türmen und anderen Einrichtungen Material und Personen vertikal über große Höhen zu befördern, kommen vielfach sogenannte Fahrkörbe oder Personenfahrkörbe zum Einsatz, die mittels geeigneter Seilwinden als Hebeeinrichtungen vertikal verfahren werden können. Im Gegensatz zu Aufzügen, die meist fest in Gebäuden in Aufzugschächten montiert sind und die relativ geräumig für den gleichzeitigen Transport mehrerer Personen ausgelegt sind, besteht bei Fahrkörben und Personenfahrkörben ein erhebliches Platzproblem, so daß diese meist nur ein bis zwei Personen befördern können. Gleichzeitig muß, da die Personenfahrkörbe auch in großen Höhen zum Einsatz kommen können, für die Zulassung für den Personentransport gewährleistet werden, daß die Eingangsöffnung sicher mit einer geeigneten Tür bzw. Türeinrichtung verschlossen werden kann. Wird ein Fahrkorb in einem geschlossenen Schacht verfahren, kann die Tür relativ einfach aufgebaut sein. Bei frei verfahrenden Fahrkörben hingegen muß die Tür ausgelegt sein, ggf. auch den Kräften einer sich gegen die Tür lehnenden Person standhalten zu können.

Die Anmelderin vertreibt seit geraumer Zeit einen Fahrkorb mit einer Tür mit mehreren Türflügeln, von denen einer fest montiert ist und somit die maximal zur Verfügung stehende Seitenöffnung hälftig oder zu einem Drittel abdeckt, wobei dann nur die weiteren Türflügel zum Schließen der Tür ausgezogen und an der dem feststehenden Türflügel

gegenüberliegenden Seitenwand verriegelt werden. Nachteilig ist hierbei, daß dieser Fahrkorb relativ breit gebaut werden muß, um den zu transportierenden Personen einen bequemen Zugang zum Fahrkorb zu erlauben .

Aufgabe der Erfindung ist es, einen Fahrkorb, insbesondere einen Personenfahrkorb zu schaffen, der die vorgenannten Nachteile nicht aufweist und der einen bequemen Einstieg bzw. bequeme Beladung bei gleichzeitig sicherer Abriegelung der Seitenöffnung mit der Tür ermöglicht .

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der erste Türflügel den zweiten Türflügel mittels mehrerer Längsauszüge verschiebbar abstützt und daß der erste Türflügel beweglich mittels ersten Führungsmitteln in ersten Führungselementen parallel zur Seitenöffnung und mittels zweiten Führungsmitteln in zweiten Führungselementen parallel zu einer der an die Seitenöffnung angrenzenden Seitenwände geführt ist. Bei dem erfindungsgemäßen Fahrkorb wird mithin nicht nur der zweite Türflügel relativ zum ersten Türflügel bewegt, um die Seitenöffnung und damit die Zugangsöffnung zum Fahrkorb zu vergrößern, sondern es wird gleichzeitig auch der erste Türflügel zusammen mit dem zweiten Türflügel zum Vergrößern der Zugangsöffnung bewegt .

Bei der insbesondere bevorzugten Ausgestaltung lassen die ersten und zweiten Führungsmittel eine Verschwenkung des ersten Türflügels relativ zu den zugehörigen Führungselementen zu. Durch das kombinierte parallele Ineinanderschieben der Führungselemente einerseits und vorzugsweise anschließende Verschwenken des zusammengeschobenen Paketes aus erstem und zweitem Türflügel kann eine Endposition in der Offenstellung der Tür erreicht werden, bei der die Tür mit beiden Türflügeln parallel bzw. im wesentlichen parallel zu einer der Seitenwände positioniert ist. Da vor dem Verschwenken zuerst die beiden Türflügel ineinandergeschoben werden, kann hierbei die Verschwenkbe- wegung über einen relativ kleinen Schwenkradius bewitkt werden, so daß selbst bei kleinen Fahrkörben eine Person bequem im Fahrkorb stehen kann, während die Tür durch das kombinierte Ineinanderschie-

ben und Verschwenken geöffnet bzw. geschlossen wird. Eine besonders platzsparende und zugleich stabile Ausgestaltung ist erreichbar, wenn der zweite Türflügel in den ersten Türflügel versenkt einschiebbar ist.

Gemäß einer vorteilhaften erfindungsgemäßen Ausgestaltung können die ersten Führungsmittel einen Führungszapfen an der Unterseite des ersten Türflügels umfassen, der in eine im Boden ausgebildete Führungsbahn eingreift. Entsprechende Führungszapfen könnten natürlich auch an der Oberseite des ersten Türflügels ausgebildet sein. Bevorzugt ist allerdings, wenn die ersten Führungsmittel außerdem eine Führungsrolle an der Oberseite des ersten Türflügels umfassen, die in einer die Seitenöffnung übergreifenden Führungsschiene geführt ist. Weiter vorzugsweise können auch die zweiten Führungsmittel eine Führungsrolle an der Oberseite des ersten Türflügels umfassen, die in einer parallel zur Seitenwand angeordneten Führungsschiene geführt ist . Durch das Vorsehen von Führungsrollen an der Oberseite des ersten Türflügels kann ein Teilgewicht der gesamten Tür an entsprechenden Führungsschienen abgestützt werden, so daß insbesondere die Führungselemente für den ersten Türflügel im Boden weitestgehend von den Gewichtskräften entlastet sind und vorrangig der Stabilisierung der Tür in der Schließstellung und während der öffnungs- und Schließbewegung dienen können. Auch die zweiten Führungsmittel an der Unterseite des ersten Türflügels können daher aus einem Führungszapfen bestehen, der in eine entsprechend parallel zur Seitenwand ausgerichtete bzw. verlaufende Nut oder Nutschiene im Boden des Fahrkorbs eingreift. Für eine günstige Abstützung und Bewegungsführung ist vorteilhaft, wenn die ersten Führungsmittel nahe oder unmittelbar an der vorderen Stirnseite des ersten Türflügels und die zweiten Führungsmittel beabstandet von den ersten Führungsmitteln nahe oder unmittelbar an der hinteren Stirnseite des ersten Türflügels angeordnet sind, um in der Schließstellung eine Position der Tür zu erreichen, die orthogonal relativ zu den benachbarten Seitenwänden ist. Da die fahrkorbseitigen Führungselemente für die zweiten Führungsmittel senkrecht zu den Führungselementen für die ersten Führungsmittel verlaufen, ist besonders vorteilhaft, wenn die Führungsrollen schwenkbar am ersten Türflügel befestigt sind, um mit

den Führungsrollen das Schwenken des Türflügels während der öff- nungs- bzw. Schließbewegung bei gleichzeitiger Führung und Abstützung der Tür zu unterstützen. Bei der Verwendung von Rollen als Führungsmittel ist besonders vorteilhaft, wenn die Führungselemente aus Profilschienen, insbesondere aus C-Profilschienen bestehen, in denen die Rollen geführt sind, wobei dann die Rollen insbesondere aus Doppelrollen bestehen können.

Um die beiden Türflügel mit hoher Stabilität gegeneinander verschiebbar zu gestalten, ist weiter vorteilhaft, wenn wenigstens zwei der Längsauszüge orthogonal zueinander die Kräfte zwischen dem ersten und zweiten Türflügel aufnehmen. Es können hierzu insgesamt wenigstens oder genau drei Längsauszüge vorgesehen sein, wobei zwei Längsauszüge den zweiten Türflügel hinsichtlich der Kräfte in Horizontalrichtung und ein Längsauszug den zweiten Türflügel hinsichtlich der Kräfte in Vertikalrichtung am ersten Türflügel abstützen. Zweckmäßigerweise werden die Längsauszüge für die Kräfte in Horizontalrichtung zwischen den Oberseiten und Unterseiten des ersten und zweiten Türflügels angeordnet und der Längsauszug für die Kräfte in Vertikalrichtung ist zwischen den Türblättern der Türflügel angeordnet .

Um das Gesamtgewicht eines Fahrkorbs nicht unnötig zu erhöhen, bestehen zweckmäßigerweise die Seitenwände und/oder die Türflügel aus versteiften Gitterelementen oder Gitterkonstruktionen. Weiter vorteilhaft ist, wenn unterhalb des Boden des Fahrkorbs eine Seilwinde und/oder eine Fangeinrichtung montiert sind, wobei vorzugsweise an der Rückseite des Korbs Seilführungen angebracht sind, um die Zug- und Fangseile, mit denen der Fahrkorb über die Höhe verfahrbar ist, sicher außerhalb der Fahrgastzelle des Personenfahrkorbs zu führen. Um in der Schließstellung eine sichere Verriegelung der Tür zu erreichen, kann der zweite Türflügel ein Schließelement aufweisen, daß in eine an der gegenüberliegenden Seitenwand befestigten Schließeinrichtung lösbar einrastbar ist.

Weitere Vorteile und Ausgestaltungen eines erfindungsgemäßen Fahrkorbs ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung eines in der

Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen Fahrkorbs. In der Zeichnung zeigen:

Fig. 1 perspektivisch einen erfindungsgemäßen Personenfahr- korb mit teilweise geöffneter Tür,-

Fig. 2 eine Detailansicht der Tür in Ansicht auf die Vorderseite der Tür, teilweise aufgebrochen; und

Fig. 3 eine Draufsicht auf die Tür aus Fig. 2 mit unterschiedlichen Stellungen der beiden Türflügel zueinander.

In Fig. 1 ist mit Bezugszeichen 1 ein stark schematisch vereinfacht dargestellter erfindungsgemäßer Personenfahrkorb bezeichnet . Der Personenfahrkorb umfaßt einen biegesteifen, selbsttragenden Rahmen, der im wesentlichen mittels vier Vertikalstreben 2 in den vier Ek- ken, zahlreichen Zwischenstreben 3, einem Boden 4, einem Unterboden 5 sowie einer oberen Abdeckung 6 gebildet ist. Zwischen den Vertikalstreben 2 können zahlreiche weitere Streben zum Verstärken der Rahmenkonstruktion verlaufen. An einige dieser Streben können Laufrollen 7 drehbar gelagert sein, um den Fahrkorb 1 auf vereinfachte Weise mit einem Fahrzeug transportieren zu können oder ggf. auch horizontal mittels Seilen verfahren zu können. Zwischen dem Boden 4 und dem Unterboden 5 ist ein Antriebskasten gebildet, in welchem eine Seilwinde 8 nebst Fangeinrichtung 8A montiert sind, um den Personenfahrkorb 1 mittels Zugseilen 9, 9A vertikal verfahren zu können.

Jeweils zwischen zwei Vertikalstreben 2 sind an drei rechtwinklig zueinander stehenden Seiten des Fahrkorbs 1 Seitenwände 11 montiert, die ggf. aus mehreren Elementen, insbesondere Gitterelementen od.dgl. bestehen, wobei die beiden dargestellten, einander gegenüberliegenden Seitenwände 11 zusammen mit den zugehörigen Vertikal - streben 2 eine Seitenöffnung 12 begrenzen, durch die Personen eine Fahrgastzelle 13 im Fahrkorb betreten können bzw. Material oder Werkzeuge in diese einladen können, um die Personen oder das Material über große Höhen zu verfahren.

Der Fahrkorb 1 ist insbesondere ausgelegt, Personen in Turm-, Mastoder Säulenkonstruktionen von Windkraftanlagen zu verfahren, in denen mittels Arbeitsplattformen mehrere Geschosse im Innern der Säule gebildet sind, die mit Aussparungen versehen sind, durch die der Fahrkorb 1 hindurchgezogen werden kann, um Personen bis zu einem Rotor, der am oberen Ende der Säule montiert ist und die Rotorblätter der Windkraftanlage trägt, zu befördern. Da in diesen Türmen kein Schacht für den Fahrkorb 1 vorgesehen werden kann, ist die Seitenöffnung 12 mittels einer Tür 20 verschließbar und absperrbar, deren Aufbau nun unter zusätzliche Bezugnahme auf die Fig. 2 und 3 erläutert wird.

Die Tür 20 für einen erfindungsgemäßen Fahrkorb 1 umfaßt einen ersten, äußeren, in sich stabilen Türflügel 21 mit oberen und unteren Türkantenprofilen 22, 23, einer rückwärtigen, vertikal aufragenden Türkantenstrebe 24 sowie einem zwischen diesen aufragenden und vorzugsweise aus einem einzigen oder mehreren Gitterblechen bestehenden Türflügel 25, an welchem u.a. auch ein Handgriff 26 angeordnet ist, über den die Person die öffnungs- und Schließbewegung der Tür 20 bewirken kann. In dem hohlen Innenraum des ersten Türflügels 21 ist, parallel zum ersten Türflügel 21 verschiebbar, ein zweiter, wiederum in sich stabiler Türflügel 31 mit oberen und unteren Türkantenprofilen 32, 33 sowie hier vorderen und hinteren Türblättern 34, 35 angeordnet. Der zweite Türflügel 31 ist versenkt in den Hohlraum bzw. Innenraum des ersten Türflügels 21 einschiebbar, wobei für die Längsverschiebung der Türflügel zueinander zwischen den oberen Profilkanten 22, 32 ein erster, ausschiebbarer Längsauszug 40 und zwischen den unteren Türprofilkanten 23, 33 ein zweiter Längsauszug 41 angeordnet ist, mit welchem sich die beiden Türflügel 21, 31 parallel zueinander führen und solche Kräfte abgestützt werden können, die in Horizontalrichtung zwischen den beiden Türflügeln 21, 31 wirken. Zusätzlich ist zwischen dem Türblatt 25 des ersten Türflügels 21 und dem Türblatt 34 des zweiten Türflügels 31 ein dritter Längsauszug 43 angeordnet, der wiederum zueinander verschiebbare Schienen od.dgl. aufweist, die allerdings orthogonal zu denjenigen des ersten und zweiten Längsauszugs 40, 41 angeordnet sind. Mit dem Längsauszug

43 können Kräfte zwischen den Türflügeln 21, 31 abgestützt werden, die insbesondere dann in Vertikalrichtung wirken, wenn der zweite Türflügel 31 vollständig aus dem Innenraum des ersten Türflügels 31 ausgezogen ist, wie dies strichpunktiert in Fig. 3 dargestellt ist. Die Längsauszüge 40, 41 für die Abstützung der Kräfte in Horizontalrichtung sowie der Längsauszug 43 für die Abstützung der Kräfte in Vertikalrichtung können zahlreiche unterschiedliche Ausgestaltungen aufweisen, wobei insbesondere der Längsauszug 43 auch in unterschiedlichen Höhen und auch außermittig zwischen den Türblättern 25, 34 angeordnet sein könnte.

Gemäß der Erfindung sind am ersten Türflügel 21 mehrere Führungsmittel angeordnet, mit denen der erste Türflügel 21 im wesentlichen unabhängig vom Ausschubzustand oder Einschubzustand des zweiten Türflügels 31 derart relativ zur Seitenöffnung 12 des Fahrkorbs 1 verschoben werden kann, daß in der öffnungsstellung der Tür 20 diese parallel zu einer der beiden Seitenwände 11 steht. In dieser öffnungsstellung (nicht gezeigt) ist dann die Eingangsöffnung 12 nahezu vollständig frei, ohne daß irgendwelche Teile oder Elemente der Tür 20 seitlich über die Außenabmessungen des Fahrkorbs 1 hinausragen oder die lichte Breite der Türöffnung 12 nennenswert vermindern.

Im dargestellten Ausführungsbeispiel sind dem ersten Türflügel 21 voneinander beabstandet vordere, erste Führungsmittel 27 sowie hintere, zweite Führungsmittel 28 zugeordnet. Die Führungsmittel 27, 28 sind vorzugsweise paarweise vorgesehen, wobei jeweils ein erstes Führungsmittel dem oberen Türkantenprofil 22 und ein zweites Führungsmittel 27 dem unteren Türkantenprofil 23 des ersten Türflügels zugeordnet ist. Im gezeigten Ausführungsbeispiel sind drei der vorzugsweise insgesamt vier Führungsmittel 27, 28 dargestellt. Das vordere, dem oberen Türkantenprofil 22 bzw. der Oberseite des ersten Türflügels 21 zugeordnete erste Führungsmittel 27 besteht vorzugsweise aus einer Rolle bzw. Doppelrolle 27A, die nahe der offenen und ein Ausschieben des zweiten Türflügels 31 ermöglichenden Vorderseite des ersten Türflügels 21 angeordnet ist. Das vordere, dem unteren Türkantenprofil zugeordnete erste Führungsmittel wird vorzugsweise von einem Führungszapfen 27B gebildet, der unterhalb des unteren

Türkantenprofils 23 bzw. unterhalb der Unterseite des ersten Türflügels 21 befestigt ist. Nahe bzw. vorzugsweise fluchtend mit der Rückkante 24 des ersten Türflügels 21 ist am oberen Türkantenprofil 22 ferner eine zweite Rolle bzw. Doppelrolle 28A als zweites Führungsmittel 28 schwenkbar gelagert, während auf gleicher Achse hierzu am unteren Türkantenprofil 23 vorzugsweise ein zweiter, nicht dargestellter Führungszapfen angeordnet ist. Der vordere Führungszapfen 27A des ersten Türflügels 21 ist in einer Nutführung 14 geführt, die im Boden 4 des Fahrkorbs 1 parallel zur Seitenöffnung 12 ausgebildet bzw. in diesen eingelassen ist. Der hintere Führungszapfen führt sich entsprechend in einer zweiten Nutführung im Boden 4, die parallel zu der in Fig. 1 dem Betrachter zugewandten Seitenwand 11 im Boden 4 ausgebildet ist. Die vordere, obere Führungsrolle 27A des ersten Türflügels 21 taucht von unten eine Führungsschiene 15 mit vorzugsweise C-Profil ein, die die Seitenöffnung 12 quer zwischen den beiden einander gegenüberliegenden Seitenwänden 11 übergreift und die hintere Führungsrolle 28A führt sich in identischer Weise in einer Führungsschiene 16 mit C-Profil, die auf gleicher Höhe wie die Führungsschiene 15 angeordnet ist und sich zwischen den beiden Vertikalstreben 2 parallel zur Seitenwand 11, allerdings weiter innenliegend als diese erstreckt. Der erste Türflügel 21 ist mithin mit vorderen Führungsmitteln 27 in Führungen 14, 15 parallel zur Seitenöffnung 12 und mit hinteren Führungsmitteln 28 parallel zur Seitenwand 11 geführt. Die beiden Führungsrollen 27A, 28A an der Oberseite des Türflügels 21 sind verschwenkbar gelagert, damit der Türflügel 21 während der öffnung- bzw. Schließbewegung jede Zwischenstellung zwischen einer ersten Stellung annähernd parallel zur Eingangsöffnung 12 und einer zweiten Stellung annähernd parallel zur Seitenwand 11 einnehmen kann.

-Da der an seinen beiden Enden oben und unten geführte erste Türflügel 21 relativ kurz baut, wird ein vergleichsweise enger Umschwenkwinkel für den Türflügel 21 und damit für die gesamte Tür 20 erreicht, da während der Verschwenkbewegung der zweite Türflügel 31 vorzugsweise in den ersten Türflügel 21 eingeschoben ist. Ein öffnen und Schließen des Türflügels 20 von einer Schließstellung, in der die vordere Seitenöffnung 12 vollständig geschlossen ist, in eine

öffnungsstellung, in der die vordere Seitenöffnung 12 fast vollständig zwischen beiden Vertikalstreben 2 geöffnet ist, kann daher problemlos auch von einer in der Fahrgastzelle 13 des Fahrkorbs 1 stehenden Person vorgenommen werden. Gleichzeitig ist der erste Türflügel 21 aufgrund der sowohl an seiner Oberseite als auch an seiner Unterseite ausgebildeten Führungsmittel 27, 28, die in entsprechende Führungselemente 14 bzw. 15, 16 parallel zur Seitenöffnung bzw. parallel zur Seitenwand 11 eingreifen, stabil am Rahmen geführt, so daß er sämtliche Druckkräfte, die von einer sich ggf. gegen den ersten Türflügel 21 lehnenden Person ausgeübt werden könnten, sicher aufnehmen kann. Die insgesamt drei Längsauszüge 40, 41, 43 sorgen zugleich dafür, daß der zweite Türflügel 31 ebenfalls sicher am ersten Türflügel 21 und damit insgesamt am Rahmen abgestützt ist

Um die Tür 20 in der Schließstellung verriegeln zu können, wird mit dem zweiten Türflügel 31 ein geeignetes Schließelement 45 mitbewegt, welches in der Schließstellung der Tür 20 in eine Schließeinrichtung 46, die an der gegenüberliegenden Seitenwand 11 montiert ist, einrastet und damit eine zusätzliche Abstützung des zweiten Türflügels 31 relativ zur Seitenöffnung 12 ermöglicht. Das Schließelement ist vorzugsweise fest am zweiten Türflügel 31 montiert.

Für den Fachmann ergeben sich aus der vorhergehenden Beschreibung zahlreiche Modifikationen, die in den Schutzbereich der anhängenden Ansprüche fallen sollen. Es versteht sich, daß anstelle von zwei Türflügeln auch mehrere Türflügel vorgesehen sein könnten, auch wenn zwei Türflügel die bevorzugte Ausgestaltung bilden. Die Führungsmittel und Führungselemente könnten auch aus anderen Konstruktionselementen bestehen. Auch hinsichtlich der Längsauszüge und der Anzahl der Längsauszüge sind zahlreiche Variationen möglich und es könnten beispielweise auch ein oder zwei weitere Längsauszüge für die Abstützung der Vertikalkräfte vorgesehen sein. Schließlich kann auch der Rahmenaufbau des Fahrkorbs zahlreiche unterschiedliche Ausgestaltungen erhalten. Auch dann ließe sich eine Tür mit dem beschriebenen Aufbau montieren, um in der öffnungsstellung annähernd die gesamte Seitenöffnung freizugeben. Ferner könnten die Führungselemente für den Türflügel derart zu den Seitenwänden bzw. der Vorderseite

des Fahrkorbs angeordnet sein, daß die Schließ- und/oder öffnungsstellung nicht exakt parallel, sondern nur annähernd parallel zur Seitenwand bzw. Seitenöffnung liegt.