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Title:
PASSIVE PROTECTION DEVICE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2006/012831
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a passive protection device in addition to a lane (2) of a motor vehicle road. The protection device comprises posts (4) which are fixed to the ground (3), a crash barrier bar (6) which comprises crash barriers (5) which can be detached from each other and which are fixed by screws to the posts (4) and a baffle plate bar (8) which is suspended below the crash barrier bar (6) by means of clips (7) from the baffle plates (9) which extend in an essentially vertical manner. The baffle plates (9) are connected to each other in a detachable manner. The clips (7) are fixed by screws to the baffle plates (9) in the longitudinal sections (17) between the connections (11) of the baffle plates (9) and are secured to the crash barriers (5) in the longitudinal sections (20) between the connections (10) of the crash barriers (5) by means of predetermined breaking points (19). The resistance of the predetermined breaking points (19) counter to destruction is measured less than the resistance of the connections (13) between the crash barriers (5) and the posts (4) counter to breaking.

Inventors:
Lass, Horst (Wilhelm-Leithe-Weg 24, Bochum, 44867, DE)
Heimann, Werner (Ruhbachstrasse 10a, Spiesen-Elversberg, 66583, DE)
Klein, Walter (Knappenstrasse 95, Katzwinkel, 57581, DE)
Application Number:
PCT/DE2005/001223
Publication Date:
February 09, 2006
Filing Date:
July 12, 2005
Export Citation:
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Assignee:
HEINTZMANN SICHERHEITSSYSTEME GMBH & CO. KG (Bessemerstrasse 80, Bochum, 44793, DE)
Lass, Horst (Wilhelm-Leithe-Weg 24, Bochum, 44867, DE)
Heimann, Werner (Ruhbachstrasse 10a, Spiesen-Elversberg, 66583, DE)
Klein, Walter (Knappenstrasse 95, Katzwinkel, 57581, DE)
International Classes:
E01F15/04; E01F15/02; (IPC1-7): E01F15/04
Attorney, Agent or Firm:
Bockermann, Ksoll Gripenstroh (Bergstrasse 159, Bochum, 44791, DE)
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Claims:
Patentansprüche
1. Passive Schutzeinrichtung neben einer Fahrbahn (2) einer Kraftfahrzeug¬ straße, die am Boden (3) festgelegte Pfosten (4), einen an den Pfosten (4) schraubbefestigten, aus miteinander lösbar verbundenen Leitplanken (5) bestehenden Leitplankenstrang (6) und einen unterhalb des Leitplanken¬ strangs (6) über Laschen (7) aufgehängten Leitblechstrang (8) aus sich im Wesentlichen vertikal erstreckenden Leitblechen (9) aufweist, die unter¬ einander lösbar verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Laschen (7) einerseits in den Längenabschnitten (17) zwischen den Verbindungen (11) der Leitbleche (9) an den Leitblechen (9) schraub¬ befestigt und andererseits in den Längenabschnitten (20) zwischen den Verbindungen (10) der Leitplanken (5) über Sollbruchstellen (19) an den Leitplanken (5) festgelegt sind, wobei der Widerstand der Sollbruchstellen (19) gegen Zerstörung kleiner als der Widerstand der Verbindungen (13) zwischen den Leitplanken (5) und den Pfosten (4) gegen Bruch bemessen ist.
2. Schutzeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Laschen (7) aus Stahlblech gebildet sind.
3. Schutzeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich¬ net, dass die Laschen (7) aus Kunststoff gebildet sind.
4. Schutzeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Sollbruchstellen (19) durch Schraub¬ verbindungen gebildet sind.
Description:
Passive Schutzeinrichtung

Die Erfindung betrifft eine passive Schutzeinrichtung neben der Fahrbahn einer Kraftfahrzeugstraße gemäß den Merkmalen im Oberbegriff des Anspruchs 1.

Eine derartige Schutzeinrichtung zählt durch die FR 2 556 755 A1 zum Stand der Technik. Sie weist am Boden festgelegte Pfosten, einen an den Pfosten schraubbefestigten, aus miteinander lösbar verbundenen Leitplanken bestehenden Leitplankenstrang und einen unterhalb des Leitplankenstrangs über Laschen aufgehängten Leitblechstrang aus sich im wesentlichen vertikal erstreckenden Leitblechen auf, die untereinander lösbar verbunden sind. Die Laschen sind über Schrauben einerseits mit den Leitblechen und andererseits mit den Unterseiten von Konsolen verbunden, welche den Leitplankenstrang zu den Pfosten distanzieren.

Eine solche Schutzeinrichtung stellt einen brauchbaren Schutz für Zweirad¬ fahrer, insbesondere Motorradfahrer, dar, wenn diese zu Fall gekommen sind und gegen den Leitblechstrang prallen. Die bekannte passive Schutzeinrichtung weist indessen den Nachteil auf, dass die Laschen unterhalb der Konsolen befestigt sind. Wenn ein Personen- oder Lastkraftwagen (Pkw/Lkw) gegen den Leitplankenstrang prallt, wird bei Erreichen einer bestimmten Aufprallenergie die Schraubverbindung zwischen dem Leitplankenstrang und den an den Pfosten festgelegten Konsolen aufgehoben mit der Folge, dass aufgrund der dann sich von der Fahrbahn weg biegenden Pfosten durch den Leitblechstrang eine Art Rampe gebildet wird, über die der Pkw/Lkw hinwegfahren kann.

Der Erfindung liegt - ausgehend vom Stand der Technik - die Aufgabe zugrunde, eine passive Schutzeinrichtung neben einer Fahrbahn einer Kraftfahrzeugstraße zu schaffen, welche gleichermaßen Personen- und Lastkraftwagen als auch Zweiradfahrern einen Unfallschutz bietet.

Diese Aufgabe wird mit den im Anspruch 1 angegebenen Merkmalen gelöst.

Im Rahmen der Erfindung werden gezielt zwei voneinander unabhängige Funktionseinheiten gebildet. Jede Funktionseinheit wird für ihre individuelle Aufgabenstellung dimensioniert. Die Dimensionierung orientiert sich dabei an den unterschiedlichen Energieniveaus, die von dem Anprall eines Zweiradfah¬ rers an den Leitblechstrang im Vergleich zum Anprall eines Pkw/Lkw hervorge¬ rufen werden.

Zum einen ist im Falle des Anpralls eines Zweiradfahrers eine deutlich geringere Aufprallenergie in Verformungsenergie umzuwandeln. Dies wird erfindungsgemäß dadurch berücksichtigt, dass der Leitblechstrang über Sollbruchstellen an dem Leitplankenstrang festgelegt wird, deren Widerstand gegen Zerstörung deutlich kleiner als der Widerstand der Verbindungen zwischen dem Leitplankenstrang und den Pfosten gegen Bruch bemessen ist.

Prallt ein Zweiradfahrer gegen den Leitblechstrang, so weicht dieser begrenzt aus, ohne dass sich der Leitblechstrang vom Leitplankenstrang löst. Damit wird den Forderungen nach einem Schutz des Zweiradfahrers ausreichend Rechnung getragen.

Bei einem Anprall eines Pkw/Lkw an die Schutzeinrichtung sind indessen höhere Energieniveaus zu berücksichtigen, das heißt, die Sollbruchstellen kommen jetzt zum Tragen. Sie werden zerstört, wodurch sich der Leitblech¬ strang frühzeitig von dem Leitplankenstrang löst. Der Leitplankenstrang bleibt daher als Zugband in seiner ursprünglichen Charakteristik erhalten. Der Effekt der „Rampenbildung" wird ausgeschlossen. Auch kann der Leitplankenstrang nicht mehr durch den abgerissenen Leitblechstrang in Richtung zum Boden gezogen und daher in seiner Funktion negativ beeinflust werden.

Ein weiterer wesentlicher Vorteil der Erfindung besteht darin, dass alle in der Praxis vorkommenden passiven Schutzeinrichtungen nachgerüstet werden können. Das heißt, dass bislang nur auf Pkw/Lkw ausgerichtete Schutzeinrich¬ tungen ohne weiteres auch nachträglich für den Schutz von Zweiradfahrern umgerüstet werden können.

Nach den Merkmalen des Anspruchs 2 können die Laschen aus Stahlblech gebildet sein.

Es ist jedoch denkbar, dass entsprechend den Merkmalen des Anspruchs 3 die Laschen auch aus Kunststoff gebildet sein können.

Die Sollbruchstellen werden gemäß Anspruch 4 bevorzugt durch Schraubver¬ bindungen gebildet. Mittels Schraubverbindungen können die unterschiedlichen Widerstände zwischen den Verbindungen des Leitplankenstrangs mit den Pfosten - gegebenenfalls indirekt über zwischengeschaltete Konsolen - und den Verbindungen zwischen den den Leitblechstrang tragenden Laschen und dem Leitplankenstrang berücksichtigt werden. Ist z.B. der Leitplankenstrang über Schrauben M10 mit den Pfosten oder mit den Leitplankenstrang zu den Pfosten distanzierenden Konsolen verbunden, weisen die Sollbruchstellen M8 Schrauben als Verbindungsmittel auf. Die Erfindung ist nachfolgend anhand von in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispielen näher erläutert. Es zeigen:

Figur 1 in der Perspektive eine passive Schutzeinrichtung;

Figur 2 in der Perspektive die Schutzeinrichtung der Figur 1 nach einem Aufprall eines Kraftfahrzeugs;

Figur 3 einen vertikalen Querschnitt durch die Schutzeinrichtung der Figur 1 entlang der Linie Ill-Ill in Richtung der Pfeile lila gesehen;

Figur 4 die Darstellung der Figur 3 nach einem Aufprall eines Zweiradfah¬ rers und

Figur 5 einen vertikalen Querschnitt durch die Darstellung der Figur 2 entlang der Linie V-V in Richtung der Pfeile Va gesehen.

Mit 1 ist in den Figuren 1 und 3 eine passive Schutzeinrichtung neben einer Fahrbahn 2 einer Kraftfahrzeugstraße bezeichnet.

Die Schutzeinrichtung 1 weist am Boden 3 festgelegte Pfosten 4, einen an den Pfosten 4 schraubbefestigten, aus miteinander lösbar verbundenen Leitplanken 5 bestehenden Leitplankenstrang 6 und einen unterhalb des Leitplankenstrangs 6 über Laschen 7 aufgehängten Leitblechstrang 8 aus sich im wesentlichen vertikal erstreckenden Leitblechen 9 auf, die untereinander lösbar verbunden sind. Die Verbindungen 10 zwischen den Leitplanken 5 und die Verbindungen 11 zwischen den Leitblechen 9 sind durch Schraubbolzen und Muttern gebildet.

Die Leitplanken 5 haben einen im Wesentlichen W-förmigen Querschnitt (Figur 3). Über den mittleren Steg 12 sind die Leitplanken 5 über Sollbruchstellen 13 in Form von Schraubverbindungen an den Pfosten 4 festgelegt.

Die Pfosten 4 besitzen einen sigmaförmigen Querschnitt. Die Leitbleche 9 weisen einen trapezförmigen Querschnitt auf mit nach oben und unten von der Fahrbahn 2 weg gerichteten Abkantungen 14.

Die Laschen 7 sind trapezförmig ausgebildet (Figur 3). Sie weisen einen unteren Flansch 15 auf, der innenseitig der Leitbleche 9 befestigt ist. Die Verbindung 16 ist als Schraubverbindung gestaltet und befindet sich jeweils in den Längenabschnitten 17 zwischen den Verbindungen 11 zweier aufeinander folgender Leitbleche 9 (Figur 1).

Ein nach oben gerichteter Flansch 18 jeder Lasche 7 ist an dem Steg 12 einer Leitplanke 5 schraubbefestigt. Hier handelt es sich um eine Sollbruchstelle 19, deren Widerstand gegen Zerstörung kleiner als der Widerstand der Verbindun¬ gen 13 zwischen den Leitplanken 5 und den Pfosten 4 bemessen ist.

Bestehen die Verbindungen 13 zwischen den Leitplanken 5 und den Pfosten 4 beispielsweise aus Schrauben M 10, sind die Sollbruchstellen 19 zwischen den Stegen 12 der Leitplanken 5 und den Flanschen 18 der Laschen 7 durch Schrauben M8 gebildet.

Wie die Figur 1 erkennen lässt, sind die Laschen 7 auch in den Längenab¬ schnitten 20 zwischen zwei Verbindungen 10 der Leitplanken 5 vorgesehen.

Die Figur 3 zeigt femer, dass sich die Leitbleche 9 in einer Ebene E-E erstrecken, die im Wesentlichen die gerundeten Wulste 21 der Leitplanken 5 schneidet.

Der U-förmige Bereich 22 der Laschen 7 zwischen den nach unten und oben gerichteten Flanschen 15, 18 erstreckt sich weitgehend innerhalb der Kontur der Pfosten 4.

Ist ein Zweiradfahrer zu Fall gekommen und prallt gegen den Leitblechstrang 8, so schwenkt dieser gemäß Figur 4 in eine von der Fahrbahn 2 weg weisende Richtung R, ohne dass die Sollbruchstellen 19 zwischen den Laschen 7 und den Leitplanken 5 aufgehoben werden. Prallt hingegen ein Kraftfahrzeug gegen die Schutzeinrichtung 1 (Figuren 2 und 5), so reißen die Sollbruchstellen 19 zwischen den nach oben gerichteten Flanschen 18 der Laschen 7 und den Stegen 12 der Leitplanken 5, wobei der Leitblechstrang 8 in Richtung Ri zum Boden 3 gedrückt wird.

Die Pfosten 4 knicken um, wobei sich die Sollbruchstellen 13 zwischen den Leitplanken 5 und den Pfosten 4 lösen. Der Leitplankenstrang 6 bleibt jedoch als Zugband erhalten.

Dadurch, dass der Leitblechstrang 8 in Richtung Ri zum Boden 3 gedrückt wird, entsteht keine Rampe, über welche das Kraftfahrzeug fahren kann. Bezuαszeichenaufstellunq

1 - Schutzeinrichtung 2- Fahrbahn 3- Boden 4- Pfosten 5- Leitplanken 6 - Leitplankenstrang 7 - Laschen 8 - Leitblechstrang 9- Leitbleche 10 - Verbindungen zw.5 11 - Verbindungen zw.9 12- Steg v.5 13- Sollbruchstellen zw.4 u.5 14- Abkantungen an 9 15 - Flansch v.7 16- Verbindung zw.15 u.9 17 - Längenabschnitte zw.11 18- Flansch v.7 19 - Sollbruchstelle zw.7 u.5 20- Längenabschnitte zw.10 21 - Wulste v.5 22 - U-Bereich v.7

R- Richtungspfeil Ri - Richtungspfeil