Login| Sign Up| Help| Contact|

Patent Searching and Data


Title:
PASTEURIZER WITH CONTROLLED SPRAYER OUTPUT
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2011/141088
Kind Code:
A1
Abstract:
A method is presented for pasteurizing a continuous product chain in a device having a heat-up region, a pasteurization region and a cooling region, and having transport means which pass the products through the regions in the abovementioned sequence from inlet to outlet of the device, wherein the heating up, pasteurization and cooling are achieved by heat transfer between the products and a spray medium, preferably water, with which the products are sprayed, wherein the regions, in the direction of motion of the products, are subdivided into treatment zones in which the temperature of the spray medium is adapted to the desired sequence of heat transfer in the zone, it is proposed in this case that, for varying the pasteurization process, a change of the volumetric flow rate V°1,2,3 of the spray medium in at least one treatment zone is provided, wherein the volumetric flow rate V°1,2,3 of the spray medium is changed between a maximum value and a minimum value.

Inventors:
RATKE, Andre (Haydnweg 19, Waltrop, 45731, DE)
STIENEN, Thomas (Habichtstraße 19, Unna, 59425, DE)
Application Number:
EP2011/001427
Publication Date:
November 17, 2011
Filing Date:
March 23, 2011
Export Citation:
Click for automatic bibliography generation   Help
Assignee:
KHS GMBH (Juchostrasse 20, Dortmund, 44143, DE)
RATKE, Andre (Haydnweg 19, Waltrop, 45731, DE)
STIENEN, Thomas (Habichtstraße 19, Unna, 59425, DE)
International Classes:
A23L3/00; A23L3/02; A61L2/24
Download PDF:
Claims:
Patentansprüche

1. Verfahren für die Pasteurisierung einer kontinuierlichen Erzeugniskette in einer Vorrichtung mit einem Aufheizgebiet, einem Pasteurisierungsgebiet und einem Kühlgebiet, und mit Transportmitteln, welche die Produkte durch die Gebiete in der oben genannten Reihenfolge vom Einlass zum Auslass der Vorrichtung führen, wobei das Aufheizen, Pasteurisieren und Kühlen durch

Wärmeübertragung zwischen den Produkten und einem Sprühmedium, vorzugsweise Wasser, mit welchem die Produkte besprüht werden, erreicht werden, wobei die Gebiete in Richtung der Fortbewegung der Produkte in Behandlungszonen unterteilt sind, in denen die Temperatur des Sprühmediums an die gewünschte Folge der Wärmeübertragung in der Zone angepasst ist, dadurch gekennzeichnet, dass zur Variation des Pasteurisationsprozesses eine Veränderung des Volumenstroms V°ii2,3 des Sprühmediums in mindestens einer Behandlungszone (2) vorgesehen ist, wobei der Volumenstrom V°i>2,3 des

Sprühmediums zwischen einem Maximalwert und einem Minimalwert verändert wird.

2. Verfahren nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass zur Variation des Pasteurisationsprozesses zusätzlich die Temperatur des Sprühmediums Ti>2,3 und/oder die Geschwindigkeit v des Transportmittels (3) veränderbar sind.

3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass für die

Pasteurisation unterschiedlicher Behältertypen unterschiedliche Volumenströme V°i ,2,3 des Sprühmediums vorgesehen sind.

4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Volumenstrom V0ii2,3 des Sprühmediums bei bestimmten

Betriebsituationen des Pasteurs (1 ) zumindest in einer Behandlungszone (2) gegenüber dem normalen Volumenstrom vermindert wird.

5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 3, dadurch

gekennzeichnet, dass der Volumenstrom V°i >2>3 des Sprühmediums bei bestimmten Betriebsituationen des Pasteurs (1 ) zumindest in einer

Behandlungszone (2) gegenüber dem normalen Volumenstrom gesteigert wird.

6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine bestimmte Temperaturänderung eines zu pasteurisierenden

Behälters (5) bei einem verminderten Volumenstrom V° des Sprühmediums in einer längeren Zeitspanne erreichbar ist.

7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine bestimmte Temperaturänderung eines zu pasteurisierenden

Behälters (5) bei einem gesteigerten Volumenstrom V° des Sprühmediums in einer verkürzten Zeitspanne erreichbar ist.

8. Pasteur (1 ) für die Pasteurisierung einer kontinuierlichen Erzeugniskette, mit der ein Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8 durchgeführt werden kann, wozu die Vorrichtung ein Aufheizgebiet, ein Pasteurisierungsgebiet und ein Kühlgebiet zusammen mit Transportmitteln aufweist, welche die Produkte durch die Gebiete in der oben genannten Reihenfolge vom Einlass zum Auslass der Vorrichtung führen, wobei das Aufheizen, Pasteurisieren und Kühlen durch

Wärmeübertragung zwischen den Produkten und einem Sprühmedium, vorzugsweise Wasser, mit welchem die Produkte besprüht werden erreicht werden, wobei die Gebiete in Richtung der Fortbewegung der Produkte in

Behandlungszonen (2) unterteilt sind, in denen die Temperatur Ti,2,3 des

Sprühmediums an die gewünschte Folge der Wärmeübertragung in der Zone angepasst ist, dadurch gekennzeichnet, dass Mittel zur Veränderung des Volumenstroms V°1 i2,3 des Sprühmediums in mindestens einer Behandlungszone (2) vorgesehen sind.

9. Pasteur (1 ) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Volumenstrom V°i,2,3 der Sprühmediums geregelt oder gesteuert zwischen einem Maximalwert und einem Minimalwert veränderbar ist.

10. Pasteur (1) nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass der

Volumenstrom V°i>2,3 des Sprühmediums durch Hydraulikpumpen (6) mit frequenzgeregeltem elektrischen Antriebsmotor veränderbar ist.

11. Pasteur (1) nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass der

Volumenstrom V°i i2,3 des Sprühmediums durch in ihrem Abgabevolumen veränderbare Spritzventile und/oder die Abschaltung eines Teils der Spritzventile und/oder Bypassleitungen veränderbar ist.

Description:
Pasteur mit geregelter Spritzmenge

Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung und ein Verfahren zum Behandeln von Gegenständen mit Flüssigkeit, insbesondere auf einen Pasteur und ein

Verfahren zum Betrieb eines solchen Pasteurs.

Empfindliche, d.h. zu schnellem Verderb neigende Produkte, beispielsweise auch Flüssigkeiten wie Milch oder Bier, werden durch Pasteurisation, also durch

Erwärmung über eine bestimmte Grenztemperatur hinaus haltbar gemacht, wobei bei der Pasteurisation in dem Produkt oder der Flüssigkeit enthaltene, schädliche Keime abgetötet werden.

Um eine ausreichende Pasteurisation des zu pasteurisierenden Füllgutes zu erreichen, muss diesem Füllgut eine bestimmte Anzahl von Pasteurisationseinheiten verabreicht werden. Wird diese Anzahl unterschritten, so ist die Haltbarkeit des Produktes negativ beeinträchtigt, wird diese Anzahl überschritten, so kann es zu geschmacklichen Beeinträchtigungen des Füllgutes kommen, welche ebenfalls überaus unerwünscht sind. Die Anzahl der Pasteurisationseinheiten ist eine Funktion der Ist-Temperatur des Produktes und der Zeitspanne, während der das Produkt diese Ist-Temperatur aufweist.

Pasteure sind allgemein bekannt, die hier relevanten Pasteure dienen der

Pasteurisierung einer kontinuierlichen Erzeugniskette. Dazu weist ein solcher

Pasteur ein Aufheizgebiet, ein Pasteurisierungsgebiet und ein Kühlgebiet auf, wobei die Produkte auf einem Transportmittel aufstehen, durch welches sie durch die Gebiete in der oben genannten Reihenfolge vom Einlass zum Auslass des Pasteurs transportiert werden, wobei die Produkte in den jeweiligen Gebieten aufgeheizt, pasteurisiert und abgekühlt werden.

Bei dem Transportmittel handelt es sich beispielsweise um einen Gliederkettengurt.

Die einzelnen Behandlungsgebiete sind in Richtung der Fortbewegung der Produkte in Zonen unterteil. Zum Zwecke der Wärmeübertragung werden die Produkte von oben mit einem temperierten Sprühmedium, beispielsweise Wasser besprüht. Dabei weist das Sprühmedium in den einzelnen Zonen unterschiedliche Temperaturen auf, welche an die jeweils gewünschte Behandlungsart, also Aufwärmen, Pasteurisieren oder

Abkühlen der Produkte angepasst ist. Zur Abgabe des Sprühmediums sind oberhalb der Transportebene der Behälter Spritz- oder Sprühdüsen angeordnet, aus denen das Sprühmedium austritt. Bei Pasteuren nach dem Stand der Technik, wie beispielsweise aus der

EP 89 911 538.0 bekannt, erfolgt die Steuerung oder Regelung eines solchen

Pasteurs und auch des Pasteurisationsprozesses dadurch, dass die

Fördergeschwindigkeit des Transportmittels und/oder die Temperatur des

Sprühmediums in mindestens einer Behandlungszone verändert wird.

Allen bekannten Pasteuren ist gemeinsam, dass der, in Kubikmetern pro Stunde und Quadratmeter Behandlungsfläche [m 3 /(h * m 2 )] gemessene, Volumenstrom des

Sprühmediums zumindest innerhalb jeder einzelnen Behandlungszone entweder Null ist - die Spritzung also abgeschaltet ist -, oder aber konstant bleibt. Dabei ist zu beachten, dass bislang lediglich solche Pasteure bekannt geworden sind, bei denen der Volumenstrom in allen Behandlungszonen eines Pasteurs gleich groß ist.

Durch diese Gegebenheiten haftet dem bekannten Stand der Technik somit der Nachteil an, dass Pasteure bzw. der Pasteurisationsprozess bei Veränderungen des Betriebszustandes, beispielsweise bei störungsbedingten Unterbrechungen,

Schwankungen der Anzahl der Produkte je Zeiteinheit usw. lediglich durch die

Veränderung der Prozessparameter Transportgeschwindigkeit und Temperatur des Sprühmediums in einzelnen Behandlungszonen verändert oder angepasst werden können, was die Möglichkeiten zur optimalen Einstellung oder Regelung des

Pasteurs oder des Pasteurisationsprozesses erheblich einschränkt. Aufgabe der Erfindung ist es hier Abhilfe und Verbesserung zu schaffen, so dass ein Pasteur, bzw. das Pasteurisationsverfahren in verbesserter Art und Weise an veränderte Betriebszustände angepasst werden kann. Dazu sieht die vorliegende Erfindung vor, einen Pasteur so auszubilden, dass auch der Volumenstrom des Sprühmediums gesteuert oder geregelt verändert werden kann, wobei der Volumenstrom des Sprühmediums immer größer als Null ist.

Weiterhin sieht die vorliegende Erfindung ein entsprechendes Verfahren vor. Im nachfolgenden wird die Erfindung anhand eines Ausführungsspieles beschreiben.

Im Einzelnen zeigen die

Fig. 1 in einer vereinfachten Darstellung einen erfindungsgemäßen Pasteur, und die

Fig. 2 eine Veranschaulichung eines besonderen Betriebszustandes eines erfindungsgemäßen Pasteurs. Bei Versuchen im Hause der Anmelderin konnte festgestellt werden, dass der Wärmeübergang zwischen einem, mit einem Sprühmedium beaufschlagten

Behälter 5 und dem Sprühmedium unter anderem auch von dem Volumenstrom des Sprühmediums abhängig ist.

Dabei wurde im Wesentlichen festgestellt, dass mit zunehmendem Volumenstrom des Sprühmediums auch ein zunehmender Wärmeübergang zwischen dem

Behälter 5 und dem Sprühmedium auftritt.

Weiterhin wurde dabei allerdings auch festgestellt, dass es eine Untergrenze des Volumenstroms gibt, bei deren Unterschreitung kein, bzw. kein mathematisch abbildbarer insbesondere kein mathematisch vorherbestimmbarer Wärmeaustausch zwischen dem Behälter 5 und dem Sprühmedium mehr stattfindet.

Diese Untergrenze des Volumenstroms ist vereinfacht dargestellt, dann erreicht, wenn der Behälter 5 nicht mehr ständig vollständig von dem Sprühmedium benetzt wird. Weiterhin wurde festgestellt, dass es eine Obergrenze des Volumenstroms des Sprühmediums gibt, ab der eine weitere Steigerung des Volumenstroms keine weitere Steigerung des Wärmeüberganges zwischen Behälter 5 und Sprühmedium nach sich zieht.

Durch umfangreiche Untersuchungen im Hause der Anmelderin konnten Parameter, Konstanten und Einflussfaktoren bestimmt werden, anhand derer der

Wärmeübergang zwischen dem Volumenstrom des Sprühmediums und dem

Behälter 5 bei dem oben dargestellten, maximal sinnvollen Volumenstrom

mathematisch vorherbestimmt werden kann.

Überraschender weise konnte durch weitere Untersuchungen im Hause der

Anmelderin weiterhin festgestellt werden, dass der Wärmeübergang zwischen dem Sprühmedium und dem Behälter 5 auch für solche Volumenströme mathematisch vorherbestimmbar ist, die zwischen den beiden oben dargestellten Grenzwerten des Volumenstroms des Sprühmediums liegen.

Durch diese Erkenntnis ergibt sich nun erstmals die Möglichkeit, einen Pasteur, bzw. den Pasteurisationsprozess nicht nur durch die Variation der Parameter

Transportgeschwindigkeit und Temperatur des Sprühmediums an veränderte

Betriebssituationen anzupassen, sondern auch durch die Variation des

Volumenstroms des Sprühmediums. Dabei sei an dieser Stelle ausdrücklich darauf hingewiesen, dass es ebenfalls möglich ist, derartige Anpassungen ausschließlich durch die Variation des

Volumenstroms des Sprühmediums vorzunehmen. Ebenfalls ist es möglich, zur Anpassung des Pasteurs 1 , bzw. des Pasteurisationsprozesses, die oben genannten und/oder weitere Parameter in beliebigen Kombinationen zu verwenden und zu variieren.

Zur Modellierung des grundlegenden mathematischen Modells des

Wärmeüberganges zwischen Sprühmedium und Behälter 5 ist es zwingend erforderlich, für jeden zu pasteurisierenden Behältertypen zu ermitteln, welcher Wärmeübergang sich zwischen diesem Behältertypen und dem Sprühmedium ergibt, bzw. wie sich dieser Wärmeübergang verändert, wenn beispielsweise die

Behälterausgangstemperatur T , die Temperatur des Sprühmediums T1 , T2, T3 die Transportgeschwindigkeit v und der Volumenstrom des Sprühmediums V 0 I J2 ,3 unterschiedliche Werte aufweisen.

Es ist also die Änderung des Wärmeüberganges zwischen Sprühmedium und dem speziellen zu pasteurisierenden Behältertypen bei Variation eines, mehrerer oder aller relevanten Parameter zu bestimmen.

Ist die Änderung des Wärmeüberganges bei Variation eines oder mehrerer der oben genannten oder aber auch weiterer Parameter für einen Behältertypen bekannt, so ist es ermöglicht, den Pasteurisationsprozess auch mittels Variation des

Volumenstroms V 0 i, 2 ,3 des Sprühmediums anzupassen.

Aufbauend auf den so gewonnen Erkenntnissen wird es ermöglicht, den

Pasteurisationsprozess für jeden einzelnen Behälter 5 während seiner Pasteurisation mitzurechnen und somit auch zu überwachen. Dazu ist es allerdings zwingend erforderlich, dass sich der zu pasteurisierende Behälter 5 zu jedem Zeitpunkt des Pasteurisationsprozesses in einem solchen Zustand befindet, in dem der Wärmeaustausch zwischen Behälter und Umgebung mit hinreichender Genauigkeit berechnet bzw. mitgerechnet werden kann. Befindet sich der Behälter 5 einmal nicht in einem solchen Zustand, kann er also

beispielsweise unkontrolliert Wärme mit seiner Umgebung austauschen, ist eine weitere Fortführung der Berechnung des Pasteurisationsprozesses nicht mehr möglich, woraus sich die Gefahr einer unerwünschten Über- oder

Unterpasteurisation ergibt. Eine solche Situation kann beispielsweise bei einem Maschinenstopp auftreten, wenn der Behälter 5 bei abgeschaltetem Sprühmedium frei auf dem Transportmittel aufsteht, wobei alle Parameter, welche einen

Wärmeaustausch zwischen diesem Behälter und seiner Umgebung bestimmten, beispielsweise Umgebungstemperatur, Luftfeuchtigkeit, Strömungsgeschwindigkeit der Luft usw. nicht bekannt sind. Folglich muss ein zu pasteurisierende Behälter 5 zu jedem Zeitpunkt des Pasteurisationsprozesses, insbesondere auch im Falle einer Maschinenstörung oder Produktionsunterbrechung usw. definierten Umgebungsbedingungen ausgesetzt sein, damit der Wärmeaustausch zwischen dem Behälter 5 und seiner Umgebung berechenbar bleibt.

Aus dieser Voraussetzung ergibt sich schließlich, dass der Behälter 5 permanent mit einem Sprühmedium einer bekannten Temperatur Ti, 2 ,3 beaufschlagt werden muss, wobei zum einen auch der Volumenstrom V°i,2,3 des Sprühmediums bekannt sein muss und zum anderen der Volumenstrom V°i ,2,3 zumindest so groß sein muss, dass der Behälter 5 während des Besprühens permanent vollständig mit Sprühmedium benetzt ist.

Zur Berechnung des Pasteurisationsprozesses wird für jeden Zeitpunkt des

Pasteurisationsprozesses der Wärmeübergang zwischen dem Behälter 5 und dem Sprühmedium bestimmt, wobei unter anderem die Ausgangstemperatur des

Behälters, die Temperatur des Sprühmediums Ti, 2 ,3, der Volumenstrom V° 1 i2 ,3 des Sprühmediums und beispielsweise auch die Transportgeschwindigkeit v der Behälter berücksichtigt werden.

Unter Berücksichtigung zumindest der Zeitspanne, in der diese Parameter

unveränderte Werte aufweisen, werden die Temperaturänderung des Behälters 5, und somit auch seine Temperatur während der Zeitspanne und/oder seine

Endtemperatur nach dem Ende der Zeitspanne ermittelt, wodurch auch die somit verabreichten Pasteurisationseinheiten errechenbar sind.

Nimmt zumindest einer der relevanten Parameter einen anderen Wert ein, so wird die Rechnung unter Verwendung der neuen Werte fortgesetzt, wodurch der gesamte Pasteurisationsprozess berechnet wird. Zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist ein Pasteur 1 mit Sensoren ausgestattet, welche den Betriebszustand zumindest des Pasteurs 1 und/oder zumindest eines Teils der gesamten Produktionsanlage überwachen. Durch die Verwendung geeigneter Sensoren, wie sie dem Fachmann seit langem bekannt sind, werden beispielsweise Informationen über den Belegungs- oder Füllungsgrad des Transportmittels 3 mit Behältern 5, die Temperaturen T 1 >2> 3 der Sprühmedien in den einzelnen Behandlungszonen, der Fördergeschwindigkeit v des Transportmittels 3 usw. erfasst.

Diese Informationen werden an eine geeignete Steuervorrichtung 7, beispielsweise eine Vorrichtung zur elektronischen Datenverarbeitung übermittelt.

In dieser Steuervorrichtung 7 sind vorzugsweise auch Soll-Werte und Soll- Pasteurisationsabläufe für alle relevanten zu pasteurisierenden Produkte

gespeichert.

Ebenfalls sind vorzugsweise in dieser Steuervorrichtung 7 auch für alle relevanten Behälter- oder Produkttypen alle relevanten Angaben zu den Änderungen des Wärmeüberganges zwischen dem Behälter und dem Sprühmedium in-Abhängigkeit von den relevanten Parametern gespeichert.

Weiterhin ist Steuervorrichtung 7 mit entsprechenden Stellgliedern des Pasteurs 1 , wie beispielsweise Pumpen 6, Ventilen, Heizelementen, Antriebsmotoren usw.

verbunden, und kann diese in deren Arbeits- oder Wirkungsweise aktiv beeinflussen.

Die Variation bzw. Regelung des Volumenstroms des Sprühmediums erfolgt zumindest bei einer der Behandlungszonen, vorzugsweise jedoch für alle

Behandlungszonen, wobei vorzugsweise der Volumenstrom für jede einzelne

Behandlungszone separat geregelt oder gesteuert werden kann.

Bevorzugt wird der Volumenstrom des Sprühmediums durch Prozesswasserpumpen, - nachfolgend Hydraulikpumpen genannt - erzeugt, welche z.B. durch frequenzgeregelte Motoren angetrieben werden, da auf diese Weise der Volumenstrom besonders energiesparend erzeugt und auch verändert werden kann.

Ebenfalls kann der Volumenstrom auch durch Stromregelventile und/oder

Bypassleitungen und/oder durch in ihrem Abgabevolumenstrom veränderbare Spritzventile beeinflusst werden.

Ebenfalls kann der Volumenstrom auch dadurch verändert werden, dass ein Teil der vorhandenen Spritzventile gesteuert oder geregelt vollständig geöffnet oder geschlossen wird.

Die Steuerung oder Regelung des Pasteurisationsprozesses erfolgt zunächst in der bekannten Art und Weise, wonach in Abhängigkeit des zu pasteurisierenden

Produktes das geeignete Pasteurisationsprogramm gewählt wird. Wie aus dem Stand der Technik bekannt, reagiert die Steuerung des Pasteurs eigenständig auf Veränderungen des Betriebszustandes, die beispielsweise von den Sensoren oder aber auch durch aktive manuelle Eingriffe des Bedienungspersonals an die

Steuerung gemeldet werden, wobei entsprechend dem Stand der Technik der Pasteurisationsprozess durch Variation der Parameter Transportgeschwindigkeit v und Temperatur T >2 ,3 der Sprühmedien an den geänderten Betriebszustand angepasst wird.

Als Neuerung gegenüber diesem Stand der Technik kann bei einem

erfindungsgemäßen Pasteur 1 auch der Volumenstrom V°i i2 ,3 des Sprühmediums zumindest in einer Behandlungszone 2 variiert werden. Dabei wirkt die Steuerung 7 des Pasteurs 1 in Abhängigkeit des aktuellen Betriebszustandes und der Kenntnis über das Änderungsverhaltens des Wärmeüberganges so auf die beeinflussbaren oder veränderbaren Parameter des Pasteurs 1 ein, dass eine vorteilhafte Anpassung des Pasteurisationsprozesses an den geänderten Betriebszustand erzielt wird.

Dabei können die Veränderungen durch eine Regelung oder aber auch durch eine Steuerung der entsprechenden Parameter, bzw. der sie beeinflussenden Stellglieder, also Pumpen 6 , Ventile, Heizelemente, Antriebsmotoren beeinflusst werden. Im Nachfolgenden wird die Erfindung an Ausführungsbeispielen näher erläutert. Beispiel 1 : Produktionsunterbrechung

Kommt es zu einer Produktionsunterbrechung, d.h. zu einem Stillstand des

Transportmittels 3 des Pasteurs 1 , so ist es, wie oben ausführlich dargestellt, zwingend erforderlich, die Behälter 5 definierten Umgebungsbedingungen

auszusetzen. Dieses Erfordernis zieht wiederum nach sich, dass der Volumenstrom des Sprühmediums bei Pasteuren nach dem Stand der Technik unverändert aufrecht erhalten wird, was erhebliche Energiekosten für das permanente Umpumpen und Temperieren eines erheblichen Volumens des Sprühmediums nach sich zieht.

Durch die Anwendung der vorliegenden Erfindung wird es nun erstmals ermöglicht, den Volumenstrom V°i,2,3 des Sprühmediums zumindest in einer der

Behandlungszonen zu vermindern, wodurch sich die Energiekosten erheblich vermindern lassen.

Wie oben dargestellt, ist es dabei möglich, den Volumenstrom V°i,2,3 des

Sprühmediums so weit zu vermindern, dass der Behälter gerade eben noch vollständig vom Sprühmedium benetzt wird, ohne dass dabei die mathematische Berechenbarkeit des Pasteurisationsprozesses verloren gehen würde.

Beispiel 2: Minderleistung

Kommt es zu einer verminderten Zufuhr von Behältern 5, so ist es bei Pasteuren 1 nach dem Stand der Technik üblich, diese entweder unverändert weiter zu betreiben, oder aber vollständig abzuschalten, d.h. so lange keine Behälter 5 in den Pasteur 1 einfahren zu lassen bis wieder eine ausreichende Zahl von Behältern zur Verfügung steht. Dabei ist es von besonderer Bedeutung, dass der unveränderte Betrieb eines

Pasteurs 1 bei verminderter Behälterzufuhr dazu führt dass das Transportmittel 3 nicht vollständig belegt ist, was schließlich zu einem verminderten Wirkungsgrad der Gesamtanlage und zu einem Anstieg der Stückkosten je pasteurisiertem Behälter 5 führt. Durch die die Anwendung der vorliegenden Erfindung wir es nun ermöglicht, den Pasteur 1 in einer Betriebsart zu betreiben, bei der die Transportgeschwindigkeit und auch der Volumenstrom V°i ,2,3 des Sprühmedium variiert, beispielsweise gesenkt werden, wodurch in Summe eine vollständige Belegung des Transportmittels 3 und ein, an diese reduzierte Transportgeschwindigkeit v angepasster

Pasteurisationsprozess ermöglicht werden.

Diese Sachverhalte werden in der Figur 2 dargestellt.

Kommt es zu einer verminderten Bereitstellung von Behältern 5 vor dem Pasteur 1 , so wird erfindungsgemäß zunächst die Geschwindigkeit des Transportmittels 3 ausgehend von der Geschwindigkeit auf die Geschwindigkeit v 2 vermindert, wobei die Geschwindigkeit v 2 so gewählt ist, dass das Transportmittel 3 auch bei der vorliegenden Bereitstellung einer geringeren Anzahl von Behältern 5 vollständig mit Behältern 5 gefüllt ist.

Durch die Reduzierung der Transportgeschwindigkeit v verlängert sich die

Zeitspanne, welche für das Durchfahren einer Behandlungszone der Länge s erforderlich ist, von der Zeitspanne t| auf die Zeitspanne t 2 . Dabei ist es wesentlich, dass die Behälter 5 am Ende der beiden Zeitspannen ti und t 2 jeweils die identische Temperaturänderung ΔΤ aufweisen müssen, da für den Pasteurisationsprozess vorgesehen ist, dass am Ende einer Behandlungszone eine bestimmte Temperatur T erreicht ist. Folglich gilt das Erfordernis ΔΤ1 =ΔΤ2.

Durch die vorliegende Erfindung kann nun die zusätzlich zur Verfügung stehende Zeit dazu genutzt werden, die Behälter 5 durch eine Reduzierung des

Volumenstromes V 0 i, 2i3 des Sprühmediums langsamer zu erwärmen, so dass die Soll-Temperaturänderung ΔΤ2 rechtzeitig aber nicht vorzeitig erreicht wird, wodurch Energieeinsparungen ermöglicht werden.

Entsprechend ist es selbstverständlich auch möglich, den bei der Pasteurisation üblichen Abkühlungsprozess ebenfalls langsamer ablaufen zu lassen. Analog ist es selbstverständlich auch möglich, den Pasteur 1 bei einer gesteigerten Behälteranlieferung mit erhöhter Geschwindigkeit v zu betreiben, wobei die Behälter 5 durch einen entsprechend gesteigerten Volumenstrom V°i,2,3 des Sprühmediums die Soll-Temperaturänderung auch innerhalb der nun verkürzten Zeitspanne erreichen.

Dabei versteht es sich von selbst, dass anstelle einer Soll-Temperaturänderung auch das Erreichen einer Soll-Temperatur vorgesehen werden kann, ohne dass der Schutzbereich der vorliegenden Erfindung verlassen wird.

Beispiel 3: Unterschiedliche Behältertypen Ein Pasteur 1 kann prinzipbedingt nur für einen zu pasteurisierenden Behältertypen optimal ausgelegt werden. Ist allerdings vorgesehen, einen solchen Pasteur 1 für die Pasteurisation unterschiedlicher Behältertypen zu verwenden, so muss dieser Pasteur 1 zwingend so ausgelegt werden, dass auch der„Behälter mit dem größten Wärme- und Kühlbedarf und mit dem schlechtesten Wärmeübergang" noch sicher pasteurisiert wird.

Bei der Pasteurisation anderer Behältertypen erfolgt die Anpassung des

Pasteunsationsprozesses nach dem Stand der Technik lediglich durch eine Variation der Parameter Transportgeschwindigkeit v und Temperatur Ti i2 ,3 der Sprühmedien. Zwar gelingt auch bei einem auf diese Weise angepassten Pasteurisationsprozess in der Regel eine einwandfreie Pasteurisation des Produktes, doch ist dazu häufig ein erhöhter Energieaufwand notwendig, welcher letztlich zu erhöhten Stückkosten führt.

Erfindungsgemäß wird vorgeschlagen, neben oder anstatt der Parameter

Transportgeschwindigkeit v und/oder Temperatur Ti >2 ,3 des Sprühmediums den Parameter Volumenstrom V°i t 2,3 des Sprühmediums zu variieren, um einen real ausgeführten Pasteur 1 , bzw. einen Pasteurisationsprozess an unterschiedliche Behältertypen anzupassen. Dabei ist es von besonderem Vorteil, wenn für die Pasteurisation unterschiedlicher Behältertypen für jeden einzelnen dieser unterschiedlichen Behältertypen

unterschiedliche Volumenströme V 0 1 i2 ,3 des Sprühmediums vorgesehen sind. Durch diese Vorgehensweise wird es beispielsweise ermöglicht, einen Behälter 5 mit geringerem Wärme- oder Kühlbedarf und gutem Wärmeübergang mit geringeren Volumenströmen V 0 1>2> 3 des Sprühmediums zu behandeln, als einen Behälter 5 mit großem Wärme- oder Kühlbedarf und schlechtem Wärmeübergang. Dieser Aspekt der Erfindung ist insbesondere dann von Bedeutung, wenn

berücksichtigt wird, dass die Größe und die Fördergeschwindigkeit eines Pasteurs im Wesentlichen vom Durchmesser der Behälter und der gewünschten Leistung des Pasteurs [Behälter/Stunde] bestimmt wird, da sich aus den Faktoren

Behälterdurchmesser, Anzahl Behälter pro Stunde und Pasteurisationszeit eine Flächengröße oder Flächenbelegung für den Pasteur 1 ergibt.

Durch die, durch die vorliegende Erfindung vorgeschlagene Variation des

Volumenstroms V 0 i i2 ,3 des Sprühmediums ergibt sich eine wesentlich größere Anzahl von Wertepaaren der variierbaren Parameter, bei denen es möglich ist, einen

Pasteur 1 so zu betreiben, dass das Transportmittel bei genauer Einhaltung der Pasteurisationszeit auch bei unterschiedlichsten Behälterdurchmessern stets voll belegt ist.

Beispielsweise kann vorgesehen sein, einem kleinen Behälter 5 mit geringem

Wärmebedarf und gutem Wärmeübergang bei einer vorgegebenen Leistung des Pasteurs 1 bei niedriger Transportgeschwindigkeit v mit niedrigem Volumenstrom

°i,2,3 des Sprühmediums zu beaufschlagen, wohin gegen ein großer Behälter 5 mit großem Wärmebedarf und schlechtem Wärmeübergang bei identischer Leistung bei großer Transportgeschwindigkeit v mit großem Volumenstrom V°i i2 ,3 beaufschlagt wird.

Durch diese Vorgehensweise wird insgesamt eine volle Belegung des Pasteurs 1 auch in unterschiedlichen Behälterdurchmessern erreicht, was letztlich zu niedrigen Pasteurisationskosten je Behälter führt. Beispiel 4: Lücke in Produktstrom Bei bestimmten Betriebssituationen kann es vorkommen, dass die Zufuhr der

Behälter 5 zum Pasteur für ein bestimmtes Zeitintervall vollständig unterbrochen ist, so dass das Transportmittel 3 einen Bereich aufweist, welcher keinen Behälter 5 beinhaltet. Bedingt durch die Arbeitsweise eines Pasteur 1 muss eine solche Lücke des Behälterstroms mit derselben Geschwindigkeit v durch den Pasteur 1 gefahren werden, als wenn das Transportmittel 3 vollständig mit Behältern 5 belegt wäre. Bei bekannten Pasteuren 1 wird auf eine solche Lücke ausschließlich dadurch reagiert, dass die Temperatur Ti >2> 3 des Sprühmediums der jeweiligen

Behandlungszone 2, in der sich die Lücke jeweils befindet, um eine bestimmte Temperatur abgesenkt wird.

Erfindungsgemäß wird vorgeschlagen, in den Behandlungszonen 2, in denen sich eine solche Lücke befindet, bzw. in solchen Behandlungszonen 2, welche aufgrund einer Lücke im Behälterstrom keine Behälter beinhalten, den Volumenstrom des Sprühmediums zu reduzieren.

Durch diese Reduzierung des Volumenstroms lassen sich die durch Wärmeverluste und das Erzeugen des Volumenstroms verursachten Kosten senken.

Es versteht sich von selbst, dass die in den Ausführungsbeispielen genannten Betriebssituationen und die diesen Betriebssituationen zugeordneten Maßnahmen - auch in der jeweiligen Kombination - lediglich Beispiele darstellen, und den Umfang der vorliegenden Erfindung nicht einschränken. Insbesondere schränken diese

Ausführungsbeispiele den Umfang der vorliegenden Erfindung nicht in der Weise ein, dass die genannten Kombinationen von Betriebssituation und Maßnahme zwingend beibehalten werden müssen. Vielmehr erstreckt sich die vorliegende Erfindung auch andere,„1 zu 1"-,„1 zu n"- und„n zu 1 "-Kombinationen der genannten und weiterer Betriebssituationen und Maßnahmen.

Bezugszeichen

1 Pasteur

2 Behandlungszonen

3 Transportmittel

4 Steuervorrichtung

5 Behälter

6 Pumpe

7 Steuervorrichtung

T1 , T2, T3 Temperatur Sprühmedium

ΔΤ1.ΔΤ2 Temperaturänderungen

V°i ,2,3 Volumenstrom Sprühmedium

Zeitspannen s Länge Behandlungszone