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Title:
PATTERNED LENO FABRIC
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2007/071223
Kind Code:
A1
Abstract:
Leno fabric, comprising weft threads (1) and warp thread pairs (2) which have at least one core thread (2a) and at least one leno thread (2b), wherein at least selected weft threads (1) are divided into weft thread sections by means of severing operations (3), wherein the severing operations (3) are arranged in such a way that each weft thread section has at least two leno weaves comprising a core thread (2a) and a leno thread (2b) in the direction of the longitudinal axis of the severed weft thread.

Inventors:
WAHHOUD, Adnan (Weiherweg 6, Lindau, 88138, DE)
Application Number:
DE2006/002042
Publication Date:
June 28, 2007
Filing Date:
November 21, 2006
Export Citation:
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Assignee:
LINDAUER DORNIER GESELLSCHAFT MBH (Rickenbacher Str. 119, Lindau, 88129, DE)
WAHHOUD, Adnan (Weiherweg 6, Lindau, 88138, DE)
International Classes:
D03D19/00; D03D19/00
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Claims:
Ansprüche

1. Drehergewebe, bestehend aus Schussfäden (1 ) und Kettfadenpaaren (2), welche zumindest einen Steherfaden (2a) und zumindest einen Dreherfaden (2b) aufweisen, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ausgewählte Schussfäden (2) mittels Durchtrennungen (3) in Schussfadenabschnitte unterteilt sind, wobei die Durchtrennungen (3) so angeordnet sind, dass jeder Schussfadenabschnitt in Richtung der Längsachse des durchtrennten Schussfadens mindestens zwei Dreherbindungen aus Steherfaden (2a) und Dreherfaden (2b) aufweist.

2. Drehergewebe nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Kettfaden paare in Gruppen angeordnet sind.

3. Drehergewebe nach Anspruch oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Kettfadenpaare zumindest paarweise nebeneinander angeordnet sind.

4. Drehergewebe nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Durchtrennungen so angeordnet sind, dass ein definiertes Muster erzeugbar ist.

5. Drehergewebe nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberfläche der Schussfäden (1) eine andere Farbe aufweist als der Kern der Schussfäden (1).

6. Drehergewebe nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Schussfäden (1 ) und/oder die Steherfäden (2a) und/oder die Dreherfäden (2b) Erkennungsmarkierungen zur Führung einer Trenneinrichtung aufweisen.

7. Drehergewebe nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Erkennungsmarkierungen topografischer, elektrischer, magnetischer oder optischer Art sind.

8. Drehergewebe nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Anzahl und die Anordnung der Durchtrennungen (3) im

Drehergewebe die visuellen und/oder die funktionellen Eigenschaften des Gewebes zumindest bereichsweise bestimmen.

9. Drehergewebe nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Durchlässigkeit des Drehergewebes für flüssige, dampf- oder gasförmige

Medien, insbesondere Licht, Luft, Dampf oder Wasser, durch die Anzahl und

Anordnung der Durchtrennungen (3) des Gewebes, zumindest bereichsweise bestimmt ist.

10. Drehergewebe nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Dehnungsverhalten des Drehergewebes in Schussrichtung durch die Anzahl und Anordnung der Durchtrennungen (3) zumindest bereichsweise bestimmt ist.

11. Drehergewebe nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberflächenrauhigkeit des Drehergewebes durch die Anzahl und Anordnung der Durchtrennungen (3) zumindest bereichsweise bestimmt ist.

Description:

Gemustertes Drehergewebe

Die Erfindung betrifft ein gemustertes Drehergewebe.

Drehergewebe finden häufig bei Gardinen oder Bekleidung Verwendung. Als Bezugsstoffe haben die Drehergewebe im Bereich der Innenausstattung eine hohe Bedeutung. Insbesondere die hohe Verschiebefestigkeit von dreherbindigen Geweben bei geringem Flächengewicht ist bei vielen Anwendungen das ausschlaggebende Auswahlkriterium.

Bei den genannten Anwendungen sind auch die visuellen Eigenschaften des Gewebes sehr wichtig. Um den Anforderungen der Konsumenten in diesem Punkt gerecht zu werden, werden die Gewebe z.B. mit verschiedensten Mustern versehen. Nach dem Stand der Technik werden solche Muster entweder durch Bedrucken des fertigen Gewebes erreicht oder durch die Verwendung verschiedenfarbiger Game als Schuss- und Kettfäden mit entsprechenden musterbildenden Bindungen des Gewebes.

Webtechnisch können bestimmte Muster jedoch nur mittels aufwändiger Jacquardtechnik hergestellt werden. Bei Drehergeweben sind die Möglichkeiten der webtechnischen Musterbildung mit Begrenzungen der Produktionsleistung der Webmaschine und einem erhöhten Arbeitsaufwand verbunden.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein gemustertes Drehergewebe zu schaffen, das mit einem geringen Produktionsaufwand herstellbar ist.

Diese Aufgabe wird durch ein Drehergewebe mit den Merkmalen gemäß Anspruch 1 gelöst. Zweckmäßige Weiterbildungen sind in den abhängigen Ansprüchen definiert.

Erfindungsgemäß besteht das Drehergewebe aus Schussfäden und Kettfadenpaaren. Die Kettfadenpaare weisen zumindest einen Steherfaden und zumindest einen Dreherfaden auf. Gemäß der Erfindung werden nun zumindest ausgewählte Schussfäden mittels Durchtrennungen in Schussfadenabschnitte unterteilt. Die Durchtrennungen der Schussfäden sind dabei so angeordnet, dass jeder Schussfadenabschnitt mindestens zwei Dreherbindungen aus Steherfaden

und Dreherfaden aufweist. Vorzugsweise weist jeder Schussfadenabschnitt in Schussfadenrichtung wenigstens zwei von der nächstliegenden Durchtrennung zumindest gering beabstandete Kettfadenpaare auf, wobei jedes Kettfadenpaar aus wenigstens einem Steherfaden und wenigstens einem Dreherfaden besteht.

In einer bevorzugten Ausführung des Drehergewebes weisen die Schussfäden an ihrer Oberfläche eine andere Farbe auf als in ihrem Kern. Dadurch entstehen an den Trennstellen der Schussfäden Farbeffekte, die das Muster und damit das Aussehen des Gewebes beeinflussen. Die innenliegende Farbe ist nur an den Trennstellen der Schussfäden sichtbar, während an den anderen Stellen des Drehergewebes nur die Farbe der Garnoberfläche sichtbar ist. Insbesondere bei der Verwendung von Multifilamentgarnen als Schussfäden tritt dieser Effekt deutlich hervor, weil die aufgedrillten innenliegenden Schussfadenenden an den Trennstellen die sichtbare Oberfläche des Schussfadens vergrößern. Für diesen Farbeffekt geeignete Schussfäden sind z.B. verschiedenfarbig ummantelte Garne oder gefärbte Garne mit einer begrenzten Eindringtiefe einer Oberflächenfarbe. Auf diese Weise werden Farbmuster erzielt, ohne dass das Gewebe nach dem Weben mit einem Farbstoff in Kontakt kommt.

In einer anderen bevorzugten Ausführung des Drehergewebes weisen wahlweise die Schussfäden, die Dreherfäden oder die Steherfäden Erkennungsmerkmale bzw. -markierungen für die Führung einer Trenneinrichtung auf. Die Erkennungsmerkmale können beispielsweise topografischer, elektrischer, magnetischer oder optischer Art sein. Eine geeignete Trenneinrichtung weist Einrichtungen zur Erfassung dieser Erkennungsmerkmale im Gewebe auf und wird durch diese Erkennungsmerkmale zu den gewünschten Trennstellen geführt.

In einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung weisen die Schussfäden, die Dreherfäden und die Steherfäden derartige Erkennungsmerkmale auf.

Das Durchtrennen der Schussfäden erfolgt z. B. mechanisch, thermisch, hydraulisch oder pneumatisch. Dazu sind viele Vorrichtungen und Verfahren bekannt, wie sie z.B. beim Trennen einer Fangleiste von der Gewebeleiste an einer Webmaschine angewendet werden.

Durch die Auswahl der Schussfäden lassen sich die Effekte des Musters im Gewebe vorteilhaft beeinflussen. So entsteht beispielsweise an einer Trennstelle eines Multifilament-Schussfadens durch aufgedrillte Enden der einzelnen Filamente ein anderes Warenbild als an einer Trennstelle eines Einzelfilament-Schussfadens. Mit einer entsprechenden Auswahl an Schussfadentypen und Trennmustem entsteht eine sehr große Vielfalt an herstellbaren Mustern.

Durch die erfindungsgemäße Musterung in Drehergeweben lassen sich neben den bereits genannten visuellen Eigenschaften auch funktionelle Eigenschaften des Gewebes vorteilhaft beeinflussen. Mit entsprechender Anzahl und Verteilung der Durchtrenήungen in den Schussfäden wird z.B. die Licht-, Luft-, Dampf- oder Wasserdurchlässigkeit des Gewebes beeinflusst. Diese Eigenschaften lassen sich auf ganz bestimmte, in ihrer Form jedoch frei wählbare Bereiche einer Gewebefläche beschränken. Auf diese Weise kann beispielsweise Sportbekleidung an bestimmten Körperpartien mit einer- hohen Dampfdurchlässigkeit versehen werden, um den Feuchtetransport von der Innenseite zur Außenseite des Gewebes zu unterstützen. Ebenso werden die Oberflächenrauhigkeit und das Dehnungsverhalten in Schussrichtung in genau abgrenzbaren Bereichen des Gewebes mittels der vorliegenden Erfindung vorteilhaft beeinflusst.

Das Muster wird entweder direkt bei der Herstellung des Drehergewebes auf der Webmaschine als ein dem Weben nachgeordneter Prozessschritt oder in einem separaten Arbeitsverfahren erstellt. Eine entsprechende Trenneinrichtung kann z.B. an einer Webmaschine im Bereich des Warenabzuges vorgesehen werden.

Die Erfindung wird nachstehend anhand eines Ausführungsbeispiels näher erläutert.

In den anliegenden Zeichnungen zeigen

Figur 1 ein erfindungsgemäßes gemustertes Drehergewebe und

Figur 2 ein weiteres erfindungsgemäßes Drehergewebe mit einer

Mustervariante.

Das in Figur 1 dargestellte erfindungsgemäße Drehergewebe besteht aus Schussfäden 1 und aus Kettfadenpaaren 2, welche aus einem Steherfaden 2a und aus einem Dreherfaden 2b bestehen.

Die Schussfäden 1 weisen Durchtrennungen 3 auf, die in Schussfadenrichtung um jeweils wenigstens zwei Kettfadenpaare 2 voneinander beabstandet sind. Gemäß einem vorgegebenen Muster sind die Durchtrennungen 3 derart angeordnet, dass sich als Muster eine Raute ergibt. Die Kettfadenpaare 2 sind in Schussfadenrichtung in Gruppen 4 zu jeweils zwei Kettfadenpaaren angeordnet. Die Anordnung in Gruppen 4 erleichtert einer Trenneinrichtung das Lokalisieren der geeigneten Trennstellen. Die Gefahr von unbeabsichtigter Beschädigung oder Durchtrennung der Fäden der Kettfadenpaare 2 beim Durchtrennen der Schussfäden 1 wird durch eine gruppenweise Anordnung der Kettfaden paare 2 verringert.

Des weiteren benötigt die Trenneinrichtung bei einer gruppenweisen Anordnung eine geringere Positioniergenauigkeit als bei einer Anordnung der Kettfadenpaare 2 mit gleich großen Abständen in Schussrichtung von einem Kettfadenpaar 2 zu jedem benachbarten Kettfadenpaar 2.

Durch die Auswahl verschiedener gruppenweiser Anordnungen der Kettfadenpaare 2 lassen sich die visuellen und strukturellen Eigenschaften des Drehergewebes vorteilhaft beeinflussen.

Auch in Figur 2 ist ein erfindungsgemäßes Drehergewebe mit einer Raute als Muster dargestellt. Es unterscheidet sich vom Gewebe in Figur 1 dadurch, dass das Muster durch einen größere Anzahl an Durchtrennungen 3 in den Schussfäden 1 erzeugt worden ist.

Auf diese Weise können beispielsweise Muster mit schärferen oder weniger scharfen Konturen abgebildet werden.