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Title:
PATTERNED LINOLEUM SHEET
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2005/092590
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a method for the production of a patterned linoleum sheet, comprising the steps: a) application of a non-linoleum material to at least a part of the surface of a green linoleum and/or introduction of a non-linoleum material into given recesses in the green linoleum, or a') application of a non-linoleum material in the form of a solution, a paste, a suspension or a dispersion onto the scraped linoleum mixture and calandering of the scraped linoleum mixture provided with the non-linoleum material to give a green linoleum, b) cutting the green linoleum thus obtained into pieces of given length, c) overlaying the cut green linoleum pieces to give a tiled stack of sheets and d) calandering the tiled stack of sheets to give a patterned linoleum sheet. The invention further relates to a patterned linoleum sheet obtained by said method and the use thereof.

Inventors:
Dowidat-eskes, Marco (Otto-Jenzok-Str. 36, Delmenhorst, 27749, DE)
Burmeister, Guido (Helene-Weber-Str. 13, Wildeshausen, 27793, DE)
Nienaber, Jörg (An der Weide 31, Hude, 27798, DE)
Application Number:
PCT/EP2005/003258
Publication Date:
October 06, 2005
Filing Date:
March 29, 2005
Export Citation:
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Assignee:
ARMSTRONG DLW AG (Stuttgarter Str. 75, Bietigheim-Bissingen, 74321, DE)
Dowidat-eskes, Marco (Otto-Jenzok-Str. 36, Delmenhorst, 27749, DE)
Burmeister, Guido (Helene-Weber-Str. 13, Wildeshausen, 27793, DE)
Nienaber, Jörg (An der Weide 31, Hude, 27798, DE)
International Classes:
B29C43/30; D06N1/00; B29C43/22; D06N1/00; (IPC1-7): B29C43/30; D06N1/00
Attorney, Agent or Firm:
Hock, Joachim (Müller-Boré & Partner, Grafinger Strasse 2, München, 81671, DE)
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Claims:
Ansprüche
1. Verfahren zur Herstellung eines gemusterten Linoieumflächengebildes, umfassend die Schritte: (a) Aufbringen einer flächigen Schicht aus einem linoleumfremden Ma¬ terial auf mindestens einen Teil der Oberfläche eines Linoleumvor¬ fells und/oder Einbringen eines linoleumfremden Materials in vorbe¬ stimmte Vertiefungen in dem Linoleumvorfell, (b) Schneiden des erhaltenen Linoleumvorfells in Stücke vorbestimmter Länge, (c) Übereinanderlegen der geschnittenen Linoleumvorfellstücke zu ei¬ nem schuppenförmigen Fellpaket und (d) Auswalzen des schuppenförmigen Fellpakets zu einem gemusterten Linoleumflächengebilde.
2. Verfahren zur Herstellung eines gemusterten Linoleumflächengebildes, umfassend die Schritte: (a') Aufbringen eines linoleumfremden Materials in Form einer Lösung, einer Paste, einer Suspension oder einer Dispersion auf die ge¬ kratzte Linoleummischmasse und Auswalzen der mit dem linoleum¬ fremden Material versehenen gekratzten Linoleummischmasse zu einem Linoleumvorfell oder einem fertigen Linoleumflächengebilde.
3. Verfahren nach Anspruch 2, wobei das in Schritt (a1) erhaltene Linoleum¬ vorfell weiterverarbeitet wird durch: (b) Schneiden des erhaltenen Linoleumvorfells in Stücke vorbestimmter Länge, (c) Übereinanderlegen der geschnittenen Linoleumvorfellstücke zu ei¬ nem schuppenförmigen Fellpaket und (d) Auswalzen des schuppenförmigen Fellpakets zu einem gemusterten Linoleumflächengebilde.
4. Verfahren nach Anspruch 2 oder 3, wobei im Anschluß an Schritt (a') eine flächige Schicht aus einem linoleumfremden Material auf mindestens einen Teil der Oberfläche dieses Linoleumvorfells aufgebracht und/oder ein lino¬ leumfremdes Materials in vorbestimmte Vertiefungen in diesem Linoleum vorfeil eingebracht wird/werden.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das lino¬ leumfremde Material ein metallisches Material und/oder ein Pigment ist, das sich von dem/den gegebenenfalls zur Färbung der Linoleummischma sse verwendeten Pigment(en) unterscheidet.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das lino¬ leumfremde Material ein Metallpulver, eine Metallpaste, ein Effektpigment, ein Glanzpigment oder ein Perlglanzeffektpigment ist.
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das lino¬ leumfremde Material ein Aluminiumpulver, eine Aluminiumpaste oder ein Effektpigment auf Basis von Glimmer oder Glimmermineralien oder einem PolyesterGlimmer ist.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 und 4 bis 7, wobei das linoleum¬ fremde Material als flächige Schicht auf die gesamte Breite oder nur einen Teil des Linoleumvorfells aufgebracht und/oder in vorbestimmte rillenförmi ge Vertiefungen, welche über die gesamte Breite oder nur einen Teil der Breite des Linoleumvorfells vorhanden sind, eingebracht wird.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 und 4 bis 8, wobei die flächige Schicht in einer Dicke von 5 μm bis 1000 μm auf das Linoleumvorfell auf¬ gebracht wird.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 und 4 bis 9, wobei die Vertiefungen in dem Linoleumvorfell eine Tiefe in einem Bereich von 5% bis 60%, bezo¬ gen auf die Dicke des Linoleumvorfells, aufweisen.
11. Verfahren zur Herstellung eines gemusterten Linoleumflächengebildes, umfassend die Schritte: Herstellen eines ein oder mehrfarbigen Linoleumvorfells aus Lino leummischmasse, Beschichten des ein oder mehrfarbigen Linoleumvorfells auf minde¬ stens einem Teil seiner Oberfläche mit einem linoleumfremden Ma¬ terial, Verarbeiten des beschichteten Linoleumvorfells zu Granulat oder Chips, entweder direkt oder nachdem es in Kalandrierrichtung ent¬ weder in vorzugsweise gleich große Hälften geschnitten und an¬ schließend die Abschnitte übereinandergelegt wurden oder das Li¬ noleumvorfell ein oder mehrfach gefaltet wurde, Herstellen eines Linoleumfells aus den erhaltenen Granulatteilchen oder Chips durch Auswalzen derselben und gegebenenfalls Weiterverarbeiten des erhaltenen Linoleumfells in üblicher Weise zu einem endgültigen Linoleumflächengebilde.
12. Verfahren nach Anspruch 11 , wobei das linoleumfremde Material ein metal lisches Material oder ein Pigment ist, das sich von dem/den gegebenenfalls zur Färbung der Linoleummischmasse verwendeten Pigment(en) unter¬ scheidet.
13. Verfahren nach Anspruch 11 oder 12, wobei das linoleumfremde Material ein Metallpulver, eine Metallpaste, ein Effektpigment, ein Glanzpigment oder ein Perlglanzeffektpigment ist.
14. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 1 bis 13, wobei das linoleumfremde Material ein Aluminiumpulver, eine Aluminiumpaste oder ein Effektpigment auf Basis von Glimmer oder Glimmermineralien oder einem Polyester Glimmer ist.
15. Gemustertes Linoleumflächengebilde, das nach einem Verfahren nach ei¬ nem der Ansprüche 1 bis 14 erhältlich ist.
16. Verwendung eines gemusterten Linoieumflächengebildes nach Anspruch 15 als Bodenbelag, Fliese, Wandabdeckung oder Dekorbelag.
Description:
Gemustertes Linoleumflächengebilde

Die vorliegende Erfindung betrifft ein gemustertes Linoleumflächengebilde mit ei- ner neuartigen Oberflächendessinierung, Verfahren zu dessen Herstellung und dessen Verwendung als Bodenbelag, Fliese, Wandabdeckung oder Dekorbelag.

Linoleumbeläge werden seit vielen Jahren in unterschiedlichen Farben und Des- sinierungen hergestellt. Zur Erzeugung einer Oberflächenmusterung eines Lino- leumbelags ist ein Verfahren bekannt, bei dem gefärbte Polymerflakes bzw. -flocken homogen in die Linoleummischmasse zur Herstellung eines Linoleum¬ vorfells bzw. Linoleumflächengebildes eingearbeitet werden. Femer ist im Stand der Technik bekannt, farbige Linoleummischmassepartikel in die Oberflächen¬ schicht eines Linoleumvorfells einzupressen und die durch Übereinanderlegen der Linoleumvorfelle erzeugten Fellpakete anschließend zu kalandrieren. Die Art der mit den vorstehenden Verfahren herstellbaren Oberflächendessinierungen unter¬ liegt jedoch relativ starken Beschränkungen hinsichtlich der erzielbaren Muste¬ rung.

Somit liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Linoleumflä¬ chengebilde mit einer neuartigen Oberflächendessinierung und ein Verfahren zu dessen Herstellung bereitzustellen.

Diese Aufgabe wird durch die in den Ansprüchen gekennzeichneten Ausfüh- rungsformen gelöst.

Insbesondere stellt die vorliegende Erfindung ein Verfahren zur Herstellung eines gemusterten Linoleumflächengebildes bereit, umfassend die Schritte: (a) Aufbringen einer flächigen Schicht aus einem linoleumfremden Material auf mindestens einen Teil der Oberfläche eines Linoleumvorfells und/oder Ein¬ bringen eines linoleumfremden Materials in vorbestimmte Vertiefungen in dem Linoleumvorfell, (b) Schneiden des erhaltenen Linoleumvorfells in Stücke vorbestimmter Länge, (c) Übereinanderlegen der geschnittenen Linoleumvorfellstücke zu einem schuppenförmigen Fellpaket und (d) Auswalzen des schuppenförmigen Fellpakets zu einem gemusterten Lino- ieumflächengebilde.

Ein alternatives Verfahren zur Hersteilung eines gemusterten Linoleumflächenge¬ bildes gemäß der vorliegenden Erfindung besteht darin, (a') ein linoleumfremdes Material in Form einer Lösung, einer Paste, einer Sus- pension, eines Pulvers, eines Granulats oder einer Dispersion auf die ge¬ kratzte Linoleummischmasse aufzubringen (d.h. vor Auswalzen eines Lino- leumvorfells) und die mit dem linoleumfremden Material versehene gekratzte Linoleummischmasse zu einem Linoleumvorfell auszuwalzen, (b) das erhaltene Linoleumvorfell in Stücke vorbestimmter Länge zu schneiden, (c) die geschnittenen Linoleumvorfellstücke zu einem schuppenförmigen Fellpa¬ ket übereinanderzulegen und (d) das schuppenförmige Fellpaket zu einem gemusterten Linoleumflächenge¬ bilde auszuwalzen.

Im Anschluß an Schritt (a') kann, wie vorstehend beschrieben, auch eine flächige Schicht aus einem linoleumfremden Material auf mindestens einen Teil der Ober¬ fläche dieses Linoleumvorfells aufgebracht und/oder ein linoleumfremdes Materi¬ als in vorbestimmte Vertiefungen in diesem Linoleumvorfell eingebracht werden, wobei die Weiterverarbeitung in analoger Weise, wie vorstehend und nachfolgend beschrieben, durchgeführt werden kann.

Ferner kann das linoleumfremde Material zusätzlich oder anstelle des Aufbringens auf die Oberfläche und/oder des Einbringens in die vorbestimmten Vertiefungen des Linoleumvorfells auch ganz oder teilweise auf das Fellpaket aus Linoleum- vorfellstücken vor dem Kalandrieren aufgebracht werden.

Unter einer gekratzten Linoleummischmasse versteht man gemäß der vorliegen¬ den Erfindung eine Linoleummischmasse, d.h. eine möglichst homogen ge- mischte Masse aus den zur Linoleumherstellung üblicherweise verwendeten Roh¬ stoffen, die in Form eines unregelmäßig geformten, meist grobkörnigen Materials vorliegt und beispielsweise auf einem Förderband ausgebreitet wird und einer Auswalzvorrichtung, wie einem Kalander, zugeführt wird. Das Aufbringen des Ii- noleumfremden Materials auf die gekratzte Linoleummischmasse kann abhängig von der Beschaffenheit des aufzubringenden linoleumfremden Materials durch übliche auf dem Fachgebiet bekannte Verfahren erreicht werden, wobei das Auf¬ sprühen einer Lösung oder einer Suspension, die das linoleumfremde Material enthält, bevorzugt ist.

Unter einem linoleumfremden Material versteht man gemäß der vorliegenden Er¬ findung ein festes (z.B. pulverförmiges), flüssiges, gelöstes oder suspensions- oder dispersionsartiges Material, das sich von den für die Herstellung der Lino¬ leummischmasse verwendeten Rohstoffen, wie Bedfordzement (Bindemittel), Holzmehl, Korkmehl, Kreide, Füllstoffe, Sikkativ (Reifebeschleuniger) und gege¬ benenfalls übliche Verarbeitungshilfsstoffe, unterscheidet. Das linoleumfremde Material unterliegt grundsätzlich keinen besonderen Beschränkungen. Es kann beispielsweise in Form eines Pulvers, eines Granulats, einer Paste, einer Sus¬ pension und/oder einer Lösung verwendet werden. Das linoleumfremde Material unterscheidet sich vorzugsweise von den in der Linoleummischmasse verwende¬ ten Materialien, wie beispielsweise den darin gegebenenfalls verwendeten Pig¬ menten.

Nach einer alternativen Ausführungsform kann das linoleumfremde Material auch in Form einer mindestens teilweisen Beschichtung eines teilchenförmigen Materi¬ als vorliegen, welches aus Linoleummischmasse oder einem vorzugsweise mit Linoleum verträglichen Polymer hergestellt ist. Vorzugsweise liegt das teilchen- förmige Material in Form eines Granulats vor.

Vorzugsweise ist das linoleumfremde Material ein metallisches Material und/oder ein Pigment, das sich von dem/den gegebenenfalls zur Färbung der Linoleum¬ mischmasse verwendeten Pigment(en) unterscheidet. Zumindest unterscheidet sich bei Verwendung eines Pigments als linoleumfremdes Material dessen Farbe - A - von der eines für die Einfärbung der Linoleummischmasse verwendeten Pig¬ ments. Unter dem Ausdruck "metallisches Material" und/oder "Pigment" ist im Sin¬ ne der vorliegenden Erfindung sowohl ein Metall und/oder ein Pigment selbst, aber auch metall- und/oder pigmenthaltige Materialien, wie beispielsweise Pasten, Lösungen oder Suspensionen, zu verstehen.

Geeignete metallische Materialien sind Metallpulver oder Metallpasten, wie Alumi¬ niumpulver, Aluminiumpulver in wässrigen Suspensionen oder Dispersionen, Alu¬ miniumpulver in wässrigen oder lösungsmittelhaltigen Lacken oder UV härtenden Lacken.

Geeignete Pigmente sind anorganische oder organische Farbpigmente, die sich von den für die Einfärbung der Linoleummischmasse gegebenenfalls verwendeten Farbpigmenten mindestens in ihrem Farbton bzw. ihrer Farbtiefe unterscheiden.

Die verwendbaren anorganischen Farbpigmente unterliegen keinen besonderen Beschränkungen. Im allgemeinen versteht man unter anorganischen Farbpig¬ menten Pigmente auf Basis von Oxiden und Oxidhydroxiden oder Sulfiden und Sulfoseleniden, Chromatpigmente und chromhaltige Pigmente, Ultramarinpig- mente und Eisenblaupigmente (vgl. Ullmanns Encyklopädie der technischen Chemie, 4. Auflage, Band 18, Seiten 599 bis 645).

Auch die geeigneten organischen Farbpigmente unterliegen grundsätzlich keinen besonderen Beschränkungen. Organische Farbpigmente sind beispielsweise Azopigmente, Metallkomplexpigmente, Isoindolinpigmente, Phthalocyaninpig- mente, Chinacridinpigmente, Perinonpigmente, Perylenpigmente, Anthrachinon- pigmente, Thioindigopigmente, Dioxazinpigmente, Triphenylmethanpigmente, Chinophthalonpigmente oder Fluoreszenzpigmente (vgl. Ullmanns Encyklopädie der technischen Chemie, 4. Auflage, Band 18, Seiten 661 bis 695).

Eine bevorzugte Gruppe von Pigmenten, die in der vorliegenden Erfindung ver¬ wendbar ist, sind Effektpigmente oder Glanzpigmente (vgl. beispielsweise Ull¬ manns Encyklopädie der technischen Chemie, 4. Auflage, Band 18, Seiten 629 bis 634). Unter einem Effektpigment wird im allgemeinen ein Farbpigment ver¬ standen, das bei Betrachten aus unterschiedlichen Blickwinkeln einen unter¬ schiedlichen Farbeindruck hervorruft. Ferner werden gemäß der vorliegenden Er¬ findung unter Effektpigmenten fluoreszierende oder phosphoreszierende Pig- mente verstanden. Bevorzugte Effektpigmente sind beispielsweise Effektpigmente wie Glimmer bzw. Glimmermineralien oder Polyester-Glimmer.

Beispiele für Glanzpigmente sind Metalleffektpigmente, wie Aluminiumpigmente oder Kupfer- und Goldbronzepigmente, oder Perlglanzeffektpigmente. . . Besonders bevorzugt werden als linoleumfremdes Material ein Aluminiumpulver, eine Aluminiumpaste oder ein Effektpigment auf Basis von Glimmer oder Glim¬ mermineralien oder von Polyester-Glimmer, gegebenenfalls mit Trägermaterial auf Cellulosebasis.

Das Aufbringen des linoleumfremden Materials auf das Linoleumvorfell erfolgt ab¬ hängig von dessen Beschaffenheit bzw. Aggregatzustand durch übliche Auf¬ bringtechniken, wie Rakeln, Aufbürsten, Aufsprühen, etc. Mit geeigneten Auf¬ bringtechniken ist ein Fachmann wohl vertraut und er wählt die jeweils geeignete Aufbringtechnik abhängig von der Beschaffenheit des linoleumfremden Materials entsprechend aus.

Unter einer flächigen Schicht versteht man gemäß der vorliegenden Erfindung eine die Oberfläche des Linoleumvorfells im wesentlichen gleichmäßig bzw. konti- nuierlich bedeckende Schicht aus einem Pulver, einem Granulat, einer Paste, ei¬ ner Suspension und/oder einer Lösung, welches bzw. welche das linoleumfremde Material enthält. Die flächige Schicht aus einem linoleumfremden Material wird vorzugsweise auf die Seite des Linoleumvorfells aufgebracht, welche beim resul¬ tierenden Linoleumflächengebilde die dem Betrachter zugewandte Seite bildet, beispielsweise die Nutzschicht im Falle eines Linoleumbodenbelags oder einer Linoleumfliese oder die Musterschicht einer Wandabdeckung oder eines Dekor¬ belags auf Linoleumbasis. Die flächige Schicht ist derart ausgebildet, daß sie beim Betrachten mit bloßem Auge eine durchgehende und im wesentlichen vollständig abdeckende Schicht bildet, so daß die Oberfläche des Linoleumvorfells bzw. der beschichtete Teil davon vorzugsweise nicht mehr durchscheint. Die flächige Schicht wird gemäß der vorliegenden Erfindung vorzugsweise nicht derart aufge¬ bracht, daß weite Bereiche der Oberfläche des Linoleumvorfells unbedeckt blei- ben.

Das linoleumfremde Material wird vorzugsweise als flächige Schicht auf die Ober¬ fläche des Linoleumvorfells und/oder in vorbestimmte Vertiefungen in dem Lino¬ leumvorfell aufgebracht bzw. eingebracht. Dabei kann die flächige Beschichtung über die gesamte Breite oder nur einen Teil der Breite des Linoleumvorfells auf¬ gebracht werden. Entsprechendes gilt für die vorgenannten Vertiefungen, in wel¬ che das linoleumfremde Material eingebracht wird, d.h. diese Vertiefungen können über die gesamte Breite des Linoleumvorfells oder nur einen Teil davon in regel¬ mäßigen oder unregelmäßigen, vorbestimmten Abständen angeordnet sein.

Die Dicke der auf das Linoleumvorfell aufgebrachten flächigen Schicht sollte in einem Bereich von 5 μm bis 1000 μm liegen. Vorzugsweise liegt die Dicke der flä¬ chigen Schicht in einem Bereich von 10 μm bis 200 μm, besonders bevorzugt von 30 μm bis 100 μm und am meisten bevorzugt von 30 μm bis 80 μm.

Die gegebenenfalls in dem Linoleumvorfell vorgesehenen Vertiefungen unterlie¬ gen hinsichtlich der Form im allgemeinen keinen besonderen Beschränkungen. Sie können beispielsweise die Form von Rillen, vorbestimmten Mustern oder Ver¬ zierungen aufweisen. Die Vertiefungen in dem Linoleumvorfell können eine Tiefe in einem Bereich von 5% bis 60%, bezogen auf die Dicke des Linoleumvorfells aufweisen, wobei eine Tiefe von 10% bis 30% bevorzugt ist.

Vorzugsweise weisen die Vertiefungen eine durchgehende oder unterbrochene geradlinige oder mäandernde Rillen- bzw. Bandform oder eine Punktform auf, die beispielsweise durch Kratzen oder Prägen oder Punktieren des Linoleumvorfells gebildet werden kann. Die vorbestimmten Vertiefungen werden vorzugsweise voll¬ ständig mit dem linoleumfremden Material derart gefüllt, daß eine flächenbündige, d.h. planare Oberfläche ohne Erhebungen und Vertiefungen gebildet wird. Sofern Rillen vorhanden sind, beträgt der Rillenabstand, je nach gewünschter Dessinie- rung zwischen etwa 0,1 mm bis etwa 10 cm, vorzugsweise zwischen 0,2 mm und 2 cm. Die Breite der Rillen beträgt etwa 0,2 mm bis etwa 1 cm, vorzugsweise etwa 0,3 mm bis etwa 2 mm.

Die Vertiefungen werden in die Oberflächenseite des Linoleumvorfells einge¬ bracht, die nach Ablegen durch beispielsweise einen Fellleger zur Oberseite des Fellpakets zeigt und nach Auswalzen des Fellpakets die Nutzschicht oder Muster- schicht bildet.

Alternativ zu Schritt (a) bzw. Schritt (a') in den vorstehend beschriebenen erfin¬ dungsgemäßen Verfahren können auch ein- oder mehrfarbige Linoleum¬ mischmassepartikel oder Polymerpartikel, die mit einem linoleumfremden Material zumindest teilweise beschichtet sind, beispielsweise in Form eines Granulats auf mindestens eine Seite eines ein- oder mehrfarbigen Linoleumvorfells (wie in DE 199 15 868 C2 beschrieben) aufgestreut werden und im wesentlichen verzugsfrei in das Linoleumvorfei I eingepreßt werden.

Eine weitere Alternative zur Herstellung des erfindungsgemäßen gemusterten Li¬ noleumflächengebildes wird nachfolgend beschrieben.

Zuerst wird in üblicher Weise ein gegebenenfalls ein- oder mehrfarbig eingefärb- tes Linoleumvorfell beispielsweise mittels eines Kalanders ausgewalzt. Anschlie- ßend wird das Linoleumvorfell in Kalandrierungsrichtung bzw. Transportrichtung gesehen mindestens teilweise flächig mit dem linoleumfremden Material, vor¬ zugsweise in Form einer Lösung, einer Paste, einer Suspension oder einer Dis¬ persion, in üblicher Weise, vorzugsweise durch Aufrakeln beschichtet. Das derart beschichtete Linoleumvorfell kann direkt zu Granulat oder Chips verarbeitet wer- den oder es wird in Kalandrierrichtung entweder in vorzugsweise gleich große Hälften geschnitten oder ein- oder mehrfach gefaltet und anschließend werden die übereinandergelegten Abschnitte des Linoleumvorfells bzw. das gefaltete Lino¬ leumvorfell zu Granulat oder Chips verarbeitet. Auf diese Weise werden beson- ders eingefärbte Granulatteilchen oder Chips erhalten, die sowohl die Farbgebung des entsprechenden, in dünner Schicht aufgebrachten linoleumfremden Materials als auch die Farbe bzw. Farben der verwendeten Linoleummischmasse aufwei¬ sen. Diese Granulatteilchen oder Chips werden anschließend z.B. mit einem Ka- lander zu einem Linoleumfell ausgewalzt, das in üblicher Weise weiterverarbeitet werden kann. Alternativ kann das linoleumfremde Material bei der vorstehend be¬ schriebenen Verfahrensweise bereits vor dem ersten Kalandrieren auf die ge¬ kratzte Linoleummischmasse aufgebracht werden, wobei in diesem Fall das Auf¬ sprühen einer Lösung bzw. Aufstreuen eines Pulvers des linoleumfremden Mate- rials bevorzugt ist. Es kann jedoch auch in Form einer Paste, einer Suspension oder einer Dispersion aufgebracht werden. Anschließend kann das erhaltene Li¬ noleumvorfell mit oder auch ohne weiteres Aufbringen einer mindestens teilweise aufgebrachten flächigen Schicht, wie vorstehend beschrieben, zu einem Granulat oder zu Chips verarbeitet und zu einem Linoleumfell ausgewalzt werden. An- schließend kann, wie vorstehend beschrieben, auf dieses ausgewalzte Linoleum¬ fell zusätzlich eine flächige Schicht aus einem linoleumfremden Material, welches gleich oder verschieden zu dem vorher verwendeten linoleumfremden Material sein kann, auf mindestens einen Teil der Oberfläche dieses Linoleumvorfells und/oder in vorbestimmte Vertiefungen in diesem Linoleumvorfell aufgebracht bzw. eingebracht werden, wobei die Weiterverarbeitung in analoger Weise, wie vorstehend beschrieben, durchgeführt werden kann.

Demgemäß umfaßt ein Verfahren zur Herstellung eines gemusterten Linoleumflä¬ chengebildes der vorstehend beschriebenen Art die folgenden Schritte: - Herstellen eines ein- oder mehrfarbigen Linoleumvorfells aus Linoleum¬ mischmasse, Beschichten des ein- oder mehrfarbigen Linoleumvorfells auf mindestens einem Teil seiner Oberfläche mit einem linoleumfremden Material, Verarbeiten des beschichteten Linoleumvorfells zu Granulat oder Chips ent- weder direkt oder nachdem es in Kalandrierrichtung entweder in vorzugswei¬ se gleich große Hälften geschnitten und anschließend die Abschnitte über- einandergelegt wurden oder das Linoleumvorfell ein- oder mehrfach gefaltet wurde, Herstellen eines Linoleumfells aus den erhaltenen Granulatteilchen oder Chips durch Auswalzen derselben und gegebenenfalls Weiterverarbeiten des erhaltenen Linoleumfells in üblicher oder in der vorge¬ schriebenen, erfindungsgemäßen Weise zu einem endgültigen Linoleumflä- chengebilde.

In einer weiteren Ausführungsform dieses Verfahrens wird ein linoleumfremdes Material in Form einer Lösung, einer Paste, einer Suspension oder einer Dispersi¬ on bereits auf die gekratzte Linoleummischmasse aufgebracht (d.h. vor Auswal- zen eines Linoleumvorfells) und die mit dem linoleumfremden Material versehene gekratzte Linoleummischmasse zu einem Linoleumvorfell ausgewalzt. Das derart beschichtete Linoleumvorfell kann direkt zu Granulat oder Chips verarbeitet wer¬ den oder es wird in Kalandrierrichtung entweder in vorzugsweise gleich große Hälften geschnitten oder ein- oder mehrfach gefaltet und anschließend werden die übereinandergelegten Abschnitte des Linoleumvorfells bzw. das gefaltete Linoleumvorfell zu Granulat oder Chips verarbeitet. Aus den erhaltenen Granulatteilchen oder Chips wird durch Auswalzen derselben ein Linoleumfell hergestellt und das erhaltene Lino¬ leumfell gegebenenfalls in üblicher weise zu einem endgültigen Linoleumflächen- gebilde weiterverarbeitet.

Im Anschluß an den Schritt des Aufbringens eines linoleumfremden Materials in Form einer Lösung, einer Paste, einer Suspension oder einer Dispersion auf die gekratzte Linoleummischmasse und des Auswalzens der mit dem linoleumfrem- den Material versehenen gekratzten Linoleummischmasse zu einem Linoleum¬ vorfell kann, wie vorstehend beschrieben, das ein- oder mehrfarbige Linoleum¬ vorfell zusätzlich auf mindestens einem Teil seiner Oberfläche mit einem lino¬ leumfremden Material beschichtet werden, wobei die Weiterverarbeitung in analo¬ ger Weise, wie vorstehend beschrieben, durchgeführt werden kann.

Unter einem Linoleumvorfell versteht man gemäß der vorliegenden Anmeldung ein ein- oder mehrfarbiges kalandriertes Fell aus üblichen für die Linoleumher¬ stellung verwendeten Rohstoffen, wie Bedfordzement (d.h. ein Gemisch aus tei- loxidiertem Leinöl und Naturharz, wie Kolophonium), Holzmehl, Korkmehl, Kreide, Füllstoffe, wie Titandioxid, Pigmente, Graphit, Sikkativ (Reifebeschleuniger) und gegebenenfalls übliche Verfahrenshilfsstoffe. Das Linoleumvorfell kann in be¬ kannter Weise mit einer unifarbenen, jaspierten oder gepunkteten Oberflächen- musterung (beispielsweise nach dem in DE 199 15 868 C2 beanspruchten Verfah¬ ren) hergestellt werden.

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform kann ein linoleumfremdes Material vorzugsweise in Form eines Pulvers, gebunden in einem polymeren Bindemittel, vorliegen. Geeignete polymere Bindemittel sind einem Fachmann bekannt, es ist jedoch bevorzugt, ein Heißschmelzmaterial (insbesondere auf Polyamidbasis) oder andere schmelzbare thermoplastische Polymere bzw. Copolymere, wie PET, PP, PE oder EVA, oder Polymere aus nachwachsenden Rohstoffen, wie PoIy- milchsäure, thermoplastische Stärke oder andere Kohlenhydrate, zu verwenden.

Das linoleumfremde Material, welches ein polymeres Bindemittel enthält, vor¬ zugsweise ein Heißschmelzmaterial, wird auf das Linoleumvorfell aufgebracht. Das Aufbringen erfolgt insbesondere durch einen Hotmeltcoater, der sich - wie in Figur 8 gezeigt - vorzugsweise unterhalb der kalten Walze des Fellkalanders be- findet. Es können auch andere übliche Applikationstechniken, wie Aufsprühen, Aufrakeln, etc., angewendet werden.

Ferner ist es möglich, das Linoleumvorfell an allen in der vorliegenden Anmeldung angegebenen Aufbringungsorten mit dem Heißschmelzmaterial zu beschichten. Es ist sowohl möglich, die gesamte Breite des Linoleumvorfells zu beschichten, als auch nur einen Teil davon.

Die Temperatur der Heißschmelze ist abhängig von der Art des verwendeten Po¬ lymers oder der Polymermischung und liegt vorzugsweise in einem Bereich von etwa 40 bis etwa 25O0C.

Durch Anwenden der vorstehenden Arbeitsweise ist es möglich, den Einsatz von linoleumfremden Material zu minimieren und gleichzeitig die charakteristischen Eigenschaften des Produkts beizubehalten. Insbesondere läßt sich dadurch eine ausgezeichnete Abriebfestigkeit des linoleumfremden Materials im Gesamtaufbau erzielen.

Durch die Auswahl und Gestaltung des Auftragswerkzeugs, wie eine Auftragswal¬ ze und deren Oberflächenbeschaffenheit oder die Art des Sprühauftrags, sowie die Behandlung des Vorfells, beispielsweise mit vorbestimmten Vertiefungen, las¬ sen sich unterschiedliche Oberflächendessinierungen bzw. -erscheinungen des fertigen Linoleumflächengebildes erzeugen.

Bevorzugte Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Verfahren werden in den Figuren 1 und 2 beschrieben, die verdeutlichen, daß ein Linoleumvorfell, das übli¬ cherweise eine Breite von etwa 0,5 m bis etwa 2,5 m und eine Dicke in einem Be¬ reich von etwa 0,5 mm bis etwa 5 mm aufweist in Stücke geeigneter Länge, vor- zugsweise eine Länge, die der beabsichtigten Breite des herzustellenden Lino¬ leumflächengebildes, d.h. etwa 1 m bis 2,5 m entspricht, geschnitten und an¬ schließend durch einen Fellleger zu einem schuppenförmigen Fellpaket gelegt werden kann. Dabei werden die Stücke vorzugsweise derart gelegt, daß die ur¬ sprüngliche Längsrichtung des Linoleumvorfells quer zur Transportrichtung des schuppenförmigen Fellpakets, vorzugsweise 90° zur Transportrichtung, zu liegen kommt. Anschließend kann das Fellpaket beispielsweise durch einen Kalander auf eine gewünschte Dicke, vorzugsweise 1 mm bis 5 mm, zu dem gemusterten Li¬ noleumflächengebilde ausgewalzt werden.

Figur 1 ist eine schematische Ansicht einer Vorrichtung zur Durchführung einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens. Aus der vor¬ gefertigten ein- oder mehrfarbigen Linoleummischmasse A wird im Fellwalzwerk 1 ein Fell ausgewalzt. Je nach Mischmasse A resultiert ein unifarbenes bzw. jaspiertes Linoleumfell B. Über ein erstes Förderband 2 wird das Linoleumfell B auf ein zweites Förderband 3 transportiert, wo mittels einer Auftragsvorrichtung 4 das linoleumfremde Material auf das Linoleumfell B aufgebracht wird. Das derart ausgestattete Linoleumfell D wird nun zum Fellleger 6 geführt, in ca. 2 m lange Stücke geteilt und zu einem schuppenförmigen Fellpaket E gelegt. Das Fellpaket E wird dabei derart auf ein weiteres Förderband gelegt, daß die beschichtete Seite im Fellpaket E nach oben zeigt. Dieses Förderband führt das Fellpaket E dem Fellkalander 7 zu, wobei die beschichtete Linoleumfellseite der kalten Muste¬ rungswalze zugewandt ist. Im Fellkalander 7 wird das Fellpaket E auf die ge- wünschte Stärke zum Strukturfell F (Nutz- bzw. Musterschicht) ausgewalzt und in einem Doublierwalzwerk 8 mit dem Untergrund G verbunden.

Figur 2 ist eine schematische Ansicht einer Vorrichtung zur Durchführung einer weiteren bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens. Während gemäß der in Figur 1 gezeigten Ausführungsform die Rückseite des Li¬ noleumfells B mit dem linoleumfremden Material ausgestattet wird, wird in dieser Anlage das linoleumfremde Material direkt auf die Vorderseite des Linoleumfells B aufgebracht.

In den nachfolgenden Figuren 3 bis 6 sind nach dem erfindungsgemäßen Verfah¬ ren herstellbare gemusterte Linoleumflächengebilde dargestellt.

Nach dem erfindungsgemäßen Verfahren besteht die Möglichkeit, das linoleum¬ fremde Material auf die gesamte Oberfläche des Linoleumvorfells aufzubringen oder auch nur auf eine Teilfläche davon. In gleicher Weise können die mit dem linoleumfremden Material zu füllenden Vertiefungen, beispielsweise Rillen, über die in Kalandrierungsrichtung gesehen gesamte Breite des Linoleumvorfells an¬ geordnet werden oder auch nur über einen Teil von dessen Breite.

Wenn beispielsweise das Linoleumvorfell nur halbseitig flächig mit dem linoleum¬ fremden Material beschichtet wird, das halbseitig beschichtete Linoleumvorfell in Stücke geschnitten wird, deren Länge etwa der Breite des Linoleumvorfells ent¬ spricht und diese Stücke um 90° gedreht von einem Fellleger zu einem Fellpaket geschichtet werden, dieses Fellpaket dem Kalander so zugeführt wird, daß die jeweils beschichteten Hälften der Linoleumvorfellstücke zum Kalander zeigen, entsteht ein Linoleumfell, bei dem sich das linoleumfremde Material im wesentli¬ chen nur an der Oberfläche bzw. in einer oberflächennahen Schicht als Muster wiederfindet. In tieferen Schichten des Linoleumvorfells findet sich dementspre- chend praktisch kein linoleumfremdes Material. Dadurch kann beispielsweise die Menge von teurem linoleumfremden Material reduziert und damit die Kosten ge¬ senkt werden.

Generell hängt die Frage, ob das linoleumfremde Material im fertigen Linoleumflä¬ chengebilde bzw. dessen Deckschicht über den gesamten Querschnitt oder nur einen Teil davon vorhanden ist, davon ab, ob das Linoleumvorfell über seine ge¬ samte Oberflächenbreite mit dem linoleumfremden Material beschichtet wurde oder nicht. Sofern das Linoleumvorfell über die gesamte Breite seiner Oberfläche mit dem linoleumfremden Material beschichtet wurde, das Linoleumvorfell an¬ schließend in Abschnitte unterteilt wurde und dann diese Abschnitte in Form eines Fellpakets aus den übereinandergelegten Abschnitten kalandriert wurde, findet sich das linoleumfremde Material über den gesamten Querschnitt der Deckschicht bzw. des Linoleumflächengebildes, und zwar im wesentlichen in einer schräg ver- laufenden Schichtenstruktur. Wenn das Linoleumvorfell hingegen in Kalandrier- richtung über z.B. nur die Hälfte seiner Breite mit dem linoleumfremden Material beschichtet wurde und das Linoleumvorfell in derselben, wie vorstehend be¬ schriebenen Weise weiterverarbeitet wurde, findet sich über den Querschnitt der Deckschicht bzw. des Linoleumflächengebildes zwar ebenfalls die schräg verlau- fende Schichtenstruktur, aber nur bis zu etwa der Hälfte der Dicke dieser Deck¬ schicht bzw. des Linoleumflächengebildes.

Wird andererseits das linoleumfremde Material bereits der Linoleummischmasse anteilig zugegeben und diese Linoleummischmasse anschließend zu einem Lino- leumvorfell kalandriert bzw. ausgewalzt, findet sich das linoleumfremde Material mehr oder weniger homogen über den gesamten Querschnitt der Deckschicht des fertigen Linoleumflächengebildes verteilt, je nachdem, wie homogen die Lino¬ leummischmasse und das linoleumfremde Material vor dem Kalandrieren mitein¬ ander vermischt worden sind.

Das linoleumfremde musterbildende Material wird durch das Kalandrieren flä¬ chenbündig in die Oberfläche des Linoleumbelags eingearbeitet und gewährleistet damit eine dauerhafte und abrieb- bzw. abnutzungsbeständige Dessinierung. Ver- stärkt wird dieser Effekt durch die Verfahrensweise, daß in das Linoleumfell Ver¬ tiefungen, wie Rillen oder begrenzte Prägeflächen, eingebracht werden, die dann mit dem mustergebenden Material gefüllt werden. Zudem können die erhabenen Stellen des Linoleumfells flächig, ganz oder teilweise mit dem mustergebenden Material beschichtet werden.

Üblicherweise wird das Fellpaket nach dem Auswalzen auf einen geeigneten Trä¬ ger abgelegt, wobei ein- und mehrschichtige Aufbauten möglich sind. In der Regel besteht der Träger aus einem Gewebe aus beispielsweise Jute, Glasfasern, Me- tall oder synthetischen Fasern. Wie in DE 199 10 389 A1 beschrieben, kann, wenn gewünscht, der Träger derart ausgewählt werden, daß er nach der üblichen Reifung des Linoleumflächengebildes von dem fertig gereiften Linoleumflächen¬ gebilde im wesentlichen rückstandsfrei entfernt werden kann.

Das Auswalzen des Fellpakets erfolgt durch übliche auf dem Fachgebiet bekannte Verfahren, vorzugsweise durch Kalandrieren. Bei Anwendung des Kalandrierens werden die Kalanderwalzen auf einer bei der für die Herstellung von Linoleumflä¬ chengebilden üblicherweise verwendeten Temperatur gehalten. Vorzugsweise ist die Temperatur der Kalanderwalze, die der Nutzschicht des Linoleumflächenge- bildes zugewandt ist (obere Kalanderwalze), niedriger als die der Kalanderwalze, die der Unterseite bzw. Trägerseite des Linoleumflächengebildes zugewandt ist (untere Kalanderwalze).

Nach dem Auswalzen des schuppenförmigen Fellpakets wird das gebildete ge- musterte Linoleumflächengebilde in üblicher Art und Weise einem Reifungsschritt unterzogen. Anschließend kann, wenn gewünscht, eine Oberflächenbeschichtung, beispielsweise eine auf Acrylat oder Polyurethan basierende Dispersion, auf das gereifte Linoleumflächengebilde aufgebracht werden.

Überraschenderweise wurde festgestellt, daß bei Anwendung des erfindungsge¬ mäßen Verfahrens, beispielsweise bei Verwendung eines vollständig mit dem li¬ noleumfremden Material oberflächenbeschichteten Linoleumvorfells, ein neuarti¬ ges Muster an der Oberfläche des Linoleumflächengebildes erzeugt werden kann. In diesem Zusammenhang war insbesondere überraschend, daß eine unterbro¬ chene marmorierte Oberflächenstruktur erhalten wurde, selbst wenn das Lino¬ leumvorfell vollflächig mit dem linoleumfremden Material beschichtet wurde. Glei¬ ches gilt für den Fall, bei dem eine flächige Schicht nur auf den Bereich (etwa eine Hälfte des Linoleumvorfells) des Linoleumvorfells aufgebracht wird, der in Ka- landrierungsrichtung liegt, und den Fall, bei dem beispielsweise in Kalandrierrich- tung des Linoleumvorfells lineare oder mäandernde Rillen in dem Linoleumvorfell vorgesehen sind, die beim anschließenden Kalandrieren des Fellpakets aus in Stücke geschnittenem und um 90° gedrehtem Lineleumvorfell im wesentlichen quer zur Kalandrierungsrichtung verlaufen.

Femer stellt die vorliegende Erfindung ein nach den erfindungsgemäßen Verfah¬ ren erhältliches gemustertes Linoleumflächengebilde bereit.

Das nach den erfindungsgemäßen Verfahren erhältliche Linoleumflächengebilde weist das auf das Linoleumvorfell aufgetragene mustergebende linoleumfremde Material in einer nicht-homogenen, unregelmäßig verteilten Art und Weise auf, die für das erfindungsgemäße Verfahren charakteristisch ist. Ohne an die nachfol¬ genden Erklärungen gebunden zu sein, wird angenommen, daß das linoleum- fremde Material, nachdem das Fellpaket durch einen Kalander(spalt) geführt wur¬ de, im wesentlichen über den gesamten Querschnitt des fertigen Linoleumflä¬ chengebildes in unterbrochenen, beispielsweise schichtartigen Strukturen vorhan¬ den ist. An der Oberfläche des nach den erfindungsgemäßen Verfahren erhältli¬ chen gemusterten Linoleumflächengebildes ist eine unterbrochene marmorierte Struktur erkennbar, welche in Abhängigkeit von der Art des auf das Linoleumvor¬ fell aufgetragenen linoleumfremden Materials einer gegebenenfalls bereits durch übliche Maßnahmen erhältlichen Musterstruktur überlagert ist.

Zur Verdeutlichung der gemäß den erfindungsgemäßen Verfahren überraschen- derweise herstellbaren Oberflächenstrukturen wird auf die nachfolgenden Figuren verwiesen. Die in den Figuren 3 bis 6 gezeigten gemusterten Linoleumflächenge¬ bilde wurden durch Kalandrieren eines Fellpakets aus schuppenförmig übereinan- dergelegten unterschiedlich beschichteten Linoleumvorfellen gebildet. Fiqur 3 ist die Abbildung eines wie vorstehend beschrieben hergestellten gemu¬ sterten Linoleumflächengebildes, wobei ein unifarbenes Linoleumvorfell vollflächig mit einer Effektpaste aus Polyester-Glimmer mit einem Träger auf Basis eines wasserbasierenden Cellulosederivats beschichtet wurde.

Figur 4 ist die Abbildung eines wie vorstehend beschrieben hergestellten gemu¬ sterten Linoleumflächengebildes, wobei ein mehrfarbiges Linoleumvorfell mit Ril¬ len verwendet wurde, die quer zur Kalandrierungsrichtung angeordnet sind und mit einer Aluminiumpaste gefüllt wurden.

Figur 5 ist die Abbildung eines wie vorstehend beschrieben hergestellten gemu¬ sterten Linoleumflächengebildes, wobei ein Linoleumvorfell mit Rillen, die quer zur Kalandrierungsrichtung angeordnet sind und die zueinander einen Abstand von etwa 0,5 mm, eine Rillentiefe von etwa 0,5 mm und eine Breite von etwa 0,5 mm aufwiesen, verwendet wurde. Dieses Linoleumvorfell wurde vollflächig mit einer Aluminiumpaste beschichtet und anschließend kalandriert.

Figur 6 ist die Abbildung eines wie in Figur 4 beschrieben hergestellten gemu- sterten Linoleumflächengebildes, wobei ein einfarbiges Linoleumvorfell mit punktförmigen Vertiefungen versehen wurde, wobei die punktförmigen Vertiefun¬ gen einen Durchmesser von etwa 0,5 mm, einen Abstand voneinander von etwa 0,5 mm und eine Tiefe von etwa 0,5 mm aufweisen. Das Linoleumvorfell wurde vollflächig mit einer Aluminiumpaste beschichtet, wobei die punktförmigen Vertie- fungen ausgefüllt wurden. Die als Fellpaket übereinandergelegten beschichteten Linoleumvorfellstücke wurden anschließend kalandriert.

Figur 7 ist die Abbildung eines wie vorstehend beschrieben hergestellten gemu¬ sterten Linoleumflächengebildes, wobei ein mehrfarbiges Linoleumvorfell aus ge- kratzter Mischmasse hergestellt wurde. Das Linoleumvorfell wurde in seiner Ka- landrierrichtung in einer Breite von ca. 30 cm mit unterbrochenen, unregelmäßi¬ gen Rillen versehen und das Linoleumvorfell wurde unter vollständigem Verfüllen der Rillen vollflächig mit einer Aluminiumpaste auf Dispersionsbasis beschichtet. Anschließend wurde das Linoleumvorfell in Stücke geschnitten, diese um 90° ge¬ dreht, zu einem Fellpaket schuppenartig übereinandergelegt und erneut ka- landriert.

Wie aus den Figuren klar hervorgeht, bildet sich sogar nach Kalandrieren eines Fellpakets, das vollflächig beschichtete Linoleumvorfelle umfaßt, keine im wesent¬ lichen ganzflächig mit dem linoleumfremden Material bedeckte Oberflächen¬ schicht, sondern überraschenderweise eine unterbrochene, neuartige Muster¬ struktur. Die Ausbildung dieser unerwarteten Musterung an der Oberfläche des fertigen Linoleumflächengebildes scheint auf statistische, nicht vorhersehbare Durchmischungsprozesse im Kalanderspalt während des Kalandrierens zurück¬ zuführen zu sein.

Figur 8 ist eine schematische Ansicht einer Vorrichtung zur Durchführung einer weiteren bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens. Im Unterschied zu der in Figur 2 gezeigten Ausführungsform wird ein das linoleum¬ fremde Material enthaltendes Heißschmelzmaterial durch einen Hotmeltcoater 9, der sich unterhalb der kalten Walze des Fellkalanders 1 befindet, auf die Unter¬ seite des Linoleumvorfells aufgebracht. Die weiteren Arbeitsschritte erfolgen wie in Figur 2 gezeigt.

Darüber hinaus stellt die vorliegende Erfindung die Verwendung eines Linoleum¬ flächengebildes, das durch die erfindungsgemäßen Verfahren erhältlich ist, als Bodenbelag, Fliese, Wandabdeckung oder Dekorbelag bereit.

In den vorstehend beschriebenen erfindungsgemäßen Verfahren können auch andere üblicherweise zur Herstellung von Flächengebilden (insbesondere Boden¬ belägen) verwendete Kunststoffmaterialien anstelle von Linoleum verwendet wer¬ den. Geeignete Kunststoffmaterialien sind einem Fachmann bekannt. Als Bei- spiele seien Kunststoffe auf PVC-Basis, Polyolefin-Basis, EVA-Basis, Polyacrylat- Basis oder Kautschuk-Basis genannt. Bei Anwendung der vorstehend genannten Kunststoffe lassen sich gemusterte Flächengebilde auf beispielsweise PVC-Basis, Polyolefin-Basis, EVA-Basis, Polyacrylat-Basis oder Kautschuk-Basis herstellen, die eine neuartige Dessinierung an der Oberfläche tragen.

Die Erfindung wird durch die nachfolgenden, nicht beschränkenden Beispiele weiter erläutert.

Beispiel 1

Herstellung eines Prototyps eines gemusterten Linoleumflächengebildes

Zunächst wird ein einfarbiges Linoleumvorfell aus gekratzter Mischmasse auf ei¬ nem Technikumswalzwerk in einer Dicke von etwa 2 mm hergestellt.

Das Linoleumvorfell wird ganzflächig mit einer Polyester-Glimmer enthaltenden Effektpaste mit einem wasserbasierenden Cellulose-Derivat als Träger mit einer Moltopren-Schaumgummiwalze beschichtet.

Nach kurzer Trocknung wird das Linoleumvorfell in acht gleich große Stücke ge¬ schnitten, diese übereinandergestapelt, das erhaltene Fellpaket verpresst und erwärmt. Die Fellpaketdicke betrug etwa 16 mm. Dieses Fellpaket wird mittels ei¬ nes Laborwalzwerks kalandriert, wobei die Laufrichtung des Fellpakets quer zur Laufrichtung des Linoleumvorfells war. Die Dicke des erhaltenen Linoleumflä¬ chengebildes, welches in Figur 3 abgebildet ist, betrug etwa 2 mm.

Beispiel 2

Herstellung eines Prototyps eines gemusterten Linoleumflächengebildes

In derselben, wie in Beispiel 1 beschriebenen Weise wurde ein Linoleumflächen- gebilde hergestellt, jedoch mit folgenden Unterschieden.

Ein mehrfarbiges Linoleumvorfell wurde mittels eines Kratzwerkzeugs über seine gesamte Breite mit in Kalandrierrichtung weisenden, durchgehenden Rillen verse- hen. Der Rillenabstand wurde auf etwa 5 mm, die Rillentiefe auf etwa 0,5 mm und die Rillenbreite auf etwa 1mm eingestellt.

Die Rillen wurden mit einem Gummirakel mit einer Aluminiumpaste auf Dispersi- onsbasis gefüllt.

Das Linoleumvorfell wurde in derselben Weise wie in Beispiel 1 zu einem Lino¬ leumflächengebilde weiterverarbeitet. Das erhaltene Linoleumflächengebilde ist in Figur 4 dargestellt. Es ist deutlich zu erkennen, daß die sich aus der Aluminium- paste ergebende Musterstruktur (die wellenförmigen, hellen Bereiche) der durch die mehrfarbige Linoleummischmasse sich ergebenden, marmorartigen Struktur (die feinen, dunklen Zonen) überlagert ist.

Beispiel 3

Herstellung eines Prototyps eines gemusterten Linoleumflächengebildes

In derselben, wie in Beispiel 1 beschriebenen Weise wurde ein einfarbiges Lino¬ leumvorfell hergestellt. Dieses Linoleumvorfell wurde mittels eines Kratzwerk- zeugs über seine gesamte Breite mit in Kalandrierrichtung des Linoleumvorfells weisenden, unterbrochenen und unregelmäßig angeordneten Rillen versehen. Der Rillenabstand wurde auf etwa 0,5 mm, die Rillentiefe auf etwa 0,5 mm und die Rillenbreite auf etwa 0,5 mm eingestellt.

Die Rillen wurden mit einem Gummirakel vollständig mit einer Aluminiumpaste auf Dispersionsbasis gefüllt und zusätzlich wurden die erhabenen Stellen des Lino¬ leumvorfells vollflächig mit derselben Aluminiumpaste beschichtet.

Das Linoleumvorfell wurde anschließend in derselben Weise, wie in Beispiel 1 zu einem Linoleumflächengebilde, welches in Figur 5 abgebildet ist, weiterverarbeitet. Beispiel 4

Herstellung eines Prototyps eines gemusterten Linoleumflächengebildes

In derselben, wie in Beispiel 1 beschriebenen Weise wurde ein einfarbiges Lino¬ leumvorfell hergestellt. Dieses Linoleumvorfell wurde mittels eine Prägewalze über seine gesamte Breite mit punktförmigen Vertiefungen versehen. Der Punktdurch¬ messer wurde auf etwa 0,5 mm, der Punktabstand auf etwa 0,5 mm und die Punkttiefe auf etwa 0,5 mm eingestellt. Die punktförmigen Vertiefungen wurden mit einem Gummirakel vollständig mit einer Aluminiumpaste auf Dispersionsbasis gefüllt und zusätzlich wurde das Linoleumvorfell ganzflächig auf den erhabenen Bereichen mit derselben Aluminiumpaste beschichtet. Das Linoleumvorfell wurde anschließend in derselben Weise wie in Beispiel 1 zu einem Linoleumflächenge¬ bilde, welches in Figur 6 abgebildet ist, weiterverarbeitet.

Beispiel 5

Herstellung eines Bodenbelags aus einem gemusterten Linoleumflächengebilde

Zunächst wird ein mehrfarbiges Linoleumvorfell aus mehrfarbiger gekratzter Lino¬ leummischmasse durch Kalandrieren in einer Breite von etwa 160 cm und einer Dicke von etwa 1 ,8 mm hergestellt.

Das Linoleumvorfell wird in seiner Kalandrierrichtung in einer Breite von etwa 30 cm von seinem Rand mit einem Kratzwerkzeug auf seiner Oberseite mit unterbro¬ chenen, unregelmäßigen Rillen versehen. Der Rillenabstand wird auf etwa 0,5 mm, die Rillentiefe auf etwa 0,5 mm und die Rillenbreite auf etwa 0,5 mm einge¬ stellt. Das erhaltene Linoleumvorfell wird mit einem Gummirakel vollflächig mit einer Aluminiumpulver enthaltenden Paste auf Dispersionsbasis beschichtet, wo- bei die Rillen vollständig aufgefüllt wurden.

Nach kurzzeitiger Trocknung wurde das Linoleumvorfell in Abschnitte von etwa 2 m Länge geschnitten, die Abschnitte um 90° gedreht und zu einem schuppenför- migen Fellpaket übereinandergelegt. Dabei ragt der mit Rillen versehene Rand der Linoleumvorfellstücke beim anschließenden Kalandrieren in Richtung des Kalanders, wobei die gefüllten Rillen und die beschichtete Oberfläche der Lino- leumvorfellstücke nach oben zeigen. Damit liegen die Rillen beim anschließenden Kalandrieren quer zur Kalandrierrichtung. Das Fellpaket aus schuppenförmigen übereinandergestapelten Linoleumvorfellstücken wird erwärmt und verpresst, wo¬ bei sich ein Fellpaket mit einer Dicke von etwa 30 mm, was etwa der 16-fachen Dicke des Linoleumvorfells entspricht, ergibt. Dieses verpresste Fellpaket wird anschließend zu einem Linoleumflächengebilde mit einer Dicke von etwa 1 ,5 mm kalandriert.

Dieses Linoleumflächengebilde wird als Linoleumdeckfell, d.h. die Deckschicht eines Linoleumbodenbelags verwendet.

Separat wurde ein Bodenbelags-Untergrund auf einem getrennten Walzwerk her¬ gestellt, indem eine Linoleummischmasse auf ein Jutegewebe aufgewalzt (kalandriert) wurde. Der Untergrund wies eine Dicke von ca. 1 mm auf.

In einem weiteren Arbeitsschritt wurden das Linoleumdeckfell und der Untergrund mit einem sog. Bandkalander kraftschlüssig miteinander verbunden. In Figur 7 ist die Musterstruktur auf der Oberfläche des erhaltenen Linoleumflächengebildes, in diesem Fall ein Linoleumbodenbelag, abgebildet.