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Title:
PAVING STONE HAVING STONE FLANKS ORIENTED PREFERABLY PERPENDICULAR TO THE LAYING PLANE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2010/133582
Kind Code:
A2
Abstract:
The invention relates to a paving stone (1) having stone flanks (2) oriented preferably perpendicular to the laying plane. Composite elements (A, B, C, D) corresponding to composite elements (A, B, C, D) of a stone flank (2) of an adjacent paving stone (1) are formed at the stone flanks (2). At least two designs of composite elements A, B or C, D are provided, which differ at least in that the composite elements (C, D) of one design are elongated with respect to the composite elements (A, B) of the other design in a direction perpendicular to the stone flank (2). At least one composite element A, B or C, D of each design is formed at each stone flank (2). The composite elements (A, B, C, D) formed on the stone flanks (2) are arranged in a grid spacing such that each composite element (A, B, C, D) has a uniform horizontal distance to adjacent composite elements (A, B, C, D) of the same stone flank (2). At least two composite elements (C, D) are in each case offset in a mirror-inverted manner within the positions thereof between two composite elements A, B or a composite element A, B and a vertical stone edge (5) such that the composite elements C, D are arranged outside of the grid spacing. At least one composite element A, B arranged in the grid spacing is located between the composite elements C, D arranged offset.

Inventors:
GEBHART, Hans (Im Unterdorf 7, Memmingen, 87700, DE)
Application Number:
EP2010/056796
Publication Date:
November 25, 2010
Filing Date:
May 18, 2010
Export Citation:
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Assignee:
BAUSTOFFWERKE GEBHART & SÖHNE GMBH & CO. KG (Einöde 2, Lachen, 87760, DE)
GEBHART, Hans (Im Unterdorf 7, Memmingen, 87700, DE)
International Classes:
E01C5/06
Attorney, Agent or Firm:
LORENZ, Markus (Lorenz & Kollegen, Alte Ulmer Straße 2, Heidenheim, 89522, DE)
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Claims:
P a t e n t a n s p r ü c h e

1. Pflasterstein mit vorzugsweise senkrecht zur Verlegeebene ausgerichteten Steinflanken, wobei an den Steinflanken Verbundelemente ausgebildet sind, die mit Verbundelementen einer Steinflanke eines benachbarten Pflastersteines korrespondieren, wobei wenigstens zwei Ausgestaltungen von Verbundelementen vorgesehen sind, die sich zumindest dadurch unterscheiden, dass die Verbundelemente einer Ausgestaltung gegenüber den Verbundelementen der anderen Ausgestaltung in eine Richtung senkrecht zur Steinflanke verlängert sind, da du r ch ge ke nn z e i chn e t , dass an jeder Steinflanke (2) von jeder Ausgestaltung wenigstens ein Verbundelement (A, B bzw. C, D) ausgebildet ist, wobei die auf den Steinflanken (2) ausgebildeten Verbundelemente (A, B, C, D) jeweils in einem Rastermaß angeordnet sind, so dass die Verbundelemente (A, B, C, D) jeweils zu benachbarten Verbundelementen (A, B, C, D) derselben Steinflanke (2) einen gleichmäßigen horizontalen Abstand aufweisen, und wobei an den Steinflanken (2) jeweils wenigstens zwei Verbundelementen (C, D) innerhalb ihrer Position zwischen zwei Verbundelementen (A, B) oder einem Verbundelement (A, B) und einer vertikalen Steinkante spiegelbildlich zueinander so versetzt sind, dass die zwei Verbundelemente (C, D) außerhalb des Rastermaßes angeordnet sind, und wobei sich zwischen den versetzt angeordneten Verbundelementen (C, D) wenigstens ein im Rastermaß angeordnetes Verbundelement (A, B) befindet.

2. Pflasterstein nach Anspruch 1, da du r ch ge ke nn z e i chne t , dass zwischen den zwei versetzt angeordneten Verbundelementen

(C, D) wenigstens zwei Verbundelemente (A, B) angeordnet sind, die innerhalb des Rastermaßes positioniert sind.

3. Pflasterstein nach Anspruch 1 oder 2, da dur c h ge kenn z e i chn e t , dass zwischen den zwei versetzt angeordneten Verbundelementen

(C, D) drei Verbundelemente (A, B) angeordnet sind, die innerhalb des Rastermaßes positioniert sind.

4. Pflasterstein nach Anspruch 1, 2 oder 3, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass an jeder Steinflanke (2) eines der versetzt angeordneten Verbundelemente (C, D) zwischen einer vertikalen Steinkante (5) und einem im Rastermaß angeordneten Verbundelement (A, B) angeordnet ist.

5. Pflasterstein nach einem der Ansprüche 1 bis 4, da du r ch ge ke nn z e i chn e t , dass an jede vertikale Steinkante (5) genau ein versetzt angeordnetes Verbundelement (C, D) angrenzt.

6. Pflasterstein nach einem der Ansprüche 1 bis 5, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass die versetzt angeordneten Verbundelemente (C, D) gegenüber den im Rastermaß angeordneten Verbundelementen (A, B) in eine Richtung senkrecht zu der Steinflanke (2) verlängert ausgebildet sind.

7. Pflasterstein nach einem der Ansprüche 1 bis 6, ge ke nn z e i chn e t du r ch eine quadratische Grundfläche, wobei die Verbundelemente (A, B, C, D) an den vier Steinflanken (2) jeweils identisch angeordnet sind.

8. Pflasterstein nach einem der Ansprüche 1 bis 7, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass sich die Verbundelemente (A, B, C, D) nur über einen Teil der

Steinhöhe erstrecken.

9. Pflasterstein nach einem der Ansprüche 1 bis 8, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass sich die senkrecht zur Steinflanke (2) erstreckende Stärke der Verbundelemente (A, B, C, D) in Richtung auf die Steinoberseite (4) verjüngt.

10. Pflasterstein nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadu r ch g e ke nn z e i chne t , dass einzelne, im Rastermaß vorgesehene Verbundelemente (A, B) entfallen, so dass sich der Abstand zwischen zwei benachbarten, im Rastermaß angeordneten Verbundelementen (A, B) um ein ganzzahliges Vielfaches des Rastermaßes erhöht.

11. Pflasterstein nach Anspruch 10, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass auf jeder Steinflanke (2) ein oder zwei im Rastermaß angeordnete Verbundelemente (A, B) entfallen.

12. Pflasterstein nach einem der Ansprüche 1 bis 11, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass das Rastermaß 10 bis 50 mm, vorzugsweise 25 mm +/- 5 mm, beträgt .

13. Pflasterstein nach einem der Ansprüche 1 bis 12, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass die sich senkrecht zu der Steinflanke (2) erstreckende Stärke der versetzt angeordneten Verbundelemente (C, D) 3 bis 6 mm, vorzugsweise 4,5 mm +/- 0,5 mm, beträgt.

14. Pflasterstein nach einem der Ansprüche 1 bis 13, da du r ch ge ke nn z e i chn e t , dass die sich senkrecht zu der Steinflanke (2) erstreckende Stärke der im Rastermaß angeordneten Verbundelemente (A, B) 2 bis 5 mm, vorzugsweise 3,5 mm +/- 0,5 mm, beträgt.

15. Pflasterstein nach einem der Ansprüche 1 bis 14, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass die versetzt angeordneten Verbundelemente (C, D) um 1 bis 10 mm, vorzugsweise 1,5 mm, gegenüber dem Rastermaß versetzt sind.

16. Pflasterstein mit vorzugsweise senkrecht zur Verlegeebene ausgerichteten Steinflanken, wobei an den Steinflanken Verbundelemente ausgebildet sind, die mit Verbundelementen einer Steinflanke eines benachbarten Pflastersteines korrespondieren, wobei wenigstens zwei Ausgestaltungen von Verbundelementen vorgesehen sind, die sich zumindest dadurch unterscheiden, dass die Verbundelemente einer Ausgestaltung gegenüber den Verbundelementen der anderen Ausgestaltung in eine Richtung senkrecht zur Steinflanke verlängert sind, da du r ch ge ke nn z e i chn e t , dass an jeder Steinflanke (2) von jeder Ausgestaltung wenigstens ein Verbundelement (A, B bzw. C, D) ausgebildet ist, und die auf den Steinflanken (2) ausgebildeten Verbundelemente (A, B, C, D) jeweils in einem Rastermaß angeordnet sind, so dass die Verbundelemente (A, B, C, D) jeweils zu benachbarten Verbundelementen (A, B, C, D) derselben Steinflanke (2) einen gleichmäßigen horizontalen Abstand aufweisen, und wobei jede Steinflanke (2) jeweils ein Verbundelement (C, D) aufweist, welches innerhalb seiner Position zwischen zwei Verbundelementen (A, B) oder einer vertikalen Steinkante (5) und einem Verbundelement (C, D) derart versetzt ist, dass das ver- setzte Verbundelement (C, D) außerhalb des Rastermaßes angeordnet ist, wobei jeder vertikalen Steinkante (5) genau ein versetzt angeordnetes Verbundelement (C, D) zugeordnet ist und die versetzt angeordneten Verbundelemente (C, D) an ihren jeweiligen Steinflanken (2) so positioniert sind, dass alle Verbundelemente (C, D) den gleichen Abstand zu der zugeordneten Steinkante (5) aufweisen.

Description:
Pflasterstein mit vorzugsweise senkrecht zur Verlegeebene ausgerichteten Steinflanken

Die Erfindung betrifft einen Pflasterstein mit vorzugsweise senkrecht zur Verlegeebene ausgerichteten Steinflanken, wobei an den Steinflanken Verbundelemente ausgebildet sind, die mit Verbundelementen einer Steinflanke eines benachbarten Steins korrespondieren.

Ein gattungsgemäßer Pflasterstein ist aus der DE 103 30 928 B4 bekannt.

Pflastersteine, insbesondere für den Straßenbau, werden aus Gründen der Verschiebesicherheit oftmals als Verbundsysteme ausgeführt. Diese Verbundsysteme beruhen auf dem Prinzip, dass auf einer Steinflanke im Raster angeordnete Verbundelemente in die Zwischenräume der im Raster angeordneten Verbundelemente auf der Flanke des benachbarten Pflastersteines eingreifen, um im Zusammenwirken mit der Fugenfüllung ein Verschieben der Steine gegeneinander zu verhindern. Weit verbreitet sind dabei Pflastersteine, bei denen auf allen Steinflanken in einem vorgegebenen Raster Verbundelemente angeordnet sind, die ringsum ineinander greifen, unabhängig von der Lage der Pflastersteine zueinander. Bei diesem System weisen die Steine eine definierte Ober- und Unterseite auf.

Beim Verlegen der Pflastersteine ist es anzustreben, dass die Steine möglichst keinen Kontakt untereinander haben, sondern durch Fugenmaterial voneinander getrennt sind. Hierdurch ist ge- währleistet, dass keine Beschädigungen aufgrund von Temperaturschwankungen und damit verbundenen Materialdehnungen auftreten können.

Aus der EP 1 036 882 Bl ist es bekannt, Kunststeine für Pflasterzwecke mit Verbundabschnitten zu versehen, an denen ein Abstandshalter angeordnet ist, um einen Mindestabstand zwischen den Steinen zu sichern. Dabei ist der Abstandshalter so ausgebildet, dass dieser beim Abrütteln des verlegten Pflasters zumindest teilweise zerstört wird.

Aus der DE 201 09 608 Ul ist ein Kunststein für Pflasterzwecke bekannt, bei dem auf einen Verbundabschnitt ein Abschnittshalter aufgebracht ist, so dass der Abschnittshalter gegen die Seitenflanke eines benachbarten Pflastersteines stößt und dadurch eine Mindestfuge zwischen den Verbundabschnitten sichergestellt wird. Ferner ist es aus der DE 201 09 608 Ul bekannt, dass direkt auf die Seitenflanke eines Steines ein Abstandshalter aufgebracht wird, der so mit einem Verbundelement eines angrenzenden Pflastersteines zusammenwirkt, dass das Verbundelement auf den auf die Seitenflanke aufgebrachten Abstandshalter auftrifft, wodurch wiederum eine Mindestfuge sichergestellt werden soll.

Aus der DE 198 24 556 B4 ist ein Betonpflasterstein bekannt, bei dem zwei benachbarte Steinflanken längere Zähne aufweisen als die beiden anderen benachbarten Steinflanken. Dabei sind den längeren Zähnen auf den jeweils gegenüberliegenden Steinflanken des Betonpflastersteins Vertiefungen zugeordnet. Dadurch soll ein Wechsel der Spaltbreite möglich sein.

Nachteilig bei den vorbekannten Systemen ist es, dass diese Systeme auf Steine mit größeren Maßtoleranzen nicht anwendbar sind, da die dann erforderlichen Spielräume zwischen den Verbundele- menten zur Addition von Maßdifferenzen über mehrere Steine hinweg führen würden.

Aus der gattungsgemäßen Schrift ist ein Betonpflasterstein bekannt, der Verbundelemente mit unterschiedlichen Breiten aufweist. Dabei soll ein Verbundelement eine Breite aufweisen, die im Wesentlichen der lichten Weite zwischen zwei benachbarten, schmalen Verbundelementen eines benachbarten Pflastersteins entspricht. Der Zwischenraum zwischen zwei schmalen Verbundelementen soll dabei um ein Vielfaches größer sein als die Breite eines schmalen Verbundelementes. Ferner soll die Anzahl der schmalen Verbundelemente ein Vielfaches der Anzahl der breiten Verbundelemente sein. Durch den Einsatz unterschiedlich breiter Verbundelemente soll einerseits erreicht werden, dass im Bereich der schmalen Verbundelemente große horizontale Spielräume zwischen den Verbundelementen benachbarter Steine entstehen, die ausreichend Toleranz beim Aneinanderlegen unterschiedlich großer Steine schaffen. Andererseits sollen durch die breiteren Verbundelemente, die in der Breite im Wesentlichen der lichten Weite zwischen zwei schmalen Verbundelementen entsprechen, zwei Steine punktuell gegeneinander fixiert werden. Auf diese Weise soll verhindert werden, dass sich Maßdifferenzen oder Verlegefehler über mehrere Steine hinweg addieren. Gleichzeitig sollen die zwischen den schmalen Verbundelementen entstehenden weiten Kammern die Aufnahme gröberen und wirksameren Fugenmaterials in den Fugen ermöglichen. Das breite Verbundelement kann gegebenenfalls mit einer Puffertasche versehen sein, die angeschobenes Betonmaterial aufnehmen kann. In einer Ausgestaltung der DE 103 30 928 A4 kann zwischen zwei schmalen Verbundelementen eine Aufdickung vorgesehen sein. Die Aufdickung soll einem flächigen Kontakt zweier benachbarter Pflastersteine entgegenwirken. Ferner kann vorgesehen sein, dass ein oder mehrere schmale Verbund- elemente senkrecht zur Steinflanke verlängert ausgeführt sind und damit als vorstehende Abstandshalter dienen.

Von Nachteil bei der gattungsgemäßen Schrift ist es, dass an den Stellen, an denen ein breiteres Verbundelement zwischen zwei schmale Verbundelemente eingebracht wird, kein bzw. nicht mehr ausreichend viel Fugenmaterial, insbesondere Sand, eingebracht werden kann. Dies ergibt sich bei der gattungsgemäßen Schrift dadurch, dass das breite Verbundelement, damit dieses seine Funktion erfüllen kann, möglichst formschlüssig zwischen zwei schmale Verbundelemente eingepasst werden muss.

Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Pflasterstein zu schaffen, bei dem die Kontaktfläche zwischen zwei benachbarten Pflastersteinen weitgehend minimiert ist und der es ermöglicht, dass eine geeignete Menge von Fugenmaterial zwischen zwei benachbarte Pflastersteine eingebracht werden kann, wobei verhindert werden soll, dass sich Maßdifferenzen oder Verlegefehler über mehrere Steine hinweg addieren.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale von Anspruch 1 gelöst.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß ebenfalls durch die Merkmale von Anspruch 16 gelöst.

Dadurch, dass der Pflasterstein gemäß Anspruch 1 an jeder Steinflanke wenigstens zwei Ausgestaltungen von Verbundelementen aufweist, die sich zumindest dadurch unterscheiden, dass die Verbundelemente einer Ausgestaltung gegenüber den Verbundelementen der anderen Ausgestaltung in eine Richtung senkrecht zur Steinflanke verlängert sind, wird erreicht, dass sich zwei aneinander grenzende Pflastersteine nicht über alle Verbundelemente beruh- ren, sondern lediglich ein Kontakt über die verlängerten Verbundelemente besteht. Dadurch wird die Kontaktfläche zwischen den Steinen minimiert. Die Steine sind insbesondere auch im Bereich der nicht verlängerten Verbundelemente durch Fugenmaterial, insbesondere Sand, voneinander getrennt.

Diese Merkmale sind gleichermaßen sowohl bei der erfindungsgemäßen Lösung nach Anspruch 1 als auch bei der erfindungsgemäßen Lösung nach Anspruch 16 realisiert.

Bei der erfindungsgemäßen Lösung nach Anspruch 1 ist ferner vorgesehen, dass die auf den Steinflanken ausgebildeten Verbundelemente jeweils in einem Rastermaß angeordnet sind, so dass die Verbundelemente jeweils zu benachbarten Verbundelementen derselben Steinflanke einen gleichmäßigen horizontalen Abstand aufweisen. Dabei ist vorgesehen, dass alle Verbundelemente, unabhängig davon, ob es sich um normale oder um senkrecht zur Steinflanke verlängerte Verbundelemente handelt, in dem vorgegebenen Rastermaß angeordnet sind. Unter einem vorgegebenen Rastermaß ist zu verstehen, dass die Verbundelemente jeweils zu benachbarten Verbundelementen derselben Steinflanken einen gleichmäßigen, horizontalen Abstand von beispielsweise 25 mm aufweisen.

Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass an den Steinflanken jeweils wenigstens zwei Verbundelemente innerhalb ihrer Position zwischen zwei Verbundelementen oder einem Verbundelement und einer vertikalen Steinkante spiegelbildlich zueinander so versetzt sind, dass die zwei Verbundelemente außerhalb des Rastermaßes angeordnet sind. Dabei soll sich zwischen den versetzt angeordneten Verbundelementen wenigstens ein im Rastermaß angeordnetes Verbundelement befinden. Dadurch, dass sich zwei Verbundelemente außerhalb des Rastermaßes befinden und die Versetzung der Verbundelemente spiegelbildlich zueinander erfolgt, wird in einfa- cher und vorteilhafter Weise erreicht, dass sich die versetzten Verbundelemente, wenn der Pflasterstein verlegt ist, nicht mehr in der Mitte zwischen zwei Verbundelementen eines angrenzenden Pflastersteines befinden. Die versetzt angeordneten Verbundelemente sind somit an eines der Verbundelemente des benachbarten Pflastersteines angenähert. Durch die spiegelbildliche Versetzung der beiden versetzten Verbundelemente wird dabei erreicht, dass ein versetzt angeordnetes Verbundelement sicherstellt, dass der Pflasterstein gegenüber einem angrenzenden Pflasterstein in einer Verschiebung nach rechts begrenzt wird, während das andere versetzt angeordnete Verbundelement eine Verschiebung des Pflastersteins nach links begrenzt. Durch die beiden versetzt angeordneten Verbundelemente können zwei benachbarte Pflastersteine nach der Idee eines Schlüssel-/Schlossprinzips definiert miteinander verbunden werden, so dass sich Maßdifferenzen oder Verlegefehler über mehrere Steine hinweg nicht addieren können.

Gegenüber der gattungsgemäßen Schrift, der DE 103 30 928 B4, weist die erfindungsgemäße Lösung den Vorteil auf, dass mehr Fugenmaterial, insbesondere Sand, eingebracht werden kann. Bei dem "Schlüsselelement", d. h. dem breiteren Verbundelement, gemäß der DE 103 30 928 B4 war es nicht bzw. nur sehr eingeschränkt möglich, Sand an die Stelle einzubringen, an der das breite Verbundelement den Raum zwischen zwei schmalen Verbundelementen eines benachbarten Pflastersteines ausfüllt. Die erfindungsgemäße Lösung ermöglicht es hingegen, dass ein Schlüssel-/Schloss- prinzip genutzt werden kann, ohne dass das Einbringen von Sand in die Zwischenräume zwischen zwei Verbundelementen wesentlich beeinträchtigt wird. Insbesondere kann jedes Verbundelement des Pflastersteines zumindest von einer Seite her ausreichend mit Sand befüllt werden bzw. Sand kann entsprechend an das Verbundelement angrenzen. Das Toleranzmaß des erfindungsgemäßen Schlüssel-/ Schlosssystems lässt sich durch das Maß bestimmen, um welches die spiegelbildlich zueinander versetzten Verbundelemente versetzt bzw. außerhalb des Rastermaßes angeordnet werden. In Versuchen hat es sich als geeignet herausgestellt, bei einem Rastermaß von 25 mm die Verbundelemente jeweils um 1,5 mm zu versetzen. D. h. eine Versetzung um ca. 6% des Rastermaßes bzw. eine Versetzung zwischen 2% und 20% des Rastmaßes hat sich als besonders geeignet herausgestellt, um ein definiertes Verlegen der Verbundelemente zu ermöglichen.

Ein punktuelles Fixieren zweier aneinander grenzender Pflastersteine durch die erfindungsgemäße Lösung wird auch noch dadurch unterstützt, dass beide Pflastersteine über die erfindungsgemäß versetzten Verbundelemente verfügen können.

Von Vorteil ist es, wenn zwischen den zwei versetzt angeordneten Verbundelementen wenigstens zwei Verbundelemente, vorzugsweise drei Verbundelemente, angeordnet sind, die innerhalb des Rastermaßes positioniert sind.

In Versuchen hat sich dies hinsichtlich eines flexiblen Einsatzes des Pflastersteines und dem Einbringen von Fugenmaterial als besonders geeignet herausgestellt.

Von Vorteil ist es ferner, wenn an jeder Steinflanke eines der versetzt angeordneten Verbundelemente zwischen einer vertikalen Steinkante und einem im Rastermaß angeordneten Verbundelement angeordnet ist. Des weiteren hat es sich als besonders geeignet herausgestellt, wenn eines der versetzt angeordneten Verbundelemente jeder Steinflanke an eine vertikale Steinkante angrenzt. Beim Verlegen lässt sich der Pflasterstein somit besonders günstig positionieren. Vorzugsweise ist vorgesehen, dass an jede vertikale Steinkante genau ein versetzt angeordnetes Verbundelement angrenzt. Eine derartige Ausgestaltung ermöglicht einen flexiblen Einsatz der Steine, ohne dass der Verleger darauf achten muss, wie der Stein positioniert werden muss. Dabei kann beispielsweise vorgesehen sein, dass entweder immer links oder immer rechts der Steinkante ein versetzt angeordnetes Verbundelement ausgebildet ist.

Erfindungsgemäß kann ferner vorgesehen sein, dass die versetzt angeordneten Verbundelemente gegenüber den im Rastermaß angeordneten Verbundelementen in eine Richtung senkrecht zu der Steinflanke verlängert ausgebildet sind.

Die versetzt angeordneten Verbundelemente erfüllen somit neben ihrer Schlüssel-/Schlossfunktion auch die Funktion von Abstandshaltern. Die versetzt angeordneten Verbundelemente stellen somit sicher, dass sich zwei benachbarte Pflastersteine nur über die versetzt angeordneten Verbundelemente kontaktieren und somit eine Mindestfugenbreite gewährleistet ist, insbesondere auch zwischen den normalen, d. h. den im Rastermaß angeordneten Verbundelementen und einer gegenüberliegenden Steinflanke.

Grundsätzlich ist es erfindungsgemäß auch möglich, eines oder mehrere der im Rastermaß angeordneten Verbundelemente in eine Richtung senkrecht zu der Steinflanke verlängert auszubilden. Die Funktionalität der Schlüssel-/Schlossfunktion muss nicht mit der "Abstandsfunktion" kombiniert sein. Es ist auch denkbar, eines oder mehrere der versetzt angeordneten Verbundelemente und eines oder mehrere der im Rastermaß angeordneten Verbundelemente in eine Richtung senkrecht zu der Steinflanke zu verlängern. Von Vorteil ist es, wenn bei einem Pflasterstein mit einer quadratischen Grundfläche die Verbundelemente an den vier Steinflanken jeweils identisch angeordnet sind. D. h. alle vier Steinflanken verfügen über dieselbe Anzahl von Verbundelementen, die an einer jeweils identischen Position angeordnet sind. Der Pflasterstein kann somit, ohne dass der Verleger sich über dessen Ausrichtung Gedanken machen muss, eingesetzt werden.

Von Vorteil ist es, wenn sich die Verbundelemente nur über einen Teil der Steinhöhe erstrecken. Dadurch ist es möglich, dass besonders viel Fugenmaterial zwischen zwei Pflastersteine eingebracht werden kann, insbesondere auch im Bereich der Verbundelemente.

Vorzugsweise ist vorgesehen, dass sich die Verbundelemente von der Unterseite des Pflastersteins nach oben erstrecken, jedoch bereits vor Erreichen der Oberseite des Steines enden, vorzugsweise 20 mm +/- 10 mm vor Erreichen der Steinoberseite. Von Vorteil dabei ist auch, dass die Verbundelemente somit im verlegten Zustand, insbesondere wenn Fugenmaterial zwischen die Pflastersteine eingebracht ist, nicht erkennbar sind.

Es ist zu bevorzugen, wenn die Verbundelemente nur im unteren Bereich der Steinflanken angeordnet sind, um eine durchgehende Verfüllung mit Fugenmaterial im oberen Bereich der Steinflanken zu ermöglichen. Beim Anblick von oben auf das verlegte Pflaster erhält der Betrachter daher den Eindruck einer einheitlichen durchlaufenden Fuge.

Die Verbundelemente müssen nicht zwangsläufig von der Unterseite des Steines beginnen, vielmehr können die Verbundelemente auch einen Abstand zu der Unterseite des Pflastersteines aufweisen und gegebenenfalls unterbrochen sein. Von Vorteil ist es, wenn sich die senkrecht zur Steinflanke erstreckende Stärke der Verbundelemente in Richtung auf die Steinoberseite verjüngt. Vorzugsweise enden die Verbundelemente dabei bereits vor Erreichen der Steinoberseite.

Erfindungsgemäß kann ferner vorgesehen sein, dass einzelne im Rastermaß angeordnete Verbundelemente entfallen, so dass sich der Abstand zwischen zwei benachbarten, im Rastermaß angeordneten Verbundelemente um ein ganzzahliges Vielfaches des Rastermaßes erhöht. Grundsätzlich ist jedoch eine gleichmäßige Verteilung der Verbundelemente entlang der Steinflanke zu bevorzugen. In einer einfachen Ausführungsform können jedoch auch einzelne im Rastermaß angeordnete Verbundelemente entfallen.

Für spezielle Anwendungen des Pflastersteines kann es vorteilhaft sein, wenn in der Mitte einer Steinflanke ein oder zwei im Rastermaß angeordnete Verbundelemente entfallen. Grundsätzlich können auch ein oder zwei im Rastermaß angeordnete Verbundelemente, die sich zwischen den beiden versetzt angeordneten Verbundelementen befinden, entfallen.

Von Vorteil ist es, wenn nicht mehr als ein oder zwei im Rastermaß angeordnete Verbundelemente pro Steinflanke entfallen.

In Versuchen hat sich herausgestellt, dass sich als Rastermaß ein Raster von 10 - 50 mm, d. h. ein Abstand von 10 - 50 mm zwischen den Mittelpunkten zweier Verbundelemente, besonders eignet. Ganz besonders eignet sich ein Rastermaß von 25 mm +/- 5 mm.

Erfindungsgemäß kann vorgesehen sein, dass die sich senkrecht zu der Steinflanke erstreckende Stärke der versetzt angeordneten Verbundelemente 3 - 6 mm, vorzugsweise 4,5 mm +/- 0,5 mm, beträgt. Des weiteren kann es von Vorteil sein, wenn die sich senkrecht zu der Steinflanke erstreckende Stärke der im Rastermaß angeordneten Verbundelemente 2 - 5 mm, vorzugsweise 3,5 mm +/- 0,5 mm, beträgt.

Die bezüglich der versetzt angeordneten Verbundelemente angegebene Stärke bezieht sich darauf, dass die versetzt angeordneten Verbundelemente ebenfalls die Abstandsfunktion erfüllen. Insofern dies nicht der Fall ist, können die versetzt angeordneten Verbundelemente die gleiche Stärke aufweisen wie die im Rastermaß angeordneten Verbundelemente. Lediglich die Verbundelemente, die die Abstandsfunktion gewährleisten sollen, werden mit einem Übermaß hergestellt.

Von Vorteil ist es, wenn die Verbundelemente, die die Abstandsfunktion übernehmen, zumindest punktuell ca. 1 mm +/- 0,5 mm weiter hervorstehen als die Verbundelemente ohne Abstandsfunktion.

Erfindungsgemäß kann vorgesehen sein, dass die Verbundelemente, die die Abstandsfunktion gewährleisten sollen, eine größere Breite aufweisen als die Verbundelemente, die keine Abstandsfunktion erfüllen.

Durch die größere Breite der Verbundelemente mit Abstandsfunktion ergibt sich bei gleichem Winkel (Verlauf in Richtung auf die vorstehende Spitze des Verbundelements) , dass die Verbundelemente mit Abstandsfunktion über die Verbundelemente ohne Abstandsfunktion überstehen. Alternativ kann auch vorgesehen sein, dass die Verbundelemente die gleiche Breite aufweisen, jedoch die Verbundelemente mit der Abstandsfunktion in einem spitzeren Winkel senkrecht zur Steinflanke zulaufen. Möglich ist es auch, die Verbundelemente mit der gleichen Breite und dem gleichem Winkel zu versehen. In diesem Fall kann durch eine unterschiedliche Rundung an der Spitze der Verbundelemente erreicht werden, dass die Verbundelemente mit Abstandsfunktion weiter hervor ragen. Diese Varianten können auch beliebig miteinander kombiniert werden.

Die erfindungsgemäße Lösung gemäß Anspruch 16 unterscheidet sich von der erfindungsgemäßen Lösung nach Anspruch 1 dadurch, dass jede Steinflanke anstelle von zwei Verbundelementen jeweils nur ein Verbundelement aufweist, welches innerhalb seiner Position zwischen zwei Verbundelementen oder einer vertikalen Steinkante und einem Verbundelement derart versetzt ist, dass das versetzte Verbundelement außerhalb des Rastermaßes angeordnet ist. Erfindungsgemäß ist ferner vorgesehen, dass jeder vertikalen Steinkante genau ein versetzt angeordnetes Verbundelement zugeordnet ist. Die versetzt angeordneten Verbundelemente sind an ihren Steinflanken so positioniert, dass alle Verbundelemente den gleichen Abstand zu der zugeordneten Steinkante der jeweiligen Steinflanke aufweisen.

Dadurch, dass jedes versetzt angeordnete Verbundelement im gleichen Abstand zu einer Steinkante angeordnet ist und jeder Steinkante genau ein versetzt angeordnetes Verbundelement zugeordnet ist, wird eine spezifische Anordnung der versetzt angeordneten Verbundelemente erreicht, die es ermöglicht, die Pflastersteine in einfacher Weise im Verbund zu verlegen. Durch die erfindungsgemäße Lösung kann beispielsweise vorgesehen sein, dass sich an jeder Steinkante links oder rechts von der Steinkante ein versetzt angeordnetes Verbundelement befindet und unabhängig davon, von welcher Steinkante ausgegangen wird, der Abstand zu dem versetzt angeordneten Verbundelement jeweils der gleiche ist. Im Unterschied zu der erfindungsgemäßen Lösung nach Anspruch 1 weist die erfindungsgemäße Lösung nach Anspruch 16 den Nachteil auf, dass durch die versetzt angeordneten Verbundelemente keine exakte Schlüssel-/Schlosspositionierung erfolgt. Möglich ist nur ein Anlegen des versetzt angeordneten Verbundelements an einer Flanke eines Verbundelements eines angrenzenden Pflastersteins. Unter Anlegen ist dabei zu verstehen, dass beim Verlegen der Pflastersteine die Pflastersteine jeweils definiert aneinander gelegt werden können und die Pflastersteine somit positionierbar sind. Die Pflastersteine können jedoch so verschoben werden, dass sich das versetzt angeordnete Verbundelement von der Flanke des Verbundelements, an welcher dieses anliegt, entfernt. Gleichwohl hat sich in Versuchen herausgestellt, dass bereits die Möglichkeit eines definierten Anlegens beim Verlegen der Pflastersteine hilfreich ist und dadurch Verlegefehler vermieden werden.

Die bezüglich der erfindungsgemäßen Lösung nach Anspruch 1 beschriebenen Ausgestaltungen können analog auch bei der erfindungsgemäßen Lösung nach Anspruch 16 realisiert werden und umgekehrt.

Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen. Nachfolgend ist anhand der Zeichnung ein Ausführungsbeispiel der Erfindung prinzipmäßig dargestellt.

Es zeigt:

Fig. 1 eine Draufsicht auf einen Pflasterstein, bei dem an den Steinflanken jeweils zwei Verbundelemente spiegelbildlich zueinander versetzt sind, so dass die zwei Verbundelemente außerhalb des Rastermaßes angeordnet sind; Fig. 2 einen Schnitt gemäß der Linie II-II der Fig. 1;

Fig. 3 einen Schnitt gemäß der Linie III-III der Fig. 1;

Fig. 4 eine Draufsicht auf einen Sonderstein, der sich von dem in Fig. 1 dargestellten Stein dadurch unterscheidet, dass an zwei gegenüberliegenden Steinflanken jeweils ein im Rastermaß angeordnetes Verbundelement entfallen ist;

Fig. 5 eine Draufsicht auf zwei Pflastersteine, die durch Teilung eines Pflastersteins gemäß Fig. 4 gebildet sein können;

Fig. 6 eine mögliche Zusammenstellung eines Steinpakets gebildet durch die erfindungsgemäßen Pflastersteine;

Fig. 7 eine Detaildarstellung von zwei versetzten Verbundelementen, zwischen denen ein im Rastermaß angeordnetes Verbundelement positioniert ist;

Fig. 8a eine Darstellung von zwei benachbart angeordneten Pflastersteinen, bei denen jeweils an jeder Steinflanke ein Verbundelement versetzt ist;

Fig. 8b eine Darstellung von zwei benachbart angeordneten Pflastersteinen, bei denen jeweils an jeder Steinflanke zwei Verbundelemente versetzt sind; und

Fig. 9 ein Verlegebeispiel. Pflastersteine können aus einem beliebigen geeigneten Material gebildet sein, beispielsweise aus Beton, Klinker, gebranntem Ton oder anderen, für Pflastersteinflächen einsetzbaren Materialien.

Der im Ausführungsbeispiel dargestellte Pflasterstein 1 besteht aus einem Grundkörper aus Beton und weist senkrecht zur Verlegeebene ausgerichtete Steinflanken 2 auf. An den Steinflanken 2 sind Verbundelemente ausgebildet (A, B, C, D) , die mit Verbundelementen einer Steinflanke 2 eines benachbarten Pflastersteins 1 korrespondieren. Jede Steinflanke 2 weist im Ausführungsbeispiel zwei Ausgestaltungen von Verbundelementen (A und B) bzw. (C und D) auf, die sich zumindest dadurch unterscheiden, dass die Verbundelemente C und D einer Ausgestaltung gegenüber den Verbundelementen A und B der anderen Ausgestaltung in eine Richtung senkrecht zur Steinflanke 2 verlängert sind. Im Sinne der Erfindung unterscheiden sich die Ausgestaltungen der Verbundelemente zumindest bzw. mindestens durch deren Erstreckung in eine Richtung senkrecht zur Steinflanke 2. D. h. Verbundelemente werden nur dann als einer anderen Ausgestaltung zugehörig angesehen, wenn deren maximale Ersteckungen in eine Richtung senkrecht zu der Steinflanke 2, d. h. deren Stärken voneinander abweichen. Wenn die maximale Erstreckung (senkrecht zur Steinflanke 2) zweier Pflastersteine gleich ist, dann werden die Verbundelemente der gleichen Ausgestaltung zugeordnet, selbst wenn sich diese ansonsten, z. B. im Verlauf, der Breite, etc., erheblich unterscheiden.

Im Ausführungsbeispiel sind die Verbundelemente C und D in eine Richtung senkrecht zur Steinflanke 2 verlängert (siehe insbesondere Figuren 1, 3, 4, 5 und 7) . Die Verbundelemente A und B weisen eine geringere sich senkrecht zur Steinflanke 2 erstreckende Stärke auf. Im Ausführungsbeispiel ist vorgesehen, dass die Verbundelemente C und D eine sich senkrecht zur Steinflanke 2 erstreckende Stärke von 4,5 nun aufweisen. Dies ist in Fig. 3 mit dem Bezugszeichen x bezeichnet. Ferner ist im Ausführungsbeispiel vorgesehen, dass die Verbundelemente C und D einen Verlauf aufweisen, so wie dies in Fig. 3 im Querschnitt dargestellt ist. D. h. die Verbundelemente C und D erstrecken sich von einer Steinunterseite 3 in Richtung auf eine Steinoberseite 4, enden jedoch vor erreichen der Steinoberseite 4. Die Verbundelemente C und D verjüngen sich in Richtung auf die Steinoberseite 4, so wie dies in Fig. 3 dargestellt ist.

Im Ausführungsbeispiel ist vorgesehen, dass die Verbundelemente A und B eine sich senkrecht zur Steinflanke 2 erstreckende Stärke von 3,5 mm aufweisen. Dies ist in Fig. 2 mit dem Bezugszeichen y dargestellt. Die Verbundelemente A und B erstrecken sich ebenfalls ausgehend von der Steinunterseite 3 in Richtung auf die Steinoberseite 4, ohne die Steinoberseite 4 zu erreichen. Die Verbundelemente A und B verjüngen sich dabei in Richtung auf die Steinoberseite 4. Dabei ist vorgesehen, dass sich die Verbundelemente B in der Weise verjüngen, wie dies in Fig. 2 dargestellt ist. Die Verbundelemente A weisen einen Verlauf auf, so wie dies in Fig. 3 bezüglich der Verbundelemente C und D dargestellt ist, ohne jedoch deren Stärke aufzuweisen.

Wie sich aus Fig. 1 ergibt, sind die auf den Steinflanken 2 ausgebildeten Verbundelemente jeweils in einem Rastermaß angeordnet, so dass die Verbundelemente jeweils zu benachbarten Verbundelementen derselben Steinflanke 2 einen gleichmäßigen horizontalen Abstand aufweisen. Das Rastermaß beträgt im Ausführungsbeispiel 25 mm, d. h. der Abstand zwischen einem Verbundelement A und einem Verbundelement B bzw. zwischen einem Verbundelement B und einem Verbundelement B beträgt im Ausführungs- beispiel 25 mm jeweils gerechnet von der Mitte des Verbundelements A, B zu der Mitte des angrenzenden Verbundelements A, B. An jeder Steinflanke 2 sind jeweils zwei Verbundelemente C, D innerhalb ihrer Position zwischen zwei Verbundelementen A, B o- der einem Verbundelement A, B und einer vertikalen Steinkante 5 spiegelbildlich zueinander so versetzt, dass die zwei Verbundelemente C, D außerhalb des Rastermaßes angeordnet sind. Zwischen den versetzt angeordneten Verbundelementen befinden sich im Ausführungsbeispiel drei Verbundelemente A, B, die im Rastermaß angeordnet sind. Im Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 ist vorgesehen, dass die versetzt angeordneten Verbundelemente C, D um 1,5 mm zum Rastermaß versetzt sind. Dabei sind die Verbundelemente C, D jeweils in Richtung auf die jeweils benachbarte Steinkante 5 um 1,5 mm nach außen versetzt. Die Verbundelemente D bewirken im verlegten Zustand des Pflastersteines 1 somit eine Verschiebesicherung nach links, während die Verbundelemente C eine Verschiebesicherung nach rechts bewirken. Der in Fig. 1 dargestellte Pflasterstein 1 weist gleichmäßig lange Seitenflanken 1 auf, die jeweils eine Länge von 195 mm aufweisen (mit dem Bezugszeichen c in Fig. 1 bezeichnet) .

Die Breite der Verbundelemente C und D beträgt im Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 13,1 mm (Bezugszeichen a) . Die Breite der Verbundelemente A und B ist im Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 mit 11,1 mm gewählt (Bezugszeichen b in Fig. 1). Die Werte verstehen sich +/- 10%.

Wie sich aus Fig. 1 ferner ergibt, ist angrenzend an jede Steinkante 5 jeweils genau ein versetzt angeordnetes Verbundelement D angeordnet. D. h. an jeder Steinflanke 2 ist eines der versetzt angeordneten Verbundelemente D zwischen der vertikalen Steinkante 5 und einem im Rastermaß angeordneten Verbundelement A angeordnet. Wie sich aus Fig. 1 ergibt, ist der Pflasterstein 1 mit einer quadratischen Grundfläche ausgestaltet, wobei die Verbundelemente A, B, C, D an den vier Steinflanken 2 jeweils identisch angeordnet sind.

Fig. 4 zeigt eine zu Fig. 1 alternative Ausgestaltung eines Pflastersteins 1. Dieser unterscheidet sich von Fig. 1 nur dadurch, dass an zwei gegenüberliegenden Steinflanken 2 jeweils ein Verbundelement A, B entfallen ist. Der Abstand zwischen zwei benachbarten, im Rastermaß angeordneten Verbundelementen A, B wird dabei um ein ganzzahliges Vielfaches des Rastermaßes erhöht. Im Ausführungsbeispiel ist an den beiden Steinflanken 2 im Bereich der Mitte der Steinflanke 2 jeweils ein Verbundelement B entfallen. D. h. der Abstand zwischen zwei Verbundelementen A und B hat sich um ein Vielfaches erhöht, zwischen diesen befindet sich im Ausführungsbeispiel auch noch ein versetzt angeordnetes Verbundelement C.

Fig. 5 unterscheidet sich von Fig. 4 dadurch, dass der in Fig. 4 dargestellte Pflasterstein 1 in zwei Hälften unterteilt ist. Die Unterteilung ist dabei so erfolgt, dass der Pflasterstein 1 gemäß Fig. 4 in zwei gleich große Hälften zerteilt ist. Dadurch weisen nur noch drei Steinflanken 2 des Pflastersteines 1 Verbundelemente A, B, C, D auf. Auch dies soll von der erfindungsgemäßen Lösung umfasst sein.

Ein derartiger Stein eignet sich für Sonderanwendungen.

Fig. 6 zeigt eine mögliche Anordnung von erfindungsgemäßen Pflastersteinen 1 in einem Steinpaket, d. h. in einem Zustand, in dem diese an eine Baustelle ausgeliefert werden können. Dargestellt sind dabei auch zwei Pflastersteine 1 gemäß Fig. 5. Fig. 7 zeigt im Detail zwei versetzt angeordnete Verbundelemente C, D, die an eine Steinflanke 2 eines benachbarten Pflastersteins 1 angrenzen. In dem in Fig. 7 dargestellten Ausführungsbeispiel sind die versetzt angeordneten Verbundelemente C, D jeweils spiegelbildlich nach außen um 2,5 mm (Bezugszeichen 1) versetzt. Die ursprüngliche Position (im Rastermaß) ist in Fig. 7 strichliniert dargestellt. Dadurch verringert sich der Abstand zwischen den versetzt angeordneten Verbundelementen C und D und jeweils einem Verbundelement A eines benachbarten Pflastersteins 1 auf 2 mm, während sich der Abstand zu dem Verbundelement A, von dem das Verbundelement C weiter beabstandet ist, auf 7 mm erhöht. Der verkürzte Abstand ist in Fig. 7 mit dem Bezugszeichen k dargestellt, während der vergrößerte Abstand mit dem Bezugszeichen v dargestellt ist. Das Maß, um das die Verbundelemente C, D gegenüber der ursprünglichen Position versetzt sind, ist in Fig. 7 mit dem Bezugszeichen 1 angegeben. Das Bezugszeichen r bezeichnet den regulären Abstand (4,5 mm) zweier im Rastermaß angeordneter Verbundelemente.

Wie sich aus Fig. 7 ergibt, lässt sich durch eine geeignete Versetzung der Verbundelemente C, D das Schlüssel-ZSchlossprinzip beliebig exakt einstellen.

Fig. 8b zeigt ein mögliches Aneinandersetzen von zwei Pflastersteinen 1, die an jeder Steinflanke 2 jeweils zwei versetzt angeordnete Verbundelemente C bzw. D aufweisen. Aus Übersichtlichkeitsgründen sind die versetzt angeordneten Verbundelemente C bzw. D in Fig. 8b geschwärzt dargestellt. Die nicht versetzt angeordneten Verbundelemente, d. h. die Verbundelemente A, B, die sich im Rastermaß befinden, sind in Fig. 8b nicht geschwärzt dargestellt. In Fig. 8b sind die versetzt angeordneten Verbundelemente C bzw. D jeweils so verschoben, dass sich die Verbundelemente C bzw. D voneinander entfernt haben. Alternativ dazu können die Verbundelemente C bzw. D jedoch auch spiegelbildlich zueinander so versetzt sein, dass die Verbundelemente C bzw. D näher aneinander liegen. In beiden Fällen ergibt sich ein geeignetes Schlüssel- /Schlossprinzip. Wie sich ferner aus Fig. 8 ergibt, erfüllen die versetzt angeordneten Verbundelemente C bzw. D wiederum die Abstandsfunktion, d. h. diese sind senkrecht zur Steinflanke 2 verlängert ausgebildet.

Fig. 8a zeigt grundsätzlich eine Anordnung gemäß Fig. 8b, allerdings ist an jeder Steinflanke 2 nur ein Verbundelement C bzw. D ausgebildet. Dies entspricht der erfindungsgemäßen Lösung nach Anspruch 16. Das an einer Steinflanke 2 angeordnete Verbundelement C bzw. D ist jeweils einer vertikalen Steinkante 5 zugeordnet. Die Verbundelemente C bzw. D weisen jeweils ausgehend von der zugeordneten vertikalen Steinkante 5 einen identischen Abstand auf.

Im Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 8a weist der Pflasterstein 1 eine quadratische Grundfläche auf. Des weiteren sind alle Steinflanken 2 identisch mit Verbundelementen C, D und A, B versehen. Grundsätzlich muss das versetzt angeordnete Verbundelement C bzw. D nicht direkt angrenzend an eine vertikale Steinkante 5 angeordnet sein. Es ist genauso vorstellbar, dass das versetzt angeordnete Verbundelement C bzw. D zwischen zwei im Rastermaß angeordneten Verbundelementen A, B positioniert ist. Erfindungsgemäß soll gemäß Anspruch 16 jedoch sichergestellt werden, dass die versetzt angeordneten Verbundelemente C bzw. D jeweils zu der zugeordneten vertikalen Steinkante 5 den gleichen Abstand aufweisen. Dies gilt selbst dann, wenn es sich bei dem Pflasterstein 1 nicht um einen quadratischen Pflasterstein 1 handelt. Wie sich aus Fig. 8a ersehen lässt, dienen die versetzt angeordneten Verbundelemente C bzw. D im Wesentlichen dazu, dass der Pflasterstein 1 an einen angrenzenden Pflasterstein 1 bzw. dessen Verbundelemente A, B definiert angelegt werden kann. Der in Fig. 8a obere Pflasterstein 1 kann gegenüber dem unteren Pflasterstein 1 nicht mehr nach links verschoben werden, da dies durch die versetzt angeordneten Verbundelemente C bzw. D verhindert wird. Der obere Pflasterstein 1 kann jedoch nach rechts verschoben werden. Die in Fig. 8a dargestellte Lösung bietet somit kein "Schlüssel-/ Schlossprinzip", wie dies in Fig. 8b dargestellt ist, sondern ermöglicht nur ein definiertes Anlegen.

Die Fig. 9 zeigt sechs zu einem Pflaster verlegte Steine, die jeweils an ihren Seitenflanken 2 mit zwei Verbundelementen C, D versehen sind. Wie sich aus der Fig. 9 ergibt, ermöglicht die erfindungsgemäße Lösung nicht nur ein optimales Verlegen von Steinen mit gleicher Größe, sondern es können auch Steine unterschiedlicher Größe miteinander kombiniert werden. Ferner ist es möglich, die erfindungsgemäßen Pflastersteine 1 im Kreuzverband oder auch, wie dargestellt, im Läuferverband zu verlegen. Bei den in Fig. 9 geschwärzt dargstellten Verbundelementen handelt es sich wiederum um die versetzt angeordneten Verbundelemente C, D. Bei den nicht geschwärzt dargestellten Verbundelementen A, B handelt es sich um die im Rastermaß angeordneten Verbundelemente A, B. Die Verbundelemente C, D gemäß Fig. 9 erfüllen wiederum auch eine Abstandsfunktion.

Mit der erfindungsgemäßen Lösung lassen sich Pflastersteine 1 mit einem beliebigen Format, beispielsweise auch fünf- oder sechseckige Steine, herstellen.