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Patent Searching and Data


Title:
PENETRATION INHIBITING MATERIAL
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2002/075237
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a penetration inhibiting material. The material comprises at least one layer of thickness D and this layer, in turn, has a first and a second woven ply. The first and second woven plies are joined using a binding agent. The first woven ply comprises a first set of threads, which accounts for at least 65 % of the weight of the woven, and which has a thread density ranging from 3.5 to 30 threads/cm, a thread titer of at least 210 dtex, and filaments, which form the threads and which have a filament diameter F¿1?. The first woven ply also comprises a second set of threads, which has a thread density ranging from 0.5 to 16 threads/cm and a thread titer of at least one 50 dtex. The second set of threads runs at an angle of greater than 0° to 90° with regard to the first set of threads, and the ratio of the thread density of the first set of threads to the thread density of the second set of threads is greater than 1. The second woven ply comprises a first set of threads, which has a thread density ranging from 0.5 to 16 threads/cm and a thread titer of at least 50 dtex, and comprises a second set of threads, which accounts for 65 % of the weight of the woven and which has a thread density ranging from 3.5 to 20 threads/cm, a thread titer of at least 210 dtex, and filaments, which form the threads and which have a filament diameter F¿2?. The second set of threads runs at an angle of greater than 0° to 90° with regard to the first set of threads, and the ratio of the thread density of the second set of threads to the thread density of the first set of threads is greater than 1. The first and second set of threads of the first woven ply runs parallel to the first set or second set of threads of the second woven ply, and the ratio of D/F¿1? and D/F¿2? is equal to a value ranging from 14.5 to 40.

Inventors:
Böttger, Christian (Geschwister-Scholl-Strasse 25 Remscheid, 42897, DE)
Fels, Achim (Adalbert-Stifter-Weg 8 Wuppertal, 42109, DE)
Application Number:
PCT/EP2002/002549
Publication Date:
September 26, 2002
Filing Date:
March 08, 2002
Export Citation:
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Assignee:
TEIJIN TWARON GMBH (Kasinostrasse 19-21 Wuppertal, 42103, DE)
Böttger, Christian (Geschwister-Scholl-Strasse 25 Remscheid, 42897, DE)
Fels, Achim (Adalbert-Stifter-Weg 8 Wuppertal, 42109, DE)
International Classes:
F41H1/02; A41D13/00; A41D31/00; A41D31/02; B32B5/28; D03D11/00; D03D15/00; D03D15/12; D06M17/00; D06M17/04; F41H5/04; (IPC1-7): F41H5/04
Attorney, Agent or Firm:
Fett, Günter (CPW GmbH Kasinostrasse 19-21 Wuppertal, 42103, DE)
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Claims:
Durchdringungshemmendes Material Patentansprüche :
1. Durchdringungshemmendes Material umfassend mindestens eine Schicht der Dicke D, wobei die Schicht eine erste und eine zweite Gewebelage umfasst, wo bei die erste und die zweite Gewebelage mit einem Bindemittel verbunden sind, wobei die erste Gewebelage einen mindestens 65 % des Gewebegewichtes bil denden ersten Fadensatz umfassend eine Fadendichte von 3,5 bis 20 Fäden/cm, einen Fadentiter von wenigstens 210 dtex und die Fäden bildenden Filamenten mit einem Filamentdurchmesser Fi und einen zweiten Fadensatz umfassend eine Fadendichte von 0,5 bis 16 Fäden/cm und einen Fadentiter von wenigstens 50 dtex enthält, wobei der zweite Fadensatz zum ersten Fadensatz in einem Winkel von > 0° bis 90° verläuft und das Verhältnis der Fadendichte des ersten Faden satzes zur Fadendichte des zweiten Fadensatzes > 1 ist, wobei die zweite Gewe belage einen ersten Fadensatz umfassend eine Fadendichte von 0,5 bis 16 Fä den/cm und einen Fadentiter von wenigstens 50 dtex und einen zweiten wenig stens 65 % des Gewebegewichtes umfassenden Fadensatz umfassend eine Fa dendichte von 3,5 bis 20 Fäden/cm, einen Fadentiter von wenigstens 210 dtex und die Fäden bildenden Filamenten mit einem Filamentdurchmesser F2 enthält, wobei der zweite Fadensatz zum ersten Fadensatz in einem Winkel von > 0° bis 90° verläuft und das Verhältnis der Fadendichte des zweiten Fadensat zes zur Fadendichte des ersten Fadensatzes > 1 ist und wobei der erste und zweite Fadensatz der ersten Gewebelage parallel zum ersten bzw. zweiten Fa densatz der zweiten Gewebelage verläuft, dadurch gekennzeichnet, dass das Verhältnis von D/Fi und D/F2 14,5 bis 40 beträgt.
2. Durchdringungshemmendes Material nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass D/Fi und D/F2 16 bis 36 beträgt.
3. Durchdringungshemmendes Material nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn zeichnet, dass D/F1 = D/F2 ist.
4. Durchdringungshemmendes Material nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Verhältnis des Fadentiters des ersten Fadensatzes zum Fadentiter des zweiten Fadensatzes der ersten Gewebelage und des Fadentiters des zweiten Fadensatzes zum Fadentiter des ersten Faden satzes der zweiten Gewebelage > 1 ist.
5. Durchdringungshemmendes Material nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Verhältnis des Fadentiters des ersten Fadensatzes zum Fadentiter des zweiten Fadensatzes der ersten Gewebelage und des Fadentiters des zweiten Fadensatzes zum Fadentiter des ersten Faden satzes der zweiten Gewebelage > 4,2 ist.
6. Durchdringungshemmendes Material nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Verhältnis des Fadentiters des ersten Fadensatzes zum Fadentiter des zweiten Fadensatzes der ersten Gewebelage und des Fadentiters des zweiten Fadensatzes zum Fadentiter des ersten Faden satzes der zweiten Gewebelage > 5,9 ist.
7. Durchdringungshemmendes Material nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens einer der zweiten Fadensätze der ersten Gewebelage und der ersten Fadensätze der zweiten Gewebelage 0,5 bis 8 Fäden/cm umfasst.
8. Durchdringungshemmendes Material nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Bindemittel aus einer der Gruppen der Thermoplaste, Elastomere oder Duroplaste oder aus einer Mischung wenigstens zweier dieser Gruppen ausgewählt ist.
9. Durchdringungshemmendes Material nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Fadensatz der ersten Gewebe lage und der zweite Fadensatz der zweiten Gewebelage aus Garnen hoher Festigkeit bestehen, die aus einer der Gruppen der Aramide, Polyethylene oder Polypphenylenbenzobisoxazole ausgewählt sind.
10. Durchdringungshemmendes Material nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Fadensatz der ersten Gewe belage und der erste Fadensatz der zweiten Gewebelage aus Garnen aus einer der Gruppen der Polyester, Polyethylene, Polypropylene oder Aramide ausge wählt sind.
11. Durchdringungshemmendes Material nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Fadensatz der ersten Gewe belage und der zweite Fadensatz der zweiten Gewebelage aus Aramidfäden und der zweite Fadensatz der ersten Gewebelage und der erste Fadensatz der zwei ten Gewebelage aus Polyesterfäden besteht.
12. Durchdringungshemmendes Material nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Fadentiter des ersten Fadensatzes der ersten Gewebelage und des zweiten Fadensatzes der zweiten Gewebelage 210 bis 6720 dtex beträgt.
13. Durchdringungshemmendes Material nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Fadentiter des zweiten Fadensatzes der ersten Gewebelage und des ersten Fadensatzes der zweiten Gewebelage 50 bis 280 dtex beträgt.
14. Durchdringungshemmendes Material nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Fadensatz der ersten Gewe belage und der erste Fadensatz der zweiten Gewebelage Kettfäden und der zweite Fadensatz der ersten Gewebelage und der zweite Fadensatz der zweiten Gewebelage Schußfäden sind.
15. Durchdringungshemmendes Material nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 14 dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine der Außenseiten des Materials mit einer Schutzschicht versehen ist.
Description:
Durchdringungshemmendes Material Beschreibung : Die vorliegende Erfindung betrifft ein durchdringungshemmendes Material.

EP-A 01 200 979 beschreibt ein durchdringungshemmendes Material umfassend mindestens eine Doppelschicht von Geweben, die dadurch gekennzeichnet ist, dass die Doppelschicht eine erste und eine zweite Gewebelage umfasst, wobei die erste Gewebelage einen mindestens 65 % des Gewebegewichtes bildenden ersten Fa- densatz umfassend eine Fadendichte von 3,5 bis 20 Fäden/cm und einen Fadentiter von wenigstens 210 dtex und einen zweiten Fadensatz umfassend eine Fadendichte von 0,5 bis 16 Fäden/cm und einen Fadentiter von wenigstens 50 dtex enthält, wobei der zweite Fadensatz zum ersten Fadensatz transversal verläuft und das Verhältnis der Fadendichte des ersten Fadensatzes zur Fadendichte des zweiten Fadensatzes > 1 ist, wobei die zweite Gewebelage einen ersten Fadensatz umfassend eine Fa- dendichte von 0,5 bis 16 Fäden/cm und einen Fadentiter von wenigstens 50 dtex und einen zweiten wenigstens 65 % des Gewebegewichtes umfassenden Fadensatz umfassend eine Fadendichte von 3,5 bis 20 Fäden/cm und einen Fadentiter von we- nigstens 210 dtex enthält, wobei der zweite Fadensatz zum ersten Fadensatz trans- versal verläuft und das Verhältnis der Fadendichte des zweiten Fadensatzes zur Fa- dendichte des ersten Fadensatzes > 1 ist und wobei der erste und zweite Fadensatz der ersten Gewebelage parallel zum ersten bzw. zweiten Fadensatz der zweiten Gewebelage verläuft.

EP-B 0 397 696 beschreibt einen Verbundwerkstoff mit Widerstandsfähigkeit gegen Einschlag, also ein durchdringungshemmendes Material. Das Material besteht aus einer oder mehreren Schichten, wobei mindestens eine der erwähnten Schichten ein Netzwerk aus Filamenten in einer Matrix enthält. Die Filamente besitzen einen äqui- valenten Filamentdurchmesser. Damit ist der Durchmesser eines Kreises gemeint, der die gleiche Querschnittsfläche hat wie die durchschnittliche Querschnittsfläche der Filamente in der Schicht. Die Filamente bilden einen Faden, der als Gewebe ge- formt sein kann. EP-B 0 397 696 lehrt, dass es für die durchdringungshemmende Wirkung auf das Verhältnis von Schichtdicke D zu äquivalentem Filamentdurchmes- ser F ankommt. Gemäß dieser Lehre resultiert die beste durchdringungshemmende Wirkung ausgedrückt als v50-Wert, wenn besagtes Verhältnis nahe 1 liegt. Je größere Werte dieses Verhältnis annimmt, desto schlechter wird gemäß EP-B 0 397 696 die durchdringungshemmende Wirkung des Materials. Bei einem D/F-Verhältnis von 12,8 hat die durchdringungshemmende Wirkung bereits so stark abgenommen, dass EP-B 0 397 696 noch größere Werte des Verhältnisses scheut.

Angesichts des bestehenden Bedarfs an weiteren Materialien mit guten durchdrin- gungshemmenden Eigenschaften stellt sich die vorliegende Erfindung die Aufgabe, ein weiteres durchdringungshemmendes Material zur Verfügung zu stellen.

Diese Aufgabe wird gelöst durch ein durchdringungshemmendes Material umfassend mindestens eine Schicht der Dicke D, wobei die Schicht eine erste und eine zweite Gewebelage umfasst, wobei die erste und die zweite Gewebelage mit einem Binde- mittel verbunden sind, wobei die erste Gewebelage einen mindestens 65 % des Ge- webegewichtes bildenden ersten Fadensatz umfassend eine Fadendichte von 3,5 bis 20 Fäden/cm, einen Fadentiter von wenigstens 210 dtex und die Fäden bildenden Filamenten mit einem Filamentdurchmesser Fi und einen zweiten Fadensatz umfas- send eine Fadendichte von 0,5 bis 16 Fäden/cm und einen Fadentiter von wenig- stens 50 dtex enthält, wobei der zweite Fadensatz zum ersten Fadensatz in einem Winkel von > 0° bis 90° verläuft und das Verhältnis der Fadendichte des ersten Fa- densatzes zur Fadendichte des zweiten Fadensatzes > 1 ist, wobei die zweite Ge- webelage einen ersten Fadensatz umfassend eine Fadendichte von 0,5 bis 16 Fä- den/cm und einen Fadentiter von wenigstens 50 dtex und einen zweiten wenigstens 65 % des Gewebegewichtes umfassenden Fadensatz umfassend eine Fadendichte von 3,5 bis 20 Fäden/cm, einen Fadentiter von wenigstens 210 dtex und die Fäden bildenden Filamenten mit einem Filamentdurchmesser F2 enthält, wobei der zweite Fadensatz zum ersten Fadensatz in einem Winkel von > 0° bis 90° verläuft und das Verhältnis der Fadendichte des zweiten Fadensatzes zur Fadendichte des ersten Fadensatzes > 1 ist und wobei der erste und zweite Fadensatz der ersten Gewebe- lage parallel zum ersten bzw. zweiten Fadensatz der zweiten Gewebelage verläuft, und wobei das Verhältnis von D/F1 und D/F2 14, 5 bis 40 beträgt.

Dabei bedeutet der Begriff Filamentdurchmesser den durchschnittlichen Durchmes- ser der Filamente über ihre Länge. Falls die Filamentquerschnitte nicht kreisförmig sind, bedeuten Fi und F2 jeweils die Durchmesser von Kreisen, welche die gleiche Querschnittsfläche haben wie die durchschnittliche Querschnittsfläche der Filamente über ihre Länge.

Folgt man der Lehre von EP-B 0 397 696, wird bei einem D/F-Verhältnis > 12,8 die durchdringungshemmende Wirkung des Materials unattraktiv schlecht. Angesichts der Lehre von EP-B 0 397 696 würde ein vor die vorstehend genannte Aufgabe ge- stellter Fachmann erwarten, das die bereits wenig oberhalb von D/F = 12,8 schlech- ten Werte bei einer weiteren Erhöhung des D/F-Verhältnisses noch schlechter werden. Keinesfalls würde daher der Fachmann erwarten, dass bei Werten des D/F- Verhältnisses deutlich oberhalb von 12,8 überhaupt attraktive v50-Werte resultieren.

Und völlig außerhalb des Vorstellungsvermögens des Fachmann würde es liegen, wenn im Bereich des D/F-Verhältnisses deutlich oberhalb von 12,8 die vso-Werte mit steigendem Wert des D/F-Verhältnisses sogar noch ansteigen. Jedoch genau dieses Verhalten des erfindungsgemäßen durchdringungshemmenden Materials wurde ge- funden, wie die Beispiele der vorliegenden Erfindung zeigen.

Die Dicke der Schicht wird gemäß DIN EN ISO 5084 bei einer Belastung von 0,1 N/cm2 gemessen.

In einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen durchdringungs- hemmenden Materials beträgt D/F1 und D/F2 16 bis 36.

In weiteren bevorzugten Ausführungsformen des erfindungsgemäßen durchdrin- gungshemmenden Materials ist D/F1 = D/F2 In weiteren bevorzugten Ausführungsformen des erfindungsgemäßen durchdrin- gungshemmenden Materials ist das Verhältnis des Fadentiters des ersten Fadensat- zes zum Fadentiter des zweiten Fadensatzes der ersten Gewebelage und des Fa- dentiters des zweiten Fadensatzes zum Fadentiter des ersten Fadensatzes der zweiten Gewebelage > 1, besonders bevorzugt > 4,2 und ganz besonders bevorzugt > 5. 9.

Ferner umfasst in einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen durchdringungshemmenden Materials wenigstens einer der zweiten Fadensätze der ersten Gewebelage und der ersten Fadensätze der zweiten Gewebelage 0,5 bis 8 Fäden/cm.

Als Bindemittel dient im erfindungsgemäßen durchdringungshemmenden Material vorzugsweise ein aus der Gruppe der Thermoplaste, Elastomere oder Duroplaste oder einer Mischung wenigstens zweier dieser Gruppen ausgewähltes Polymer, wo- bei als Thermoplaste Polyolefine wie z. B. Polyethylen wie etwa LDPE, Polypropylen, Polyamid, Polyester oder Mischungen dieser Polymere oder thermoplastische Ela- stomere, als Elastomere Gummi, Silikon und dergleichen und als Duroplaste Epoxy-, Polyester-, Phenol-und Vinylester-Harze besonders bevorzugt sind. Jedoch können im erfindungsgemäßen durchdringungshemmenden Material auch zwei oder mehre- re der vorstehend genannten Polymere wie auch deren Mischungen als Bindemittel dienen.

Das Bindemittel kann in allen Schichten des erfindungsgemäßen durchdringungs- hemmenden Materials aus dem gleichen Polymer bzw. Polymergemisch bestehen.

Es ist aber auch möglich, dass das Bindemittel in verschiedenen Schichten des er- findungsgemäßen durchdringungshemmenden Materials aus verschiedenen Polyme- ren bzw. Polymergemischen der vorstehend genannten Art besteht.

In weiteren bevorzugten Ausführungsformen des erfindungsgemäßen durchdrin- gungshemmenden Materials besteht der erste Fadensatz der ersten Gewebelage und der zweite Fadensatz der zweiten Gewebelage aus Garnen hoher Festigkeit und vorzugsweise hohen Moduls, die aus einer der Gruppen der Aramide, Polyethylene oder Poly-p-phenylenbenzobisoxazole ausgewählt sind, wobei unter den Aramiden die p-Aramide besonders bevorzugt sind, insbesondere Polyparaphenylen- terephthalamid.

Im Prinzip kann der zweite Fadensatz der ersten Gewebelage und der erste Faden- satz der zweiten Gewebelage aus jedem beliebigen Fadenmaterial mit in der Regel geringerer Festigkeit als der erste Fadensatz der ersten Gewebelage und der zweite Fadensatz der zweiten Gewebelage bestehen, wie beispielsweise aus Baumwolle, Viskose, Flachs, Hanf, Polyacryl oder ähnliche. Bevorzugt sind der zweite Fadensatz der ersten Gewebelage und der erste Fadensatz der zweiten Gewebelage aus Gar- nen aus einer der Gruppen der Polyester, Polyethylene, Polypropylene oder Aramide ausgewählt. Vorzugsweise weisen die ebengenanten Garne eine hohe Festigkeit und einen hohen Modul auf.

In weiteren bevorzugten Ausführungsformen des erfindungsgemäßen durchdrin- gungshemmenden Materials besteht der erste Fadensatz der ersten Gewebelage und der zweite Fadensatz der zweiten Gewebelage aus Aramidfäden und der zweite Fadensatz der ersten Gewebelage und der erste Fadensatz der zweiten Gewebelage aus Polyesterfäden.

In weiteren bevorzugten Ausführungsformen des erfindungsgemäßen durchdrin- gungshemmenden Materials beträgt der Fadentiter des ersten Fadensatzes der er- sten Gewebelage und des zweiten Fadensatzes der zweiten Gewebelage 210 bis 6720 dtex, bevorzugt 420 bis 3360 dtex, 420 bis 1680 dtex und insbesondere 550 bis 1100 dtex. Ein Fadentiter von 840 dtex hat sich hierfür bestens bewährt.

In weiteren bevorzugten Ausführungsformen des erfindungsgemäßen durchdrin- gungshemmenden Materials beträgt der Fadentiter des zweiten Fadensatzes der ersten Gewebelage und des ersten Fadensatzes der zweiten Gewebelage 50 bis 280 dtex, besonders bevorzugt 80 bis 210 dtex. Ein Fadentiter für den zweiten Faden- satz der ersten Gewebelage und den ersten Fadensatz der zweiten Gewebelage von 140 dtex hat sich als günstig herausgestellt.

In weiteren bevorzugten Ausführungsformen des erfindungsgemäßen durchdrin- gungshemmenden Materials sind der erste Fadensatz der ersten Gewebelage und der erste Fadensatz der zweiten Gewebelage Kettfäden und der zweite Fadensatz der ersten Gewebelage und der zweite Fadensatz der zweiten Gewebelage Schuß- fäden.

In einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen durchdringungs- hemmenden Materials ist mindestens eine der Außenseiten des Materials mit einer Schutzschicht versehen, die z. B. aus einem Thermoplast, Duroplast oder Elastomer oder aus einer Mischung der eben genannten Polymere besteht. Die Schicht wird aufgebracht, um die Außenseite (n) des Materials vor übermäßigem Abrieb zu schüt- zen und die ballistische Wirkung zu verbessern.

Wie bereits erwähnt, besteht das erfindungsgemäße durchdringungshemmende Material aus mindestens einer Schicht der vorstehend bezeichneten Art. Die Zahl der Schichten, die für eine bestimmte ballistische Schutzwirkung benötigt wird, kann der Fachmann ohne weiteres ermitteln, etwa durch Beschussversuche und Bestimmung des v5o-Wertes des Materials.

Die Herstellung des erfindungsgemäßen durchdringungshemmenden Materials kann z. B. dadurch erfolgen, dass zuerst eine der bereits beschriebenen ersten und zwei- ten Gewebelagen und eines der genannten Bindemittel ausgewählt werden, wobei das Bindemittel vorzugsweise in Form eines Films eingesetzt wird. Dann werden ent- sprechend dem speziellen Einsatzzweck des durchdringungshemmenden Materials die erste und zweite Gewebelage und der Bindemittelfilm in einer bestimmten Abfol- ge übereinandergeschichtet. Beispielsweise werden für die Softballistik Schichten in der Abfolge Bindemittelfilm/erste Gewebelage/Bindemittelfilm/zweite Gewebelage /Bindemittelfilm gebildet und verpresst. Für die Hartballistik werden z. B. Schichten in der Abfolge Bindemittelfilm/erste Gewebelage/Bindemittelfilm/zweite Gewebelage gebildet, wonach entsprechend der beabsichtigten ballistischen Schutzwirkung eine bestimmte Zahl der genannten Schichten übereinandergelegt und zu Platten ver- presst werden. Auch bei der Herstellung der Schichten für die Softballistik können mehrere übereinandergelegte Schichten der oben genannten Art gleichzeitig ver- presst werden, wenn durch geeignete Mittel wie beispielsweise durch Trennpapiere sicher gestellt ist, dass diese Schichten nach erfolgtem Verpressen wieder vereinzelt werden können. Die bei der Bildung der Schichten nach außen weisenden Binde- mittelfilme bilden in der Regel nach dem Verpressen gleichzeitig eine Schutzschicht für die darunter liegende Gewebelage. Zum Verpressen eignet sich beispielsweise eine statische Presse. Das Verpressen in der statischen Presse geschieht vorzugs- weise bei einer Temperatur im Bereich von 80 bis 220 °C, einem Druck von 5 bis 100 bar und während einer Zeit von 15 bis 150 Sekunden pro Schicht. Danach wird die Heizung der Presse ausgeschaltet.

Zur Bestimmung der Schichtdicke bei einem Material, bei dem mehrere Schichten miteinander verpresst wurden (Hartballistik), wird zunächst die Gesamtdicke gemes- sen und der ermittelte Wert durch die Zahl der Schichten dividiert, wodurch die Dicke D einer Schicht im erfindungsgemäßen durchdringungshemmenden Material be- stimmt ist. Schließlich wird mit dem bereits eingangs definierten äquivalenten Fila- mentdurchmesser F das Verhältnis D/F ermittelt.

Die Erfindung wird anhand der folgenden Beispiele näher beschrieben.

Beispiel 1 : Softballistik Ein durchdringungshemmendes Material a) (s. Zeile a von Tabelle 1) wird wie im fol- genden beschrieben hergestellt : Als erste Gewebelage wird ein Gewebe eingesetzt, das aus Polyparaphenylen- terephthalamid-Kettfäden (Twarone der Firma Teijin Twaron) mit den in Zeile a) von Tabelle 1 angegebenen Werten für Fadentiter, Fadendichte und Filamentdurchmes- ser F und aus Polyester-Schussfäden (Handelsbezeichnung TREVIRA @ der Firma Hoechst) mit einem Fadentiter von 140 dtex und einer Fadendichte von 2 Fäden/cm eingesetzt.

Als zweite Gewebelage wird ein Gewebe eingesetzt, das aus Polyparaphenylen- terephthalamid-Schussfäden (Twaron der Firma Teijin Twaron) mit den in Zeile a) von Tabelle 1 angegebenen Werten für Fadentiter, Fadendichte und Filamentdurch- messer F und aus Polyester-Kettfäden (Handelsbezeichnung TREVIRA @ der Firma Hoechst) mit einem Fadentiter von 140 dtex und einer Fadendichte von 4 Fäden/cm eingesetzt.

Als Bindemittel dient ein unter der Bezeichnung LDPE Flachfolie, transparent, 10 um von der Firma EKB Kunststoffe erhältlicher LDPE-Film.

23 Schichten (Abfolge in jeder Schicht : Bindemittelfilm/erste Gewebelage/Binde- mittelfilm/zweite Gewebelage/Bindemittelfilm) werden, jeweils getrennt durch Trennpapier übereinandergelegt und in einer Presse bei einer Temperatur von 120 °C, einem Druck von 25 bar 25 Minuten lang verpresst. Danach wird die Heizung der Presse ausgeschaltet. Anschließend werden die Schichten voneinander getrennt, das Trennpapier entfernt und die 23 Schichten wieder übereinandergelegt und zu einem Paket zusammengefasst. Die Dicke jeder Schicht des resultierenden Pakets (in Tabelle 1 mit a) bezeichnet) wird gemäß DIN EN ISO 5084 bei einer Belastung von 0,1 N/cm2 gemessen. Schließlich wird mit dem bereits eingangs definierten Fila- mentdurchmesser F das Verhältnis D/F ermittelt (s. Zeile a) von Tabelle 1). Zudem ist in Tabelle 1 das Flächengewicht des Pakets angegeben.

Die antiballistische Schutzwirkung des Pakets a) wird durch Bestimmung des v5o- Wertes gemäß der technischen Richtlinie"Schutzwesten der deutschen Polizei"mit einem Kaliber von 9 x 19 des Geschosstyps DM41 der Firma DAG charakterisiert.

Die Ergebnisse sind in Zeile a) von Tabelle 1 zusammengefasst.

Ferner wurden die Materialien b) und c) auf die gleiche Weise wie Material a) herge- stellt, jedoch mit dem Unterschied, dass Polyparaphenylenterephthalamid- Schussfäden mit den in den Zeilen b) bzw. c) von Tabelle 1 angegebenen Werten von Fadentiter, Fadendichte und Filamentdurchmesser eingesetzt wurden.

Tabelle 1 : Material Flächen-Faden-Faden-v50 D/F gewicht titer dichte [m/s] [mm] [mm] [gim2] [dtex] [cm'] a) 5050 840 9, 5 507 0,27 0,0087 31,0 b) 5060 930 9, 5 483 0,28 0,0092 30,4 c) 5040 1680 5, 5 462 0,35 0,012 29,2 Tabelle 1 zeigt, dass Materialien mit guten v50-Werte erhalten werden, obwohl D/F weit oberhalb von 12,8 liegt. Ferner erkennt man, dass bei praktisch konstantem Flä- chengewicht der Materialien a)-c) die v50-Werte mit steigendem D/F-Verhältnis sogar noch ansteigen.

Beispiel 2 : Hartballistik Ein durchdringungshemmendes Material d) (s. Tabelle 2) wird wie im folgenden be- schrieben hergestellt : Als erste Gewebelage wird ein Gewebe eingesetzt, das aus Polyparaphenylen- terephthalamid-Kettfäden (Twarone der Firma Teijin Twaron) mit den in Tabelle 2 angegebenen Werten für Fadentiter, Fadendichte und Filamentdurchmesser. F und aus Polyester-Schussfäden (Handelsbezeichnung TREVIRA @ der Firma Hoechst) mit einem Fadentiter von 140 dtex und einer Fadendichte von 2 Fäden/cm einge-. setzt.

Als zweite Gewebelage wird ein Gewebe eingesetzt, das aus Polyparaphenylen- terephthalamid-Schussfäden (Twaron der Firma Teijin Twaron) mit den in Tabelle 2 angegebenen Werten für Fadentiter, Fadendichte und Filamentdurchmesser F und aus Polyester-Kettfäden (Handelsbezeichnung TREVIRA @ der Firma Hoechst) mit einem Fadentiter von 140 dtex und einer Fadendichte von 4 Fäden/cm eingesetzt.

Als Bindemittel dient ein unter der Bezeichnung LDPE Nr. 251-50 von der Firma Caplast Kunststoffverarbeitungs GmbH erhältlicher Bindemittelfilm, welches als ein- seitige Beschichtung auf jede Gewebelage aufgebracht wird.

28 Schichten (Abfolge in jeder Schicht : Bindemittelbeschichtung/erste Gewebelage/ Bindemittelbeschichtung/zweite Gewebelage) werden übereinandergelegt und in einer statischen Presse bei einer Temperatur von 120 °C, einem Druck von 30 bar und während einer Zeit von 40 Minuten verpresst. Danach wird die Heizung der Presse abgeschaltet. Die Dicke der resultierenden Platte d) wird gemäß DIN EN ISO 5084 bei einer Belastung von 0, 1 N/cm2 gemessen und der Messwert durch die Zahl der Schichten dividiert, wodurch die Dicke D einer Schicht der Platte d) erhalten wird (s. Tabelle 2). Schließlich wird mit dem bereits eingangs definierten Filamentdurch- messer F das Verhältnis D/F ermittelt (s. Tabelle 2). Zudem ist in Tabelle 2 das Flä- chengewicht, der Platte d) angegeben.

Die antiballistische Schutzwirkung der Platte d) wird durch Bestimmung des v50- Wertes gemäß EN 1063 Klasse B3, Klaiber. 357, Magnum Vollmantel Kegel Spitz (Geco), Geschosstyp VMKS von Dynamit Nobel charakterisiert. Die Ergebnisse sind in Tabelle 2 zusammengefasst.

Tabelle 2 : Platte. Flächen-Faden-Faden-v50 D/F . gewicht titer dichte [m/s] [mm] [mm] [gim2] [dtex] [cm-11 d) 6900 930 9, 5 496 0,19 0,0092 20,6 Tabelle 2 zeigt, dass ein Material mit gutem v5o-Wert erhalten wird, obwohl D/F weit oberhalb von 12,8 liegt.